“Hell or high water” ist so etwas wie ein Synonym für “Alles oder Nichts”. Autor Taylor Sheridan hat das thematisch schon in SICARIO hervorragend eingebaut, wo niemand der zu sein scheint, den er vorgibt. Sheridan hat sich als Darsteller durch eine ziemlich Anzahl von Serien wie VERONICA MARS oder SONS OF ANARCHY gearbeitet.
Aber nun, mit HELL OR HIGH WATER, scheint er seine eigentliche Bestimmung gefunden haben, und zeigt, dass der Erfolg von SICARIO kein Zufall war. Zwei weitere Filme auf Grundlage seiner Drehbücher sind bereits in Vorproduktion.
Es ist natürlich leicht, den Norweger Morten Tyldum als Ausnahmeregisseur zu bezeichnen. Selbstverständlich auch deswegen, weil jeder junge Regisseur, der über ein Multi-Million-Dollar-Budget verfügen darf, sich dies irgendwie erarbeiten haben muss. Morten Tyldum hat spätestens mit HEADHUNTERS bereits weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Allerdings musste bereits sein Nachfolgefilm IMITATION GAME schon wieder einige berechtige Prügel einstecken, weil es die Geschichte um die Person Alan Turing und der Entwicklung seines Computers nicht im Geringsten ernst nahm. Das lag natürlich am Drehbuch, denn inszeniert war IMITATION GAME tadellos, aber als Verantwortlicher wird stets der Regisseur herangezogen. Es ist sein Film. Es sei denn die Produzenten heißen Michael Bay oder Guillermo del Toro. Doch bei PASSENGERS tappt Tyldum in dieselbe Falle: ein nicht ganz ausgegorenes Drehbuch.
Wer hätte es für möglich gehalten? STAR WARS mit völlig neuen Aspekten.
Exkursion in die Vergangenheit: Ich habe STAR WARS sowie die beiden Folgefilme gesehen und war für immer geflasht (ich war SF-besessen und zwölf Jahre alt, als ich Episode IV zum ersten Mal im Kino sah, danach kam jede Hilfe zu spät). Sicher, aus der heutigen Zeit betrachtet müsste man eigentlich zugeben, dass das vielleicht stellenweise ein wenig flach daher kam. Holzschnittartige Charaktere. Dialoge, die keinen Preis gewinnen würden. Aber damals war all das aus vielen Gründen eine Offenbarung. Die Effekte, die Ideen, die Umsetzung, alles auf der Leinwand, die das größer, epischer erschienen ließ. A NEW HOPE war zweifellos in vielen Aspekten ein Meilenstein der Kinogeschichte. Das kann man nicht zuletzt daran ermessen, dass STAR WARS noch heute, fast 40 Jahre später, so präsent ist, wie Ende der 70er, die Designs nicht lächerlich aussehen, wie es bei so ziemlich jedem anderen SF-Film aus der Zeit der Fall ist. Damit reiht es sich in Stoffe ein, die immer wieder repetiert und neu interpretiert werden. Beispielsweise Frankenstein, Robin Hood, Sherlock Holmes, griechische Sagen, oder Shakespeares Geschichten.
Was? Habe ich gerade die Dreistigkeit besessen, STAR WARS in einem Satz mit Shakespeare zu nennen? Höre ich die Feuilleton-Schreiber heulen? Gut so. Heult ruhig. Hier geht es um Popkultur, davon hab ihr keine Ahnung. Übrigens war auch Shakespeare zu seiner Zeit verlachte Popkultur. Denkt mal drüber nach.
Ich habe es über die Jahre immer wieder mal vernommen, zumeist von alternden SF-»Fans«, die lautstark die Ansicht vertreten, dass selbstverständlich »früher alles besser war, und das doch alles keine Science Fiction sei«. Früher, das ist ein nicht ganz genau zu beziffernder Zeitraum, aber eben nicht heute. Aber ich schweife ab. Was habe ich genau vernommen? Die zumeist aufgebracht vorgetragene These, dass dies und jenes, oft Popkultur, in Wirklichkeit gar keine Science Fiction sei, sondern nur … irgend so ein Mist. Je nach Alter (es sind nach meiner Beobachtung tatsächlich überwiegend die älteren SF-Anhänger), Geisteszustand und Fanatismuslevels des Vortragenden wird verschiedenen Spielarten der SF pauschal abgesprochen, tatsächlich Science Fiction zu sein, in den meisten Fällen ohne inhaltliche Begründung, sondern nur mit irgendwelchen hastig vorgetragenen Schimpfworten, oder schwummrigen Scheinargumenten, die wenig durchdacht erscheinen. Gerne vorneweg kritisiert immer wieder mal STAR WARS, heutzutage nimmt man sich bevorzugt die diversen Spielarten des Superhelden-Genres vor, aber sogar der Erforschungs- und Entdeckungsserie STAR TREK wird abgesprochen, tatsächlich SF zu sein. Weil? Wegen!
Warum? Die Begründungen sind oft schwurbelig, fußen aber nicht selten auf der mit zahlreichen Ausrufezeichen vorgebrachten These, dass »das alles« nur »Fantasy« sei, und mit Wissenschaft nichts zu tun habe. Und schließlich habe das Genre Science Fiction die »Wissenschaft« im Titel und müsse deswegen auf irgendwelchen wissenschaftlichen Grundlagen beruhen.
Dieser Bericht bezieht sich auf die Teilnahme an der Veranstaltung als Aussteller.
Die erste ComicCon in Dortmund im Dezember 2015 war furchtbar. Zu klein, zu schlecht organisiert und chaotisch. Ich habe sie damals als Besucher mit Presseausweis wahrgenommen und war enttäuscht. Hätte ich regulär bezahlt, wäre ich ziemlich sauer gewesen.
Aber als Aussteller wollte ich der Sache noch einmal eine Chance geben, man lernt ja manchmal aus Fehlern, dachte ich, und hoffte, dass das auch für den Veranstalter gelten würde. Aber weit gefehlt.
Vorsicht, die Besprechung könnte nicht ganz spoilerfrei sein, andererseits … die Story ist ja nun nicht gerade überraschend.
Ich mag den Film. Ich grüble aber schon seit ich ihn sah, warum ich nicht juble. Ich bin eine Cumberbitch und liebe die Marvel Filme. Ich sollte eigentlich hin- und weggerissen sein, aber ich komm nicht drauf, warum ich das nicht bin.
Hinweis: Diese Besprechung erschien ursprünglich im September 2008 im alten Artikelportal und wurde nun hierher »gerettet«. Viel Spaß!
Wir schreiben das Jahr des Herrn 1851. Im britischen Imperium herrscht Königin Victoria über England, die amerikanischen Kolonien und die Besitztümer der Krone auf Mond, Mars und anderen Planeten des Sonnensystems. Das Universum von Larklight ist definitiv nicht das, welches wir kennen – 1703 entwickelte Isaac Newton den Ätherantrieb, seitdem eifersüchtig gehütet von den Alchimisten der Royal Alchemists Society und der Grund für die unangefochtene Vormachtstellung der Engländer. All dies weist bereits darauf hin: Dieses Kinderbuch kommt »very british« daher.
Aber genau das ist der ganz besondere Charme von Larklight, denn der Autor versteht es vortrefflich, die Stimmung des Landes und der Zeit einzufangen und mit dem von ihm erdachten Steampunk-Universum zu etwas überaus Originellem und Kurzweiligem zu vermischen.
So etwas hat es in den ehrwürdigen Mauern von Schloss Burg bei Wermelskirchen noch nicht gegeben. Auch wenn dort bereits zahllose Mittelaltermärkte stattfanden, eine Fantasy Convention mit internationalen Film- und Fernsehstars, das war etwas ganz Neues. Und selbstverständlich ist eine solche Burg mit ihrem Ambiente perfekt für diese Art von Veranstaltungen geeignet.
Und so tummelten sich jede Menge Besucher auf der Burg, darunter selbstverständlich auch jede Menge Gewandete, auch wenn ich mit mehr davon gerechnet hätte. Aber man muss ganz einfach sehen, dass sich sicherlich nicht eben geringe Mengen an Cosplayern an diesem Wochenende ganz in der Nähe in Köln auf der Gamescom aufhielten. Beim nächsten Mal besser einen Termin wählen, an dem keine derartige Großveranstaltung mit Besucher-Schnittmenge ums Eck stattfindet.
Was gab es für ein Vorabgehate um den neuen GHOSTBUSTERS-Film, bei dem Paul Feig Regie führen und – um Himmels willen! – ein Team aus weiblichen Geisterjägern die Protonenpäckchen tragen sollte. Nichts davon hatte irgendeinen inhaltlichen Sinn, denn tatsächlich kann man ja erst ermessen, wie ein Film geworden ist, wenn man ihn gesehen hat. Das hat all die Hater aber nicht davon abgehalten, ihr kindisches Gemaule über das gesamte Internet zu verbreiten. Und wer nicht über die Frauen in der Hauptrolle meckerte, der schwadronierte irgendeinen Unsinn darüber, dass ihm durch ein Remake seine Kindheit genommen werde (was natürlich völliger Blödsinn ist, die beiden alten Filme verändern sich ja dadurch nicht und gehen auch nicht weg). Oder dass Hollywood nichts mehr einfällt. Dass dem nicht so ist, zeigt der vorliegende Film.
Kann Spuren von Spoilern enthalten. Diese Besprechung basiert auf der englischsprachigen Version.
Von der Fünfjahresmission der USS Enterprise sind bereits drei Jahre vergangen, und man merkt Schiff und Crew Ermüdungserscheinungen an. Insbesondere Captain James T. Kirk scheint die Faxen nach den Jahren im All fern ab von Zuhause dicke zu haben. Aber auch Spock sucht nach neuen Aufgaben und sieht die eher auf New Vulkan, um sein Volk zu unterstützen, als weiterhin im Tiefraum auf einem Sternenschiff. Doch bei einem Zwischenstopp auf der Raumstation Yorktown (RAUMSTATION! – man muss das in Großbuchstaben schreiben) ergibt sich eine Aufgabe, für deren Lösung die Enterprise das einzig sinnvolle Schiff weit und breit ist. So weit, so grundsätzlich bekannt ist der Beginn dieses Plots. Aber was dann kommt, ist alles andere als bekannt.
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