LIFE

LIFE

LIFE – Bun­des­start 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Pro­blem. An Zu­schau­ern ist das Gen­re durch Män­ner do­mi­niert. Da hat­te Mor­ten Tyld­um ein gol­de­nes Händ­chen, als er den letz­ten Jahr er­schie­ne­nen PAS­SEN­GERS dreh­te. Mit Jen­ni­fer La­wrence und Chris Pratt setz­te er zwei der mo­men­tan an­ge­sag­te­sten Schau­spie­ler in ein Raum­schiff, und ge­stal­te­te es als Ro­man­ze mit star­ken Start­schwie­rig­kei­ten. Aber so ein Kon­zept ist nicht be­lie­big wie­der­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Dreh­buch­au­to­ren Rhett Ree­se und Paul Wer­nick die Ein­ge­bung, auf das Ur­sprüng­li­che zu­rück­zu­grei­fen. In 400 Ki­lo­me­tern über der Erde zieht die In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ihre Bah­nen. Die Auf­ga­be der Astro­nau­ten: eine Son­de vom Mars ab­zu­fan­gen und zu un­ter­su­chen. Mit Fol­gen, für die man als Ki­no­gän­ger nicht viel Phan­ta­sie braucht.

wei­ter­le­sen →

LOGAN – The Wolverine

LOGAN – The Wolverine

LO­GAN – Bun­des­start 02.03.2017

Als zur Jahr­tau­send­wen­de der er­ste X-MEN über die Lein­wand feg­te, da wur­de schnell klar, dass hier eine Gold­ader frei­ge­legt wor­den war. Was die Pro­du­zen­ten al­ler­dings über­sa­hen, war die­sen Claim auch rich­tig ab­zu­stecken. Wa­ren die fol­gen­den zwei Fort­set­zun­gen noch im­mer wun­der­ba­re Main­stream-Un­ter­hal­tung, er­reich­ten sie nicht den Charme und die Kurz­weil des er­sten Tei­les. Cent­Fox als pro­du­zie­ren­des Stu­dio muss­te re­agie­ren, schließ­lich mach­te sich die Pu­bli­kums­er­mü­dung auch in den Kas­sen be­merk­bar. Wenn et­was zu ret­ten war, dann mit ei­ner grund­le­gen­den Än­de­rung des Kon­zep­tes. Und es hat­te kei­ne Ana­ly­sten ge­braucht zu sa­gen, wer das größ­te Nug­get in die­ser Gold­ader war. Aber das Kon­zept der Ur­sprungs­ge­schich­ten woll­ten Fans und Freun­de auch nicht so rich­tig schlucken. Die Ein­spiel­ergeb­nis­se sta­gnier­ten, trotz stei­gen­der Ein­tritts­prei­se. Ein letz­tes Auf­bäu­men gab es bei ZU­KUNFT IST VER­GAN­GEN­HEIT. Das soll­te es ge­we­sen sein? Doch eine Se­rie wie die­se konn­te man nicht sang und klang­los aus­ge­hen las­sen.

wei­ter­le­sen →

KONG: SKULL ISLAND

KONG: SKULL ISLAND

KONG: SKULL IS­LAND Deutsch­land­start am 9. März 2017

Die er­ste Fest­stel­lung, die ich ma­chen kann, nach­dem ich KONG: SKULL IS­LAND ge­se­hen habe, ist die­se:

Ich habe noch nie Film­trai­ler ge­se­hen, die so ex­akt die Stim­mung ei­nes Films klar­ma­chen wie die zu KONG. Oft ge­nug fo­kus­sie­ren sich Trai­ler auf eine be­stimm­te Stim­mung oder ma­chen Ver­spre­chen, die dann im Film nur teil­wei­se oder gleich gar nicht er­füllt wer­den. Das ist hier ab­so­lut nicht so. Die Trai­ler ver­spre­chen wil­de Ac­tion, an­ge­sichts der over the top aus­fal­len­den Ge­walt und eher mil­dem Hor­ror, eine epi­sche und sty­li­sche Bild­spra­che, eine – nicht mal klei­ne – Por­ti­on Hu­mor und eine dich­te, ge­ra­de­zu de­tail­ver­lieb­te sieb­zi­ger Jah­re-At­mo­sphä­re.

All die­se Ver­spre­chen wer­den hun­dert­pro­zen­tig ge­hal­ten. Was al­ler­dings auch ge­sagt wer­den muss: Es gibt kei­ne dar­über hin­aus­ge­hen­den Über­ra­schun­gen, denn die Trai­ler zei­gen rund­her­aus al­les vor­ne weg, was den Film aus­macht.

wei­ter­le­sen →

HIDDEN FIGURES: Unerkannte Heldinnen

HIDDEN FIGURES: Unerkannte Heldinnen

HID­DEN FI­GU­RES – Bun­des­start 02.02.2017

Der Ti­tel HID­DEN FI­GU­RES hat vie­ler­lei Be­deu­tung. Un­ter an­de­rem deu­tet er auf die ma­the­ma­ti­schen Schwie­rig­kei­ten hin, mit de­nen sich die Cha­rak­te­re im Zei­chen des Fort­schritts her­um­schla­gen müs­sen. Oder es ist auch der Hin­weis auf eine Grup­pe Men­schen, die im Welt­raum­pro­gramm der NASA nach au­ßen hin äu­ßerst zu­rück­hal­tend prä­sen­tiert wur­den. Es ist 1961, Prä­si­dent Ken­ne­dy hat der Na­ti­on ver­spro­chen, noch vor Ende der De­ka­de auf dem Mond zu lan­den. Nicht weil es leicht ist, son­dern ge­ra­de weil es schwie­rig ist. Da ist Mary Jack­son, wel­che In­ge­nieu­rin für Welt­raum­kap­seln wer­den möch­te. Und Do­ro­thy Vaug­han, die eine rie­si­ge Ab­tei­lung lei­tet, ohne da­nach be­zahlt zu wer­den, und auch nicht den Ti­tel er­hält. Oder das Ma­the­ge­nie Ka­the­ri­ne John­son, die le­dig­lich zu stump­fen Re­vi­si­ons­ana­ly­sen ver­dammt wird. Es ist 1961, und die drei Da­men sind Far­bi­ge. Da­mals durf­te man das so noch sa­gen. Manch­mal fällt so­gar das Wort »Ne­ger«, der Eu­ro­pä­er wird sich wie­der ein­mal em­pört zei­gen.

wei­ter­le­sen →

PASSENGERS

PASSENGERS

PAS­SEN­GERS – Bun­des­start 04.01.2017

Es ist na­tür­lich leicht, den Nor­we­ger Mor­ten Tyld­um als Aus­nah­me­re­gis­seur zu be­zeich­nen. Selbst­ver­ständ­lich auch des­we­gen, weil je­der jun­ge Re­gis­seur, der über ein Mul­ti-Mil­li­on-Dol­lar-Bud­get ver­fü­gen darf, sich dies ir­gend­wie er­ar­bei­ten ha­ben muss. Mor­ten Tyld­um hat spä­te­stens mit HEAD­HUN­TERS be­reits welt­weit für Auf­merk­sam­keit ge­sorgt. Al­ler­dings muss­te be­reits sein Nach­fol­ge­film IMI­TA­TI­ON GAME schon wie­der ei­ni­ge be­rech­ti­ge Prü­gel ein­stecken, weil es die Ge­schich­te um die Per­son Alan Tu­ring und der Ent­wick­lung sei­nes Com­pu­ters nicht im Ge­ring­sten ernst nahm. Das lag na­tür­lich am Dreh­buch, denn in­sze­niert war IMI­TA­TI­ON GAME ta­del­los, aber als Ver­ant­wort­li­cher wird stets der Re­gis­seur her­an­ge­zo­gen. Es ist sein Film. Es sei denn die Pro­du­zen­ten hei­ßen Mi­cha­el Bay oder Guil­ler­mo del Toro. Doch bei PAS­SEN­GERS tappt Tyld­um in die­sel­be Fal­le: ein nicht ganz aus­ge­go­re­nes Dreh­buch.

wei­ter­le­sen →

ROGUE ONE

ROGUE ONE

Wei­test­ge­hend spoi­ler­frei

Wer hät­te es für mög­lich ge­hal­ten? STAR WARS mit völ­lig neu­en As­pek­ten.

Ex­kur­si­on in die Ver­gan­gen­heit: Ich habe STAR WARS so­wie die bei­den Fol­ge­fil­me ge­se­hen und war für im­mer ge­flasht (ich war SF-be­ses­sen und zwölf Jah­re alt, als ich Epi­so­de IV zum er­sten Mal im Kino sah, da­nach kam jede Hil­fe zu spät). Si­cher, aus der heu­ti­gen Zeit be­trach­tet müss­te man ei­gent­lich zu­ge­ben, dass das viel­leicht stel­len­wei­se ein we­nig flach da­her kam. Holz­schnitt­ar­ti­ge Cha­rak­te­re. Dia­lo­ge, die kei­nen Preis ge­win­nen wür­den. Aber da­mals war all das aus vie­len Grün­den eine Of­fen­ba­rung. Die Ef­fek­te, die Ide­en, die Um­set­zung, al­les auf der Lein­wand, die das grö­ßer, epi­scher er­schie­nen ließ. A NEW HOPE war zwei­fel­los in vie­len As­pek­ten ein Mei­len­stein der Ki­no­ge­schich­te. Das kann man nicht zu­letzt dar­an er­mes­sen, dass STAR WARS noch heu­te, fast 40 Jah­re spä­ter, so prä­sent ist, wie Ende der 70er, die De­signs nicht lä­cher­lich aus­se­hen, wie es bei so ziem­lich je­dem an­de­ren SF-Film aus der Zeit der Fall ist. Da­mit reiht es sich in Stof­fe ein, die im­mer wie­der re­pe­tiert und neu in­ter­pre­tiert wer­den. Bei­spiels­wei­se Fran­ken­stein, Ro­bin Hood, Sher­lock Hol­mes, grie­chi­sche Sa­gen, oder Shake­speares Ge­schich­ten.

Was? Habe ich ge­ra­de die Drei­stig­keit be­ses­sen, STAR WARS in ei­nem Satz mit Shake­speare zu nen­nen? Höre ich die Feuil­le­ton-Schrei­ber heu­len? Gut so. Heult ru­hig. Hier geht es um Pop­kul­tur, da­von hab ihr kei­ne Ah­nung. Üb­ri­gens war auch Shake­speare zu sei­ner Zeit ver­lach­te Pop­kul­tur. Denkt mal drü­ber nach.

wei­ter­le­sen →

Das ist ja gar keine Science Fiction! – Ein Kommentar

Das ist ja gar keine Science Fiction! – Ein Kommentar

Ich habe es über die Jah­re im­mer wie­der mal ver­nom­men, zu­meist von al­tern­den SF-»Fans«, die laut­stark die An­sicht ver­tre­ten, dass selbst­ver­ständ­lich »frü­her al­les bes­ser war, und das doch al­les kei­ne Sci­ence Fic­tion sei«. Frü­her, das ist ein nicht ganz ge­nau zu be­zif­fern­der Zeit­raum, aber eben nicht heu­te. Aber ich schwei­fe ab. Was habe ich ge­nau ver­nom­men? Die zu­meist auf­ge­bracht vor­ge­tra­ge­ne The­se, dass dies und je­nes, oft Pop­kul­tur, in Wirk­lich­keit gar kei­ne Sci­ence Fic­tion sei, son­dern nur … ir­gend so ein Mist. Je nach Al­ter (es sind nach mei­ner Be­ob­ach­tung tat­säch­lich über­wie­gend die äl­te­ren SF-An­hän­ger), Gei­stes­zu­stand und Fa­na­tis­mus­le­vels des Vor­tra­gen­den wird ver­schie­de­nen Spiel­ar­ten der SF pau­schal ab­ge­spro­chen, tat­säch­lich Sci­ence Fic­tion zu sein, in den mei­sten Fäl­len ohne in­halt­li­che Be­grün­dung, son­dern nur mit ir­gend­wel­chen ha­stig vor­ge­tra­ge­nen Schimpf­wor­ten, oder schwumm­ri­gen Schein­ar­gu­men­ten, die we­nig durch­dacht er­schei­nen. Ger­ne vor­ne­weg kri­ti­siert im­mer wie­der mal STAR WARS, heut­zu­ta­ge nimmt man sich be­vor­zugt die di­ver­sen Spiel­ar­ten des Su­per­hel­den-Gen­res vor, aber so­gar der Er­for­schungs- und Ent­deckungs­se­rie STAR TREK wird ab­ge­spro­chen, tat­säch­lich SF zu sein. Weil? We­gen!

War­um? Die Be­grün­dun­gen sind oft schwur­be­lig, fu­ßen aber nicht sel­ten auf der mit zahl­rei­chen Aus­ru­fe­zei­chen vor­ge­brach­ten The­se, dass »das al­les« nur »Fan­ta­sy« sei, und mit Wis­sen­schaft nichts zu tun habe. Und schließ­lich habe das Gen­re Sci­ence Fic­tion die »Wis­sen­schaft« im Ti­tel und müs­se des­we­gen auf ir­gend­wel­chen wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen be­ru­hen.

wei­ter­le­sen →

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

Doctor Strange

Vor­sicht, die Be­spre­chung könn­te nicht ganz spoi­ler­frei sein, an­de­rer­seits … die Sto­ry ist ja nun nicht ge­ra­de über­ra­schend.

Ich mag den Film. Ich grüb­le aber schon seit ich ihn sah, war­um ich nicht jub­le. Ich bin eine Cum­ber­bitch und lie­be die Mar­vel Fil­me. Ich soll­te ei­gent­lich hin- und weg­ge­ris­sen sein, aber ich komm nicht drauf, war­um ich das nicht bin.

wei­ter­le­sen →

GHOSTBUSTERS – Ihr schießt wie Mädchen!

GHOSTBUSTERS – Ihr schießt wie Mädchen!

Logo Ghostbusters

Was gab es für ein Vor­ab­ge­ha­te um den neu­en GHOST­BU­S­TERS-Film, bei dem Paul Feig Re­gie füh­ren und – um Him­mels wil­len! – ein Team aus weib­li­chen Gei­ster­jä­gern die Pro­to­nen­päck­chen tra­gen soll­te. Nichts da­von hat­te ir­gend­ei­nen in­halt­li­chen Sinn, denn tat­säch­lich kann man ja erst er­mes­sen, wie ein Film ge­wor­den ist, wenn man ihn ge­se­hen hat. Das hat all die Ha­ter aber nicht da­von ab­ge­hal­ten, ihr kin­di­sches Ge­mau­le über das ge­sam­te In­ter­net zu ver­brei­ten. Und wer nicht über die Frau­en in der Haupt­rol­le mecker­te, der schwa­dro­nier­te ir­gend­ei­nen Un­sinn dar­über, dass ihm durch ein Re­make sei­ne Kind­heit ge­nom­men wer­de (was na­tür­lich völ­li­ger Blöd­sinn ist, die bei­den al­ten Fil­me ver­än­dern sich ja da­durch nicht und ge­hen auch nicht weg). Oder dass Hol­ly­wood nichts mehr ein­fällt. Dass dem nicht so ist, zeigt der vor­lie­gen­de Film.

wei­ter­le­sen →

STAR TREK BEYOND – Another Fine Day in The Fleet

STAR TREK BEYOND – Another Fine Day in The Fleet

Star Trek Beyond Poster

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten. Die­se Be­spre­chung ba­siert auf der eng­lisch­spra­chi­gen Ver­si­on.

Von der Fünf­jah­res­mis­si­on der USS En­ter­pri­se sind be­reits drei Jah­re ver­gan­gen, und man merkt Schiff und Crew Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen an. Ins­be­son­de­re Cap­tain Ja­mes T. Kirk scheint die Fa­xen nach den Jah­ren im All fern ab von Zu­hau­se dicke zu ha­ben. Aber auch Spock sucht nach neu­en Auf­ga­ben und sieht die eher auf New Vul­kan, um sein Volk zu un­ter­stüt­zen, als wei­ter­hin im Tief­raum auf ei­nem Ster­nen­schiff. Doch bei ei­nem Zwi­schen­stopp auf der Raum­sta­ti­on Yorktown (RAUM­STA­TI­ON! – man muss das in Groß­buch­sta­ben schrei­ben) er­gibt sich eine Auf­ga­be, für de­ren Lö­sung die En­ter­pri­se das ein­zig sinn­vol­le Schiff weit und breit ist. So weit, so grund­sätz­lich be­kannt ist der Be­ginn die­ses Plots. Aber was dann kommt, ist al­les an­de­re als be­kannt.

wei­ter­le­sen →

BATMAN v SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE

BATMAN v SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE

PromoposterBVS

BAT­MAN v SU­PER­MAN: DAWN OF JU­STI­CE – Bun­des­start 24.03.2016

Er ist so et­was wie der Heils­brin­ger für War­ner und DC, schließ­lich hat Zack Sny­der mit WATCH­MEN ei­nen der be­ein­drucken­sten Su­per­hel­den­fil­me in­sze­niert, und mit 300 eine völ­lig neue Te­sto­ste­ron-Ebe­ne er­schaf­fen. Nun war MAN OF STEEL nicht der ge­wünsch­te An­schluss an das Mar­vel-Ci­ne­ma­tic-Uni­ver­se ge­wor­den. Fans und Kri­ti­ker wa­ren sel­te­ner glei­cher­ma­ßen ge­spal­ten. Aber War­ner hielt an Sny­der fest, denn Mil­li­ar­den Dol­lars wer­den mit Su­per­hel­den­fil­men ver­dient, da kann die In­iti­al­zün­dung für DC nicht so weit weg sein. Zu­dem ist Sny­der mit sei­nem Stil so weit von den Ge­fäl­lig­kei­ten ei­nes Joss Whe­donMAN OF STEEL ent­fernt, dass DC in sei­nem ei­ge­nen fil­mi­schen Uni­ver­sum Mar­vel durch­aus nicht mehr hin­ter­her he­cheln muss. Fort­an ist Sny­der auch Pro­du­zent bei künf­ti­gen Fil­men. Acht sind be­reits in Vor­pro­duk­ti­on, SUI­CI­DE SQUAD be­reits in Nach­be­ar­bei­tung. Man kann nur hof­fen, dass die Rech­nung auf­geht.

wei­ter­le­sen →

Pool, Dead (ein spoilerfreies Loblied auf ein grandioses Camp-Movie)

Pool, Dead (ein spoilerfreies Loblied auf ein grandioses Camp-Movie)

Poster DeadpoolEnde der Acht­zi­ger, als die Zeit der Vi­deo­the­ken auf ih­rem Hö­he­punkt war, gab es ein Äqui­va­lent zu »Net­flix and Chill« und »Bin­ge­watching«. Wir nann­ten es »Vi­deo­abend«.

Wir tra­fen uns in der Vi­deo­thek, um vier Fil­me zu lei­hen: Drei da­von wol­len wir uns an­se­hen, der vier­te war die Re­ser­ve für den Fall, dass ei­ner der drei an­de­ren sich als Mist her­aus­stel­len wür­de. Der An­spruch an die Fil­me war, dass sie nicht lang­wei­len soll­ten.

Nicht lang­wei­len konn­te na­tür­lich auch Trash und Ex­ploi­ta­ti­on, ex­tra mie­se Ef­fek­te, über­trie­be­ne Ko­stü­me und wil­des Over­ac­ting. Es war die Zeit der Camp-Mo­vies. Es gab un­end­lich vie­le die­ser frei­wil­li­gen oder un­frei­wil­li­gen »Kult­fil­me«, die ih­ren Sta­tus nicht er­reicht ha­ben, weil sie vom pro­fes­sio­nel­len Stand­punkt kri­ti­scher Ci­ne­asten aus eine be­son­ders her­aus­ra­gen­de Qua­li­tät er­reich­ten. Eher im Ge­gen­teil.

Hoch im Kurs stan­den bei uns kla­re Par­odi­en wie An­griff der Kil­ler­to­ma­tenTop Se­cret, Space­ballsHou­se oder un­frei­wil­lig ko­mi­sche Di­rect-to-Vi­deo Pro­duk­tio­nen wie Mu­tant und Stran­ge In­va­ders. Hin und wie­der auch die un­zäh­li­gen Ac­tion­fil­me, in de­nen nicht mal Jean Clau­de van Dam­me mit­spie­len woll­te. Auch be­liebt bei Ju­gend­li­chen da­mals wa­ren na­tür­lich mög­lichst ek­li­ge Hor­ror­fil­me. Die ha­ben uns aber we­ni­ger in­ter­es­siert, wir wa­ren Freun­de von Fil­men, die mög­lichst vie­le coo­le oder dum­me Zi­ta­te ab­war­fen.

wei­ter­le­sen →