MORTAL ENGINES – Endzeit-Steampunk auf Turbo-Laudanum

MORTAL ENGINES – Endzeit-Steampunk auf Turbo-Laudanum

Als bekan­nt wurde, dass Peter Jack­son mit WETA Work­shop eine Umset­zung der MORTAL ENGINES-Roman­rei­he von Philip Reeve plant, war das schon bemerkenswert, denn bei den Büch­ern han­delt es sich um ein Genre, das zwar im #Neu­land nach wie vor noch eher einen Geheimtipp darstellt, aber auf der anderen Seite beina­he im Main­stream angekom­men ist, zumin­d­est wenn man sich die Aus­lage im Karneval­sladen ansieht. Im Bere­ich Lit­er­atur fassen die großen deutschen Ver­lag das The­ma nicht mehr an, nach­dem sie es mit Veröf­fentlichun­gen ver­bran­nt haben, die mit Steam­punk so viel zu hat­ten, wie 50 SHADES OF GREY.

Und jet­zt kommt Jack­son und macht einen sein­er bekan­nt opu­len­ten Filme aus ein­er Steam­punk-Vor­lage. Dabei ist das Genre doch mause­tot, wie mir viele Schlaumeier in den ver­gan­genen Jahren immer wieder erläutern woll­ten.

Ich habe eben­so immer wieder gelacht wenn man mir das sagte und nach dem Anse­hen dieses grandiosen Films lache ich noch viel mehr. Neben dem soeben Geschriebe­nen auch deswe­gen, weil die zahllosen Vic­to­ria-Fetis­chis­ten unter den hiesi­gen Steam­punks hier nicht unbe­d­ingt bedi­ent wer­den – und weil MORTAL ENGINES zeigt, dass das Genre eben auch in ein­er fer­nen Zukun­ft ganz pri­ma funk­tion­ieren kann.

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BATMAN: THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM

BATMAN: THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM

Als ich las, dass es eine BATMAN Graph­ic Nov­el gibt, die mit H. P. Love­crafts Ver­satzstück­en spielt, musste ich mir das natür­lich anse­hen. THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM ist so ein »was wäre wenn«-Ding, das Bruce Wayne und sein Alter Ego in eine andere Koni­tu­ität ver­legt, als man sie eigentlich ken­nt (»DC Else­worlds«). Geschrieben haben das Ganze Mike Migno­la (HELLBOY) und Richard Pace, Bleis­tiftze­ich­nun­gen stam­men von Troy Nix­ey, drübergeinkt hat Den­nis Janke, kolo­ri­ert wurde durch Dave Stew­art und das Let­ter­ing über­nahm Bill Oak­ley. Der englis­chsprachige Sam­mel­band erschien Dezem­ber 2015 bei DC Comics.

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THE DRESDEN FILES: BRIEF CASES

Beim Ver­lag war man offen­bar der Ansicht, dass man den Fans die Zeit bis zum Erscheinen des lange über­fäl­li­gen näch­sten Romans um Har­ry Dres­den verkürzen müsse und eine Sto­rysamm­lung veröf­fentlicht. In dem Buch mit dem Titel BRIEF CASES find­en sich diverse Geschicht­en aus dem Dres­den­verse, allerd­ings nicht alle aus dem Blick­winkel des Haupt­pro­tag­o­nis­ten Har­ry.

Ich war sehr ges­pan­nt, wie die Sto­ries um den einzi­gen Magi­er im Tele­fon­buch Chica­gos bei mir ankom­men wür­den, denn ich bin schon viel zu lange auf Entzug.

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»Ich werde Pilot. Der Beste in der Galaxis.«: SOLO – A STAR WARS STORY

nahezu 100% spoil­er­frei

Der zweite Film nach ROGUE ONE »außer der Rei­he«, also jen­seits der Sky­walk­er-Saga, dreht sich um eine der beliebtesten Fig­uren aus dem STAR WARS-Uni­ver­sum über­haupt, wenn es nicht sog­ar die beliebteste ist: Han Solo, den Schurken mit dem Herzen aus Gold.

Doch eben weil diese Fig­ur so beliebt ist, und der zen­trale Punkt dafür sicher­lich dessen Darstel­lung durch den Schaus­piel­er Har­ri­son Ford war, regten sich im Vor­feld bei vie­len Zweifel, ob ger­ade diese Fig­ur in SOLO – A STAR WARS STORY ein­fach so von jemand anderem dargestellt wer­den kann. Zudem Alden Ehren­re­ich zwar vom Typ her ähn­lich ist, aber eben nicht wie der junge Ford aussieht.

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Produziert von denselben Personen, die John Wicks Hund erschossen haben

Produziert von denselben Personen, die John Wicks Hund erschossen haben

Weit­ge­hend spoil­er­frei

Der erste DEADPOOL war ein absoluter Über­raschungser­folg, und das trotz der Freiga­be ab 16. Das machen Stu­dios nor­maler­weise nicht so gerne, weil man dann die Com­ic-affine Ziegruppe ab 12 außen vor hat, was sich meist neg­a­tiv auf die Ein­spiel­ergeb­nisse nieder­schlägt. Den­noch zeigte der erste Teil, dass man trotz­dem einen Riesen­er­folg lan­den kann – wenn man sich nur Mühe gibt, und damit eben die erwach­senere Ziel­gruppe ins Kino bekommt.

Doch man muss sich natür­lich immer fra­gen: Wer­den die Mach­er in der Lage sein, die Num­mer in DEADPOOL 2 nochmal durchzuziehen? Denn die ganzen Gags wie das Durch­brechen der vierten Wand oder Seit­en­hiebe auf Genre und Pop­kul­tur kön­nen bei einem nicht-Ori­gin-Film schw­er­lich nochmal über zwei Stun­den tra­gen. Oder doch?

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AVENGERS: INFINITY WAR

AVENGERS: INFINITY WAR

Um Asgards Willlen, wie soll man den diesen Film besprechen ohne zu spoil­ern? Ich will es mal ver­suchen …

So etwas wie das, was Mar­vel und Dis­ney in den ver­gan­genen zehn Jahren getan haben, ist in dieser Form noch nie gemacht wor­den. Sich­er gab es schon Film­rei­hen, und auch deut­lich lan­glebigere als das Mar­vel Cin­e­mat­ic Uni­verse, aber mal waren es lose zusam­men­hän­gende Einzelfilme wie JAMES BOND, oder es ging eigentlich nur um einen Pro­tag­o­nis­ten wie bei HARRY POTTER – und diese Film­rei­he war let­z­tendlich durch die Romane vorgegeben.

Aber zehn Jahre lang 20 Filme (und Fernsehse­rien) als Orig­i­nal­con­tent zu pro­duzieren, die alle im sel­ben Uni­ver­sum han­deln und irgend­wie zusam­men­hän­gen, sog­ar so schräge wie die um einen sprechen­den Waschbären, und die dann in dieser Form in AVENGERS: INFINITY WAR kul­minieren zu lassen, das ist ein Werk, dem ich nur Achtung zollen kann. Nach dem Betra­cht­en von INFINITY WAR sog­ar noch mehr, denn hier bekommt man deut­lich mehr geboten, als nur Super­helden-Gek­loppe.

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READY PLAYER ONE FTW!

READY PLAYER ONE FTW!

+++ Spoil­er­frei +++

Wenn man einen Film macht, der die 80er Jahre und deren Pop­kul­tur in zahllosen Facetten abfeiert, dann kann man ver­mut­lich keinen besseren Regis­seur für eine Umset­zung find­en, als einen der­jeni­gen, der genau diese 80er im Kino mit definiert hat: Steven Spiel­berg.

Angesichts dessen wun­dert es auch ver­mut­lich nie­man­den, dass Spiel­berg sich nach dem großen Über­raschungser­folg von Ernie Clines‹ Roman READY PLAYER ONE die Rechte an ein­er Ver­fil­mung gesichert hat, denn sich­er hat er die Möglichkeit­en erkan­nt, die dieses Buch bietet: Zum einen all die Nerds aus den Jahren nos­tal­gisch ins Kino zu bekom­men, zusät­zlich holt man noch Com­put­er­spiel­er ab, und als Sah­ne­häubchen ist der Streifen auch für Per­so­n­en inter­es­sant, die erst deut­lich nach den 80ern geboren wur­den, denn er hat eine eigen­ständi­ge Hand­lung, weit über das Abfeiern der dama­li­gen und heuti­gen Pop­kul­tur hin­aus.

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Gespielt: BLOSSOM TALES: THE SLEEPING KING auf der Switch

Gespielt: BLOSSOM TALES: THE SLEEPING KING auf der Switch

Ich hat­te mich ja lange gegen eine Nin­ten­do Switch gewehrt. Das Konzept, sowohl eine mobile Kon­sole zu haben wie auch gle­ichzeit­ig eine, die man an den Fernse­her anschließen kann, schien mir nicht schlüs­sig. Als alter Mario-Fan wollte ich dann aber doch ODYSSEY spie­len, und die zahllosen beina­he eupho­rischen Besprechun­gen haben mich dann überzeugt. Zu diesem wirk­lich grandiosen Game fol­gt vielle­icht später nochmal was, eben­so dazu, wie falsch ich in Sachen Switch lag.
In diesem Artikel möchte ich auf ein schein­bar äußerst min­i­mal­is­tis­ches Retro-Game einge­hen, das allerd­ings jeman­den wie mich, der damals auf der SNES THE LEGEND OF ZELDA – A LINK TO THE PAST durchge­spielt hat, schw­er erfreuen dürfte: BLOSSOM TALES: THE SLEEPING KING.

Anmerkung: Das hier ist zwar eine Besprechung der Ver­sion für die Switch, aber ich gehe davon aus, dass die PC-Fas­sung nahezu iden­tisch sein dürfte.

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STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

Seit gestern kann man die ersten bei­den Episo­den, also den Piloten, der neuen STAR TREK-Serie DISCOVERY anse­hen. Ganz legal, einen Tag nach der US-Ausstrahlung, Net­flix sei es gedankt. Was hät­ten wir Fans uns das in den 80ern oder 90ern gewün­scht, heute ist es Real­ität.

Auf den ersten Blick wird klar: DISCOVERY unter­schei­det sich in Cin­e­matogra­phie und auch erzäh­lerisch grundle­gend von dem, was man man früher von STAR TREK-Serien kan­nte. Und lei­der ignori­ert man auch zahllose als gegeben angenommene Eck­punk­te und His­to­rie des Fran­chise. Das stößt dem Fan sauer auf, aber die Show ist eben nicht nur für Fans gemacht, son­dern soll die heuti­gen TV-Zuschauer all­ge­mein ansprechen.

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TSUKUYUMI – Das Ende des Drachentöters

TSUKUYUMI – Das Ende des Drachentöters

Endlich ist es so weit. Strom erweckt die Relais zu sum­men­dem Leben. Jahrhun­derte im Schlaf und den­noch sofort ein­satzbere­it, erheben sich die Kamp­fanzüge der Kampf­gruppe drei. Sicher­heitsab­span­nun­gen lösen sich wie Nabelschnüre und ohne weit­ere Vor­bere­itun­gen schre­it­en die Stre­it­er zur Tat. Dafür sind sie gemacht, die Zeit ist da, der Mond ist gefall­en. Der Drache erwacht erneut.

Drachen­töter geht als erster, gefol­gt von Freis­chütz. Sie sind nahe des Kraters gelandet und die Luft ist voller Staub und Mias­men. Die Oni sind nahe. Drachen­töter spürt das. Mar­duk fliegt über sie hin­weg. »Aktiv­ität im West­en, Schwarm­be­we­gun­gen«, hört Drachen­töter die Stimme seines Spähers. »Im Nor­den eine Rotte im Auf­bau, kaum Bewe­gun­gen. Nord­west­lich noch unbes­timm­bare Aktiv­ität.«

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LIFE

LIFE

LIFE – Bun­desstart 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Prob­lem. An Zuschauern ist das Genre durch Män­ner dominiert. Da hat­te Morten Tyl­dum ein gold­enes Händ­chen, als er den let­zten Jahr erschiene­nen PASSENGERS drehte. Mit Jen­nifer Lawrence und Chris Pratt set­zte er zwei der momen­tan ange­sagtesten Schaus­piel­er in ein Raum­schiff, und gestal­tete es als Romanze mit starken Startschwierigkeit­en. Aber so ein Konzept ist nicht beliebig wieder­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Drehbuchau­toren Rhett Reese und Paul Wer­nick die Einge­bung, auf das Ursprüngliche zurück­zu­greifen. In 400 Kilo­me­tern über der Erde zieht die Inter­na­tionale Raum­sta­tion ihre Bah­nen. Die Auf­gabe der Astro­naut­en: eine Sonde vom Mars abz­u­fan­gen und zu unter­suchen. Mit Fol­gen, für die man als Kinogänger nicht viel Phan­tasie braucht.

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LOGAN – The Wolverine

LOGAN – The Wolverine

LOGAN – Bun­desstart 02.03.2017

Als zur Jahrtausendwende der erste X-MEN über die Lein­wand fegte, da wurde schnell klar, dass hier eine Goldad­er freigelegt wor­den war. Was die Pro­duzen­ten allerd­ings über­sa­hen, war diesen Claim auch richtig abzusteck­en. Waren die fol­gen­den zwei Fort­set­zun­gen noch immer wun­der­bare Main­stream-Unter­hal­tung, erre­icht­en sie nicht den Charme und die Kurzweil des ersten Teiles. Cent­Fox als pro­duzieren­des Stu­dio musste reagieren, schließlich machte sich die Pub­likum­ser­mü­dung auch in den Kassen bemerk­bar. Wenn etwas zu ret­ten war, dann mit ein­er grundle­gen­den Änderung des Konzeptes. Und es hat­te keine Ana­lysten gebraucht zu sagen, wer das größte Nugget in dieser Goldad­er war. Aber das Konzept der Ursprungs­geschicht­en woll­ten Fans und Fre­unde auch nicht so richtig schluck­en. Die Ein­spiel­ergeb­nisse stag­nierten, trotz steigen­der Ein­trittspreise. Ein let­ztes Auf­bäu­men gab es bei ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT. Das sollte es gewe­sen sein? Doch eine Serie wie diese kon­nte man nicht sang und klan­g­los aus­ge­hen lassen.

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