Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Mei­ne Güte, pein­li­cher gehts nim­mer. Der Buch­re­port be­rich­tet: LSL, of­fen­bar der neue Lieb­lings­dienst­lei­ster der Mes­se Leip­zig, der man im­mer mehr Auf­ga­ben zu­schu­stert, die frü­her an­de­re wahr­ge­nom­men ha­ben (erst die Mes­se­buch­hand­lung, jetzt der Fan­ta­sy-Be­reich), »launcht« also et­was, das es schon jah­re­lang gibt, näm­li­ch eben die­sen Fan­ta­sy-Be­reich. Dass die sich ernst­haft trau­en, das so zu for­mu­lie­ren lässt mich nach all den Que­r­elen dar­um sprach­los zu­rück, und ich bin nun wirk­li­ch eine Men­ge in Sa­chen Mar­ke­ting-Ge­schwur­bel ge­wöhnt. Noch nicht mal die Ar­beit auf der Fan­ta­sy-Lesein­sel ma­chen sie selbst, die macht – nach dem Raus­drän­geln von Werk­Zeugs – PAN für sie.

Und dann steht da tat­säch­li­ch:

Das Gen­re­por­tal Werk­Zeugs, das fast 10 Jah­re lang die Fan­ta­sy-Lesein­sel be­treut, sich als An­lauf­punkt für Au­to­ren eta­bliert und auch den Ver­kauf von Bü­chern und Mer­chan­di­se-Ar­ti­keln durch­ge­führt hat­te, sag­te an­läss­li­ch ei­ner deut­li­ch ge­stie­ge­nen Stand­mie­te die Mes­se­teil­nah­me ab. Die Mes­se­di­rek­ti­on küm­mer­te sich um­ge­hend um eine Al­ter­na­ti­ve für den Mes­se­ver­kauf und en­ga­gier­te LSL.

Al­ler­dings wur­de be­reits ver­mu­tet, dass es tat­säch­li­ch so war, dass man Werk­Zeugs sei­tens der Mes­se­ver­an­stal­ter die dra­ma­ti­sch er­höh­ten Stand­prei­se prä­sen­tier­te, mit dem be­reits vor­her ge­fass­ten Plan, dass die dar­auf­hin ab­sa­gen, und man das Gan­ze LSL zu­schu­stern konn­te.

Wei­ter kann man le­sen:

Nach ei­ni­gem Hin und Her ist die Leip­zi­ger Buch­mes­se der ge­mein­sa­men Frak­ti­on von Werk­Zeugs und dem Phan­ta­stik-Au­to­ren-Netz­werk (PAN) in­so­fern ent­ge­gen­ge­kom­men, dass PAN eine Flä­che für die Com­mu­ni­ty-Ver­net­zung zur Ver­fü­gung ge­stellt wird.

Ver­schwie­gen wird da­bei al­ler­dings, dass es zu­vor der­art mas­si­ve Pro­te­ste von Ver­la­gen und auch nam­haf­ten Au­to­ren aus dem Gen­re-Be­reich Deut­sche Phan­ta­stik ge­ge­ben hat­te, dass sich die Mes­se­ver­an­stal­ter of­fen­sicht­li­ch zum Ein­len­ken ge­nö­tigt sa­hen, da sie son­st Ge­fahr ge­lau­fen wä­ren, dass nam­haf­te Prot­ago­ni­sten aus dem Be­reich der Ver­an­stal­tung fern ge­blie­ben wä­ren – und da­mit eben auch die zu­ge­hö­ri­gen Be­su­cher.

Aber Haupt­sa­che, eine voll­mun­di­ge Pres­se­mit­tei­lung ab­ge­son­dert …

[Edit 16:50 Uhr:] Ich wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich PAN um die Au­to­ren­loun­ge küm­mert, nicht um die Lesein­sel. Was die Sach­la­ge al­ler­dings nur mi­ni­mal ver­än­dert.

Bild »Face­palm« von Alex E. Proi­mos, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY

STAR TREK AXANAR knickt ein

STAR TREK AXANAR knickt ein

Nach­dem die Ma­cher hin­ter dem STAR TREK-Fan­film AXA­N­AR we­gen des Ge­richts­ver­fah­rens, das Pa­ra­mount und CBS ge­gen sie an­ge­strengt hat­ten, den Mund ziem­li­ch voll nah­men, was ih­rer An­sicht nach die Chan­cen an­gin­gen, fei­ern sie nun, dass man »sich mit den Rech­te­inha­bern ge­ei­nigt habe«. Auch wenn die Pres­se­mit­tei­lun­gen und die Nach­rich­ten an die Backer ziem­li­ch eu­pho­ri­sch klin­gen, kann ich das lei­der nur als PR ein­stu­fen, denn selbst wenn kei­ne Scha­dens­er­satz­zah­lun­gen auf Alec Pe­ters und sein Team zu­kom­men, sind die Be­din­gun­gen, de­nen man sich im Rah­men der au­ßer­ge­richt­li­chen Ei­ni­gung ge­beugt hat, aus Fan­sicht und erst Recht aus der Sicht der Crowd­fun­ding-Un­ter­stüt­zer völ­lig in­ak­zep­ta­bel.

Denn ur­sprüng­li­ch hat­te es ge­hei­ßen, man wol­le eine Pro­duk­ti­on in Län­ge ei­nes Fea­ture-Films rea­li­sie­ren. Jetzt dür­fen sie ge­mäß der »Fan­film-Re­geln«, de­nen man sich un­ter­wirft, nur noch zwei Epi­so­den á 15 Mi­nu­ten ab­lie­fern. Das ist nicht das, wo­für ich mein Geld ge­ge­ben habe.

Wei­te­re De­tails will man den Un­ter­stüt­zern per »pri­va­ter Mail« ver­füg­bar ma­chen, statt über das Nach­rich­ten­sy­stem auf Kick­star­ter. War­um man hier nicht ein­fach trans­pa­rent agiert, ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis, und ist ein wei­te­rer Hin­weis auf Ge­mau­schel. Der Text, den ich als Kam­pa­gnen­mail über Kick­star­ter er­hielt, ist der­sel­be, der auch auf der AXA­N­AR-Web­sei­te zu fin­den ist.

Da­mit ha­ben sich auch J.J. Ab­rams und Ju­stin Lin ziem­li­ch lä­cher­li­ch ge­macht, die auf ei­nem of­fi­zi­el­len Event zu STAR TREK und STAR TREK BEYOND pres­se­wirk­sam er­klärt hat­ten, dass die Kla­ge »in Kür­ze ein­fach weg­ge­hen wür­de«. Nichts ist weg­ge­gan­gen, Pa­ra­mount und CBS ha­ben sich durch­ge­setzt. Eine Fan-Pro­duk­ti­on, die sich den ar­ro­gan­ten und rea­li­täts­fer­nen Fan­film-Re­geln un­ter­wirft, kann nur lä­cher­li­ch wer­den (denn bei­spiels­wei­se darf man nur die bil­li­gen Uni­for­men ver­wen­den, die man of­fi­zi­ell kau­fen kann).

Al­les in al­lem kann man nur kon­sta­tie­ren, dass das ein schwar­zer Tag für STAR TREK-Fan­fil­me und für das Fan­dom all­ge­mein ist, und sich die Rech­te­inha­ber wei­ter von ih­rer Fan­ba­se ent­fer­nen.

Von Alec Pe­ters und sei­nem Team füh­le ich mich als Un­ter­stüt­zer ver­ra­ten, denn ent­ge­gen ih­rer stän­di­gen Aus­sa­gen, das bis zum Ende durch­fech­ten zu wol­len, ha­ben sie sich nun auf ei­nen mie­sen Deal ein­ge­las­sen. Ich kann al­ler­dings an­satz­wei­se ver­ste­hen, dass man mil­lio­nen­schwe­re Scha­den­er­satz­zah­lun­gen ver­mei­den woll­te.

Pro­mo­gra­fik AXA­N­AR Co­py­right Axa­n­ar Pro­duc­tions Inc.

BAFTA Film Awards 2017: Die Nominierten

Die BAFTA Film Awards 2017 (BAFTA = Bri­tish Aca­de­my of Film and Te­le­vi­si­on Arts) ste­hen vor der Tür und er­neut wird der bri­ti­sche Co­me­di­an Ste­phen Fry die Ver­lei­hung mo­de­rie­ren, die am 12. Fe­bru­ar in der Royal Al­bert Hall statt­fin­den wird. Die ge­ra­de ver­lie­he­nen Glo­bes wa­ren ja lei­der ex­trem Gen­re-arm, das könn­te bei den Film-BAFT­As et­was an­ders aus­se­hen, zu­min­dest ist es in der No­mi­nier­ten­li­ste gut ver­tre­ten.

Der SF-Strei­fen AR­RI­VAL bei­spiels­wei­se ist gleich hau­fen­wei­se no­mi­niert, auch FAN­TA­STIC BE­ASTS wird ein paar Mal ge­nannt.

BEST FILM

AR­RI­VAL Dan Le­vi­ne, Shawn Levy, Da­vid Lin­de, Aa­ron Ry­der
I, DA­NI­EL BLA­KE Re­bec­ca O’Brien
LA LA LAND Fred Ber­ger, Jor­dan Ho­ro­witz, Marc Platt
MAN­CHE­STER BY THE SEA Lau­ren Beck, Matt Da­mon, Chris Moo­re, Kim­ber­ly Steward,?Kevin J. Walsh
MOON­LIGHT Dede Gard­ner, Je­re­my Klei­ner, Ade­le Ro­man­s­ki

OUT­STAN­DING BRI­TISH FILM

AME­RI­CAN HO­NEY An­d­rea Ar­nold, Lars Knud­sen, Pou­ya Shah­ba­zi­an, Jay Van Hoy
DE­NI­AL Mick Jack­son, Gary Fo­ster, Russ Kras­noff, Da­vid Hare
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Da­vid Ya­tes, J.K. Row­ling, Da­vid Heyman, Ste­ve Kloves, Lio­nel Wi­gram
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach, Re­bec­ca O’Brien, Paul La­ver­ty
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney, Mike Brett, Jo-Jo Ell­i­son, Ste­ve Ja­mi­son
UN­DER THE SHADOW Ba­bak An­va­ri, Emi­ly Leo, Oli­ver Ros­kill, Lu­can Toh

OUT­STAN­DING DE­BUT BY A BRI­TISH WRI­TER, DI­REC­TOR OR PRO­DU­CER 

The Girl With All the Gifts: MIKE CA­REY (Wri­ter), CA­MIL­LE GA­TIN (Pro­du­cer)
The Hard Stop: GE­OR­GE AM­PON­S­AH (Writer/Director/Producer), DI­ON­NE WAL­KER (Writer/Producer)
No­tes on Blind­ness: PE­TER MIDD­LE­TON (Writer/Director/Producer), JA­MES SPIN­NEY (Writer/Director), JO-JO ELL­I­SON (Pro­du­cer)
The Pass: JOHN DON­NEL­LY (Wri­ter), BEN A. WIL­LIAMS (Di­rec­tor)
Un­der the Shadow: BA­BAK AN­VA­RI (Writer/Director), EMI­LY LEO, OLI­VER ROS­KILL, LU­CAN TOH (Pro­du­cers)

FILM NOT IN THE ENG­LISH LAN­GUA­GE

DHEE­PAN Jac­ques Au­di­ard, Pas­cal Cau­che­teux
JU­LIETA Pe­dro Al­mo­dóvar
MU­STANG Deniz Gam­ze Er­gü­ven, Charles Gil­li­bert
SON OF SAUL László Ne­mes, Gábor Si­pos
TONI ERD­MANN Ma­ren Ade, Ja­ni­ne Jackow­ski

DO­CU­MEN­TA­RY

13th Ava Du­Ver­nay
THE BEAT­LES: EIGHT DAYS A WEEK- THE TOU­RING YE­ARS Ron Howard
THE EA­GLE HUN­TRESS Otto Bell, Stacey Rei­ss
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney
WEI­NER Josh Krieg­man, Ely­se Stein­berg

ANI­MA­TED FILM

FIN­DING DORY An­d­rew Stan­ton
KUBO AND THE TWO STRINGS Tra­vis Knight
MO­A­NA Ron Cle­ments, John Mus­ker
ZOOTRO­PO­LIS By­ron Howard, Rich Moo­re

DI­REC­TOR

AR­RI­VAL De­nis Vil­le­neu­ve
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

ORI­GI­NAL SCREEN­PLAY

HELL OR HIGH WA­TER Tay­lor She­ridan
I, DA­NI­EL BLA­KE Paul La­ver­ty
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
MOON­LIGHT Bar­ry Jenk­ins

AD­AP­TED SCREEN­PLAY

AR­RI­VAL Eric Hei­sse­rer
HACK­SAW RIDGE Ro­bert Schenk­kan, An­d­rew Knight
HI­D­DEN FI­GU­RES Theo­do­re Mel­fi, All­i­son Schro­eder
LION Luke Da­vies
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

LEA­DING AC­TOR

AN­D­REW GAR­FIELD Hack­saw Ridge
CA­SEY AFF­LECK Man­che­ster by the Sea
JAKE GYL­LEN­HAAL Noc­turnal Ani­mals
RYAN GOS­LING La La Land
VIGGO MOR­TEN­SEN Cap­tain Fan­ta­stic

LEA­DING AC­TRESS

AMY ADAMS Ar­ri­val
EMI­LY BLUNT The Girl on the Train
EMMA STO­NE La La Land
ME­RYL STREEP Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
NA­TA­LIE PORT­MAN Jackie

SUP­PORTING AC­TOR

AA­RON TAY­LOR-JOHN­SON Noc­turnal Ani­mals
DEV PA­TEL Lion
HUGH GRANT Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
JEFF BRIDGES Hell or High Wa­ter
MA­HERS­HA­LA ALI Moon­light

SUP­PORTING AC­TRESS

HAY­LEY SQUI­RES I, Da­ni­el Bla­ke
MI­CHEL­LE WIL­LIAMS Man­che­ster by the Sea
NAO­MIE HAR­RIS Moon­light
NI­COLE KID­MAN Lion
VIO­LA DA­VIS Fen­ces

ORI­GI­NAL MU­SIC  AR­RI­VAL Jóhann Jóhanns­son
JACKIE Mica Levi
LA LA LAND Ju­stin Hur­witz
LION Du­stin O’Halloran, Hausch­ka
NOC­TURNAL ANI­MALS Abel Kor­ze­niow­ski

CI­NE­MA­TO­GRA­PHY AR­RI­VAL Brad­ford Young
HELL OR HIGH WA­TER Gi­les Nutt­gens
LA LA LAND Li­nus Sand­gren
LION Greig Fra­ser
NOC­TURNAL ANI­MALS Sea­mus McGar­vey

EDIT­ING AR­RI­VAL Joe Wal­ker
HACK­SAW RIDGE John Gil­bert
LA LA LAND Tom Cross
MAN­CHE­STER BY THE SEA Jen­ni­fer Lame
NOC­TURNAL ANI­MALS Joan So­bel

PRO­DUC­TION DE­SI­GN

DOC­TOR STRAN­GE John Bush, Charles Wood
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Stuart Craig, Anna Pin­nock
HAIL, CAE­S­AR! Jess Gon­chor, Nan­cy Hai­gh
LA LA LAND San­dy Reynolds-Was­co, Da­vid Was­co
NOC­TURNAL ANI­MALS Shane Va­len­ti­no, Meg Eve­ri­st

CO­STU­ME DE­SI­GN

AL­LIED Jo­an­na John­ston
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Col­le­en At­wood
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS Con­so­la­ta Boy­le
JACKIE Ma­de­li­ne Fon­tai­ne
LA LA LAND Mary Zo­phres

MAKE UP & HAIR

DOC­TOR STRAN­GE Je­re­my Woodhead
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS J. Roy Hel­land, Da­ni­el Phil­lips
HACK­SAW RIDGE Shane Tho­mas
NOC­TURNAL ANI­MALS Do­nald Mo­wat, Yo­landa Tous­si­eng
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY No­minees tbc

SOUND

AR­RI­VAL Clau­de La Haye, Ber­nard Ga­rié­py Stro­bl, Syl­vain Bel­le­ma­re
DE­EP­WA­TER HO­RI­ZON Mike Prest­wood Smith, Dror Mo­har, Wy­lie State­man, Da­vid Wy­man
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Niv Adi­ri, Glenn Free­mant­le, Si­mon Hay­es, Andy Nel­son, Ian Tapp
HACK­SAW RIDGE Pe­ter Gra­ce, Ro­bert Macken­zie, Ke­vin O’Connell, Andy Wright
LA LA LAND Mild­red Iatrou Mor­gan, Ai-Ling Lee, Ste­ve A. Mor­row, Andy Nel­son

SPE­CIAL VI­SUAL EF­FECTS

AR­RI­VAL Louis Mo­rin
DOC­TOR STRAN­GE Ri­chard Bluff, Ste­pha­ne Ce­ret­ti, Paul Cor­bould, Jo­na­than Faw­k­ner
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Tim Bur­ke, Pa­blo Gril­lo, Chri­sti­an Manz, Da­vid Wat­kins
THE JUN­GLE BOOK Ro­bert Le­ga­to, Dan Lem­mon, An­d­rew R. Jo­nes, Adam Val­dez
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY Neil Cor­bould, Hal Hickel, Mo­hen Leo, John Knoll, Nigel Sum­ner

BRI­TISH SHORT ANI­MA­TI­ON 

THE ALAN DI­MEN­SI­ON Jac Clin­ch, Jo­na­than Har­bott­le, Mil­lie Mar­sh
A LOVE STO­RY Kha­led Gad, Anush­ka Kis­ha­ni Na­ana­yak­ka­ra, Elena Rus­com­be-King
TOUGH Jen­ni­fer Zheng

BRI­TISH SHORT FILM 

CON­SU­MED Ri­chard John Sey­mour
HOME Sh­pat Deda, Afola­bi Kuti, Da­ni­el Mul­loy, Scott O’Donnell
MOU­TH OF HELL Bart Ga­vi­gan, Sa­mir Me­ha­no­vic, Ai­lie Smith, Mi­cha­el Wil­son
THE PAR­TY Fa­rah Abushwes­ha, Em­met Fle­ming, An­d­rea Har­kin, Co­nor MacN­eill
STAND­BY Char­lot­te Re­gan, Jack Han­non

THE EE RI­SING STAR AWARD (vo­ted for by the pu­blic)

TOM HOL­LAND
RUTH NEGGA
LU­CAS HEDGES
LAIA CO­STA
ANYA TAY­LOR-JOY

Quel­le: Dead­line

Bild BAFTA-Mask von EG Focus/César, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Ich hat­te nach dem völ­lig rea­li­täts­fer­nen Ur­teil des LG Ham­burg zum Ver­lin­ken von Sei­ten mit mög­li­cher­wei­se ur­he­ber­rechts­ver­let­zen­den In­hal­ten dort be­reits am 9. De­zem­ber 2016 eine An­fra­ge ge­stellt. Die Ant­wort kam spät, ist aber in kein­ster Wei­se über­ra­schend, denn auch der Ju­sti­zi­ar des Hei­se-Ver­lags er­hielt eine ganz ähn­li­che:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,

zu Ih­rer An­fra­ge tei­le ich Ih­nen mit, dass das Land­ge­richt selbst­ver­ständ­li­ch da­von aus­geht, dass die Zu­gäng­lich­ma­chung sämt­li­cher In­hal­te auf der Sei­te des Land­ge­richts recht­mä­ßig er­folgt.

Zu rechts­ver­bind­li­chen Er­klä­run­gen Ih­nen ge­gen­über se­hen wir uns in­des nicht ver­an­lasst.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

xxx von yyy

Rich­te­rin
Land­ge­richt Ham­burg
Prä­si­di­al­ver­wal­tung (LP3)
Sie­veking­platz 1, 20355 Ham­burg

Wir hal­ten fest: Das LG Ham­burg schafft die recht­li­che Not­wen­dig­keit, sich beim Be­trei­ber ei­ner Web­sei­te ver­si­chern zu müs­sen, dass de­ren In­hal­te rechts­kon­form sind, will selbst aber die­se Rechts­si­cher­heit nicht schaf­fen (kön­nen sie auch gar nicht, mit ein we­nig Stö­bern fand ich auf de­ren Sei­te In­hal­te, die – sa­gen wir mal vor­sich­tig – fis­hy sind, bei­spiels­wei­se mög­li­cher­wei­se nicht ganz kor­rekt de­kla­rier­te Bild-Ur­he­ber­schaf­ten).

Will­kom­men im #neu­land!

Bild Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

Die Par­tei­en in #neu­land tun sich mit ei­ner an­ge­sichts der ge­än­der­ten Pa­ra­me­ter durch In­ter­net und Di­gi­ta­li­sie­rung drin­gend not­wen­di­gen No­vel­lie­rung des Ur­he­ber­rechts schwer. Da be­wegt sich seit Jah­ren an un­zäh­li­gen Stel­len nichts Sinn­vol­les. Wie schnell so et­was al­ler­dings ge­hen kann, wenn eine Lob­by­ver­ei­ni­gung wie der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels laut­hals »Mi­mi­mi!« und or­dent­li­ch Druck auf die Po­li­tik macht, zeigt die Tat­sa­che, dass sich die gro­ße Ko­ali­ti­on in Re­kord­zeit auf eine Ge­set­zes­än­de­rung ge­ei­nigt hat, die Ver­la­ge wie­der an den Aus­schüt­tun­gen der VG-Wort be­tei­li­gen soll, nach­dem der BGH das bis­he­ri­ge Ver­fah­ren als rechts­wid­rig ein­ge­stuft hat. Weit vor­ne da­bei: die SPD.

Ich fin­de es ge­ra­de­zu wi­der­li­ch, wie sich hier Lob­by­ver­ei­ni­gun­gen Ge­set­ze auf Wunsch von der Po­li­tik zu­recht schrei­ben las­sen, zu Un­gun­sten der Ur­he­ber. An­de­re in Zei­ten ei­nes In­ter­nets und So­zia­ler Me­di­en drin­gend not­wen­di­ge Ver­bes­se­run­gen wie bei­spiels­wei­se eine Art »fair use«-Klausel, oder eine Ver­rin­ge­rung von Schutz­rechts­fri­sten, die eher den Nut­zern zu­gu­te kom­men wür­den, las­sen wei­ter auf sich war­ten, oder sind noch nicht ein­mal am Ho­ri­zont zu se­hen – weil Bür­ger kei­ne Lob­by ha­ben. Auch ist nichts da­von zu se­hen, dass die Ur­he­ber recht­li­ch bes­ser ge­stellt wer­den sol­len, von Hei­ko Maas‹ durch­aus sinn­vol­len Än­de­run­gen des Ur­he­ber­rechts ist – eben­falls nach hef­ti­ger Lob­by­ar­beit – kaum et­was üb­rig ge­blie­ben. Schlim­mer noch: Den Si­gna­len aus Brüs­sel nach zu ur­tei­len, ste­hen uns Ur­he­ber­rechts­än­de­run­gen ins Haus, die die Nut­zer und so­gar die Ur­he­ber noch stär­ker be­nach­tei­li­gen und aus­schließ­li­ch den Ver­wer­tern die­nen.

Bei den der­zei­ti­gen po­li­ti­schen Kon­stel­la­tio­nen sehe ich al­ler­dings kaum Hoff­nung, dass sich das al­les in ab­seh­ba­rer Zeit zum Bes­se­ren än­dern wird.

[Up­date 19.12.2016:] Das dem Eu­ro­pa­recht wi­der­spre­chen­de Ge­setz wur­de tat­säch­li­ch im Eil­ver­fah­ren durch­ge­wun­ken:

Die am Diens­tag von CDU, CSU und SPD an­kün­di­gungs­los vor­ge­leg­te Er­wei­te­rung der ge­plan­ten Re­form des Ur­he­ber­ver­trags­rechts um »Fra­gen der Ver­le­ger­be­tei­li­gung« pas­sier­te in­ner­halb von vier Ta­gen prak­ti­sch ohne Me­di­en­öf­fent­lich­keit den Aus­schuss für Kul­tur- und Me­di­en (Son­der­sit­zung am Diens­tag), den Rechts­aus­schuss (Mitt­wo­ch) das Bun­des­tags­ple­num (Don­ners­tag­nacht) und den ein­spruchs­be­rech­tig­ten Bun­des­rat (Frei­tag). (Te­le­po­lis)

Bild: Buch Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

Anfrage ans Landgericht Hamburg bezüglich Linksetzung

Anfrage ans Landgericht Hamburg bezüglich Linksetzung

Es geht na­tür­li­ch wei­ter­hin um das rea­li­täts­fer­ne Ur­teil des LG Ham­burg in Sa­chen Link­set­zung. So­eben ging von mir per Mail fol­gen­de An­fra­ge an die Be­trei­ber der Web­sei­te des Land­ge­richts Ham­burg raus:

Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren,

Ich wür­de zum Zwecke der Be­richt­erstat­tung über eins ih­rer Ur­tei­le ger­ne ei­nen Link auf Ihre Web­site

http://justiz.hamburg.de/gerichte/landgericht-hamburg/ und Un­ter­sei­ten

set­zen. Bit­te be­stä­ti­gen Sie mir, dass alle auf der Web­sei­te ein­ge­setz­ten und ur­he­ber­recht­li­ch ge­schütz­ten In­hal­te (Fo­to­gra­fi­en, Gra­fi­ken, Vi­deos, Pro­gramm­code, etc.) recht­mä­ßig sind, d.h. mit Wil­len der Rech­te­inha­ber ver­wen­det wer­den. Das gilt auch für In­hal­te aus frem­den Quel­len, die Sie mög­li­cher­wei­se ein­ge­bun­den ha­ben, wie z.B. You­Tube-Vi­deos.

Vie­len Dank.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hau­er

PhantaNews.de
Phan­ta­sti­sche Nach­rich­ten

Er­stens bin ich auf die Ant­wort ge­spannt, zwei­tens könn­ten das an­de­re auch so hand­ha­ben, wenn sie über das Ur­teil be­rich­ten möch­ten … Kon­takt­da­ten fin­det man un­ter http://justiz.hamburg.de/gerichte/landgericht-hamburg/impressum/ Ich­me­in­janur (ich hof­fe auf de­ren Sei­ten fin­det sich nichts Il­le­ga­les, son­st bin ich er­le­digt).

Der Text der An­fra­ge stammt aus ei­nem Ar­ti­kel von Rechts­an­walt Schwen­ke

p.s.: Eine sehr ähn­li­che An­fra­ge ging auch ge­ra­de an die Be­trei­ber von bundesregierung.de raus …

Bild Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Bun­des­re­gie­rung und Co. tun sich in letz­ter Zeit da­mit her­vor, dass man Netz­in­fra­struk­tu­ren ge­gen »Cyber«-Angriffe schüt­zen müs­se (klei­ner Ein­schub: je­der der den Be­griff »Cy­ber« im Zu­sam­men­hang mit Netzthe­men ver­wen­det, de­mon­striert, dass er kei­ner­lei fach­li­che Ah­nung hat, und nur sinn­ent­leer­te Buz­zwords ver­wen­det). Da soll es »schnel­le Ein­greif­trup­pen« ge­ben, zu­sam­men­ge­stellt aus »Spe­zia­li­sten«, die aus Fir­men re­kru­tiert wer­den sol­len.

Tat­säch­li­ch muss man al­ler­dings fest­stel­len, dass ah­nungs­lo­se Rich­ter, die sich of­fen­bar das In­ter­net aus­drucken las­sen, aber de­ren Ur­tei­le durch kei­ner­lei Sach­kennt­nis ge­trübt sind, eine viel grö­ße­re Ge­fahr für das In­ter­net in Deutsch­land dar­stel­len, als ir­gend­wel­che mehr oder we­ni­ger ein­ge­bil­de­ten »Cy­ber-Be­dro­hun­gen«. Das be­rüch­tig­te LG Ham­burg hat mal wie­der ei­nen raus­ge­hau­en, da wird ei­nem schlecht. Es be­stä­tig­te ei­nen ur­he­ber­recht­li­chen Ver­stoß al­lei­ne durch die Link­set­zung auf eine Sei­te, wo ein Bild nicht in der durch die Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz ge­wünsch­ten Form wie­der­ge­ge­ben wor­den war. Noch mal ganz klar: Es wur­de also nicht das Bild selbst ein­ge­bun­den, son­dern nur auf die Sei­te ver­linkt.

Dan­ke, LG Ham­burg, da kön­nen wir das In­ter­net auch gleich ganz ab­schal­ten, denn die Ver­lin­kung von In­hal­ten ist DER zen­tra­le Punkt im Netz, dar­auf be­ruht es (und nicht etwa auf Wer­be­ein­blen­dun­gen, Kat­zen­bil­dern, oder Ur­he­ber­rechts­ab­zocke).

Das Ur­teil lässt zu­dem viel mehr Fra­gen of­fen, als es klärt. Gel­ten nur di­rek­te Links, oder auch in­di­rek­te? Sprich: Wenn ich eine Home­page ver­lin­ke, aber auf ei­ner Un­ter­sei­te ein pro­ble­ma­ti­sches Bild steht, ist das dann ab­mahn­bar? Wie soll man sich da­ge­gen schüt­zen, dass In­hal­te auf Sei­ten ver­än­dert wer­den, aber be­haup­tet wird »das war da schon im­mer!«?

Neu­es Ab­mahn­mo­dell: Ich set­ze voll­kom­men harm­lo­se In­hal­te auf eine Web­sei­te und brin­ge Drit­te dazu, die­se zu ver­lin­ken. Op­ti­ma­ler­wei­se Drit­te, die ir­gend­ei­ne Art von Wer­bung auf ih­rer Sei­te ha­ben (da reicht schon ein Part­ner­link zu Ama­zon), da­mit die ver­lin­ken­de Sei­te als »im wei­te­sten Sin­ne ge­schäfts­mä­ßig« gel­ten kann. Wenn ich or­dent­li­ch Links habe, stel­le ich ein an­geb­li­ch wi­der­recht­li­ch ver­wen­de­tes Bild dort ein und ma­che mit Ab­mah­nun­gen groß Kas­se.

Was ist mit Such­ma­schi­nen, die au­to­ma­ti­siert auf In­hal­te ver­lin­ken? Was ist mit Wer­be­ban­nern, die von ent­spre­chen­den Ser­vern kom­men und au­to­ma­ti­siert ein­ge­blen­det wer­den?

Das Ur­teil be­trifft üb­ri­gens selbst­ver­ständ­li­ch auch Links auf und von so­zia­len Me­di­en wie Face­book, Goo­gle+ oder Twit­ter, das gilt ins­be­son­de­re für Frei­be­ruf­ler, oder für ge­mischt be­ruf­li­ch und pri­vat ge­nutz­te Pro­fi­le.

Man weiß gar nicht, wo man da­mit an­fan­gen soll zu er­klä­ren, war­um die­ses Ur­teil nicht das Ge­ring­ste mit der Rea­li­tät im Web zu tun hat, und brand­ge­fähr­li­ch für all jene ist, die In­hal­te on­line stel­len. Das be­droht die Frei­heit und Mei­nungs­frei­heit im Netz – und das ist kei­nes­wegs über­trie­ben. Mei­ner An­sicht nach ist das Ur­teil so­gar ein kla­rer Ver­stoß ge­gen die Grund­rech­te. Zu­dem wird hier ein zen­tra­ler Me­cha­nis­mus des Web auf dem Al­tar völ­lig ver­al­te­ter Ur­he­ber­rech­te ge­op­fert, de­ren No­vel­lie­rung an der Lob­by­ar­beit der Ver­wer­ter und wil­li­gen, klep­to­kra­ti­schen Po­li­ti­kern schei­tert. Wäre es an­ders, hät­ten wir schon längst eine fair-use-Klau­sel.

Mehr In­for­ma­tio­nen dazu, und das auch noch von fach­li­cher Kom­pe­tenz hin­ter­füt­tert, die ich nicht habe, da ich kein Ju­ri­st bin, fin­det man in ei­nem Ar­ti­kel von Rechts­an­walt Schwen­ke.

Ich kann nur hof­fen, dass sich ir­gend­je­mand, bei­spiels­wei­se Hei­se, des The­mas an­nimmt, und es durch die In­stan­zen strei­tet. Bis da­hin freu­en sich die Ab­mahn-Ab­zocker über die hüb­sche, rich­ter­li­ch ge­schaf­fe­ne, Ein­nah­me­quel­le.

Gra­fik Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 637

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 637

Cover Bücherbrief 637Ha! Dies­mal so­gar noch im al­ten Mo­nat. Erik Schrei­bers PHAN­TA­STI­SCHER BÜ­CHER­BRIEF mit der Num­mer 637 für den Mo­nat No­vem­ber ist da. Wie im­mer geht es um Phan­ta­stik und Krimi/Thriller, dies­mal liegt al­ler­dings ein deut­li­cher Schwer­punkt auf Hör­spie­len.

In Sa­chen Deut­sche Phan­ta­stik geht es un­ter an­de­rem um AR­RI­ON und CA­JAN von Tan­ja Rast, er­schie­nen im Am­rûn Ver­lag, bei der In­ter­na­tio­na­len Phan­ta­stik wird Ri­chard Lay­mons DAS UFER vor­ge­stellt. Im Be­reich Ju­gend­li­te­ra­tur lie­st man über Tom­my Krapp­weis´ GHOST­SIT­TER-Ro­ma­ne GEI­STER GE­ERBT und VOR­SICHT POL­TER­GEI­ST. Eben­falls be­spro­chen wer­den Ver­öf­fent­li­chun­gen rund um DOC­TOR WHO von Pa­ni­ni und Cross Cult und eben reich­li­ch Hör­spie­le, ins­ge­samt 15 Stück.

DER PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF liegt wie im­mer im PDF-For­mat vor und kann hier ko­sten­los her­un­ter ge­la­den wer­den.

Bü­cher­brief 637 No­vem­ber 2016 (ca. 1,6 MB)

Trailer: WHITE RABBIT

Trailer: WHITE RABBIT

Mit ei­nem Ti­tel, bei dem man sich »hä?« fragt, star­tet auf Net­flix die Se­rie WHI­TE RAB­BIT. Da­bei geht es nicht um dro­gen­in­du­zier­te Hal­lu­zi­nia­tio­nen, oder Uh­ren tra­gen­de Ha­sen, son­dern sie lässt das »Build Team« aus der ab­ge­setz­ten Show MY­TH­BU­STERS das tun, was sie am be­sten kön­nen. Das Kon­zept wirkt tat­säch­li­ch wie ein MY­TH­BU­STERS-Spi­n­off, und es sind auch alle drei Mit­glie­der wie­der da­bei, näm­li­ch Tory Bel­le­ci, Kari By­ron und Grant Ima­ha­ra.

Die Show star­tet am 9. De­zem­ber auf dem Strea­ming­dien­st Net­flix.

Keine Berichterstattung von dem komischen Con in Dortmund

Keine Berichterstattung von dem komischen Con in Dortmund

komischercon

Wie der ein oder an­de­re viel­leicht weiß, fin­det An­fang De­zem­ber ein »Con« in Dort­mund statt, bei dem es vor­geb­li­ch um Co­mics geht. Nach­dem ich im letz­ten Jahr ver­hin­dert war, und Anja ge­schickt hat­te, stel­le sich her­aus, dass in Sa­chen Or­ga­ni­sa­ti­on noch deut­li­ch Luft nach oben war. Auch mei­ne Kon­tak­te zum PR-Ver­ant­wort­li­chen wa­ren im letz­ten Jahr … eher ul­kig. In die­sem Jahr woll­te ich mir das Spek­ta­kel dann mal per­sön­li­ch an­se­hen.

Zu­min­dest gab es schon mal eine neue Pres­se­agen­tur, die schick­te mir im Juni auch eine Mit­tei­lung per Mail, ich möge mich doch in den neu­en Pres­se­verer­tei­ler ein­tra­gen. Nach­dem ich die­se Email im Stun­den­ab­stand acht mal be­kom­men hat­te, bat ich um Ein­tra­gung in den Pres­se­ver­tei­ler, wies dar­auf hin, dass ich gern eine Ak­kre­di­tie­rung hät­te, und schrieb, dass die Mail jetzt acht mal ge­kom­men sei, und das wirk­li­ch rei­che.

Als Ant­wort er­hielt ich die Aus­sa­ge, dass man die Ak­kre­di­tie­run­gen erst spä­ter prü­fen wer­de, hier­bei wür­den Me­di­en be­vor­zugt, die eine Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren. Na denn, dach­te ich, die wer­den mich si­cher mit In­for­ma­tio­nen für eine sol­che Vor­be­richt­erstat­tung ver­sor­gen.

Von we­gen.

Ir­gend­wann in der letz­ten Wo­che wur­de ich dann in­for­miert, dass man Phan­ta­News auf­grund von »Ka­pa­zi­täts­grün­den« nicht be­rück­sich­ti­gen kön­ne. Das fand ich merk­wür­dig, im­mer­hin ist Phan­ta­News eine der meist­ge­le­se­nen nicht­kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten zum The­ma Phan­ta­stik in Deutsch­land, und wird so­gar von Ver­an­stal­tun­gen wie der Ga­mes­Com oder An­bie­tern wie Lu­cas­Film pro­blem­los ak­kre­di­tiert. Auf mei­ne Rück­fra­ge »war­um?«, kam als Ant­wort der Pres­se­agen­tur nur »das macht der Ver­an­stal­ter, da ha­ben wir kei­nen Ein­fluss drauf«. Ich fra­ge mich, war­um es dann eine Pres­se­agen­tur gibt, wenn die nicht für die Pres­se ver­ant­wort­li­ch ist? Nur um Pres­se­mit­tei­lun­gen zu ver­schicken (dazu wei­ter un­ten mehr)?
Man habe sich aber mei­ne Sei­te an­ge­se­hen, fän­de die »schön und pas­send«, und wol­le noch­mal mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen, wenn ich möch­te (heißt im Klar­text: Man hat­te Phan­ta­News ab­ge­lehnt, ohne auch nur mal ei­nen Blick auf die Sei­te zu wer­fen, oder das Ran­king zu prü­fen). Auf mei­nen Hin­weis, dass ich über­haupt kei­ne Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren konn­te, weil ich über den Mail­ver­tei­ler noch kei­ne ein­zi­ge PR-Mail mit In­for­ma­tio­nen er­hal­ten hat­te, kam als Ant­wort (und ich ma­che kei­ne Wit­ze): das läge dar­an, dass dar­über auch noch gar kei­ne Pres­se­infos zum Con in Dort­mund ver­schickt wor­den sei­en. Das ver­schlug mir dann doch die Spra­che.

In­zwi­schen hat­te ich den Ver­an­stal­ter al­ler­dings schon selbst an­ge­spro­chen, näm­li­ch auf der Face­book­sei­te der ko­mi­schen Con. Die Ant­wort die ich dort be­kam, hau­te mich ein wei­te­res Mal aus den Socken: Man sei »nur das Face­book-Team« und kön­ne mit dem Ver­an­stal­ter nicht kom­mu­ni­zie­ren. Ernst­haft. Da muss man sich fra­gen, war­um die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit »So­zia­le Me­di­en« an­ge­bo­ten wird, wenn man dar­über gar nicht sinn­voll kom­mu­ni­zie­ren möch­te. Mir wur­de so­gar »Un­pro­fes­sio­na­li­tät« un­ter­stellt, weil ich es doch tat­säch­li­ch ge­wagt hat­te, sie über die von ih­nen selbst an­ge­bo­te­ne Mög­lich­keit »Face­book-Nach­richt« an­zu­spre­chen, und kei­ne Emails schick­te. Of­fen­bar #neu­land-Be­woh­ner, die nicht ver­stan­den ha­ben, was So­zia­le Me­di­en sind – näm­li­ch eine Kom­mu­ni­ka­ti­on in bei­de Rich­tun­gen und nicht nur ein Wer­be­drop.

Ich hab die Fa­xen jetzt dicke und mich aus dem Pres­se­ver­tei­ler aus­tra­gen las­sen (dar­über er­hal­te ich ja oh­ne­hin kei­ne sinn­vol­len In­for­ma­tio­nen), dar­auf kam die au­gen­schein­li­ch ein­ge­schnapp­te Rück­mel­dung »dann brau­che man ja auch nicht mehr mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen«. Nein, braucht man nicht, dan­ke.
Ich wer­de nicht ko­sten­los für eine Ver­an­stal­tung Ar­beit auf­wen­den, so­wie Wer­bung ma­chen und wert­vol­le Back­links spen­die­ren, de­ren Be­trei­ber sich der­art un­pro­fes­sio­nell ver­hal­ten – und das al­les ja of­fen­sicht­li­ch oh­ne­hin nicht wol­len. Dann sol­len sie aber bit­te auch sa­gen »wir wol­len Dein ko­mi­sches Blog nicht, Du Lap­pen«, statt ir­gend­was über »Ka­pa­zi­täts­grün­de« zu schwa­dro­nie­ren, ohne sich mei­ne Sei­te und de­ren Ran­king über­haupt mal an­ge­se­hen zu ha­ben. Das Ziel­grup­pen­tar­ge­ting ist hier lo­gi­scher­wei­se um Län­gen bes­ser, als bei­spiels­wei­se via brief­mar­ken­gro­ße Ar­ti­kel in ir­gend­wel­chen Tot­holz­blät­tern. Oder die sich ex­pli­zit »Vor­be­richt­erstat­tung« wün­schen, aber kei­ner­lei In­for­ma­tio­nen für eine sol­che zur Ver­fü­gung stel­len.

Ich kann ih­nen aber gern Spe­zia­li­sten für So­ci­al Me­dia-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­mit­teln.

[Up­date:] Aus Ge­sprä­chen auf den so­zia­len Me­di­en, ge­trig­gert durch die­sen Ar­ti­kel, kri­stal­li­siert sich so lang­sam her­aus, dass nicht­kom­mer­zi­el­le oder Fan­sei­ten of­fen­bar grund­sätz­li­ch kei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung er­hal­ten. An­ge­sichts der ge­än­der­ten Me­di­en­land­schaft im Web ein Ver­hal­ten aus vor­gest­ri­gen Ta­gen …

[Up­date:] Auf Rück­fra­ge wur­de be­teu­ert, dass »jede Men­ge« Blogs ak­kre­di­tiert wur­den. Auf mei­ne wei­ter­füh­ren­de Fra­ge »nach wel­chen Kri­te­ri­en?« ant­wor­te­te man nur »aus Ka­pa­zi­täts­grün­den kann nicht je­der ak­kre­di­tiert wer­den« – die Aus­re­de kann­te ich al­ler­dings be­reits. In­ter­es­sant dar­an fin­de ich, wie man mei­nen Fra­gen of­fen­sicht­li­ch aus­weicht und kei­ne Ant­wor­ten ge­ben möch­te. Möge sich je­der sei­ne ei­ge­nen Ge­dan­ken dazu ma­chen … Ich gehe da­von aus, dass das Aus­wahl­prin­zip ge­nauso chao­ti­sch ist, wie der oben be­schrie­be­ne Rest des Ver­hal­tens der Ver­an­stal­ter, denn es ist mir un­er­klär­li­ch, war­um Phan­ta­News im ver­gan­ge­nen Jahr ak­kre­di­tiert wur­de, und in die­sem nicht. Mög­li­cher­wei­se, weil die Be­richt­erstat­tung in 2015 durch­aus kri­ti­sch war, und man kon­struk­ti­ve Kri­tik nicht mag.

Neues zur Phantastika in Oberhausen

Neues zur Phantastika in Oberhausen

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Ich hat­te be­reits über die neue Ver­an­stal­tung »Phan­ta­sti­ka« be­rich­tet, die erst­mals am 2. und 3. Sep­tem­ber 2017 in Ober­hau­sen statt­fin­den soll.

Jetzt ist auch eine Web­site on­line, und was ich da lese, er­freut mich doch sehr. Denn an­ders als auf an­de­ren ver­gleich­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum be­schränkt man sich eben nicht auf Bü­cher, son­dern bie­tet auch an­de­ren phan­ta­sti­schen Me­di­en und an­ge­schlos­se­nen Ge­bie­ten eine Büh­ne. Bei­spiels­wei­se deut­sche und in­ter­na­tio­na­le Fil­me und Fern­seh­se­ri­en, das fin­det man an­ders­wo auch be­reits, sel­te­ner schon sind die The­men Hör­bü­cher oder gar Mu­sik. Be­son­ders freut mich aber, dass hier auch zum ei­nen Spie­le ei­nen Platz fin­den, und das so­wohl ana­log als auch di­gi­tal; zum an­de­ren aber auch ein Blick auf mo­der­ne und ent­ste­hen­de Tech­no­lo­gi­en ge­wor­fen wer­den soll, die uns zum Teil viel­leicht noch wie SF er­schei­nen, aber tat­säch­li­ch be­reits Rea­li­tät sind. Ei­nen sol­chen vor­wärts­ge­rich­te­ten Blick aufs Gen­re und ver­wand­te Ge­bie­te fin­de ich äu­ßer­st an­spre­chend und er war mei­ner An­sicht nach auf ent­spre­chen­den Ver­an­stal­tun­gen auch drin­gend über­fäl­lig.

Da ich eine sol­che me­di­en­über­grei­fen­de Mi­schung ja auch hier auf Phan­ta­News pfle­ge, bin ich über die Kon­zep­te hoch­er­freut.

Be­kannt ge­ge­ben wur­de jetzt auch, dass der Deut­sche Phan­ta­stik-Preis im Rah­men ei­ner zwei­stün­di­gen Gala ver­lie­hen wer­den wird (ich wür­de mal ver­mu­ten am Sams­tag­abend). Und ab­schlie­ßend wies man heu­te dar­auf hin, dass Mul­ti­ta­lent Tom­my Krapp­weis wäh­rend der ge­sam­ten Phan­ta­sti­ka durch das Pro­gramm füh­ren wird.

Ich freue mich drauf!

Logo Phan­ta­sti­ka Co­py­right Ver­lag in Far­be und bunt

VG Wort-Rückzahlungen: Karen Köhler versteht unser Rechtssystem nicht

VG Wort-Rückzahlungen: Karen Köhler versteht unser Rechtssystem nicht

eBook-Paragraph

In ei­nem Kom­men­tar auf der Web­sei­te der Zeit wirft Au­to­rin Ka­ren Köh­ler Mar­tin Vo­gel ernst­haft vor, dass er durch sei­nen Rechts­streit Ver­la­ge zer­stö­ren wird. Ich muss es ganz of­fen sa­gen: Bei so ei­nem Rechts­ver­ständ­nis wird mir schlecht. Vo­gel hat ei­nen Rechts­ver­stoß ge­se­hen, von dem er per­sön­li­ch be­trof­fen ist, und hat den kor­rek­ten Weg ge­wählt: Den durch die In­stan­zen der Ge­rich­te. Und die ha­ben Recht ge­spro­chen, und höchst­rich­ter­li­ch fest­ge­stellt, dass die Pra­xis der VG Wort-Aus­schüt­tung an Ver­la­ge rechts­wid­rig ist.

Rechts­wid­rig. Höchst­rich­ter­li­ch.

Das sind Vo­ka­beln, die ei­nem zu den­ken ge­ben soll­ten, be­vor man sich als Au­to­rin vor den Kar­ren von Bör­sen­ver­ein und Co. span­nen lässt und ei­nen Kom­men­tar ver­öf­fent­licht, der in­halt­li­ch der­ma­ßen da­ne­ben ist und das Op­fer zum Tä­ter ma­chen soll.

Grund für den Ar­ti­kel dürf­te sein, dass die VG Wort jetzt Rück­zah­lun­gen der rechts­wid­rig aus­ge­schüt­te­ten Be­trä­ge ein­for­dert. Und das tun sie in kom­pro­miss­lo­ser Wei­se, die für mich ab­so­lut nicht nach­voll­zieh­bar ist. Selbst klein­ste Ver­la­ge sol­len so­fort den ge­sam­ten, über Jah­re auf­ge­lau­fe­nen, Be­trag über­wei­sen.

Man muss sich hier meh­re­re Fra­gen stel­len:

An er­ster Stel­le na­tür­li­ch, war­um sich die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft so ve­he­ment wei­gert, Stun­dungs- oder Ra­ten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen an­zu­bie­ten (Up­date: sie­he un­ten – ver­ant­wort­li­ch ist die Au­to­ren­ver­samm­lung, bit­te den Rest des Ar­ti­kels un­ter die­ser für mich neu­en Vor­aus­set­zung se­hen). Man könn­te fast den Ein­druck ge­win­nen, als wol­le man in vol­ler Ab­sicht ein paar klei­ne Ver­la­ge über die Klin­ge sprin­gen las­sen, um zu zei­gen: »seht ihr, wir ha­ben es doch ge­sagt!«. Die Ge­richts­ur­tei­le ge­ben in letz­ter Kon­se­quenz nicht her, dass es kei­ne Fle­xi­bi­li­tät bei der Rück­zah­lung ge­ben könn­te, es wur­de al­lein die Aus­zah­lungs­pra­xis für rechts­wid­rig er­klärt. Des­we­gen wie­der­ho­le ich mei­ne Fra­ge: War­um zeigt die VG Wort kei­ner­lei Ent­ge­gen­kom­men bei den Rück­for­de­run­gen? War­um gibt es kei­ne Här­te­fall­re­ge­lun­gen? Weil es ih­nen zu­viel Ar­beit ist? Weil sie kon­kre­te Zie­le mit der star­ren Hal­tung ver­fol­gen (sie­he oben)? Mei­ner An­sicht nach könn­te man das Ver­hal­ten der VG Wort bei­na­he als ma­fiös be­zeich­nen.

Eine wei­te­re Fra­ge ist: War­um hat man sei­tens des Bör­sen­ver­eins und der VG Wort jah­re­lang so ge­tan, als sei das al­les über­haupt kein Pro­blem und wer­de am Ende ir­gend­wie weg­ge­hen, statt sich und die Ver­la­ge auf den ab­seh­bar kom­men­den Ernst­fall vor­zu­be­rei­ten? Es hät­te kon­kre­te War­nun­gen ge­ben müs­sen, sich durch Rück­la­gen auf Rück­zah­lun­gen ein­zu­stel­len, das hät­te über all die Jah­re, die das Ver­fah­ren läuft, be­reits ge­sche­hen kön­nen. Statt­des­sen hat man me­di­en­wirk­sam und pro­pa­gan­daar­tig die gan­ze Zeit kol­por­tiert, dass Vo­gel am Ende eh ver­lie­ren wird. Das war hoch ge­po­kert und der Bluff ist am Ende ge­platzt. Hät­ten VG Wort und Bör­sen­ver­ein statt »Hurra-Wir-Gewinnen!«-Tamtam nicht die Auf­ga­be ge­habt, die Ver­la­ge rea­li­sti­sch auf das vor­zu­be­rei­ten, was kommt? War­um ist das wei­test­ge­hend un­ter­blie­ben? Was ist von ei­nem Ver­ein zu hal­ten, der sei­ne Mit­glie­der der­art fal­sch be­rät?

Nein, Mar­tin Vo­gel hat hier nicht mal ei­nen An­satz von Schuld, denn der hat das Rechts­sy­stem ge­nutzt, und die­ses hat ihm durch alle In­stan­zen das ihm zu­ste­hen­de Recht auch zu­ge­bil­ligt. Wenn Ver­la­gen und auch man­chen Au­to­ren das nicht passt, kann ich das nach­voll­zie­hen, aber auch Ver­la­ge ste­hen nicht au­ßer­halb des Rechts­sy­stems. Sie ha­ben die Mög­lich­keit, auf den Ge­setz­ge­ber Ein­fluss zu neh­men, oder es zu­min­dest zu ver­su­chen, um Än­de­run­gen her­bei­zu­füh­ren. Wenn Au­to­ren wei­ter wol­len, dass Ver­la­ge mehr Geld be­kom­men, steht es ih­nen so­gar ohne Ge­set­zes­än­de­run­gen frei, ent­spre­chen­de Ver­trä­ge mit ih­ren Ver­la­gen ab­zu­schlie­ßen.

An der nun kon­kret ent­stan­de­nen Mi­se­re vie­ler Klein­ver­la­ge hat in er­ster Li­nie die VG Wort Schuld, in­dem sie kei­ne Mög­lich­keit zur Stun­dung oder Ra­ten­zah­lung ein­räumt – aus Grün­den, die nur die Ver­ant­wort­li­chen bei der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft ken­nen. Die ver­ständ­li­che Wut soll­te sich ge­gen den die­je­ni­gen rich­ten, die die Zah­lun­gen nun kom­pro­miss­los ein­for­dern, und die sit­zen bei der VG Wort. Und man könn­te auch ei­nen Groll ge­gen den Bör­sen­ver­ein he­gen, der wi­der bes­se­ren Wis­sens jah­re­lang be­haup­tet hat, dass Vo­gel nie­mals er­folg­reich sein wird.

Aber bit­te ver­sucht nicht, mit Pro­pa­gan­da­maß­nah­men das Op­fer zum Tä­ter zu ma­chen.

Ich habe gro­ßes Ver­ständ­nis für die zum Teil pre­kä­re Si­tua­ti­on der Klein- und Kleinst­ver­la­ge. Und bin da­für, dass die Ver­ant­wort­li­chen für die­se Si­tua­ti­on deut­li­ch be­nannt wer­den: die­se sit­zen in mei­nen Au­gen im Vor­stand der VG Wort und ver­wei­gern ohne An­se­hen von Här­te­fäl­len jeg­li­che Stun­dun­gen und Ra­ten­zah­lun­gen. Das ist der ei­gent­li­che Skan­dal. Wenn je­mand ge­gen ir­gend­was pro­te­stie­ren möch­te, dann soll­te er über­le­gen, ob die­ser Pro­test bei der VG Wort nicht er­heb­li­ch bes­ser auf­ge­ho­ben ist, als ge­gen Mar­tin Vo­gel.

[Up­date:] Hol­ger Klie­man­nel kom­men­tiert auf Face­book:

Zu Dei­ner Fra­ge: »An ers­ter Stel­le na­tür­li­ch, war­um sich die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft so ve­he­ment wei­gert, Stun­dungs- oder Ra­ten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen an­zu­bie­ten.« Das hat­ten sie ge­macht, wur­de je­doch auf der Haupt­ver­samm­lung von den an­we­sen­den Au­to­ren blockiert (müss­te jetzt mal die Un­ter­la­gen durch­for­sten, ir­gend­wo im Brief der VG Wort steht »Stun­dungs­mög­lich­kei­ten, die die Lei­tung der VG Wort vor­ge­schla­gen hat, wur­den ab­ge­lehnt.«). Vo­gel hat­te ja dazu auf­ge­ru­fen, dass Au­to­ren Mit­glied wer­den um bei der Ver­samm­lung die­se Plä­ne zu ver­hin­dern.

Ich kor­ri­gie­re mich dem­nach in­so­fern, dass nicht der Vor­stand der VG Wort ver­ant­wort­li­ch ist, son­dern die Au­to­ren­ver­samm­lung der VG Wort.