In eigener Sache: Interview beim Würfelheld

In eigener Sache: Interview beim Würfelheld

Na schau mal ei­ner an: An­dré Sko­ra, der Wür­fel­held, hat mich für sein Blog in­ter­viewt und mir Fra­gen zu di­ver­sen The­men ge­stellt, bei­spiels­wei­se Phan­ta­News, den Steam­punk-Chro­ni­ken, Self­pu­blis­hing, Fan­dom, Pen & Pa­per-Rol­len­spiel und noch so ei­ni­ges mehr.

Die Er­geb­nis­se die­ser Be­fra­gung kann man ab heu­te beim Wür­fel­held nach­le­sen.

Haltet die Buchmesse sauber! Weg mit Spaß und Cosplay!

Haltet die Buchmesse sauber! Weg mit Spaß und Cosplay!

Ei­gent­li­ch woll­te ich eine ge­har­nisch­te Re­plik auf das se­xi­sti­sche Alt­her­ren-Kul­tur­de­fi­nie­rer-Ge­sül­ze von Car­sten Otte vom SRW ver­fas­sen, der im 21. Jahr­hun­dert ernst­haft die An­sicht ver­tritt, bun­te Fans und Man­ga pas­sen nicht zu ei­ner »alt­ehr­wür­di­gen«, »ernst­haf­ten« Buch­mes­se Leip­zig. Und das aus äu­ßer­st kru­den Grün­den, die man schon mit zwölf Se­kun­den Nach­den­ken aus­ein­an­der neh­men kann.

Aber ich muss gar nichts mehr dazu schrei­ben, das hat Lena Fal­ken­ha­gen schon aus­führ­li­ch, sach­kun­dig und mit wun­der­ba­rer De­mon­ta­ge der Alt­her­ren­ar­gu­men­te auf Tor On­line ge­tan.

Ich habe dem nichts hin­zu­zu­fü­gen. Cha­peau und Dan­ke!

p.s.: Die Ka­ri­ka­tur von Jean-Jaques Sei­ler zum The­ma kann man sich auch mal an­se­hen.

[Up­date 21:10 Uhr:] Auch Car­sten Otte ist die Kri­tik an sei­nen Aus­sa­gen zu Ha­sen­oh­ren ge­kom­men und er ver­sucht das, was sol­che Leu­te im­mer gern zu tun ver­su­chen: Al­les von sich wei­sen, kri­ti­k­re­si­stent auf sei­nen dis­kri­mi­nie­ren­den Aus­füh­run­gen be­stehen, und von ir­gend­wel­chen »straf­recht­li­ch re­le­van­ten Äu­ße­run­gen« zu schwa­feln, um die Kri­ti­ker pau­schal zu dis­kre­di­tie­ren. Und vor al­lem ver­sucht er in durch­sich­tig­ster Wei­se, Aus­fäl­le ein­zel­ner (die be­kann­ter­ma­ßen in So­zia­len Me­di­en vor­kom­men) auf die Sze­ne all­ge­mein zu schie­ben. Das ist in mei­nen Au­gen lei­der er­bärm­li­ch und nichts an­de­res als bil­li­ges Nach­tre­ten. In die­sem Licht soll­te man sei­nen Ein­füh­rungs­satz se­hen:

Zu­näch­st ein­mal ging es mir nicht dar­um, li­te­ra­ri­sche Sub­kul­tu­ren zu dif­fa­mie­ren.

Und dann tut er das so­fort noch­mal, in­dem er die ge­sam­te Sze­ne auf­grund von Äu­ße­run­gen ein­zel­ner Per­so­nen auf So­zia­len Me­di­en dif­fa­miert, von de­nen er noch nicht ein­mal nach­wei­sen kann, dass die­se auch tat­säch­li­ch zum Fan­dom ge­hö­ren. Denn das kann er selbst­ver­ständ­li­ch nur an­neh­men, aber zum Zeit­punkt sei­ner Aus­sa­ge nicht be­le­gen.

Auch die­sen Satz muss man sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen:

Es lohnt sich aber den­no­ch zu dis­ku­tie­ren, ob die Art und Wei­se, wie sich man­che Cosplay­er in­sze­nie­ren, nicht im kras­sen Ge­gen­satz zu den von der Buch­mes­se de­fi­nier­ten Zie­len steht.

Was sind denn »die de­fi­nier­ten Zie­le der Buch­mes­se«? Die Ant­wort ist ein­fach: In er­ster Li­nie geht es, wie bei je­dem Wirt­schafts­un­ter­neh­men und auch der Buch­bran­che im all­ge­mei­nen, in er­ster Li­nie dar­um, mög­lich­st vie­le Ein­nah­men zu er­zie­len. Al­les Ge­schwa­fel und Ge­tue um Hoch­li­te­ra­tur oder heh­re po­li­ti­sche Zie­le sind letzt­li­ch nur PR-Ge­trom­mel, die der Ge­ne­rie­rung von har­ten Mo­ne­ten die­nen sol­len. Wer das an­ders sieht, soll­te drin­gend sei­nen Sinn für Rea­li­tät über­prü­fen.

Und dann noch der zwei­te An­satz: Der SWR dürf­te es mit die­sem Click­bait-Ar­ti­kel auf rich­tig viel Traf­fic ge­bracht ha­ben – und das könn­te ein an­de­rer Grund für des­sen Ver­öf­fent­li­chung ge­we­sen sein. Al­ler­dings er­war­te ich von öf­fent­li­ch-recht­li­chen Me­di­en Sach­lich­keit und nicht Click­baiting.

In­zwi­schen ha­ben sich auch die Ver­an­stal­ter der Leip­zi­ger Buch­mes­se ge­äu­ßert.

Noch eine Re­ak­ti­on auf Spie­gel On­line von Mar­ga­re­te Sto­kow­ski: Auch nack­te Ha­sen sind po­li­ti­sch.

[Nach­trag 29.03.2017:] Üb­ri­gens äu­ßern sich die Ver­an­stal­ter der Buch­mes­se Leip­zig (und Frank­furt) selbst­ver­ständ­li­ch po­si­tiv über Cosplay­er. Weil die me­di­en­wirk­sam sind und so­mit ko­sten­los Wer­bung für die Ver­an­stal­tung ma­chen. Und das ob­wohl sie sich ähn­li­ch merk­wür­di­gen, teil­wei­se lä­cher­li­chen, Vor­schrif­ten wie bei der Ga­mes­Com un­ter­wer­fen müs­sen. Da steht un­ter an­de­rem:

Die Ko­stü­me dür­fen nicht zu frei­zü­gig sein, d.h. Ober­kör­per, In­tim­be­reich und Po müs­sen aus­rei­chend von Klei­dung be­deckt sein – das gilt für bei­de Ge­schlech­ter.

So­mit soll­ten die von Otte ge­se­he­nen por­no­gra­fi­schen Ko­stü­me nur sei­ner über­stei­ger­ten Prü­de­rie ge­schul­det sein, denn als Por­no-Hase kommt man gar nicht an den Ord­nern vor­bei.

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Je­der, der sich in­ten­si­ver mit Sci­en­ce Fic­tion be­schäf­tigt, weiß was Fan­zines sind. Fan­zines sind von Fans her­aus­ge­ge­be­ne Ma­ga­zi­ne, die sich mit As­pek­ten der SF und ver­wand­ten Ge­bie­ten be­schäf­ti­gen. Die gibt es seit vie­len, vie­len Jah­ren, seit man als Sterb­li­cher ab­seits von Ver­la­gen halb­wegs brauch­ba­ren Zu­griff auf Ver­viel­fäl­ti­gungs­me­tho­den für Tot­holz be­kam. Ich kann mich noch an Fan­zines er­in­nern, die vor dem groß­flä­chi­gen Ent­ste­hen von Co­py­shops mit Spi­ri­tus-Um­druck ent­stan­den sind. Mit Stück­zah­len, die man an vier Hän­den ab­zäh­len konn­te. Oder drei. Oder 20. Es gab Fan­zines mit den ver­schie­den­sten In­hal­ten, man­che be­fass­ten sich se­kun­där­li­te­ra­ri­sch mit dem Ger­ne, an­de­re brach­ten selbst­ver­fass­te Sto­ries, wie­der an­de­re wa­ren rei­ne Ego­zi­nes, die ver­mut­li­ch mei­sten ein Mix aus all dem. Fan­zines wa­ren ein As­pekt des Gen­res und des Hob­bies, das nicht weg­zu­den­ken war – und streng ge­nom­men bis heu­te ist.

Aber wenn wir das mal mit et­was Ab­stand und ob­jek­tiv be­trach­ten, dann wa­ren das Pu­bli­ka­ti­ons­for­men für je­der­mann, lan­ge be­vor so et­was wie das In­ter­net oder Self­pu­blis­hing all­ge­mein ver­füg­bar wa­ren. Ma­ga­zi­ne, die in eben­falls ei­ner Art von Self­pu­blis­hing er­schie­nen sind.

Und da kom­men wir zum Punkt: An­ge­sichts die­ser jahr­zehn­te­lan­gen Hi­sto­rie des Self­pu­blis­hings im deut­schen SF-Fan­dom kann ich ab­so­lut nicht nach­voll­zie­hen, war­um et­li­che Prot­ago­ni­sten die­ses Ge­ron­ten­stadls die­ser Grup­pie­rung heut­zu­ta­ge via Self­pu­blis­hing ver­öf­fent­lich­te Wer­ke oder Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen pau­schal als »Mist« ab­leh­nen, ohne auch nur mal ein Blick hin­ein ge­wor­fen zu ha­ben? War­um fin­den Self­pu­blis­hing-Wer­ke kei­ner­lei Be­rück­sich­ti­gung, wenn es um Prei­se aus dem Dunst­kreis »deut­sches SF-Fan­dom« geht, Ver­öf­fent­li­chun­gen in Fan­zines – die heu­te bis­wei­len noch wie mit Spi­ri­tu­s­um­druck her­ge­stellt wir­ken, selbst wenn sie eine Web­prä­senz sind – aber schon? Wird da mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen? Weil »wir das noch nie so ge­macht ha­ben«? War­um? Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, denn es gibt frag­los im Be­reich SF via Self­pu­blis­hing hau­fen­wei­se be­mer­kens­wer­te Ver­öf­fent­li­chun­gen, so­gar wel­che, die an­ders­wo Prei­se ein­heim­sen kön­nen. War­um wer­den die nicht zur Kennt­nis ge­nom­men? Weil ge­ra­de die Ju­ro­ren für SF-Prei­se eine neue Tech­no­lo­gie wie eBooks und eBook-Re­a­der als neu­mo­di­sches Teu­fels­werk ab­leh­nen und lie­ber ver­zückt an Drucker­schwär­ze und Buch­rücken­kleb­stoff von be­druck­tem Tot­holz schnüf­feln? Und weil sie nicht er­ken­nen, dass Self­pu­blis­hing so weit vom Fan­dom-Klas­si­ker Fan­zine nicht ent­fernt ist? Oder sind sie ver­grätzt, dass wir heu­te in der Lage sind, Sto­ry­samm­lun­gen via Ama­zon groß­flä­chig un­ters Volks zu brin­gen, statt nur zwei Hand­voll hand­ge­klam­mer­ter nach Sprit rie­chen­der Um­druck-Hef­te ver­tei­len oder per Post ver­schicken zu kön­nen? War­um leh­nen Ur­ge­stei­ne, die uns frü­her mit mehr oder we­ni­ger schlecht ko­pier­ten Fan­zines zwei­fel­haf­ten In­halts ge­quält ha­ben (die aber den­no­ch als Fan-Ar­beit selbst­ver­ständ­li­ch lie­bens- und be­mer­kens­wert wa­ren), heu­te an­de­re Fans ab, die ei­gent­li­ch ge­n­au das­sel­be tun?

Ich ver­ste­he es nicht. Ich ver­ste­he es wirk­li­ch nicht.

p.s.: Nein, es geht dies­mal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jah­re­lang mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen Self­pu­blis­hing ge­wehrt hat.

Hea­der­bild Co­py­right: StockUn­li­mi­t­ed

Leipziger Buchmesse vergrätzt Blogger durch fragwürdige Akkreditierungspraktiken

Leipziger Buchmesse vergrätzt Blogger durch fragwürdige Akkreditierungspraktiken

Die Buch­bran­che und auch die Leip­zi­ger Buch­mes­se ho­fie­ren seit ei­ni­ger Zeit mas­siv Blog­ger. War­um das so ist, hat­ten wir hier auf Phan­ta­News vor ei­nem Jahr an­läss­li­ch der LBM über ei­nen Gast­bei­trag mit dem Ti­tel »Die Rat­ten­fän­ger von Leip­zig« the­ma­ti­siert: Weil Blog­ger vor al­lem spott­bil­li­ge Wer­bung sind.

Tat­säch­li­ch sieht es nun al­ler­dings so aus, als wol­le man gar nicht je­den »da­her­ge­lau­fe­nen« Blog­ger da­bei ha­ben und möch­te Ro­si­nen picken – oder das Ak­kre­di­tie­rungs­ver­fah­ren ist völ­lig plan­los. Dar­über be­rich­tet Da­ni­el Is­ber­ner auf sei­nem Blog, der hat ge­ra­de auf sei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung hin eine Ab­sa­ge be­kom­men. Man muss sich hier wirk­li­ch fra­gen, nach wel­chen Kri­te­ri­en die Ver­ant­wort­li­chen in Leip­zig die Blogs bzw. Blog­ger aus­su­chen? Ist ein Hei­ti­tei-Blüm­chen-Blog mit mas­sen­haft Be­spre­chun­gen im Stil von »Ich habe das Buch ge­le­sen und es ist toll!!! Das Co­ver ist auch toll!!!!!11!einself!!1!« tat­säch­li­ch ak­kre­di­tie­rungs­wür­di­ger, als ei­nes, das sich in­halt­li­ch mit ver­schie­de­nen As­pek­ten des Buch­han­dels (und zahl­lo­sen an­de­ren The­men) be­schäf­tigt, statt nur stumpf Mas­sen schlech­ter Buch­re­zen­sio­nen zu ver­öf­fent­li­chen? Aus der Sicht der Ver­an­stal­ter und Ver­la­ge, de­nen es tat­säch­li­ch nur um bil­li­ge Wer­bung geht, ganz si­cher.

Das Ver­fah­ren an sich scheint sei­tens der Ver­an­stal­ter al­ler­dings auch höch­st un­pro­fes­sio­nell durch­ge­führt zu wer­den. Da­ni­el schreibt dazu:

Das be­trifft da­bei auch eine Men­ge Blog­ger, die in den Vor­jah­ren noch an­stands­los ak­kre­di­tiert wur­den und geht teil­wei­se so­gar so weit, dass bei Blogs, die von zwei Per­so­nen be­trie­ben wer­den ei­ner Per­son schon vor Wo­chen eine Ak­kre­di­tie­rung er­teilt wur­de und die an­de­re ge­stern ihre Ab­sa­ge be­kom­men hat.

Man kann dar­aus aber ein­deu­tig ent­neh­men, dass alle Vor­wür­fe, es gin­ge nur um Wer­bung, of­fen­sicht­li­ch kor­rekt sind, denn an­ders lässt sich das Ver­hal­ten der Ver­an­stal­ter der Buch­mes­se Leip­zig kaum er­klä­ren.

Ne­ben Da­ni­el wur­de sei­nen Aus­sa­gen zu­fol­ge ge­stern auch hau­fen­wei­se wei­te­ren Blogs ab­ge­sagt. War­um das erst so kurz vor der Mes­se pas­siert, ist eben­falls nicht er­klär­li­ch, denn eine sol­che Ab­sa­ge soll­te zeit­nah nach der Ak­kre­di­tie­rung er­fol­gen, und nicht erst nach Guts­her­ren­art an alle zu­sam­men kurz vor der Ver­an­stal­tung, um ne­ga­ti­ve Pu­bli­ci­ty zu ver­mei­den. Es mag den Ver­ant­wort­li­chen viel­leicht ko­mi­sch vor­kom­men, aber auch Blog­ger be­nö­ti­gen eine ge­wis­se Pla­nungs­si­cher­heit. Da­ni­el schreibt wei­ter:

Die Leip­zi­ger Buch­mes­se ak­kre­di­tiert also aus­ge­spro­chen will­kür­li­ch und die ei­ge­nen Richt­li­ni­en schei­nen nur be­dingt zu gel­ten. Tat­säch­li­ch muss man so­gar an­neh­men, dass es schlicht­weg ein Kon­tin­gent der Zahl X für Blog­ger gab und so­bald das aus­ge­schöpft war ha­ne­bü­che­ne Be­grün­dun­gen her­hal­ten muss­ten, war­um man nicht mehr Blog­ger ak­kre­di­tiert. Das er­klärt auch, war­um man mit den Ab­sa­gen bis ge­stern ge­war­tet hat, denn mitt­ler­wei­le kann man kaum noch an­de­re Leu­te da­von über­zeu­gen, die Leip­zi­ger Buch­mes­se aus­fal­len zu las­sen (die ha­ben ihr Ticket ja alle schon) und hat teil­wei­se schon selbst Ter­mi­ne auf der Mes­se ver­ein­bart, muss sich also nun zwangs­wei­se ein Ticket kau­fen.

Die­se Ein­schät­zung der Tak­tik der Mes­se­ver­an­stal­ter dürf­te mei­ner An­sicht nach zu­tref­fend sein.

Man kann es nur er­neut deut­li­ch sa­gen: Blog­ger, lasst euch von der Buch­mes­se Leip­zig und der Bran­che nicht ver­ar­schen!

PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis 2017

PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis 2017

Ei­gent­li­ch hat­te er es wohl nicht tun wol­len, aber nun äu­ßer­st sich Klaus N. Frick, Chef­re­dak­teur bei der er­folg­reich­sten deut­schen Sci­en­ce Fic­tion-Se­rie PER­RY RHO­DAN, doch noch in ei­nem Bei­trag im Re­dak­ti­ons­blog zur Durch­füh­rung des Deut­schen Phan­ta­stik-Prei­ses im Jahr 2017.

Die nach­voll­zieh­ba­re Quint­es­senz ist: Da hat also ir­gend­ei­ne in­trans­pa­ren­te Jury nach ge­hei­men Kri­te­ri­en eine Li­ste von Pu­bli­ka­tio­nen und Wer­ken aus­ge­sucht und trotz des er­heb­li­chen Out­puts aus Rich­tung PER­RY RHO­DAN (108 neue Pu­bli­ka­tio­nen plus neue Auf­la­gen al­ter Wer­ke) hat nicht ein ein­zi­ges Werk da­von ei­nen Weg in die Vor­schlags­li­ste ge­fun­den.

Da kann man sich tat­säch­li­ch nur rat­los am Kopf krat­zen, denn auch wenn PER­RY RHO­DAN letzt­li­ch nichts ge­win­nen muss, ist es ab­so­lut nicht nach­zu­voll­zie­hen, war­um das ver­mut­li­ch um­fang­reich­ste und um­trie­big­ste deut­sche Fran­chise von ei­ner so­ge­nann­ten Fach­ju­ry nicht ein ein­zi­ges Mal no­mi­niert wur­de. Zu­mal es sich ja um ei­nen Pu­bli­kums­preis han­delt und nä­her am Pu­bli­kum als das Team von PER­RY RHO­DAN geht kaum noch.

Sie­he auch: Mo­ment mal, DPP und Vor­schlä­ge für ei­nen Phan­ta­stik-Preis

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Moment mal, Deutscher Phantastik Preis …

Moment mal, Deutscher Phantastik Preis …

In die­sem Jahr ist al­les ir­gend­wie an­ders bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Phan­ta­stik Prei­ses. Und in mei­nen Au­gen nicht un­be­dingt bes­ser.

Der er­ste Punkt: Um mit­stim­men oder vor­schla­gen zu kön­nen, soll ich zwin­gend mei­nen Vor- und Nach­na­men an­ge­ben. Und das ge­gen­über ir­gend­ei­nem Event­ver­an­stal­ter und ohne dass ich über eine of­fen­sicht­li­ch und di­rekt ver­link­te Da­ten­schutz­er­klä­rung er­ken­nen kann, was mit den ge­sam­mel­ten Da­ten (Email-Adres­se, Name, Vor­na­me) ge­schieht. Mei­ner An­sicht nach ver­stößt das ge­gen §13 VI des Te­le­me­di­en­ge­set­zes:

(6) Der Dien­ste­an­bie­ter hat die Nut­zung von Te­le­me­di­en und ihre Be­zah­lung an­onym oder un­ter Pseud­onym zu er­mög­li­chen, so­weit dies tech­ni­sch mög­li­ch und zu­mut­bar ist. Der Nut­zer ist über die­se Mög­lich­keit zu in­for­mie­ren.

Wie wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­se­hen ha­ben, wäre es tech­ni­sch völ­lig pro­blem­los mög­li­ch, das an­onym und nur mit Nut­zung ei­ner Email­adres­se und zu­ge­sand­tem Hash­code durch­zu­füh­ren (das hat­te auch den Char­me, dass man mit­tels des Codes nicht al­les auf ein­mal ab­stim­men mus­s­te, son­dern Stim­men für Ka­te­go­ri­en auch noch spä­ter ab­ge­ben konn­te). Un­klar ist zu­dem, ob die ge­sam­mel­ten Da­ten mit der IP-Adres­se zu­sam­men­ge­führt wer­den, um Be­trug zu ver­hin­dern. Das wäre aber nach ei­nem Ur­teil des EuGH nur mit ein­deu­ti­ger und ak­ti­ver Zu­stim­mung des Be­trof­fe­nen er­laubt

»Aber wir sind doch alle nur Fans!« höre ich schon als Ent­kräf­tung. Das mag sein, aber der Sei­ten­an­bie­ter ist of­fen­sicht­li­ch eine Fir­ma. Und die un­ter­liegt nun mal gel­ten­dem Recht.

Und dann das Ver­fah­ren:

Eine nicht nä­her be­stimm­te Jury aus Blog­gern und ir­gend­wel­chen »Fach­leu­ten« (den Aus­sa­gen der Aus­rich­ter nach ca. 3000 Per­so­nen) ist an­ge­mailt wor­den und hat­te eine Wo­che Zeit, eine Vor­schlags­li­ste zu­sam­men­zu­stel­len. Die ist jetzt schon auf der Sei­te on­line. Man kann al­ler­dings trotz die­ser be­reits vor­han­de­nen Li­ste noch neue Vor­schlä­ge ma­chen.

Dass die be­reits sicht­ba­re, sug­ge­sti­ve Li­ste ge­gen­über den Neu­vor­schlä­gen völ­lig un­fair ist, dar­auf kam of­fen­bar kei­ner. Denn die be­reits vor­han­de­nen Ein­trä­ge be­kom­men be­reits jetzt Stim­men und Sicht­bar­keit, die Neu­vor­schlä­ge sind aber bis Mit­te April un­sicht­bar.

In­trans­pa­rent ist zu­dem, was jetzt pas­siert. Wie ent­schei­det wer nach die­ser Vor­schlags­zeit was mit der be­reits vor­han­de­nen Ju­ry­li­ste und den Neu­vor­schlä­gen pas­siert, bzw. was nach wel­chen Kri­te­ri­en und mit wel­cher Ge­wich­tung auf die Short­li­st kommt?

In mei­nen Au­gen ist die Durch­füh­rung sehr un­glück­li­ch.

Mei­ner An­sicht nach wäre der ein­zig gang­ba­re Weg ge­we­sen:

  1. Vor­schlä­ge nach Ka­te­go­rie sam­meln
  2. Vor­schlä­ge quan­ti­ta­tiv aus­wer­ten
  3. Short­li­st er­stel­len und ab­stim­men las­sen

Die Au­to­ren und Ver­la­ge hät­ten sich oh­ne­hin wie in je­dem Jahr selbst vor­ge­schla­gen. [Edit:] Ja, und eben­falls wie in je­dem Jahr hät­ten die­je­ni­gen die Prei­se be­kom­men, die die mei­sten Fans ak­ti­vie­ren kön­nen.

p.s.: Wie die Rück­mel­dun­gen zei­gen, ist die Be­nut­zer­füh­rung des For­mu­lars auch nicht son­der­li­ch ge­lun­gen, zahl­rei­che Nut­zer kla­gen, dass sie es nicht ab­sen­den kön­nen. Das liegt dar­an, dass man bei Ein­trag ei­nes ei­ge­nen Vor­schlags gleich­zei­tig auch noch »kei­ne Stim­me ab­ge­ben« an­ha­ken muss …

[Up­date: 19:30 Uhr] Wenn man ein we­nig klickt fin­det man eine Da­ten­schutz­er­klä­rung (die muss aber nach An­sicht von Rechts­ex­per­ten von je­der Sei­te di­rekt zu­greif­bar sein). In der steht:

Per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten wer­den von dem An­bie­ter nur dann er­ho­ben, ge­nutzt und wei­ter ge­ge­ben, wenn dies ge­setz­li­ch er­laubt ist oder die Nut­zer in die Da­ten­er­he­bung ein­wil­li­gen.

Al­ler­dings wird im For­mu­lar die­se Ein­wil­li­gung nicht er­ho­ben. Zur ge­setz­li­chen Er­laub­nis: Sie­he oben.

[Up­date 08.03.2017:] Ar­ti­kel auf Meta-Punk

[Up­date 09.03.2017:] Mei­ne Ge­dan­ken, wie man so ei­nen Pu­bli­kums­preis durch­füh­ren könn­te.

[Up­date 09.03.17:] Tho­mas Mi­ch­als­kis Ge­dan­ken zum The­ma be­fas­sen sich eben­falls mit un­fai­rer Vor­aus­wahl.

(Man könn­te jetzt auch noch dar­über dis­ku­tie­ren, ob eine Do­tie­rung des Prei­ses wirk­li­ch nö­tig ist, aber das ist ein an­de­res The­ma)

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125 Jahre Tolkien: Die Tübinger MYRA-Tage

125 Jahre Tolkien: Die Tübinger MYRA-Tage

Ich er­hielt fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung:

2017 – 35 Jah­re MYRA – 60 Jah­re Tol­ki­en auf Deut­sch – 80 Jah­re »The Hob­bit« – 125.Geburtstag Tol­ki­ens – mehr als nur ein Grund zum Fei­ern.

Wie alle fünf Jah­re seit 1987- ver­an­stal­tet der bun­des­wei­te Tü­bin­ger Ver­ein der Freun­de My­ras VFM e.V. auch 2017 zu­sam­men mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen, Grup­pen und Ver­ei­nen (in der Ver­gan­gen­heit etwa dem Deut­sch – Ame­ri­ka­ni­schen In­sti­tut DAI, dem Er­sten Deut­schen Fan­ta­sy-Club EDCF eV, den In­klings e.V., der Stadt­bü­che­rei Tü­bin­gen, der Gil­de der Fan­ta­sy-Rol­len­spie­ler GFR eV) statt ei­nem nor­ma­len jähr­li­chen MYRA-Tref­fen die Tü­bin­ger MYRA-Tage, eine gan­ze Wo­che Mär­chen – Mit­tel­al­ter – Fan­ta­sy. Al­les drei sind The­men mit de­nen sich Pro­fes­sor J.R.R. Tol­ki­en be­schäf­tigt hat, des­sen auch die­ses Jahr wie­der als »Tü­bin­ger Tol­ki­en Tage« ge­dacht wird – an­ge­sichts von 80 Jah­ren Tol­ki­en auf Eng­li­sch, 60 Jah­ren Tol­ki­en auf Deut­sch und 35 Jah­ren Pro­jekt Myra, ei­nem Kon­zept ge­mein­sam eine ein­zi­ge Welt der Fan­ta­sy zu er­schaf­fen, das ohne Tol­ki­en nicht denk­bar ge­we­sen wäre.

Wie­der wer­den wir ver­su­chen, mit al­len Tü­bin­ger (auch Thea­ter-) Grup­pen, Ver­ei­nen und auch in­ter­es­sier­ten Fir­men (Buch- und Spie­le-Hand­lun­gen, Spon­so­ren ein­zel­ner Events) vom 04. bis 10. Sep­tem­ber 2017 ge­mein­sam al­les auf­zu­bie­ten, was in Tü­bin­gen rund um Mär­chen, Mit­tel­al­ter und Fan­ta­sy ge­bo­ten wird.

Wie­der wird es ge­mein­sam mit TolkienOnline.de das größ­te deut­sche Ju­bi­lä­ums-Event und dazu vie­le Au­to­ren­le­sun­gen, Work­shops und Vor­trä­ge ge­ben, wie­der sind Fil­ker und Li­verol­len­spiel-Bar­den ein­ge­la­den, uns und ein­an­der zu un­ter­hal­ten, wie­der wird auch der Spiel­spaß im Tol­ki­en-Brett­spiel, Fan­ta­sy-Kar­ten­spiel und Fan­ta­sy-Rol­len­spiel nicht zu kurz kom­men. Auch MMO-Fans wie Spie­ler der MYRA-Gil­de von »Game of Thro­nes As­cent« und »Ru­nes of Ma­gic« (RoM) wer­den auf ihre Ko­sten kom­men. Füh­run­gen soll es auch wie­der im mit­tel­al­ter­li­chen Klo­ster Be­ben­hau­sen ge­ben (ko­sten­los für mit­tel­al­ter­li­ch oder mär­chen­haft ko­stü­mier­te).

Das Event bei Face­book

Mehr seit 2017 auch wie­der auf ei­ner ei­ge­nen Web­sei­te

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Mei­ne Güte, pein­li­cher gehts nim­mer. Der Buch­re­port be­rich­tet: LSL, of­fen­bar der neue Lieb­lings­dienst­lei­ster der Mes­se Leip­zig, der man im­mer mehr Auf­ga­ben zu­schu­stert, die frü­her an­de­re wahr­ge­nom­men ha­ben (erst die Mes­se­buch­hand­lung, jetzt der Fan­ta­sy-Be­reich), »launcht« also et­was, das es schon jah­re­lang gibt, näm­li­ch eben die­sen Fan­ta­sy-Be­reich. Dass die sich ernst­haft trau­en, das so zu for­mu­lie­ren lässt mich nach all den Que­r­elen dar­um sprach­los zu­rück, und ich bin nun wirk­li­ch eine Men­ge in Sa­chen Mar­ke­ting-Ge­schwur­bel ge­wöhnt. Noch nicht mal die Ar­beit auf der Fan­ta­sy-Lesein­sel ma­chen sie selbst, die macht – nach dem Raus­drän­geln von Werk­Zeugs – PAN für sie.

Und dann steht da tat­säch­li­ch:

Das Gen­re­por­tal Werk­Zeugs, das fast 10 Jah­re lang die Fan­ta­sy-Lesein­sel be­treut, sich als An­lauf­punkt für Au­to­ren eta­bliert und auch den Ver­kauf von Bü­chern und Mer­chan­di­se-Ar­ti­keln durch­ge­führt hat­te, sag­te an­läss­li­ch ei­ner deut­li­ch ge­stie­ge­nen Stand­mie­te die Mes­se­teil­nah­me ab. Die Mes­se­di­rek­ti­on küm­mer­te sich um­ge­hend um eine Al­ter­na­ti­ve für den Mes­se­ver­kauf und en­ga­gier­te LSL.

Al­ler­dings wur­de be­reits ver­mu­tet, dass es tat­säch­li­ch so war, dass man Werk­Zeugs sei­tens der Mes­se­ver­an­stal­ter die dra­ma­ti­sch er­höh­ten Stand­prei­se prä­sen­tier­te, mit dem be­reits vor­her ge­fass­ten Plan, dass die dar­auf­hin ab­sa­gen, und man das Gan­ze LSL zu­schu­stern konn­te.

Wei­ter kann man le­sen:

Nach ei­ni­gem Hin und Her ist die Leip­zi­ger Buch­mes­se der ge­mein­sa­men Frak­ti­on von Werk­Zeugs und dem Phan­ta­stik-Au­to­ren-Netz­werk (PAN) in­so­fern ent­ge­gen­ge­kom­men, dass PAN eine Flä­che für die Com­mu­ni­ty-Ver­net­zung zur Ver­fü­gung ge­stellt wird.

Ver­schwie­gen wird da­bei al­ler­dings, dass es zu­vor der­art mas­si­ve Pro­te­ste von Ver­la­gen und auch nam­haf­ten Au­to­ren aus dem Gen­re-Be­reich Deut­sche Phan­ta­stik ge­ge­ben hat­te, dass sich die Mes­se­ver­an­stal­ter of­fen­sicht­li­ch zum Ein­len­ken ge­nö­tigt sa­hen, da sie son­st Ge­fahr ge­lau­fen wä­ren, dass nam­haf­te Prot­ago­ni­sten aus dem Be­reich der Ver­an­stal­tung fern ge­blie­ben wä­ren – und da­mit eben auch die zu­ge­hö­ri­gen Be­su­cher.

Aber Haupt­sa­che, eine voll­mun­di­ge Pres­se­mit­tei­lung ab­ge­son­dert …

[Edit 16:50 Uhr:] Ich wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich PAN um die Au­to­ren­loun­ge küm­mert, nicht um die Lesein­sel. Was die Sach­la­ge al­ler­dings nur mi­ni­mal ver­än­dert.

Bild »Face­palm« von Alex E. Proi­mos, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY

STAR TREK AXANAR knickt ein

STAR TREK AXANAR knickt ein

Nach­dem die Ma­cher hin­ter dem STAR TREK-Fan­film AXA­N­AR we­gen des Ge­richts­ver­fah­rens, das Pa­ra­mount und CBS ge­gen sie an­ge­strengt hat­ten, den Mund ziem­li­ch voll nah­men, was ih­rer An­sicht nach die Chan­cen an­gin­gen, fei­ern sie nun, dass man »sich mit den Rech­te­inha­bern ge­ei­nigt habe«. Auch wenn die Pres­se­mit­tei­lun­gen und die Nach­rich­ten an die Backer ziem­li­ch eu­pho­ri­sch klin­gen, kann ich das lei­der nur als PR ein­stu­fen, denn selbst wenn kei­ne Scha­dens­er­satz­zah­lun­gen auf Alec Pe­ters und sein Team zu­kom­men, sind die Be­din­gun­gen, de­nen man sich im Rah­men der au­ßer­ge­richt­li­chen Ei­ni­gung ge­beugt hat, aus Fan­sicht und erst Recht aus der Sicht der Crowd­fun­ding-Un­ter­stüt­zer völ­lig in­ak­zep­ta­bel.

Denn ur­sprüng­li­ch hat­te es ge­hei­ßen, man wol­le eine Pro­duk­ti­on in Län­ge ei­nes Fea­ture-Films rea­li­sie­ren. Jetzt dür­fen sie ge­mäß der »Fan­film-Re­geln«, de­nen man sich un­ter­wirft, nur noch zwei Epi­so­den á 15 Mi­nu­ten ab­lie­fern. Das ist nicht das, wo­für ich mein Geld ge­ge­ben habe.

Wei­te­re De­tails will man den Un­ter­stüt­zern per »pri­va­ter Mail« ver­füg­bar ma­chen, statt über das Nach­rich­ten­sy­stem auf Kick­star­ter. War­um man hier nicht ein­fach trans­pa­rent agiert, ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis, und ist ein wei­te­rer Hin­weis auf Ge­mau­schel. Der Text, den ich als Kam­pa­gnen­mail über Kick­star­ter er­hielt, ist der­sel­be, der auch auf der AXA­N­AR-Web­sei­te zu fin­den ist.

Da­mit ha­ben sich auch J.J. Ab­rams und Ju­stin Lin ziem­li­ch lä­cher­li­ch ge­macht, die auf ei­nem of­fi­zi­el­len Event zu STAR TREK und STAR TREK BEYOND pres­se­wirk­sam er­klärt hat­ten, dass die Kla­ge »in Kür­ze ein­fach weg­ge­hen wür­de«. Nichts ist weg­ge­gan­gen, Pa­ra­mount und CBS ha­ben sich durch­ge­setzt. Eine Fan-Pro­duk­ti­on, die sich den ar­ro­gan­ten und rea­li­täts­fer­nen Fan­film-Re­geln un­ter­wirft, kann nur lä­cher­li­ch wer­den (denn bei­spiels­wei­se darf man nur die bil­li­gen Uni­for­men ver­wen­den, die man of­fi­zi­ell kau­fen kann).

Al­les in al­lem kann man nur kon­sta­tie­ren, dass das ein schwar­zer Tag für STAR TREK-Fan­fil­me und für das Fan­dom all­ge­mein ist, und sich die Rech­te­inha­ber wei­ter von ih­rer Fan­ba­se ent­fer­nen.

Von Alec Pe­ters und sei­nem Team füh­le ich mich als Un­ter­stüt­zer ver­ra­ten, denn ent­ge­gen ih­rer stän­di­gen Aus­sa­gen, das bis zum Ende durch­fech­ten zu wol­len, ha­ben sie sich nun auf ei­nen mie­sen Deal ein­ge­las­sen. Ich kann al­ler­dings an­satz­wei­se ver­ste­hen, dass man mil­lio­nen­schwe­re Scha­den­er­satz­zah­lun­gen ver­mei­den woll­te.

Pro­mo­gra­fik AXA­N­AR Co­py­right Axa­n­ar Pro­duc­tions Inc.

BAFTA Film Awards 2017: Die Nominierten

Die BAFTA Film Awards 2017 (BAFTA = Bri­tish Aca­de­my of Film and Te­le­vi­si­on Arts) ste­hen vor der Tür und er­neut wird der bri­ti­sche Co­me­di­an Ste­phen Fry die Ver­lei­hung mo­de­rie­ren, die am 12. Fe­bru­ar in der Royal Al­bert Hall statt­fin­den wird. Die ge­ra­de ver­lie­he­nen Glo­bes wa­ren ja lei­der ex­trem Gen­re-arm, das könn­te bei den Film-BAFT­As et­was an­ders aus­se­hen, zu­min­dest ist es in der No­mi­nier­ten­li­ste gut ver­tre­ten.

Der SF-Strei­fen AR­RI­VAL bei­spiels­wei­se ist gleich hau­fen­wei­se no­mi­niert, auch FAN­TA­STIC BE­ASTS wird ein paar Mal ge­nannt.

BEST FILM

AR­RI­VAL Dan Le­vi­ne, Shawn Levy, Da­vid Lin­de, Aa­ron Ry­der
I, DA­NI­EL BLA­KE Re­bec­ca O’Brien
LA LA LAND Fred Ber­ger, Jor­dan Ho­ro­witz, Marc Platt
MAN­CHE­STER BY THE SEA Lau­ren Beck, Matt Da­mon, Chris Moo­re, Kim­ber­ly Steward,?Kevin J. Walsh
MOON­LIGHT Dede Gard­ner, Je­re­my Klei­ner, Ade­le Ro­man­s­ki

OUT­STAN­DING BRI­TISH FILM

AME­RI­CAN HO­NEY An­d­rea Ar­nold, Lars Knud­sen, Pou­ya Shah­ba­zi­an, Jay Van Hoy
DE­NI­AL Mick Jack­son, Gary Fo­ster, Russ Kras­noff, Da­vid Hare
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Da­vid Ya­tes, J.K. Row­ling, Da­vid Heyman, Ste­ve Kloves, Lio­nel Wi­gram
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach, Re­bec­ca O’Brien, Paul La­ver­ty
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney, Mike Brett, Jo-Jo Ell­i­son, Ste­ve Ja­mi­son
UN­DER THE SHADOW Ba­bak An­va­ri, Emi­ly Leo, Oli­ver Ros­kill, Lu­can Toh

OUT­STAN­DING DE­BUT BY A BRI­TISH WRI­TER, DI­REC­TOR OR PRO­DU­CER 

The Girl With All the Gifts: MIKE CA­REY (Wri­ter), CA­MIL­LE GA­TIN (Pro­du­cer)
The Hard Stop: GE­OR­GE AM­PON­S­AH (Writer/Director/Producer), DI­ON­NE WAL­KER (Writer/Producer)
No­tes on Blind­ness: PE­TER MIDD­LE­TON (Writer/Director/Producer), JA­MES SPIN­NEY (Writer/Director), JO-JO ELL­I­SON (Pro­du­cer)
The Pass: JOHN DON­NEL­LY (Wri­ter), BEN A. WIL­LIAMS (Di­rec­tor)
Un­der the Shadow: BA­BAK AN­VA­RI (Writer/Director), EMI­LY LEO, OLI­VER ROS­KILL, LU­CAN TOH (Pro­du­cers)

FILM NOT IN THE ENG­LISH LAN­GUA­GE

DHEE­PAN Jac­ques Au­di­ard, Pas­cal Cau­che­teux
JU­LIETA Pe­dro Al­mo­dóvar
MU­STANG Deniz Gam­ze Er­gü­ven, Charles Gil­li­bert
SON OF SAUL László Ne­mes, Gábor Si­pos
TONI ERD­MANN Ma­ren Ade, Ja­ni­ne Jackow­ski

DO­CU­MEN­TA­RY

13th Ava Du­Ver­nay
THE BEAT­LES: EIGHT DAYS A WEEK- THE TOU­RING YE­ARS Ron Howard
THE EA­GLE HUN­TRESS Otto Bell, Stacey Rei­ss
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney
WEI­NER Josh Krieg­man, Ely­se Stein­berg

ANI­MA­TED FILM

FIN­DING DORY An­d­rew Stan­ton
KUBO AND THE TWO STRINGS Tra­vis Knight
MO­A­NA Ron Cle­ments, John Mus­ker
ZOOTRO­PO­LIS By­ron Howard, Rich Moo­re

DI­REC­TOR

AR­RI­VAL De­nis Vil­le­neu­ve
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

ORI­GI­NAL SCREEN­PLAY

HELL OR HIGH WA­TER Tay­lor She­ridan
I, DA­NI­EL BLA­KE Paul La­ver­ty
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
MOON­LIGHT Bar­ry Jenk­ins

AD­AP­TED SCREEN­PLAY

AR­RI­VAL Eric Hei­sse­rer
HACK­SAW RIDGE Ro­bert Schenk­kan, An­d­rew Knight
HI­D­DEN FI­GU­RES Theo­do­re Mel­fi, All­i­son Schro­eder
LION Luke Da­vies
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

LEA­DING AC­TOR

AN­D­REW GAR­FIELD Hack­saw Ridge
CA­SEY AFF­LECK Man­che­ster by the Sea
JAKE GYL­LEN­HAAL Noc­turnal Ani­mals
RYAN GOS­LING La La Land
VIGGO MOR­TEN­SEN Cap­tain Fan­ta­stic

LEA­DING AC­TRESS

AMY ADAMS Ar­ri­val
EMI­LY BLUNT The Girl on the Train
EMMA STO­NE La La Land
ME­RYL STREEP Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
NA­TA­LIE PORT­MAN Jackie

SUP­PORTING AC­TOR

AA­RON TAY­LOR-JOHN­SON Noc­turnal Ani­mals
DEV PA­TEL Lion
HUGH GRANT Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
JEFF BRIDGES Hell or High Wa­ter
MA­HERS­HA­LA ALI Moon­light

SUP­PORTING AC­TRESS

HAY­LEY SQUI­RES I, Da­ni­el Bla­ke
MI­CHEL­LE WIL­LIAMS Man­che­ster by the Sea
NAO­MIE HAR­RIS Moon­light
NI­COLE KID­MAN Lion
VIO­LA DA­VIS Fen­ces

ORI­GI­NAL MU­SIC  AR­RI­VAL Jóhann Jóhanns­son
JACKIE Mica Levi
LA LA LAND Ju­stin Hur­witz
LION Du­stin O’Halloran, Hausch­ka
NOC­TURNAL ANI­MALS Abel Kor­ze­niow­ski

CI­NE­MA­TO­GRA­PHY AR­RI­VAL Brad­ford Young
HELL OR HIGH WA­TER Gi­les Nutt­gens
LA LA LAND Li­nus Sand­gren
LION Greig Fra­ser
NOC­TURNAL ANI­MALS Sea­mus McGar­vey

EDIT­ING AR­RI­VAL Joe Wal­ker
HACK­SAW RIDGE John Gil­bert
LA LA LAND Tom Cross
MAN­CHE­STER BY THE SEA Jen­ni­fer Lame
NOC­TURNAL ANI­MALS Joan So­bel

PRO­DUC­TION DE­SI­GN

DOC­TOR STRAN­GE John Bush, Charles Wood
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Stuart Craig, Anna Pin­nock
HAIL, CAE­S­AR! Jess Gon­chor, Nan­cy Hai­gh
LA LA LAND San­dy Reynolds-Was­co, Da­vid Was­co
NOC­TURNAL ANI­MALS Shane Va­len­ti­no, Meg Eve­ri­st

CO­STU­ME DE­SI­GN

AL­LIED Jo­an­na John­ston
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Col­le­en At­wood
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS Con­so­la­ta Boy­le
JACKIE Ma­de­li­ne Fon­tai­ne
LA LA LAND Mary Zo­phres

MAKE UP & HAIR

DOC­TOR STRAN­GE Je­re­my Woodhead
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS J. Roy Hel­land, Da­ni­el Phil­lips
HACK­SAW RIDGE Shane Tho­mas
NOC­TURNAL ANI­MALS Do­nald Mo­wat, Yo­landa Tous­si­eng
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY No­minees tbc

SOUND

AR­RI­VAL Clau­de La Haye, Ber­nard Ga­rié­py Stro­bl, Syl­vain Bel­le­ma­re
DE­EP­WA­TER HO­RI­ZON Mike Prest­wood Smith, Dror Mo­har, Wy­lie State­man, Da­vid Wy­man
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Niv Adi­ri, Glenn Free­mant­le, Si­mon Hay­es, Andy Nel­son, Ian Tapp
HACK­SAW RIDGE Pe­ter Gra­ce, Ro­bert Macken­zie, Ke­vin O’Connell, Andy Wright
LA LA LAND Mild­red Iatrou Mor­gan, Ai-Ling Lee, Ste­ve A. Mor­row, Andy Nel­son

SPE­CIAL VI­SUAL EF­FECTS

AR­RI­VAL Louis Mo­rin
DOC­TOR STRAN­GE Ri­chard Bluff, Ste­pha­ne Ce­ret­ti, Paul Cor­bould, Jo­na­than Faw­k­ner
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Tim Bur­ke, Pa­blo Gril­lo, Chri­sti­an Manz, Da­vid Wat­kins
THE JUN­GLE BOOK Ro­bert Le­ga­to, Dan Lem­mon, An­d­rew R. Jo­nes, Adam Val­dez
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY Neil Cor­bould, Hal Hickel, Mo­hen Leo, John Knoll, Nigel Sum­ner

BRI­TISH SHORT ANI­MA­TI­ON 

THE ALAN DI­MEN­SI­ON Jac Clin­ch, Jo­na­than Har­bott­le, Mil­lie Mar­sh
A LOVE STO­RY Kha­led Gad, Anush­ka Kis­ha­ni Na­ana­yak­ka­ra, Elena Rus­com­be-King
TOUGH Jen­ni­fer Zheng

BRI­TISH SHORT FILM 

CON­SU­MED Ri­chard John Sey­mour
HOME Sh­pat Deda, Afola­bi Kuti, Da­ni­el Mul­loy, Scott O’Donnell
MOU­TH OF HELL Bart Ga­vi­gan, Sa­mir Me­ha­no­vic, Ai­lie Smith, Mi­cha­el Wil­son
THE PAR­TY Fa­rah Abushwes­ha, Em­met Fle­ming, An­d­rea Har­kin, Co­nor MacN­eill
STAND­BY Char­lot­te Re­gan, Jack Han­non

THE EE RI­SING STAR AWARD (vo­ted for by the pu­blic)

TOM HOL­LAND
RUTH NEGGA
LU­CAS HEDGES
LAIA CO­STA
ANYA TAY­LOR-JOY

Quel­le: Dead­line

Bild BAFTA-Mask von EG Focus/César, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Ich hat­te nach dem völ­lig rea­li­täts­fer­nen Ur­teil des LG Ham­burg zum Ver­lin­ken von Sei­ten mit mög­li­cher­wei­se ur­he­ber­rechts­ver­let­zen­den In­hal­ten dort be­reits am 9. De­zem­ber 2016 eine An­fra­ge ge­stellt. Die Ant­wort kam spät, ist aber in kein­ster Wei­se über­ra­schend, denn auch der Ju­sti­zi­ar des Hei­se-Ver­lags er­hielt eine ganz ähn­li­che:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,

zu Ih­rer An­fra­ge tei­le ich Ih­nen mit, dass das Land­ge­richt selbst­ver­ständ­li­ch da­von aus­geht, dass die Zu­gäng­lich­ma­chung sämt­li­cher In­hal­te auf der Sei­te des Land­ge­richts recht­mä­ßig er­folgt.

Zu rechts­ver­bind­li­chen Er­klä­run­gen Ih­nen ge­gen­über se­hen wir uns in­des nicht ver­an­lasst.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

xxx von yyy

Rich­te­rin
Land­ge­richt Ham­burg
Prä­si­di­al­ver­wal­tung (LP3)
Sie­veking­platz 1, 20355 Ham­burg

Wir hal­ten fest: Das LG Ham­burg schafft die recht­li­che Not­wen­dig­keit, sich beim Be­trei­ber ei­ner Web­sei­te ver­si­chern zu müs­sen, dass de­ren In­hal­te rechts­kon­form sind, will selbst aber die­se Rechts­si­cher­heit nicht schaf­fen (kön­nen sie auch gar nicht, mit ein we­nig Stö­bern fand ich auf de­ren Sei­te In­hal­te, die – sa­gen wir mal vor­sich­tig – fis­hy sind, bei­spiels­wei­se mög­li­cher­wei­se nicht ganz kor­rekt de­kla­rier­te Bild-Ur­he­ber­schaf­ten).

Will­kom­men im #neu­land!

Bild Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

Die Par­tei­en in #neu­land tun sich mit ei­ner an­ge­sichts der ge­än­der­ten Pa­ra­me­ter durch In­ter­net und Di­gi­ta­li­sie­rung drin­gend not­wen­di­gen No­vel­lie­rung des Ur­he­ber­rechts schwer. Da be­wegt sich seit Jah­ren an un­zäh­li­gen Stel­len nichts Sinn­vol­les. Wie schnell so et­was al­ler­dings ge­hen kann, wenn eine Lob­by­ver­ei­ni­gung wie der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels laut­hals »Mi­mi­mi!« und or­dent­li­ch Druck auf die Po­li­tik macht, zeigt die Tat­sa­che, dass sich die gro­ße Ko­ali­ti­on in Re­kord­zeit auf eine Ge­set­zes­än­de­rung ge­ei­nigt hat, die Ver­la­ge wie­der an den Aus­schüt­tun­gen der VG-Wort be­tei­li­gen soll, nach­dem der BGH das bis­he­ri­ge Ver­fah­ren als rechts­wid­rig ein­ge­stuft hat. Weit vor­ne da­bei: die SPD.

Ich fin­de es ge­ra­de­zu wi­der­li­ch, wie sich hier Lob­by­ver­ei­ni­gun­gen Ge­set­ze auf Wunsch von der Po­li­tik zu­recht schrei­ben las­sen, zu Un­gun­sten der Ur­he­ber. An­de­re in Zei­ten ei­nes In­ter­nets und So­zia­ler Me­di­en drin­gend not­wen­di­ge Ver­bes­se­run­gen wie bei­spiels­wei­se eine Art »fair use«-Klausel, oder eine Ver­rin­ge­rung von Schutz­rechts­fri­sten, die eher den Nut­zern zu­gu­te kom­men wür­den, las­sen wei­ter auf sich war­ten, oder sind noch nicht ein­mal am Ho­ri­zont zu se­hen – weil Bür­ger kei­ne Lob­by ha­ben. Auch ist nichts da­von zu se­hen, dass die Ur­he­ber recht­li­ch bes­ser ge­stellt wer­den sol­len, von Hei­ko Maas’ durch­aus sinn­vol­len Än­de­run­gen des Ur­he­ber­rechts ist – eben­falls nach hef­ti­ger Lob­by­ar­beit – kaum et­was üb­rig ge­blie­ben. Schlim­mer noch: Den Si­gna­len aus Brüs­sel nach zu ur­tei­len, ste­hen uns Ur­he­ber­rechts­än­de­run­gen ins Haus, die die Nut­zer und so­gar die Ur­he­ber noch stär­ker be­nach­tei­li­gen und aus­schließ­li­ch den Ver­wer­tern die­nen.

Bei den der­zei­ti­gen po­li­ti­schen Kon­stel­la­tio­nen sehe ich al­ler­dings kaum Hoff­nung, dass sich das al­les in ab­seh­ba­rer Zeit zum Bes­se­ren än­dern wird.

[Up­date 19.12.2016:] Das dem Eu­ro­pa­recht wi­der­spre­chen­de Ge­setz wur­de tat­säch­li­ch im Eil­ver­fah­ren durch­ge­wun­ken:

Die am Diens­tag von CDU, CSU und SPD an­kün­di­gungs­los vor­ge­leg­te Er­wei­te­rung der ge­plan­ten Re­form des Ur­he­ber­ver­trags­rechts um »Fra­gen der Ver­le­ger­be­tei­li­gung« pas­sier­te in­ner­halb von vier Ta­gen prak­ti­sch ohne Me­di­en­öf­fent­lich­keit den Aus­schuss für Kul­tur- und Me­di­en (Son­der­sit­zung am Diens­tag), den Rechts­aus­schuss (Mitt­wo­ch) das Bun­des­tags­ple­num (Don­ners­tag­nacht) und den ein­spruchs­be­rech­tig­ten Bun­des­rat (Frei­tag). (Te­le­po­lis)

Bild: Buch Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed