Die BAFTA-Awards 2020

Die BAFTA-Awards 2020

Es ist die in jedem jahr aufs Neue geäu­ßer­te Bin­sen­weis­heit, dass die bri­ti­schen BAFTA-Awards deut­li­che Hin­wei­se dar­auf geben, was bei den Oscar-Ver­lei­hun­gen pas­sie­ren wird. Aber so ist es nun mal. Die 73. Bri­tish Aca­de­my Film Awards wur­den am 2. Febru­ar 2020 in der Roy­al Albert Hall von der  Bri­tish Aca­de­my of Film and Tele­vi­si­on Arts ver­ge­ben. Gewin­nen kön­nen Fil­me, die 2019 in bri­ti­schen Kinos lie­fen.

Der gro­ße Gewin­ner – und das kann man wirk­lich nicht anders sagen – ist 1917 von Sam Men­des, der gleich hau­fen­wei­se der Aus­zeich­nun­gen ein­heim­sen konn­te, dar­un­ter den für den bes­ten Film, die bes­te Regie, bes­ten bri­ti­schen Film und die bes­ten visu­el­len Effek­te. Im Bereich Gen­re sieht es eher dünn aus, sieht man mal von Preis als bes­ter Haupt­dar­stel­ler für Joa­quin Phoe­nix in JOKER ab.

Die fol­gen­de Lis­te der Nomi­nier­ten und Gewin­ner stammt aus der Wiki­pe­dia, die Gewin­ner sind jeweils als ers­tes genannt.

Bester Film

1917 – Sam Men­desPip­pa Har­risJay­ne-Ann Teng­gren und Cal­lum McDou­gall

Bester britischer Film

1917

Bestes Debüt eines britischen Drehbuchautors, Regisseurs oder Produzenten

Bait – Mark Jen­kin (Drehbuch/Regie), Kate Byers und Linn Wai­te (Pro­duk­ti­on)

Beste Regie

Sam Men­des – 1917

Bester Hauptdarsteller

Joa­quin Phoe­nix – Joker

Beste Hauptdarstellerin

Renée Zell­we­ger – Judy

Bester Nebendarsteller

Brad Pitt – Once Upon a Time in Hol­ly­wood

Beste Nebendarstellerin

Lau­ra Dern – Mar­ria­ge Sto­ry

Bestes adaptiertes Drehbuch

Tai­ka Wai­ti­ti – Jojo Rab­bit

Bestes Originaldrehbuch

Han Jin-won und Bong Joon-ho – Para­si­te (Gisa­eng­chung / ???)

Beste Kamera

Roger Dea­kins – 1917

Bestes Szenenbild

Den­nis Gas­s­ner und Lee San­da­les – 1917

Bestes Kostümdesign

Jac­que­line Durran – Litt­le Women

Bestes Make-up und Beste Frisuren

Vivi­an BakerKazu Hiro und Anne Mor­gan – Bombs­hell – Das Ende des Schwei­gens (Bombs­hell)

Beste Filmmusik

Hil­dur Guð­na­dót­tir – Joker

Bester Schnitt

Andrew Buck­land und Micha­el Mccus­ker – Le Mans 66 – Gegen jede Chan­ce (Ford vs. Fer­ra­ri)

Bester Ton

1917 – Scott Mil­lanOli­ver Tar­neyRacha­el TateMark Tay­lor und Stuart Wil­son

Beste visuelle Effekte

1917 – Greg But­lerGuil­lau­me Roche­ron und Domi­nic Tuo­hy

Bester Animationsfilm

Klaus

Bester Dokumentarfilm

Für Sama (For Sama)

Bester fremdsprachiger Film

Para­si­te (Gisa­eng­chung / ???)

Bester Nachwuchsdarsteller (EE Rising Star Award)

Miche­al Ward

Pos­ter 1917 Copy­right Uni­ver­sal Pic­tures

10. Oktober: HINTERM MOND 2020 – dritter SF-Tag in Leer

10. Oktober: HINTERM MOND 2020 – dritter SF-Tag in Leer

Am 10. Okto­ber 2020 ver­an­stal­tet Nor­bert Fiks in Leer/Ostfriesland unter dem Namen HINTERM MOND zum drit­ten mal den »Tag der Sci­ence Fic­tion«. Der Schwer­punkt liegt dies­mal auf dem The­ma »Frau­en in der SF«. Als Gäs­te wer­den vor Ort sein: Regi­ne Bott, The­re­sa Han­nig, Jac­que­line Mon­te­mur­ri und Made­lei­ne Pul­jic.

Der Ver­an­stal­ter schreibt dazu:

Das Ein­zig­ar­ti­ge an »Hin­term Mond«: Publi­kum und Autorin­nen begeg­nen sich dort unge­zwun­gen in fast fami­liä­rer Umge­bung, sie ver­brin­gen gemein­sam einen Nach­mit­tag, lau­schen den Lesun­gen und dis­ku­tie­ren mit­ein­an­der über die Tex­te und deren Aus­sa­gen, aber auch über den Wer­de­gang und die Arbeits­be­din­gun­gen der SF-Autorin­nen. Einen beson­de­ren Akzent erhält »Hin­term Mond« durch den Ver­an­stal­tungs­ort, einen umge­bau­ten, mehr als 200 Jah­re alten ehe­ma­li­gen Waren­spei­cher in der Alt­stadt von Leer.

Der Ein­tritt kos­tet 15 Euro, alle Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te zur Ver­an­stal­tung. Bis­her hat es im Kul­tur­spei­cher in Leer bereits zwei Tage der Sci­ence-Fic­tion-Lite­ra­tur in Ost­fries­land gege­ben: in den Jah­ren 2014 und 2018.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Nor­bert Fiks

STAR TREK-Fanfilm: DEMONS – Segment 1

STAR TREK-Fanfilm: DEMONS – Segment 1

DEMONS ist ein STAR TREK-Fan­film, der auf TOS basiert, aber ein­deu­tig neue Ele­men­te ein­bringt und das Gan­ze ins­be­son­de­re bei der Tech­nik ein wenig wei­ter denkt. Damit kei­ner motzt, han­delt das Gan­ze kon­se­quen­ter­wei­se in einer par­al­le­len Zeit­li­nie, dem »Ava­lon Uni­ver­se«. Das gan­ze ist ziem­lich gut gemacht, ins­be­son­de­re Bau­ten und SFX erfreu­en, und man hat die rigi­den Fan­film­re­geln umgan­gen, indem man in Sachen Uni­for­men ein­fach wel­che genom­men hat, die es so nicht gibt.

Das hier ist »Seg­ment 1« (die Fan­film-Regeln besa­gen ja auch, dass man eine bestimm­te Lauf­zeit nicht über­schrei­ten darf), der zwei­te Teil folgt in Kür­ze.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

ZDF stellt TERRA X‑Clips unter Creative Commons Lizenz

ZDF stellt TERRA X‑Clips unter Creative Commons Lizenz

Wie all­ge­mein bekannt ist, zah­len wir jeden Monat über den Rund­funk­bei­trag für die öffent­lich-recht­li­chen Medi­en, ob wir sie nut­zen oder nicht (ich möch­te kei­ne Dis­kus­si­on dar­über, grund­sätz­lich hal­te ich das für sinn­voll, auch wenn die ÖR-Rund­funk­an­stal­ten drin­gend refor­miert und ent­filzt wer­den müss­ten, und wenn ich man­che Aus­ga­ben für eine Frech­heit hal­te). Dafür soll­te man eigent­lich davon aus­ge­hen, dass ARD und ZDF alle ihre Pro­duk­tio­nen der All­ge­mein­heit auch dau­er­haft kos­ten­frei zur Ver­fü­gung stellt, wie es bei­spiels­wei­se die BBC tut, schließ­lich haben wir die bezahlt.

Das ist aller­dings nicht so, sie beru­fen sich vor allem auf Urhe­ber­rech­te der Macher hin­ter den Pro­duk­tio­nen, dar­an wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Es gibt aller­dings einen klei­nen Licht­blick: Ab sofort gibt es Clips aus der Doku-Rei­he TERRA X unter Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz, genau­er gesagt der rela­tiv frei­en CC BY.

Das bedeu­tet, dass man die Clips her­un­ter­la­den, ver­viel­fäl­ti­gen, wei­ter­ge­ben und remi­xen darf (und das auch kom­mer­zi­ell), solan­ge man den Urhe­ber nennt.

Das ist ein ers­ter und in mei­nen Augen längst über­fäl­li­ger Schritt in die Rich­ti­ge Rich­tung. Man hat fast den Ein­druck, auch die ÖR-Medi­en möch­ten end­lich im 21. Jahr­hun­dert ankom­men …

Die aktu­ell zur Ver­fü­gung gestell­ten Clips dre­hen sich um den Kli­ma­wan­del, man kann sie Kli­ma­wan­del­leug­nern und gewis­sen blau­b­rau­nen Kräf­ten mit ihren Fake News um die Ohren hau­en.

Die Primetime Emmys 2019

Die Primetime Emmys 2019

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de fand im Micro­soft Thea­ter in Los Ange­les die 71. Ver­lei­hung der Prime­time Emmys statt. Die bewer­te­te Seri­en sind sol­che, die zwi­schen dem 1. Juni 2018 und dem 31 Mai 2019 aus­ge­strahlt wur­den. Die meis­ten Nomi­nie­run­gen (näm­lich 14) hat­te GAME OF THRONES, aller­dings führ­te das nur zu zwei Prei­sen. Die von der Fan­ta­sy-Serie gewon­ne­nen 12 Prei­se, die allent­hal­ben kol­por­tiert wer­den, bezie­hen die bereits frü­her ver­lie­he­nen Crea­ti­ve Arts Emmys mit ein.

Im Fol­gen­den die gesam­te Lis­te der Nomi­nier­ten und Gewin­ner, letz­te­re sind fett gekenn­zeich­net, dahin­ter die Lis­te der Crea­ti­ve Art Gewin­ner vom 14. Sep­tem­ber 2019:

wei­ter­le­sen →

Grandios: STAR TREK TNG-Fanfilm: THE HOLY CORE

Grandios: STAR TREK TNG-Fanfilm: THE HOLY CORE

Seit­dem Para­mount und CBS ihre unsäg­li­chen Fan­film-Regeln auf­ge­stellt haben ist es um die Sze­ne ruhig gewor­den. Die ent­hal­ten bei­spiels­wei­se die Regel, dass man nur offi­zi­ell lizen­sier­tes Mer­chan­di­sing nut­zen darf, also bei­spiels­wei­se Uni­for­men oder Props. Und das bzw. deren eher schlech­te Qua­li­tät ist dann auch offen­sicht­lich das ein­zi­ge Man­ko am TNG-Fan­film THE HOLY CORE, denn ansons­ten ist das mit der­art viel Hin­ga­be, Herz und Pro­fes­sio­na­li­tät gemacht, dass man sich nur dar­an erfreu­en kann. Abge­se­hen von Klei­nig­kei­ten steht das pro­fes­sio­nel­len TV-Pro­duk­tio­nen in kaum etwas nach.

The crew of a Fede­ra­ti­on star­ship assist the deeply reli­gious Vitans to res­to­re their pol­lu­t­ed atmo­s­phe­re after cen­tu­ries of war. Events soon take an unex­pec­ted turn howe­ver, and the crew must rely on their cou­ra­ge and princi­ples to pre­vent dis­as­ter…

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Film fin­det man auch auf der zuge­hö­ri­gen Web­sei­te.

Viel Spaß, ich hat­te ihn defi­ni­tiv und hof­fe von die­sem Team bekommt man noch mehr zu sehen. Die Grup­pe pro­du­zier­te bereits THE CHANCE ENCOUNTER.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

Kommentar von Sven Klöpping: Wikipedia – frauenfreie Zone?

Kommentar von Sven Klöpping: Wikipedia – frauenfreie Zone?

Vor ein paar Mona­ten war das Medi­en­echo groß, als her­aus­kam, dass eine Lis­te mit deutsch­spra­chi­gen SF-Autorin­nen bei Wiki­pe­dia ver­hin­dert wer­den soll­te. Sogar Team Böh­mer­mann berich­te­te im Neo Maga­zin Roya­le (Sen­dung vom 18. April). Statt solch inter­es­san­ter Lis­ten wer­den bei den Wikis z. B. Lis­ten mit Schif­fen namens »Ama­zo­ne« ver­öf­fent­licht (denn alle Frau­en sind Ama­zo­nen). Selt­sa­me Men­schen mit selt­sa­men Ansich­ten beherr­schen schein­bar grö­ße­re Tei­le der Wiki­pe­dia­welt und neh­men dabei Ein­fluss auf das, was gewusst wer­den darf.

Dank Goog­le & Co. haben sie gute Aus­sicht auf Erfolg. Denn Wiki­pe­dia ist rele­van­ter Teil vie­ler Algo­rith­men des Sili­con Val­ley. Schließ­lich wis­sen die Her­ren bei Wiki­pe­dia – wie jeder gute Zen­sor -, dass öffent­li­che Mei­nung nur gebil­det wer­den kann, wenn die Men­schen Zugang zu Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Wer nicht weiß, dass deutsch­spra­chi­ge SF-Autorin­nen exis­tie­ren, möch­te auch nichts von ihnen lesen. Oder über sie.

Als Argu­ment füh­ren sie dabei immer wie­der »Rele­vanz« an. Es sei nicht rele­vant, eine Lis­te mit Ama­zo­nen, Frau­en zu füh­ren, die nur in Klein­ver­la­gen publi­zie­ren. Schon beim ers­ten Blick auf die Lis­te ent­deckt man jedoch Namen wie Sibyl­le Berg, Zoë Beck oder Myra Çakan. Alles gestan­de­ne Autorin­nen, die bei bekann­ten Ver­la­gen publi­zie­ren. Die Fra­ge »was ein Ver­lag sei« wur­de in den inter­nen Dis­kus­sio­nen bei Wiki­pe­dia daher offen­bar nur mit dem Hin­ter­ge­dan­ken gestellt, die Klein­ver­lags­sze­ne zu dis­kre­di­tie­ren. Man­che Her­ren mein­ten näm­lich, ein Klein­ver­lag sei nun über­haupt kein Ver­lag. Aha. Und war­um heißt er dann Ver­lag? Und war­um macht er genau das, was ein Ver­lag machen soll­te, näm­lich Bücher her­aus­brin­gen? Doch vor die­ser Dis­kus­si­on fürch­te­ten sich die tap­fe­ren Rit­ter des männ­li­chen Wis­sens, wichen aus, flüch­te­ten sich in Rele­vanz.

»Rele­vanz (lat./ital.: re-leva­re »[den Waa­ge­bal­ken, eine Sache] wie­der bzw. erneut in die Höhe heben«) ist eine Bezeich­nung für die Bedeut­sam­keit und damit sekun­där auch eine situa­ti­ons­be­zo­ge­ne Wich­tig­keit, die jemand etwas in einem bestimm­ten Zusam­men­hang bei­misst« (Quel­le: Wiki­pe­dia).

Datei:Adminpedia.png

Für die Ersteller(innen) der Lis­te war es offen­sicht­lich von Rele­vanz, einen Ein­blick in die Schaf­fens­kraft deutsch­spra­chi­ger Sci­ence­fic­tion-Autorin­nen zu geben. Für eini­ge Wiki­pe­dia-Her­ren schien es dage­gen nur zu rele­vant, dies zu ver­hin­dern. Die Fra­ge ist: Wel­che Sei­te besaß mehr Rele­vanz? Nun muss ich die Her­ren lei­der ent­täu­schen, denn etwas zu ver­hin­dern ist lei­der nicht rele­vant, denn es hebt kei­ne Sache in die Höhe, wie es oben so schön heißt, son­dern reißt sie in die Tie­fe.

Man darf also mit Recht fra­gen, was das alles soll. Soll­te Wiki­pe­dia nicht eine freie Enzy­klo­pä­die sein, in der Wis­sen zu allen Berei­chen der Gesell­schaft jeder­mann und jeder Frau zur Ver­fü­gung steht? Soll­te es nicht von Rele­vanz sein, die­sen Leit­satz zu ver­fol­gen und jede/n ein­zu­bin­den, der/die mit­ma­chen möch­te? Die Rea­li­tät schiebt lei­der auch hier so man­chen Rie­gel vor (man ist fast geneigt zu den­ken, die Rea­li­tät habe etwas Männ­li­ches).

Lan­ge Rede, kur­zer Sinn:

Es bleibt zu hof­fen, dass ein Umden­ken statt­fin­det; dass eine Schar von intel­lek­tu­el­len Ama­zo­nen sich den Weg zur Wiki­pe­dia-Macht frei­kämpft und dort Arti­kel publi­ziert, Ide­en anstößt, Din­ge ver­än­dert. Denn so, wie es jetzt ist, kann es ja wohl nicht blei­ben.

Lasst uns daher gemein­sam dafür sor­gen, dass wir von frei­en Frau­en mit Insi­der­wis­sen ver­sorgt wer­den, statt eine nahe­zu frau­en­freie Zone zum gesell­schaft­li­chen Online-Stan­dard zu erklä­ren.

(Die­ser Text erschien ursprüng­lich auf Sven Klöp­pings Sei­te sternwerk.net)

 

Bild »Admin­pe­dia« von Ver­wüs­tung, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Deutsche Wikipedia: Die misogynen Inquisitoren der heiligen Relevanz

Deutsche Wikipedia: Die misogynen Inquisitoren der heiligen Relevanz

Erin­nert ihr euch noch an neu­lich, als miso­gy­ne Edi­to­ren und Admi­nis­tra­to­ren bei der deut­schen Aus­ga­be der Online-Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia der Ansicht waren, dass eine Lis­te von SF-Autorin­nen nicht rele­vant sei? Und die die­se man­geln­de Rele­vanz mit den abson­der­lichs­ten und abstru­ses­ten Schein­ar­gu­men­ten bele­gen woll­ten? Die ange­pisst waren, als die­se Lis­te nach uni­la­te­ra­ler Löschung wie­der­her­ge­stellt wur­de? Und die danach so ziem­lich jede Ein­tra­gung einer Autorin ver­hin­dern woll­ten, auch hier wie­der mit den hane­bü­chens­ten Argu­men­ten, bis hin zur Aus­sa­ge, Klein­ver­la­ge sei­en gar kei­ne Ver­la­ge?

Wenn man nun hät­te anneh­men kön­nen, das The­ma sei durch muss man sich aktu­ell eines Bes­se­ren beleh­ren las­sen, denn die miso­gy­nen Inqui­si­to­ren der hei­li­gen Rele­vanz schla­gen gera­de wie­der zu – und das mit Macht.

Es fing damit an, dass die Sei­te der Autorin­nen­ver­ei­nin­gung Nor­nen­netz wegen angeb­lich feh­len­der Rele­vanz zur Löschung vor­ge­schla­gen wur­de. Das natür­lich heim­lich still und lei­se, wenn man nicht zufäl­lig mal auf die Sei­te schaut, bekommt man das selbst als Betrof­fe­ne nicht mit. Und es kam wie es kom­men muss­te, die Ver­ant­wort­li­chen leg­ten sich ihre ohne­hin pud­ding­wei­chen Rele­vanz­re­geln so aus, dass die Sei­te gelöscht wur­de.

Das ist ein Punkt, über den wir grund­sätz­lich mal reden müs­sen: Wenn es Rele­vanz­re­geln gibt, dann soll­te man sich auch an die­se hal­ten und nicht im Anwen­dungs­fall stän­dig neue Aus­le­gun­gen und Vari­an­ten erfin­den, war­um Rele­vanz eben doch nicht gege­ben ist. Es geht nicht dar­um »was gemeint war«, es geht dar­um, was da steht. »Was gemeint war« ist kei­ne Regel, son­dern aus­schließ­lich eins: ein Werk­zeug um nach eige­nem Gus­to und will­kür­lich han­deln zu kön­nen.
Und: Pau­scha­le Rele­vanz­re­geln erge­ben bei bestimm­ten The­men über­haupt kei­nen Sinn, denn selbst wenn eine betrof­fe­ne Per­so­nen­grup­pe klein ist, kann ein The­ma den­noch auch außer­halb die­ser Per­so­nen­grup­pe rele­vant sein. Das wird aller­dings in der Wiki­pe­dia nicht so gese­hen und Rele­vanz­kri­te­ri­en oft unter quan­ti­ta­vi­ven Kri­te­ri­en gese­hen, statt unter qua­li­ta­ti­ven. Und auch bei den qua­li­ta­ti­ven Rele­vanz­kri­te­ri­en wird dann so lan­ge neu defi­niert, bis es den Her­ren passt, bei­spiels­wei­se indem Klein­ver­la­gen abge­spro­chen wird, ech­te Ver­la­ge zu sein – nein, das ist kein Witz! (Der Fra­ge, was denn dann genau ein ver­lag sei, haben sie sich dann übri­gens ver­wei­gert. Kein Wun­der: denn gäbe es kon­kre­te Regeln, könn­te man sie über die­se bei den Eiern fas­sen.). Die Rele­vanz­kri­te­ri­en sind in mei­nen Augen nur vor­ge­scho­be­ne Aus­re­den, das Werk­zeug der Gate­kee­per, um nur Wis­sen zuzu­las­sen, das ihnen in den Kram und ins ver­que­re Welt­bild passt.

Es wur­de ein wei­te­rer Antrag auf Auf­he­bung der Löschung gestellt, ja auch so etwas ist mög­lich. Wer hart­ge­sot­ten ist, der kann mal ver­su­chen, sich die sich ent­span­nen­de »Dis­kus­si­on« zu geben und sich anzu­se­hen mit wel­cher schie­ren Arro­ganz und aus­ufern­der Bor­niert­heit die Edi­to­ren und Admins agie­ren, um Wis­sen über Frau­en aus der Wiki­pe­dia fern­zu­hal­ten.

Tat­säch­lich gehe ich ins­be­son­de­re ob des für den Lösch­an­trag Ver­ant­wort­li­chen Wolf­gang Rie­ger davon aus (der hat den nicht selbst gestellt, das war nach Rie­gers Geme­cker eine anony­me Socken­pup­pe), dass es sich hier­bei um einen Rache­akt für den Tumult und die mas­si­ve schlech­te Pres­se um die und nach der Löschung der SF-Autorin­nen­lis­te han­delt. Das ist auch nicht ohne Prä­ze­denz in der Wiki­pe­dia: Man lässt etwas Gras über die Sache wach­sen und löscht dann erneut, oder man greift ande­re Arti­kel der Prot­ago­nis­ten an, um in der Art von Stra­ßen­gangs mal zu zei­gen, wer der Stär­ke­re auf die­sem Turf ist.

Und da es Schnitt­men­gen bei den Initiator°Innen der SF-Autorin­nen-Lis­te sowie dem Nor­nen­netz gibt, war das offen­bar das per­fek­te Angriffs­ziel für die ego­ma­nen, miso­gy­nen Kräf­te bei der deut­schen Wiki­pe­dia.

So weit, so schlecht, es wur­de also auf der Dis­kus­si­ons­sei­te für die Zurück­nah­me der Löschung sei­tens der Lösch­be­für­wor­ter mit den hane­bü­chens­ten und arro­gan­tes­ten Schein­ar­gu­men­ten agiert, die man sich nur vor­stel­len kann.

Update: Der Antrag auf Rück­nah­me der Löschung wur­de mal eben abge­lehnt. Wie erwar­tet mit zwei­fel­haf­ten Begrün­dun­gen.

Doch die Inqui­si­to­ren der hei­li­gen Rele­vanz lie­ßen es dabei nicht bewen­den. Als nächs­tes wur­de der Ver­ei­ni­gung für Phan­tas­tik­au­toren und-Autorin­nen, PAN e.V., die Rele­vanz abge­spro­chen, und auch hier ein Lösch­an­trag gestellt.

An die­ser Stel­le muss man ein­fach mal ein­schie­ben, dass die für das The­men­ge­biet Phan­tas­tik Ver­ant­wort­li­chen (nament­lich bei­spiels­wei­se Rie­ger) ganz offen­sicht­lich kei­ner­lei Ahnung davon haben, was in Deutsch­land in Sachen Phan­tas­tik in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so pas­siert (ist). Sonst wüss­ten die zum einen, wel­che Bedeu­tung Klein­ver­la­ge für das Gen­re haben, und zum ande­ren, was genau PAN e.V. eigent­lich ist und wel­che Bedeu­tung die­ser zuge­ge­ben neue Ver­ein für die Phan­tas­tik in Deutsch­land hat. Nicht ganz zufäl­lig sind nam­haf­te deut­sche Autorin­nen und Autoren dort Mit­glied.

Somit ist Rele­vanz defi­ni­tiv gege­ben, eine Löschung macht über­haupt kei­nen Sinn, es gibt kei­ne schlüs­si­gen Argu­men­te dafür, denn selbst­ver­ständ­lich hat der Ver­ein für die Phan­tas­tik, für die Sze­ne und sogar für Außen­ste­hen­de Rele­vanz. Eben­so­we­nig wie dafür, Autorin­nen oder Autoren für eine Lis­te abzu­leh­nen, weil sie »nur« in Klein­ver­la­gen oder im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­licht haben. Aber dar­um geht es eigent­lich auch gar nicht.

Und damit kom­men wir zum Punkt:

Beim Lösch­an­trag PAN e.V. han­delt es sich mei­ner Ansicht nach in keins­ter Wei­se um eine Rele­vanz­dis­kus­si­on, son­dern auch hier um einen Rache­akt dafür, dass The­re­sa Han­nig das Ver­hal­ten der Wiki­pe­dia­ner in Sachen Nor­nen­netz öffent­lich gemacht hat. Und Öffent­lich­keit möch­ten die Inqui­si­to­ren selbst­ver­ständ­lich nicht, denn mit Öffent­lich­keit lässt es sich so schlecht mau­scheln. Da redet man dann davon, sie brin­ge »Twit­ter­bat­tail­lo­ne in Stel­lung« und wür­de »Socken­pup­pen akti­vie­ren« (mit Socken­pup­pen ken­nen die Wiki­pe­dia­ner sich aus, sie machen selbst Gebrauch von Mehr­fach­ac­counts, um gleich mehr­fach für oder gegen etwas stim­men zu kön­nen).

Wer das für eine Ver­schwö­rungs­theo­rie hält, kann schnell eines Bes­se­ren belehrt wer­den, denn die Miso­gy­nen geben das mit der Rache­ak­ti­on ganz offen zu:

Lasst euch das auf der Zun­ge zer­ge­hen: Die Ego­ma­nen füh­len sich mit ihren Rache­ak­tio­nen der­ma­ßen sicher, dass sie die ganz offen zuge­ben. Noch­mal ganz deut­lich: Der Lösch­an­trag für den Arti­kel zu PAN e.V. war ein Rache­akt dafür, dass The­re­sa Öffent­lich­keit für die Spiel­chen in Sachen Löschung der Sei­te zum Nor­nen­netz her­ge­stellt hat.

An der Stel­le weiß man eigent­lich alles, was man über die Machen­schaf­ten der miso­gy­nen Bur­schen­schaft­ler bei der deut­schen Wiki­pe­dia wis­sen muss: Man rot­tet sich offen­bar zusam­men, um gegen unlieb­sa­me Inhal­te oder Per­so­nen vor­zu­ge­hen (auch das ist nicht ohne Prä­ze­denz und scheint bei denen völ­lig nor­mal zu sein).

Übri­gens wer­den von Ver­ant­wort­li­chen bei der Wiki­pe­dia aus­führ­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die sich sach­lich und inhalt­lich umfang­reich mit der Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen ein­fach mal schnell als »Ser­mon« gelöscht:

Mit der Begrün­dung »fas­se Dich kurz«. Ange­sichts der aus­ufern­den Dis­kus­sio­nen in der deut­schen Wiki­pe­dia ist das mit kaf­ka­esk noch sehr freund­lich umschrie­ben. Tat­säch­lich wird hier deut­lich, dass es mit der angeb­li­chen Demo­kra­tie in der Wiki­pe­dia nicht weit her ist, wenn unlieb­sa­me Stim­men ein­fach mal als »zu lang« gelöscht wer­den kön­nen. Und man erkennt sofort, dass die angeb­li­che Demo­kra­tie eben nur vor­ge­scho­ben ist. Zum einen sieht man hier ein­deu­tig, wie uner­wünsch­te Stim­men uni­la­te­ral gelöscht wer­den. Zum ande­rem kann man anhand der Rele­vanz­kri­te­ri­en nicht ergeb­nis­of­fen dis­ku­tie­ren, solan­ge die Ver­ant­wort­li­chen Gum­mi­re­le­vanz­kri­te­ri­en ent­we­der zu ihren Guns­ten aus­le­gen, oder – wenn das nicht klappt – mal eben neue Rele­vanz­kri­te­ri­en dazu erfin­den, und wenn das immer noch nicht reicht, Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge als »zu lang« oder aus irgend­wel­chen ande­ren Grün­den unsicht­bar machen.

Und letzt­end­lich ist das alles ohne­hin nur eine Far­ce, wenn es offen­sicht­lich ganz nor­mal zu sein scheint, dass Lösch­an­trä­ge erstellt und von ande­ren Edi­to­ren und Admins (und anony­men Zweit- und Dritt­ac­counts) unter­stützt wer­den, bei denen völ­lig klar ist, dass es sich nur um Rache­ak­te han­delt.

Die Wiki­pe­dia ist DAS Nach­schla­ge­werk des 21. Jahr­hun­derts. Es hat alle klas­si­schen Lexi­ka auf die Knie gezwun­gen. Damit ent­steht aber eine kul­tu­rel­le Ver­ant­wor­tung, die man auch unter Berück­sich­ti­gung eines demo­kra­ti­schen Ansat­zes und Gedan­kens auf gar kei­nen Fall allein in die Hän­de von miso­gy­nen, ego­ma­ni­schen Pro­fil­neu­ro­ti­kern legen darf, wie es der­zeit der Fall ist.

Wer nicht in der Wiki­pe­dia steht, wird nicht gefun­den. Punkt. Es darf nicht sein, dass die­se Sicht­bar­keit allein von sol­chen Per­so­nen abhängt, die offen­bar völ­lig will­kür­lich agie­ren und auch mal schnell äußerst rele­van­te Arti­kel aus ver­letz­tem Ego und Rache zur Löschung vor­schla­gen. Oder die sich zusam­men­rot­ten, um Per­so­nen weg­zu­mob­ben.

Hier muss die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on drin­gend Kon­troll­me­cha­nis­men schaf­fen, die es ermög­li­chen, Admins und Edi­to­ren, die ihre Macht so ein­deu­tig miss­brau­chen, in ihre Schran­ken zu ver­wei­sen oder ihres Amtes zu ent­he­ben. Die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on in den USA hat soeben erst auf ein­drucks­vol­le Wei­se gezeigt, dass so etwas mög­lich ist. Es müs­sen unab­hän­gi­ge, neu­tra­le Instan­zen geschaf­fen wer­den, die dem Gemau­schel des Alt­her­ren­clubs ein Ende berei­ten und zur Not auch mal Admins oder Edi­to­ren mit einem geziel­ten Tritt aus der Türe schaf­fen und hin­ter ihnen abschlie­ßen.

Und die­se unsäg­li­chen Rele­vanz­kri­te­ri­en sind ohne­hin kom­plett für die Füße. Wenn auch nur eine ein­zel­ne Per­son irgend etwas in der deut­schen Wiki­pe­dia sucht und nicht fin­det, dann war Rele­vanz vor­han­den. Die Ver­ant­wort­li­chen tun so, als wür­de ihnen jedes ein­zel­ne Bit in der Daten­bank per­sön­lich weh tun. Dabei ist es heu­te so, dass Daten­bank- und Spei­cher­platz nahe­zu unbe­grenzt zur Ver­fü­gung ste­hen.

Die unsäg­li­chen Rele­vanz­dis­kus­sio­nen ver­grau­len an Mit­ar­beit Inter­es­sier­te bei der Wiki­pe­dia eben­so schnell, wie ego­ma­ni­sche Admins es tun. (Nicht nur bei) pop­kul­tu­rel­len The­men ist die deut­sche Wiki­pe­dia selbst inzwi­schen an der Gren­ze der Irrele­vanz, denn wo man in der eng­li­schen Aus­ga­be hau­fen­wei­se Sei­ten zu jedem Stein aus dem STAR WARS-Uni­ver­sum oder zu jedem okkul­ten Mar­vel-Super­hel­den, der genau ein­mal in Erschei­nung trat fin­det, wer­den sol­che Arti­kel in der deut­schen Aus­ga­be grund­sätz­lich wegen feh­len­der Rele­vanz weg­ge­boxt. War­um kann das in der Mut­ter­aus­ga­be Rele­vanz haben, in der deut­schen aber nicht? Weil das ein paar Wich­tig­tu­er so wol­len? Wenn die unsäg­li­chen Rele­vanz­kri­te­ri­en deut­lich gelo­ckert wür­den, hät­te das nur posi­ti­ve Effek­te: Rele­vanz­dis­kus­sio­nen fal­len eben­so weg wie Lösch­dis­kus­sio­nen. Es gäbe auch kein Pro­blem Inhal­te zu fin­den, denn um Wis­sen zu fin­den gibt es Kate­go­ri­en und Such­ma­schi­nen, egal wie viel von die­sem Wis­sen vor­han­den ist. Es gibt nicht »zu viel Wis­sen«.

Noch wich­ti­ger: Es wür­de gewis­sen Figu­ren die Mög­lich­keit neh­men, Deu­tungs­ho­hei­ten an sich zu rei­ßen. Denn dar­um geht es hier ganz grund­sätz­lich: Rie­ger und Co wol­len BESTIMMEN, was SF und Fan­ta­sy ist, wer genau SF- oder Fan­ta­sy-Autorin ist, wel­che Ver­ei­ni­gun­gen und Ver­ei­ne rele­vant sind und wer/welche nicht. Sie wol­len die Rea­li­tät nach ihrem Wil­len ver­bie­gen, denn nur was in der Wiki­pe­dia steht, ist heut­zu­ta­ge im Netz Rea­li­tät.

Las­sen wir das nicht wei­ter zu!

Und eben­falls wich­tig: Wiki­pe­dia wür­de end­lich zu einer Quel­le für Infor­ma­tio­nen zu Phan­tas­tik und Pop­kul­tur. Und das stän­di­ge Getue, Frau­en­the­men und Frau­en für irrele­vant zu erklä­ren hät­te dann eben­falls end­lich ein Ende (wenn es eine Lis­te weib­li­cher Por­no­dar­stel­ler gibt (gene­ri­sches Mas­ku­li­num!) war­um darf es dann kei­ne Lis­te von Autorin­nen geben?). Seit Jah­ren bis heu­te ist Wikipedia.de zu den The­men Phan­tas­tik und Pop­kul­tur nicht zu gebrau­chen, weil die Gott­kai­ser der Rele­vanz unter Zuhil­fe­nah­me von anony­men Zweit- und Dritt-Accounts alles löschen, was nicht in ihr fos­si­les Hin­ter­wäld­ler-Welt­bild und ihnen in den Kram passt.

Das kann so nicht wei­ter gehen!

Bit­te geht auf die oben ver­link­ten Dis­kus­si­ons­sei­ten und sagt dem Hau­fen, was ihr von ihm hal­tet. Bit­te stellt eure Spen­den für die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on ein und teilt ihnen mit, dass ihr erst wie­der spen­den wer­det, wenn die­ses Nest mau­scheln­der, miso­gy­ner, ego­ma­ni­scher Wich­tig­tu­er und Block­war­te end­lich aus­ge­ho­ben wur­de, oder wenn die Regeln so weit geän­dert wur­den, dass eine Mit­ar­beit abseits von Rache­löschun­gen wie­der Sinn macht. Man könn­te auch mal prü­fen (las­sen) ob das Ver­hal­ten der Dudes nicht mög­li­cher­wei­se gegen die Sat­zung von Wiki­me­dia Deutsch­land e.V. ver­stößt. Wenn sol­che Sat­zungs­ver­stö­ße ohne Reak­ti­on des Ver­eins immer wie­der hin­ge­nom­men wer­den, kann das den Ver­lust der Gemein­nüt­zig­keit bedeu­ten.

Die Ver­ant­wort­li­chen bei Wiki­me­dia Deutsch­land ver­ste­cken sich hin­ter Aus­sa­gen wie »man müs­se sich halt ein­brin­gen, wenn man etwas ändern will«. Doch wer das ver­sucht, schei­tert schnell an den orga­ni­sier­ten Bur­schen­schaf­ten und Mobs aus Gate­kee­pern. Des­we­gen sehe ich dar­in nur den bil­li­gen Ver­such der Ver­ant­wort­li­chen, sich eben aus die­ser Ver­ant­wor­tung zu steh­len.

Lasst die Wolf­gang Rie­gers der Wiki­pe­dia nicht wei­ter­hin dar­über bestim­men, wel­ches Wis­sen rele­vant ist!

Und macht das bit­te öffent­lich! Teilt Inhal­te zum The­ma! Macht Drit­te dar­auf auf­merk­sam, was bei der Wiki­pe­dia pas­siert und dass die­se kei­nes­wegs eine umfas­sen­de Wis­sens­samm­lung dar­stellt!

Aus­zug Sat­zung Wiki­me­dia Deutsch­land e.V.:

Zweck des Ver­eins ist es, die Erstel­lung, Samm­lung und Ver­brei­tung Frei­er Inhal­te (…) in selbst­lo­ser Tätig­keit zu för­dern, um die Chan­cen­gleich­heit beim Zugang zu Wis­sen und die Bil­dung zu för­dern.“

– Sat­zung Wiki­me­dia Deutsch­land§ 2 Zie­le und Auf­ga­ben, 26. Novem­ber 2016
Zu för­dern. Nicht zu ver­hin­dern.

Links:

Text dazu beim Ver­lag ohneoh­ren
Text bei The­re­sa Han­nig
Arti­kel 1 (Nor­nen­netz) bei Tho­mas Sebes­ta
Arti­kel 2 (PAN e.V.) bei Tho­mas Sebes­ta
Lösch­an­trag Nor­nen­netz
Lösch­prü­fung Nor­nen­netz
Lösch­an­trag PAN e.V.
Tele­po­lis über die Wiki­pe­dia und ihre Pro­ble­me
Netzpolitik.org über Mob­bing von Frau­en in der Wiki­pe­dia
SpOn über Frau­en bei der Wiki­pe­dia und deren Pro­ble­me
Und noch ein aktu­el­le­rer SpOn-Arti­kel zu dem The­ma

p.s.: Ich bin schon sehr gespannt, ob nach die­sem Text die ama­teur­haf­ten Hacking­ver­su­che auf die­ser Domain erneut signi­fi­kant zuneh­men, wie nach Ver­öf­fent­li­chung der letz­ten Arti­kel zum The­ma …

Update: Wei­te­re Links

Ste­fan Egeler: Ich war bei Wiki­pe­dia
Deut­sche Sci­ence Fic­tion: Wiki­pe­dia – frau­en­freie Zone?
Ein offe­ner Brief an Wiki­me­dia DE
Kon­tak­te bei Wiki­me­dia, denen man sagen kann, was man davon hält

STRANGER THINGS: HOPPER P.I.

STRANGER THINGS: HOPPER P.I.

Es hat inzwi­schen ver­mut­lich schon jeder gese­hen, aber falls nicht, zei­ge ich es hier vor­sichts­hal­ber doch noch­mal.

Ein Fan hat aus Sze­nen der drit­ten Staf­fel STRANGER THINGS ein Intro zur fik­ti­ven Fern­seh­se­rie HOPPER P.I. zusam­men­ge­schnit­ten. Wor­auf sich das bezieht kann sich jeder den­ken. Und das ist wirk­lich gran­di­os lie­be­voll und tref­fend gemacht.

In Staf­fel drei war in einer Sze­ne auf einem Fern­se­her im Hin­ter­grund die Serie MAGNUM (P.I.) zu sehen, das dürf­te die Inspi­ra­ti­on gewe­sen sein.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

Locus Award-Gewinner 2019

Locus Award-Gewinner 2019

Ges­tern wur­den im Rah­men des »Locus Awards Wee­kends« in Seat­tle die Preis­trä­ger der dies­jäh­ri­gen Locus Awards bekannt gege­ben. Dabei han­delt es sich um einen Publi­kums­preis, die Abstim­mung fin­det online statt.

Mal abge­se­hen von den Gewin­nern, die in der fol­gen­den Lis­te jeweils an ers­ter Stel­le ste­hen, kann man das im Prin­zip als Ein­kaufs­lis­te ver­wen­den.

Man beach­ten den Anteil an Preis­trä­ge­rin­nen. Dar­über könn­ten gewis­se Preis­ver­lei­her hier­zu­lan­de mal einen Moment nach­den­ken, eben­so wie gewis­se Wiki­pe­dia-Ver­wal­ter.

SCIENCE FICTION NOVEL

FANTASY NOVEL

HORROR NOVEL

YOUNG ADULT NOVEL

FIRST NOVEL

NOVELLA

NOVELETTE

SHORT STORY

ANTHOLOGY

  • WINNER: The Book of Magic, Gard­ner Dozois, ed. (Ban­tam; Har­per Voy­a­ger UK)

COLLECTION

MAGAZINE

  • WINNER: Tor.com
  • Ana­log
  • Asimov’s
  • Bene­ath Cea­seless Ski­es
  • Clar­kes­world
  • F&SF
  • Fire­si­de
  • Lightspeed
  • Stran­ge Hori­zons
  • Uncan­ny

PUBLISHER

  • WINNER: Tor
  • Angry Robot
  • Baen
  • DAW
  • Gol­lan­cz
  • Orbit
  • Saga
  • Small Beer
  • Sub­ter­ra­ne­an
  • Tach­yon

EDITOR

  • WINNER: Gard­ner Dozois
  • John Joseph Adams
  • Neil Clar­ke
  • Ellen Dat­low
  • C.C. Fin­lay
  • Jona­than Stra­han
  • Lyn­ne M. Tho­mas & Micha­el Dami­an Tho­mas
  • Ann & Jeff Van­der­Meer
  • Shei­la Wil­liams
  • Navah Wol­fe

ARTIST

  • WINNER: Charles Vess
  • Kinu­ko Y. Craft
  • Galen Dara
  • Julie Dil­lon
  • Leo & Dia­ne Dil­lon
  • Bob Eggle­ton
  • Vic­to Ngai
  • John Picacio
  • Shaun Tan
  • Micha­el Whel­an

NON-FICTION

ART BOOK

SPECIAL AWARD 2019: COMMUNITY OUTREACH & DEVELOPMENT

  • WINNER: Mary Anne Mohan­raj

Logo Locus Copy­right Locus SF Foun­da­ti­on dba Locus Publi­ca­ti­ons

Nebula Awards 2019: Die Gewinner

Nebula Awards 2019: Die Gewinner

Die Sci­ence Fic­tion and Fan­ta­sy Wri­ters of Ame­ri­ca haben ges­tern die Gewin­ner der dies­jäh­ri­gen Nebu­la Awards bekannt gege­ben.

Als bes­ter Roman wur­de Mary Robi­net­te Kow­als THE CALCULATING STARS aus­ge­zeich­net, der ers­te Band aus ihrer LADY ASTRO­NAUT-Serie. Dar­in geht es um eine par­al­le­le Erde in den 1950er Jah­ren, die von einem Meteo­ri­ten getrof­fen wur­de, wes­we­gen es zu einem Space Race kommt um ande­re Wel­ten zu kolo­ni­sie­ren – denn die Erde wird unbe­wohn­bar. Elma York, Women Air­force Ser­vice Pilot im zwei­ten Welt­krieg, arbei­tet mit ande­ren am Pro­gramm der Inter­na­tio­nal Aero­space Com­mis­si­on, einen Mann auf den Mond zu bekom­men. Doch irgend­wann fragt sie sich, war­um sie nicht – gegen alle Kon­ven­tio­nen – eben­falls Astro­naut wer­den kann.

Die voll­stän­di­ge Lis­te der Nomi­nier­ten und Gewin­ner im Fol­gen­den, die Gewin­ner sind fett mar­kiert.

Viel­leicht soll­ten gewis­se Wiki­pe­dia-Admins mal zur Kennt­nis neh­men, wie vie­le der mit dem Nebu­la Award 2019 Aus­ge­zeich­ne­ten Frau­en sind …

NOVEL

  • The Cal­cu­la­ting Stars by Mary Robi­net­te Kow­al (Tor)
  • The Pop­py War by R.F. Kuang (Har­per Voy­a­ger US; Har­per Voy­a­ger UK)
  • Black­fish City by Sam J. Mil­ler (Ecco; Orbit UK)
  • Spin­ning Sil­ver by Nao­mi Novik (Del Rey; Mac­mil­lan)
  • Witch­mark by C.L. Polk (Tor.com Publi­shing)
  • Trail of Light­ning by Rebec­ca Roan­hor­se (Saga)

NOVELLA

  • Fire Ant by Jona­than P. Bra­zee (Sem­per Fi)
  • The Black God’s Drums by P. Djèlí Clark (Tor.com Publi­shing)
  • The Tea Mas­ter and the Detec­tive by Ali­et­te de Bodard (Sub­ter­ra­ne­an)
  • Ali­ce Pay­ne Arri­ves by Kate Heart­field (Tor.com Publi­shing)
  • Gods, Mons­ters, and the Lucky Peach by Kel­ly Rob­son (Tor.com Publi­shing)
  • Arti­fi­ci­al Con­di­ti­on by Mar­tha Wells (Tor.com Publi­shing)

NOVELETTE

  • The Only Harm­less Gre­at Thing by Broo­ke Bolan­der (Tor.com Publi­shing)
  • The Last Ban­quet of Tem­po­ral Con­fec­tions by Tina Con­nol­ly (Tor.com July 11th, 2018)
  • An Agent of Uto­pia by Andy Dun­can (An Agent of Uto­pia)
  • The Sub­s­tan­ce of My Lives, the Acci­dents of Our Births by José Pablo Iri­ar­te (Lightspeed Jan. 2018)
  • The Rule of Three by Law­rence M. Schoen (Future Sci­ence Fic­tion Digest Dec. 2018)
  • Mes­sen­ger by Yud­han­ja­ya Wije­rat­ne and R.R. Vir­di (Expan­ding Uni­ver­se, Volu­me 4)

SHORT STORY

  • Inter­view for the End of the World” by Rhett C. Bru­no (Bridge Across the Stars)
  • The Secret Lives of the Nine Negro Teeth of Geor­ge Washing­ton” by Phen­der­son Djèlí Clark (Fire­si­de Feb. 2018)
  • Going Dark” by Richard Fox (Back­blast Area Clear)
  • And Yet” by A.T. Green­blatt (Uncan­ny March-April 2018)
  • A Witch’s Gui­de to Escape: A Prac­ti­cal Com­pen­di­um of Por­tal Fan­ta­sies” by Alix E. Har­row (Apex Feb. 6th, 2018)
  • The Court Magi­ci­an” by Sarah Pins­ker (Lightspeed Jan. 2018)

GAME WRITING

  • Black Mir­ror: Ban­ders­natch by Char­lie Broo­ker (House of Tomor­row & Net­flix)
  • The Road to Can­ter­bu­ry by Kate Heart­field (Choice of Games)
  • God of War by Matt Sophos, Richard Zan­gran­de Gau­bert, Cory Bar­log, Ori­on Wal­ker, and Adam Dolin (San­ta Moni­ca Stu­dio / Sony / Inter­ac­tive Enter­tain­ment)
  • Rent-A-Vice by Nata­lia Theo­do­ri­dou (Choice of Games)
  • The Mar­ti­an Job by M. Daru­sha Wehm (Choice of Games)

THE RAY BRADBURY AWARD FOR OUTSTANDING DRAMATIC PRESENTATION

  • The Good Place: “Jere­my Bea­ri­my,” writ­ten by Megan Amram
  • Black Pan­ther, writ­ten by Ryan Coog­ler and Joe Robert Cole
  • A Quiet Place, screen­play by John Krasin­ski, Bryan Woods, and Scott Beck
  • Spi­der-Man: Into the Spi­der-Ver­se, screen­play by Phil Lord and Rod­ney Roth­man
  • Dir­ty Com­pu­ter, writ­ten by Janel­le Monáe and Chuck Light­ning
  • Sor­ry to Bother You, writ­ten by Boots Riley

THE ANDRE NORTON AWARD FOR OUTSTANDING YOUNG ADULT SCIENCE FICTION OR FANTASY BOOK

  • Child­ren of Blood and Bone by Tomi Adey­e­mi (Hen­ry Holt; Mac­mil­lan)
  • Aru Shah and the End of Time by Ros­ha­ni Chok­shi (Rick Rior­dan Pres­ents)
  • A Light in the Dark by A.K. DuB­off (BDL)
  • Tess of the Road by Rachel Hart­man (Ran­dom House)
  • Dread Nati­on by Jus­ti­na Ire­land (Bal­zer + Bray)
  • Peas­p­rout Chen, Future Legend of Skate and Sword by Hen­ry Lien (Hen­ry Holt)
Logo Nebu­la Awards Copy­right SFWA