Bandits Editorial: DUNE

Bandits Editorial: DUNE

Bun­des­start 15.09.2021

Es dau­ert zir­ka drei Minu­ten. Nach einer kur­zen Ein­füh­rung über die His­to­rie des Wüs­ten­pla­ne­ten Arra­kis erscheint der Schrift­zug DUNE. Mit dem Zusatz »Part One«. Denis Ville­neu­ves schon im Vor­feld als Meis­ter­werk geprie­se­ne Adap­ti­on ent­puppt sich als zwei­ein­halb­stün­di­ge Mogel­pa­ckung. Hät­te man es wis­sen kön­nen? Selbst­ver­ständ­lich. Hät­te man es wis­sen müs­sen? Auf kei­nen Fall. Dem durch­schnitt­li­chen Ticket-Preis nach gerech­net, haben an den zwei Start­ta­gen welt­weit unge­fähr 840.000 Zuschau­er DUNE gese­hen. Die Fra­ge sei gestat­tet, wie vie­le die­ser Men­schen Nach­rich­ten aus dem Film­ge­schäft ver­fol­gen, regel­mä­ßig das Feuil­le­ton lesen, oder sich inten­siv mit einem zum Besuch anste­hen­den Film aus­ein­an­der­set­zen. Es geht hier nicht dar­um, mit wel­chen Emp­fin­dun­gen das Kino am Ende ver­las­sen wird, son­dern das Gefühl, wel­ches einen beschleicht, wenn der Film beginnt.

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SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS

SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS

SHANG CHI – Deutsch­land­start am 09.09.2021

Man muss sich schon wun­dern, wie Mar­vel es schafft, sei­nem Cine­ma­tic Uni­ver­se immer wie­der neue Facet­ten abzu­ge­win­nen und das in einer Wei­se, dass es ein­fach nie lang­wei­lig wird. Erst kürz­lich misch­ten sie mit WANDAVISION, THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER und nicht zuletzt LOKI die Fern­seh- oder viel­mehr Strea­ming­land­schaft auf, nach­dem sie das­sel­be zuvor mit dem Kino getan hat­ten. Und die Aus­flü­ge auf den klei­nen Bild­schirm waren nicht weni­ger erfolg­reich als die Kino­fil­me und führ­ten zu teils hef­ti­gen Erup­tio­nen im Web, als die Fans ver­such­ten sich dar­in zu über­tref­fen, die meis­ten Oster­ei­er zu fin­den und das Gese­he­ne zu inter­pre­tie­ren oder in Zusam­men­hang mit irgend­wel­chen Comics zu brin­gen. Zuletzt erwei­ter­ten sie das MCU sogar noch in eine Animationsserie.

Mit SHANG-CHI star­tet die nächs­te Pha­se des MCU nun ernst­haft. SPIDER-MAN: FAR FROM HOME war eigent­lich noch ein Nach­ge­plän­kel von ENDGAME und BLACK WIDOW hät­te zum einen bereits im ver­gan­ge­nen Jahr kom­men sol­len und war zudem eine (drin­gend not­wen­di­ge) Rück­schau auf den Cha­rak­ter. SHANG-CHI stellt nicht nur einen neu­en Hel­den vor, ab jetzt geht es wie­der rund. Als nächs­tes ste­hen die ETERNALS an und im Dezem­ber tref­fen wir dann erneut auf SPIDER-MAN (und DOCTOR STRANGE in SPIDER-MAN: NO WAY HOME).

Wie schlägt sich SHANG-CHI denn so, hier holt Mar­vel ja mal wie­der einen sei­ner eigent­lich obsku­re­ren Hel­den aus der Mottenkiste?

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Bandit bespricht: FREE GUY

Bandit bespricht: FREE GUY

FREE GUY – Bun­des­start 12.08.2021

»Es ist ein Film, der sei­ne Erzäh­lung von vor­ne bis hin­ten auf Stan­dard­ele­men­ten auf­baut«, ist das Schlech­tes­te was man über FREE GUY sagen kann. Was man unter ande­rem Gutes sagen kann, dass kaum einem auf­fällt, wie hier ein Ver­satz­stück nach dem ande­ren aus­ge­lo­tet ist und genutzt wird. FREE GUY ist wie ein auf­ge­bla­se­ner Bal­lon, bei dem man ein­fach das Mund­stück los­lässt. Man weiß was pas­sie­ren wird, aber man weiß nie, wie es pas­sie­ren wird. Auf alle Fäl­le ist es ein irrer, wir­rer Flug der unbe­re­chen­bar bleibt. Und da kann das Wis­sen um all die bekann­ten Sto­ry-Ele­men­te sogar für ordent­li­che Ver­wir­rung sor­gen. Wir ler­nen unse­ren Kum­pel (um vor­erst noch deutsch zu blei­ben) so ken­nen, wie er sich selbst wahr­nimmt: Ein son­ni­ger Kerl, der tut was er tun soll und es gut fin­det, weil es sei­ne Bestim­mung ist. Hell­blau­es Kurz­arm­hemd, beige Hose, unbe­ein­druckt von dem, was um ihn her­um pas­siert, weil es eben so pas­sie­ren soll. Es ist die moder­ne Fas­sung von Tru­man Bur­bank, der der­einst iso­liert in einem gigan­ti­schen Fern­seh­stu­dio auf­ge­wach­sen ist und dort sein Leben verbrachte.

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Grandios: FREE GUY

Grandios: FREE GUY

FREE GUY – Deutsch­land­start 12. August 2021

Wenn ich Trai­ler betrach­te, habe ich manch­mal Sor­gen, ob der Film das hal­ten kann, was der Vor­gu­cker ver­spricht. Des­we­gen ging ich mit ziem­lich gemisch­ten Gefüh­len in FREE GUY, denn die Trai­ler sahen zum ers­ten äußerst viel­ver­spre­chend aus und zum zwei­ten bin ich the­ma­tisch ver­mut­lich die Kern­ziel­grup­pe. Dazu noch Ryan Rey­nolds. Was kann da schon schief gehen?

Eine Men­ge – und des­we­gen hat­te ich mich zwar sehr auf den Start gefreut (umso mehr, weil er sich dank Coro­na um ein Jahr ver­spä­tet hat), aber auch arge Beden­ken, ob der Film das hal­ten kann, was die Ankün­di­gun­gen versprachen.

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Bandit bespricht: THE SUICIDE SQUAD

Bandit bespricht: THE SUICIDE SQUAD

THE SUICIDE SQUAD – Bun­des­start 05.08.2021

Die Älte­ren unter uns wer­den sich noch erin­nern, wie wir geschluchzt und geheult haben, als Tri­ni Lopez in DAS DRECKIGE DUTZEND für die Mis­si­on sein Leben ließ. Die­ses dre­cki­ge Dut­zend war ein Him­mel­fahrts­kom­man­do. James Gunn gönnt uns die­se Zeit zum Heu­len und Schluch­zen nicht. Jeden­falls nach den ers­ten acht Minu­ten nicht mehr, denn vor­her lässt er ein Mit­glied sei­ner eige­nen Selbst­mord­bri­ga­de drauf gehen. Aus­ge­rech­net den Cha­rak­ter, mit dem man uns täusch­te, er wür­de den Film über den meis­ten Spaß berei­ten. Wir sind ent­setzt und wir wis­sen Bescheid: James Gunn nimmt kei­ne Gefan­ge­nen. Noch ein paar Minu­ten frü­her muss­te schon ein ande­res pos­sier­li­ches Tier­chen ster­ben. Für des­sen Tod wer­den wir Zuschau­er spä­ter auf absur­de Wei­se Genug­tu­ung erfah­ren. Es ist ein gro­tes­kes Gewit­ter an Gefüh­len und kine­ma­to­gra­fi­schem Over­kill. Und dies alles schon bevor über­haupt der Film­ti­tel auf der Lein­wand leuchtet.

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Camp as camp can: THE SUICIDE SQUAD

Camp as camp can: THE SUICIDE SQUAD

THE SUICIDE SQUAD – Deutsch­land­start 05.08.2021

Mal ernst­haft, James Gunn, das hat­te ich noch nie. Ich kom­me aus dem Kino und den­ke mir spon­tan: Ich habe kei­ne Ahnung, wie ich das bespre­chen soll. Denn die 2021er Ver­si­on von THE SUICIDE SQUAD (dem Film aus 2016 fehlt das »The«) ist so der­ma­ßen skur­ril und absurd, dass man kaum weiß, wo man anfan­gen soll. Und auch nicht wo man auf­hö­ren soll, ohne zu spoilern.

Eins kann man aber ein­deu­tig sagen: THE SUICIDE SQUAD ist eine der­art unver­schäm­te Anein­an­der­rei­hung von nur halb­gar durch eine Art roten Fadens zusam­men­ge­hal­te­nen Sze­nen, dass es rei­ne rei­ne Freu­de ist.

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Bandit bespricht: MONSTER HUNTER

Bandit bespricht: MONSTER HUNTER

MONSTER HUNTER – Bun­des­start 08.07.2021

Mil­la Jovo­vich und Tony Jaa im kör­per­li­chen Zwei­kampf könn­te man schon als iro­ni­sches Spek­ta­kel betrach­ten. Aber Paul Wil­liam Scott Ander­son, nicht Tho­mas, insze­niert das mit so einer ver­bis­se­nen Ernst­haf­tig­keit, dass kein Raum bleibt für humor­vol­le Ansät­ze. Und es bleibt kein Raum, die­se Sze­ne schön zu reden. Jovo­vich kann sich ledig­lich über Schnitt und nahe Ein­stel­lun­gen über die Sequenz ret­ten. Was die Fra­ge auf­wirft, wozu eine Kampf-Iko­ne wie Jaa über­haupt enga­giert wird? Zu die­sem Zeit­punkt hat Ander­son sei­nen Film längst in den zwei­ten Akt gebracht, und der erwar­tungs­vol­le Zuschau­er hat ohne­hin längst ver­stan­den, dass es für die­se fil­mi­sche Mise­re kaum noch Hoff­nung geben wird.

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BLACK WIDOW – Du bist so eine Poserin!

BLACK WIDOW – Du bist so eine Poserin!

Deutsch­land­start 08.07.2021 im Kino und auf Disney+

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten. Aber nix Schlim­mes. Ehrlich.

Über ein Jahr­zehnt hat Mar­vel uns mit Spiel­fil­men aus dem Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se (Per­so­nen mit sprach­li­chen Platz­pro­ble­men nen­nen es das »MCU«) ver­sorgt und eine cine­as­ti­sche Groß­tat geschaf­fen: ein Hau­fen Fil­me um ver­schie­de­ne Cha­rak­te­re, die alle mit­ein­an­der ver­knüpft sind und am Ende in eine epi­sche Duo­lo­gie mün­den (Comic­fans sind weni­ger über­rascht, denn genau das tut Mar­vel in den Hef­ten seit Jahrzehnten).

Die meis­ten der männ­li­chen Hel­den beka­men einen Ori­gin-Film, nur die ein­zi­ge Frau, die von Anfang an Mit­glied der Aven­gers war, bekam den nicht. Und das war ein Versäumnis.

Mit BLACK WIDOW möch­te Mar­vel das nach­ho­len. Und das ist auch gelun­gen, man hat nur die gan­ze Zeit den Ein­druck: Es kommt viel zu spät – und ich mei­ne damit nicht die über ein­jäh­ri­ge Ver­zö­ge­rung durch die ver­damm­te Pandemie.

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Bandit bespricht: ARMY OF THE DEAD

Bandit bespricht: ARMY OF THE DEAD

Net­flix seit 21.05.2021

Die Iro­nie ist nicht von der Hand zu wei­sen: Zack Sny­der lehn­te 2004 das Ange­bot ab, ARMY OF THE DEAD als sein Spiel­film­de­but zu insze­nie­ren. Er über­nahm die Regie des Remakes von DAWN OF THE DEAD. In Hol­ly­wood sind Pro­jek­te gedul­dig. Und es hat den Anschein, dass es selbst von allen Sei­ten betrach­tet für ARMY OF THE DEAD nur von Vor­teil war. Nach eini­gen geschei­ter­ten Ver­su­chen nahm nach 15 Jah­ren end­lich Net­flix Geld in die Hand.
Was ist für einen Künst­ler ver­lo­cken­der, als die abso­lu­te Selbst­be­stim­mung bei einer Pro­duk­ti­on? Man darf Net­flix durch­aus vor­wer­fen, dass bei ihren Eigen­pro­duk­tio­nen die Quan­ti­tät weit vor der Qua­li­tät steht. Das ist ver­ständ­lich, das ist wirt­schaft­lich nach­voll­zieh­bar – und bei ARMY OF THE DEAD ist es schlicht­weg not­wen­dig gewesen.

Eine bunt gewür­fel­te Söld­ner­trup­pe wird ange­heu­ert, in Las Vegas 200 Mil­lio­nen Dol­lar aus einem Casi­no-Safe zu holen. Es gibt zwei Pro­ble­me: Eine rie­si­ge Hor­de von Unto­ten über­füllt das her­me­tisch abge­rie­gel­te Spie­ler­pa­ra­dies. Und die Regie­rung wird in nur weni­gen Stun­den die Stadt der leben­den Toten mit einem Nukle­ar­spreng­kopf auslöschen.

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Bandit bespricht: MORTAL KOMBAT

Bandit bespricht: MORTAL KOMBAT

MORTAL KOMBAT
Ama­zon Prime ab 13.05.2021 – ab 22.07.2021 auf DVD & Blu-ray

Neun töd­li­che Tur­nie­re haben die Mar­ti­al Arts-Kämp­fer der Außen­welt bereits gegen das mensch­li­che Erden­reich gewon­nen. Mit dem Sieg des zehn­ten Tur­niers, wür­de die irdi­sche Welt an das Reich der Außer­welt­li­chen fal­len. Um die­sem Sieg etwas nach­zu­hel­fen, lässt der Kai­ser von Out­world schon ein­mal im Vor­feld die Cham­pions des Erden­reichs eli­mi­nie­ren. Aber Lord Rai­den, als Beschüt­zer des irdi­schen Rei­ches, hat schon nah­kampf­erfah­re­nen Nach­wuchs in der Reser­ve. Und wie der spek­ta­ku­lä­re, gleich­zei­tig viel­ver­spre­chen­de, Pro­log zeigt, hat Regie­de­bü­tant Simon McQuo­id sei­ne Haus­auf­ga­ben gemacht, um von den Freun­den der gepfleg­ten Prü­ge­lei gute Noten zu bekommen.

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Bandit bespricht: SHADOW IN THE CLOUD

Bandit bespricht: SHADOW IN THE CLOUD

SHADOW IN THE CLOUD – Ama­zon Prime / DVD-BluRay

Das mit dem Hören­sa­gen ist immer so ein Ding. Aber in der Film­in­dus­trie will man sich in der Hin­sicht seit gerau­mer Zeit auf nichts mehr ein­las­sen und so nahm man Max Lan­dis nach Miss­brauchs­vor­wür­fen das Dreh­buch zu SHADOW ganz schnell weg. So geschah es auch mit sei­nem Pro­du­zen­ten-Sta­tus, angeb­lich von Co-Pro­du­zen­tin Moretz initi­iert. Hören­sa­gen. Max Lan­dis war raus. Fakt. Schon wäh­rend des gan­zen Pro­ze­de­re begann Regis­seu­rin Rose­an­ne Liang mit hef­ti­gen Über­ar­bei­tun­gen. So dass die eine Par­tei am Ende stolz ver­kün­de­te, Lan­dis‘ Spu­ren aus dem Buch getilgt zu haben und die Oppo­si­ti­on stolz behaup­tet 95% sei­nes Dreh­buchs auf der Lein­wand gese­hen zu haben. Man kennt sowas und es wäre auch voll­kom­men irrele­vant, weil sich jede Sei­te ihre Ver­si­on schön redet. Wich­tig wäre es aller­dings für Film­fe­ti­schis­ten und Hob­by-Wis­sen­schaft­ler, um Lösungs­an­sät­ze zu fin­den, wie es über­haupt zu so einem Dreh­buch kom­men konnte.

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Bandit bespricht: GODZILLA VS. KONG

Bandit bespricht: GODZILLA VS. KONG

GODZILLA VS. KONG – HBO­max – Bun­des­start unbekannt

Es ist trau­rig, wenn man gleich in den ers­ten Minu­ten sieht, wie fan­tas­tisch die­ser Film auf der gro­ßen Lein­wand aus­se­hen wür­de. Mit der klei­nen Ein­schrän­kung über das, was in die­ser Zeit pas­siert. Man erwar­tet tat­säch­lich, der König von Skull Island wür­de sich gleich an einen Baum erleich­tern. Wäre das nicht das übli­che Ritu­al wäh­rend der Mor­gen­toi­let­te? Viel­leicht war es Regis­seur Adam Win­gards Ein­ga­be, um etwas Humor nach­zu­ho­len, wel­cher zumin­dest bei den zwei GOD­ZIL­LA-Vor­gän­gern stark ver­misst wur­de. Aber Eric Pear­sons und Max Boren­steins Dreh­buch unter der Regie von Win­gard ver­liert sich zu kei­nem Zeit­punkt in alber­nen Kalau­ern, die dem strin­gen­ten Hand­lungs­ver­lauf ent­ge­gen ste­hen wür­den. Sie blei­ben kon­zen­triert auf der Erwar­tungs­hal­tung und wer­den die­ser gerecht. Und dem wird wie­der­um ein Heim­ki­no-Bea­mer ein­fach nicht gerecht.

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