TSUKUYUMI – FULL MOON DOWN – Weltuntergang mal anders

TSUKUYUMI – FULL MOON DOWN – Weltuntergang mal anders

Der Mond ist auf die Erde gestürzt. Weite Teile der Erde sind vollständig zerstört, der Pazifik ist vollständig verdampft, die Menschheit ist annähernd ausgestorben. Was könnte schlimmer sein? Nun, vielleicht dass sich herausgestellt hat dass im inneren des Mondes der gigantische Drache Tsukuyumi gefangen war. Durch den Aufprall ist dieses Gefängnis beschädigt worden und der übernatürliche Einfluss der mythischen Gottheit im Inneren wirkt sich bereits auf die verbliebenen Lebewesen aus. Wildschweine werden intelligent und beanspruchen Land für sich, um es nach ihren Vorstellungen zu Formen, riesige Insektenschwärme laben sich an Unmengen von toten Meerestieren und entwickeln dabei eine Schwarmintelligenz, längst vergessene Drachen spüren das Erwachen ihres Meisters und kehren an die Erdoberfläche zurück. Mittendrin ein paar wenige Überlebende eines havarierten Flugzeugträgers, vielleicht die letzte Hoffnung der Menschheit?

weiterlesen →

TSUKUYUMI – Das Ende des Drachentöters

TSUKUYUMI – Das Ende des Drachentöters

Endlich ist es so weit. Strom erweckt die Relais zu summendem Leben. Jahrhunderte im Schlaf und dennoch sofort einsatzbereit, erheben sich die Kampfanzüge der Kampfgruppe drei. Sicherheitsabspannungen lösen sich wie Nabelschnüre und ohne weitere Vorbereitungen schreiten die Streiter zur Tat. Dafür sind sie gemacht, die Zeit ist da, der Mond ist gefallen. Der Drache erwacht erneut.

Drachentöter geht als erster, gefolgt von Freischütz. Sie sind nahe des Kraters gelandet und die Luft ist voller Staub und Miasmen. Die Oni sind nahe. Drachentöter spürt das. Marduk fliegt über sie hinweg. “Aktivität im Westen, Schwarmbewegungen”, hört Drachentöter die Stimme seines Spähers. “Im Norden eine Rotte im Aufbau, kaum Bewegungen. Nordwestlich noch unbestimmbare Aktivität.”

weiterlesen →

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Aufgrund der aktuellen Diskussionen um den Deutschen Phantastik-Preis habe ich mir einige Gedanken darum gemacht, wie denn die Ausrichtung eines solchen Preises aussehen könnte, und wie die Rahmenbedingungen sein müssten, damit Streit und Kontroversen minimiert werden und die Ausrichtung fair ist. Das sind an dieser Stelle – wie gesagt – erst einmal nur Ideen und Gedanken, die in konkreter Durchführung sicherlich noch optimiert werden können.

Worüber man sich bei jedem reinen Publikumspreis im Klaren sein muss: Es wird immer der- oder diejenige gewinnen, der oder die die meisten Fans aktivieren kann. Das ist so, und das ist auch durchaus nichts Schlimmes oder Negatives, und bei einem Publikumspreis immanent. Das macht deswegen nicht, weil man ohnehin nicht feststellen kann, ob irgendein Werk “das Beste” ist, denn eine qualitative Bewertung liegt immer im Auge des Betrachters.

Es sollte sich meiner Ansicht nach übrigens nicht um einen “deutschen” Preis handeln, sondern um einen, der deutschsprachige Werke auszeichnet, diese könnten selbstverständlich auch beispielsweise aus der Schweiz, Österreich oder Burkina Faso stammen. Der Name des Preises sollte das reflektieren.

weiterlesen →

Eine subjektive Betrachtung: Die komische Con in Dortmund – Flop oder Top?

Eine subjektive Betrachtung: Die komische Con in Dortmund – Flop oder Top?

komischercon

Dieser Bericht bezieht sich auf die Teilnahme an der Veranstaltung als Aussteller.

Die erste ComicCon in Dortmund im Dezember 2015 war furchtbar. Zu klein, zu schlecht organisiert und chaotisch. Ich habe sie damals als Besucher mit Presseausweis wahrgenommen und war enttäuscht. Hätte ich regulär bezahlt, wäre ich ziemlich sauer gewesen.

Aber als Aussteller wollte ich der Sache noch einmal eine Chance geben, man lernt ja manchmal aus Fehlern, dachte ich, und hoffte, dass das auch für den Veranstalter gelten würde. Aber weit gefehlt.

weiterlesen →

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

Doctor Strange

Vorsicht, die Besprechung könnte nicht ganz spoilerfrei sein, andererseits … die Story ist ja nun nicht gerade überraschend.

Ich mag den Film. Ich grüble aber schon seit ich ihn sah, warum ich nicht juble. Ich bin eine Cumberbitch und liebe die Marvel Filme. Ich sollte eigentlich hin- und weggerissen sein, aber ich komm nicht drauf, warum ich das nicht bin.

weiterlesen →

ARLO & SPOT

ARLO & SPOT

Poster Arlo & SpotTHE GOOD DINOSAUR – Bundesstart 26.11.2015

Vor 65 Millionen Jahren war da dieser Meteorit. Der hatte eine Aufgabe, die er in diesem Film ordentlich vermasselt. Er fliegt an der Erde vorbei, was die Dinosaurier nur mit einem halbherzigen Blick wahrnehmen. Die Evolution kann ungestört weitergehen. Und das ist doch eine wunderbare Geschichte, gerade für einen Film von Pixar. Eine echte Herausforderung. Die Herausforderung wurde zu einer der wohl leidgeprüftesten Produktionen aus dem Studio, das mit TOY STORY oder OBEN Filmgeschichte schrieb. Sechs Jahre war ARLO & SPOT in Produktion. Der Regisseur musste ausgewechselt werden. Das Drehbuch erfuhr immer wieder Überarbeitungen. Am Ende wurde sogar noch einmal das ganze Konzept überarbeitet. Und gerade in dieser Zeit gab es eine dramatische Umstrukturierung im eigenen Haus. ARLO & SPOT war ein geprügeltes Kind. Was man leider auch merkt.

weiterlesen →

Erik Schreiber auf der FaRK 2015

Erik Schreiber auf der FaRK 2015

fark2015

Erik Schreiber hat die FaRK 2015 besucht und PhantaNews freundlicherweise diesen Bericht zur Verfügung gestellt. Anm. d. Red.

Auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Reden / Schiffweiler (Saarland) fand dieses Jahr zum dritten mal die FaRK-Messe statt. Die FaRK ist eine Veranstaltung rund um die Themen SciFi, Steampunk, Cosplay, Fantasy, LARP und Endzeit. Und scheinbar werden es jedes Mal mehr Besucher. Hieß es zuerst, es waren 10000 auf der ersten, 20000 auf der zweiten und nun 30000 auf der dritten FaRK, so werden es auf der zehnten wohl eine Million. Das heißt, das komplette Saarland und darüber hinaus. Ich befand zum ersten Mal dort und war beeindruckt. Auf 20000 Quadratmetern fanden sich nicht nur die üblichen Verdächtigen von anderen Cons, die ich ebenfalls besuchte, sondern ich sah auch viele neue Gesichter auf dem riesigen Gelände.

weiterlesen →

Interview mit Olivia Vieweg – “Ich mag es, wenn ein kleiner übernatürlicher Touch dabei ist”

Interview mit Olivia Vieweg – “Ich mag es, wenn ein kleiner übernatürlicher Touch dabei ist”

Olivia ViewegDie Comic-Zeichnerin Olivia Vieweg hat in ihren Geschichten die Zombies nach Thüringen geholt und den Horror in ein Dorf im Harz. Sie mag STAR WARS und STAR TREK gleichermaßen – würde aber Leonard “Bones” McCoy und Spock niemals für Luke Skywalker im Stich lassen. Sie ist Fan der Band Subway to Sally, über die sie zwei Storybooks herausgebracht hat. Ihre ersten Gehversuche hat sie im Manga-Stil unternommen, mittlerweile arbeitet sie als Illustratorin, bringt Comic-Anthologien heraus und zeichnet regelmäßig Comic-Novels. Fast allen Novels mischt sie ein phantastisches Element bei, mal stärker und mal schwächer dosiert. Gerade ist ihr neuestes Werk SCHWERE SEE, MEIN HERZ erschienen, das sie zum ersten Mal in den maritimen Bereich verschlägt.
Olivia Vieweg hat ein Comic-Stipendium des Ehapa Verlags erhalten und wurde mit dem “Sonderpreis der Jury” des ICOM Independent Comic Preises ausgezeichnet. Auf ihren aktuellen Erfolg ist sie zu recht ganz besonders stolz: Sie hat den Tankred-Dorst-Drehbuchpreis für die Drehbuch-Adaption ihres Zombie-Comics ENDZEIT erhalten!

Obwohl sie ständig auf Achse ist und erst kürzlich in Japan war, stand Olivia Vieweg freundlicherweise für ein ausführliches Interview zur Verfügung.

weiterlesen →

DIE BOXTROLLS in 3D

DIE BOXTROLLS in 3D

boxtrolls00

THE BOXTROLLS – Bundesstart 23.10.2014

Da gibt es die Bewohner mit den roten Hüten, die träumen von einem Leben wie dem der Bewohner mit den weißen Hüten. Und unter der Stadt wohnen die, die Angst vor den roten und den weißen Hüten haben. Gesehen hat sie noch niemand, aber gefürchtet sind sie. Monster. Furchterregende Monster, die Kindern das Gesicht wegfressen. Archibald Snatcher ist gewöhnlicher Bewohner, mit rotem Hut. Doch er kann Lord Portley-Rind, dem Stadtoberhaupt mit weißem Hut, das Versprechen abringen, ebenfalls im Hut befördert zu werden, wenn die grausamen Monster alle bekämpft und besiegt sind. Und so beginnt eine monatelange Hatz gegen die als Boxtrolle bekannten Bestien. In den unzugänglichen Katakomben unter Stadt hausen sie, sammeln Nachts den Müll von der Straßen, und nutzen diesen sinnvoll in ihrer kleinen Welt. Natürlich sind die Boxtrolls alles andere, als die ums sie gesponnenen Geschichten. Aber Archibald Snatcher hat ein Ziel, und so dezimieren sich auf ungerechtfertigte Weise, nach und nach die Schachteln mit Innenleben, die in Variationen an Frankensteins Monster erinnern. Sie heißen Fisch, oder Schuh, Zerbrechlich oder Süßigkeiten. Je nachdem in was für eine Verpackung sie gekleidet sind. Und mitten unter ihnen, reift Eggs zu einem Jungen heran. Ein Menschenkind, in einen Eierkarton gekleidet, der deswegen Eggs heißt, weil das deutsche “Eier” ein furchtbar blöder Name wäre.

weiterlesen →

Susanne Gerdom – QUEEN OF CLOUDS

Susanne Gerdom – QUEEN OF CLOUDS

Cover Queen Of CloudsIch lese ja eine Menge englischsprachige Phantastik, weil die deutschsprachigen Autoren mich irgendwann angefangen haben zu langweilen. In den letzten Jahren ist die Situation insbesondere bei den großen Publikumsverlagen noch prekärer geworden, weil die zum einen gern Schubladen bedienen möchten und Angst vor Neuem haben und zum anderen, weil man verzweifelt versucht, dadurch Geld zu machen, dass man Epigonen erfolgreicher Stoffe wie Potter oder Twilight auf den Markt zu pumpen versucht. In letzter Zeit finde ich aber wieder vermehrt interessantes Zeug – und zumeist nicht ganz unerwartet abseits der Publikumsverlage – oder als Jugendbuch.

Ich habe bisher drei Bücher von Susanne Gerdom gelesen. Das bei bloomoon erschienene QUEEN OF CLOUDS war das Letzte. Ich verrate schon Mal vorab: Wenn ich Zeit habe, lese ich mehr von ihr, denn bisher war alles mehr als überzeugend. Bei der Backlist müsste ich dann wohl mal ein Sabbatjahr einlegen …

weiterlesen →

Ein Plädoyer für ein unterschätztes Juwel: SAPHIRBLAU

Ein Plädoyer für ein unterschätztes Juwel: SAPHIRBLAU

Poster SaphirbauEs ist ein Jammer. Da gibt es genügend Science Fiction- und Fantasy-Fans in Deutschland, die es leid sind, immer nur von RAUMPATROUILLE ORION und der UNENDLICHEN GESCHICHTE zu lesen, wenn Massenmedien über deutsche Genre-Produktionen schreiben. Man sieht sich amerikanische Science-Fiction-Filme an, guckt neidisch auf den Briten DOCTOR WHO und bedauert, dass Deutschland eine wahre Diaspora der Fantasy ist. Und dann kommen da zwei enthusiastische Filmemacher, wagen die Verfilmung einer Fantasy-Trilogie, einer durchgehenden Zeitreise-Geschichte, erzählt über drei Filme, setzen mit vergleichsweise bescheidenem Budget aktuell den zweiten Film in die Kinolandschaft, und nur ein Bruchteil des SF- und Fantasy-Publikums nimmt davon Notiz. Der zweite Film erhält von der Filmbewertungsstelle das Prädikat “wertvoll”, etliche Rezensionen loben ihn, aber oft genug werden die Macher als bloße Nachahmer der Twilight- und Hunger-Games-Trilogien beschimpft. Warum erkennen so wenige, wie mit wie viel Herzblut und Professionalismus Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde, Drehbuchautoren und Regisseure von RUBINROT und SAPHIRBLAU, um die es in diesem Artikel geht, an ihren Filmen gearbeitet haben? Warum müssen sie um jeden einzelnen Besucher kämpfen?

weiterlesen →

LEGO, hier ist alles super

LEGO, hier ist alles super

lego00

THE LEGO MOVIE – Bundesstart 10.04.2014

Das Mantra über die Wertschätzung von Spielsachen ist ja hinlänglich bekannt. Als TOY STORY 1996 in die Kinos kam, revolutionierte er die metaphysischen Strukturen des Familienfilms. Nicht nur eine in der Erzählung greifbare Geschichte wollte vermittelt werden, sondern durch einen komplexeren Überbau auch vielschichtiger auf sein Publikum einwirken. Bleibt die TOY-STORY-Trilogie inhaltlich die dominierende Animationsreihe, nähert sich THE LEGO MOVIE in seiner Komplexität deren Genialität durchaus an. Dabei folgt die Geschichte allerdings einer ganz anderen Erzählstruktur und entzieht sich somit weiteren Vergleichen mit TOY STORY.
Über den Inhalt darf man eigentlich keine Worte verlieren, weil das Kinoerlebnis darunter stark leiden würde. Emmet ist der normalste aller Bauarbeiter unter den Minifiguren in Bricksburgh, so normal und angepasst, dass er nicht einmal seinen Kollegen wirklich auffällt. Emmet ist immer fröhlich und vollbringt sein Leben, wie man es von einer Minifigur erwartet, indem er Tag für Tag streng nach Plan Häuser aus Lego-Steinen zusammensetzt. In Emmets kantiger Welt fällt allerdings niemals das Wort “Lego”.

weiterlesen →