Kurzgeschichtenband-Ausschreibung: REISEZIEL UTOPIA

Kurzgeschichtenband-Ausschreibung: REISEZIEL UTOPIA

Edition Roter Drache und PhantaNews präsentieren:

REISEZIEL UTOPIA

Es gab eine Zeit, in der Science Fiction eine positive Vision der Zukunft transportierte, eine Vision, die angesichts beispielsweise des kalten Kriegs und diverser denkbarer Szenarien eines Endes der Welt auch bitter nötig war. Nicht erst seit William Gibsons Cyberpunk und erst recht in den letzten Jahren dominieren aber mehr und mehr Dystopien und Postapokalypsen das Genre, sowohl im literarischen wie auch im popkulturellen Bereich, die düstere Aussichten in die Zukunft oder gleich das Ende der Welt präsentierten. Wir sind der Ansicht, dass es gerade heute angesichts der Lage in Deutschland und auf der Erde erneut positiver Visionen für eine bessere Zukunft bedarf, deswegen wurde diese Ausschreibung für eine Kurzgeschichtensammlung aus der Taufe gehoben.

weiterlesen →

Strange, stranger, Verlage

Strange, stranger, Verlage

Anja BagusEin Gastbeitrag von Anja Bagus

Liebe Schreiberleinchen, passt fein auf, ich erzähl euch jetzt was.

Wenn man was fertig geschrieben hat, dann darf man stolz sein. Man darf etwas dafür bekommen und man darf Ansprüche stellen. Man hat nämlich etwas geleistet.
Ich weiß, es ist die Mär noch nicht zu allen vorgedrungen, aber so, wie Frauen bei den Männern in der Kirche sitzen dürfen, wir alle der heiligen Messe in deutsch zuhören, und wir das Klopapier seit ein paar Tagen per Knopfdruck bei Amazon nachbestellen können, so gibt es heutzutage mehrere Möglichkeiten, mit dem Geschriebenen umzugehen.
Was man nicht tun muss, jedenfalls nicht zwingend, sind folgende Dinge:

weiterlesen →

Gamescom 2016: Die Luft ist raus

Gamescom 2016: Die Luft ist raus

gamescom Logo

Die Resonanz im Netz war groß, als die Veranstalter der Gamescom kurz vor der Veranstaltung neue “Sicherheitsregeln” formulierten, die aus der nebulösen Angst vor irgendwelchen Anschlägen resultierten. Diese betrafen die normalen Besucher, die eine Sicherheits- und Taschenkontrolle auf sich nehmen mussten (das kann man noch so eben akzeptieren) sowie die Cosplayer. Letzteren untersagte man nicht nur das Mitbringen von Spielzeug- und Latexwaffen, sondern auch von “waffenähnlichen Objekten”, wobei man das leider nicht näher spezifizierte. Die kafkaeske Aussage, dass auch Plüschtiere und Styroporvögel “waffenähnliche Objekte” seien, nahm man erst auf meine Presseanfrage hin zurück. Eine der Begründungen war, dass man niemanden durch die Anwesenheit von Waffen in Angst und Schrecken versetzen wollte. Dass die Zielgruppe durchaus zwischen realen und eindeutigen Gewandungswaffen unterscheiden kann, ließ man außen vor (möglicherweise hatte hier die Kölner Polizei die Finger im Spiel, die hatte ja zu Karneval auch ernsthaft Angst, dass man Laserschwerter für echte Waffen halten könnte). Und dann der Knüller: Direkt neben dem Cosplay-Village (dazu später noch mehr) befand sich allen Ernstes der Stand der Bundeswehr.

weiterlesen →

Heute erschienen: OVERWATCH

Heute erschienen: OVERWATCH

Overwatch Lineup

Blizzard Entertainment ist vor allem durch die Warcraft-, Starcraft- und Diablo-Reihen sowie dem MMORPG-Dauerbrenner World of Warcraft bekannt geworden. In den letzten Jahren kamen dann noch das auf Warcraft basierende Kartenspiel Hearthstone, sowie das MOBA Heroes of the Storm dazu, welches ebenfalls die Helden aus den vergangenen Spielen wiederverwendet. Mit Overwatch geht der Spieleriese nun völlig neue Wege, denn es handelt sich hierbei um einen First-Person-Shooter à la Quake, Unreal Tournament oder Counter Strike, noch dazu in einer komplett neuen Spielwelt. Blizzard verzichtet dabei auch gleich auf einen Einzelspielermodus, um sich vollständig auf den Multiplayer-Aspekt zu konzentrieren.

weiterlesen →

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow

Vorwort zur Neuveröffentlichung: Dieser Text erschien ursprünglich im April 2010 (also bereits vor sagenhaften sechs Jahren) auf dem alten Artikelportal von PhantaNews. Aus gegebenem Anlass habe ich ihn jetzt hierher übertragen, denn er erscheint angesichts der Tatsache, dass die Buchbranche nach allen anderen die Digitalisierung entdeckt hat, in immer größeres “Mimimi” ausbricht und offenbar alle Fehler der Musikindustrie wiederholen möchte, aktueller denn je. Auslöser war konkret allerdings das Erscheinen eines Artikels von Felix Münter bei Teilzeithelden, bei dem mich allein der polemische (und sachlich falsche) Titel bereits schaudern lässt. Mir hängt diese Form der Diskussion zum Hals raus, denn sie wurde bereits erschöpfend geführt und muss wahrlich nicht erneut angefangen werden, nur weil Buchbranche und Autoren etliche Jahre nach allen anderen die Digitalisierung entdeckt haben.

Cory Doctorow ist ein kanadischer Science-Fiction-Schriftsteller und Aktivist in Sachen neue Medien, Internet, Copyright-Liberalisierung und Privatsphäre. Am letzten Wochenende habe ich sein Buch LITTLE BROTHER in Rekordzeit gelesen, nachdem es mir von »fellow netizens« bereits mehrfach nachdrücklich ans Herz gelegt wurde.

Das Besondere an diesem Buch: man kann es nicht nur über die einschlägigen Vertriebskanäle kaufen, sondern es auch einfach auf seiner Webseite kostenlos in zahlreichen Formaten herunter laden. Kostenlos. Einfach so. Legal. Unter einer Creative Commons-Lizenz. Trotz dieser Tatsache verkaufen sich seine Bücher wie geschnitten Brot.

Wie kann das sein? Insbesondere angesichts des Dauergejammers gewisser Verleger und Verlage, wie böse kostenlose Angebote sind – seien sie nun semilegal oder legal – und dass beide den Markt zerstören…

Im Vorwort zu LITTLE BROTHER befindet sich der folgende Text, den ich aus dem Englischen übersetzt habe, um ihn hier zu veröffentlichen, was ich aufgrund der CC-Lizenz problemlos tun darf, wenn ich den Namen des Autoren nenne, auf seine Webseite hinweise und kein Geld damit verdiene.

weiterlesen →

Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Buchblogs und Verlage

Gleich vorweg, die Buchbranche ist Big Business – ganz egal, was der sympathische Buchhändler ums Eck auch erzählt. Jahr für Jahr erwirtschaftet allein der Buchhandel einen Umsatz von sage und schreibe zehn Milliarden Euro, und das nur in Deutschland. Auslandsgeschäfte, Lizenzverkäufe und Merchandising deutscher Buchverlage nicht mitgezählt. Amazon und die etablierte Buchbranche inszenieren öffentliche Rosenkriege und profitieren doch zugleich an den 50 – 60 Prozent-Margen (Buchhändlerrabatt), die ihnen das Buchpreisbindungsgesetz ermöglicht. Nach außen markieren sie Feindschaft, nach innen hin eint sie das gemeinsame Ziel der guten Geschäfte. Ein Gesetz aus dem letzten Jahrtausend – die Buchpreisbindung – schweißt alle zusammen. In der Branche herrschen die klassischen Spielregeln eines Kartells: Man streitet sich, man verklagt sich – und dann legt man sich doch wieder ins gemeinsame Bett.

Es gibt aber jemanden, der vor allen anderen die Strippen zieht, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, der die Preise festsetzt und der immer verdient, egal wer was wo verkauft. Dieser mächtigste aller Player im Spiel, wenn man so will, dieser Player heißt: Buchverlag. Er ist quasi die Dame im Schachspiel um den König Kunden. Wo es aber eine Dame und einen König gibt, dort muss es auch zwingend Bauern geben.

weiterlesen →

Gelten Urheberrechte nicht für epubli?

Gelten Urheberrechte nicht für epubli?

Logo epubliWir kennen das Gejammer der namhaften Verlage über vorgebliche Urheberrechtsverletzungen und »eBook-Piraterie« zur Genüge. Inwieweit das berechtigt ist und warum die eine Menge aus den Fehlern der Musik- und Filmindustrie lernen könnten (aber nicht tun), soll hier diesmal nicht Thema sein, darüber habe ich mich auch schon oft genug ausgelassen.

Die Klagen der Verlage über Urheberrechtsverletzungen sind allerdings ein geradezu grandioser Aufhänger für diesen Artikel. epubli ist ein Dienstleister, der Selfpublishern anbietet, ihre Werke unters Volk zu bringen. Dabei nimmt es die Holtzbrinck-Tochter möglicherweise selbst mit den Urheberrechten nicht so ganz genau.

Die Autorin Anja Bagus sprach mich völlig fassungslos dahingehend an, dass Amazon sie darauf hinwies, dass ihre eigentlich bei diesem Onlinehändler exklusiven eBooks auch bei anderen Anbietern zu finden seien. Gnadenlos wie Amazon ist, setzte man ihr eine – extrem kurze – Frist von fünf Tagen, um die Bücher von den anderen Plattformen zu entfernen. Zuerst wusste Anja kaumt, wie ihr geschah, ihr war nicht bewusst, dass ihre eBooks noch anderswo angeboten wurden. Der Hinweis, dass es sich bei der fraglichen Plattform um Kobo handelte, brachte dann aber relativ schnell Licht in die Sache.

weiterlesen →

Ein höchst subjektiver Bericht: Die erste German Comic Con …

Ein höchst subjektiver Bericht: Die erste German Comic Con …

Logo German Comic Con… fing so richtig schlimm an. Der Stau auf der Autobahn war furchtbar. Ich wohne wirklich nicht weit weg, aber ich habe mehr als eine Stunde allein in dem Stau für die Parkplätze gestanden. Da kann der Veranstalter nichts dafür, ich weiß, aber das war schlimm. Dann im eisigen Wind zur Halle laufen … keine Busse, wie bei anderen Messen. Nein, die Messe Dortmund ist wirklich mies.
Dann war ich im Vorfeld als Presse zwar gemeldet, und zwar als Ersatz für den Herrn Holzhauer, aber ich bekam keinerlei Infos per Mail. Nichts. Null. Auch eine Anfrage zwei Tage vorher wurde nicht beantwortet. (Anm. d. Red: der Herr Holzhauer hatte auch mehrfach angefragt und ebenfalls keinerlei Antworten bekommen. Professionell geht anders.)
Ich lief also mit zwei ausgedruckten Emails an der ca. zwei Kilometer langen Schlange vorbei. Ja, man hat richtig gelesen, die braven Fantasy- und Comicliebhaber standen in Zweierreihe und warteten auf Einlass durch exakt einen Eingang. Der sich dann nicht als der herausstellte, in den wir mussten. Aber wohin wir sollten, wusste da auch niemand.

weiterlesen →

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Free SteampunkPer Email hatte sich Stefan Arbes bei mir gemeldet und angeboten, auf eventuelle Fragen meinerseits zu seiner Beantragung der Eintragung einer Wortmarke des Begriffes “Steampunk” zu antworten. Dem komme ich selbstverständlich gerne nach, denn ich halte seine Stellungnahme inhaltlich für zumindest fragwürdig, denn sie geht meiner Ansicht nach von falschen Voraussetzungen aus. Meine Antwort an ihn, die er auch per Email erhalten hat, kann man unten lesen. Wenn ich darauf eine Reaktion bekomme, wird die selbstverständlich ebenfalls hier auf PhantaNews veröffentlicht (dazu gibt er ja ausdrücklich sein Einverständnis).

Ich war in der Zwischenzeit ebenfalls nicht untätig, und habe mich hinsichtlich der Markeneintragungen schlauer gemacht, als ich es vor dem Zutagetreten der Sachlage am Freitag war. Gleich vorneweg: Der zentrale Punkt ist, dass über eine solche Beantragung der Markeneintragung und einem eventuellen Widerspruch dagegen, gar nicht, wie in seiner Stellungnahme fälschlich angedeutet, sichergestellt werden kann, dass die Wortmarke “Steampunk” in Zukunft nicht von irgendwem geschützt wird oder werden kann. Und damit fällt Stefan Arbes´ Argumentationskette leider wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

weiterlesen →

Impressionen von der Spiel 2015 in Essen

Impressionen von der Spiel 2015 in Essen

LogoSpiel15

[Spiel2015] Auch in diesem Jahr öffnete die Messe Spiel – oder auch “Internationale Spieltage” auf dem Essener Gelände wieder ihre Pforten. Erneut mit dem im Gegensatz zu früher geänderten Hallenkonzept, das ich immer noch für schlechter halte als vorher. Der erste Frust ergab sich gleich bei der Ankunft, als es trotz Presseparkkarte keinen Platz mehr in P6 gab und man mich über die Autobahn zu einem etliche (!) Kilometer entfernten Parkplatz mit Shuttleservice schickte. Die Fahrt dorthin und der Fahrer des Shuttlebusses, der tiefenentspannt wartete, bis das Gefährt seiner Ansicht nach ausreichend gefüllt war, sowie die Rückfahrt zur Messe, führten zu einer knapp einstündigen Verspätung. Wenn man irgendwelche Termine hat, die normalerweise ganz problemlos sogar mit Zeitpolster funktioniert hätten, kann man die natürlich vergessen. Interessant fand ich dabei, dass behauptet wurde, es herrsche völlig unerwartet ein erheblicher Andrang – und damit habe man nicht gerechnet. Tatsächlich habe ich es in den Hallen schon deutlich voller gesehen, weswegen ich das so nicht ganz nachvollziehen kann. Als Aussteller kann man eine VIP-Parkkarte erwerben, die fünf Euronen für einen Parkplatz, der nicht am anderen Ende der Welt ist, würde ich dann im nächsten Jahr auch gern ausgeben.

weiterlesen →

Erik Schreiber auf der FaRK 2015

Erik Schreiber auf der FaRK 2015

fark2015

Erik Schreiber hat die FaRK 2015 besucht und PhantaNews freundlicherweise diesen Bericht zur Verfügung gestellt. Anm. d. Red.

Auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Reden / Schiffweiler (Saarland) fand dieses Jahr zum dritten mal die FaRK-Messe statt. Die FaRK ist eine Veranstaltung rund um die Themen SciFi, Steampunk, Cosplay, Fantasy, LARP und Endzeit. Und scheinbar werden es jedes Mal mehr Besucher. Hieß es zuerst, es waren 10000 auf der ersten, 20000 auf der zweiten und nun 30000 auf der dritten FaRK, so werden es auf der zehnten wohl eine Million. Das heißt, das komplette Saarland und darüber hinaus. Ich befand zum ersten Mal dort und war beeindruckt. Auf 20000 Quadratmetern fanden sich nicht nur die üblichen Verdächtigen von anderen Cons, die ich ebenfalls besuchte, sondern ich sah auch viele neue Gesichter auf dem riesigen Gelände.

weiterlesen →

Interview mit Olivia Vieweg – “Ich mag es, wenn ein kleiner übernatürlicher Touch dabei ist”

Interview mit Olivia Vieweg – “Ich mag es, wenn ein kleiner übernatürlicher Touch dabei ist”

Olivia ViewegDie Comic-Zeichnerin Olivia Vieweg hat in ihren Geschichten die Zombies nach Thüringen geholt und den Horror in ein Dorf im Harz. Sie mag STAR WARS und STAR TREK gleichermaßen – würde aber Leonard “Bones” McCoy und Spock niemals für Luke Skywalker im Stich lassen. Sie ist Fan der Band Subway to Sally, über die sie zwei Storybooks herausgebracht hat. Ihre ersten Gehversuche hat sie im Manga-Stil unternommen, mittlerweile arbeitet sie als Illustratorin, bringt Comic-Anthologien heraus und zeichnet regelmäßig Comic-Novels. Fast allen Novels mischt sie ein phantastisches Element bei, mal stärker und mal schwächer dosiert. Gerade ist ihr neuestes Werk SCHWERE SEE, MEIN HERZ erschienen, das sie zum ersten Mal in den maritimen Bereich verschlägt.
Olivia Vieweg hat ein Comic-Stipendium des Ehapa Verlags erhalten und wurde mit dem “Sonderpreis der Jury” des ICOM Independent Comic Preises ausgezeichnet. Auf ihren aktuellen Erfolg ist sie zu recht ganz besonders stolz: Sie hat den Tankred-Dorst-Drehbuchpreis für die Drehbuch-Adaption ihres Zombie-Comics ENDZEIT erhalten!

Obwohl sie ständig auf Achse ist und erst kürzlich in Japan war, stand Olivia Vieweg freundlicherweise für ein ausführliches Interview zur Verfügung.

weiterlesen →