Internationale Spieltage SPIEL und die sozialen Medien

Internationale Spieltage SPIEL und die sozialen Medien

Wer sich mit dem The­ma bereits seit ein paar Jah­ren beschäf­tigt, der weiß, dass es beim Merz-Ver­lag, den Aus­rich­tern der Mes­se »Inter­na­tio­na­le Spiel­eta­ge« ali­as »Spiel« in Essen etwas gemäch­li­cher zugeht, was moder­ne Medi­en angeht. Lan­ge hat man dort dar­auf beharrt, Pres­se­infos gedruckt auf Papier zu ver­schi­cken, statt per Email und lan­ge wur­de dort gefor­dert, dass man sei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung faxen soll, bis dann auch das end­lich als Mail­an­hang mög­lich war.

Auch auf den sozia­len Medi­en waren die Bemü­hun­gen bis­her eher … schofe­lig und nied­lich zu nen­nen. Des­we­gen war ich in die­sem Jahr posi­tiv über­rascht, dass man beim Merz-Ver­lag nun end­lich ver­su­chen woll­te, die­se Medi­en zeit­ge­mäß zu nut­zen, als man eine Abstim­mung über das dies­jäh­ri­ge offi­zi­el­le Mes­se T‑Shirt aus­rief (wer die Shirts der ver­gan­ge­nen Jah­re kennt, der weiß, dass die meist nicht eben ein Aus­bund an Krea­ti­vi­tät waren).

Auf Face­book und Insta­gram wur­den sechs Designs vor­ge­stellt und man konn­te dafür Likes ver­ge­ben. Das mit den meis­ten Likes wür­de dann am Ende pro­du­ziert und das offi­zi­el­le Mes­ses­hirt 2019 wer­den. Ich hat­te mir das Gan­ze nach einem Hin­weis eben­falls ange­se­hen und mich dann nach Ansicht aller für das Design ent­schie­den, das für mich am ori­gi­nells­ten war und mir auch gut gefiel.

Heu­te haben die Ver­ant­wort­li­chen nun das Ergeb­nis bekannt gege­ben und das fand ich dann doch äußerst ver­wun­der­lich. Denn es wur­de sei­tens der Ver­an­stal­ter nicht das Shirt mit den ein­deu­tig meis­ten Likes zum Gewin­ner gekürt, son­dern ein völ­lig ande­res, das noch nicht mal unter den ers­ten drei­en war, son­dern auf dem vor­letz­ten Platz. An der Stel­le war ich dann doch etwas ver­wun­dert, war­um man selbst einen Sie­ger aus­ruft und die Abstim­mung igno­riert, denn wenn man eh schon einen Favo­ri­ten hat­te und den unbe­dingt durch­drü­cken will, hät­te man auf ein Voting gleich ver­zich­ten kön­nen.

Man erkennt auf einen Blick (sie­he die Lis­te wei­ter unten), dass die Ver­ant­wort­li­chen den vor­letz­ten Platz zum Gewin­ner gemacht haben. Und da fragt man sich natür­lich schon: war­um? Auf mei­ne ent­spre­chen­de Anfra­ge auf Face­book hin erhielt ich fol­gen­de Ant­wort:

Wir haben unse­re Ent­schei­dung doch auf unse­rer Home­page erklärt. Und leicht­ge­macht haben wir uns die nicht.

»Den Ver­lauf der Abstim­mung haben wir natür­lich ganz genau beob­ach­tet und dabei fest­ge­stellt, dass eini­ge Teil­neh­mer alles dafür getan haben, um das Meis­te aus den Algo­rith­men her­aus­zu­ho­len. Dafür wur­den auch Freun­de und Bekann­te mobi­li­siert.
Chan­cen­gleich­heit ist uns wich­tig und weil Akin­ga weder Deutsch spricht, noch irgend­et­was tat, um mehr Reak­tio­nen für ihren Ent­wurf zu gene­rie­ren und trotz­dem vie­le Stim­men und posi­ti­ve Kom­men­ta­re bekam, ist sie aus unse­rer Sicht die ver­dien­te Sie­ge­rin.«

Ange­sicht des­sen fra­ge ich mich sofort, ob man die sozia­len Medi­en so gar nicht ver­stan­den hat, oder ob die­se Ant­wort nur eine – in mei­nen Augen eher schlech­te – Aus­re­de dafür ist, dass man den eige­nen Favo­ri­ten durch­ge­drückt hat?

Denn das was sie da »ganz genau beob­ach­tet haben« sind völ­lig übli­che Abläu­fe, wie sie in Soci­al Media, bei allen Publi­kums­preis­ver­lei­hun­gen und sogar bei Wah­len statt­fin­den: Wer die meis­ten Wäh­ler akti­vie­ren kann, gewinnt, das ist abso­lut nor­mal und damit muss man rech­nen, wenn man eine sol­che Publi­kums­ab­stim­mung star­tet. Des­we­gen bleibt es in mei­nen Augen wei­ter­hin eine Miss­ach­tung des Abstim­mungs­er­geb­nis­ses.

Frag­wür­dig für mich auch, dass Desi­gnern ernst­haft unter­stellt wird, irgend­wel­che nebu­lö­sen »Algo­rith­men aus­zu­nut­zen«, um zu gewin­nen. Denn wenn man sich die oben dar­ge­stell­ten Abstim­mungs­er­geb­nis­se ansieht, dann sehen die in den Men­gen der abge­ge­be­nen stim­men völ­lig plau­si­bel aus und zei­gen kei­ner­lei Hin­weis auf irgend­ei­ne Mani­pu­la­ti­on:

Face­book:

  • Design 1: 157 Stim­men
  • Design 2: 147 Stim­men (das ist das Gewin­ner­s­hirt)
  • Design 3: 7 Stim­men
  • Design 4: 227 Stim­men (die­ses hat die meis­ten Stim­men)
  • Design 5: 182 Stim­men
  • Design 6: 162 Stim­men

Insta­gram:

  • Design 1: 416 Likes
  • Design 2: 205 Likes
  • Design 3: 60 Likes
  • Design 4: 417 Likes (hat auch hier sehr knapp die meis­ten Stim­men)
  • Design 5: 416 Likes
  • Design 6: 215 Likes

Zäh­len wir zusam­men:

  • Design 1: 573
  • Design 2: 352 (auch ins­ge­samt auf dem vor­letz­ten Platz)
  • Design 3: 67
  • Design 4: 644 (ins­ge­samt gewinnt also deut­lich die­ses Design)
  • Design 5: 598
  • Design 6: 377

Twit­ter habe ich nicht aus­ge­wer­tet, da die Like-Zah­len dort äußerst gering sind, aber dort hat­te Design 4 eben­falls mit Abstand die meis­ten Stim­men, zudem war Twit­ter kein Teil der ursprüng­li­chen Wett­be­werbs­aus­schrei­bung.
Nied­lich übri­gens auch, dass einer der Kom­men­ta­to­ren auf Face­book ange­sichts die­ser eher nied­ri­gen Zah­len ernst­haft über »Pro­ble­me mit gekauf­ten Likes« redet – ange­sichts der Grö­ße der Ver­an­stal­tung sind die Teil­neh­mer­zah­len an den bei­den Votings auf Face­book und Insta­gram eher gering, die auf Twit­ter zu ver­nach­läs­si­gen.

Und auch der Com­mu­ni­ty wird im Prin­zip unter­stellt, dass sie nach Nasen­fak­tor abstimmt und des­we­gen die arme, klei­ne Desi­gne­rin aus der Ukrai­ne benach­tei­ligt wird – was ich eben­falls grund­sätz­lich für abwe­gig hal­te, denn außer den Namen der Desi­gner wuss­te man nichts über die­se. Und den­noch meint man, dass irgend jemand allein durch ein angeb­lich mani­pu­lier­tes Abstim­mungs­er­geb­nis benach­tei­ligt wird und kei­ne »Chan­cen­gleich­heit« besteht – ich kann ange­sichts der oben genann­ten Zah­len objek­tiv nichts der­glei­chen erken­nen. Benach­tei­ligt wird jetzt genau einer, näm­lich der Desi­gner des Gewin­ner­s­hirts durch die Aus­rich­ter der Abstim­mung. Da hilft es auch nicht, wenn man dar­auf hin­weist, dass die bei­den Höchst­plat­zier­ten eben­falls gedruckt wer­den und jeweils ein Preis­geld erhal­ten, von dem am Anfang nie die Rede war (der ers­te Platz war mit 1000 Euro und wei­te­ren Gim­micks dotiert). Für mich macht das erneut den Ein­druck, dass man im Ver­lag einen Favo­ri­ten hat­te und den unbe­dingt durch­drü­cken will, den eigent­li­chen Gewin­ner möch­te man mit einem schnell aus­ge­lob­ten Geld­preis ruhig stel­len.

Die sozia­len Medi­en basie­ren auf Likes und Tei­len, bei­de sol­len Sicht­bar­keit erzeu­gen, das ist die zen­tra­le Funk­ti­ons­wei­se – aus exakt die­sem Grund wur­de der Wett­be­werb letzt­lich aus­ge­lobt: um dar­über Sicht­bar­keit für die Prä­sen­zen der Ver­an­stal­ter auf Face­book und Insta­gram zu erzeu­gen – man soll­te sich dann nicht ver­wun­dert dar­über zei­gen, dass das tat­säch­lich funk­tio­niert. Genau die­se Sicht­bar­keit ist pas­siert und kei­nes­falls in merk­wür­di­gem Maß­stab und ganz sicher ohne die »Aus­nut­zung« irgend­wel­cher »Algo­rith­men«, wie in offen­sicht­li­cher Unkennt­nis der Mecha­nis­men die­ser sozia­len Medi­en unter­stellt wird. Die Ver­ant­wort­li­chen soll­ten zudem nicht dar­über ver­wun­dert sein, dass ein Groß­teil der Abstim­men­den und Tei­len­den bei einer Ver­an­stal­tung auf deut­schem Boden auch aus die­sem Land kom­men. Und man soll­te den Abstim­men­den auch ein­fach mal zuge­ste­hen, dass man schlicht für das Motiv votiert, das einem am Bes­ten gefällt, so wie auch in mei­nem Fall, statt Benach­tei­li­gung von Nicht-Deut­schen zu unter­stel­len, was ich – offen gesagt – für eine Frech­heit hal­te. Und was ist eigent­lich mit dem weit abge­schla­ge­nen Design drei? Müss­te das nicht nach dem Nar­ra­tiv der Ver­an­stal­ter noch weit­aus mehr benach­tei­ligt wor­den sein? War­um nur das vor­letz­te? Da über die Desi­gner nicht mehr bekannt war, als die Namen, ist die Aus­sa­ge, dass eine Teil­neh­me­rin des­we­gen dis­kri­mi­niert wur­de, weil sie aus der Ukrai­ne kommt, ohne­hin lächer­lich. Hier wur­de mei­ner Ansicht nach kei­nes­wegs »Chan­cen­gleich­heit her­ge­stellt«, son­dern ganz im Gegen­teil, ande­ren Ein­rei­chen­den wur­den ihre Chan­cen genom­men.

Was bleibt ist für mich die Ent­täu­schung über die­ses Ver­hal­ten, sei es nun weil ein Design durch­ge­drückt wer­den soll­te, oder weil man sich mit dem Medi­um nicht aus­kennt. Das hat den ers­ten posi­ti­ven Ein­druck über den Auf­tritt der Ver­an­stal­ter der Spiel für mich sofort wie­der zunich­te gemacht – die müs­sen mei­ner Ansicht auch hier noch eine Men­ge ler­nen.

Übri­gens hät­te es eine Vor­ge­hens­wei­se mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl gege­ben, die alle zufrie­den gestellt hät­te:

Das Shirt mit den meis­ten Stim­men wäre zum Gewin­ner gekürt wor­den. Gleich­zei­tig hät­ten die Ver­an­stal­ter ange­ge­ben, dass das Shirt auf dem vor­letz­ten Platz den Ver­ant­wort­li­chen so gut gefal­len hat, dass man es eben­falls pro­du­zie­ren wird. Damit wäre die Abstim­mung durch die Com­mu­ni­ty vali­de geblie­ben, es hät­te kei­ne fal­schen Schuld­zu­wei­sun­gen in Sachen Mani­pu­la­ti­on geben müs­sen und die Ver­an­stal­ter hät­ten ihr Lieb­lings­shirt den­noch gehabt.

Nach­trag (der Arti­kel bis hier­her wur­de ges­tern ver­fasst): Inzwi­schen gab es auf Face­book wei­te­re Reak­tio­nen der Ver­an­stal­ter, die wei­ter­hin äußerst hilf­los wir­ken. Auf die Hin­wei­se hin ant­wor­tet man:

Wir haben nie­man­dem Mani­pu­la­ti­on vor­ge­wor­fen, son­dern begrün­det, war­um es die­ses Shirt und kein ande­res gewor­den ist. Im übri­gen geht das auch total kon­form mit unse­ren Teil­nah­me­be­din­gun­gen. Nach­zu­le­sen auf unse­rer Home­page. Da steht näm­lich wort­wört­lich, dass Likes und Kom­men­ta­re für UNSERE Ent­schei­dung eine Rol­le spie­len. Und ja, wir haben ent­schie­den und eure Likes und Kom­men­ta­re in die­se Ent­schei­dung ein­be­zo­gen. Und wir haben uns sehr gefreut, dass es all­ge­mein ein gro­ßes Feed­back gab. Da steht aber nicht, dass die­se Likes und Kom­men­ta­re ALLEIN Aus­schlag gebend sind. Eigent­lich soll­te nur ein Preis mit Preis­geld ver­ge­ben wer­den. Nun sind es drei Prei­se mit drei Preis­gel­dern gewor­den. Und dar­über könn­te man sich viel­leicht auch freu­en. Für die Künst­ler und die Besu­cher, die hof­fent­lich viel Spaß mit ganz unter­schied­li­chen Shirts haben wer­den. Noch ein­mal ganz ganz herz­li­chen Dank an alle, die sich enga­giert haben. Die Künst­ler und die Fans. Ihr seid groß­ar­tig!

Ich möch­te einen Satz von oben wie­der­ho­len:

Den Ver­lauf der Abstim­mung haben wir natür­lich ganz genau beob­ach­tet und dabei fest­ge­stellt, dass eini­ge Teil­neh­mer alles dafür getan haben, um das Meis­te aus den Algo­rith­men her­aus­zu­ho­len.

Wenn das nicht ein Vor­wurf der Mani­pu­la­ti­on ist, was ist es dann? Wei­ter­hin muss man sich fra­gen, war­um man die Bedin­gun­gen eines Wett­be­werbs auf irgend­ei­ner Home­page nach­le­sen soll, statt auf den Medi­en wo er aus­ge­rich­tet wur­de? Und war­um nennt man das Gan­ze »Com­mu­ni­ty Design Con­test«, wenn am Ende doch nicht die Com­mu­ni­ty den Aus­gang ent­schei­det, son­dern ein­zig und allein der Ver­an­stal­ter? Und freu­en könn­te man sich dann, wenn die Com­mu­ni­ty und die Stim­men­zah­len für die Künst­ler nicht voll­stän­dig igno­riert wer­den wür­den. Das alles ist in mei­nen Augen kei­ne »Begrün­dung« son­dern ein Behar­ren. Und erneut der Hin­weis auf wei­te­re Preis­gel­der, der aller­dings am Kern der Kri­tik völ­lig vor­bei geht.

Kon­kret steht auf der Web­sei­te zum Con­test In Sachen Durch­füh­rung fol­gen­des:

[5] Wie wird der Sie­ger­ent­wurf aus­ge­wählt?

Aus den bis zum 31. Juli 2019 ein­ge­sen­de­ten Designs wer­den vom Fried­helm Merz Ver­lag 5 aus­ge­wählt und kom­men in die enge­re Aus­wahl.
Die­se Aus­wahl wird bis zum 10. August 2019 auf der Face­book­sei­te, dem Twit­ter­ac­count und dem Insta­gra­mac­count der Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­ge SPIEL prä­sen­tiert.
Für die Ent­schei­dung des Fried­helm Merz Ver­la­ges spie­len neben der Anzahl der „Likes“ auch die Kom­men­ta­re auf Face­book und Insta­gram eine ent­schei­den­de Rol­le.

Da steht aller­dings nicht, dass die Like­zah­len igno­riert wer­den. Die Art und Wei­se der Durch­füh­rung muss­te in mei­nen Augen zwin­gend so ver­stan­den wer­den, dass die Stim­men der Com­mu­ni­ty den Aus­schlag für die Ent­schei­dung geben. Der Merz-Ver­lag legt das jetzt so aus, dass sie auf­grund der Bedin­gun­gen ohne­hin jedes Design hät­ten aus­wäh­len kön­nen. Ich wie­der­ho­le mich: In dem Fall hät­te man sich die Umfra­ge aller­dings gleich spa­ren kön­nen.

Ich hal­te die kon­stru­iert wir­ken­den Aus­re­den der Ver­an­stal­ter nach wie vor für frag­wür­dig und unred­lich. Das alles wirkt für mich immer mehr so, als habe man in Sachen Soci­al Media schwer dane­ben gegrif­fen, hat­te ohne­hin ein Favo­ri­ten­de­sign, das es unbe­dingt wer­den soll­te, und ver­su­che nun, die­se ein­sa­me Ent­schei­dung mit hilf­lo­sen Schein­be­grün­dun­gen zu kaschie­ren.

Alles sehr scha­de.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Fried­helm Merz Ver­lag GmbH & Co. KG

Bildergalerie: Première von RHEINGOLD und ÆTHERAGENTEN

Bildergalerie: Première von RHEINGOLD und ÆTHERAGENTEN

Tanja, Küper und AnjaNeu­lich wies ich dar­auf hin, dass ges­tern im Kunst­haus in Essen Rel­ling­hau­sen die Pre­miè­re der bei­den Roma­ne RHEINGOLD (von Anja Bagus) und ÆTHERAGENTEN (von Tan­ja Schier­ding) statt­fin­den wür­de. Und das fand dann ges­tern natür­lich auch statt. Es hat­te sich neben den bei­den Autorin­nen eine illus­tre Run­de an wei­te­ren Schrei­bern ein­ge­fun­den, die aus ihren Wer­ken lasen, wobei etli­che die­ser Vor­trä­ge sze­nisch statt­fan­den. Das bedeu­tet, dass der Autor nicht ein­fach nur sei­nen Text vor­trägt, son­dern sich wei­te­re Spre­cher als zusätz­li­che Stim­men hin­zu­holt, die dann Pas­sa­gen über­neh­men.

Gele­sen haben: Anja Bagus, Tan­ja Schier­ding, Cla­ra Lina Wirz, Thors­ten Küper, Tom Daut, Chris­tian Krumm und ein gewis­ser Ste­fan Holz­hau­er. Anwe­send war auch der Ver­le­ger der bei­den Pre­mie­ren­bü­cher, Hol­ger Klie­man­nel von der Edi­ti­on Roter Dra­che. Zwi­schen­durch gab es musi­ka­li­sche Ein­la­gen. Beson­ders episch die gemein­sa­me Lesung der Autoren am Schluß, bei der Anjas Geschich­te DER ERLKÖNIG vor­ge­tra­gen wur­de.

Alles in allem eine äußerst gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung, die wir von mir aus gern in ähn­li­cher Form wie­der­ho­len kön­nen. Nach­fol­gend eine Bild­ga­le­rie.

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Unknown 2013 – Indie-Buchmesse in Essen

Unknown 2013 – Indie-Buchmesse in Essen

unknown 2013An die­sem Wochen­en­de (06. bis 09. Sep­tem­ber 2013) fin­det in Essen die ers­te »Unknown« statt, eine Buch­mes­se aus­schließ­lich für Inde­pen­dent- und unbe­kann­te Autoren. Ort des Gesche­hens ist das »Unper­fekt­haus«, das allei­ne schon einen Besuch wert ist. Das Kon­zept des Unper­fekt­hau­ses ist es, dass jeder, der das Haus betre­ten möch­te, einen Obo­lus ent­rich­tet. Dafür darf man sich eine Zeit lang im Unper­fekt­haus auf­hal­ten und erhält nicht­alk­ho­ho­li­sche Geträn­ke frei. Wer etwas Essen möch­te (es gibt eine umfang­rei­che Aus­wahl) oder wem der Sinn nach einem Bier oder Wein steht, der kann die­se gegen Bezah­lung eben­falls bekom­men. Vom auf die­se Art und Wei­se ein­ge­nom­me­nen Geld wird zum einen das Haus unter­hal­ten, zum ande­ren – und das ist viel wich­ti­ger – kann man aller­dings kos­ten­los Räu­me für künst­le­ri­sche Unter­neh­mun­gen bekom­men. Im gesam­ten Haus fin­den sich Künst­ler der ver­schie­dens­ten Spiel­ar­ten, die ihre Wer­ke aus­stel­len und auch ver­kau­fen – und man kann ihnen sogar beim Arbei­ten zuse­hen.

In Tei­len des Hau­ses fin­det an die­sem Wochen­en­de zum ers­ten Mal die »Unknown« statt, eine Buch­mes­se aus­schließ­lich für Indie- und unbe­kann­te Autoren. Die bie­ten dort ihre Wer­ke feil, ste­hen zu Gesprä­chen bereit und selbst­ver­ständ­lich wer­den auch Lesun­gen ver­an­stal­tet. Unter den vor­ge­stell­ten Büchern wie erwar­tet ein nicht gerin­ger Anteil an Phan­tas­tik, aber auch Kri­mis, Mit­tel­al­ter­li­ches und eine Men­ge mehr sind zu fin­den. Eine sehr ange­neh­me Ver­an­stal­tung mit net­ten Leu­ten.

Sämt­li­che Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te des Ver­an­stal­ters, auch das Unper­fekt­haus hat selbst­ver­ständ­lich eine Web­prä­senz, der man Ein­tritts­prei­se und Gebo­te­nes ent­neh­men kann.

Wie gesagt: ein Besuch lohnt sich sowie­so, an die­sem Wochen­en­de umso mehr, wer also in der Nähe von Essen wohnt, soll­te sich auf den Weg machen. Man tut auch noch eine gute Tat und unter­stützt eine gran­dio­se Idee und Künst­ler.

Hier zum wei­te­ren Anfüt­tern noch ein Video vom Unper­fekt­haus:

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Logo Unknown Essen Copy­right Swen Oli­ver

Essen wie auf der Enterprise: der Food Replicator

Auf der Sei­te Food Repli­ca­tor fin­det der kuli­na­risch inter­es­sier­te Sci­ence Fic­tion-Fan Rezep­te zum Nach­ko­chen von Gerich­ten aus demSTAR TREK-Uni­ver­sum, wei­ter­hin gibt es auch Geträn­ke wie bei­spiels­wei­se Cock­tails zu ent­de­cken. Wer schon immer mal eine vul­ka­ni­sche Ploo­mek-Sup­pe oder klin­go­ni­sche Bok-Rat­ten­le­ber pro­bie­ren woll­te, kann dies mit den Infor­ma­tio­nen der Sei­te nun tun. Dafür muss man noch nicht ein­mal den War­pan­trieb anwer­fen, denn in den Her­stel­lungs­an­wei­sun­gen fin­den Zuta­ten Ver­wen­dung, die man auf der hei­mat­li­chen Erde fin­det. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Bil­der gibt es auf der Face­book-Sei­te des Food Repli­ca­tors zu ent­de­cken.

In die­sem Sin­ne: »Set pha­sers to yum!« und »Bold­ly go to din­ner!«

Logo und Foto Copy­right Food Repli­ca­tor. Dank an Ban­dit für den Hin­weis!

Spiel 2012: und erstens kommt es anders …

Döner statt Drachen
Hal­le sechs: Döner statt Dra­chen

[Spiel 2012] Der Plan war eigent­lich ein guter: am Frei­tag über die Spiel in Essen schlen­dern und mir neben dem Schie­ßen eini­ger Fotos einen gro­ben Über­blick ver­schaf­fen, was ich am Sams­tag genau­er in Augen­schein neh­men wür­de. Das war zumin­dest der Plan. Als ich am Mor­gen mit mini­ma­ler Trief­na­se und leich­ten Hals­schmerz gen Essen auf­brach war das auch immer noch so gedacht und ich hoff­te, dass die Erkäl­tung sich mit dem end­gül­ti­gen Aus­bre­chen Zeit las­sen wür­de, bis Sonn­tag. Schon als ich aber am spä­ten Nach­mit­tag zurück nach Hau­se fuhr, ahn­te ich, dass dar­aus nichts wer­den wür­de. Und tat­säch­lich streck­te mich die fieb­ri­ge Erkäl­tung schon am Abend erfolg­reich nie­der, den Ret­tungs­wurf hat­te ich wohl gründ­lich ver­saut. Den Sams­tag strei­che ich als nicht exis­tent aus mei­nem Tage­buch, denn den erleb­te ich vor mich hin vege­tie­rend und mei­ne Erin­ne­run­gen an den Tag sind – inko­hä­rent. Jetzt kom­me ich so lang­sam wie­der auf die Füße, aber auch heu­te war ein Besuch in Essen defi­ni­tiv noch kei­ne Opti­on.

Des­we­gen wird die Bericht­erstat­tung anders aus­fal­len müs­sen, als gedacht: ich wer­de zwar ein paar Spie­le vor­stel­len kön­nen, die mir am ers­ten Tag auf­ge­fal­len sind, da ich die Details dazu aber am Sams­tag ein­ho­len woll­te, wird es sol­che per­sön­li­chen Ein­drü­cke bei­spiels­wei­se aus Tests lei­der nicht geben kön­nen.

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Spiel 2012: Die Pressekonferenz

[Spiel 2012] Ges­tern war ich auf der Pres­se­kon­fe­renz zur Spiel 2012 ali­as »Inter­na­tio­na­le Spiel­ta­ge« mit ange­schlos­se­ner Neu­hei­ten­show, bekann­ter­ma­ßen die größ­te inter­na­tio­na­le Mes­se für Brett- und Gesell­schafts­spie­le. Ein paar der Eck­da­ten möch­te ich an die­ser Stel­le zusam­men fas­sen, bevor ich mich dann mor­gen ins Gesche­hen vor Ort stür­zen wer­de. Aus die­sem Grund wird sich hier auf Phan­ta­News mor­gen ver­mut­lich nichts tun.

In die­sem Jahr wird die Spiel zum 30. Mal aus­ge­rich­tet. Trotz die­ses Jubi­lä­ums gibt es aller­dings kei­ne beson­de­ren Events. Erst­ma­lig gab es die Spiel im Jahr 1983, da fand sie in der Volks­hoch­schu­le Essen statt. 12 selek­tiv ange­spro­che­ne Anbie­ter waren vor Ort – aller­dings kamen statt der ange­mel­de­ten 700 Spie­ler dann dank eines Berichts im Mor­gen­ma­ga­zin des WDR 5000. Im Jahr dar­auf rech­ne­te man bereits mit mehr Zulauf, aber auch dies­mal spreng­ten die 15000 Inter­es­sier­ten die Ver­an­stal­tung. Ein neu­er Ort muss­te her und der wur­de mit dem Mes­se­ge­län­de Essen gefun­den. seit 1985 fin­den die »Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­ge« dort statt (und ich möch­te anmer­ken: seit­dem war ich per­sön­lich in jedem Jahr dort).

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Spiele des Jahres 2012

Die SPIEL 2012 – ali­as »Inter­na­tio­na­le Spiel­eta­ge« – in Essen beginnt am Mitt­woch mit der Pres­se­kon­fe­renz und der Neu­hei­ten­show, ab Don­ners­tag ist die Mes­se mit ange­schlos­se­ner »Comic-Action« für das Publi­kum geöff­net. Grund für mich, einen Blick auf die dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger zum Jury­preis »Spiel des Jah­res« zu wer­fen. Hier gibt es drei Kate­go­ri­en: »Spiel des Jah­res«, »Kin­der­spiel des Jah­res« und »Ken­ner­spiel des Jah­res«. Auch 2012 machen die Pro­fis unter den Ver­la­gen die Num­mer wie­der unter sich aus – das ist aller­dings auch kein Wun­der, laut Vor­ga­ben kön­nen nur sol­che Spie­le teil­neh­men, die groß­flä­chig im Han­del zu fin­den sind. Wo bleibt der Preis »Inde­pen­dent-Spiel des Jah­res«?

Spiel des Jah­res ist KINGDOM BUILDER von Donald X. Vac­ca­ri­no, erschie­nen bei Queen Games

Die Spie­ler besie­deln in die­sem span­nen­den Auf­bau­spiel mit ihren jeweils 40 Holz­häus­chen Wie­sen, Can­yons, Wüs­ten, Blu­men­fel­der und Wald­ge­bie­te. Jeder schafft dabei sein eige­nes König­reich. Herr­scher am Spiel­tisch wird, wer am eif­rigs­ten die drei Auf­trä­ge der Run­de erfüllt, an Bur­gen angren­zend baut und die erwor­be­nen Son­der­ak­tio­nen gut nutzt. Wäh­rend nor­ma­ler­wei­se nur das Wei­ter­bau­en am eige­nen König­reich erlaubt ist, lernt etwa der Kop­pel-Besit­zer schnell sei­ne Besied­lungs­kar­te zu schät­zen, mit der er eine Sied­lung um bis zu zwei Fel­der ver­set­zen kann. Der varia­bel zusam­men­setz­ba­re Spiel­plan, die immer wie­der neue Kom­bi­na­ti­on der Auf­ga­ben­kar­ten und die Zufäl­lig­keit beim Nach­zie­hen der Gelän­de­kar­ten sor­gen dafür, dass jedes König­reich immer wie­der anders erschaf­fen wird.

KINDOM BUILDER, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 8 Jah­ren  •  ca. 45 Minu­ten  • ca. 43.00 €

Als Kin­der­spiel des Jah­res wur­de aus­ge­zeich­net: SCHNAPPT HUBI! von Stef­fen Bogen, erschie­nen bei Ravens­bur­ger

Stän­dig klaut das fre­che Gespenst Hubi den Tie­ren ihre Lecke­rei­en. Da machen die Hasen und Mäu­se gemein­sa­me Sache: SCHNAPPT HUBI! ist die Devi­se. Die Tie­re gehen getrennt von­ein­an­der auf die Suche und bah­nen sich in die­sem reiz­vol­len elek­tro­ni­schen Brett­spiel ihren Weg durchs Spuk­haus. Lan­den sie dabei vor einem Durch­gang, einer Wand, einem Hasen­fens­ter, einem Mau­se­loch oder sogar vor der Zau­ber­tür? Ein magi­scher Kom­pass ver­leiht den ande­ren Tie­ren im Haus eine Stim­me. So kön­nen sie immer mal wie­der ent­schei­den­de Hin­wei­se geben, wo sich der unsicht­ba­re Geist her­um­treibt. Die ein­ge­bau­te Elek­tro­nik im Kom­pass und drei ver­schie­de­ne Schwie­rig­keits­stu­fen sor­gen dafür, dass jede Spiel­run­de anders ver­läuft. Ein span­nen­des koope­ra­ti­ves Spiel, bei dem gutes Hin­hö­ren und Kom­mu­ni­ka­ti­on gefragt sind.

SCHNAPPT HUBI, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 5 Jah­ren  •  ca. 20 Minu­ten  • ca. 40.00 €

Den Preis »Ken­ner­spiel des Jah­res« erhielt VILLAGE von Inka und Mar­kus Brand, erschie­nen bei Eggert­spie­le

Neue Dorf­be­woh­ner wer­den gebo­ren, ver­rich­ten wert­vol­le Arbeit und ster­ben schließ­lich: Vil­la­ge ist ein Spie­gel­bild des Lebens. Bis zu vier Genera­tio­nen einer Fami­lie machen im Dorf Kar­rie­re. Die Figu­ren ern­ten Getrei­de, züch­ten Nutz­tie­re, pro­du­zie­ren Plan­wa­gen oder Pflü­ge. Sie ver­kau­fen Waren, gehen in die Poli­tik, wer­den Geist­li­che oder rei­sen her­um. Bei all die­sen Tätig­kei­ten gewin­nen die Spie­ler an Ein­fluss, der ihnen beim stra­te­gi­schen Stre­ben nach Ruhm hilft – und oft viel Zeit spart. Denn ohne die rich­ti­gen Ein­fluss­punk­te tickt die Uhr schnel­ler. Immer wenn der Zeit­stein die Brü­cke zum Jen­seits über­quert, geht eines der ältes­ten Fami­li­en­mit­glie­der in die Dorf­chro­nik ein oder wird in einem anony­men Grab bei­gesetzt. Die Dynas­tie mit den meis­ten Ruh­mes­punk­ten gewinnt.

VILLAGE, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 12 Jah­ren  •  ca. 90 Minu­ten  • ca. 35.00 €

Box­shot KINGOM BUILDER Copy­right Queen Games, Box­shot SCHNAPPT HUBI! Copy­right Ravens­bur­ger, Box­shot VILLAGE Copy­right Eggert­spie­le. Logo »Spiel des Jah­res« Copy­right Spiel des Jah­res e. V.

Bildergalerie: Impressionen von der Spiel 2011 – Mittwoch

[spiel2011] An die­ser Stel­le eine klei­ne Gale­rie zur Spiel 2011, die ers­te von meh­re­ren. Hier geht es um den Mitt­woch, Tag der Pres­se­kon­fe­renz und der Neu­hei­ten­show. Unschön lei­der, dass etli­che Tische mit Neu­erschei­nun­gen bar jeg­li­chen Ansprech­part­ners waren, den man zum Pro­dukt hät­te befra­gen kön­nen…

Ich wer­de mich bemü­hen, an den Bil­dern den Namen des jewei­li­gen Spiels zu ver­mer­ken, damit man bei Inter­es­se im Inter­net recher­chie­ren kann…

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Spiel 2011: Steampunks!

[spiel2011] Die­ses ist mit Sicher­heit DAS Bild von der dies­jäh­ri­gen Spiel in Essen: Steam­punks! (auch wenn das Gen­re ansons­ten lei­der ein übles Nischen­da­sein fris­te­te, dazu aber an ande­rer Stel­le mehr).

Ich möch­te mich an die­ser Stel­le bei der Lady und dem Gen­tle­man für die Erlaub­nis bedan­ken, die Pho­to­gra­phie hier abbil­den zu dür­fen. Lei­der habe ich völ­lig ver­ges­sen, euch nach Namen oder Cha­rak­ter­na­men zu befra­gen, damit ich euch beim Bild ordent­lich nen­nen kann. Wenn ihr das hier lest: bit­te mel­det euch! (admin[at]phantanews[dot]de, ich tra­ge das dann selbst­ver­ständ­lich nach und kann euch gern das Ori­gi­nal­bild zusen­den)

Update: via Aether­fon kam die Rück­mel­dung, die bei­den hei­ßen San­na und Ben. San­nas Hei­mat im Netz ist sanna-wandtke.de, mehr zu Ben fin­det man unter benrennen.com.

SHADOWRUN – zur Spiel 2011 erscheint: RHEIN-RUHR-MEGAPLEX

Bei RHEIN-RUHR-MEGAPLEX aus dem Hau­se Pega­sus han­delt es sich um einen Quel­len­band für das alt­ge­dien­te Pen&Paper-Rollenspiel SHADOWRUN.

RHEIN-RUHR-MEGAPLEX ist ähn­lich wie DEUTSCHLAND IN DEN SCHATTEN ein rein deut­sches Pro­jekt und behan­delt – wie der Titel bereits sug­ge­riert – den Rhein-Ruhr Mega­p­lex, einen Teil der »Alli­anz Deut­scher Län­der«. Der Metrop­lex umfasst im SHADO­WRUN-Uni­ver­sum im Wesent­li­chen den Ruhr­pott und einen Teil des Rhein­lands.

Im Band wird man zahl­lo­se Beschrei­bun­gen von Städ­ten und inter­es­san­ten Orten (neu­deutsch: Loca­ti­ons) eben­so vor­fin­den, wie Kar­ten, Gebäu­de­plä­ne (bei­spiels­wei­se Tei­le der Saeder-Krupp-Arco­lo­gy in Essen) oder Ansät­ze für Aben­teu­er in der Welt der erwach­ten Magie.

Zusätz­lich zur »nor­ma­len« Aus­ga­be wird es eine auf 250 Exem­pla­re limi­tier­te Edi­ti­on geben, die nicht nur auf hoch­wer­ti­ge­rem Papier daher kommt und mit einem Kunst­le­der­ein­band ver­se­hen ist, son­dern zudem auch noch acht zusätz­li­che Farb­sei­ten und eine exklu­si­ve Kurz­ge­schich­te von André Wies­ler mit dem Titel SPERRFEUER ent­hal­ten wird.

Die Stan­dard­aus­ga­be wird vor­aus­sicht­lich 29,95 Euro kos­ten, für die limi­tier­te Edi­ti­on wer­den 49,95 fäl­lig.

Creative Commons License

Cover RHEIN-RUHR-MEGAPLEX Copy­right 2011 Pega­sus Ver­lag

Vergeben: der Deutsche Spiele Preis 2011

Im Rah­men des Deut­schen Spie­le Prei­ses wur­den drei Gewin­ner bekannt gege­ben. Ein­mal der Haupt­preis, dann die Aus­zei­chung »Kin­der­spiel des Jah­res« und zum Drit­ten der »Deut­sche Spie­le­Preis für das Spiel mit der vor­bild­li­chen Regel«. Haupt­ge­win­ner ist 7 WONDERS von Antoi­ne Bau­za aus dem Ver­lag Repos Pro­duc­tion (Asmo­dee). Den Kin­der­spiel-Preis erhielt MONSTER-FALLE von Inka und Mar­kus Brand aus dem Hau­se Kos­mos. Die Aus­zeich­nung für die vor­bild­lichs­te Regel ging an EXPEDITION SUMATRA von Brit­ta Stöck­mann und Jens Jahn­ke (Igra­moon Spie­le­ver­lag).

Die drei Spie­le wer­den wie immer auf den Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­gen in Essen prä­sen­tiert; die Ver­an­stal­tung fin­det in die­sem Jahr vom 20. bis 23. Okto­ber 2011 statt.

Hier die »Klap­pen­tex­te« zu den drei Gewin­nern:

7 WONDERS

Lei­ten Sie die Regie­rungs­ge­schäf­te einer der sie­ben gro­ßen Städ­te der anti­ken Welt.
Nut­zen Sie die Res­sour­cen Ihrer Län­de­rei­en, unter­stüt­zen Sie den Fort­schritt, bau­en Sie Han­dels­be­zie­hun­gen auf und sichern Sie lhre mili­tä­ri­sche Vor­herr­schaft.
Hin­ter­las­sen Sie Ihre Spur in der Geschich­te der Zivi­li­sa­tio­nen, indem Sie ein archi­tek­to­ni­sches Wun­der­werk errich­ten, des­sen Bedeu­tung weit in die Zukunft rei­chen wird.
7 WONDERS ist ein Stra­te­gie­spiel für 3 bis 7 Spie­ler

MONSTER-FALLE

Die Mons­ter sind los!!! Super, denn die lus­ti­gen Mons­ter sor­gen für ganz viel Spaß in der alten Vil­la. Doch plötz­lich steht Oma Frie­da vor der Tür – und die wür­de vor den Mons­tern fürch­ter­lich erschre­cken. Helft alle mit, die Mons­ter ein­zu­fan­gen! Schiebt sie so schnell wie mög­lich durch die Vil­la und schubst sie – schwups – in die Mons­ter­fal­le! Wer geschickt ist und sich gut mit sei­nem Mit­spie­ler abspricht, fängt bei die­sem rasan­ten Schie­be­spaß die meis­ten Mons­ter.
empf. ab Alter von: 6 Jah­ren, Anzahl der Spie­ler: 2 – 4

EXPEDITION SUMATRA

Im Auf­trag nam­haf­ter Zoo­lo­gi­scher Gär­ten machen sich meh­re­re Teams von Groß­wild­jä­gern dar­an, zum Nut­zen der Nach­welt eini­ge der sel­ten gewor­de­nen Tie­re im Dschun­gel von Suma­tra ein­zu­fan­gen. Zwar lockt auch der Schwarz­markt mit guten Prei­sen, doch die Insel­be­woh­ner haben eben­falls noch ein Wört­chen mit­zu­re­den. Expe­di­ti­on Suma­tra ist ein Fami­li­en­spiel, das die Spie­le­rin­nen und Spie­ler in einen üppig wuchern­den Insel­ur­wald führt. Hier gilt es, durch geschick­tes Klap­pen und Dre­hen der Wege-Plätt­chen Pfa­de durchs Dickicht zu bah­nen, sel­te­ne Tie­re zu ent­de­cken und auf das eige­ne Schiff, das die Insel umkreist, zu ver­la­den. Wie die Vege­ta­ti­on eines Urwalds ver­än­dert sich bei Expe­di­ti­on Suma­tra stän­dig der Spiel­plan – alte Wege ver­schwin­den, neue ent­ste­hen, wäh­rend die Spie­ler auf der Suche nach ver­steck­ten Tie­ren die grü­ne Wild­nis durch­käm­men. Bei jedem Klap­pen eines Wege-Plätt­chens stellt sich erneut die Fra­ge, was sich dar­un­ter ver­birgt – wird einem das Jagd­glück hold sein, stößt man nur auf ver­las­se­ne Pfa­de oder lau­ert einem u.a. gar ein Ein­ge­bo­re­ner auf?

Cover 7 WONDERS Copy­right Asmo­dee, Cover Mons­ter-Fal­le Copy­right Kos­mos, Cover EXPEDITION SUMATRA Copy­right Igra­moon Spie­le­ver­lag; Quel­le: Fried­helm Merz-Ver­lag

Essener Spieletage SPIEL 2010 – Im Westen nicht viel Neues

Auch in die­sem Jahr trieb es mich natür­lich wie­der zusam­men mit Freun­den auf die SPIEL in Essen, immer­hin die größ­te euro­päi­sche Ver­kaufs­mes­se für Gesell­schafts- und Rol­len­spie­le. Um es bereits vor­weg zu neh­men: mir fehl­ten in die­sem Jahr etwas die »gro­ßen« Inno­va­tio­nen, irgend­wie hat­te man bei vie­len der vor­ge­stell­ten Pro­duk­te den Ein­druck, das schon ein­mal genau so oder in ähn­li­cher Form gese­hen zu haben. Oder man konn­te sich des Gefühls nicht erweh­ren, dass ganz alter Wein in nicht ganz so alten Schläu­chen ange­bo­ten wur­de, aber die Schläu­che waren immer­hin knall­bunt lackiert wor­den…

Wie immer besuch­te man die Mes­se nicht nur wegen der feil­ge­bo­te­nen Spie­le son­dern auch wegen des Events und zum Tref­fen der ein­schlä­gig bekann­ten Freun­de. Das ist auch gut so, denn ins­be­son­de­re in die­sem Jahr ließ sich ein Gefühl der Sta­gna­ti­on nicht ganz unter­drü­cken und ich hat­te die Emp­fin­dung, dass bei den Aus­stel­lern alte Bekann­te fehl­ten und die Prei­se all­ge­mein höher waren als in den letz­ten Jah­ren.

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