Spiel 2013 in Essen – »neues Hallenkonzept«?

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Ich hat­te in Sachen Phan­tastik auf der Spiel in Essen ohne­hin nicht mehr viel erwartet und so war es auch. Das soll bedeuten, dass man sicher­lich noch dor­thin gehen kann, wenn man irgendwelche Gesellschaftsspiele kaufen möchte, in Sachen Rol­len­spiel und LARP sah es aber noch düster­er aus, als im Vor­jahr. Das war zu erwarten, deswe­gen wurde ich in dieser Hin­sicht auch nicht ent­täuscht.

Was allerd­ings eine reine Katas­tro­phe war: das »neue Hal­lenkonzept«. Im Gegen­satz zu den Vor­jahren fand die Spiel nicht im Hal­lenkon­glom­er­at Ost statt, son­dern in den Hallen eins, zwei und drei. Die sind alle­samt deut­lich größer als die bish­er in Anspruch genomme­nen Hallen. Das führt zu erhe­blichen Nachteilen: Die Hallen sind durch die Größe weitaus unüber­schaubar­er, erschw­erend kommt hinzu, dass man offen­bar den­noch nicht genug Platz hat­te und die Gänge dadurch an eini­gen Stellen äußerst eng aus­fie­len. Das sollte sich am Sam­stag rächen. Der Geräusch­pegel in den großen Hallen ohne jegliche Tren­nwände war stel­len­weise durch die große Besucher­menge unerträglich. An diversen Stän­den waren Unter­hal­tun­gen schwierig – sich unter diesen Umstän­den Spiele erk­lären zu lassen, ist kein Spaß, deswe­gen habe ich davon abge­se­hen.

Auch der Zus­tand der Hallen war stel­len­weise katas­trophal, was das fol­gende Bild tre­f­fend illus­tri­ert:

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»Com­ic Action« und Rol­len­spiel­bere­ich befan­den sich mit einigem anderen Krams in Halle zwei. Bemerkenswert war der hohe Anteil an Stän­den, an denen man Alko­ho­li­ka erwer­ben kon­nte, man hätte sich diesen Teil der Messe also dur­chaus schön saufen kön­nen.
Bemerkenswert der im Ver­gle­ich zum Vor­jahr noch gerin­gere Anteil an Gewan­de­ten – es waren kaum welche zu find­en, einzig an ein paar Stän­den waren deren Besatzun­gen fan­tastisch gek­lei­det. Anson­sten weitest­ge­hend Fehlanzeige – und sog­ar Cos­play­er sah man nur vere­inzelt.

Abge­se­hen vom erwartet weit­er geschrumpften Rol­len­spiel-Bere­ich hoffe ich wirk­lich, dass die Ver­anstal­ter im näch­sten Jahr wieder in den östlichen Teil der Messe umziehen. Denn dort gibt es zwar kleinere Hallen, aber auch deut­lich mehr davon, was zu ein­er erhe­blich angenehmeren Atmo­sphäre führen und den Lärm­pegel deut­lich eindäm­men dürfte. Sollte dem nicht so sein, werde ich mir 2014, zum ersten Mal seit­dem die Messe auf dem Essen­er Gelände stat­tfind­et, ern­sthaft über­legen, fern zu bleiben.

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Table­top-Szenario

Den­noch ein paar Schlaglichter und High­lights:

Alko­hol

Am Stand von »Zu den vier Winden« aus Bochum wurde ich von ein­er net­ten jun­gen Dame … na, sagen wir ein­fach: genötigt, ein­mal die Met-Sorten durchzupro­bieren, die man dort feil­bot (nicht, dass ich wirk­lich viel Nöti­gung gebraucht hätte). Ich eröffnete die Met­probe äußerst sou­verän mit dem Worten: »Bitte was Trock­enes, ich mag‘s nicht so süß…«, was zu Stirn­run­zeln führte. Denn: Sämtliche dort ange­bote­nen Met­sorten sind mit Zusatzstof­fen ver­set­zt, zum größten Teil führten diese dazu, dass der Met süßer wurde. Her­vorheben möchte ich den Met mit Rhabar­ber (ziem­lich klasse) und auch der mit den Wald­frücht­en war zwar süß, aber auch süf­fig. Mein High­light (und davon habe ich dann auch eine Bud­del erwor­ben) war jedoch »Kaper­gold«, dem hat­te man Rum und Orangen­saft beige­mengt. Grandios. Auch wenn ich als Chef ein­er See­han­del­skul­tur auf der Welt Magi­ra Pira­terie nicht gutheißen kann und dort ger­ade einen Krieg gegen einen Kor­saren­clan angezettelt habe. Ich kann ja immer noch behaupten, ich hätte die Flasche als Beute erobert.

Das ist doch mal ein Spielplan ...
Das ist doch mal ein Spielplan …

Gewan­dung

Gewan­dung­stech­nisch kon­nte man mal einen Blick auf Nar­sil­ion wer­fen, einem Anbi­eter aus Ital­ien. Das dort Ange­botene kon­nte sich qual­i­ta­tiv dur­chaus sehen lassen und hob sich von der Massen­ware gewiss­er LARP-Ausstat­ter deut­lich ab, sowohl, was die Stoffe als auch die Ver­ar­beitungsqual­ität anging. Der Verkäufer wies, als ich in Män­teln wühlte, mit einem Blick auf meine Frisur darauf hin, dass das »mod­erne« Ware sei und der Fan­ta­sykram »da drüben ste­he«. Ich kon­nte ihn aber dur­chaus schnell durch die gezielte Anwen­dung des Wortes »Steam­punk« beruhi­gen. Ich fand auch einen recht ansehn­lichen Gehrock, der einem Twey­dh (Anführer) der Fry­sen gut zu Gesicht ges­tanden hätte, allerd­ings immer noch 190 Euro hätte kosten sollen, ange­blich herunter geset­zt von 240 Euro, weil Ausverkauf­sware. Ich wollte mir das nochmal über­legen – das war Fre­itag und ich plante für Sam­stag noch einen Besuch.
Unvor­sichtiger­weise hat der Stand­in­hab­er mir allerd­ings einen Fly­er zugesteckt. Auf dem man auch die Web­seite find­en kon­nte. Am Sam­stag auf der Hin­fahrt musste ich lei­der mit­tels Smart­phone ent­deck­en, dass der ursprüngliche Preis mit­nicht­en 240 Euro war, son­dern nur 204 Euro betrug. Hm. Der Händler war zwar schein­bar sehr nett und der Preis für den Man­tel auch fra­g­los angemessen, aber mir falsche Preise zu nen­nen finde ich unschön. Deswe­gen habe ich auf einen Kauf verzichtet, und das, obwohl die Klam­ot­ten wirk­lich qual­i­ta­tiv gut waren, er hätte es gar nicht nötig gehabt, mir einen vom Pferd zu erzählen. Wie auch immer: Mal abwarten, was es auf der RPC so an Gewan­dung geben wird – und dann ist da ja auch noch dieses Inter­net.
Anson­sten war in dieser Hin­sicht auf der Spiel in diesem Jahr weitest­ge­hend tote Hose.

SHADOWRUN

Cover Shadowrun 5Ich bin seit vie­len Jahren ein großer Fan des SHADOWRUN-Uni­ver­sums. Und man möge mich hier bitte wörtlich nehmen: das Set­ting, also alt­deutsch der Hin­ter­grund, war damals, als das Spiel erschien, ein­fach grandios, und diverse Romane von US-Autoren bis heute der absolute Ham­mer. Exem­plar­isch sei hier nur mal Nigels Find­leys 2XS genan­nt. Das Sys­tem hielt ich allerd­ings schon immer so über­flüs­sig wie einen Kropf, es ist aufge­blasen und das Wür­feln von »Erfol­gen« macht es unberechen­bar. Und das ist wörtlich gemeint: Man kann sich als Spiel­er seine Chan­cen nicht ein­fach so aus­rech­nen. Wer mir das nicht glaubt, der sollte sich mal Peer Schae­fers Aus­führun­gen zum The­ma Wahrschein­lichkeit­en in SHADOWRUN durch­le­sen. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass wed­er Spiel­er noch Spielleit­er ermessen kön­nen, ob eine Aktion erfol­gre­ich sein kann oder nicht. In den neueren Aufla­gen sollen die Spielmechaniken allerd­ings grundle­gend verän­dert wor­den sein.
SHADOWRUN ist in die Jahre gekom­men, genauer gesagt erschien die erste Aus­gabe bere­its im Jahr 1989. Die damals angenommene Tech­nik wurde in Teilen durch die Entwick­lun­gen der realen Welt über­holt, deswe­gen wurde der Hin­ter­grund bere­its an neue Tech­nolo­gien angepasst. Zur Messe Essen veröf­fentlichte Pega­sus die fün­fte Edi­tion des Klas­sik­ers, bemerkenswert daran ist, dass man das Hard­cov­er (plus einige Gim­micks wie Arche­typen-Sheets und -Poster) zum Preis von ger­ade mal 20 Euro verkauft (oder genauer gesagt: 19,99 Euro). Das ist es dur­chaus wert, her­vorge­hoben zu wer­den, denn für Regel­w­erke dieser Stärke, zudem noch als Hard­cov­er, sagen andere gern auch mal 60 Euro an.
Auch wenn ich es für eher unwahrschein­lich halte, dass ich die fün­fte Edi­tion spie­len werde, werfe ich einen – vielle­icht nos­tal­gisch getrübten – Blick hinein und werde später bericht­en, ob sie mir gefällt (was den Hin­ter­grund ange­ht, ich glaube nicht, dass ich SR-Regeln jemals werde mögen kön­nen – da habe ich ein ähn­lich­es Trau­ma wie bei DSA).

CAMPAIGN CARTOGRAPHER

cc3Eben­falls wieder mit einem Stand vertreten war die Karten­ze­ich­n­er-Soft­ware CAMPAIGN CARTOGRAPHER. Ich bin ja nun mit Anwen­der­soft­ware wirk­lich nicht unb­eleckt und komme auch mit schrägeren Benutze­r­ober­flächen, wie beispiel­sweise BLENDER zurecht. Meine Gehver­suche mit CC2 hat­te mich allerd­ings gründlich von dieser Soft­ware geheilt. Den­noch wollte ich mal sehen, wie es damit aus­sah. Und tat­säch­lich kon­terte man meine Aus­sage »das GUI und die Bedi­enung ist für Masochis­ten« mit: »Du kennst Ver­sion 2, oder?«. Ja, richtig die kan­nte ich. Jet­zt gibt es aber bere­its Ver­sion 3 und die wurde mir kurz vorge­führt. Ich muss anerken­nend fest­stellen, dass wirk­lich Einiges verbessert wurde, ger­ade was Han­dling und Benutze­r­ober­fläche ange­ht. Man kann jet­zt beispiel­sweise Umrisse automa­tisiert mit Wald (oder anderem) füllen, Ebenen­ef­fek­te anwen­den oder in der falschen Rei­hen­folge geset­zte Bergket­ten (früher die pure Hölle) automa­tisiert kor­rekt sortieren. Ich würde mir das ja wirk­lich gern mal im Detail anse­hen, aber lei­der gibt es keine Testver­sion. Auf der Web­seite weist man darauf hin, dass es ein Kaufrück­trittsrecht gibt, aber das stimmt mich nicht froh, denn erst ein­mal haben sie mein Geld. Eine Testver­sion wäre deut­lich angenehmer.
Was mich eben­falls abhält, sind weit­ere Gründe: Ich wäre inter­essiert an Stadtkarten und Detailplä­nen von Häusern. Bei­des gibt es als Addons, lei­der nicht als alle­in­ste­hende Soft­ware. Ich müsste also für meine Vorhaben gle­ich dreimal Pro­gramme erwer­ben: CAMPAIGN CARTOGRAPHER als Basis, für die Städte CITY DESIGNER und für die Innenan­sicht­en DUNGEON DESIGNER. Erschw­erend kommt hinzu, dass ich gern halb­wegs mod­erne Karten erstellen möchte, beispiel­sweise für Steam­punk-Szenar­ios oder -Büch­er, aber die gesamte Pro­duk­t­palette haupt­säch­lich auf Fan­ta­sy-Set­tings aus­gerichtet ist, mit einem weit­eren Schw­er­punkt auf Sci­ence-Fic­tion (oder sagen wir gle­ich: TRAVELLER). Auf meine Frage, ob es entsprechende Sym­bol­samm­lun­gen für Steam­punk gibt, kon­nte man nicht wirk­lich antworten, »eventuell in einem der Erweiterungs­sets«, hieß es. Das müsste ich dann allerd­ings nochmals zusät­zlich zum Haupt­pro­gramm und den bei­den Addons erwer­ben – und dann käme ich auf umgerech­net ins­ge­samt ca. 114 Euro. Auch wenn die Soft­ware offen­bar deut­lich verbessert wurde, muss ich mal länger darüber nach­denken, ob ich die Kohle wirk­lich aus­geben möchte – und auf Anhieb tendiere ich zu: nein, allein schon, weil mir kein­er sagen kon­nte, ob es Sym­bol­samm­lun­gen gibt, die meinen Wün­schen entsprechen.
Wer haupt­säch­lich Fan­ta­sy-Karten erstellen (auch für Table­top) oder Dun­geons visu­al­isieren möchte, sollte aber defin­i­tiv mal einen Blick wer­fen. Lei­der ist aber eben kein Testver­sion-Blick möglich, was ich ehrlich gesagt nicht nachvol­lziehen kann.

Spiele des Jahres: HANABI und DIE LEGENDEN VON ANDOR

hanabiWas ich vom Spiel des Jahres halte, habe ich bere­its des Öfteren deut­lich gemacht. Allzu oft gewin­nen plat­te Gähnkan­di­dat­en, bei denen man sich fra­gen muss, ob die Juroren auch schon mal wirk­lich gute Spiele gespielt haben. Der Gewin­ner in diesem Jahr ist HANABI, ein koop­er­a­tives Karten­spiel, das erst ein­mal eine ganz witzige Idee ver­fol­gt: man selb­st sieht seine Karten nicht, alle Mit­spiel­er aber schon. Man muss dann »Feuer­w­erke« ausle­gen. Was pro­saisch klingt, beschränkt sich tat­säch­lich darauf, dass man Zahlen in der kor­rek­ten Rei­hen­folge aneinan­der­legen muss.
Koop-Spiele sind was Feines, aber üblicher­weise ver­liert man die im Team, ohne dass jemand »schuld« ist. Bei HANABI ist jemand der Doofe, näm­lich jen­er, der durch falsches Ansagen dafür sorgt, dass alle ver­lieren. Bei einem Spiel mit Intri­gen und Hin­terlist wäre so etwas witzig, bei diesem Spiel sorgt das einzig und allein für Frust bei den­jeni­gen, die diese Fehler machen. Faz­it für mich: trotz des gerin­gen Preis­es (nor­maler­weise acht Euro, auf der Messe für sechs Euro), habe ich davon abge­se­hen, mir das zu kaufen.

HANABI
Antoine Bauza
Aba­cusspiele
2 – 5 Spiel­er • ab 8 Jahren
ca. 30 Minuten
ca. EUR 8,00 (Straßen­preis: 6 Euro)

andorVer­mut­lich weil immer wieder Kri­tik an den prämierten und oft lei­der eher plat­ten Main­stream-Spie­len laut wurde, führte man irgend­wann das »Ken­ner­spiel des Jahres« ein. Und tat­säch­lich find­en sich darunter bisweilen auch tat­säch­lich anspruchsvollere Ideen. So auch in diesem Jahr, denn gewon­nen hat DIE LEGENDEN VON ANDOR, ein koop­er­a­tives Spiel für zwei bis vier Per­so­n­en. Im Spielver­lauf agieren die Spiel­er gegen das Spiel und müssen ver­suchen zu ver­hin­dern, dass Mon­stren das Schloss erre­ichen.

Da ich ander­norts im Web schon Gutes über dieses Spiel hörte, habe ich mich entschlossen, es auf der Messe mal blind zu kaufen. Die Ausstat­tung sieht pri­ma aus, ich werde dem­nächst bericht­en, wie eine Test­ses­sion abge­laufen ist. Der Preis wird gern mal mit 40 Euro kol­portiert, das war wohl zur Ein­führung kor­rekt, Ama­zon sagt aktuell 28 Euro an, auf der Messe habe ich es für 24 Euro erhal­ten. Für die umgan­gre­iche Ausstat­tung völ­lig in Ord­nung.

DIE LEGENDEN VON ANDOR
Michael Men­zel
Kos­mos
2 – 4 Spiel­er • ab 10 Jahren
ca. 90 Minuten
ca. EUR 40.00 (Straßen­preis: EUR 27,00)

Boxshot FORTUNE AND GLORY
Boxshot FORTUNE AND GLORY

FORTUNE AND GLORY

Bei FORTUNE AND GLORY han­delt es sich um ein koop­er­a­tives Brettspiel vor einem Pulp-Hin­ter­grund in den 1930er Jahren. Die Spiel­er müssen zusam­me­nar­beit­en und sin­istre Organ­i­sa­tio­nen wie die Nazis (natür­lich) oder den Chica­go­er Mob daran hin­dern, mächtige Arte­fak­te in die Hände zu bekom­men. Dabei wer­den sie Namen der Arte­fak­te immer wieder neu aus mehreren Karten zusam­mengestellt und keine Runde gle­icht der anderen. Ich hat­te im Web diverse pos­i­tive Besprechun­gen dazu gefun­den und war an einem Kauf inter­essiert. Bei Ama­zon wer­den heftige 77,49 Euro ange­sagt und ich war davon aus­ge­gan­gen, dass ich FORTUNE UND GLORY auf der messe deut­lich preiswert­er würde bekom­men kön­nen. Doch diese Annahme stellte sich als irrig her­aus. Zwar hat­ten diverse Händler bere­its von dem Spiel gehört, es aber nicht dabei oder nicht im Pro­gramm. Gefun­den habe ich es an zwei Stän­den. Der eine nan­nte einen Preis von 80 Euro, der andere sog­ar 88 Euro. Auf Ver­hand­lun­gen woll­ten sich bei­de nicht ein­lassen. Soviel zum The­ma »Messepreise« – die haben doch den Schuss nicht gehört, da bekomme ich es ja sog­ar inklu­sive Por­to preis­gün­stiger, wenn ich es in den USA bestelle.

Anime-Katzen
Ani­me-Katzen

Und son­st so?

Bei Blick­en auf die feil­ge­bote­nen Spiele und deren Prinzipen oder Orig­i­nal­ität muss man immer wieder fest­stellen, dass die inter­na­tionalen Anbi­eter deut­lich kreativ­er sind, als die deutschen Ver­lage. Eben­so stellt man aber auch immer wieder fest, dass witzige neue Spiel­prinzip­i­en der aus­ländis­chen Spieleerfind­er im Jahr darauf gern mal in nur ger­ingfügig abgeän­dert­er Form bei den »Großen« auf­tauchen … Ein Schelm, der Arges dabei denkt …
Der Blick über den deutschen Teller­rand lohnt sich aber in jedem Jahr auf alle Fälle, denn vieles, was die inter­na­tionalen Anbi­eter vorstellen, geht in sein­er Orig­i­nal­ität weit über den deutschen Main­stream-Kram hin­aus.

Faz­it: Wie erwartet noch mis­er­abler im Bere­ich Rol­len­spiel und Co., deswe­gen hier auch keine Ent­täuschung, son­dern Erwartun­gen erfüllt. Im Bere­ich Gesellschaftsspiele ins­beson­dere durch Klein­ver­lage und inter­na­tionale Anbi­eter den­noch eine Reise wert. Fans von Spiele­main­stream sind hier ohne­hin im El Dora­do.

Creative Commons License

Fotos CC BY-NC-SA, Cov­er SHADOWRUN Copy­right Pega­sus Spiele, Cov­er CAMPAIGN CARTOGRAPHER Copy­right Pro­Fan­ta­sy, Cov­er HANABI Copy­right Aba­cusspiele, Cov­er LEGENDEN VON ANDOR Copy­right Kos­mos, Cov­er FORTUNE AND GLORY Copy­rigth Fly­ing Frog Pro­duc­tions

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

8 Kommentare for “Spiel 2013 in Essen – »neues Hallenkonzept«?”

sagt:

Ich muss sagen, ich mochte das neue Hal­lenkonzept. Es hat immer­hin für deut­lich mehr »Nor­ma­los« in Halle 2 gesorgt. So manch­er Jugendliche, der ganz und gar nicht nach Hob­by­ist aus­sah, ver­ließ Halle 2 glück­lich mit irgen­deinem Table­top oder Latexschw­ert.

Was den CC ange­ht – ich halte Soft­ware nach CAD Vor­bild wie aus Mitte der 90er nicht mehr für zeit­gemäß. Bei mir liegt er auch ungenutzt herum und hat viel Geld gekostet.

Stefan Holzhauer

sagt:

Naja, es war ja nun wirk­lich nicht so, als hätte sich früher nie­mand von den »Nor­ma­los« ins Rol­len­spiel­er-Ghet­to getraut … ;)

Ich fand die Aufteilung logis­tisch und von der Stim­mung her (Lärm, Über­schaubarkeit) grausig.

sagt:

Ich würde das Ganze nicht so neg­a­tiv betra­cht­en. Es stimmt schon, in punc­to Rol­len­spiel und spezielle Larp hat die Messe stark nachge­lassen. Ich fand die neuen Hallen nicht so schlecht, es war deut­lich heller über­all. Unüber­sichtlich: ja, aber das liegt auch ein biss­chen daran, dass man ja über die Jahre gewohnt war, dass alles fein an seinem immer gle­ichen Plätzchen stand.
Ich war nur einen Tag da, kann also über den Son­ntag nichts sagen. Warum ich mich über­haupt zu Wort melde, ist die schmäh­liche Nicht-Nen­nung des Spiels, von dem allerd­ings mehrere schöne Fotos den Weg in den Artikel gefun­den haben.
Das tolle Gelände, welch­es im Artikel zu sehen ist (Hafe­nan­lage) ist ein Auf­bau des Skrim­ish Games: Wol­sung. Die Mach­er dieses Spieles haben mich in den let­zten Jahren immer mehr beein­druckt. Es gibt nicht nur ein Rol­len­spiel dazu, nein, auch noch ein gutes Brettspiel und eben dieses Skir­mish Game. Die Minia­turen sind schön, und die Regeln nicht zu kom­plex. Für Steam­punk Begeis­terte ist es eigentlich ein Muss, sich das ein­mal ange­se­hen zu haben. Und es ist wed­er aus Ameri­ka, noch Eng­land, noch Frankre­ich, oder gar Deutsch­land, nein es ist aus Polen!

sagt:

Kurz gesagt – ich fand das neue Hal­lenkonzept auch als durch­weg angenehm und pos­i­tiv.

Für mich war die Messe insofern inter­es­sant, da ich dort ein inno­v­a­tives und völ­lig neues rol­len­spielo­ri­en­tiertes Spiel gefun­den habe, von dem man bis­lang noch nichts gehört oder gele­sen hat und das mich in Sachen optis­ch­er Gestalt und spielerisch­er Inno­va­tion echt beein­druckt hat.

Stefan Holzhauer

sagt:

Erst die Zähne lang machen und dann den Namen nicht nen­nen … Ts. ;)

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