Noch mehr Retrogaming: PC Classic Mini

Noch mehr Retrogaming: PC Classic Mini

Nach all den Retro-Kon­solen wie NES Clas­sic Mini, SNES Clas­sic Mini und Playsta­tion Clas­sic fol­gt jet­zt eine für eines der meist­genutzten Spiel­geräte über­haupt: MS-DOS PC. Der Name: PC Clas­sic Mini.

Die Gruppe hin­ter der Idee nen­nt sich Unit-e und die wollen noch in diesem Novem­ber oder Anfang Dezem­ber eine Crowd­fund­ing-Kam­pagne starten, um das Gerät zu real­isieren. Es soll in einem Gehäuse kom­men, das an die gel­blichen Gehäuse von PCs Ende der 80er Anfang der 90er erin­nert und via HDMI an mod­erne Dis­plays angeschlossen wer­den kön­nen. Auch hier wie bei den anderen Retro Kon­solen sollen vorin­stal­lierte Spiele dabei sein.

Jet­zt wird sich manch ein­er fra­gen: warum das Ganze?, da man auch einen mod­er­nen PC oder einen RasPi mit DOS­Box betreiben und an einen Fernse­her anschließen kann, um alte Games zu zock­en. Zum einen ist das Gerät kom­pakt und leicht trans­porta­bel, und im Gegen­satz zur Emu­la­tion via DOSBOX wer­den die Spiele auf dem PC Clas­sic Mini legal sein und müssen nicht aus zwielichti­gen Quellen besorgt wer­den – und das läuft eben ohne große Kon­fig­u­ra­tion out-of-the-box. Deswe­gen hat das Gerät aus mein­er Sicht dur­chaus seine Berech­ti­gung. Die entschei­dende Frage dürfte sein, wie teuer der PC Clas­sic Mini wer­den wird.

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Pro­mo­fo­to PC Clas­sic Mini Copy­right Unit-e

VR-Handschuh: Gegenstände in der virtuellen Realität anfassen

VR-Handschuh: Gegenstände in der virtuellen Realität anfassen

Wis­senschaftler von der EPFL (École poly­tech­nique fédérale de Lau­sanne) und ETH Zürich haben einen Hand­schuh vorgestellt, mit dem es möglich ist, Gegen­stände in der virtuellen Real­ität anz­u­fassen, und wie reale Dinge zu fühlen. Das Sys­tem soll ange­blich extrem real­is­tis­ches hap­tis­ches Feed­back erzeu­gen. Der Hand­schuh ist dabei mit ger­ade mal acht Gramm pro Fin­ger ultra­le­icht.

Das ist im Moment natür­lich noch eine Testver­sion und ich ver­mute, es wird noch etwas dauern, bis eine Con­sumer-Ver­sion davon auf den Markt kom­men wird, aber es ist eine weit­ere faszinierende Entwick­lung im Bere­ich VR.

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Intellivision Entertainment kündigt neue Konsole Amico an

Intellivision Entertainment kündigt neue Konsole Amico an

Schon seit einiger Zeit rauscht es im virtuellen Blät­ter­wald, nach­dem eine Fir­ma namens Intel­livi­sion eine neue Kon­sole angekündigt hat­te. Vor fast 40 Jahren erschien mit Mat­tels Intel­livi­sion die erste 16-Bit-Spielekon­sole, die damals mit eini­gen bahn­brechen­den Fea­tures aufzuwarten wusste. Der Erfolg des 1980 erschiene­nen Geräts war nicht so gigan­tisch wie bei anderen ähn­lichen Pro­duk­ten, aber es wur­den immer­hin über drei Mil­lio­nen Kon­solen inter­na­tion­al verkauft und es erschienen 125 Spiele. Ich besaß eben­falls eine und kon­nte aus Retro- und Nos­tal­giegrün­den kür­zlich eine ersteigern (die ich noch umbauen muss).

Jet­zt kündigt Intel­livi­sion die Kon­sole Ami­co an, die keine Emu­la­tion der alten bietet, also kein Retro-Gerät wie SNES Mini oder Playsta­tion Clas­sic ist, son­dern etwas ganz Neues, aber im Geiste der ersten Intel­livi­sion. Und wenn man sich das Line­up ansieht, dann sind Retro-Fans und Nutzer des Orig­i­nals defin­i­tiv eine der Ziel­grup­pen.

Ich halte es für über­aus mutig, neben Playsta­tion 4, XBox One und Switch als neuer Spiel­er in den Kon­solen­markt ein­steigen zu wollen, ins­beson­dere mit der Ankündi­gung, dass alle Spiele exk­lu­siv für die Ami­co erscheinen wer­den. Das erscheint mir heutzu­tage nicht mehr zeit­gemäß, auf der anderen Seite macht Nin­ten­do vor, dass es mit den richti­gen Pro­duk­ten immer noch Kon­solen verkauft.

Die Spiele sollen fam­i­lien­fre­undlich und »Ab zehn« spiel­bar sein. Es wird keine Spiele als Retail im Laden geben, son­dern auss­chließlich als Down­loads, zu Preisen zwis­chen 2,99 und 7,99 US-Dol­lar – und das ohne jeden DLC und ohne in-App-Käufe. Dabei will man Qual­ität den Vorzug vor Quan­tität geben und nur Spiele zulassen, die von Intel­livi­sion eine Art »Güte­siegel« bekom­men haben. Und auch wenn es eigentlich keine Retro-Kon­sole ist, find­en sich darauf 20 aufgepeppte und mod­ernisierte Fas­sun­gen von klas­sis­chen Intel­livi­sion-Games, aber auch ganz neue Spiele. Aus der Pressemit­teilung:

REIMAGINED GAMES

  • Includes updat­ed graph­ics, mod­ern­ized audio, addi­tion­al lev­els, mul­ti-play­er modes (local and online), tour­na­ment modes AND MORE!

  • Intel­livi­sion Clas­sics REIMAGINED and REMADE EXCLUSIVELY for the Intel­livi­sion Ami­co™: Astros­mash™, Shark! Shark!™, Base­ball, Night Stalk­er™, Ski­ing, Math Fun™, SNAFU™, Utopia™, Frog Bog™, Box­ing, Bowl­ing, Triple Action™, Tron Dead­ly Discs™, Cloudy Moun­tain: Crown of Kings, Star Strike™, Horse Rac­ing, Auto Rac­ing, B-17 Bomber™ AND MORE!

  • Atari Clas­sics REIMAGINED and REMADE EXCLUSIVELY for the Intel­livi­sion Ami­co™: Pong™, Aster­oids™, Cen­tipede™, Tem­pest™, Adven­ture™, Mis­sile Com­mand™, Yar’s Revenge™, Break­out™, Lunar Lan­der™, Night Dri­ver™, Sky Div­er™, War­lords™

  • Imag­ic Clas­sics REIMAGINED and REMADE EXCLUSIVELY for the Intel­livi­sion Ami­co™: Micro­sur­geon™, Atlantis™, Demon Attack™, Drac­u­la™, Beau­ty and the Beast™, Ice Trek™, Swords & Ser­pents™, Drag­on­fire™, Truckin‹™ AND MORE!

Oth­er Games REIMAGINED and REMADE EXCLUSIVELY for the Intel­livi­sion Ami­co™:

  • Min­er 2049er™

  • Super Burg­er­time™

  • Bad Dudes™

  • Cave­man Nin­ja™

  • Moon Patrol™

  • R-Type™

  • 10 Yard Fight™

  • Lode Run­ner™

  • Spe­lunk­er™

  • Kung-Fu Mas­ter™

  • MotoRace USA™

  • Trop­i­cal Angel™

  • Archon™

  • Toe­Jam & Earl™

Dem Line­up nach zu urteilen ist es dann doch irgend­wie eine Retro-Kon­sole. :)

Der Preis ist angedacht mit 149 bis 179 US-Dol­lar und somit im Ver­gle­ich zu anderen Geräten äußerst mod­er­at.

Dafür soll man unter anderem fol­gende Fea­tures bekom­men (Auss­chnitt aus der Pressemit­teilung):

CONTROLLERS
• 2 wire­less Blue­tooth con­trollers (up to 8 play­er com­pat­i­ble and con­nec­tiv­i­ty).
• 3 ½ inch (2:3 aspect ratio) Col­or Touch­screen.
• Pio­neer­ing tilt­ing posi­tion­al disc with sur­round­ing inter­ac­tive LED bor­der.
• 4 arcade-style tac­tile feed­back but­tons.
• Gyro­scope & Accelerom­e­ter.
• Force feed­back.
• Con­troller to be used hor­i­zon­tal­ly or ver­ti­cal­ly includ­ing dom­i­nant left or right hand usage.
• Qi (pro­nounced “CHEE”) wire­less onboard charg­ing.
• Speak­er
• Micro­phone
• Free down­load­able app enables mobile phones as addi­tion­al con­trollers (up to 8 play­ers).

HARDWARE & TECHNOLOGY
• State of the Art 21st Cen­tu­ry 2D Image Pro­cess­ing and Graph­ics Capa­bil­i­ty
• Intel­livi­sion Prism™ Onboard Inter­ac­tive Light­ing Tech­nol­o­gy.
• WiFi/BT & Eth­er­net Con­nec­tiv­i­ty.
• HDMI Video Out­put.
• Mul­ti­ple USB Ports
• Sys­tem Expan­sion Inter­face.

ONLINE
• Intel­livi­sion Online Store for the abil­i­ty to pur­chase addi­tion­al soft­ware.
• Mul­ti-play­er online gam­ing and struc­tured mul­ti-tiered tour­na­ment play.
• Time & Space Leader­board Sys­tem™ which includes high scores by loca­tions and cal­en­dar.
• Trophy/Achievement rewards sys­tem which awards unique accom­plish­ments to each play­er.

Ich werde dem Ding ganz sich­er eine Chance geben, dafür muss man allerd­ings noch etwas warten, denn der Launch ist erst für den 10. Okto­ber 2020 angekündigt (10 10 2020), und zwar für die USA, UK und Europa. Weit­ere Infor­ma­tio­nen find­et man auch auf der offiziellen Web­seite und Face­book.

Das Video zeigt etliche Aspek­te nochmal kom­prim­iert:

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Firmware 1.1.4 für The C64 Mini

Firmware 1.1.4 für The C64 Mini

Das lang erwartete Firmware-Update 1.1.4 für die Retro-Kon­sole The C64 Mini ist da. Wer es noch nicht weiß: The C64 Mini ist eine Retro-Kon­sole, die Spiele des klas­sis­chen Com­put­ers Com­modore C64 wieder spiel­bar macht, zu dem Zweck sind etliche davon vorin­stal­liert.

Man kon­nte auch bish­er schon weit­ere Games und Pro­gramme von einem USB-Stick nach­laden, das war allerd­ings bish­er wed­er ein­fach noch kom­fort­a­bel.  Das Update beseit­igt diese Prob­leme, man kann Dateien jet­zt über eine Benutze­r­ober­fläche laden.

Unter­stützt wer­den:

Disk images: D64, G64, D81, D82
Tape image file:T64, TAP
Andere: PRG, P00, CRT

Das Firmware-Update für den C64 Mini kann man auf der Web­seite der Anbi­eter herunter laden, und dann via USB auf dem Gerät instal­lieren. Alle Details und Hin­weise find­et man dort. Das werde ich dann gle­ich mal machen!

Pro­mo­fo­to und Screen­shot Copy­right 2018 Retro Games Ltd.

Sony Playstation Classic

Sony Playstation Classic

Sony möchte offen­bar eben­falls bei den Miniver­sio­nen klas­sis­ch­er Spielekon­solen mit­mis­chen, denn wie ger­ade  bekan­nt wird, soll noch in diesem Jahr eine Playsta­tion (One) Clas­sic Mini mit vorin­stal­lierten Spie­len erscheinen.

Das Gerät ist ca. 45% kein­er als das Orig­i­nal und es sind 20 Spiele auf dem Gerät vorhan­den. Welche das genau sein wer­den ist derzeit noch nicht klar, bekan­nt ist aber, dass Final Fan­ta­sy VII, Jump­ing Flash, Ridge Rac­er Type 4, Tekken 3 und Wild Arms drauf sein wer­den.

Die Playsta­tion Clas­sic Mini (oder wie auch immer sie heißen wird) wird über einen HDMI-Aus­gang ver­fü­gen, ein Kabel soll beiliegen. Eben­falls im Paket sind zwei Con­troller, so dass man gegeneinan­der spie­len kann (was bei Spie­len wie TEKKEN 3 eine Menge Sinn ergibt).

Die Retro-Playsta­tion soll noch rechtzeit­ig vor Wei­h­nacht­en erscheinen. In den USA soll der Preis bei 100 Euro liegen, bei uns ver­mut­lich also etwas höher. Für das Gebotene im Ver­gle­ich zu Nin­ten­do und Co in meinen Augen zu teuer.

Update: Verkauf­sstart in den USA ist am 3. Dezem­ber 2018.

Update: Hierzu­lande soll das Gerät 100 Euro kosten, ein Net­zteil liegt nicht bei.

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Presse­fo­to Playsta­tion Mini Copy­right Sony

Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Auf Kick­starter läuft ger­ade eine Crowd­fund­ing-Kam­pagne für den »Flip Grip«, ein Zube­hörteil für die Kon­sole Nin­ten­do Switch. Man kann manche Arcade-Klas­sik­er darauf so spie­len, wie sie auch auf den Standgeräten damals liefen: Ver­tikal. Allerd­ings ist die Kon­sole dafür eigentlich nicht aus­gelegt, denn die Con­troller befind­en sich an der linken und recht­en Seite – oder alter­na­tiv kop­pelt man sie ab und hält sie zum Zock­en in der Hand.

Der Flip Grip löst das Prob­lem, es han­delt sich um eine Fas­sung, in die die Kon­sole ver­tikal posi­tion­iert wer­den kann. Die bei­den Con­troller kann man dann rechts und links andock­en. Damit kann man dann Klas­sik­er wie Gala­gaIkaru­ga oder Strik­ers 1945 vernün­ftig ver­tikal spie­len.

Der Preis ist eigentlich ein No-Brain­er, man kann das Pro­jekt für 12 Dol­lar unter­stützen und erhält dann einen Flip Grip. Für Deutsch­land kom­men noch läp­pis­che drei Dol­lar Ver­sand­kosten hinzu. Man bleibt also auch noch unter dem Frei­be­trag von 22 Euro, so dass am Zoll kein­er­lei Prob­leme zu erwarten sein soll­ten.

Mit­machen kann der Switch-Nutzer auf Kick­starter. Das Pledge-Goal wurde bere­its erre­icht. Geliefert wer­den soll im Novem­ber 2018. Mein Geld haben Sie, trotz einiger spek­takulär geplatzter Kick­starter-Pro­jek­te halte ich 15 Dol­lar für ein äußerst über­schaubares Risiko, auch wenn ich von größeren Crowd­fund­ings inzwis­chen abse­he.

Pro­mo­fo­to Flip Grip Copy­right Fangamer

Im Angebot: The C64 Mini

Im Angebot: The C64 Mini

Ich hat­te schon über den C64 Mini berichtet. Für die Unwis­senden: Es han­delt sich um eine Miniat­u­raus­gabe des leg­endären C64 inklu­sive Joy­stick, auf dem etliche Spieleklas­sik­er aus jen­er gold­e­nen Zeit der Heim­com­put­er vorin­stal­liert sind. Man kann aber auch weit­ere Games via Flash-Spe­ich­er (USB-Stick) auf das Gerät bekom­men, diese Unter­stützung wird mit jed­er neuen Firmware­ver­sion bess­er.

Ursprünglich kostete das in Deutsch­land von Koch Media ver­triebene Gerät mal 85 Euro, bei Ama­zon erhält man ihn aktuell für 77 Euro.

Alter­nate hat allerd­ings heute ein Son­derange­bot, da muss man für die Retro-Kon­sole nur 67 Euro (plus 6 Euro Ver­sand­kosten) auf den virtuellen Tisch des Onli­neshops leg­en. Für Retro-Fans, die ohne­hin mit der Anschaf­fung des C64 Mini liebäugeln, ein echter Schnap­per. Mir nutzt das lei­der nichts, ich hab das Ding schon lange und bin sehr ange­tan.

Und eine erfreulich andere Ver­bre­itungspoli­tik als die kün­stliche Verk­nap­pung, die Nin­ten­do bei seinen Clas­sic-Kon­solen betreibt.

Zeit zum Kauf bei Alter­nate hat man noch fast sechs Tage oder bis das Ding ausverkauft ist. Pro Haushalt kann man ein Gerät bekom­men.

Pro­mo­fo­to The C64 Mini Copy­right Koch Media

Sony denkt angeblich über Playstation One Classic Mini nach

Sony denkt angeblich über Playstation One Classic Mini nach

In den Chefe­ta­gen bei Sony scheint man bemerkt zu haben, wie über­aus erfol­gre­ich Nin­ten­dos Clas­sic Mini-Ver­sio­nen der NES und der SNES waren. Und auch der C64 Mini verkauft sich ziem­lich gut (auch wenn hier glück­licher­weise keine Strate­gie der kün­stlichen Verk­nap­pung gefahren wird).

Deswe­gen denkt man bei Sony jet­zt gegenüber japanis­chen Medi­en laut über eine ähn­liche Option für die Playsta­tion One nach. CEO John Kodera sagte, dass es inner­halb der Fir­ma Diskus­sio­nen gäbe, wie man so etwas umset­zen könne. Aktuell könne er allerd­ings noch nichts ankündi­gen.

Dürfte inter­es­sant sein zu sehen, ob und vor allem wie sie das tat­säch­lich umset­zen. Denn im Gegen­satz zu Games für NES, SNES und C64, die von der Daten­menge her sehr klein sind, brin­gen PS1-Spiele schon etliche Megabyte auf die imma­terielle Waage, wenn also Spiele vorin­stal­liert sind, müsste der Spe­ich­er schon ganz ordentlich sein – aber genau das ist heutzu­tage eigentlich kein Prob­lem mehr.

Eine Art Neuau­flage der PSOne, also mit Discs als Massen­spe­ich­er, halte ich für eher unwahrschein­lich.

Bild PSOne aus der Wikipedia, Pub­lic Domain

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

»Ein Spiel von den Mach­ern von MONUMENT VALLEY« – war ein­er der Teaser­sprüche für die App LAND’S END für die Ocu­lus Go. Da ich das Head­set neu habe, und zum Testen ein Game kaufen wollte, griff ich für 4,99 Euro zu. Wenn es von ust­wo games ist, kann es so übel nicht sein – dachte ich.

Tat­säch­lich ist das Spiel an sich nicht schlecht. Man bewegt sich per Kurztele­por­ta­tio­nen durch eine stil­isierte aber ziem­lich stim­mungsvolle low-poly-Land­schaft und muss hier ver­schiedene Rät­sel lösen, die zum einen darin beste­hen, Punk­te mit Pow­er­lin­ien zu verbinden, um irgend­was zu aktivieren, das einen dann im Spiel weit­er bringt. Bisweilen muss man auch Steine herum­levi­tieren, um diese Verbindun­gen möglich zu machen. Was sich jet­zt rel­a­tiv sim­pel anhört, kön­nte ein ganz grandios­es Game sein.

Warum nur »kön­nte«?

Weil man für 4,99 ger­ade mal fünf Lev­el bekommt und die hat­te ich ohne große Eile und mit Herumpro­bieren an den Rät­seln in knapp 40 Minuten durch, das halte ich für eine Frech­heit. Man kann das höch­stens als Demo ein­stufen, als Appe­tiz­er – und dafür ist es zu teuer. LAND’S END wirkt für mich, als habe man ust­wo games gesagt: »Macht mal schnell was zum Launch der Ocu­lus Go, das kön­nen wir dann teuer vertick­en!« Aber das stimmt nicht, denn es gab das Game bere­its für die Gear VR – da kostete es sog­ar 7,99 Euro.

Wäre es ein voll­ständi­ges Spiel mit mehr Lev­eln würde ich für die Real­isierung, Stim­mung, Musik und vor allem die cle­vere VR-Steuerung ver­mut­lich fünf Sterne vergeben. Für Preis/Leistung kann ich allerd­ings nur einen Stern gewähren, und das nur mit viel Wohlwollen für das eigentlich nette Spiel­prinzip und die Umset­zung auf der Ocu­lus Go.

Und deswe­gen ist der Kurztest ein Kurztest: weil das Spiel zu kurz ist …

Investiert euer Geld lieber woan­ders oder wartet darauf, dass LAND’S END im Ange­bot ist. 99 Cent hielte ich für angemessen. Sowas klop­pen Indie-Entwick­ler ver­mut­lich an einem Woch­enende in Uni­ty zusam­men.

Pro­mo­grafik LAND’S END Copy­right ust­wo games

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Ich war äußerst skep­tisch, als ich von der Ocu­lus Go hörte, einem stand­alone VR-Head­set mit einge­bautem Android-Mini­com­put­er, das Vir­tu­al Real­i­ty ohne Strip­pen ermöglichen soll. Denn ich besitze auch eine Ocu­lus Rift und kenne deren Leis­tungsan­forderun­gen für den Rech­n­er und auch die Prob­leme durch die exter­nen Sen­soren, die das Spiel­er­leb­nis an vie­len Stellen doch so erhe­blich ein­schränken, dass ich die Brille lei­der trotz eigentlich großar­tiger VR-Erfahrung kaum noch nutze.

Nach den ersten Rück­mel­dun­gen zur Go-Vari­ante war ich dann doch neugierig und habe eine geordert. das geht aktuell nur über die offizielle Ocu­lus-Seite, für Europa wer­den die Head­sets aus den Nieder­lan­den geliefert und die Brille war ratz­fatz da (ich gehe aber davon aus, dass es die Brille dem­nächst auch bei Ama­zon und Co geben wird). Der Preis liegt bei 220 Euro für die 32 GB-Vari­ante und 270 Euro für die 64 GB-Ver­sion. Die Spe­icherangabe sagt wie beim Smart­phone, wie viele Apps auf das Gerät passen.

Die Ocu­lus Go kommt in grauem Fin­ish und erfreulich kom­pakt daher. Als Bril­len­träger hat­te ich arge Sor­gen, ob die Sehhil­fe darunter passt, aber hier hat man ganz offen­sichtlich von der Rift gel­ernt: Man kann einen zusät­zlichen Abstand­hal­ter ein­set­zen und mit dem passt meine Brille völ­lig prob­lem­los unter die Maske. Auch anson­sten hat man in Sachen Bequem­lichkeit von den Erfahrun­gen mit den Vorgänger­mod­ellen offen­sichtlich gel­ernt.

Um das Gerät kon­fig­uri­eren zu kön­nen, benötigt man zwin­gend ein Smart­phone und eine App, die gibts für Android und iOS, sowie einen Account bei Ocu­lus. Hier­bei sollte der Dat­en-Para­noik­er immer bedenken, dass hin­ter dem Unternehmen Face­boook ste­ht, und dass mit Sicher­heit Dat­en über den Nutzer und die Nutzung gesam­melt wer­den, auch wenn man an den Berech­ti­gun­gen und den Pri­vat­sphäre-Ein­stel­lun­gen schrauben kann.
Die App führt den Nutzer dann auch durch die Erstin­stal­la­tion und gibt ein paar Bedi­en­hin­weise, das geht dann nach dem Auf­set­zen naht­los in der VR weit­er.

Der Ocu­lus Go liegt ein min­i­mal­is­tis­ch­er Con­troller bei. Zumin­d­est wirkt der auf den ersten Blick min­i­mal­is­tisch, tat­säch­lich hat man eine erstaunliche Menge an Funk­tio­nen in das kleine Gerät gesteckt, neben drei Knöpfen auch ein Gamepad mit Touch-Funk­tion, damit kann man eine Menge machen.

Was mir als erstes auffiel: Das Head­track­ing und die Erken­nung des Con­troller sind fast schon erschreck­end gut, und das ohne jegliche externe Sen­soren. Als zweites muss ich äußerst verblüfft die Ton­wieder­gabe nen­nen. Obwohl keine Kopfhör­er oder Laut­sprech­er zu erken­nen sind, wird der Sound ziem­lich präzise auf die Ohren pro­jiziert und das in ein­er für diese Tech­nik erstaunlich guten, wenn auch etwas mit­ten­lasti­gen, Qual­ität. Wer etwas Ela­bori­ert­eres möchte, kann einen Kopfhör­er anschließen.
Beim Head­track­ing wird der VR-Vet­er­an fest­stellen, dass bei manchen Sit­u­a­tio­nen dann die exter­nen Sen­soren oder ein Raum­track­ing doch fehlen, denn man kann beispiel­sweise nicht durch Bewe­gung des Kopfes »an Objek­ten vor­bei schauen«, oder zumin­d­est nur sehr rudi­men­tär, aber das kann man durch cle­vere Pro­gram­mierung der Apps wieder wett machen.

Was die Brille für diesen Preis bietet ist abso­lut überzeu­gend und kön­nte einen weit­eren Schritt zum Durch­bruch von VR-Lösun­gen darstellen. Gut: Bei einem mobilen Rech­n­er muss man Ein­bußen bei der Grafikqual­ität hin­nehmen, aber wie wir wis­sen, ist der Spiel­witz let­z­tendlich wichtiger als hochau­flösende Kil­ler­grafik. audio­vi­suelle Stim­mung und geschick­tes Game­play sind für die Immer­sion oft auss­chlaggeben­der.

Die Auswahl an Apps ist derzeit noch etwas beschränkt, aber ich bin ziem­lich sich­er, dass sich das schnell ändern wird, denn auch für die Ocu­lus Go kann man ein­fachst mit den üblichen Entwick­lung­sumge­bun­gen Spiele erstellen.
Neben Spie­len gibt es diverse »Expe­ri­ences«, beispiel­sweise 3D-Filme, unter denen lei­der auch etliche mit geringer Auflö­sung, die man sich nicht wirk­lich geben möchte. Auch Net­flix kann man mit der Brille im Kino­for­mat anse­hen, wenn man unbe­d­ingt möchte.
Neben den speziell für die Go konzip­ierten Apps hat man zudem Zugriff auf solche, die eigentlich für Sam­sungs Gear VR gedacht waren, hier möglicher­weise mit eingeschränk­ten Möglichkeit­en, da nicht für die Go opti­miert.

Her­ausheben möchte ich noch die Social Fea­tures, denn die Soft­ware bietet die Möglichkeit, sich einen Raum einzuricht­en, in dem man sich mit Fre­un­den (die eben­falls eine Go besitzen) tre­f­fen und ver­schiede­nen Aktiv­itäten nachge­hen kann, beispiel­sweise zusam­men Videos schauen, oder (im Moment noch sehr sim­ple) Games zusam­men zu spie­len. Hier erhascht man aber schon mal einen kleinen Aus­blick auf das, was hier möglich sein kön­nte, nicht nur bei Spie­len, son­dern auch in Sachen Telepräsenz oder Zusam­me­nar­beit­en über Ent­fer­nun­gen.

Mein beina­he einziger Kri­tikpunkt ist die Akku­laufzeit, denn der wird durch die Games doch ordentlich leerge­so­gen (nach ein­er Stunde Nutzung mit Spie­len ist der Akku halb leer). Dem kann man durch eine Power­bank ent­ge­gen­wirken, dann ist man auch weit­er­hin nicht mit einem Net­zgerät verk­a­belt. Zweit­er klein­er Kri­tikpunkt ist genau das fehlende Net­zteil, aber man kann jedes Handy­ladegerät mit Micro-USB-Steck­er ver­wen­den, und davon liegen heutzu­tage in jedem Haushalt eh mehrere herum.

Alles in allem ist die Ocu­lus Go im Erstein­druck ein ganz großar­tiges Stück Hard­ware, ins­beson­dere für diesen Preis, das mit seinen aus­gek­lügel­ten Fea­tures und ergonomis­ch­er Bedi­enung auch nicht-Nerds bei ersten Aus­flü­gen in die VR glück­lich machen dürfte. Und das gilt ins­beson­dere auch wegen der Frei­heit, das Ding ohne jegliche Verk­a­belung qua­si über­all nutzen zu kön­nen.

Nach­trag: Per USB an den Rech­n­er angeschlossen meldet sich das Ding als Massen­spe­ich­er, man kann also Medi­en wie Fotos oder Filme direkt darauf laden, ohne den Umweg über die App gehen zu müssen. Und ich hoffe, dass man darüber auch eigene Exper­i­mente in Uni­ty oder anderen Game Engines auf die Kiste bekommt, ohne über den Ocu­lus App­store gehen zu müssen. Mal sehen, was die Spezial­is­ten auf Red­dit dazu sagen.

Fotos von mir

Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Ich stelle die Frage gle­ich an den Anfang des Artikels: Han­delt es sich um ein echt­es Gerät oder um eine virale Wer­bung für etwas anderes, beispiel­sweise einen Film, eine Serie oder ein Spiel?

Wie aus dem Nichts tauchen ger­ade Clips und Hin­weise zu einem neuen Gam­ing Device namens Azan­a­Band auf. Dabei han­delt es sich um ein Hals­band, das ins­beson­dere bei Vir­tu­al Real­i­ty-Spie­len getra­gen wer­den soll. Das Gerät soll in der Lage sein, Gefüh­le wie Glück, Angst und Schmerz in den Kör­p­er des Trägerrs zu induzieren. Klingt bek­loppt? Sehe ich auch so.

Inter­es­san­ter­weise sind sowohl Videos wie auch die Web­seite azanaband.com geoge­blockt, so dass man sie sich nicht anse­hen kann. Inter­es­san­ter­weise kann ich die Seite aber auch über ein VPN mit ver­schiede­nen falschen Herkun­ft­slän­dern (ich habe USA, Kana­da, Rus­s­land und Aus­tralien getestet) nicht erre­ichen, was mich in der Ansicht bestätigt, dass es sich um eine virale Wer­bung für irgend­was han­delt. Ein Video zeigt die Wer­bung für das Ding

Es gibt einen Clip in dem das Ding ange­blich getestet wird, der ist allerd­ings nicht son­der­lich glaub­würdig. Bin ges­pan­nt, was dabei her­aus kommt und attestiere dieser viralen Wer­bung einige Orig­i­nal­ität. Span­nend.

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Nach ein wenig Recherche: Ah, schau an: Ein WHOIS auf den Domain­na­men hat mich weit­er gebracht. Die Domain azanaband.com gehört dem britis­chen TV-Sender Chan­nel 4. Also wird es tat­säch­lich um eine Serie oder einen Fernse­hfilm gehen. Und wenn man sein VPN auf eine IP in Eng­land stellt, kann man sich auch das ange­bliche Wer­be­v­ideo und die Web­seite anse­hen:

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Tja, Chan­nel 4, die Web­seite auf euch zu reg­istri­eren war ziem­lich doof, damit ist die Katze lei­der zu schnell aus dem Sack.

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

Hyper­kin ist ein kali­for­nisch­er Anbi­eter für Geräte, um Retro-Kon­solen-Games auf aktueller Hard­ware und an mod­er­nen Dis­plays spie­len zu kön­nen. Beispiele sind die Retron3 oder Retron 5, in die man Car­tridges von NES, SNES oder Sega steck­en kann. Oder der Smart­boy, eine Zusatzhard­ware mit Knöpfen im Game­boy-Stil, in das man ein Smart­phone steckt und das Game­boy- und Game­boy-Col­or Spiele in einem Car­tridge-Slot aufn­immt, die man dann über einen Emu­la­tor spie­len kann (was verblüf­fend gut funk­tion­iert, wenn man es schafft das zum Laufen zu bekom­men, auf den Sup­port von Hyper­kin sollte man sich dabei allerd­ings nicht ver­lassen, der ist mit »grot­tig« noch sehr fre­undlich umschrieben).

Zur CES kündigt die Fir­ma jet­zt den Ultra Game Boy an, ein Hand­held-Gerät, etwas klein­er als ein orig­i­nal-Game­boy, dafür mit einem Alu­mini­umge­häuse und Farb­dis­play, der dem Vor­bild täuschend nachge­bildet ist. Und zeigt sog­ar schon Pro­to­typen. Auch hier passen in die Slots Car­tridges von Game­boy und Game­boy Col­or. Das Gerät soll zum Preis von 100 Dol­lar verkauft wer­den. Verbesserun­gen zum Orig­i­nal sind zum Beispiel Stere­o­laut­sprechen und Stereo-Out (eine Vernei­gung in Rich­tung all der Musik­er, die mit dem Game­boy Chip­tune-Songs schreiben, die sollen wohl auch dieses Gerät nutzen kön­nen). Der Akku kann via USB-C geladen wer­den und hält ca. sechs Stun­den durch.

Der Ultra Game Boy soll bis Ende Som­mer 2018 auf den Markt kom­men – falls Nin­ten­do sie nicht mit Kla­gen überzieht, würde ich mal annehmen (aber das ist bei anderen Pro­duk­ten inter­es­san­ter­weise noch nicht passiert) …

Offizielle Presse­bilder von Hyper­kin gibt es nicht, man kann sich das wirk­lich wer­tig ausse­hende Gerät aber bei Giz­mo­do anse­hen.

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