Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Auf Kickstarter läuft gerade eine Crowdfunding-Kampagne für den “Flip Grip”, ein Zubehörteil für die Konsole Nintendo Switch. Man kann manche Arcade-Klassiker darauf so spielen, wie sie auch auf den Standgeräten damals liefen: Vertikal. Allerdings ist die Konsole dafür eigentlich nicht ausgelegt, denn die Controller befinden sich an der linken und rechten Seite – oder alternativ koppelt man sie ab und hält sie zum Zocken in der Hand.

Der Flip Grip löst das Problem, es handelt sich um eine Fassung, in die die Konsole vertikal positioniert werden kann. Die beiden Controller kann man dann rechts und links andocken. Damit kann man dann Klassiker wie GalagaIkaruga oder Strikers 1945 vernünftig vertikal spielen.

Der Preis ist eigentlich ein No-Brainer, man kann das Projekt für 12 Dollar unterstützen und erhält dann einen Flip Grip. Für Deutschland kommen noch läppische drei Dollar Versandkosten hinzu. Man bleibt also auch noch unter dem Freibetrag von 22 Euro, so dass am Zoll keinerlei Probleme zu erwarten sein sollten.

Mitmachen kann der Switch-Nutzer auf Kickstarter. Das Pledge-Goal wurde bereits erreicht. Geliefert werden soll im November 2018. Mein Geld haben Sie, trotz einiger spektakulär geplatzter Kickstarter-Projekte halte ich 15 Dollar für ein äußerst überschaubares Risiko, auch wenn ich von größeren Crowdfundings inzwischen absehe.

Promofoto Flip Grip Copyright Fangamer

Im Angebot: The C64 Mini

Im Angebot: The C64 Mini

Ich hatte schon über den C64 Mini berichtet. Für die Unwissenden: Es handelt sich um eine Miniaturausgabe des legendären C64 inklusive Joystick, auf dem etliche Spieleklassiker aus jener goldenen Zeit der Heimcomputer vorinstalliert sind. Man kann aber auch weitere Games via Flash-Speicher (USB-Stick) auf das Gerät bekommen, diese Unterstützung wird mit jeder neuen Firmwareversion besser.

Ursprünglich kostete das in Deutschland von Koch Media vertriebene Gerät mal 85 Euro, bei Amazon erhält man ihn aktuell für 77 Euro.

Alternate hat allerdings heute ein Sonderangebot, da muss man für die Retro-Konsole nur 67 Euro (plus 6 Euro Versandkosten) auf den virtuellen Tisch des Onlineshops legen. Für Retro-Fans, die ohnehin mit der Anschaffung des C64 Mini liebäugeln, ein echter Schnapper. Mir nutzt das leider nichts, ich hab das Ding schon lange und bin sehr angetan.

Und eine erfreulich andere Verbreitungspolitik als die künstliche Verknappung, die Nintendo bei seinen Classic-Konsolen betreibt.

Zeit zum Kauf bei Alternate hat man noch fast sechs Tage oder bis das Ding ausverkauft ist. Pro Haushalt kann man ein Gerät bekommen.

Promofoto The C64 Mini Copyright Koch Media

Sony denkt angeblich über Playstation One Classic Mini nach

Sony denkt angeblich über Playstation One Classic Mini nach

In den Chefetagen bei Sony scheint man bemerkt zu haben, wie überaus erfolgreich Nintendos Classic Mini-Versionen der NES und der SNES waren. Und auch der C64 Mini verkauft sich ziemlich gut (auch wenn hier glücklicherweise keine Strategie der künstlichen Verknappung gefahren wird).

Deswegen denkt man bei Sony jetzt gegenüber japanischen Medien laut über eine ähnliche Option für die Playstation One nach. CEO John Kodera sagte, dass es innerhalb der Firma Diskussionen gäbe, wie man so etwas umsetzen könne. Aktuell könne er allerdings noch nichts ankündigen.

Dürfte interessant sein zu sehen, ob und vor allem wie sie das tatsächlich umsetzen. Denn im Gegensatz zu Games für NES, SNES und C64, die von der Datenmenge her sehr klein sind, bringen PS1-Spiele schon etliche Megabyte auf die immaterielle Waage, wenn also Spiele vorinstalliert sind, müsste der Speicher schon ganz ordentlich sein – aber genau das ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr.

Eine Art Neuauflage der PSOne, also mit Discs als Massenspeicher, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Bild PSOne aus der Wikipedia, Public Domain

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

“Ein Spiel von den Machern von MONUMENT VALLEY” – war einer der Teasersprüche für die App LAND’S END für die Oculus Go. Da ich das Headset neu habe, und zum Testen ein Game kaufen wollte, griff ich für 4,99 Euro zu. Wenn es von ustwo games ist, kann es so übel nicht sein – dachte ich.

Tatsächlich ist das Spiel an sich nicht schlecht. Man bewegt sich per Kurzteleportationen durch eine stilisierte aber ziemlich stimmungsvolle low-poly-Landschaft und muss hier verschiedene Rätsel lösen, die zum einen darin bestehen, Punkte mit Powerlinien zu verbinden, um irgendwas zu aktivieren, das einen dann im Spiel weiter bringt. Bisweilen muss man auch Steine herumlevitieren, um diese Verbindungen möglich zu machen. Was sich jetzt relativ simpel anhört, könnte ein ganz grandioses Game sein.

Warum nur “könnte”?

Weil man für 4,99 gerade mal fünf Level bekommt und die hatte ich ohne große Eile und mit Herumprobieren an den Rätseln in knapp 40 Minuten durch, das halte ich für eine Frechheit. Man kann das höchstens als Demo einstufen, als Appetizer – und dafür ist es zu teuer. LAND’S END wirkt für mich, als habe man ustwo games gesagt: “Macht mal schnell was zum Launch der Oculus Go, das können wir dann teuer verticken!” Aber das stimmt nicht, denn es gab das Game bereits für die Gear VR – da kostete es sogar 7,99 Euro.

Wäre es ein vollständiges Spiel mit mehr Leveln würde ich für die Realisierung, Stimmung, Musik und vor allem die clevere VR-Steuerung vermutlich fünf Sterne vergeben. Für Preis/Leistung kann ich allerdings nur einen Stern gewähren, und das nur mit viel Wohlwollen für das eigentlich nette Spielprinzip und die Umsetzung auf der Oculus Go.

Und deswegen ist der Kurztest ein Kurztest: weil das Spiel zu kurz ist …

Investiert euer Geld lieber woanders oder wartet darauf, dass LAND’S END im Angebot ist. 99 Cent hielte ich für angemessen. Sowas kloppen Indie-Entwickler vermutlich an einem Wochenende in Unity zusammen.

Promografik LAND’S END Copyright ustwo games

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Ich war äußerst skeptisch, als ich von der Oculus Go hörte, einem standalone VR-Headset mit eingebautem Android-Minicomputer, das Virtual Reality ohne Strippen ermöglichen soll. Denn ich besitze auch eine Oculus Rift und kenne deren Leistungsanforderungen für den Rechner und auch die Probleme durch die externen Sensoren, die das Spielerlebnis an vielen Stellen doch so erheblich einschränken, dass ich die Brille leider trotz eigentlich großartiger VR-Erfahrung kaum noch nutze.

Nach den ersten Rückmeldungen zur Go-Variante war ich dann doch neugierig und habe eine geordert. das geht aktuell nur über die offizielle Oculus-Seite, für Europa werden die Headsets aus den Niederlanden geliefert und die Brille war ratzfatz da (ich gehe aber davon aus, dass es die Brille demnächst auch bei Amazon und Co geben wird). Der Preis liegt bei 220 Euro für die 32 GB-Variante und 270 Euro für die 64 GB-Version. Die Speicherangabe sagt wie beim Smartphone, wie viele Apps auf das Gerät passen.

Die Oculus Go kommt in grauem Finish und erfreulich kompakt daher. Als Brillenträger hatte ich arge Sorgen, ob die Sehhilfe darunter passt, aber hier hat man ganz offensichtlich von der Rift gelernt: Man kann einen zusätzlichen Abstandhalter einsetzen und mit dem passt meine Brille völlig problemlos unter die Maske. Auch ansonsten hat man in Sachen Bequemlichkeit von den Erfahrungen mit den Vorgängermodellen offensichtlich gelernt.

Um das Gerät konfigurieren zu können, benötigt man zwingend ein Smartphone und eine App, die gibts für Android und iOS, sowie einen Account bei Oculus. Hierbei sollte der Daten-Paranoiker immer bedenken, dass hinter dem Unternehmen Faceboook steht, und dass mit Sicherheit Daten über den Nutzer und die Nutzung gesammelt werden, auch wenn man an den Berechtigungen und den Privatsphäre-Einstellungen schrauben kann.
Die App führt den Nutzer dann auch durch die Erstinstallation und gibt ein paar Bedienhinweise, das geht dann nach dem Aufsetzen nahtlos in der VR weiter.

Der Oculus Go liegt ein minimalistischer Controller bei. Zumindest wirkt der auf den ersten Blick minimalistisch, tatsächlich hat man eine erstaunliche Menge an Funktionen in das kleine Gerät gesteckt, neben drei Knöpfen auch ein Gamepad mit Touch-Funktion, damit kann man eine Menge machen.

Was mir als erstes auffiel: Das Headtracking und die Erkennung des Controller sind fast schon erschreckend gut, und das ohne jegliche externe Sensoren. Als zweites muss ich äußerst verblüfft die Tonwiedergabe nennen. Obwohl keine Kopfhörer oder Lautsprecher zu erkennen sind, wird der Sound ziemlich präzise auf die Ohren projiziert und das in einer für diese Technik erstaunlich guten, wenn auch etwas mittenlastigen, Qualität. Wer etwas Elaborierteres möchte, kann einen Kopfhörer anschließen.
Beim Headtracking wird der VR-Veteran feststellen, dass bei manchen Situationen dann die externen Sensoren oder ein Raumtracking doch fehlen, denn man kann beispielsweise nicht durch Bewegung des Kopfes “an Objekten vorbei schauen”, oder zumindest nur sehr rudimentär, aber das kann man durch clevere Programmierung der Apps wieder wett machen.

Was die Brille für diesen Preis bietet ist absolut überzeugend und könnte einen weiteren Schritt zum Durchbruch von VR-Lösungen darstellen. Gut: Bei einem mobilen Rechner muss man Einbußen bei der Grafikqualität hinnehmen, aber wie wir wissen, ist der Spielwitz letztendlich wichtiger als hochauflösende Killergrafik. audiovisuelle Stimmung und geschicktes Gameplay sind für die Immersion oft ausschlaggebender.

Die Auswahl an Apps ist derzeit noch etwas beschränkt, aber ich bin ziemlich sicher, dass sich das schnell ändern wird, denn auch für die Oculus Go kann man einfachst mit den üblichen Entwicklungsumgebungen Spiele erstellen.
Neben Spielen gibt es diverse “Experiences”, beispielsweise 3D-Filme, unter denen leider auch etliche mit geringer Auflösung, die man sich nicht wirklich geben möchte. Auch Netflix kann man mit der Brille im Kinoformat ansehen, wenn man unbedingt möchte.
Neben den speziell für die Go konzipierten Apps hat man zudem Zugriff auf solche, die eigentlich für Samsungs Gear VR gedacht waren, hier möglicherweise mit eingeschränkten Möglichkeiten, da nicht für die Go optimiert.

Herausheben möchte ich noch die Social Features, denn die Software bietet die Möglichkeit, sich einen Raum einzurichten, in dem man sich mit Freunden (die ebenfalls eine Go besitzen) treffen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen kann, beispielsweise zusammen Videos schauen, oder (im Moment noch sehr simple) Games zusammen zu spielen. Hier erhascht man aber schon mal einen kleinen Ausblick auf das, was hier möglich sein könnte, nicht nur bei Spielen, sondern auch in Sachen Telepräsenz oder Zusammenarbeiten über Entfernungen.

Mein beinahe einziger Kritikpunkt ist die Akkulaufzeit, denn der wird durch die Games doch ordentlich leergesogen (nach einer Stunde Nutzung mit Spielen ist der Akku halb leer). Dem kann man durch eine Powerbank entgegenwirken, dann ist man auch weiterhin nicht mit einem Netzgerät verkabelt. Zweiter kleiner Kritikpunkt ist genau das fehlende Netzteil, aber man kann jedes Handyladegerät mit Micro-USB-Stecker verwenden, und davon liegen heutzutage in jedem Haushalt eh mehrere herum.

Alles in allem ist die Oculus Go im Ersteindruck ein ganz großartiges Stück Hardware, insbesondere für diesen Preis, das mit seinen ausgeklügelten Features und ergonomischer Bedienung auch nicht-Nerds bei ersten Ausflügen in die VR glücklich machen dürfte. Und das gilt insbesondere auch wegen der Freiheit, das Ding ohne jegliche Verkabelung quasi überall nutzen zu können.

Nachtrag: Per USB an den Rechner angeschlossen meldet sich das Ding als Massenspeicher, man kann also Medien wie Fotos oder Filme direkt darauf laden, ohne den Umweg über die App gehen zu müssen. Und ich hoffe, dass man darüber auch eigene Experimente in Unity oder anderen Game Engines auf die Kiste bekommt, ohne über den Oculus Appstore gehen zu müssen. Mal sehen, was die Spezialisten auf Reddit dazu sagen.

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Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Ich stelle die Frage gleich an den Anfang des Artikels: Handelt es sich um ein echtes Gerät oder um eine virale Werbung für etwas anderes, beispielsweise einen Film, eine Serie oder ein Spiel?

Wie aus dem Nichts tauchen gerade Clips und Hinweise zu einem neuen Gaming Device namens AzanaBand auf. Dabei handelt es sich um ein Halsband, das insbesondere bei Virtual Reality-Spielen getragen werden soll. Das Gerät soll in der Lage sein, Gefühle wie Glück, Angst und Schmerz in den Körper des Trägerrs zu induzieren. Klingt bekloppt? Sehe ich auch so.

Interessanterweise sind sowohl Videos wie auch die Webseite azanaband.com geogeblockt, so dass man sie sich nicht ansehen kann. Interessanterweise kann ich die Seite aber auch über ein VPN mit verschiedenen falschen Herkunftsländern (ich habe USA, Kanada, Russland und Australien getestet) nicht erreichen, was mich in der Ansicht bestätigt, dass es sich um eine virale Werbung für irgendwas handelt. Ein Video zeigt die Werbung für das Ding

Es gibt einen Clip in dem das Ding angeblich getestet wird, der ist allerdings nicht sonderlich glaubwürdig. Bin gespannt, was dabei heraus kommt und attestiere dieser viralen Werbung einige Originalität. Spannend.

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Nach ein wenig Recherche: Ah, schau an: Ein WHOIS auf den Domainnamen hat mich weiter gebracht. Die Domain azanaband.com gehört dem britischen TV-Sender Channel 4. Also wird es tatsächlich um eine Serie oder einen Fernsehfilm gehen. Und wenn man sein VPN auf eine IP in England stellt, kann man sich auch das angebliche Werbevideo und die Webseite ansehen:

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Tja, Channel 4, die Webseite auf euch zu registrieren war ziemlich doof, damit ist die Katze leider zu schnell aus dem Sack.

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

Hyperkin ist ein kalifornischer Anbieter für Geräte, um Retro-Konsolen-Games auf aktueller Hardware und an modernen Displays spielen zu können. Beispiele sind die Retron3 oder Retron 5, in die man Cartridges von NES, SNES oder Sega stecken kann. Oder der Smartboy, eine Zusatzhardware mit Knöpfen im Gameboy-Stil, in das man ein Smartphone steckt und das Gameboy- und Gameboy-Color Spiele in einem Cartridge-Slot aufnimmt, die man dann über einen Emulator spielen kann (was verblüffend gut funktioniert, wenn man es schafft das zum Laufen zu bekommen, auf den Support von Hyperkin sollte man sich dabei allerdings nicht verlassen, der ist mit “grottig” noch sehr freundlich umschrieben).

Zur CES kündigt die Firma jetzt den Ultra Game Boy an, ein Handheld-Gerät, etwas kleiner als ein original-Gameboy, dafür mit einem Aluminiumgehäuse und Farbdisplay, der dem Vorbild täuschend nachgebildet ist. Und zeigt sogar schon Prototypen. Auch hier passen in die Slots Cartridges von Gameboy und Gameboy Color. Das Gerät soll zum Preis von 100 Dollar verkauft werden. Verbesserungen zum Original sind zum Beispiel Stereolautsprechen und Stereo-Out (eine Verneigung in Richtung all der Musiker, die mit dem Gameboy Chiptune-Songs schreiben, die sollen wohl auch dieses Gerät nutzen können). Der Akku kann via USB-C geladen werden und hält ca. sechs Stunden durch.

Der Ultra Game Boy soll bis Ende Sommer 2018 auf den Markt kommen – falls Nintendo sie nicht mit Klagen überzieht, würde ich mal annehmen (aber das ist bei anderen Produkten interessanterweise noch nicht passiert) …

Offizielle Pressebilder von Hyperkin gibt es nicht, man kann sich das wirklich wertig aussehende Gerät aber bei Gizmodo ansehen.

Logo Hyperkin Copyright Hyperkin

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Das ist vermutlich eher kein schönes Weihnachtsgeschenk für den hiesigen Buchhandel: Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber antwortete in einem Interview auf die Frage, ob es auch hierzulande stationäre Amazon-Läden geben werde, “das sei keine Frage des Ob, sondern des Wann”.

Weitere Details dazu gab es dann aber wie beim Onlineversender üblich nicht, es ist also unklar, welche Produkte in diesen Amazon-Shops verkauft werden sollen, oder an welchen Standorten sie entstehen werden (ich würde mal von Großstädten ausgehen). Amazuon hält sich in Sachen von Neuerungen ja gern sehr bedeckt und rollt diese eher überraschend aus.

In den USA gibt es sowohl derzeit 13 feste Standorte, als auch die sogenannten Pop-Up-Stores, die immer nur zeitlich begrenzt stattfinden. In den Pop-Up-Stores werden in erster Linie Amazon-eigene Produkte vertrieben, also Kindles, Fire-Tablets und Fire-TV oder Echos. Die festen Läden haben die auch, aber darüber hinaus auch noch besonders gut laufende Bücher und weitere Artikel.

Logo Amazon Copyright Amazon

BBC: THE INSPECTION CHAMBER – interaktives SF-Hörspiel mit Amazon Echo

BBC: THE INSPECTION CHAMBER – interaktives SF-Hörspiel mit Amazon Echo

Die BBC beschreitet ja immer wieder mal neue Wege in Sachen digitale Medien. Der neueste Clou ist ein interaktives Science Fiction-Hörspiel mit Hilfe von Amazons Echo (alias Alexa).

THE INSPECTION CHAMBER erzählt im besten Douglas Adams-Stil die Geschichte eines Aliens, das auf der Erde gestrandet ist und von einem Team aus halbgaren Wissenschaftlern sowie einer verbuggten künstlichen Intelligenz namens Davee befragt wird.

Wo das Amazons Echo ins Spiel kommt? Das ist der interessante Punkt, denn tatsächlich spielt der Zuhörer die Rolle des Außerirdischen und beantwortet selbst die gestellten Fragen. Anhand der Antworten, die Echo entgegen nimmt und verarbeitet, entwickelt sich die Geschichte weiter, und man erfährt mehr über das Schicksal des Aliens (also sein eigenes).

Das Ganze ist noch relativ kurz und nach ca. 20 Minuten vorbei, aber das ist meiner Ansicht nach auch für ein Spiel auf und mit dem Echo genau die richtige Länge. Es zeigt aber auf eindrucksvolle Weise, was in Zukunft mit Sprachassistenten und anderen ähnlichen Lösungen an innovativen, interaktiven Formaten möglich sein könnte. THE INSPECTION CHAMBER entstand mit Hilfe der Firma Rosina Sound, aber die Techniker bei der BBC haben aufgrund der Erkenntnisse daraus bereits eine neue “Story Engine” entwickelt, um weitere solche interaktiven Hörspiele zu realisieren.

Man kann THE INSPECTION CHAMBER aus dem Alexa Skill Store bekommen, allerdings nicht in Deutschland. Ich werde bei Gelegenheit mal testen ob das klappt, wenn ich Echo auf Englisch umstelle.

Promografik THE INSPECTION CHAMBER Copyright BBC

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im vergangenen Monat erschienen nach dem letzten Windows 10-Update eine handvoll VR-Brillen für Microsofts Betriebssystem, beispielsweise von Acer, Asus oder Medion (wobei die Redmonder natürlich wieder eine Extrawurst brieten und ihre Brillen als “Mixed Reality“, also “MR”, bezeichnen).

Das Problem dabei: Kauft man eine solche Brille, ist der Spaß schnell an seinem Ende angelangt, denn Software ist quasi nonexistent. Das soll sich jetzt ändern, Microsoft und Steam haben angekündigt, dass man die dortigen VR-Spiele ab dem 15. November 2017 auch mit den Microsoft-kompatiblen Spielen nutzen können soll. Das bezeichnet man allerdings erstmal als “Preview”.

Kein Wunder, denn für ein vollständiges Funktionieren müssen die Entwickler die Games für das neue System anpassen, ähnlich wie es damals bereits bei der Unterstützung der Oculus Rift notwendig war. Man sollte also direkt nach der Einführung mit Problemen und der Notwendigkeit von Basteleien an den Einstellungen rechnen.

Wer eine Microsoft-kompatible MR-Brille (die allerdings “auch nur” VR sind) ausprobieren möchte, sollte genau hinsehen und einige Tests lesen, denn die qualitativen Unterschiede zwischen den derzeit erhältlichen Modellen sind groß, auch wenn die zugrunde liegende Technik bei allen Ausführungen eigentlich gleich ist. Für 400 bis 450 Euro erhält man ein Headset und zwei Controller, für letzteren Preis (oder sogar günstiger ab 389 Euro) bekommt man inzwischen auch eine Oculus Rift, ebenfalls mit Controllern.

Promofoto Headset Copyright Dell

Aibo – The Next Generation

Aibo – The Next Generation

Fast 12 Jahre ist es her, dass Sony die Produktion seines Roboterhundes Aibo eingestellt hat. Jetzt soll es eine Neuauflage geben, die natürlich viel mehr kann, als die erste Fassung.

In Aibo 2 (alias ERS-1000) werkelt eine 64-bit Quadcore-CPU, er hat OLED-Augen und insgesamt 22 Gelenke. Weiterhin Mikrofone und Lautsprecher, um mit seinem Herrchen zu kommunizieren, sowie Kameras für Objekterkennung, um durch die Wohnung navigieren zu können, ohne vor jeden Stuhl zu dotzen.

Der Preis soll 198000 Yen betragen, das wären derzeit etwa 1500 Euro, aktuell wird der Aibo allerdings ausschließlich in Japan angeboten. Da jedoch auch eine internationale Webseite existiert, darf man davon ausgehen, dass der Roboter auch in anderen Ländern vermarktet werden wird.

Allerdings muss man neben dem Kauf des Droiden auch noch ein Cloudabo abschließen, darüber kommuniziert das Viech mit dem Smartphone, und in der Cloud werden auch sämtliche Daten gesichert, so dass man die entstehende Persönlichkeit des Aibo 2 bei einem Defekt auf ein neues Gerät überspielen kann. Für das Abo werden nochmal ca. 25 Euro im Monat fällig, und spätestens hier fragt man sich, was die bei Sony eigentlich für Drogen nehmen? Weiterhin wäre abzuwarten, ob Aibo 2 die vergleichsweise strengen Datenschutzbedingungen hierzulande einhält, oder ob er wie gewisse Puppen von den Behörden als Wanze eingestuft werden würde.

Promofotos Aibo 2 Copyright Sony

Spieleklassiker: der C64 Mini

Spieleklassiker: der C64 Mini

Nachdem Nintendo die Konsolen-Neuauflagen NES Classic Mini und SNES Classic Mini in viel zu kleinen Stückzahlen auf den Markt geworfen hat, folgt jetzt ein anderer Klassiker aus dem Computerspiele-Bereich:

Der C64 Mini hat ungefähr die halbe Größe des Originals und kommt mit einem HDMI-Ausgang, sowie zwei USB-Anschlüssen. Schließt man dort eine Tastatur an, hat man einen vollwertigen Computer (woraus ich entnehme, dass das Keyboard am Gerät nur ein Fake ist und nicht bedienbar). Ebenfalls im Lieferumfang befindet sich ein Joystick in der Optik eines Competition Pro, aber mit zusätzlichen Knöpfen (die vermutlich die F-Tasten emulieren), ein HDMI-Kabel und eine Anleitung. Ein Stromversorgungskabel liegt bei, eine Stromversorgung fehlt, da verwendet man wie auch bei den Nintendo-Konsolen ein handelsübliches USB-Netzteil. Man kann die Bildausgabe über verschiedene Shader manipulieren: scharf, Röhrenfernseher, Scanline Emulation.

Vorinstalliert sind 64 Spiele, darunter Klassiker wie Uridium, Paradroid, Hawkeye, Nebulus, WINTER GAMES oder IMPOSSIBLE MISSION.

Der C64 Mini kann angeblich ab sofort vorbestellt werden, allerdings zeigt die Shopseite auf der Projektwebseite nur ein “coming soon”. Kosten soll die Retro-Konsole 70 Dollar.

Promofotos Copyright © 2017 Retro Games Ltd