Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

“Ein Spiel von den Machern von MONUMENT VALLEY” – war einer der Teasersprüche für die App LAND’S END für die Oculus Go. Da ich das Headset neu habe, und zum Testen ein Game kaufen wollte, griff ich für 4,99 Euro zu. Wenn es von ustwo games ist, kann es so übel nicht sein – dachte ich.

Tatsächlich ist das Spiel an sich nicht schlecht. Man bewegt sich per Kurzteleportationen durch eine stilisierte aber ziemlich stimmungsvolle low-poly-Landschaft und muss hier verschiedene Rätsel lösen, die zum einen darin bestehen, Punkte mit Powerlinien zu verbinden, um irgendwas zu aktivieren, das einen dann im Spiel weiter bringt. Bisweilen muss man auch Steine herumlevitieren, um diese Verbindungen möglich zu machen. Was sich jetzt relativ simpel anhört, könnte ein ganz grandioses Game sein.

Warum nur “könnte”?

Weil man für 4,99 gerade mal fünf Level bekommt und die hatte ich ohne große Eile und mit Herumprobieren an den Rätseln in knapp 40 Minuten durch, das halte ich für eine Frechheit. Man kann das höchstens als Demo einstufen, als Appetizer – und dafür ist es zu teuer. LAND’S END wirkt für mich, als habe man ustwo games gesagt: “Macht mal schnell was zum Launch der Oculus Go, das können wir dann teuer verticken!” Aber das stimmt nicht, denn es gab das Game bereits für die Gear VR – da kostete es sogar 7,99 Euro.

Wäre es ein vollständiges Spiel mit mehr Leveln würde ich für die Realisierung, Stimmung, Musik und vor allem die clevere VR-Steuerung vermutlich fünf Sterne vergeben. Für Preis/Leistung kann ich allerdings nur einen Stern gewähren, und das nur mit viel Wohlwollen für das eigentlich nette Spielprinzip und die Umsetzung auf der Oculus Go.

Und deswegen ist der Kurztest ein Kurztest: weil das Spiel zu kurz ist …

Investiert euer Geld lieber woanders oder wartet darauf, dass LAND’S END im Angebot ist. 99 Cent hielte ich für angemessen. Sowas kloppen Indie-Entwickler vermutlich an einem Wochenende in Unity zusammen.

Promografik LAND’S END Copyright ustwo games

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Erster Eindruck: Virtual Reality mit der Oculus Go

Ich war äußerst skeptisch, als ich von der Oculus Go hörte, einem standalone VR-Headset mit eingebautem Android-Minicomputer, das Virtual Reality ohne Strippen ermöglichen soll. Denn ich besitze auch eine Oculus Rift und kenne deren Leistungsanforderungen für den Rechner und auch die Probleme durch die externen Sensoren, die das Spielerlebnis an vielen Stellen doch so erheblich einschränken, dass ich die Brille leider trotz eigentlich großartiger VR-Erfahrung kaum noch nutze.

Nach den ersten Rückmeldungen zur Go-Variante war ich dann doch neugierig und habe eine geordert. das geht aktuell nur über die offizielle Oculus-Seite, für Europa werden die Headsets aus den Niederlanden geliefert und die Brille war ratzfatz da (ich gehe aber davon aus, dass es die Brille demnächst auch bei Amazon und Co geben wird). Der Preis liegt bei 220 Euro für die 32 GB-Variante und 270 Euro für die 64 GB-Version. Die Speicherangabe sagt wie beim Smartphone, wie viele Apps auf das Gerät passen.

Die Oculus Go kommt in grauem Finish und erfreulich kompakt daher. Als Brillenträger hatte ich arge Sorgen, ob die Sehhilfe darunter passt, aber hier hat man ganz offensichtlich von der Rift gelernt: Man kann einen zusätzlichen Abstandhalter einsetzen und mit dem passt meine Brille völlig problemlos unter die Maske. Auch ansonsten hat man in Sachen Bequemlichkeit von den Erfahrungen mit den Vorgängermodellen offensichtlich gelernt.

Um das Gerät konfigurieren zu können, benötigt man zwingend ein Smartphone und eine App, die gibts für Android und iOS, sowie einen Account bei Oculus. Hierbei sollte der Daten-Paranoiker immer bedenken, dass hinter dem Unternehmen Faceboook steht, und dass mit Sicherheit Daten über den Nutzer und die Nutzung gesammelt werden, auch wenn man an den Berechtigungen und den Privatsphäre-Einstellungen schrauben kann.
Die App führt den Nutzer dann auch durch die Erstinstallation und gibt ein paar Bedienhinweise, das geht dann nach dem Aufsetzen nahtlos in der VR weiter.

Der Oculus Go liegt ein minimalistischer Controller bei. Zumindest wirkt der auf den ersten Blick minimalistisch, tatsächlich hat man eine erstaunliche Menge an Funktionen in das kleine Gerät gesteckt, neben drei Knöpfen auch ein Gamepad mit Touch-Funktion, damit kann man eine Menge machen.

Was mir als erstes auffiel: Das Headtracking und die Erkennung des Controller sind fast schon erschreckend gut, und das ohne jegliche externe Sensoren. Als zweites muss ich äußerst verblüfft die Tonwiedergabe nennen. Obwohl keine Kopfhörer oder Lautsprecher zu erkennen sind, wird der Sound ziemlich präzise auf die Ohren projiziert und das in einer für diese Technik erstaunlich guten, wenn auch etwas mittenlastigen, Qualität. Wer etwas Elaborierteres möchte, kann einen Kopfhörer anschließen.
Beim Headtracking wird der VR-Veteran feststellen, dass bei manchen Situationen dann die externen Sensoren oder ein Raumtracking doch fehlen, denn man kann beispielsweise nicht durch Bewegung des Kopfes “an Objekten vorbei schauen”, oder zumindest nur sehr rudimentär, aber das kann man durch clevere Programmierung der Apps wieder wett machen.

Was die Brille für diesen Preis bietet ist absolut überzeugend und könnte einen weiteren Schritt zum Durchbruch von VR-Lösungen darstellen. Gut: Bei einem mobilen Rechner muss man Einbußen bei der Grafikqualität hinnehmen, aber wie wir wissen, ist der Spielwitz letztendlich wichtiger als hochauflösende Killergrafik. audiovisuelle Stimmung und geschicktes Gameplay sind für die Immersion oft ausschlaggebender.

Die Auswahl an Apps ist derzeit noch etwas beschränkt, aber ich bin ziemlich sicher, dass sich das schnell ändern wird, denn auch für die Oculus Go kann man einfachst mit den üblichen Entwicklungsumgebungen Spiele erstellen.
Neben Spielen gibt es diverse “Experiences”, beispielsweise 3D-Filme, unter denen leider auch etliche mit geringer Auflösung, die man sich nicht wirklich geben möchte. Auch Netflix kann man mit der Brille im Kinoformat ansehen, wenn man unbedingt möchte.
Neben den speziell für die Go konzipierten Apps hat man zudem Zugriff auf solche, die eigentlich für Samsungs Gear VR gedacht waren, hier möglicherweise mit eingeschränkten Möglichkeiten, da nicht für die Go optimiert.

Herausheben möchte ich noch die Social Features, denn die Software bietet die Möglichkeit, sich einen Raum einzurichten, in dem man sich mit Freunden (die ebenfalls eine Go besitzen) treffen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen kann, beispielsweise zusammen Videos schauen, oder (im Moment noch sehr simple) Games zusammen zu spielen. Hier erhascht man aber schon mal einen kleinen Ausblick auf das, was hier möglich sein könnte, nicht nur bei Spielen, sondern auch in Sachen Telepräsenz oder Zusammenarbeiten über Entfernungen.

Mein beinahe einziger Kritikpunkt ist die Akkulaufzeit, denn der wird durch die Games doch ordentlich leergesogen (nach einer Stunde Nutzung mit Spielen ist der Akku halb leer). Dem kann man durch eine Powerbank entgegenwirken, dann ist man auch weiterhin nicht mit einem Netzgerät verkabelt. Zweiter kleiner Kritikpunkt ist genau das fehlende Netzteil, aber man kann jedes Handyladegerät mit Micro-USB-Stecker verwenden, und davon liegen heutzutage in jedem Haushalt eh mehrere herum.

Alles in allem ist die Oculus Go im Ersteindruck ein ganz großartiges Stück Hardware, insbesondere für diesen Preis, das mit seinen ausgeklügelten Features und ergonomischer Bedienung auch nicht-Nerds bei ersten Ausflügen in die VR glücklich machen dürfte. Und das gilt insbesondere auch wegen der Freiheit, das Ding ohne jegliche Verkabelung quasi überall nutzen zu können.

Nachtrag: Per USB an den Rechner angeschlossen meldet sich das Ding als Massenspeicher, man kann also Medien wie Fotos oder Filme direkt darauf laden, ohne den Umweg über die App gehen zu müssen. Und ich hoffe, dass man darüber auch eigene Experimente in Unity oder anderen Game Engines auf die Kiste bekommt, ohne über den Oculus Appstore gehen zu müssen. Mal sehen, was die Spezialisten auf Reddit dazu sagen.

Fotos von mir

Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Aus dem Nichts: Gaming Device AzanaBand

Ich stelle die Frage gleich an den Anfang des Artikels: Handelt es sich um ein echtes Gerät oder um eine virale Werbung für etwas anderes, beispielsweise einen Film, eine Serie oder ein Spiel?

Wie aus dem Nichts tauchen gerade Clips und Hinweise zu einem neuen Gaming Device namens AzanaBand auf. Dabei handelt es sich um ein Halsband, das insbesondere bei Virtual Reality-Spielen getragen werden soll. Das Gerät soll in der Lage sein, Gefühle wie Glück, Angst und Schmerz in den Körper des Trägerrs zu induzieren. Klingt bekloppt? Sehe ich auch so.

Interessanterweise sind sowohl Videos wie auch die Webseite azanaband.com geogeblockt, so dass man sie sich nicht ansehen kann. Interessanterweise kann ich die Seite aber auch über ein VPN mit verschiedenen falschen Herkunftsländern (ich habe USA, Kanada, Russland und Australien getestet) nicht erreichen, was mich in der Ansicht bestätigt, dass es sich um eine virale Werbung für irgendwas handelt. Ein Video zeigt die Werbung für das Ding

Es gibt einen Clip in dem das Ding angeblich getestet wird, der ist allerdings nicht sonderlich glaubwürdig. Bin gespannt, was dabei heraus kommt und attestiere dieser viralen Werbung einige Originalität. Spannend.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

Nach ein wenig Recherche: Ah, schau an: Ein WHOIS auf den Domainnamen hat mich weiter gebracht. Die Domain azanaband.com gehört dem britischen TV-Sender Channel 4. Also wird es tatsächlich um eine Serie oder einen Fernsehfilm gehen. Und wenn man sein VPN auf eine IP in England stellt, kann man sich auch das angebliche Werbevideo und die Webseite ansehen:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

Tja, Channel 4, die Webseite auf euch zu registrieren war ziemlich doof, damit ist die Katze leider zu schnell aus dem Sack.

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

Hyperkin ist ein kalifornischer Anbieter für Geräte, um Retro-Konsolen-Games auf aktueller Hardware und an modernen Displays spielen zu können. Beispiele sind die Retron3 oder Retron 5, in die man Cartridges von NES, SNES oder Sega stecken kann. Oder der Smartboy, eine Zusatzhardware mit Knöpfen im Gameboy-Stil, in das man ein Smartphone steckt und das Gameboy- und Gameboy-Color Spiele in einem Cartridge-Slot aufnimmt, die man dann über einen Emulator spielen kann (was verblüffend gut funktioniert, wenn man es schafft das zum Laufen zu bekommen, auf den Support von Hyperkin sollte man sich dabei allerdings nicht verlassen, der ist mit “grottig” noch sehr freundlich umschrieben).

Zur CES kündigt die Firma jetzt den Ultra Game Boy an, ein Handheld-Gerät, etwas kleiner als ein original-Gameboy, dafür mit einem Aluminiumgehäuse und Farbdisplay, der dem Vorbild täuschend nachgebildet ist. Und zeigt sogar schon Prototypen. Auch hier passen in die Slots Cartridges von Gameboy und Gameboy Color. Das Gerät soll zum Preis von 100 Dollar verkauft werden. Verbesserungen zum Original sind zum Beispiel Stereolautsprechen und Stereo-Out (eine Verneigung in Richtung all der Musiker, die mit dem Gameboy Chiptune-Songs schreiben, die sollen wohl auch dieses Gerät nutzen können). Der Akku kann via USB-C geladen werden und hält ca. sechs Stunden durch.

Der Ultra Game Boy soll bis Ende Sommer 2018 auf den Markt kommen – falls Nintendo sie nicht mit Klagen überzieht, würde ich mal annehmen (aber das ist bei anderen Produkten interessanterweise noch nicht passiert) …

Offizielle Pressebilder von Hyperkin gibt es nicht, man kann sich das wirklich wertig aussehende Gerät aber bei Gizmodo ansehen.

Logo Hyperkin Copyright Hyperkin

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Das ist vermutlich eher kein schönes Weihnachtsgeschenk für den hiesigen Buchhandel: Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber antwortete in einem Interview auf die Frage, ob es auch hierzulande stationäre Amazon-Läden geben werde, “das sei keine Frage des Ob, sondern des Wann”.

Weitere Details dazu gab es dann aber wie beim Onlineversender üblich nicht, es ist also unklar, welche Produkte in diesen Amazon-Shops verkauft werden sollen, oder an welchen Standorten sie entstehen werden (ich würde mal von Großstädten ausgehen). Amazuon hält sich in Sachen von Neuerungen ja gern sehr bedeckt und rollt diese eher überraschend aus.

In den USA gibt es sowohl derzeit 13 feste Standorte, als auch die sogenannten Pop-Up-Stores, die immer nur zeitlich begrenzt stattfinden. In den Pop-Up-Stores werden in erster Linie Amazon-eigene Produkte vertrieben, also Kindles, Fire-Tablets und Fire-TV oder Echos. Die festen Läden haben die auch, aber darüber hinaus auch noch besonders gut laufende Bücher und weitere Artikel.

Logo Amazon Copyright Amazon

BBC: THE INSPECTION CHAMBER – interaktives SF-Hörspiel mit Amazon Echo

BBC: THE INSPECTION CHAMBER – interaktives SF-Hörspiel mit Amazon Echo

Die BBC beschreitet ja immer wieder mal neue Wege in Sachen digitale Medien. Der neueste Clou ist ein interaktives Science Fiction-Hörspiel mit Hilfe von Amazons Echo (alias Alexa).

THE INSPECTION CHAMBER erzählt im besten Douglas Adams-Stil die Geschichte eines Aliens, das auf der Erde gestrandet ist und von einem Team aus halbgaren Wissenschaftlern sowie einer verbuggten künstlichen Intelligenz namens Davee befragt wird.

Wo das Amazons Echo ins Spiel kommt? Das ist der interessante Punkt, denn tatsächlich spielt der Zuhörer die Rolle des Außerirdischen und beantwortet selbst die gestellten Fragen. Anhand der Antworten, die Echo entgegen nimmt und verarbeitet, entwickelt sich die Geschichte weiter, und man erfährt mehr über das Schicksal des Aliens (also sein eigenes).

Das Ganze ist noch relativ kurz und nach ca. 20 Minuten vorbei, aber das ist meiner Ansicht nach auch für ein Spiel auf und mit dem Echo genau die richtige Länge. Es zeigt aber auf eindrucksvolle Weise, was in Zukunft mit Sprachassistenten und anderen ähnlichen Lösungen an innovativen, interaktiven Formaten möglich sein könnte. THE INSPECTION CHAMBER entstand mit Hilfe der Firma Rosina Sound, aber die Techniker bei der BBC haben aufgrund der Erkenntnisse daraus bereits eine neue “Story Engine” entwickelt, um weitere solche interaktiven Hörspiele zu realisieren.

Man kann THE INSPECTION CHAMBER aus dem Alexa Skill Store bekommen, allerdings nicht in Deutschland. Ich werde bei Gelegenheit mal testen ob das klappt, wenn ich Echo auf Englisch umstelle.

Promografik THE INSPECTION CHAMBER Copyright BBC

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im vergangenen Monat erschienen nach dem letzten Windows 10-Update eine handvoll VR-Brillen für Microsofts Betriebssystem, beispielsweise von Acer, Asus oder Medion (wobei die Redmonder natürlich wieder eine Extrawurst brieten und ihre Brillen als “Mixed Reality“, also “MR”, bezeichnen).

Das Problem dabei: Kauft man eine solche Brille, ist der Spaß schnell an seinem Ende angelangt, denn Software ist quasi nonexistent. Das soll sich jetzt ändern, Microsoft und Steam haben angekündigt, dass man die dortigen VR-Spiele ab dem 15. November 2017 auch mit den Microsoft-kompatiblen Spielen nutzen können soll. Das bezeichnet man allerdings erstmal als “Preview”.

Kein Wunder, denn für ein vollständiges Funktionieren müssen die Entwickler die Games für das neue System anpassen, ähnlich wie es damals bereits bei der Unterstützung der Oculus Rift notwendig war. Man sollte also direkt nach der Einführung mit Problemen und der Notwendigkeit von Basteleien an den Einstellungen rechnen.

Wer eine Microsoft-kompatible MR-Brille (die allerdings “auch nur” VR sind) ausprobieren möchte, sollte genau hinsehen und einige Tests lesen, denn die qualitativen Unterschiede zwischen den derzeit erhältlichen Modellen sind groß, auch wenn die zugrunde liegende Technik bei allen Ausführungen eigentlich gleich ist. Für 400 bis 450 Euro erhält man ein Headset und zwei Controller, für letzteren Preis (oder sogar günstiger ab 389 Euro) bekommt man inzwischen auch eine Oculus Rift, ebenfalls mit Controllern.

Promofoto Headset Copyright Dell

Aibo – The Next Generation

Aibo – The Next Generation

Fast 12 Jahre ist es her, dass Sony die Produktion seines Roboterhundes Aibo eingestellt hat. Jetzt soll es eine Neuauflage geben, die natürlich viel mehr kann, als die erste Fassung.

In Aibo 2 (alias ERS-1000) werkelt eine 64-bit Quadcore-CPU, er hat OLED-Augen und insgesamt 22 Gelenke. Weiterhin Mikrofone und Lautsprecher, um mit seinem Herrchen zu kommunizieren, sowie Kameras für Objekterkennung, um durch die Wohnung navigieren zu können, ohne vor jeden Stuhl zu dotzen.

Der Preis soll 198000 Yen betragen, das wären derzeit etwa 1500 Euro, aktuell wird der Aibo allerdings ausschließlich in Japan angeboten. Da jedoch auch eine internationale Webseite existiert, darf man davon ausgehen, dass der Roboter auch in anderen Ländern vermarktet werden wird.

Allerdings muss man neben dem Kauf des Droiden auch noch ein Cloudabo abschließen, darüber kommuniziert das Viech mit dem Smartphone, und in der Cloud werden auch sämtliche Daten gesichert, so dass man die entstehende Persönlichkeit des Aibo 2 bei einem Defekt auf ein neues Gerät überspielen kann. Für das Abo werden nochmal ca. 25 Euro im Monat fällig, und spätestens hier fragt man sich, was die bei Sony eigentlich für Drogen nehmen? Weiterhin wäre abzuwarten, ob Aibo 2 die vergleichsweise strengen Datenschutzbedingungen hierzulande einhält, oder ob er wie gewisse Puppen von den Behörden als Wanze eingestuft werden würde.

Promofotos Aibo 2 Copyright Sony

Spieleklassiker: der C64 Mini

Spieleklassiker: der C64 Mini

Nachdem Nintendo die Konsolen-Neuauflagen NES Classic Mini und SNES Classic Mini in viel zu kleinen Stückzahlen auf den Markt geworfen hat, folgt jetzt ein anderer Klassiker aus dem Computerspiele-Bereich:

Der C64 Mini hat ungefähr die halbe Größe des Originals und kommt mit einem HDMI-Ausgang, sowie zwei USB-Anschlüssen. Schließt man dort eine Tastatur an, hat man einen vollwertigen Computer (woraus ich entnehme, dass das Keyboard am Gerät nur ein Fake ist und nicht bedienbar). Ebenfalls im Lieferumfang befindet sich ein Joystick in der Optik eines Competition Pro, aber mit zusätzlichen Knöpfen (die vermutlich die F-Tasten emulieren), ein HDMI-Kabel und eine Anleitung. Ein Stromversorgungskabel liegt bei, eine Stromversorgung fehlt, da verwendet man wie auch bei den Nintendo-Konsolen ein handelsübliches USB-Netzteil. Man kann die Bildausgabe über verschiedene Shader manipulieren: scharf, Röhrenfernseher, Scanline Emulation.

Vorinstalliert sind 64 Spiele, darunter Klassiker wie Uridium, Paradroid, Hawkeye, Nebulus, WINTER GAMES oder IMPOSSIBLE MISSION.

Der C64 Mini kann angeblich ab sofort vorbestellt werden, allerdings zeigt die Shopseite auf der Projektwebseite nur ein “coming soon”. Kosten soll die Retro-Konsole 70 Dollar.

Promofotos Copyright © 2017 Retro Games Ltd

Ataribox zeigt Konzeptbilder

Ataribox zeigt Konzeptbilder

Ataribox ist ein Projekt, das eine neue Atari-Konsole auf den Markt bringen möchte, noch fehlen weitere detaillierte Informationen dazu, was die können soll und ob es sich um eine moderne NextGen- oder eher eine Retro-Konsole handeln soll, die möglicherweise sämtliche alten Spiele wiedergeben kann – oder beides? Informationen auf weiteren Webseiten scheinen auf Letzteres hinzuweisen, angesichts der Erfolge von rasend schnell ausverkauften Nintendo-Classic-Konsolen kann man sich gut vorstellen, dass auch eine Atari-Retro-Konsole weggehen könnte, wie warme Semmeln.

Heute wurde das Design der Ataribox veröffentlicht – und das kann sich durchaus sehen lassen, denn mit seiner Form und mit dem Holzfinish channelt es tatsächlich Ataris großen Erfolg, die VCS 2600, es soll auch eine Version in schwarz/rot geben. Allerdings erkennt man auf der Rückseite vier USB-Anschlüsse, einen HDMI-Ausgang und einen Slot für SD-Karten.

Ob daraus tatsächlich etwas wird, und was das fertige Produkt tatsächlich kann, wird uns die Zukunft zeigen – hoffentlich, bisher halten sich die Macher noch sehr bedeckt. Verantwortlich für die Ataribox ist die Computerspielsparte Atari SA, die aus Resten von Infogrames und der Atari Corporation entstand.

Keine weiteren Informationen finden sich bisher auf der Webseite, so wie es aussieht ist die Facebookseite der Ort, wo man zuerst etwas Neues erfahren dürfte.

Promofotos Copyright Atari

Nintendo SNES Classic innerhalb von Minuten ausverkauft

Nintendo SNES Classic innerhalb von Minuten ausverkauft

Gestern war es in einigen Onlineshops minutenlang möglich, das für September angekündigte SNES Classic von Nintendo vorzubestellen.

Vermutlich kommen bei dem erneuten Liefer-Desaster mehrere Punkte zusammen: Zum einen hat Big N nichts gelernt und produziert erneut zu geringe Stückzahlen, um in die Schlagzeilen zu kommen (gern geschehen, ihr Honks). Zum zweiten ist es nach den Erfahrungen mit der NES Classic ganz sicher so, dass irgendwelche Arschlöcher Hamsterkäufe tätigen, um die Konsole dann später für den dreifachen Preis oder teurer verticken zu können. Und zum Dritten muss man sich fragen, warum die Shops angesichts dessen (war ja abzusehen) nicht eine Mengenbeschränkung einführen. Die Antwort dürfte einfach sein: Amazon beispielsweise kann so doppelt verdienen. Das erste Mal beim eigentlichen Verkauf und später nochmal, wenn die Wucherer die Dinger über ihren Marktplatz verticken wollen.

Alles äußerst unschön. Tja, Nintendo, es gibt Everdrives und ähnliche Vorrichtungen, und es gibt alle eure ROMS auch im Netz, selbst wenn ihr seit Jahren nachdrücklich versucht, die entfernen zu lassen. Ihr hättet mehr Geld verdienen können, aber wer nicht will, der hat schon.

[Update:] Wie ich inzwischen erfuhr, gab es bei Amazon eine Mengenbeschränkung auf eine Konsole pro Besteller. Was Hardcore-Hamsterer aber auch nicht abhalten dürfte, mehrere Accounts sind schnell angelegt.

Promofoto SNES Classic Copyright Nintendo

Nintendo: SNES Classic

Nintendo: SNES Classic

Im Stil des ratzfatz ausverkauften NES Classic kündigt Nintendo jetzt konsequenterweise auch ein SNES Classic an. Es sieht aus wie eine verkleinerte Variante der japanischen Version Famicon. Enthalten sein werden 21 SNES-Klassiker:

Contra III: The Alien Wars, Donkey Kong Country, EarthBound, Final Fantasy III, F-ZERO, Kirby Super Star, Kirby’s Dream Course, The Legend of Zelda: A Link to the Past, Mega Man X. Secret of Mana. Star Fox, Street Fighter II Turbo: Hyper Fighting, Super Castlevania IV, Super Ghouls ’n Ghosts, Super Mario Kart, Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars, Super Mario World, Super Metroid, Super Punch-Out!! und Yoshi’s Island.

Als ganz besonderes Gimmick ist das unveröffentlichte STAR FOX 2 ebenfalls mit dabei, das aufgrund des Launchs der N64 nicht mehr erschien. Allein das wäre für mich schon ein Kaufgrund (auch wenn hier noch ein funktionierendes SNES und ein RETRON 5 herumstehen). :)

Der US-Preis soll bei 79,99 Dollar liegen, ich würde mal davon ausgehen, dass es dann bei uns 89,99 kosten wird. Sobald man bei Amazon vorbestellen kann, werde ich das tun, damit nicht dasselbe passiert, wie beim NES Classic …

[Update:] Erscheinungstermin ist im September 2017.

Promofoto SNES Classic Copyright Nintendo