Für Retro-Fans: PS4-Gamepads am Super Nintendo

Für Retro-Fans: PS4-Gamepads am Super Nintendo

8bitdo SNES Adapter

Man­ch ein Re­tro-Fan spielt klas­si­sche Kon­so­len­spie­le nicht nur im Emu­la­tor, son­dern hat auch noch ori­gi­na­le Ge­rä­te zu Hau­se ste­hen, bei­spiels­wei­se ein Su­per Nin­ten­do. Am lieb­sten nutzt man die na­tür­li­ch mit den zu­ge­hö­ri­gen Con­trol­lern, es gibt jetzt aber auch die Mög­lich­keit mo­der­ne Ga­me­pads an­zu­schlie­ßen.

Bis vor kur­zem war 8Bit­dos Re­tro-Emp­fän­ger nur au­ßer­halb Deutsch­lands er­hält­li­ch, jetzt hat er es aber auch in die hie­si­gen Re­ga­le ge­schafft. Mit dem Re­cei­ver kann man nicht nur eine Rei­he nach­ge­ahm­ter klas­si­scher Con­trol­ler vom sel­ben Her­stel­ler mit dem SNES ver­bin­den, son­dern auch die Ga­me­pads von Play­sta­ti­on 3 und 4, der Wii und der Wii U. Ich wür­de mal da­von aus­ge­hen, dass auch an­de­re Blue­too­th-ba­sier­te Con­trol­ler funk­tio­nie­ren dürf­ten. Um­ge­kehrt kann man üb­ri­gens die Blue­too­th-Con­trol­ler des Her­stel­lers, die Nin­ten­do-Pads nach­emp­fun­den sind auch am PC nut­zen, denn der Emp­fän­ger kann an PC und Mac auch als Don­gle ver­wen­det wer­den.

Der Preis für den Ad­ap­ter liegt bei ca. 20 Euro. Die Con­trol­ler ko­sten zwi­schen ca. 30 und 45 Euro. Wer noch eine NES be­sitzt, muss eben­falls nicht ver­zwei­feln, auch da­für wird ein Ad­ap­ter an­ge­bo­ten.

Wer noch ein Weih­nachts­ge­schenk für Re­tro-Fans sucht, liegt hier si­cher nicht fal­sch.

Pro­mo­fo­to SNES-Blue­too­th-Ad­ap­ter Co­py­right 8Bit­do

2017: Windows Holographic für alle

2017: Windows Holographic für alle

Microsoft Hololens

Win­dows Ho­lo­gra­phic ist ein Win­dows 10-Ab­le­ger und das Be­triebs­sy­stem für Mi­cro­softs Aug­men­ted Rea­li­ty bzw. Mi­xed Rea­li­ty-Bril­le Ho­lo­lens. Der Name ist na­tür­li­ch ziem­li­ch da­ne­ben, denn mit Ho­lo­gra­fie hat das Gan­ze ei­gent­li­ch nichts zu tun, es wird nur ein ähn­li­cher Ef­fekt er­zeugt, aber das nur am Ran­de. Die Ho­lo­lens ist nicht nur ziem­li­ch teu­er (De­ve­l­oper-Ver­sio­nen ko­sten um die 3000 Euro), son­dern auch ein kom­plet­ter Rech­ner, man be­nö­tigt zum Be­trieb also kei­ne ex­ter­ne Hard­ware.

Es wur­de nun an­ge­kün­digt, dass Drit­t­her­stel­ler ab 2017 ei­ge­ne Hard­ware für Win­dows Ho­lo­gra­phic an­bie­ten kön­nen. Nach ei­nem Up­date kann man de­ren Ge­rä­te an ei­nen her­kömm­li­chen PC an­schlie­ßen, um dann Ho­lo­lens-ähn­li­ch ar­bei­ten zu kön­nen. Es wird von Prei­sen um 300 Euro für die Bril­len ge­spro­chen.

Wann ge­n­au das Up­date kommt ist noch un­klar, es dürf­te sich ver­mut­li­ch um eins der bei­den für 2017 an­ge­kün­dig­ten gro­ßen Win­dows 10-Up­dates han­deln. Eben­falls un­klar ist, ob Nut­zer, die gar kei­nen be­darf an Ho­lo­gra­phic ha­ben, zwangs­be­glückt wer­den.

Pro­mo­gra­fik Ho­lo­lens Co­py­right Mi­cro­soft

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsoft Hololens

Wer im­mer noch ge­glaubt hat, dass Mi­cro­softs Aug­men­ted Rea­li­ty-Bril­le Ho­lo­lens rei­ne Zu­kunfts­mu­sik und viel­leicht Va­por­hard­ware sei, wird ei­nes Bes­se­ren be­lehrt, denn ab so­fort kann man das Ge­rät in auch au­ßer­halb der USA vor­be­stel­len.

Mi­cro­soft nimmt ab so­fort aus fol­gen­den Län­dern Vor­be­stel­lun­gen ent­ge­gen: Deutsch­land, Frank­reich, UK, Ir­land, Au­stra­li­en und Neu­see­land. Aus­ge­lie­fert wer­den sol­len die Pre­or­ders dann of­fen­bar ab Ende No­vem­ber.

Zu eu­pho­ri­sch soll­te der in­ter­es­sier­te Ear­ly Ad­op­ter al­ler­dings nicht wer­den, denn man be­nö­tigt eine gut ge­füll­te Geld­bör­se: Die De­ve­l­oper Edi­ti­on ko­stet 3000 Dol­lar, für das Busi­ness-Pa­ket mit er­wei­ter­tem Ser­vice, so­wie ver­bes­ser­ten Si­cher­heits­fea­tures und aus­ge­wei­ter­ter Ge­rä­te­un­ter­stüt­zung schlägt mit 5000 Dol­lar zu Bu­che. Es wird also wohl noch dau­ern, bis Mi­cro­softs AR-Bril­le in ei­ner spä­te­ren, gün­sti­ge­ren Ite­ra­ti­on das hei­mi­sche Wohn­zim­mer er­reicht.

Pro­mo­fo­to Ho­lo­lens Co­py­right Mi­cro­soft

VR und AR auf der Photokina? Von wegen …

VR und AR auf der Photokina? Von wegen …

Photokina LogoIch war in die­sem Jahr zum er­sten Mal in mei­nem Le­ben auf der Pho­to­ki­na. Nicht we­gen des Fo­to­gra­fie­rens (das war eher ein Ne­ben­ef­fekt, ich bin zwar Be­sit­zer von DSLRs, aber die Zu­be­hör­an­ge­bo­te in­ter­es­sier­ten mich nur am Ran­de) son­dern we­gen der im Vor­feld kol­por­tier­ten The­men Vir­tual Rea­li­ty und Aug­men­ted Rea­li­ty. Die­se bei­den Ge­bie­te wur­de auf den An­kün­di­gun­gen zur Mes­se nicht nur im­mer wie­der pro­mi­nent prä­sen­tiert, man ver­stal­te­te zu­sätz­li­ch zur Pho­to­ki­na auch noch die »Di­gi­li­ty«, eine Fach­be­su­cher­ta­gung zu eben den The­men AR und VR. So­mit rech­ne­te ich nach die­ser Wer­bung auch auf der Ver­an­stal­tung für Nor­mal­sterb­li­che da­mit.

Fast kom­plet­te Fehl­an­zei­ge. Ich habe eine ein­zi­ge VR-Bril­le ge­fun­den, die kam von Zei­ss und es han­del­te sich ge­ra­de mal um eine Goo­gle Card­board-Va­ri­an­te, in die man ein Smart­pho­ne stecken mus­s­te. Gähn. Bei Ep­son gab es eine AR-Bril­le, auf den Busi­ness-Be­reich ge­zielt und auf­grund mi­se­ra­bler Auf­lö­sung und Um­set­zung hin­ter dem Stand der Tech­nik weit zu­rück. Es wur­de ei­nem bei dem Ding ein­fach nur ein sta­ti­sches Dis­play ins Sicht­feld ge­blen­det, das sich be­weg­te, wenn man den Kopf dreh­te. An­son­sten: Kein Ho­lo­lens, kein Ma­gic Leap, nichts.

Mit viel gu­tem Wil­len könn­te man di­ver­se 360-Grad-Ka­me­ras ver­schie­de­ner An­bie­ter noch zum The­ma zäh­len, al­ler­dings kann man die da­mit er­stell­ba­ren Pan­ora­men auch ohne VR-Bril­le be­trach­ten, die tan­gie­ren das The­ma also al­len­falls. Die zu­hauf ge­fun­de­nen Ka­me­r­ad­roh­nen wa­ren zwar in­ter­es­sant, ge­hö­ren aber eben­falls nicht zum The­ma.

Fa­zit: Ich weiß nicht, was sich die Ver­ant­wort­li­chen da­bei ge­dacht ha­ben, in der Vor­ab­wer­bung Vir­tual und Aug­men­ted Rea­li­ty der­art zu be­wer­ben. In mei­nen Au­gen war das eine Mo­gel­packung. Hät­te ich das vor­her ge­wusst, ich hät­te mir ei­nen Be­su­ch (und das Geld für die Kar­ten) eher ge­spart.

Logo Pho­to­ki­na Co­py­right Koeln­mes­se GmbH, Quel­le: Me­di­en Ser­vice: Koeln­mes­se Bild­da­ten­bank

Skinterface, der Anzug für die Virtuelle Realität

Skinterface, der Anzug für die Virtuelle Realität

Of­fen­bar ha­ben die Stu­den­ten vom London’s Royal Col­le­ge of Art, die den VR-An­zug »Skin­ter­face« ent­wickeln, Er­nie Cli­nes Ro­man RE­A­DY PLAY­ER ONE ge­le­sen, denn da kommt ei­nem so man­ches be­kannt vor. Skin­ter­face ar­bei­tet nach dem Prin­zip, dass jede Men­ge Ak­tua­to­ren Wir­kung auf Kör­per­stel­len aus­üben und so ein sen­so­ri­sches Er­le­ben in der Vir­tual Rea­li­ty mög­li­ch wird. Als mög­li­che An­wen­dun­gen se­hen die Ma­cher, um de­ren Ab­schluss­ar­beit es sich bei dem An­zug han­delt, Un­ter­hal­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und vir­tu­el­les Pro­to­typ­ing. Ver­mut­li­ch möch­ten sie über Rule 34 nicht laut re­den …

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te des Pro­jekts.

Ab November: Nintendo Mini-NES

Ab November: Nintendo Mini-NES

Mini-NES

Nin­ten­do hat of­fen­bar den Re­tro-Trend er­kannt und möch­te da­mit auch or­dent­li­ch geld ver­die­nen, denn die ja­pa­ni­sche Fir­ma bringt 33 Jah­re nach dem Re­lease das NES zu­rück. Al­ler­dings nicht im Ori­gi­nal, son­dern in Form ei­ner Mini-Kon­so­le, auf der 30 Spie­le vor­in­stal­liert sind. Das er­in­nert an die be­reits vor Jah­ren er­schie­ne­nen Ata­ri Flash­back oder den Com­pe­ti­ti­on Pro mit ein­ge­bau­tem C64.

Vor­in­stal­liert sind un­ter an­de­rem sol­che Klas­si­ker wie BUB­BLE BOB­BLE, CAST­LE­VA­NIA I & II, DON­KEY KONG, DON­KEY KONG JR., DR. MA­RIO, FI­NAL FAN­TA­SY, GA­LAGA, GHOSTS´N GOB­LINS, GRA­DI­US, KIRBY´S AD­VEN­TU­RE, MA­RIO BROS., MEGA MAN 2, ME­TRO­ID und PAC-MAN.

Ko­sten soll die Kon­so­le, die über ei­nen HDMI-An­schluss ver­fügt, 60 Dol­lar, hin­zu kom­men 10 Dol­lar pro Con­trol­ler, man kann al­ler­dings auch eine Wii­mo­te als Ga­me­pad nut­zen oder ei­nen Clas­sic Con­trol­ler der Wii ver­wen­den. Um­ge­kehrt passt der neue Re­tro-Con­trol­ler für das Mini-NES auch an die Wii. Un­ver­ständ­li­ch ist al­ler­dings, dass man das für den Be­trieb nö­ti­ge Stecker­netz­teil eben­falls ex­tra er­wer­ben muss.

Laut Nin­ten­do wird das Mini-NES auch in Deutsch­land er­schei­nen, in den USA wird sie ab An­fang No­vem­ber er­hält­li­ch sein, also pünkt­li­ch zum Weih­nachts­ge­schäft.

Man muss sich al­ler­dings fra­gen, war­um sie dem Ding nicht ein­fach ei­nen Car­tridge-Slot ver­passt ha­ben, so dass man noch vor­han­de­ne Spie­le an mo­der­nen Dis­plays hät­te nut­zen kön­nen. Da laut Aus­sa­ge von Nin­ten­do al­ler­dings die Spie­le ver­än­dert wur­den (ei­ni­ge Spie­le ver­fü­gen plötz­li­ch über ei­nen Mul­ti­play­er-Mo­dus), kann man da­von aus­ge­hen, dass es sich ei­gent­li­ch nur um ei­nen Emu­la­tor han­delt, da kann es na­tür­li­ch sein, dass ein Slot zu nicht un­er­heb­li­chen tech­ni­schen Pro­ble­men ge­führt hät­te, denn der Pro­duk­ti­ons­auf­wand wäre so­mit deut­li­ch hö­her ge­we­sen, als für eine sim­ple Emu­la­ti­on. Man darf ge­spannt sein, in­wie­weit die Ga­mes den Ori­gi­na­len ent­spre­chen, oder ob sie »nach­ge­baut« wur­den.

[Up­date 16.07.2016:] Ab so­fort ist das Clas­sic Mini bei Ama­zon vor­be­stell­bar – naja, fast, man kann sich per Email be­nach­rich­ti­gen las­sen, wenn es ver­füg­bar und ein Preis be­kannt ist.

Pro­mo­fo­to Co­py­right Nin­ten­do

Amiga-Emulator ARMIGA ist lieferbar

Amiga-Emulator ARMIGA ist lieferbar

Armiga Full

Beim AR­MI­GA han­delt es sich um eine klei­ne, ARM-ba­sier­te Box (da­her der Name), die so tut, als sei sie ein Ami­ga 500 mit Kick­start 1.3. Er ver­fügt über USB-An­schlüs­se für han­dels­üb­li­che Mäu­se und Ta­sta­tu­ren so­wie ei­nen SD-Kar­ten-Slot vom dem aus man Dis­ket­ten­ima­ges star­ten kann und auf der sich auch Sy­stemd­a­tei­en be­fin­den kön­nen. Die Kick­start- und wei­te­re Sy­stemd­a­tei­en sind beim Rech­te­inha­ber Clo­an­to li­zen­siert.

Vom AR­MI­GA gibt es zwei Va­ri­an­ten. Die eine kann man als rei­ne Spiel­kon­so­le be­trach­ten, die an­de­re ver­fügt über ein Amiga.kompatibles Flop­py-Lauf­werk. Das ist ziem­li­ch cool, denn das er­mög­licht es, noch vor­han­de­ne, alte 3,5-Zoll-Disketten in ADF-Da­tei­en zu ver­wan­deln.

Über den HDMI-An­schluss kann man Si­gna­le in 16:9, 4:3 und nicht­li­ne­ar in 720p aus­ge­ben.

Der­zeit wird nur Kick 1.3 un­ter­stützt, AGA könn­te noch fol­gen.

Armiga Small

Bei­de Ver­sio­nen wer­den mit HDMI-Ka­bel, Netz­teil, SD-Kar­te und 3D-ge­druck­tem Ge­häu­se aus­ge­lie­fert. Die »Small Si­zed Edi­ti­on« (ohne Flop­py) ko­stet 119 Euro, die »Full Edi­ti­on« schlägt mit 169 Euro zu Bu­che (je­weils plus 25 Euro Ver­sand in eu­ro­päi­sche Län­der).

Be­stel­len kann man ab so­fort auf der of­fi­zi­el­len Web­sei­te des Pro­jekts, man soll­te sich al­ler­dings dar­über im Kla­ren sein, dass es sich um Pro­to­ty­pen han­delt.

Shut up and take my mo­ney. Die zi­ga­ret­ten­schach­tel­gro­ße Small-Edi­ti­on habe ich so­fort be­stellt. ADF-Da­tei­en kann ich micht mei­nen Ami­gas oh­ne­hin er­zeu­gen.

Pro­mo­fo­tos Co­py­right DARMA Pro­jects

E3 – Gameboy für´s Smartphone: Smartboy

E3 – Gameboy für´s Smartphone: Smartboy

Hyperkin SmartboyDie Fir­ma Hy­per­kin kennt man durch Kon­so­len und Hand­helds, die klas­si­sche Ge­rä­te emu­lie­ren bzw. er­mög­li­chen, de­ren Car­tridges auf mo­der­ne­rer Hard­ware ab­zu­spie­len, bei­spiels­wei­se Re­tron 3 und 5 oder den Su­pa­boy.

Dazu ge­sellt sich jetzt der Smart­boy. Der hat eine wit­zi­ge Ent­wick­lung hin­ter sich, denn ur­sprüng­li­ch hat­te Hy­per­kin den am 01.04.2015 als April­scherz vor­ge­stellt. Ganz so scherz­haft war das dann aber doch nicht, denn in Wirk­lich­keit woll­ten die mal schau­en, wie groß die Re­so­nanz ist. Und die war so über­wäl­ti­gend, dass man das Pro­jekt dann doch rea­li­sier­te.

Der Smart­boy fasst ein An­dro­id-Smart­pho­ne und hat ei­nen Slot, der Car­tridges vom Game­boy und vom Game­boy Co­lor fasst. Der­zeit be­fin­det sich die Soft­ware noch in Ent­wick­ling, sie ist Open Sour­ce. Man kann be­reits Ent­wick­ler­ver­sio­nen der Hard­ware be­stel­len (für 59,99 Dol­lar) und Hy­per­kin ver­spricht Be­tei­li­gun­gen an den Ver­käu­fen, wenn man an der Soft­ware mit­ar­bei­tet.

Ei­nen Re­lease­ter­min gibt es der­zeit lei­der ge­nau­so­we­nig wie ei­nen Preis der End­kun­den­ver­si­on. Aber: Shut up and take my mo­ney!

Hyperkin Smartboy

Pro­mo­fo­tos Co­py­right Hy­per­kin Inc.

MEDIUM: Erschaffen in der virtuellen Realität

MEDIUM: Erschaffen in der virtuellen Realität

Dass es viel mehr An­wen­dungs­ge­bie­te für die ak­tu­el­le Ge­ne­ra­ti­on von Vir­tual Rea­li­ty-Bril­len ge­ben wird, als nur Spie­le oder Ach­ter­bahn-De­mos hat­te ich schon öf­ter an­ge­spro­chen. Ocu­lus VR zeigt mit ME­DI­UM, dass auch das Er­schaf­fen von Kunst oder di­gi­ta­len In­hal­ten di­rekt in der vir­tu­el­len Rea­li­tät mög­li­ch sind. Und das ist nur der An­fang. Auch an­de­re An­bie­ter bei­spiels­wei­se von Game En­gi­ne ha­ben be­reits an­ge­kün­digt, dass man In­hal­te für Spie­le dem­näch­st di­rekt in der VR wird er­schaf­fen kön­nen. Wenn das be­nut­zer­freund­li­ch um­ge­setzt wird, er­mög­licht es na­tür­li­ch auch wei­te­ren Con­tent über Spie­le hin­aus, vor­stel­len kann man sich bei­spiels­wei­se auch Schu­lungs­in­hal­te.

ME­DI­UM wird spä­ter in die­sem Jahr zu­sam­men mit dem Touch-Con­trol­ler aus­ge­lie­fert (falls sie bei der Fer­tig­stel­lung nicht eben­fals auf sol­che Pro­ble­me sto­ßen, wie bei der Con­su­mer Ver­si­on der Ocu­lus Rift).

Oculus Rift: Oculus VR und Facebook patzen massiv

Oculus Rift: Oculus VR und Facebook patzen massiv

noriftFace­book und Ocu­lus VR ha­ben den Mund of­fen­bar deut­li­ch zu voll ge­nom­men, was die Aus­lie­fe­rung ih­rer VR-Bril­le Ocu­lus Rift an­geht. Am Tag der Be­stel­lung wa­ren die Ser­ver der­art über­la­stet, dass ich die Bril­le erst mit deut­li­cher Ver­zö­ge­rung be­stel­len konn­te. Da­mals hieß es, ich be­kä­me sie des­we­gen nicht Ende März, son­dern erst An­fang April. Na gut, da­mit hät­te ich le­ben kön­nen.

Heu­te er­hal­te ich eine Email, in der ein Ver­sand­ter­min an­ge­kün­digt wird. Und der ist dann doch eher eine Lach­num­mer. Zwi­schen dem 30. Mai und dem 9. Juni soll das Ding nun ver­sen­det wer­den. Also glat­te zwei Mo­na­te spä­ter, als an­ge­kün­digt. In ei­ner Mail von vor ein paar Wo­chen hieß es, der Ver­sand ver­zö­ge­re sich auf­grund von feh­len­den Kom­po­nen­ten »ein we­nig« auf den 12. April, das wäre heu­te. Da­von ist nun kei­ne Rede mehr.

versand

Das ist schon eine Ebe­ne an Un­pro­fes­sio­na­li­tät, die ich be­mer­kens­wert fin­de, ins­be­son­de­re an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass hin­ter Ocu­lus VR Face­book mit sei­ner Fi­nanz­kraft steht (und die sich auch noch her­aus­neh­men wol­len, über die OR-Soft­ware mas­sen­wei­se Da­ten über mich ab­zu­grei­fen). Pal­mer Luckey und Face­book wird es al­ler­dings nicht die Boh­ne in­ter­es­sie­ren, wann ihre Kun­den das Ge­rät be­kom­men.

Wenn das schon der­art schief geht, kön­nen wir uns vor­stel­len, dass die an­ge­kün­dig­ten Con­trol­ler ver­mut­li­ch nicht Mit­te des Jah­res er­hält­li­ch sein wer­den, son­dern ver­mut­li­ch ir­gend­wann in 2020.

Wer eine VR-Bril­le möch­te, soll­te sich viel­leicht für die HTC Vive ent­schei­den, die ist an­geb­li­ch lie­fer­bar (die be­kommt man al­ler­dings auch frü­he­stens im Mai, wenn man jetzt be­stellt. Or­dert man eine Ocu­lus, kommt die frü­he­stens im Juli).

Pro­mo­gra­fik Ocu­lus Rift Co­py­right Ocu­lus VR

Oculus Rift: Facebook beim Datenabgreifen erwischt

Oculus Rift: Facebook beim Datenabgreifen erwischt

Oculus Rift

Es gab lau­te kri­ti­sche Stim­men, die Be­den­ken hat­ten, als Da­ten­kra­ke Face­book die VR-Bril­le Ocu­lus Rift er­warb. Wie sich jetzt zeigt, wa­ren die­se Be­den­ken of­fen­bar ge­recht­fer­tigt, denn wie ei­ni­ge User nach der In­stal­la­ti­on der zum Be­trieb der ge­ra­de fri­sch aus­ge­lie­fer­ten Ge­rä­te not­wen­di­gen Soft­ware fest­stell­ten, sen­det die­se in nicht ge­rin­gem Um­fang Da­ten an Face­book-Ser­ver. Hin­wei­se dar­auf fin­den sich auch in den Nut­zungs­be­din­gun­gen, die na­tür­li­ch nie­mand kom­plett durch­lie­st. So­ge­nann­te »Shrink Wrap-Li­zen­zen« mit für Kun­den un­er­war­te­ten Klau­seln sind in Deutsch­land oh­ne­hin un­gül­tig.

Es exi­stiert zu dem The­ma ein Thre­ad auf Red­dit, in dem aus­gie­big dis­ku­tiert wird. Di­ver­se nam­haf­te On­line­me­di­en ha­ben des­we­gen be­reits bei Ocu­lus VR nach­ge­fragt, die hül­len sich al­ler­dings in Schwei­gen, was ih­nen er­fah­rungs­ge­mäß nicht gut be­kom­men wird. Ins­be­son­de­re et­li­che der ur­sprüng­li­chen Un­ter­stüt­zer auf Kick­star­ter füh­len sich doch nach­hal­tig ver … arscht.

Kri­ti­sch da­bei ist nicht nur, dass mas­sen­haft In­for­ma­tio­nen über den Rech­ner auf dem die Ocu­lus-Soft­ware über­tra­gen wer­den, Face­book räumt sich an­geb­li­ch so­gar das Recht ein, das Mi­kro­fon zu über­wa­chen und die ge­spro­che­nen Worte ab­zu­grei­fen und über­trägt so­gar die Kör­per­grö­ße des Nut­zers. All das, um auf den Nut­zer zu­ge­schnit­te­ne Wer­bung be­reit­stel­len zu kön­nen.

Soll­te man des­we­gen sei­ne Be­stel­lung stor­nie­ren und statt­des­sen auf eine in­zwi­schen eben­falls lie­fer­ba­re HTV Vive zu­rück­grei­fen? Das muss je­der mit sich selbst aus­ma­chen, aber es gibt auch tech­ni­sche Maß­nah­men, um Face­book sei­nen drei­sten Um­gang mit den User­da­ten zu ver­gäl­len.

Bei der In­stal­la­ti­on der Soft­ware vor­her die In­ter­net­ver­bin­dung tren­nen (bei­spiels­wei­se den zu­ge­hö­ri­gen Netz­werk­ad­ap­ter de­ak­ti­vie­ren). Da­na­ch den bei­den Dien­sten OVRServer_x64.exe und OVRServiceLauncher.exe in der Win­dows-Fire­wall den In­ter­net­zu­gruff ver­bie­ten. Das ver­hin­dert erst ein­mal eine Da­ten­über­tra­gung und scheint beim son­sti­gen Be­trieb zu kaum Pro­ble­men zu füh­ren.

Ei­nen Be­su­ch im of­fi­zi­el­len Sup­port­fo­rum we­gen des Pro­blems kann man sich üb­ri­gens spa­ren, denn dort ha­ben Fan­bo­is und Voll­hon­ks über­hand ge­nom­men.

Das ist das be­reits drit­te Pro­blem mit dem Laun­ch der via Kick­star­ter fi­nan­zier­ten VR-Bril­le Ocu­lus Rift. Zu­er­st stell­te sich her­aus, dass man die Soft­ware und alle Apps (Spie­le) aus­schließ­li­ch auf C: in­stal­lie­ren kann. Wer eine eher klei­ne SSD be­treibt und dar­auf nicht ge­nug Platz hat, kommt schnell in Schwie­rig­kei­ten, es gibt ei­nen Work­a­round mit Sym­links. Wei­ter­hin wur­den Vor­be­stel­ler in ei­ner Mail kurz vor dem letz­ten Wo­chen­en­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich die Aus­lie­fe­rung ver­zö­gern wer­den, weil es »Kom­po­nen­ten­knapp­heit« gibt. All das ver­dirbt Ocu­lus-Chef Pal­mer Luckey aber ver­mut­li­ch nicht den Schlaf, denn der hat sein fi­nan­zi­el­les Schäf­chen durch den Ver­kauf an Face­book ja längst im Trocke­nen.

Pro­mo­fo­to Ocu­lus Rift Co­py­right Ocu­lus VR

PLAYSTATION VR kommt im Oktober

PLAYSTATION VR kommt im Oktober

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Auch Sony hat zur Game De­ve­l­oper Con­fe­ren­ce ei­nen Ter­min für den Start ih­res VR-Sy­stems ge­ge­ben, und auch gleich ei­nen Preis ge­nannt. Er­schei­nen wird die Bril­le für die Play­sta­ti­on 4 am 7. Ok­to­ber 2016 und ko­sten wird sie ge­ra­de mal 399 Dol­lar. Das ist na­tür­li­ch eine ganz an­de­re Haus­num­mer, als die 600 bzw. 800 Dol­lar, die Ocu­lus und Val­ve für ihre Pro­duk­te an­sa­gen, zu­dem be­nö­tigt man für die bei­den com­pu­ter­ba­sier­ten Bril­len auch noch po­ten­te – und da­mit teu­re – PC-Hard­ware (ei­nen i7 und min­de­stens eine Nvi­dia GTX 970 oder ATI R390). Bei Sony reicht eine PS4 für 299 Dol­lar. Da­bei bleibt al­ler­dings ab­zu­war­ten, wie per­for­mant die Spie­le auf die­ser Platt­form sein wer­den. Be­den­ken muss man zu­dem, dass man den Move-Con­trol­ler und die Play­sta­ti­on Ka­me­ra für den Be­trieb der VR-Bril­le eben­falls er­wer­ben muss – falls man sie nicht oh­ne­hin be­reits be­sitzt.

Sony gibt eine Auf­lö­sung von 1920 x RGB x 1080 bei ei­ner Bild­wie­der­hol­fre­quenz von 120 Hz an. Das be­deu­tet, dass je­der ein­zel­ne Pi­xel des OLED-Dis­plays die drei Grund­far­ben an­neh­men kann, bei an­de­ren Sy­ste­men gibt es da­für Sub­pi­xel. So­mit wäre die ef­fek­ti­ve Auf­lö­sung ver­mut­li­ch hö­her. Je­des Auge sieht da­mit 960 x RGB x 1080 Pi­xel. An­geb­li­ch liegt die La­tenz bei un­ter 18 Mil­li­se­kun­den. Wie gut das tat­säch­li­ch aus­sieht, wird man ab­war­ten müs­sen. Par­al­lel zur Aus­ga­be auf der Bril­le wird man das Ge­sche­hen zu­dem auf ei­nem Fern­se­her ver­fol­gen kön­nen – der will dann auch noch an­ge­steu­ert wer­den. Ich bin sehrt ge­spannt, ob Sony hier den Mund nicht viel­leicht et­was voll nimmt.

An­ge­kün­digt wur­de zu­dem, dass zwi­schen Ok­to­ber 2016 und dem Jah­res­en­de be­reits 50 VR-Spie­le für das Sy­stem er­schei­nen sol­len, dar­un­ter eine Vir­tual Rea­li­ty-Ver­si­on von STAR WARS: BATT­LE­FRONT. Holy Yoda …

Man soll­te al­ler­dings eben­falls nicht aus den Au­gen ver­lie­ren, dass es sich bei der PS4 um ein im Ge­gen­satz zu den an­de­ren An­bie­tern deut­li­ch ge­schlos­se­ne­res Sy­stem han­delt.

Pro­mo­gra­fik Play­sta­ti­on VR Co­py­right Sony