Antstream: Streamingdienst für Retro Games

Antstream: Streamingdienst für Retro Games

Strea­ming­diens­te für Com­pu­ter­spie­le sind gera­de der hei­ße Scheiß in der Bran­che. Die dahin­ter ste­hen­de Idee ist auch nach­voll­zieh­bar: Statt sich einen hoch­ge­züch­te­ten und damit teu­ren Gaming-Boli­den zu kau­fen, über­lässt man die poten­te Hard­ware und das Spiel wird zum Nut­zer gestreamt, der dann eben nur eine ver­gleichs­wei­se simp­le Kis­te benö­tigt. In Inter­net-Ent­wick­lungs­land Deutsch­land muss so etwas lei­der an zu vie­len Orten an der gru­se­li­gen Breit­band­ab­de­ckung schei­tern.

Ange­sichts des­sen erscheint der neue eng­li­sche Strea­ming­dienst Ant­stream ana­chro­nis­tisch, denn der spe­zia­li­siert sich dar­auf, Retro­ga­mes zum Games zu strea­men, also ver­gleich­wei­se alte Spie­le, wie man sie aus Spiel­hal­len, vom C64 oder dem Ami­ga kennt. Ant­stream ent­stand aus einer erfolg­rei­chen Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne auf Kicks­ter­ter, die 70000 Pfund ein­sam­mel­te.

Der Preis von 9,99 Pfund im Monat scheint mir allein des­we­gen ambi­tio­niert, weil man Spie­le­pa­ke­te mit Retro­ga­mes samt Emu­la­tor bei­spiels­wei­se für den C64 oder Ami­ga schon für ver­gleichs­wei­se klei­nes Geld bekom­men kann. Und für die benö­tigt man kein Rechen­mons­ter, übli­cher­wei­se begnü­gen sich die Emu­la­to­ren mit schwä­che­rer Hard­ware. Zudem erscheint mir die auf der offi­zi­el­len Web­sei­te gezeig­te Spiele­lis­te ange­sichts der schie­ren Men­ge an Retro­ga­mes, die es gibt, sehr kurz – und es feh­len diver­se Klas­si­ker; aller­dings sind wei­te­re Games ange­kün­digt.

Auf der ande­ren Sei­te sind alle ange­bo­te­nen Spie­le selbst­ver­ständ­lich offi­zi­ell lizen­siert, man ist also nicht ange­wie­sen, Inhal­te aus zwei­fel­haf­ten Quel­len her­un­ter zu laden.

Ant­stream gibt es für Win­dows , Andro­id und MacOs, der Dienst weist dar­auf hin, dass er eigent­lich nur für die bri­ti­schen Inseln gedacht ist, aber mög­li­cher­wei­se auch in ande­ren Län­dern funk­tio­niert. Wenn man die offi­zi­el­le Web­sei­te von Ant­stream besucht, soll­te man sich dar­über im Kla­ren sein, dass man mit Java­scrip­ten und Tra­ckern zuge­wor­fen wird …

Pro­mo­gra­fik Ant­stream Copy­right Ant­stream

NEUTRON: Shoot-Em-Up für den C64

NEUTRON: Shoot-Em-Up für den C64

Auch heu­te, 37 Jah­re nach der Markt­ein­füh­rung des Home­com­pu­ters Com­mo­do­re 64 (ali­as C64 ali­as »Brot­kas­ten«), wer­den noch neue Spie­le für den Rech­ner pro­gram­miert. In letz­ter Zeit sind das sogar wie­der mehr gewor­den, das dürf­te an der Ver­öf­fent­li­chung des C64 Mini lie­gen, einer Retro-Kon­so­le, die man via USB mit Disk-Images des Vete­ra­nen füt­tern kann.

Ein Ver­tre­ter die­ser neu­en Games für den C64 ist NEUTRON, ein gran­dio­ses Shoot-Em-Up von Sarah Jane Avory, das man bei itch.io kau­fen kann. Für einen Mini­mal­preis von gera­de mal zwei Dol­lar (also qua­si geschenkt) erhält man eine Men­ge Retro-Spaß – und man soll­te wirk­lich mehr dafür spen­die­ren.

Man kann sich NEUTRON vor­ab in einem Video anse­hen, um zu ermes­sen, was man bekommt.

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Noch mehr Retrogaming: PC Classic Mini

Noch mehr Retrogaming: PC Classic Mini

Nach all den Retro-Kon­so­len wie NES Clas­sic Mini, SNES Clas­sic Mini und Play­sta­ti­on Clas­sic folgt jetzt eine für eines der meist­ge­nutz­ten Spiel­ge­rä­te über­haupt: MS-DOS PC. Der Name: PC Clas­sic Mini.

Die Grup­pe hin­ter der Idee nennt sich Unit‑e und die wol­len noch in die­sem Novem­ber oder Anfang Dezem­ber eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne star­ten, um das Gerät zu rea­li­sie­ren. Es soll in einem Gehäu­se kom­men, das an die gelb­li­chen Gehäu­se von PCs Ende der 80er Anfang der 90er erin­nert und via HDMI an moder­ne Dis­plays ange­schlos­sen wer­den kön­nen. Auch hier wie bei den ande­ren Retro Kon­so­len sol­len vor­in­stal­lier­te Spie­le dabei sein.

Jetzt wird sich manch einer fra­gen: war­um das Gan­ze?, da man auch einen moder­nen PC oder einen RasPi mit DOS­Box betrei­ben und an einen Fern­se­her anschlie­ßen kann, um alte Games zu zocken. Zum einen ist das Gerät kom­pakt und leicht trans­por­ta­bel, und im Gegen­satz zur Emu­la­ti­on via DOSBOX wer­den die Spie­le auf dem PC Clas­sic Mini legal sein und müs­sen nicht aus zwie­lich­ti­gen Quel­len besorgt wer­den – und das läuft eben ohne gro­ße Kon­fi­gu­ra­ti­on out-of-the-box. Des­we­gen hat das Gerät aus mei­ner Sicht durch­aus sei­ne Berech­ti­gung. Die ent­schei­den­de Fra­ge dürf­te sein, wie teu­er der PC Clas­sic Mini wer­den wird.

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Pro­mo­fo­to PC Clas­sic Mini Copy­right Unit‑e

Neu für den C64: Shoot-em-up GALENCIA

Neu für den C64: Shoot-em-up GALENCIA

ja, auch für den betag­ten Vete­ra­nen C64 wer­den immer noch neue Pro­gram­me geschrie­ben, die das Herz des Retro-Games und Spie­le-Nost­al­gi­kers höher schla­gen las­sen. Ein aktu­el­ler Ver­tre­ter ist der Old School Shoo­ter GALENCIA, der sei­ne Inspi­ra­ti­on bei GALAGA gar nicht ver­ber­gen möch­te und der über­aus gute Kri­ti­ken bekommt.

Der Shoo­ter kann aber mehr als das Vor­bild, denn er bie­tet auch noch Aste­roi­den­fel­der, Boss­kämp­fe und vie­les mehr. Eben­falls dabei sind sechs brand­neue SID-Tunes.

Man kann GALENCIA bei itch.io für 4,99 Dol­lar kau­fen. Dafür bekommt man eine C64-Datei zum Down­load für den Emu­la­tor oder für ein SD-Kar­ten-Lauf­werk für einen ech­ten Como­do­re 64.

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CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

Hyper­kin ist ein kali­for­ni­scher Anbie­ter für Gerä­te, um Retro-Kon­so­len-Games auf aktu­el­ler Hard­ware und an moder­nen Dis­plays spie­len zu kön­nen. Bei­spie­le sind die Retron3 oder Retron 5, in die man Car­tridges von NES, SNES oder Sega ste­cken kann. Oder der Smart­boy, eine Zusatz­hard­ware mit Knöp­fen im Game­boy-Stil, in das man ein Smart­pho­ne steckt und das Game­boy- und Game­boy-Color Spie­le in einem Car­tridge-Slot auf­nimmt, die man dann über einen Emu­la­tor spie­len kann (was ver­blüf­fend gut funk­tio­niert, wenn man es schafft das zum Lau­fen zu bekom­men, auf den Sup­port von Hyper­kin soll­te man sich dabei aller­dings nicht ver­las­sen, der ist mit »grot­tig« noch sehr freund­lich umschrie­ben).

Zur CES kün­digt die Fir­ma jetzt den Ultra Game Boy an, ein Hand­held-Gerät, etwas klei­ner als ein ori­gi­nal-Game­boy, dafür mit einem Alu­mi­ni­um­ge­häu­se und Farb­dis­play, der dem Vor­bild täu­schend nach­ge­bil­det ist. Und zeigt sogar schon Pro­to­ty­pen. Auch hier pas­sen in die Slots Car­tridges von Game­boy und Game­boy Color. Das Gerät soll zum Preis von 100 Dol­lar ver­kauft wer­den. Ver­bes­se­run­gen zum Ori­gi­nal sind zum Bei­spiel Ste­reo­laut­spre­chen und Ste­reo-Out (eine Ver­nei­gung in Rich­tung all der Musi­ker, die mit dem Game­boy Chip­tu­ne-Songs schrei­ben, die sol­len wohl auch die­ses Gerät nut­zen kön­nen). Der Akku kann via USB‑C gela­den wer­den und hält ca. sechs Stun­den durch.

Der Ultra Game Boy soll bis Ende Som­mer 2018 auf den Markt kom­men – falls Nin­ten­do sie nicht mit Kla­gen über­zieht, wür­de ich mal anneh­men (aber das ist bei ande­ren Pro­duk­ten inter­es­san­ter­wei­se noch nicht pas­siert) …

Offi­zi­el­le Pres­se­bil­der von Hyper­kin gibt es nicht, man kann sich das wirk­lich wer­tig aus­se­hen­de Gerät aber bei Giz­mo­do anse­hen.

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