“Ich werde Pilot. Der Beste in der Galaxis.”: SOLO – A STAR WARS STORY

nahezu 100% spoilerfrei

Der zweite Film nach ROGUE ONE “außer der Reihe”, also jenseits der Skywalker-Saga, dreht sich um eine der beliebtesten Figuren aus dem STAR WARS-Universum überhaupt, wenn es nicht sogar die beliebteste ist: Han Solo, den Schurken mit dem Herzen aus Gold.

Doch eben weil diese Figur so beliebt ist, und der zentrale Punkt dafür sicherlich dessen Darstellung durch den Schauspieler Harrison Ford war, regten sich im Vorfeld bei vielen Zweifel, ob gerade diese Figur in SOLO – A STAR WARS STORY einfach so von jemand anderem dargestellt werden kann. Zudem Alden Ehrenreich zwar vom Typ her ähnlich ist, aber eben nicht wie der junge Ford aussieht.

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AVENGERS: INFINITY WAR

AVENGERS: INFINITY WAR

Um Asgards Willlen, wie soll man den diesen Film besprechen ohne zu spoilern? Ich will es mal versuchen …

So etwas wie das, was Marvel und Disney in den vergangenen zehn Jahren getan haben, ist in dieser Form noch nie gemacht worden. Sicher gab es schon Filmreihen, und auch deutlich langlebigere als das Marvel Cinematic Universe, aber mal waren es lose zusammenhängende Einzelfilme wie JAMES BOND, oder es ging eigentlich nur um einen Protagonisten wie bei HARRY POTTER – und diese Filmreihe war letztendlich durch die Romane vorgegeben.

Aber zehn Jahre lang 20 Filme (und Fernsehserien) als Originalcontent zu produzieren, die alle im selben Universum handeln und irgendwie zusammenhängen, sogar so schräge wie die um einen sprechenden Waschbären, und die dann in dieser Form in AVENGERS: INFINITY WAR kulminieren zu lassen, das ist ein Werk, dem ich nur Achtung zollen kann. Nach dem Betrachten von INFINITY WAR sogar noch mehr, denn hier bekommt man deutlich mehr geboten, als nur Superhelden-Gekloppe.

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READY PLAYER ONE FTW!

READY PLAYER ONE FTW!

+++ Spoilerfrei +++

Wenn man einen Film macht, der die 80er Jahre und deren Popkultur in zahllosen Facetten abfeiert, dann kann man vermutlich keinen besseren Regisseur für eine Umsetzung finden, als einen derjenigen, der genau diese 80er im Kino mit definiert hat: Steven Spielberg.

Angesichts dessen wundert es auch vermutlich niemanden, dass Spielberg sich nach dem großen Überraschungserfolg von Ernie Clines’ Roman READY PLAYER ONE die Rechte an einer Verfilmung gesichert hat, denn sicher hat er die Möglichkeiten erkannt, die dieses Buch bietet: Zum einen all die Nerds aus den Jahren nostalgisch ins Kino zu bekommen, zusätzlich holt man noch Computerspieler ab, und als Sahnehäubchen ist der Streifen auch für Personen interessant, die erst deutlich nach den 80ern geboren wurden, denn er hat eine eigenständige Handlung, weit über das Abfeiern der damaligen und heutigen Popkultur hinaus.

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STAR WARS Episode VIII – DIE LETZTEN JEDI – spoilerfrei

STAR WARS Episode VIII – DIE LETZTEN JEDI – spoilerfrei

Dass DAS ERWACHEN DER MACHT mir gut gefallen hat, habe ich damals in einer Besprechung deutlich gemacht. Klar hatte der gewisse kleinere Schwächen, das war aber auch kein Wunder, denn er musste den Spagat schaffen, das Alte mit dem Neuen zusammen zu führen, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Er musste die Storyline der alten Filme beachten, aber dennoch genug Frisches bieten, um nicht altertümlich zu wirken und neue Fans zu gewinnen. Und das hat er getan.

Damals sagte ich, dass sie bei Episode VII noch Welpenschutz hatten und beim Nächsten, von dem damals noch niemand wusste, dass er THE LAST JEDI heißt, eine gewaltige Schippe würden drauflegen müssen.

Und – beim Kessel Run! – die haben ganze Lastwagenladungen Schippen draufgelegt.

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STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY

STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY

Enthält Spoiler

Wenn nach den vorangegangenen Episoden von STAR TREK DISCOVERY noch jemand einen Beweis gebraucht hätte, dass das nicht das STAR TREK ist, das wir kennen, bekommt er ihn jetzt. Für mich war STAR TREK immer eine positive Zukunftsvision. Was wir hier präsentiert bekommen, ist trotz einzelner Kontrapunkte durch Charaktere etwas ganz anderes. Und leider macht Episode vier für mich den durchaus positiven Eindruck von Folge drei nachdrücklich zunichte.

Und das nicht nur durch die Dystopie, die man später in der Staffel noch auflösen könnte, sondern auch durch die zahllosen dummen und und zudem völlig überflüssigen Plotlöcher.

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STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

Seit gestern kann man die ersten beiden Episoden, also den Piloten, der neuen STAR TREK-Serie DISCOVERY ansehen. Ganz legal, einen Tag nach der US-Ausstrahlung, Netflix sei es gedankt. Was hätten wir Fans uns das in den 80ern oder 90ern gewünscht, heute ist es Realität.

Auf den ersten Blick wird klar: DISCOVERY unterscheidet sich in Cinematographie und auch erzählerisch grundlegend von dem, was man man früher von STAR TREK-Serien kannte. Und leider ignoriert man auch zahllose als gegeben angenommene Eckpunkte und Historie des Franchise. Das stößt dem Fan sauer auf, aber die Show ist eben nicht nur für Fans gemacht, sondern soll die heutigen TV-Zuschauer allgemein ansprechen.

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ALIEN: COVENANT

ALIEN: COVENANT

ALIEN: COVENANT – Bundesstart 18.05.2017

Fünf Jahre hat es gedauert, bis sich Ridley Scott erneut seinem bekanntesten Universum zugewandt hat. Dazwischen lagen vier mehr oder weniger erfolgreiche Spielfilme, der schlechteste war COUNSELOR, dafür strahlte THE MARTIAN. Viel Schelte hatte Scott für seinen PROMETHEUS einstecken müssen. Die Einen bemängelten das Fehlen von Erklärungen. Die Anderen regten sich darüber auf, dass PROMETHEUS ja gar kein ALIEN-Film sei. Hätte sich Ridley Scott nach diesen ungerechtfertigten Äußerungen entschlossen, das Alien-Universum zu verlassen, wäre es nur allzu verständlich gewesen. Und dass der Regisseur sich tatsächlich vier Filme Zeit nahm, um doch weiter zu machen, hat den Verdacht des Absprungs nur verhärtet. Aber jetzt dürften die letzten negativen Kritiker endlich verstummen.

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GET OUT

GET OUT

GET OUT – Bundesstart 11.05.2017

Chris ist mit Rose vier Monate zusammen. Es wird ein Wochenende bei der Familie fällig, um den neuen Freund endlich vorzustellen. Rose’ Familie ist eine tief im Süden Amerikas verwurzelte Sippschaft. Das Problem, welches Chris auch äußert, ist seine Hautfarbe. Rose ist eine Weiße, Chris ist schwarz. Doch alle Bedenken werden obsolet, denn viele andere Überraschungen warten auf Chris.
Jordan Peele wurde eigentlich als Komiker einem hauptsächlich amerikanischen Publikum aus dem Fernsehen bekannt. Das er sich als zweites Kino-Drehbuch und Regie-Debut einen Horrorfilm zur Brust nehmen würde, ist daher umso überraschender. Aber da ist auch schon das Problem, ob man GET OUT wirklich als Horrorfilm einordnen kann.

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DIE VERSUNKENE STADT Z

DIE VERSUNKENE STADT Z

THE LOST CITY OF Z – Bundesstart 30. 03.2017

Die erste Reise des Oberstleutnants Percival Harrison Fawcett nach Amazonien im Jahre 1906 war ein einfacher Auftrag. Der Brite sollte als schlichtende Partei den Grenzstreit zwischen Bolivien und Kolumbien beenden. Doch auf dieser Expedition erfährt er eine unglaubliche Geschichte, welche ihn sein Leben lang nicht mehr loslassen wollte. Eine verschollene Stadt, die eine fortgeschrittenere Zivilisation in Südamerika beweisen könnte, noch lange bevor in der sogenannten westlichen Welt an Zivilisation zu denken war. Percy Fawcett wird letztendlich zur Legende, leider aus einem anderen Grund, wenngleich während einer Expedition nach der versunkenen Stadt Z. Also fast schon selbstredend eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Aber man muss dem Produzenten und Autor sowie Filmemacher  James Gray hoch anrechnen, dass sie entgegen normalen Gepflogenheiten nie damit hausieren gehen.

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LIFE

LIFE

LIFE – Bundesstart 23.03.2017

Nun ist das mit Science Fiction so ein Problem. An Zuschauern ist das Genre durch Männer dominiert. Da hatte Morten Tyldum ein goldenes Händchen, als er den letzten Jahr erschienenen PASSENGERS drehte. Mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt setzte er zwei der momentan angesagtesten Schauspieler in ein Raumschiff, und gestaltete es als Romanze mit starken Startschwierigkeiten. Aber so ein Konzept ist nicht beliebig wiederholbar. Da hatten scheinbar auch die Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick die Eingebung, auf das Ursprüngliche zurückzugreifen. In 400 Kilometern über der Erde zieht die Internationale Raumstation ihre Bahnen. Die Aufgabe der Astronauten: eine Sonde vom Mars abzufangen und zu untersuchen. Mit Folgen, für die man als Kinogänger nicht viel Phantasie braucht.

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KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – Bundesstart 09.03.2017

Er ist wieder da, der beliebteste Affe der Welt. Viel Freude wird das bei den Cineasten weltweit nicht ausgelöst haben. Immer wieder fürchtet man um den Ruf eines Heiligtums. Natürlich ist und bleibt Ernest B. Schoedsacks KING KONG von 1933 ein Meilenstein. Ein Film der in manchen Einstellungen sämtliche damals zur Verfügung stehenden Spezialeffekte vereinte. Erst 29 Jahre später wagten es die Toho Studios den Namen King Kong in ihrer Godzilla-Reihe zu verwenden. Wer den Film kennt, weiß dass dieser keinen Aufschrei der Entrüstung hervor bringen konnte. Anders, als Dino De Laurentiis Mitte der 1970er ankündigte, die Originalgeschichte im Mantel der Gegenwart neu zu verfilmen. Unverständlicherweise wurde KING KONG 1976 von Kritikern und selbstgefälligen Cineasten verrissen. Was sogar so weit ging, dass man hoffte, Peter Jackson würde 2006 die Schmach wieder gut machen. Das nächste Remake. Welches allerdings weit hinter den Erwartungen blieb.

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