FULGUR: THE DEPTH OF THE ABYSS – ein Comic inspiriert von Jules Verne

FULGUR: THE DEPTH OF THE ABYSS – ein Comic inspiriert von Jules Verne

FULGUR, genauer gesagt der erste Band (von drei) mit dem Titel THE DEPTH OF THE ABYSS, ist ein Com­ic vom Autor Christophe Bec und dem Zeich­n­er Dejan Nenadov, das ursprünglich in franzö­sis­ch­er Sprache erschien. Da ich der nur rudi­men­tär mächtig bin, habe ich zur englis­chen Fas­sung gegrif­f­en, hier genauer zur Kin­dle-Fas­sung.

Ich tue mich etwas schw­er damit, das Com­ic in die Kat­e­gorie »Steam­punk« einzu­sortieren, obwohl es eigentlich dazu gehört. Wis­senschaftler brechen mit einem U-Bot mit mod­ern­er, neuer Tech­nolo­gie in die Tiefen des Ozeans auf, um die Ladung eines gesunke­nen Schiffes zu bergen.

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LARKLIGHT – Philip Reeve und David Wyatt

LARKLIGHT – Philip Reeve und David Wyatt

Cover Larklight

Hin­weis: Diese Besprechung erschien ursprünglich im Sep­tem­ber 2008 im alten Artikel­por­tal und wurde nun hier­her »gerettet«. Viel Spaß!

Wir schreiben das Jahr des Her­rn 1851. Im britis­chen Imperi­um herrscht Köni­gin Vic­to­ria über Eng­land, die amerikanis­chen Kolonien und die Besitztümer der Kro­ne auf Mond, Mars und anderen Plan­eten des Son­nen­sys­tems. Das Uni­ver­sum von Lark­light ist defin­i­tiv nicht das, welch­es wir ken­nen – 1703 entwick­elte Isaac New­ton den Äther­antrieb, seit­dem eifer­süchtig gehütet von den Alchimis­ten der Roy­al Alchemists Soci­ety und der Grund für die unange­focht­ene Vor­ma­cht­stel­lung der Englän­der. All dies weist bere­its darauf hin: Dieses Kinder­buch kommt »very british« daher.

Aber genau das ist der ganz beson­dere Charme von Lark­light, denn der Autor ver­ste­ht es vortr­e­f­flich, die Stim­mung des Lan­des und der Zeit einz­u­fan­gen und mit dem von ihm erdacht­en Steam­punk-Uni­ver­sum zu etwas über­aus Orig­inellem und Kurzweiligem zu ver­mis­chen.

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Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Free SteampunkPer Email hat­te sich Ste­fan Arbes bei mir gemeldet und ange­boten, auf eventuelle Fra­gen mein­er­seits zu sein­er Beantra­gung der Ein­tra­gung ein­er Wort­marke des Begriffes »Steam­punk« zu antworten. Dem komme ich selb­stver­ständlich gerne nach, denn ich halte seine Stel­lung­nahme inhaltlich für zumin­d­est frag­würdig, denn sie geht mein­er Ansicht nach von falschen Voraus­set­zun­gen aus. Meine Antwort an ihn, die er auch per Email erhal­ten hat, kann man unten lesen. Wenn ich darauf eine Reak­tion bekomme, wird die selb­stver­ständlich eben­falls hier auf Phan­taNews veröf­fentlicht (dazu gibt er ja aus­drück­lich sein Ein­ver­ständ­nis).

Ich war in der Zwis­chen­zeit eben­falls nicht untätig, und habe mich hin­sichtlich der Markenein­tra­gun­gen schlauer gemacht, als ich es vor dem Zutage­treten der Sach­lage am Fre­itag war. Gle­ich vorneweg: Der zen­trale Punkt ist, dass über eine solche Beantra­gung der Markenein­tra­gung und einem eventuellen Wider­spruch dage­gen, gar nicht, wie in sein­er Stel­lung­nahme fälschlich angedeutet, sichergestellt wer­den kann, dass die Wort­marke »Steam­punk« in Zukun­ft nicht von irgendwem geschützt wird oder wer­den kann. Und damit fällt Ste­fan Arbes´ Argu­men­ta­tions­kette lei­der wie ein Karten­haus in sich zusam­men.

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VOLL DAMPF – Fiktionale Steamgeschichten

VOLL DAMPF – Fiktionale Steamgeschichten

Cover "Voll Dampf"Als an mich die Bitte herange­tra­gen wurde, eine Sto­rysamm­lung mit Steam­punk-Geschicht­en zu besprechen, musste ich nicht erst lange über­legen. Natür­lich würde ich das tun. Zum einen, weil ich Kurzgeschicht­en mag, auch wenn die Pub­likumsver­lage nicht müde wer­den, zu beto­nen, dass Antholo­gien sich hierzu­lande nicht verkaufen. Das mag vielle­icht beim Massen­pub­likum so sein, ich bin nach wie vor der Ansicht, dass das bei den Lesern im Bere­ich Phan­tastik anders ist. Aber die Klien­tel ist vielle­icht nicht groß genug, um für die »Big Play­er« inter­es­sant zu sein. Macht aber nichts, das Feld Kurzgeschicht­en­samm­lun­gen wird von den Klein­ver­la­gen pri­ma beack­ert. Es ist noch ein »zum anderen« offen: Selb­stver­ständlich lese ich eine Antholo­gie aus deutschen Lan­den, wenn es sich um Steam­punk han­delt!

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ÆTHERSTURM – Susanne Gerdom

ÆTHERSTURM – Susanne Gerdom

Cover ÆthersturmWer sich an meine Rezen­sion zum ersten Teil erin­nert, der weiß, dass ich von ÆTHERMAGIE ziem­lich wegge­flashed wurde. Grandiose Erzäh­lkun­st in einem tollen Set­ting mit inter­es­san­ten Fig­uren wurde in jen­em Buch von Susanne Ger­dom geboten und wieder ein­mal gezeigt, dass Steam­punk aus Deutsch­land sich mal so über­haupt nicht ver­steck­en muss, auch dann nicht, wenn es sich vorge­blich um ein Jugend­buch han­delt.

Nun ist bei Ueber­reuter der zweite Teil mit dem Titel ÆTHERSTURM erschienen und meine Span­nung wuchs, ob diese Qual­ität so würde aufrechter­hal­ten bleiben kön­nen.

Ich hätte mir da erwartungs­gemäß mal gar keine Sor­gen machen sollen.

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Andreas Dresen: WILHELMSTADT – DIE MASCHINEN DES SALADIN SANSIBAR

Andreas Dresen: WILHELMSTADT – DIE MASCHINEN DES SALADIN SANSIBAR

Cover WilhelmstadtImmer wenn ein neuer Steam­punk-Roman von einem deutschen Autor erscheint, horcht man auf. Dies geschieht üblicher­weise in Klein­ver­la­gen, denn die »Großen« haben sich an dem The­ma ver­sucht, nicht ver­standen, was das eigentlich ist und sind deshalb auf die Nase gefall­en. Das führte dazu, dass die Pub­likumsver­lage inzwis­chen die Fin­ger von dem The­ma lassen. Haupt­säch­lich ver­mut­lich deswe­gen, weil Steam­punk sich der bei den Mar­ket­ing-Fuzzies so beliebten Ver­schubladung wider­set­zt.

Andreas Dresen hat­te eine sehr ansprechende Sto­ry für ÆTHERGARN beiges­teuert und auch seinen skur­rilen Phan­tastik-Roman AVA UND DIE STADT DES SCHWARZEN ENGELS hat­te ich mit Vergnü­gen gele­sen, deswe­gen war ich auf den ersten Band von WILHELMSTADT, erschienen im ACABUS-Ver­lag, ges­pan­nt.

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Æthercircus 2014 in Stade

Æthercircus 2014 in Stade

Æthercircus

Hier fol­gt mein völ­lig sub­jek­tiv­er Bericht über den Aether­cir­cus 2014.

Am 3. und 4. Mai 2014 ver­sam­melten sich Händler, Bands, Schaustel­lende und andere Kün­stler, um sich angereis­ten Steam­punkern und auch jedem anderen, der sich in der Fes­tung Grauerort in Stade ein­fand, zu präsen­tieren.
Ich war selb­st als Autorin ein­ge­laden und hat­te dank mein­er lieben Helfer­lein ab und zu Zeit, selb­st umherzuschlen­dern und Men­schen zu begrüßen, die ich son­st nur über das Inter­net kenne. Und es waren viele! Meine Aufzäh­lung ist also, wie gesagt, rein sub­jek­tiv und nicht voll­ständig. Es gab wirk­lich eine Menge zu ent­deck­en!
Ich kon­nte Daniel Mal­heur kurz zuhören und ihm die Hand drück­en: seine Lieder und die beson­dere Per­for­mance sind ein Genuss und ich freue mich schon auf die neue CD mit dem Titel DIE SUSI BLÄST DAS SAXOPHON.

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Steampunk, Bücher und Akkordeon – Event-Lesung in der Bibliothek Monheim

Steampunk, Bücher und Akkordeon – Event-Lesung in der Bibliothek Monheim

MitwirkendeWie ich angekündigt hat­te, fand am ver­gan­genen Sam­stag in der Bib­lio­thek Mon­heim eine Steam­punk-Lesung statt. Ver­anstal­tet wurde das Ganze von Kirsten Riehl alias Bren­nende Buch­staben, dem Vere­in Pro Lit­er­atur (vertreten durch Cor­nelia Gell­witz­ki-Müller) und Thorsten Küper, auch bekan­nt als Küper­punk.

Das Line­up kon­nte sich sehen lassen: Als Autoren waren vor Ort und lasen aus ihren Werken: Mar­cus R. Gilman alias Mar­cus Rauch­fuß, Alex Jahnke, Anja Bagus und Thorsten Küper. Für die musikalis­che Unter­malung sorgte Felix Ten­ten, der Gitar­rist der Dampfmet­al-Band Æro­nau­ti­ca, dies­mal allerd­ings ohne Sait­enin­stru­ment, dafür mit Akko­rdeon.

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Steampunk Hands Around The World: Inspiration – The Wülfing-Museum

Steampunk Hands Around The World: Inspiration – The Wülfing-Museum

Dampfmaschine

Inspi­ra­tion can strike the Steam­punk on many occa­sions, but here in Ger­manys Northrhine-West­phalia we have an espe­cial­ly rich her­itage of arti­facts from the indus­tri­al rev­o­lu­tion. The area where I live is a city-tri­an­gle that con­sists of Wup­per­tal, Solin­gen and Rem­scheid, all reknown for spe­cial prod­ucts like tools (Rem­scheid), knifes and blades (Solin­gen) and  tex­tile fab­ri­ca­tion and dye­ing (Wup­per­tal). Rem­scheid, by the way, was the birth­place of Wil­helm Rönt­gen, inven­tor of the X-ray, but that is anoth­er sto­ry.

If the bold explor­er of the Coun­try of Berg (ger­man: »Ber­gis­ches Land«, named after the for­mer counts of Berg) seems to have reached a fence with a sign on it that reads »The End Of The World«, ignores this and just moves on, his trusty machete in his hand, he may reach Rade­vormwald-Dahler­au, a small flock of hous­es on the shores of the riv­er Wup­per. Here you can find the Wülf­ing-Muse­um.

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WOLSUNG – »Steam Pulp« als Rollenspiel, Tabletop und Brettspiel

WOLSUNG – »Steam Pulp« als Rollenspiel, Tabletop und Brettspiel

Logo Wolsung

Ich hab die Ehre über eine Spieleschmiede zu schreiben, die mir seit eini­gen Jahren am Herzen liegt. Mein erster Kon­takt war auf der Spielemesse 2011, als es eigentlich nur ein paar Zin­n­fig­uren und einen Fly­er gab. Die Leute kon­nten kein Deutsch und auch nur wenig Englisch, denn sie kom­men aus Polen:
WOLSUNG ist der Über­be­griff ein­er Rei­he von Pro­duk­ten: ein Rol­len­spiel, ein Brettspiel und ein Skir­mish-Game. Die ersten bei­den kom­men aus der Spieleschmiede Kuz­nia Gier, für let­zteres ist eine Fir­ma namens Micro Art Stu­dio (die machen auch wun­der­bare Dis­c­world-Zin­n­fig­uren) zuständig.
Ich war vom ersten Moment an begeis­tert, und ent­täuscht, dass ich damals noch nichts kaufen kon­nte: Die Fig­uren waren nur zum Anschauen da. Im Jahr darauf kon­nte man dann das zuge­hörige Rol­len­spiel kaufen.

WOLSUNG: STEAM PULP FANTASY heißt es und hat im Unter­ti­tel den Satz: »A game of cin­e­mat­ic action« (ja, lei­der ist alles nur auf Englisch erhältlich). Das Regel­w­erk liegt in einem ungewöhn­lichen Din-A5 For­mat vor, ist aber dick und picke-packe voll mit Infor­ma­tio­nen. Das Art­work ist sel­ten schlecht, meist gut bis wun­der­bar. Wir bekom­men eine detail­lierte Welt mit unglaublichen Schau­plätzen und begeis­tern­den Charak­teren, allein das Regel­w­erk nur zu lesen ist unter­halt­samer als manch­es Buch. Zu jedem Schau­platz oder Charak­ter gibt es unzäh­lige Sto­ryideen, die man in keinem Men­schen­leben je alle spie­len kön­nte. Dabei ist das Ganze nicht zu detail­re­ich oder gar klein­teilig, es wird immer wert auf Anschaulichkeit und Aben­teuer­tauglichkeit gelegt.

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Steampunk, Eiszeit und freie Friesen – Ein Interview mit Judith und Christian Vogt

Steampunk, Eiszeit und freie Friesen – Ein Interview mit Judith und Christian Vogt

Christian & Judith Vogt

Viele mein­er Helden sind Anti­helden. Ich mag die Idee, dass man nicht zum Helden geboren ist, son­dern dass sich das Held­sein durch Tat­en her­auskristallisiert.

Neulich habe ich den bei Fed­er & Schw­ert erschiene­nen deutschen Steam­punk-Roman DIE ZERBROCHENE PUPPE abge­feiert. Da lag es nahe, sich ein wenig mehr mit dem Autoren zu beschäfti­gen. Doch wenn ich »dem Autoren« sage, dann wäre das eben­so falsch wie »die Autorin«, denn hin­ter »Judith C. Vogt« ver­ber­gen sich gle­ich zwei Per­so­n­en: Judith und Chris­t­ian Vogt. Zwei Per­so­n­en sind bess­er als eine, ins­beson­dere, wenn es um Inter­views geht, dachte ich mir, und das Ergeb­nis mein­er Fra­gen an die bei­den find­en sich im Fol­gen­den.

Es geht um The­men wie Schreiben, Steam­punk, aber auch Crowd­fund­ing, denn die bei­den haben zusam­men mit dem Ver­lag Fed­er & Schw­ert ein Crowd­fund­ing-Pro­jekt aus der Taufe gehoben, an dessen Ende eine weit­ere Reise in die Welt der ZERBROCHENEN PUPPE ste­hen soll: die Antholo­gie EIS UND DAMPF. Auch dazu find­et der geneigte Leser weit­er unten zusät­zliche Details.

Doch nun, ohne weit­eres Brim­bo­ri­um, zu den Fra­gen und Antworten.

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Bildergalerie: Inspiration für Steampunks – das Wülfing-Museum

Bildergalerie: Inspiration für Steampunks – das Wülfing-Museum

Dampfmaschine

In Rade­vormwald-Dahler­au befind­et sich das Wülf­ing-Muse­um. Dabei han­delt es sich um die ehe­ma­lige Fir­ma »Johann Wülf­ing & Sohn«, einen Betrieb aus der Tex­tilin­dus­trie, der bere­its 1674 in Rem­scheid-Lennep gegrün­det wurde und am Stan­dort Dahler­au 1996 geschlossen wer­den musste.

Beson­ders inter­es­sant daran ist, dass sich dort neben dem ältesten Fab­rikge­bäude Deutsch­lands aus dem Jahr 1838 und ein paar alten Gen­er­a­toren aus den 1920er Jahren eine Dampf­mas­chine befind­et, die bis 1961 im Ein­satz war.

Ich wollte das Muse­um bere­its des Län­geren mal in Augen­schein nehmen, da es für Steam­punks mit Sicher­heit einiges Inter­es­sante aufzu­bi­eten hat, gestern fiel mein Blick dann auf einen Ein­trag im lokalen Ter­minkalen­der, der darauf hin­wies, dass es Führun­gen mit laufend­er Dampf­mas­chine geben sollte. Also kurzentschlossen hin.

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