DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

Doctor Strange

Vor­sicht, die Be­spre­chung könn­te nicht ganz spoiler­frei sein, an­de­rer­seits … die Sto­ry ist ja nun nicht ge­ra­de über­ra­schend.

Ich mag den Film. Ich grüb­le aber schon seit ich ihn sah, war­um ich nicht juble. Ich bin eine Cum­ber­bit­ch und lie­be die Mar­vel Fil­me. Ich soll­te ei­gent­li­ch hin- und weg­ge­ris­sen sein, aber ich komm nicht drauf, war­um ich das nicht bin.

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THE JUNGLE BOOK

THE JUNGLE BOOK

Poster Djungle BookTHE JUN­GLE BOOK – Bun­des­start 14.04.2016

Die Dis­kus­sio­nen um Sinn und Un­sinn von Re­makes, Re­boots, Se­quels, oder Pre­quels wird nie­mals ab­rei­ßen. Aber das hat auch sei­ne gu­ten Sei­ten. Die Stu­di­os wer­den da­durch in die Ver­pflich­tung ge­nom­men. Ei­nen Klas­si­ker wie DAS DSCHUN­GEL­BUCH (1967) neu zu in­ter­pre­tie­ren macht das Maus-Haus al­ler­dings zu ei­ner leich­ten Ziel­schei­be. Schließ­li­ch ist die­ser Film der füh­ren­de Klas­si­ker in Dis­neys lan­ger Ani­ma­ti­ons-Rei­he. Si­cher war auf alle Fäl­le, dass man beim au­gen­blick­li­chen Stand der Com­pu­ter­ani­ma­ti­ons­tech­nik auf kei­nen Fall zur her­kömm­li­chen Ge­stal­tung von re­gu­lä­ren Zei­chen­trick­fil­men zu­rück ge­hen konn­te. Dazu mus­s­te das Stu­dio im­mer­hin 175 Mil­lio­nen Dol­lar in­ve­stie­ren. Sehr viel Geld für ei­nen Fa­mi­li­en­film, der in er­ster Li­nie die ganz jun­gen Zu­schau­er im Blick­feld hat.

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GÄNSEHAUT – natürlich in 3D

GÄNSEHAUT – natürlich in 3D

Poster GänsehautGOO­SE­BUMPS – Bun­des­start 04.02.2015
Die Be­spre­chung ba­siert auf der ame­ri­ka­ni­schen Blu­Ray-Fas­sung

Ro­bert La­wren­ce Sti­ne hat in der Ori­gi­nal-Rei­he von GÄN­SE­H­AUT zwi­schen 1992 und 1997 gleich 62 Ro­ma­ne ge­schrie­ben, ob­wohl ver­trag­li­ch ge­ra­de ein­mal eine Hand­voll ver­ein­bart wa­ren. Der Workaho­lic R.L. Sti­ne schafft es ohne wei­te­res, zwei Ro­ma­ne im Mo­nat zu schrei­ben. Sei­ne Bi­blio­gra­phie lie­st sich ent­spre­chend. Nach 1997 kre­ierte Sti­ne noch wei­te­re GÄN­SE­H­AUT-Rei­hen. Gru­se­li­ge Kin­der­bü­cher, die ohne je­den mo­ra­li­schen An­spruch aus­kom­men, und ein­fach nur un­ter­hal­ten soll­ten. Hor­ror­ge­schich­ten, in wel­chen Kin­der sich ohne Hil­fe von Er­wach­se­nen aus ih­rer Mi­se­re ret­ten muss­ten. Es gab schon eine 74­tei­li­ge Fern­seh­se­rie, bei wel­cher die ein­zel­nen Fol­gen ge­ra­de ein­mal 22 Mi­nu­ten lie­fen, wes­we­gen die Se­rie haupt­säch­li­ch aus Zwei­tei­lern be­steht. Den­no­ch wa­ren die ein­zel­nen Bü­cher für ei­nen Ki­no­film ein­fach zu dünn. Da­für ha­ben sich Scott Alex­an­der und Lar­ry Ka­ra­szew­ski eine hüb­sche Ge­schich­te aus­ge­dacht, die Dar­ren Lem­ke in ein über­aus ge­fäl­li­ges Dreh­buch wan­del­te.

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ALLES STEHT KOPF – INSIDE OUT

ALLES STEHT KOPF – INSIDE OUT

Poster Alles steht KopfIN­SI­DE OUT – Bun­des­start 01.10.2015

Es dürf­te lei­der nur we­ni­ge Leu­te ge­gen, die sich an Pe­ter und Bob­by Far­rel­lys OS­MO­SIS JO­NES er­in­nern wer­den. Eine emp­feh­lens­wer­te Ein­sicht in den mensch­li­chen Kör­per. Das wei­ße Blut­kör­per­chen Os­mo­sis Jo­nes muss das töd­li­che Vi­rus Thrax im Kör­per aus­fin­dig, und den Gar­aus ma­chen, be­vor es sich zu sehr aus­brei­tet. Aber Thrax ist ge­ris­sen, und Os­mo­sis muss zum Bei­spiel mit Hil­fe der Nie­ren­stei­ne ar­bei­ten. Wenn dann nicht auch noch die Wie­der­wahl des Bür­ger­mei­sters in Ge­stalt des Ge­hirns an­stün­de, wel­ches der Ein­fach­heit hal­ber lie­ber nur eine Grip­pe­ta­blet­te ein­nimmt. OS­MO­SIS JO­NES ist eine sehr ori­gi­nel­le, weil sehr gut durch­dach­te Un­ter­hal­tung. 14 Jah­re spä­ter geht Pix­ar ei­ni­ge Schrit­te wei­ter, eben­so ori­gi­nell und durch­dacht. Na­tür­li­ch Pix­ar, die sich, trotz ih­rer Ein­bin­dung ins Maus-Haus, die Re­pu­ta­ti­on be­wahrt ha­ben.

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MARA UND DER FEUERBRINGER, Phantastik in Deutschland – und ich

MARA UND DER FEUERBRINGER, Phantastik in Deutschland – und ich

Poster Mara und der FeuerbringerDank glück­li­cher Um­stän­de ist mir end­li­ch et­was ge­lun­gen. Ich hat­te schon nicht mehr dar­an ge­glaubt. Man soll­te mei­nen, dass es heut­zu­ta­ge ver­gleichs­wei­se ein­fach ist, ei­nen Film im Kino zu se­hen. Das ist auch so, zu­min­dest, wenn es um ame­ri­ka­ni­sche Block­bu­ster oder hoh­le bis plat­te deut­sche Ko­mö­di­en geht. Geht es je­doch um Phan­ta­stik, dann tut sich die hie­si­ge Film­bran­che un­ge­heu­er schwer – da­bei hat der deut­sche Film eine be­ein­drucken­de Ge­schich­te, was Phan­ta­stik an­geht, und war mal Vor­rei­ter im Gen­re. NOS­FE­RA­TU, ME­TRO­PO­LIS, DOK­TOR MA­BU­SE wa­ren ei­ni­ge der frü­hen Ver­tre­ter, ver­mut­li­ch die be­kann­te­sten. Und so­gar im Fern­se­hen und Film spä­te­rer Jah­re gab es vie­les Phan­ta­sti­sches zu se­hen, selbst wenn sich man­ch ei­ner der heu­te Ver­ant­wort­li­chen nicht dar­an zu er­in­nern scheint, oder sich nicht er­in­nern will. RAUM­PA­TROUIL­LE ist weit vor­ne zu nen­nen. Kennt noch wer AL­PHA AL­PHA aus dem Jahr 1972, mit Karl-Mi­cha­el Vog­ler in der Rol­le des Agen­ten Al­pha? Eine ZDF-Se­rie, die qua­si die X-Ak­ten vor­weg­nahm – die als »ver­schol­len« galt (man be­kommt sie seit Fe­bru­ar 2015 auf DVD). Fern­seh­fil­me und Se­ri­en von Rai­ner Er­ler? WELT AM DRAHT? MOON 44? Die in Co­pro­duk­ti­on mit Hol­ly­wood ent­stan­de­nen UN­END­LI­CHE GE­SCHICH­TE oder EN­E­MY MINE (GE­LIEB­TER FEIND)?

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JURASSIC WORLD gespoilert

JURASSIC WORLD gespoilert

Poster Jurassic WorldJU­RAS­SIC WORLD – Bun­des­start 11.06.2015

Die Brü­der Zach und Gray dür­fen das Wo­chen­en­de mit ih­rer Tan­te Clai­re ver­brin­gen. Zach ist der mür­ri­sche, ver­ant­wor­tungs­lo­se Teen­ager, Gray der kurz vor der Pu­ber­tät ste­hen­de, von Di­no­sau­ri­ern be­gei­ster­te, Jun­ge. Tan­te Clai­re, die ist zu­fäl­lig die Lei­te­rin des Ver­gnü­gungs­parks »Ju­ras­sic World«, auf der Isla Nu­blar. Und da sie eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Lei­te­rin ist, müs­sen die Jungs dann doch erst ein­mal mit Clai­res As­si­sten­tin Vor­lieb neh­men, weil Tan­te lie­ber Ge­schäfts­ter­mi­ne wahr­nimmt. Falls sich jetzt je­mand denkt: Hoppla, da wird sich Zach vom ver­ant­wor­tungs­lo­sen wohl bald zum schüt­zen­den Men­schen wan­deln, dann hat er viel­leicht nicht ganz so Un­recht. Und wenn ge­neig­ter Zu­schau­er dar­auf kommt, dass Clai­re zur ge­läu­ter­ten Tan­te mu­tiert, dann liegt er nicht so fal­sch. Wenn dann der er­ste Di­no­sau­ri­er Schwie­rig­kei­ten macht, muss Clai­re den hemds­är­me­li­gen Na­tur­bur­schen Owen um Hil­fe bit­ten. Dass die Bei­den sich nicht be­son­ders gut lei­den mö­gen, könn­te für das Ende be­deu­ten, dass sie sich in den Ar­men lie­gen wer­den. Und so geht es wei­ter und wei­ter, wo jede Aus­gangs­la­ge so­fort dar­auf ver­wei­st, wie die Auf­lö­sung im wei­te­ren Ver­lauf aus­se­hen wird.

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A WORLD BEYOND

A WORLD BEYOND

Poster A World BeyondTO­MOR­ROW­LAND – Bun­des­start 21.05.2015

Be­vor die Ti­ra­de wie­der an­fängt, die bei die­sem The­ma im­mer wie­der ger­ne zu­ta­ge tritt: Dis­ney mus­s­te in Eu­ro­pa we­gen des gleich­na­mi­gen Mu­sik-Fe­sti­vals den Ti­tel des Fil­mes än­dern. Und man kann über A WORLD BEYOND nicht wirk­li­ch meckern, denn das trifft den Kern der Ge­schich­te ei­gent­li­ch sehr ge­n­au. Die­ser Kern ist die jun­ge Ca­sey, tech­nik­be­gei­stert und vol­ler Hoff­nung auf die Zu­kunft, die sich mit Hil­fe ei­nes my­ste­riö­sen An­steckers in zwei ver­schie­de­nen Wel­ten be­we­gen kann. Die eine ist das rea­le Hier und Jetzt, die an­de­re To­mor­row­land, eine strah­len­de Zu­kunft. Un­ter­stützt wird sie da­bei von der un­durch­sich­ti­gen Athena, ein ei­gent­li­ch viel zu jun­ges Mäd­chen, al­ler­dings mit be­son­de­ren Fä­hig­kei­ten. Athena will Ca­sey mit dem mis­an­thro­pi­schen, und äu­ßer­st pes­si­mi­sti­schen Frank Wal­la­ce zu­sam­men brin­gen. Frank will al­ler­dings nichts mit Ca­sey zu tun ha­ben, ihr un­er­schüt­ter­li­cher Glau­be an die Mensch­heit wi­dert ihn eher an. Wie sich her­aus­stellt, war Frank selbst schon in To­mor­row­land, wur­de von dort al­ler­dings ver­bannt. Jetzt hat Frank mit Hil­fe von Zu­kunfts­tech­no­lo­gie her­aus­ge­fun­den, dass un­se­re Zi­vi­li­sa­ti­on nur noch we­ni­ge Tage hat, bis sie sich aus noch un­be­kann­ten Grün­den selbst zer­stö­ren wird. Und Ca­sey könn­te das ver­hin­dern, nur weiß kei­ner der Be­tei­lig­ten ge­n­au, wie das funk­tio­nie­ren soll.

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AVENGERS 2 – AGE OF ULTRON

AVENGERS 2 – AGE OF ULTRON

Poster Age Of UltronAVEN­GERS: AGE OF UL­TRON – Bun­des­start 23.04.2015

Ge­ra­de als man dach­te, es geht nicht mehr, da be­kommt man mehr. Von al­lem. Als elf­ter Film in der Rei­he der zwei­ten und bald ab­ge­schlos­se­nen Pha­se kann das Mar­vel Ci­ne­ma­tic Uni­ver­se im­mer noch über­zeu­gen. Und ver­steht es im­mer noch, eine sich stei­gern­de Er­war­tungs­hal­tung zu be­frie­di­gen. Dass in der ab­schlie­ßen­den drit­ten Pha­se Ma­cher Joss Whe­don das Heft für die letz­ten bei­den Aven­gers-Fil­me an An­t­hony und Joe Rus­so ab­gibt, stimmt da eher nach­denk­li­ch. Die Rus­sos ha­ben ei­nen her­vor­ra­gen­den (der Ver­fas­ser ver­wei­gert den deut­schen Ti­tel) CAP­TAIN AME­RI­CA: THE WIN­TER SOL­DIER ge­macht, zwei­fel­los. Und sie wer­den sich mit CAP­TAIN AME­RI­CA: CI­VIL WAR be­wei­sen müs­sen. Denn soll­te der Ti­tel tat­säch­li­ch auf die aus­ste­hen­de Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen dem Cap­tain und Iron Man hin­deu­ten, dann wür­de das ei­nen ent­schei­den­den Eck­punkt in der Ge­schich­te des Mar­vel Uni­ver­sums be­tref­fen. Und wie es aus­sieht, hat Joss Whe­don da­für schon vor­ge­baut. Im­mer wie­der rei­ben sich im jüng­sten Aben­teu­er die ge­gen­sätz­li­chen An­sich­ten von Ste­ve Ro­gers und Tony Stark in hit­zi­gen Ver­bal­at­tacken. Und hier steckt die ganz gro­ße An­zie­hungs­kraft in ei­nem Film, der nur ober­fläch­li­ch aus end­lo­sen Show­ef­fek­ten be­steht. 

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MARA UND DER FEUERBRINGER

MARA UND DER FEUERBRINGER

Poster Mara und der FeuerbringerAu­to­ren, die ihre Bü­cher selbst ver­fil­men, gibt es nicht oft. Fan­ta­sy­fil­me aus deut­schen Lan­den sind so­gar eher noch sel­te­ner. Und dann auch noch ei­ner, der hin­ter aus­län­di­schen Pro­duk­tio­nen nicht zu­rück­ste­hen will? Der nicht be­reits an­ders­wo ver­film­ten Stoff wie­der­käut? Ei­ner, der un­ter­hal­ten, aber gleich­zei­tig nicht völ­lig an­spruchs­los sein will? Der so­wohl Kin­der als auch Er­wach­se­ne be­gei­stern soll?

Das klingt schon fast nach ei­ner ei­er­le­gen­den Woll­milch­s­au – Tom­my Krapp­weis, Buch­au­tor, Co-Dreh­buch­au­tor und Re­gis­seur in ei­ner Per­son, hat sich die Lat­te, die er über­win­den möch­te, nicht ge­ra­de nied­rig ge­legt.

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BAYMAX – Riesiges Robowabohu

BAYMAX – Riesiges Robowabohu

Poster BaymaxBIG HERO 6 – Bun­des­start 22.01.15

Das Mar­vel-Uni­ver­sum ist groß, und auch sehr viel­schich­tig. Jetzt wo das Maus-Haus die Hand auf dem größ­ten Teil der Rech­te hat, muss es doch in dem un­er­mess­li­chen Schät­zen die­ses Uni­ver­sums et­was ge­ben, das Dis­ney tat­säch­li­ch für sich fil­mi­sch um­set­zen kann. Sie tun wei­se, wirk­li­ch die Fin­ger von Mar­vels selbst pro­du­zier­tem Ci­ne­ma­tic-Uni­ver­se zu las­sen. Die um die AVEN­GERS grup­pier­ten Fil­me sind ein­fach eine zu per­fekt ge­öl­te Ma­schi­ne­rie, als dass sie eine wech­seln­de Füh­rung ver­tra­gen wür­den. Aber das Mar­vel-Uni­ver­sum ist eben groß. Und da­her dau­er­te es auch nicht lan­ge, bis die Pro­du­zen­ten auf die kaum be­kann­ten BIG HERO 6 des Au­to­ren­kol­lek­tivs »Man of Ac­tion« stie­ßen. Mit ei­nem knuffi­gen Ro­bo­ter. Ge­n­au Dis­neys Ding. Ei­gent­li­ch sind alle Ro­bo­ter bei Dis­ney knuffig, weil Dis­ney eine Ver­ant­wor­tung für Kin­der hegt. Aber ein auf­blas­ba­rer Ro­bo­ter? Das ist neu, das ist in­no­va­tiv, und es ist eine be­reits in Ar­beit be­find­li­che Tech­no­lo­gie. Dazu ein et­was ein­fäl­ti­ges Aus­se­hen, ein we­nig schus­se­li­ges Be­neh­men, kau­zig in sei­ner Art. Und dann wäch­st er über sich hin­aus. Nicht nur er al­lein, son­dern zu­sam­men mit sei­nem mensch­li­chen Freund, wo bei­de noch nicht wis­sen, dass sie Freun­de sind. Das ist der Stoff, mit dem Dis­ney sein Im­pe­ri­um fi­nan­ziert.

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DRACULA UNTOLD

DRACULA UNTOLD

Dracula Untold

DRA­CU­LA UN­TOLD – Bun­des­start 02.10.2014

Eine Li­ste al­ler Fil­me um den blut­trin­ken­den Für­sten zu er­stel­len wäre müh­sam, wahr­schein­li­ch nicht kom­plett, und dar­über hin­aus von kei­nem grö­ße­ren Nähr­wert. Sieht man sich auch nur ein gro­bes Ge­rü­st von al­len mög­li­chen Dra­cu­la-Fil­men an, dann fällt so­fort die Un­sin­nig­keit in den mei­sten von ih­nen auf. Wa­ren NOS­FE­RA­TU 1922 und DRA­CU­LA 1931 die er­folg­rei­chen Grund­la­gen für die ci­ne­asti­sche Ver­wer­tung der My­then­ge­stalt, hielt er sich im Kino den­no­ch für län­ger eher im Dun­keln ver­bor­gen. Erst als Ham­mer mit HOR­ROR OF DRA­CU­LA die Lein­wand er­ober­te, be­gann die in­fla­tio­nä­re Aus­schlach­tung des trans­sil­va­ni­schen Für­sten. War die Pro­duk­ti­ons­fir­ma Ham­mer an­fangs noch zö­ger­li­ch, schob sie nach und nach in im­mer kür­ze­ren Ab­stän­den Fut­ter für das dür­sten­de Pu­bli­kum nach. An­de­re Fir­men ver­such­ten der Blut­spur zu fol­gen, schließ­li­ch war die Fi­gur be­reits frei von Rech­ten. Ob­sku­re Cross­over gab es, ge­n­au wie eine für ein schwar­zes Pu­bli­kum zu­ge­schnit­te­ne Blax­ploi­ta­ti­on-Ver­si­on.

Als John Bad­ham 1979 mit Frank Lan­gel­la in der Haupt­rol­le erst­mals eine kor­rek­te An­nä­he­rung an den Ro­man von Bram Sto­ker ver­such­te, hat­te das Kino dem ver­meint­li­chen In­ter­es­se des Pu­bli­kums längst ei­nen Pfahl durchs Herz ge­trie­ben. Die durch­aus ge­lun­ge­ne Wer­ner Her­zog-Ver­fil­mung NOS­FE­RA­TU ern­te­te nur auf­ge­setz­ten Spot, an­geb­li­ch weil er sich an Murn­aus Klas­si­ker ver­griff. Selbst als Fran­cis Ford Cop­po­la eine ro­man­ge­treue Ver­fil­mung an­kün­dig­te, lock­te das nie­man­den aus dem Sarg. Das Pu­bli­kum ließ sich al­ler­dings über­zeu­gen. BRAM STO­KERs DRA­CU­LA wur­de, voll­kom­men be­rech­tigt, zu ei­nem über­ra­gen­den Er­folg. Mit dem Nach­teil, dass sich er­neut eine Wel­le an Dra­cu­la-Fil­men auf­zu­bau­en be­gann. Als Uni­ver­sal Pic­tures an­kün­dig­te, für 2014 ei­nen neu­en DRA­CU­LA zu pro­du­zie­ren, da mus­s­te die er­ste Re­ak­ti­on ein­fach nur sein: War­um?

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Susanne Gerdom – QUEEN OF CLOUDS

Susanne Gerdom – QUEEN OF CLOUDS

Cover Queen Of CloudsIch lese ja eine Men­ge eng­lisch­spra­chi­ge Phan­ta­stik, weil die deutsch­spra­chi­gen Au­to­ren mich ir­gend­wann an­ge­fan­gen ha­ben zu lang­wei­len. In den letz­ten Jah­ren ist die Si­tua­ti­on ins­be­son­de­re bei den gro­ßen Pu­bli­kums­ver­la­gen noch pre­kä­rer ge­wor­den, weil die zum ei­nen gern Schub­la­den be­die­nen möch­ten und Angst vor Neu­em ha­ben und zum an­de­ren, weil man ver­zwei­felt ver­sucht, da­durch Geld zu ma­chen, dass man Epi­go­nen er­folg­rei­cher Stof­fe wie Pot­ter oder Twi­light auf den Markt zu pum­pen ver­sucht. In letz­ter Zeit fin­de ich aber wie­der ver­mehrt in­ter­es­san­tes Zeug – und zu­mei­st nicht ganz un­er­war­tet ab­seits der Pu­bli­kums­ver­la­ge – oder als Ju­gend­buch.

Ich habe bis­her drei Bü­cher von Su­san­ne Ger­dom ge­le­sen. Das bei bloo­moon er­schie­ne­ne QUEEN OF CLOUDS war das Letz­te. Ich ver­ra­te schon Mal vor­ab: Wenn ich Zeit habe, lese ich mehr von ihr, denn bis­her war al­les mehr als über­zeu­gend. Bei der Back­li­st müss­te ich dann wohl mal ein Sab­bat­jahr ein­le­gen …

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