Funny SF: Am 12. April erscheint STRINGERS von Chris Panatier

Funny SF: Am 12. April erscheint STRINGERS von Chris Panatier

Mit Fun­ny Fan­ta­sy oder Fun­ny SF ist das so eine Sache. Das kann gran­di­os wer­den, wie die Klas­si­ker von Ter­ry Prat­chett, Robert Asprin, Piers Antho­ny oder Dou­glas Adams, es kann aber auch hart in die Hose gehen. Die Beschrei­bung des In Kür­ze erschei­nen­den Romans STRINGERS von Chris Pan­a­tier liest sich ganz vielversprechend:

Know­ledge can get you kil­led. Espe­cial­ly if you have no idea what it means.
Ben is not a geni­us, but he can spout facts about ani­mals and wris­t­wat­ches with the best of experts. He just can’t exp­lain how he knows any of it.
He also knows about the Chi­me. What it is or why it’s important he couldn’t say. But this know­ledge is about to get him in a who­le heap of trouble.
After he and his best friend Pat­ton are abduc­ted by a trash-tal­king, fle­sh-con­struct ali­en boun­ty hun­ter, Ben finds out just how much he is worth… and how dan­ge­rous he can be. Hope­ful­ly Pat­ton and a stubborn jar of pick­les will be enough to help him through. Becau­se being able to descri­be the mating habits of Bra­zi­li­an bark lice isn’t going to save them.

STRINGERS erscheint am 12. April 2022 bei Angry Robot, Das Taschen­buch kos­tet knapp 15 Euro, für das eBook wer­den knapp zehn Euro fäl­lig (zumin­dest bei Ama­zon, Prei­se beim deut­schen Buch­han­del sind ver­mut­lich höher).

Klingt sehr viel­ver­spre­chend, ich hab das eBook gleich mal vorbestellt.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Angry Robot

Humble Stand With Ukraine Bundle

Humble Stand With Ukraine Bundle

Hum­ble Bund­le hat mal wie­der ein Bund­le auf­ge­legt. Dies­mal ist es ein beson­de­res, denn die gesam­ten Ein­nah­men aus den Ver­käu­fen gehen an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die die Ukrai­ne gegen den Inva­si­ons­krieg durch Russ­land unterstützen.

Aber auch abseits des guten Zwecks ist das ein Mega­bund­le, denn man bekommt für knapp 40 Euro nicht nur einen Hau­fen Spie­le, son­dern auch Tools, Soft­ware, Game­dev Resour­cen, Comics, Rol­len­spiel­re­gel­wer­ke und 3D-Druck-Datei­en. Alles in allem über 120 Dinge.

Dar­un­ter eini­ge ech­te Knül­ler, wie SATISFACTORY, SLAY THE SPIRE, das bril­li­an­te YOKU´S ISLAND EXPRESS PATHFINDER und STARFINDER Core Rules oder den Comic INCAL von Moebi­us. Und fol­ge­rich­tig auch das Spiel THIS WAR OF MINE.

Man kann das Hum­ble Stand With Ukrai­ne Bund­le bei Hum­ble Bund­le erwer­ben. Zah­len kann man bei­spiels­wei­se via PayPal, Klar­na oder Kre­dit­kar­te, da soll­te für jede was dabei sein.

Ach­tung! Ihr habt nur noch zwei Tage Zeit!

Die Buchbranche und die Papierknappheit: Die Lösung ist so einfach

Die Buchbranche und die Papierknappheit: Die Lösung ist so einfach

Seit eini­ger Zeit lamen­tiert die Buch­bran­che über deut­lich gestie­ge­ne Papier­prei­se bzw. eine Papier­knapp­heit. In den letz­ten Tagen hör­te man aus Krei­sen gro­ßer Publi­kums­ver­la­ge auch erst wie­der, dass die Buch­prei­se deut­lich ange­ho­ben wer­den müss­ten – natür­lich nicht zuguns­ten der Autor°Innen, die wei­ter­hin mit Bro­sa­men abge­speist wer­den, son­dern damit die Taschen der Ver­le­ger vol­ler wer­den. Bücher sind in Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Ver­gleich ohne­hin schon sau­teu­er und wer­den damit schon seit eini­ger Zeit zum Luxus­gut, dass sich nicht mehr jede/r leis­ten kann oder will, erst recht nicht ange­sichts der kata­stro­pha­len Lage auf dem Woh­nungs­markt oder den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen um Lebensmittel‑, Ener­gie- oder Kraft­stoff­prei­se. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass sich nach all den Jah­ren offen­bar in der Bran­che immer noch nicht die Erkennt­nis durch­ge­setzt hat, dass man in direk­ter Kon­kur­renz zu 99 Cent-Apps oder Strea­ming­diens­ten steht, wenn es um das begrenz­te Geld und den Krieg um die Auf­merk­sam­keit der Nut­zer geht. Für den Preis eines Hard­co­vers, das nach drei Tagen durch­ge­le­sen ist, kann man auch bei­spiels­wei­se zwei Mona­te WORLD OF WARCRAFT spielen …

Gera­de inter­ve­niert der euro­päi­sche Dru­cker-Dach­ver­band Inter­graf wegen der Papier­knapp­heit und der hohen Prei­se bei der EU-Kom­mis­si­on. Die ist ohne­hin dafür bekannt, der Ver­lags­bran­che jeden Wunsch von den Lip­pen abzulesen.

Dabei exis­tiert eine wirk­lich ein­fa­che und nahe­lie­gen­de Lösung für die Papier­knapp­heit in der Buchbranche:

Das Lesen von eBooks forcieren.

Ins­be­son­de­re den Leser°innen mit Sinn für Umwelt­schutz soll­te doch zu ver­mit­teln sein, dass für Bücher kei­ne Bäu­me ster­ben und auch kei­ne Unmen­gen an Was­ser für Alt­pa­pier­er­zeu­gung ver­schwen­det wer­den müs­sen. Das soll­ten auch Kle­be­bin­dungs- und Dru­cker­schwär­ze-Jun­kies, die über »Geruch eines gedruck­ten Buches« phan­ta­sie­ren, leicht ein­se­hen kön­nen, oder?

Bei Bild­bän­den oder bestimm­ten Hard­co­vern sehe ich ja ein, dass man die im Regal ste­hen haben möch­te, aber bei Weg­werf­li­te­ra­tur wie Mas­sen­pa­per­backs und Taschenbüchern?

Der Her­stel­lungs­foot­print in Sachen Umwelt­be­las­tung eines eRea­ders amor­ti­siert sich im Ver­gleich zu Print­bü­chern unge­fähr inner­halb knapp eines Jah­res, deut­lich schnel­ler bei Vielleser°Innen – ab dann ist die Umwelt­bi­lanz eines eRea­ders bes­ser oder sehr viel bes­ser als die von Papier­bü­chern. Moder­ne eRea­der ver­brau­chen auf­grund des eInk-Dis­plays ver­schwin­dend gerin­ge Men­gen an Strom und sind äußerst lang­le­big. Mei­nen ers­ten Kind­le habe ich ver­schenkt, als ich mir ein Nach­fol­ge­mo­dell mit bes­se­rem Dis­play gegönnt habe, bei­de Gerä­te sind nach wie vor im Ein­satz, der ers­te seit acht Jah­ren, ohne nen­nens­wer­te Verschleißerscheinungen.

Das nen­ne ich nachhaltig.

Seit­dem hat die Dar­stel­lungs­qua­li­tät noch­mal erheb­lich drauf­ge­legt, die neu­en Kind­les haben eInk-Dis­plays mit einer Auf­lö­sung von 300 DPI, das ist wie auf Papier gedruckt. Die Ergo­no­mie­vor­tei­le lie­gen eben­falls auf der Hand: Durch die Beleuch­tung auch im Dun­keln lesen kön­nen, ohne jeman­den mit einer Nacht­tisch­lam­pe zu stö­ren und die Mög­lich­keit die Schrift­grö­ße zu ska­lie­ren ist für Per­so­nen mit Seh­schwä­chen ohne­hin ein Killerfeature.

Ins­be­son­de­re umwelt­schutz­af­fi­nen Leser°innen soll­te doch zu ver­mit­teln sein, dass eBooks eine gera­de­zu per­fek­te Lösung darstellen.

Lei­der hal­ten gro­ße Tei­le der Ver­lags­bran­che eBooks immer noch für Aus­ge­bur­ten der Höl­le oder ver­su­chen trotz erheb­lich gerin­ge­rer Logis­tik- und Druck­kos­ten Mond­prei­se dafür anzusagen.

Bild von mir, dar­in ein Face­palm von Alex E. Proi­mos, aus der Wiki­pe­diaCC BY

Brandon Sandersons Mega-Kickstarter für neue Buchreihe

Brandon Sandersons Mega-Kickstarter für neue Buchreihe

Der Phan­tas­tik-Freun­din mit grö­ße­rer Band­brei­te als Roman­ta­sy ist der Name Bran­don San­der­son sehr wahr­schein­lich bekannt, der ist einer der umtrie­bi­ge­ren eng­lisch­spra­chi­gen Gen­re-Autoren. Er schrieb die MIST­BORN-Tri­lo­gie oder been­de­te Robert Jor­dans WHEEL OF TIME-Rei­he nach des­sen Tod.

Jetzt hat er ein Crowd­fun­ding unter dem Titel »Sur­pri­se! Four Secret Novels by Bran­don San­der­son« auf Kick­star­ter … äh … gestar­tet, bei dem es um eine neue Rei­he aus vier Büchern geht, die er auf die­sem Weg finan­zie­ren und unter die Fans brin­gen möch­te. Wor­um es dar­in im Detail geht ist der­zeit noch unklar, San­der­son will Inhal­te aller­dings im Lauf des März 2022 auf sei­nem You­tube-Kanal anteasern.

Das hat sei­ne Fan­ge­mein­de aller­dings nicht dar­an gehin­dert, ihm in den ers­ten fünf Tagen sagen­haf­te 16,5 Mil­lio­nen Euro hin­ter­her zu wer­fen. Er ist damit auf dem Weg sämt­li­che Rekor­de auf der Platt­form zu brechen.

Für 40 USD erhält man im Ver­lauf des Jah­res 2023 (jeweils zu jedem Quar­tals­be­ginn einen der vier Roma­ne der Rei­he als eBook. Für 60 USD bekommt man die Hör­bü­cher (plus eBooks) und für 160 USD gibt es Pre­mi­um Hard­co­ver (plus eBooks, plus Hörbücher).

Auf dem bereits genann­ten You­tube-Kanal hat San­der­son sich in ziem­lich wit­zi­ger Wei­se zum Pro­jekt geäußert:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Ich hat­te in der Ver­gan­gen­heit, als Self­pu­bli­shing noch ein neue­res The­ma war als es heu­te ist, erklärt, dass die Ver­la­ge sich noch umse­hen wer­den, wenn sich Best­sel­ler­au­toren dem Self­pu­bli­shing zuwen­den – und so etwas ähn­li­ches gera­de auf Face­book kom­men­tiert. Dort wur­de ich auch gleich belehrt, dass das ja alles ganz anders sei, das habe auch John Scal­zi in einem Blog­post bereits bespro­chen.

Gut, dass mir das mal erklärt wird, ich beschäf­ti­ge mich ja erst seit deut­lich über einer Deka­de inten­siv mit dem The­ma und ken­ne mich des­we­gen ver­mut­lich nicht so aus … :)

Dass Bestsellerautor°innen auch wei­ter­hin mit Ver­la­gen zusam­men­ar­bei­ten wer­den, nach­dem sie erfolg­reich Bücher durch Crowd­fun­ding und für Self­pu­bli­shing finan­ziert haben ist selbst­ver­ständ­lich eine Bin­sen­weis­heit. Natür­lich wer­den sie das tun und die Pro­duk­ti­ons­ar­beit und den Ver­trieb gern die­sen Ver­la­gen über­las­sen – zumal man davon aus­ge­hen kann, dass Bestsellerautor°Innen deut­lich  bes­se­re Kon­di­tio­nen her­aus­schla­gen kön­nen, als unbe­kann­te­re Vertreter°innen der Zunft.

Aber, um mal den zen­tra­len Punkt herauszustellen:

Wie vie­le Mil­lio­nen hier am Ende auch immer zusam­men kom­men wer­den (aber bei der noch offe­nen Lauf­zeit des Crowd­fun­dings dürf­ten die Bei­trä­ge noch deut­lich stei­gen) – den Umsatz hat kein Ver­lag gemacht.

Auch wenn ich Scal­zi sehr schät­ze, stim­me ich diver­sen sei­ner Ein­ord­nun­gen im Blog­ar­ti­kel nicht zu. Kick­star­ter-Pro­jek­te sind nicht hart, sie müs­sen nur gut geplant wer­den und machen Arbeit und sie kön­nen abso­lut nicht nur von Per­so­nen mit gigan­ti­scher Reich­wei­te und Fan­ba­se durch­ge­führt wer­den. Ich habe zahl­lo­se Crowd­fun­dings für Bücher von völ­lig unbe­kann­ten Pro­jekt­star­tern unter­stützt und selbst wenn kei­ne Rekord­bei­trä­ge dabei zusam­men kom­men: Das waren alles Pro­jek­te, die kein Ver­lag haben woll­te und an denen dann eben auch kein Ver­lag ver­dient hat, das übrig geblie­be­ne Geld (nach Abzug von Kick­star­ter-Gebüh­ren und Pro­duk­ti­ons­kos­ten) floss voll­stän­dig an die Pro­jekt­star­ter. Des­we­gen ist es auch völ­lig irrele­vant, wie bekannt jemand ist. Bestseller-Autor°innen kön­nen eine Fan­ba­se akti­vie­ren und wie San­der­son Rekor­de bre­chen, aber auch unbe­kann­te Protagonist°innen kön­nen abseits von Ver­la­gen ver­öf­fent­li­chen – und tun das seit Jah­ren, wenn nicht Jahrzehnten.

Trotz­dem wer­den auch und ins­be­son­de­re bekann­te Autor°Innen in der Zukunft ver­stärkt auf die­se Art der Ver­öf­fent­li­chung zurück grei­fen, bei­spiels­wei­se wenn kein Ver­lag Inter­es­se am Stoff hat, oder die Kon­di­tio­nen nicht stim­men. Und je bekann­ter die jewei­li­ge Per­son ist, des­to mehr Geld wird an den tra­di­tio­nel­len Ver­la­gen vor­bei fließen.

Und des­we­gen blei­be ich dabei: Die klas­si­schen Publi­kums­ver­la­ge wer­den sich in Zukunft immer wär­mer anzie­hen müs­sen. Zudem ins­be­son­de­re die­ser über­ra­gen­de Erfolg mit sei­nen gebro­che­nen Kick­star­ter-Rekor­den Strahl­wir­kung haben dürf­te und zahl­lo­se Nach­ah­mer nach sich zie­hen wird.

Rele­vant ist das haupt­säch­lich für den eng­lisch­spra­chi­gen Markt, denn der ist gigan­tisch viel grö­ßer als der deutsch­spra­chi­ge, des­we­gen kann man das auf hie­si­ge Ver­hält­nis­se nicht eins zu eins über­tra­gen – allein weil die schie­re Men­ge an Ziel­grup­pe in Deutsch­land um ein Erheb­li­ches gerin­ger ist (aber auch hier­zu­lan­de kann man mit etwas Reich­wei­te durch­aus Her­zens­pro­jek­te abseits von Groß­ver­la­gen umset­zen – reich wird man damit aller­dings nicht werden).

Pro­mo­gra­fik Copy­right Bran­don Sanderson

Morgen erscheint: ABSYNTHE von Brendan P. Bellecourt

Morgen erscheint: ABSYNTHE von Brendan P. Bellecourt

ABSYNTHE ist ein Roman von Bren­dan P. Bel­le­court, der sich Gen­re-Gren­zen ver­sagt. Es ist eine Art-Par­al­lel­uni­ver­sums-His­to­ri­en-Retro-Sci­ence-Fic­tion-Geschich­te, die in alter­na­ti­ven 1920ern han­delt. Die offi­zi­el­le Beschrei­bung liest sich wie folgt:

In his sci-fi debut, Bel­le­court explo­res an alter­na­te roa­ring 20s whe­re a shell-sho­cked sol­dier must unco­ver latent tele­pa­thic abi­li­ties to save hims­elf and the peop­le around him.
Liam Mul­ca­hey, a reclu­si­ve, shell-sho­cked vete­ran, remem­bers litt­le of the Gre­at War. Ten years later, when he is caught in a bru­tal attack on a Chi­ca­go spea­kea­sy, Liam is saved by Grace, an allu­ring hei­ress who’s able to cast illu­si­ons. Though the attack appears to have been com­mit­ted by the hated Upri­sing, Grace belie­ves it was orches­tra­ted by Leland De Pere—Liam’s for­mer com­man­der and the cur­rent Pre­si­dent of the United States.
Mee­ting Grace unearths long-buried memo­ries. Liam’s for­mer squad, the Devil’s Hench­men, was given a serum to allow tele­pa­thic com­mu­ni­ca­ti­on, trans­forming them into a uni­fied kil­ling machi­ne. With Grace’s help, Liam begins to regain his abi­li­ties, but when De Pere learns of it, he orders his mili­tia to eli­mi­na­te Liam at any cost.
But Liam’s abi­li­ties are expan­ding quick­ly. When Liam turns the tables and digs deeper into De Pere’s plans, he dis­co­vers a ter­ri­ble secret. The same expe­ri­ment that gran­ted Liam’s abi­li­ties was bent toward dar­ker pur­po­ses. Liam must navi­ga­te both his enemies and sup­po­sed allies to stop the President’s nefa­rious plans befo­re they’re unleas­hed on the world. And Grace is hiding secrets of her own, secrets that could pro­ve every bit as dan­ge­rous as the President’s.

Das Gan­ze wird beschrie­ben als »INCEPTION meets METROPOLIS« und bei so einer Beschrei­bung wer­de ich natür­lich sofort hell­hö­rig, das ist genau mein lite­ra­ri­sches Beu­te­sche­ma. Erhält­lich wird es ab dem 9. Dezem­ber 2021 in zwei For­ma­ten sein, ein­mal als Hard­co­ver zum Preis von ca. 24 Euro und als eBook, das die Geld­bör­se mit gera­de mal ca. 7,50 Euro belas­tet (vor­sich­tig sein, es gibt den Roman als eBook von meh­re­ren Anbie­tern, mal für 7,50 und mal für 10,00 Euro).

Übri­gens auch ein sehr gei­les Cover bei DAW Books (das von Head Of Zeus bei der eng­li­schen Lizenz­aus­ga­be ist eher uninspiriert).

ABSYNTHE
Bren­dan P. Bellecourt
Alternativhistorien-SF
Dezem­ber 2021
400 Sei­ten, englisch
Hardcover:
ISBN: 978–0756416775, ca.24 Euro
eBook:
ASIN B08QXN6X3D, ca. 7,50 Euro
DAW Books/Head Of Zeus

Cover­ab­bil­dung Copy­right DAW Books

Erschienen: Adrian Tchaikovskys SHARDS OF EARTH

Erschienen: Adrian Tchaikovskys SHARDS OF EARTH

Den Namen Adri­an Tchai­kow­sky kennt die SF-Fan­nin durch den gran­dio­sen Roman CHILDREN OF TIME, der nicht nur die Odys­see eines irdi­schen Genera­tio­nen­schiffs beleuch­tet, son­dern auch die durch Men­schen aus­ge­lös­te Evo­lu­ti­on einer Spin­nen­zi­vi­li­sa­ti­on. Ganz gro­ßes SF-Kino, das ich auch bespro­chen hat­te.

Bereits im Mai erschien Tchai­kow­skis Roman SHARDS OF EARTH, der der Ope­ner einer neu­en Tri­lo­gie ist. Inhaltsangabe:

Idris has neit­her aged nor slept sin­ce they rema­de him in the war. And one of humanity’s heroes now scra­pes by on a free­lan­ce sal­va­ge ves­sel, to avoid the atten­ti­on of grea­ter powers.
After earth was des­troy­ed, man­kind crea­ted a figh­t­ing éli­te to save their spe­ci­es, enhan­ced humans such as Idris. In the silence of space they could com­mu­ni­ca­te, mind-to-mind, with the enemy. Then their ali­en aggres­sors, the Archi­tects, sim­ply disappeared—and Idris and his kind beca­me obsolete.
Now, fif­ty years later, Idris and his crew have dis­co­ve­r­ed some­thing stran­ge aban­do­ned in space. It’s clear­ly the work of the Architects—but are they retur­ning? And if so, why? Hun­ted by gangs­ters, cults and governments, Idris and his crew race across the gala­xy hun­ting for ans­wers. For they now pos­sess some­thing of incal­cul­ab­le value, that many would kill to obtain.

SHARDS OF EARTH wird bei TOR ver­legt, das Taschen­buch kos­tet ca. 14 Euro, für das eBook wer­den bei Ama­zon neun Euro fäl­lig.

Cover­ab­bil­dung Copy­right TOR

Erschienen: KONDORKINDER

Erschienen: KONDORKINDER

Im Ver­lag Art Skript Phan­tas­tik ist Sabri­na Želez­nýs Roman KONDORKINDER – DAS SPIEGELBUCH UND DIE VERLORENEN GESCHICHTEN erschie­nen. Dabei han­delt es sich um einen Phan­tas­tik­ro­man des­sen Prä­mis­se sich deut­lich von ande­ren Gen­re­wer­ken abhebt, wes­we­gen ich an die­ser Stel­le dar­auf hin­wei­sen möch­te. Waschzettel:

»Geschich­ten sind wil­de Tie­re. Du kannst ihr Ver­trau­en gewin­nen, aber du kannst sie nie ganz zähmen.«

Malin­ka liebt zwei Din­ge – das Erzäh­len phan­tas­ti­scher Geschich­ten und die Wei­ten Perus. Aber ihr Aus­lands­jahr liegt lan­ge zurück und in ihrem All­tag fin­den die magi­schen Erzäh­lun­gen kei­nen Platz mehr. Damit hat sie sich schwe­ren Her­zens abge­fun­den, bis plötz­lich Matteo auf­taucht. Damals im Stu­di­um hat er Malin­kas Phan­ta­sie­geschich­ten ver­spot­tet, nun ist aus­ge­rech­net ihm ein magi­sches Buch in die Hän­de gefal­len, das ihn töd­lich ver­flucht hat. Ein­zig Malin­ka kann sein Leben ret­ten, doch dazu muss sie im Hoch­land der Anden die Geschich­te fin­den, die dem leben­di­gen Buch einst verlorenging.
Eine gefahr­vol­le Rei­se beginnt, die Matteo und Malin­ka nicht nur quer durch Peru führt, son­dern auch auf die Spu­ren einer Geschich­ten­er­zäh­le­rin, die vor lan­ger Zeit den Zorn der Berg­göt­ter herausforderte.

KONDORKINDER ist beein­dru­cken­de 576 Sei­ten stark und kommt wie alle Bücher des Ver­lags im For­mat DIN-A5 daher. Der Preis  für das Soft­co­ver liegt bei 16 Euro, die eBook-Aus­ga­be kos­tet erfreu­lich güns­ti­ge 4,99 Euro. Man bekommt die Print­fas­sung bei den ein­schlä­gi­gen Online­ver­sen­dern, kann aber auch direkt beim Ver­lag bestel­len, bis zum 20.06.2021 ist das inner­halb Deutsch­lands kostenfrei.

KONDORKINDER
DAS SPIEGELBUCH UND DIE VERLORENEN GESCHICHTEN
Sabri­na Železný
Phantastik
Roman, Juni 2021
576 Seiten
Print:
ISBN: 978–3‑945045–45‑9
Soft­co­ver, DIN-A5, 16 Euro
eBook:
z.B. ASIN B0953TQ6TJ, 4,99 Euro
Art Skript Phantastik

Cover­ab­bil­dung Copy­right Art Skript Phantastik

07.04.2021: Christian Hanreich liest auf Twitch aus ISAR 2066

07.04.2021: Christian Hanreich liest auf Twitch aus ISAR 2066

Ja, ich weiß, es ist ein wenig kurz­fris­tig und für die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung auch irgend­wie eine schlech­te Uhr­zeit (glück­li­cher­wei­se ste­hen die Streams nach­träg­lich als Vide­os bereit). Trotz­dem: Heu­te um 15:00 liest Hör­buch­spre­cher Chris­ti­an Han­reich auf der Strea­ming­platt­form Twitch aus Miri­am Pha­ros Sci­ence Fic­tion-Buch­rei­he ISAR 2066. Die habe ich auch hier auf Phan­ta­News damals vor­ge­stellt.

Bei ISAR 2066 han­delt es sich um High­tech-Detek­tiv­ge­schich­ten, die sich um den Ermitt­ler Lucio Ver­dict dre­hen und die ent­ge­gen sons­ti­ger Erzäh­lun­gen des Gen­res nicht in den USA oder Eng­land han­delt, son­dern in Deutsch­land, genau­er gesagt, und wie der Titel bereits ver­mu­ten lässt, in Mün­chen des Jah­res 2066 (im sel­ben Hand­lungs­uni­ver­sum wie Miri­am Pha­ros HANSEAPOLIS-Roma­ne). Die Shorts erschie­nen ab 2012 als eBooks und sind bis heu­te erhält­lich.

Cover Copy­right Miri­am Pharo

Humble Book Bundle: STARS OF SCI-FI AND FANTASY

Humble Book Bundle: STARS OF SCI-FI AND FANTASY

Bei Hum­ble gibt es wie­der mal ein eBook-Paket und das dürf­te für Phan­tas­tik­freun­de mit Eng­lisch­kennt­nis­sen inter­es­sant sein, denn es besteht aus SF- und Fan­ta­sy­ro­ma­nen von nam­haf­ten Autor°Innen.

Dar­un­ter Wil­liam Shat­ners kom­plet­te TEKWAR-Serie (immer­hin neun Bücher), Roma­ne von Timo­thy Zahn, Tim Powers, Jane Yolen oder Kate Elliott.

Für knapp 13 Euro (man darf natür­lich auch mehr geben und bestim­men, wie viel Geld an wohl­tä­ti­ge Zwe­cke geht, dies­mal an die Sci­ence Fic­tion & Fan­ta­sy Wri­ters of Ame­ri­ca) bekommt man 35 Romane.

Die Preis­staf­feln sind (aktu­ell): 84, Cent, 6,76 Euro und 12,69 Euro. Güns­ti­ger kommt man an Phan­tas­tik-Befül­lung für den eRea­der kaum her­an. Alles wei­te­re auf der Web­sei­te zum eBook-Bund­le, Stand heu­te hat man noch über 20 Tage Zeit, es zu erwerben.

In Deutsch­land sind sol­che eBook-Bund­le lei­der auch im Jahr 2020 auf­grund des Klam­merns an die fos­si­le Buch­preis­bin­dung lei­der nicht möglich.

Storysammlung: WENN DIE WELT KLEIN WIRD UND BEDROHLICH

Storysammlung: WENN DIE WELT KLEIN WIRD UND BEDROHLICH

Der voll­stän­di­ge Titel der von Felix Woit­kow­ski her­aus­ge­ge­be­nen und beim Blitz-Ver­lag erschie­ne­nen Sto­ry­samm­lung lau­tet WENN DIE WELT KLEIN WIRD UND BEDROHLICH. SCHREIBEN AUS DER CORONA-ISOLATION. Klappentext:

Ich möch­te glau­ben, dass auch die­se Pan­de­mie etwas Gutes besitzt; dass sie nicht umsonst aus­brach. Gut mög­lich, dass sie der außer Kon­trol­le gera­te­ne Blut­druck unse­res Pla­ne­ten war, der nun die Mög­lich­keit nutz­te, für meh­re­re Wochen oder Mona­te in Kur zu dürfen.
Ich möch­te glau­ben, dass wir aus die­sem Ereig­nis etwas ler­nen wer­den. Nicht alle, aber genug von uns.
Ich möch­te glau­ben, dass kom­men­de Genera­tio­nen von ihren Eltern gewarnt wer­den, es nicht so weit kom­men zu lassen.
Ich möchte …

30 Phan­tas­tik-Autorin­nen und ‑Autoren beglei­ten den ers­ten Monat der Corona-Isolation.
30 Per­spek­ti­ven auf eine Welt im Krisenzustand.
Ein lite­ra­risch-phan­tas­ti­sches Tage­buch zwi­schen rea­ler Dys­to­pie und erschre­cken­der Wirklichkeit.

Mit Bei­trä­gen von Vin­cent Voss, Micha­el Schmidt, Jörg Kleud­gen, Arthur Gor­don Wolf, Nele Sickel, Sil­ke Brandt, Petra Hart­mann, Mari­an­ne Labisch, Mar­kus K. Korb, Sascha Din­se, Gerd Scherm, Tat­ja­na Stöck­ler, Sebas­ti­an von Arndt, Chris­ti­an Veit Eschen­fel­der, Nico­le Rens­mann, Tobi­as Bach­mann, Gün­ter Wirtz, Tobi­as Recker­mann, Mar­ti­na Spren­ger, Julia Anni­na Jor­ges, Thors­ten Küper, Tors­ten Scheib, Jana Olters­dorff, Nadi­ne Muri­el, Mat­thi­as Attig, Ales­san­dra Reß, Isa­bel­la Benz, Frank Heb­ben, Caro­lin Zwerg­feld und Micha­el Marrak.

Das Taschen­buch ist 306 Sei­ten stark und wird in den nächs­ten Tagen zum Preis von EUR 12,95 erhält­lich sein, das eBook gibt es bereits, es kos­tet 3,99 Euro. Das Cover stammt von Jens Weber. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf der Ver­lags­sei­te zum Buch.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Blitz Verlag

Deutliche Steigerung beim eBook-Umsatz im ersten Halbjahr 2020

Deutliche Steigerung beim eBook-Umsatz im ersten Halbjahr 2020

Bild von Denniro (Depositphotos)

Buch­han­del und Bör­sen­ver­ein wischen sich ver­wun­dert die Augen, aber irgend­wie soll­te es ange­sichts der Pan­de­mie und ihrer Aus­wir­kun­gen nie­man­den ver­wun­dern: Der Ver­kauf von eBooks hat im ers­ten Halb­jahr 2020 deut­lich zugelegt.

Laut Pres­se­mit­tei­lung des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels stieg der Umsatz mit eBooks um 17,8 Pro­zent, bei einem Absatz­zu­wachs von 15,3 Pro­zent. Das sind 18,8 Mil­lio­nen ver­kauf­te eBooks und das ist wei­ter­hin 7,5 Pro­zent des gesam­ten Umsat­zes auf dem Publikumsmarkt.

Man weist dar­auf hin, dass die­ser Zuwach mit Ein­füh­rung der Anti-Coro­na-Maß­nah­men begon­nen hat. Ich möch­te mit Lori­ot spre­chen und sagen: »Ach was?«

Im zwei­ten Quar­tal 2020 stei­ger­ten sich die Umsät­ze im Ver­gleich zum Vohr­jah­res­quar­tal um fast 39%. Die­ser hohe eBook-Umsatz bliebt übri­gens auch sta­bil, als die Buch­lä­den wie­der öff­nen durf­ten. Man darf also davon aus­ge­hen, dass etli­che Leser die Vor­tei­le des eBooks erkannt haben. Inter­es­sant aber ange­sichts von Lock­downs und erzwun­ge­nen Zuhau­se Hockens abso­lut nicht über­ra­schend ist auch die Erkennt­nis, dass die Leser°Innen mehr eBooks erwor­ben haben, als vorher.

Wie kom­men die­se Zah­len eigent­lich zustan­de? Kon­kre­te Umsatz­zah­len, gemel­det von Ver­la­gen sind es nicht, ins­be­son­de­re von Ama­zon wür­de der Bör­sen­ver­ein die Zah­len ohne­hin nicht bekom­men. GfK Enter­tain­ment befragt im Rah­men des »GfK Con­su­mer Panel Media*Scope Buch« 20000 Per­so­nen die angeb­lich »reprä­sen­ta­tiv für die deut­sche Bevöl­ke­rung ab zehn Jah­ren« sind. Erfasst wer­den nur eBooks ab einen Preis von 0,49 Euro. Wie alle Sta­tis­ti­ken und Hoch­rech­nun­gen sind die Zah­len also mit etwas Vor­sicht zu genießen.

Die Ent­wick­lung war abzu­se­hen, aber letzt­end­lich wur­de sie durch Coro­na nur beschleu­nigt. Die Vor­tei­le von eBooks sind offen­sicht­lich: Zoom der Sei­ten, schnell gedreh­te Publi­kums­ro­ma­ne mül­len einem nicht die Bücher­re­ga­le voll, das eBook kann sofort her­un­ter gela­den und kon­su­miert wer­den, um nur ein paar zu nen­nen. Bei einem jah­re­lang genutz­ten eRea­der ist bei eBooks auch der öko­lo­gi­sche Foot­print nach kur­zer Zeit, bzw. der Anzahl gele­se­ner Bücher, deut­lich bes­ser als bei Büchern, die her­ge­stellt und durch die Repu­blik gekarrt wer­den müs­sen, vom Strom­ver­brauch und ande­ren Neben­fak­to­ren im Buch­la­den haben wir da noch gar nicht gesprochen.

Für Buch­lä­den ist das natür­lich eine sehr schlech­te Nach­richt: Leser wan­dern vom Print­buch ab zum eBook und schei­nen auch nicht zurück zu kom­men. Die Digi­ta­li­sie­rung schrei­tet fort und eine Bran­che schaut zu, ohne ech­te Kon­zep­te zu ent­wi­ckeln, wie man die loka­len Händ­ler dar­an betei­li­gen könn­te. Und ich möch­te an die­ser Stel­le auch noch­mal an die Wort von Ruprecht Frie­ling erinnern:

… letzt­lich sind nur Autoren und Leser für den Buch­markt unent­behr­lich. Es geht, wenn­gleich es für Kul­tur­be­flis­se­ne ein Gräu­el ist, auch ohne Ver­la­ge und Buchhändler

Das gilt ins­be­son­de­re für eBooks. Jede/r Autor°in kann ohne gro­ße Pro­ble­me einen Online­shop auf­set­zen, über den Leser°Innen eBooks zum sofor­ti­gen Down­load ver­kau­fen kön­nen. Nutzt man Open Source-Lösun­gen wie Woo­com­mer­ce kos­tet das sogar außer Hos­ting fast nichts.

Ganz klar ist damit aber auch, dass Ver­la­ge es sich nicht mehr leis­ten kön­nen, ihre Tot­holz­wer­ke nicht auch als eBooks anzu­bie­ten, wenn sie sich nicht ordent­lich Umsatz ent­ge­hen las­sen wollen.

Bild von Den­ni­ro (Depo­sit­pho­tos)

Tschüss Heise und c’t, hallo Readly

Tschüss Heise und c’t, hallo Readly

Eigent­lich passt es nicht zu den The­men die­ser Sei­te, aber wenn es um eBooks oder elek­tro­ni­sche Ver­sio­nen von Zeit­schrif­ten sowie deren Prei­se geht, irgend­wie doch.

Ich kann gar nicht mehr genau nach voll­zie­hen, wie lan­ge ich die Com­pu­ter­zeit­schrift c’t aus dem Hei­se Ver­lag schon lese. Es müs­sen Jahr­zehn­te sein, frü­her am Kiosk erwor­ben und vor ein paar Jah­ren dann abonniert.

Seit Mona­ten ärge­re ich mich über die gesun­ke­ne Qua­li­tät und die gestri­che­nen The­men­be­rei­che. Wenn ich die bes­ten Hot­keys für Win­dows wis­sen woll­te, wür­de ich mir das Käse­blatt Chip kau­fen. Will ich aber nicht. Des­we­gen habe ich immer wie­der dar­über gere­det, dass »die Chip­i­fi­zie­rung der c’t nicht mehr auf­zu­hal­ten ist«. Neben­bei sag­te man mir als Plus-Abon­nen­ten regel­mä­ßig, ich habe als beson­de­res Goo­die »einen direk­ten Draht zur Redak­ti­on«. Davon habe ich aller­dings nie etwas bemerkt, auf kei­ne ein­zi­ge mei­ner nicht sehr zahl­rei­chen Mails über die Jah­re als Abon­nent habe ich auch nur die gerings­te Reak­ti­on erhal­ten. Noch nicht mal ein knap­pes »ist ange­kom­men« oder »sehen wir uns mal an«. Der »direk­te Draht« ist also eine Luft­num­mer und ein nicht ein­ge­hal­te­nes Abo-Versprechen.

Als Abon­nent hat mich Hei­se zudem mit Wer­bung per Email zuge­wor­fen. Eigent­lich kein Pro­blem, man soll­te mei­nen dass ein Ver­lag, der Maga­zi­ne wie die c’t oder die IX ver­öf­fent­licht, in der Lage sein muss, einen Wer­bungs-Abmel­de­link in der Mail funk­tio­nal zu imple­men­tie­ren. Waren sie aber nicht. Ich kann nicht mehr nach­voll­zie­hen, wie oft ich dar­auf geklickt habe und wie oft ich die Mel­dung »Sie wur­den erfolg­reich abge­mel­det« zu sehen bekam. Um danach wei­ter Spam­mails zu erhal­ten. Irgend­wann habe ich dann den Sup­port des­we­gen ange­schrie­ben – und kei­ne Ant­wort erhal­ten. Dann habe ich mich auf Face­book beschwert, dort woll­te man ver­an­las­sen, dass ich eine Rück­mel­dung bekom­me. Die kam nicht. irgend­wann schrieb die Dame, »ich hät­te jetzt ja eine Rück­mel­dung erhal­ten«. Hat­te ich nicht. Die kam Tage spä­ter. Man habe mich aus dem Ver­tei­ler aus­ge­tra­gen, »aus tech­ni­schen Grün­den kön­ne ich aber noch wei­ter Wer­bung bekom­men«. An der Stel­le blieb mir schon schwer die Spu­cke weg.

Erschwe­rend kam hin­zu, dass die Abozu­stel­lung der c’t in letz­ter Zeit nicht funk­tio­niert und die Zeit­schrift weder Frei­tags in mei­nem Brief­kas­ten lag, noch Sams­tags, noch irgend­wann. Der Sup­port ver­sprach in einem Fall schnel­le Abhil­fe, es kam aber erst ein Ersatz­ex­em­plar nach­dem ich noch­mals inter­ve­nie­ren muss­te. Bei der letz­ten Beschwer­de wegen nicht erhal­te­nen Hef­tes bekam ich gar kei­ne Rück­mel­dung mehr, immer­hin lag irgend­wann das Heft im Brief­kas­ten (aller­dings ca. zwei Wochen nach dem eigent­li­chen Zustelldatum).

An der Stel­le hat­te ich den Papp so auf, dass ich Hei­se mal einen DSGVO-Brand­brief habe zukom­men las­sen, den hat­te ich pikan­ter­wei­se aus der c’t. Es mel­de­te sich der Jus­ti­zi­ar des Ver­lags, gleich­zei­tig der Daten­schutz­be­auf­trag­te, und stell­te fest, dass das Aus­kunfts­er­su­chen zum einen viel zu umfang­reich sei (erzähl das der c’t-Redak­ti­on) und zum ande­ren ja eine Geschäfts­be­zie­hung bestehe, wes­we­gen man mir selbst­ver­ständ­lich Wer­be­mails zusen­den dür­fe. Dem erläu­ter­te ich die oben geschil­der­ten Pro­ble­me in einer wei­te­ren Mail und ergänz­te, dass ich ohne den gan­zen Stress gar kein DSGVO-Aukunfts­er­su­chen geschickt hät­te. Die Ant­wort lau­te­te wie folgt:

[…] vie­len Dank für Ihre Mail und die offe­ne Kri­tik, die mich ehr­lich gesagt erschreckt hat! Es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, dass Sie sich dazu die Zeit nehmen.
Ich kann Sie gut ver­ste­hen und hät­te als Kun­de ver­mut­lich eben­so gehandelt.
Für die Miss­stän­de kann ich mich nur ent­schul­di­gen! Ich lei­te Ihre Nach­richt direkt an die Ver­ant­wort­li­chen im Ver­lag wei­ter, damit die sich bei Ihnen melden.

Gemel­det haben sich kei­ne »Ver­ant­wort­li­chen«, erst auf noch eine wei­te­re Anfra­ge hin mel­de­te sich erneut der Aboservice.

Es kommt noch ein The­ma hin­zu: Ich wür­de trotz der seit  Jah­ren ver­bugg­ten und unre­pa­rier­ten App gern auf ein rein digi­ta­les Abo umstel­len. Das spart Papier und eigent­lich lan­det die c’t nach dem Lesen ohne­hin im Alt­pa­pier­con­tai­ner; wenn ich etwas nach­le­sen möch­te, kann ich das als Plus-Abon­nent im Arti­kel­ar­chiv tun. Aller­dings sind die Prei­se, die Hei­se für die e‑Abos ansagt in mei­nen Augen inak­zep­ta­bel. Es fal­len die Druck­kos­ten weg (gut, die dürf­ten zu ver­nach­läs­si­gen sein und bei ein paar Cent pro Heft lie­gen), außer­dem muss kein Por­to gezahlt wer­den. Und es fal­len kein Auf­wand und kei­ne Kos­ten für Nach­sen­dun­gen an, wenn die c’t mal wie­der nicht ankommt.

Etwas Sinn­vol­les anbie­ten will man mir nicht. Ich soll eine rein elek­tro­ni­sche App-Abo-Ver­si­on inklu­si­ve PDF-Aus­ga­be neh­men, die ich nicht möch­te. Die rei­ne PDF-Plus-Ver­si­on wäre güns­ti­ger, wenn sie mir für den­sel­ben Preis ein App-Abo anbie­ten wür­den, ohne PDF, wäre ich zufrie­den. Tun sie aber nicht, ich soll für einen höhe­ren Preis das PDF- dazu neh­men, das ich in all den Jah­ren noch nie genutzt habe und auch nie nut­zen wer­de. Immer wie­der bie­tet man mir eine Mogel­pa­ckung mit Cash­back an, bei der ich ach so tol­le 30 Euro zurück­er­hal­te (Jubel! Nicht.). Aller­dings nur im ers­ten Jahr, danach soll ich das Abo in vol­ler Höhe zahlen.

Ange­sichts all die­ser oben ste­hen­den Din­ge hat­te ich ges­tern nach dem letz­ten, dem x‑ten, »tol­len Super­son­der­spe­zi­al­an­ge­bot« die Schnau­ze der­ma­ßen voll, dass ich die c’t zum Ablauf des aktu­el­len Abo­zeit­raums gekün­digt habe, wie ich es den Mit­ar­bei­tern des Hei­se-Ver­lags bereits mehr­fach androh­te. Wie schon fast erwar­tet, haben Sie mir dar­auf­hin ein »ganz neu­es« Ange­bot gemacht, das ich nicht aus­schla­gen kann: Den­sel­ben Cash­back-Mist, den ich bereits abge­lehnt hat­te. Man muss den Ein­druck gewin­nen, dass die sich all mei­ne Tickets nicht ange­se­hen haben – oder dass bei Hei­se die rech­te Hand nicht weiß, was die lin­ke tut. Viel­leicht soll­ten die mal jeman­den, der sich mit sol­chen The­men aus­kennt, nach einem funk­tio­nie­ren­den Ticket­sys­tem fra­gen … Even­tu­ell die c’t-Redak­ti­on, falls die über­haupt noch exis­tie­ren sollte.

Von den »Ver­ant­wort­li­chen« des Ver­lags hat sich – ent­ge­gen dem Ange­kün­dig­ten – nie jemand gemel­det, es sei denn, der Abo­sup­port mit sei­nen Text­bau­stei­nen sei damit gemeint.

Für mich geht damit eine jahr­zehn­te­lan­ge c’t-Ära zuen­de, eigent­lich ist das ziem­lich trau­rig, da mir ein so lan­ger Weg­be­glei­ter ver­lo­ren geht, aber da der Hei­se-Ver­lag der­art offen­sicht­lich kei­nen Wert auf mich als Abon­nen­ten legt, und da die Qua­li­tät des Hef­tes ohne­hin im Sturz­flug ist (ver­mut­lich aus Kos­ten­ein­spa­rungs­grün­den beim Hei­se-Ver­lag) sei es eben so.

Fun Fact am Ran­de: Bei der Maga­zin-eBook-Flat­rate Read­ly erhal­te ich für 120 Euro im Jahr Zugriff auf tau­sen­de, auch inter­na­tio­na­le, Maga­zi­ne. Mehr als ich jemals lesen könn­te. Die bekom­men jetzt mein Geld.

Bild Kains Face­palm von Alex E. Proi­mos, aus der Wiki­pe­diaCC BY