Beam eBooks und das #neuland

Beam eBooks und das #neuland

Deut­sche Ver­la­ge ha­ben ist nicht so mit dem In­ter­net und zu­ge­hö­ri­gen Tech­no­lo­gi­en. Bei »Di­gi­ta­li­sie­rung« den­ken sie ver­mut­lich an Flynn, der vom MCP auf das Spiel­ra­ster ge­schickt wird …

Ich hat­te kürz­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich mich nicht mehr in mei­nen Beam-Ac­count ein­log­gen konn­te. Hier wie es wei­ter ging.

Es sind nur noch Um­satz­zah­len aus 2017 sicht­bar:

Die ha­ben ih­ren Shop von ei­ner »Agen­tur« er­neu­ern las­sen. Da­bei gin­gen alle Um­satz­zah­len aus den bei­den al­ten Shops ver­lo­ren, die kann man also nicht mehr ein­se­hen. Al­ler­dings sind sie ge­setz­lich ver­pflich­tet, ei­nen Nach­weis zu füh­ren, des­we­gen frag­te ich nach. Auf Nach­fra­ge kann ein Ser­vice­mit­ar­bei­ter dann auch tat­säch­lich die Da­ten aus den al­ten Shops zie­hen und sie ei­nem als CSV-Da­tei zur Ver­fü­gung stel­len. Man hät­te die Da­ten auch ein­fach mi­grie­ren kön­nen, das ist nun wirk­lich nicht schwer …
Lei­der kann man im neu­en Shop nur noch Um­sät­ze se­hen, kei­ne Down­loads mehr. Das ist umso är­ger­li­cher, als ich mit den er­sten bei­den Bän­den der STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN eBooks ko­sten­los un­ter Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz an­bie­te. Die Kon­zen­trie­rung auf Um­sät­ze scheint für ei­nen nur auf Ge­winn ori­en­tier­ten An­bie­ter wie Beam und Ba­stei Lu­eb­be ver­mut­lich lo­gisch. Für je­man­den, der auf mo­der­nen In­ter­net-Krem­pel wie CC-Li­zen­zen setzt, ist es das nicht im ge­ring­sten. Ich kann jetzt auf­grund der feh­len­den An­ga­ben über­haupt nicht mehr fest­stel­len, wie er­folg­reich die bei­den Bü­cher sind. Der Shop hat sich also tech­nisch ver­schlech­tert – und das nicht nur in die­sem Punkt:

Alle Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen sind weg:

Der Punkt muss in­halt­lich gar nicht wei­ter er­klärt wer­den. Auf Rück­fra­ge, war­um das so ist, er­hielt ich die Ant­wort:

die Be­wer­tun­gen konn­ten lei­der nicht in das neue Sy­stem über­nom­men wer­den, da sich die­ses grund­le­gend ver­än­dert hat.

Das ist eine der­ma­ßen dum­me Aus­re­de, dass es mich schau­dern lässt. Be­ruf­lich ma­che ich un­ter an­de­rem ge­nau das: Da­ten­mi­gra­ti­on zwi­schen ver­schie­de­nen Sy­ste­men, bei­spiels­wei­se Web­shops, des­we­gen weiß ich ge­nau, wie so et­was ab­geht, und dass die Ant­wort so schlicht falsch ist. Dass die Be­wer­tun­gen nicht über­nom­men wur­den kann mei­ner An­sicht nach drei Grün­de ha­ben:

  1. die be­auf­trag­te Agen­tur war dazu nicht in der Lage (was ein Ar­muts­zeug­nis wäre – ich kann das nicht glau­ben)
  2. Der Be­trei­ber (also in letz­ter Kon­se­quenz Ba­stei Lu­eb­be) woll­te den Auf­wand nicht zah­len
  3. Es hat beim Be­trei­ber kei­ner dran ge­dacht, das ins Pflich­ten­heft auf­zu­neh­men

Für den Au­tor und Le­ser sind Be­wer­tun­gen, ins­be­son­de­re po­si­ti­ve, aber ein ganz grund­le­gen­des Fea­ture, ins­be­son­de­re als Wer­bung und da­mit mehr Ab­satz. Die ein­fach weg­zu­hau­en zeugt von ei­ner Igno­ranz ge­gen­über den An­for­de­run­gen von Ver­la­gen, Au­to­ren und Self­pu­blishern, dass man sich fra­gen muss, ob dem »Dienst­lei­ster« die Be­dürf­nis­se sei­ner Kun­den (und nichts an­de­res sind ja En­ti­tä­ten, die bei de­nen Bü­cher ein­stel­len) voll­kom­men egal sind.

In­kon­si­sten­zen bei der Preis­dar­stel­lung

Was bei der Mi­gra­ti­on eben­falls ab­han­den ge­kom­men ist, ist die Da­ten­in­te­gri­tät. Ich hat­te wie ge­sagt zu al­ten Beam-Zei­ten, als das vor Ba­stei noch ein wirk­lich gu­ter Shop war, zwei eBooks ko­sten­los ein­ge­stellt. Nach­dem ich wie­der Zu­griff auf das Pu­blisher-Backend hat­te, sah ich vol­ler Schrecken, dass der Preis für die bei­den Bü­cher dort mit ei­nem Euro an­ge­ge­ben war. Die le­gen also ernst­haft uni­la­te­ral an­de­re Prei­se fest, als der Ur­he­ber das will? Tat­säch­lich war das nicht so, denn im Front­end, also im für Kun­den sicht­ba­ren Shop, wur­den die bei­den Bü­cher nach wie vor ko­sten­los an­ge­bo­ten.

Den­noch: Wer auch im­mer die Mi­gra­ti­on durch­ge­führt hat, war of­fen­sicht­lich nicht dazu in der Lage, kon­si­sten­te Da­ten be­reit­zu­stel­len. Wo­her soll man als Pu­blisher wis­sen, ob die Preis­in­for­ma­tio­nen, die man im Backend sieht, mit de­nen über­ein­stim­men, die das Fron­ten dem Kun­den zeigt? Das ist eine der­ma­ßen un­fass­ba­re In­kom­pe­tenz, dass es mich er­neut schau­dern lässt. Der Kom­men­tar vom Sup­port:

Lei­der kommt es zu­sätz­lich der­zeit zu ei­nem Dar­stel­lungs­feh­ler im Backend, we­gen die­sem wer­den 0€ Ti­tel im Backend als 1€ Ti­tel an­ge­zeigt. Im Shop hin­ge­gen stimmt der ein­ge­ge­be­ne Preis und die Ti­tel wer­den für 0,00€ ver­kauft. Wir ha­ben den Feh­ler be­reits an un­se­re Agen­tur kom­mu­ni­ziert und wer­den die­sen so schnell wie mög­lich be­he­ben.

Na im­mer­hin wol­len sie den Feh­ler be­he­ben (las­sen). Wann das ge­sche­hen wird ist of­fen.

Ab­rech­nung:

Auf mei­nen aus­drück­li­chen Wunsch hin woll­te man mir die Da­ten der zu­rück­lie­gen­den Ver­käu­fe als CSV-Da­tei­en zu­sen­den. Lei­der fehl­ten in der Mail die An­hän­ge. Als ich dar­auf hin­wies be­kam ich vom sel­ben Sup­por­ter eine Mail von ei­ner an­de­ren Email­adres­se. Of­fen­bar fil­tert de­ren Mail­sy­stem also grund­sätz­lich An­hän­ge, egal ob sinn­vol­le oder sinn­lo­se. Wenn ich an mei­ne – äu­ßerst über­sicht­li­chen – Um­sät­ze aus eBooks ab­seits der Steam­punk-Chro­ni­ken kom­men möch­te, muss ich gleich meh­re­re Rech­nun­gen stel­len, denn Ba­stei Lu­eb­be jon­gliert im­mer wie­der mit dem Shop (aus ei­ner Mail an mich):

Für alle Um­sät­ze bis ein­schließ­lich 31.12.15 müss­te die Rech­nung an die oo­li­po AG adres­siert wer­den:
Oo­li­po AG
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Für alle Um­sät­ze ab dem 1.1.2016 bis heu­te müss­te Ihre Rech­nung an den Beam Shop adres­siert wer­den:
Beam Shop GmbH
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Weil die nicht wis­sen was sie wol­len und im­mer wie­der mal das Ge­schäfts­mo­dell än­dern, muss man also im­mer wie­der mal Rech­nun­gen an neue Un­ter­neh­men stel­len. Was ist ei­gent­lich aus der Schnaps­idee Oo­li­po ge­wor­den?

Al­les in al­lem muss man kon­sta­tie­ren, dass man beim Be­trei­ber von Beam eBooks of­fen­bar mit dem Me­di­um In­ter­net nicht zu­recht kommt, wenn ein­fach­ste Da­ten­mi­gra­tio­nen nicht statt­fin­den kön­nen, und das dazu führt, dass man sich we­gen Feh­lern nicht mehr in sein Kon­to ein­log­gen kann und das erst von ei­nem Sup­por­ter an­ge­fasst wer­den muss, weil noch nicht mal das zu­rück­set­zen des Pass­worts klappt. Wei­ter­hin kann man we­der ver­gan­ge­ne Um­sät­ze, noch ak­tu­el­le Down­loads se­hen, und Prei­se wer­den im Backend falsch an­ge­zeigt. Zu­dem wer­den die  äu­ßerst ver­kaufs­wich­ti­gen Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen ein­fach mal nicht über­nom­men, und das nur la­ko­nisch kom­men­tiert. Down­load­zah­len wer­den gar nicht mehr an­ge­zeigt, beim Be­trei­ber zählt nur Um­satz

Und ab­schlie­ßend kann ich nur fest­stel­len, dass die Ver­käu­fe für 2017 bei null lie­gen (Down­loads kann ich nicht se­hen). Of­fen­bar kau­fen die Kun­den über­all, nur nicht mehr beim neu­en Beam. Das wun­dert auch nicht, denn wäh­rend der di­ver­sen Um­stel­lun­gen kam es zu der­ma­ßen vie­len tech­ni­schen Pro­ble­men mit Down­loads oder Abos, dass die Ziel­grup­pe ver­mut­lich die Fa­xen ex­trem dicke hat­te und sei­ne eBooks kon­se­quent wo­an­ders kauft.

Die Fa­xen mit den #neu­land-Stüm­pern habe auch ich ziem­lich dicke und wer­de des­we­gen mei­ne eBooks aus dem Shop von Beam-eBooks ent­fer­nen. Es ist über­aus scha­de und er­schreckend, wie Ba­stei Lu­eb­be den vor ih­rer Über­nah­me groß­ar­ti­gen eBook-Shop zu­grun­de ge­rich­tet hat.

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

Ei­gent­lich wei­se ich hier nicht mehr auf je­des Hum­ble Bund­le hin, da die in­zwi­schen et­was in­fla­tio­när ge­wor­den sind. Dies­mal geht es al­ler­dings nicht um Com­pu­ter­spie­len, son­dern um Rol­len­spie­le.

Der Name ist äu­ßerst sper­rig: Das HUM­BLE RPG BOOK BUND­LE – PATH­FIN­DER WORLD­S­CAPE UL­TI­MA­TE CROSS­OVER ent­hält nicht nur Rol­len­spiel-Quel­len­bü­cher, son­dern auch Co­mics von Dy­na­mi­te (wie das ge­nau zu­sam­men­passt ist mir nicht ganz klar ge­wor­den, aber viel­leicht weiß ja ein Le­ser mehr).

Ne­ben RPG-PDFs und Co­mics be­kommt man auch noch Batt­le­maps (die man sich dann ver­mut­lich aus­drucken muss) und im höch­sten Tier eine Hand­voll Mi­nia­tu­ren.

Die Co­mics lie­gen als PDF, CBZ und ePub vor, die Rol­len­spiel-Bü­cher als PDF.

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Es war ja schon ab­zu­se­hen, dass die Buch­mes­se wie­der für Ge­läch­ter über die Buch­bran­che füh­ren wür­de. Und so ist es na­tür­lich auch.

Die To­li­no-Al­li­anz fei­ert heu­te mit viel Pres­se-Tam­tam und ei­ner Vor­stel­lung in Frank­furt ihr tol­les, neu­es eBook-Abo ab. Als be­son­ders vor­teil­haft he­ben sie her­vor, dass es sich um eine »re­du­zier­te Aus­wahl« han­delt, und fa­seln von »Klas­se statt Mas­se«. Ernst­haft.

Für ei­nen Preis von fast zehn Euro im Mo­nat darf man »frei« aus 40 Ti­teln der Gen­res »Ro­ma­ne & Er­zäh­lun­gen«, »Kri­mis & Thril­ler«, »Fan­ta­sy & Sci­ence Fic­tion« und »Lie­bes­ro­ma­ne & Ero­tik« wäh­len. Da­mit wir uns kor­rekt ver­ste­hen: Nicht 40 Ti­tel pro Gen­re, son­dern ins­ge­samt. Die Aus­wahl wech­selt mo­nat­lich.

An­ge­sichts sol­cher Knül­ler der Kon­kur­renz ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen bei Ama­zon ga­ran­tiert ge­ra­de wie­der ei­nen Zwerch­fell­krampf vom La­chen …

Wer dem gran­dio­sen An­ge­bot nicht wi­der­ste­hen kann, darf das Abo ab heu­te bei To­li­no ab­schlie­ßen, es ist mo­nat­lich künd­bar. Die ak­tu­el­len Ti­tel sind eher äl­te­re Schin­ken.

[Up­date:] Was ich über­sah: Es ist noch viel gei­ler: Man darf im Rah­men des Abos mo­nat­lich ma­xi­mal vier eBooks aus­lei­hen. HA­H­A­HA! (Dank an Fal­ko Löff­ler, der mich auf den Punkt hin­wies).

Logo To­li­no Co­py­right to­li­no me­dia GmbH & Co. KG

Beam eBooks mal wieder mit merkwürdigen Geschäftspraktiken (Update)

Beam eBooks mal wieder mit merkwürdigen Geschäftspraktiken (Update)

Durch ei­nen Ar­ti­kel auf deutsche-science-fiction.de (den ich heu­te dort merk­wür­di­ger­wei­se nicht mehr fin­de – Edit: Hier ist er wie­der, bei Sven Klöp­ping selbst) wur­de ich ge­stern dar­an er­in­nert, dass auch ich noch eBooks auf Beam eBooks an­bie­te. Das sind im Prin­zip Alt­la­sten aus der Zeit, be­vor der Shop zu Lu­eb­be ge­hör­te.

In dem nicht mehr sicht­ba­ren Text wur­de be­män­gelt, dass man im Pu­blisher­kon­to nur Ver­käu­fe aus dem Jahr 2017 ein­se­hen kann.

Also ver­such­te ich mich an mei­nem Kon­to an­zu­mel­den. Da der Shop völ­lig an­ders aus­sieht als frü­her dach­te ich mir schon, dass das nicht zu ein­fach wer­den wür­de. Tat­säch­lich konn­te ich mich nicht ein­log­gen. Der Ver­such, mir ei­nen Link zur Ge­ne­rie­rung ei­nes neu­en Pass­worts zu­sen­den zu las­sen, war zwar er­folg­reich, al­ler­dings er­hielt ich nur den Feh­ler »This va­lue should not be blank«, wenn ich dort ver­such­te, ein neu­es an­zu­le­gen.

Ver­blüf­fen­der­wei­se ant­wor­te­te der Sup­port schnell (das ken­nen wir ja auch an­ders), al­ler­dings wies die Ant­wort be­reits dar­auf hin, dass die Be­trei­ber ih­ren Shop nach all den Jah­ren im­mer noch nicht im Griff ha­ben:

ich habe den Feh­ler ge­fun­den, lei­der war Ihr Pro­fil bei uns im »neu­en« Shop noch nicht voll­stän­dig ge­pflegt. Ich habe dies eben für Sie nach­ge­pflegt. Bit­te se­hen Sie sich Ihre Da­ten aber auch noch mal an, nicht das es hier zu ei­nem Feh­ler kommt. Wenn Sie jetzt noch mal ver­su­chen das Pass­wort zu­rück­zu­set­zen, soll­ten Sie hier­bei kei­ne Pro­ble­me mehr ha­ben

Tat­säch­lich konn­te ich mich jetzt ein­log­gen. Die Mi­gra­ti­on der Kun­den­kon­ten hat­te al­ler­dings of­fen­sicht­lich nicht kor­rekt funk­tio­niert, wenn da erst noch ein Mit­ar­bei­ter an­fas­sen muss­te.

Al­ler­dings liegt da noch viel mehr im Ar­gen, denn im Pu­blisher-Kon­to traf mich dann fast der Schlag.

Zum ei­nen sind tat­säch­lich nur Ab­satz­zah­len aus 2017 sicht­bar. Das ist ganz si­cher nicht kor­rekt, denn die Be­trei­ber bie­ten mei­ne eBooks seit dem In­ha­ber­wech­sel an, und es soll­te eine lücken­lo­se Auf­li­stung über alle Jah­re ge­ben, nicht nur über 2017 (das Ein­stell­da­tum kann man im Backend se­hen). Wie das recht­lich zu be­wer­ten ist, wer­de ich noch ver­su­chen in Er­fah­rung zu brin­gen.

Zum an­de­ren – und das ist ab­so­lut un­fass­bar – stand an den bei­den An­tho­lo­gi­en DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – ÆTHER­GARN und DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – GE­SCHICH­TEN AUS DEM ÆTHER ein Preis von ei­nem Euro.

Und das ob­wohl ich die eBooks ko­sten­los un­ter CC-Li­zenz in den Shop ein­ge­stellt hat­te. Zu kei­ner Zeit habe ich die­sen Preis ge­än­dert. Die Preis­än­de­rung hat also der Be­trei­ber von Beam eBooks durch­ge­führt, und zwar ohne mich zu fra­gen.

Das ist nichts an­de­res als eine Frech­heit und ganz si­cher recht­lich mehr als frag­wür­dig. Auch dann, wenn es sich um ei­nen tech­ni­schen Feh­ler han­delt.

Ich habe jetzt noch­mals den Sup­port an­ge­fragt, wie ich an die Da­ten von vor 2017 kom­me und war­um sie uni­la­te­ral und ohne Rück­spra­che ir­gend­wel­che fal­schen Prei­se für eBooks ein­stel­len. Über die Ant­wor­ten wer­de ich hier in­for­mie­ren.

Un­fass­bar. #neu­land-Fir­men …

[Up­date] die Ant­wort:

alle Ver­käu­fe die vor dem 1.1.2017 ge­lau­fen sind, kann ich Ih­nen ger­ne aus dem al­ten Sy­stem her­aus­zie­hen. Für wel­chen Zeit­raum feh­len Ih­nen Ab­rech­nun­gen?
Wir spie­len ei­gent­lich nur Prei­se aus die uns so in das Sy­stem ein­ge­pflegt wur­den, viel­leicht kön­nen Sie mir kurz er­klä­ren wo hier ge­nau das Pro­blem liegt. Sie er­rei­chen mich te­le­fo­nisch auch un­ter 0221 / xxxx-xxxx, dass macht es viel­leicht leich­ter.

Nein, das wer­de ich ganz si­cher nicht te­le­fo­nisch klä­ren, denn dann feh­len mir jeg­li­che Be­le­ge. Ich habe die jetzt auf­ge­for­dert, mir sämt­li­che Verkäufe/Nichtverkäufe/Abrechnungen seit der Shop­über­nah­me im Sep­tem­ber 2014 zur Ver­fü­gung zu stel­len und noch­mal ge­fragt, wie sie dazu kom­men, an­de­re als die von mir ge­nann­ten Prei­se ein­zu­stel­len.

[Up­date] Of­fen­bar ist der neue Shop noch ka­put­ter, als man an­neh­men könn­te, denn wäh­rend mir im Backend für die bei­den Bü­cher ein Preis von je­weils ei­nem Euro an­ge­zeigt wird, ist der Preis im Front­end, also im Shop, 0,00 Euro, also kor­rekt. Den­noch ist die tech­ni­sche Um­set­zung of­fen­sicht­lich man­gel­haft.

Becky Chambers THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET für 99 Cent (Kindle)

Becky Chambers THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET für 99 Cent (Kindle)

Ich bin ge­ra­de eher zu­fäl­lig dar­über ge­stol­pert, als ich an­der­wei­tig auf Ama­zon un­ter­wegs war, und sie mir das als »an­de­re Kun­den kauf­ten auch« an­dien­ten.

Becky Cham­bers´ gran­dio­sen SF-Ro­man THE LONG WAY TO A SMALL, AN­GRY PLA­NET gibt es der­zeit bei Ama­zon als eBook für den Kind­le für sa­gen­haf­te 99 Cent. Und das lohnt sich, wer mehr dar­über wis­sen möch­te, kann sich mei­ne Re­zen­si­on zum Ro­man durch­le­sen.

Üb­ri­gens hat­te Becky Cham­bers über Jah­re ver­sucht, ei­nen Ver­lag für ihre Ge­schich­te zu fin­den und sie ha­ben alle ab­ge­lehnt, weil »liest eh kei­ner, ver­le­gen wir nicht«. Erst nach­dem sie ihn im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­lich­te, er or­dent­lich vi­ral ging und Stück­zah­len ver­kauf­te, wur­de auf ein­mal doch ein Ver­lag wach (und er­höh­te den Preis so­fort deut­lich). Jetzt also für 99 Cent. Zu­grei­fen (und wer kei­nen Kind­le hat: Die Ta­schen­buch­fas­sung ist mit 7,99 für 432 Sei­ten eben­falls ein Schnäpp­chen).

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Hod­der & Stough­ton

Interview bei Skoutz

Interview bei Skoutz

Ich wur­de wie­der ein­mal in­ter­viewt. Dies­mal von Kay Noa von Skoutz, der Platt­form, die die gleich­na­mi­gen Awards ver­leiht. Da ist die von mir her­aus­ge­ge­be­ne An­tho­lo­gie DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – ME­CHA­NI­SCHE GEI­STER er­freu­li­cher­wei­se auf der Short­list ge­lan­det, soll­te ich mich ei­ni­gen Fra­gen dazu und zu ver­wand­ten The­men wie dem Her­aus­ge­ben von An­tho­lo­gi­en, Spu­ren von Steam­punk, gro­ßen Ver­la­gen oder De­sign­ka­ta­stro­phen stel­len.

Was dar­aus ge­wor­den ist, kann man in die­sem Ar­ti­kel nach­le­sen.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right skoutz.de

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

In der Rei­he BAKER STREET TA­LES ist im Arun­ya-Ver­lag eine wei­te­re No­vel­le er­schie­nen. Sie wur­de von Bar­ba­ra Büch­ner ver­fasst und trägt den Ti­tel SHER­LOCK HOL­MES UND DIE RUI­NEN VON ROUGE­MONT. Zum In­halt:

Spur­los ver­schwin­den der Rei­he nach neun Men­schen in ei­nem ver­fal­le­nen Glas­haus nahe den Klip­pen von Ca­lais. Die Leu­te von Rouge­mont schrei­ben die Er­eig­nis­se dem bös­ar­ti­gen Geist des frü­he­ren Be­sit­zers zu, wäh­rend Dok­tor Wat­s­on ei­nen Bo­ta­ni­ker zum See­len­le­ben der Pflan­zen be­fragt und Sher­lock Hol­mes zur all­ge­mei­nen Über­ra­schung ei­nen Gei­ster­be­schwö­rer en­ga­giert. Eine kör­per­lo­se Stim­me ver­rät die Lö­sung …

Die No­vel­le ist aus­schließ­lich als eBook er­hält­lich, eine Prin­t­aus­ga­be wäre ca. 70 Sei­ten stark, es ko­stet 2,99 Euro. Die Co­ver­ge­stal­tung samt Co­ver­gra­fik so­wie In­nen­il­lu­stra­tio­nen stam­men von Shi­ko­mo.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Arun­ya-Ver­lag

Erschienen bei Periplaneta: KALION – DIE DUNKLE WUNDE

Erschienen bei Periplaneta: KALION – DIE DUNKLE WUNDE

Als Fort­set­zung des er­sten Ban­des KA­LI­ON – DIE LAUT­LO­SE WOGE er­schien so­eben bei Pe­ri­pla­ne­ta die Fort­set­zung KA­LI­ON – DIE DUNK­LE WUN­DE von Aleš Pickar. Für das High Fan­ta­sy-Epos hat der Au­tor eine apo­ka­lyp­tisch-mit­tel­al­ter­li­che Welt mit ei­ge­ner Spra­che, Hi­sto­rie und so­zia­len Struk­tu­ren er­schaf­fen.

Klap­pen­text:

Un­ter dem ge­bro­che­nen Glanz des Stil­len Mah­ners am Fir­ma­ment dräut gro­ßes Un­heil. Denn die Pe­le­o­ri schla­gen die Kriegs­trom­meln – was nie­mand so recht ernst neh­men will. Das Volk ver­gnügt sich wei­ter­hin sorg­los in Are­nen und Freu­den­häu­sern, nur ein zier­li­ches Mäd­chen, dem die Göt­tin Nio­be er­schie­nen ist, pre­digt Ent­halt­sam­keit. Die ei­gen­sin­ni­ge Prin­zes­sin Li­ne­de­ri­on trifft nach lan­ger Rei­se auf ih­ren Bräu­ti­gam, al­ler­dings ist der Herr­scher des Ost­reichs an­ders als er­war­tet. Wäh­rend­des­sen treibt Tau­sen­de Mei­len ent­fernt die Schwä­ge­rin des Kö­nigs Bel­kar ihre um­stürz­le­ri­schen Plä­ne vor­an. Doch alle Mäch­ti­gen des rau­en Kon­ti­nents Ne­roê ent­sen­den in die­sen Zei­ten heim­lich Spit­zel, As­sas­si­ne und Le­ga­ten. Wer kann es da wa­gen, zwi­schen ehr­li­cher Hin­ga­be und eil­fer­ti­ger Dienst­be­flis­sen­heit, zwi­schen Freund und Feind zu un­ter­schei­den …

Die Prin­t­aus­ga­be ist 330 Sei­ten stark und liegt als Klap­pen­bro­schur im For­mat 20,6 x 13,5 cm vor (ISBN: 978–3-95996–042-7), sie ko­stet 14,90 Euro. Das eBook (ISBN: 978–3-95996–043-4) ist zum Preis von 7,99 Euro er­hält­lich.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Pe­ri­pla­ne­ta

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Es scheint noch Er­klä­rungs­be­darf zur Aus­schrei­bung zu REI­SE­ZIEL UTO­PIA zu ge­ben, denn es tauch­ten di­ver­se Fra­gen auf, die ich im Fol­gen­den zu klä­ren ver­su­che.

Nein, es muss nicht al­les »Frie­de, Freu­de, Ei­er­ku­chen« sein. Es geht um eine grund­sätz­lich po­si­ti­ve Ge­sell­schaft in der Zu­kunft. Dass auch die nicht ohne Kon­flik­te aus­kommt, er­klärt sich von selbst. Zwei Bei­spie­le:

In STAR TREK han­delt es sich frag­los um eine po­si­ti­ve Uto­pie. Der größ­te Teil der Men­scheit und der För­de­ra­ti­on ist to­le­rant und of­fen. Ei­gen­hei­ten un­ter­schied­li­cher Spe­zi­es in­ner­halb der Völ­ker­ge­mein­schaft sieht man als Be­rei­che­rung und ver­sucht, auch mit den schwie­ri­ge­ren da­von zu­recht zu kom­men. Dass es den­noch Rei­bun­gen ge­ben kann und wird, wenn bei­spiels­wei­se ein lo­gi­scher Vul­ka­nier auf ei­nen emo­tio­na­len Men­schen trifft, ist klar und war Grund­la­ge di­ver­ser Plots. Eben­so klar ist, dass es äu­ße­re Ge­gen­spie­ler wie Klin­go­nen, Ro­mu­la­ner, Borg oder Fe­ren­gi gibt – und selbst bei de­nen be­müht man sich eher um Ver­ständ­nis und fried­li­ches Zu­sam­men­le­ben. Das klappt aber nicht im­mer, und dann spre­chen auch mal die Waf­fen. Trotz­dem ist STAR TREK in der Prime-Zeit­li­nie ge­ra­de­zu ein Pa­ra­de­bei­spiel für eine po­si­ti­ve Uto­pie. nein, es darf lei­der kei­ne Fan­fic­tion ein­ge­reicht wer­den.

Eben­falls zu nen­nen wä­ren Alan Dean Fo­sters Ro­ma­ne aus dem Hu­manx-Uni­ver­sum. Men­schen und in­sek­to­ide Thranx ha­ben es ge­schafft, trotz an­fäng­lich schwe­rer Res­sen­ti­ments und Ur­äng­sten eine ge­mein­sa­me Zi­vi­li­sa­ti­on auf­zu­bau­en, die auf den er­sten Blick po­si­tiv uto­pisch ist. Dass es auf Hin­ter­wäld­ler­pla­ne­ten an­ders aus­se­hen kann, ist in ei­nem SF-Set­ting so, aber dann wer­den halt In­spek­to­ren (Po­li­zi­sten) ge­schickt, die nach dem Rech­ten se­hen. Und auch da gibt es Ant­ago­ni­sten in Form der bie­sti­gen Ech­sen­ras­se A´Ann oder Kom­pli­ka­tio­nen durch pla­ne­ta­re Be­son­der­hei­ten oder kos­mi­sche Phä­no­me­ne.

Hin­ter­grund der Idee ist die Sci­ence Fic­tion, die ge­schrie­ben wur­de, be­vor Dys­to­pi­en en vogue wur­den: eine po­si­ti­ve Sicht auf die Zu­kunft, auf die ge­sell­schaft­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung und die Tech­nik. Oder neue Mo­del­le des Zu­sam­men­le­bens.

Kei­ne Uto­pi­en sind bei­spiels­wei­se Ge­sell­schaf­ten die kom­plett glück­lich sind, weil sie im Dau­er­dro­gen­rausch exi­stie­ren, oder weil sie von ir­gend­wel­chen re­li­giö­sen Ka­sten un­ter­drückt wer­den, die ih­nen auf­ok­tro­ie­ren, dass sie tooo­tal glück­lich sind, weil Gott das so will.

Die Uto­pie soll­te schon echt sein. Uto­pi­en müs­sen nicht kon­flikt­frei sein. Kon­flik­te könn­ten bei­spiels­wei­se auch dar­aus ent­ste­hen, dass je­mand ver­sucht, die Ge­sell­schaft zum Schlech­te­ren zu ver­än­dern, und dass es da­ge­gen Wi­der­stand gibt. Oder dass eine uto­pi­sche Ge­sell­schaft auf eine Pro­be ge­stellt wird, weil sie nicht von ih­ren Prin­zi­pi­en las­sen will, ob­wohl das Nach­tei­le be­deu­ten könn­te – aber auch da kommt man am Ende ge­stärkt her­aus her­vor.

Der Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le.

Wer sie bis­her über­se­hen hat: Zur Aus­schrei­bung geht es hier lang.

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Mit DIE AUS­ER­WÄHL­TEN ist der zwei­te Band aus der Sci­ence Fic­tion-Rei­he AR­MA­TIN von Ma­thi­as Leo­pold er­schie­nen.

Wäh­rend es im er­sten Band, DIE OR­LA­SIER, um die Er­for­schung ei­ner na­he­zu er­lo­sche­nen Spe­zi­es von ge­nia­len Gen­tech­ni­kern ging, wen­det sich Leo­pold im zwei­ten Band dem ge­sam­ten Völ­ker­bund »Ge­mein­schaft« zu: Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Mis­si­on oder eine Ver­tei­di­gung, al­les scheint auf dem Spiel zu ste­hen. Mit den »Aus­er­wähl­ten«, ei­ner Grup­pe von nicht nä­her be­zeich­ne­ten über­mäch­ti­gen We­sen, wird eine der Par­tei­en vor­ge­stellt, die die Ge­schicke des Bun­des len­ken und die Macht an sich rei­ßen wol­len. Ihr Mot­to ist die Er­ret­tung der Ge­mein­schaft, aber ihre Me­tho­den pas­sen nicht dazu. Den Aus­er­wähl­ten, die im Ver­bor­ge­nen ar­bei­ten, ge­lingt es mehr und mehr, das Ge­fü­ge zu de­sta­bi­li­sie­ren und ihre ei­ge­nen Leu­te an die Macht zu brin­gen, im Ver­such, eine neue Ge­sell­schaft zu er­schaf­fen. Den Toach, ei­ner tech­ni­sche Le­bens­form und Grün­dungs­mit­glied der klas­si­schen Ge­mein­schaft, kommt da­bei eine be­son­de­re Rol­le zu, aber auch die Macht­ver­schie­bung auf der Hei­mat­welt der Men­schen, Ar­ma­tin, geht auf das Kon­to der Aus­er­wähl­ten.
Das Buch be­glei­tet er­neut das gi­gan­ti­sche Raum­schiff Pul­sar auf ver­schie­de­nen Mis­sio­nen wie zum Bei­spiel der Ver­tei­di­gung ge­gen die vor­rücken­den Fe­nor oder Ret­tungs­mis­sio­nen für die Di­jyu. Die Pul­sar ist da­bei im­mer im Zen­trum der Macht und Ka­pi­tä­nin Mi­gasch­scher wird mehr und mehr zu ei­ner der eng­sten Ver­trau­ten der neu­en Re­gie­rung.

Die Print­ver­si­on als Ta­schen­buch ko­stet 16,99 Euro (ISBN 978–3-7448–1956-5), die eBook-Fas­sung (ISBN 978–3-7448–7821-0) schlägt mit 6,99 Euro zu Bu­che.

Bis zum 20.06. ist das eBook zu ei­nem Ak­ti­ons­preis von €4,99 statt €6,99 zu ha­ben.

Co­ver Co­py­right Ma­thi­as Leo­pold

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Ne­ben Com­pu­ter­spie­len bringt Hum­ble Bund­le auch im­mer wie­der mal eBook-Pa­ke­te her­aus. Jetzt gibt es ein neu­es und das ist se­hens­wert, denn es ent­hält aus­schließ­lich Bü­cher von SF-Au­to­ren, die schon mal den Ne­bu­la Award ge­won­nen ha­ben.

Und das liest sich wie ein Who Is Who, denn da­bei sind un­ter an­de­rem:

Ge­or­ge R.R. Mar­tin, Shei­la Finch, Howard Wald­rop, Eliza­beth Ann Scar­bo­rough, Kel­ly Link, Har­lan El­li­son, Ray Brad­bu­ry, Neil Gai­man, John Brun­ner, Ro­ger Zelaz­ny, Frank Her­bert und noch di­ver­se an­de­re mehr.

Wer das kom­plet­te Pa­ket al­ler eBooks ha­ben möch­te, muss 20 Dol­lar aus­ge­ben und er­hält da­für gan­ze 40 (!) be­mer­kens­wer­te Bü­cher aus dem Be­reich SF und Phan­ta­stik. Man kann aber auch deut­lich we­ni­ger aus­ge­ben und dann eben nur Tei­le des Ge­samt­pa­kets be­kom­men.

Er­neut ein gran­dio­ses Bund­le – eine Ak­ti­on, die in Deutsch­land dank der fos­si­len Buch­preis­bin­dung lei­der un­mög­lich wäre.

Alle In­for­ma­tio­nen zum »Hum­ble Bund­le Su­per Ne­bu­la Aut­hor Show­ca­se« auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­sei­te.

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Es geht in den letz­ten Ta­gen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald und auch in Deutsch­land wer­den die an­geb­li­chen Ver­kaufs­ein­brü­che beim eBook von be­stimm­ten Prot­ago­ni­sten gern auf­ge­nom­men und freu­de­strah­lend ver­brei­tet. Denn tat­säch­lich hält man ins­be­son­de­re bei gro­ßen Ver­la­gen eher nichts von den di­gi­ta­len Buch­va­ri­an­ten, kan­ni­ba­li­sie­ren die­se doch an­geb­lich die Tot­holz­ver­käu­fe. Und über­haupt: Da sind die­se un­dank­ba­ren Le­ser noch nicht mal be­reit, die an­ge­sag­ten Mond­prei­se für Elek­tro­bü­cher zu zah­len.

Des­we­gen ver­brei­tet man die Zah­len gern und freut sich dar­über, dass an­geb­lich die Men­ge an ver­kauf­ten und ge­le­se­nen eBooks zu­rück­geht.

Doch tat­säch­lich lügt man sich (und an­de­ren) ein­fach mal in die Ta­sche, denn den ge­nann­ten Zah­len fehlt es an Sub­stanz – wenn man die Rea­li­tä­ten be­trach­tet, sieht das ganz an­ders aus.

Jan Tiß­ler be­trach­tet das Sze­na­rio in ei­nem Ar­ti­kel auf Me­di­um – und kommt zu ganz an­de­ren Schlüs­sen, als sie von Buch­bran­che und Qua­li­täts­me­di­en kol­por­tiert wer­den. Über­aus le­sens­wert. Und im Prin­zip ja ganz ähn­lich wie das, was ich hier schon lan­ge sage: Dass die Sta­ti­sti­ken der Prot­ago­ni­sten der Buch­bran­che nicht die Rea­li­tät ab­bil­den, son­dern nur ei­nen klei­nen Aus­schnitt da­von. Und des­we­gen soll­te man de­ren Ab­satz­zah­len äu­ßerst skep­tisch be­trach­ten – und mal dar­über nach­den­ken, war­um sie eBooks so gern für tot er­klä­ren möch­ten …

Dank an Kri­sti­an Köhn­topp fürs Fin­den.

p.s.: Er­gän­zend in­ter­es­sant dazu die Sta­ti­sti­ken für die Jah­re 2014 bis 2016 auf authorearnings.com und der Text im di­gi­tal­pu­bli­shin­gre­port (ab Sei­te 7), der sich auf Zah­len von Hugh How­ey und »Data Guy« be­zieht.