Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on ar­bei­tet be­reits seit län­ge­rem an Ver­ord­nun­gen, die da­für sor­gen, dass es kein Geo­blocking von Kun­den mehr gibt. Da­mit könn­te man dann eu­ro­pa­weit Ge­rä­te und Dienst­lei­stun­gen ein­kau­fen, ohne dass ei­nem da­bei Fil­ter in die Que­re kom­men, die ei­nen ba­siert auf dem Land, aus dem man stammt, blockie­ren. Man nennt die­sen Vor­gang Geo­blocking.

Das soll an­ge­sichts der Rea­li­tä­ten in ei­ner di­gi­ta­li­sier­ten, glo­ba­li­sier­ten In­ter­net­welt ab­ge­schafft wer­den, und das ist auch gut so, denn es ist nicht ein­zu­se­hen, war­um eu­ro­päi­scher Bin­nen­markt oder Glo­ba­li­sie­rung im­mer nur Fir­men zu­gu­te kom­men sol­len, aber nicht Ver­brau­chern.

Doch dank mas­si­ver Lob­by­ar­beit un­ter an­de­rem des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, sol­len eBooks ex­pli­zit von der Geo­blocking-Ver­ein­ba­rung aus­ge­schlos­sen blei­ben. Ei­nen sach­li­chen Grund da­für gibt es au­ßer Pfrün­de­si­che­rung nicht, au­ßer viel­leicht die Angst, dass die fos­si­le und längst über­flüs­sig ge­wor­de­ne Buch­preis­bin­dung auf­ge­weicht wer­den könn­te.

Als Be­grün­dung wird da­bei un­ter an­de­rem tat­säch­lich an­ge­bracht, dass

»auf­grund na­tür­li­cher Sprach­bar­rie­ren zwi­schen den Län­dern Ver­käu­fe über Gren­zen hin­aus oh­ne­hin ge­ring blie­ben, und die not­wen­di­gen tech­ni­schen In­ve­sti­tio­nen, um über Gren­zen hin­weg zu ver­kau­fen zu hoch wä­ren«

… und da­durch klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men ge­zwun­gen wür­den, aus dem Ver­kauf von Bü­chern aus­zu­stei­gen.

Das ist na­tür­lich dum­mes Ge­schwätz, denn die Pro­ble­me, über Gren­zen hin­weg Wa­ren zu ver­kau­fen, hat jede Bran­che, nicht nur der Buch­han­del. Und wenn die grenz­über­grei­fen­den Ver­käu­fe tat­säch­lich nicht ins Ge­wicht fal­len, wäre das in mei­nen Au­gen so­gar eher ein Grund da­für, eu­ro­pa­wei­tes Ver­kau­fen von eBooks zu er­mög­li­chen. Das mit den klei­nen Un­ter­neh­men ist Au­gen­wi­sche­rei und falsch, im Rah­men des grenz­über­grei­fenen An­bie­tens von Dienst­lei­stun­gen, das vor ei­ni­gen Jah­ren ein­ge­führt wur­de, hat der Ge­setz­ge­ber oh­ne­hin ver­ein­fach­te Mög­lich­kei­ten für klei­ne An­bie­ter ge­schaf­fen, um mit den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben bei­spiels­wei­se in Sa­chen Um­satz­steu­er zu­recht zu kom­men (Stich­wort: One-Stop-Shop). Und wenn so ziem­lich je­der klei­ne Krau­ter das in­zwi­schen kann, dann soll­ten es auch Buch­händ­ler auf die Ket­te be­kom­men kön­nen. Aber die ver­schla­fen ja lie­ber auf ih­rem sanf­ten Kis­sen na­mens Buch­preis­bin­dung wei­ter­hin die Di­gi­ta­li­sie­rung – und die­se Ein­fluss­nah­me auf EU-Ver­ord­nun­gen soll da­für sor­gen, dass sie auch nicht auf­wa­chen müs­sen.

Grund für die Ein­wir­kung auf die Po­li­tik dürf­te in mei­nen Au­gen eher sein, dass nicht-deutsch­spra­chi­ge eBooks in Deutsch­land maß­los über­teu­ert sind, und in an­de­ren Län­dern er­heb­lich gün­sti­ger ge­kauft wer­den könn­ten, so­gar zum Teil noch gün­sti­ger als hier­zu­lan­de oh­ne­hin be­reits bei Ama­zon.

Dass die EU-Po­li­tik vor der Buch­lob­by ein­ge­knickt ist, fin­de ich of­fen ge­sagt zum Kot­zen.

p.s.: Mit der Hil­fe von VPNs kann man Geo­blocking mehr oder we­ni­ger le­gal um­ge­hen (mög­li­cher­wei­se un­ter­sa­gen die AGB des je­wei­li­gen An­bie­ters das).

Erschienen: HEXER STANLEY CHRONIKEN IV

Erschienen: HEXER STANLEY CHRONIKEN IV

Em­me­rich Books & Me­dia hat die HE­XER STAN­LEY CHRO­NI­KEN IV ver­öf­fent­licht, ein wei­te­rer Band aus der Werk­aus­ga­be H. J. Müg­gen­burgs. Die Ori­gi­nal­ro­ma­ne er­schie­nen zwi­schen 1973 und 1981 im Zau­ber­kreis-Ver­lag.

Vier Jahr­zehn­te schlum­mer­ten die Ma­nu­skrip­te in den »Grüf­ten« der Ar­chi­ve.
Nun wer­den sie zu neu­em Le­ben er­weckt! Sir Stan­ley, Groß­mei­ster der
Wei­ßen Loge, be­kämpft das or­ga­ni­sier­te Böse welt­weit! Un­ter­stützt von
sei­ner Frau Anne und dem But­ler Ge­or­ge, ih­rer­seits Adep­ten der ma­gi­schen
Zünf­te, schickt er sei­ne dä­mo­ni­schen Wi­der­sa­cher dort­hin zu­rück, wo sie
hin­ge­hö­ren – und zwar end­gül­tig. Die Ro­ma­ne wa­ren schon zu Zei­ten der
Erst­ver­öf­fent­li­chung in den 70er-Jah­ren ein Ge­heim­tipp. Denn wo gab es
das schon: Hu­mor im Hor­ror-Gen­re!

Die To­des­zel­le des Dok­tor Quin­tus (»Im Hor­ror­kä­fig des Dr. Quin­tus« -
Sil­ber Gru­sel-Kri­mi Nr. 97, Zau­ber­kreis-Ver­lag, Ra­statt, 12.08.1975) ist
der sieb­te Ro­man der Rei­he und zeit­lich im Ja­nu­ar 1975 an­ge­sie­delt.
Mit­te Sep­tem­ber 1974 fand bei Chri­sties, dem welt­be­rühm­ten Lon­do­ner
Auk­ti­ons­haus, eine Ver­stei­ge­rung statt. Un­ter den Ham­mer kam der Nach­laß
ei­nes eng­li­schen Ari­sto­kra­ten. Der alte Herr hat­te we­ni­ge Tage zu­vor mit
sei­nem Le­ben ab­ge­schlos­sen, und sei­ne Er­ben konn­ten mit der
Hin­ter­las­sen­schaft nichts an­fan­gen. Also ver­sil­ber­ten sie sie. Un­ter der
Erb­mas­se be­fan­den sich ei­ni­ge Bü­cher von un­schätz­ba­rem Wert. Ei­nes da­von
war die Schwar­ze Ma­gie von Ro­bert Ca­ven­dish. Die­ses Werk fand für sage
und schrei­be tau­send­sechs­hun­dert Pfund ei­nen Lieb­ha­ber. All das stand am
näch­sten Tag in den Zei­tun­gen, doch es war nicht in Er­fah­rung zu
brin­gen, wer das Buch er­wor­ben hat­te. Der be­tuch­te Käu­fer blieb an­onym …

Die Pup­pen (»Die Mon­ster­pup­pen« – Sil­ber Gru­sel-Kri­mi Nr. 92,
Zau­ber­kreis-Ver­lag, Ra­statt, 03.06.1975)
Das Aben­teu­er wur­de bei Zau­ber­kreis als vier­ter Ro­man in­ner­halb der
Se­rie ver­öf­fent­licht. Da die Hand­lung im Ori­gi­nal­ma­nu­skript auf Mai 1975
da­tiert ist, brin­gen wir ihn in­ner­halb der Chro­ni­ken an ach­ter Stel­le.
Das Ding krab­bel­te Ecke Fifth Ave­nue und 34. Stra­ße aus ei­nem Gul­ly. Das
war di­rekt vor dem Schau­fen­ster Num­mer ein­und­vier­zig von Macy’s, in dem
eine elek­tro­ni­sche Schau­fen­ster­pup­pe ge­ra­de ihre Knie­beu­gen mach­te. Das
Ding hat­te al­ler­dings kei­ne Au­gen für die­ses Wun­der der mo­der­nen
De­ko­ra­ti­ons­tech­nik. Es blick­te sich statt­des­sen wild und ge­hetzt um. Es
war fast vier Uhr mor­gens, und die Stra­ßen in New York wa­ren um die­se
Zeit recht leer. Aus der Fer­ne er­klang das Mo­to­ren­ge­brumm ei­ner
Kehr­ma­schi­ne. Das Ding wisch­te sich übers Ge­sicht und setz­te sich in
Be­we­gung. Mit trip­peln­den Schrit­ten lief es über den Asphalt. Die Stra­ße
war an die­ser Stel­le fast fünf­zig Me­ter breit. Als das Ding in der Mit­te
der Fahr­bahn an­ge­kom­men war, pas­sier­te es …

Das Buch ent­hält ein Vor­wort von H. H. von All­wör­den, in den An­hän­gen fin­det man Ab­drucke der Ori­gi­nal-Ti­tel­bil­der, ein Kurz­por­trait des Au­tors, so­wie ein Kurz­por­trait der Co­ver-Il­lu­stra­to­rin Bea­te Ro­cholz.

Die Print­fas­sung hat ei­nen Um­fang von 20,3 x 12,7 x 1,6 cm und ist 256 Sei­ten stark, man er­hält sie di­rekt beim Ver­lag oder via Ama­zon zum Preis von 12,95 Euro. Die eBook-Fas­sung gibt es bei Ama­zon, sie ko­stet 4,95 Euro.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

Erschienen: ALKATAR – DER ERBE von Anja Fahrner

Erschienen: ALKATAR – DER ERBE von Anja Fahrner

Bei Em­me­rich Books & Me­dia ist ge­stern der zwei­te Ro­man aus der AL­KA­TAR-Rei­he von Anja Fahr­ner er­schie­nen. Er trägt den voll­stän­di­gen Ti­tel AL­KA­TAR – DER ERBE. Zum In­halt:

Pla­net Zadeg, 2592 – 500 Jah­re nach dem Schei­tern der Men­schen­mis­si­on be­herr­schen rei­che Händ­ler mit Hil­fe des Mi­li­tärs eine pri­mi­ti­ve Welt der Ar­mut. Um ihre Wa­ren­kon­vois vor den men­schen­fres­sen­den Krea­tu­ren in der Wild­nis zu schüt­zen, züch­ten sie Krie­ger­skla­ven mit über­mensch­li­chen Fä­hig­kei­ten.
Ei­ner ih­rer Krie­ger­skla­ven ist Al­van, ein Kämp­fer mit au­ßer­ge­wöhn­lich aus­ge­präg­ten Sin­nen. Als eine ge­heim­nis­vol­le Händ­le­rin Kon­takt zu ihm auf­nimmt, um ihn über sei­ne wah­re Her­kunft auf­zu­klä­ren, ver­wehrt er sich ih­ren Wor­ten. Kurz dar­auf sen­det ihn ein du­bio­ser Of­fi­zier al­lein in die von Be­sti­en ver­seuch­ten Rui­nen ei­ner un­be­kann­ten Kul­tur, um eine Frau­en­grup­pe zu be­frei­en. Die ver­meint­li­che To­des­mis­si­on wird zu ei­ner Rei­se in eine frem­de Welt, zur Be­geg­nung mit ei­ner er­schüt­tern­den Wahr­heit.

Band zwei kann auch ohne Vor­kennt­nis­se des er­sten Bu­ches ge­le­sen wer­den, Eben­falls im Buch ent­hal­ten ist die Kurz­ge­schich­te DIE ER­BEN DER VER­BANN­TEN, wel­che bis­lang nur als se­pa­ra­tes E-Book er­schien, so­wie ein In­ter­view mit der Au­to­rin.

Das Ta­schen­buch hat eine Grö­ße von 20,3 x 12,7 x 2,9 cm und ei­nen Um­fang von 448 Sei­ten. Es ko­stet 16,00 Euro. Die eBook-Fas­sung be­kommt man für fai­re 4,95 Euro. Be­zie­hen kann man die Print­fas­sung über die Ver­lags­sei­te oder via Ama­zon, das eBook gibt es eben­falls bei Ama­zon.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

Humble Book Bundle: Stellar SF & Fantasy für kleines Geld

Humble Book Bundle: Stellar SF & Fantasy für kleines Geld

Phan­ta­stik-Freun­de mit ei­nem eBook-Re­ader auf­ge­merkt: Bei Hum­ble Bund­le gibt es mal wie­der ei­nen »Sta­pel« eBooks aus dem Be­reich SF & Fan­ta­sy für klei­nes Geld.

Ent­hal­ten sind Bü­cher zahl­lo­ser nam­haf­ter Au­to­ren, wie bei­spiels­wei­se Jeff Van­der­Meer, Pe­ter S. Bea­gle, Tad Wil­liams, Pa­tri­cia A. McKil­lip, Bruce Ster­ling, Cory Doc­to­row, Alas­ta­ir Rey­nolds, Bran­don San­der­son und Nan­cy Kress.

Die eBooks sind selbst­ver­ständ­lich DRM-frei und lie­gen als pdf, mobi (Kind­le) so­wie epub vor.

Wie im­mer gibt es ver­schie­de­ne Be­zahl-Stu­fen für die man un­ter­schied­li­che eBook-Pa­ke­te er­hält. Das Gan­ze be­ginnt bei ei­nem Dol­lar (un­ge­fähr 0,85 Euro), um alle Bü­cher zu be­kom­men, muss man 18 Dol­lar (ca. 15,32 Euro) be­rap­pen.

Alle De­tails auf der Sei­te von Hum­ble Bund­le.

PERRY RHODAN-EXTRA 16: DIE PHANTOME VON EPSAL

PERRY RHODAN-EXTRA 16: DIE PHANTOME VON EPSAL

Mor­gen, also am 24. No­vem­ber 2017, er­scheint ein neu­es Heft aus der Rei­he PER­RY RHO­DAN-EX­TRA. Es trägt die Num­mer 16 und den Ti­tel DIE PHAN­TO­ME VON EP­SAL, ver­fasst hat den Ro­man Mi­cha­el Mar­cus Thur­ner. Wie der Ti­tel be­reits ver­mu­ten lässt, geht es um den Pla­ne­ten Ep­sal und so­ge­nann­te »Um­welt­an­ge­pass­te«.

Prot­ago­nist Per­ry Rho­dan  wird bei ei­nem Be­such auf dem fer­nen Pla­ne­ten Ep­sal zum Zeu­gen ei­nes Ter­ror­an­schlags, dem ein Mi­li­tär­putsch folgt. In der Fol­ge muss er un­ter­tau­chen und sich durch ver­las­se­ne Ge­bie­te schla­gen. Da­bei kommt er ei­nem Ge­heim­nis auf die Spur, an des­sen Ur­sprung er nicht un­schul­dig ist …

DIE PHAN­TO­ME VON EP­SAL ist 96 Sei­ten stark, das Ti­tel­bild schuf Dirk Schulz. Der Ro­man liegt als Hef­t­ro­man vor, der ko­stet EUR 2,95 und ist über den Zeit­schrif­ten­han­del zu be­zie­hen. Die eBook-Fas­sung ko­stet 1,99 Euro und kann bei al­len ein­schlä­gi­gen Por­ta­len ge­kauft wer­den.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Pa­bel-Mo­ewig Ver­lag KG

Neu als eBook: Fantasy-Roman ISHKOR von Peter Hohmann

Neu als eBook: Fantasy-Roman ISHKOR von Peter Hohmann

So­eben ist Pe­ter Hoh­manns Fan­ta­sy-Ro­man ISH­KOR er­schie­nen, er liegt aus­schließ­lich als eBook vor. Zum In­halt:

Ein Krie­ger aus ei­ner frem­den, mit­tel­al­ter­li­chen Welt, mit des­sen See­le man ver­schmilzt – ge­nau das pas­siert der Ge­schichts­stu­den­tin Mona Jo­hans­son, als sie bei Re­cher­chen für ihr Stu­di­um durch eine ma­gi­sche Ent­la­dung in eine an­de­re Welt ge­schleu­dert wird.
Fort­an hört sie die Stim­me von Kor­vas Weiß­wolf in ih­rem Kopf. Der ist un­ge­ho­belt, raub­ei­nig und Ver­fech­ter ei­nes an­ti­quier­ten Frau­en­bil­des. Den­noch muss sich das Ge­spann wi­der Wil­len zu­sam­men­rau­fen, denn Kor­vas´ Mis­si­on ist eng mit Mo­nas ei­ge­nem Schick­sal ver­wo­ben.
Mit neu ge­won­nen und sehr un­ter­schied­li­chen Ge­fähr­ten be­gibt sie sich auf eine Rei­se in die Tief­lan­de, wo nicht nur schau­ri­ge Krea­tu­ren hau­sen, son­dern einst die Göt­ter selbst ei­nen er­bit­ter­ten Kampf aus­foch­ten.
Aber im­mer­hin hat Mona mit Kor­vas ei­nen Be­glei­ter, der sie auf sei­ne ganz ei­ge­ne Art zu un­ter­stüt­zen weiß, wenn es mal wie­der brenz­lig wird …

Der Ro­man ist ein ziem­li­cher Zie­gel­stein, ge­druckt wäre das eBook ca. 1050 Sei­ten stark. Man er­hält es bei Ama­zon zum Preis von an­ge­sichts des Um­fangs gün­sti­gen 5,95 Euro. Das Co­ver ge­stal­te­te Mark Frei­er.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Mark Frei­er

Mimimi! – oder »Der Wert des geschriebenen Wortes«

Mimimi! – oder »Der Wert des geschriebenen Wortes«

Das Wort zum Sams­tag

Ak­tu­ell sehe ich wie­der ver­mehrt Jam­mer­posts von Self­pu­blishe­rIn­nen auf Face­book, die laut­stark ver­kün­den nie­mals (!!einself!!!1!) eBooks für 99 Cent ver­kau­fen zu wol­len. Der Wort­laut ist grob wie folgt:

»Mimi­mi! Ich wer­de mein eBook nicht für 99 Cent an­bie­ten! Es steckt doch so viel Herz­blut drin!!!einself! Wo bleibt denn da ’der Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes’?«

Dazu ei­ni­ge An­mer­kun­gen:

1.: Wer­be­ak­tio­nen sind ge­nau das: Wer­be­ak­tio­nen. Man kann tau­sen­de Eu­ro­nen aus­ge­ben, um eine An­zei­ge in ir­gend­ei­nem Kä­se­blatt zu schal­ten, die dann kei­ner sieht – oder die kei­nen in­ter­es­siert. Oder man ver­sucht eben durch eine Wer­be­ak­ti­on Sicht­bar­keit her­zu­stel­len. Die Dif­fe­renz zum üb­li­chen Ver­kaufs­preis ist dann eine ganz nor­ma­le Wer­be­in­ve­sti­ti­on, die kei­nes­wegs den ei­gent­li­chen Wert des Bu­ches ver­rin­gert.

2.: Wenn das eBook nicht ge­kauft wird, dann ist es völ­lig egal was es ko­stet: Was ist dann der »Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes«?

3.: Wenn das eBook den Um­fang ei­nes Hef­t­romans hat, kann 99 Cent ein durch­aus an­ge­mes­se­ner Preis sein.

4.: Schnell her­un­ter ge­schrie­be­ner Mas­sen­sch­monz ist viel­leicht auch nur 99 Cent wert, und das ist dann mög­li­cher­wei­se auch sinn­voll, wenn er sich da­für viel öf­ter ver­kauft als für 4,99 Eu­ro­nen.

5.: Wenn du dein eBook nicht für 99 Cent ver­kau­fen möch­test, dann ist das selbst­ver­ständ­lich dei­ne ei­ge­ne Ent­schei­dung. Pri­ma, mach es so! Aber war­um uns des­we­gen stän­dig lan­ge voll­tex­ten?

6.: »Der Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes« muss sich an zahl­lo­sen wei­te­ren Me­di­en mes­sen, bei­spiels­wei­se Fern­seh­se­ri­en, Fil­men, Com­pu­ter­spie­len – oder Apps für eben­falls 99 Cent. Mit de­nen steht man in der Gunst des Käu­fers in di­rek­ter Kon­kur­renz.

p.s.: Ich kann die Mimi­mi-Tex­te nicht mehr se­hen und hal­te sie für Jam­mer­posts, die nur Ver­käu­fe ge­ne­rie­ren sol­len (wie es die mei­sten Au­to­ren-Jam­mer­posts sol­len). Das ist eine mi­se­ra­ble – weil ner­vi­ge – Art von »Wer­bung«.

p.p.s.: Das gilt wei­test­ge­hend ge­nau­so üb­ri­gens auch für ko­sten­los-Ak­tio­nen

Storysammlung REISEZIEL UTOPIA: Die Reise beginnt

Storysammlung REISEZIEL UTOPIA: Die Reise beginnt

Der Aus­schrei­bungs­zeit­raum für die von Phan­ta­News und Edi­ti­on Ro­ter Dra­che aus­ge­schrie­be­ne Sto­ry­samm­lung REI­SE­ZIEL UTO­PIA ging (un-)passenderweise an Hallowe’en zu Ende.

Und was soll ich sa­gen? Ich bin völ­lig ge­flas­hed, denn es gin­gen ins­ge­samt 61 Ge­schich­ten da­für ein, und da­mit deut­lich mehr als für jede von mir her­aus­ge­brach­te An­tho­lo­gie zu­vor.

Uff.

Das be­deu­tet jetzt, dass eine Men­ge Ar­beit noch vor uns liegt, denn alle Ge­schich­ten müs­sen nun na­tür­lich ge­sich­tet und be­wer­tet wer­den. Aus Fair­ness­grün­den wer­den die Sto­ries vor dem Le­sen an­ony­mi­siert und ich muss sie nach der Aus­wer­tung na­tür­lich wie­der ih­ren Ver­fas­sern zu­ord­nen.

Ich bit­te um Ver­ständ­nis da­für, dass das Le­sen und Be­wer­ten auf­grund der Men­ge an Ein­sen­dun­gen (dan­ke da­für an alle Au­to­ren) ein we­nig dau­ern kann …

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fol­gen.

Edit: Man kann das Pro­jekt auch auf ei­ner Face­book-Sei­te ver­fol­gen.

Beam eBooks und das #neuland

Beam eBooks und das #neuland

Deut­sche Ver­la­ge ha­ben ist nicht so mit dem In­ter­net und zu­ge­hö­ri­gen Tech­no­lo­gi­en. Bei »Di­gi­ta­li­sie­rung« den­ken sie ver­mut­lich an Flynn, der vom MCP auf das Spiel­ra­ster ge­schickt wird …

Ich hat­te kürz­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich mich nicht mehr in mei­nen Beam-Ac­count ein­log­gen konn­te. Hier wie es wei­ter ging.

Es sind nur noch Um­satz­zah­len aus 2017 sicht­bar:

Die ha­ben ih­ren Shop von ei­ner »Agen­tur« er­neu­ern las­sen. Da­bei gin­gen alle Um­satz­zah­len aus den bei­den al­ten Shops ver­lo­ren, die kann man also nicht mehr ein­se­hen. Al­ler­dings sind sie ge­setz­lich ver­pflich­tet, ei­nen Nach­weis zu füh­ren, des­we­gen frag­te ich nach. Auf Nach­fra­ge kann ein Ser­vice­mit­ar­bei­ter dann auch tat­säch­lich die Da­ten aus den al­ten Shops zie­hen und sie ei­nem als CSV-Da­tei zur Ver­fü­gung stel­len. Man hät­te die Da­ten auch ein­fach mi­grie­ren kön­nen, das ist nun wirk­lich nicht schwer …
Lei­der kann man im neu­en Shop nur noch Um­sät­ze se­hen, kei­ne Down­loads mehr. Das ist umso är­ger­li­cher, als ich mit den er­sten bei­den Bän­den der STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN eBooks ko­sten­los un­ter Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz an­bie­te. Die Kon­zen­trie­rung auf Um­sät­ze scheint für ei­nen nur auf Ge­winn ori­en­tier­ten An­bie­ter wie Beam und Ba­stei Lu­eb­be ver­mut­lich lo­gisch. Für je­man­den, der auf mo­der­nen In­ter­net-Krem­pel wie CC-Li­zen­zen setzt, ist es das nicht im ge­ring­sten. Ich kann jetzt auf­grund der feh­len­den An­ga­ben über­haupt nicht mehr fest­stel­len, wie er­folg­reich die bei­den Bü­cher sind. Der Shop hat sich also tech­nisch ver­schlech­tert – und das nicht nur in die­sem Punkt:

Alle Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen sind weg:

Der Punkt muss in­halt­lich gar nicht wei­ter er­klärt wer­den. Auf Rück­fra­ge, war­um das so ist, er­hielt ich die Ant­wort:

die Be­wer­tun­gen konn­ten lei­der nicht in das neue Sy­stem über­nom­men wer­den, da sich die­ses grund­le­gend ver­än­dert hat.

Das ist eine der­ma­ßen dum­me Aus­re­de, dass es mich schau­dern lässt. Be­ruf­lich ma­che ich un­ter an­de­rem ge­nau das: Da­ten­mi­gra­ti­on zwi­schen ver­schie­de­nen Sy­ste­men, bei­spiels­wei­se Web­shops, des­we­gen weiß ich ge­nau, wie so et­was ab­geht, und dass die Ant­wort so schlicht falsch ist. Dass die Be­wer­tun­gen nicht über­nom­men wur­den kann mei­ner An­sicht nach drei Grün­de ha­ben:

  1. die be­auf­trag­te Agen­tur war dazu nicht in der Lage (was ein Ar­muts­zeug­nis wäre – ich kann das nicht glau­ben)
  2. Der Be­trei­ber (also in letz­ter Kon­se­quenz Ba­stei Lu­eb­be) woll­te den Auf­wand nicht zah­len
  3. Es hat beim Be­trei­ber kei­ner dran ge­dacht, das ins Pflich­ten­heft auf­zu­neh­men

Für den Au­tor und Le­ser sind Be­wer­tun­gen, ins­be­son­de­re po­si­ti­ve, aber ein ganz grund­le­gen­des Fea­ture, ins­be­son­de­re als Wer­bung und da­mit mehr Ab­satz. Die ein­fach weg­zu­hau­en zeugt von ei­ner Igno­ranz ge­gen­über den An­for­de­run­gen von Ver­la­gen, Au­to­ren und Self­pu­blishern, dass man sich fra­gen muss, ob dem »Dienst­lei­ster« die Be­dürf­nis­se sei­ner Kun­den (und nichts an­de­res sind ja En­ti­tä­ten, die bei de­nen Bü­cher ein­stel­len) voll­kom­men egal sind.

In­kon­si­sten­zen bei der Preis­dar­stel­lung

Was bei der Mi­gra­ti­on eben­falls ab­han­den ge­kom­men ist, ist die Da­ten­in­te­gri­tät. Ich hat­te wie ge­sagt zu al­ten Beam-Zei­ten, als das vor Ba­stei noch ein wirk­lich gu­ter Shop war, zwei eBooks ko­sten­los ein­ge­stellt. Nach­dem ich wie­der Zu­griff auf das Pu­blisher-Backend hat­te, sah ich vol­ler Schrecken, dass der Preis für die bei­den Bü­cher dort mit ei­nem Euro an­ge­ge­ben war. Die le­gen also ernst­haft uni­la­te­ral an­de­re Prei­se fest, als der Ur­he­ber das will? Tat­säch­lich war das nicht so, denn im Front­end, also im für Kun­den sicht­ba­ren Shop, wur­den die bei­den Bü­cher nach wie vor ko­sten­los an­ge­bo­ten.

Den­noch: Wer auch im­mer die Mi­gra­ti­on durch­ge­führt hat, war of­fen­sicht­lich nicht dazu in der Lage, kon­si­sten­te Da­ten be­reit­zu­stel­len. Wo­her soll man als Pu­blisher wis­sen, ob die Preis­in­for­ma­tio­nen, die man im Backend sieht, mit de­nen über­ein­stim­men, die das Fron­ten dem Kun­den zeigt? Das ist eine der­ma­ßen un­fass­ba­re In­kom­pe­tenz, dass es mich er­neut schau­dern lässt. Der Kom­men­tar vom Sup­port:

Lei­der kommt es zu­sätz­lich der­zeit zu ei­nem Dar­stel­lungs­feh­ler im Backend, we­gen die­sem wer­den 0€ Ti­tel im Backend als 1€ Ti­tel an­ge­zeigt. Im Shop hin­ge­gen stimmt der ein­ge­ge­be­ne Preis und die Ti­tel wer­den für 0,00€ ver­kauft. Wir ha­ben den Feh­ler be­reits an un­se­re Agen­tur kom­mu­ni­ziert und wer­den die­sen so schnell wie mög­lich be­he­ben.

Na im­mer­hin wol­len sie den Feh­ler be­he­ben (las­sen). Wann das ge­sche­hen wird ist of­fen.

Ab­rech­nung:

Auf mei­nen aus­drück­li­chen Wunsch hin woll­te man mir die Da­ten der zu­rück­lie­gen­den Ver­käu­fe als CSV-Da­tei­en zu­sen­den. Lei­der fehl­ten in der Mail die An­hän­ge. Als ich dar­auf hin­wies be­kam ich vom sel­ben Sup­por­ter eine Mail von ei­ner an­de­ren Email­adres­se. Of­fen­bar fil­tert de­ren Mail­sy­stem also grund­sätz­lich An­hän­ge, egal ob sinn­vol­le oder sinn­lo­se. Wenn ich an mei­ne – äu­ßerst über­sicht­li­chen – Um­sät­ze aus eBooks ab­seits der Steam­punk-Chro­ni­ken kom­men möch­te, muss ich gleich meh­re­re Rech­nun­gen stel­len, denn Ba­stei Lu­eb­be jon­gliert im­mer wie­der mit dem Shop (aus ei­ner Mail an mich):

Für alle Um­sät­ze bis ein­schließ­lich 31.12.15 müss­te die Rech­nung an die oo­li­po AG adres­siert wer­den:
Oo­li­po AG
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Für alle Um­sät­ze ab dem 1.1.2016 bis heu­te müss­te Ihre Rech­nung an den Beam Shop adres­siert wer­den:
Beam Shop GmbH
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Weil die nicht wis­sen was sie wol­len und im­mer wie­der mal das Ge­schäfts­mo­dell än­dern, muss man also im­mer wie­der mal Rech­nun­gen an neue Un­ter­neh­men stel­len. Was ist ei­gent­lich aus der Schnaps­idee Oo­li­po ge­wor­den?

Al­les in al­lem muss man kon­sta­tie­ren, dass man beim Be­trei­ber von Beam eBooks of­fen­bar mit dem Me­di­um In­ter­net nicht zu­recht kommt, wenn ein­fach­ste Da­ten­mi­gra­tio­nen nicht statt­fin­den kön­nen, und das dazu führt, dass man sich we­gen Feh­lern nicht mehr in sein Kon­to ein­log­gen kann und das erst von ei­nem Sup­por­ter an­ge­fasst wer­den muss, weil noch nicht mal das zu­rück­set­zen des Pass­worts klappt. Wei­ter­hin kann man we­der ver­gan­ge­ne Um­sät­ze, noch ak­tu­el­le Down­loads se­hen, und Prei­se wer­den im Backend falsch an­ge­zeigt. Zu­dem wer­den die  äu­ßerst ver­kaufs­wich­ti­gen Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen ein­fach mal nicht über­nom­men, und das nur la­ko­nisch kom­men­tiert. Down­load­zah­len wer­den gar nicht mehr an­ge­zeigt, beim Be­trei­ber zählt nur Um­satz

Und ab­schlie­ßend kann ich nur fest­stel­len, dass die Ver­käu­fe für 2017 bei null lie­gen (Down­loads kann ich nicht se­hen). Of­fen­bar kau­fen die Kun­den über­all, nur nicht mehr beim neu­en Beam. Das wun­dert auch nicht, denn wäh­rend der di­ver­sen Um­stel­lun­gen kam es zu der­ma­ßen vie­len tech­ni­schen Pro­ble­men mit Down­loads oder Abos, dass die Ziel­grup­pe ver­mut­lich die Fa­xen ex­trem dicke hat­te und sei­ne eBooks kon­se­quent wo­an­ders kauft.

Die Fa­xen mit den #neu­land-Stüm­pern habe auch ich ziem­lich dicke und wer­de des­we­gen mei­ne eBooks aus dem Shop von Beam-eBooks ent­fer­nen. Es ist über­aus scha­de und er­schreckend, wie Ba­stei Lu­eb­be den vor ih­rer Über­nah­me groß­ar­ti­gen eBook-Shop zu­grun­de ge­rich­tet hat.

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

Ei­gent­lich wei­se ich hier nicht mehr auf je­des Hum­ble Bund­le hin, da die in­zwi­schen et­was in­fla­tio­när ge­wor­den sind. Dies­mal geht es al­ler­dings nicht um Com­pu­ter­spie­len, son­dern um Rol­len­spie­le.

Der Name ist äu­ßerst sper­rig: Das HUM­BLE RPG BOOK BUND­LE – PATH­FIN­DER WORLD­S­CAPE UL­TI­MA­TE CROSS­OVER ent­hält nicht nur Rol­len­spiel-Quel­len­bü­cher, son­dern auch Co­mics von Dy­na­mi­te (wie das ge­nau zu­sam­men­passt ist mir nicht ganz klar ge­wor­den, aber viel­leicht weiß ja ein Le­ser mehr).

Ne­ben RPG-PDFs und Co­mics be­kommt man auch noch Batt­le­maps (die man sich dann ver­mut­lich aus­drucken muss) und im höch­sten Tier eine Hand­voll Mi­nia­tu­ren.

Die Co­mics lie­gen als PDF, CBZ und ePub vor, die Rol­len­spiel-Bü­cher als PDF.

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Es war ja schon ab­zu­se­hen, dass die Buch­mes­se wie­der für Ge­läch­ter über die Buch­bran­che füh­ren wür­de. Und so ist es na­tür­lich auch.

Die To­li­no-Al­li­anz fei­ert heu­te mit viel Pres­se-Tam­tam und ei­ner Vor­stel­lung in Frank­furt ihr tol­les, neu­es eBook-Abo ab. Als be­son­ders vor­teil­haft he­ben sie her­vor, dass es sich um eine »re­du­zier­te Aus­wahl« han­delt, und fa­seln von »Klas­se statt Mas­se«. Ernst­haft.

Für ei­nen Preis von fast zehn Euro im Mo­nat darf man »frei« aus 40 Ti­teln der Gen­res »Ro­ma­ne & Er­zäh­lun­gen«, »Kri­mis & Thril­ler«, »Fan­ta­sy & Sci­ence Fic­tion« und »Lie­bes­ro­ma­ne & Ero­tik« wäh­len. Da­mit wir uns kor­rekt ver­ste­hen: Nicht 40 Ti­tel pro Gen­re, son­dern ins­ge­samt. Die Aus­wahl wech­selt mo­nat­lich.

An­ge­sichts sol­cher Knül­ler der Kon­kur­renz ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen bei Ama­zon ga­ran­tiert ge­ra­de wie­der ei­nen Zwerch­fell­krampf vom La­chen …

Wer dem gran­dio­sen An­ge­bot nicht wi­der­ste­hen kann, darf das Abo ab heu­te bei To­li­no ab­schlie­ßen, es ist mo­nat­lich künd­bar. Die ak­tu­el­len Ti­tel sind eher äl­te­re Schin­ken.

[Up­date:] Was ich über­sah: Es ist noch viel gei­ler: Man darf im Rah­men des Abos mo­nat­lich ma­xi­mal vier eBooks aus­lei­hen. HA­H­A­HA! (Dank an Fal­ko Löff­ler, der mich auf den Punkt hin­wies).

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Beam eBooks mal wieder mit merkwürdigen Geschäftspraktiken (Update)

Beam eBooks mal wieder mit merkwürdigen Geschäftspraktiken (Update)

Durch ei­nen Ar­ti­kel auf deutsche-science-fiction.de (den ich heu­te dort merk­wür­di­ger­wei­se nicht mehr fin­de – Edit: Hier ist er wie­der, bei Sven Klöp­ping selbst) wur­de ich ge­stern dar­an er­in­nert, dass auch ich noch eBooks auf Beam eBooks an­bie­te. Das sind im Prin­zip Alt­la­sten aus der Zeit, be­vor der Shop zu Lu­eb­be ge­hör­te.

In dem nicht mehr sicht­ba­ren Text wur­de be­män­gelt, dass man im Pu­blisher­kon­to nur Ver­käu­fe aus dem Jahr 2017 ein­se­hen kann.

Also ver­such­te ich mich an mei­nem Kon­to an­zu­mel­den. Da der Shop völ­lig an­ders aus­sieht als frü­her dach­te ich mir schon, dass das nicht zu ein­fach wer­den wür­de. Tat­säch­lich konn­te ich mich nicht ein­log­gen. Der Ver­such, mir ei­nen Link zur Ge­ne­rie­rung ei­nes neu­en Pass­worts zu­sen­den zu las­sen, war zwar er­folg­reich, al­ler­dings er­hielt ich nur den Feh­ler »This va­lue should not be blank«, wenn ich dort ver­such­te, ein neu­es an­zu­le­gen.

Ver­blüf­fen­der­wei­se ant­wor­te­te der Sup­port schnell (das ken­nen wir ja auch an­ders), al­ler­dings wies die Ant­wort be­reits dar­auf hin, dass die Be­trei­ber ih­ren Shop nach all den Jah­ren im­mer noch nicht im Griff ha­ben:

ich habe den Feh­ler ge­fun­den, lei­der war Ihr Pro­fil bei uns im »neu­en« Shop noch nicht voll­stän­dig ge­pflegt. Ich habe dies eben für Sie nach­ge­pflegt. Bit­te se­hen Sie sich Ihre Da­ten aber auch noch mal an, nicht das es hier zu ei­nem Feh­ler kommt. Wenn Sie jetzt noch mal ver­su­chen das Pass­wort zu­rück­zu­set­zen, soll­ten Sie hier­bei kei­ne Pro­ble­me mehr ha­ben

Tat­säch­lich konn­te ich mich jetzt ein­log­gen. Die Mi­gra­ti­on der Kun­den­kon­ten hat­te al­ler­dings of­fen­sicht­lich nicht kor­rekt funk­tio­niert, wenn da erst noch ein Mit­ar­bei­ter an­fas­sen muss­te.

Al­ler­dings liegt da noch viel mehr im Ar­gen, denn im Pu­blisher-Kon­to traf mich dann fast der Schlag.

Zum ei­nen sind tat­säch­lich nur Ab­satz­zah­len aus 2017 sicht­bar. Das ist ganz si­cher nicht kor­rekt, denn die Be­trei­ber bie­ten mei­ne eBooks seit dem In­ha­ber­wech­sel an, und es soll­te eine lücken­lo­se Auf­li­stung über alle Jah­re ge­ben, nicht nur über 2017 (das Ein­stell­da­tum kann man im Backend se­hen). Wie das recht­lich zu be­wer­ten ist, wer­de ich noch ver­su­chen in Er­fah­rung zu brin­gen.

Zum an­de­ren – und das ist ab­so­lut un­fass­bar – stand an den bei­den An­tho­lo­gi­en DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – ÆTHER­GARN und DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – GE­SCHICH­TEN AUS DEM ÆTHER ein Preis von ei­nem Euro.

Und das ob­wohl ich die eBooks ko­sten­los un­ter CC-Li­zenz in den Shop ein­ge­stellt hat­te. Zu kei­ner Zeit habe ich die­sen Preis ge­än­dert. Die Preis­än­de­rung hat also der Be­trei­ber von Beam eBooks durch­ge­führt, und zwar ohne mich zu fra­gen.

Das ist nichts an­de­res als eine Frech­heit und ganz si­cher recht­lich mehr als frag­wür­dig. Auch dann, wenn es sich um ei­nen tech­ni­schen Feh­ler han­delt.

Ich habe jetzt noch­mals den Sup­port an­ge­fragt, wie ich an die Da­ten von vor 2017 kom­me und war­um sie uni­la­te­ral und ohne Rück­spra­che ir­gend­wel­che fal­schen Prei­se für eBooks ein­stel­len. Über die Ant­wor­ten wer­de ich hier in­for­mie­ren.

Un­fass­bar. #neu­land-Fir­men …

[Up­date] die Ant­wort:

alle Ver­käu­fe die vor dem 1.1.2017 ge­lau­fen sind, kann ich Ih­nen ger­ne aus dem al­ten Sy­stem her­aus­zie­hen. Für wel­chen Zeit­raum feh­len Ih­nen Ab­rech­nun­gen?
Wir spie­len ei­gent­lich nur Prei­se aus die uns so in das Sy­stem ein­ge­pflegt wur­den, viel­leicht kön­nen Sie mir kurz er­klä­ren wo hier ge­nau das Pro­blem liegt. Sie er­rei­chen mich te­le­fo­nisch auch un­ter 0221 / xxxx-xxxx, dass macht es viel­leicht leich­ter.

Nein, das wer­de ich ganz si­cher nicht te­le­fo­nisch klä­ren, denn dann feh­len mir jeg­li­che Be­le­ge. Ich habe die jetzt auf­ge­for­dert, mir sämt­li­che Verkäufe/Nichtverkäufe/Abrechnungen seit der Shop­über­nah­me im Sep­tem­ber 2014 zur Ver­fü­gung zu stel­len und noch­mal ge­fragt, wie sie dazu kom­men, an­de­re als die von mir ge­nann­ten Prei­se ein­zu­stel­len.

[Up­date] Of­fen­bar ist der neue Shop noch ka­put­ter, als man an­neh­men könn­te, denn wäh­rend mir im Backend für die bei­den Bü­cher ein Preis von je­weils ei­nem Euro an­ge­zeigt wird, ist der Preis im Front­end, also im Shop, 0,00 Euro, also kor­rekt. Den­noch ist die tech­ni­sche Um­set­zung of­fen­sicht­lich man­gel­haft.