Interview bei Skoutz

Interview bei Skoutz

Ich wur­de wie­der ein­mal in­ter­viewt. Dies­mal von Kay Noa von Skoutz, der Platt­form, die die gleich­na­mi­gen Awards ver­leiht. Da ist die von mir her­aus­ge­ge­be­ne An­tho­lo­gie DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN – ME­CHA­NI­SCHE GEI­STER er­freu­li­cher­wei­se auf der Short­list ge­lan­det, soll­te ich mich ei­ni­gen Fra­gen dazu und zu ver­wand­ten The­men wie dem Her­aus­ge­ben von An­tho­lo­gi­en, Spu­ren von Steam­punk, gro­ßen Ver­la­gen oder De­sign­ka­ta­stro­phen stel­len.

Was dar­aus ge­wor­den ist, kann man in die­sem Ar­ti­kel nach­le­sen.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right skoutz.de

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

In der Rei­he BAKER STREET TA­LES ist im Arun­ya-Ver­lag eine wei­te­re No­vel­le er­schie­nen. Sie wur­de von Bar­ba­ra Büch­ner ver­fasst und trägt den Ti­tel SHER­LOCK HOL­MES UND DIE RUI­NEN VON ROUGE­MONT. Zum In­halt:

Spur­los ver­schwin­den der Rei­he nach neun Men­schen in ei­nem ver­fal­le­nen Glas­haus nahe den Klip­pen von Ca­lais. Die Leu­te von Rouge­mont schrei­ben die Er­eig­nis­se dem bös­ar­ti­gen Geist des frü­he­ren Be­sit­zers zu, wäh­rend Dok­tor Wat­s­on ei­nen Bo­ta­ni­ker zum See­len­le­ben der Pflan­zen be­fragt und Sher­lock Hol­mes zur all­ge­mei­nen Über­ra­schung ei­nen Gei­ster­be­schwö­rer en­ga­giert. Eine kör­per­lo­se Stim­me ver­rät die Lö­sung …

Die No­vel­le ist aus­schließ­lich als eBook er­hält­lich, eine Prin­t­aus­ga­be wäre ca. 70 Sei­ten stark, es ko­stet 2,99 Euro. Die Co­ver­ge­stal­tung samt Co­ver­gra­fik so­wie In­nen­il­lu­stra­tio­nen stam­men von Shi­ko­mo.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Arun­ya-Ver­lag

Erschienen bei Periplaneta: KALION – DIE DUNKLE WUNDE

Erschienen bei Periplaneta: KALION – DIE DUNKLE WUNDE

Als Fort­set­zung des er­sten Ban­des KA­LI­ON – DIE LAUT­LO­SE WOGE er­schien so­eben bei Pe­ri­pla­ne­ta die Fort­set­zung KA­LI­ON – DIE DUNK­LE WUN­DE von Aleš Pickar. Für das High Fan­ta­sy-Epos hat der Au­tor eine apo­ka­lyp­tisch-mit­tel­al­ter­li­che Welt mit ei­ge­ner Spra­che, Hi­sto­rie und so­zia­len Struk­tu­ren er­schaf­fen.

Klap­pen­text:

Un­ter dem ge­bro­che­nen Glanz des Stil­len Mah­ners am Fir­ma­ment dräut gro­ßes Un­heil. Denn die Pe­le­o­ri schla­gen die Kriegs­trom­meln – was nie­mand so recht ernst neh­men will. Das Volk ver­gnügt sich wei­ter­hin sorg­los in Are­nen und Freu­den­häu­sern, nur ein zier­li­ches Mäd­chen, dem die Göt­tin Nio­be er­schie­nen ist, pre­digt Ent­halt­sam­keit. Die ei­gen­sin­ni­ge Prin­zes­sin Li­ne­de­ri­on trifft nach lan­ger Rei­se auf ih­ren Bräu­ti­gam, al­ler­dings ist der Herr­scher des Ost­reichs an­ders als er­war­tet. Wäh­rend­des­sen treibt Tau­sen­de Mei­len ent­fernt die Schwä­ge­rin des Kö­nigs Bel­kar ihre um­stürz­le­ri­schen Plä­ne vor­an. Doch alle Mäch­ti­gen des rau­en Kon­ti­nents Ne­roê ent­sen­den in die­sen Zei­ten heim­lich Spit­zel, As­sas­si­ne und Le­ga­ten. Wer kann es da wa­gen, zwi­schen ehr­li­cher Hin­ga­be und eil­fer­ti­ger Dienst­be­flis­sen­heit, zwi­schen Freund und Feind zu un­ter­schei­den …

Die Prin­t­aus­ga­be ist 330 Sei­ten stark und liegt als Klap­pen­bro­schur im For­mat 20,6 x 13,5 cm vor (ISBN: 978–3-95996–042-7), sie ko­stet 14,90 Euro. Das eBook (ISBN: 978–3-95996–043-4) ist zum Preis von 7,99 Euro er­hält­lich.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Pe­ri­pla­ne­ta

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Es scheint noch Er­klä­rungs­be­darf zur Aus­schrei­bung zu REI­SE­ZIEL UTO­PIA zu ge­ben, denn es tauch­ten di­ver­se Fra­gen auf, die ich im Fol­gen­den zu klä­ren ver­su­che.

Nein, es muss nicht al­les »Frie­de, Freu­de, Ei­er­ku­chen« sein. Es geht um eine grund­sätz­lich po­si­ti­ve Ge­sell­schaft in der Zu­kunft. Dass auch die nicht ohne Kon­flik­te aus­kommt, er­klärt sich von selbst. Zwei Bei­spie­le:

In STAR TREK han­delt es sich frag­los um eine po­si­ti­ve Uto­pie. Der größ­te Teil der Men­scheit und der För­de­ra­ti­on ist to­le­rant und of­fen. Ei­gen­hei­ten un­ter­schied­li­cher Spe­zi­es in­ner­halb der Völ­ker­ge­mein­schaft sieht man als Be­rei­che­rung und ver­sucht, auch mit den schwie­ri­ge­ren da­von zu­recht zu kom­men. Dass es den­noch Rei­bun­gen ge­ben kann und wird, wenn bei­spiels­wei­se ein lo­gi­scher Vul­ka­nier auf ei­nen emo­tio­na­len Men­schen trifft, ist klar und war Grund­la­ge di­ver­ser Plots. Eben­so klar ist, dass es äu­ße­re Ge­gen­spie­ler wie Klin­go­nen, Ro­mu­la­ner, Borg oder Fe­ren­gi gibt – und selbst bei de­nen be­müht man sich eher um Ver­ständ­nis und fried­li­ches Zu­sam­men­le­ben. Das klappt aber nicht im­mer, und dann spre­chen auch mal die Waf­fen. Trotz­dem ist STAR TREK in der Prime-Zeit­li­nie ge­ra­de­zu ein Pa­ra­de­bei­spiel für eine po­si­ti­ve Uto­pie. nein, es darf lei­der kei­ne Fan­fic­tion ein­ge­reicht wer­den.

Eben­falls zu nen­nen wä­ren Alan Dean Fo­sters Ro­ma­ne aus dem Hu­manx-Uni­ver­sum. Men­schen und in­sek­to­ide Thranx ha­ben es ge­schafft, trotz an­fäng­lich schwe­rer Res­sen­ti­ments und Ur­äng­sten eine ge­mein­sa­me Zi­vi­li­sa­ti­on auf­zu­bau­en, die auf den er­sten Blick po­si­tiv uto­pisch ist. Dass es auf Hin­ter­wäld­ler­pla­ne­ten an­ders aus­se­hen kann, ist in ei­nem SF-Set­ting so, aber dann wer­den halt In­spek­to­ren (Po­li­zi­sten) ge­schickt, die nach dem Rech­ten se­hen. Und auch da gibt es Ant­ago­ni­sten in Form der bie­sti­gen Ech­sen­ras­se A´Ann oder Kom­pli­ka­tio­nen durch pla­ne­ta­re Be­son­der­hei­ten oder kos­mi­sche Phä­no­me­ne.

Hin­ter­grund der Idee ist die Sci­ence Fic­tion, die ge­schrie­ben wur­de, be­vor Dys­to­pi­en en vogue wur­den: eine po­si­ti­ve Sicht auf die Zu­kunft, auf die ge­sell­schaft­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung und die Tech­nik. Oder neue Mo­del­le des Zu­sam­men­le­bens.

Kei­ne Uto­pi­en sind bei­spiels­wei­se Ge­sell­schaf­ten die kom­plett glück­lich sind, weil sie im Dau­er­dro­gen­rausch exi­stie­ren, oder weil sie von ir­gend­wel­chen re­li­giö­sen Ka­sten un­ter­drückt wer­den, die ih­nen auf­ok­tro­ie­ren, dass sie tooo­tal glück­lich sind, weil Gott das so will.

Die Uto­pie soll­te schon echt sein. Uto­pi­en müs­sen nicht kon­flikt­frei sein. Kon­flik­te könn­ten bei­spiels­wei­se auch dar­aus ent­ste­hen, dass je­mand ver­sucht, die Ge­sell­schaft zum Schlech­te­ren zu ver­än­dern, und dass es da­ge­gen Wi­der­stand gibt. Oder dass eine uto­pi­sche Ge­sell­schaft auf eine Pro­be ge­stellt wird, weil sie nicht von ih­ren Prin­zi­pi­en las­sen will, ob­wohl das Nach­tei­le be­deu­ten könn­te – aber auch da kommt man am Ende ge­stärkt her­aus her­vor.

Der Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le.

Wer sie bis­her über­se­hen hat: Zur Aus­schrei­bung geht es hier lang.

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Mit DIE AUS­ER­WÄHL­TEN ist der zwei­te Band aus der Sci­ence Fic­tion-Rei­he AR­MA­TIN von Ma­thi­as Leo­pold er­schie­nen.

Wäh­rend es im er­sten Band, DIE OR­LA­SIER, um die Er­for­schung ei­ner na­he­zu er­lo­sche­nen Spe­zi­es von ge­nia­len Gen­tech­ni­kern ging, wen­det sich Leo­pold im zwei­ten Band dem ge­sam­ten Völ­ker­bund »Ge­mein­schaft« zu: Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Mis­si­on oder eine Ver­tei­di­gung, al­les scheint auf dem Spiel zu ste­hen. Mit den »Aus­er­wähl­ten«, ei­ner Grup­pe von nicht nä­her be­zeich­ne­ten über­mäch­ti­gen We­sen, wird eine der Par­tei­en vor­ge­stellt, die die Ge­schicke des Bun­des len­ken und die Macht an sich rei­ßen wol­len. Ihr Mot­to ist die Er­ret­tung der Ge­mein­schaft, aber ihre Me­tho­den pas­sen nicht dazu. Den Aus­er­wähl­ten, die im Ver­bor­ge­nen ar­bei­ten, ge­lingt es mehr und mehr, das Ge­fü­ge zu de­sta­bi­li­sie­ren und ihre ei­ge­nen Leu­te an die Macht zu brin­gen, im Ver­such, eine neue Ge­sell­schaft zu er­schaf­fen. Den Toach, ei­ner tech­ni­sche Le­bens­form und Grün­dungs­mit­glied der klas­si­schen Ge­mein­schaft, kommt da­bei eine be­son­de­re Rol­le zu, aber auch die Macht­ver­schie­bung auf der Hei­mat­welt der Men­schen, Ar­ma­tin, geht auf das Kon­to der Aus­er­wähl­ten.
Das Buch be­glei­tet er­neut das gi­gan­ti­sche Raum­schiff Pul­sar auf ver­schie­de­nen Mis­sio­nen wie zum Bei­spiel der Ver­tei­di­gung ge­gen die vor­rücken­den Fe­nor oder Ret­tungs­mis­sio­nen für die Di­jyu. Die Pul­sar ist da­bei im­mer im Zen­trum der Macht und Ka­pi­tä­nin Mi­gasch­scher wird mehr und mehr zu ei­ner der eng­sten Ver­trau­ten der neu­en Re­gie­rung.

Die Print­ver­si­on als Ta­schen­buch ko­stet 16,99 Euro (ISBN 978–3-7448–1956-5), die eBook-Fas­sung (ISBN 978–3-7448–7821-0) schlägt mit 6,99 Euro zu Bu­che.

Bis zum 20.06. ist das eBook zu ei­nem Ak­ti­ons­preis von €4,99 statt €6,99 zu ha­ben.

Co­ver Co­py­right Ma­thi­as Leo­pold

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Ne­ben Com­pu­ter­spie­len bringt Hum­ble Bund­le auch im­mer wie­der mal eBook-Pa­ke­te her­aus. Jetzt gibt es ein neu­es und das ist se­hens­wert, denn es ent­hält aus­schließ­lich Bü­cher von SF-Au­to­ren, die schon mal den Ne­bu­la Award ge­won­nen ha­ben.

Und das liest sich wie ein Who Is Who, denn da­bei sind un­ter an­de­rem:

Ge­or­ge R.R. Mar­tin, Shei­la Finch, Howard Wald­rop, Eliza­beth Ann Scar­bo­rough, Kel­ly Link, Har­lan El­li­son, Ray Brad­bu­ry, Neil Gai­man, John Brun­ner, Ro­ger Zelaz­ny, Frank Her­bert und noch di­ver­se an­de­re mehr.

Wer das kom­plet­te Pa­ket al­ler eBooks ha­ben möch­te, muss 20 Dol­lar aus­ge­ben und er­hält da­für gan­ze 40 (!) be­mer­kens­wer­te Bü­cher aus dem Be­reich SF und Phan­ta­stik. Man kann aber auch deut­lich we­ni­ger aus­ge­ben und dann eben nur Tei­le des Ge­samt­pa­kets be­kom­men.

Er­neut ein gran­dio­ses Bund­le – eine Ak­ti­on, die in Deutsch­land dank der fos­si­len Buch­preis­bin­dung lei­der un­mög­lich wäre.

Alle In­for­ma­tio­nen zum »Hum­ble Bund­le Su­per Ne­bu­la Aut­hor Show­ca­se« auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­sei­te.

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Es geht in den letz­ten Ta­gen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald und auch in Deutsch­land wer­den die an­geb­li­chen Ver­kaufs­ein­brü­che beim eBook von be­stimm­ten Prot­ago­ni­sten gern auf­ge­nom­men und freu­de­strah­lend ver­brei­tet. Denn tat­säch­lich hält man ins­be­son­de­re bei gro­ßen Ver­la­gen eher nichts von den di­gi­ta­len Buch­va­ri­an­ten, kan­ni­ba­li­sie­ren die­se doch an­geb­lich die Tot­holz­ver­käu­fe. Und über­haupt: Da sind die­se un­dank­ba­ren Le­ser noch nicht mal be­reit, die an­ge­sag­ten Mond­prei­se für Elek­tro­bü­cher zu zah­len.

Des­we­gen ver­brei­tet man die Zah­len gern und freut sich dar­über, dass an­geb­lich die Men­ge an ver­kauf­ten und ge­le­se­nen eBooks zu­rück­geht.

Doch tat­säch­lich lügt man sich (und an­de­ren) ein­fach mal in die Ta­sche, denn den ge­nann­ten Zah­len fehlt es an Sub­stanz – wenn man die Rea­li­tä­ten be­trach­tet, sieht das ganz an­ders aus.

Jan Tiß­ler be­trach­tet das Sze­na­rio in ei­nem Ar­ti­kel auf Me­di­um – und kommt zu ganz an­de­ren Schlüs­sen, als sie von Buch­bran­che und Qua­li­täts­me­di­en kol­por­tiert wer­den. Über­aus le­sens­wert. Und im Prin­zip ja ganz ähn­lich wie das, was ich hier schon lan­ge sage: Dass die Sta­ti­sti­ken der Prot­ago­ni­sten der Buch­bran­che nicht die Rea­li­tät ab­bil­den, son­dern nur ei­nen klei­nen Aus­schnitt da­von. Und des­we­gen soll­te man de­ren Ab­satz­zah­len äu­ßerst skep­tisch be­trach­ten – und mal dar­über nach­den­ken, war­um sie eBooks so gern für tot er­klä­ren möch­ten …

Dank an Kri­sti­an Köhn­topp fürs Fin­den.

p.s.: Er­gän­zend in­ter­es­sant dazu die Sta­ti­sti­ken für die Jah­re 2014 bis 2016 auf authorearnings.com und der Text im di­gi­tal­pu­bli­shin­gre­port (ab Sei­te 7), der sich auf Zah­len von Hugh How­ey und »Data Guy« be­zieht.

Netflix kauft Rechte an neuem Daniel Suarez-Roman CHANGE AGENT

Netflix kauft Rechte an neuem Daniel Suarez-Roman CHANGE AGENT

Am 18. April er­scheint der neue Ro­man CHAN­GE AGENT des SF-Au­tors Da­ni­el Sua­rez (DA­E­MON) bei Ran­dom Hou­se. Die Rech­te an dem Stoff hat sich be­reits vor­her Net­flix ge­si­chert, um sie ver­mut­lich ent­we­der als Film oder Se­rie für sei­nen Strea­ming­dienst um­zu­set­zen, das be­rich­tet der Hol­ly­wood Re­por­ter.

CHAN­GE AGENT dreht sich um den In­ter­pol-Agen­ten Ken­neth Du­rand, der lei­tet eine Ein­satz­trup­pe, wel­che il­le­ga­le La­bo­re aus­hebt, die »Ei­tel­keits-Ein­grif­fe« an Em­bryo­nen vor­neh­men und sich da­bei Men­schen­han­dels be­die­nen. Doch sei­ne Geg­ner in­ji­zie­ren ihn mit ei­nem neu­ar­ti­gen Mit­tel, das sei­ne Gene ver­än­dert und mit ei­nem Mal trägt er das Ge­sicht ei­nes ge­fähr­li­chen Gang­sters, den er ei­gent­lich ver­haf­ten soll­te, und wird selbst zum Ge­jag­ten.

Es pro­du­ziert Josh Brat­man (FRIGHT NIGHT 2011) für Im­mer­si­ve Pic­tures.

Da Net­flix die Rech­te ge­ra­de erst ge­kauft hat, gibt es der­zeit noch kei­ne wei­te­ren In­for­ma­tio­nen. Die fol­gen, so­bald ich sie weiß.

Dank an Kris Köhn­topp fürs Fin­den.

Co­ver­ab­bil­dung CHAN­GE AGENT Co­py­right Dut­ton

Erschienen: WELT DER TÜRME von Hugh Walker und Hans Feller

Erschienen: WELT DER TÜRME von Hugh Walker und Hans Feller

Bei Em­me­rich Books & Me­dia ist so­eben in der Hugh Wal­ker-Werk­aus­ga­be die Samm­lung WELT DER TÜR­ME er­schie­nen. Die Ori­gi­nal­ro­ma­ne und No­vel­len er­schie­nen un­ter dem Pseud­onym Ray Card­well, sie wur­den in Zu­sam­men­ar­beit mit dem öster­rei­chi­schen Au­tor und Ok­kul­ti­sten Hans Fel­ler ver­fasst. Zum In­halt:

3000 Jah­re lang ha­ben die ge­heim­nis­vol­len Tür­me, Re­lik­te der Ver­gan­gen­heit, die Aus­wüch­se »wil­der Ma­gie« in Al­mord­ins Welt un­ter­drückt!
Durch die Ge­burt ei­nes Ge­schwi­ster­paa­res, das die ver­fem­te Kraft in sich trägt, droht sich die­ser Zu­stand dra­ma­tisch zu än­dern. Ver­folgt durch fa­na­ti­sche Lich­trit­ter und Prie­ster ge­hen Er­via­na und Go­than ih­ren Weg, der das Schick­sal der Men­schen für im­mer ver­än­dern könn­te.

Hugh Wal­ker lern­te Hans Fel­ler An­fang der 1960er Jah­re in Wien ken­nen. Bei­der In­ter­es­se für phan­ta­sti­sche Li­te­ra­tur führ­te ab Mit­te der sech­zi­ger Jah­re zu ge­mein­sa­mer li­te­ra­ri­scher Be­tä­ti­gung: Sie schrie­ben ne­ben et­li­chen Hor­ror-Sto­ries (z.T. un­ter den Ge­mein­schafts­pseud­ony­men »Ray Card­well« und »Ho­garth Brown«) über die Jah­re hin­weg ei­nen klei­nen Zy­klus um die »Welt der Tür­me«, der zu Be­ginn star­ke SF-Ele­men­te auf­wies, sich spä­ter aber zu ei­ner rei­nen Fan­ta­sy-Se­rie ent­wickel­te. Doch die er­hoff­te Ver­öf­fent­li­chung stand un­ter kei­nem gu­ten Stern. Fel­ler über­sie­del­te nach Am­ster­dam, Wal­ker zog nach Un­teram­mer­gau, und die bei­den ver­lo­ren sich aus den Au­gen. 1973 brann­te Fel­lers Miet­haus in Am­ster­dam ab, wo­bei auch die Ori­gi­nal­ma­nu­skrip­te um »Welt der Tür­me« ein Raub der Flam­men wur­den. An­fang 1974 er­hielt Hugh Wal­ker die Nach­richt vom Tod sei­nes Freun­des.

Mitt­ler­wei­le hat­te sich Wal­ker im Gen­re als Au­tor und Her­aus­ge­ber ei­nen Na­men ge­macht. Er ver­fass­te et­li­che SF- und Hor­ror-Ro­ma­ne und war von 1974 bis 1982 Her­aus­ge­ber der Rei­he TER­RA FAN­TA­SY, wo ne­ben Wal­kers MA­GI­RA-Zy­klus auch zwei Ro­ma­ne und eine Kurz­ge­schich­te um die »Welt der Tür­me« Ver­öf­fent­li­chung fan­den: die Ro­ma­ne »Als die He­xer star­ben« und »Her­rin der Welt« so­wie die Sto­ry »Ja­ra­mons Traum«, alle un­ter dem Pseud­onym Ray Card­well. Eine wei­te­re No­vel­le – »Mord­ins Kraft« – er­schien dann 1984 noch bei Hey­ne. Die­se Wer­ke sind also post­hu­me Kol­la­bo­ra­tio­nen von Hans Fel­ler und Hugh Wal­ker. »Welt der Tür­me« er­scheint in der Hugh-Wal­ker-Werk­rei­he erst­mals voll­stän­dig und in hand­lung­s­chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge.

WELT DER TÜR­ME ist seit dem 26. März 2017 er­hält­lich, die Prin­t­aus­ga­be hat ein For­mat von 20,3 x 12,7 x 2,4 cm und ei­nen Um­fang von 384 Sei­ten, sie ko­stet 15,00 Euro. Für die eBook-Fas­sung wer­den 5,95 Euro fäl­lig. Mehr In­for­ma­tio­nen auf der Ver­lags­sei­te.

WELT DER TÜR­ME
Hugh Wal­ker &  Hans Fel­ler
Phan­ta­stik
Ta­schen­buch:
20,3 x 12,7 x 2,4 cm, 384 Sei­ten
15 Euro
eBook:
5,95 Euro
26. März 2017
Em­me­rich Books & Me­dia

Neu: MENSCHMASCHINEN: Eine Steamcyberpunk-Anthologie

Neu: MENSCHMASCHINEN: Eine Steamcyberpunk-Anthologie

Beim Am­rûn-Ver­lag ist so­eben die Sto­ry­samm­lung MENSCH­MA­SCHI­NEN: Eine Steam­cy­ber­punk-An­tho­lo­gie er­schie­nen, her­aus­ge­ge­ben von An­dré Sko­ra. Aus dem In­halt:

Ob Dampf, ob Öl oder Elek­to­im­pul­se – seit je­her träumt der Mensch von der Ver­bes­se­rung sei­ner selbst.
Nun ha­ben sich zehn Tüft­ler an die Auf­ga­be ge­wagt, das fleisch­li­che Selbst zu mo­di­fi­zie­ren und auf eine neue Stu­fe zu brin­gen. Ob me­cha­ni­sche Glied­ma­ßen, damp­fen­de Her­zen oder ro­bo­ter­ar­ti­ge Haus­halts­hil­fen – der Traum hat die Rea­li­tät be­reits ein­ge­holt.
Die­se An­tho­lo­gie ent­hält zehn Ge­schich­ten aus steam-, cy­ber­pun­ki­gen und trans­hu­ma­nen Wel­ten aus der Fe­der von Thor­sten Kü­per, Me­la­nie Ul­ri­ke Jun­ge, Mar­co An­sing, Glo­ria H. Man­der­feld, Mia Stein­grä­ber & To­bi­as Ra­fa­el Jun­ge, Peer Bie­ber, Pe­ter Hoh­mann, An­dre­as Win­te­rer, Eva Stra­sser und Anja Ba­gus.

Das Ta­schen­buch ist am 22. März 2017 er­schie­nen, 216 Sei­ten stark und ko­stet 11,90 Euro. Die eBook-Fas­sung schlägt mit 3,99 Euro zu Bu­che und wird ab ca. Ende näch­ster Wo­che er­hält­lich sein.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Am­rûn-Ver­lag

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Je­der, der sich in­ten­si­ver mit Sci­ence Fic­tion be­schäf­tigt, weiß was Fan­zines sind. Fan­zines sind von Fans her­aus­ge­ge­be­ne Ma­ga­zi­ne, die sich mit As­pek­ten der SF und ver­wand­ten Ge­bie­ten be­schäf­ti­gen. Die gibt es seit vie­len, vie­len Jah­ren, seit man als Sterb­li­cher ab­seits von Ver­la­gen halb­wegs brauch­ba­ren Zu­griff auf Ver­viel­fäl­ti­gungs­me­tho­den für Tot­holz be­kam. Ich kann mich noch an Fan­zines er­in­nern, die vor dem groß­flä­chi­gen Ent­ste­hen von Co­py­shops mit Spi­ri­tus-Um­druck ent­stan­den sind. Mit Stück­zah­len, die man an vier Hän­den ab­zäh­len konn­te. Oder drei. Oder 20. Es gab Fan­zines mit den ver­schie­den­sten In­hal­ten, man­che be­fass­ten sich se­kun­där­li­te­ra­risch mit dem Ger­ne, an­de­re brach­ten selbst­ver­fass­te Sto­ries, wie­der an­de­re wa­ren rei­ne Ego­zi­nes, die ver­mut­lich mei­sten ein Mix aus all dem. Fan­zines wa­ren ein As­pekt des Gen­res und des Hob­bies, das nicht weg­zu­den­ken war – und streng ge­nom­men bis heu­te ist.

Aber wenn wir das mal mit et­was Ab­stand und ob­jek­tiv be­trach­ten, dann wa­ren das Pu­bli­ka­ti­ons­for­men für je­der­mann, lan­ge be­vor so et­was wie das In­ter­net oder Self­pu­bli­shing all­ge­mein ver­füg­bar wa­ren. Ma­ga­zi­ne, die in eben­falls ei­ner Art von Self­pu­bli­shing er­schie­nen sind.

Und da kom­men wir zum Punkt: An­ge­sichts die­ser jahr­zehn­te­lan­gen Hi­sto­rie des Self­pu­bli­shings im deut­schen SF-Fan­dom kann ich ab­so­lut nicht nach­voll­zie­hen, war­um et­li­che Prot­ago­ni­sten die­ses Ge­ron­ten­stadls die­ser Grup­pie­rung heut­zu­ta­ge via Self­pu­bli­shing ver­öf­fent­lich­te Wer­ke oder Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen pau­schal als »Mist« ab­leh­nen, ohne auch nur mal ein Blick hin­ein ge­wor­fen zu ha­ben? War­um fin­den Self­pu­bli­shing-Wer­ke kei­ner­lei Be­rück­sich­ti­gung, wenn es um Prei­se aus dem Dunst­kreis »deut­sches SF-Fan­dom« geht, Ver­öf­fent­li­chun­gen in Fan­zines – die heu­te bis­wei­len noch wie mit Spi­ri­tus­um­druck her­ge­stellt wir­ken, selbst wenn sie eine Web­prä­senz sind – aber schon? Wird da mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen? Weil »wir das noch nie so ge­macht ha­ben«? War­um? Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, denn es gibt frag­los im Be­reich SF via Self­pu­bli­shing hau­fen­wei­se be­mer­kens­wer­te Ver­öf­fent­li­chun­gen, so­gar wel­che, die an­ders­wo Prei­se ein­heim­sen kön­nen. War­um wer­den die nicht zur Kennt­nis ge­nom­men? Weil ge­ra­de die Ju­ro­ren für SF-Prei­se eine neue Tech­no­lo­gie wie eBooks und eBook-Re­ader als neu­mo­di­sches Teu­fels­werk ab­leh­nen und lie­ber ver­zückt an Drucker­schwär­ze und Buch­rücken­kleb­stoff von be­druck­tem Tot­holz schnüf­feln? Und weil sie nicht er­ken­nen, dass Self­pu­bli­shing so weit vom Fan­dom-Klas­si­ker Fan­zine nicht ent­fernt ist? Oder sind sie ver­grätzt, dass wir heu­te in der Lage sind, Sto­ry­samm­lun­gen via Ama­zon groß­flä­chig un­ters Volks zu brin­gen, statt nur zwei Hand­voll hand­ge­klam­mer­ter nach Sprit rie­chen­der Um­druck-Hef­te ver­tei­len oder per Post ver­schicken zu kön­nen? War­um leh­nen Ur­ge­stei­ne, die uns frü­her mit mehr oder we­ni­ger schlecht ko­pier­ten Fan­zines zwei­fel­haf­ten In­halts ge­quält ha­ben (die aber den­noch als Fan-Ar­beit selbst­ver­ständ­lich lie­bens- und be­mer­kens­wert wa­ren), heu­te an­de­re Fans ab, die ei­gent­lich ge­nau das­sel­be tun?

Ich ver­ste­he es nicht. Ich ver­ste­he es wirk­lich nicht.

p.s.: Nein, es geht dies­mal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jah­re­lang mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen Self­pu­bli­shing ge­wehrt hat.

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Amazons Echo kann vorlesen

Amazons Echo kann vorlesen

Ama­zon hat für sei­nen Laut­spre­cher-As­si­sten­ten Echo (man­che nen­nen ihn auch Ale­xa) eine neue Funk­ti­on frei­ge­schal­tet: Ab so­fort kann das Ge­rät Kind­le eBooks vor­le­sen, na­tür­lich nur sol­che, die sich in der Bi­blio­thek des Nut­zers be­fin­den und für die die Vor­le­se­funk­ti­on frei­ge­ge­ben ist.

Die da­bei ver­wen­de­te Speech-En­gi­ne ist of­fen­bar die­sel­be, die auch bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Echo ver­wen­det wird. Die Sprach­qua­li­tät lässt der­zeit zu wün­schen üb­rig, Be­to­nun­gen und Pau­sen wis­sen der­zeit nicht so recht zu über­zeu­gen. Bleibt ab­zu­war­ten, ob Ama­zon das in Zu­kunft noch ver­bes­sert.

Die Vor­le­se­funk­ti­on ist nur in der deut­schen Fas­sung neu, bei der US-Ver­si­on ist sie be­reits seit ca. ei­nem Jahr frei­ge­schal­tet.

Das in der kur­zen Demo vor­ge­le­se­ne Buch ist RU­HE­LOS von Anja Ba­gus.

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