Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Ne­ben Com­pu­ter­spie­len bringt Hum­ble Bund­le auch im­mer wie­der mal eBook-Pa­ke­te her­aus. Jetzt gibt es ein neu­es und das ist se­hens­wert, denn es ent­hält aus­schließ­li­ch Bü­cher von SF-Au­to­ren, die schon mal den Ne­bu­la Award ge­won­nen ha­ben.

Und das lie­st sich wie ein Who Is Who, denn da­bei sind un­ter an­de­rem:

Ge­or­ge R.R. Mar­tin, Shei­la Fin­ch, Howard Wald­rop, Eliz­a­be­th Ann Sc­ar­bo­rough, Kel­ly Link, Har­lan Ell­i­son, Ray Brad­bu­ry, Neil Gai­man, John Brun­ner, Ro­ger Zelaz­ny, Frank Her­bert und noch di­ver­se an­de­re mehr.

Wer das kom­plet­te Pa­ket al­ler eBooks ha­ben möch­te, muss 20 Dol­lar aus­ge­ben und er­hält da­für gan­ze 40 (!) be­mer­kens­wer­te Bü­cher aus dem Be­reich SF und Phan­ta­stik. Man kann aber auch deut­li­ch we­ni­ger aus­ge­ben und dann eben nur Tei­le des Ge­samt­pa­kets be­kom­men.

Er­neut ein gran­dio­ses Bund­le – eine Ak­ti­on, die in Deutsch­land dank der fos­si­len Buch­preis­bin­dung lei­der un­mög­li­ch wäre.

Alle In­for­ma­tio­nen zum »Hum­ble Bund­le Su­per Ne­bu­la Aut­hor Show­ca­se« auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­sei­te.

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Es geht in den letz­ten Ta­gen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald und auch in Deutsch­land wer­den die an­geb­li­chen Ver­kaufs­ein­brü­che beim eBook von be­stimm­ten Prot­ago­ni­sten gern auf­ge­nom­men und freu­de­strah­lend ver­brei­tet. Denn tat­säch­li­ch hält man ins­be­son­de­re bei gro­ßen Ver­la­gen eher nichts von den di­gi­ta­len Buch­va­ri­an­ten, kan­ni­ba­li­sie­ren die­se doch an­geb­li­ch die Tot­holz­ver­käu­fe. Und über­haupt: Da sind die­se un­dank­ba­ren Le­ser noch nicht mal be­reit, die an­ge­sag­ten Mond­prei­se für Elek­tro­bü­cher zu zah­len.

Des­we­gen ver­brei­tet man die Zah­len gern und freut sich dar­über, dass an­geb­li­ch die Men­ge an ver­kauf­ten und ge­le­se­nen eBooks zu­rück­geht.

Doch tat­säch­li­ch lügt man sich (und an­de­ren) ein­fach mal in die Ta­sche, denn den ge­nann­ten Zah­len fehlt es an Sub­stanz – wenn man die Rea­li­tä­ten be­trach­tet, sieht das ganz an­ders aus.

Jan Tiß­ler be­trach­tet das Sze­na­rio in ei­nem Ar­ti­kel auf Me­di­um – und kommt zu ganz an­de­ren Schlüs­sen, als sie von Buch­bran­che und Qua­li­täts­me­di­en kol­por­tiert wer­den. Über­aus le­sens­wert. Und im Prin­zip ja ganz ähn­li­ch wie das, was ich hier schon lan­ge sage: Dass die Sta­ti­sti­ken der Prot­ago­ni­sten der Buch­bran­che nicht die Rea­li­tät ab­bil­den, son­dern nur ei­nen klei­nen Aus­schnitt da­von. Und des­we­gen soll­te man de­ren Ab­satz­zah­len äu­ßer­st skep­ti­sch be­trach­ten – und mal dar­über nach­den­ken, war­um sie eBooks so gern für tot er­klä­ren möch­ten …

Dank an Kri­sti­an Köhn­topp fürs Fin­den.

p.s.: Er­gän­zend in­ter­es­sant dazu die Sta­ti­sti­ken für die Jah­re 2014 bis 2016 auf authorearnings.com und der Text im di­gi­tal­pu­blis­hin­g­re­port (ab Sei­te 7), der sich auf Zah­len von Hugh How­ey und »Data Guy« be­zieht.

Netflix kauft Rechte an neuem Daniel Suarez-Roman CHANGE AGENT

Netflix kauft Rechte an neuem Daniel Suarez-Roman CHANGE AGENT

Am 18. April er­scheint der neue Ro­man CHAN­GE AGENT des SF-Au­tors Da­ni­el Sua­rez (DA­E­MON) bei Ran­dom Hou­se. Die Rech­te an dem Stoff hat sich be­reits vor­her Net­flix ge­si­chert, um sie ver­mut­li­ch ent­we­der als Film oder Se­rie für sei­nen Strea­ming­dien­st um­zu­set­zen, das be­rich­tet der Hol­ly­wood Re­por­ter.

CHAN­GE AGENT dreht sich um den In­ter­pol-Agen­ten Ken­neth Du­rand, der lei­tet eine Ein­satz­trup­pe, wel­che il­le­ga­le La­bo­re aus­hebt, die »Ei­tel­keits-Ein­grif­fe« an Em­bryo­nen vor­neh­men und sich da­bei Men­schen­han­dels be­die­nen. Doch sei­ne Geg­ner in­ji­zie­ren ihn mit ei­nem neu­ar­ti­gen Mit­tel, das sei­ne Gene ver­än­dert und mit ei­nem Mal trägt er das Ge­sicht ei­nes ge­fähr­li­chen Gang­sters, den er ei­gent­li­ch ver­haf­ten soll­te, und wird selbst zum Ge­jag­ten.

Es pro­du­ziert Josh Brat­man (FRIGHT NIGHT 2011) für Im­mer­si­ve Pic­tures.

Da Net­flix die Rech­te ge­ra­de erst ge­kauft hat, gibt es der­zeit noch kei­ne wei­te­ren In­for­ma­tio­nen. Die fol­gen, so­bald ich sie weiß.

Dank an Kris Köhn­topp fürs Fin­den.

Co­ver­ab­bil­dung CHAN­GE AGENT Co­py­right Dut­ton

Erschienen: WELT DER TÜRME von Hugh Walker und Hans Feller

Erschienen: WELT DER TÜRME von Hugh Walker und Hans Feller

Bei Em­me­rich Books & Me­dia ist so­eben in der Hugh Wal­ker-Werk­aus­ga­be die Samm­lung WELT DER TÜR­ME er­schie­nen. Die Ori­gi­nal­ro­ma­ne und No­vel­len er­schie­nen un­ter dem Pseud­onym Ray Card­well, sie wur­den in Zu­sam­men­ar­beit mit dem öster­rei­chi­schen Au­tor und Ok­kul­ti­sten Hans Fel­ler ver­fasst. Zum In­halt:

3000 Jah­re lang ha­ben die ge­heim­nis­vol­len Tür­me, Re­lik­te der Ver­gan­gen­heit, die Aus­wüch­se »wil­der Ma­gie« in Al­mord­ins Welt un­ter­drückt!
Durch die Ge­burt ei­nes Ge­schwi­ster­paa­res, das die ver­fem­te Kraft in sich trägt, droht sich die­ser Zu­stand dra­ma­ti­sch zu än­dern. Ver­folgt durch fa­na­ti­sche Lich­trit­ter und Prie­ster ge­hen Er­vi­a­na und Go­than ih­ren Weg, der das Schick­sal der Men­schen für im­mer ver­än­dern könn­te.

Hugh Wal­ker lern­te Hans Fel­ler An­fang der 1960er Jah­re in Wien ken­nen. Bei­der In­ter­es­se für phan­ta­sti­sche Li­te­ra­tur führ­te ab Mit­te der sech­zi­ger Jah­re zu ge­mein­sa­mer li­te­ra­ri­scher Be­tä­ti­gung: Sie schrie­ben ne­ben et­li­chen Hor­ror-Sto­ries (z.T. un­ter den Ge­mein­schafts­p­seud­ony­men »Ray Card­well« und »Ho­gar­th Brown«) über die Jah­re hin­weg ei­nen klei­nen Zy­klus um die »Welt der Tür­me«, der zu Be­ginn star­ke SF-Ele­men­te auf­wies, sich spä­ter aber zu ei­ner rei­nen Fan­ta­sy-Se­rie ent­wickel­te. Doch die er­hoff­te Ver­öf­fent­li­chung stand un­ter kei­nem gu­ten Stern. Fel­ler über­sie­del­te nach Am­ster­dam, Wal­ker zog nach Un­ter­am­mer­gau, und die bei­den ver­lo­ren sich aus den Au­gen. 1973 brann­te Fel­lers Miet­haus in Am­ster­dam ab, wo­bei auch die Ori­gi­nal­ma­nu­skrip­te um »Welt der Tür­me« ein Raub der Flam­men wur­den. An­fang 1974 er­hielt Hugh Wal­ker die Nach­richt vom Tod sei­nes Freun­des.

Mitt­ler­wei­le hat­te sich Wal­ker im Gen­re als Au­tor und Her­aus­ge­ber ei­nen Na­men ge­macht. Er ver­fass­te et­li­che SF- und Hor­ror-Ro­ma­ne und war von 1974 bis 1982 Her­aus­ge­ber der Rei­he TER­RA FAN­TA­SY, wo ne­ben Wal­kers MA­GI­RA-Zy­klus auch zwei Ro­ma­ne und eine Kurz­ge­schich­te um die »Welt der Tür­me« Ver­öf­fent­li­chung fan­den: die Ro­ma­ne »Als die He­x­er star­ben« und »Her­rin der Welt« so­wie die Sto­ry »Ja­ra­mons Traum«, alle un­ter dem Pseud­onym Ray Card­well. Eine wei­te­re No­vel­le – »Mord­ins Kraft« – er­schien dann 1984 noch bei Heyne. Die­se Wer­ke sind also post­hu­me Kol­la­bo­ra­tio­nen von Hans Fel­ler und Hugh Wal­ker. »Welt der Tür­me« er­scheint in der Hugh-Wal­ker-Wer­k­rei­he erst­mals voll­stän­dig und in hand­lungs­chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge.

WELT DER TÜR­ME ist seit dem 26. März 2017 er­hält­li­ch, die Prin­t­aus­ga­be hat ein For­mat von 20,3 x 12,7 x 2,4 cm und ei­nen Um­fang von 384 Sei­ten, sie ko­stet 15,00 Euro. Für die eBook-Fas­sung wer­den 5,95 Euro fäl­lig. Mehr In­for­ma­tio­nen auf der Ver­lags­sei­te.

WELT DER TÜR­ME
Hugh Wal­ker &  Hans Fel­ler
Phan­ta­stik
Ta­schen­buch:
20,3 x 12,7 x 2,4 cm, 384 Sei­ten
15 Euro
eBook:
5,95 Euro
26. März 2017
Em­me­rich Books & Me­dia

Neu: MENSCHMASCHINEN: Eine Steamcyberpunk-Anthologie

Neu: MENSCHMASCHINEN: Eine Steamcyberpunk-Anthologie

Beim Am­rûn-Ver­lag ist so­eben die Sto­ry­samm­lung MENSCH­MA­SCHI­NEN: Eine Steam­cy­ber­punk-An­tho­lo­gie er­schie­nen, her­aus­ge­ge­ben von An­dré Sko­ra. Aus dem In­halt:

Ob Dampf, ob Öl oder Elek­to­im­pul­se – seit je­her träumt der Men­sch von der Ver­bes­se­rung sei­ner selbst.
Nun ha­ben sich zehn Tüft­ler an die Auf­ga­be ge­wagt, das fleisch­li­che Selbst zu mo­di­fi­zie­ren und auf eine neue Stu­fe zu brin­gen. Ob me­cha­ni­sche Glied­ma­ßen, damp­fen­de Her­zen oder ro­bo­ter­ar­ti­ge Haus­halts­hil­fen – der Traum hat die Rea­li­tät be­reits ein­ge­holt.
Die­se An­tho­lo­gie ent­hält zehn Ge­schich­ten aus steam-, cy­ber­pun­ki­gen und trans­hu­ma­nen Wel­ten aus der Fe­der von Thor­sten Kü­per, Me­la­nie Ul­ri­ke Jun­ge, Mar­co An­sing, Glo­ria H. Man­der­feld, Mia Stein­grä­ber & To­bi­as Ra­fa­el Jun­ge, Peer Bie­ber, Pe­ter Hoh­mann, An­dre­as Win­te­rer, Eva Stra­sser und Anja Ba­gus.

Das Ta­schen­buch ist am 22. März 2017 er­schie­nen, 216 Sei­ten stark und ko­stet 11,90 Euro. Die eBook-Fas­sung schlägt mit 3,99 Euro zu Bu­che und wird ab ca. Ende näch­ster Wo­che er­hält­li­ch sein.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Am­rûn-Ver­lag

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Je­der, der sich in­ten­si­ver mit Sci­en­ce Fic­tion be­schäf­tigt, weiß was Fan­zines sind. Fan­zines sind von Fans her­aus­ge­ge­be­ne Ma­ga­zi­ne, die sich mit As­pek­ten der SF und ver­wand­ten Ge­bie­ten be­schäf­ti­gen. Die gibt es seit vie­len, vie­len Jah­ren, seit man als Sterb­li­cher ab­seits von Ver­la­gen halb­wegs brauch­ba­ren Zu­griff auf Ver­viel­fäl­ti­gungs­me­tho­den für Tot­holz be­kam. Ich kann mich noch an Fan­zines er­in­nern, die vor dem groß­flä­chi­gen Ent­ste­hen von Co­py­shops mit Spi­ri­tus-Um­druck ent­stan­den sind. Mit Stück­zah­len, die man an vier Hän­den ab­zäh­len konn­te. Oder drei. Oder 20. Es gab Fan­zines mit den ver­schie­den­sten In­hal­ten, man­che be­fass­ten sich se­kun­där­li­te­ra­ri­sch mit dem Ger­ne, an­de­re brach­ten selbst­ver­fass­te Sto­ries, wie­der an­de­re wa­ren rei­ne Ego­zi­nes, die ver­mut­li­ch mei­sten ein Mix aus all dem. Fan­zines wa­ren ein As­pekt des Gen­res und des Hob­bies, das nicht weg­zu­den­ken war – und streng ge­nom­men bis heu­te ist.

Aber wenn wir das mal mit et­was Ab­stand und ob­jek­tiv be­trach­ten, dann wa­ren das Pu­bli­ka­ti­ons­for­men für je­der­mann, lan­ge be­vor so et­was wie das In­ter­net oder Self­pu­blis­hing all­ge­mein ver­füg­bar wa­ren. Ma­ga­zi­ne, die in eben­falls ei­ner Art von Self­pu­blis­hing er­schie­nen sind.

Und da kom­men wir zum Punkt: An­ge­sichts die­ser jahr­zehn­te­lan­gen Hi­sto­rie des Self­pu­blis­hings im deut­schen SF-Fan­dom kann ich ab­so­lut nicht nach­voll­zie­hen, war­um et­li­che Prot­ago­ni­sten die­ses Ge­ron­ten­stadls die­ser Grup­pie­rung heut­zu­ta­ge via Self­pu­blis­hing ver­öf­fent­lich­te Wer­ke oder Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen pau­schal als »Mist« ab­leh­nen, ohne auch nur mal ein Blick hin­ein ge­wor­fen zu ha­ben? War­um fin­den Self­pu­blis­hing-Wer­ke kei­ner­lei Be­rück­sich­ti­gung, wenn es um Prei­se aus dem Dunst­kreis »deut­sches SF-Fan­dom« geht, Ver­öf­fent­li­chun­gen in Fan­zines – die heu­te bis­wei­len noch wie mit Spi­ri­tu­s­um­druck her­ge­stellt wir­ken, selbst wenn sie eine Web­prä­senz sind – aber schon? Wird da mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen? Weil »wir das noch nie so ge­macht ha­ben«? War­um? Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, denn es gibt frag­los im Be­reich SF via Self­pu­blis­hing hau­fen­wei­se be­mer­kens­wer­te Ver­öf­fent­li­chun­gen, so­gar wel­che, die an­ders­wo Prei­se ein­heim­sen kön­nen. War­um wer­den die nicht zur Kennt­nis ge­nom­men? Weil ge­ra­de die Ju­ro­ren für SF-Prei­se eine neue Tech­no­lo­gie wie eBooks und eBook-Re­a­der als neu­mo­di­sches Teu­fels­werk ab­leh­nen und lie­ber ver­zückt an Drucker­schwär­ze und Buch­rücken­kleb­stoff von be­druck­tem Tot­holz schnüf­feln? Und weil sie nicht er­ken­nen, dass Self­pu­blis­hing so weit vom Fan­dom-Klas­si­ker Fan­zine nicht ent­fernt ist? Oder sind sie ver­grätzt, dass wir heu­te in der Lage sind, Sto­ry­samm­lun­gen via Ama­zon groß­flä­chig un­ters Volks zu brin­gen, statt nur zwei Hand­voll hand­ge­klam­mer­ter nach Sprit rie­chen­der Um­druck-Hef­te ver­tei­len oder per Post ver­schicken zu kön­nen? War­um leh­nen Ur­ge­stei­ne, die uns frü­her mit mehr oder we­ni­ger schlecht ko­pier­ten Fan­zines zwei­fel­haf­ten In­halts ge­quält ha­ben (die aber den­no­ch als Fan-Ar­beit selbst­ver­ständ­li­ch lie­bens- und be­mer­kens­wert wa­ren), heu­te an­de­re Fans ab, die ei­gent­li­ch ge­n­au das­sel­be tun?

Ich ver­ste­he es nicht. Ich ver­ste­he es wirk­li­ch nicht.

p.s.: Nein, es geht dies­mal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jah­re­lang mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen Self­pu­blis­hing ge­wehrt hat.

Hea­der­bild Co­py­right: StockUn­li­mi­t­ed

Amazons Echo kann vorlesen

Amazons Echo kann vorlesen

Ama­zon hat für sei­nen Laut­spre­cher-As­si­sten­ten Echo (man­che nen­nen ihn auch Alexa) eine neue Funk­ti­on frei­ge­schal­tet: Ab so­fort kann das Ge­rät Kind­le eBooks vor­le­sen, na­tür­li­ch nur sol­che, die sich in der Bi­blio­thek des Nut­zers be­fin­den und für die die Vor­le­se­funk­ti­on frei­ge­ge­ben ist.

Die da­bei ver­wen­de­te Spee­ch-En­gi­ne ist of­fen­bar die­sel­be, die auch bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Echo ver­wen­det wird. Die Sprach­qua­li­tät lässt der­zeit zu wün­schen üb­rig, Be­to­nun­gen und Pau­sen wis­sen der­zeit nicht so recht zu über­zeu­gen. Bleibt ab­zu­war­ten, ob Ama­zon das in Zu­kunft noch ver­bes­sert.

Die Vor­le­se­funk­ti­on ist nur in der deut­schen Fas­sung neu, bei der US-Ver­si­on ist sie be­reits seit ca. ei­nem Jahr frei­ge­schal­tet.

Das in der kur­zen Demo vor­ge­le­se­ne Buch ist RU­HE­LOS von Anja Ba­gus.

Pro­mo­gra­fik Ama­zon Echo Co­py­right Ama­zon

Neu von Ju Honisch: SEELENSPALTER

Neu von Ju Honisch: SEELENSPALTER

Es ist ein neu­er Fan­ta­sy-Ro­man der mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten deut­schen Phan­ta­stik-Au­to­rin Ju Ho­ni­sch ver­öf­fent­licht wor­den. Er trägt den Ti­tel SEE­LEN­SPAL­TER. Zum In­halt:

Seit vie­len Jahr­hun­der­ten herrscht in den Acht Rei­chen Krieg. Im­mer wie­der an­ge­facht, schwelt der Kon­flikt in end­lo­sen Kämp­fen und Schar­müt­zeln wei­ter. Der Tod ist im Reich all­ge­gen­wär­tig, das Elend der mei­sten Men­schen groß. In die­ser Welt wird Ma­le­ni vom Or­den der Xyi zur As­sas­si­n­in Ta­ryah aus­ge­bil­det – die bei­den Na­men be­zeich­nen zwei sehr ver­schie­de­ne Tei­le ih­rer ge­spal­te­nen See­le. Ma­le­ni, das ist das harm­lo­se Bau­ern­mäd­chen vol­ler Mit­ge­fühl, Ta­ryah die skru­pel­lo­se Mör­de­rin, die je­den Auf­trag mit eis­kal­ter Prä­zi­si­on aus­führt. Als Ma­le­ni nach ei­nem ih­rer Auf­trä­ge ihre Flucht­mög­lich­keit ver­passt, schließt sie sich zur Tar­nung den bei­den Schmie­den Um­bert und El­gor an. Bald merkt Ma­le­ni, dass die zwei über mehr Wis­sen ver­fü­gen, als ein­fa­che Wan­der­hand­wer­ker es soll­ten. Die bei­den hü­ten ein Ge­heim­nis: Eine un­be­kann­te Macht lenkt die Ge­schicke der Kö­nig­rei­che, eine Macht, die we­der die Für­sten noch die Xyi ken­nen oder ver­ste­hen kön­nen. Als Ma­le­ni von dem vom Or­den vor­be­stimm­ten Pfad ab­weicht, droht aus­ge­rech­net Ta­ryah, ihr zwei­tes Ich, zu ih­rer ge­fähr­lich­sten Geg­ne­rin zu wer­den.

DIE GE­HEIM­NIS­SE DER KLIN­GEN­WELT: SEE­LEN­SPAL­TER ist am 1. März 2017 bei Knaur als Pa­per­back mit Klap­pen­bro­schur er­schie­nen. Das 432 Sei­ten star­ke Werk ko­stet als Print­ver­si­on 12,99 Euro (ISBN: 978–3-426–51844-1), das eBook gibt es für 10,99 Euro (978–3-426–43603-5).

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Knaur

Indie-Lesefestival: Die GLASBERG-Trilogie

Indie-Lesefestival: Die GLASBERG-Trilogie

Ama­zon fei­ert ge­ra­de sein so­ge­nann­tes In­die-Le­se­ve­sti­val ab, in des­sen Rah­men hau­fen­wei­se Self­pu­blis­her-eBooks gün­sti­ger ab­ge­ge­ben wer­den. Dar­un­ter ist auch die Glas­berg-Tri­lo­gie von Anja Ba­gus, die ei­nen hal­ten es für Steam­punk, die an­de­ren für Phan­ta­stik vor ei­ner al­ter­na­ti­ven Hi­sto­rie, die zur Zeit des deut­schen Kai­ser­reichs spielt. Zum In­halt:

Seit dem Jahr 1900 gibt es auf der Welt eine selt­sa­me Sub­stanz: Æt­her ist als grü­ner Ne­bel über Flüs­sen und Seen auf­ge­stie­gen. Er ist en­er­gie­reich und wird als Treib­stoff für Luft­schif­fe und in­du­stri­el­le Pro­zes­se ge­nutzt. Aber er hat die Welt noch tief­grei­fen­der ver­än­dert: Krea­tu­ren aus My­then und Le­gen­den tau­chen aus den Ne­beln auf und je­dem kann es pas­sie­ren, dass ihm Flü­gel oder Hör­ner, Hufe oder Klau­en wach­sen.
Schwarz­wald 1912: Im mon­dä­nen Ho­tel Wal­des­ruh scheint die Welt noch in Ord­nung. Man will hier die Sil­ve­ster­fei­er un­ge­stört von den Vor­gän­gen am Rhein ver­brin­gen. Aber der Æt­her hat auch die­sen Rück­zugs­ort ver­än­dert und der Glas­berg hat sei­nen grü­nen Gip­fel ent­hüllt. Re­li­giö­se Fa­na­ti­ker und eine ur­alte We­sen­heit stö­ren die Fei­er­lich­kei­ten. Be­glei­ten Sie die ade­li­ge Frei­frau Mi­ner­va von Rap­pen­feld und den Un­ter­neh­mer Falk Bi­sch­off durch die Un­ru­hen die­ser be­son­de­ren Nacht.
Falk ent­deckt, dass das Glas des Glas­bergs be­son­de­re Kräf­te hat. Die Vor­gän­ge der Sil­ve­ster­nacht ha­ben Fol­gen: Ba­den-Ba­den wird durch eine selt­sa­me Krank­heit be­droht, die Kin­der grau­sam ster­ben lässt. Fin­den Falk und Mi­ner­va die Ur­sa­che? Und kön­nen sie den Wi­der­sa­cher, der hin­ter al­lem steckt, schließ­li­ch be­sie­gen oder wird es im Fi­na­le am Rhein zu ei­nem Schar­müt­zel kom­men, wel­ches in welt­wei­tem Krieg en­den könn­te?
Was in WAL­DES­RUH be­ginnt, nimmt in GLAS­BERG sei­nen Lauf und en­det ac­tion­reich und dra­ma­ti­sch in RHEIN­GOLD. In der Steam­punk-Welt von Anja Ba­gus gibt es al­les, was das Herz be­gehrt: star­ke Frau­en, Sol­da­ten, Be­am­te und Mon­ster, Ac­tion und Ro­man­tik.

Die drei Bü­cher er­hält man im Rah­men des In­die-Fe­sti­vals noch bis zum 22.02.2017 ver­gün­stigt. WAL­DES­RUH wäre als Print-Aus­ga­be 312 Sei­ten dick, GLAS­BERG hät­te 378 Sei­ten und RHEIN­GOLD käme mit 307 Sei­ten. Alle drei eBooks er­hält man der­zeit für je­weils nur 1,19 Euro.

Co­ver­ab­bil­dun­gen Co­py­right Anja Ba­gus

Neu bei Periplaneta: KALION – DIE LAUTLOSE WOGE von Aleš Pickar

Neu bei Periplaneta: KALION – DIE LAUTLOSE WOGE von Aleš Pickar

Bei Pe­ri­pla­ne­ta er­schien mit Aleš Pickars KA­LION – DIE LAUT­LO­SE WOGE der er­ste Band der High Fan­ta­sy-Tri­lo­gie KA­LION. Der zwei­te Teil DIE DUNKLE WUN­DE wird im Juni 2017 ver­öf­fent­licht, der Ab­schluss­band DIE ZWÖLF KRO­NEN soll im De­zem­ber die­sen Jah­res vor­lie­gen. Klap­pen­text:

Die Neun Göt­ter ha­ben Ka­lion längst ver­las­sen – nur der Stil­le Mah­ner am Fir­ma­ment zeugt noch da­von, dass die Welt ein­mal eine glück­li­che­re war, be­vor der Hoch­mut der Men­schen sie zer­stör­te.
Seit Ge­ne­ra­tio­nen sind die Völ­ker des rau­en Kon­ti­nents Neroê zer­strit­ten. Im Nor­den wü­tet eine rät­sel­haf­te Krank­heit. Die ver­wöhn­te Prin­zes­sin Line­de­ri­on aus dem Ost­reich soll an ei­nen frem­den Hof ver­hei­ra­tet wer­den, der ge­fal­le­ne Feld­herr Gel­len ist auf der Flucht, weil er sein Ge­heim­nis nicht preis­ge­ben kann, die ehe­ma­li­ge Skla­vin Nelei will Ra­che neh­men und die Schwä­ge­rin des Kö­nigs von Ken­da­ré spinnt In­tri­gen, um ih­ren un­be­lieb­ten Sohn auf den Thron zu set­zen.
Doch sie alle ah­nen nichts von der dunk­len Ge­fahr, die sich im We­sten zu­sam­men­braut …

Der Ver­lag er­gänzt:

Für KA­LION – DIE LAUT­LO­SE WOGE hat Aleš Pick­ar eine neue, apo­ka­lyp­ti­sch-mit­tel­al­ter­li­che Welt mit ei­ge­ner Spra­che, Hi­sto­rie und so­zia­len Struk­tu­ren er­schaf­fen. Der Au­tor leg­te den Fo­kus u.a. auf star­ke Frau­en­fi­gu­ren und am­bi­va­len­te Prot­ago­ni­sten. Mit ei­ner kla­ren Spra­che und viel Hin­ter­sinn zeich­net er den Weg ei­ner Ge­sell­schaft in eine noch nicht greif­ba­re Ka­ta­stro­phe nach.

Der Ro­man er­schien vor Kur­zem als 264-sei­ti­ge Klap­pen­bro­schur im For­mat 20,6 x 13,5 cm, zu­sam­men mit ei­nem Ein­le­ger der far­bi­gen Land­kar­te von Neroê, eine CD liegt eben­falls bei, lei­der schweigt sich die Pres­se­mit­tei­lung über de­ren In­halt aus (viel­leicht eine Hör­buch­fas­sung?). Der Preis für die 146 Sei­ten star­ke Print­ver­si­on liegt bei 14,50. Das eben­falls er­hält­li­che eBook ko­stet 7,99 Euro.

KA­LION – DIE LAUT­LO­SE WOGE
Aleš Pick­ar
High Fan­ta­sy
Jan 2017, Pe­ri­pla­ne­ta Ber­lin, Edi­ti­on Dra­chen­flie­ge
1. Print: Buch & CD, Klap­pen­bro­schur 146 S./66 min., 20,6 x 13,5 cm
ISBN: 978–3-95996–032-8, GLP: 14,50 € (D)
2. Di­gi­tal: eBook; ISBN: 978–3-95996–033-5, GLP: 7,99 € (D); er­hält­li­ch als epub und als Kind­le bei Ama­zon

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Pe­ri­pla­ne­ta

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 639

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 639

Und schon wie­der ist ein Mo­nat her­um – und schon wie­der liegt eine Aus­ga­be von Erik Schrei­bers PHAN­TA­STI­SCHEM BÜ­CHER­BRIEF im Post­fach.

Wie im­mer ent­hält er Be­spre­chun­gen ver­schie­den­ster Spiel­ar­ten der Phan­ta­stik und des Kri­mis, dies­mal in den The­men­ge­bie­ten: Deut­sche und in­ter­na­tio­na­le Phan­ta­stik, Ju­gend­li­te­ra­tur, Kri­mi & Thril­ler, Fan­zines und Ma­ga­zi­ne, so­wei dies­mal Wis­sen­schaft.

DER PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF 639 für den Mo­nat Ja­nu­ar 2017 liegt wie son­st auch im PDF-For­mat vor und kann hier ko­sten­los her­un­ter ge­la­den wer­den.

Bü­cher­brief 639 Ja­nu­ar 2017

Kostenlos für den Kindle: SHERLOCK und CONAN

Kostenlos für den Kindle: SHERLOCK und CONAN

Co­nan und Co­nan Doy­le. Wer ei­nen Kind­le be­sitzt und ein Freund von Ar­thur Co­nan Doy­les Mei­ster­de­tek­tiv Sher­lock Hol­mes oder von Ro­bert E. Howards cim­me­ri­schem Bar­ba­ren Co­nan ist, der darf sich freu­en: Es gibt Ge­samt­aus­ga­ben bei­der Hel­den ko­sten­los für den Kind­le. Co­nan schon et­was län­ger (in neu­er Fas­sung seit dem 22. De­zem­ber 2016), die Sher­lock-Ge­samt­aus­ga­be ist brand­neu.

Co­nan the Bar­ba­ri­an: The Com­ple­te Collec­tion ist an­geb­li­ch um­ge­rech­ne­te 774 Sei­ten stark, das kann ich mir schwer­li­ch vor­stel­len, es müss­ten mei­ner An­sicht nach mehr sein, aber wir wis­sen ja, dass Ama­zons Sei­ten­zahl­um­rech­nung bei eBooks mei­st völ­lig da­ne­ben liegt.

Umso mehr gilt das für die von Ama­zon selbst her­aus ge­ge­be­ne Samm­lung Sher­lock Hol­mes: The Com­ple­te Collec­tion, die hat an­geb­li­ch näm­li­ch nur zwei Sei­ten und das darf man ge­tro­st be­lä­cheln.

Wie ge­schrie­ben: Bei­de sind ko­sten­los, es gibt also für Kind­le-Be­sit­zer kei­nen Grund, sie nicht so­fort aufs Ge­rät zu schau­feln.