Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Ama­zon macht da­mit wei­ter, ne­ben Buch- und On­line­han­del all­ge­mein, auch den Fern­seh- bzw. Strea­ming­markt auf­zu­mi­schen. In den USA gibt es be­reits das so­ge­nann­te »Ama­zon Pri­me Strea­ming Part­ners Pro­gram«. Da­bei öff­net sich Ama­zon Pri­me Vi­deo für In­hal­te Drit­ter, das kön­nen klas­si­sche Fern­seh­sen­der sein, aber auch di­rekt Pro­du­zen­ten, die dann in der Lage sind, ih­ren Con­tent ohne Um­weg über ir­gend­wel­che Sen­der zu ver­brei­ten.

Die­ses Pro­gramm könn­te laut den In­for­ma­tio­nen von W&V be­reits im Früh­som­mer auch in Deutsch­land star­ten. Ama­zon hält sich dazu al­ler­dings noch be­deckt und möch­te das nicht kom­men­tie­ren, es wäre aber eine lo­gi­sche Fort­füh­rung des Ama­zon Pri­me Vi­deo Kon­zepts. Und selbst­ver­ständ­li­ch wird sich Ama­zon die Ver­brei­tung der In­hal­te Drit­ter auf sei­ner gut ein­ge­führ­ten, reich­wei­testar­ken Strea­ming­platt­form or­dent­li­ch be­zah­len las­sen.

Den­no­ch dürf­te das ins­be­son­de­re für öf­fent­li­ch-recht­li­che oder pri­va­te Sen­der durch­aus at­trak­tiv sein, weil sie da­mit mög­li­cher­wei­se Zu­se­her zu­rück­ge­win­nen könn­ten, die sich vom klas­si­schen Fern­se­hen längst ab­ge­wandt ha­ben. Auf der an­de­ren Sei­te könn­te das aber auch dazu füh­ren, dass sich noch mehr Zu­schau­er vom tech­ni­sch, kon­zep­tio­nell und in­halt­li­ch über­hol­ten Pan­tof­fel­ki­no ver­ab­schie­den.

An­geb­li­ch gibt es zu­dem Ver­hand­lun­gen mit Dis­co­very we­gen Bun­des­li­ga-Über­tra­gun­gen und dem Pay-TV-Sen­der Sky, aber auch da will sich nie­mand äu­ßern.

Im Früh­som­mer wis­sen wir mehr.

Ama­zon-Logo Co­py­right Ama­zon

Amazons Echo kann vorlesen

Amazons Echo kann vorlesen

Ama­zon hat für sei­nen Laut­spre­cher-As­si­sten­ten Echo (man­che nen­nen ihn auch Alexa) eine neue Funk­ti­on frei­ge­schal­tet: Ab so­fort kann das Ge­rät Kind­le eBooks vor­le­sen, na­tür­li­ch nur sol­che, die sich in der Bi­blio­thek des Nut­zers be­fin­den und für die die Vor­le­se­funk­ti­on frei­ge­ge­ben ist.

Die da­bei ver­wen­de­te Spee­ch-En­gi­ne ist of­fen­bar die­sel­be, die auch bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Echo ver­wen­det wird. Die Sprach­qua­li­tät lässt der­zeit zu wün­schen üb­rig, Be­to­nun­gen und Pau­sen wis­sen der­zeit nicht so recht zu über­zeu­gen. Bleibt ab­zu­war­ten, ob Ama­zon das in Zu­kunft noch ver­bes­sert.

Die Vor­le­se­funk­ti­on ist nur in der deut­schen Fas­sung neu, bei der US-Ver­si­on ist sie be­reits seit ca. ei­nem Jahr frei­ge­schal­tet.

Das in der kur­zen Demo vor­ge­le­se­ne Buch ist RU­HE­LOS von Anja Ba­gus.

Pro­mo­gra­fik Ama­zon Echo Co­py­right Ama­zon

ELECTRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHILIP K. DICK wandert zu Amazon

ELECTRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHILIP K. DICK wandert zu Amazon

Im Mai ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te ich das letz­te Mal dar­über be­rich­tet, dass Ron Moo­re, Mi­cha­el Din­ner und Bryan Cran­s­ton aus­füh­ren­de Pro­du­zen­ten bei ei­ner SF-Fern­seh­se­rie na­mens ELEC­TRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHIL­IP K. DICK sind, die auf den Wer­ken des US-ame­ri­ka­ni­schen Au­tors ba­siert. Ur­sprüng­li­ch soll­te die Show auf AMC lau­fen, da war laut der Pro­duk­ti­ons­fir­ma Chan­nel 4 an­geb­li­ch auch schon al­les in trocke­nen Tü­chern, aber dann hat der Sen­der of­fen­bar kal­te Füße be­kom­men und eine Ver­zö­ge­rungs­tak­tik ge­fah­ren, die jetzt of­fen­bar dazu führ­te, dass man sich jetzt ei­nen neu­en Part­ner ge­sucht hat.

Neu­er Co-Pro­du­zent ist Ama­zon Vi­deo, das Kon­zept bleibt das­sel­be: Eine zehn­tei­li­ge Se­rie, bei der je­der Epi­so­de ein Werk von Dick zu­grun­de lie­gen wird. Die Epi­so­den wer­den von nam­haf­ten Au­to­ren ver­fass­te, bei­spiels­wei­se Jack Thor­ne (HAR­RY POT­TER AND THE CUR­SED CHILD, THE FA­DES), Mat­t­hew Gra­ham (DOC­TOR WHO, die nicht rea­li­ser­te STAR WARS-Se­rie), Tony Gri­so­ni (FEAR AND LOATHING IN LAS VE­GAS) oder Da­vid Farr (THE NIGHT MA­NA­GER).

Cran­s­ton wird nicht nur pro­du­zie­ren, son­dern auch mit­spie­len.

Im ver­gan­ge­nen Mai hat­te ich noch ver­mu­tet, die Se­rie käme im Früh­jahr 2017. Dar­aus wird dank AMC nun nichts, mein neu­er Tipp wäre der Herb­st die­sen Jah­res.

Bild: Bryan Cran­s­ton 2014, von Pe­abo­dy Awards, aus der Wi­ki­pe­dia, CC-BY

Indie-Lesefestival: Die GLASBERG-Trilogie

Indie-Lesefestival: Die GLASBERG-Trilogie

Ama­zon fei­ert ge­ra­de sein so­ge­nann­tes In­die-Le­se­ve­sti­val ab, in des­sen Rah­men hau­fen­wei­se Self­pu­blis­her-eBooks gün­sti­ger ab­ge­ge­ben wer­den. Dar­un­ter ist auch die Glas­berg-Tri­lo­gie von Anja Ba­gus, die ei­nen hal­ten es für Steam­punk, die an­de­ren für Phan­ta­stik vor ei­ner al­ter­na­ti­ven Hi­sto­rie, die zur Zeit des deut­schen Kai­ser­reichs spielt. Zum In­halt:

Seit dem Jahr 1900 gibt es auf der Welt eine selt­sa­me Sub­stanz: Æt­her ist als grü­ner Ne­bel über Flüs­sen und Seen auf­ge­stie­gen. Er ist en­er­gie­reich und wird als Treib­stoff für Luft­schif­fe und in­du­stri­el­le Pro­zes­se ge­nutzt. Aber er hat die Welt noch tief­grei­fen­der ver­än­dert: Krea­tu­ren aus My­then und Le­gen­den tau­chen aus den Ne­beln auf und je­dem kann es pas­sie­ren, dass ihm Flü­gel oder Hör­ner, Hufe oder Klau­en wach­sen.
Schwarz­wald 1912: Im mon­dä­nen Ho­tel Wal­des­ruh scheint die Welt noch in Ord­nung. Man will hier die Sil­ve­ster­fei­er un­ge­stört von den Vor­gän­gen am Rhein ver­brin­gen. Aber der Æt­her hat auch die­sen Rück­zugs­ort ver­än­dert und der Glas­berg hat sei­nen grü­nen Gip­fel ent­hüllt. Re­li­giö­se Fa­na­ti­ker und eine ur­alte We­sen­heit stö­ren die Fei­er­lich­kei­ten. Be­glei­ten Sie die ade­li­ge Frei­frau Mi­ner­va von Rap­pen­feld und den Un­ter­neh­mer Falk Bi­sch­off durch die Un­ru­hen die­ser be­son­de­ren Nacht.
Falk ent­deckt, dass das Glas des Glas­bergs be­son­de­re Kräf­te hat. Die Vor­gän­ge der Sil­ve­ster­nacht ha­ben Fol­gen: Ba­den-Ba­den wird durch eine selt­sa­me Krank­heit be­droht, die Kin­der grau­sam ster­ben lässt. Fin­den Falk und Mi­ner­va die Ur­sa­che? Und kön­nen sie den Wi­der­sa­cher, der hin­ter al­lem steckt, schließ­li­ch be­sie­gen oder wird es im Fi­na­le am Rhein zu ei­nem Schar­müt­zel kom­men, wel­ches in welt­wei­tem Krieg en­den könn­te?
Was in WAL­DES­RUH be­ginnt, nimmt in GLAS­BERG sei­nen Lauf und en­det ac­tion­reich und dra­ma­ti­sch in RHEIN­GOLD. In der Steam­punk-Welt von Anja Ba­gus gibt es al­les, was das Herz be­gehrt: star­ke Frau­en, Sol­da­ten, Be­am­te und Mon­ster, Ac­tion und Ro­man­tik.

Die drei Bü­cher er­hält man im Rah­men des In­die-Fe­sti­vals noch bis zum 22.02.2017 ver­gün­stigt. WAL­DES­RUH wäre als Print-Aus­ga­be 312 Sei­ten dick, GLAS­BERG hät­te 378 Sei­ten und RHEIN­GOLD käme mit 307 Sei­ten. Alle drei eBooks er­hält man der­zeit für je­weils nur 1,19 Euro.

Co­ver­ab­bil­dun­gen Co­py­right Anja Ba­gus

Pratchetts GOOD OMENS: Neil Gaiman macht Serie für Amazon und die BBC

Pratchetts GOOD OMENS: Neil Gaiman macht Serie für Amazon und die BBC

Im ver­gan­ge­nen April hat­te ich dar­über be­rich­tet, dass Neil Gai­man per­sön­li­ch sein und Ter­ry Prat­chetts Buch GOOD OMENS in eine Fern­seh­se­rie um­set­zen wol­le. Da­mals war nur klar, dass es ge­sche­hen soll, al­ler­dings nicht wie die ge­nau­en Be­gleit­um­stän­de sein wür­den, ein Sen­der wur­de noch nicht ge­nannt.

Jetzt wird be­rich­tet, dass Ama­zon die Se­rie für sei­nen Strea­ming­dien­st fi­nan­zie­ren wird, in Co­pro­duk­ti­on mit der BBC. Und tat­säch­li­ch wird Gai­man selbst der Showrun­ner des Pro­jekts sein. GOOD OMENS soll dann ir­gend­wann im Jahr 2018 welt­weit auf Ama­zon Pri­me be­reit ge­stellt wer­den. Neil Gai­man wird auch aus­füh­rend pro­du­zie­ren, zu­sam­men mit Ca­ro­li­ne Skin­ner (DOC­TOR WHO), Chris Suss­manRob Wil­kins, und Rod Brown.

GOOD OMENS (deut­sch: EIN GU­TES OMEN) dreht sich um ein un­ge­wöhn­li­ches Paar: Der Dä­mon Crow­ley und der En­gel Azi­ra­pha­le müs­sen sich zu­sam­men tun, um die Apo­ka­lyp­se zu ver­hin­dern.

Co­ver­ab­bil­dung GOOD OMENS Co­py­right Har­per Tor­ch

THE MAN IN THE HIGH CASTLE bekommt dritte Staffel

THE MAN IN THE HIGH CASTLE bekommt dritte Staffel

Ama­zon hat sich ent­schie­den, eine drit­te Staf­fel sei­ner Al­ter­na­tiv-Hi­sto­ri­en-Se­rie THE MAN IN THE HIGH CAST­LE nach Phil­ip K. Dick zu pro­du­zie­ren. In der Show geht es um eine Welt in den 1960ern, in der die Na­zis und Ja­pan den zwei­ten Welt­krieg ge­won­nen und die USA un­ter sich auf­ge­teilt ha­ben.

Der Trai­ler, mit dem Ama­zon das an­kün­digt, hat ver­blüf­fen­der­wei­se ein Geo­blocking und kann nur in den USA be­trach­tet wer­den. Was soll denn der Un­sinn? Glück­li­cher­wei­se wur­de er na­tür­li­ch so­fort re­pli­ziert und von an­de­ren Ka­nä­len ohne Blocking an­ge­bo­ten.

Es spie­len er­neut Ru­fus Se­well (John Smith) und Chel­ah Hors­dal (He­len), ver­mut­li­ch wer­den auch Alexa Da­va­los, Ru­pert Evans und Cary-Hi­royu­ki Taga­wa wie­der da­bei sein. Frank Spot­nitz gibt den Job als Showrun­ner ab, es über­nimmt Eric Over­my­er (THE AF­FAIR).

Staf­fel­start wird ver­mut­li­ch Ende 2017 sein.

Studio Ghiblis RONJA RÄUBERTOCHTER kommt zu Amazon Prime

Studio Ghiblis RONJA RÄUBERTOCHTER kommt zu Amazon Prime

Stu­dio Ghi­b­li, be­kannt durch di­ver­se Ha­yao Miya­z­a­ki-Fil­me wie NAU­SI­CAÄ, PRIN­ZES­SIN MO­NONO­KE, CHI­HI­ROS REI­SE INS ZAU­BER­LAND oder DAS WAN­DELN­DE SCHLOSS, hat 2014 in Ja­pan Astrid Lind­grens Aben­teu­er um RON­JA RÄU­BER­TOCH­TER als Ani­mé-Se­rie (San­zo­ku no Mu­su­me R?nya) um­ge­setzt. Die kommt jetzt via Ama­zon Pri­me Vi­deo auch in den We­sten.

Be­reits in den 70ern hat­ten die Stu­dio­grün­der Ha­yao Miya­z­a­ki und Isao Taka­ha­ta ver­sucht, an eine Li­zenz für die Um­set­zung von PIP­PI LANG­STRUMPF zu kom­men, das war da­mals aber ver­geb­li­ch ge­we­sen.

Re­gie bei der RON­JA-Um­set­zung führ­te Ha­ya­os Sohn Goro Miya­z­a­ki. Es han­delt sich um eine Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Stu­dio Ghi­b­li und Po­ly­gon Pic­tures, der Mix aus Ghi­blis Cha­rak­ter­de­signs und der 3D-Ani­ma­ti­ons­tech­nik von Po­ly­gon er­in­nert ein we­nig an NI NO KUNI, das Com­pu­ter­spiel, wel­ches das Stu­dio 2010 mit dem Ent­wick­ler Le­vel-5 rea­li­sier­te. Aber auch Er­in­ne­run­gen an an­de­re Ani­mé-Kin­der­se­ri­en kom­men hoch.

Durch ei­nen Li­zenz­de­al zwi­schen dem Dis­tri­bu­tor Se­rious Lun­ch und Ama­zon wird man die Se­rie auf dem Vi­deo­st­rea­mingser­vice des On­line­händ­lers zu se­hen be­kom­men, wann ge­n­au ist al­ler­dings der­zeit noch un­be­kannt. Die Se­rie soll of­fen­bar auf­wän­dig ins Eng­li­sche über­setzt wer­den, eine der Stim­men ist Gil­li­an An­der­son (Scul­ly in X-FILES). Eben­falls un­be­kannt ist, ob RON­JA auch bei Pri­me Vi­deo Deutsch­land zu se­hen sein wird, an­ge­sichts der Hand­ha­bung an­de­rer Se­ri­en sehe ich kei­nen Grund, war­um nicht.

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Percy Jackson bei Amazon

An­fang des Jah­res ging es durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald haupt­säch­li­ch rund ums Self­pu­blis­hing: On­line­händ­ler Ama­zon woll­te Feh­ler in eBooks er­ken­nen und dann ir­gend­wie re­agie­ren. In den USA ge­schieht das be­reits seit Fe­bru­ar 2016, jetzt auch im deut­schen Shop.

eBooks bei de­nen Qua­li­täts­pro­ble­me fest­ge­stellt wer­den, mar­kiert Ama­zon mit ent­spre­chen­den Hin­wei­sen. Das kön­nen bei­spiels­wei­se Recht­schreib­feh­ler oder fal­sch for­ma­tier­te Bil­der sein. Der Mel­dung »Qua­li­täts­pro­ble­me wur­den ge­mel­det« nach zu ur­tei­len, greift das Sy­stem da­bei aber of­fen­bar nicht auf au­to­ma­ti­sier­te Al­go­rith­men zu­rück, son­dern auf Rück­mel­dun­gen von Kun­den.

Falls in den Ver­la­gen jetzt ein lau­tes »Hähä!« an­hebt, da jetzt die un­lieb­sa­me Self­pu­blis­her-Kon­kur­renz ihr Fett weg be­kommt, freut man sich dort al­ler­dings zu früh, denn wie wir wis­sen, lei­den auch ver­meint­li­che Pro­fi-Pu­bli­ka­tio­nen un­ter Pro­ble­men, sei­en es Recht­schreib­feh­ler, oder gleich kom­plett mi­se­ra­bel er­stell­te eBooks. Das zeigt sich bei­spiels­wei­se an Carl­sens PER­CY JACK­SON – DIE LETZ­TE GÖT­TIN, das ei­nen ent­spre­chen­den Hin­weis ver­passt be­kom­men hat.

Un­klar sind wie so oft die Kri­te­ri­en, die bei Ama­zon an­ge­setzt wer­den, auch bleibt im Un­ge­wis­sen, wie­vie­le Mel­dun­gen zu­sam­men kom­men, oder wie wahr­heits­ge­treu die­se sein müs­sen, da­mit eBooks eine ent­spre­chen­de Mar­kie­rung ver­passt be­kom­men. Laut Re­cher­chen von lesen.net geht Ama­zon da­bei aber of­fen­bar nach der Prä­mis­se »lie­ber eins mehr als eins we­ni­ger kenn­zeich­nen« vor.

Man soll­te also mög­li­cher­wei­se ne­ben Ama­zons Hin­weis auch mal ei­nen Blick in die Be­wer­tun­gen wer­fen, denn wenn ein Buch tau­sen­de fünf-Ster­ne-Wer­tun­gen hat, soll­te man den Hin­weis viel­leicht nicht zu schwer ge­wich­ten.

Au­to­ren wie Ver­la­ge er­hal­ten üb­ri­gens eine Li­ste der Feh­ler, um die­se be­he­ben zu kön­nen, nach­dem das ge­sche­hen ist, sol­len die neu­en Ver­sio­nen wie bis­her kurz­fri­stig on­line ste­hen und der Hin­weis ver­schwin­den. Man darf ge­spannt sein, ob das auch in der Pra­xis funk­tio­niert.

Amazon Prime Reading

Amazon Prime Reading

amazon-LogoIn den USA baut On­line­händ­ler Ama­zon sein An­ge­bot für Pri­me-Kun­den mit »Ama­zon Pri­me Rea­ding« deut­li­ch aus. Das gan­ze wirkt wie ein Kind­le Un­li­mi­t­ed Light, denn man kann da­mit über 1000 eBook, Co­mics, Zeit­schrif­ten und Kind­le Sin­gles ohne wei­te­re Zu­satz­ko­sten aus­lei­hen. Da­für be­nö­tigt man nicht zwin­gend ei­nen Kind­le, das funk­tio­niert auch mit ei­ner App auf An­dro­id oder iOS.

Man er­hält bei­spiels­wei­se fol­gen­de Zeit­schrif­ten ohne Abon­ne­ment: Na­tio­nal Geo­gra­phic Tra­ve­ler, Peop­le und Sports Il­lu­stra­ted. Bei den eBooks nennt Ama­zons Pres­se­mit­tei­lung bei­spiels­wei­se The Hob­bit, Har­ry Pot­ter and the Sorcerer’s Sto­ne, The Man in the High Cast­le, in­ter­es­sant er­scheint hier, dass ex­pli­zit Ti­tel aus dem Phan­ta­stik-Be­reich in den Vor­der­grund ge­stellt wer­den; das An­ge­bot be­inhal­tet aber auch Non­fic­tion.

Man kann aus dem An­ge­bot be­lie­big vie­le Ti­tel für eine un­be­schränk­te Zeit lei­hen.

Da­mit macht Ama­zon sei­ne Pri­me-Mit­glied­schaft wei­ter für Kun­den in­ter­es­san­ter. Das wun­dert auch nicht, denn of­fen­bar be­stel­len Pri­me-Kun­den deut­li­ch mehr als nor­ma­le, der On­line­händ­ler be­treibt wei­ter­hin agres­si­ve Kun­den­bin­dung. Vor Kur­zem hat­te man erst Twit­ch Pri­me ein­ge­führt, mit dem man wer­be­freie Streams oder Ing­ame-Loot er­hält. Pri­me-Mit­glie­der er­hal­ten zu­dem Ra­bat­te auf neue Com­pu­ter- und Kon­so­len­spie­le.

Für Ver­la­ge und Au­to­ren mit Ti­teln in die­sem Pro­gramm dürf­te sich da­mit ver­mut­li­ch die Zahl der ge­le­se­nen Sei­ten und da­mit die Ein­nah­men er­hö­hen.

Bis­her gibt es Ama­zon Pri­me Rea­ding nur für Kun­den in den USA, es gibt al­ler­dings kei­nen Grund an­zu­neh­men, dass das Pro­gramm nicht auch in Deutsch­land ein­ge­führt wer­den wird. Ob al­ler­dings hie­si­ge Ver­la­ge mit­spie­len wer­den, bleibt ab­zu­war­ten. Für mich ist al­ler­dings be­reits das eng­lisch­spra­chi­ge An­ge­bot über­aus at­trak­tiv.

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Amazon bereitet Shops in der virtuellen Realität vor

Amazon bereitet Shops in der virtuellen Realität vor

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Wäh­rend bei der hie­si­gen Buch­bran­che noch nicht mal das eBook so rich­tig an­ge­kom­men scheint, und die The­men »Di­gi­tal­sie­rung« und »neue Me­di­en« nach wie vor wie Sci­en­ce Fic­tion wir­ken, plant Ama­zon be­reits den näch­sten Coup, der sich für ir­gend­wel­che rück­stän­di­gen Fax­nut­zer und In­ter­net­aus­drucker ver­mut­li­ch wie Sci­en­ce Fic­tion an­hört:

In ei­ner vor et­was über zwei Wo­chen auf Lin­ke­dIn ver­öf­fent­lich­ten Stel­len­aus­schrei­bung für ei­nen »Vir­tual Rea­li­ty Ex­pe­ri­en­ce De­ve­lop­ment Exe­cu­ti­ve« kann man le­sen, dass der On­line­händ­ler sei­nen Shop in die vir­tu­el­le Rea­li­tät brin­gen möch­te, und das auf den Platt­for­men Ocu­lus Ruft, HTC Vive und Play­sta­ti­on VR. Der neue Dienst wird nicht Pri­me-Mit­glie­dern vor­be­hal­ten blei­ben, son­dern auch den »nor­ma­len« Ama­zon-Kun­den zur Ver­fü­gung ste­hen. Und wie bei Ama­zon üb­li­ch, soll das Gan­ze nicht in ei­ner ne­bu­lö­sen Zu­kunft pas­sie­ren, son­dern noch in 2016 star­ten.

Man ver­glei­che das mit dem Bör­sen­ver­ein, des­sen Töch­ter Jah­re brau­chen, um ei­nen pop­li­gen On­line­shop für Bü­cher on­line zu stel­len, und der ist dann auch noch so schlecht, dass ihn nie­man­den nutzt. Auch von die­sem neu­en Pro­jekt wird die kon­ser­va­ti­ve und un­be­weg­li­che Bran­che ver­mut­li­ch wie­der eis­kalt er­wischt wer­den. Die hat es halt nicht so mit dem #neu­land.

Mehr zu Ama­zons VR-Shops so­bald ich mehr weiß. Dank vor­han­de­ner Ocu­lus Rift te­ste ich das selbst­ver­ständ­li­ch bei Re­lease.

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Trailer – Amazon Pilot Season: THE TICK, JEAN-CLAUDE VAN JOHNSON und I LOVE DICK

Trailer – Amazon Pilot Season: THE TICK, JEAN-CLAUDE VAN JOHNSON und I LOVE DICK

Auch in die­sem Jahr stellt Ama­zon wie­der sei­nen Pri­me Vi­deo-Kun­den Pi­lo­ten zur Ab­stim­mung. Da­bei han­delt es sich zum ei­nen um die Su­per­hel­den Par­odie THE TICK, eine Neu­erfin­dung der Se­rie des­sel­ben Ti­tels aus den 90ern, so­wie JEAN CLAU­DE VAN JOHN­SON. Letz­te­re ist eine par­odi­sti­sche Se­rie, in der Jean-Clau­de van Dam­me sich selbst spielt und in ei­ner Ge­hei­mi­den­ti­tät na­mens Jean-Clau­de van John­son ein Ge­heim­agent ist. Das klingt nicht nur schräg, son­dern ist es auch; es ist wun­der­bar zu se­hen, wie der ehe­ma­li­ge Ac­tion-Star sich mit ei­ner ge­hö­ri­gen Pri­se Hu­mor selbst in die Pfan­ne haut. THE TICK ist gran­di­os ko­mi­sch, JCVJ kann eben­falls über­zeu­gen, auch wenn man sich die gan­ze Zeit fragt: WTF? I LOVE DICK ist eine Klein­stadt-Ko­mö­die mit Ke­vin Ba­con, die ich mir man­gels In­ter­es­se bis­her noch nicht an­ge­se­hen habe.

Knüller: Amazon produziert mit del Toro Piloten zu CARNIVAL ROW

Knüller: Amazon produziert mit del Toro Piloten zu CARNIVAL ROW

Guillermo del ToroA KIL­LING ON CAR­NI­VAL ROW war ein Ki­no­film-Pit­ch aus dem Jahr 2005 von Tra­vis Be­ach­am (PA­CI­FIC RIM) und Guil­ler­mo del Toro (PA­CI­FIC RIM). Ei­gent­li­ch soll­te New Line Ci­ne­ma den Steam­punk-Stoff ins Kino brin­gen, aber dar­aus wur­de lei­der nie et­was.

Ama­zon hat nun aber wie­der fünf Pi­lot­fil­me aus­ge­wählt, aus de­nen dann Fern­seh­se­ri­en wer­den sol­len, wenn es den Zu­schau­ern ge­fällt. Dar­un­ter auch CAR­NI­VAL ROW, der Name wur­de aus Mar­ke­ting­grün­den ver­kürzt. Ent­wickeln wird den Stoff Le­gen­da­ry Pic­tures, die ihn im ver­gan­ge­nen Jahr von del Toro ge­kauft hat­ten. Aus­füh­ren­de Pro­zen­ten wer­den del Toro, Gary Un­gar (die schon zu­sam­men THE STRAIN ge­macht hat­ten) und Tra­vis Be­ach­am sein. Der Re­gis­seur schreibt auch zu­sam­men mit Be­ach­am und STAR TREK-Ve­te­r­an Rene Eche­var­ria das Dreh­buch und wird selbst im Re­gie­ses­sel des Pi­lo­ten sit­zen.

Die Sto­ry han­delt in ei­ner noir-an­ge­hauch­ten Groß­stadt mit vik­to­ria­ni­schem Hauch, in der Men­schen, Feen, Zwer­ge und an­de­re Krea­tu­ren ko­exi­stie­ren. Die Or­gi­nal­ge­schich­te er­zähl­te von ei­nem Po­li­zei­in­spek­tor, der Mor­de an ei­nes Se­ri­en­kil­lers an my­sti­schen Krea­tu­ren auf­klä­ren soll, und auf ein­mal fest­stel­len muss, dass er selbst der Haupt­ver­däch­ti­ge ge­wor­den ist. Das Sze­na­rio des Films lie­st sich opu­lent, mit El­fen­bor­del­len, Ma­gi­ern und Meer­män­nern an den Docks. Man darf aber da­von aus­ge­hen, dass das Dreh­buch für die Strea­ming­fas­sung mit ih­rem ver­mut­li­ch ge­rin­ge­ren Bud­get um­ge­schrie­ben wer­den muss und da­mit viel­leicht auch das Set­ting ein we­nig schrumpft.

Aber völ­lig egal. Mit die­sen Ma­chern? ICH! WILL! DAS! SE­HEN!

Bild Guil­ler­mo del Toro 2010 von Gage Skid­mo­re, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA