HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

Ei­gent­lich wei­se ich hier nicht mehr auf je­des Hum­ble Bund­le hin, da die in­zwi­schen et­was in­fla­tio­när ge­wor­den sind. Dies­mal geht es al­ler­dings nicht um Com­pu­ter­spie­len, son­dern um Rol­len­spie­le.

Der Name ist äu­ßerst sper­rig: Das HUM­BLE RPG BOOK BUND­LE – PATH­FIN­DER WORLD­S­CAPE UL­TI­MA­TE CROSS­OVER ent­hält nicht nur Rol­len­spiel-Quel­len­bü­cher, son­dern auch Co­mics von Dy­na­mi­te (wie das ge­nau zu­sam­men­passt ist mir nicht ganz klar ge­wor­den, aber viel­leicht weiß ja ein Le­ser mehr).

Ne­ben RPG-PDFs und Co­mics be­kommt man auch noch Batt­le­maps (die man sich dann ver­mut­lich aus­drucken muss) und im höch­sten Tier eine Hand­voll Mi­nia­tu­ren.

Die Co­mics lie­gen als PDF, CBZ und ePub vor, die Rol­len­spiel-Bü­cher als PDF.

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Es war ja schon ab­zu­se­hen, dass die Buch­mes­se wie­der für Ge­läch­ter über die Buch­bran­che füh­ren wür­de. Und so ist es na­tür­lich auch.

Die To­li­no-Al­li­anz fei­ert heu­te mit viel Pres­se-Tam­tam und ei­ner Vor­stel­lung in Frank­furt ihr tol­les, neu­es eBook-Abo ab. Als be­son­ders vor­teil­haft he­ben sie her­vor, dass es sich um eine »re­du­zier­te Aus­wahl« han­delt, und fa­seln von »Klas­se statt Mas­se«. Ernst­haft.

Für ei­nen Preis von fast zehn Euro im Mo­nat darf man »frei« aus 40 Ti­teln der Gen­res »Ro­ma­ne & Er­zäh­lun­gen«, »Kri­mis & Thril­ler«, »Fan­ta­sy & Sci­ence Fic­tion« und »Lie­bes­ro­ma­ne & Ero­tik« wäh­len. Da­mit wir uns kor­rekt ver­ste­hen: Nicht 40 Ti­tel pro Gen­re, son­dern ins­ge­samt. Die Aus­wahl wech­selt mo­nat­lich.

An­ge­sichts sol­cher Knül­ler der Kon­kur­renz ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen bei Ama­zon ga­ran­tiert ge­ra­de wie­der ei­nen Zwerch­fell­krampf vom La­chen …

Wer dem gran­dio­sen An­ge­bot nicht wi­der­ste­hen kann, darf das Abo ab heu­te bei To­li­no ab­schlie­ßen, es ist mo­nat­lich künd­bar. Die ak­tu­el­len Ti­tel sind eher äl­te­re Schin­ken.

[Up­date:] Was ich über­sah: Es ist noch viel gei­ler: Man darf im Rah­men des Abos mo­nat­lich ma­xi­mal vier eBooks aus­lei­hen. HA­H­A­HA! (Dank an Fal­ko Löff­ler, der mich auf den Punkt hin­wies).

Logo To­li­no Co­py­right to­li­no me­dia GmbH & Co. KG

Holtzbrinck, Bonnier und Skoobe – und die öffentlichen Büchereien

Holtzbrinck, Bonnier und Skoobe – und die öffentlichen Büchereien

ebookpreise

Neu­lich hat­te ich mich in ei­nem Kom­men­tar über die Kon­di­tio­nen be­klagt, die die Ver­lags­grup­pen Holtz­brinck und Bon­nier den On­lei­hen der öf­fent­li­chen Bi­blio­the­ken ge­macht hat­ten. Ein An­ge­bot, das die­se dan­kend ab­lehn­ten, da es auch in mei­nen Au­gen nicht nur fi­nan­zi­ell über­zo­gen war. Er­neut soll­ten eBooks völ­lig an­ders als Print­bü­cher be­han­delt wer­den, und er­neut zeig­te sich das bi­got­te Han­deln der Pu­bli­kums­ver­la­ge: Zum ei­nen lob­by­isiert man in­ten­siv, um eBooks den Bü­chern gleich­zu­stel­len, aber gleich­zei­tig möch­te man von die­sem Sta­tus gern jede Men­ge Aus­nah­men, die na­tür­lich nur den Rech­te­ver­wer­tern nut­zen sol­len. Die In­ter­es­sen der Nut­zer blei­ben au­ßen vor, ein Un­gleich­ge­wicht, dass dank mas­si­ver Ein­fluss­nah­me der Ver­wer­ter auf die Po­li­tik im­mer mehr in Schief­la­ge ge­rät. Mit dem Vor­sit­zen­den des Ver­le­ger­aus­schus­ses hat­te sich ein Lob­by­ver­tre­ter zu Wort ge­mel­det und in Kom­men­ta­ren or­dent­lich Pro­pa­gan­da für die Hal­tung der Ver­la­ge ge­macht.

Jetzt wird kla­rer, war­um Holtz­brinck und Bon­nier den Bü­che­rei­en sol­che in­ak­zep­ta­blen An­ge­bo­te ma­chen: Tat­säch­lich möch­te Bon­nier lie­ber selbst an at­trak­ti­ven Lei­h­an­ge­bo­ten ver­die­nen und tut sich zu die­sem Zweck mit der Le­se­flat­rate Skoo­be zu­sam­men. Ab so­fort sind die Bü­cher der Bon­nier-Ver­lags­töch­ter dort zu er­hal­ten, Skoo­be ist oh­ne­hin be­reits ein Pro­jekt von Holtz­brinck und Ran­dom Hou­se. Die möch­ten halt lie­ber di­rekt an ei­nem Ent­leih­ge­schäft ver­die­nen, statt ei­nen Bruch­teil da­von Stadt­bü­che­rei­en zu über­las­sen. Si­cher auch mit der Idee im Hin­ter­kopf, dass der Le­ser ver­mut­lich das Geld für eine Leih­flat­rate be­rappt, wenn die ge­wünsch­ten eBooks in der On­lei­he nicht zu er­hal­ten sind. Das mag so sein, aber ein sol­cher Le­ser ist sich ga­ran­tiert auch im Kla­ren dar­über, dass er dann bei Ama­zon deut­lich bes­ser auf­ge­ho­ben ist, als bei Skoo­be.

Man darf an­hand der be­kann­ten Li­zen­sie­rungs­ko­sten sol­cher Flat­ra­tes da­von aus­ge­hen, dass die Kon­di­tio­nen dort um Län­gen schlech­ter sind, als bei den Leih­bü­che­rei­en und die Au­to­ren von den Er­lö­sen so gut wie nichts se­hen. In die­sem Licht kann man die Aus­sa­gen von Herrn Ul­mer noch­mal be­wer­ten …

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Percy Jackson bei Amazon

An­fang des Jah­res ging es durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald haupt­säch­lich rund ums Self­pu­bli­shing: On­line­händ­ler Ama­zon woll­te Feh­ler in eBooks er­ken­nen und dann ir­gend­wie re­agie­ren. In den USA ge­schieht das be­reits seit Fe­bru­ar 2016, jetzt auch im deut­schen Shop.

eBooks bei de­nen Qua­li­täts­pro­ble­me fest­ge­stellt wer­den, mar­kiert Ama­zon mit ent­spre­chen­den Hin­wei­sen. Das kön­nen bei­spiels­wei­se Recht­schreib­feh­ler oder falsch for­ma­tier­te Bil­der sein. Der Mel­dung »Qua­li­täts­pro­ble­me wur­den ge­mel­det« nach zu ur­tei­len, greift das Sy­stem da­bei aber of­fen­bar nicht auf au­to­ma­ti­sier­te Al­go­rith­men zu­rück, son­dern auf Rück­mel­dun­gen von Kun­den.

Falls in den Ver­la­gen jetzt ein lau­tes »Hähä!« an­hebt, da jetzt die un­lieb­sa­me Self­pu­blisher-Kon­kur­renz ihr Fett weg be­kommt, freut man sich dort al­ler­dings zu früh, denn wie wir wis­sen, lei­den auch ver­meint­li­che Pro­fi-Pu­bli­ka­tio­nen un­ter Pro­ble­men, sei­en es Recht­schreib­feh­ler, oder gleich kom­plett mi­se­ra­bel er­stell­te eBooks. Das zeigt sich bei­spiels­wei­se an Carl­sens PER­CY JACK­SON – DIE LETZ­TE GÖT­TIN, das ei­nen ent­spre­chen­den Hin­weis ver­passt be­kom­men hat.

Un­klar sind wie so oft die Kri­te­ri­en, die bei Ama­zon an­ge­setzt wer­den, auch bleibt im Un­ge­wis­sen, wie­vie­le Mel­dun­gen zu­sam­men kom­men, oder wie wahr­heits­ge­treu die­se sein müs­sen, da­mit eBooks eine ent­spre­chen­de Mar­kie­rung ver­passt be­kom­men. Laut Re­cher­chen von lesen.net geht Ama­zon da­bei aber of­fen­bar nach der Prä­mis­se »lie­ber eins mehr als eins we­ni­ger kenn­zeich­nen« vor.

Man soll­te also mög­li­cher­wei­se ne­ben Ama­zons Hin­weis auch mal ei­nen Blick in die Be­wer­tun­gen wer­fen, denn wenn ein Buch tau­sen­de fünf-Ster­ne-Wer­tun­gen hat, soll­te man den Hin­weis viel­leicht nicht zu schwer ge­wich­ten.

Au­to­ren wie Ver­la­ge er­hal­ten üb­ri­gens eine Li­ste der Feh­ler, um die­se be­he­ben zu kön­nen, nach­dem das ge­sche­hen ist, sol­len die neu­en Ver­sio­nen wie bis­her kurz­fri­stig on­line ste­hen und der Hin­weis ver­schwin­den. Man darf ge­spannt sein, ob das auch in der Pra­xis funk­tio­niert.

Onleihe: Bonnier und Holtzbrinck kriegen den Hals nicht voll

Onleihe: Bonnier und Holtzbrinck kriegen den Hals nicht voll

ebookpreise

On­lei­he nennt sich das Ver­fah­ren, mit dem die eBooks auch bei dem Stadt­bü­che­rei­en an­ge­kom­men sein soll­ten. Tat­säch­lich steht dem al­ler­dings im Weg, dass den Ver­la­gen die On­lei­hen ein Dorn im Auge sind, da sie der An­sicht sind, dass da­durch ihr Ein­kom­men er­heb­lich ge­min­dert wird. Des­we­gen hört man aus Rich­tung der Ver­la­ge und des Bör­sen­ver­eins zu die­sem The­ma be­reits seit Jah­ren viel »Mimi­mi«.

Bon­nier und Holtz­brinck (und da­mit auch Dro­emer Knaur, Fi­scher, Kie­pen­heu­er & Witsch, Ro­wohlt, Pi­per, Ull­stein und Carl­sen) ha­ben den Bü­che­rei­en jetzt ein An­ge­bot ge­macht, das die­se sehr wohl ab­leh­nen kön­nen. Auch wenn man hef­tig her­um­lob­by­isiert hat, um fest­zu­stel­len, dass eBooks auch ganz nor­ma­le Bü­cher im Sin­ne des Buch­preis­bin­dungs­ge­set­zes sind, möch­te man für die On­lei­he-eBooks of­fen­bar ei­nen an­de­ren Sta­tus in­klu­si­ve Ver­falls­da­tum.

Denn die Li­zenz­be­din­gun­gen be­inhal­ten zum ei­nen, dass die klas­sisch klam­men Bi­blio­the­ken für eBooks den zwei­ein­halb­fa­chen End­kun­den­preis be­zah­len sol­len. Für den er­höh­ten Preis ha­ben die dann auch noch ein be­son­de­res Fea­ture: ein Ver­falls­da­tum. Denn die Li­zen­zen sol­len nach zwei vier Jah­ren oder ge­ra­de mal 52 Aus­leih­vor­gän­gen ver­fal­len.

Der Bi­blio­theks­ver­band Fran­ken hat es dann in ei­ner Stel­lung­nah­me nach­voll­zieh­ba­rer­wei­se auch ab­ge­lehnt, eBook-Li­zen­zen zu die­sen Be­din­gun­gen zu er­wer­ben. Ich gehe da­von aus, dass an­de­re nach­zie­hen wer­den.

Da se­hen wir in mei­nen Au­gen wie­der ein­mal, dass gro­ßen Ver­la­gen die klin­geln­de Kas­se of­fen­bar deut­lich wich­ti­ger ist, als die Un­ter­stüt­zung von Kunst und Kul­tur bei ge­mein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen wie Stadt­bü­che­rei­en. Die­je­ni­gen, die sich selbst im­mer wie­der gern als Kul­tur­hü­ter und -Un­ter­stüt­zer ge­rie­ren, sind mei­ner An­sicht nach längst pri­mär zu Geld­hü­tern ge­wor­den. Per­so­nen, die auf die Bü­che­rei­en an­ge­wie­sen sind, weil sie sich den Buch­kauf nicht lei­sten kön­nen (in Deutsch­land ist in­zwi­schen je­der Fünf­te arm oder von Ar­mut be­droht), schau­en in die Röh­re.

Neu im Wibra-Verlag: Die FRANK READE LIBRARY

Neu im Wibra-Verlag: Die FRANK READE LIBRARY

Cover Frank ReadeIch hat­te be­reits über den Wi­bra-Ver­lag be­rich­tet, der alte Hef­t­ro­man- und Pulp­se­ri­en als eBook neu auf­legt und die­se ge­gen Spen­de ko­sten­los ab­gibt. Dort star­tet im April eine neue Se­rie, die bis­her hier­zu­lan­de wei­test­ge­hend bis völ­lig un­be­kannt ge­we­sen sein dürf­te, die ich aber ins­be­son­de­re als Steam­punk äu­ßerst span­nend fin­de: Es han­delt sich um die FRANK READE LI­BRA­RY. Der Ver­lag schreibt auf Face­book:

Be­reits im April star­ten wir mit ei­ner neu­en Se­rie: die „Frank Reade Li­bra­ry“ – als Über­set­zung in deut­scher Erst­aus­ga­be!
In Deutsch­land völ­lig un­be­kannt, han­delt es sich hier­bei um die welt­weit wahr­schein­lich er­ste Sci­ence Fic­tion-Se­rie. Zu­dem kann man Frank Reade mit sei­nen im­mer neu­en dampf­be­trie­be­nen Er­fin­dun­gen si­cher­lich als den Ur­va­ter des Steam­punk-Gen­res an­se­hen.
Als Au­tor ist mit »No­na­me« ein Ver­lags­pseud­onym an­ge­ge­ben, wo­bei der Groß­teil der Ro­ma­ne wohl von Lou­is Sen­arens ge­schrie­ben wur­de, wo­hin­ge­gen die er­sten Bän­de von Har­ry En­t­on stam­men.
Be­reits in den 1870ern er­schie­nen die er­sten Edi­sona­den (eine nach Tho­mas Alva Edi­son be­nann­te Li­te­ra­tur­gat­tung) aus die­ser Rei­he in­ner­halb ver­schie­de­ner Dime-Pa­pers (The Boys of New York, The Five Cent Wide Awa­ke Li­bra­ry oder Hap­py Days). 1892 er­schien das er­ste Heft der Frank Reade Li­bra­ry, die sich über ins­ge­samt 191 Hef­te er­streckt, ge­folgt von Frank Reade Wee­kly. Von den 191 Hef­ten der »Li­bra­ry« sind rund ein Vier­tel be­reits frü­her er­schie­nen, beim Rest han­delt es sich um neu ge­schrie­be­ne Ro­ma­ne.

Die ein­zel­nen eBooks kön­nen zum Preis von € 2,99 zu­erst über un­se­re Web­sei­te er­wor­ben wer­den, was eine zu­sätz­li­che Mög­lich­keit zur Un­ter­stüt­zung des Ge­samt­pro­jek­tes dar­stellt. Spä­ter wer­den sie auch über die üb­li­chen eBook-Shops er­hält­lich sein.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den sich (dem­nächst) auf der Web­sei­te des Wi­bra-Ver­lags oder eben auf Face­book.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Wi­bra-Ver­lag

Das Humble Book Bundle Sci-Fi Classics

Das Humble Book Bundle Sci-Fi Classics

humble sf ebook bundleÜber Hum­ble Bund­les be­rich­te ich hier in­zwi­schen nicht mehr, weil die et­was ganz nor­ma­les ge­wor­den sind und die Ori­gi­na­li­tät sich doch arg ab­ge­nutzt hat (auch wenn ich im­mer wie­der mal eins kau­fe). Dies­mal je­doch ma­che ich eine Aus­nah­me. Ak­tu­ell wird ein eBook-Bund­le mit Sci­ence Fic­tion-Ro­ma­nen an­ge­bo­ten, al­ler­dings kei­ne neu­en oder eher un­be­kann­ten Bü­cher, son­dern eine Rei­he von SF-Klas­si­kern (oder was man bei Hum­ble­bund­le Inc. da­für hält, es sind aber ein paar wirk­lich schö­ne Ro­ma­ne da­bei).

In­ve­stiert man we­ni­ger als ca. 13 Dol­lar (der Durch­schnitts­preis schwankt mit der Men­ge der Käu­fer und was die zu zah­len be­reit sind), er­hält man:

DAM­NA­TI­ON AL­LEY und THE LAST DE­FEN­DER OF CA­ME­LOT von Ro­ger Zelaz­ny, THE DAWN OF AM­BER von John Ge­go­ry Be­tan­court, WILD CARDS – DEUCES DOWN her­aus­ge­ge­ben von Ge­or­ge R. R. Mar­tin, THE DE­CEI­VERS von Al­fred Be­ster, und DRA­GON­WORLD von By­ron Preiss.

Zahlt man mehr als den Durch­schnitt be­kommt man zu­sätz­lich:

RO­BOT VI­SI­ONS von Isaac Asi­mov, CHA­OS IN AM­BER und TO RULE IN AM­BER von John Ge­go­ry Be­tan­court, WILD CARD – DE­ATH DRAWS her­aus­ge­ge­ben von GRRM, THE COM­PU­TER CON­NEC­TION von Al­fred Be­ster, EYE OF CAT und THE DOORS OF HIS FACE, THE LAMPS OF HIS MOUTH von Ro­ger Zelaz­ny.

Ab ei­ner In­ve­sti­ti­on von 15 Dol­lar kom­men hin­zu:

THE STARS, MY DE­STI­NA­TI­ON von Al­fred Be­ster, RO­BOT DREAMS von Isaac Asi­mov, SHADOWS OF AM­BER von John Ge­go­ry Be­tan­court, THE DE­MOLISHED MAN von Al­fred Be­ster, so­wie VE­NUS PRIME von Paul Preuß nach Ar­thur C. Clar­ke.

Es wer­den noch wei­te­re eBooks hin­zu­kom­men.

Wenn man das Bund­le kauft, un­ter­stützt man un­ter an­de­rem die SFWA, das Chal­len­ger Cen­ter for Space Sci­ence Edu­ca­ti­on oder The Gi­vers Fund. Bei uns in Deutsch­land sind sol­che eBook-Bund­le-An­ge­bo­te auf­grund des Inn­vo­va­ti­ons­ver­hin­de­rers Buch­preis­bin­dung nach wie vor lei­der un­mög­lich.

Amazon führt Qualitätsprüfung für eBooks ein

Amazon führt Qualitätsprüfung für eBooks ein

faehlerIch wur­de ge­ra­de auf das The­ma ge­sto­ßen, als ich eine Email von feiyr be­kam, in der dar­auf hin­ge­wie­sen wird, dass es ab Fe­bru­ar eine Qua­li­täts­prü­fung für eBooks bei Ama­zon ge­ben wird. Im De­tail schrei­ben die:

Ab dem 03.02.2016 wird im Kind­le-Shop auf den De­tail­sei­ten der eBooks mit meh­re­ren be­stä­tig­ten Qua­li­täts­pro­ble­men eine Warn­mel­dung für Kun­den ein­ge­blen­det.

Das fand ich be­mer­kens­wert und habe ein we­nig im Netz re­cher­chiert. Tat­säch­lich ist es zum er­sten an­geb­lich nicht so, dass das nur eBooks von Self­pu­blishern be­trifft, son­dern auch Ver­la­ge (aber da gibt es un­ter­schied­li­che In­for­ma­tio­nen zu). Wei­ter­hin geht es um Recht­schreib- und For­ma­tie­rungs­feh­ler, also bei­spiels­wei­se auch feh­len­de Zei­len­ab­stän­de oder über­flüs­si­ge. An­geb­lich soll Ama­zon so­gar auf die Brei­te von Ein­rückun­gen ach­ten, wo­bei ich das für re­la­tiv un­wahr­schein­lich hal­te. Zu­dem es bei den Ge­pflo­gen­hei­ten, ge­ra­de was For­ma­tie­rung an­geht, deut­li­che Un­ter­schie­de zwi­schen den Län­dern gibt und auch bei Buch- bzw. eBook-Ge­stal­tung vie­le Pa­ra­me­ter flie­ßend sind.

Ich bin ge­spannt, wie die­se Qua­li­täts­prü­fung von­stat­ten geht, ob es sich aus von Le­sern ge­mel­de­te Feh­ler han­delt, oder ei­nen Al­go­rith­mus oder eine Mi­schung aus bei­dem.

Ob die pro­ble­ma­ti­schen eBooks off­line ge­nom­men wer­den oder nicht, dazu gibt es un­ter­schied­li­che In­for­ma­tio­nen. Das fol­gen­de Bild ist an­geb­lich echt, es wür­de be­deu­ten, dass die eBooks nicht mehr zu kau­fen sind, das wäre na­tür­lich für vie­le ein her­ber Schlag.

(Klick für Vergrößerung)
(Klick für Ver­grö­ße­rung)

Es wird aber auch dann, wenn die Bü­cher NICHT off­line ge­hen, auf den De­tail­sei­ten ei­nen deut­li­chen Hin­weis dar­auf ge­ben, dass es Pro­ble­me mit dem Buch gibt. Al­ler­dings wird Ama­zon die­se Pro­ble­me kon­kret nen­nen, so dass man sie be­sei­ti­gen kann. Man darf al­ler­dings über­aus ge­spannt sein, was ge­nau vom On­line­händ­ler be­män­gelt wer­den wird. Mög­li­cher­wei­se wird es auch ver­schie­de­ne Ab­stu­fun­gen ge­ben – bei man­chen geht das eBook off­line, bei an­de­ren nicht, ab­hän­gig von der Schwe­re der Pro­ble­me.

Ich sehe schon jetzt ein ge­wal­ti­ges Weh­kla­gen, Heu­len und Zäh­ne­klap­pern an­he­ben, wenn je­der An­alpha­bet und sein Hund sich dar­über be­schwe­ren, dass ihr von Recht­schreib­feh­lern strot­zen­des Pam­phlet ge­kenn­zeich­net und viel­leicht so­gar off­line ge­nom­men wird. Und eine noch viel grö­ße­re ne­ga­ti­ve Re­so­nanz wird – zu recht – fol­gen, wenn Ama­zon ein­fach US-Stan­dards auch für eBooks an­de­rer Län­der an­legt.

Und dann ist da noch der Punkt, dass an­geb­lich auch Ver­lags­bü­cher ge­kenn­zeich­net wer­den, auch das dürf­te ganz si­cher für eine Men­ge Spaß sor­gen …

Ich hat­te schon vor län­ge­rer Zeit dar­über ge­spro­chen, dass es bei eBooks ir­gend­wann ein­mal au­to­ma­ti­sier­te Qua­li­täts­prü­fun­gen ge­ben wird, die die Spreu vom Wei­zen tren­nen. Ich hat­te al­ler­dings eher auf Goog­le ge­tippt (ad­ap­tier­te Such­ma­schi­nen­al­go­rith­men), aber selbst­ver­ständ­lich hat auch Ama­zon die In­fra­struk­tur und ver­mut­lich auch das Know How, um sol­che au­to­ma­ti­sier­ten Prü­fun­gen durch­zu­füh­ren. Und ich gehe da­von aus, dass es sich pri­mär um sol­che han­delt, denn die Da­ten­men­ge durch die My­ria­den an eBooks ist im­mens. Soll­ten al­ler­dings auch Mel­dun­gen von Nut­zern in die Be­wer­tung ein­ge­hen, wäre Ama­zon gut be­ra­ten, die­se zu prü­fen, denn an­son­sten könn­ten übel­m­ei­nen­de oder nei­di­sche Sub­jek­te Falsch­mel­dun­gen zu Kon­kur­renz­bü­chern ab­ge­ben. Ama­zon hat in der Hin­sicht ja be­reits ein gänz ähn­li­ches Pro­blem mit sei­nem Be­spre­chungs- und Be­we­rungs-Sy­stem.

Ich bin über­aus ge­spannt dar­auf, was am 3. Fe­bru­ar pas­sie­ren wird. Ich hol mir schon mal Pop­corn.

[Up­date:] Ama­zon selbst stellt Kri­te­ri­en zur Ver­fü­gung.

[Up­date 2, 23.01.2016, 10:30:] Good eRe­ader weiß mehr: Er­stens ver­sen­det Ama­zon of­fen­bar jetzt schon vor­ab Emails mit Feh­ler­mel­dun­gen an Ver­la­ge und Self­pu­blisher. Zwei­tens funk­tio­niert das zwei­stu­fi­ge Sy­stem wie folgt: Sind nur ein paat Ty­pos drin, wird eine Warn­mel­dung ge­setzt. Sind es vie­le und das eBook ent­hält zu­dem er­heb­li­che For­ma­tie­rungs­feh­ler, geht es off­line. Die Feh­ler­mel­dun­gen sind re­la­tiv de­tail­liert, wie ein eng­li­sches Bei­spiel zeigt:

FehlerlisteEs wird aber sehr in­ter­es­sant sein, zu se­hen, wie gut Ama­zons Al­go­rith­mus mit Phan­ta­stik-Bü­chern zu­recht kommt, die be­kann­ter­ma­ßen eine Men­ge an nicht in Wör­ter­bü­chern ste­hen­den Wor­ten ent­hal­ten kön­nen, oder was mit Slang oder Dia­lekt ge­sche­hen wird.

[Up­date 3, 23.01.2015, 11:16] Es scheint sich um ei­nen zu­min­dest teil­wei­se au­to­ma­ti­sier­ten Vor­gang zu han­deln, denn es gibt auch »fal­se po­si­ti­ves«, wie die­ser Be­richt von Eliza­beth S. Craig zeigt. man muss sich dann per Mail an den Sup­port wen­den und die se­hen sich das an (wer be­reits mit Ama­zon zu tun hat­te, weiß was von de­ren Sup­port zu hal­ten ist). Wenn die Sa­che in ein paar Ta­gen akut wird, ist zu­dem ab­zu­se­hen, dass der Sup­port alle Hän­de voll zu tun ha­ben wird.

Bild von Mi­a5793, aus der Wi­ki­pe­dia, CC0

DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – MECHANISCHE GEISTER und GEISTERMASCHINEN

DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – MECHANISCHE GEISTER und GEISTERMASCHINEN

Cover "Mechanische Geister" und "Geistermaschinen"Und da sind sie auch tat­säch­lich: Die bei­den An­tho­lo­gi­en aus der Rei­he Die Steam­punk-Chro­ni­ken zum The­ma »Gas­licht«. Sie tra­gen die Ti­tel ME­CHA­NI­SCHE GEI­STER und GEI­STER­MA­SCHI­NEN und ent­hal­ten ins­ge­samt 24 Ge­schich­ten um Gru­sel und Steam­punk. Man muss da­bei ganz klar sa­gen, dass der Steam­punk da­bei mal mehr, mal we­ni­ger im Vor­der­grund steht, aber min­de­stens im­mer ir­gend­wo im Hin­ter­grund lau­ert.

Die bei­den eBooks kön­nen ab so­fort ko­sten­los im Down­load­be­reich der Pro­jekt­web­sei­te her­un­ter­ge­la­den wer­den, sie wer­den un­ter ei­ner Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz an­ge­bo­ten. Als For­ma­te ste­hen ePub und PDF zur Ver­fü­gung. Eine Print­fas­sung so­wie eine Kind­le-Ver­si­on fol­gen wie im­mer spä­ter.

ME­CHA­NI­SCHE GEI­STER

Vor­wort: Su­san­ne Ger­dom

Die ver­mau­erte Tür — Te­di­ne Sanss
Anna­belle Rosen­herz und die selt­sa­men Ereig­nisse im Klos­ter Lich­ten­thal — Anja Ba­gus
Die letz­te Nacht — Erik Schrei­ber
Ad­vent, Ad­vent — Kirs­ten Brox
Der mecha­ni­sche Geist — Ri­car­da Tesch
Die Sümp­fe von West Amming­ham — Yola Tödt
Der En­gel aus Mon­treal — Chris­tian Heck
Drit­ter Ver­such — Die­ter Bohn
Der letz­te Abend — Mi­cha­el Edel­brock
Maxi­mi­lian von Hom­burg – Der Hauch des To­des — Gerd Sam­row­ski
Der Schiff­brü­chige aus Suma­tra — Te­di­ne Sanss

GEI­STER­MA­SCHI­NEN

Vor­wort: Anja Ba­gus

Das Pyro­phon — Te­di­ne Sanss
Das Dop­pel­le­ben ei­ner Haus­frau — Da­nie­la Cha­na
Das Bes­tia­rium des Dr. Pike — Chris­tian Gün­ther
Von Teu­feln und Dämo­nen — Sean O’Connell
Archi­bald Le­ach und die Geis­ter der Grot­ten — Mar­kus Cre­mer
Tal­ly Ho! — Bernd Mey­er
Schwin­gen — Bri­da Ander­son
Toten­ruhe — Mer­lin Tho­mas
See­len­spie­gel — Ste­pha­nie Rol­ler
Das Pup­pen­haus des Ita­lie­ners — Jan-Ni­klas Ber­sen­ko­witsch
Wär­me mein Herz — Tan­ja Meu­rer
Der mecha­ni­sche Geist — Te­di­ne Sanss

Die eBooks ste­hen un­ter eine Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz, näm­lich CC BY-NC-ND.

Random House – Bertelsmann: eBooks ohne Adobe DRM

Random House – Bertelsmann: eBooks ohne Adobe DRM

Logo Random HouseAls letz­te der gro­ßen Ver­lags­grup­pen in Deutsch­land schafft das zu Ber­tels­mann ge­hö­ren­de Ran­dom Hou­se die kun­de­n­un­freund­li­che Un­ver­schämt­heit Ado­be DRM ab und setzt ab dem 1. Ok­to­ber aus­schließ­lich auf sof­tes DRM, also Was­ser­zei­chen. Vor­an­ge­gan­gen wa­ren Ende Juni Bon­nier, kurz dar­auf Holtz­brinck.

Für den Kun­den ist das na­tür­lich eine groß­ar­ti­ge Sa­che, Ado­be dürf­te ver­mut­lich we­ni­ger fröh­lich sein, das stört mich al­ler­dings nicht die Boh­ne, das Ver­fah­ren war un­aus­ge­reift, äu­ßerst un­er­go­no­misch und in der Ver­gan­gen­heit gab es Feh­ler, die dazu führ­ten, dass man recht­mä­ßig er­wor­be­ne eBooks (zeit­wei­lig) nicht mehr le­sen konn­te.

Da­mit sind al­ler­dings nicht alle Pro­ble­me vor­bei, denn nach wie vor gibt es Soft-DRM, die Bü­cher wer­den also mit so­ge­nann­ten Was­ser­zei­chen ge­kenn­zeich­net. Wenn sol­cher­art ein­deu­tig den Kun­den zu­zu­ord­nen­de eBooks ge­klaut wer­den (man kann sich Vi­ren vor­stel­len, die den Rech­ner ge­zielt nach eBooks durch­su­chen und die­se ir­gend­wo hoch­la­den) und bei­spiels­wei­se auf Tausch­bör­sen oder ein­schlä­gi­gen Web­sei­ten an­ge­bo­ten wer­den, kann das für den Kun­den zu Pro­ble­men füh­ren. Denn Ran­dom Hou­se will mit der ein­schlä­gig be­rüch­tig­ten Kanz­lei Wal­dorf & From­mer ver­stärkt ge­gen Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen vor­ge­hen. Ich bin schon sehr auf die er­sten Ge­richts­ver­fah­ren ge­spannt, wenn man nach­wei­sen will, wer kon­kret das Zeug ir­gend­wo hoch­ge­la­den hat. Ein sol­cher Nach­weis dürf­te näm­lich ab­seits von Tausch­bör­sen na­he­zu un­mög­lich sein. Und: Wer ga­ran­tiert mir, dass die Soft-DRM-Ver­fah­ren feh­ler­frei sind? Kön­nen glei­che Schlüs­sel mehr­fach ver­ge­ben wer­den? Das lässt sich nur er­mes­sen, wenn die Ver­fah­ren of­fen ge­legt wer­den, das wer­den die Ver­la­ge nicht wol­len. Auch das wird si­cher­lich in der Zu­kunft Ge­rich­te be­schäf­ti­gen.

Für Nut­zer von Ama­zons Kind­le ist das eine gute Nach­richt, denn wenn har­tes DRM fehlt, kann man ePubs an­de­rer An­bie­ter mit­tels der Soft­ware Ca­libre völ­lig pro­blem­los in ein For­mat wan­deln, das der eRe­ader der Ame­ri­ka­ner dar­stel­len kann, man wird so­mit ein klein we­nig un­ab­hän­gi­ger vom ge­schlos­se­nen Ama­zon-Öko­sy­stem. Auf­grund der un­zeit­ge­mä­ßen Buch­preis­bin­dung wäre das al­ler­dings nur in­ter­es­sant, wenn man fremd­spra­chi­ge Bü­cher le­sen möch­te – und die sind oh­ne­hin bei Ama­zon um Län­gen gün­sti­ger als bei den an­de­ren An­bie­tern in Deutsch­land. Ich be­zweif­le al­ler­dings, dass das DRM-Um­den­ken al­ler gro­ßen deut­schen Ver­la­ge den On­line­händ­ler dazu bringt, ebe­falls auf Ko­pier­schutz zu ver­zich­ten, ins­be­son­de­re, da der Kun­de gar nichts da­von be­merkt.

Die Ran­dom Hou­se-Pres­se­mit­tei­lung im Voll­text:

VER­LAGS­GRUP­PE RAN­DOM HOU­SE SETZT AUF SOFT-DRM

Die Ver­lags­grup­pe Ran­dom Hou­se ver­öf­fent­licht seit mehr als 15 Jah­ren di­gi­ta­le Aus­ga­ben der Bü­cher ih­rer Au­to­rin­nen und Au­to­ren. Um die Hand­ha­bung von E-Books zu ver­ein­fa­chen und den Markt wei­ter­hin dy­na­misch zu ent­wickeln, er­mög­licht die Ver­lags­grup­pe ih­ren Ver­triebs­part­nern ab 1. Ok­to­ber, E-Books auch mit Soft-DRM an­zu­bie­ten.

DRM hat sich als Markt­stan­dard bei der Aus­lie­fe­rung von E-Book-Da­tei­en eta­bliert. Bis­lang wur­de der Zu­griff mit Hil­fe von „har­tem“ Di­gi­tal Rights Ma­nage­ment (DRM) kon­trol­liert. Auch wenn die­se Art des Ko­pier­schut­zes in­ner­halb der Platt­for­men ei­ni­ger An­bie­ter gut funk­tio­niert, gibt es auch Sy­ste­me und Si­tua­tio­nen, die den Le­ser stark ein­schrän­ken. Mit der Um­stel­lung auf Soft-DRM kön­nen Le­ser E-Books noch ein­fa­cher auf al­len Platt­for­men und End­ge­rä­ten le­sen und ihre per­sön­li­che E-Book-Bi­blio­thek ver­wal­ten.

Gleich­zei­tig wird auch durch Soft-DRM ein sinn­vol­ler Schutz vor Miss­brauch ge­währ­lei­stet, da sich der Weg von E-Books mit­tels Mar­kie­run­gen wie z. B. di­gi­ta­len Was­ser­zei­chen zu­rück­ver­fol­gen lässt. Mit Hil­fe sol­cher und wei­te­rer Maß­nah­men wird die Ver­lags­grup­pe auch künf­tig die Wer­ke ih­rer Au­to­rin­nen und Au­to­ren vor Miss­brauch schüt­zen und ak­tiv ge­gen Ur­he­ber­rechts­ver­stö­ße vor­ge­hen.

„Wir wol­len das In­ter­es­se am di­gi­ta­len Le­sen wei­ter för­dern und es Le­sern mög­lichst ein­fach ma­chen, E-Books zu le­sen. Der Ver­zicht auf har­tes DRM er­leich­tert Le­sern und Ver­triebs­part­nern den Um­gang mit E-Book-Da­tei­en, er­höht die Kun­den­zu­frie­den­heit und re­du­ziert Kom­ple­xi­tät. Gleich­zei­tig kön­nen auch Händ­ler und Platt­for­men be­lie­fert wer­den, die kein har­tes DRM an­bie­ten. Mit der Um­stel­lung auf Soft-DRM schlie­ßen wir uns auch ei­nem im­mer brei­ter wer­den­den Bran­chen­kon­sens an, mit dem Ziel den di­gi­ta­len Markt in Deutsch­land kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wickeln“, so Dr. Frank Sam­beth, CEO der Ver­lags­grup­pe Ran­dom Hou­se. Die Ver­lags­grup­pe Ran­dom Hou­se ist ein Un­ter­neh­mens­be­reich der Ber­tels­mann SE & Co. KGaA.

Zu den 45 Ver­la­gen der Ver­lags­grup­pe Ran­dom Hou­se in Deutsch­land zäh­len u.a. Blan­va­let,
C. Ber­tels­mann, DVA, Gold­mann, Hey­ne, Luch­ter­hand und Sied­ler

Logo Ran­dom Hou­se Co­py­right Ber­tels­mann

Tolino Media will den Begriff »Kindle« nicht in eBooks haben

Tolino Media will den Begriff »Kindle« nicht in eBooks haben

TolinoDie Self­pu­blisher­platt­form To­li­no Me­dia war mit viel Tam­tam als Al­ter­na­ti­ve zu Ama­zon pro­pa­giert wor­den. Der gro­ße Er­folg hat sich al­ler­dings bis­her nicht so recht ein­ge­stellt, es gab zu­dem di­ver­se An­lauf­pro­ble­me, vie­les an der Platt­form schien mit der hei­ßen Na­del ge­strickt (das wur­de mir ge­gen­über auch ge­nau so for­mu­liert) und es gibt bis heu­te tech­ni­sche Pro­ble­me.

De­ren Be­he­bung scheint aber nicht das pri­mä­re Pro­blem der Be­trei­ber zu sein. Viel­mehr wer­den die hoch­ge­la­de­nen eBooks auf »un­er­wünsch­te« Wor­te durch­sucht. Das ist an sich schon eine Un­ver­schämt­heit. Noch bes­ser wird das Gan­ze al­ler­dings, wenn sich ir­gend­wo im Buch der Be­griff »Kind­le« be­fin­det. Dann er­hält man als Au­tor den Hin­weis, dass das Buch lei­der nicht on­line ge­hen kann und über­ar­bei­tet wer­den muss, weil man nicht im Text »auf ein Mit­be­wer­ber-Pro­dukt Be­zug neh­men darf«. Mit die­sem Teu­fels­wort im Text wol­len sie das Buch nicht an­neh­men und dem­zu­fol­ge auch nicht on­line stel­len. Bei dem frag­li­chen eBook han­delt es sich üb­ri­gens um ei­nen Rat­ge­ber für Self­pu­blisher – ob die To­li­no-Al­li­anz nun alle Sach­bü­cher auf das Un­wort un­ter­sucht, und die­se dann aus den Shops wer­fen wird? Mög­li­cher­wei­se so­gar die Print-Aus­ga­ben? Oder wer­den nur Self­pu­blisher drang­sa­liert?

Es ist ein­fach un­fass­bar. Die­ses Ver­hal­ten ist so der­ma­ßen lä­cher­lich und un­pro­fes­sio­nell, dass es mir die Spra­che ver­schlägt. Nach­dem das jah­re­lan­ge Ama­zon-Bashing der Bran­che kei­ne Er­fol­ge ge­zeigt hat, nun die­se in ho­hem Maße frag­wür­di­ge Ak­ti­on. Als Au­tor soll­te man sich von ei­ner in mei­nen Au­gen eher halb­ga­ren Möch­te­gern-Self­pu­blisher­platt­form nicht vor­schrei­ben las­sen, wel­che Wör­ter in den eBooks zu ste­hen ha­ben und wel­che nicht. Ama­zon, Goog­le Play und Kobo fil­tern das Wort »To­li­no« selbst­ver­ständ­lich nicht.

Edit – Für die­je­ni­gen, die kei­nen Face­book-Zu­gang ha­ben und auch kei­nen wol­len:

tolinokindle

Dank an Alex Jahn­ke für den Hin­weis.

Up­date [15:00]: Auch bei To­li­no scheint man er­kannt zu ha­ben, dass das nicht eben schlau war, in­zwi­schen wur­de Frau Glomp groß­zü­gig er­laubt, das Wort Kind­le im Text zu las­sen. Das schafft na­tür­lich die grund­le­gen­de Ver­wei­ge­rung nicht aus der Welt, man muss sich fra­gen war­um es an­fangs über­haupt zu die­ser al­ber­nen Be­an­stan­dung ge­kom­men ist.

Ein Mit­ar­bei­ter von To­li­no kom­men­tiert un­ter die­sem Ar­ti­kel:

Die­ses State­ment ist so nicht kor­rekt. Frau Glomp hat dies selbst auch schon in der FB Grup­pe, aus der die­ser Post ist, zu­rück ge­nom­men. Es wäre doch kor­rekt, hier bei­de Sei­ten zu hö­ren, be­vor man als Blog­in­ha­ber tex­tet? Wir (to­li­no me­dia) ste­hen da ger­ne für zur Ver­fü­gung.

Und auch auf Face­book mel­det man sich zu Wort.

Frau Glomp selbst sieht das al­ler­dings deut­lich an­ders als der To­li­no-Ver­tre­ter. die ur­sprüng­li­che Aus­sa­ge der Auf­for­de­rung, das Wort zu ent­fer­nen, hält sie auf­recht. Und auch an­de­re Au­to­ren re­den ent­ge­gen der Aus­sa­gen der To­li­no-Ver­tre­ter von ei­ner voll­stän­di­gen Ab­leh­nung, nicht von »Emp­feh­lun­gen« wie be­haup­tet.

[Up­date 26.06.15]: Ich hat­te To­li­no Me­dia auf­grund ih­res Kom­men­tars per eMail die Mög­lich­keit an­ge­bo­ten, ihre Sicht der Din­ge dar­zu­stel­len, ich hät­te die­se dann hier wie­der­ge­ge­ben, hat­te al­ler­dings um sub­stan­zi­el­le­re In­for­ma­tio­nen ge­be­ten, als die durch­sich­ti­gen Aus­flüch­te im Face­book-Thread. Kei­ner­lei Re­ak­ti­on.

[Up­date 26.06.15, 11:00 Uhr] Wer den Links nach Face­book folgt, wird die Aus­sa­gen der To­li­no-Mit­ar­bei­ter nicht mehr fin­den, of­fen­bar wur­den die­se ge­löscht (ein Pa­ra­de­bei­spiel aus dem Lehr­buch »Wie PR auf so­zia­len Me­di­en nicht funk­tio­niert«). Wer das den­noch nach­voll­zie­hen möch­te, hier ein Screen­shot, in dem die Kom­men­ta­re noch zu se­hen sind: https://drive.google.com/file/d/0B9wDueprgUX2bWJtM3cwZWR2aVk/view?usp=sharing

Bild To­li­no von Wo­sch21149, aus der Wi­ki­pe­dia, CC-BY, be­ar­bei­tet von mir.