Lesestoff für kleines Geld: Humble Book Bundle: SF & Fantasy

Lesestoff für kleines Geld: Humble Book Bundle: SF & Fantasy

Humble haut mal wieder ein eBook-Bundle mit Science Fiction- und Fantasy-Büchern raus, diesmal von Angry Robot Books. Bereits auf der kleinsten Stufe, also für einen Dollar, erhält man sechs Elektrobücher aus verschiedensten Genres wie Fantasy, Cyberpunk oder Urban Fantasy.

Legt man 15 Dollar, also knapp über 12 Euro, bekommt man das komplette Bundle aus insgesamt 20 eBooks, das sind dann deutlich unter einem Euro pro Buch.

Zeit hat man dafür noch ein wenig mehr als 13 Tage, auf der Webseite gibt es auch eine Erinnerungsfunktion.

Die eBooks sind wie immer erfreulicherweise DRM-frei und liegen in den Formaten epub, mobi und pdf vor, können also auf verschiedenen Plattformen genutzt werden.

Screenshot Webseite Copyright Humble Bundle Inc.

Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Die Europäische Union arbeitet bereits seit längerem an Verordnungen, die dafür sorgen, dass es kein Geoblocking von Kunden mehr gibt. Damit könnte man dann europaweit Geräte und Dienstleistungen einkaufen, ohne dass einem dabei Filter in die Quere kommen, die einen basiert auf dem Land, aus dem man stammt, blockieren. Man nennt diesen Vorgang Geoblocking.

Das soll angesichts der Realitäten in einer digitalisierten, globalisierten Internetwelt abgeschafft werden, und das ist auch gut so, denn es ist nicht einzusehen, warum europäischer Binnenmarkt oder Globalisierung immer nur Firmen zugute kommen sollen, aber nicht Verbrauchern.

Doch dank massiver Lobbyarbeit unter anderem des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sollen eBooks explizit von der Geoblocking-Vereinbarung ausgeschlossen bleiben. Einen sachlichen Grund dafür gibt es außer Pfründesicherung nicht, außer vielleicht die Angst, dass die fossile und längst überflüssig gewordene Buchpreisbindung aufgeweicht werden könnte.

Als Begründung wird dabei unter anderem tatsächlich angebracht, dass

“aufgrund natürlicher Sprachbarrieren zwischen den Ländern Verkäufe über Grenzen hinaus ohnehin gering blieben, und die notwendigen technischen Investitionen, um über Grenzen hinweg zu verkaufen zu hoch wären”

… und dadurch kleine und mittlere Unternehmen gezwungen würden, aus dem Verkauf von Büchern auszusteigen.

Das ist natürlich dummes Geschwätz, denn die Probleme, über Grenzen hinweg Waren zu verkaufen, hat jede Branche, nicht nur der Buchhandel. Und wenn die grenzübergreifenden Verkäufe tatsächlich nicht ins Gewicht fallen, wäre das in meinen Augen sogar eher ein Grund dafür, europaweites Verkaufen von eBooks zu ermöglichen. Das mit den kleinen Unternehmen ist Augenwischerei und falsch, im Rahmen des grenzübergreifenen Anbietens von Dienstleistungen, das vor einigen Jahren eingeführt wurde, hat der Gesetzgeber ohnehin vereinfachte Möglichkeiten für kleine Anbieter geschaffen, um mit den gesetzlichen Vorgaben beispielsweise in Sachen Umsatzsteuer zurecht zu kommen (Stichwort: One-Stop-Shop). Und wenn so ziemlich jeder kleine Krauter das inzwischen kann, dann sollten es auch Buchhändler auf die Kette bekommen können. Aber die verschlafen ja lieber auf ihrem sanften Kissen namens Buchpreisbindung weiterhin die Digitalisierung – und diese Einflussnahme auf EU-Verordnungen soll dafür sorgen, dass sie auch nicht aufwachen müssen.

Grund für die Einwirkung auf die Politik dürfte in meinen Augen eher sein, dass nicht-deutschsprachige eBooks in Deutschland maßlos überteuert sind, und in anderen Ländern erheblich günstiger gekauft werden könnten, sogar zum Teil noch günstiger als hierzulande ohnehin bereits bei Amazon.

Dass die EU-Politik vor der Buchlobby eingeknickt ist, finde ich offen gesagt zum Kotzen.

p.s.: Mit der Hilfe von VPNs kann man Geoblocking mehr oder weniger legal umgehen (möglicherweise untersagen die AGB des jeweiligen Anbieters das).

Humble Book Bundle: Stellar SF & Fantasy für kleines Geld

Humble Book Bundle: Stellar SF & Fantasy für kleines Geld

Phantastik-Freunde mit einem eBook-Reader aufgemerkt: Bei Humble Bundle gibt es mal wieder einen “Stapel” eBooks aus dem Bereich SF & Fantasy für kleines Geld.

Enthalten sind Bücher zahlloser namhafter Autoren, wie beispielsweise Jeff VanderMeer, Peter S. Beagle, Tad Williams, Patricia A. McKillip, Bruce Sterling, Cory Doctorow, Alastair Reynolds, Brandon Sanderson und Nancy Kress.

Die eBooks sind selbstverständlich DRM-frei und liegen als pdf, mobi (Kindle) sowie epub vor.

Wie immer gibt es verschiedene Bezahl-Stufen für die man unterschiedliche eBook-Pakete erhält. Das Ganze beginnt bei einem Dollar (ungefähr 0,85 Euro), um alle Bücher zu bekommen, muss man 18 Dollar (ca. 15,32 Euro) berappen.

Alle Details auf der Seite von Humble Bundle.

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

Eigentlich weise ich hier nicht mehr auf jedes Humble Bundle hin, da die inzwischen etwas inflationär geworden sind. Diesmal geht es allerdings nicht um Computerspielen, sondern um Rollenspiele.

Der Name ist äußerst sperrig: Das HUMBLE RPG BOOK BUNDLE – PATHFINDER WORLDSCAPE ULTIMATE CROSSOVER enthält nicht nur Rollenspiel-Quellenbücher, sondern auch Comics von Dynamite (wie das genau zusammenpasst ist mir nicht ganz klar geworden, aber vielleicht weiß ja ein Leser mehr).

Neben RPG-PDFs und Comics bekommt man auch noch Battlemaps (die man sich dann vermutlich ausdrucken muss) und im höchsten Tier eine Handvoll Miniaturen.

Die Comics liegen als PDF, CBZ und ePub vor, die Rollenspiel-Bücher als PDF.

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Es war ja schon abzusehen, dass die Buchmesse wieder für Gelächter über die Buchbranche führen würde. Und so ist es natürlich auch.

Die Tolino-Allianz feiert heute mit viel Presse-Tamtam und einer Vorstellung in Frankfurt ihr tolles, neues eBook-Abo ab. Als besonders vorteilhaft heben sie hervor, dass es sich um eine “reduzierte Auswahl” handelt, und faseln von “Klasse statt Masse”. Ernsthaft.

Für einen Preis von fast zehn Euro im Monat darf man “frei” aus 40 Titeln der Genres “Romane & Erzählungen”, “Krimis & Thriller”, “Fantasy & Science Fiction” und “Liebesromane & Erotik” wählen. Damit wir uns korrekt verstehen: Nicht 40 Titel pro Genre, sondern insgesamt. Die Auswahl wechselt monatlich.

Angesichts solcher Knüller der Konkurrenz haben die Verantwortlichen bei Amazon garantiert gerade wieder einen Zwerchfellkrampf vom Lachen …

Wer dem grandiosen Angebot nicht widerstehen kann, darf das Abo ab heute bei Tolino abschließen, es ist monatlich kündbar. Die aktuellen Titel sind eher ältere Schinken.

[Update:] Was ich übersah: Es ist noch viel geiler: Man darf im Rahmen des Abos monatlich maximal vier eBooks ausleihen. HAHAHA! (Dank an Falko Löffler, der mich auf den Punkt hinwies).

Logo Tolino Copyright tolino media GmbH & Co. KG

Holtzbrinck, Bonnier und Skoobe – und die öffentlichen Büchereien

Holtzbrinck, Bonnier und Skoobe – und die öffentlichen Büchereien

ebookpreise

Neulich hatte ich mich in einem Kommentar über die Konditionen beklagt, die die Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier den Onleihen der öffentlichen Bibliotheken gemacht hatten. Ein Angebot, das diese dankend ablehnten, da es auch in meinen Augen nicht nur finanziell überzogen war. Erneut sollten eBooks völlig anders als Printbücher behandelt werden, und erneut zeigte sich das bigotte Handeln der Publikumsverlage: Zum einen lobbyisiert man intensiv, um eBooks den Büchern gleichzustellen, aber gleichzeitig möchte man von diesem Status gern jede Menge Ausnahmen, die natürlich nur den Rechteverwertern nutzen sollen. Die Interessen der Nutzer bleiben außen vor, ein Ungleichgewicht, dass dank massiver Einflussnahme der Verwerter auf die Politik immer mehr in Schieflage gerät. Mit dem Vorsitzenden des Verlegerausschusses hatte sich ein Lobbyvertreter zu Wort gemeldet und in Kommentaren ordentlich Propaganda für die Haltung der Verlage gemacht.

Jetzt wird klarer, warum Holtzbrinck und Bonnier den Büchereien solche inakzeptablen Angebote machen: Tatsächlich möchte Bonnier lieber selbst an attraktiven Leihangeboten verdienen und tut sich zu diesem Zweck mit der Leseflatrate Skoobe zusammen. Ab sofort sind die Bücher der Bonnier-Verlagstöchter dort zu erhalten, Skoobe ist ohnehin bereits ein Projekt von Holtzbrinck und Random House. Die möchten halt lieber direkt an einem Entleihgeschäft verdienen, statt einen Bruchteil davon Stadtbüchereien zu überlassen. Sicher auch mit der Idee im Hinterkopf, dass der Leser vermutlich das Geld für eine Leihflatrate berappt, wenn die gewünschten eBooks in der Onleihe nicht zu erhalten sind. Das mag so sein, aber ein solcher Leser ist sich garantiert auch im Klaren darüber, dass er dann bei Amazon deutlich besser aufgehoben ist, als bei Skoobe.

Man darf anhand der bekannten Lizensierungskosten solcher Flatrates davon ausgehen, dass die Konditionen dort um Längen schlechter sind, als bei den Leihbüchereien und die Autoren von den Erlösen so gut wie nichts sehen. In diesem Licht kann man die Aussagen von Herrn Ulmer nochmal bewerten …

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Amazon meldet jetzt auch in Deutschland eBooks mit Qualitätsproblemen

Percy Jackson bei Amazon

Anfang des Jahres ging es durch den virtuellen Blätterwald hauptsächlich rund ums Selfpublishing: Onlinehändler Amazon wollte Fehler in eBooks erkennen und dann irgendwie reagieren. In den USA geschieht das bereits seit Februar 2016, jetzt auch im deutschen Shop.

eBooks bei denen Qualitätsprobleme festgestellt werden, markiert Amazon mit entsprechenden Hinweisen. Das können beispielsweise Rechtschreibfehler oder falsch formatierte Bilder sein. Der Meldung “Qualitätsprobleme wurden gemeldet” nach zu urteilen, greift das System dabei aber offenbar nicht auf automatisierte Algorithmen zurück, sondern auf Rückmeldungen von Kunden.

Falls in den Verlagen jetzt ein lautes “Hähä!” anhebt, da jetzt die unliebsame Selfpublisher-Konkurrenz ihr Fett weg bekommt, freut man sich dort allerdings zu früh, denn wie wir wissen, leiden auch vermeintliche Profi-Publikationen unter Problemen, seien es Rechtschreibfehler, oder gleich komplett miserabel erstellte eBooks. Das zeigt sich beispielsweise an Carlsens PERCY JACKSON – DIE LETZTE GÖTTIN, das einen entsprechenden Hinweis verpasst bekommen hat.

Unklar sind wie so oft die Kriterien, die bei Amazon angesetzt werden, auch bleibt im Ungewissen, wieviele Meldungen zusammen kommen, oder wie wahrheitsgetreu diese sein müssen, damit eBooks eine entsprechende Markierung verpasst bekommen. Laut Recherchen von lesen.net geht Amazon dabei aber offenbar nach der Prämisse “lieber eins mehr als eins weniger kennzeichnen” vor.

Man sollte also möglicherweise neben Amazons Hinweis auch mal einen Blick in die Bewertungen werfen, denn wenn ein Buch tausende fünf-Sterne-Wertungen hat, sollte man den Hinweis vielleicht nicht zu schwer gewichten.

Autoren wie Verlage erhalten übrigens eine Liste der Fehler, um diese beheben zu können, nachdem das geschehen ist, sollen die neuen Versionen wie bisher kurzfristig online stehen und der Hinweis verschwinden. Man darf gespannt sein, ob das auch in der Praxis funktioniert.

Onleihe: Bonnier und Holtzbrinck kriegen den Hals nicht voll

Onleihe: Bonnier und Holtzbrinck kriegen den Hals nicht voll

ebookpreise

Onleihe nennt sich das Verfahren, mit dem die eBooks auch bei dem Stadtbüchereien angekommen sein sollten. Tatsächlich steht dem allerdings im Weg, dass den Verlagen die Onleihen ein Dorn im Auge sind, da sie der Ansicht sind, dass dadurch ihr Einkommen erheblich gemindert wird. Deswegen hört man aus Richtung der Verlage und des Börsenvereins zu diesem Thema bereits seit Jahren viel “Mimimi”.

Bonnier und Holtzbrinck (und damit auch Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch, Rowohlt, Piper, Ullstein und Carlsen) haben den Büchereien jetzt ein Angebot gemacht, das diese sehr wohl ablehnen können. Auch wenn man heftig herumlobbyisiert hat, um festzustellen, dass eBooks auch ganz normale Bücher im Sinne des Buchpreisbindungsgesetzes sind, möchte man für die Onleihe-eBooks offenbar einen anderen Status inklusive Verfallsdatum.

Denn die Lizenzbedingungen beinhalten zum einen, dass die klassisch klammen Bibliotheken für eBooks den zweieinhalbfachen Endkundenpreis bezahlen sollen. Für den erhöhten Preis haben die dann auch noch ein besonderes Feature: ein Verfallsdatum. Denn die Lizenzen sollen nach zwei vier Jahren oder gerade mal 52 Ausleihvorgängen verfallen.

Der Bibliotheksverband Franken hat es dann in einer Stellungnahme nachvollziehbarerweise auch abgelehnt, eBook-Lizenzen zu diesen Bedingungen zu erwerben. Ich gehe davon aus, dass andere nachziehen werden.

Da sehen wir in meinen Augen wieder einmal, dass großen Verlagen die klingelnde Kasse offenbar deutlich wichtiger ist, als die Unterstützung von Kunst und Kultur bei gemeinnützigen Einrichtungen wie Stadtbüchereien. Diejenigen, die sich selbst immer wieder gern als Kulturhüter und -Unterstützer gerieren, sind meiner Ansicht nach längst primär zu Geldhütern geworden. Personen, die auf die Büchereien angewiesen sind, weil sie sich den Buchkauf nicht leisten können (in Deutschland ist inzwischen jeder Fünfte arm oder von Armut bedroht), schauen in die Röhre.

Neu im Wibra-Verlag: Die FRANK READE LIBRARY

Neu im Wibra-Verlag: Die FRANK READE LIBRARY

Cover Frank ReadeIch hatte bereits über den Wibra-Verlag berichtet, der alte Heftroman- und Pulpserien als eBook neu auflegt und diese gegen Spende kostenlos abgibt. Dort startet im April eine neue Serie, die bisher hierzulande weitestgehend bis völlig unbekannt gewesen sein dürfte, die ich aber insbesondere als Steampunk äußerst spannend finde: Es handelt sich um die FRANK READE LIBRARY. Der Verlag schreibt auf Facebook:

Bereits im April starten wir mit einer neuen Serie: die „Frank Reade Library“ – als Übersetzung in deutscher Erstausgabe!
In Deutschland völlig unbekannt, handelt es sich hierbei um die weltweit wahrscheinlich erste Science Fiction-Serie. Zudem kann man Frank Reade mit seinen immer neuen dampfbetriebenen Erfindungen sicherlich als den Urvater des Steampunk-Genres ansehen.
Als Autor ist mit “Noname” ein Verlagspseudonym angegeben, wobei der Großteil der Romane wohl von Louis Senarens geschrieben wurde, wohingegen die ersten Bände von Harry Enton stammen.
Bereits in den 1870ern erschienen die ersten Edisonaden (eine nach Thomas Alva Edison benannte Literaturgattung) aus dieser Reihe innerhalb verschiedener Dime-Papers (The Boys of New York, The Five Cent Wide Awake Library oder Happy Days). 1892 erschien das erste Heft der Frank Reade Library, die sich über insgesamt 191 Hefte erstreckt, gefolgt von Frank Reade Weekly. Von den 191 Heften der “Library” sind rund ein Viertel bereits früher erschienen, beim Rest handelt es sich um neu geschriebene Romane.

Die einzelnen eBooks können zum Preis von € 2,99 zuerst über unsere Webseite erworben werden, was eine zusätzliche Möglichkeit zur Unterstützung des Gesamtprojektes darstellt. Später werden sie auch über die üblichen eBook-Shops erhältlich sein.

Weitere Informationen finden sich (demnächst) auf der Webseite des Wibra-Verlags oder eben auf Facebook.

Coverabbildung Copyright Wibra-Verlag

Das Humble Book Bundle Sci-Fi Classics

Das Humble Book Bundle Sci-Fi Classics

humble sf ebook bundleÜber Humble Bundles berichte ich hier inzwischen nicht mehr, weil die etwas ganz normales geworden sind und die Originalität sich doch arg abgenutzt hat (auch wenn ich immer wieder mal eins kaufe). Diesmal jedoch mache ich eine Ausnahme. Aktuell wird ein eBook-Bundle mit Science Fiction-Romanen angeboten, allerdings keine neuen oder eher unbekannten Bücher, sondern eine Reihe von SF-Klassikern (oder was man bei Humblebundle Inc. dafür hält, es sind aber ein paar wirklich schöne Romane dabei).

Investiert man weniger als ca. 13 Dollar (der Durchschnittspreis schwankt mit der Menge der Käufer und was die zu zahlen bereit sind), erhält man:

DAMNATION ALLEY und THE LAST DEFENDER OF CAMELOT von Roger Zelazny, THE DAWN OF AMBER von John Gegory Betancourt, WILD CARDS – DEUCES DOWN herausgegeben von George R. R. Martin, THE DECEIVERS von Alfred Bester, und DRAGONWORLD von Byron Preiss.

Zahlt man mehr als den Durchschnitt bekommt man zusätzlich:

ROBOT VISIONS von Isaac Asimov, CHAOS IN AMBER und TO RULE IN AMBER von John Gegory Betancourt, WILD CARD – DEATH DRAWS herausgegeben von GRRM, THE COMPUTER CONNECTION von Alfred Bester, EYE OF CAT und THE DOORS OF HIS FACE, THE LAMPS OF HIS MOUTH von Roger Zelazny.

Ab einer Investition von 15 Dollar kommen hinzu:

THE STARS, MY DESTINATION von Alfred Bester, ROBOT DREAMS von Isaac Asimov, SHADOWS OF AMBER von John Gegory Betancourt, THE DEMOLISHED MAN von Alfred Bester, sowie VENUS PRIME von Paul Preuß nach Arthur C. Clarke.

Es werden noch weitere eBooks hinzukommen.

Wenn man das Bundle kauft, unterstützt man unter anderem die SFWA, das Challenger Center for Space Science Education oder The Givers Fund. Bei uns in Deutschland sind solche eBook-Bundle-Angebote aufgrund des Innvovationsverhinderers Buchpreisbindung nach wie vor leider unmöglich.

Amazon führt Qualitätsprüfung für eBooks ein

Amazon führt Qualitätsprüfung für eBooks ein

faehlerIch wurde gerade auf das Thema gestoßen, als ich eine Email von feiyr bekam, in der darauf hingewiesen wird, dass es ab Februar eine Qualitätsprüfung für eBooks bei Amazon geben wird. Im Detail schreiben die:

Ab dem 03.02.2016 wird im Kindle-Shop auf den Detailseiten der eBooks mit mehreren bestätigten Qualitätsproblemen eine Warnmeldung für Kunden eingeblendet.

Das fand ich bemerkenswert und habe ein wenig im Netz recherchiert. Tatsächlich ist es zum ersten angeblich nicht so, dass das nur eBooks von Selfpublishern betrifft, sondern auch Verlage (aber da gibt es unterschiedliche Informationen zu). Weiterhin geht es um Rechtschreib- und Formatierungsfehler, also beispielsweise auch fehlende Zeilenabstände oder überflüssige. Angeblich soll Amazon sogar auf die Breite von Einrückungen achten, wobei ich das für relativ unwahrscheinlich halte. Zudem es bei den Gepflogenheiten, gerade was Formatierung angeht, deutliche Unterschiede zwischen den Ländern gibt und auch bei Buch- bzw. eBook-Gestaltung viele Parameter fließend sind.

Ich bin gespannt, wie diese Qualitätsprüfung vonstatten geht, ob es sich aus von Lesern gemeldete Fehler handelt, oder einen Algorithmus oder eine Mischung aus beidem.

Ob die problematischen eBooks offline genommen werden oder nicht, dazu gibt es unterschiedliche Informationen. Das folgende Bild ist angeblich echt, es würde bedeuten, dass die eBooks nicht mehr zu kaufen sind, das wäre natürlich für viele ein herber Schlag.

(Klick für Vergrößerung)
(Klick für Vergrößerung)

Es wird aber auch dann, wenn die Bücher NICHT offline gehen, auf den Detailseiten einen deutlichen Hinweis darauf geben, dass es Probleme mit dem Buch gibt. Allerdings wird Amazon diese Probleme konkret nennen, so dass man sie beseitigen kann. Man darf allerdings überaus gespannt sein, was genau vom Onlinehändler bemängelt werden wird. Möglicherweise wird es auch verschiedene Abstufungen geben – bei manchen geht das eBook offline, bei anderen nicht, abhängig von der Schwere der Probleme.

Ich sehe schon jetzt ein gewaltiges Wehklagen, Heulen und Zähneklappern anheben, wenn jeder Analphabet und sein Hund sich darüber beschweren, dass ihr von Rechtschreibfehlern strotzendes Pamphlet gekennzeichnet und vielleicht sogar offline genommen wird. Und eine noch viel größere negative Resonanz wird – zu recht – folgen, wenn Amazon einfach US-Standards auch für eBooks anderer Länder anlegt.

Und dann ist da noch der Punkt, dass angeblich auch Verlagsbücher gekennzeichnet werden, auch das dürfte ganz sicher für eine Menge Spaß sorgen …

Ich hatte schon vor längerer Zeit darüber gesprochen, dass es bei eBooks irgendwann einmal automatisierte Qualitätsprüfungen geben wird, die die Spreu vom Weizen trennen. Ich hatte allerdings eher auf Google getippt (adaptierte Suchmaschinenalgorithmen), aber selbstverständlich hat auch Amazon die Infrastruktur und vermutlich auch das Know How, um solche automatisierten Prüfungen durchzuführen. Und ich gehe davon aus, dass es sich primär um solche handelt, denn die Datenmenge durch die Myriaden an eBooks ist immens. Sollten allerdings auch Meldungen von Nutzern in die Bewertung eingehen, wäre Amazon gut beraten, diese zu prüfen, denn ansonsten könnten übelmeinende oder neidische Subjekte Falschmeldungen zu Konkurrenzbüchern abgeben. Amazon hat in der Hinsicht ja bereits ein gänz ähnliches Problem mit seinem Besprechungs- und Bewerungs-System.

Ich bin überaus gespannt darauf, was am 3. Februar passieren wird. Ich hol mir schon mal Popcorn.

[Update:] Amazon selbst stellt Kriterien zur Verfügung.

[Update 2, 23.01.2016, 10:30:] Good eReader weiß mehr: Erstens versendet Amazon offenbar jetzt schon vorab Emails mit Fehlermeldungen an Verlage und Selfpublisher. Zweitens funktioniert das zweistufige System wie folgt: Sind nur ein paat Typos drin, wird eine Warnmeldung gesetzt. Sind es viele und das eBook enthält zudem erhebliche Formatierungsfehler, geht es offline. Die Fehlermeldungen sind relativ detailliert, wie ein englisches Beispiel zeigt:

FehlerlisteEs wird aber sehr interessant sein, zu sehen, wie gut Amazons Algorithmus mit Phantastik-Büchern zurecht kommt, die bekanntermaßen eine Menge an nicht in Wörterbüchern stehenden Worten enthalten können, oder was mit Slang oder Dialekt geschehen wird.

[Update 3, 23.01.2015, 11:16] Es scheint sich um einen zumindest teilweise automatisierten Vorgang zu handeln, denn es gibt auch “false positives”, wie dieser Bericht von Elizabeth S. Craig zeigt. man muss sich dann per Mail an den Support wenden und die sehen sich das an (wer bereits mit Amazon zu tun hatte, weiß was von deren Support zu halten ist). Wenn die Sache in ein paar Tagen akut wird, ist zudem abzusehen, dass der Support alle Hände voll zu tun haben wird.

Bild von Mia5793, aus der Wikipedia, CC0