THE DRESDEN FILES: BRIEF CASES

Beim Ver­lag war man offen­bar der Ansicht, dass man den Fans die Zeit bis zum Erscheinen des lange über­fäl­li­gen näch­sten Romans um Har­ry Dres­den verkürzen müsse und eine Sto­rysamm­lung veröf­fentlicht. In dem Buch mit dem Titel BRIEF CASES find­en sich diverse Geschicht­en aus dem Dres­den­verse, allerd­ings nicht alle aus dem Blick­winkel des Haupt­pro­tag­o­nis­ten Har­ry.

Ich war sehr ges­pan­nt, wie die Sto­ries um den einzi­gen Magi­er im Tele­fon­buch Chica­gos bei mir ankom­men wür­den, denn ich bin schon viel zu lange auf Entzug.

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PhantaNews Selfpublisher-Leseproben: ALLERSEELENKINDER – Diandra Linnemann

PhantaNews Selfpublisher-Leseproben: ALLERSEELENKINDER – Diandra Linnemann

Linnemann_Allerseelenkinder_CoverUnd hier ist sie die erste in der Rei­he von Self­pub­lish­er-Leseproben auf Phan­taNews.

Den Anfang macht die Autorin Dian­dra Lin­ne­mann mit ALLERSEELENKINDER, dem ersten Buch  aus ein­er Trilo­gie von Urban Fan­ta­sy-Roma­nen.

Man kann sich die Leseproben entwed­er hier auf der Seite durch­le­sen, oder aber eine epub, mobi- oder pdf-Ver­sion für das Lesegerät der eige­nen Wahl herunter laden. Die PDFs liegen im For­mat A5 vor und soll­ten somit auch auf Tablets gut les­bar sein.

Phan­taNews wün­scht gute Unter­hal­tung.

Dian­dra Lin­ne­mann – Allersee­lenkinder (epub)

Dian­dra Lin­ne­mann – Allersee­lenkinder (mobi)

Dian­dra Lin­ne­mann – Allersee­lenkinder (pdf)

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Jim Butcher – The Dresden Files 15 – SKIN GAME

Jim Butcher – The Dresden Files 15 – SKIN GAME

Cover SKIN GAMEDer Har­ry Dres­den-Fan ist begeis­tert, wenn Autor Jim Butch­er wie fast in jedem Jahr einen neuen Roman um den Zauber­er aus Chica­go in die freie Wild­bahn entlässt. Und üblicher­weise ist diese Freude auch gerecht­fer­tigt, denn auch wenn es kaum glaublich erscheint: Die Romane wer­den immer bess­er. Mit GHOST STORY hat­te Butch­er zum ersten Mal eine kleine Pause ein­gelegt und deut­lich ein paar Gänge runter geschal­tet, es hätte so auch nicht weit­er gehen kön­nen. Doch gle­ich danach ging es wieder rund. Im Ver­gle­ich dazu fällt SKIN GAME, das neueste Buch um Har­ry, lei­der etwas ab. Allerd­ings wun­dert das auch nicht, denn bish­er hat der Autor (fast) immer noch mal eine Schüppe drauf gelegt, es war also nur eine Frage der Zeit, bis mal ein Ein­bruch kom­men würde. Doch selb­st ein Dres­den mit Schwächen ist immer noch beste Unter­hal­tung. Und was den Ein­bruch ange­ht …

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Anja Bagus – AETHERHERTZ

Anja Bagus – AETHERHERTZ

Inde­pen­dent-Veröf­fentlichun­gen, auch als Self­pub­lish­ing bekan­nt, haben hierzu­lande keinen beson­ders guten Ruf. Das ist lei­der inzwis­chen auch nachvol­lziehbar, denn dum­mer­weise veröf­fentlicht inzwis­chen jed­er jeden – mit Ver­laub – Scheiß.

Dass es sich dabei allerd­ings um ein Vorurteil han­deln kann und keines­falls eine Kon­stante, beweist Anja Bagus in ihrem Steam­punk-Roman AETHERHERTZ auf ein­drucksvolle Weise, denn der ist qual­i­ta­tiv fra­g­los auf Ver­lagsniveau und in Sachen Ideen The­ma und inhaltlich­er Umset­zung sog­ar darüber. Wo die Pub­likumsver­lage nur Zah­n­räder und Zep­pe­line auf eine beliebige Geschichte kleben und sie dann – oft­mals fälschlich – als Steam­punk deklar­i­eren, ist hier tat­säch­lich auch lupen­rein­er und zudem noch orig­ineller Steam­punk drin, der viele schnell zusam­men geschus­terte Pseu­do-Genre-Geschicht­en weit hin­ter sich lässt.

Kurz­zusam­men­fas­sung mein­er Besprechung für Eilige: Kaufen! Lesen!

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AETERNUM – Andrea Bottlinger

Im realen Leben ste­he ich den Kirchen eher kri­tisch gegenüber (um es mal vor­sichtig auszu­drück­en), die Gründe hier­für möchte ich an dieser Stelle nicht aus­bre­it­en, weil unpassend – und weil ich über diese schnell mal einen mas­siv­en Hals schiebe.

Fra­g­los ist der ver­mut­lich älteste Fan­ta­sy­ro­man der Welt, bekan­nt unter dem Namen BIBEL, wen­ngle­ich stilis­tisch ziem­lich unerträglich, doch die Inspi­ra­tion für haufen­weise gelun­gene Werke aus dem Bere­ich Phan­tastik. Ungezählte Büch­er und Filme beschäfti­gen sich mit Engeln und noch viel mehr mit Teufeln und Dämo­nen und deren Wirken auf der Erde und Ein­fluss auf die Sterblichen.

Deswe­gen war ich erst ein­mal nicht son­der­lich enthu­si­astisch, als Knaur mir einen fet­ten Roman namens AETERNUM schick­te, und der Klap­pen­text was von Engeln und Dämo­nen ver­sprach. Immer­hin sollte das Ganze in Berlin spie­len, statt irgend­wo in den USA und das Buch stammte von Andrea Bot­tlinger – hier erin­nerte ich mich dunkel an einen gelun­genen PERRY RHODAN ACTION-Roman. Das machte Hoff­nung.

Wie immer ist es schwierig, ein solch­es Buch zu besprechen, ohne über­mäßig zu spoil­ern. Den­noch möchte ich ver­suchen, mit dem Inhalt zu näh­ern, ohne zu viel zu ver­rat­en.

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Jim Butcher: THE DRESDEN FILES – COLD DAYS

Ich nehme es nicht nur an, ich weiß es, dass der Autor Jim Butch­er anfangs nie damit gerech­net hat, welche Dimen­sio­nen diese Rei­he annehmen würde. Davon abge­se­hen sage ich immer wieder gern mal, dass ich Buch­se­rien doof finde und stelle die Frage, ob heutzu­tage kein­er mehr ein­fach nur mal ein Buch schreiben kann? Bei Butch­ers Rei­he um Har­ry Dres­den ist das anders, da kann ich die Fort­set­zun­gen kaum erwarten.

Doch eigentlich ist das nicht wirk­lich ver­wun­der­lich: wenn eine Rei­he schon an alte Film Noir-Seri­als angelehnt ist, sie in ein Urban Fan­ta­sy-Set­ting hebt und die auch noch mit großar­ti­gen Charak­teren, coolen Sprüchen und haufen­weise Pop­kul­tur-Ref­eren­zen anre­ichert, dann freut man sich wie bei den Seri­als auf neuen Stoff. Wenn der Autor dann auch noch in der Lage ist, eine echte Charak­ter­en­twick­lung nicht nur beim Haupt­pro­tag­o­nis­ten zu beschreiben, son­dern auch die Welt um ihn herum sich verän­dert, und die Neben­darsteller nicht nur Staffage sind, dann ist das in sein­er Mis­chung aus Cool­ness, Kom­plex­ität und Genial­ität einzi­gar­tig. Ja, ich bin Fan. Ich sag´s lieber vorneweg.

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C. J. Henderson – BROOKLYN KNIGHT

Bekan­nter­maßen ste­he ich auf Urban Fan­ta­sy – wenn sie gut gemacht ist. Das weiß auch Ama­zon und so schlug der Onlin­ev­ersender mir bere­its vor einiger Zeit den Roman BROOKLY KNIGHT von C. J. Hen­der­son vor. Der Klap­pen­text ver­sprach einen Pro­fes­sor, Kura­tor des Brook­lyn Muse­um und Spezial­is­ten für ver­lorene Zivil­i­sa­tio­nen sowie uralte Kul­turen, der gle­ichzeit­ig im geheimen Ken­nt­nisse der Magie besitzt und in der Lage ist, diese anzuwen­den.

Das las sich vielver­sprechend, allerd­ings schreck­te mich der Preis von 15 Dol­lar für ein leicht über­großes Taschen­buch lange ab. Bis dann irgend­wann Ama­zon darauf hin­wies, dass ich den Roman auch gebraucht bei einem englis­chen Anbi­eter bekom­men kön­nte – für wirk­lich kleines Geld und in Topzu­s­tand. Da schlug ich dann doch zu.

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ÆTHERMAGIE – Susanne Gerdom

Ich bin immer etwas skep­tisch, wenn man mir einen Roman unter dem Etikett »Jugend­buch« andi­enen möchte. Allzu oft sind das Kinder­büch­er im Teenag­er-Gewand, oder speziell auf weib­liche Her­anwach­sende gezielt – und da ich wed­er das eine noch das andere bin, also defin­i­tiv nicht zur Ziel­gruppe gehöre, find­et solch­es in meinen Augen kein Gefall­en.

Dabei habe ich gar nichts gegen Kinder­büch­er im All­ge­meinen, darunter find­et man ger­ade im Phan­tastik-Bere­ich oft wirk­lich Lesenswertes, ich will gar nicht erst mit dem britis­chen Zauber­lehrling anfan­gen, man kön­nte auch noch LARKLIGHT als Beispiel nen­nen.

Natür­lich muss ich aber einen Blick auf ein Jugend­buch wer­fen, das unter Steam­punk ein­sortiert wird und den vielver­sprechen­den Titel ÆTHERMAGIE trägt. Angesichts der Prak­tik gewiss­er großer Ver­lage, beliebige Inhalte mit Zah­n­rädern zu verse­hen (so auch hier geschehen), und sie dann fälschlicher­weise als Steam­punk zu deklar­i­eren (hier nicht geschehen), hat­te ich immer noch Bedenken.

Ich hätte nicht weit­er daneben liegen kön­nen – Susanne Ger­doms ÆTHERMAGIE ist ein wahres Klein­od. Diese Besprechung enthält min­i­male Spoil­er, erläutert aber nichts von der Hand­lung, was den Leses­paß beein­trächti­gen kön­nte.

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DIE MUPPETS im Kampf gegen die Nostalgie

»Jet­zt tanzen alle Pup­pen
macht auf der Bühne Licht,
macht Musik bis der Schup­pen
wack­elt und zusam­men­bricht.«

Gary und Wal­ter sind Brüder. Sie teilen alles, machen alles gemein­sam und ver­ste­hen sich pri­ma. Ihr Leben scheint per­fekt, bis Wal­ter die alte Fernsehserie THE MUPPET SHOW für sich ent­deckt. Aus der anfänglichen Begeis­terung für den Frosch Ker­mit und seine Gesellen wird eine man­is­che Lei­den­schaft. Der aus Fleisch und Blut beste­hende Gary ste­ht seinem Brud­er Wal­ter bei. Doch was bindet Wal­ter so fanatisch an diese längst ver­gan­gene Zeit und ihre schrillen Fig­uren? Ist es nur deshalb, weil Wal­ter selb­st irgend­wie nach Filz und Schaum­stoff aussieht?

Nach 90 Minuten Lei­den­schaft, Lach­er und Liedern bleibt die Frage offen, ob dies nun ein laut­starkes Come­back gewe­sen sein soll oder ein grandios­es Abschieds­fest. Sehr fre­undlich wurde Darsteller Jason Segels Anliegen, die Mup­pets wieder ordentlich auf die große Lein­wand zu brin­gen, nicht aufgenom­men. Viele Kon­tro­ver­sen wegen ver­schieden­er Drehbuchen­twürfe mussten über­wun­den wer­den, und Entrüs­tun­gen über den Hin­ter­grund der Hand­lung, die Mup­pets hät­ten ihre Pop­u­lar­ität längst ver­loren, waren unver­mei­dlich. Doch wer die let­zten müh­seli­gen, oft unan­genehmen Ver­suche sah, die Mup­pets filmisch weit­erzubrin­gen, der kann Jason Segels Hart­näck­igkeit nur zu schätzen wis­sen. Seine per­sön­liche Geschichte um die Wieder­erweck­ung der anar­chis­chen Hor­den spiegelt sich im Drehbuch wieder, mit Wal­ters Bemühen, die Mup­pets für diesen einen, ganz großen Auftritt wieder zusam­men­zubrin­gen.

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Jim Butcher – GHOST STORY

Nach den fast schon apoka­lyp­tisch zu nen­nen­den und sich über­schla­gen­den Ereignis­sen im Vorgänger­band CHANGES fragte ich mich, wie Autor Jim Butch­er diesen Geschehnis­sen um seinen magis­chen Pri­vat­de­tek­tiv noch eins drauf­set­zen wollte. Zudem endete jen­er Roman mit einem Cliffhang­er, der an Dra­matik kaum noch zu über­bi­eten war – und nicht nur ich fragte mich, wie er aus der Num­mer wieder raus kom­men wollte.

Aber Jim Butch­er wäre nicht Jim Butch­er, wenn er nicht für die ein oder andere Über­raschung gut wäre und die von ihm in GHOST STORIES, dem neuesten Band der HARRY DRES­DEN-Rei­he, präsen­tierte Nach­fol­gegeschichte ist an Skur­ril­ität kaum zu über­bi­eten.

Achtung! Ich möchte die Leser dieser Rezen­sion aus­drück­lich darauf hin­weisen, dass ich sowohl Geschehnisse in CHANGES deut­lich the­ma­tisieren muss, als auch Infor­ma­tio­nen zum neuen Band gebe, die defin­i­tiv Spoil­er darstellen. Wer bei­de noch nicht gele­sen hat und auch nichts wis­sen möchte, sollte darüber nach­denken, diese Besprechung nicht zu lesen. Den Dres­den-Fans darunter sage ich an dieser Stelle deswe­gen nur: kaufen! (aber das wer­den die ohne­hin tun) :o)

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Jim Butcher – SIDE JOBS – STORIES FROM THE DRESDEN FILES

Geschicht­en aus dem Uni­ver­sum des Har­ry Dres­den

Ich bin ein sehr großer Fan der Romane von Jim Butch­er um den einzi­gen Magi­er im Tele­fon­buch von Chica­go, seit ich damals auf den ersten Band gestoßen wurde und lese die neuesten Romane regelmäßig kurz nach Erscheinen im Orig­i­nal.

Zudem bin ich ein Anhänger von Kurzgeschicht­en, die hierzu­lande lei­der von den Pub­likumsver­la­gen mehr als stiefmüt­ter­lich behan­delt wer­den (weil sie ange­blich nie­mand kauft) und diese Pub­lika­tions­form fast auss­chließlich von Klein­ver­la­gen bedi­ent wird. In englis­ch­er Sprache wird man allerd­ings glück­licher­weise ger­ade im Bere­ich Phan­tastik in stetigem Strom mit Antholo­gien ver­sorgt.

Etwas mehr Zeit als mit den »Haup­tro­ma­nen« hat­te ich mir mit dem Kauf der Sto­rysamm­lung aus dem »Dres­den­verse« gelassen, da ich in ihr zwar gewohnt kurzweilige Kost, jedoch nichts Über­ra­gen­des wäh­nte. Wie man sich täuschen kann…

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Dead Witch Walking – Kim Harrison

Cover Dead Witch Walking»Hex And The City«

Sie über­schwem­men den Markt derzeit zuhauf, Romane aus dem Bere­ich »Urban Fan­ta­sy«, oft mit Vam­piren als Pro­tag­o­nis­ten oder Gegen­spiel­ern, aber es gibt noch eine weit­ere Schiene auf der momen­tan schein­bar alles fährt, was tip­pen kann: Pri­vat­de­tek­tive, angelehnt an den Film Noir und den klas­sis­chen, einzel­gän­gerischen Ermit­tler, zusät­zlich gewürzt mit Über­natür­lichem.

Auch »Dead Witch Walk­ing« gehört in diese Kat­e­gorie. Rachel Mor­gan ist eine Hexe, die für eine Son­der­abteilung der Polizei arbeit­et, welche sich auss­chließlich mit über­natür­lichen Fällen befasst. Das ist in dieser Welt auch nichts ungewöhn­lich­es, denn das Über­natür­liche und seine Wesen­heit­en gehören ins ganz nor­male Leben und auch wenn die »nor­malen« Men­schen weitest­ge­hend unter sich bleiben, so gibt es doch eine gewisse Ver­mis­chung der Kul­turen.

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