Mimimi! – oder “Der Wert des geschriebenen Wortes”

Mimimi! – oder “Der Wert des geschriebenen Wortes”

Das Wort zum Samstag

Aktuell sehe ich wieder vermehrt Jammerposts von SelfpublisherInnen auf Facebook, die lautstark verkünden niemals (!!einself!!!1!) eBooks für 99 Cent verkaufen zu wollen. Der Wortlaut ist grob wie folgt:

“Mimimi! Ich werde mein eBook nicht für 99 Cent anbieten! Es steckt doch so viel Herzblut drin!!!einself! Wo bleibt denn da ‘der Wert des geschriebenen Wortes’?”

Dazu einige Anmerkungen:

1.: Werbeaktionen sind genau das: Werbeaktionen. Man kann tausende Euronen ausgeben, um eine Anzeige in irgendeinem Käseblatt zu schalten, die dann keiner sieht – oder die keinen interessiert. Oder man versucht eben durch eine Werbeaktion Sichtbarkeit herzustellen. Die Differenz zum üblichen Verkaufspreis ist dann eine ganz normale Werbeinvestition, die keineswegs den eigentlichen Wert des Buches verringert.

2.: Wenn das eBook nicht gekauft wird, dann ist es völlig egal was es kostet: Was ist dann der “Wert des geschriebenen Wortes”?

3.: Wenn das eBook den Umfang eines Heftromans hat, kann 99 Cent ein durchaus angemessener Preis sein.

4.: Schnell herunter geschriebener Massenschmonz ist vielleicht auch nur 99 Cent wert, und das ist dann möglicherweise auch sinnvoll, wenn er sich dafür viel öfter verkauft als für 4,99 Euronen.

5.: Wenn du dein eBook nicht für 99 Cent verkaufen möchtest, dann ist das selbstverständlich deine eigene Entscheidung. Prima, mach es so! Aber warum uns deswegen ständig lange volltexten?

6.: “Der Wert des geschriebenen Wortes” muss sich an zahllosen weiteren Medien messen, beispielsweise Fernsehserien, Filmen, Computerspielen – oder Apps für ebenfalls 99 Cent. Mit denen steht man in der Gunst des Käufers in direkter Konkurrenz.

p.s.: Ich kann die Mimimi-Texte nicht mehr sehen und halte sie für Jammerposts, die nur Verkäufe generieren sollen (wie es die meisten Autoren-Jammerposts sollen). Das ist eine miserable – weil nervige – Art von “Werbung”.

p.p.s.: Das gilt weitestgehend genauso übrigens auch für kostenlos-Aktionen

Das neue Buchpreisbindungsgesetz, eBooks und die Selfpublisher

Das neue Buchpreisbindungsgesetz, eBooks und die Selfpublisher

eBook-ParagraphManche Gesetze benötigen Jahre bis zu ihrem Inkrafttreten, wenn allerdings eine Lobby drängelt, macht die Politik auch schon mal deutlich schneller: Seit heute gilt das neue Buchpreisbindungsgesetz, herbeilobbyisiert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Co, das jetzt auch eBooks eindeutig benennt (witzig daran ist allerdings nach wie vor, dass es bis heute keine eindeutige, rechtsgültige Definition gibt, was ein eBook eigentlich ist).

Mathias Matting widmet sich dem Thema auf seiner Seite Selfpublisherbibel, und bekräftigt auch auf Nachfrage in der Facebook-Gruppe “Self Publishing”, dass sich für Selbstverleger nichts ändert. Er beharrt darauf, dass das Gesetz auch für Selfpublisher gilt.

Doch da irrt er meiner Ansicht nach. Ich schrieb bereits im Mai dieses Jahres über das Thema, denn in den Begründungen zum Gesetz, die von Gerichten zur Urteilsfindung herangezogen werden, steht, dass die Preisbindung für eBooks von Selfpublishern eben NICHT gilt. Der Passus (siehe Begründung im PDF des BMWI)

“Der Preisbindung unterliegende elektronische Bücher werden zum dauerhaften Zugriff angeboten und sind unter Würdigung aller Umstände als überwiegend verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen.”

Und das schließt Selfpublisher aus, denn die sind eben NICHT verlagstypisch, insbesondere dann nicht, wenn man ausschließlich über Amazon anbietet, dann ist das eBook möglicherweise noch nicht einmal buchhandelstypisch, denn man bekommt es im herkömmlichen Buchhandel (bzw. bei deren Onlineplattformen) nicht. Ich stehe übrigens mit dieser Meinung nicht alleine.

Im Gesetzesentwurf stand sogar noch:

Elektronische Bücher, die nicht als verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind, wie beispielsweise von den Autoren selbst unter Nutzung spezialisierter Plattformen veröffentlichte elektronische Bücher, fallen nicht unter die Preisbindung.

Da hat man offenbar noch einiges an Lobbytum in Bewegung gesetzt, um den Passus aus den Begründungen heraus zu bekommen.

Ob man sich mit dem Börsenverein und dessen Treuhänderkanzlei, die über die Einhaltung der Buchpreisbindung wacht und dafür auch gern mal abmahnt, anlegen möchte, muss man natürlich als Selfpublisher abwägen. Es könnte allerdings sein, dass Börsenverein und Co. wie bisher lieber die Schaffung eines Präzedenzfalls unbedingt vermeiden möchten. Ein rechtliches Restrisiko bleibt, denn was die juristische Power angeht, sitzt der Börsenverein sicher am längeren Hebel und bereits dieses Drohszenario könnte verhindern, dass Selbstverleger Experimente wagen, hier das Recht also durch Interessengruppen selbstgemacht wird.

Man könnte an dieser Stelle auch mal darüber nachdenken, warum Matting so offensiv eine andere Meinung vertritt. Vielleicht weil er Mitglied und 1. Vorsitzender eines Selfpublisher-Vereins ist, der in den Räumen des Börsenvereins gegründet wurde?

In meinen Augen ist das Buchpreisbindungsgesetz ohnehin ein fossiler Eingriff in den Markt, der es der Branche ermöglicht, kartellartige Strukturen zu schaffen und schwächere Marktteilnehmer auszubooten. Es gehört abgeschafft.

Wortwerke: Buchhandlungen für Bücher von Selbstverlegern und Kleinverlagen

Wortwerke: Buchhandlungen für Bücher von Selbstverlegern und Kleinverlagen

Logo Wortwerke

Und es gibt sie doch, die Buchhändler, die anders denken und nicht am Gestern kleben:

Bei “Wortwerke” handelt es sich um eine Buchhandlung aus Bad Segeberg, die inzwischen über mehrere Filialen verfügt (bislang leider nur in Norddeutschland: Husum und Bremerhaven) und die sich auf die Bücher von Selbstverlegern und Kleinverlagen spezialisiert haben. Das steht im krassen Gegensatz zum Regelfall bei deutschen Buchhändlern, die Kleinverlagsbücher nicht bestellen wollen, wenn der Großhändler sie zwar gelistet hat aber nicht direkt liefern kann, oder die bei Selbstverlegern gar nicht erst anfragen, weil ihnen das zuviel Aufwand bedeutet. Alles keine Ausnahmen sondern nach meinen Erfahrungen eher die Regel, deswegen kann man einen Ansatz wie bei Wortwerke gar nicht hoch genug loben.

Die Betreiber schreiben auf Wortwerke:

Wir von “Wortwerke” haben uns auf die Präsentation und den Verkauf von Büchern selbstverlegender Autoren und Kleinverlagen spezialisiert.
Bei uns finden Sie Werke von Internet-Bestsellern und Außenseitern, von Debütautoren und Wiederholungstätern, von  Jungschriftstellern und “alten Hasen”.
Ob Liebesroman oder Fantasy, Krimi oder Sachbuch, Belletristik oder Lesestoff für die Kleinen, Kurzgeschichtensammlungen oder Fiction: Unsere Regale sind voll mit Schätzen, die pures Lesevergnügen versprechen. Und es ist für jeden etwas dabei.
Doch auch Künstler wie Maler, Designer, Bildhauer, Töpferer und Goldschmiede finden hier eine Plattform, ihre Werke in Ausstellungen zu präsentieren. Das Angebot variiert von Filiale zu Filiale, es lohnt sich also, immer einmal wieder hereinzuschauen.

Doch das ist nicht alles. In den Filialen gibt es auch kulinarische Zusatzangebote, wie Kaffee, Tee oder Kuchen, bei denen man in ein “Schmöker-Exemplar” in aller Ruhe hineinsehen kann. Und abschließend existiert auch ein Veranstaltungskalender, denn Autoren lesen vor Ort.

Aktuelle Informationen findet man auch auf Facebook.

Bravo! Ich hoffe, dass diesem äußerst positiven Beispiel viele folgen werden.

[Update 15:20] Es war dann doch zu schön, um wahr zu sein, denn die Konditionen sind leider nicht akzeptabel, wie ich gerade erfahre: Es handelt sich gar nicht um eine Buchhandlung im üblichen Sinne, denn die Selfpublisher und Verlage müssen dort Regalplatz mieten. Wird ein Buch im Mietzeitraum verkauft, erhält man 100% der Erlöse, wird es das nicht, hat man das Geld in den Wind geschossen. Das Problem dabei ist: Wenn man als Kleinverlag oder Selfpublisher mehrere Bücher platziert, die sich aber nicht, oder nur vereinzelt verkaufen, bedeutete das im schlimmsten Fall mehrere hundert Euro Verlust.

Schade, es hätte so schön sein können. Das Risiko ausschließlich auf den Anbieter auszulagern mag aus Buchhändlersicht erstrebenswert sein, für alle Anbieter abseits von Bestsellerautoren ist das aber in meinen Augen eine ganz miese Geschäftspraktik.

Logo “Wortwerke” Copyright Buchhandlung Wortwerke Bianca Bolduan

Wirmachendruck.de: kein cremefarbenes Papier?

Wirmachendruck.de: kein cremefarbenes Papier?

wirmachendruckEigentlich wollte ich die beiden Gaslicht-Bände der Steampunk-Chroniken, deren Druckfassungen nun endlich fertig geworden sind, wie üblich bei Booksfactory drucken lassen. Da die aber zickten und unbedingt einen Nachweis der Zuteilung meiner USt-ID haben wollten (die hatte ich nicht mehr griffbereit und hätte sich bei der Finanzverwaltung anfordern müssen, was Wochen dauern würde, da hatte ich die Faxen dicke), habe ich den Druckauftrag storniert.

Auf der Suche nach einer Alternative fiel mir wirmachendruck.de ein, die waren mir bereits mehrfach empfohlen worden und wir hatten auch bereits Flyer und ein Booklet dort drucken lassen, deren Qualität gut war.

Bei der Nutzung des Konfigurators gibt es nur fest vorgegebene Buchgrößen, da hatte mir allerdings schon mal jemand mitgeteilt, dass auch Sonderformate kein Problem darstellen. Der kalkulierte Preis für ein A5-Buch (meine wären etwas kleiner) war auch grandios und deutlich günstiger als bei Booksfactory. Was ich allerdings nicht erkennen konnte war, welche Papiersorte ich nehmen musste. Wie bei den anderen Bänden auch – und wie bei Belletristik üblich – wollte ich kein reinweißes Papier, sondern ein leicht cremefarbenes (also beispielsweise Munken Cream). Um nicht lange auf eine Email zu warten, rief ich die Support-Hotline an. Und was ich da erfuhr, war schon erstaunlich.

Nein, im Konfigurator gäbe es keine Option für cremefarbenes Papier. Meine Frage, wie das sein könne, da man doch auch Belletristik-Kunden ansprechen wolle, konnte mir die Dame nicht beantworten. Sie wisse aber, dass dieses Papier vorrätig sei. Ich solle doch bitte eine Sonderanfrage über Onlineformular einreichen, dann könne man mir ein Angebot machen. Das könne aber bis zu 48 Stunden dauern.

Gnarf. Wofür eine Telefonhotline, wenn die eine einfache Anfrage nicht beantworten kann?

Also mir die Zeit genommen und das Formular mit den nötigen Informationen befüllt. Erfreulicherweise kam bereits heute morgen eine Antwort, allerding war die Antwort nicht zufriedenstellend. Ein Softcoverdruck ist bei wirmachendruck.de mit cremefarbenem Papier nicht möglich. Obwohl es laut Hotline vorrätig ist.

Sehr geehrter Herr Holzhauer,

vielen Dank für Ihre individuelle Anfrage bei WIRmachenDruck und das
damit in uns gesetzte Vertrauen.

Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen zu diesem Zeitpunkt aufgrund des Papiers mitteilen,
dass es uns nicht möglich ist Ihnen ein entsprechendes Angebot zukommen zu lassen.

Wir hoffen in diesem Zuge auf Ihr Verständnis und würden uns sehr freuen,
wenn Sie uns zukünftig bei weiteren individuellen Anfragen wieder
berücksichtigen würden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich […] zur Verfügung

Für professionell halte ich das nicht. Damit ist wirmachendruck für Personen, die keine Softcover-Bücher mit reinweißem Papier möchten, nicht nutzbar, egal wie vermeintlich günstig ihr Angebot auch sein mag und wie sehr sie auf ihrer Webseite damit angeben, Testsieger bei irgendwem geworden zu sein. Und wenn man laut der Werbung auf der Webseite so eindeutig auch Selfpublisher als Kunden werben  möchte:

Buchdruck in höchster Qualität – Seite für Seite. Sie möchten verlagsunabhängig Ihr Buch veröffentlichen und suchen nach einer zuverlässigen Druckerei für hochwertigen Buchdruck? Wir drucken Ihre Bücher auf modernsten Druckmaschinen zu ungewöhnlich günstigen Preisen, auch in kleinen Auflagen. […] Schwarz/Weiß- oder Farbdruck sowie verschiedene Formate und Papiere stehen zur Verfügung.

… dann ist es noch viel unverständlicher, warum sie ein simpelstes Standardpapier nicht zur Verfügung stellen können.

Ich suche dann mal weiter, für den Buchdruck kann ich wirmachedruck.de leider vergessen.

Nachtrag: Auf Twitter ist “Mell” ernsthaft der Meinung, “die Nachfrage sei nicht hoch genug” und beharrt auch darauf. Soll das heißen, die verkaufen ernsthaft haufenweise ahnungslosen Kunden Bücher, bei denen man aufgrund des weißen Papiers schneeblind wird? Wie verträgt sich das mit der überall auf der Webseite getätigten Werbeaussage, dass man seine Kunden so grandios berät und begleitet?

Nachtrag zwei: Ich habe jetzt trotzdem ein Konto angelegt, um ein Papiermusterbuch zu bestellen (wer weiß, ob “Naturpapier” nicht doch den gewünschten Vorgaben entspricht? Der Support wusste es jedenfalls nicht wirklich). Und da dann gleich der nächte Knüller: Das Konto wird ohne das in Deutschland zwingend vorgeschriebene Double-Opt-In einfach mal unverifiziert durchgeführt. Ich kann also für beliebige Personen, deren Emailadresse ich kenne, ein Konto eröffnen. Das wäre meiner Ansicht nach sofort abmahnbar.

Nachtrag drei: Und pampig wird sie auch noch.

Nachtrag vier: Wenn es keine Nachfrage für cremefarbenes Papier gibt (was ich mir nur schwer vorstellen kann, da dieses für Bellestristik eigentlich Standard ist), sollte man diese Nachfrage vielleicht erzeugen? Also liebe Selfpublisher, fragt doch einfach mal bei wirmachendruck an, ob ein Softcoverdruck mit cremefarbenem Paier möglich ist. Entweder über deren Kontaktformular (beispielsweise unter “Lob, Kritik und Anregungen”), oder via Emails an info[at]wir-machen-druck[dot]de. Und immer schön freundlich bleiben. :)

Die neue Fassung des Buchpreisbindungsgesetzes – ein Kommentar

Die neue Fassung des Buchpreisbindungsgesetzes – ein Kommentar

eBook-ParagraphBeim Börsenverein und dessen Mitgliedern herrschte zuerst einmal große Freude, wie man den verschiedenen Publikationen online leicht entnehmen konnte. Hatte man es durch intensive Lobbyarbeit doch durchgesetzt, dass eBooks explizit ins Buchpreisbindungsgesetz aufgenommen wurden. Und das, obwohl man seit Jahren behauptete, dass dieses ohnehin auch für elektronische Bücher gelte. Und man hatte auch eindeutig mit Abmahnungen gedroht, sollte ein Häretiker das anders sehen und von der wahren Lehre abweichen. Doch so sicher scheint man sich dann selbst doch nicht gewesen sein, wenn man es dennoch für notwendig hielt, diese Gesetzesänderung herbeizuführen, die in der letzten Woche verabschiedet wurde und am 1. September 2016 in Kraft tritt.

Aber wie es scheint, hat sich irgendjemand beim Diktieren der Änderungen aufs Gröbste vertan. Oder vielleicht hat ein Selfpublisher an den Formulierungen mitgearbeitet. Denn, oh Wunder, eBooks von Selfpublishern sind ausdrücklich vom neuen Gesetz ausgenommen. Das kann nicht im Sinne des Börsenvereins und seiner Mitglieder gewesen sein, denn diese Ausnahme verschafft Selfpublishern deutliche Wettbewerbsvorteile.

Man ist als Selbstverleger nicht mehr gezwungen, darauf zu achten, dass seine Bücher auf allen Plattformen gleich viel kosten. Ab dem Datum des Inkrafttretens sind auch “zahl´ was Du willst”-Angebote oder -Bundles möglich, ebenso wie “zahl´ mit einem Tweet” oder ähnliche Modelle. Und das sowohl für eBooks wie für Printbücher. Das ist aus Sicht der Selfpublisher natürlich überaus erfreulich – und ich kann mir vorstellen, dass das bei den Mitgliedern des Börsenvereins eher für Heulen und Zähneklappern sorgen dürfte. Man muss sich fragen, wie es sein konnte, dass das so durchrutschte? Hat man da bei der Lobby tief und fest gepennt, dass das während der Entwicklung der Gesetzesänderung nicht auffiel? Hatte man gehofft, die Politik werde das schon richtig machen? Dabei weiß man doch, wie handwerklich schlecht etliche Gesetze der letzten Jahre sind.

Wie handwerklich schlecht die Gesetzesänderungen auch in anderer Hinsicht sind, zeigt der neue Absatz über den “Letztabnehmer in Deutschland”, der dazu führen soll, dass ausländische Verkäufer das BuchPrG nicht umgehen können (wie das bisher beispielsweise gewisse britische Anbieter taten). Nach Kommentaren von Juristen, die ich las, ist durch die Formulierung hier nicht der Wohnsitz ausschlaggebend, sondern wo sich dieser Letztabnehmer zum Zeitpunkt des Kaufs befindet. Sprich: Bin ich im Urlaub, beispielsweise in den Niederlanden, kann ich preisgebundene Bücher möglicherweise günstiger bekommen. Man muss sich fragen, wie das durchgesetzt werden soll? Mittels Geolocation? Das wäre prima, ich bin Nutzer eines VPN-Dienstes, mit dem ich scheinbar aus einer Menge von Ländern im Internet unterwegs sein kann … Und bevor jetzt wieder irgendein Schlaumeier lamentiert: Nein, die Nutzung von VPNs ist nicht nur völlig legal, sondern auch für manche Anwendungen technisch unabdingbar notwendig.

Damit könnte ich preisgebundene Bücher günstiger erwerben, weil ich den Anschein erwecke, kein Käufer aus Deutschland zu sein.

Und selbst wenn die Interpretation falsch wäre, und doch der Wohnort des Kunden gilt: Wer will mich denn daran hindern, eine Auslandsadresse als Hauptanschrift beim Onlineshop zu hinterlegen, und dann an eine abweichende Zweitadresse in Deutschland liefern zu lassen? Wieder einmal – und wie so oft – hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten des #neulands völlig übersehen. Alte Männer mit Kugelschreibern und Faxgeräten …

Abschließend ist die Zementierung des fossilen Buchpreisbindungsgesetzes in meinen Augen der falsche Weg, weil hier eine kartellartige Struktur gesetzlich unterstützt wird. Die Argumentation, dass die Buchpreisbindung auch Nischenprodukte ermögliche, ist ohnehin eine Lächerliche, wenn man sich ansieht, was die Publikumsverlage so an billigem und mies lektoriertem Massenmüll auf den Markt pumpen. Auch der Hinweis auf kulturelle Vielfalt zieht meiner Ansicht nach nicht im Geringsten. Wenn dem so wäre, müsste es auch Preisbindungsgesetze für Musik, Filme oder Computerspiele geben. Die gibt es aber nicht und man kann nicht sagen, dass es bei diesen Medien keine Vielfalt gäbe – sogar ganz im Gegenteil.

So werden wir aber weiter mit diesem unzeitgemäßen Gesetz leben müssen. Dass die Selfpublisher davon ausgenommen wurden, erfreut mich dann aber doch – das kann man fast progressiv nennen, auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit nur ein Versehen war.

Korrektur: Nur eBooks von Selfpublishern fallen offenbar nicht unter die Buchpreisbindung, für Printbücher gilt sie. Mein Fehler. Und natürlich völlig daneben, warum diese Unterscheidung? Der entsprechende Passus steht nicht im Gesetz selbst, sondern in der Begründung zum Gesetz, die Gerichte ebenfalls zur Interpretation heranziehen.

Grafik von mir, CC BY-NC-SA

Verlage liefern Qualität – bei Heyne muss man daran zweifeln

Verlage liefern Qualität – bei Heyne muss man daran zweifeln
Screenshot Heyne eBook
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Eines der größten Argumente von Verlagen für ihre Arbeit (und ihre teils gepfefferten Preise) ist: “Wir liefern Qualität!” Und mit diesem Qualitätsanspruch schaut man gern auf die vor sich hin frickelnden Selfpublisher herab.

Wie sieht denn die Realität aus? Zumindest bei Heyne nicht gut. Christine Ulrich fand in einem eBook des Verlags, nämlich Richard Morgans GLÜHENDER STAHL, gleich haufenweise Fehler, wie man den Bildschirmfotos entnehmen kann. Die Liste der Patzer ist groß. Jede Menge Kursivschrift, wo die definitiv nicht hingehört, falsche Buchstaben (“m” statt “rn”, “F” statt “E”), oder zusammengeschriebene Wörter, die nicht zusammengeschrieben sein dürfen. Dafür bezahlt man doch die von Heyne angesagten 10,99 Euro für das eBook richtig gerne. Nicht.

Was ich daran am erschreckensten finde: Ich hätte angenommen, dass Verlage die bisherigen Workflows erweitern, um die ohnehin elektronisch vorliegenden Dateien über Konverter in eBooks zu verwandeln. Zumindest würde ich das so machen, letztendlich ist der Unterschied eigentlich nur eine andere XSL-Transformation, um statt eines PDFs ein valides epub oder mobi/azw auszugeben. Oder andere automatische Arten der Konvertierung.

Screenshot Heyne eBookWie aber jeder weiß, der schon einmal mit Schrifterkennungssoftware (OCR) gearbeitet hat, sind die oben bemängelten Fehler exakt solche, die bei suboptimaler und unkorrigierter Schrifterkennung entstehen. Hat man bei Heyne das Buch etwa eingescannt und dann ohne Überarbeitung in ein eBook verwandelt? Das wäre dann tatsächlich schon eine beachtliche Menge an Dummheit bei einem der namhaftesten deutschen Verlage. Oder interessiert das da keinen, weil eBooks ohnehin nur ungeliebte Abfallprodukte des Printmarktes sind? Das Abliefern derart grotest fehlerbehafteter eBooks ist auf jeden Fall der beste Weg, es sich mit den Lesern zu verscherzen. Schuld sind dann am Ende wieder die Raubkopierterroristen, nie die Verlage selbst.

Ja, ich weiß, es handelt sich um ein eBook aus dem Jahr 2010, da hatte man es vielleicht noch nicht so mit der Technik … Hätte man es nicht inzwischen korrigieren und die Leser darauf hinweisen können?

Dass das bis heute kein Einzelfall ist, zeigt ein Kommentar auf Facebook, nach dem auch der neue Lukianenko (Heyne) und Richard Schwartz´ WANDERER (Piper) vor Fehlern nur so strotzen.

Ist das diese legendäre Qualität, über die die Verlage immer salbadern, und die unter anderem als Begründung für die überzogenen eBook-Preise angeführt wird?

Ich werde mal versuchen, von Heyne eine Stellungnahme zu erhalten.

Wie sehen eure Erfahrungen mit Fehlern in Verlagsbüchern aus? Meiner Ansicht nach treten die in letzter Zeit gehäuft auf.

Update: Das ging gerade an Heyne raus:

Sehr geehrte Frau xxx,

wie ich auf PhantaNews berichtete, finden sich in der Heyne eBook-Fassung von Richard Morgans “Glühender Stahl” derart viele Fehler, dass man das getrost als grotesk bezeichnen kann.

Siehe hierzu mein Artikel vom heutigen Tage:

Verlage liefern Qualität – bei Heyne muss man daran zweifeln

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Ich möchte auf diesem Weg um eine Stellungnahme bitten, wie es dazu kommen konnte und wie Sie den Verkaufspreis angesichts der miserablen Qualität des Produkts rechtfertigen wollen.

Ich weise darauf hin, dass Ihre Antworten im Rahmen eines weiteren Artikels auf PhantaNews thematisiert und wiedergegeben werden.


Mit freundlichem Gruß,
Stefan Holzhauer

PhantaNews.de
Phantastische Nachrichten

Screenshots von Christine Ulrich.

Leipziger Buchmesse: “Veranstaltungen für Selfpublisher”?

Leipziger Buchmesse: “Veranstaltungen für Selfpublisher”?

LogoLBM16Matthias Mattig hat auf seiner Webseite eine Reihe von “Veranstaltungen für Selfpublisher” auf der Leipziger Buchmesse zusammengestellt. Und sehe ich mir diese Liste an, dann wird deutlich, dass es sich dabei tatsächlich vielmehr um “Werbeveranstaltungen für klassische Verlage” handelt.

Denn ein Blick auf die Ausrichter fördert mit großem Überhang Dienstleister zutage, die aus den klassischen Branchenstrukturen entstanden sind, allen voran Books On Demand (Libri-Tochter) und epubli (Holtzbrinck), aber sogar die Börsenvereinstochter MVB (Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH) möchte erläutern, warum man sich uuuunbedingt den Strukturen der Branche unterwerfen muss.

Man möge mir vergeben, aber: das ist lächerlich. Die verfolgen ausschließlich eine eigene Agenda und wer glaubt, dass einem Selfpublisher dort neutrale und objektive Beratung erhalten, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Wer die meiner Ansicht nach schlechten Konditionen bei BoD kennt, der weiß, warum er diesen Dienstleister meidet. Bei epubli sieht das ganz ähnlich aus, zu denen werde ich in Kürze noch was schreiben, die sind möglicherweise noch nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Verträge zu erfüllen. Und es interessiert sie auch nicht sonderlich.

Deswegen: Wer diese Veranstaltungen besucht, sollte sich ganz genau darüber im Klaren sein, wer da vorträgt, und welche Beweggründe die Dienstleister dabei haben. Und das ist meiner Meinung nach nicht die optimale Beratung der Selfpublisher, sondern die Mehrung des eigenen Umsatzes. Und man sollte sich fragen, ob man Selfpublisher geworden ist, um sich dann doch wieder den fossilen Branchenstrukturen zu unterwerfen, wie es die MVB offensichtlich gern möchte. Vielmehr sollte sich sogar umgekehrt die Branche an die geänderten Umstände anpassen (aber daran glaube ich in absehbarer Zeit nicht).

Logo Leipziger Buchmesse Copyright Leipziger Messe GmbH

Wo bleiben eigentlich die Leseproben?

Wo bleiben eigentlich die Leseproben?

Leseproben LogoRegelmäßige Leser werden sich erinnern: Ich hatte Selfpublisher zum Einsenden von Leseproben aufgerufen, die dann durch eine Jury begutachtet werden und hier auf PhantaNews veröffentlicht werden sollten.

Wo bleiben die?

Zwei sind bereits da. Der Rest kommt noch. Zum einen hatte ich den Aufwand bei der Aufbereitung ein klein wenig unterschätzt. Zum anderen hatte ich viel um die Ohren, so dass ich mich dem nicht mit der erforderlichen Sorgfalt widmen konnte. Zum dritten aber – und das muss ich leider ganz offen sagen – waren die Zugriffe auf die bereits erschienenen Leseproben (genauer gesagt: die zum Download angebotenen Fassungen) erschreckend gering, so dass ich mir Gedanken darüber machen musste, inwieweit da der Aufwand der Dateierstellung in Relation zum Nutzen steht.

Ich werde deswegen die Darreichungsformen verringern. Statt der Onlinevariante plus drei verschiedene elektronische Formate (pdf, epub, mobi) wird es in Zukunft aller Voraussicht nach nur noch die Onlineform und ein Dateiformat davon geben. Ich prüfe aber auch, ob ich eine Leseprobe, die hier online auf PhantaNews erschienen ist, nicht einfach automatisiert in pdf und epub umwandeln und zum Download anbieten kann. Das würde den Aufwand deutlich verringern.

Ergo: Kommt. In Kürze mehr.

tolino-media.de ist online – irgendwie

tolino-media.de ist online – irgendwie

Logo Tolino MediaIch hatte hier über tolino-media.de, die Selfpublisher-Plattform, der Tolino-Allianz berichtet. Die scheint nun online zu sein, auch wenn so manches arg “mit heißer Nadel gestrickt” wirkt. Das war übrigens der O-Ton eines Mitarbeiters des Betreibers auf Facebook.

Ich versuchte mich anzumelden, gab also meine Daten ein und klickte auf “absenden”. Im Browser erschien erneut dieselbe Seite, meine eingegebenen Informationen waren noch vorhanden, aber sonst passierte gar nichts. Nach mehreren Versuchen kam ich dem auf die Spur: Die Betreiber erlauben offenbar keine Sonderzeichen im Passwort (warum auch, wäre ja nur sicher), weisen aber vorsichtshalber mal nicht darauf hin, damit es für den Nutzer spannend bleibt.Weiterhin verwendet die Seite ein ungültiges falsch eingebundenes SSL-Zertifikat (siehe auch Kyrs Kommentar weiter unten), darauf weist der Browser beim Aufrufen hin. Sehr vertrauenerweckend. Wenn die einfachsten Dinge schon nicht klappen, habe ich arge Bedenken hinsichtlich des Funktionierens der restlichen Plattform.

In meinen Augen aber höchst bedenklich ist, dass es keinerlei AGB hinsichtlich vom Nutzer hochgeladener eBooks gibt. Die auf der Seite verlinkten Nutzungsbedingungen befassen sich ausschließlich mit der Nutzung der Webseite. Rechtssichere Hinweise dazu, unter welchen Bedingungen man seine Werke hochlädt, fehlen vollständig (oder ich habe sie trotz intensiver Suche nicht gefunden). Mir persönlich wäre es deswegen derzeit viel zu gefährlich, dort eBooks hochzuladen, denn man weiß nicht, welchen Regeln man sich damit unterwirft.

p. s.: Nach wie vor wird damit geworben, dass das Einstellen der Bücher kostenfrei ist. Allerdings nur bis Jahresbeginn 2016. Da das immer wieder so betont wird, würde ich davon ausgehen, dass ab diesem Zeitpunkt dafür ein Obolus erhoben wird, zusätzlich zu den 30% die tolino media ohnehin bereits erhält. Möglicherweise werden etliche Selfpublisher dann diese zusätzlichen Kosten zähneknirschend auf sich nehmen, um in den angeschlossenen Shops präsent zu bleiben. Transparenz und autorenfreundliches Verhalten sieht in meinen Augen jedoch anders aus. Wenn man ab Anfang 2016 mehr nehmen möchte, könnte man das einfach mal ganz ehrlich sagen, statt sich um die Antwort herum zu lavieren.

p. p. s. (29.04.2015): Nutzer berichten von massiven Problemen bei der Nutzung und beim Hochladen, wenn man andere Browser als den Internet Explorer benutzt, also beispielsweise Firefox. Tja, sowas kommt dabei raus, wenn man Seiten nicht mit mehreren Browsern testet. Mir scheint aber ohnehin, dass kein umfangreicher Test der Plattform stattgefunden hat. Aufgrund der offensichtlichen Probleme schon bei Kleinigkeiten mache ich mir ernsthafe Sorgen über das Sicherheitskonzept. Wie lange mag es dauern, bis das System von Internetkriminellen gehackt wird und die Nutzerdaten abgegriffen werden?

Logo tolino media Copyright tolino media GmbH & Co. KG

Der “Indie-Katalog” des Buchreports

Der “Indie-Katalog” des Buchreports

Screenshot Indie-KatalogJauchzet und frohlocket, liebe Selfpublisher, denn der Buchreport ist euer Heiland. In seiner unermesslichen Güte räumt er euch und euren Büchern einen Platz in seinem Novitätenkatalog ein, der im Herbst als Printfassung aber auch online erscheinen soll. Damit möchte er euch “eine Brücke zum Buchhandel bauen”.

Zumindest schreibt man das in einem Newsartikel und geriert sich als großer Gönner der Indies. Na, wenn das nicht vortrefflich zum “Welttag des Buches” passt.

Klickt man dann mal auf “weitere Infos”, wird der wahre Grund für die großzügige Aufnahme der selbstpublizierten Werke in das Pamphlet deutlich: Abgreifen von Kohle.

Für einen normalen Bucheintrag soll der Selfpublisher 99 Euro in den Klingelbeutel des Gönners werfen, für einen “Premiumeintrag” werden bereits 149 Euro fällig. Dieser Premiumeintrag unterscheidet sich auf den ersten Blick durch eine geringfügig größere Ausdehnung und eine graue Hinterlegung des Textes. Na solch ein außerordentlicher gestalterischer Mehraufwand (der gegen Null tendiert) ist aber mal entspannt 50 Tacken wert! Und das sind auch nur “Einführungspreise”, um euch zu ködern. Später wirds vermutlich teurer.

indiekatalog

Man kann da auch Werbung schalten und ist mit geradezu lächerlichen 880 Euro für eine Halbseite dabei. Da greift man doch sofort gern zu. Ob die beim Buchreport überhaupt auch nur ahnen, was durchschnittliche Selfpublisher abseits von Liebesschmonzetten-Millionärinnen an ihren Büchern verdienen?

Netter Versuch. Ihr “öffnet euch nicht den Selfpublishern”, ihr möchtet einfach nur ihr Geld. Denn auch wenn die Indie-Bücher im Katalog stehen, werden die Buchhändler sie trotzdem nicht bestellen und auch nicht verkaufen. In meinen Augen kann man seine Euros auch einfach centweise in den Gully rollen und hat mehr davon.

Screenshots von mir, Inhalte Copyright Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG

Die Gewinner des Selfpublisher Leseproben-Wettbewerbs der NAUTILUS

Die Gewinner des Selfpublisher Leseproben-Wettbewerbs der NAUTILUS

leseprobenwettbewerb

Die Gewinner des Selfpublisher E-Book Leseproben-Wettbewerbs der NAUTILUS stehen fest.

Die NAUTILUS freut sich, im Rahmen des »Self-Publisher E-Book Leseproben-Wettbewerbs« nun jene drei Independent E-Book Schriftsteller zu benennen, die von der Experten-Jury letztlich aus der finalen Shortlist zum Sieger gekürt wurden. Alle Siegertitel erreichten in der Jury-Bewertung einen Durchschnitts-Score mit der Schulnote »gut«, in der Einzelbewertung sogar bis »sehr gut«. Die Gewinner und ihre Titel sind in alphabetischer Reihenfolge:

* Leonore Pothast: DAS LETZTE SPIEL
(High Fantasy, Deutschland, erschienen 06/2014 per Self-Publishing als E-Book)
NAUTILUS-Lektor Lars Schiele kennzeichnet den Beitrag mit diesen Worten: »In dieser Erzählung mit der Magie einer realistisch-brutalen Geschichte aus 1001 Nacht verfolgen wir den geschickten Dieb und Einbrecher Serdid, der dem Zauber einer Statue verfällt und unter Räuber gerät.«

* Martin Riesen: AUSSERGEWÖHNLICHE AUTOMATONS
(Steampunk, Schweiz, erschienen 11/2014 per Self-Publishing als E-Book und Taschenbuch)
Die NAUTILUS sagt: »Eine spannende Steampunk-Geschichte im fiktiven Jahr 1874 mit der bezaubernd-intelligenten Johanna Bilse, die sich in einer von Männern beherrschten Gesellschaft als geniale Lochkartenprogrammiererin erweist.«

* Markus Tillmanns: TEUFEL
(Horror, Deutschland, erschienen 11/2014 per Self-Publishing als E-Book und Taschenbuch)
Die NAUTILUS sagt: »Das absolut Böse bricht in die Welt der kleinen Li ein und enthüllt die Ängste und Schrecken unseres Alltags. Die Schilderung des Familienlebens trifft den Leser dort, wo es wehtut.«

Die siegreichen Leseproben der drei Gewinner-Romane erscheinen jeweils prominent auf vier Farbseiten in der Heftmitte kommender Ausgaben des monatlichen Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik des Jahres 2015 print, digital und online.

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Leseproben: Die Jury

Leseproben: Die Jury

Leseproben Logo

Am Freitag hatte ich hier auf PhantaNews ein neues Projekt aus der Taufe gehoben – Die Selfpublisher-Leseproben. Ein paar Texte sind auch tatsächlich bereits eingetrudelt. Das Prozedere ist hierbei wie folgt: Ihr schickt mir die Leseproben per Mail und ich stelle diese dann den Jurymitgliedern zur Verfügung. Sagt ein Mitglied der Jury “das nehmen wir”, dann ist die Leseprobe angenommen und wird auf PhantaNews veröffentlicht. Damit das neutraler geschehen kann, kenne nur ich die Namen der einsendenden Autoren, die Jurymitglieder bekommen die Texte anonymisiert.

Die Jury möchte ich in diesem Artikel vorstellen (die Reihenfolge ist bis auf eine Ausnahme alphabetisch):

Anja Bagus, Jahrgang 1967 lebt im Ruhrgebiet mit Katzen, Hund, Mann und Kind. Nach Studium und tausend Jobs hat sie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht, bevor sie mit dem Schreiben von Steampunk-Romanen begann. www.anja-bagus.de

Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt mit Frau, Katzen, Hasen und zu vielen Büchern in Aachen. Neben seiner Arbeit als Dipl.Kaufmann schreibt er Phantastik, Science Fiction, Steampunk und Geschichten über das Meer. www.andreas-dresen.de

Bernd Meyer, Jahrgang 1968, lebt im flachen Norddeutschland unter der Fuchtel von Frau, Tochter und den Katzen. Neben einigen ausprobierten Berufen wandte er sich dem Schreiben zu, in der Hoffnung, damit irgendwann seine Hobbies finanzieren zu können. www.bedlamboys.de

Sabine Osman, Jahrgang 1970, macht mit Mann und Katzen das Saarland unsicher. Nach langen Jahren in einem Zeitungsjob, ist sie nun als Texterin und Autorin selbstständig. Ihre Schreib- und Leseleidenschaft gilt der Fantasy. sabineosman.de

Ach ja, und ich natürlich ebenfalls (wobei ich aus organisatorischen Gründen natürlich die Autoren der eingesandten Leseproben kenne):

Stefan Holzhauer, Jahrgang 1965, lebt mit Langzeitfreundin, Echsen und mehr Computern als nötig im Bergischen Land. Eigentlich ist er freiberuflicher IT-Berater, betreibt aber auch das Phantastik-Portal PhantaNews und ist neuerdings zudem als Autor in Erscheinung getretenphantanews.de

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