Neu als eBook: Fantasy-Roman ISHKOR von Peter Hohmann

Neu als eBook: Fantasy-Roman ISHKOR von Peter Hohmann

So­eben ist Pe­ter Hoh­manns Fan­ta­sy-Ro­man ISH­KOR er­schie­nen, er liegt aus­schließ­lich als eBook vor. Zum In­halt:

Ein Krie­ger aus ei­ner frem­den, mit­tel­al­ter­li­chen Welt, mit des­sen See­le man ver­schmilzt – ge­nau das pas­siert der Ge­schichts­stu­den­tin Mona Jo­hans­son, als sie bei Re­cher­chen für ihr Stu­di­um durch eine ma­gi­sche Ent­la­dung in eine an­de­re Welt ge­schleu­dert wird.
Fort­an hört sie die Stim­me von Kor­vas Weiß­wolf in ih­rem Kopf. Der ist un­ge­ho­belt, raub­ei­nig und Ver­fech­ter ei­nes an­ti­quier­ten Frau­en­bil­des. Den­noch muss sich das Ge­spann wi­der Wil­len zu­sam­men­rau­fen, denn Kor­vas´ Mis­si­on ist eng mit Mo­nas ei­ge­nem Schick­sal ver­wo­ben.
Mit neu ge­won­nen und sehr un­ter­schied­li­chen Ge­fähr­ten be­gibt sie sich auf eine Rei­se in die Tief­lan­de, wo nicht nur schau­ri­ge Krea­tu­ren hau­sen, son­dern einst die Göt­ter selbst ei­nen er­bit­ter­ten Kampf aus­foch­ten.
Aber im­mer­hin hat Mona mit Kor­vas ei­nen Be­glei­ter, der sie auf sei­ne ganz ei­ge­ne Art zu un­ter­stüt­zen weiß, wenn es mal wie­der brenz­lig wird …

Der Ro­man ist ein ziem­li­cher Zie­gel­stein, ge­druckt wäre das eBook ca. 1050 Sei­ten stark. Man er­hält es bei Ama­zon zum Preis von an­ge­sichts des Um­fangs gün­sti­gen 5,95 Euro. Das Co­ver ge­stal­te­te Mark Frei­er.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Mark Frei­er

Mimimi! – oder »Der Wert des geschriebenen Wortes«

Mimimi! – oder »Der Wert des geschriebenen Wortes«

Das Wort zum Sams­tag

Ak­tu­ell sehe ich wie­der ver­mehrt Jam­mer­posts von Self­pu­blishe­rIn­nen auf Face­book, die laut­stark ver­kün­den nie­mals (!!einself!!!1!) eBooks für 99 Cent ver­kau­fen zu wol­len. Der Wort­laut ist grob wie folgt:

»Mimi­mi! Ich wer­de mein eBook nicht für 99 Cent an­bie­ten! Es steckt doch so viel Herz­blut drin!!!einself! Wo bleibt denn da ’der Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes’?«

Dazu ei­ni­ge An­mer­kun­gen:

1.: Wer­be­ak­tio­nen sind ge­nau das: Wer­be­ak­tio­nen. Man kann tau­sen­de Eu­ro­nen aus­ge­ben, um eine An­zei­ge in ir­gend­ei­nem Kä­se­blatt zu schal­ten, die dann kei­ner sieht – oder die kei­nen in­ter­es­siert. Oder man ver­sucht eben durch eine Wer­be­ak­ti­on Sicht­bar­keit her­zu­stel­len. Die Dif­fe­renz zum üb­li­chen Ver­kaufs­preis ist dann eine ganz nor­ma­le Wer­be­in­ve­sti­ti­on, die kei­nes­wegs den ei­gent­li­chen Wert des Bu­ches ver­rin­gert.

2.: Wenn das eBook nicht ge­kauft wird, dann ist es völ­lig egal was es ko­stet: Was ist dann der »Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes«?

3.: Wenn das eBook den Um­fang ei­nes Hef­t­romans hat, kann 99 Cent ein durch­aus an­ge­mes­se­ner Preis sein.

4.: Schnell her­un­ter ge­schrie­be­ner Mas­sen­sch­monz ist viel­leicht auch nur 99 Cent wert, und das ist dann mög­li­cher­wei­se auch sinn­voll, wenn er sich da­für viel öf­ter ver­kauft als für 4,99 Eu­ro­nen.

5.: Wenn du dein eBook nicht für 99 Cent ver­kau­fen möch­test, dann ist das selbst­ver­ständ­lich dei­ne ei­ge­ne Ent­schei­dung. Pri­ma, mach es so! Aber war­um uns des­we­gen stän­dig lan­ge voll­tex­ten?

6.: »Der Wert des ge­schrie­be­nen Wor­tes« muss sich an zahl­lo­sen wei­te­ren Me­di­en mes­sen, bei­spiels­wei­se Fern­seh­se­ri­en, Fil­men, Com­pu­ter­spie­len – oder Apps für eben­falls 99 Cent. Mit de­nen steht man in der Gunst des Käu­fers in di­rek­ter Kon­kur­renz.

p.s.: Ich kann die Mimi­mi-Tex­te nicht mehr se­hen und hal­te sie für Jam­mer­posts, die nur Ver­käu­fe ge­ne­rie­ren sol­len (wie es die mei­sten Au­to­ren-Jam­mer­posts sol­len). Das ist eine mi­se­ra­ble – weil ner­vi­ge – Art von »Wer­bung«.

p.p.s.: Das gilt wei­test­ge­hend ge­nau­so üb­ri­gens auch für ko­sten­los-Ak­tio­nen

Becky Chambers THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET für 99 Cent (Kindle)

Becky Chambers THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET für 99 Cent (Kindle)

Ich bin ge­ra­de eher zu­fäl­lig dar­über ge­stol­pert, als ich an­der­wei­tig auf Ama­zon un­ter­wegs war, und sie mir das als »an­de­re Kun­den kauf­ten auch« an­dien­ten.

Becky Cham­bers´ gran­dio­sen SF-Ro­man THE LONG WAY TO A SMALL, AN­GRY PLA­NET gibt es der­zeit bei Ama­zon als eBook für den Kind­le für sa­gen­haf­te 99 Cent. Und das lohnt sich, wer mehr dar­über wis­sen möch­te, kann sich mei­ne Re­zen­si­on zum Ro­man durch­le­sen.

Üb­ri­gens hat­te Becky Cham­bers über Jah­re ver­sucht, ei­nen Ver­lag für ihre Ge­schich­te zu fin­den und sie ha­ben alle ab­ge­lehnt, weil »liest eh kei­ner, ver­le­gen wir nicht«. Erst nach­dem sie ihn im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­lich­te, er or­dent­lich vi­ral ging und Stück­zah­len ver­kauf­te, wur­de auf ein­mal doch ein Ver­lag wach (und er­höh­te den Preis so­fort deut­lich). Jetzt also für 99 Cent. Zu­grei­fen (und wer kei­nen Kind­le hat: Die Ta­schen­buch­fas­sung ist mit 7,99 für 432 Sei­ten eben­falls ein Schnäpp­chen).

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Hod­der & Stough­ton

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

In der Rei­he BAKER STREET TA­LES ist im Arun­ya-Ver­lag eine wei­te­re No­vel­le er­schie­nen. Sie wur­de von Bar­ba­ra Büch­ner ver­fasst und trägt den Ti­tel SHER­LOCK HOL­MES UND DIE RUI­NEN VON ROUGE­MONT. Zum In­halt:

Spur­los ver­schwin­den der Rei­he nach neun Men­schen in ei­nem ver­fal­le­nen Glas­haus nahe den Klip­pen von Ca­lais. Die Leu­te von Rouge­mont schrei­ben die Er­eig­nis­se dem bös­ar­ti­gen Geist des frü­he­ren Be­sit­zers zu, wäh­rend Dok­tor Wat­s­on ei­nen Bo­ta­ni­ker zum See­len­le­ben der Pflan­zen be­fragt und Sher­lock Hol­mes zur all­ge­mei­nen Über­ra­schung ei­nen Gei­ster­be­schwö­rer en­ga­giert. Eine kör­per­lo­se Stim­me ver­rät die Lö­sung …

Die No­vel­le ist aus­schließ­lich als eBook er­hält­lich, eine Prin­t­aus­ga­be wäre ca. 70 Sei­ten stark, es ko­stet 2,99 Euro. Die Co­ver­ge­stal­tung samt Co­ver­gra­fik so­wie In­nen­il­lu­stra­tio­nen stam­men von Shi­ko­mo.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Arun­ya-Ver­lag

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Die »kein Schwein kauft mehr eBooks«-Lüge

Es geht in den letz­ten Ta­gen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald und auch in Deutsch­land wer­den die an­geb­li­chen Ver­kaufs­ein­brü­che beim eBook von be­stimm­ten Prot­ago­ni­sten gern auf­ge­nom­men und freu­de­strah­lend ver­brei­tet. Denn tat­säch­lich hält man ins­be­son­de­re bei gro­ßen Ver­la­gen eher nichts von den di­gi­ta­len Buch­va­ri­an­ten, kan­ni­ba­li­sie­ren die­se doch an­geb­lich die Tot­holz­ver­käu­fe. Und über­haupt: Da sind die­se un­dank­ba­ren Le­ser noch nicht mal be­reit, die an­ge­sag­ten Mond­prei­se für Elek­tro­bü­cher zu zah­len.

Des­we­gen ver­brei­tet man die Zah­len gern und freut sich dar­über, dass an­geb­lich die Men­ge an ver­kauf­ten und ge­le­se­nen eBooks zu­rück­geht.

Doch tat­säch­lich lügt man sich (und an­de­ren) ein­fach mal in die Ta­sche, denn den ge­nann­ten Zah­len fehlt es an Sub­stanz – wenn man die Rea­li­tä­ten be­trach­tet, sieht das ganz an­ders aus.

Jan Tiß­ler be­trach­tet das Sze­na­rio in ei­nem Ar­ti­kel auf Me­di­um – und kommt zu ganz an­de­ren Schlüs­sen, als sie von Buch­bran­che und Qua­li­täts­me­di­en kol­por­tiert wer­den. Über­aus le­sens­wert. Und im Prin­zip ja ganz ähn­lich wie das, was ich hier schon lan­ge sage: Dass die Sta­ti­sti­ken der Prot­ago­ni­sten der Buch­bran­che nicht die Rea­li­tät ab­bil­den, son­dern nur ei­nen klei­nen Aus­schnitt da­von. Und des­we­gen soll­te man de­ren Ab­satz­zah­len äu­ßerst skep­tisch be­trach­ten – und mal dar­über nach­den­ken, war­um sie eBooks so gern für tot er­klä­ren möch­ten …

Dank an Kri­sti­an Köhn­topp fürs Fin­den.

p.s.: Er­gän­zend in­ter­es­sant dazu die Sta­ti­sti­ken für die Jah­re 2014 bis 2016 auf authorearnings.com und der Text im di­gi­tal­pu­bli­shin­gre­port (ab Sei­te 7), der sich auf Zah­len von Hugh How­ey und »Data Guy« be­zieht.

Amazons Echo kann vorlesen

Amazons Echo kann vorlesen

Ama­zon hat für sei­nen Laut­spre­cher-As­si­sten­ten Echo (man­che nen­nen ihn auch Ale­xa) eine neue Funk­ti­on frei­ge­schal­tet: Ab so­fort kann das Ge­rät Kind­le eBooks vor­le­sen, na­tür­lich nur sol­che, die sich in der Bi­blio­thek des Nut­zers be­fin­den und für die die Vor­le­se­funk­ti­on frei­ge­ge­ben ist.

Die da­bei ver­wen­de­te Speech-En­gi­ne ist of­fen­bar die­sel­be, die auch bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Echo ver­wen­det wird. Die Sprach­qua­li­tät lässt der­zeit zu wün­schen üb­rig, Be­to­nun­gen und Pau­sen wis­sen der­zeit nicht so recht zu über­zeu­gen. Bleibt ab­zu­war­ten, ob Ama­zon das in Zu­kunft noch ver­bes­sert.

Die Vor­le­se­funk­ti­on ist nur in der deut­schen Fas­sung neu, bei der US-Ver­si­on ist sie be­reits seit ca. ei­nem Jahr frei­ge­schal­tet.

Das in der kur­zen Demo vor­ge­le­se­ne Buch ist RU­HE­LOS von Anja Ba­gus.

Pro­mo­gra­fik Ama­zon Echo Co­py­right Ama­zon

Amazon Prime Reading

Amazon Prime Reading

amazon-LogoIn den USA baut On­line­händ­ler Ama­zon sein An­ge­bot für Prime-Kun­den mit »Ama­zon Prime Rea­ding« deut­lich aus. Das gan­ze wirkt wie ein Kind­le Un­li­mi­ted Light, denn man kann da­mit über 1000 eBook, Co­mics, Zeit­schrif­ten und Kind­le Sin­gles ohne wei­te­re Zu­satz­ko­sten aus­lei­hen. Da­für be­nö­tigt man nicht zwin­gend ei­nen Kind­le, das funk­tio­niert auch mit ei­ner App auf An­dro­id oder iOS.

Man er­hält bei­spiels­wei­se fol­gen­de Zeit­schrif­ten ohne Abon­ne­ment: Na­tio­nal Geo­gra­phic Tra­ve­ler, Peop­le und Sports Il­lu­stra­ted. Bei den eBooks nennt Ama­zons Pres­se­mit­tei­lung bei­spiels­wei­se The Hob­bit, Har­ry Pot­ter and the Sorcerer’s Stone, The Man in the High Cast­le, in­ter­es­sant er­scheint hier, dass ex­pli­zit Ti­tel aus dem Phan­ta­stik-Be­reich in den Vor­der­grund ge­stellt wer­den; das An­ge­bot be­inhal­tet aber auch Non­fic­tion.

Man kann aus dem An­ge­bot be­lie­big vie­le Ti­tel für eine un­be­schränk­te Zeit lei­hen.

Da­mit macht Ama­zon sei­ne Prime-Mit­glied­schaft wei­ter für Kun­den in­ter­es­san­ter. Das wun­dert auch nicht, denn of­fen­bar be­stel­len Prime-Kun­den deut­lich mehr als nor­ma­le, der On­line­händ­ler be­treibt wei­ter­hin agres­si­ve Kun­den­bin­dung. Vor Kur­zem hat­te man erst Twitch Prime ein­ge­führt, mit dem man wer­be­freie Streams oder Ingame-Loot er­hält. Prime-Mit­glie­der er­hal­ten zu­dem Ra­bat­te auf neue Com­pu­ter- und Kon­so­len­spie­le.

Für Ver­la­ge und Au­to­ren mit Ti­teln in die­sem Pro­gramm dürf­te sich da­mit ver­mut­lich die Zahl der ge­le­se­nen Sei­ten und da­mit die Ein­nah­men er­hö­hen.

Bis­her gibt es Ama­zon Prime Rea­ding nur für Kun­den in den USA, es gibt al­ler­dings kei­nen Grund an­zu­neh­men, dass das Pro­gramm nicht auch in Deutsch­land ein­ge­führt wer­den wird. Ob al­ler­dings hie­si­ge Ver­la­ge mit­spie­len wer­den, bleibt ab­zu­war­ten. Für mich ist al­ler­dings be­reits das eng­lisch­spra­chi­ge An­ge­bot über­aus at­trak­tiv.

Ama­zon Logo Co­py­right Ama­zon

Das neue Buchpreisbindungsgesetz, eBooks und die Selfpublisher

Das neue Buchpreisbindungsgesetz, eBooks und die Selfpublisher

eBook-ParagraphMan­che Ge­set­ze be­nö­ti­gen Jah­re bis zu ih­rem In­kraft­tre­ten, wenn al­ler­dings eine Lob­by drän­gelt, macht die Po­li­tik auch schon mal deut­lich schnel­ler: Seit heu­te gilt das neue Buch­preis­bin­dungs­ge­setz, her­bei­lob­by­isiert vom Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels und Co, das jetzt auch eBooks ein­deu­tig be­nennt (wit­zig dar­an ist al­ler­dings nach wie vor, dass es bis heu­te kei­ne ein­deu­ti­ge, rechts­gül­ti­ge De­fi­ni­ti­on gibt, was ein eBook ei­gent­lich ist).

Ma­thi­as Mat­ting wid­met sich dem The­ma auf sei­ner Sei­te Self­pu­blisher­bi­bel, und be­kräf­tigt auch auf Nach­fra­ge in der Face­book-Grup­pe »Self Pu­bli­shing«, dass sich für Selbst­ver­le­ger nichts än­dert. Er be­harrt dar­auf, dass das Ge­setz auch für Self­pu­blisher gilt.

Doch da irrt er mei­ner An­sicht nach. Ich schrieb be­reits im Mai die­ses Jah­res über das The­ma, denn in den Be­grün­dun­gen zum Ge­setz, die von Ge­rich­ten zur Ur­teils­fin­dung her­an­ge­zo­gen wer­den, steht, dass die Preis­bin­dung für eBooks von Self­pu­blishern eben NICHT gilt. Der Pas­sus (sie­he Be­grün­dung im PDF des BMWI)

»Der Preis­bin­dung un­ter­lie­gen­de elek­tro­ni­sche Bü­cher wer­den zum dau­er­haf­ten Zu­griff an­ge­bo­ten und sind un­ter Wür­di­gung al­ler Um­stän­de als über­wie­gend ver­lags- oder buch­han­dels­ty­pisch an­zu­se­hen.«

Und das schließt Self­pu­blisher aus, denn die sind eben NICHT ver­lags­ty­pisch, ins­be­son­de­re dann nicht, wenn man aus­schließ­lich über Ama­zon an­bie­tet, dann ist das eBook mög­li­cher­wei­se noch nicht ein­mal buch­han­dels­ty­pisch, denn man be­kommt es im her­kömm­li­chen Buch­han­del (bzw. bei de­ren On­line­platt­for­men) nicht. Ich ste­he üb­ri­gens mit die­ser Mei­nung nicht al­lei­ne.

Im Ge­set­zes­ent­wurf stand so­gar noch:

Elek­tro­ni­sche Bü­cher, die nicht als ver­lags- oder buch­han­dels­ty­pisch an­zu­se­hen sind, wie bei­spiels­wei­se von den Au­to­ren selbst un­ter Nut­zung spe­zia­li­sier­ter Platt­for­men ver­öf­fent­lich­te elek­tro­ni­sche Bü­cher, fal­len nicht un­ter die Preis­bin­dung.

Da hat man of­fen­bar noch ei­ni­ges an Lob­by­tum in Be­we­gung ge­setzt, um den Pas­sus aus den Be­grün­dun­gen her­aus zu be­kom­men.

Ob man sich mit dem Bör­sen­ver­ein und des­sen Treu­hän­der­kanz­lei, die über die Ein­hal­tung der Buch­preis­bin­dung wacht und da­für auch gern mal ab­mahnt, an­le­gen möch­te, muss man na­tür­lich als Self­pu­blisher ab­wä­gen. Es könn­te al­ler­dings sein, dass Bör­sen­ver­ein und Co. wie bis­her lie­ber die Schaf­fung ei­nes Prä­ze­denz­falls un­be­dingt ver­mei­den möch­ten. Ein recht­li­ches Rest­ri­si­ko bleibt, denn was die ju­ri­sti­sche Power an­geht, sitzt der Bör­sen­ver­ein si­cher am län­ge­ren He­bel und be­reits die­ses Droh­sze­na­rio könn­te ver­hin­dern, dass Selbst­ver­le­ger Ex­pe­ri­men­te wa­gen, hier das Recht also durch In­ter­es­sen­grup­pen selbst­ge­macht wird.

Man könn­te an die­ser Stel­le auch mal dar­über nach­den­ken, war­um Mat­ting so of­fen­siv eine an­de­re Mei­nung ver­tritt. Viel­leicht weil er Mit­glied und 1. Vor­sit­zen­der ei­nes Self­pu­blisher-Ver­eins ist, der in den Räu­men des Bör­sen­ver­eins ge­grün­det wur­de?

In mei­nen Au­gen ist das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz oh­ne­hin ein fos­si­ler Ein­griff in den Markt, der es der Bran­che er­mög­licht, kar­tell­ar­ti­ge Struk­tu­ren zu schaf­fen und schwä­che­re Markt­teil­neh­mer aus­zu­boo­ten. Es ge­hört ab­ge­schafft.

Erschienen: RUHELOS von Anja Bagus

Erschienen: RUHELOS von Anja Bagus

Cover RuhelosSo­eben ist mit RU­HE­LOS eine neue No­vel­le er­schie­nen, die in Anja Ba­gus´ Æther­welt spielt, die be­reits den Hin­ter­grund für die An­na­bel­le Ro­sen­herz- und die WAL­DES­RUH-Tri­lo­gi­en bil­de­te. Dies­mal geht es um Köln. Klap­pen­text:

Seit die To­ten sich aus ih­ren Grä­bern er­ho­ben und zum Dom ge­zo­gen sind, ist Köln eine zer­ris­se­ne Stadt. Nacht für Nacht krei­schen und to­ben die Wie­der­gän­ger vor dem Sa­kral­bau – nie­mand weiß, war­um. Tags­über lie­gen sie her­um und wer­den von den be­leb­ten Was­ser­spei­ern be­wacht.
He­le­na Teu­fel ist stark. Ihre au­ßer­ge­wöhn­li­che kör­per­li­che Kraft und Ent­schlos­sen­heit ma­chen sie zu ei­ner gu­ten Sol­da­tin bei der exe­ku­ti­ven Ein­heit des kai­ser­li­chen Hee­res. Aber ihre rück­sichts­lo­se Ziel­stre­big­keit bei der Ver­fol­gung Kri­mi­nel­ler macht sie auch zu ei­ner Ge­fahr. Nach ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Ein­satz, der aber bei­na­he ei­ni­ge Le­ben ge­ko­stet hät­te, wird sie de­gra­diert. Als schlich­te Be­am­tin im Amt für Ae­ther­an­ge­le­gen­hei­ten kommt sie ei­nem be­son­ders per­fi­den Gau­ner auf die Schli­che. Zu­sam­men mit ei­nem un­ge­wöhn­li­chen Pferd und dem Be­am­ten Adam Schrei­ber nimmt sie die Spur auf.
Wird das Teu­fels­weib ih­ren neu­en Schütz­ling ret­ten und den ’Kno­chen­bre­cher’ ding­fest ma­chen kön­nen?

Ae­ther­welt:
Seit dem Jahr 1900 liegt über den Flüs­sen und Seen der Welt an man­chen Ta­gen ein selt­sa­mer grü­ner Ne­bel. Man tauf­te die Sub­stanz Ae­ther und be­gann, da­mit zu ex­pe­ri­men­tie­ren. Ae­ther ist ein Se­gen für die Wis­sen­schaft und Tech­nik, aber ein Fluch für Mensch und Na­tur. Selt­sa­me We­sen kom­men aus den Ne­beln und man nennt sie die ’Ver­dor­be­nen’. Aber sind sie alle böse? Und wie ist es mit den Men­schen, die sich ver­än­dern und Hör­ner oder Flü­gel be­kom­men? Wie geht die Welt da­mit um, dass es je­dem pas­sie­ren kann, egal ob Mann oder Frau, ade­lig oder bür­ger­lich? Da­von han­deln die Ge­schich­ten aus der Ae­ther­welt.

Der Ro­man, des­sen Prin­t­aus­ga­be 152 Sei­ten stark ist, liegt als eBook vor und kann ab so­fort via Ama­zon er­wor­ben wer­den, der Preis be­trägt 3,00 Euro (oder ko­sten­los via Kind­le Un­li­mi­ted).

[Up­date 12:00:] Die Print­ver­si­on von RU­HE­LOS er­scheint dem­nächst und kann be­reits ver­sand­ko­sten­frei vor­be­stellt wer­den.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Anja Ba­gus

Neuerscheinung: Der SF-Roman ALKATAR von Anja Fahrner

Neuerscheinung: Der SF-Roman ALKATAR von Anja Fahrner

Cover AlkatarBei Em­me­rich Books & Me­dia ist so­eben Anja Fahr­ners Sci­ence Fic­tion-Ro­man AL­KA­TAR er­schie­nen. Dar­in stellt sich die Au­to­rin ei­nem Ge­dan­ken­spiel der be­son­de­ren Art:

Was wäre, wenn die Men­schen die Erde im Jah­re 2030 an den Rand ei­ner Ka­ta­stro­phe ge­bracht hät­ten und durch eine au­ßer­ir­di­sche Macht die letz­te Chan­ce für ei­nen Neu­an­fang auf ei­ner ur­sprüng­li­chen Welt be­kä­men? Wür­den sie ei­nen bes­se­ren Weg als in ih­rer Ver­gan­gen­heit ein­schla­gen?

Die­ses Sze­na­ri­um wird aus der Sicht des Heer­füh­rers und Wäch­ters Al­ka­tar be­schrie­ben, ei­nes Jä­gers aus dem te­le­pa­thisch be­gab­ten Volk ei­nes fer­nen Pla­ne­ten. Un­ter sei­ner An­lei­tung sol­len die­je­ni­gen Men­schen, die für eine ge­hei­me Ret­tungs­mis­si­on re­kru­tiert wur­den, ei­nen Le­bens­weg in Ein­klang mit der Na­tur be­schrei­ten. Doch als ein in­ter­ga­lak­ti­scher Krieg die Teil­neh­mer von der Au­ßen­welt ab­schnei­det, wird Al­ka­tar nicht nur mit sei­nen ver­schüt­te­ten Sehn­süch­ten, son­dern auch mit den Ab­grün­den der mensch­li­chen Na­tur kon­fron­tiert. Eine dra­ma­ti­sche Ent­wick­lung setzt sich in Gang …

Der De­but­ro­man der Au­to­rin er­schien am 16.06.2016, er ist als Ta­schen­buch (20,3 x 12,7 x 2,6 cm) 408 Sei­ten stark und ko­stet 15,00 Euro. Die Ebook-Fas­sung schlägt mit 4,95 zu Bu­che. Er­hält­lich via Ama­zon oder di­rekt beim Ver­lag.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

tolino media senkt Honorare für Selfpublisher

tolino media senkt Honorare für Selfpublisher

Logo Tolino MediaAuch wenn man bei To­li­no Me­dia mit di­ver­sen PR-Maß­nah­men durch­sich­tig ver­sucht, das noch als tol­les Ding zu ver­kau­fen: Die aus­zu­zah­len­den Tan­tie­men an Self­pu­blisher wur­den deut­lich ge­senkt. Auch wenn man An­fang des Jah­res noch voll­mun­dig ver­such­te, Nut­zer auf die Platt­form zu be­kom­men, in­dem man eine un­be­fri­ste­te Be­tei­li­gung an den Um­sät­zen in Höhe von 70% ver­sprach.

Da­mit ist es jetzt vor­bei, denn ab dem 1. Juli sinkt die Be­tei­li­gung bei Bü­chern, die we­ni­ger als 2,99 Euro ko­sten, auf 40%. Be­grün­det wird das da­mit, dass die ent­ste­hen­den Ko­sten für Down­load und Be­zah­lung an­geb­lich so hoch sei­en, dass To­li­no Me­dia da­bei drauf­zah­len muss. Hät­te man das nicht vor­her wis­sen müs­sen? Die Kon­di­tio­nen ha­ben sich ja nicht ver­än­dert. Das be­stärkt mich dar­in, dass es sich um ein Lock­vo­gel­an­ge­bot han­del­te. Au­ßer­dem möch­te man die Self­pu­blisher »dazu an­re­gen« ei­nen hö­he­ren Preis für ihre Bü­cher zu neh­men. Das ist so pau­schal na­tür­lich völ­li­ger Blöd­sinn, der Preis muss selbst­ver­ständ­lich dem In­halt an­ge­mes­sen sein, ich kau­fe ja auch kei­nen Hef­t­ro­man oder eine Kurz­ge­schich­te als eBook für mehr als drei Euro.

Für mich kommt das nicht über­ra­schend. Ich hat­te be­reits zum Start der Platt­form ge­mut­maßt, dass sich die Kon­di­tio­nen schnel­ler zu Un­gun­sten der Self­pu­blisher än­dern dürf­ten, als man gucken kann, wenn eine ge­wis­se Zahl an Nut­zern er­reicht wird und die Wer­be­pha­se vor­bei ist. Wenn man auf die ver­öf­fent­lich­ten Zah­len der Platt­form zum An­teil am eBook-Markt blickt, muss man sich oh­ne­hin fra­gen, wie re­le­vant die Ver­kaufs­men­gen dort über­haupt sind.

p.s.: Man kann auf­grund die­ser uni­la­te­ra­len Än­de­rung na­tür­lich sein Kon­to bei To­li­no ganz ein­fach kün­di­gen …

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