Entwicklungsumgebung für C64: CBM .prg Studio

Entwicklungsumgebung für C64: CBM .prg Studio
IDE-Oberfläche

Tatsächlich ist der Titel irreführend, denn tatsächlich kann man mit CBM .prg Studio auch Programme für andere Commodore-Rechner (oder Emulatoren) entwickeln, also beispielsweise den VC20 oder den C128.

CBM .prg Studio ist eine IDE (integrated development environment, integrierte Entwicklungsumgebung) für Programme, die dann auf alten Commodore-Computern laufen. Programmieren kann man in Assembler oder Commodore Basic, neben den Programmierfunktionen, die allerdings im Gegensatz zu “früher” mit modernen Features wie Debugging ausgestattet sind, sind auch ein Sprite-Editor, ein Charakter-Editor und ein Editor für Hintergründe (Screens) mit an Bord. Über ein SID-Tool kann man zudem Sounds erzeugen

Sprite-Editor

Hat man was programmiert kann man es mit einem Klick kompilieren und zum Testen an einen lokal installierten Emulator schicken. Die exportierten Programme sind aber auch auch echten Retro-Computern lauffähig.

Das von Arthur Jordison erstellte CBM .prg Studio läuft unter Windows und ist kostenlos, Spenden sind aber gerne gesehen. Man kann das Programm auf der Projektseite herunter laden, dort findet man in einer Galerie auch Beispiele für damit erstellte Games.

Coole Sache.

Screen-Editor

Screenshots Copyright Arthur Jordison

Bastler aufgemerkt: Neuer Raspberry Pi 3 B+

Bastler aufgemerkt: Neuer Raspberry Pi 3 B+

Es gibt mal wieder ein neues Modell des Raspberry Pi. Es trägt die Bezeichnung RasPi 3 B+ und hat unter der nicht vorhandenen Haube folgende Neuerungen zu bieten:

Die neue CPU (1,4 GHz Broadcom BCM2837B0, Cortex-A53 64-bit SoC) ist ungefähr 10 Prozent leistungsfähiger als der Vorgänger, der WLAN-Chip erfüllt IEEE802.11 a/c, beherrscht also 2,4 und 5 GHz. Neu ist zudem Bluetooth in der Version 4.2, und der Ethernet-Port schafft jetzt bis zu 300 MBit. Und: Der RasPi 3 B+ ist über eine Erweiterungsplatine jetzt PoE-fähig, kann also via Power over Ethernet mit Strom versorgt werden, was je nach Einsatzort ein Netzteil überflüssig macht.

  • 1,4 GHz Broadcom BCM2837B0, Cortex-A53 64-bit SoC
  • 1024 MB LPDDR2 SDRAM
  • GigaBit LAN über USB2.0 (jetzt mit bis zu 300 MBit)
  • PoE-fähig über Erweiterungsplatine
  • IEEE 802.11ac Dualband WLAN, 2,4 GHz oder 5 GHz Bereich
  • Bluetooth 4.2 BLE
  • HDMI 1.4 Full Size
  • 3,5 mm Klinke (Audio Out und Composite Video)
  • vier USB 2.0 Ports

Der Preis liegt wie immer bei neuen Modellen bei 40 Euro, eine neue Raspbian-Version gibt es ebenfalls bereits.

Promofoto Copyright Raspberry Pi Foundation

Des Steampunks Traum: THE ELECTRICAL EXPERIMENTER

Des Steampunks Traum: THE ELECTRICAL EXPERIMENTER

Archive.org sei Dank. Dort gibt es jetzt ein digitales Archiv der Zeitschrift THE ELECTRICAL EXPERIMENTER. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine frühe Variante der MAKE, denn in dem Magazin werden elektrische Experimente ebenso beschrieben, wie es allgemeine Artikel zum Thema gibt, sogar Solarenergie wird vorhergesagt. Interessant auch zahllose zeitgenössische Werbeanzeigen. Das Archiv enthält eine Sammlung der Ausgaben des Magazins aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts, das führt zu einem beeindruckenden Umfang, denn das hochauflösende PDF ist nicht nur über 90 MB groß, es enthält 584 Seiten. Wer kein PDF mag, kann auch Versionen als ePub, für den Kindle und anderen Formaten herunter laden. Aufgrund des Alters sind nach Aussage der Smithsonian Libraries (die den Scan zur Verfügung gestellt haben) sämtliche Urheberrechte an den Inhalten erloschen.

Fun Fact am Rande: Herausgeber des Magazins war ein gewisser Hugo Gernsback. Der Name sagt insbesondere Science Fiction-Freunden etwas, denn der war auch der Herausgeber von AMAZING STORIES (ab 1926) und Namenspate für einen der wichtigsten SF-Preise, den Hugo Award.

Neu: Raspberry Pi Zero W

Neu: Raspberry Pi Zero W

Es gibt einen neuen RasPi. Die Variante Raspberry Pi Zero W entspricht dem normale Zero, bringt allerdings zusätzlich Bluetooth und WLAN mit. Und das bei dem kleinen Formfaktor.

  • Prozessor: BCM2835 (wie im Pi 1) aber auf 1GHz hochgetaktet, also ca. 40% schneller
  • 512MB RAM
  • Mini HDMI
  • USB On-The-Go port
  • Micro USB power
  • HAT-kompatibler 40-pin Header
  • Composite Video und Reset-Header
  • CSI Kamera Anschluss
  • 802.11b/g/n Wireless LAN
  • Bluetooth 4.1
  • Bluetooth Low Energy (BLE)

Den RasPi Zero W kann man ab sofort beispielsweise bei The Pi Hut bestellen, er kostet 9,60 GBP, das sind aktuell ca. 11,26 Euro (zzgl. Versandkosten).

Promofoto Copyright The Pi Hut

Atari 2600 Emulator in MINECRAFT

Atari 2600 Emulator in MINECRAFT

Sethbling zeigt, was in MINECRAFT tatsächlich alles möglich ist, wenn es um Redstone, Command Blocks und daraus entwickelte Schaltkreise geht. Man hatte ja schon das ein oder andere gesehen, beispielsweise Uhren oder Taschenrechner. Sethbling hat die klassische Konsole Atari 2600 in MINECRAFT aus Spielelementen nachgebaut. Unter dem Youtube-Video stellt er die Welt mit dem Emulator zum Download bereit, damit man sehen kann, dass es sich nicht um einen Fake handelt.

Er hat auch schon die Programmiersprache BASIC in MINECRAFT implementiert, oder neuen Code in SNES-Spiele injiziert, man kann sich das alles auf seinem Youtube-Kanal ansehen.

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Spektakulär: “Interactive Dynamic Video” könnte das Filmemachen revolutionieren

Spektakulär: “Interactive Dynamic Video” könnte das Filmemachen revolutionieren

Das folgende Video basiert auf der PhD-Dissertation von Abe Davis am MIT und zeigt auf beeindruckende Weise, wie kurze Filmaufnahmen dazu genutzt werden können, in Videos nachträglich physikalisch korrekt manipulierbare Objekte zu erschaffen. Alss etwas entfernt Ähnliches wie das, was man heute schon in After Effects mittels Puppet Warp erreichen kann, aber eben nicht manuell, sondern automatisiert. Ich finde das ziemlich spektakulär. Weil solche Dissertationen selbstverständlich immer einen hochwissenschaftlichen Namen haben müssen, lautet der vollständige Titel: “Image-Space Modal Bases for Plausible Manipulation of Objects in Video”.

Mehr dazu auf der Webseite zum Projekt. Und das Video unbedingt bis zum Ende schauen! So macht Wissenschaft Spaß! :D

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Amiga-Emulator ARMIGA ist lieferbar

Amiga-Emulator ARMIGA ist lieferbar

Armiga Full

Beim ARMIGA handelt es sich um eine kleine, ARM-basierte Box (daher der Name), die so tut, als sei sie ein Amiga 500 mit Kickstart 1.3. Er verfügt über USB-Anschlüsse für handelsübliche Mäuse und Tastaturen sowie einen SD-Karten-Slot vom dem aus man Diskettenimages starten kann und auf der sich auch Systemdateien befinden können. Die Kickstart- und weitere Systemdateien sind beim Rechteinhaber Cloanto lizensiert.

Vom ARMIGA gibt es zwei Varianten. Die eine kann man als reine Spielkonsole betrachten, die andere verfügt über ein Amiga.kompatibles Floppy-Laufwerk. Das ist ziemlich cool, denn das ermöglicht es, noch vorhandene, alte 3,5-Zoll-Disketten in ADF-Dateien zu verwandeln.

Über den HDMI-Anschluss kann man Signale in 16:9, 4:3 und nichtlinear in 720p ausgeben.

Derzeit wird nur Kick 1.3 unterstützt, AGA könnte noch folgen.

Armiga Small

Beide Versionen werden mit HDMI-Kabel, Netzteil, SD-Karte und 3D-gedrucktem Gehäuse ausgeliefert. Die “Small Sized Edition” (ohne Floppy) kostet 119 Euro, die “Full Edition” schlägt mit 169 Euro zu Buche (jeweils plus 25 Euro Versand in europäische Länder).

Bestellen kann man ab sofort auf der offiziellen Webseite des Projekts, man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich um Prototypen handelt.

Shut up and take my money. Die zigarettenschachtelgroße Small-Edition habe ich sofort bestellt. ADF-Dateien kann ich micht meinen Amigas ohnehin erzeugen.

Promofotos Copyright DARMA Projects

Cool: Magnete und Murmeln!

Cool: Magnete und Murmeln!

Aus der leider etwas vernachlässigten Reihe “Nerdspace” hier auf PhantaNews: MAGNETS AND MARBLES. Kaplamino zeigt, was man mit ein paar Holzstückcken, Dominosteinen, Murmeln, aber vor allem Kugelmagneten (Neocube) so anstellen kann. Physik!

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GameBoy im Winz-Format mit Raspberry Pi Zero

GameBoy im Winz-Format mit Raspberry Pi Zero

Der kleinformatige Raspberry Pi Zero eröffnet aufgrund seiner Bauweise ganz neue Möglichkeiten für Frickelprojekte. So zum Beispiel eine Emulator-Station im Streichholzschachtelformat und im Andenken an den klassischen GameBoy von Nintendo.

Pi Zero GameBoy Nano heisst das Projekt, bei dem auf dem RasPi mittels RetroPie nicht nur Gameboy-Spiele laufen, sondern auch alles andere, das die Plattform emulieren kann. Dazu dann noch ein 3D-gedrucktes Gehäuse im GameBoy-Stil und fertig ist die mobile Retro-Kiste im Format eines Schlüsselanhängers. Wurstfinger sollte man allerdings nicht haben. :)

Realisiert wurde das ganze vom dänischen Maker Rasmus Hauschild, der die für den 3D-Druck nötigen Dateien auf Thingiverse zur Verfügung gestellt hat. Dort findet man auch eine Einkaufsliste. Ganz billig ist das Vergnügen nicht, aber das ist ja beim Selbermachen auch nicht der Punkt.

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Raspberry Pi, The Next Generation

Raspberry Pi, The Next Generation

Grafik Raspberry Pi 3

Soeben ist die dritte Generation des Tüftler-Minicomputers Raspberry Pi vorgestellt worden. Die neue Version verfügt onboard über WLAN (802.11n) und hat Bluetooth 4.0 Low Energy an Bord, was die Vielseitigkeit des Kleinstrechners nochmal deutlich erhöht. In der neuen fassung werkelt eine Quadcore 1.2 GHz 64Bit CPU vom Typ ARMv8 (damit ist der Pi3 der erste aus der Reihe mit einem 64bit-Prozessor). Die restlichen Daten sind wie der Formfaktor identisch zum Vorgänger:

  • 1 GB Speicher
  • 4 USB ports
  • 40 GPIO Anschlüsse
  • HDMI Anschluss
  • Ethernet Anschluss
  • Kombinierte 3.5mm-Buchse für Audio und Composite Video
  • Kamerainterface (CSI)
  • Displayinterface (DSI)
  • Steckplat für Micro SD Karte
  • VideoCore IV 3D graphics core

Der Raspi 3B sollte in Kürze bei den bekannten Distributoren verfügbar sein, der Preis dürfte so liegen wie bei den Vorgängermodellen, also ca. bei 35 Euro.

Promografik Raspi3 Copyright raspberrypi.org

Gene Roddenberrys Floppy Disks

Gene Roddenberrys Floppy Disks

Star Trek DiskIn diesem Jahr feiern wir 50 Jahre STAR TREK. Ob der in diesem Jahr erscheinende Film STAR TREK BEYOND Grund zum Feiern sein wird, wissen wir noch nicht, es gab ja einiges Gemaule wegen des Trailers und weil Paramount auf einem Action-Film im Stil der GUARDIANS OF THE GALAXY beharrte. Nun waren TREK-Kinofilme immer anders und actionbetonter als die Fernsehserien, aber als Fan wünscht man sich schon gewisses Kopfnicken seitens der Oberen in Richtung der originalen Zeitlinie (die verklagen stattdessen lieber Fanfilm-Produzenten, aber das ist eine andere Geschichte). Aber kommen wir zur Überschrift:

Es wurden Daten von 200 Floppy Disks aus dem Besitz von Serienerfinder Gene Roddenberry gerettet, ein nicht geringer Teil davon dürfte sich um STAR TREK drehen. Man kann nur spekulieren, ob Schätze oder Ausschuss auf den Disketten lagern, aber spannend finde ich das allemal.

Spannend ist die Geschichte auch aus technischer Sicht, denn Roddenberry nutzte damals in den 60ern und 70ern keine Standardcomputer (die gab es ja auch kaum bis nicht), sondern zwei selbstgebaute Rechner, um zu schreiben und Notizen festzuhalten. Der erste wurde vor Jahren verkauft. Der zweite funktionierte nicht mehr und lief unter selbstgemachtem Betriebssystem, auch die Textverarbeitung war keine Standardsoftware, sondern selbstgeschrieben. Deswegen musste der Dienstleister DriveSavers, der die Daten retten sollte zuerst einmal drei Monate investieren, um Software zu entwickeln, die die Daten von den Floppys überhaupt lesen konnte. Die Auswertung inklusive dem eigentlichen Retten der Daten dauerte dann fast ein Jahr.

Was drauf ist? Dazu gibt es bislang keine Informationen, DriveSavers mussten offenbar eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen. Es ist derzeit also völlig unklar, was aus den Daten werden wird.

[Update 09.01.2016:] Offenbar waren die ersten Berichte zu diesem Thema nicht eben von Fachwissen getrübt. Der Computer war zwar keiner von der Stange, aber darauf lief kein selbstgeschriebenes OS, sondern einfach nur CP/M, andere Disketten waren mit DOS formatiert, beides alt, aber nicht eben exotisch. Details bei PC World. Problematisch ist dabei allerdings, dass es unter CP/M kein Standard-Diskettenformat gab.

Bild: Floppy Disk, von Qurren, aus der Wikipedia, CC BY-SA, STAR TREK-Logo Coypright CBS & Paramount

Raspberry Pi Zero im XBox-Controller

Raspberry Pi Zero im XBox-Controller

Pie Zero in Gamepad

Terence Eden hat den neuen Raspberry Pi Zero in einen alten XBox-Controller eingebaut. Das “Duke” genannte Gamepad ist groß genug, um ausreichend Platz für die neue Iteration des DIY-Computers zu bieten, wenn man die Steckplätze für Memorykarten entfernt.

Dann muss man nur noch die Emulatorsoftware RetroPie installieren (die in einer passenden Version vorliegt) und hat eine Spielkonsole für die verschiedensten Systeme. RetroPie ist im Prinzip eine spezialisierte Linux-Variante, die dann auch die USB-Verbindung zum Controller auf Anhieb erkennt.

Der Umbau ist nicht besonders aufwendig, alle Details dazu auf Terences Webseite.

Foto Copyright Terence Eden