Selfpublishing: Drucken bei Booksfactory – ein Erfahrungsbericht

Webseite BooksfactoryAn an­de­rer Stel­le hat­te ich über mei­ne Er­fah­run­gen mit Crea­te­Space be­rich­tet, die zu­erst ein­mal sehr po­si­tiv wa­ren. Er­stel­len ei­nes Bu­ches und das nach­fol­gen­de An­bie­ten bei Ama­zon sind wei­test­ge­hend pro­blem­los mög­lich. Der Preis stimmt (für den End­kun­den), Ama­zon räumt sich kei­ne Rech­te am Ma­te­ri­al ein.
Et­was an­ders sieht es aus, wenn man Ex­em­pla­re für den Ei­gen­be­darf or­dern möch­te. Auch hier ist die Bi­lanz zu­nächst ein­mal po­si­tiv, denn Crea­te­Space lie­fert die Bü­cher aus den USA in­klu­si­ve der Ver­sand­ko­sten zu ei­nem Preis, den kein An­bie­ter in Deutsch­land auch nur an­nä­hernd mit­hal­ten kann, zu­min­dest nicht bei ge­rin­ge­ren Stück­zah­len – und an sol­chen ist der Self­pu­blisher ja oft in­ter­es­siert. Pro­ble­ma­tisch sind al­ler­dings die Lie­fer­zeit aus den USA und die Pro­ble­me beim Zoll. Ich hat­te vier Mal in den USA be­stellt, nur ein­mal kam das Pa­ket di­rekt bei mir zu Hau­se an, drei­mal muss­te ich die 20 km gen Wup­per­tal zur Zoll­stel­le (und wie­der zu­rück) fah­ren, um die Bü­cher ab­zu­ho­len. Und je­des Mal war die Ab­wick­lung eine an­de­re, im­mer wie­der woll­te man un­ter­schied­li­che Be­le­ge, Nach­wei­se oder es war sonst ir­gend­was. Das Ver­hal­ten der Zöll­ner war ab­so­lut nicht ko­hä­rent und nicht nach­voll­zieh­bar – und das nerv­te ge­wal­tig. Letzt­end­lich en­de­te es je­des Mal nur des­we­gen gut, weil der Wert so ge­ring war, und die Be­am­ten of­fen­bar kei­nen Bock hat­ten, we­gen des klei­nen Be­trags ei­nen Ver­wal­tungs­akt zu er­öff­nen. Auf je­den Fall such­te ich haupt­säch­lich auf­grund die­ser al­ber­nen Pro­ble­me mit dem Zoll nach ei­ner Al­ter­na­ti­ve.

Im Lauf mei­ner Su­che stieß ich zwar auf di­ver­se An­bie­ter in Deutsch­land, die al­ler­dings ent­we­der preis­lich jen­seits von Gut und Böse wa­ren, kei­ne Kleinst­auf­la­gen er­stel­len woll­ten, oder aber de­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on zu wün­schen üb­rig ließ. Letz­te­res pas­sier­te mir bei­spiels­wei­se mit dem von Drit­ten als so emp­feh­lens­wert ge­nann­ten Schal­tungs­dienst Lan­ge, de­ren Mit­ar­bei­ter nicht auf Nach­fra­gen per Email ant­wor­te­ten, aber sich ein hal­bes Jahr nach der An­fra­ge noch­mal mel­de­ten, ob ich das An­ge­bot viel­leicht an­neh­men möch­te und wenn nein, war­um nicht. Mei­ne Ant­wort mit Er­läu­te­rung und noch­ma­li­ger Rück­fra­ge blieb er­neut un­be­ant­wor­tet. Das ist in mei­nen Au­gen kein pro­fes­sio­nel­les Ge­schäfts­ge­ba­ren, des­we­gen sah ich da­von ab, die­sen An­bie­ter zu nut­zen.

books­fac­to­ry

logobooksfactoryNach wei­te­rer Re­cher­che und ei­ner Emp­feh­lung stieß ich auf die pol­ni­sche Drucke­rei books­fac­to­ry, die ihre Dien­ste auch im EU-Aus­land an­bie­tet und de­ren Web­sei­te des­we­gen un­ter an­de­rem auch in deut­scher Spra­che und mit .de-Do­main vor­liegt (und das ohne sprach­li­che Merk­wür­dig­kei­ten zwi­schen lu­stig und pein­lich, wie bei an­de­ren An­bie­tern in Eu­ro­pa). Dort fin­det sich auch ein über­aus prak­ti­scher Rech­ner, mit dem man sein Buch­pro­jekt vor­ab mal durch­kal­ku­lie­ren kann, in­klu­si­ve ver­schie­de­ner Pa­pier- und Ein­band­op­tio­nen. Das ist von der Hand­ha­bung be­reits her sehr ge­lun­gen und mo­ti­vier­te mich zu ei­ner in­ten­si­ve­ren Prü­fung, der dann spä­ter die­ser Test folg­te.

Für den Test wähl­te ich die von mir her­aus­ge­ge­be­ne Steam­punk-An­tho­lo­gie ÆTHER­GARN aus der Rei­he DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN aus, denn da wa­ren mir oh­ne­hin ge­ra­de die Crea­te­Space-Ex­em­pla­re aus­ge­gan­gen. Da­bei han­delt es sich um ein Soft­co­ver-Ta­schen­buch, bei books­fac­to­ry kann man al­ler­dings auch bei­spiels­wei­se Hard­co­ver oder Pro­spek­te drucken las­sen.

Für den Ein­band stellt der An­bie­ter eine For­mel be­reit, mit de­ren Hil­fe man die Buch­rücken­dicke be­rech­nen kann. Ich hat­te für Crea­te­Space oh­ne­hin be­reits PDFs für Co­ver und In­halt in fünf mal acht Zoll vor­lie­gen und woll­te die­se wenn mög­lich ohne Än­de­run­gen wei­ter­ver­wen­den. Beim Co­ver war das nicht mög­lich, da die Buch­rücken­dicke auf­grund des ver­wen­de­ten Pa­piers (Mun­ken Cream) hö­her war, als bei Crea­te­Space, wo man sich – of­fen­bar auf­grund ver­schie­de­ner ver­wen­de­ter Pa­pier­qua­li­tä­ten – Un­ter­schie­de in der Buch­dicke bis drei mm gönnt. Das ist na­tür­lich ein Är­ger­nis und führt zu ver­scho­be­nen Platz­ie­run­gen des Ti­tel­tex­tes. Vor­weg­ge­nom­men: Bei books­fac­to­ry gibt es die­ses Pro­blem nicht. Ab­ge­se­hen von die­ser not­wen­di­gen Än­de­rung konn­te ich die bei­den Da­tei­en ver­wen­den, der für Ama­zon ge­wähl­te Bleed des In­halts-PDFs wur­de von den Druckern bei books­fac­to­ry im Ver­lauf der Be­ar­bei­tung au­to­ma­tisch kor­ri­giert.
Die In­halts­da­tei­en muss man in ein zip packen und kann die­se dann via FTP auf den Ser­ver der Drucke­rei la­den, die An­ga­ben zu Log­in und Pass­wort er­hält man mit der Be­stä­ti­gung des Auf­trags. Das ist na­tür­lich ein Punkt, der tech­nisch we­ni­ger ver­sier­ten Kun­den even­tu­ell ein Pro­blem be­rei­ten könn­te, al­ler­dings soll­ten auch mit­tel­mä­ßig Be­gab­te re­la­tiv schnell her­aus­fin­den, wie man ei­nen FTP-Cli­ent ver­wen­det, des­we­gen sehe ich das nicht als wirk­li­chen Nach­teil, zu­mal an­de­re Drucke­rei­en den Da­tei­upload ge­nau­so lö­sen.

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Aus­wahl der Buch­de­tails

An­le­gen kann man das Buch­pro­jekt prak­ti­scher­wei­se gleich aus dem Rech­ner her­aus, da­für ist na­tür­lich zu­vor das Ein­rich­ten ei­nes Nut­zer­kon­tos not­wen­dig. Man klickt sich durch die ge­wünsch­ten For­ma­te und Pa­pier­sor­ten, gibt die Sei­ten­zahl ein, kann ge­gen ei­nen Auf­preis so­gar alle Bü­cher ein­zeln in Fo­lie ein­schwei­ßen las­sen und wählt ein Co­ver, hier ist matt oder glän­zend mög­lich. Das ist al­les äu­ßerst ein­fach und kom­for­ta­bel ge­löst. Für die Be­die­nung also de­fi­ni­tiv Plus­punk­te.

Ein paar Wor­te zu den Ko­sten:

Die Min­dest­be­stell­sum­me be­trägt 50 Euro, alle Pro­jek­te, de­ren Wert dar­un­ter bleibt, wer­den au­to­ma­tisch auf­ge­run­det. In mei­nem Fall wähl­te ich:

  • Buch­for­mat: ma­xi­mal A5
  • Auf­la­ge: 40 Stück
  • Mehr­wert­steu­er: 23%
  • Fo­li­en­ein­schwei­ßung: nein
  • Druck: La­ser­druck
  • Sei­ten­zahl: 252
  • Pa­pier­sor­te: Mun­ken Cream 90g/cm
  • Um­schlag: Stan­dard, 4/0-farbig, Ver­ede­lung: matt

An­mer­kung: Ver­fügt man über eine Um­satz­steu­er-ID, kann man die Bü­cher auch ohne die Be­rech­nung von USt er­hal­ten (Stich­wort: »In­ner­ge­mein­schaft­li­che Lie­fe­rung«), muss die dann aber selbst beim hie­si­gen Fi­nanz­amt an­ge­ben und ab­füh­ren. Das war mir aber für den Test zu viel Ner­ve­rei, des­we­gen habe ich dar­auf ver­zich­tet. Der Un­ter­schied hät­te auf den Ge­samt­preis ge­ra­de mal 3,30 Euro be­tra­gen. Also pro Buch acht Cent.

Nach ei­nem Klick auf »Be­rech­nen« wird der Be­trag an­ge­zeigt, in mei­nem Fall EUR 100,61. Dazu kom­men al­ler­dings noch Ver­sand­ko­sten in Höhe von zehn Euro (ver­sen­det wird via UPS) und eben die Um­satz­steu­er. Ge­samt kommt man da­mit auf ei­nen Preis von 136,05 Euro. Ge­teilt durch vier­zig sind das pro Buch ge­ra­de mal 3,40 Euro in­klu­si­ve Um­satz­steu­er. Bei Crea­te­Space be­zah­le ich bei Ex­pe­di­ted-Ver­sand (sie­ben Tage Ver­sand­zeit nach Druck, klappt auch nicht im­mer) je nach Dol­lar­kurs 4,80 bis 5,00 Euro pro Buch. Für eine Klein­men­ge von 40 Bü­chern ist der Preis in mei­nen Au­gen schlicht­weg der Knül­ler. Je mehr Stück man or­dert, de­sto gün­sti­ger wird das Gan­ze – al­ler­dings in Gren­zen, 100 Stück hät­ten mich 3,20 Euro ge­ko­stet, der Un­ter­schied ist also nicht rie­sen­groß. Bei tau­send Stück wäre man al­ler­dings be­reits bei un­ge­fähr zwei Euro pro Buch.

Zur Ab­wick­lung

Auf der Sei­te mit dem Buch­rech­ner wird eine Pro­duk­ti­ons­zeit von sie­ben Ta­gen an­ge­ge­ben, das dau­er­te bei mir län­ger, al­ler­dings wur­de be­reits bei der Be­stel­lung ein kon­kre­ter Ver­sand­ter­min ge­nannt, der zehn Werk­ta­ge in der Zu­kunft lag. Vor­weg­ge­nom­men: die­ser wur­de auch ex­akt ein­ge­hal­ten.

Statusmeldungen im Kundenkonto - kommen auch per Email
Sta­tus­mel­dun­gen im Kun­den­kon­to – kom­men auch per Email

Nach dem Ab­sen­den der Be­stel­lung zeig­te sich die Drucke­rei als vor­bild­lich, was die Kom­mu­ni­ka­ti­on an­geht, man er­hält gleich di­ver­se Mails mit Be­stä­ti­gung, Rech­nung, Kon­to­da­ten (es han­delt sich um ein Kon­to bei ei­ner deut­schen Bank, eine Kre­dit­kar­te wie bei Crea­te­Space ist so­mit nicht nö­tig) und eben Hin­weis auf die Dau­er der Aus­füh­rung. Man wies auch dar­auf hin, dass sich die Aus­füh­rung bei Pro­ble­men mit den Druck­da­ten ver­zö­gern kann, das geht mei­ner An­sicht nach völ­lig in Ord­nung, weil nach­voll­zieh­bar.
Als Nach­weis, dass man den Rech­nungs­be­trag über­wie­sen hat, kann man der Drucke­rei ei­nen Be­leg als PDF o.ä. schicken, auch dar­auf weist man in ei­ner Mail hin.
Da­nach er­hielt ich je­des Mal dann eine Mail, wenn sich der Sta­tus än­der­te. Als die Bü­cher in den Ver­sand gin­gen, kam eine Email mit ei­ner UPS-Tracking­num­mer, mit der ich den Ver­sand­sta­tus prü­fen konn­te. UPS lie­fer­te in­ner­halb ei­nes Ta­ges (ei­gent­lich wa­ren es zwei, aber das lag am Fei­er­tag Him­mel­fahrt).
Nichts kann ich dazu sa­gen, was bei Pro­ble­men pas­sie­ren wür­de, denn es hat ein­fach al­les auf An­hieb ge­klappt, trotz des mög­li­cher­wei­se nicht ganz pas­sen­den In­halts­for­mats mit ein paar Mil­li­me­tern Bleed. Soll­ten doch Pro­ble­me auf­tre­ten, muss man nicht in Po­len an­ru­fen, son­dern kann eine Te­le­fon­num­mer in Ber­lin wäh­len.

Ab­ge­se­hen von den zehn Ta­gen Be­ar­bei­tungs­zeit, statt sie­ben, wie auf der Be­stell­sei­te an­ge­ge­ben (und das ist kein Bein­bruch, ich fand die Ver­zö­ge­rung okay, zu­mal sie gleich ge­nannt und das Ver­sand­da­tum ein­ge­hal­ten wur­de), war die Ab­wick­lung durch books­fac­to­ry vor­bild­lich. Man kann sich auch in sein Kun­den­kon­to ein­log­gen und dort alle Be­stel­lun­gen über­prü­fen, oder eine frü­he­re Be­stel­lung ein­fach noch­mal durch­zu­füh­ren, man muss hier ein­fach nur eine Stück­zahl ein­tra­gen. Klar: Druck­da­ten und alle In­for­ma­tio­nen zum Kun­den lie­gen ja be­reits vor. Auch das ist in mei­nen Au­gen vor­bild­lich.

Und die Bü­cher?

Als der letz­te Frei­tag kam und da­mit die An­kunft der Bü­cher be­vor­stand, wur­de ich schon ein we­nig hib­be­lig vor Span­nung. Er­ster aus­lö­sen­der Fak­tor war, dass UPS hier bis­wei­len nicht son­der­lich zu­ver­läs­sig ist und trotz im Tracking avi­sier­ter Zu­stel­lung im­mer noch et­was hät­te falsch lau­fen kön­nen, und zum an­de­ren: Wie wür­de die Qua­li­tät der Bü­cher sein?

v.l.n.r.: booksfactory, Amazon, CreateSpace
v.l.n.r.: books­fac­to­ry, Ama­zon, Crea­te­Space

Sie ist toll. Im Ver­gleich mit den Crea­te­Space-Ex­em­pla­ren aus den USA deut­lich bes­ser. Alle Bü­cher gleich dick und kei­ne bis zu drei Mil­li­me­ter Un­ter­schied beim Buch­rücken, wie bei CS. Der ge­kleb­te Rücken sieht um Län­gen bes­ser aus, das leich­te Gelb der Sei­ten ist beim Mun­ken Cream-Pa­pier sehr ähn­lich wie bei dem, das die Ame­ri­ka­ner ver­wen­den, aber es ist deut­lich dicker, von hö­he­rer Qua­li­tät und die Rän­der sind bes­ser ge­schnit­ten. Die Hap­tik stimmt und auch das Co­ver sieht toll aus. Hier hat­te ich mich für matt ent­schie­den, beim näch­sten Mal wer­de ich wohl mal glän­zend aus­pro­bie­ren.
An­zu­mer­ken wäre hier noch, dass die Qua­li­tät der Crea­te­Space-Bü­cher, die man bei Ama­zon be­stellt und die in Deutsch­land ge­druckt wer­den, bes­ser ist, als die aus den USA. Aber auch hier schlägt books­fac­to­ry Ama­zon den­noch im­mer noch deut­lich.

Das Fa­zit ist für mich ein­deu­tig

InnenlebenNie wie­der Crea­te­Space. Hand­ling und Ab­wick­lung sind bei books­fac­to­ry su­per, der Preis ist gran­di­os und die Qua­li­tät trotz­dem se­hens­wert. Es gibt kei­nen Grund mehr, sich mit gran­ti­gen Zöll­ne­rin­nen her­um­zu­schla­gen – und der Preis liegt auch noch deut­lich un­ter dem, den die Ama­zon-Toch­ter an­sagt. Da­mit weit un­ter An­ge­bo­ten deut­scher An­bie­ter. Klei­ne Men­gen sind kein Pro­blem, so­lan­ge man den Min­dest­be­stell­wert über­schrei­tet. In Zu­kunft be­stel­le ich mei­ne Au­to­ren­ex­em­pla­re nur noch bei Books­fac­to­ry. Da die al­ler­dings auch an­de­re Pro­duk­te als Bü­cher an­bie­ten, wer­de ich ge­ge­be­nen­falls mal prü­fen, ob die pol­ni­sche Drucke­rei eine auch hier Al­ter­na­ti­ve dar­stellt.

Up­date vom 03.06.2014:

Nach ei­ner sehr net­ten eMail-Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ei­nem Mit­ar­bei­ter von books­fac­to­ry möch­te ich ei­ni­ge De­ti­als zum Ar­ti­kel er­gän­zen:

  • Buch­rücken: Die Dicke des Buch­rückens be­kommt man neu­er­dings di­rekt im Buch­kal­ku­la­tor an­ge­zeigt.
  • FTP-Upload: Wer da­mit ein Pro­blem hat, kann der Drucke­rei al­ter­na­tiv klei­ne­re Da­tei­en auch per Mail zu­sen­den oder ei­nen Dienst wie www.wetransfer.com nut­zen. Letz­te­rer hat sei­nen Sitz in Ir­land und un­ter­liegt so­mit eu­ro­päi­schem Recht. Ich wür­de mal ver­mu­ten, dass man auch Drop­box, Goog­le Dri­ve oder ei­nen an­de­ren Cloud­spei­cher nut­zen kann und den Mit­ar­bei­tern der Drucke­rei ein­fach den Link frei­gibt.
  • Ver­sand­ko­sten: Die Ver­sand­ko­sten sind im­mer die­sel­ben zehn Euro pro Lie­fer­ort, egal ob man 50 oder 500 Bü­cher be­stellt. Man kann sich also auch drei Druck­auf­trä­ge zu­sam­men an ei­nen Ort schicken las­sen (zehn Euro) oder die­se Lie­fe­rung auf­tei­len, bei­spiels­wei­se die Hälf­te nach Hau­se, die an­de­re Hälf­te ins Büro. Letz­te­res wür­de dann zwei­mal zehn Euro ko­sten.
  • Pro­duk­ti­ons­zeit: Die be­ginnt ab dem Zeit­punkt, an dem alle Fra­gen hin­sicht­lich Be­zah­lung und Druck­da­tei­en ge­klärt wer­den konn­ten und der Auf­trag den Sta­tus »an­ge­nom­men« er­hält. Also nicht bei Ab­ga­be der Be­stel­lung.

Ich be­dan­ke mich bei books­fac­to­ry für die­se Hin­wei­se!

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Hard­co­ver-Rech­ner

Logo books­fac­to­ry Co­py­right books­fac­to­ry, Bil­der »Buch­rücken« und »In­nen­le­ben« von mir, CC BY-NC-SA

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.

22 Kommentare for “Selfpublishing: Drucken bei Booksfactory – ein Erfahrungsbericht”

sagt:

Ich kann den obi­gen Be­richt zu 100% be­stä­ti­gen! Und ich kann noch hin­zu­fü­gen, dass der deut­sche ’Sup­port’ auch funk­tio­niert – man küm­mert sich um das Pro­blem, ruft zu­rück oder er­hält ggf. eine eMail.

Ich habe jetzt erst­mals Bü­cher be­stellt mit ei­ner far­bi­gen In­nen­sei­te. Denn ent­ge­gen Amazon/CreateSpace kann man bei books­fac­to­ry auch zu­sätz­li­che Farb­sei­ten be­stel­len (bei CS geht nur das gan­ze Buch in Far­be). So­bald mir das Buch vor­liegt, kann ich hier ger­ne das Er­geb­nis po­sten.

sagt:

Ge­stern Abend wur­de pünkt­lich (!) un­ser neu­estes Buch – ’Ru­nen der Macht’ von H.P. Schul­tes & An­dre­as Groß – durch UPS an­ge­lie­fert.
Auch hier wie­der kann man die her­vor­ra­gen­de Ar­beit, das gan­ze Hand­ling und das End­pro­dukt nur lo­ben. Der s/w-Druck ist in­ten­siv und sehr kon­trast­reich (wes­halb wir im Vor­feld bei den Bil­dern schon et­was Kon­trast raus­ge­nom­men ha­ben), die ver­wen­de­te Pa­pier­qua­li­tät lässt kei­ne Wün­sche of­fen.
Test­hal­ber habe ich auf den Wer­be­sei­ten für das Ver­lags­pro­gramm eine Sei­te in Far­be drucken las­sen … und bin be­gei­stert! Die Schwarz­an­tei­le sind tat­säch­lich schwarz, die Farb­an­tei­le des Bil­des sehr kräf­tig – im Prin­zip iden­tisch mit der Ori­gi­nal­zeich­nung bzw. der PC-Be­ar­bei­tung. Das Farb­bild scheint auch nicht mehr auf die Fol­ge­sei­te durch, als man es von s/w-Bildern her ge­wohnt ist. Für mich wird das also nicht die letz­te Farb­be­stel­lung ge­we­sen sein!

Lynn

sagt:

Vie­len Dank für den Tipp und den wirk­lich aus­führ­li­chen Be­richt. Ich wer­de das de­fi­ni­tiv mal aus­pro­bie­ren. So­fern ich denn mit die­sem FTP-Zeug klar kom­me. ;-)

sagt:

Al­ter­na­tiv in eine Drop­box le­gen und der Drucke­rei den Down­load­link zu­kom­men las­sen. Die sind freund­lich und fle­xi­bel.

Lynn

sagt:

Ja, das habe ich schon ge­merkt. Ich habe auf eine Mail wg. des For­mats prompt eine Ant­wort be­kom­men. Ach, ich be­kom­me das schon hin. Ei­gent­lich bin ich ja nicht »PC-blond«. ;-)

sagt:

Dan­ke für den aus­führ­li­chen Be­richt, den ich erst jetzt ent­deckt habe. Und scha­de, dass ich ge­ra­de erst eine Groß­be­stel­lung bei CS in den USA hin­ter mir habe. So­lan­ge Ama­zon die Au­to­ren­ex­em­pla­re nicht in Deutsch­land druckt, hat das Zu­kunft!

sagt:

Ab­so­lut. Zu­mal die Prei­se deut­lich gün­sti­ger sind, die Qua­li­tät deut­lich bes­ser und der Streß mit dem Zoll deut­lich none­xi­stent :)

sagt:

Auch, wenn ich die Bü­cher noch nicht in den Hän­den hal­te und noch nichts über die Qua­li­tät sa­gen kann (da ver­traue ich voll und ganz dem gu­ten Herrn Holz­hau­er), muss ich sa­gen, dass ich bis­her über­aus zu­frie­den mit dem Kun­den­ser­vice von books­fac­to­ry bin. Trotz to­ta­lem Cha­os mei­ner­seits (»Ich muss da noch mal was am In­halt än­dern«, »Ich hab da noch­mal ’né neue Ver­si­on vom Co­ver«, »Wenn ich jetzt noch was än­de­re, wird mei­ne Be­stel­lung noch pünkt­lich an­kom­men?«) ha­ben die die Ruhe be­wahrt und blie­ben echt cool und pro­fes­sio­nell.

Ich bin to­tal be­gei­stert und wer­de mei­ne Er­fah­run­gen über das fi­na­le Druck­ergeb­nis in nicht all­zu lan­ger Zu­kunft hier preis­ge­ben!
Dan­ke für den Tipp!

sagt:

Ich habe grad mal bei books­fac­to­ry mein ak­tu­el­les Fach­buch kal­ku­liert. 148 far­bi­ge Sei­ten, Soft­co­ver, 100g Pa­pier und kom­me auf 709,39 bei 50 Stück, also 14,19 Euro pro Stück.

Zum Glück habe ich bei http://www.wir-machen-druck.de/ be­stellt. Dort ko­stet mich das Gan­ze nur 384,62 (hier kommt noch USt. drauf, aber die ist eh durch­lau­fen­der Po­sten), also 7,69 Euro pro Stück. Fast die Hälf­te.

Ich kann noch nichts über die Qua­li­tät sa­gen, aber die Bü­cher tru­deln die­se Wo­che ein. Dann weiß ich mehr. 

Books­fac­to­ry über­zeugt mich zu­min­dest beim Preis nicht.

sagt:

Ich habe lan­ge Prei­se re­cher­chiert, so­wohl bei deut­schen An­bie­tern, als auch bei sol­chen im Aus­land. Die Prei­se der ge­nann­ten Drucke­rei er­schei­nen mir nicht rea­li­stisch. Ich wäre des­we­gen tat­säch­lich an ei­ner Rück­mel­dung in­ter­es­siert, wie gut die Qua­li­tät ist. Die von Books­fac­to­ry ist top, hin­zu kommt der vor­bild­li­che Ser­vice. Bie­tet den auch wir-ma­chen-druck?

Al­ler­dings ist mir die For­mat­aus­wahl nicht aus­rei­chend. Of­fen­sicht­lich wer­den ja nur die Stan­dard­grö­ßen (A4, A5, 12x12) an­ge­bo­ten.

sagt:

Lie­ber Ste­fan Holz­hau­ser, vie­len herz­li­chen Dank für die­sen aus­führ­li­che, wirk­lich in­ter­es­san­ten Bei­trag. Er ist wirk­lich toll! Efah­rungs­be­rich­te in die­ser Art, wie Sie ihn ge­schrie­ben ha­ben, die vie­len zu­sätz­li­chen Ge­dan­ken, die Sie sich ge­macht ha­ben, wa­ren für mich das HIgh­light der Wo­che. Da ich mich zur Zeit mit die­sem The­ma her­um­schla­ge, war dies eine rie­sen­gro­ße Hil­fe für mich . Ich habe vie­le Ant­wor­ten auf mei­ne Fra­gen und Über­le­gun­gen be­kom­men. Vie­len vie­len Dank, mein Ent­schluss Crea­te­Space mit books­fac­to­ry zu kom­bi­nie­ren, ist ge­fe­stigt. Lie­be Grü­ße May

sagt:

Ich habe bei books­fac­to­ry ge­ra­de 100 Bü­cher im A5-For­mat drucken las­sen – das Er­geb­nis: über­wäl­ti­gend gut! Zu ei­nem Su­per­preis, den ich an­fangs nicht für rea­li­stisch hielt. Zu all den po­si­ti­ven Er­fah­run­gen, die hier im Be­richt auf­ge­zählt wer­den (und die ich alle dick un­ter­stri­chen be­stä­ti­ge!) füge ich noch hin­zu: Ich habe mein Buch mit In­de­sign lay­ou­tet, dazu wur­de mir vom books­fac­to­ry-Ver­trieb ein Pro­fil zur Ver­fü­gung ge­stellt, das die PDF-Um­wand­lung zum Kin­der­spiel mach­te – wäh­rend der Lay­out-Ar­bei­ten sind ein paar Fra­gen auf­ge­taucht, die von Mit­ar­bei­tern der Drucke­rei te­le­fo­nisch und kom­pe­tent be­ant­wor­tet wur­den – und das Toll­ste: Ich hat­te zwar schon eine ISBN-Num­mer, aber noch nicht den Strich­code (der war im Post­streik hän­gen ge­blie­ben), na, und books­fac­to­ry hat mir um­ge­hend mit dem pas­sen­den Strich­code aus­ge­hol­fen. Ein Ser­vice, an den man nicht glau­ben möch­te. Eine pol­ni­sche Drucke­rei der Son­der­klas­se!
PW

sagt:

Ich habe ge­ra­de mei­ne CS Be­stel­lung be­kom­men mit ei­ner schö­nen Zoll­nach­zah­lung. Da­her mein In­ter­es­se an Books­fac­to­ry.
Wie ist es denn, wenn man bis­her die CS ISBN ge­nutzt hat? Kann man die auch für Books­fac­to­ry nut­zen oder muss man eine ge­son­der­te ISBN be­an­tra­gen und zah­len?

sagt:

Die Crea­te­Space-ISBN nutzt ei­nem in Deutsch­land so­wie­so über­haupt nichts, weil man die Bü­cher dar­über nicht im Buch­han­del be­stel­len kann. Die CS-ISBN ist Crea­te­Space als »Ver­lag« zu­ge­ord­net, wenn die das Buch nicht mehr ver­le­gen, soll­te man eine neue ver­wen­den. Kann die Ama­zon-Ex­em­pla­re aber na­tür­lich wei­ter­hin mit der vor­han­de­nen ISBN par­al­lel über Ama­zon an­bie­ten.

Es dürf­te aber in den weit­aus mei­sten Fäl­len über­flüs­sig sein, das Geld für ISBN und VLB zu in­ve­stie­ren, da Buch­händ­ler die Bü­cher trotz­dem nicht be­schaf­fen wol­len, wenn die nicht über die Gros­si­sten lie­fer­bar sind. Ist ih­nen zu­viel Ar­beit. ISBN wird über­be­wer­tet.

Zum The­ma books­fac­to­ry: Man soll­te de­ren der­zei­ti­ge Ter­min­pro­ble­me be­ach­ten: http://phantanews.de/wp/2015/11/booksfactory-hat-kapazitaetsprobleme/

Üb­ri­gens kann ich nicht glau­ben, dass es eine Zoll­nach­zah­lung gab. Das kön­nen höch­stens 7% Ein­fuhr­um­satz­steu­er auf Bü­cher ge­we­sen sein. Wenn der Zoll noch was an­de­res ge­nom­men hat, war das falsch und soll­te zu­rück­ge­for­dert wer­den.

sagt:

Hal­lo Ste­fan Holz­hau­er,

ich habe mit gro­ßem In­ter­es­se den Ar­ti­kel über Books­fac­to­ry ge­le­sen. Was mich sehr in­ter­es­siert ist die Sa­che mit der ISBN Num­mer. Hat­ten Sie die Num­mer von crea­te space an­ge­ge­ben oder ha­ben Sie sich eine Deut­sche ISBN be­sorgt? Und gibt es recht­li­che Pro­ble­me wenn man die von crea­te space be­nutzt?
Über eine Ant­wort freue ich mich.

sagt:

Ich habe mir gar kei­ne ISBN be­sorgt, da es oh­ne­hin na­he­zu aus­ge­schlos­sen ist, Self­pu­blisher-Bü­cher mit ver­tret­ba­rem Auf­wand in Groß­händ­ler­ka­ta­lo­ge zu be­kom­men. Und falls man es doch schafft, be­stel­len die Buch­händ­ler we­gen des zu ho­hen Auf­wands nicht bei Klein­ver­la­gen, und da­mit erst recht nicht bei Self­pu­blishern. Eine ISBN zu kau­fen ist raus­ge­schmis­se­nes Geld.

Die Crea­te­Space-ISBN soll­te man bei selbst­ge­druck­ten nicht an­ge­ben. Es han­delt sich um eine ISBN, die Crea­te­Space als Ver­lag zu­ge­ord­net ist. Zu­dem han­delt es sich um eine US-ISBN und ob­wohl die theo­re­tisch über deut­sche Gros­si­sten be­stell­bar sein soll­ten, sind sie es aus wun­der­sa­men Grün­den nicht. Mei­ne An­fra­gen des­we­gen blie­ben un­be­ant­wor­tet. Ob das zu recht­li­chen Pro­ble­men füh­ren kann, müss­te ein An­walt be­ant­wor­ten. Da es sich bei ei­ner ISBN je­doch nur um eine in­ter­na­tio­na­le Be­stell­num­mer han­delt, die kei­nen ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen un­ter­liegt, soll­te man ei­nen Blick in die ISBN-AGB wer­fen.

Zu Books­fac­to­ry: Ak­tu­ell gibt es mit de­nen er­heb­li­che Pro­ble­me, was die Fer­ti­gungs­dau­ern an­geht. Wenn man dort pro­du­zie­ren las­sen möch­te, soll­te man sich vor­her mit de­nen in Ver­bin­dung set­zen, um eine kon­kre­te Lie­fer­dau­er zu er­fra­gen.

sagt:

Die Zoll­nach­zah­lung war zwar nur 7%, aber ich muss­te eine Pau­scha­le von 20 Euro da­für be­zah­len, dass DHL das Geld für mich beim Zoll aus­ge­legt hat. Dass DHL mich dar­über vor­her nicht in­for­miert hat und ich auch kei­ne Wahl hat­te ob ich das will, hat nie­man­den in­ter­es­siert.
Ich hat­te nur 30 Bü­cher be­stellt. Mit den 7% und den 20 Euro Ge­büh­ren hat der Zoll mei­ne Bü­cher ei­nen gan­zen Euro teu­rer ge­macht.

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