Selfpublishing: Drucken bei Booksfactory – ein Erfahrungsbericht

Webseite BooksfactoryAn anderer Stelle hatte ich über meine Erfahrungen mit CreateSpace berichtet, die zuerst einmal sehr positiv waren. Erstellen eines Buches und das nachfolgende Anbieten bei Amazon sind weitestgehend problemlos möglich. Der Preis stimmt (für den Endkunden), Amazon räumt sich keine Rechte am Material ein.
Etwas anders sieht es aus, wenn man Exemplare für den Eigenbedarf ordern möchte. Auch hier ist die Bilanz zunächst einmal positiv, denn CreateSpace liefert die Bücher aus den USA inklusive der Versandkosten zu einem Preis, den kein Anbieter in Deutschland auch nur annähernd mithalten kann, zumindest nicht bei geringeren Stückzahlen – und an solchen ist der Selfpublisher ja oft interessiert. Problematisch sind allerdings die Lieferzeit aus den USA und die Probleme beim Zoll. Ich hatte vier Mal in den USA bestellt, nur einmal kam das Paket direkt bei mir zu Hause an, dreimal musste ich die 20 km gen Wuppertal zur Zollstelle (und wieder zurück) fahren, um die Bücher abzuholen. Und jedes Mal war die Abwicklung eine andere, immer wieder wollte man unterschiedliche Belege, Nachweise oder es war sonst irgendwas. Das Verhalten der Zöllner war absolut nicht kohärent und nicht nachvollziehbar – und das nervte gewaltig. Letztendlich endete es jedes Mal nur deswegen gut, weil der Wert so gering war, und die Beamten offenbar keinen Bock hatten, wegen des kleinen Betrags einen Verwaltungsakt zu eröffnen. Auf jeden Fall suchte ich hauptsächlich aufgrund dieser albernen Probleme mit dem Zoll nach einer Alternative.

Im Lauf meiner Suche stieß ich zwar auf diverse Anbieter in Deutschland, die allerdings entweder preislich jenseits von Gut und Böse waren, keine Kleinstauflagen erstellen wollten, oder aber deren Kommunikation zu wünschen übrig ließ. Letzteres passierte mir beispielsweise mit dem von Dritten als so empfehlenswert genannten Schaltungsdienst Lange, deren Mitarbeiter nicht auf Nachfragen per Email antworteten, aber sich ein halbes Jahr nach der Anfrage nochmal meldeten, ob ich das Angebot vielleicht annehmen möchte und wenn nein, warum nicht. Meine Antwort mit Erläuterung und nochmaliger Rückfrage blieb erneut unbeantwortet. Das ist in meinen Augen kein professionelles Geschäftsgebaren, deswegen sah ich davon ab, diesen Anbieter zu nutzen.

booksfactory

logobooksfactoryNach weiterer Recherche und einer Empfehlung stieß ich auf die polnische Druckerei booksfactory, die ihre Dienste auch im EU-Ausland anbietet und deren Webseite deswegen unter anderem auch in deutscher Sprache und mit .de-Domain vorliegt (und das ohne sprachliche Merkwürdigkeiten zwischen lustig und peinlich, wie bei anderen Anbietern in Europa). Dort findet sich auch ein überaus praktischer Rechner, mit dem man sein Buchprojekt vorab mal durchkalkulieren kann, inklusive verschiedener Papier- und Einbandoptionen. Das ist von der Handhabung bereits her sehr gelungen und motivierte mich zu einer intensiveren Prüfung, der dann später dieser Test folgte.

Für den Test wählte ich die von mir herausgegebene Steampunk-Anthologie ÆTHERGARN aus der Reihe DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN aus, denn da waren mir ohnehin gerade die CreateSpace-Exemplare ausgegangen. Dabei handelt es sich um ein Softcover-Taschenbuch, bei booksfactory kann man allerdings auch beispielsweise Hardcover oder Prospekte drucken lassen.

Für den Einband stellt der Anbieter eine Formel bereit, mit deren Hilfe man die Buchrückendicke berechnen kann. Ich hatte für CreateSpace ohnehin bereits PDFs für Cover und Inhalt in fünf mal acht Zoll vorliegen und wollte diese wenn möglich ohne Änderungen weiterverwenden. Beim Cover war das nicht möglich, da die Buchrückendicke aufgrund des verwendeten Papiers (Munken Cream) höher war, als bei CreateSpace, wo man sich – offenbar aufgrund verschiedener verwendeter Papierqualitäten – Unterschiede in der Buchdicke bis drei mm gönnt. Das ist natürlich ein Ärgernis und führt zu verschobenen Platzierungen des Titeltextes. Vorweggenommen: Bei booksfactory gibt es dieses Problem nicht. Abgesehen von dieser notwendigen Änderung konnte ich die beiden Dateien verwenden, der für Amazon gewählte Bleed des Inhalts-PDFs wurde von den Druckern bei booksfactory im Verlauf der Bearbeitung automatisch korrigiert.
Die Inhaltsdateien muss man in ein zip packen und kann diese dann via FTP auf den Server der Druckerei laden, die Angaben zu Login und Passwort erhält man mit der Bestätigung des Auftrags. Das ist natürlich ein Punkt, der technisch weniger versierten Kunden eventuell ein Problem bereiten könnte, allerdings sollten auch mittelmäßig Begabte relativ schnell herausfinden, wie man einen FTP-Client verwendet, deswegen sehe ich das nicht als wirklichen Nachteil, zumal andere Druckereien den Dateiupload genauso lösen.

screener_inhalt
Auswahl der Buchdetails

Anlegen kann man das Buchprojekt praktischerweise gleich aus dem Rechner heraus, dafür ist natürlich zuvor das Einrichten eines Nutzerkontos notwendig. Man klickt sich durch die gewünschten Formate und Papiersorten, gibt die Seitenzahl ein, kann gegen einen Aufpreis sogar alle Bücher einzeln in Folie einschweißen lassen und wählt ein Cover, hier ist matt oder glänzend möglich. Das ist alles äußerst einfach und komfortabel gelöst. Für die Bedienung also definitiv Pluspunkte.

Ein paar Worte zu den Kosten:

Die Mindestbestellsumme beträgt 50 Euro, alle Projekte, deren Wert darunter bleibt, werden automatisch aufgerundet. In meinem Fall wählte ich:

  • Buchformat: maximal A5
  • Auflage: 40 Stück
  • Mehrwertsteuer: 23%
  • Folieneinschweißung: nein
  • Druck: Laserdruck
  • Seitenzahl: 252
  • Papiersorte: Munken Cream 90g/cm
  • Umschlag: Standard, 4/0-farbig, Veredelung: matt

Anmerkung: Verfügt man über eine Umsatzsteuer-ID, kann man die Bücher auch ohne die Berechnung von USt erhalten (Stichwort: »Innergemeinschaftliche Lieferung«), muss die dann aber selbst beim hiesigen Finanzamt angeben und abführen. Das war mir aber für den Test zu viel Nerverei, deswegen habe ich darauf verzichtet. Der Unterschied hätte auf den Gesamtpreis gerade mal 3,30 Euro betragen. Also pro Buch acht Cent.

Nach einem Klick auf »Berechnen« wird der Betrag angezeigt, in meinem Fall EUR 100,61. Dazu kommen allerdings noch Versandkosten in Höhe von zehn Euro (versendet wird via UPS) und eben die Umsatzsteuer. Gesamt kommt man damit auf einen Preis von 136,05 Euro. Geteilt durch vierzig sind das pro Buch gerade mal 3,40 Euro inklusive Umsatzsteuer. Bei CreateSpace bezahle ich bei Expedited-Versand (sieben Tage Versandzeit nach Druck, klappt auch nicht immer) je nach Dollarkurs 4,80 bis 5,00 Euro pro Buch. Für eine Kleinmenge von 40 Büchern ist der Preis in meinen Augen schlichtweg der Knüller. Je mehr Stück man ordert, desto günstiger wird das Ganze – allerdings in Grenzen, 100 Stück hätten mich 3,20 Euro gekostet, der Unterschied ist also nicht riesengroß. Bei tausend Stück wäre man allerdings bereits bei ungefähr zwei Euro pro Buch.

Zur Abwicklung

Auf der Seite mit dem Buchrechner wird eine Produktionszeit von sieben Tagen angegeben, das dauerte bei mir länger, allerdings wurde bereits bei der Bestellung ein konkreter Versandtermin genannt, der zehn Werktage in der Zukunft lag. Vorweggenommen: dieser wurde auch exakt eingehalten.

Statusmeldungen im Kundenkonto - kommen auch per Email
Statusmeldungen im Kundenkonto – kommen auch per Email

Nach dem Absenden der Bestellung zeigte sich die Druckerei als vorbildlich, was die Kommunikation angeht, man erhält gleich diverse Mails mit Bestätigung, Rechnung, Kontodaten (es handelt sich um ein Konto bei einer deutschen Bank, eine Kreditkarte wie bei CreateSpace ist somit nicht nötig) und eben Hinweis auf die Dauer der Ausführung. Man wies auch darauf hin, dass sich die Ausführung bei Problemen mit den Druckdaten verzögern kann, das geht meiner Ansicht nach völlig in Ordnung, weil nachvollziehbar.
Als Nachweis, dass man den Rechnungsbetrag überwiesen hat, kann man der Druckerei einen Beleg als PDF o.ä. schicken, auch darauf weist man in einer Mail hin.
Danach erhielt ich jedes Mal dann eine Mail, wenn sich der Status änderte. Als die Bücher in den Versand gingen, kam eine Email mit einer UPS-Trackingnummer, mit der ich den Versandstatus prüfen konnte. UPS lieferte innerhalb eines Tages (eigentlich waren es zwei, aber das lag am Feiertag Himmelfahrt).
Nichts kann ich dazu sagen, was bei Problemen passieren würde, denn es hat einfach alles auf Anhieb geklappt, trotz des möglicherweise nicht ganz passenden Inhaltsformats mit ein paar Millimetern Bleed. Sollten doch Probleme auftreten, muss man nicht in Polen anrufen, sondern kann eine Telefonnummer in Berlin wählen.

Abgesehen von den zehn Tagen Bearbeitungszeit, statt sieben, wie auf der Bestellseite angegeben (und das ist kein Beinbruch, ich fand die Verzögerung okay, zumal sie gleich genannt und das Versanddatum eingehalten wurde), war die Abwicklung durch booksfactory vorbildlich. Man kann sich auch in sein Kundenkonto einloggen und dort alle Bestellungen überprüfen, oder eine frühere Bestellung einfach nochmal durchzuführen, man muss hier einfach nur eine Stückzahl eintragen. Klar: Druckdaten und alle Informationen zum Kunden liegen ja bereits vor. Auch das ist in meinen Augen vorbildlich.

Und die Bücher?

Als der letzte Freitag kam und damit die Ankunft der Bücher bevorstand, wurde ich schon ein wenig hibbelig vor Spannung. Erster auslösender Faktor war, dass UPS hier bisweilen nicht sonderlich zuverlässig ist und trotz im Tracking avisierter Zustellung immer noch etwas hätte falsch laufen können, und zum anderen: Wie würde die Qualität der Bücher sein?

v.l.n.r.: booksfactory, Amazon, CreateSpace
v.l.n.r.: booksfactory, Amazon, CreateSpace

Sie ist toll. Im Vergleich mit den CreateSpace-Exemplaren aus den USA deutlich besser. Alle Bücher gleich dick und keine bis zu drei Millimeter Unterschied beim Buchrücken, wie bei CS. Der geklebte Rücken sieht um Längen besser aus, das leichte Gelb der Seiten ist beim Munken Cream-Papier sehr ähnlich wie bei dem, das die Amerikaner verwenden, aber es ist deutlich dicker, von höherer Qualität und die Ränder sind besser geschnitten. Die Haptik stimmt und auch das Cover sieht toll aus. Hier hatte ich mich für matt entschieden, beim nächsten Mal werde ich wohl mal glänzend ausprobieren.
Anzumerken wäre hier noch, dass die Qualität der CreateSpace-Bücher, die man bei Amazon bestellt und die in Deutschland gedruckt werden, besser ist, als die aus den USA. Aber auch hier schlägt booksfactory Amazon dennoch immer noch deutlich.

Das Fazit ist für mich eindeutig

InnenlebenNie wieder CreateSpace. Handling und Abwicklung sind bei booksfactory super, der Preis ist grandios und die Qualität trotzdem sehenswert. Es gibt keinen Grund mehr, sich mit grantigen Zöllnerinnen herumzuschlagen – und der Preis liegt auch noch deutlich unter dem, den die Amazon-Tochter ansagt. Damit weit unter Angeboten deutscher Anbieter. Kleine Mengen sind kein Problem, solange man den Mindestbestellwert überschreitet. In Zukunft bestelle ich meine Autorenexemplare nur noch bei Booksfactory. Da die allerdings auch andere Produkte als Bücher anbieten, werde ich gegebenenfalls mal prüfen, ob die polnische Druckerei eine auch hier Alternative darstellt.

Update vom 03.06.2014:

Nach einer sehr netten eMail-Kommunikation mit einem Mitarbeiter von booksfactory möchte ich einige Detials zum Artikel ergänzen:

  • Buchrücken: Die Dicke des Buchrückens bekommt man neuerdings direkt im Buchkalkulator angezeigt.
  • FTP-Upload: Wer damit ein Problem hat, kann der Druckerei alternativ kleinere Dateien auch per Mail zusenden oder einen Dienst wie www.wetransfer.com nutzen. Letzterer hat seinen Sitz in Irland und unterliegt somit europäischem Recht. Ich würde mal vermuten, dass man auch Dropbox, Google Drive oder einen anderen Cloudspeicher nutzen kann und den Mitarbeitern der Druckerei einfach den Link freigibt.
  • Versandkosten: Die Versandkosten sind immer dieselben zehn Euro pro Lieferort, egal ob man 50 oder 500 Bücher bestellt. Man kann sich also auch drei Druckaufträge zusammen an einen Ort schicken lassen (zehn Euro) oder diese Lieferung aufteilen, beispielsweise die Hälfte nach Hause, die andere Hälfte ins Büro. Letzteres würde dann zweimal zehn Euro kosten.
  • Produktionszeit: Die beginnt ab dem Zeitpunkt, an dem alle Fragen hinsichtlich Bezahlung und Druckdateien geklärt werden konnten und der Auftrag den Status “angenommen” erhält. Also nicht bei Abgabe der Bestellung.

Ich bedanke mich bei booksfactory für diese Hinweise!

Links:

Webseite booksfactory
Softcover-Rechner
Hardcover-Rechner

Logo booksfactory Copyright booksfactory, Bilder “Buchrücken” und “Innenleben” von mir, CC BY-NC-SA

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.

30 Kommentare for “Selfpublishing: Drucken bei Booksfactory – ein Erfahrungsbericht”

sagt:

Ich kann den obigen Bericht zu 100% bestätigen! Und ich kann noch hinzufügen, dass der deutsche ‘Support’ auch funktioniert – man kümmert sich um das Problem, ruft zurück oder erhält ggf. eine eMail.

Ich habe jetzt erstmals Bücher bestellt mit einer farbigen Innenseite. Denn entgegen Amazon/CreateSpace kann man bei booksfactory auch zusätzliche Farbseiten bestellen (bei CS geht nur das ganze Buch in Farbe). Sobald mir das Buch vorliegt, kann ich hier gerne das Ergebnis posten.

sagt:

Gestern Abend wurde pünktlich (!) unser neuestes Buch – ‘Runen der Macht’ von H.P. Schultes & Andreas Groß – durch UPS angeliefert.
Auch hier wieder kann man die hervorragende Arbeit, das ganze Handling und das Endprodukt nur loben. Der s/w-Druck ist intensiv und sehr kontrastreich (weshalb wir im Vorfeld bei den Bildern schon etwas Kontrast rausgenommen haben), die verwendete Papierqualität lässt keine Wünsche offen.
Testhalber habe ich auf den Werbeseiten für das Verlagsprogramm eine Seite in Farbe drucken lassen … und bin begeistert! Die Schwarzanteile sind tatsächlich schwarz, die Farbanteile des Bildes sehr kräftig – im Prinzip identisch mit der Originalzeichnung bzw. der PC-Bearbeitung. Das Farbbild scheint auch nicht mehr auf die Folgeseite durch, als man es von s/w-Bildern her gewohnt ist. Für mich wird das also nicht die letzte Farbbestellung gewesen sein!

Lynn

sagt:

Vielen Dank für den Tipp und den wirklich ausführlichen Bericht. Ich werde das definitiv mal ausprobieren. Sofern ich denn mit diesem FTP-Zeug klar komme. ;-)

Lynn

sagt:

Ja, das habe ich schon gemerkt. Ich habe auf eine Mail wg. des Formats prompt eine Antwort bekommen. Ach, ich bekomme das schon hin. Eigentlich bin ich ja nicht “PC-blond”. ;-)

sagt:

Danke für den ausführlichen Bericht, den ich erst jetzt entdeckt habe. Und schade, dass ich gerade erst eine Großbestellung bei CS in den USA hinter mir habe. Solange Amazon die Autorenexemplare nicht in Deutschland druckt, hat das Zukunft!

sagt:

Auch, wenn ich die Bücher noch nicht in den Händen halte und noch nichts über die Qualität sagen kann (da vertraue ich voll und ganz dem guten Herrn Holzhauer), muss ich sagen, dass ich bisher überaus zufrieden mit dem Kundenservice von booksfactory bin. Trotz totalem Chaos meinerseits (“Ich muss da noch mal was am Inhalt ändern”, “Ich hab da nochmal ‘ne neue Version vom Cover”, “Wenn ich jetzt noch was ändere, wird meine Bestellung noch pünktlich ankommen?”) haben die die Ruhe bewahrt und blieben echt cool und professionell.

Ich bin total begeistert und werde meine Erfahrungen über das finale Druckergebnis in nicht allzu langer Zukunft hier preisgeben!
Danke für den Tipp!

sagt:

Ich habe grad mal bei booksfactory mein aktuelles Fachbuch kalkuliert. 148 farbige Seiten, Softcover, 100g Papier und komme auf 709,39 bei 50 Stück, also 14,19 Euro pro Stück.

Zum Glück habe ich bei http://www.wir-machen-druck.de/ bestellt. Dort kostet mich das Ganze nur 384,62 (hier kommt noch USt. drauf, aber die ist eh durchlaufender Posten), also 7,69 Euro pro Stück. Fast die Hälfte.

Ich kann noch nichts über die Qualität sagen, aber die Bücher trudeln diese Woche ein. Dann weiß ich mehr.

Booksfactory überzeugt mich zumindest beim Preis nicht.

sagt:

Ich habe lange Preise recherchiert, sowohl bei deutschen Anbietern, als auch bei solchen im Ausland. Die Preise der genannten Druckerei erscheinen mir nicht realistisch. Ich wäre deswegen tatsächlich an einer Rückmeldung interessiert, wie gut die Qualität ist. Die von Booksfactory ist top, hinzu kommt der vorbildliche Service. Bietet den auch wir-machen-druck?

Allerdings ist mir die Formatauswahl nicht ausreichend. Offensichtlich werden ja nur die Standardgrößen (A4, A5, 12×12) angeboten.

sagt:

Lieber Stefan Holzhauser, vielen herzlichen Dank für diesen ausführliche, wirklich interessanten Beitrag. Er ist wirklich toll! Efahrungsberichte in dieser Art, wie Sie ihn geschrieben haben, die vielen zusätzlichen Gedanken, die Sie sich gemacht haben, waren für mich das HIghlight der Woche. Da ich mich zur Zeit mit diesem Thema herumschlage, war dies eine riesengroße Hilfe für mich . Ich habe viele Antworten auf meine Fragen und Überlegungen bekommen. Vielen vielen Dank, mein Entschluss CreateSpace mit booksfactory zu kombinieren, ist gefestigt. Liebe Grüße May

sagt:

Ich habe bei booksfactory gerade 100 Bücher im A5-Format drucken lassen – das Ergebnis: überwältigend gut! Zu einem Superpreis, den ich anfangs nicht für realistisch hielt. Zu all den positiven Erfahrungen, die hier im Bericht aufgezählt werden (und die ich alle dick unterstrichen bestätige!) füge ich noch hinzu: Ich habe mein Buch mit Indesign layoutet, dazu wurde mir vom booksfactory-Vertrieb ein Profil zur Verfügung gestellt, das die PDF-Umwandlung zum Kinderspiel machte – während der Layout-Arbeiten sind ein paar Fragen aufgetaucht, die von Mitarbeitern der Druckerei telefonisch und kompetent beantwortet wurden – und das Tollste: Ich hatte zwar schon eine ISBN-Nummer, aber noch nicht den Strichcode (der war im Poststreik hängen geblieben), na, und booksfactory hat mir umgehend mit dem passenden Strichcode ausgeholfen. Ein Service, an den man nicht glauben möchte. Eine polnische Druckerei der Sonderklasse!
PW

sagt:

Ich habe gerade meine CS Bestellung bekommen mit einer schönen Zollnachzahlung. Daher mein Interesse an Booksfactory.
Wie ist es denn, wenn man bisher die CS ISBN genutzt hat? Kann man die auch für Booksfactory nutzen oder muss man eine gesonderte ISBN beantragen und zahlen?

sagt:

Die CreateSpace-ISBN nutzt einem in Deutschland sowieso überhaupt nichts, weil man die Bücher darüber nicht im Buchhandel bestellen kann. Die CS-ISBN ist CreateSpace als “Verlag” zugeordnet, wenn die das Buch nicht mehr verlegen, sollte man eine neue verwenden. Kann die Amazon-Exemplare aber natürlich weiterhin mit der vorhandenen ISBN parallel über Amazon anbieten.

Es dürfte aber in den weitaus meisten Fällen überflüssig sein, das Geld für ISBN und VLB zu investieren, da Buchhändler die Bücher trotzdem nicht beschaffen wollen, wenn die nicht über die Grossisten lieferbar sind. Ist ihnen zuviel Arbeit. ISBN wird überbewertet.

Zum Thema booksfactory: Man sollte deren derzeitige Terminprobleme beachten: http://phantanews.de/wp/2015/11/booksfactory-hat-kapazitaetsprobleme/

Übrigens kann ich nicht glauben, dass es eine Zollnachzahlung gab. Das können höchstens 7% Einfuhrumsatzsteuer auf Bücher gewesen sein. Wenn der Zoll noch was anderes genommen hat, war das falsch und sollte zurückgefordert werden.

sagt:

Hallo Stefan Holzhauer,

ich habe mit großem Interesse den Artikel über Booksfactory gelesen. Was mich sehr interessiert ist die Sache mit der ISBN Nummer. Hatten Sie die Nummer von create space angegeben oder haben Sie sich eine Deutsche ISBN besorgt? Und gibt es rechtliche Probleme wenn man die von create space benutzt?
Über eine Antwort freue ich mich.

sagt:

Ich habe mir gar keine ISBN besorgt, da es ohnehin nahezu ausgeschlossen ist, Selfpublisher-Bücher mit vertretbarem Aufwand in Großhändlerkataloge zu bekommen. Und falls man es doch schafft, bestellen die Buchhändler wegen des zu hohen Aufwands nicht bei Kleinverlagen, und damit erst recht nicht bei Selfpublishern. Eine ISBN zu kaufen ist rausgeschmissenes Geld.

Die CreateSpace-ISBN sollte man bei selbstgedruckten nicht angeben. Es handelt sich um eine ISBN, die CreateSpace als Verlag zugeordnet ist. Zudem handelt es sich um eine US-ISBN und obwohl die theoretisch über deutsche Grossisten bestellbar sein sollten, sind sie es aus wundersamen Gründen nicht. Meine Anfragen deswegen blieben unbeantwortet. Ob das zu rechtlichen Problemen führen kann, müsste ein Anwalt beantworten. Da es sich bei einer ISBN jedoch nur um eine internationale Bestellnummer handelt, die keinen gesetzlichen Regelungen unterliegt, sollte man einen Blick in die ISBN-AGB werfen.

Zu Booksfactory: Aktuell gibt es mit denen erhebliche Probleme, was die Fertigungsdauern angeht. Wenn man dort produzieren lassen möchte, sollte man sich vorher mit denen in Verbindung setzen, um eine konkrete Lieferdauer zu erfragen.

sagt:

Die Zollnachzahlung war zwar nur 7%, aber ich musste eine Pauschale von 20 Euro dafür bezahlen, dass DHL das Geld für mich beim Zoll ausgelegt hat. Dass DHL mich darüber vorher nicht informiert hat und ich auch keine Wahl hatte ob ich das will, hat niemanden interessiert.
Ich hatte nur 30 Bücher bestellt. Mit den 7% und den 20 Euro Gebühren hat der Zoll meine Bücher einen ganzen Euro teurer gemacht.

sagt:

Hallo Stefan,
danke für den Artikel, auch wenn er schon älter ist. Darf ich fragen, warum du dir Bücher drucken läßt, wenn du über Amazon verkaufst? Machst du das für Lesungen? Oder verkaufst du die ohne ISBN?
Ich frage, weil ich eine Möglichkeit suche, Bücher in die Läden zu bringen, wenn ich bei Amazon mit echter ISBN verkaufe. Aber ich möchte die Bücher nicht selbst verkaufen, da ich dann meinen Künstlerstatus verliere und Gewerbetreibender wäre. Kompliziert ;-)
Aber Booksfactory würde ich in jedem Fall gerne für den Druck für Buchläden verwenden. Danke und Grüße
Stefan

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Weil man bei Amazon ca. 1,70 Euro an den Büchern verdient und wenn man sie selber drucken lässt, um sie bei Lesungen etc. zu verkaufen erheblich mehr. Ja, ich verkaufe die ohne ISBN, die Mondpreise der ISBN-Agentur ohne echte Gegenleistung bin ich nicht bereit zu zahlen.

Als Autor kannst Du Deine Bücher selbst verkaufen, ohne ein Gewerbe anmelden zu müssen. Autor ist ein klassischer freier Beruf. Du musst dem Finanzamt nur Deine Freiberuflichkeit anzeigen. Damit verlierst Du auch keinen “Künstlerstatus”. Wie kommst Du darauf?

Da ich Probleme mit booksfactory hatte (die haben erheblich gezickt und wollten einen Nachweis über eine Firmenbezeichnung, weil ich mit USt-ID bezahlen wollte. Die hätte ich beim Finanzamt anfordern müssen und das hätte Wochen gedauert. So ein Problem hatte ich im innereuropäischen Geschäftsverkehr noch nie. Und es ist auch Unsinn, denn ich kann ja gerade über die USt-ID eindeutig identifiziert werden. Nach den Querelen hatte ich auf booksfactory keinen Bock mehr), drucke ich dort allerdings nicht mehr, sondern bei Mazowieckie Centrum Poligrafii. Die haben auch deutschsprachigen Support, die Qualität ist genauso gut und der Preis noch besser.

sagt:

Hallo Stefan,
danke für die Antwort. Das mit dem Gewerbe hat mir zum einen der Steuerberater erzählt, so das man die Freiberufliche Tätigkeit und die Händlertätigkeit trennen sollte, da sonst Gewerbesteuer auf alle einnahmen fällig sein könnten. ausserdem habe ich es auf zwei Beiträgen der selfpublishingbiebel.de gelesen.
Danke für den Tipp der anderen Druckerei. die USt-ID habe ich schon seit Jahren. Das wäre kein Problem.
http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-freiberufler-oder-gewerbe-worauf-sie-achten-muessen/?highlight=gewerbe

sagt:

Da steht aber auch: “Vorsicht: Freiberufler sind Sie unter Umständen dann nicht mehr, wenn Sie eigene Bücher selbst verkaufen, also etwa mit einem Bauchladen (unwahrscheinlich), auf Ihrer Website oder auch bei Lesungen. Solche Einnahmen sind dann gewerblicher Natur. Fallen sie mehr als in einem geringen Umfang an, müssten Sie zusätzlich (!) ein Gewerbe anmelden. Das ist generell kein Problem, Sie müssen dann nur Einnahmen und Ausgaben der beiden Tätigkeiten sauber trennen.”
Es kommt sicherlich darauf an, wieviele Bücher man verkauft.

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Wo steht das denn “da”? In dem verlinkten Artikel jedenfalls nicht? Das würde auch allem widersprechen, was ich in den vergangenen Jahren in der Praxis als Freiberufler erfahren und mit dem Finanzamt erlebt habe. Siehe einkommensteuergesetz § 18: da ist die künstlerische Tätigkeit explizit aufgeführt. Die Frage ist auch eine anderen, nämlich ob das Deine hauptsächliche Erwerbseinnahme ist, oder nicht. Pauschal zu sagen “man muss ein Gewerbe anmelden” ist aber eben falsch.

Siehe:

http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=498ed701b1182&akt=news_recht_archiv&view=&si=4f00b99324535&lang=1

Das heißt aber auch: Ja, wenn das Deine Haupteinnahme ist, dann könnte es gewerblich werden.

sagt:

Das steht wirklich in dem Artikel, den ICH verlinkt hatte. Ich rede auch ein wenig aus Erfahrung. Vor etwa 15 Jahren hatte ich Probleme, weil die Gemeinde Gewerbesteuer haben wollte. Sie hatten in meiner Tätigkeit, das ich Filme Produziere, angenommen, dass ich diese auf DVD und dergleichen vertreibe. Dem war aber nie so. Meine Filme werden im Fernsehen gezeigt.
Und sicher hast du recht, dass es darauf ankommt, was die Haupteinnahme ist.
Bin eben nur vorsichtig. ;-)

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich traue da aber eher dem zwei Jahre neueren Artikel vom selben Autor. :)

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