Erschienen: PHANTAST 19 – Märchen

Erschienen: PHANTAST 19 – Märchen

Zu Weih­nach­ten ist be­reits die 19. Aus­ga­be des von literatopia.de her­aus­ge­ge­be­nen Phan­ta­stik-Ma­ga­zins PHAN­TAST er­schie­nen. Dies­mal dreht sich auf 138 Sei­ten al­les um Mär­chen. Ent­hal­ten sind:

- In­ter­views mit Jan­na Ruth und Jen­ni­fer Ali­ce Ja­ger
– Kurz­in­ter­views mit Fa­bi­en­ne Sieg­mund, Ju­lia Zieschang, Re­gi­na Meiß­ner,
Alex­an­dra Fuchs, Nina MacK­ay und Nora Bendzko
– Werk­statt­be­richt zu »Ro­sen und Kno­chen« von Chri­sti­an Han­del
– ein Ar­ti­kel zu den Mär­chen aus 1001 Nacht von Akram El-Ba­hay
– Ein­blicke in Mär­chen ver­schie­de­ner Kul­tu­ren
– Ar­ti­kel zu den Kunst­mär­chen von Os­car Wil­de und Hans Chri­sti­an An­der­sen
– eine Le­se­pro­be aus »Die Bi­blio­thek der flü­stern­den Schat­ten« von Akram
El-Ba­hay
– di­ver­se Re­zen­sio­nen zum The­ma

PHAN­TAST 19 kann auf der Li­te­ra­to­pia-Web­sei­te ko­sten­los her­un­ter ge­la­den wer­den. Auch eine Über­sicht über alle Aus­ga­ben kann man auf der Web­sei­te fin­den.

Co­ver­ab­bil­dung PHAN­TAST 19 Co­py­right literatopia.de

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 651

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 651

Es gibt ihn be­reits seit An­fang ver­gan­ge­ner Wo­che, aber auf­grund mei­nes Ur­laubs wird er erst heu­te hier be­reit­ge­stellt: DER PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF von Erik Schrei­ber für den De­zem­ber 2017. Er trägt die Num­mer 651 und ist wie im­mer prall ge­füllt mit Be­spre­chun­gen phan­ta­sti­scher Me­di­en.

Dies­mal geht es auf 24 Sei­ten um deut­sche Phan­ta­stik, In­ter­na­tio­na­le Phan­ta­stik, Ju­gend­li­te­ra­tur, Kri­mi & Thril­ler Hör­spie­le, Ani­mé-DVDs und eine Aus­ga­be des FOL­LOW, das Ma­ga­zin der gleich­na­mi­gen Fan­ta­sy-Ge­mein­schaft, die die Welt Ma­gi­ra be­spielt.

DER PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF 651 liegt als PDF-Da­tei vor und kann wie im­mer ko­sten­los her­un­ter ge­la­den wer­den.

Bü­cher­brief 651 De­zem­ber2017 (PDF, ca. 1,3 MB)

REISEZIEL UTOPIA – Autoren und Geschichten

REISEZIEL UTOPIA – Autoren und Geschichten

Es ist ge­schafft: Die Ge­schich­ten und Au­to­ren für die Sto­ry­samm­lung REI­SE­ZIEL UTO­PIA von Phan­ta­News und der Edi­ti­on Ro­ter Dra­che ste­hen fest. Es war ein har­tes Stück Ar­beit, die ent­hal­te­nen 21 Ge­schich­ten aus den knapp 60 Ein­sen­dun­gen aus­zu­su­chen, denn die Qua­li­tät der ein­ge­reich­ten Bei­trä­ge war durch­ge­hend hoch. Da der Platz in ei­nem ge­druck­ten Buch al­ler­dings lei­der be­grenzt ist, muss­te eine Aus­wahl ge­trof­fen wer­den. Wer nicht da­bei ist möge sich des­we­gen nicht grä­men, eine Ab­leh­nung be­deu­tet we­gen des eben Ge­nann­ten nicht zwin­gend eine qua­li­ta­ti­ve Ein­stu­fung der ein­ge­sand­ten Ge­schich­te.

Da­bei sind (in kei­ner be­stimm­ten Rei­hen­fol­ge, end­gül­ti­ge Ti­tel kön­nen noch ab­wei­chen):

  • Anja Ba­gus – »Ely­si­um«
  • Mar­cus R. Gil­man – »20 Mi­nu­ten«
  • Da­liah Karp – »Der Brand«
  • To­bi­as Dahl­mann – »Erst­kom­mu­ni­ka­ti­on«
  • Die­ter Bohn – »Cornu­co­pi«
  • An­dre­as Raa­be – »Kommt zum Rin­gel­Ran­gel-Platz«
  • Her­bert Gla­ser – »Hei­mat«
  • Do­ro­the Rei­mann – »Gue­ril­la«
  • Olaf Stieg­litz – »Der Wunsch nach Ret­tung« und »Der er­ste Schritt«
  • Jens Geh­res – »Der El­ter« und »Auf­bruch«
  • Tho­mas Kod­nar – »Der gel­be Rit­ter«
  • A. L. Nor­gard – »Der Him­mel über Nova«
  • Vic­tor Bo­den – »Kane der Krie­ger«
  • Car­men Ca­pi­ti – »Back To Ba­sic«
  • Ger­hard Hu­ber – »Das Feld der Bäu­me«
  • Joa­chim Ta­bac­zek – »In gu­ten Hän­den«
  • Ingo Muhs – »Der Fern­händ­ler«
  • Yann Krehl – »Der Tag der Er­kennt­nis«
  • Ger­not Schatz­dor­fer – »Vor­fall in Uto­pia West«

Ich gra­tu­lie­re den Ge­win­nern und wer­de mich bei die­sen in Kür­ze we­gen der wei­te­ren Vor­ge­hens­wei­se mel­den. Be­dan­ken möch­te ich mich bei al­len, die ei­nen Bei­trag ein­ge­reicht ha­ben, für das da­mit er­wie­se­ne Ver­trau­en.

Storyausschreibung zum Marburg-Award 2018

Storyausschreibung zum Marburg-Award 2018

Die Aus­rich­ter des Mar­burg-Awards schrei­ben auf Face­book Fol­gen­des:

Das The­ma des Mar­burg-Award 2018 lau­tet:

Ein fa­ta­ler Feh­ler!

Die Auf­ga­be:
Bei der Er­stel­lung des Son­der­ban­des beim letz­ten Mar­burg-Award sind uns be­dau­er­li­cher­wei­se Feh­ler pas­siert, die in zwei Fäl­len so fa­tal wa­ren, dass der je­wei­li­gen Ge­schich­te gan­ze Text­ab­schnit­te bzw. gar das Ende fehl­ten. Wir ha­ben aus der Not eine Tu­gend ge­macht und aus die­sem Um­stand gleich das The­ma des ak­tu­el­len Mar­burg-Award ge­macht. Es soll also ein fa­ta­ler Feh­ler bzw. des­sen Fol­gen the­ma­ti­siert wer­den.
Wie im­mer beim Mar­burg-Award ist grund­sätz­lich eine phan­ta­sti­sche Ge­schich­te zum ge­nann­ten The­ma zu ver­fas­sen. Die Wahl des Fan­ta­stik-Sub­gen­res (Fan­ta­sy, Sci­ence Fic­tion, Dunk­le Phantastik/“Horror“ mit ih­ren je­wei­li­gen Un­ter­gen­res und ent­spre­chen­de Misch­for­men) ist un­ein­ge­schränkt und bleibt gänz­lich euch über­las­sen.
Ob also zum Bei­spiel der Zau­ber­lehr­ling bei der Vor­be­rei­tung schlampt und so den Dä­mon frei­setzt, ob der Jüng­ling der Ver­lockung zar­ter Schön­heit nicht wi­der­ste­hen kann und den El­fen­hü­gel be­tritt, oder das Raum­schiff wi­der bes­se­res Wis­sen ei­nem Not­ruf folgt… in wel­chem Set­ting auch im­mer den Prot­ago­ni­sten die Fol­gen sei­nes Feh­lers er­ei­len, da habt ihr freie Hand. Ein­schrän­kung: es muss Phan­ta­stik sein.

Die for­mel­len Be­din­gun­gen:

Je­der Teil­neh­mer kann nur eine Sto­ry ein­rei­chen. Die Ge­schich­te soll­te spe­zi­ell für die­sen Wett­be­werb un­ter ver­lags­üb­li­chen Be­din­gun­gen ge­schrie­ben sein und darf we­der be­reits ver­öf­fent­licht wor­den sein, noch zu ei­ner Ver­öf­fent­li­chung an­ste­hen.
Die Ein­sen­dung kann aus­schließ­lich per Da­tei (als An­hang ei­ner E-Mail oder auf Da­ten­trä­ger ge­spei­chert) er­fol­gen. Als Da­tei­for­mat ist RTF (Rich-Text-For­mat) zu­läs­sig.
Das Ma­nu­skript ist an­onym ein­zu­rei­chen, um eine Be­ein­flus­sung der Ju­ro­ren zu ver­hin­dern. Fol­gen­de Da­ten müs­sen als ge­son­der­te Text­da­tei oder bei Ein­sen­dung per E-Mail in­ner­halb die­ser ver­merkt sein: Name des Teil­neh­mers, Ti­tel der Ge­schich­te, Adres­se, Ge­burts­da­tum, Telefon/ E-Mail (um den Ge­win­ner für die Preis­ver­ga­be ein­zu­la­den).
Die Sto­ry darf ma­xi­mal aus bis zu 27.000 Zei­chen (in­klu­si­ve Leer­zei­chen) be­stehen.

Ein­sen­de­schluss ist der 18.02.2018.

Die Ge­schich­ten sind ein­zu­rei­chen an:
MVP – Mar­bur­ger Ver­ein für Phan­ta­stik, c/o Mi­chae­la Mis­of, Post­stra­ße 22, 60329 Frankfurt/Main, E-Mail: award@marburg-con.de.

Die Jury be­steht in der Re­gel aus Au­to­ren, Ver­le­gern, Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­lern und Fans, die nach vor­ge­ge­be­nen Kri­te­ri­en be­wer­ten. Eine spä­te­re Ver­öf­fent­li­chung durch ei­nen Ver­lag (im Rah­men ei­nes oder meh­re­rer mög­li­cher „Best of Marburg-Award“-Ausgaben) be­hal­ten wir uns vor. In je­dem Fal­le stimmt der Teil­neh­mer ei­ner Pu­bli­ka­ti­on in ei­nem Son­der­band (und/oder dem Mar­bur­ger Ma­ga­zin für Phan­ta­stik – in der Re­gel aber nur noch die Sie­ger­ge­schich­te) zu, der alle Wett­be­werbs­ge­schich­ten, bzw. bei ent­spre­chend ho­her An­zahl von Ein­sen­dung die je­weils best­platz­ier­ten bis die Pu­bli­ka­ti­on ge­füllt ist, ent­hält und vor­aus­sicht­lich spä­te­stens zum Mar­burg-Con des dar­auf­fol­gen­den Jah­res er­scheint. Un­ab­hän­gig da­von ver­blei­ben die Rech­te an den Ge­schich­ten bei den je­wei­li­gen Au­to­ren, je­doch dür­fen die Ge­schich­ten nicht vor Be­kannt­ga­be der Award-Platz­ie­run­gen auf dem Mar­burg-Con an­der­wei­tig pu­bli­ziert wer­den.

Die Aus­schrei­bung läuft schon seit Ok­to­ber (das ist mir ent­gan­gen, weil ich da in Ur­laub war).

Quel­le: Face­book-Sei­te des Mar­burg Award, Logo Co­py­right MVP – Mar­bur­ger Ver­ein für Phan­ta­stik

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Das ist ver­mut­lich eher kein schö­nes Weih­nachts­ge­schenk für den hie­si­gen Buch­han­del: Ama­zon Deutsch­land-Chef Ralf Kle­ber ant­wor­te­te in ei­nem In­ter­view auf die Fra­ge, ob es auch hier­zu­lan­de sta­tio­nä­re Ama­zon-Lä­den ge­ben wer­de, »das sei kei­ne Fra­ge des Ob, son­dern des Wann«.

Wei­te­re De­tails dazu gab es dann aber wie beim On­line­ver­sen­der üb­lich nicht, es ist also un­klar, wel­che Pro­duk­te in die­sen Ama­zon-Shops ver­kauft wer­den sol­len, oder an wel­chen Stand­or­ten sie ent­ste­hen wer­den (ich wür­de mal von Groß­städ­ten aus­ge­hen). Ama­zuon hält sich in Sa­chen von Neue­run­gen ja gern sehr be­deckt und rollt die­se eher über­ra­schend aus.

In den USA gibt es so­wohl der­zeit 13 fe­ste Stand­or­te, als auch die so­ge­nann­ten Pop-Up-Stores, die im­mer nur zeit­lich be­grenzt statt­fin­den. In den Pop-Up-Stores wer­den in er­ster Li­nie Ama­zon-ei­ge­ne Pro­duk­te ver­trie­ben, also Kind­les, Fire-Ta­blets und Fire-TV oder Echos. Die fe­sten Lä­den ha­ben die auch, aber dar­über hin­aus auch noch be­son­ders gut lau­fen­de Bü­cher und wei­te­re Ar­ti­kel.

Logo Ama­zon Co­py­right Ama­zon

Neue DICK TRACY-Comics in 2018

Neue DICK TRACY-Comics in 2018

Ar­chie Co­mics ha­ben die Rech­te er­hal­ten, um ei­nen neu­en Co­mic um den Po­li­zei­in­spek­tor DICK TRA­CY im iko­ni­schen gel­ben Out­fit zu pro­du­zie­ren. Die letz­ten vier­farb-Aben­teu­er des Cha­rak­ters gab es in den 1990ern mit der Tri­lo­gie TRUE HEARTS AND TOM­MY GUNS von Kyle Baker und John Moo­re.

Die neue Se­rie be­fasst sich mit den frü­hen Ta­gen des De­tek­tivs kurz nach dem zwei­ten Welt­krieg, sie wird ge­schrie­ben von Mi­cha­el Mo­re­ci und Alex Se­gu­ra, der Zeich­ner ist Tho­mas Pi­til­li.

Die er­sten Co­mic­strips um die von Che­ster Gould er­son­ne­ne Fi­gur er­schie­nen 1931 bei ver­schie­de­nen US-Zei­tun­gen, er­ste ei­ge­ne Co­mic-Aus­ga­ben ka­men 1933 her­aus. Sie wer­den bis heu­te in Zei­tun­gen ab­ge­druckt.

Dick Tra­cy #1 wird ab dem 11. April 2018 zu kau­fen sein.

Pro­mo­gra­fik Co­ver DICK TRA­CY #1 von Tho­mas Pi­til­li, Co­py­right Ar­chie-Co­mics

Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Lobbylutscherei: eBooks vom Geoblocking-Verbot ausgenommen

Die Eu­ro­päi­sche Uni­on ar­bei­tet be­reits seit län­ge­rem an Ver­ord­nun­gen, die da­für sor­gen, dass es kein Geo­blocking von Kun­den mehr gibt. Da­mit könn­te man dann eu­ro­pa­weit Ge­rä­te und Dienst­lei­stun­gen ein­kau­fen, ohne dass ei­nem da­bei Fil­ter in die Que­re kom­men, die ei­nen ba­siert auf dem Land, aus dem man stammt, blockie­ren. Man nennt die­sen Vor­gang Geo­blocking.

Das soll an­ge­sichts der Rea­li­tä­ten in ei­ner di­gi­ta­li­sier­ten, glo­ba­li­sier­ten In­ter­net­welt ab­ge­schafft wer­den, und das ist auch gut so, denn es ist nicht ein­zu­se­hen, war­um eu­ro­päi­scher Bin­nen­markt oder Glo­ba­li­sie­rung im­mer nur Fir­men zu­gu­te kom­men sol­len, aber nicht Ver­brau­chern.

Doch dank mas­si­ver Lob­by­ar­beit un­ter an­de­rem des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, sol­len eBooks ex­pli­zit von der Geo­blocking-Ver­ein­ba­rung aus­ge­schlos­sen blei­ben. Ei­nen sach­li­chen Grund da­für gibt es au­ßer Pfrün­de­si­che­rung nicht, au­ßer viel­leicht die Angst, dass die fos­si­le und längst über­flüs­sig ge­wor­de­ne Buch­preis­bin­dung auf­ge­weicht wer­den könn­te.

Als Be­grün­dung wird da­bei un­ter an­de­rem tat­säch­lich an­ge­bracht, dass

»auf­grund na­tür­li­cher Sprach­bar­rie­ren zwi­schen den Län­dern Ver­käu­fe über Gren­zen hin­aus oh­ne­hin ge­ring blie­ben, und die not­wen­di­gen tech­ni­schen In­ve­sti­tio­nen, um über Gren­zen hin­weg zu ver­kau­fen zu hoch wä­ren«

… und da­durch klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men ge­zwun­gen wür­den, aus dem Ver­kauf von Bü­chern aus­zu­stei­gen.

Das ist na­tür­lich dum­mes Ge­schwätz, denn die Pro­ble­me, über Gren­zen hin­weg Wa­ren zu ver­kau­fen, hat jede Bran­che, nicht nur der Buch­han­del. Und wenn die grenz­über­grei­fen­den Ver­käu­fe tat­säch­lich nicht ins Ge­wicht fal­len, wäre das in mei­nen Au­gen so­gar eher ein Grund da­für, eu­ro­pa­wei­tes Ver­kau­fen von eBooks zu er­mög­li­chen. Das mit den klei­nen Un­ter­neh­men ist Au­gen­wi­sche­rei und falsch, im Rah­men des grenz­über­grei­fenen An­bie­tens von Dienst­lei­stun­gen, das vor ei­ni­gen Jah­ren ein­ge­führt wur­de, hat der Ge­setz­ge­ber oh­ne­hin ver­ein­fach­te Mög­lich­kei­ten für klei­ne An­bie­ter ge­schaf­fen, um mit den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben bei­spiels­wei­se in Sa­chen Um­satz­steu­er zu­recht zu kom­men (Stich­wort: One-Stop-Shop). Und wenn so ziem­lich je­der klei­ne Krau­ter das in­zwi­schen kann, dann soll­ten es auch Buch­händ­ler auf die Ket­te be­kom­men kön­nen. Aber die ver­schla­fen ja lie­ber auf ih­rem sanf­ten Kis­sen na­mens Buch­preis­bin­dung wei­ter­hin die Di­gi­ta­li­sie­rung – und die­se Ein­fluss­nah­me auf EU-Ver­ord­nun­gen soll da­für sor­gen, dass sie auch nicht auf­wa­chen müs­sen.

Grund für die Ein­wir­kung auf die Po­li­tik dürf­te in mei­nen Au­gen eher sein, dass nicht-deutsch­spra­chi­ge eBooks in Deutsch­land maß­los über­teu­ert sind, und in an­de­ren Län­dern er­heb­lich gün­sti­ger ge­kauft wer­den könn­ten, so­gar zum Teil noch gün­sti­ger als hier­zu­lan­de oh­ne­hin be­reits bei Ama­zon.

Dass die EU-Po­li­tik vor der Buch­lob­by ein­ge­knickt ist, fin­de ich of­fen ge­sagt zum Kot­zen.

p.s.: Mit der Hil­fe von VPNs kann man Geo­blocking mehr oder we­ni­ger le­gal um­ge­hen (mög­li­cher­wei­se un­ter­sa­gen die AGB des je­wei­li­gen An­bie­ters das).

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 650 – November 2017

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 650 – November 2017

Der letz­te PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF für das Jahr 2017 ist da. Wie im­mer be­spricht Erik Schrei­ber ver­schie­de­ne Me­di­en aus den Be­rei­chen in­ter­na­tio­na­le und deut­sche Phan­ta­stik, Ju­gend­li­te­ra­tur, Kri­mi & Thril­ler, Hör­spie­le und Se­kun­där­li­te­ra­tur.

Da­bei bei­spiels­wei­se:  GRAY­SON STEEL UND DER VER­HAN­GE­NE RAT VON LON­DON von Tor­sten Weit­ze, Guy Ga­vri­el Kays AM FLUSS DER STER­NE, der STAR WARS-Ro­man LEIA – PRIN­ZES­SIN VON AL­DER­A­AN oder ein Hör­spiel zu H. G. Wells’ DAS IM­PE­RI­UM DER AMEI­SEN.

DER PHAN­TA­STI­SCHE BÜ­CHER­BRIEF 650 liegt als PDF-Da­tei vor und kann hier wie im­mer ko­sten­los her­un­ter ge­la­den wer­den.

Bü­cher­brief 650 No­vem­ber 2017 (PDF, ca. 2MB)

Erschienen: HEXER STANLEY CHRONIKEN IV

Erschienen: HEXER STANLEY CHRONIKEN IV

Em­me­rich Books & Me­dia hat die HE­XER STAN­LEY CHRO­NI­KEN IV ver­öf­fent­licht, ein wei­te­rer Band aus der Werk­aus­ga­be H. J. Müg­gen­burgs. Die Ori­gi­nal­ro­ma­ne er­schie­nen zwi­schen 1973 und 1981 im Zau­ber­kreis-Ver­lag.

Vier Jahr­zehn­te schlum­mer­ten die Ma­nu­skrip­te in den »Grüf­ten« der Ar­chi­ve.
Nun wer­den sie zu neu­em Le­ben er­weckt! Sir Stan­ley, Groß­mei­ster der
Wei­ßen Loge, be­kämpft das or­ga­ni­sier­te Böse welt­weit! Un­ter­stützt von
sei­ner Frau Anne und dem But­ler Ge­or­ge, ih­rer­seits Adep­ten der ma­gi­schen
Zünf­te, schickt er sei­ne dä­mo­ni­schen Wi­der­sa­cher dort­hin zu­rück, wo sie
hin­ge­hö­ren – und zwar end­gül­tig. Die Ro­ma­ne wa­ren schon zu Zei­ten der
Erst­ver­öf­fent­li­chung in den 70er-Jah­ren ein Ge­heim­tipp. Denn wo gab es
das schon: Hu­mor im Hor­ror-Gen­re!

Die To­des­zel­le des Dok­tor Quin­tus (»Im Hor­ror­kä­fig des Dr. Quin­tus« -
Sil­ber Gru­sel-Kri­mi Nr. 97, Zau­ber­kreis-Ver­lag, Ra­statt, 12.08.1975) ist
der sieb­te Ro­man der Rei­he und zeit­lich im Ja­nu­ar 1975 an­ge­sie­delt.
Mit­te Sep­tem­ber 1974 fand bei Chri­sties, dem welt­be­rühm­ten Lon­do­ner
Auk­ti­ons­haus, eine Ver­stei­ge­rung statt. Un­ter den Ham­mer kam der Nach­laß
ei­nes eng­li­schen Ari­sto­kra­ten. Der alte Herr hat­te we­ni­ge Tage zu­vor mit
sei­nem Le­ben ab­ge­schlos­sen, und sei­ne Er­ben konn­ten mit der
Hin­ter­las­sen­schaft nichts an­fan­gen. Also ver­sil­ber­ten sie sie. Un­ter der
Erb­mas­se be­fan­den sich ei­ni­ge Bü­cher von un­schätz­ba­rem Wert. Ei­nes da­von
war die Schwar­ze Ma­gie von Ro­bert Ca­ven­dish. Die­ses Werk fand für sage
und schrei­be tau­send­sechs­hun­dert Pfund ei­nen Lieb­ha­ber. All das stand am
näch­sten Tag in den Zei­tun­gen, doch es war nicht in Er­fah­rung zu
brin­gen, wer das Buch er­wor­ben hat­te. Der be­tuch­te Käu­fer blieb an­onym …

Die Pup­pen (»Die Mon­ster­pup­pen« – Sil­ber Gru­sel-Kri­mi Nr. 92,
Zau­ber­kreis-Ver­lag, Ra­statt, 03.06.1975)
Das Aben­teu­er wur­de bei Zau­ber­kreis als vier­ter Ro­man in­ner­halb der
Se­rie ver­öf­fent­licht. Da die Hand­lung im Ori­gi­nal­ma­nu­skript auf Mai 1975
da­tiert ist, brin­gen wir ihn in­ner­halb der Chro­ni­ken an ach­ter Stel­le.
Das Ding krab­bel­te Ecke Fifth Ave­nue und 34. Stra­ße aus ei­nem Gul­ly. Das
war di­rekt vor dem Schau­fen­ster Num­mer ein­und­vier­zig von Macy’s, in dem
eine elek­tro­ni­sche Schau­fen­ster­pup­pe ge­ra­de ihre Knie­beu­gen mach­te. Das
Ding hat­te al­ler­dings kei­ne Au­gen für die­ses Wun­der der mo­der­nen
De­ko­ra­ti­ons­tech­nik. Es blick­te sich statt­des­sen wild und ge­hetzt um. Es
war fast vier Uhr mor­gens, und die Stra­ßen in New York wa­ren um die­se
Zeit recht leer. Aus der Fer­ne er­klang das Mo­to­ren­ge­brumm ei­ner
Kehr­ma­schi­ne. Das Ding wisch­te sich übers Ge­sicht und setz­te sich in
Be­we­gung. Mit trip­peln­den Schrit­ten lief es über den Asphalt. Die Stra­ße
war an die­ser Stel­le fast fünf­zig Me­ter breit. Als das Ding in der Mit­te
der Fahr­bahn an­ge­kom­men war, pas­sier­te es …

Das Buch ent­hält ein Vor­wort von H. H. von All­wör­den, in den An­hän­gen fin­det man Ab­drucke der Ori­gi­nal-Ti­tel­bil­der, ein Kurz­por­trait des Au­tors, so­wie ein Kurz­por­trait der Co­ver-Il­lu­stra­to­rin Bea­te Ro­cholz.

Die Print­fas­sung hat ei­nen Um­fang von 20,3 x 12,7 x 1,6 cm und ist 256 Sei­ten stark, man er­hält sie di­rekt beim Ver­lag oder via Ama­zon zum Preis von 12,95 Euro. Die eBook-Fas­sung gibt es bei Ama­zon, sie ko­stet 4,95 Euro.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

Erschienen: ALKATAR – DER ERBE von Anja Fahrner

Erschienen: ALKATAR – DER ERBE von Anja Fahrner

Bei Em­me­rich Books & Me­dia ist ge­stern der zwei­te Ro­man aus der AL­KA­TAR-Rei­he von Anja Fahr­ner er­schie­nen. Er trägt den voll­stän­di­gen Ti­tel AL­KA­TAR – DER ERBE. Zum In­halt:

Pla­net Zadeg, 2592 – 500 Jah­re nach dem Schei­tern der Men­schen­mis­si­on be­herr­schen rei­che Händ­ler mit Hil­fe des Mi­li­tärs eine pri­mi­ti­ve Welt der Ar­mut. Um ihre Wa­ren­kon­vois vor den men­schen­fres­sen­den Krea­tu­ren in der Wild­nis zu schüt­zen, züch­ten sie Krie­ger­skla­ven mit über­mensch­li­chen Fä­hig­kei­ten.
Ei­ner ih­rer Krie­ger­skla­ven ist Al­van, ein Kämp­fer mit au­ßer­ge­wöhn­lich aus­ge­präg­ten Sin­nen. Als eine ge­heim­nis­vol­le Händ­le­rin Kon­takt zu ihm auf­nimmt, um ihn über sei­ne wah­re Her­kunft auf­zu­klä­ren, ver­wehrt er sich ih­ren Wor­ten. Kurz dar­auf sen­det ihn ein du­bio­ser Of­fi­zier al­lein in die von Be­sti­en ver­seuch­ten Rui­nen ei­ner un­be­kann­ten Kul­tur, um eine Frau­en­grup­pe zu be­frei­en. Die ver­meint­li­che To­des­mis­si­on wird zu ei­ner Rei­se in eine frem­de Welt, zur Be­geg­nung mit ei­ner er­schüt­tern­den Wahr­heit.

Band zwei kann auch ohne Vor­kennt­nis­se des er­sten Bu­ches ge­le­sen wer­den, Eben­falls im Buch ent­hal­ten ist die Kurz­ge­schich­te DIE ER­BEN DER VER­BANN­TEN, wel­che bis­lang nur als se­pa­ra­tes E-Book er­schien, so­wie ein In­ter­view mit der Au­to­rin.

Das Ta­schen­buch hat eine Grö­ße von 20,3 x 12,7 x 2,9 cm und ei­nen Um­fang von 448 Sei­ten. Es ko­stet 16,00 Euro. Die eBook-Fas­sung be­kommt man für fai­re 4,95 Euro. Be­zie­hen kann man die Print­fas­sung über die Ver­lags­sei­te oder via Ama­zon, das eBook gibt es eben­falls bei Ama­zon.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

Amazon Publishing und KNV: Das erwartete Mimimi! ist da

Amazon Publishing und KNV: Das erwartete Mimimi! ist da

Als ich ge­stern be­rich­te­te, dass Ama­zon Pu­bli­shing mit KNV ko­ope­riert, um sei­ne ge­druck­ten Bü­cher auch über den Buch­han­del ver­kau­fen zu kön­nen, pro­phe­zeih­te ich Wi­der­stand des Buch­han­dels. Aber um eine sol­che Re­ak­ti­on vor­her­zu­se­hen be­nö­tigt man in #neu­land we­der die Fä­hig­kei­ten ei­nes Nostrada­mus, noch eine Kri­stall­ku­gel.

Im Bör­sen­blatt fan­den sich dann auch be­reits ge­stern un­ter dem Ti­tel »Ihr sägt an dem Ast, auf dem wir sit­zen« die Mimi­mi-Rufe der üb­li­chen Prot­ago­ni­sten. Zi­tat:

Die An­kün­di­gung von Ama­zon Pu­bli­shing, sei­ne deutsch­spra­chi­gen Ti­tel als Print­bü­cher über das Bar­sor­ti­ment KNV dem sta­tio­nä­ren Buch­han­del an­zu­bie­ten, stößt un­ter Buch­händ­lern auf brei­te und hef­ti­ge Ab­leh­nung.

Nein! Da­mit konn­te ja kei­ner rech­nen!

Tha­lia winkt ab (de­ren Me­tho­den, um klei­ne Buch­händ­ler als Kon­kur­ren­zen aus dem Ren­nen zu drücken sind seit Jah­ren aus ein­schlä­gi­gen Me­di­en­be­rich­ten be­kannt). Aber auch Chri­sti­an Riet­mül­ler von Osi­an­der und Hart­mut Fal­ter von der May­er­schen be­kla­gen sich dar­über, dass sie »die Ge­fahr ei­ner ab­seh­ba­ren To­tal­ab­hän­gig­keit des Self­pu­bli­shing-Mark­tes von Ama­zon« se­hen.

Ja, dank der grot­ten­schlech­ten und all­zu oft ab­zocke­ri­schen Self­pu­bli­shing-An­ge­bo­te der Bran­che ist der On­line­händ­ler aus Se­at­tle hier mit wei­tem Ab­stand Pri­mus.

Nur geht es bei Ama­zon Pu­bli­shing gar nicht um Self­pu­bli­shing, denn da­bei han­delt es sich um ei­nen Ver­lag, der in sei­nen Im­prints Bü­cher zu ver­schie­de­nen Gen­res ver­legt. Wir re­den bei die­sem The­ma nicht über Self­pu­bli­shing – und die Bü­cher der Ama­zon-Toch­ter Crea­te­Space kann man bis heu­te über­haupt nicht im Buch­la­den kau­fen. Ha­ben die ho­hen Her­ren aus den Tot­holz-Tem­peln das nicht be­grif­fen?

Auch der ge­sam­te rest­li­che Bör­sen­blatt-Ar­ti­kel stellt auf Self­pu­bli­shing ab. The­ma of­fen­sicht­lich weit ver­fehlt. Au­ßer­dem könn­te die Bran­che im Be­reich Self­pu­bli­shing ja auch ein­fach mal ein für Self­pu­blisher brauch­ba­res, fai­res An­ge­bot mit ähn­lich gu­ten Kon­di­tio­nen wie Ama­zon schaf­fen. Dann wäre die Do­mi­nanz schnell vor­bei. So­lan­ge man je­doch nur auf schnell ge­dreh­tes Geld schielt … Aber das geht, wie be­reits ge­sagt, am The­ma kom­plett vor­bei, eben­so wie die Tat­sa­che, dass da­nach über eRe­ader schwa­dro­niert wird, und wie toll doch an­geb­lich die ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen des To­li­no sind. Auch das geht mei­len­weit am Kern vor­bei, denn bei der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Ama­zon und KNV geht es in er­ster Li­nie um Print­bü­cher. Wor­über schwa­feln die da also alle? Ha­ben die das The­ma nicht ver­stan­den? Neh­men die Dro­gen? Liegt es am Ad­re­na­lin auf­grund der Ak­ti­on KNVs?

Der Punkt ist: Ama­zon Pu­bli­shing ist ein Ver­lag, der sei­ne Bü­cher über den Buch­han­del ver­kau­fen möch­te. Das ge­schieht via KNV mit höchst­wahr­schein­lich han­dels­üb­li­chen Kon­di­tio­nen, da das An­ge­bot Ama­zon Pu­bli­shings im deut­schen Buch­markt viel zu un­be­deu­tend ist, um Mör­der-Kon­di­tio­nen raus­hau­en zu kön­nen.

Aber statt sich zu freu­en, dass sie auf die­sem Weg end­lich was vom Ku­chen ab­be­kom­men, geht das üb­li­che Heu­len und Zäh­ne­klap­pern ei­ner fos­si­len Bran­che los, wenn der Be­griff »Ama­zon« fällt.

Und wei­ter: Was soll die Wei­ge­rung, die Bü­cher ei­nes Ver­lags zu ver­kau­fen, wenn Kun­den da­nach fra­gen? Ist das Kun­den­ser­vice? Ist es nicht, im Ge­gen­teil, der so ge­fopp­te Kun­de be­stellt beim näch­sten Mal so­fort bei Ama­zon und ist mög­li­cher­wei­se für den sta­tio­nä­ren Han­del ver­lo­ren.

Aber eine an­de­re Fra­ge ist viel wich­ti­ger: Wie un­fass­bar ar­ro­gant und un­ver­schämt ist es, die Pro­duk­te ei­nes Ver­la­ges hoch­herr­schaft­lich nicht ver­kau­fen zu wol­len? Klar, wenn es um ex­tre­me In­hal­te ge­hen wür­de, wie bei­spiels­wei­se Volks­ver­het­zung oder Auf­ruf zu Ge­walt, dann könn­te ich ver­ste­hen, wenn Buch­händ­ler sich wei­gern, die Pro­duk­te ei­nes Ver­lags zu ver­trei­ben. Aber wenn es um ganz nor­ma­le Bel­le­tri­stik geht, dann muss man sich fra­gen, ob der Buch­han­del sei­ne Po­si­ti­on hier nicht schlicht miss­braucht, wenn er ei­nen Ver­kauf ab­lehnt? Wel­che Ver­la­ge wird es als näch­stes tref­fen?

In mei­nen Au­gen ist das äu­ßerst be­denk­lich. Und das er­war­te­te »Mimi­mi!« aus Rich­tung Buch­han­del ein wei­te­rer Be­weis für die Rück­stän­dig­keit ei­ner Bran­che an­ge­sichts des di­gi­ta­len Wan­dels.

Al­les wie er­war­tet im #neu­land.

Und Ama­zon ist er­neut in al­ler Mun­de …

[Up­date 9:40]: State­ment im Buch­re­port von Oli­ver Vo­er­ster, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter bei KNV:

Es ist nicht die Auf­ga­be ei­nes Groß­händ­lers, Ti­tel aus­zu­sor­tie­ren, son­dern ein mög­lichst brei­tes Sor­ti­ment an­zu­bie­ten.

Amazon Publishing-Titel jetzt im Buchhandel erhältlich – vermutlich

Amazon Publishing-Titel jetzt im Buchhandel erhältlich – vermutlich

Wie be­kannt ist, ver­legt Ama­zon auch selbst über sei­nen Ver­lags­ab­le­ger Ama­zon Pu­bli­shing deutsch­spra­chi­ge Bü­cher. Die gab es bis­lang nur beim On­line­ver­sen­der selbst. Das hat sich seit ge­stern ge­än­dert, denn Ama­zon hat ei­nen Ver­trag mit dem Bar­sor­ti­men­ter KNV ge­schlos­sen. Da­mit sind die ca. 800 Ama­zon Pu­bli­shing-Bü­cher im Buch­han­del be­stell­bar.

Theo­re­tisch.

Denn wie wir aus ver­gan­ge­nen Sze­na­ri­en wie bei­spiels­wei­se dem Ver­kauf von Kind­le-Ge­rä­ten über den Buch­han­del im Rah­men von Ama­zon Source wis­sen, wei­gern sich vie­le Händ­ler schlicht­weg mit dem »bö­sen Feind« zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Da hilft dann auch nicht die Ein­sicht, dass man selbst or­dent­lich mit am Ku­chen ver­die­nen wür­de und über­lässt Ama­zon lie­ber kom­plett das Feld. Was dazu füh­ren kann, dass der Kun­de dort beim näch­sten Mal di­rekt be­stellt, statt beim un­wil­li­gen Buch­händ­ler.

Ak­tu­ell ist das An­ge­bot Ama­zon Pu­bli­shings noch eher über­schau­bar und vor al­lem recht un­be­deu­tend, ech­te Block­bu­ster fin­det man dar­un­ter nicht. Aber nach die­ser An­kün­di­gung könn­te man sich vor­stel­len, dass viel­leicht auch mal ein nam­haf­ter Best­sel­ler­au­tor über Ama­zons Ver­lags­spar­te ver­öf­fent­licht, und spä­te­stens dann wer­den die Buch­händ­ler um­den­ken müs­sen, wenn sie am Hype mit­ver­die­nen möch­ten.

Of­fen ist, wel­che Kon­di­tio­nen Ama­zon und KNV aus­ge­han­delt ha­ben, aber ich gehe an­ge­sichts des über­schau­ba­ren Port­fo­li­os nicht da­von aus, dass der Bar­sor­ti­men­ter dem On­line­händ­ler bes­se­re ein­ge­räumt hat, als an­de­ren Ver­la­gen.

Ge­ra­de für Phan­ta­stik­freun­de hat das An­ge­bot von Ama­zons Ver­lags­spar­te über das Im­print 47N­orth ei­ni­ges zu bie­ten (bei­spiels­wei­se Char­lie N. Holm­bergs PA­PIER­MA­GI­ER-Rei­he). Al­ler­dings wür­de ich per­sön­lich oh­ne­hin eher auf die viel prak­ti­sche­re eBook-Ver­si­on zu­rück­grei­fen.

[Up­date: 30.11.2017] Wie er­war­tet

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