Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow

Vor­wort zur Neu­ver­öf­fent­li­chung: Die­ser Text er­schien ur­sprüng­li­ch im April 2010 (also be­reits vor sa­gen­haf­ten sechs Jah­ren) auf dem al­ten Ar­ti­kel­por­tal von Phan­ta­News. Aus ge­ge­be­nem An­lass habe ich ihn jetzt hier­her über­tra­gen, denn er er­scheint an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Buch­bran­che nach al­len an­de­ren die Di­gi­ta­li­sie­rung ent­deckt hat, in im­mer grö­ße­res »Mi­mi­mi« aus­bricht und of­fen­bar alle Feh­ler der Mu­sik­in­du­strie wie­der­ho­len möch­te, ak­tu­el­ler denn je. Aus­lö­ser war kon­kret al­ler­dings das Er­schei­nen ei­nes Ar­ti­kels von Fe­lix Mün­ter bei Teil­zeit­hel­den, bei dem mich al­lein der po­le­mi­sche (und sach­li­ch fal­sche) Ti­tel be­reits schau­dern lässt. Mir hängt die­se Form der Dis­kus­si­on zum Hals raus, denn sie wur­de be­reits er­schöp­fend ge­führt und muss wahr­li­ch nicht er­neut an­ge­fan­gen wer­den, nur weil Buch­bran­che und Au­to­ren et­li­che Jah­re nach al­len an­de­ren die Di­gi­ta­li­sie­rung ent­deckt ha­ben.

Cory Doc­to­row ist ein ka­na­di­scher Sci­en­ce-Fic­tion-Schrift­stel­ler und Ak­ti­vi­st in Sa­chen neue Me­di­en, In­ter­net, Co­py­right-Li­be­ra­li­sie­rung und Pri­vat­sphä­re. Am letz­ten Wo­chen­en­de habe ich sein Buch LITT­LE BRO­THER in Re­kord­zeit ge­le­sen, nach­dem es mir von »fel­low ne­ti­zens« be­reits mehr­fach nach­drück­li­ch ans Herz ge­legt wur­de.

Das Be­son­de­re an die­sem Buch: man kann es nicht nur über die ein­schlä­gi­gen Ver­triebs­ka­nä­le kau­fen, son­dern es auch ein­fach auf sei­ner Web­sei­te ko­sten­los in zahl­rei­chen For­ma­ten her­un­ter la­den. Ko­sten­los. Ein­fach so. Le­gal. Un­ter ei­ner Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz. Trotz die­ser Tat­sa­che ver­kau­fen sich sei­ne Bü­cher wie ge­schnit­ten Brot.

Wie kann das sein? Ins­be­son­de­re an­ge­sichts des Dau­er­ge­jam­mers ge­wis­ser Ver­le­ger und Ver­la­ge, wie böse ko­sten­lo­se An­ge­bo­te sind – sei­en sie nun se­mi­le­gal oder le­gal – und dass bei­de den Markt zer­stö­ren…

Im Vor­wort zu LITT­LE BRO­THER be­fin­det sich der fol­gen­de Text, den ich aus dem Eng­li­schen über­setzt habe, um ihn hier zu ver­öf­fent­li­chen, was ich auf­grund der CC-Li­zenz pro­blem­los tun darf, wenn ich den Na­men des Au­to­ren nen­ne, auf sei­ne Web­sei­te hin­wei­se und kein Geld da­mit ver­die­ne.

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Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Buchblogs und Verlage

Gleich vor­weg, die Buch­bran­che ist Big Busi­ness – ganz egal, was der sym­pa­thi­sche Buch­händ­ler ums Eck auch er­zählt. Jahr für Jahr er­wirt­schaf­tet al­lein der Buch­han­del ei­nen Um­satz von sage und schrei­be zehn Mil­li­ar­den Euro, und das nur in Deutsch­land. Aus­lands­ge­schäf­te, Li­zenz­ver­käu­fe und Mer­chan­di­sing deut­scher Buch­ver­la­ge nicht mit­ge­zählt. Ama­zon und die eta­blier­te Buch­bran­che in­sze­nie­ren öf­fent­li­che Ro­sen­krie­ge und pro­fi­tie­ren doch zu­gleich an den 50 – 60 Pro­zent-Mar­gen (Buch­händ­ler­ra­batt), die ih­nen das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz er­mög­licht. Nach au­ßen mar­kie­ren sie Feind­schaft, nach in­nen hin eint sie das ge­mein­sa­me Ziel der gu­ten Ge­schäf­te. Ein Ge­setz aus dem letz­ten Jahr­tau­send – die Buch­preis­bin­dung – schweißt alle zu­sam­men. In der Bran­che herr­schen die klas­si­schen Spiel­re­geln ei­nes Kar­tells: Man strei­tet sich, man ver­klagt sich – und dann legt man sich doch wie­der ins ge­mein­sa­me Bett.

Es gibt aber je­man­den, der vor al­len an­de­ren die Strip­pen zieht, bei dem alle Fä­den zu­sam­men­lau­fen, der die Prei­se fest­setzt und der im­mer ver­dient, egal wer was wo ver­kauft. Die­ser mäch­tig­ste al­ler Play­er im Spiel, wenn man so will, die­ser Play­er heißt: Buch­ver­lag. Er ist qua­si die Dame im Schach­spiel um den Kö­nig Kun­den. Wo es aber eine Dame und ei­nen Kö­nig gibt, dort muss es auch zwin­gend Bau­ern ge­ben.

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Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Free SteampunkPer Email hat­te sich Ste­fan Ar­bes bei mir ge­mel­det und an­ge­bo­ten, auf even­tu­el­le Fra­gen mei­ner­seits zu sei­ner Be­an­tra­gung der Ein­tra­gung ei­ner Wort­mar­ke des Be­grif­fes »Steam­punk« zu ant­wor­ten. Dem kom­me ich selbst­ver­ständ­li­ch ger­ne nach, denn ich hal­te sei­ne Stel­lung­nah­me in­halt­li­ch für zu­min­dest frag­wür­dig, denn sie geht mei­ner An­sicht nach von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus. Mei­ne Ant­wort an ihn, die er auch per Email er­hal­ten hat, kann man un­ten le­sen. Wenn ich dar­auf eine Re­ak­ti­on be­kom­me, wird die selbst­ver­ständ­li­ch eben­falls hier auf Phan­ta­News ver­öf­fent­licht (dazu gibt er ja aus­drück­li­ch sein Ein­ver­ständ­nis).

Ich war in der Zwi­schen­zeit eben­falls nicht un­tä­tig, und habe mich hin­sicht­li­ch der Mar­ken­ein­tra­gun­gen schlau­er ge­macht, als ich es vor dem Zu­ta­ge­tre­ten der Sach­la­ge am Frei­tag war. Gleich vor­ne­weg: Der zen­tra­le Punkt ist, dass über eine sol­che Be­an­tra­gung der Mar­ken­ein­tra­gung und ei­nem even­tu­el­len Wi­der­spruch da­ge­gen, gar nicht, wie in sei­ner Stel­lung­nah­me fälsch­li­ch an­ge­deu­tet, si­cher­ge­stellt wer­den kann, dass die Wort­mar­ke »Steam­punk« in Zu­kunft nicht von ir­gend­wem ge­schützt wird oder wer­den kann. Und da­mit fällt Ste­fan Ar­bes´ Ar­gu­men­ta­ti­ons­ket­te lei­der wie ein Kar­ten­haus in sich zu­sam­men.

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Buchmesse 2013: Holzhauer warnt vor Phrasendreschern

Buchmesse 2013: Holzhauer warnt vor Phrasendreschern

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tl;dr; Ich kann das Ge­la­ber nicht mehr hö­ren.

Heu­te be­ginnt die Buch­mes­se, ge­stern je­doch gab es be­reits die Pres­se­kon­fe­renz und Me­di­en­rum­mel – und so­wohl Gott­fried Hon­ne­fel­der, der Vor­stand des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels wie auch Ju­er­gen Boos, Di­rek­tor der Buch­mes­se, ha­ben sich selbst­ver­ständ­li­ch in die­sem Rah­men ge­äu­ßert.
Dazu vor­ab ein klei­ner Ex­kurs: man muss den Ein­druck ha­ben, dass Gott­fried Hon­ne­fel­der sei­ne Re­den in je­dem Jahr re­cy­celt und viel­leicht ma­xi­mal ein paar Worte um­stellt, so sehr glei­chen sich die ge­dro­sche­nen Phra­sen. Und im­mer wie­der, wenn sol­che ver­meint­li­ch ho­hen Her­ren ih­ren Ser­mon ab­son­dern, fällt un­ver­meid­li­ch das Wort »warnt«. Hon­ne­fel­der warnt, Boos warnt, sonst­wer warnt. Glaubt ihr mir nicht? Sucht auf Goo­gle mal nach »Hon­ne­fel­der warnt« oder »Hon­ne­fel­der warn­te«, es wer­den reich­li­ch Tref­fer aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu fin­den sein. Klickt aber bit­te nicht auf die­se Tref­fer, denn dar­in lau­ert ein Wahn­sinn von ge­ra­de­zu ct­hul­ho­iden Aus­ma­ßen. Ich habe euch … äh … ge­warnt.

Und wo­vor war­nen sie? Vor der Zu­kunft. Sei es nun das In­ter­net (und da­mit ein­her­ge­hend die neu­en Me­di­en­for­ma­te), oder sei­en es neue Ge­schäfts­mo­del­le, de­nen sich die trä­ge und zu­tief­st im Ge­stern ge­fan­ge­ne Buch­bran­che nicht an­pas­sen kann oder will. Und selbst­ver­ständ­li­ch muss das »Ur­he­ber­recht« ge­stärkt wer­den, auch wenn man tat­säch­li­ch et­was ganz an­de­res meint: sich selbst und die Ver­wer­terrech­te. Dazu wei­ter un­ten mehr.

Ich möch­te auf ein paar Ar­ti­kel ein­ge­hen, die ich an­läss­li­ch der Buch­mes­se-Er­öff­nung bei ein­schlä­gi­gen Cla­queu­ren wie Bör­sen­blatt und Buch­re­port im Netz fand:

Auf der On­line-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes be­fass­te man sich ge­stern mit Wort­en von Buch­mes­se-Di­rek­tor Ju­er­gen Boos. Da steht un­ter an­de­rem:

Buch­mes­se-Di­rek­tor Ju­er­gen Boos sprach heu­te (8. Ok­to­ber) auf der Er­öff­nungs-Pres­se­kon­fe­renz der Frank­fur­ter Buch­mes­se von ei­ner »neu­en Grün­der­zeit im Pu­blis­hing« und warn­te gleich­zei­tig vor der Do­mi­nanz von Oli­go­po­len, die tech­no­lo­gi­sche Stan­dards dik­tie­ren.

Da ha­ben wir es wie­der: es wird »ge­warnt«. Wo­vor ge­n­au ist mir un­klar. Ama­zon kann es nicht sein, denn die sind in Sa­chen On­line-Ver­trieb nicht Teil ei­nes Oli­go­pols, son­dern ha­ben bei­na­he ein Mo­no­pol. Un­klar ist für mich zu­dem, was er für ein Pro­blem mit tech­ni­schen Stan­dards hat. Da Pa­pier­bü­cher ge­druckt wer­den und die­se Tech­nik nun wahr­li­ch be­reits ein paar Jah­re auf dem Buckel hat, kann er ei­gent­li­ch nur eBooks mei­nen. Da gibt es im Prin­zip zwei Stan­dards: das of­fe­ne ePub und Ama­zons Kind­le-For­mat, ob es nun azw oder mobi sein mag. Wo da al­ler­dings »Stan­dards dik­tiert wer­den« kann ich nicht nach­voll­zie­hen. ePub und mobi sind For­ma­te, de­ren Auf­bau be­kannt ist, je­der­mann kann sie er­zeu­gen. Oder meint Boos etwa Ama­zons Ko­pier­schutz, der ver­hin­dert, dass man Kind­le-eBooks auf an­de­ren Ge­rä­ten le­sen kann? Das wür­de mich ver­wun­dern, denn Ado­bes DRM ist ex­akt das­sel­be und wird auf ei­nem Groß­teil der eBooks der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der nach wie vor ein­ge­setzt. Sind die Mit­glie­der des Oli­go­pols also Ama­zon und die Ver­la­ge, die DRM ein­set­zen? Wor­in liegt der Un­ter­schied, zwi­schen bei­den kun­den­feind­li­chen Sy­ste­men – mal da­von ab­ge­se­hen, dass Ama­zons Ver­si­on in­ner­halb sei­nes Öko­sy­stems für den Kun­den wei­t­aus kom­for­ta­bler ist? Und wei­ter­hin da­von ab­ge­se­hen, dass es sei­tens des Buch­han­dels en vogue ist, ge­gen Ama­zon zu wet­tern statt kun­den­freund­li­cher zu wer­den …

Tech­no­lo­gi­sche Stan­dards sind Werk­zeu­ge. Sie müs­sen sich nach den Men­schen und ih­ren Be­dürf­nis­sen rich­ten, nicht um­ge­kehrt.

… sagt Boos. Das sehe ich ge­nauso. Weg mit har­ten DRM-Maß­nah­men, die nur die ehr­li­chen Kun­den be­nach­tei­li­gen. Rich­tet euch nach den Men­schen und ih­ren Be­dürf­nis­sen. Dazu ge­hört üb­ri­gens auch, dass nach ei­ner Stu­die, die Le­ser nach ih­ren Mei­nun­gen be­frag­te, der Preis für ein eBook ca. 40 % un­ter dem ei­ner Druck­aus­ga­be lie­gen darf. Auch Preis­ge­stal­tung muss sich nach den Men­schen und de­ren Be­dürf­nis­sen rich­ten – son­st kauft ein­fach nie­mand den über­teu­er­ten Schmonz, bei dem sich der Preis am Hard­co­ver ori­en­tiert. Und dann sind selbst­ver­ständ­li­ch wie­der die Raub­ko­pie­rer schuld, nicht die­je­ni­gen, die Mond­prei­se be­feh­len.

Die neue Grün­der­zeit im Pu­blis­hing fin­det ohne die alte Gar­de, also die Ver­la­ge, statt, denn die Gold­grä­ber am eBook-Klon­dy­ke sind die Self­pu­blis­her, auch wenn man nach den Nug­gets zwi­schen den Recht­schreib­feh­ler-Sand­kör­nern lan­ge sie­ben muss. Und wer bie­tet den In­dies die be­sten Kon­di­tio­nen? Rich­tig: Ama­zon, Goo­gle und Kobo. Die Geldscheff­ler in den hie­si­gen Ver­la­gen knir­schen ob der Höhe der Tan­tie­men­zah­lun­gen durch die In­ter­net-Ri­va­len an die Au­to­ren ver­mut­li­ch 24/7 mit den Zäh­nen. Und des­we­gen sind die der Erz­feind. Und weil sie kun­den­freund­li­ch agie­ren. Das ist hoch­gra­dig im­per­ti­nent, so­was macht man doch nicht! Kun­den­freund­li­ch. Wo kom­men wir hin? Wenn das alle ma­chen wür­den …

Die Rede Hon­ne­fel­ders da­ge­gen er­schien – wie oben be­reits an­ge­merkt – wie der im­mer wie­der re­ani­mier­te Zom­bie sei­ner Re­den aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Im Buch­re­port schreibt man:

Für eine neue Kul­tur des Wis­sens plä­dier­te Bör­sen­ver­eins-Vor­ste­her Gott­fried Hon­ne­fel­der zum Auf­takt der Frank­fur­ter Buch­mes­se 2013. Das Wis­sen müs­se vor der Au­to­ri­tät von On­line-Rie­sen wie Ama­zon und Goo­gle ge­schützt wer­den, die »an In­hal­ten nur so weit in­ter­es­siert sind, als sie ih­rem Ge­schäft als Wer­be­trä­ger nüt­zen«.

Nein, Herr Hon­ne­fel­der. Sei­en Sie doch bit­te ehr­li­ch. Nicht »das Wis­sen« soll ge­schützt wer­den, son­dern die Pfrün­de der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der. Nach­dem Jahr­zehn­te, oder fast Jahr­hun­der­te lang al­les ei­tel Son­nen­schein war, kommt hopplahopp die­ses In­ter­net aus ei­nem An­ar­cho-Loch ge­kro­chen und zwingt doch tat­säch­li­ch zum Um­den­ken. Das ist aber auch eine Un­ver­schämt­heit.
Lie­be Bran­che, tut doch bit­te nicht so, als sei­en App­le, Ama­zon und Goo­gle die bö­sen Dä­mo­nen und ihr die heh­ren Licht­ge­stal­ten. Euch geht es ge­nauso ums Ab­sei­hen von Le­sern und das Ein­fah­ren von Ge­win­nen wie den On­line-An­bie­tern. Et­was an­ders zu be­haup­ten wäre un­red­li­ch und schlicht­weg un­wahr. Und ihr macht es trotz­dem, denn wir sind ja dumm. Denkt ihr.
Eine »Kul­tur des Wis­sens« wäre eine Kul­tur, in der die­ses Wis­sen nicht via haupt­säch­li­ch durch mas­si­ve Lob­by­ar­beit ent­stan­de­ne ver­werter­freund­li­che Ur­he­ber­rech­te Jahr­zehn­te lang in Sta­sis ver­fällt, näm­li­ch bis 70 Jah­re nach dem Tod ei­nes Ur­he­bers. Das ist Irr­sinn, denkt mal dar­über nach, lie­be Le­ser. Wenn ein Werk­schaf­fen­der vor 30 Jah­ren ver­stor­ben ist, dau­ert es noch 40 wei­te­re ver­damm­te Jah­re, bis sei­ne Wer­ke ge­mein­frei wer­den. Das führt dazu, dass Kul­tur­gü­ter in Ver­ges­sen­heit ver­sin­ken. Wer­ke von vor der Ein­füh­rung der 70-Jah­res-Schran­ke sind heut­zu­ta­ge im Web zu fin­den und zu­gäng­li­ch, da­na­ch qua­si nichts mehr. Was hier an Wis­sen ver­nich­tet wird, ins­be­son­de­re, weil die Ver­wer­ter es so wol­len, ist un­be­schreib­li­ch. Hau­fen­wei­se Back­li­st-Ma­te­ri­al ist un­zu­gäng­li­ch, weil ir­gend­wel­che Rech­te­inha­ber drauf hocken und es nicht her­aus ge­ben wol­len, es lässt sich da­mit ih­rer An­sicht nach kein Geld ver­die­nen. Dann gebt die Rech­te den Au­to­ren zu­rück, die wer­den das schon als Self­pu­blis­her ohne euch ver­öf­fent­li­chen. Self­pu­blis­hing? Kommt schon, das kennt ihr, das habt ihr doch zu dem ganz gro­ßen Ding auf die­ser Mes­se er­klärt. Das sind so Nug­gets. Zwi­schen hau­fen­wei­se Sand­kör­nern. Habe ich wei­ter oben er­klärt.

Ein wei­te­rer Ar­ti­kel über Hon­ne­fel­der auf dem di­gi­ta­len Bör­sen­blatt-Ab­le­ger (die müs­sen das kom­men­tar­los wie­der­ge­ben, der ist so et­was wie ihr Chef):

Es gehe um die Fra­ge, »was wir als Wis­sen ver­ste­hen wol­len, je­den­falls so lan­ge un­ter Wis­sen eine Er­kennt­nis ge­meint ist, die nicht wie ein sub­jekt­lo­ses Da­tum her­um­liegt, son­dern durch ei­nen Ur­he­ber ge­won­nen und auf ei­nen Kreis von Adres­sa­ten hin ver­öf­fent­licht wur­de.«
Ge­braucht wer­de eine neue Kul­tur des Wis­sens. »Das di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem ist be­deu­tungs­frei; sei­ne Se­man­tik er­hält es erst durch Zu­ord­nung von au­ßen«, so Hon­ne­fel­der.

Wis­sen ist eine Er­kennt­nis, die »sub­jekt­los« her­um liegt, bis sie durch ei­nen Ur­he­ber »ge­won­nen« wird? Das »di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem ist be­deu­tungs­frei« und »sei­ne Se­man­tik er­hält es erst von au­ßen«? Mal un­ter uns und ganz of­fen: so ei­nen in­halts­lee­ren Bull­s­hit habe ich schon lan­ge nicht mehr ge­le­sen, auch nicht in den Par­tei­pro­gram­men vor der Bun­des­tags­wahl, und das will was hei­ßen. Ei­ner­seits müs­sen Ur­he­ber gar nicht zwin­gend Wis­sen schaf­fen. Kunst und Un­ter­hal­tung rei­chen völ­lig. An­de­rer­seits sind Bü­cher auch als eBook kei­nes­falls nur »be­deu­tungs­freie di­gi­ta­le Zei­chen­sy­ste­me«, son­dern den ge­druck­ten Fas­sun­gen in­halt­li­ch gleich. Da muss man nichts »von au­ßen zu­ord­nen«. Das po­ten­ti­el­le Wis­sen der Men­schen, die Zu­griff auf das In­ter­net ha­ben wur­de in nie zu­vor ge­se­he­nem Aus­maß er­wei­tert. In­for­ma­ti­on at your fin­ger­tips. Je­der­zeit. Jede Per­son mit ei­nem In­ter­net­an­schluss kann sich über­zeu­gen, dass das »di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem« al­les an­de­re als be­deu­tungs­frei ist.
Falls mir je­mand das un­er­träg­li­ch hoh­le Phra­sen­ge­dre­sche in den Kom­men­ta­ren zu die­sem Ar­ti­kel mit Sinn und In­halt fül­len kann, wäre ich dank­bar. An­son­sten könn­te ich auch ver­su­chen, mir das Ge­brab­bel schön zu sau­fen.

Dann wen­det sich Hon­ne­fel­der an die Po­li­tik:

Die Mehr­glied­rig­keit der Bran­che müs­se auch im di­gi­ta­len Zeit­al­ter be­wahrt wer­den; die­ses Ge­fü­ge schlie­ße auch den Buch­han­del ein.

Das be­deu­tet: lie­be Po­li­tik, wir schaf­fen es nicht, un­ser Ge­schäfts­mo­dell an die Ge­ge­ben­hei­ten an­zu­pas­sen und wir sind lei­der to­tal un­fle­xi­bel. Das fin­den wir doof. Bit­te be­schließt Ge­set­ze, da­mit wir uns nicht be­we­gen müs­sen.
Es mag weh tun, Herr Hon­ne­fel­der, aber wenn ich mich so um­se­he, gibt es nur noch sehr we­ni­ge Kut­scher. Oder viel­leicht ein Bei­spiel, das Ih­nen be­kann­ter vor­kom­men dürf­te: Schrift­set­zer. Als die Bran­che »com­pu­te­ri­siert« wur­de, hat man sich von de­nen, die den Um­gang mit den neu­en Tech­ni­ken nicht be­herrsch­ten, flugs ge­trennt. Es gibt heu­te kei­ne Schrift­set­zer mehr, weil es kei­ne be­weg­li­chen Let­tern mehr gibt und man statt­des­sen Desk­top Pu­blis­hing nutzt. Schon mal ge­hört? Das läuft auf den bö­sen Com­pu­tern – muss man aber we­der als Ver­eins­funk­tio­när noch als Ver­le­ger wis­sen, da küm­mern sich die Fuß­trup­pen drum.
Wenn die Bran­che nicht in der Lage ist, sich und ihre Ge­schäfts­mo­del­le von Let­tern auf Com­pu­ter um­zu­stel­len, wenn man lie­ber in­fle­xi­bel bleibt und nach po­li­ti­schen Lö­sun­gen und da­mit Fei­gen­blät­tern für die ei­ge­ne Be­we­gungs­lo­sig­keit ruft, dann soll­te man sich nicht wun­dern, wenn man den Weg der Di­no­sau­ri­er geht. Oder den der Schrift­set­zer, su­chen Sie sich ei­nen aus. Man kann ja im­mer noch auf Kran­ken­pfle­ger oder Kin­der­gärt­ner um­schu­len. Oder Au­tor. Was? Schlecht be­zahlt? Tja, man kann halt nicht al­les ha­ben.

Eben­falls im Buch­re­port wei­st man wei­ter­hin auf Dampf­bla­sen der »Con­tent Al­li­an­ce« hin, der der Bör­sen­ver­ein an­ge­hört, aber auch die Mu­sik­in­du­strie. Auch hier wird nach dem Ge­setz­ge­ber und ei­nem »star­ken Ur­he­ber­recht« ge­schrien:

Kurz vor der Frank­fur­ter Buch­mes­se hat die Con­tent Al­li­anz, der auch der Bör­sen­ver­ein an­ge­hört, noch ein­mal ihre For­de­run­gen nach ei­nem star­ken Ur­he­ber­recht be­kräf­tigt. Der Schutz der Lei­stung von Krea­ti­ven vor il­le­ga­ler Nut­zung müs­se zur Chef­sa­che im Kanz­ler­amt wer­den, er­klär­te das Bünd­nis von Me­di­en- und Kul­tur­ver­bän­den.

Wenn ich das lese kommt mir ganz deut­li­ch ge­sagt das kal­te Kot­zen. Denn hier wird das Ur­he­ber­recht vor­ge­scho­ben, ob­wohl es tat­säch­li­ch um et­was ganz an­de­res geht. Das Ur­he­ber­recht – das wie der Name be­reits sagt die Ur­he­ber schützt und be­gün­stigt – ist den Ver­wer­tern tat­säch­li­ch völ­lig egal (und ich habe mir »scheiß­egal« ver­knif­fen). Tat­säch­li­ch geht es ih­nen aus­schließ­li­ch um die Tei­le dar­aus, die ih­nen die Ver­wer­tung (sprich: Mo­ne­ta­ri­sie­rung – ja, das sa­gen die so. Es be­deu­tet: Koh­le ma­chen) ge­schaf­fe­ner Wer­ke Drit­ter er­mög­li­chen.
Tat­säch­li­ch lässt man den Au­tor oder Mu­si­ker (auch der un­er­träg­li­che Gor­ny von der Mu­sik­in­du­strie hat wie­der ge­pö­belt) mit Pea­nuts am aus­ge­streck­ten Arm ver­hun­gern, wäh­rend man selbst das Geld ab­sackt, auch wenn im­mer wie­der an­de­res be­haup­tet wird.
Sprecht mal mit Au­to­ren ab­seits des Best­sel­lers, lie­be Le­ser, und fragt sie, was von den Buch­ver­käu­fen bei ih­nen an­kommt. Ich wie­der­ho­le mich und ich tue es gern, da­mit es ein­sickert: das sind Pea­nuts. Es macht sich na­tür­li­ch ganz pri­ma, sich als Be­schüt­zer der ar­men, ar­men Ur­he­ber zu ge­rie­ren und laut­stark zu ver­kün­den, man selbst (und das Ur­he­ber­recht) sei­en die letz­ten Schutz­wäl­le, die die Ur­he­ber vor den il­le­ga­len Nut­zun­gen be­hü­ten. Tat­säch­li­ch gehts auch hier wie­der nur um ihre Koh­le, um ihre Ein­nah­men. Und sie wis­sen ge­n­au: ihre Zah­len über il­le­ga­le Down­loads und de­ren Scha­den sind von vor­ne bis hin­ten er­stun­ken und er­lo­gen.

Ich stim­me zu, dass das Ur­he­ber­recht drin­gend ei­ner Re­for­ma­ti­on be­darf. Es muss an die Rea­li­tä­ten der mo­der­nen Netz­welt an­ge­passt wer­den. Die irr­sin­ni­gen Schutz­fri­sten müs­sen auf ein Maß zu­recht­ge­stutzt wer­den, das kul­tu­rell und aus Sicht ei­ner Wis­sens­all­men­de sinn­voll ist, da­mit Kul­tur nicht ver­schwin­det, weil Ver­wer­ter dar­auf sit­zen und sie nicht ver­öf­fent­li­chen. Ab­mahn-Ab­zockern mit ih­ren Raub­rit­ter-Ge­schäfts­mo­del­len muss die Ge­schäfts­grund­la­ge ent­zo­gen wer­den, die Schul­kin­der kri­mi­na­li­siert und pro­fes­sio­nel­le An­bie­ter von Raub­ko­pi­en da­von kom­men lässt (weil die Bran­chen und ihre Hilfs­she­riffs zu dumm sind, die zu be­kom­men, hält man sich lie­ber an die, die sich nicht weh­ren kön­nen).

Am wich­tig­sten ist mei­ner An­sicht nach je­doch, dass die Rech­te der Ur­he­ber statt die der Ver­wer­ter ge­stärkt wer­den.  Schluss mit To­tal Buy­out, Schluss mit Kne­bel­ver­trä­gen, Schluss mit Pea­nuts und Schluss mit pau­schal ein­ge­räum­ten Rech­ten für »bis­her un­be­kann­te Nut­zungs­ar­ten«. Rech­te müs­sen nach de­fi­nier­ten Zeit­räu­men wie­der an die Ur­he­ber zu­rück fal­len. eBooks müs­sen ge­son­dert ver­gü­tet wer­den, eben­so Hör­bü­cher. Ur­he­ber müs­sen mehr Mit­spra­che­recht be­kom­men, wie ihre Wer­ke ver­wer­tet wer­den. Ur­he­ber müs­sen an­ge­mes­sen be­zahlt wer­den, egal ob Au­to­ren, Jour­na­li­sten, Fo­to­gra­fen oder Mu­si­ker. Und es muss zwi­schen den Ver­wer­terrech­ten und den Ver­brau­cher­rech­ten ab­ge­wo­gen wer­den. Denn: Ge­win­ne ste­hen nicht über Bür­ger­inter­es­sen und auch nicht über Men­schen­rech­ten.

Die Buch­bran­che zeigt durch ihre Köp­fe im­mer wie­der eine Kul­tur des Mah­nens und War­nens. Vor neu­en Tech­no­lo­gi­en, vor Mit­be­wer­bern, die im Ge­gen­satz zu ihr agil sind. Statt der un­er­träg­li­chen Mie­se­pe­te­rei soll­te man sei­ne Kräf­te dar­auf bün­deln, die Tech­no­lo­gi­en zu ver­ste­hen und zu nut­zen. Statt Ge­gei­fe­re ge­gen App­le, Ama­zon und Goo­gle soll­te man von den Ge­gen­spie­lern ler­nen. Aber viel­leicht ist das von der tief kon­ser­va­ti­ven Bran­che zu viel ver­langt.

Die Buch­mes­se ist eine Ver­an­stal­tung, auf der die Buch­bran­che sich pro­fi­lie­ren möch­te und sich selbst be­weih­räu­chert. Das soll sie mei­net­hal­ben gern tun. Nur mö­gen ihre Groß­kop­fer­ten bit­te da­von ab­se­hen, mich mit Phra­sen zu lang­wei­len, mich of­fen­sicht­li­ch zu be­lü­gen, oder mir zu ver­ste­hen zu ge­ben, dass sie mich für dumm hal­ten. Da­vor warnt der Holz­hau­er nach­drück­li­ch.

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Fünf Fragen an 100 Fans

Fünf Fragen an 100 Fans

100 Fans Crowdfunding

Vor­ge­stern und ge­stern hat­te ich mich mit der neu­en Platt­form 100 Fans kri­ti­sch aus­ein­an­der ge­setzt und da­bei auch eine Stel­lung­nah­me des Be­trei­bers zu mei­nem er­sten Ar­ti­kel ver­öf­fent­licht. Ich hat­te der Münch­ner Ver­lags­grup­pe aber auch ei­nen kur­zen Ka­ta­log von fünf Fra­gen zur Ver­fü­gung ge­stellt, auf die ich heu­te be­reits Ant­wor­ten er­hielt. Mei­ne Fra­gen und die­se Ant­wor­ten kann man im Fol­gen­den le­sen, ich habe mir zu­dem er­laubt, noch­mals Kom­men­ta­re dazu zu ver­fas­sen.

Erst ein­mal möch­te ich mich an die­ser Stel­le je­doch für die zü­gi­ge Be­ant­wor­tung mei­ner Fra­gen be­dan­ken.

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Testpiloten: Amazon Instant Video

Testpiloten: Amazon Instant Video

Ama­zon, das sind die, die mit Bü­chern ein­mal Ge­schäf­te mach­ten, will in die Film­pro­duk­ti­on ein­stei­gen. Ama­zon grün­de­te da­für die Ama­zon Stu­di­os. Was die tun, das ist nicht ein­fach nur ris­kant und kost­spie­lig, son­dern auch ein klei­nes biss­chen re­vo­lu­tio­när. Ein klei­nes biss­chen. Sie pro­du­zie­ren nicht ein­fach eine Se­rie nach ei­ge­nem Gu­sto, son­dern sie woll­ten eine Se­rie nach dem Ge­schmack des Pu­bli­kums pro­du­zie­ren.  Doch wie setzt man dies auf ef­fek­ti­ve Wei­se um? Hier kommt die kost­spie­li­ge Va­ri­an­te ins Spiel. Ama­zon Stu­di­os pro­du­zie­ren ein­fach ver­schie­de­ne Pi­lot­fil­me. Ein wirk­li­ch ge­schmack­li­ch sehr un­ter­schied­li­ches Pu­bli­kum wird dann über die aus­sichts­reich­sten Ide­en ent­schei­den. Dazu ha­ben die Ama­zon Stu­di­os sechs Pi­lot­fil­me für das Kin­der­pro­gramm ent­wickeln las­sen und pro­du­ziert, so­wie acht sehr auf­wen­di­ge Pi­lo­ten für das Ko­mö­di­en-Gen­re.

Ob­wohl Ko­mö­die ei­gent­li­ch ein ei­ge­nes Gen­re dar­stellt, ist die­ses the­ma­ti­sch nicht an ein Sub-Gen­re ge­bun­den. Denn aus vie­len Si­tua­tio­nen las­sen sich Ko­mö­di­en ma­chen, so­fern die Au­to­ren et­was von ih­rem Fach ver­ste­hen. Zum Bei­spiel ist da im Come­dy-Sek­tor eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem ame­ri­ka­ni­schen Bil­dungs­sy­stem in THO­SE WHO CAN’T, das Nach­rich­ten­we­sen in ONI­ON NEWS EM­PI­RE, und die un­te­ren Macht­struk­tu­ren von Wa­shing­ton D.C., wie in AL­PHA HOU­SE. Für die spe­zi­el­len Gen­re-Freun­de gibt es un­ter an­de­rem DARK MI­NI­ONS, über die Schreib­tisch­tä­ter ei­ner Dik­ta­tur in Sci­en­ce-Fic­tion-Am­bi­en­te ei­ner Raum­sta­ti­on. Und letzt­end­li­ch auch die Fort­set­zung des für un­be­schwer­te Hor­ror-Freaks be­reits zum Klas­si­ker er­ko­re­nen ZOM­BIE­LAND.

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Englische eBooks und ihre unerklärlichen Preise in deutschen Shops

Im Rah­men der Tests ver­schie­de­ner On­line­shops für Bü­cher und eBooks war ich über die Tat­sa­che ge­stol­pert, dass eng­lisch­spra­chi­ge eBooks auf al­len bis­lang ge­te­ste­ten Platt­for­men er­heb­li­ch teu­rer an­ge­bo­ten wer­den, als bei Ama­zon. Da mich die Hin­ter­grün­de hier­für in­ter­es­sier­ten, frag­te ich bei Shop­be­trei­bern nach. De­ren über­ein­stim­men­der Aus­sa­ge zu­fol­ge ha­ben die kaum eine Va­ria­ti­ons­mög­lich­keit bei den Prei­sen. War­um? Die eng­lisch­spra­chi­gen eBooks wer­den von so­ge­nann­ten Ag­gre­ga­to­ren be­zo­gen. Da­von gibt es drei gro­ße in Deutsch­land, näm­li­ch libri.digital, li­bre­ka! und ci­an­do.

Für mich lag es auf­grund die­ser Aus­sa­ge nahe, bei den »Ag­gre­ga­to­ren« nach­zu­fra­gen. Die Ant­wor­ten fin­den sich in die­sem Ar­ti­kel.

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AIRLORDS OF AIRIA – ein Interview mit Dirk Müller

»Ich fand die Idee fas­zi­nie­rend, eine fu­tu­ri­sti­sche Welt mit der Äs­the­tik und Tech­nik des 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­derts zu er­schaf­fen.«

Air­lord Ka­rak, Ad­mi­ral ei­ner Luft­schiff-Flot­te, hat auf ei­ner Ex­pe­di­ti­on eine mäch­ti­ge an­ti­ke Kriegs­ma­schine ent­deckt. Nach­dem er den Flot­ten­stütz­punkt Wod­nik 7 ein­ge­nom­men hat, möch­te er die Macht in der Re­pu­blik Ai­ria an sich rei­ßen und den gan­zen Kon­ti­nent in ei­nen Krieg hin­ein­zie­hen.
Po­li­zei­che­fin Lura ver­bün­det sich mit ei­ner Schmugg­ler­ban­de, um sich dem macht­be­ses­se­nen Ad­mi­ral in den Weg zu stel­len.

Ich hat­te be­reits mehr­fach über das Pro­jekt AIR­LORDS OF AI­RIA be­rich­tet, bei dem in letz­ter Kon­se­quenz ein abend­fül­len­der Steam­punk-Spiel­film rea­li­siert wer­den soll. Das Be­son­de­re dar­an ist, dass das Gan­ze aus deut­schen Lan­den kommt, denn in Sa­chen Phan­ta­stik be­kleckert sich die hie­si­ge Film- und Fern­seh­bran­che seit Jah­ren oder so­gar Jahr­zehn­ten nicht eben mit Ruhm. Umso un­ter­stüt­zens­wer­ter hal­te ich A.O.A. und des­we­gen habe ich nach­drück­li­ch auf die Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne bei Start­next hin­ge­wie­sen.
Das Fund­rai­sing wur­de er­folg­reich ab­ge­schlos­sen, da­mit kann der Kurz­film rea­li­siert wer­den, der dazu die­nen soll, Geld­ge­ber und Pro­duk­ti­ons­fir­men zu über­zeu­gen, ei­nen voll­stän­di­gen Spiel­film zu fi­nan­zie­ren. Falls also je­mand ein paar Mil­lio­nen üb­rig ha­ben soll­te …

Um mehr über die Hin­ter­grün­de zu er­fah­ren, habe ich dem Ma­cher hin­ter dem Pro­jekt, Dirk Mül­ler, ei­ni­ge In­ter­view­fra­gen dazu, aber auch zu ver­wand­ten The­men ge­stellt.

Die Ant­wor­ten fin­den sich im Fol­gen­den.

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Vom Mikro- zum Makrokosmos – eine Infografik

Auf numbersleuth.org gibt es un­ter dem Ti­tel »Ma­gni­fy­ing The Uni­ver­se« eine Gra­fik, die es dem Nut­zer er­mög­licht, vom Pro­to­nen­nu­kle­us des Was­ser­stoff­atoms bis hin zur Grö­ße des po­ten­ti­ell zu be­ob­ach­ten­den (nicht des be­kann­ten) Uni­ver­sums mit­tels ei­nes Sli­ders zu zoo­men. Was sich jetzt auf den er­sten Blick we­nig spek­ta­ku­lär an­hört, ist tat­säch­li­ch eine hoch­in­ter­es­san­te Tour de Force durch Grö­ßen­ver­hält­nis­se und man soll­te sich das un­be­dingt mal an­se­hen.

Zwi­schen den bei­den Ex­tre­men fin­den sich Ein­zel­ler, Tie­re, Ge­bäu­de, Land­mas­sen, Pla­ne­ten und Son­nen, die Prä­sen­ta­ti­on ist in ih­rer Schlicht­heit ein­drucks­voll und die tech­ni­sche Um­set­zung eben­falls äu­ßer­st ge­lun­gen. Num­bers­leu­th bie­tet eine Ein­bin­dung in ei­ge­ne Web­sei­ten, des­we­gen konn­te ich die Gra­fik hier über­neh­men.

Zur Be­trach­tung be­nö­tigt man lei­der Flash.

An­se­hen. Auf Voll­bild schal­ten.

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2500 Artikel auf PhantaNews! Sektkorken! Konfetti! Gewinne!

Die­ser Ar­ti­kel hier ist der ex­akt zwei­tau­send­fünf­hun­dert­ste auf Phan­ta­News. Wenn das kein Grund zum Fei­ern ist!

Zwei­tau­send­fünf­hun­dert Mal News zu The­men aus dem wei­ten Feld der Phan­ta­stik und dar­über hin­aus. Zwei­tau­send­fünf­hun­dert Mal In­for­ma­tio­nen, Ku­rio­ses, Trai­ler, Rants und Bis­si­ges über Bü­cher, Fil­me, Spie­le, eBooks und Ver­la­ge und vie­les mehr. Und ein deut­li­cher An­stieg der Be­su­cher­zah­len seit der Ver­öf­fent­li­chung mei­nes For­mu­lars für ge­fru­ste­te Au­to­ren und Ver­le­ger. :o)

An­läss­li­ch die­ses run­den Ju­bi­lä­ums rufe ich zur Fei­er des Ta­ges, äh, die­ses Ar­ti­kels, ein Ge­winn­spiel aus. Im er­wei­ter­ten Text er­fahrt ihr, wie ihr teil­neh­men könnt.

Zu ge­win­nen gibt es den er­sten Band von Sean O´Connells bril­li­an­tem Gen­re-Mix TÍR NA NÒG – DER AUS­ER­WÄHL­TE ge­stif­tet vom ACA­BUS-Ver­lag, ei­nen Set mit den er­sten drei Hör­spie­len aus der EL­FEN-Rei­he nach Bern­hard Hen­nen aus dem Hau­se Fol­gen­reich, ein­mal das eBook ISAR 2066 – JIM­MY DER MOPS von Mi­ri­am Pha­ro und schließ­li­ch ein­mal eine DVD mit Chri­sto­pher Nolans ge­nia­lem und mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten Mind­fuck IN­CEP­TI­ON. Wei­te­re De­tails zu den Prei­sen und den Teil­nah­me­be­din­gun­gen im er­wei­ter­ten Ar­ti­kel.

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Die positive Seite der MegaUpload-Schließung

Es war in den letz­ten Ta­gen groß in den Nach­rich­ten: Me­ga­U­pload ist ge­schlos­sen wor­den. Zu­sam­men mit der Platt­form ha­ben di­ver­se an­de­re ner­vi­ge »war­te-60-Se­kun­den-dann fülle-dieses-Captcha-aus-oder-melde-Dich-für-unseren-Premium-Service-an«-Dateisharing-Anbieter ihre öf­fent­li­chen Down­loads ab­ge­schal­tet. Ein Hau­fen Nut­zer ist ver­ständ­li­cher­wei­se ziem­li­ch sau­er dar­über, ins­be­son­de­re weil sie ins­be­son­de­re im Fall von Me­ga­U­pload noch nicht ein­mal mehr Zu­griff auf IHRE EI­GE­NEN Da­tei­en ha­ben.

Die­ser Blog­bei­trag dreht ich nicht dar­um, ob es rich­tig ist, dass Me­ga­U­pload ge­schlos­sen wur­de. Dar­über gibt es der­zeit reich­li­ch De­bat­ten und per­sön­li­ch bin ich nicht dar­an in­ter­es­siert, mich dar­an zu be­tei­li­gen. Was aber klar ist: eine sub­stan­zi­el­le An­zahl von Nut­zern ver­wen­de­ten Me­ga­U­pload um raub­ko­pier­te Me­di­en zu ver­tei­len, und – wenn wir mal ehr­li­ch sind ist eine Men­ge Leu­te sau­er dar­über, dass es deut­li­ch schwie­ri­ger wur­de, an Raub­ko­pi­en her­an zu be­kom­men. Falls Du ei­ner da­von bist und nach dem gro­ßen Shut­down auf ein­mal nach an­de­ren Mög­lich­kei­ten su­chen mus­st, um Dich zu un­ter­hal­ten: die­ser Blog­bei­trag ist für Dich! (Anm. d. Über­set­zers: und für je­den an­de­ren Le­ser, der an Mu­sik, Fil­men, Spie­len und Bü­chern in­ter­es­siert ist!)

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Der Justiziar des Börsenvereins zur Preisbindung von eBooks

Im Zu­sam­men­hang mit der Preis­bin­dung von eBooks habe ich eine An­fra­ge an den Bör­sen­ver­ein ge­stellt. Mei­ne Fra­gen und die Ant­wor­ten von Dr. Chri­sti­an Sprang, dem Ju­sti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, gebe ich im Fol­gen­den wie­der. Ich wei­se be­reits zu­vor dar­auf hin, dass es sich bei den Aus­sa­gen des Herrn selbst­ver­ständ­li­ch auch nur um eine Mei­nung han­delt, denn das The­ma ist un­ter Ju­ri­sten nach wie vor stark um­strit­ten. Ich hat­te in der An­fra­ge dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich die Ant­wor­ten im In­ter­net ver­öf­fent­li­chen wer­de. Ich gehe des­we­gen da­von aus, dass die Ant­wort ein Ein­ver­ständ­nis der Ver­öf­fent­li­chung be­deu­tet.

Man soll­te eben­falls nicht ver­ges­sen, dass die Sicht des Bör­sen­ver­eins hier selbst­ver­ständ­li­ch eine ein­sei­ti­ge ist und der ei­ge­ne Stand­punkt ver­tre­ten wird.

Für die schnel­le Ant­wort möch­te ich mich be­dan­ken; Fra­gen ge­stellt am 11.01.2012, Ant­wort be­reits heu­te, da­mit hat­te ich nicht ge­rech­net.

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