Internationale Spieltage SPIEL und die sozialen Medien

Internationale Spieltage SPIEL und die sozialen Medien

Wer sich mit dem The­ma bereits seit ein paar Jah­ren beschäf­tigt, der weiß, dass es beim Merz-Ver­lag, den Aus­rich­tern der Mes­se »Inter­na­tio­na­le Spiel­eta­ge« ali­as »Spiel« in Essen etwas gemäch­li­cher zugeht, was moder­ne Medi­en angeht. Lan­ge hat man dort dar­auf beharrt, Pres­se­infos gedruckt auf Papier zu ver­schi­cken, statt per Email und lan­ge wur­de dort gefor­dert, dass man sei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung faxen soll, bis dann auch das end­lich als Mail­an­hang mög­lich war.

Auch auf den sozia­len Medi­en waren die Bemü­hun­gen bis­her eher … schofe­lig und nied­lich zu nen­nen. Des­we­gen war ich in die­sem Jahr posi­tiv über­rascht, dass man beim Merz-Ver­lag nun end­lich ver­su­chen woll­te, die­se Medi­en zeit­ge­mäß zu nut­zen, als man eine Abstim­mung über das dies­jäh­ri­ge offi­zi­el­le Mes­se T‑Shirt aus­rief (wer die Shirts der ver­gan­ge­nen Jah­re kennt, der weiß, dass die meist nicht eben ein Aus­bund an Krea­ti­vi­tät waren).

Auf Face­book und Insta­gram wur­den sechs Designs vor­ge­stellt und man konn­te dafür Likes ver­ge­ben. Das mit den meis­ten Likes wür­de dann am Ende pro­du­ziert und das offi­zi­el­le Mes­ses­hirt 2019 wer­den. Ich hat­te mir das Gan­ze nach einem Hin­weis eben­falls ange­se­hen und mich dann nach Ansicht aller für das Design ent­schie­den, das für mich am ori­gi­nells­ten war und mir auch gut gefiel.

Heu­te haben die Ver­ant­wort­li­chen nun das Ergeb­nis bekannt gege­ben und das fand ich dann doch äußerst ver­wun­der­lich. Denn es wur­de sei­tens der Ver­an­stal­ter nicht das Shirt mit den ein­deu­tig meis­ten Likes zum Gewin­ner gekürt, son­dern ein völ­lig ande­res, das noch nicht mal unter den ers­ten drei­en war, son­dern auf dem vor­letz­ten Platz. An der Stel­le war ich dann doch etwas ver­wun­dert, war­um man selbst einen Sie­ger aus­ruft und die Abstim­mung igno­riert, denn wenn man eh schon einen Favo­ri­ten hat­te und den unbe­dingt durch­drü­cken will, hät­te man auf ein Voting gleich ver­zich­ten kön­nen.

Man erkennt auf einen Blick (sie­he die Lis­te wei­ter unten), dass die Ver­ant­wort­li­chen den vor­letz­ten Platz zum Gewin­ner gemacht haben. Und da fragt man sich natür­lich schon: war­um? Auf mei­ne ent­spre­chen­de Anfra­ge auf Face­book hin erhielt ich fol­gen­de Ant­wort:

Wir haben unse­re Ent­schei­dung doch auf unse­rer Home­page erklärt. Und leicht­ge­macht haben wir uns die nicht.

»Den Ver­lauf der Abstim­mung haben wir natür­lich ganz genau beob­ach­tet und dabei fest­ge­stellt, dass eini­ge Teil­neh­mer alles dafür getan haben, um das Meis­te aus den Algo­rith­men her­aus­zu­ho­len. Dafür wur­den auch Freun­de und Bekann­te mobi­li­siert.
Chan­cen­gleich­heit ist uns wich­tig und weil Akin­ga weder Deutsch spricht, noch irgend­et­was tat, um mehr Reak­tio­nen für ihren Ent­wurf zu gene­rie­ren und trotz­dem vie­le Stim­men und posi­ti­ve Kom­men­ta­re bekam, ist sie aus unse­rer Sicht die ver­dien­te Sie­ge­rin.«

Ange­sicht des­sen fra­ge ich mich sofort, ob man die sozia­len Medi­en so gar nicht ver­stan­den hat, oder ob die­se Ant­wort nur eine – in mei­nen Augen eher schlech­te – Aus­re­de dafür ist, dass man den eige­nen Favo­ri­ten durch­ge­drückt hat?

Denn das was sie da »ganz genau beob­ach­tet haben« sind völ­lig übli­che Abläu­fe, wie sie in Soci­al Media, bei allen Publi­kums­preis­ver­lei­hun­gen und sogar bei Wah­len statt­fin­den: Wer die meis­ten Wäh­ler akti­vie­ren kann, gewinnt, das ist abso­lut nor­mal und damit muss man rech­nen, wenn man eine sol­che Publi­kums­ab­stim­mung star­tet. Des­we­gen bleibt es in mei­nen Augen wei­ter­hin eine Miss­ach­tung des Abstim­mungs­er­geb­nis­ses.

Frag­wür­dig für mich auch, dass Desi­gnern ernst­haft unter­stellt wird, irgend­wel­che nebu­lö­sen »Algo­rith­men aus­zu­nut­zen«, um zu gewin­nen. Denn wenn man sich die oben dar­ge­stell­ten Abstim­mungs­er­geb­nis­se ansieht, dann sehen die in den Men­gen der abge­ge­be­nen stim­men völ­lig plau­si­bel aus und zei­gen kei­ner­lei Hin­weis auf irgend­ei­ne Mani­pu­la­ti­on:

Face­book:

  • Design 1: 157 Stim­men
  • Design 2: 147 Stim­men (das ist das Gewin­ner­s­hirt)
  • Design 3: 7 Stim­men
  • Design 4: 227 Stim­men (die­ses hat die meis­ten Stim­men)
  • Design 5: 182 Stim­men
  • Design 6: 162 Stim­men

Insta­gram:

  • Design 1: 416 Likes
  • Design 2: 205 Likes
  • Design 3: 60 Likes
  • Design 4: 417 Likes (hat auch hier sehr knapp die meis­ten Stim­men)
  • Design 5: 416 Likes
  • Design 6: 215 Likes

Zäh­len wir zusam­men:

  • Design 1: 573
  • Design 2: 352 (auch ins­ge­samt auf dem vor­letz­ten Platz)
  • Design 3: 67
  • Design 4: 644 (ins­ge­samt gewinnt also deut­lich die­ses Design)
  • Design 5: 598
  • Design 6: 377

Twit­ter habe ich nicht aus­ge­wer­tet, da die Like-Zah­len dort äußerst gering sind, aber dort hat­te Design 4 eben­falls mit Abstand die meis­ten Stim­men, zudem war Twit­ter kein Teil der ursprüng­li­chen Wett­be­werbs­aus­schrei­bung.
Nied­lich übri­gens auch, dass einer der Kom­men­ta­to­ren auf Face­book ange­sichts die­ser eher nied­ri­gen Zah­len ernst­haft über »Pro­ble­me mit gekauf­ten Likes« redet – ange­sichts der Grö­ße der Ver­an­stal­tung sind die Teil­neh­mer­zah­len an den bei­den Votings auf Face­book und Insta­gram eher gering, die auf Twit­ter zu ver­nach­läs­si­gen.

Und auch der Com­mu­ni­ty wird im Prin­zip unter­stellt, dass sie nach Nasen­fak­tor abstimmt und des­we­gen die arme, klei­ne Desi­gne­rin aus der Ukrai­ne benach­tei­ligt wird – was ich eben­falls grund­sätz­lich für abwe­gig hal­te, denn außer den Namen der Desi­gner wuss­te man nichts über die­se. Und den­noch meint man, dass irgend jemand allein durch ein angeb­lich mani­pu­lier­tes Abstim­mungs­er­geb­nis benach­tei­ligt wird und kei­ne »Chan­cen­gleich­heit« besteht – ich kann ange­sichts der oben genann­ten Zah­len objek­tiv nichts der­glei­chen erken­nen. Benach­tei­ligt wird jetzt genau einer, näm­lich der Desi­gner des Gewin­ner­s­hirts durch die Aus­rich­ter der Abstim­mung. Da hilft es auch nicht, wenn man dar­auf hin­weist, dass die bei­den Höchst­plat­zier­ten eben­falls gedruckt wer­den und jeweils ein Preis­geld erhal­ten, von dem am Anfang nie die Rede war (der ers­te Platz war mit 1000 Euro und wei­te­ren Gim­micks dotiert). Für mich macht das erneut den Ein­druck, dass man im Ver­lag einen Favo­ri­ten hat­te und den unbe­dingt durch­drü­cken will, den eigent­li­chen Gewin­ner möch­te man mit einem schnell aus­ge­lob­ten Geld­preis ruhig stel­len.

Die sozia­len Medi­en basie­ren auf Likes und Tei­len, bei­de sol­len Sicht­bar­keit erzeu­gen, das ist die zen­tra­le Funk­ti­ons­wei­se – aus exakt die­sem Grund wur­de der Wett­be­werb letzt­lich aus­ge­lobt: um dar­über Sicht­bar­keit für die Prä­sen­zen der Ver­an­stal­ter auf Face­book und Insta­gram zu erzeu­gen – man soll­te sich dann nicht ver­wun­dert dar­über zei­gen, dass das tat­säch­lich funk­tio­niert. Genau die­se Sicht­bar­keit ist pas­siert und kei­nes­falls in merk­wür­di­gem Maß­stab und ganz sicher ohne die »Aus­nut­zung« irgend­wel­cher »Algo­rith­men«, wie in offen­sicht­li­cher Unkennt­nis der Mecha­nis­men die­ser sozia­len Medi­en unter­stellt wird. Die Ver­ant­wort­li­chen soll­ten zudem nicht dar­über ver­wun­dert sein, dass ein Groß­teil der Abstim­men­den und Tei­len­den bei einer Ver­an­stal­tung auf deut­schem Boden auch aus die­sem Land kom­men. Und man soll­te den Abstim­men­den auch ein­fach mal zuge­ste­hen, dass man schlicht für das Motiv votiert, das einem am Bes­ten gefällt, so wie auch in mei­nem Fall, statt Benach­tei­li­gung von Nicht-Deut­schen zu unter­stel­len, was ich – offen gesagt – für eine Frech­heit hal­te. Und was ist eigent­lich mit dem weit abge­schla­ge­nen Design drei? Müss­te das nicht nach dem Nar­ra­tiv der Ver­an­stal­ter noch weit­aus mehr benach­tei­ligt wor­den sein? War­um nur das vor­letz­te? Da über die Desi­gner nicht mehr bekannt war, als die Namen, ist die Aus­sa­ge, dass eine Teil­neh­me­rin des­we­gen dis­kri­mi­niert wur­de, weil sie aus der Ukrai­ne kommt, ohne­hin lächer­lich. Hier wur­de mei­ner Ansicht nach kei­nes­wegs »Chan­cen­gleich­heit her­ge­stellt«, son­dern ganz im Gegen­teil, ande­ren Ein­rei­chen­den wur­den ihre Chan­cen genom­men.

Was bleibt ist für mich die Ent­täu­schung über die­ses Ver­hal­ten, sei es nun weil ein Design durch­ge­drückt wer­den soll­te, oder weil man sich mit dem Medi­um nicht aus­kennt. Das hat den ers­ten posi­ti­ven Ein­druck über den Auf­tritt der Ver­an­stal­ter der Spiel für mich sofort wie­der zunich­te gemacht – die müs­sen mei­ner Ansicht auch hier noch eine Men­ge ler­nen.

Übri­gens hät­te es eine Vor­ge­hens­wei­se mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl gege­ben, die alle zufrie­den gestellt hät­te:

Das Shirt mit den meis­ten Stim­men wäre zum Gewin­ner gekürt wor­den. Gleich­zei­tig hät­ten die Ver­an­stal­ter ange­ge­ben, dass das Shirt auf dem vor­letz­ten Platz den Ver­ant­wort­li­chen so gut gefal­len hat, dass man es eben­falls pro­du­zie­ren wird. Damit wäre die Abstim­mung durch die Com­mu­ni­ty vali­de geblie­ben, es hät­te kei­ne fal­schen Schuld­zu­wei­sun­gen in Sachen Mani­pu­la­ti­on geben müs­sen und die Ver­an­stal­ter hät­ten ihr Lieb­lings­shirt den­noch gehabt.

Nach­trag (der Arti­kel bis hier­her wur­de ges­tern ver­fasst): Inzwi­schen gab es auf Face­book wei­te­re Reak­tio­nen der Ver­an­stal­ter, die wei­ter­hin äußerst hilf­los wir­ken. Auf die Hin­wei­se hin ant­wor­tet man:

Wir haben nie­man­dem Mani­pu­la­ti­on vor­ge­wor­fen, son­dern begrün­det, war­um es die­ses Shirt und kein ande­res gewor­den ist. Im übri­gen geht das auch total kon­form mit unse­ren Teil­nah­me­be­din­gun­gen. Nach­zu­le­sen auf unse­rer Home­page. Da steht näm­lich wort­wört­lich, dass Likes und Kom­men­ta­re für UNSERE Ent­schei­dung eine Rol­le spie­len. Und ja, wir haben ent­schie­den und eure Likes und Kom­men­ta­re in die­se Ent­schei­dung ein­be­zo­gen. Und wir haben uns sehr gefreut, dass es all­ge­mein ein gro­ßes Feed­back gab. Da steht aber nicht, dass die­se Likes und Kom­men­ta­re ALLEIN Aus­schlag gebend sind. Eigent­lich soll­te nur ein Preis mit Preis­geld ver­ge­ben wer­den. Nun sind es drei Prei­se mit drei Preis­gel­dern gewor­den. Und dar­über könn­te man sich viel­leicht auch freu­en. Für die Künst­ler und die Besu­cher, die hof­fent­lich viel Spaß mit ganz unter­schied­li­chen Shirts haben wer­den. Noch ein­mal ganz ganz herz­li­chen Dank an alle, die sich enga­giert haben. Die Künst­ler und die Fans. Ihr seid groß­ar­tig!

Ich möch­te einen Satz von oben wie­der­ho­len:

Den Ver­lauf der Abstim­mung haben wir natür­lich ganz genau beob­ach­tet und dabei fest­ge­stellt, dass eini­ge Teil­neh­mer alles dafür getan haben, um das Meis­te aus den Algo­rith­men her­aus­zu­ho­len.

Wenn das nicht ein Vor­wurf der Mani­pu­la­ti­on ist, was ist es dann? Wei­ter­hin muss man sich fra­gen, war­um man die Bedin­gun­gen eines Wett­be­werbs auf irgend­ei­ner Home­page nach­le­sen soll, statt auf den Medi­en wo er aus­ge­rich­tet wur­de? Und war­um nennt man das Gan­ze »Com­mu­ni­ty Design Con­test«, wenn am Ende doch nicht die Com­mu­ni­ty den Aus­gang ent­schei­det, son­dern ein­zig und allein der Ver­an­stal­ter? Und freu­en könn­te man sich dann, wenn die Com­mu­ni­ty und die Stim­men­zah­len für die Künst­ler nicht voll­stän­dig igno­riert wer­den wür­den. Das alles ist in mei­nen Augen kei­ne »Begrün­dung« son­dern ein Behar­ren. Und erneut der Hin­weis auf wei­te­re Preis­gel­der, der aller­dings am Kern der Kri­tik völ­lig vor­bei geht.

Kon­kret steht auf der Web­sei­te zum Con­test In Sachen Durch­füh­rung fol­gen­des:

[5] Wie wird der Sie­ger­ent­wurf aus­ge­wählt?

Aus den bis zum 31. Juli 2019 ein­ge­sen­de­ten Designs wer­den vom Fried­helm Merz Ver­lag 5 aus­ge­wählt und kom­men in die enge­re Aus­wahl.
Die­se Aus­wahl wird bis zum 10. August 2019 auf der Face­book­sei­te, dem Twit­ter­ac­count und dem Insta­gra­mac­count der Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­ge SPIEL prä­sen­tiert.
Für die Ent­schei­dung des Fried­helm Merz Ver­la­ges spie­len neben der Anzahl der „Likes“ auch die Kom­men­ta­re auf Face­book und Insta­gram eine ent­schei­den­de Rol­le.

Da steht aller­dings nicht, dass die Like­zah­len igno­riert wer­den. Die Art und Wei­se der Durch­füh­rung muss­te in mei­nen Augen zwin­gend so ver­stan­den wer­den, dass die Stim­men der Com­mu­ni­ty den Aus­schlag für die Ent­schei­dung geben. Der Merz-Ver­lag legt das jetzt so aus, dass sie auf­grund der Bedin­gun­gen ohne­hin jedes Design hät­ten aus­wäh­len kön­nen. Ich wie­der­ho­le mich: In dem Fall hät­te man sich die Umfra­ge aller­dings gleich spa­ren kön­nen.

Ich hal­te die kon­stru­iert wir­ken­den Aus­re­den der Ver­an­stal­ter nach wie vor für frag­wür­dig und unred­lich. Das alles wirkt für mich immer mehr so, als habe man in Sachen Soci­al Media schwer dane­ben gegrif­fen, hat­te ohne­hin ein Favo­ri­ten­de­sign, das es unbe­dingt wer­den soll­te, und ver­su­che nun, die­se ein­sa­me Ent­schei­dung mit hilf­lo­sen Schein­be­grün­dun­gen zu kaschie­ren.

Alles sehr scha­de.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Fried­helm Merz Ver­lag GmbH & Co. KG

Facebook testet »Keyword Snooze«

Facebook testet »Keyword Snooze«

Eigent­lich ist das neue Fea­ture »Key­word Snoo­ze«, das Face­book gera­de tes­tet, dafür gedacht, nicht über Fil­me oder Fern­seh­se­ri­en gespoi­lert zu wer­den. Man kann damit aber auch ande­re The­men aus­blen­den.

Akti­viert man Key­word Snoo­ze mit Phra­sen wie bei­spiels­wei­se »Game Of Thro­nes«, »Babies« oder »Kat­zen« (aber wer wür­de schon nied­li­che Kat­zen­bil­der aus­blen­den wol­len?) bekommt man ab die­sem Zeit­punkt 30 Tage lang kei­ne Pos­tings zu die­sem The­ma mehr ange­zeigt. Weder von Per­so­nen, noch von sei­ten oder Grup­pen. Das ist so ähn­li­che wie das bereits imple­men­tier­te Fea­ture, dass man Per­so­nen oder Sei­ten für 30 Tage »snoo­zen« (nen­nen wir es ein­fach »stumm­schal­ten«) kann, man also in die­sem Zeit­raum nichts mehr von denen liest.

Was dadurch aller­dings lei­der nicht blo­ckiert wird, ist Wer­bung. Wenn also ein Wer­be­trei­ben­der spoi­lert, wird man das trotz­dem zu sehen bekom­men. Ziem­lich inkon­se­quent. Und es könn­te bei man­chen natür­lich dazu füh­ren, dass man sei­ne Fil­ter­bla­se inten­si­viert. Aber die Mög­lich­keit alles über »Trump« zu fil­tern, hat natür­lich eine gewis­se Attrak­ti­vi­tät, auch wenn einen der plötz­li­che Atom­krieg dann über­ra­schen könn­te … ;)

Face­book will das Fea­ture ab der nächs­ten Woche test­wei­se an ein paar Mil­lio­nen Nut­zer aus­rol­len. Wenn es ankommt und wie erwar­tet funk­tio­niert, wird es dann spä­ter für alle ver­füg­bar wer­den.

Wie alle sol­chen Fil­ter­al­go­rith­men wird die Funk­ti­on feh­ler­haft sein.

Logo Face­book Copy­right Face­book

SCIENCE AND STAR WARS ab September auf Facebook

SCIENCE AND STAR WARS ab September auf Facebook

Moment mal? Eine der Kri­tik­punk­te der »STAR WARS ist doch gar kei­ne SF«-Hater ist ja regel­mä­ßig, dass man sich um wis­sen­schaft­lich und phy­si­ka­lisch kor­rek­te Dar­stel­lun­gen in der Space Ope­ra kei­ne Gedan­ken macht … Und jetzt das.

Ab Sep­tem­ber star­ten Dis­ney und Lucas­Film exklu­siv auf Face­book eine Web­se­rie mit dem Titel SCIENCE AND STAR WARS, in der beleuch­tet wird, wel­che Din­ge aus dem Uni­ver­sum von Luke und Vader ihren Weg in in unse­rer rea­le Welt gefun­den haben. Dar­un­ter Din­ge wie Blas­ter, Droi­den, Land­spee­ders und (natür­lich) Lights­aber.

Gespons­ort wird die durch Antho­ny Car­bo­ni prä­sen­tier­te Show von IBM, und es soll diver­se Gast­stars geben bei­spiels­wei­se Ash­ley Eck­stein (die Stim­me von Ahs­o­ka Tano) und Antho­ny Dani­els ali­as C‑3PO.

Der exak­te Start­ter­min wird ver­mut­lich in den nächs­ten Tagen bekannt gege­ben, ich tip­pe auf den »Force Fri­day«.

Hier die STAR WARS SHOW mit der Ankün­di­gung ab ca. 8:24.

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Oculus Rift: Facebook beim Datenabgreifen erwischt

Oculus Rift: Facebook beim Datenabgreifen erwischt

Oculus Rift

Es gab lau­te kri­ti­sche Stim­men, die Beden­ken hat­ten, als Daten­kra­ke Face­book die VR-Bril­le Ocu­lus Rift erwarb. Wie sich jetzt zeigt, waren die­se Beden­ken offen­bar gerecht­fer­tigt, denn wie eini­ge User nach der Instal­la­ti­on der zum Betrieb der gera­de frisch aus­ge­lie­fer­ten Gerä­te not­wen­di­gen Soft­ware fest­stell­ten, sen­det die­se in nicht gerin­gem Umfang Daten an Face­book-Ser­ver. Hin­wei­se dar­auf fin­den sich auch in den Nut­zungs­be­din­gun­gen, die natür­lich nie­mand kom­plett durch­liest. Soge­nann­te »Shrink Wrap-Lizen­zen« mit für Kun­den uner­war­te­ten Klau­seln sind in Deutsch­land ohne­hin ungül­tig.

Es exis­tiert zu dem The­ma ein Thread auf Red­dit, in dem aus­gie­big dis­ku­tiert wird. Diver­se nam­haf­te Online­me­di­en haben des­we­gen bereits bei Ocu­lus VR nach­ge­fragt, die hül­len sich aller­dings in Schwei­gen, was ihnen erfah­rungs­ge­mäß nicht gut bekom­men wird. Ins­be­son­de­re etli­che der ursprüng­li­chen Unter­stüt­zer auf Kick­star­ter füh­len sich doch nach­hal­tig ver … arscht.

Kri­tisch dabei ist nicht nur, dass mas­sen­haft Infor­ma­tio­nen über den Rech­ner auf dem die Ocu­lus-Soft­ware über­tra­gen wer­den, Face­book räumt sich angeb­lich sogar das Recht ein, das Mikro­fon zu über­wa­chen und die gespro­che­nen Wor­te abzu­grei­fen und über­trägt sogar die Kör­per­grö­ße des Nut­zers. All das, um auf den Nut­zer zuge­schnit­te­ne Wer­bung bereit­stel­len zu kön­nen.

Soll­te man des­we­gen sei­ne Bestel­lung stor­nie­ren und statt­des­sen auf eine inzwi­schen eben­falls lie­fer­ba­re HTV Vive zurück­grei­fen? Das muss jeder mit sich selbst aus­ma­chen, aber es gibt auch tech­ni­sche Maß­nah­men, um Face­book sei­nen dreis­ten Umgang mit den User­da­ten zu ver­gäl­len.

Bei der Instal­la­ti­on der Soft­ware vor­her die Inter­net­ver­bin­dung tren­nen (bei­spiels­wei­se den zuge­hö­ri­gen Netz­werk­ad­ap­ter deak­ti­vie­ren). Danach den bei­den Diens­ten OVRServer_x64.exe und OVRServiceLauncher.exe in der Win­dows-Fire­wall den Inter­net­zu­g­ruff ver­bie­ten. Das ver­hin­dert erst ein­mal eine Daten­über­tra­gung und scheint beim sons­ti­gen Betrieb zu kaum Pro­ble­men zu füh­ren.

Einen Besuch im offi­zi­el­len Sup­port­fo­rum wegen des Pro­blems kann man sich übri­gens spa­ren, denn dort haben Fan­bo­is und Voll­honks über­hand genom­men.

Das ist das bereits drit­te Pro­blem mit dem Launch der via Kick­star­ter finan­zier­ten VR-Bril­le Ocu­lus Rift. Zuerst stell­te sich her­aus, dass man die Soft­ware und alle Apps (Spie­le) aus­schließ­lich auf C: instal­lie­ren kann. Wer eine eher klei­ne SSD betreibt und dar­auf nicht genug Platz hat, kommt schnell in Schwie­rig­kei­ten, es gibt einen Work­around mit Sym­links. Wei­ter­hin wur­den Vor­be­stel­ler in einer Mail kurz vor dem letz­ten Wochen­en­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich die Aus­lie­fe­rung ver­zö­gern wer­den, weil es »Kom­po­nen­ten­knapp­heit« gibt. All das ver­dirbt Ocu­lus-Chef Pal­mer Luckey aber ver­mut­lich nicht den Schlaf, denn der hat sein finan­zi­el­les Schäf­chen durch den Ver­kauf an Face­book ja längst im Tro­cke­nen.

Pro­mo­fo­to Ocu­lus Rift Copy­right Ocu­lus VR

Rechtlich bedenklich: Der Plagiatspranger auf Facebook

Rechtlich bedenklich: Der Plagiatspranger auf Facebook

KopieparagraphIn den letz­ten Wochen gin­gen meh­re­re Fäl­le durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald der sozia­len Medi­en, bei denen Autorin­nen ihre Bücher abge­schrie­ben hat­ten. Das ist nun an sich nichts neu­es, AXOLOTL ROADKILL lässt bei­spiels­wei­se grü­ßen. Neu ist aller­dings, dass sich Pla­gi­ats­jä­ger und ‑Jäge­rin­nen in gehei­men Grup­pen auf Face­book zusam­men­schlie­ßen, um nach Pla­gia­ten zu for­schen. Und wenn wel­che gefun­den wer­den, dann stellt man die­se auch mit Namens­nen­nung bei­spiels­wei­se auf Face­book, und das ohne jeg­li­ches Unrechts­ge­fühl. Dabei ist ein sol­ches Vor­ge­hen mei­ner Ansicht nach recht­lich äußerst bedenk­lich, denn auch zivil- oder straf­recht­lich began­ge­ne Taten set­zen selbst­ver­ständ­lich die Per­sön­lich­keits­rech­te nicht außer Kraft. Und ein ganz zen­tra­ler Punkt unse­rer Ver­fas­sung ist die Unschulds­ver­mu­tung, also dass man so lan­ge als unschul­dig zu gel­ten hat, bis ein Rich­ter eine Schuld fest­ge­stellt hat – und dabei ist es völ­lig irrele­vant, ob der Beschul­dig­te sich irgend­wo selbst bezich­tigt hat.

Jetzt mag man fra­gen, wo denn der Unter­schied zu bei­spiels­wei­se einem Gut­ten­plag ist, auf dem die Pla­gia­te von zu Gut­ten­berg offen­ge­legt wur­den. Da gibt es diver­se: Ers­tens war das Gut­ten­plag (und sind ähn­li­che Ange­bo­te) öffent­lich und trans­pa­rent, sprich: man kann das Zusam­men­tra­gen der inkri­mi­nier­ten Stel­len durch die ver­wen­de­te Wiki­soft­ware und deren Ver­sio­nie­rung nach­ver­fol­gen. Zwei­tens kann man sie als jour­na­lis­ti­sche Ange­bo­te ein­stu­fen, die des­we­gen auch über ein Impres­sum ver­fü­gen, und sich der Sach­lich­keit ver­pflich­ten. Drit­tens geht es dabei um Per­so­nen von zeit­ge­schicht­li­cher Rele­vanz, das ist bei eher unbe­kann­ten AutorIn­nen ganz sicher nicht der Fall. Vier­tens wird auf sol­chen Ange­bo­ten nicht lamen­tie­rend der Unter­gang des Abend­lan­des beschwo­ren, denn das ist das genaue Gegen­teil von sach­li­cher und objek­ti­ver Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma.

Inter­es­sant sind die Reak­tio­nen, wenn man die Hand­lungs­wei­se der Pla­gi­ats­jä­ger auf Face­book kri­tisch hin­ter­fragt und auf die exis­tie­ren­den recht­li­chen Pro­ble­me und die Bedenk­lich­keit hin­weist. Die kann man mit Fug und Recht als agres­siv, ja gera­de­zu »gif­tig« bezeich­nen. Wenn man sol­che kri­ti­schen Fra­gen äußert, wird einem sogar umge­hend unter­stellt, dass man ja wohl selbst Dreck am Ste­cken haben müs­se, wenn und weil man die Pla­gia­to­ren »in Schutz neh­me«. Alter­na­tiv wird ver­mu­tet, dass man sich mit der geäu­ßer­ten Kri­tik nur wich­tig machen möch­te, oder eine »Hexen­jagd« auf die Pla­gi­ats­su­cher eröff­nen wol­le. Man muss sich fra­gen, war­um die Reak­tio­nen auf kri­ti­sche Fra­gen oder Hin­wei­se auf mög­li­che recht­li­che Pro­ble­me mit die­sem »Face­book-Pran­ger« so extrem aus­fal­len. Es ist zudem fest­zu­stel­len, dass Per­so­nen sich regel­recht mit der »Auf­de­ckung« sol­cher Fäl­le schmü­cken, sich als ver­meint­li­che Hel­den fei­ern las­sen und dabei wort­reich dar­auf hin­wei­sen, wie »schreck­lich« das alles sei, und wie sehr es dem Anse­hen der Zunft scha­de – und man das des­we­gen offen­le­gen müs­se. Man geriert sich also auch noch als Held.

Es exis­tiert offen­sicht­lich kei­ner­lei selbst­kri­ti­sche Ein­sicht und auch kein Unrechts­be­wusst­sein, wenn Drit­te an den Inter­net-Pran­ger gestellt und deren Per­sön­lich­keits­rech­te dabei grund­le­gend ver­letzt wer­den. Eine tat­säch­li­che zivil- oder straf­recht­lich rele­van­te Tat ist dabei übri­gens eben­so irrele­vant, wie eine even­tu­ell statt­ge­fun­de­ne Selbst­be­zich­ti­gung der Per­son.

Und das gilt aus­nahms­los. Ein unsach­li­cher Inter­net­pran­ger ist immer ein Ver­stoß gegen die Ach­tung der Men­schen­wür­de und eine Ver­let­zung der Per­sön­lich­keits­rech­te sowie ein ekla­tan­ter Ver­stoß gegen die Unschuld­ver­mu­tung, eine der Säu­len unse­rer zivi­li­sier­ten Gesell­schaft. Rechts­an­walt Kars­ten Gul­den führt in sei­nem Arti­kel ein­deu­tig aus:

Sind Inter­net­pran­ger immer unzu­läs­sig?

Ja, denn der Zweck hei­ligt nicht die Mit­tel. Ein Pran­ger im Inter­net ver­stößt immer gegen die Ach­tung der Men­schen­wür­de, egal, was der oder die Ver­ant­wort­li­chen mit dem Pran­ger bezwe­cken.

Was man selbst­ver­ständ­lich darf und auch tun soll­te, ist erlang­te Infor­ma­tio­nen an Geschä­dig­te wei­ter­ge­ben, also bei­spiels­wei­se den pla­gi­ier­ten Autor oder des­sen Ver­lag – und dage­gen ist auch nichts ein­zu­wen­den. Alles ande­re ist ver­mut­lich rechts­wid­rig, egal mit wel­chen schön­ge­re­de­ten Begrün­dun­gen die Pla­gi­ats­jä­ger die Öffent­lich­ma­chung auch ver­tei­di­gen wol­len. Und damit wer­den sie mög­li­cher­wei­se selbst zivil­recht­lich belang­bar und set­zen sich der Gefahr min­des­tens einer Scha­dens­er­satz­for­de­rung aus. Mit Mei­nungs­frei­heit hat das alles übri­gens am aller­we­nigs­ten zu tun.

Dis­c­lai­mer: Ich bin kein Anwalt. Aber man kann sich die ver­link­ten Arti­kel anse­hen, die mei­ne Mei­nung unter­stüt­zen, oder auch mal eine Such­ma­schi­ne der eige­nen Wahl bemü­hen.

Bild von mir, CC0

Kommentar: Oculus VR verkauft sich an Facebook

Kommentar: Oculus VR verkauft sich an Facebook

Oculus Rift DevKit 2

Das Crowd­fun­ding für die Vir­tu­al Rea­li­ty Bril­le Ocu­lus Rift auf Kick­star­ter war eines der erfolg­reichs­ten in der Geschich­te der Platt­form. Die Aus­sicht auf ein tat­säch­lich funk­tio­nie­ren­des Gerät traf den Nerv der Nerds und Erfin­der Pal­mer Luckey prä­sen­tier­te sich mit sei­nen Mit­tä­tern von Ocu­lus VR als sym­pa­thi­scher Frick­ler.

Ges­tern Abend dann die Mel­dung: Face­book kauft Ocu­lus VR für zwei Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Auch wenn die in ihrem Blog von einer »Part­ner­schaft« spre­chen, sieht Zucker­berg das anders. FB sagt ein­deu­tig: »Wir haben die gekauft«.

Die Reak­tio­nen der Com­mu­ni­ty sind zum weit­aus größ­ten Teil nega­tiv, das kann man den Kom­men­ta­ren zum Blog und den Bei­trä­gen im Ent­wick­ler-Forum ent­neh­men. Vie­le der­je­ni­gen, die auf Kick­star­ter unter­stützt hat­ten, um einer klei­nen Fir­ma eine Chan­ce zu geben, füh­len sich betro­gen und sor­gen sich um das, was Face­book mit dem Pro­jekt anstel­len wird. Etli­che äußer­ten, dass sie nie­mals Geld für den »Traum« Ocu­lus Rift inves­tiert hät­ten, wenn sie das vor­her gewusst hät­ten. Es bleibt abzu­war­ten, ob sich der Deal für Ocu­lus VR tat­säch­lich auf lan­ge Sicht als posi­tiv erweist.

Auch ansons­ten gab es nega­ti­ve Reak­tio­nen. Mar­kus Pers­son, ali­as Notch, Erfin­der von MINECRAFT twit­ter­te, dass man die Ent­wick­lung einer Ver­si­on des Sand­box-Spie­les für die OR ein­stel­len wer­de und den ent­spre­chen­den Deal gekün­digt habe.

In einem Stel­lung­nah­me ela­bo­riert er das wei­ter, viel­leicht soll­te man bes­ser sagen, er betreibt ein wenig Scha­dens­be­gren­zung für sei­nen Tweet. Sei­ne Mei­nung drückt der aber deut­lich aus. Man wird sehen, wie ande­re Ent­wick­ler reagie­ren, ich gehe davon aus, dass die Indies eher nega­tiv bewer­ten wer­den und die Big Play­er jauch­zen.

Mei­ner Ansicht nach wird dem Pro­dukt der Deal ver­mut­lich gut tun und den End­kun­den wird kaum inter­es­sie­ren, wer hin­ter der VR-Bril­le steht, solan­ge Face­book kei­ne sehr dum­men Feh­ler macht. Per­sön­lich hal­te ich den Schritt aller­dings für pro­ble­ma­tisch und dumm, denn es ist offen­sicht­lich, dass die Com­mu­ni­ty, die das Pro­jekt aus vol­lem Her­zen unter­stützt hat, sich nun – und ich sage es deut­lich – ver­arscht fühlt. Soll­te das dazu füh­ren, dass die Unter­stüt­zung gera­de durch Indie-Ent­wick­ler weg­bricht, hat Ocu­lus VR und hat auch Ocu­lus Rift ein Pro­blem.

Klar: wenn mir jemand zwei Mil­li­ar­den Dol­lar zuwirft (wobei es sich tat­säch­lich um 400 Mil­lio­nen Dol­lar han­delt, der Rest sind Face­book-Antei­le), wür­de ich ver­mut­lich auch nicht lan­ge über­le­gen. Jeder ist käuf­lich. Auf der ande­ren sei­te war davon aus­zu­ge­hen, dass Ocu­lus VR selbst ein Major Play­er hät­te wer­den kön­nen, wenn das Pro­dukt erst­mal am Markt gewe­sen wäre.

Es bleibt wohl nur abzu­war­ten, was wei­ter geschieht, in wel­che Rich­tung das Gan­ze nun geht, wie sehr sich Face­book ein­mischt. Und ob die Ableh­nung der Com­mu­ni­ty zu grö­ße­ren Pro­ble­men führt. Ich war kurz davor, mir ein Dev­kit 2 zu bestel­len. Davon sehe ich jetzt erst ein­mal ab und war­te ab. Mei­ne Chan­cen, das Dev­kit 1 auf  Ebay für einen ange­mes­se­nen Preis zu ver­kau­fen, dürf­ten durch die­sen Schritt aller­dings ins Boden­lo­se sin­ken.

Per­sön­lich fin­de ich die Tat­sa­che, dass Pal­mer an Zucker­berg und sei­ne Scher­gen ver­kauft hat sch…lecht. Es wäre wirk­lich scha­de um das äußerst viel­ver­spre­chen­de Pro­dukt. Was jetzt schnell kom­men muss, ist ein offi­zi­el­les State­ment von Pal­mer und Co., wie es kon­kret wei­ter geht und wie viel Ein­fluss Face­book auf die Fort­füh­rung neh­men wird.

Pro­mo­fo­to Ocu­lus Rift Dev­Kit 2 Copy­right Ocu­lus VR

FIREFLY OWNER MONTHLY

Joss Whe­don teil­te am Sams­tag auf sei­ner Face­book-Sei­te ein Bild auf dem eine Cover-Abbil­dung eines fik­ti­ven Maga­zins mit dem Titel FIREFLY OWNER MONTHLY. Völ­lig kom­men­tar­los. Natür­lich gin­gen im Web sofort die Spe­ku­la­tio­nen los, was das bedeu­ten könn­te … Oder es ist ein­fach nur ein Gag …

[Update 11:50:] Das Cover stammt vom Grah­amTG auf Devi­ant­Art. Joss Whe­don hat es offen­bar nur geteilt, weil er es cool fand. Dank an Tony Schmich auf G+ für den Hin­weis.

Cover FIREFLY OWNER MONTHLY von Grah­amTG, Bild auf Tisch mit Tas­se von Joss Whe­don

Ein paar technische Änderungen

Ich habe soeben auf Phan­ta­News ein paar tech­ni­sche Ände­run­gen vor­ge­nom­men. Es gab bereits seit Län­ge­rem ein Lade­zeit­pro­blem durch das Ein­bin­den der flattr- und Google+Buttons. Da über flattr ohne­hin kei­ner­lei Ein­nah­men kom­men, habe ich die­sen ent­fernt. Der Goog­le+- But­ton sowie neue Knöp­fe für Face­book und Twit­ter wer­den jetzt mit­tels der vom Hei­se-Ver­lag ange­bo­te­nen Lösung »Soci­als­ha­re­pri­va­cy« über ein Plugin daten­schutz­kon­form ein­ge­bun­den.

Das bedeu­tet: es wer­den nicht bereits beim Laden der Sei­te über die dafür ein­ge­bun­de­nen Java­scrip­te Infor­ma­tio­nen an die Ser­ver der Anbie­ter gesen­det, son­dern erst, wenn man sie expli­zit frei­gibt und danach anklickt. Hüb­scher Neben­ef­fekt: die zum Teil ärger­lich lan­gen Lade­zei­ten für die­se Java­scrip­te fal­len kom­plett weg. Ich konn­te bereits eine deut­li­che Ver­bes­se­rung der Lade­zei­ten unter Fire­fox fest­stel­len, Chro­me ist eh deut­lich schnel­ler. Inter­net Explo­der inter­es­siert mich nicht.

Wem das zu umständ­lich ist und wer die But­tons gern ein­fach nur ein­mal ankli­cken möch­te, der kann die Sper­re auch frei­ge­ben, das klei­ne Zahn­rad neben den Knöp­fen erläu­tert wie.

Der flattr-But­ton wur­de duch einen Spen­den­knopf ersetzt. Die­ser führt auf eine spe­zi­el­le Sei­te hier auf Phan­ta­News, auf der man eine Mög­lich­keit fin­det, über Pay­Pal etwas zu spen­den.

Die letz­te Lade­zeit-Brem­se, die jetzt noch vor­han­den ist, sind die ein­ge­bun­de­nen You­tube-Vide­os (oder ande­re Video­clips). Auf die möch­te ich aller­dings nicht ver­zich­ten.

THE SECRET WORLD: Funcoms seltsame Beta-Politik…

Gera­de hat­te ich noch gemel­det, dass die Beta-Pha­se von Fun­coms Hor­ror-MMO THE SECRET WORLD auf unbe­stimm­te Zeit ver­scho­ben wird (weil der Ent­wick­ler das selbst in einer Pres­se­mel­dung kund getan hat­te), da ist das schon nicht mehr wahr.

Seit heu­te kann man sich für den Beta­test anmel­den. Sehr eigen­tüm­lich fin­de dabei zumin­dest ich es, dass man sich bereits seit Mona­ten für die­se Test­pha­se anmel­den konn­te, die­se bereits getä­tig­ten (und auch auf der Games­Com noch­mal kol­por­tier­ten) Anmel­dun­gen jetzt jedoch hin­fäl­lig sind. Wahr­schein­lich woll­ten sie nur unse­re Email-Adres­sen absam­meln.

Die neue Anmel­dung für einen Beta-Zugang funk­tio­nie­ren nun nur noch aus­schließ­lich über Face­book und wenn man sich dar­über anmel­den möch­te, dann soll man einer Anwen­dung Zugriff nicht nur auf die eige­nen Daten geben, son­dern auch auf die der Face­book-Freun­de:

Aber sonst habt ihr sie noch alle auf dem Brett, Fun­com? Rei­chen euch die abge­sack­ten Email-Adres­sen nicht mehr?

Bei sol­chen Aktio­nen wer­de ich nicht nur auf die Beta, son­dern auch auf das Spiel an sich ver­zich­ten, denn sie zei­gen, was man in Zukunft alles von Fun­com erwar­ten darf…

Creative Commons License

Screen­shot Face­book-Anwen­dungs-Anfra­ge von mir.

THE HOBBIT: Die Produktion hat wirklich begonnen

… und des­we­gen gibt es nicht­nur eine offi­zi­el­le Pres­se­mel­dung dazu, son­dern auch ein Foto von Peter Jack­son in Bag End. Plus: Jack­son (oder Ghost­wri­ter) berich­tet auf sei­ner neu ein­ge­rich­te­ten Face­book-Sei­te von den Dreh­ar­bei­ten und es gibt ein offi­zi­el­les Pro­duk­ti­ons-Blog!

Bild Copy­right War­ner Bros.

Die voll­stän­di­ge Pres­se­mel­dung im kom­plet­ten Arti­kel.

wei­ter­le­sen →

Warner verleiht Filme über Facebook

Wie der Hol­ly­wood Repor­ter berich­tet, ist War­ner Bros. eine Koope­ra­ti­on mit Face­book ein­ge­gan­gen, die dazu führt, dass Fil­me des Stu­di­os über das Soci­al Net­work aus­ge­lie­hen wer­den kön­nen.

War­ner wies ges­tern dar­auf hin, dass sie der ers­te Film­mul­ti sei­en, die ihre Fil­me auf Face­book feil bie­ten, der ers­te Strei­fen, den man dort »aus­lei­hen« kann ist Chris­to­pher Nolans THE DARK KNIGHT. Bezahlt wird mit der vir­tu­el­len Wäh­rung »Face­book Credits«, mit denen man sonst sei­ne vir­tu­el­len Radies­chen für Farm­Vil­le erwirbt. Die Kos­ten pro Ver­leih­vor­gang betra­gen 30 Credits, das sind unge­fähr drei Dol­lar. Nach dem Aus­leih-Klick hat man 48 Stun­den, sich das Epos der Wahl anzu­se­hen, es ist mög­lich, die Wie­der­ga­be zu pau­sie­ren.

Beim Betrach­ten der Fil­me, die auf Full­screen auf­ge­bla­sen wer­den kön­nen (ansons­ten habe ich aller­dings noch kei­ne Infor­ma­tio­nen über Auf­lö­sung und Qua­li­tät) bleibt die rest­li­che Face­book-Funk­tio­na­li­tät erhal­ten, man kann also wäh­rend des Betrach­tens mit sei­nen Kon­tak­ten inter­agie­ren.

Der Ver­leih von DARK KNIGHT ist als »Test« dekla­riert, War­ner will aber im Ver­lauf der nächs­ten Mona­te wei­te­re Fil­me zur Ver­fü­gung stel­len.

Auch wenn das end­lich mal ein Ver­such ist, auf die Kun­den zuzu­ge­hen, statt sie als poten­ti­el­le Raub­ko­pie­rer zu belei­di­gen, stellt sich mir die Fra­ge, ob es kei­ne sinn­vol­le­ren Mög­lich­kei­ten gibt, Film­freun­den zu ermög­li­chen Fil­me aus­zu­lei­hen oder zu erwer­ben. Trotz all ihrer Markt­macht haben es die Film­mul­tis – allen vor­an eben auch War­ner – bis­lang nicht geschafft, bedie­ne­risch brauch­ba­re und preis­lich annehm­ba­re Video On Demand-Platt­for­men an den Start zu brin­gen. Da erscheint mir die­se Face­book-Akti­on als halb­her­zig. Auch gibt es kei­nen Grund, war­um die »Ent­lei­he« auf 48 Stun­den beschränkt ist – denn es ist pro­blem­los fest­zu­stel­len, ob ein Kun­de den Film gese­hen hat oder nicht. Das sieht mir nach Geld­ma­che­rei aus, bei der man hofft, dass auch dadurch Koh­le gene­riert wird, wenn jemand für einen Film bezahlt, ihn dann aber aus wel­chen Grün­den auch immer nicht anse­hen kann.

Lie­ber als die­ses halb­ga­re »Ver­lei­hen« über Face­book wäre mir eine Platt­form, auf der ich Fil­me aller Anbie­ter pro­blem­los aus­lei­hen oder kau­fen kann, ohne mich dafür mit DRM gän­geln las­sen zu müs­sen oder unmög­li­chen Bezahl­wei­sen aus­ge­setzt zu sein. Und ohne dass man dafür von mir Irs­sinns­prei­se ver­langt – wie hier­zu­lan­de.

Creative Commons License

DVD-Cover THE DARK KNIGHT Copy­right 2008 War­ner Home Video, erhält­lich bei­spiels­wei­se bei Ama­zon

RUNES OF MAGIC im Browser

Betrei­ber Frogs­ter und der Brow­ser­spiel-Engi­ne-Spe­zia­list Kaly­do haben heu­te in einer Pres­se­mit­tei­lung ver­lau­ten las­sen, dass das MMO RUNES OF MAGIC dem­nächst auch im Brow­ser lau­fen soll, statt einen dezi­dier­ten Cli­ent zu benö­ti­gen.

Das Spie­len im Brow­ser aber bei­spiels­wei­se auch als Face­book-App soll bereits ab dem 2. Quar­tal 2011 ermög­licht wer­den, mit Prio­ri­tät auf die Ein­bin­dung auf dem sozia­len Netz­werk. Spiel­bar sein soll ROM ent­we­der im Fens­ter- oder im Voll­bild­mo­dus, Frogs­ter behaup­tet sehr voll­mun­dig, dass das im Ver­gleich zur Cli­ent-basier­ten Ver­si­on ohne Ein­schrän­kun­gen funk­tio­nie­ren soll.

Damit käme RUNES OF MAGIC mög­li­cher­wei­se aus der Cloud und wäre nutz­bar, ohne dass vor dem Spie­len ein Giga­byte-gro­ßer Cli­ent-Down­load not­wen­dig wür­de; es ist nach mei­nen Erfah­run­gen mit Brow­ser-basier­ten Games aller­dings mög­li­cher­wei­se davon aus­zu­ge­hen, dass es zu Ein­bu­ßen bei der Gra­fik­qua­li­tät kom­men könn­te – sie­he zum Bei­spiel BATTLESTAR GALACTICA ONLINE, aller­dings kommt dabei eine ande­re Tech­nik zum Ein­satz, näm­lich Unity, also im Prin­zip wie­der ein Cli­ent, der im Brow­ser läuft. Auch Kaly­dos Tech­nik setzt auf eine Engi­ne, hier heisst die­se  Game­bryo.

Ers­te Demos wol­len Frogs­ter und Kaly­do auf der Game Deve­lo­pers Con­fe­rence in San Fran­cis­co zei­gen, die vom 28. Febru­ar bis 4. März 2011 statt­fin­det.

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Pro­mo-Gra­fik RUNES OF MAGIC Copy­right Frogs­ter Inter­ac­tive

Die kom­plet­te Pres­se­mel­dung im voll­stän­di­gen Arti­kel.
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