LIFE

LIFE

LIFE – Bun­des­start 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Pro­blem. An Zu­schau­ern ist das Gen­re durch Män­ner do­mi­niert. Da hat­te Mor­ten Tyld­um ein gol­de­nes Händ­chen, als er den letz­ten Jahr er­schie­ne­nen PAS­SEN­GERS dreh­te. Mit Jen­ni­fer La­wrence und Chris Pratt setz­te er zwei der mo­men­tan an­ge­sag­te­sten Schau­spie­ler in ein Raum­schiff, und ge­stal­te­te es als Ro­man­ze mit star­ken Start­schwie­rig­kei­ten. Aber so ein Kon­zept ist nicht be­lie­big wie­der­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Dreh­buch­au­to­ren Rhett Ree­se und Paul Wer­nick die Ein­ge­bung, auf das Ur­sprüng­li­che zu­rück­zu­grei­fen. In 400 Ki­lo­me­tern über der Erde zieht die In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ihre Bah­nen. Die Auf­ga­be der Astro­nau­ten: eine Son­de vom Mars ab­zu­fan­gen und zu un­ter­su­chen. Mit Fol­gen, für die man als Ki­no­gän­ger nicht viel Phan­ta­sie braucht.

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10 CLOVERFIELD LANE

10 CLOVERFIELD LANE

Poster 10 Cloverfield Lane10 CLOVER­FIELD LANE – Bun­des­start 31.03.2016

Also, was ist 10 CLOVER­FIELD LANE? Der Trai­ler war ein ty­pi­sches Pro­dukt für eine J.J. Ab­rams-Pro­duk­ti­on. Ab­strakt, viel­ver­spre­chend und, man muss ehr­lich sein, nichts­sa­gend. Als der er­ste Trai­ler von 10 CLOVER­FIELD LANE über die Lein­wän­de flat­ter­te, da wa­ren Fan und Ci­ne­ast glei­cher­ma­ßen ver­wirrt, aber eben­so an­ge­fixt. Wird es ein Pre­quel, eine Fort­set­zung, oder eine ganz ei­ge­ne Ge­schich­te? Nicht ganz, da­für wur­de das Wort Clover­field in der Wer­be­pha­se zu sehr her­vor­ge­ho­ben. Was das Rät­sel­ra­ten nur noch span­nen­der mach­te.

Was ist also 10 CLOVER­FIELD LANE wirk­lich? Man kann es nicht sa­gen, ohne die My­ste­ri­en dar­in er­wäh­nen zu müs­sen.

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JURASSIC WORLD gespoilert

JURASSIC WORLD gespoilert

Poster Jurassic WorldJU­RAS­SIC WORLD – Bun­des­start 11.06.2015

Die Brü­der Zach und Gray dür­fen das Wo­chen­en­de mit ih­rer Tan­te Clai­re ver­brin­gen. Zach ist der mür­ri­sche, ver­ant­wor­tungs­lo­se Teen­ager, Gray der kurz vor der Pu­ber­tät ste­hen­de, von Di­no­sau­ri­ern be­gei­ster­te, Jun­ge. Tan­te Clai­re, die ist zu­fäl­lig die Lei­te­rin des Ver­gnü­gungs­parks »Ju­ras­sic World«, auf der Isla Nu­blar. Und da sie eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Lei­te­rin ist, müs­sen die Jungs dann doch erst ein­mal mit Clai­res As­si­sten­tin Vor­lieb neh­men, weil Tan­te lie­ber Ge­schäfts­ter­mi­ne wahr­nimmt. Falls sich jetzt je­mand denkt: Hopp­la, da wird sich Zach vom ver­ant­wor­tungs­lo­sen wohl bald zum schüt­zen­den Men­schen wan­deln, dann hat er viel­leicht nicht ganz so Un­recht. Und wenn ge­neig­ter Zu­schau­er dar­auf kommt, dass Clai­re zur ge­läu­ter­ten Tan­te mu­tiert, dann liegt er nicht so falsch. Wenn dann der er­ste Di­no­sau­ri­er Schwie­rig­kei­ten macht, muss Clai­re den hemds­är­me­li­gen Na­tur­bur­schen Owen um Hil­fe bit­ten. Dass die Bei­den sich nicht be­son­ders gut lei­den mö­gen, könn­te für das Ende be­deu­ten, dass sie sich in den Ar­men lie­gen wer­den. Und so geht es wei­ter und wei­ter, wo jede Aus­gangs­la­ge so­fort dar­auf ver­weist, wie die Auf­lö­sung im wei­te­ren Ver­lauf aus­se­hen wird.

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SAN ANDREAS in 3D

SAN ANDREAS in 3D

Poster San AndreasSAN AN­DRE­AS  – Bun­des­start 28.05.2015

Das ist ein Film, wie Ro­land Em­me­rich ihn ger­ne ge­macht hät­te. Falsch, Ro­land Em­me­rich hat schon vie­le die­ser Fil­me ge­macht. Aber Ro­land Em­me­rich hat den­noch bei SAN AN­DRE­AS ga­ran­tiert eine rie­si­ge Freu­de. Es be­rei­tet aber auch ein die­bi­sches Ver­gnü­gen, wenn Städ­te in Schutt und Asche ge­legt wer­den, so­lan­ge es gut ge­macht ist. Schon 1936 tau­mel­te Clark Gab­le durch die Trüm­mer von SAN FRAN­CIS­CO, als die Lau­nen der San-An­dre­as-Ver­wer­fung Schwie­rig­kei­ten mach­ten. Mit Sen­sur­round-Sound wur­de 1974 Los An­ge­les von ei­nem ERD­BE­BEN dem Erd­bo­den gleich ge­macht. Lex Luthor will 1979 in SU­PER­MAN mit Hil­fe von Atom­ra­ke­ten so­gar die Rei­bung der zwei Kon­ti­nen­tal­plat­ten dazu nut­zen, die West­kü­ste im Meer ver­sin­ken zu las­sen. So al­ler­lei bil­li­ge Fil­me tum­meln sich da­zwi­schen, und lan­ge da­nach, die Los An­ge­les mit dem ‘Big One’ aus­lö­schen woll­ten. Ein seit ziem­lich lan­ger Zeit über­fäl­li­ges, aber von Wis­sen­schaft­lern er­war­te­tes Be­ben, wel­ches ir­gend­wo ent­lang der Ver­wer­fung das stärk­ste, je­mals ge­mes­se­ne sein wür­de. SAN AN­DRE­AS zeigt dann auch gleich den gan­zen Vor­gän­gern, wie man es rich­tig kra­chen lässt. Tut sich aber schwer, bei Em­me­richs 2012 gleich zu zie­hen.

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Fantasy Film Fest 2014: THE ROVER

Fantasy Film Fest 2014: THE ROVER

Poster The RoverGna­den­los brennt die Son­ne auf das Out­back von Au­stra­li­en. Viel­leicht ist es auch gar nicht das Out­back, son­dern der ver­blei­ben­de Rest gro­ßer Städ­te. Ein ste­ter Wind ver­staubt die Luft. In den Blech­hüt­ten sit­zen schwit­zen­de Män­ner. Die­se Män­ner sit­zen ne­ben­ein­an­der, oder lie­gen um­armt auf ih­ren Prit­schen. Es wird nicht ge­re­det. Über­haupt sind sehr we­ni­ge Men­schen zu se­hen, sehr we­ni­ge in den Hüt­ten, oder ver­blei­ben­den Häu­sern, noch we­ni­ger auf dem glü­hen­den Asphalt der Stra­ße. Soll­ten Wor­te ge­wech­selt wer­den, pas­siert das im­mer mit ei­ner Waf­fe im An­schlag. Über­schlägt sich ein Wa­gen auf of­fe­ner Stra­ße, dann ist das eben so. Es ist zehn Jah­re nach dem Kol­laps. Eine Dys­to­pie die an Max Rockat­an­skys Welt er­in­nert, ir­gend­wo zwi­schen dem er­sten und zwei­ten Teil. Doch hier trägt nie­mand Nie­ten und Le­der ver­zier­te fff2014End­zeit­kla­mot­ten, und kei­ner fährt mit Rah­men­git­tern ver­stärk­te Ge­län­de­wa­gen. Zehn Jah­re nach dem Kol­laps blieb man bei luf­ti­gen Frei­zeit­hem­den und kur­zen Kha­ki-Stoff­ho­sen, und be­wegt sich mit Dae­woo und To­yo­ta fort. War­um sich hier so viel Asia­ten im Schwei­ße ih­res An­ge­sichts tum­meln bleibt ein Rät­sel. Doch das al­les scheint ohne Be­deu­tung. Selbst für Eric, der sich apa­thisch, und wort­los durch die­se Welt schleppt. Bis drei flüch­ten­de Gang­ster sich Erics Wa­gen be­mäch­ti­gen. Und da hört jede stoi­sche Apa­thie auf.

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STORM HUNTERS im Wasserglas

STORM HUNTERS im Wasserglas

Storm HuntersINTO THE STORM – Bun­des­start 21.08.2014

Fast schon zwan­zig Jah­re liegt es zu­rück, dass Jan de Bont mit TWI­STER fri­schen Wind in den Ka­ta­stro­phen­film blies. Dass das bis heu­te le­dig­lich eine Flut von bil­li­gen TV-Fil­men nach­zog, zeugt vom ci­ne­asti­schen Re­spekt, den man vor TWI­STER hat­te, der in Dra­ma­tur­gie und Trick­tech­nik ein­fach al­les per­fekt mach­te. Dass mit STORM HUN­TERS wie­der ein­mal die Lein­wand rich­tig durch­ge­bla­sen wer­den soll, macht dann doch neu­gie­rig. Schließ­lich hat sich nicht nur die Trick­tech­nik ver­bes­sert, son­dern es kommt noch Dol­by-At­mos hin­zu, und das gro­ße Vor­bild selbst als Mo­ti­va­ti­on. Die er­sten Bil­der bei STORM HUN­TERS sind je­den­falls eine ech­te Über­ra­schung. In der Hoff­nung ei­nen wirk­lich ei­gen­stän­di­gen Film zu pro­du­zie­ren, ha­ben sich die Pro­du­zen­ten et­was aus­ge­dacht. Was der Zu­schau­er in der Pre-Ti­tel-Se­quenz zu se­hen be­kommt, setzt sich vor­nehm­lich sti­li­stisch fort. Ste­ve Qua­le, der bis­her nur mit FI­NAL DE­STI­NA­TI­ON 5 das Kino vom Re­gie­stuhl aus be­glücken durf­te, pro­du­zier­te ei­nen ner­ven­auf­rei­ben­den Found-Foota­ge-Thril­ler. Ner­ven­auf­rei­bend des­we­gen, weil man viel Geld zah­len­de Zu­schau­er nicht mit ei­nem Stil­mit­tel quä­len soll­te, wel­ches sich schon vor Jah­ren tot ge­rit­ten hat.

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PLANET DER AFFEN – REVOLUTION

PLANET DER AFFEN – REVOLUTION

Poster PLANET DER AFFEN - REVOLUTIONDAWN OF THE PLA­NET OF THE APES – Bun­des­start 07.08.2014

Ei­nes muss man den Pro­du­zen­ten las­sen, die ge­nau ge­wusst ha­ben, was sie tun, sie kön­nen dem Jahr­zehn­te al­ten Stoff tat­säch­lich neue As­pek­te ab­ge­win­nen. Dass sie sich da­bei noch wei­ter von Pierre Boul­les Ori­gi­nal-Ro­man ent­fer­nen, als be­reits der Re­boot-Ti­tel PLA­NET DER AF­FEN: PRE­VO­LU­TI­ON, tut dem neu er­stark­ten Fran­chise nur all­zu gut. Denn trotz der dra­sti­schen Ab­wei­chun­gen, bleibt der Kern in al­ler Kon­se­quenz er­hal­ten. Das Prä­pa­rat ALZ-113 soll­te Men­schen mit Alz­hei­mer hei­len. Was es wirk­lich tat, war die Ver­suchspri­ma­ten er­heb­lich in­tel­li­gen­ter zu ma­chen. Für den Men­schen hin­ge­gen zeig­te sich ALZ-113 als töd­li­cher Vi­rus. Dass aus­ge­rech­net Pa­ti­ent Null ein Pi­lot für Pas­sa­gier­flü­ge war, mach­te die Sa­che für die Mensch­heit ex­trem un­an­ge­nehm. Nur we­ni­ge im­mu­ne Men­schen ha­ben über­lebt, und sich in den lang­sam ver­fal­len­den Groß­städ­te zu­sam­men ge­rot­tet. Da­mit hat der er­ste Teil des Re­boot ei­nen un­er­setz­li­chen Grund­stein für eine glaub­vol­le und nach­voll­zieh­ba­re Fort­set­zung ge­setzt. Egal ob es eine Fort­set­zung ge­ben wür­de, die­se Grund­la­ge al­lein reich­te schon aus, um den Zu­schau­er ein Bild der Zu­kunft zu zeich­nen. Die Däm­me­rung ei­ner über­le­ge­nen Herr­schaft.

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GODZILLA 3D

GODZILLA 3D

Poster "Godzilla"

GOD­ZIL­LA – Bun­des­start 15.05.2014

Er ist zwei­fel­los das be­lieb­te­ste Mon­ster der Ki­no­ge­schich­te. Fran­ken­steins Krea­tur viel­leicht das Be­kann­te­ste, Dra­cu­la kein wirk­li­ches Mon­ster, und King Kong ist ver­mut­lich ein­fach zu brav. Aber bei wem wird wohl um so lau­ter ge­ju­belt, je mehr bei sei­ner Ran­da­le zu Bruch geht? God­zil­la. Eine Iko­ne, die zur sel­ben Zeit in Ja­pan das Licht des Pro­jek­tors er­blick­te, als die Ame­ri­ka­ner mit FOR­MI­CU­LA eben­falls ihre Angst vor der un­zähm­ba­ren Macht der Kern­spal­tung be­kun­de­ten. 1954 war das Miss­trau­en ge­gen die­se schein­bar un­be­re­chen­ba­re Kraft der Zer­stö­rung im li­be­ra­len Ame­ri­ka ge­wal­tig an­ge­stie­gen. Für den Ja­pa­ner al­ler­dings wa­ren die Mög­lich­kei­ten der Bom­be be­reits rea­ler Be­stand­teil der Ge­schich­te. Als wirk­li­ches Op­fer lag für Ja­pan seit neun Jah­ren nichts mehr Un­be­re­chen­ba­res in die­ser tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung. War GOD­ZIL­LA trotz al­lem als rei­ne Un­ter­hal­tung kon­zi­piert, war die The­ma­ti­sie­rung der Atom­kraft eine ver­bis­se­ne Bot­schaft. Das Trau­ma von Hi­ro­shi­ma und Na­ga­sa­ki for­der­te dies.

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ALL IS LOST

ALL IS LOST

Poster "All Is Lost"ALL IS LOST – Bun­des­start 09.01.2014

Hun­dert Mi­nu­ten ei­nem ein­zi­gen Schau­spie­ler da­bei zu zu­se­hen, wie er in stoi­scher Ruhe al­len Wid­rig­kei­ten trotzt, sich mit Stür­men an­legt, und aus kaum ei­ner Habe eine Über­le­bens­stra­te­gie ent­wickelt, dazu kann man dem Pu­bli­kum nicht je­den Schau­spie­ler zu­mu­ten. Für sein am­bi­tio­nier­tes Werk hat J.C. Chan­dor Ro­bert Red­ford ge­win­nen kön­nen. Und Ro­bert Red­ford muss ein­fach nur da sein, und hat den Zu­schau­er schon auf sei­ner Sei­te. Das Ris­kan­te an ALL IS LOST, ist die Ab­we­sen­heit von Emo­ti­on. Ein­mal, ja ein­mal, scheint “un­ser Mann”, wie er im Ab­spann ge­nannt wird, die Ner­ven zu ver­lie­ren. Doch ge­nau­so schnell hat sich der Schiff­brü­chi­ge auch wie­der ge­fan­gen, und wird wei­ter mit ab­ge­klär­tem Ge­sicht sein Über­le­ben in die Hand neh­men. Es ist ein Schiffs­con­tai­ner, der mit­ten auf dem In­di­schen Oze­an ein Loch in die Se­gel­yacht Vir­gi­nia Jean schlägt. Ein Un­fall, der eine Ket­te im­mer schlim­mer wer­den­der Un­an­nehm­lich­kei­ten nach sich zieht, die durch­aus mit dem ein­sa­men und tra­gi­schen To­des un­se­res Man­nes en­den könn­te. Um so tra­gi­scher, weil der un­be­nann­te Skip­per auf je­des sich auf­tu­en­de Pro­blem auch eine Lö­sung fin­det. Je knap­per die Res­sour­cen wer­den, de­sto er­fin­dungs­rei­cher wird er. Da­durch trotzt er dem si­che­ren Tod er­staun­li­che vie­le Tage ab, nur um am Ende zu er­ken­nen, dass die von ihm un­mensch­lich an­mu­ten­den An­stren­gun­gen um­sonst ge­we­sen sein könn­ten.

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THE WORLD´S END

THE WORLD´S END

Poster "The World´s End"THE WORLD´S END – Bun­des­start 12.09.2013

Für alle, die es nicht er­war­ten kön­nen: Die­ses mal ist es Pfef­fer­minz­ge­schmack mit Scho­ko­la­den­stück­chen. Die Aus­wahl hat wahr­schein­lich nichts mit dem Ge­schmack zu tun, son­dern mit der Ver­packung, die in Grün ge­hal­ten ist. Grün, sym­bo­li­siert für Schrei­ber und Re­gis­seur Ed­gar Wright die Ali­en-The­ma­tik. Wie das Rot des Erd­beer­ge­schmacks für Blut und In­ne­rei­en stand, oder die blaue Ver­packung des Klas­si­kers für die blaue Dienst­klei­dung der Po­li­zi­sten. War also ganz ein­fach, so kann man sich ge­trost auf den Film kon­zen­trie­ren, in dem fünf Ju­gend­freun­de ver­su­chen, eine fehl­ge­schla­ge­ne Knei­pen­run­de zu ei­nem er­folg­rei­chen Ende zu brin­gen. An der Spit­ze der nar­ziss­ti­sche Un­sym­path Gary, der in den in­zwi­schen ver­gan­ge­nen Jah­ren kein an­de­res Ziel im Le­ben fand. Eine Mei­le und zwölf Pubs. Un­ter Wi­der­wil­len sei­ner Mit­strei­ter, aber den­noch fol­gend, trinkt es sich zu­min­dest bis zu den er­sten vier Knei­pen ei­gent­lich recht gut. Doch die Stadt hat sich ver­än­dert, sehr stark ver­än­dert, was den Bier­ge­nuss lang­sam aber si­cher zu ei­ner Stra­pa­ze wer­den lässt.

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JURASSIC PARK 3D

JURASSIC PARK 3D

Poster Jurassic Park 3DJU­RAS­SIC PARK 3D – Bun­des­start 05.09.2013

Ein Aben­teu­er, das vor 65 Mil­lio­nen Jah­ren be­gann, und noch im­mer so ei­nen un­ver­brauch­ten Ein­druck macht. Man kann lan­ge und sehr aus­führ­lich über den Sinn und Un­sinn des nicht mehr weg­zu­den­ken­den 3D-Trends dis­ku­tie­ren. Noch dazu, wenn plötz­lich Fil­me kon­ver­tiert wer­den, die ur­sprüng­lich über­haupt nicht für eine ste­reo­sko­pi­sche Be­trach­tung in­sze­niert wa­ren. Doch ein un­sin­nig schei­nen­der Trend kann auch ci­ne­asti­sche Vor­zü­ge ha­ben. Wenn da­durch zum Bei­spiel ein Film eine Wie­der­auf­füh­rung er­fährt, der für die gro­ße Lein­wand ge­macht wur­de, aber ei­ner gan­zen Ge­ne­ra­ti­on an Ki­no­gän­gern vor­ent­hal­ten blieb. Ein Aben­teu­er, das vor 20 Jah­ren be­gann.
JU­RAS­SIC PARK ist in vie­ler­lei Hin­sicht ein Mei­len­stein der Film­ge­schich­te. Da war zum ei­nen die Ein­füh­rung des neu­en di­gi­ta­len Film­ton DTS, der letzt­end­lich Dol­by un­ter­lag, aber qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger war. Dann war da auf der an­de­ren Sei­te na­tür­lich die Trick­tech­nik. Mit JU­RAS­SIC PARK er­wei­ter­te sich das Spe­cial-Ef­fects-Spek­trum um die heut­zu­ta­ge üb­li­cher­wei­se an­ge­wand­ten Vi­su­al-Ef­fects. Was für JU­RAS­SIC PARK selbst als Se­gen galt, wur­de zum Fluch der Bran­che. Doch am Ende ist JU­RAS­SIC PARK, selbst nach zwan­zig Jah­ren, ne­ben E.T. noch im­mer ei­ner der per­fek­te­sten, weil for­ma­li­stisch­sten Pop­corn-Fil­me der Neu­zeit. Ein über­ge­ord­ne­tes Gen­re, wel­ches durch Ste­ven Spiel­berg selbst, mit der Pro­duk­ti­on von JAWS – DER WEI­SSE HAI, sei­ne Ge­burt er­leb­te.

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FantasyFilmFest2013 – ODD THOMAS und AFTERSHOCK

FantasyFilmFest2013 – ODD THOMAS und AFTERSHOCK

Poster FFF2013ODD THO­MAS – bis­her kein Ki­no­start und kei­ne DVD-Ver­öf­fent­li­chun­gen

Wirft man ei­nen Blick auf Ste­phen Som­mers Wer­de­gang, und be­kommt dann ei­nen Film wie ODD THO­MAS zu se­hen, dann kann eine lo­gi­sche Schluss­fol­ge­rung nur sein, dem Mann nicht mehr so gro­ße Bud­gets zur Ver­fü­gung zu stel­len. Nach lan­ger Zeit dreht Som­mers wie­der ei­nen rund­um ge­lun­ge­nen Film, und dann kommt ein häss­li­cher Recht­streit da­zwi­schen, der ODD THO­MAS vor­erst lahm­legt. Für In­ter­es­sier­te hat der Hol­ly­wood-Re­por­ter die Kla­ge­schrift in Gän­ze ver­öf­fent­licht.  Auf alle Fäl­le ist es trau­rig, dass ein brei­te­res Pu­bli­kum erst ein­mal auf die­sen un­ter­halt­sa­men Gru­sel­strei­fen ver­zich­ten muss. Der ’selt­sa­me’ Tho­mas hat tat­säch­lich eine et­was ei­gen­ar­ti­ge Gabe, heißt al­ler­dings nicht des­we­gen Odd, das ist ei­nem Feh­ler auf der Ge­burts­ur­kun­de ge­schul­det. Doch der Zu­fall will es, dass der selt­sa­me Vor­na­me und Odds Gabe gut ein­her­ge­hen. Denn Odd kann tote Men­schen se­hen. Das konn­ten an­de­re vor ihm auch schon, aber der Schnell­im­biss-Koch kann wirk­lich et­was da­mit an­fan­gen. So kön­nen ihm Mord­op­fer schnell mal zum Tä­ter füh­ren. Was den Po­li­zei­chef oft in Rage bringt, weil Odd jene Tä­ter gern selbst stellt. Chief Por­ter weiß von Odds Fä­hig­keit, eben­so Odds be­zau­bern­de Freun­din Stor­my. Eine Ein­lei­tung oder Er­klä­rung da­für ver­mei­det der Film zum Glück, was die Si­tua­tio­nen noch ko­mi­scher macht, wenn Por­ter und Stor­my so selbst­ver­ständ­lich und ent­spannt mit Odds Kön­nen um­ge­hen.

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