Trailer für einen außergewöhnlichen SF-Film: MARJORIE PRIME

Trailer für einen außergewöhnlichen SF-Film: MARJORIE PRIME

Hier mal ein Trai­ler zu ei­nem ziem­lich un­ge­wöhn­li­chen SF-Film mit dem Ti­tel MAR­JO­RIE PRIME. Es geht um künst­li­che In­tel­li­genz, das Äl­ter­wer­den und ob KIs viel­leicht die bes­se­ren Men­schen sind.

Es spie­len Lois Smith, Jon Hamm, Tim Rob­bins und Gee­na Da­vis, Re­gie führ­te Mi­cha­el Al­me­rey­da nach ei­nem mit dem Pu­lit­zer-Preis aus­ge­zeich­ne­ten Büh­nen­stück glei­chen Ti­tels von Jor­dan Har­r­i­son (in dem Lois Smith eben­falls die Haupt­rol­le spiel­te).

Der Film lief ge­ra­de auf dem Sundance-Fe­sti­val, Ter­mi­ne für ei­nen Deutsch­land­start gibt es bis­her nicht. Wie man deut­sche Ver­lei­her kennt, gibt’s den viel­leicht ir­gend­wann mal auf Kon­ser­ve oder als Stream.

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Es scheint noch Er­klä­rungs­be­darf zur Aus­schrei­bung zu REI­SE­ZIEL UTO­PIA zu ge­ben, denn es tauch­ten di­ver­se Fra­gen auf, die ich im Fol­gen­den zu klä­ren ver­su­che.

Nein, es muss nicht al­les »Frie­de, Freu­de, Ei­er­ku­chen« sein. Es geht um eine grund­sätz­lich po­si­ti­ve Ge­sell­schaft in der Zu­kunft. Dass auch die nicht ohne Kon­flik­te aus­kommt, er­klärt sich von selbst. Zwei Bei­spie­le:

In STAR TREK han­delt es sich frag­los um eine po­si­ti­ve Uto­pie. Der größ­te Teil der Men­scheit und der För­de­ra­ti­on ist to­le­rant und of­fen. Ei­gen­hei­ten un­ter­schied­li­cher Spe­zi­es in­ner­halb der Völ­ker­ge­mein­schaft sieht man als Be­rei­che­rung und ver­sucht, auch mit den schwie­ri­ge­ren da­von zu­recht zu kom­men. Dass es den­noch Rei­bun­gen ge­ben kann und wird, wenn bei­spiels­wei­se ein lo­gi­scher Vul­ka­nier auf ei­nen emo­tio­na­len Men­schen trifft, ist klar und war Grund­la­ge di­ver­ser Plots. Eben­so klar ist, dass es äu­ße­re Ge­gen­spie­ler wie Klin­go­nen, Ro­mu­la­ner, Borg oder Fe­ren­gi gibt – und selbst bei de­nen be­müht man sich eher um Ver­ständ­nis und fried­li­ches Zu­sam­men­le­ben. Das klappt aber nicht im­mer, und dann spre­chen auch mal die Waf­fen. Trotz­dem ist STAR TREK in der Prime-Zeit­li­nie ge­ra­de­zu ein Pa­ra­de­bei­spiel für eine po­si­ti­ve Uto­pie. nein, es darf lei­der kei­ne Fan­fic­tion ein­ge­reicht wer­den.

Eben­falls zu nen­nen wä­ren Alan Dean Fo­sters Ro­ma­ne aus dem Hu­manx-Uni­ver­sum. Men­schen und in­sek­to­ide Thranx ha­ben es ge­schafft, trotz an­fäng­lich schwe­rer Res­sen­ti­ments und Ur­äng­sten eine ge­mein­sa­me Zi­vi­li­sa­ti­on auf­zu­bau­en, die auf den er­sten Blick po­si­tiv uto­pisch ist. Dass es auf Hin­ter­wäld­ler­pla­ne­ten an­ders aus­se­hen kann, ist in ei­nem SF-Set­ting so, aber dann wer­den halt In­spek­to­ren (Po­li­zi­sten) ge­schickt, die nach dem Rech­ten se­hen. Und auch da gibt es Ant­ago­ni­sten in Form der bie­sti­gen Ech­sen­ras­se A´Ann oder Kom­pli­ka­tio­nen durch pla­ne­ta­re Be­son­der­hei­ten oder kos­mi­sche Phä­no­me­ne.

Hin­ter­grund der Idee ist die Sci­ence Fic­tion, die ge­schrie­ben wur­de, be­vor Dys­to­pi­en en vogue wur­den: eine po­si­ti­ve Sicht auf die Zu­kunft, auf die ge­sell­schaft­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung und die Tech­nik. Oder neue Mo­del­le des Zu­sam­men­le­bens.

Kei­ne Uto­pi­en sind bei­spiels­wei­se Ge­sell­schaf­ten die kom­plett glück­lich sind, weil sie im Dau­er­dro­gen­rausch exi­stie­ren, oder weil sie von ir­gend­wel­chen re­li­giö­sen Ka­sten un­ter­drückt wer­den, die ih­nen auf­ok­tro­ie­ren, dass sie tooo­tal glück­lich sind, weil Gott das so will.

Die Uto­pie soll­te schon echt sein. Uto­pi­en müs­sen nicht kon­flikt­frei sein. Kon­flik­te könn­ten bei­spiels­wei­se auch dar­aus ent­ste­hen, dass je­mand ver­sucht, die Ge­sell­schaft zum Schlech­te­ren zu ver­än­dern, und dass es da­ge­gen Wi­der­stand gibt. Oder dass eine uto­pi­sche Ge­sell­schaft auf eine Pro­be ge­stellt wird, weil sie nicht von ih­ren Prin­zi­pi­en las­sen will, ob­wohl das Nach­tei­le be­deu­ten könn­te – aber auch da kommt man am Ende ge­stärkt her­aus her­vor.

Der Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le.

Wer sie bis­her über­se­hen hat: Zur Aus­schrei­bung geht es hier lang.

Neuer SF-Kurzfilm von Neill Blomkamp: RAKKA

Neuer SF-Kurzfilm von Neill Blomkamp: RAKKA

RAK­KA ist der Ti­tel des neu­en Sci­ence Fic­tion-Kurz­films von Neill Blom­kamp (DI­STRICT 9), der er­ste sei­ner kürz­lich ge­grün­de­ten In­de­pen­dent-Pro­duk­ti­ons­fir­ma Oats Stu­di­os. Und er hat sich für den Kurz­film nam­haf­te Hil­fe ge­holt, die Haupt­rol­le spielt kei­ne an­de­re als Si­gour­ney Wea­ver.

Die stellt eine kampf­erfah­re­ne Frei­heits­kämp­fe­rin dar, die ei­nen Gue­ril­la­krieg ge­gen ech­sen­ar­ti­ge Ali­en-In­va­so­ren führt – und das ist nicht eben leicht, denn die­se Ech­sen ha­ben über­sinn­li­che Fä­hig­kei­ten wie Te­le­ki­ne­se oder Be­wusst­seins­kon­trol­le.

RAK­KA hat eine Län­ge von 20 Mi­nu­ten.

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Mit DIE AUS­ER­WÄHL­TEN ist der zwei­te Band aus der Sci­ence Fic­tion-Rei­he AR­MA­TIN von Ma­thi­as Leo­pold er­schie­nen.

Wäh­rend es im er­sten Band, DIE OR­LA­SIER, um die Er­for­schung ei­ner na­he­zu er­lo­sche­nen Spe­zi­es von ge­nia­len Gen­tech­ni­kern ging, wen­det sich Leo­pold im zwei­ten Band dem ge­sam­ten Völ­ker­bund »Ge­mein­schaft« zu: Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Mis­si­on oder eine Ver­tei­di­gung, al­les scheint auf dem Spiel zu ste­hen. Mit den »Aus­er­wähl­ten«, ei­ner Grup­pe von nicht nä­her be­zeich­ne­ten über­mäch­ti­gen We­sen, wird eine der Par­tei­en vor­ge­stellt, die die Ge­schicke des Bun­des len­ken und die Macht an sich rei­ßen wol­len. Ihr Mot­to ist die Er­ret­tung der Ge­mein­schaft, aber ihre Me­tho­den pas­sen nicht dazu. Den Aus­er­wähl­ten, die im Ver­bor­ge­nen ar­bei­ten, ge­lingt es mehr und mehr, das Ge­fü­ge zu de­sta­bi­li­sie­ren und ihre ei­ge­nen Leu­te an die Macht zu brin­gen, im Ver­such, eine neue Ge­sell­schaft zu er­schaf­fen. Den Toach, ei­ner tech­ni­sche Le­bens­form und Grün­dungs­mit­glied der klas­si­schen Ge­mein­schaft, kommt da­bei eine be­son­de­re Rol­le zu, aber auch die Macht­ver­schie­bung auf der Hei­mat­welt der Men­schen, Ar­ma­tin, geht auf das Kon­to der Aus­er­wähl­ten.
Das Buch be­glei­tet er­neut das gi­gan­ti­sche Raum­schiff Pul­sar auf ver­schie­de­nen Mis­sio­nen wie zum Bei­spiel der Ver­tei­di­gung ge­gen die vor­rücken­den Fe­nor oder Ret­tungs­mis­sio­nen für die Di­jyu. Die Pul­sar ist da­bei im­mer im Zen­trum der Macht und Ka­pi­tä­nin Mi­gasch­scher wird mehr und mehr zu ei­ner der eng­sten Ver­trau­ten der neu­en Re­gie­rung.

Die Print­ver­si­on als Ta­schen­buch ko­stet 16,99 Euro (ISBN 978–3-7448–1956-5), die eBook-Fas­sung (ISBN 978–3-7448–7821-0) schlägt mit 6,99 Euro zu Bu­che.

Bis zum 20.06. ist das eBook zu ei­nem Ak­ti­ons­preis von €4,99 statt €6,99 zu ha­ben.

Co­ver Co­py­right Ma­thi­as Leo­pold

GRRMs NIGHTFLYERS als Fernsehserie bei SyFy

GRRMs NIGHTFLYERS als Fernsehserie bei SyFy

An­ge­sichts des un­ge­bro­che­nen In­ter­es­ses an GAME OF THRO­NES wun­dert es nicht, dass auch an­de­re Stof­fe des Au­to­ren Ge­or­ge R. R. Mar­tin um­ge­setzt wer­den sol­len. Nach all den Jah­ren sei­nes Schaf­fens gibt es wirk­lich ge­nug Stoff.

SyFy wird die No­vel­le NIGHT­FLY­ERS als Fern­seh­se­rie um­set­zen. Da­bei han­delt es sich um eine Kurz­ge­schich­te, die 1980 er­schien. Sie wur­de be­reits 1987 in ei­nen eher tra­shi­gen B-Film um­ge­setzt.

Dies­mal hat SyFy sich mit Uni­ver­sal Ca­ble Pro­duc­tions zu­sam­men ge­tan. Das Pro­duk­ti­ons­team be­steht aus ei­ner Men­ge Leu­ten: Doug Li­man (EDGE OF TO­MOR­ROW), Gene Klein und Da­vid Bar­tis von Hyp­no­tic, Ali­son Ro­sen­zweig und Mi­cha­el Ga­e­ta of Ga­e­ta Ro­sen­zweig Films, Lloyd Ivan Mil­ler und Ali­ce P. Neu­hau­ser von Lloyd Ivan Mil­ler Pro­duc­tions und Jeff Buh­ler (MEAT TRAIN) – letz­te­rer schreibt auch die Dreh­bü­cher.

Die Zu­sam­men­fas­sung lau­tet wie folgt:

Night­fly­ers is a sci­ence fic­tion tale set in the fu­ture on the eve of Ar­ma­ged­don. A crew of ex­plo­rers es­cape Earth’s de­st­ruc­tion by boar­ding the Night­fly­er, a high­ly ad­van­ced space ship that is run by an ar­ti­fi­ci­al in­tel­li­gence and has a cap­tain that the ex­plo­rers ne­ver get to see. The mis­si­on has them ren­dez­vou­sing with a my­ste­rious ali­en space­craft, but as the jour­ney con­ti­nues questi­on ari­se about just whe­re the Night­fly­er is re­al­ly go­ing.

NIGHT­FLY­ERS ist eine Sci­ence Fic­tion-Ge­schich­te, die in der Zu­kunft am Vor­abend der Apo­ka­lyp­se han­delt. Eine Grup­pe von For­schern ent­kommt der Zer­stö­rung der Erde in der Night­fly­er, ei­nem hoch­mo­der­nen Raum­schiff, das von ei­ner künst­li­chen In­tel­li­genz do­mio­ni­ert wird, das Kom­man­do hat ein Cap­tain, den sie nie zu se­hen be­kom­men. Ihre Mis­si­on ist es, sich mit ei­nem my­ste­riö­sen Ali­en­schiff zu tref­fen, doch wäh­rend der Rei­se stel­len sich Fra­gen, wo­hin die Night­fly­er tat­säch­lich fliegt.

Ei­nen Start­ter­min gibt es noch nicht.

Co­ver Night­fly­ers Co­py­right 1985 St Mar­tins Press

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Humble eBook Bundle mit Nebula Award-Gewinnern

Ne­ben Com­pu­ter­spie­len bringt Hum­ble Bund­le auch im­mer wie­der mal eBook-Pa­ke­te her­aus. Jetzt gibt es ein neu­es und das ist se­hens­wert, denn es ent­hält aus­schließ­lich Bü­cher von SF-Au­to­ren, die schon mal den Ne­bu­la Award ge­won­nen ha­ben.

Und das liest sich wie ein Who Is Who, denn da­bei sind un­ter an­de­rem:

Ge­or­ge R.R. Mar­tin, Shei­la Finch, Howard Wald­rop, Eliza­beth Ann Scar­bo­rough, Kel­ly Link, Har­lan El­li­son, Ray Brad­bu­ry, Neil Gai­man, John Brun­ner, Ro­ger Zelaz­ny, Frank Her­bert und noch di­ver­se an­de­re mehr.

Wer das kom­plet­te Pa­ket al­ler eBooks ha­ben möch­te, muss 20 Dol­lar aus­ge­ben und er­hält da­für gan­ze 40 (!) be­mer­kens­wer­te Bü­cher aus dem Be­reich SF und Phan­ta­stik. Man kann aber auch deut­lich we­ni­ger aus­ge­ben und dann eben nur Tei­le des Ge­samt­pa­kets be­kom­men.

Er­neut ein gran­dio­ses Bund­le – eine Ak­ti­on, die in Deutsch­land dank der fos­si­len Buch­preis­bin­dung lei­der un­mög­lich wäre.

Alle In­for­ma­tio­nen zum »Hum­ble Bund­le Su­per Ne­bu­la Aut­hor Show­ca­se« auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­sei­te.

EDGE OF TOMORROW 2

EDGE OF TOMORROW 2

Tom Crui­ses Ver­si­on des Mur­mel­tier­tags war ein Sci­ence Fic­tion-Film mit dem Ti­tel EDGE OF TO­MOR­ROW, und der lief 2014 in den Licht­spiel­häu­sern. Wenn­gleich er bei Kri­ti­kern um­strit­ten war, kam er beim Pu­bli­kum doch recht gut an. Was al­ler­dings zwei­fel­haft war, war zum ei­nen War­ners Wer­be­kam­pa­gne. Zum an­de­ren muss man sich fra­gen, wel­che Dro­gen die bei War­ner ge­nom­men ha­ben, als es um die Kon­ser­ven-Ver­mark­tung ging, denn auf Sil­ber­schei­be hieß der Strei­fen auf ein­mal LIVE DIE RE­PEAT.

Und auch wenn man sich fra­gen muss, wie ge­nau man da noch ei­nen zwei­ten Teil an­hän­gen soll (und ei­gent­lich war die Sto­ry doch ab­ge­schlos­sen), ha­ben die Mäch­ti­gen beim Stu­dio ent­schie­den, den mal zu ma­chen. Bei der Fort­set­zung sol­len er­neut Tom Crui­se und Emi­ly Blunt die Haupt­rol­len spie­len. Der Ti­tel des Se­quels soll Live Die Re­peat And Re­peat lau­ten.

Re­gis­seur Doug Li­man ist der An­sicht, dass der zwei­te Teil bes­ser wer­den wird, als der er­ste, und sie ein ganz groß­ar­ti­ges Dreh­buch ha­ben. Aber sol­che PR-Phra­sen wer­den ei­gent­lich im­mer ab­ge­son­dert. Des­we­gen bleibt uns nur, ab­zu­war­ten, ob es tat­säch­lich so sein wird. Ich habe mei­ne Zwei­fel, aber wie im­mer gilt: Man kann Fil­me erst be­ur­tei­len, nach­dem man sie ge­se­hen hat.

Pro­mo­fo­to EDGE OF TO­MOR­ROW Co­py­right War­ner Bros.

Brad Pitt im Science Fiction-Film AD ASTRA

Brad Pitt im Science Fiction-Film AD ASTRA

Brad Pitt ist kein kom­plet­ter New­co­mer wenn es um Sci­ence Fic­tion-Fil­me geht. Man konn­te ihn be­reits in 12 MON­KEYS se­hen und auch WORLD WAR Z könn­te man ir­gend­wie ins Gen­re ein­sor­tie­ren. Jetzt will er zu­sam­men mit Re­gis­seur Ja­mes Gray (THE LOST CITY OF Z) den SF-Strei­fen AD ASTRA ma­chen.

Prä­mis­se: Pitt spielt ei­nen Astro­nau­ten, der zu ei­nem Mis­si­on zum Pla­ne­ten Nep­tun auf­bricht – 20 Jah­re nach­dem sein Va­ter wäh­rend ei­nes ähn­li­chen Vor­ha­bens ver­schwun­den ist. Er will ver­su­chen Hin­wei­se dar­auf zu fin­den, was da­mals ge­schah.

In ei­nem In­ter­view mit Col­li­der sag­te Gray, dass er im Juli 2017 zu­sam­men mit Pitt be­gin­nen wird, am Pro­jekt AD ASTRA zu ar­bei­ten. Wei­ter­hin führ­te er aus, dass er in dem Film »die rea­li­stisch­ste Dar­stel­lung ei­ner Welt­raum­rei­se, die es je im Kino ge­ge­ben hat« zei­gen möch­te. Füg­te aber auch gleich hin­zu, dass das sehr am­bi­tio­niert ist, denn ne­ben der rea­li­sti­schen Raum­fahrt­dar­stel­lung müs­se man eben auch Kon­zes­sio­nen an Dra­ma­tur­gie und Zu­schau­er ma­chen und bei SF ge­wis­se fan­ta­sti­sche Ele­men­te zu­las­sen.

Man darf sehr ge­spannt sein, was bei die­sem Vor­ha­ben her­aus kom­men wird. Ei­nen Start­ter­min für AD ASTRA gibt es der­zeit noch nicht.

Bild Brad Pitt (2014) von DoD News Fea­tures, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Je­der, der sich in­ten­si­ver mit Sci­ence Fic­tion be­schäf­tigt, weiß was Fan­zines sind. Fan­zines sind von Fans her­aus­ge­ge­be­ne Ma­ga­zi­ne, die sich mit As­pek­ten der SF und ver­wand­ten Ge­bie­ten be­schäf­ti­gen. Die gibt es seit vie­len, vie­len Jah­ren, seit man als Sterb­li­cher ab­seits von Ver­la­gen halb­wegs brauch­ba­ren Zu­griff auf Ver­viel­fäl­ti­gungs­me­tho­den für Tot­holz be­kam. Ich kann mich noch an Fan­zines er­in­nern, die vor dem groß­flä­chi­gen Ent­ste­hen von Co­py­shops mit Spi­ri­tus-Um­druck ent­stan­den sind. Mit Stück­zah­len, die man an vier Hän­den ab­zäh­len konn­te. Oder drei. Oder 20. Es gab Fan­zines mit den ver­schie­den­sten In­hal­ten, man­che be­fass­ten sich se­kun­där­li­te­ra­risch mit dem Ger­ne, an­de­re brach­ten selbst­ver­fass­te Sto­ries, wie­der an­de­re wa­ren rei­ne Ego­zi­nes, die ver­mut­lich mei­sten ein Mix aus all dem. Fan­zines wa­ren ein As­pekt des Gen­res und des Hob­bies, das nicht weg­zu­den­ken war – und streng ge­nom­men bis heu­te ist.

Aber wenn wir das mal mit et­was Ab­stand und ob­jek­tiv be­trach­ten, dann wa­ren das Pu­bli­ka­ti­ons­for­men für je­der­mann, lan­ge be­vor so et­was wie das In­ter­net oder Self­pu­bli­shing all­ge­mein ver­füg­bar wa­ren. Ma­ga­zi­ne, die in eben­falls ei­ner Art von Self­pu­bli­shing er­schie­nen sind.

Und da kom­men wir zum Punkt: An­ge­sichts die­ser jahr­zehn­te­lan­gen Hi­sto­rie des Self­pu­bli­shings im deut­schen SF-Fan­dom kann ich ab­so­lut nicht nach­voll­zie­hen, war­um et­li­che Prot­ago­ni­sten die­ses Ge­ron­ten­stadls die­ser Grup­pie­rung heut­zu­ta­ge via Self­pu­bli­shing ver­öf­fent­lich­te Wer­ke oder Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen pau­schal als »Mist« ab­leh­nen, ohne auch nur mal ein Blick hin­ein ge­wor­fen zu ha­ben? War­um fin­den Self­pu­bli­shing-Wer­ke kei­ner­lei Be­rück­sich­ti­gung, wenn es um Prei­se aus dem Dunst­kreis »deut­sches SF-Fan­dom« geht, Ver­öf­fent­li­chun­gen in Fan­zines – die heu­te bis­wei­len noch wie mit Spi­ri­tus­um­druck her­ge­stellt wir­ken, selbst wenn sie eine Web­prä­senz sind – aber schon? Wird da mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen? Weil »wir das noch nie so ge­macht ha­ben«? War­um? Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, denn es gibt frag­los im Be­reich SF via Self­pu­bli­shing hau­fen­wei­se be­mer­kens­wer­te Ver­öf­fent­li­chun­gen, so­gar wel­che, die an­ders­wo Prei­se ein­heim­sen kön­nen. War­um wer­den die nicht zur Kennt­nis ge­nom­men? Weil ge­ra­de die Ju­ro­ren für SF-Prei­se eine neue Tech­no­lo­gie wie eBooks und eBook-Re­ader als neu­mo­di­sches Teu­fels­werk ab­leh­nen und lie­ber ver­zückt an Drucker­schwär­ze und Buch­rücken­kleb­stoff von be­druck­tem Tot­holz schnüf­feln? Und weil sie nicht er­ken­nen, dass Self­pu­bli­shing so weit vom Fan­dom-Klas­si­ker Fan­zine nicht ent­fernt ist? Oder sind sie ver­grätzt, dass wir heu­te in der Lage sind, Sto­ry­samm­lun­gen via Ama­zon groß­flä­chig un­ters Volks zu brin­gen, statt nur zwei Hand­voll hand­ge­klam­mer­ter nach Sprit rie­chen­der Um­druck-Hef­te ver­tei­len oder per Post ver­schicken zu kön­nen? War­um leh­nen Ur­ge­stei­ne, die uns frü­her mit mehr oder we­ni­ger schlecht ko­pier­ten Fan­zines zwei­fel­haf­ten In­halts ge­quält ha­ben (die aber den­noch als Fan-Ar­beit selbst­ver­ständ­lich lie­bens- und be­mer­kens­wert wa­ren), heu­te an­de­re Fans ab, die ei­gent­lich ge­nau das­sel­be tun?

Ich ver­ste­he es nicht. Ich ver­ste­he es wirk­lich nicht.

p.s.: Nein, es geht dies­mal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jah­re­lang mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen Self­pu­bli­shing ge­wehrt hat.

Hea­der­bild Co­py­right: StockUn­li­mi­ted

Science Fiction von Future Dude Entertainment: OCEANUS

Science Fiction von Future Dude Entertainment: OCEANUS

In den USA ent­wickelt sich im Un­ter­hal­tungs­be­reich eine In­de­pen­dent-Sze­ne, die Fil­me ab­seits der gro­ßen Stu­di­os und Sen­der rea­li­sie­ren möch­te. Ei­ner da­von ist Fu­ture Dude En­ter­tain­ment, die Fil­me und Se­ri­en aus dem Be­reich Sci­ence Fic­tion ent­wickeln und auch schon Er­geb­nis­se vor­zu­wei­sen ha­ben, die an­ge­sichts der Bud­gets ganz er­staun­lich sind, auch wenn sie na­tür­lich auf den er­sten Blick nicht mit den Mul­ti­mil­lio­nen Dol­lar-Pro­duk­tio­nen der gro­ßen Stu­di­os mit­hal­ten kön­nen. Da­für sind sie in­no­va­tiv und krea­tiv. Der Fo­kus der Pro­duk­tio­nen liegt da­bei auf wis­sen­schaft­lich un­ter­füt­ter­ter SF.

Was man sich be­reits an­se­hen kann, ist ein 34-mi­nü­ti­ger Pi­lot zu OCEA­NUS, wei­te­re ge­plan­te Pro­duk­tio­nen hei­ßen VE­NUS, PAR­AL­LEL MAN, AR­ROW OF HEA­VEN und RE­TRO­GRA­DE.

Wei­te­re De­tails zum In­die-Stu­dio und des­sen Pro­jek­ten fin­det man auf der Web­sei­te von Fu­ture Dude En­ter­tain­ment. OCEA­NUS ACT ONE gibts auf Vimeo:

Pro­mo­gra­fik OCEA­NUS Co­py­right Fu­ture Dude En­ter­tain­ment

Science Fiction-Serie von J. J. Abrams auf HBO: GLARE

Science Fiction-Serie von J. J. Abrams auf HBO: GLARE

Dar­auf ha­ben die SF-Fans lan­ge ge­war­tet: Eine vom Ca­ble-Chan­nel HBO auf­wen­dig pro­du­zier­te Sci­ence Fic­tion-Se­rie. Und die kommt auch noch von J. J. Ab­rams, der wie­der­holt be­wie­sen hat, dass er nicht nur vor­han­de­ne Fran­chises ad­ap­tie­ren, son­dern auch hau­fen­wei­se ori­gi­nel­le ei­ge­ne Stof­fe ent­wickeln kann. Nach der über­aus er­folg­rei­chen Zu­sam­men­ar­beit mit HBO in Sa­chen WEST­WORLD hat man sich ent­schlos­sen, mit ihm ein wei­te­res pre­sti­ge­träch­ti­ges Pro­jekt zu star­ten: GLA­RE.

Ab­rams’ BAD RO­BOT pro­du­ziert zu­sam­men mit War­ner Te­le­vi­si­on und HBO, als Haupt­au­tor und krea­ti­ver Kopf agiert Ja­vier Gul­lón (EN­E­MY), der ist zu­sam­men mit J. J. auch aus­füh­ren­der Pro­du­zent.

De­tails zur Se­rie sind auf­grund des frü­hen Pro­jekt­sta­di­ums noch äu­ßerst spär­lich, aber es soll um die Ko­lo­ni­sie­rung ei­nes Pla­ne­ten ge­hen. Wei­te­re De­tails wer­de ich mel­den, so­bald ich sie er­fah­re.

Fun fact am Ran­de: »gla­re« ist auch ein Syn­onym für »lens fla­re« … Selbst­iro­nie kann er ja, der J.J. …

Bild J.J. Ab­rams von Gage Skid­mo­re, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

 

J. J. Abrams´ nächstes Projekt: GOD PARTICLE

J. J. Abrams´ nächstes Projekt: GOD PARTICLE

J. J. AbramsNach der Re­gie an STAR WARS – THE FORCE AWA­KENS wen­de­te sich Star­re­gis­seur J. J. Ab­rams wei­te­ren Pro­jek­ten zu, das neu­este da­von trägt den Na­men GOD PAR­TI­CLE und ist we­nig über­ra­schend wie­der ein fan­ta­sti­scher Film.

In GOD PAR­TI­CLE geht es um eine Grup­pe von Astro­nau­ten, die auf ein­mal al­lein im All sind, nach­dem ein wis­sen­schaft­li­ches Ex­pe­ri­ment die gan­ze Erde hat ver­schwin­den las­sen, und die in ei­ner al­ter­na­ti­ven Rea­li­tät ums Über­le­ben kämp­fen müs­sen. Das klingt doch mal nach ori­gi­nel­ler Sci­ence Fic­tion.

Noch in­ter­es­san­ter dar­an ist al­ler­dings, dass es sich dem Ver­neh­men nach um den drit­ten Teil der CLOVER­FIELD-Rei­he han­deln soll. An­geb­lich plant Pa­ra­mount so­gar eine gan­ze Rei­he im CLOVER­FIELD-Uni­ver­sum, von der jähr­lich ein Film er­schei­nen soll.

Ob das tat­säch­lich so ist, wird die Zu­kunft zei­gen, denn wir wis­sen, dass  J. J. Ab­rams der Mei­ster des Smo­ke­screens und der Fehl­in­for­ma­tio­nen ist. Auch 10 CLOVER­FIELD LANE wur­de ur­sprüng­lich un­ter dem tar­nen­den Ti­tel THE CEL­LAR pro­du­ziert. Viel­leicht kommt also auch GOD PAR­TI­CLE nicht mit die­sem Na­men in die Lich­spiel­häu­ser.

Bild JJ Ab­rams von Da­vid Shank­bone, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY