Angekündigt: Neues Gaiman-Buch NORSE MYTHOLOGY

Angekündigt: Neues Gaiman-Buch NORSE MYTHOLOGY

Neil GaimanKult-Au­tor Neil Gai­man hat auf Face­book sein neu­es Buch an­ge­kün­digt. Es soll im Fe­bru­ar 2017 er­schei­nen und den ein­fa­chen Ti­tel NOR­SE MY­THO­LO­GY tra­gen.

Und dar­in geht es – wen wür­de es wun­dern? – um nor­di­sche My­tho­lo­gie: es er­zählt die Ge­schich­te um Odin, Loki, Thor, Eis­rie­sen Zwer­ge und Al­ben neu, na­tür­lich in Gaimans un­ver­wech­sel­ba­ren Stil und ver­mut­lich mit un­er­war­te­ten Twists. Der Au­tor sag­te dazu:

To get the op­por­tu­ni­ty to re­tell the myths and po­ems we have in­heri­ted from the Nor­se was al­most too good to be true. I hope that I have re­told sto­ries that read like the real thing: so­me­ti­mes pro­found, so­me­ti­mes fun­ny, so­me­ti­mes he­roic, so­me­ti­mes dark, and al­ways ine­vi­ta­ble.

Die Mög­lich­keit zu be­kom­men, die über­lie­fer­ten nor­di­schen My­then und Ge­dich­te nach­zu­er­zäh­len war fast zu schön, um wahr zu sein. Ich hof­fe, dass ich die Ge­schich­ten in ei­ner Art nach­er­zählt habe, die sich wie die Vor­la­gen liest: manch­mal tief­grün­dig, manch­mal wit­zig, manch­mal hel­den­haft, manch­mal dü­ster und im­mer un­ver­meid­lich.

Das Buch er­scheint bei W. W. Nor­ton & Com­pa­ny am 7. Fe­bru­ar 2017 als Hard­co­ver und kann ab so­fort vor­be­stellt wer­den.

Bild Neil Gai­man von Kyle Cassidy, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Booksfactory hat Kapazitätsprobleme

Booksfactory hat Kapazitätsprobleme

booksfactoryNach­dem ich books­fac­to­ry als sinn­vol­len Druck­dienst­lei­ster ins­be­son­de­re auch für Self­pu­blisher emp­foh­len hat­te, sprach sich das her­um, das weiß ich aus di­ver­sen Rück­mel­dun­gen und Ge­sprä­chen – wei­ter­hin weiß ich, dass et­li­che, de­nen ich sie emp­foh­len hat­te, ih­rer­seits wei­ter­emp­foh­len ha­ben. Be­reits vor ei­ni­gen Mo­na­ten gab es Eng­päs­se auf­grund ei­ner de­fek­ten Ma­schi­ne – da­für soll­te man Ver­ständ­nis ha­ben, und die wa­ren ir­gend­wann auch be­sei­tigt.

Ak­tu­ell ist die Lage al­ler­dings nicht ro­sig, of­fen­bar hat books­fac­to­ry ei­nen deut­li­chen Auf­trags­stau, zum ei­nen wohl nach wie vor we­gen der Buch­mes­se, zum an­de­ren auf­grund tech­ni­scher Pro­ble­me. Ich weiß von ei­ner Freun­din, dass de­ren Bü­cher vier Wo­chen Ver­spä­tung ha­ben. Auf­grund ei­ner An­fra­ge per Email sag­te man mir te­le­fo­nisch, der­zeit seit der Ver­zug ca. noch eine Wo­che. Nach dem was ich so von Be­stel­lern höre, wür­de ich eher mehr an­neh­men wol­len.

Auch wenn man auf­grund der bis­he­ri­gen po­si­ti­ven Er­fah­run­gen mit books­fac­to­ry Ver­ständ­nis zei­gen möch­te, so ist es doch über­aus frag­wür­dig, wenn auf der Web­sei­te viel zu lan­ge von sie­ben Ta­gen Pro­duk­ti­ons­dau­er die Rede ist, ob­wohl man ge­nau weiß, dass das auf gar kei­nen Fall ein­ge­hal­ten wer­den kann. Nach mei­nem ein­deu­ti­gen Hin­weis dar­auf am Te­le­fon, dass hier nur Trans­pa­renz hilft, wur­de nun ein ent­spre­chen­der Hin­weis beim Buch­kal­ku­la­tor auf der Web­sei­te ein­ge­fügt. Der al­ler­dings auch kei­ne Ter­mi­ne nennt, man soll die­se te­le­fo­nisch er­fra­gen:

Im Mo­ment ha­ben wir eine sehr hohe Auf­trags­la­ge.
Bit­te er­fra­gen Sie die ak­tu­el­len Pro­duk­ti­ons­zei­ten te­le­fo­nisch.

Au­ßer­dem wur­de mir bei dem Ge­spräch ge­sagt, dass man sich be­mü­he, ter­min­kri­ti­sche Be­stel­lun­gen recht­zei­tig zu be­ar­bei­ten. Mei­ne Be­kann­te er­hielt al­ler­dings im Ge­gen­satz dazu ge­ra­de die Aus­kunft, »je­der zwei­te Auf­trag sei ter­min­kri­tisch« und man man tue schon, was man kön­ne. Das ist un­schön. Eben­so un­schön ist, wenn es zu­dem kei­ner­lei Kom­pen­sa­ti­ons­an­ge­bo­te ge­gen­über den Be­stel­lern gibt. Bei­spiels­wei­se auf die Ver­sand­ko­sten zu ver­zich­ten oder an­ge­sichts der Ver­zö­ge­run­gen we­nig­stens den Preis zu min­dern.

Klar ist: Die Nen­nung ei­nes Lie­fer­ter­mins ist Teil des Ver­trags, wird das nicht ein­ge­hal­ten, kann man ent­spre­chend agie­ren. Da die Web­sei­te des pol­ni­schen An­bie­ters in deut­scher Spra­che vor­liegt, könn­te deut­sches Recht an­wend­bar sein (auch des­we­gen, weil es eine Sup­port­num­mer in Deutsch­land gibt und die Kon­to­ver­bin­dung eine deut­sche ist). Sie­he dazu »Grenz­über­grei­fend im Netz ein­kau­fen«, wo man le­sen kann:

Deut­sches Recht gilt bei­spiels­wei­se dann, wenn der pol­ni­sche Un­ter­neh­mer auf Deutsch auf sei­ner In­ter­net­sei­te wirbt und der Ab­schluss des Ver­tra­ges auf die Wer­bung zu­rück­zu­füh­ren ist

Auch das ein Grund, war­um sich books­fac­to­ry über­le­gen soll­te, die Kun­den durch ir­gend­wel­che Kom­pen­sa­tio­nen gnä­dig zu stim­men, denn bei Nicht­er­fül­lung könn­ten die Kun­den mög­li­cher­wei­se vom Ver­trag zu­rück­tre­ten oder so­gar Scha­den­er­satz ein­for­dern (z.B. auf­grund ent­gan­ge­ner Ver­käu­fe, die al­ler­dings nicht ganz ein­fach zu quan­ti­fi­zie­ren sein dürf­ten, oder auf­grund von Mehr­ko­sten bei an­de­ren An­bie­tern).

Ak­tu­ell kann man je­dem Self­pu­blisher nur ra­ten, sich vor der Druck­be­auf­tra­gung te­le­fo­nisch zu ver­si­chern, wie lan­ge die Lie­fe­rung kon­kret dau­ern wird – und sich das auch schrift­lich ge­ben zu las­sen, bei­spiels­wei­se per Email. Oder auf al­ter­na­ti­ve Dienst­lei­ster zu­rück­zu­grei­fen, bis books­fac­to­ry sei­ne Ka­pa­zi­täts­pro­ble­me im Griff hat.

Al­les sehr scha­de. Ins­be­son­de­re für eine Drucke­rei, die sich als Dienst­lei­ster po­si­tio­niert hat­te, der auch und ge­ra­de klei­ne Men­gen schnell lie­fern kann. Und ich kann mich nur wie­der­ho­len: Die zu­erst ge­zeig­te Hand­ha­bung, die über­lan­gen Lie­fer­zei­ten zu ver­schlei­ern und auf der Web­sei­te viel zu lan­ge auf die ganz nor­ma­le Dau­er hin­zu­wei­sen, ist ein faux pas, der völ­lig in­ak­zep­ta­bel ist. So wird man das Ver­trau­en schnel­ler los, als man es ge­won­nen hat.

Und letzt­end­lich ist das al­les auch des­we­gen be­dau­erns­wert, weil die Da­men und Her­ren bei books­fac­to­ry sich bis­her im­mer viel Mühe ge­ge­ben und ei­nen erst­klas­si­gen Ser­vice ge­bo­ten ha­ben, auch wenn es um Pro­ble­me mit Druck­da­tei­en o.ä. ging.

Ich su­che nach Al­ter­na­ti­ven und wer­de nach Tests be­rich­ten. Ich hof­fe aber, dass die das bei books­fac­to­ry mög­lichst schnell in den Griff be­kom­men und wie­der die ge­wohn­te Ser­vice­qua­li­tät bie­ten.

Logo/Screenshot books­fac­to­ry Co­py­right books­fac­to­ry

Neu bei Feder & Schwert: MASCHINENSEELE von Chris Schlicht

Neu bei Feder & Schwert: MASCHINENSEELE von Chris Schlicht

Cover MaschinenseeleSo­eben ist bei Fe­der & Schwert ein neu­er deut­scher Steam­punk-Ro­man von Chris Schlicht er­schie­nen, dar­in keh­ren die Hel­den des für den Kurd-Laß­witz-Preis no­mi­nier­ten Bu­ches MA­SCHI­NEN­GEIST zu­rück. Wer­be­text:

Wir schrei­ben das Jahr 1900. Im Stadt­mo­loch Frank­furt-Wies­ba­den ver­sucht Ober­kom­mis­sar Pe­ter Lan­gen­dorf, eine Mord­se­rie auf­zu­klä­ren. Ein Wahn­sin­ni­ger tö­tet schein­bar wahl­los Men­schen, de­nen er ein Kör­per­teil raubt und de­ren Lei­chen er an öf­fent­li­chen Or­ten zur Schau stellt.
Doch da­mit nicht ge­nug – wie­der be­kommt Lan­gen­dorf es mit Rat­ten zu tun, dies­mal mit flie­gen­den, und auch die Fa­mi­lie von Wal­len­fels, sei­ne alte Ne­me­sis, scheint wei­ter üble Rän­ke zu schmie­den.

Der Ro­man hat ei­nen Um­fang von an­sehn­li­chen 544 Sei­ten und steht als eBook und Print zur Ver­fü­gung. Für die ge­druck­te Fas­sung muss man 13,99 Euro be­rap­pen, was die eBook-Fas­sung ko­stet, konn­te ich bis­her lei­der nicht her­aus­fin­den. Will man den Ver­lag un­ter­stüt­zen, kauft man das Werk di­rekt dort.

MA­SCHI­NEN­SEE­LE
Chris Schlicht
Steam­punk-Ro­man
Ta­schen­buch & eBook, 544 Sei­ten
EUR 13,99 (Ta­schen­buch)
April 2014
ISBN-10: 3867622043
ISBN-13: 978–3867622042
Fe­der & Schwert

Co­ver­ab­bil­dung MA­SCHI­NEN­SEE­LE Co­py­right Fe­der & Schwert

CLOCKWORK COLOGNE – Band eins erschienen

CLOCKWORK COLOGNE – Band eins erschienen

Cover "Rosenkrankmoerder"CLOCK­WORK CO­LO­GNE ist eine Steam­punk-Kri­mi-Se­rie, die in ei­nem fik­ti­ven Cöln um die Jahr­hun­dert­wen­de an­ge­sie­delt ist. Es wer­den Ver­schwö­run­gen auf­zu­decken, my­ste­riö­se Fäl­le zu lö­sen, neb­li­ge Spu­ren zu ver­fol­gen sein. Die Prot­ago­ni­sten kämp­fen mit der durch ei­nen quan­ten­ma­gi­schen Un­fall ent­stan­de­nen Strah­len­be­la­stung, dem ganz all­täg­li­chen Wahn­sinn und nicht sel­ten mit ih­ren ei­ge­nen Dä­mo­nen.

Cöln, Freie Reichs­stadt, im Jah­re des Herrn 1898

Eu­ro­pa hat sich noch im­mer nicht von dem Quan­ten­ma­gi­schen GAU er­holt, der die Welt 40 Jah­re zu­vor er­schüt­tert hat. Die dar­aus re­sul­tie­ren­de Strah­lung ver­seucht den hal­ben Kon­ti­nent. Die Dampf­ma­gi­sche Ge­sell­schaft hat ei­nen Schutz­schirm über Cöln er­rich­tet, doch die­ser Schutz hat sei­nen Preis. Die Dampf­ma­gi­er nut­zen die Furcht vor der Strah­lung aus, um die Bür­ger zu kon­trol­lie­ren.
Die Quan­ten­ma­gi­er sind in den Un­ter­grund ge­flüch­tet und ha­ben un­ter den Gas­sen Cölns eine Welt ge­schaf­fen, die ih­ren ei­ge­nen Re­geln folgt. Aber auch in der Ober­stadt neh­men Kor­rup­ti­on und Ver­bre­chen er­schrecken­de Aus­ma­ße an. Die De­zer­na­te des Kai­ser­li­chen Kri­mi­nal­am­tes sind un­ter­be­setzt, die Be­am­ten über­la­stet. Vie­le ha­ben sich kor­rum­pie­ren las­sen oder re­si­gniert.
Nicht so Kom­mis­sär La­c­roix. Für ihn sind Recht und Ge­setz nicht nur lee­re Flos­keln. Er steht mit bei­den Bei­nen fest auf dem ge­schwärz­ten Bo­den Cölns und kämpft für Ge­rech­tig­keit. Bis ein schwe­rer Schick­sals­schlag auch sei­ne Welt ins Wan­ken bringt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den Prot­ago­ni­sten, der Welt, den Hin­ter­grün­den und den Au­to­rin­nen kann man auf der Web­site zur Se­rie fin­den.

Der er­ste Band der Rei­he wur­de von Si­mo­ne Keil ver­fasst und trägt den Ti­tel GUY LA­C­ROIX: AUF DER JAGD NACH DEM RO­SEN­KRANZ­MÖR­DER, er ist so­wohl als Ta­schen­buch über Ama­zon ver­füg­bar (178 Sei­ten, EUR 5,99), aber auch in Form ei­nes eBooks via Ama­zon, Neo­b­ooks und di­ver­se wei­te­re On­line­shops er­hält­lich. Die elek­tro­ni­sche Fas­sung ko­stet ge­ra­de mal 1,99 Euro.

Zu­sätz­lich wer­den die Ka­pi­tel des er­sten Falls von Kom­mis­sär La­c­roix – und auch der fol­gen­den Ro­ma­ne – je­den Sonn­tag auf Qin­die on­line ge­stellt, man kann sich dort also vor dem Kauf ein Bild ma­chen.

Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Spitzweg Ich bin schon lan­ge der An­sicht, dass ins­be­son­de­re Mas­sen­wa­re-Bü­cher hier­zu­lan­de deut­lich über­teu­ert sind. Und ich mei­ne da­mit klas­si­sche ge­druck­te Bü­cher, die meist ver­lang­ten Mond­prei­se für eBooks sind eine ganz an­de­re Ge­schich­te. In ei­nem Ar­ti­kel vom letz­ten Sonn­tag ar­bei­tet sich Bör­sen­blatt On­line am The­ma ab und man ist ganz of­fen­sicht­lich der An­sicht, dass Bü­cher zu bil­lig sind und teu­rer wer­den müs­sen. Als Ar­gu­men­ta­ti­ons­hil­fe be­dient man sich des Ein­kaufs­lei­ters vom Bar­sor­ti­men­ter KNV. Der agiert mit Phra­sen wie »Bü­cher ha­ben ih­ren Preis« oder »Bü­cher in ge­druck­ter oder di­gi­ta­ler Form ha­ben ih­ren Wert«.

Ma­chen wir mal ei­nen Rea­li­tätscheck hin­sicht­lich der Ko­sten von Bü­chern in Eu­ro­pa und den USA. ich möch­te hier mal ei­ni­ge Prei­se ex­em­pla­risch nen­nen, um zu zei­gen, dass Ge­druck­tes hier­zu­lan­de im Ver­gleich ein­fach zu teu­er ist. Vor­her will ich al­ler­dings noch auf eine sei­ner Aus­sa­gen ein­ge­hen. Er führt aus, dass es ei­nen Preis­an­stieg um ca. zwei Pro­zent gab und fügt hin­zu:

Seit zwan­zig Jah­ren gab es eine sol­che Preis­er­hö­hung von ei­nem Jahr zum an­de­ren nicht mehr.

Ich weiß ja nicht, von wel­chen 20 Jah­ren er re­det, aber ich kann mich an deut­li­che Preis­stei­ge­run­gen zur Um­stel­lung von Deutsch­mark auf Euro er­in­nern – und in Blick in mein Buch­re­gal be­stä­tigt das auch. War­um blen­det er die­se Tat­sa­che wis­sent­lich aus?

Aber kom­men wir zu den Preis­ver­glei­chen. Ich habe ei­ni­ge Bü­cher – na­tür­lich aus dem Seg­ment »Phan­ta­stik« – her­aus­ge­sucht und de­ren Prei­se in ver­schie­de­nen Län­dern ver­gli­chen. Es han­delt sich aus na­he­lie­gen­den Grün­den um in­ter­na­tio­na­le Ti­tel, die in al­len Län­dern ver­füg­bar sind. Das Er­geb­nis ist wie folgt:

Su­z­an­ne Col­lins  – THE HUN­GER GA­MES, deut­scher Ti­tel: DIE TRI­BU­TE VON PA­NEM, Hard­co­ver

  • Deutsch­land: 18,95 EUR
  • United King­dom: 9,99 GBP ~ 12,00 Euro
  • USA: 14,06 USD ~ 10,34 EUR
  • Ita­li­en: 12,67 EUR
  • Spa­ni­en: 15,20

J. R. R. Tol­ki­en – THE HOB­BIT – deut­scher Ti­tel: DER HOB­BIT, Hard­co­ver

  • Deutsch­land: 14,95 EUR
  • United King­dom: 7,19 GBP ~ 8,64 EUR
  • USA: 11,80 USD ~ 8,68 EUR
  • Ita­li­en: es scheint kei­ne ita­lie­nisch­spra­chi­ge Aus­ga­be zu exi­stie­ren, die eng­li­sche ko­stet EUR 10,36
  • Spa­ni­en: 13,25 EUR

Ge­or­ge R. R. Mar­tin:  A SONG OF ICE AND FIRE, deut­scher Ti­tel: DIE HER­REN VON WIN­TER­FELL und DAS ERBE VON WIN­TER­FELL, Ta­schen­buch

  • Deutsch­land: 15,00 EUR plus 15,00 EUR = 30 EUR
  • United Kin­dom: 6,29 GBP ~7,56 EUR
  • USA: 8,22 USD ~ 6,05 EUR
  • Ita­li­en: 12,75 EUR (die schei­nen eben­falls auf­zu­tei­len, aber es gibt an­läss­lich der TV-Se­rie die er­sten bei­den Bän­de in ei­nem Buch)
  • Spa­ni­en: 9,50 EUR

J. K. Row­ling – HAR­RY POT­TER AND THE DE­ATH­LY HAL­LOWS, deut­scher Ti­tel HAR­RY POT­TER UND DIE HEI­LIG­TÜ­MER DES TO­DES, Hard­co­ver (gibt es in .de nicht als Ta­schen­buch)

  • Deutsch­land: 24,90 EUR
  • United King­dom: 12,23 GBP ~ 14,70 EUR
  • USA: 15,86 USD ~ 11,66 EUR
  • Ita­li­en: 18,40 EUR
  • Spa­ni­en: 20,90 EUR

Cor­ne­lia Fun­ke – TIN­TEN­HERZ, eng­li­scher Ti­tel: INKHE­ART

  • Deutsch­land: 9,99 Euro (Ta­schen­buch), 19,90 (Hard­co­ver)
  • United King­dom: 5,75 GBP ~ 6,90 EUR (Ta­schen­buch), 11,59 GBP ~ 13,93 EUR (Hard­co­ver)
  • USA: 8,61 USD ~ 6,33 EUR (Ta­schen­buch), 17,12 USD ~ 12,59 EUR (Hard­co­ver)
  • Ita­li­en: 8,93 EUR (Ta­schen­buch), eine Hard­co­ver­aus­ga­be scheint es nicht zu ge­ben
  • Spa­ni­en: 11,30 EUR (Ta­schen­buch), 23,65 (Hard­co­ver)

Las­sen wir es da­bei be­wen­den, ich könn­te hun­der­te wei­te­re Bei­spie­le nen­nen. Der Trend ist ein­deu­tig: Bü­cher sind im Ver­gleich zu an­de­ren Län­dern in Deutsch­land teu­er. Zum Teil so­gar sehr teu­er. Der ein­zi­ge Aus­rei­ßer in den Stich­pro­ben ist TIN­TEN­HERZ in Spa­ni­en, ver­mut­lich sind die dor­ti­gen Ver­la­ge or­dent­lich über den Tisch ge­zo­gen wor­den. Es möge mir bit­te auch nie­mand da­mit kom­men, dass auf der bri­ti­schen In­sel kei­ne Um­satz­steu­er auf Bü­cher an­fällt, in al­len Fäl­len wä­ren die­se auch dann noch deut­lich preis­gün­sti­ger, wenn man sie­ben Pro­zent auf­schla­gen wür­de. Der Fair­ness hal­ber muss man auch noch sa­gen, dass Bü­cher in Frank­reich ähn­lich teu­er sind wie in Deutsch­land. Auch da ar­bei­tet of­fen­bar eine gute Lob­by. Ja, ich weiß, der Ab­satz­markt und da­mit die Pro­duk­ti­on in eng­li­scher Spra­che ist weit­aus hö­her als die in deut­scher, da­mit kann man mehr ab­set­zen. Die Preis­ge­stal­tung un­ter­schei­det sich al­ler­dings auch in Län­dern mit ge­rin­ge­ren Ab­satz­zah­len üb­li­cher­wei­se von Deutsch­land da­durch, dass Bü­cher preis­wer­ter sind. Und den Osten Eu­ro­pas habe ich da­bei noch gar nicht be­trach­tet. Üb­ri­gens gilt auch in Spa­ni­en und Ita­li­en eine Buch­preis­bin­dung, eine sol­che exi­stiert in ge­ra­de mal acht von 26 Län­dern Eu­ro­pas. Nach ak­tu­el­len Sta­ti­sti­ken be­fin­det sich Deutsch­land beim all­ge­mei­nen Preis­ni­veau in Eu­ro­pa un­ge­fähr in der Mit­te. Bei Buch­prei­sen sieht das aus schwer nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den an­ders aus. Lei­der konn­te ich kei­ne Sta­ti­stik fin­den, die die Buch­prei­se in eu­ro­päi­schen Län­dern ver­gleicht, des­we­gen mei­ne Stich­pro­ben.

Grund­sätz­lich deu­ten die Stich­pro­ben aber an, dass Bü­cher hier­zu­lan­de im All­ge­mei­nen deut­lich mehr ko­sten, als an­ders­wo. Jaja, ich weiß, jetzt wird das Ar­gu­ment mit der Über­set­zung kom­men, das ist im­mer gern ge­nom­men. Al­ler­dings weiß man auch, dass Über­set­zer hier­zu­lan­de äu­ßerst mi­se­ra­bel be­zahlt wer­den, des­we­gen kann die­ser Um­stand ins­be­son­de­re bei Best­sel­lern kein Ar­gu­ment dar­stel­len. Au­ßer­dem kann man mit ein we­nig Ver­glei­chen er­ken­nen, dass sich die Prei­se über­setz­ter aus­län­di­scher Li­te­ra­tur an de­nen deut­scher Bü­cher ori­en­tie­ren. Dar­aus könn­te man schlie­ßen, dass auch letz­te­re zu teu­er sind.

»Aber denkt denn kei­ner an die Au­to­ren?« höre ich es wie­der ein­mal aus den hei­li­gen Hal­len der Buch­bran­che ru­fen. Doch, an die den­ke ich. Stän­dig. Und ich weiß, wie mi­se­ra­bel die ent­lohnt wer­den. So schlecht, dass au­ßer Best­sel­ler­au­to­ren in Deutsch­land kaum je­mand da­von le­ben kann.

Wir hal­ten fest: Bü­cher sind be­reits jetzt aas­geie­rig teu­er und der Bör­sen­ver­ein scheint zu un­ter­stüt­zen, dass die­se noch teu­rer wer­den sol­len. Zu­dem geht man vom Ta­schen­buch im­mer öf­ter gern mal aufs Pa­per­back, weil man das bei glei­chem In­halt deut­lich teu­rer ver­ticken kann – man könn­te es, eben­so wie das Auf­tei­len von Wäl­zern auf zwei Bü­cher, auch als »Kun­den­ver­ar­sche« be­zeich­nen, denn es han­delt sich nur um neue Schläu­che für al­ten Wein. Die Bran­che ver­steht of­fen­sicht­lich im­mer noch nicht, dass sie heut­zu­ta­ge in di­rek­ter Kon­kur­renz zu Ta­blet- und Smart­pho­ne-Apps steht, die man für ein paar Cent er­wer­ben kann. Von an­de­ren di­rek­ten Kon­kur­ren­zen wie In­ter­net, Spie­len, Fil­men noch gar nicht ge­spro­chen. Und auch nicht da­von, dass man sich eben sei­nen Le­se­stoff für ei­nen Bruch­teil des deut­schen Prei­ses gleich im eng­li­schen Ori­gi­nal kau­fen kann. Al­ler­dings soll­te man sich die­se eng­li­schen Ori­gi­na­le bes­ser nicht bei deut­schen An­bei­tern kau­fen.

Die mas­siv an­stei­gen­de Ar­mut in Deutsch­land, nach ak­tu­el­len An­ga­ben sind fünf Pro­zent al­ler Kin­der als arm an­zu­se­hen, scheint die Bran­che in ih­rer Fil­ter­bla­se eben­falls nicht zu in­ter­es­sie­ren. Wenn die Ent­schei­dung lau­tet: Buch oder et­was zu es­sen, ist die Ent­schei­dung wohl ein­fach. Kann sich noch je­mand an An­ton Phil­ipp Re­clam er­in­nern, der mit sei­ner Uni­ver­sal­bi­blio­thek auch we­ni­ger Be­tuch­ten das Le­sen von Klas­si­kern und Bel­le­tri­stik er­mög­li­chen woll­te? Was ist da­von ge­blie­ben, au­ßer dem An­sin­nen, mög­lichst vie­le Bü­cher »zu dre­hen«?

Ja, ich den­ke auch, dass Bü­cher ei­nen Wert ha­ben. Aber der Preis muss an­ge­mes­sen sein. Und das ist er in mei­nen Au­gen be­reits jetzt nicht. Zu­min­dest nicht bei den Pu­bli­kums­ver­la­gen mit ih­ren Groß­auf­la­gen.

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Bild: Der Bü­cher­wurm, von Karl Spitz­weg, ge­mein­frei, an­ge­rei­chert mit Euro-Sym­bo­len

Neu bei Acabus: CHRONIKEN VON CHAOS UND ORD­NUNG – THORN GANDIR

Neu bei Acabus: CHRONIKEN VON CHAOS UND ORD­NUNG – THORN GANDIR

Cover Thorn GandirSo­eben ist bei Aca­bus der er­ste Band der So­eben ist bei Aca­bus der er­ste Band der CHRO­NI­KEN VON CHA­OS UND ORD­NUNG er­schie­nen. Er wur­de von J.H. Praßl ver­fasst und trägt den Ti­tel THORN GAN­DIR. Hin­ter dem Na­men J.H. Praßl ver­birgt sich das öster­rei­chi­sche Au­to­re­n­ehe­paar Ju­dith und Heinz Praßl. Zu­sam­men schrei­ben sie be­reits seit Jah­ren an dem Fan­ta­sy-Epos.

Ama­lea im Jah­re 340 nGF, fünf­hun­dert und sech­zig Jah­re nach dem Hö­he­punkt der Chaos­herr­schaft:
»Die Zeit der Dun­kel­heit ist vor­über. Die Völ­ker Ama­leas sind im Be­griff, die Welt von den letz­ten Chao­s­an­hän­gern zu be­frei­en und den Göt­tern der Ord­nung zu neu­er Macht zu ver­hel­fen …«
Thorn Gan­dir, Wald­läu­fer und Krie­ger, ver­liert wäh­rend der Skla­ven­auf­stän­de im Ein­satz für den Se­nats­vor­sit­zen­den An­to­ni­us Vir­gil Testaceus al­les, was je Be­deu­tung für ihn hat­te. Trotz­dem lässt er sich dazu hin­rei­ßen, für sei­nen macht­hung­ri­gen Mä­zen Va­li­ans Zep­ter zu fin­den, das Ge­rüch­ten zu­fol­ge von ei­nem mäch­ti­gen Feind des Im­pe­ri­ums ent­wen­det wur­de. Be­glei­tet von der Söld­ne­rin Cha­ra Vio­la Lu­kul­lus, dem Kriegs­prie­ster Te­los Ma­la­kin und dem Bar­ba­ren Bargh Bar­row­søn macht er sich auf die ge­fähr­li­che Rei­se durch die aschra­ni­sche Wü­ste. Doch Thorn kann sich nicht si­cher sein, wer Freund oder Feind ist … und wel­che Rol­le er selbst da­bei spielt, denn das Cha­os ist ge­ra­de erst da­bei, aus dem Ver­bor­ge­nen ans Licht zu tre­ten.

Zwer­ge und El­fen, Orks, Ken­tau­ren, Tha­na­ta­nen, Kil­ra­thi, Men­schen … Göt­ter und Dä­mo­nen be­le­ben die fan­ta­sti­sche Welt Ama­lea. Aus­ge­hend vom rö­misch an­tik an­mu­ten­den Va­lia­ni­schen Im­pe­ri­um decken Thorn und sei­ne Mit­strei­ter nach und nach das ver­lo­re­ne Wis­sen um die Alte Welt auf. Wäh­rend die Mäch­te des Cha­os und der Ord­nung um die Vor­herr­schaft rin­gen, ste­hen die Hel­den die­ser Ge­schich­te ei­ner ur­alten fin­ste­ren Macht ge­gen­über. Um Ama­lea vor dem Un­ter­gang zu be­wah­ren, müs­sen sie die Gren­zen der be­kann­ten Welt über­schrei­ten. Da­bei wan­deln sie auf dem schma­len Grat zwi­schen Gut und Böse.

Die Zu­kunft Ama­leas hängt von ih­rer Ent­schei­dung ab – Cha­os oder Ord­nung?

Der Ro­man ist ge­stern bei Aca­bus er­schie­nen, er liegt als Buch und eBook vor, letz­te­res in den For­ma­ten PDF und ePub. Der Preis für die Print­ve­ri­on be­trägt 16,90 Euro, der für die eBook-Fas­sung er­freu­lich nied­ri­ge 5,99 Euro.

THORN GAN­DIR – AUF­BRUCH
CHRO­NI­KEN VON CHA­OS UND ORD­NUNG Band 1
J.H. Praßl
Fan­ta­sy-Ro­man
Pa­per­back und eBook
13,8 x 21 cm
Buch: ISBN 978–3-86282–210-2
PDF-ebook: ISBN 978–3-86282–211-9
Epub-ebook: 978–3-86282–212-6
Buch-VP: 16,90 EUR
ebook-VP: 5,99 EUR
Aca­bus-Ver­lag

Co­ver Co­py­right Aca­bus-Ver­lag

3862822109

Crowdfunding geht in Deutschland also doch! Printausgabe von EIS UND DAMPF finanziert

Promografik Eis und Dampf

Crowd­fun­ding ist in Deutsch­land lei­der noch nicht so recht an­ge­kom­men. Dass man aber mit Pro­jek­ten doch er­folg­reich sein kann, zeigt die Tat­sa­che, dass heu­te bei der Start­next-Fi­nan­zie­rung für die Steam­punk-An­tho­lo­gie EIS UND DAMPF, die bei Fe­der & Schwert er­schei­nen wird, das Stretch­goal »Buch­aus­ga­be« er­reicht wur­de. Zu­nächst war nur an­ge­strebt, dass es eine eBook-Ver­si­on ge­ben soll­te, heu­te Mit­tag wur­de je­doch der Be­trag über­schrit­ten, bei des­sen Er­rei­chen auch eine Print­ver­si­on pro­du­ziert wird.

Mei­nes Wis­sens nach ist das das er­ste er­folg­rei­che Crowd­fun­ding ei­nes Buch­pro­jekts im Phan­ta­stik-Be­reich in Deutsch­land (so­weit ich weiß, gab es er­folg­rei­che Fun­dings für Sach­bü­cher, aber kei­ne bei phan­ta­sti­scher Bel­le­tri­stik).

Der Dank hat hier ganz klar der »Crowd« zu gel­ten, also den Fans, die an das Pro­jekt ge­glaubt ha­ben und es durch ihre Bei­trä­ge er­mög­lich­ten!

Es steht zu hof­fen, dass dies eine Art In­iti­al­zün­dung war, die ech­tes Crowd­fun­ding (und nicht sol­che zer­stückel­ten Fran­ken­stein-Ver­sio­nen wie die von »100 Fans«) end­lich ei­ner grö­ße­ren Zahl von Men­schen in Deutsch­land be­kannt macht.

Pro­mo­gra­fik EIS & DAMPF Co­py­right Fe­der & Schwert

Blogger schenken Lesefreude – der Gewinner

Blogger schenken Lesefreude – der Gewinner

Im Rah­men der Ak­ti­on »Blog­ger schen­ken Le­se­freu­de« zum Welt­tag des Bu­ches wur­de auch hier bei Phan­ta­news ein Buch ver­lost. Es han­del­te sich um GE­SCHICH­TEN AUS DEM ÆTHER, ei­nen Son­der­band mit Welt­raum-Steam­punk-Ge­schich­ten aus der Rei­he DIE STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN. Es han­delt sich da­bei um ein »Schwe­ster­pro­jekt« von Phan­ta­News.

Un­ter Zu­hil­fe­nah­me ei­nes Hol­le­ri­th­rech­ners der mit­tels Uhr­werk-ge­steu­er­ter Æther­ver­schrän­kung an eine Dif­fe­renz­ma­schi­ne ge­kop­pelt wur­de, wo­bei die Strom­ver­sor­gung durch eine Dampf­ma­schi­ne nur knapp si­cher ge­stellt wer­den konn­te, war es mög­lich eine Zu­falls­zahl zu er­mit­teln, die den Sie­ger be­nann­te.

Der Name des der­art auf­wen­dig Aus­ge­lo­sten lau­tet

Ron

Der wur­de auch be­reits in­for­miert und hat sich ge­mel­det. Phan­ta­News gra­tu­liert dem glück­li­chen Ge­win­ner!

Alle die leer aus­ge­gan­gen sind und über ir­gend­ei­ne Form von eRe­ader ver­fü­gen, kön­nen sich die eBook-Fas­sung des ver­lo­sten Print­bu­ches ko­sten­los auf der Pro­jekt­sei­te her­un­ter la­den, denn die ePub- und PDF-Fas­sun­gen ste­hen un­ter Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz. Wer das Pro­jekt STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN un­ter­stüt­zen möch­te, da­mit noch wei­te­re sol­che Bän­de er­mög­licht wer­den kön­nen, darf gern eine Spen­de hin­ter­las­sen.

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Gibt es Alternativen beim Online-Buchkauf?

Ich stell­te mir um Zu­sam­men­hang mit der Ama­zon-Dis­kus­si­on die Fra­ge: gibt es gang­ba­re Al­ter­na­ti­ven zu Ama­zon für mich? Ja, ich be­zie­he die­se Fra­ge auf mich, der ich gern Phan­ta­stik, so­wie eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­na­le lese, und der ich auf eBooks ste­he. Und ob­wohl ich auch re­gel­mä­ßig Elek­tro­nik oder Ga­mes bei Ama­zon or­de­re, habe ich die­se Wa­ren aus­ge­las­sen, um halb­wegs Chan­cen­gleich­heit her­zu­stel­len. Un­ter die­sen As­pek­ten (aber auch in Hin­sicht auf Kun­den­freund­lich­keit und Ver­sand­ko­sten) habe ich deut­sche On­line­shops mit Schwer­punkt »Bü­cher« un­ter­sucht und in vie­len Fäl­len Gru­se­li­ges ent­deckt. Ich wun­de­re mich be­reits lan­ge nicht mehr, war­um Ama­zon mit den hie­si­gen An­bie­tern ei­ner trä­gen und kon­ser­va­ti­ven Bran­che den Bo­den wischt – nach den Er­geb­nis­sen mei­ner Tests schon gar nicht mehr …

Die Ar­ti­kel (wird er­gänzt, wenn neue Tests hin­zu kom­men):

buchhandel.dekohlibri.deosiander.delehmanns.debol.delibreka.de

Wei­ter­hin: Be­trach­tun­gen zu den Mond­prei­sen für eng­li­sche eBooks.

Alternativen beim Online-Kauf, gibt es die? bol.de

Via Goog­le+ wur­de ich auf bol.de hin­ge­wie­sen. Bol.de und buch.de ge­hö­ren zum sel­ben An­bie­ter (näm­lich der buch.de in­ter­netsto­res AG). Des­we­gen zeig­te sich bei Stich­pro­ben, dass das An­ge­bot na­he­zu iden­tisch ist, ich wür­de mal da­von aus­ge­hen, dass bei­de Por­ta­le auf die­sel­ben Da­ten­ban­ken zu­rück grei­fen und nur das Front­end un­ter­schied­lich ge­stal­tet wur­de. Ich habe mich des­we­gen bei mei­nem Test auf bol.de be­schränkt.
Auf den er­sten Blick fällt mir auf der Start­sei­te auf, dass die Haupt­na­vi­ga­ti­on nach Ka­te­go­ri­en, die man oben ho­ri­zon­tal fin­det, an der lin­ken Sei­te ver­ti­kal noch­mal wie­der­holt wird. Das wirkt selt­sam red­un­dant. Wenn man al­ler­dings eine Ka­te­go­rie an­klickt, er­scheint in­ner­halb des ge­wähl­ten Kon­texts links eine Sub­na­vi­ga­ti­on – und das macht na­tür­lich Sinn. Die Ge­stal­tung der Start­sei­te ist … hm … mi­ni­ma­li­stisch und auch hier fin­det man den ge­sam­ten Con­tent­block an die lin­ke Brow­ser­sei­te ge­ku­schelt. War­um das heu­te noch der­art vie­le Sei­ten­be­trei­ber so ma­chen, ist mir völ­lig un­ver­ständ­lich.

Auf der Start­sei­te wer­den di­ver­se Me­di­en vor­ge­stellt, je­weils drei un­ter den La­bels »Tipps der Re­dak­ti­on«, »Ak­tu­el­les« und »Best­sel­ler«. Das geht völ­lig in Ord­nung und ist auch im­mer eine gute Idee, um Ver­käu­fe zu ge­ne­rie­ren, wenn­gleich auch hier die Tipps der Re­dak­ti­on jeg­li­che Be­grün­dung feh­len las­sen, war­um es sich ge­ra­de bei die­sem Ar­ti­kel um eine Emp­feh­lung han­delt.
Die Haupt­me­nü­punk­te klap­pen in Form ei­nes so­ge­nann­ten »Me­ga­men­üs« auf und of­fen­ba­ren ihre Sub­ka­te­go­ri­en. Das ist be­quem. Er­freu­li­cher­wei­se gibt es so­wohl un­ter »Bü­cher« wie auch un­ter »eBooks & eRe­ader« den Ein­trag »Sci­ence Fic­tion & Fan­ta­sy« (un­ter eBooks heisst der wit­zi­ger­wei­se »Fan­ta­sy & Sci­ence-Fic­tion«, war­um hier die Rei­hen­fol­ge eine an­de­re ist, weiß ver­mut­lich bei Bol kei­ner). Wählt man eine der Haupt­ka­te­go­ri­en, öff­net sich links eine Sub­na­vi­ga­ti­on, die mehr Ein­trä­ge um­fasst als das eben an­ge­spro­che­ne Me­ga­menü. Äu­ßerst über­sicht­lich und so oder ähn­lich muss das ge­macht wer­den.

Das "Megamenü"
Das »Me­ga­menü«

Höchst er­freu­lich ist, dass es hier so­gar meh­re­re Un­ter­ka­te­go­ri­en gibt, näm­lich »Fan­ta­sy«, »nach Rei­hen«, »Sci­ence Fic­tion«, »Vam­pir­ro­ma­ne« (seufz) und »Nach Au­to­ren«. Das ist vor­bild­lich. Wei­ter­hin be­steht die Mög­lich­keit, die an­ge­zeig­ten Er­geb­nis­se nach ver­schie­de­nen Kri­te­ri­en neu zu sor­tie­ren: »be­ste Tref­fer«, »»auf­stei­gend nach Ver­kaufs­rang«, »ab­stei­gend nach Er­schei­nungs­jahr«, »auf- und ab­stei­gend nach Preis« so­wie »»auf- und ab­stei­gend al­pha­be­tisch«. Das sind Op­tio­nen, wie ich sie auf den an­de­ren Shop­sei­ten bis­her ver­geb­lich ge­sucht habe und das er­in­nert al­les schon sehr deut­lich an Ama­zon – man hat sich zwei­fel­los an die­sem Vor­bild ori­en­tiert.

Seitenmenü
Sei­ten­me­nü

Wäh­le ich die Sub­ka­te­go­rie »fremd­spra­chi­ge Bü­cher« ver­än­dert sich er­neut das Sei­ten­me­nü und ich kann zwi­schen ver­schie­de­nen Spra­chen wäh­len. Ich klicke auf »Eng­li­sche Bü­cher« – und bin ver­blüfft, denn so­gar hier wer­den noch­mals Un­ter­ka­te­go­ri­en an­ge­zeigt. Das wäre für mich an­ge­sichts der an­de­ren ge­te­ste­ten Platt­for­men an die­ser Stel­le fast ein Grund, eine Fla­sche Scham­pus auf­zu­ma­chen und zu fei­ern, nur lei­der, lei­der ver­mis­se ich hier die Ka­te­go­rie »SF & Fan­ta­sy«. Doch halt … Nach ei­nem Klick auf »Bel­le­tri­stik« er­scheint noch­mals ein Sub­me­nü und dort gibt es auch ei­nen Ein­trag da­für. Okay, her mit dem Scham­pus und das ob­wohl es jetzt kei­ne Un­ter­tei­lung zwi­schen den bei­den Gen­res mehr gibt. Un­ter­halb der Haupt­na­vi­ga­ti­on fin­de ich so­gar ei­nen so­ge­nann­ten »Bre­ad­crumb«, der mir an­zeigt, wie tief und wo in der Na­vi­ga­ti­ons­struk­tur ich mich be­fin­de – bei de­nen scheint es sich ob­wohl sie bei der Nut­zung von kom­ple­xen Web­sei­ten über­aus hilf­reich sind, um eine ar­ka­ne oder ok­kul­te Kunst zu han­deln, denn sie in­zwi­schen sel­ten ir­gend­wo zu fin­den.

Aber im Ernst: das ist bis­her bei Wei­tem die be­ste Lö­sung, die ich bis jetzt ge­se­hen habe und sie ist höchst er­go­no­misch und be­quem. Durch die Men­ge an Sub­ka­te­go­ri­en kann man sich re­la­tiv schnell ge­nau dort­hin han­geln, wo­hin man möch­te. An­de­re An­bie­ter soll­ten sich hier schnell ein paar pla­ne­ten­gro­ße Schei­ben ab­schnei­den, denn es zeigt, was mög­lich ist, wenn man je­man­den be­auf­tragt, der sich mit so­was aus­kennt und das Wort »Usabi­li­ty« nicht für eine sel­te­ne Erb­krank­heit hält. Ich bin an die­ser Stel­le äu­ßerst ge­pannt, ob der po­si­ti­ve Ein­druck so be­stehen blei­ben wird.

Auch hier ist wie­der die er­ste Su­che die nach BLOOD RI­TES von Jim But­cher. Es gibt meh­re­re Tref­fer, das Or­bit-Ta­schen­buch, so­wie Soft- und Hard­co­ver von Roc. Das Roc-Ta­schen­buch wird als Son­der­an­ge­bot mit »-10%« an­ge­prie­sen, da­mit ko­stet es mit 7,10 Euro ge­nau so­viel wie bei Ama­zon; es ist lie­fer­bar. Das Hard­co­ver ist mit 19,20 so­gar preis­wer­ter als bei Ama­zon, dort wer­den 20,99 Euro an­ge­sagt. Ich wäre schwer be­ein­druckt, lei­der ist es bei Bol aber nicht so­fort lie­fer­bar, son­dern erst in »1 – 2 Wo­chen«. Scha­de. Ama­zon kann lie­fern.

Wei­ter mit CHAN­GES, auch hier muss ich auf­grund der vie­len Tref­fer das Such­ergeb­nis mit dem Au­to­ren­na­men ver­fei­nern. Ge­fun­den wird nur ein Ta­schen­buch, das von Roc, der Preis be­trägt 7,40 Euro, es ist so­fort lie­fer­bar. Bei Ama­zon wer­den 7,20 Euro an­ge­sagt, da ist es eben­falls lie­fer­bar und die ha­ben zu­dem das Hard­co­ver.

Im Ver­gleich zu den bis­he­ri­gen Shops fällt mir üb­ri­gens auf, dass ich bei den eng­li­schen Bü­cher bei je­dem ein­zel­nen Co­ver­bil­der an­ge­zeigt be­kom­men habe, das ist deut­lich bes­ser als bei den an­de­ren An­bie­ter, wo es zu oft nur Platz­hal­ter zu se­hen gibt. Ich wür­de gern über ir­gend et­was mot­zen, aber bis­her ist al­les in Ord­nung bis gut.

Die Su­che nach REDSHIRTS för­dert Soft- und Hard­co­ver von Tor Books und Gol­lan­cz ans Licht des Bild­schirms, lie­fer­bar ist lei­der kei­nes da­von. Das trübt das Er­geb­nis, denn REDSHIRTS ist ein durch­aus ak­tu­el­ler Ro­man. Die Prei­se sind wie folgt:

  • Gol­lan­cz Hard­co­ver: 17,40 EUR
  • Gol­lan­cz Soft­co­ver: 9,30 EUR
  • Tor Hard­co­ver: 18,30 EUR
  • Tor Soft­co­ver: 11,00 EUR

Zum Ver­gleich die Prei­se bei Ama­zon:

  • Gol­lan­cz Hard­co­ver: 17,00 EUR
  • Gol­lan­cz Soft­co­ver: 9,00 EUR
  • Tor Hard­co­ver: 17,90 EUR
  • Tor Soft­co­ver: 10,70 EUR

Hier also nur mi­ni­ma­le Un­ter­schie­de beim Preis, al­ler­dings kann Ama­zon lie­fern, Bol nicht. Nicht lie­fer­bar ist hier üb­ri­gens in bei­den Fäl­len die Ta­schen­buch­aus­ga­be bei Gol­lan­cz, aber das ist kein Wun­der: die er­scheint erst im Mai.

Eine Su­che nach »Alan Dean Fo­ster« funk­tio­niert ge­nau­so gut wie eine nach »Alan De­arn Fo­ster«, die Such­ma­schi­ne kann also »fuz­zy«. Bei ei­ner Ein­schrän­kung auf eng­lisch­spra­chi­ge Bü­cher muss man lei­der fest­stel­len, dass der größ­te Teil nicht so­fort lie­fer­bar ist. Die Prei­se sind im di­rek­ten Ver­gleich zum Kon­kur­ren­ten im gro­ßen und gan­zen in Ord­nung.

Kom­men wir zu den eBooks.

Die auf eng­li­sche eBooks be­schränk­te Su­che nach Alan Dean Fo­ster bringt nur fünf Er­geb­nis­se, das ist bei ei­nem der­art flei­ßi­gen Au­tor ziem­lich er­bärm­lich. Für ICE­RIG­GER in der Gate­way-Aus­ga­be soll man 10,99 Euro be­rap­pen, Ama­zon sagt da­für nur 6,49 Euro an (ICE­RIG­GER stammt üb­ri­gens aus dem Jahr 1974 … wie die bei Bol auf die­se Prei­se kom­men, weiß wohl nur der Q). Charles Stross´ HID­DEN FA­MI­LY wird nicht ge­fun­den, eben­so we­nig wie Scal­zis REDSHIRTS. Der Best­sel­ler THE HUN­GER GA­MES von Su­z­an­ne Col­lins ko­stet 8,99 Euro, bei Ama­zon nur 5,65. Ge­or­ge R. R. Mar­tins A DANCE WITH DRA­GONS wird für 27,79 an­ge­bo­ten, hier ist der Preis bei Ama­zon mit 13,99 Euro schon hoch. Das Ta­schen­buch be­kommt man dort üb­ri­gens für ver­gleichs­wei­se läp­pi­sche 5,99 Euro, das ist der­sel­be Preis wie bei Bol.
Es sind hier auch ein paar sehr preis­wer­te Li­zenz-eBooks zu fin­den, wie bei­spiels­wei­se WORLD OF WAR­CRAFT: DAWN OF THE AS­PECTS PART I für 2,70, das ist beim Kon­kur­ren­ten al­ler­dings auch für 2,21 zu ha­ben.

Bei den eBooks sind die­Preis­un­ter­schie­de nicht ganz so krass wie auf manch an­de­ren Por­ta­len, aber im­mer noch deut­lich und die­se be­we­gen sich in vie­len Fäl­len um den dop­pel­ten Preis her­um. Er­freu­lich ist, dass auch Bol.de im eBook-Be­reich ge­mein­freie Klas­si­ker ko­sten­los im Pro­gramm hat, das ist die er­ste Platt­form ne­ben Ama­zon, die so et­was an­bie­tet. Dau­men hoch.

Zwi­schen­durch sei an­ge­merkt, dass bei der Ti­tel­de­tail­an­sicht wie bei Ama­zon Vor­schlä­ge im Stil von »Kun­den die dies kauf­ten, ha­ben auch das er­wor­ben« ein­ge­blen­det wer­den. Das ist aus mei­ner Sicht zu­erst ein­mal sehr an­ge­nehm und hilf­reich, al­ler­dings war die Qua­li­tät die­ser Vor­schlä­ge durch­wach­sen. Man könn­te na­tür­lich ar­gu­men­tie­ren, dass Bol nichts da­für kann, wenn die Kun­den so er­ra­tisch ein­kau­fen … ;)

Zum Ver­sand: Bü­cher wer­den in­ner­halb Deutsch­lands ver­sand­ko­sten­frei ge­lie­fert, das ist an­ge­nehm. Al­ler­dings gilt das wirk­lich nur für rei­ne Buch­be­stel­lun­gen. Bei so­egannn­ten Misch­be­stel­lun­gen (also Buch und noch was an­de­res) fal­len un­ter 20 Euro Be­stell­wert drei Euro Ver­sand­ko­sten an, Bü­ro­be­darf wird erst ab 45 Euro ohne Ver­sand­ko­sten ver­schickt. Das ist we­ni­ger schön. Als Lie­fer­frist wird »ein bis drei Tage« an­ge­ge­ben, also nor­ma­le Post­lauf­zeit. Ein Grund, war­um Misch­sen­dun­gen nicht eben­falls ko­sten­frei aus­ge­lie­fert wer­den, will mir nicht ein­fal­len.

Grö­ße­re Ab­son­der­lich­kei­ten in den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen sind mir nicht auf­ge­fal­len, al­ler­dings ist es schon ein star­kes Stück, dass man Ver­sand­ko­sten nach­zah­len soll, wenn auf­grund ei­ner Stor­nie­rung oder ei­nes Wi­der­rufs der Be­stell­be­trag un­ter die Por­to­frei­gren­ze fällt. Au­ßer­dem soll­te man bei Bol.de die AGBs mal auf Feh­ler in der Zei­chen­co­die­rung über­prü­fen, ein paar der Um­lau­te wer­den mal nicht kor­rekt dar­ge­stellt, mal schon.

Al­les in al­lem wird auf Bol.de eine Men­ge bes­ser ge­macht als auf den an­de­ren bis­lang ge­te­ste­ten Platt­for­men. Auch hier sind al­ler­dings die eng­li­schen eBooks deut­lich teu­rer als bei Ama­zon und auch hier sind zahl­lo­se eng­lisch­spra­chi­ge Bü­cher nicht vor­rä­tig (oder gar nicht erst ge­li­stet) und kön­nen erst nach »ein bis zwei Wo­chen« ver­sandt wer­den. Eine ech­te Al­ter­na­ti­ve in Be­zug auf eng­lisch­spra­chi­ge Bü­cher und eBooks ist also trotz vie­ler po­si­tiv zu be­wer­ten­der Punk­te auch Bol.de nicht, al­ler­dings in al­len an­de­ren Punk­ten durch­aus, zu­mal man hier auch bei­spiels­wei­se Com­pu­ter- und Kon­so­len­spie­le oder DVDs und Blu­Rays be­kommt. Die al­ler­dings nicht ver­sand­ko­sten­frei – das gilt je­doch auch für Ama­zon, es sei denn, man ist dort Prime-Kun­de.

Au­ßer­dem soll­te man be­den­ken: wer eine Al­ter­na­ti­ve zu Ama­zon sucht, weil man Angst vor Mo­no­po­len oder in­ter­na­tio­nal agie­ren­den Groß­kon­zer­nen hat, der treibt mit Bol mög­li­cher­wei­se den Teu­fel mit dem Beel­ze­bub aus, denn da­hin­ter stand ur­sprüng­lich zu 100% der Me­di­en­rie­se Ber­tels­mann, der sich im­mer wie­der aus den ver­schie­den­sten Grün­den Kri­tik aus­ge­setzt sieht. Zwar wur­de die Platt­form 2002 an die »buch.de in­ter­netsto­res AG« ver­kauft, Ber­tels­mann hält je­doch im­mer noch An­tei­le von 26,7 %.  Mit dem gleich­na­mi­gen nie­der­län­di­schen In­ter­net­händ­ler bol.com hat bol.de üb­ri­gens trotz des iden­ti­schen Lo­gos nichts zu tun, denn der Hol­län­der ge­hört zu Holtz­brinck und Welt­bild. Den wer­de ich mir al­ler­dings even­tu­ell eben­falls ein­mal an­se­hen, denn auch er hat eng­lisch­spra­chi­ge (und so­gar deut­sche) Bü­cher (A DANCE WITH DRA­GONS: 10,99 Euro, THE HUN­GER GA­MES al­ler­dings mit 9,99 Euro so­gar teu­rer als bei bol.de)

Dem­nächst mehr.

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Nach­trag: ich bin ge­ra­de auf­grund po­si­ti­ver Rück­mel­dun­gen auf die Idee ver­fal­len, mir das Ad­ven­ture-Spiel NI NO KUNI für die Play­sta­ti­on 3 zu kau­fen. bol.de: EUR 58,99. Ama­zon: 49,99 … (Ga­me­Stop: 59,99, Osi­an­der: 59,99, Leh­manns: 59,99, Koh­li­bri: 59,99, buchhandel.de: nicht vor­han­den).

Alternativen beim Online-Buchkauf, gibt es die?

Kürz­lich hat ein ARD-Bei­trag die Kun­den ver­schreckt. Von un­halt­ba­ren Ar­beits­be­din­gun­gen beim On­line-Ver­sen­der Ama­zon war die Rede. Es er­hob sich ein Schrei­en und Weh­kla­gen und gar vie­le ver­spra­chen hoch und hei­lig, nie wie­der beim An­ti­chri­sten zu kau­fen. Klein­ver­la­ge er­ho­ben schein­bar mu­tig ihr Haupt und ver­lie­ßen laut la­men­tie­rend die Rei­hen der­je­ni­gen, die ihre Ware bei Darth Be­zos feil bo­ten.

Jetzt mal Klar­text: Acht Euro fuff­zich ist für Hilfs­ar­bei­ter ein Traum-Stun­den­lohn; die Mär, dass Ama­zon schlecht be­zahlt mag aus der Sicht ei­nes fest an­ge­stell­ten Aka­de­mi­kers so sein. Aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te wie Fri­seu­rin­nen oder Bäcke­rei­fach­ver­käu­fe­rin­nen habe ei­nen ge­rin­ge­ren Ver­dienst – dank des von der SPD durch Hartz IV ge­schaf­fe­nen und von der CDU ge­hät­schel­ten Bil­lig­lohn­seg­ments des Ar­beits­mark­tes. Der ge­ra­de von der CDU an­ge­sag­te an­ge­peil­te Min­dest­lohn liegt bei 8,50 Euro. Noch Fra­gen? Die im ARD-Be­richt dar­ge­stell­te Spa­nie­rin sagt in­zwi­schen, dass ihre Aus­sa­gen aus dem Zu­sam­men­hang ge­ris­sen und ver­fälscht wur­den. So­gar ver­di-Funk­tio­nä­re (!) sa­gen aus, dass das al­les über­zo­gen dar­ge­stellt wor­den sei. Auf kon­kre­te An­fra­gen hin hält sich der Hes­si­sche Rund­funk be­deckt. Aber alle kau­fen dem ach so neu­tra­len öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der die Pro­pa­gan­da ab, ohne mal eine Se­kun­de nach­zu­den­ken oder die an­geb­li­chen Fak­ten zu hin­ter­fra­gen. Und es ent­steht der Shitstorm des ma­ni­pu­lier­ten Fern­seh­viehs, der Sym­pto­me ver­teu­felt, statt in der Po­li­tik die Aus­lö­ser zu kri­ti­sie­ren.

Si­cher ist bei Ama­zon nicht al­les toll. Im Ge­gen­teil. Aber man soll­te auf tat­säch­li­che Pro­ble­me hin­wei­sen, nicht wel­che er­fin­den und nicht in RTL-Ma­nier mit dra­ma­ti­scher Mu­sik un­ter­le­gen und rei­ße­risch Pro­ble­me er­fin­den oder auf­bau­schen, wo es gar kei­ne gibt.

Den­noch stell­te ich mir in die­sem Zu­sam­men­hang die Fra­ge: kann es gang­ba­re Al­ter­na­ti­ven zu Ama­zon für mich ge­ben? Ja, ich be­zie­he die­se Fra­ge auf mich, der ich gern Phan­ta­stik, so­wie eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­na­le lese, und der ich auf eBooks ste­he. Und ob­wohl ich auch re­gel­mä­ßig Elek­tro­nik oder Ga­mes bei Ama­zon or­de­re, habe ich die­se Wa­ren aus­ge­las­sen, um halb­wegs Chan­cen­gleich­heit her­zu­stel­len. Un­ter die­sen As­pek­ten (aber auch in Hin­sicht auf Kun­den­freund­lich­keit und Ver­sand­ko­sten) habe ich deut­sche On­line­shops mit Schwer­punkt »Bü­cher« un­ter­sucht und in vie­len Fäl­len Gru­se­li­ges ent­deckt. Ich wun­de­re mich schon lan­ge nicht mehr, war­um Ama­zon mit den hie­si­gen An­bie­tern ei­ner trä­gen und kon­ser­va­ti­ven Bran­che den Bo­den wischt – nach den Er­geb­nis­sen mei­ner Tests schon gar nicht mehr …

Die Ar­ti­kel (wird er­gänzt, wenn neue Tests hin­zu kom­men):

buchhandel.dekohlibri.deosiander.delehmanns.debol.de