Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Das ist vermutlich eher kein schönes Weihnachtsgeschenk für den hiesigen Buchhandel: Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber antwortete in einem Interview auf die Frage, ob es auch hierzulande stationäre Amazon-Läden geben werde, “das sei keine Frage des Ob, sondern des Wann”.

Weitere Details dazu gab es dann aber wie beim Onlineversender üblich nicht, es ist also unklar, welche Produkte in diesen Amazon-Shops verkauft werden sollen, oder an welchen Standorten sie entstehen werden (ich würde mal von Großstädten ausgehen). Amazuon hält sich in Sachen von Neuerungen ja gern sehr bedeckt und rollt diese eher überraschend aus.

In den USA gibt es sowohl derzeit 13 feste Standorte, als auch die sogenannten Pop-Up-Stores, die immer nur zeitlich begrenzt stattfinden. In den Pop-Up-Stores werden in erster Linie Amazon-eigene Produkte vertrieben, also Kindles, Fire-Tablets und Fire-TV oder Echos. Die festen Läden haben die auch, aber darüber hinaus auch noch besonders gut laufende Bücher und weitere Artikel.

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Trailer zur deutschen Mysteryserie DARK auf Netflix

Trailer zur deutschen Mysteryserie DARK auf Netflix

Ab dem ersten Dezember 2017 kann man beim Streamingdienst die Mysteryserie DARK sehen. Bemerkenswert ist daran, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt – und bekanntermaßen wird das Phantastik-Genre hierzulande nicht nur stiefmütterlich behandelt, sondert findet abseits von Indie-Filmern schlichtweg nicht statt. Was angesichts der Erfolge, die US-amerikanische oder britische Genre-Serien feiern, schon arg peinlich ist. Man kann nur hoffen, dass Netflix das weiterhin ändern wird (und dass die Serie auch sehenswert ist).

Kurzkonzept von DARK:

Zwei Vermisstenfälle in der Kleinstadt Winden bringen Abgründe zutage, die das Konzept von Zeit vollkommen auf den Kopf stellen. Die Frage ist nicht, wer die Kinder entführt hat … sondern wann.

Regie führt Baran bo Odar, nach Drehbüchern von Jantje Friese und anderen, es spielen unter anderem: Oliver MasucciKaroline EichhornJördis TriebelLouis Hofmann und Maja Schöne. Produziert wurde das Ganze von Wiedemann & Berg Television, die Liste der ausführenden Produzenten ist lang, die kann man sich auf IMDb ansehen.

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STAR TREK DISCOVERY ab dem 25. September bei Netflix

STAR TREK DISCOVERY ab dem 25. September bei Netflix

Früher waren wir darauf angewiesen, dass irgendein deutscher Fernsehsender eine US-Serie lizensierte, sie dann miserabel übersetzte, und mit einigem Zeitversatz zeigte.

Diese Zeiten sind nicht für alle Produktionen vorbei, aber zumindest bei populären Serien kann man davon ausgehen, dass sie kurzfristig bei Netflix oder Amazon zu sehen sind.

So auch STAR TREK DISCOVERY. Wie Netflix mir gestern mittels einer Email mitteilte, werden die Episoden jeweils mit einem Tag Versatz zur US-Ausstrahlung zu sehen sein, die Pilotfolge also ab dem 25. September 2017. Das ist erfreulich und so müssen die deutschen Fans nicht auf illegale oder graue Methoden zurückgreifen, um sich die neue Serie anschauen zu können.

Promografik STAR TREK DISCOVERY Copyright Netflix

Trailer: SUM1

Trailer: SUM1

Ein Phantastik-Film aus deutschen Landen, und dann sogar noch Science Fiction? Man mag es kaum glauben. die Zusammenfassung liest sich wie folgt:

SUM1 (Iwan Rheon) gehört im Deutschland des Jahre 2070 zu speziell ausgebildeten Rekruten des Militärs. Genau wie der Rest der Menschheit lebt er in einem unterirdischen System aus Bunkern. Dorthin haben die meisten Menschen sich vor vielen Jahren zurückgezogen, als unbekannte, mächtige Kreaturen, die “Nonesuch”, die Erdoberfläche übernahmen. Doch weil noch immer einige wenige Überlebende in einem verlassenen, dunklen Wald dort oben ausharren, werden regelmäßig Soldaten wie SUM1 als Wächter auf Aussichtstürme am Rand des überirdischen Sicherheitskreises geschickt, um von dort aus die letzten Menschen an der Erdoberfläche vor den gefährlichen außerweltlichen Wesen zu beschützen. Sein 100-Tage-Einsatz beginnt für SUM1 zunächst als Routine, läuft dann aber aus dem Ruder und plötzlich sieht der junge Kämpfer nicht nur sein Leben, sondern auch seinen Verstand in Gefahr. Paranoia und Einsamkeit entfesseln einen Albtraum.

Regie führte Christian Pasquariello, der schrieb auch mit Gabrielle Pfeiffer das Drehbuch. Produziert wurde das Ganze von Christian Alvarts (PANDORUM) Syrreal Entertainment. In den deutschen Kinos soll SUM1 am 7. Dezember 2017 starten.

Ich freue mich wirklich über jede Phantastik- und insbesondere SF-Produktion in Deutschland, aber der Trailer macht mich in seiner Machart leider überhaupt nicht an. Man sieht dem Film die low budget-Produktion an, das muss erstmal nichts schlechtes sein, aber der Vorgucker wirkt leider auf mich irgendwie … so uninspiriert … Ich werde dem Film aber eine Chance geben.

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Teaser zum deutschen SF-Drama DAS LETZTE LAND

Teaser zum deutschen SF-Drama DAS LETZTE LAND

Für den unabhängig produzierten deutschen Science Fiction-Film DAS LETZTE LAND unter der Regie von Marcel Barion gibt es einen ersten Teaser. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von einer Gruppe junger Filmemacher aus Siegen, im Rahmen eines Crowdfundings unterstützten fast 300 Personen den Film finanziell. Auf der Webseite kann man lesen:

Die Geschichte spielt in einem fernen, unmenschlich gewordenen Zeitalter. In einer außerirdischen Wüste finden zwei geflohene Männer ein kleines, verwaistes Raumschiff. Sie wagen es, ihre Flucht jenseits der dünnen Atmosphäre fortzusetzen. In den eisigen Weiten des Weltalls und zugleich auf engstem Raum miteinander eingeschlossen erwartet sie eine unvorstellbare Odyssee.
Der Film ist im Großen wie ein Roadmovie konzipiert und im Kleinen als Kammerspiel – mit Versatzstücken des Mystery-Thrillers. Er soll eigensinnig sein wie ein Autorenfilm und bildstark wie ein Vertreter des Science-Fiction-Genres.
Für alle Innenaufnahmen wurde innerhalb von eineinhalb Jahren ein lebensgroßes Raumschiffset gebaut. Ein verkleinertes Modell dieses Raumschiffs wurde aus Teilen verschiedenster Modellbausätze angefertigt. Die Dreharbeiten und ein Großteil der Trickaufnahmen sind abgeschlossen.

Derzeit befindet sich DAS LETZTE LAND in der Postproduction.

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Deutsche Film- und Fernseh-Tristesse – sind die Amazon Studios der Ausweg?

Deutsche Film- und Fernseh-Tristesse – sind die Amazon Studios der Ausweg?

DeutscheFilmeGoogle

Ich habe hier schon diverse Male den traurigen Zustand der Film- und Fernsehlandschaft beklagt, nicht nur, was Genre angeht, sondern allgemein scheint man in Deutschland außer langweilen selbstplagiierenden Krimis oder Rosamunde Pilcher-Schmonz nichts zu können (während aus England und den USA gefeierte Serien kommen). Das hat viele Gründe, einer der größeren dabei die Gemengelage aus öffentlich-rechtlichen Sendern und Produktionsfirmen, oder Kompetenzgerangel in den Sendern. Das Ganze sehr schön analysiert und aufgedröselt bei Sodafilm.

Dabei kann man sicher davon ausgehen, dass es haufenweise Kreative gibt, die gern etwas Innovatives oder Genre machen würden. Die dürfen aufgrund konservativer Entscheider bei den Sendern und den Produktionsfirmen aber nicht. Und wandern dann allzu oft frustriert ins Ausland ab.

Amazon produziert seit einiger Zeit in den USA erfolgreich Serien, es steht der erste Kinofilm an. In Deutschland steht der Streamingdienst des Onlinehändlers an erster Stelle, was die Zahl der Nutzer angeht. Und laut Roy Price, Chef von Amazon Studios, steht man derzeit bereits intensiv im Gespräch mit hiesigen Produzenten von TV und Film, zumindest sagt er das gegenüber dem Spiegel. Dabei will man den Machern größtmögliche kreative Freiheit geben:

Wir können ihnen die Herausforderung bieten, etwas wirklich Neues zu machen – oder das, was sie schon immer machen wollten, aber wegen der bestehenden Strukturen nicht verwirklichen konnten. Ich glaube, diese Projekte schwirren da draußen herum. Lasst sie uns finden!

Grandios. Ich hoffe, dass das die Schlafmützen bei Constantin, UFA und Co. ebenso kalt erwischt, wie die gebührenvernichtenden Ablehner und Kompetenzrangler bei den Sendern, und man darf gespannt sein, was bei der Suche nach Innovativem aus Deutschland heraus kommt. Der Vorteil dabei: Die Konzepte müssen auch tauglich für den internationalen Markt sein, denn genau wie bisher würden auch die in Deutschland produzierten Pilotfilme einem internationalen Publikum zur Abstimmung vorgeworfen werden.

Ich bin überaus gespannt darauf, was daraus wird. Die Situation kann sich nur verbessern, wenn es in der Form eine Alternative zu den derzeitigen Langweilern gibt.

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

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Kickstarter ist die vermutlich bekannteste Crowdfunding-Plattform und sie wurde in der Vergangenheit genutzt, um Projekte aus den verschiedensten Sparten zu finanzieren. Eins der erfolgreichsten dürfte Chris Roberts Space-Sim STAR CITIZEN sein. Bisher konnte man deutsche Projekte zwar an den Start bringen, musste dafür allerdings über ein Konto in den USA oder England verfügen.

Ab dem 12. Mai ist das anders, das kann man jetzt auf der Kickstarter-Webseite lesen. Ab diesem Zeitpunkt ist man in der Lage, Projekte auch in deutscher Sprache einzustellen (vorbereiten kann man im Rahmen des “Pre Launch” bereits jetzt), die genutzte Währung ist Euro. Als Projektstarter muss man über eine der “größeren” Kreditkarten verfügen. Man kann Projekte als Einzelperson (über 18 Jahre) oder für eine Firma starten.

Etwas problematisch ist dabei in meinen Augen die Bezahlung. Die ist nur mit Kreditkarte möglich, Beträge unter 250 Euro kann man auch per Lastschrift einziehen lassen. PayPal fehlt leider als Zahlungsmöglichkeit.

Ansonsten gelten die üblichen Regeln: Ist das Crowdfunding erfolgreich behält Kickstarter einen gewissen Betrag ein, erreicht es sein Fundingziel nicht, fallen keine Gebühren an.

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Netflix startet noch in diesem Jahr in Deutschland

Netflix startet noch in diesem Jahr in Deutschland

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Jetzt ist es offiziell: der US-amerikanische Video-Streamingdienst Netflix wird noch in diesem Jahr auch in verschiedenen europäischen Ländern an den Start gehen, darunter auch Deutschland, das ließ man heute in einer Pressemitteilung verlauten. Bevor man sich jetzt aber freut: Informationen zufolge soll der Start wohl eher Ende des Jahres 2014 erfolgen, also vermutlich irgendwann im letzten Quartal. Hintergrund könnte sein, dass man zum einen Infrastruktur schaffen muss und zum anderen vermutlich noch rechtliche und technische Hindernisse bestehen.

Spannend wird, welche Inhalte angeboten werden. Sollte es die gesamte Bandbreite des Programms sein, dann wäre das allerdings eine Sensation. ich vermute jedoch dass dem aus lizenzrechtlichen Gründen leider nicht so sein wird.

Dennoch: Ich halte das für eine sehr gute Nachricht, denn die bereits existierenden Angebite in Deutschland werden sich warm anziehen und ihr Angebot deutlich verbessern müssen. Es darf angenommen werden, dass Netflix nicht kleckert sondern klotzt, wie das schon in anderen Ländern gemacht haben. Einen genauen Abo-Preis nannte man seitens des Unternehmens nicht, außer dass er “niedrig” sein werde. Es wird sich aber aller Wahrscheinlichkeit auch bei uns um ein Flatrate-Modell handeln, bei dem man einen monatlichen Obolus entrichtet, um dann alle Inhalte nutzen zu können.

Netflix ist jetzt bereits in Großbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden vertreten. Hinzu kommen nun Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Frankreich und Belgien. Im Zuge der Expansion wird der europäische Firmensitz aus Luxemburg in die Niederlande verlegt.

Neben dem Streaming der Inhalte anderer Anbieter produziert Netflix seit einiger Zeit auch eigene Formate, beispielsweise die preisgekrönte Serie HOUSE OF CARDS.

Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt auf www.netflix.com registrieren und dann weitere Informationen erhalten, wann es im eigenen Land losgeht.

Wichtig für einen Erfolg wird sein, dass der Content stimmt. Anbieter mit uralten Serien und Filmen, zum großen Teil ohne Originalton haben wir schon genug.

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Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Spitzweg Ich bin schon lange der Ansicht, dass insbesondere Massenware-Bücher hierzulande deutlich überteuert sind. Und ich meine damit klassische gedruckte Bücher, die meist verlangten Mondpreise für eBooks sind eine ganz andere Geschichte. In einem Artikel vom letzten Sonntag arbeitet sich Börsenblatt Online am Thema ab und man ist ganz offensichtlich der Ansicht, dass Bücher zu billig sind und teurer werden müssen. Als Argumentationshilfe bedient man sich des Einkaufsleiters vom Barsortimenter KNV. Der agiert mit Phrasen wie “Bücher haben ihren Preis” oder “Bücher in gedruckter oder digitaler Form haben ihren Wert”.

Machen wir mal einen Realitätscheck hinsichtlich der Kosten von Büchern in Europa und den USA. ich möchte hier mal einige Preise exemplarisch nennen, um zu zeigen, dass Gedrucktes hierzulande im Vergleich einfach zu teuer ist. Vorher will ich allerdings noch auf eine seiner Aussagen eingehen. Er führt aus, dass es einen Preisanstieg um ca. zwei Prozent gab und fügt hinzu:

Seit zwanzig Jahren gab es eine solche Preiserhöhung von einem Jahr zum anderen nicht mehr.

Ich weiß ja nicht, von welchen 20 Jahren er redet, aber ich kann mich an deutliche Preissteigerungen zur Umstellung von Deutschmark auf Euro erinnern – und in Blick in mein Buchregal bestätigt das auch. Warum blendet er diese Tatsache wissentlich aus?

Aber kommen wir zu den Preisvergleichen. Ich habe einige Bücher – natürlich aus dem Segment “Phantastik” – herausgesucht und deren Preise in verschiedenen Ländern verglichen. Es handelt sich aus naheliegenden Gründen um internationale Titel, die in allen Ländern verfügbar sind. Das Ergebnis ist wie folgt:

Suzanne Collins  – THE HUNGER GAMES, deutscher Titel: DIE TRIBUTE VON PANEM, Hardcover

  • Deutschland: 18,95 EUR
  • United Kingdom: 9,99 GBP ~ 12,00 Euro
  • USA: 14,06 USD ~ 10,34 EUR
  • Italien: 12,67 EUR
  • Spanien: 15,20

J. R. R. Tolkien – THE HOBBIT – deutscher Titel: DER HOBBIT, Hardcover

  • Deutschland: 14,95 EUR
  • United Kingdom: 7,19 GBP ~ 8,64 EUR
  • USA: 11,80 USD ~ 8,68 EUR
  • Italien: es scheint keine italienischsprachige Ausgabe zu existieren, die englische kostet EUR 10,36
  • Spanien: 13,25 EUR

George R. R. Martin:  A SONG OF ICE AND FIRE, deutscher Titel: DIE HERREN VON WINTERFELL und DAS ERBE VON WINTERFELL, Taschenbuch

  • Deutschland: 15,00 EUR plus 15,00 EUR = 30 EUR
  • United Kindom: 6,29 GBP ~7,56 EUR
  • USA: 8,22 USD ~ 6,05 EUR
  • Italien: 12,75 EUR (die scheinen ebenfalls aufzuteilen, aber es gibt anlässlich der TV-Serie die ersten beiden Bände in einem Buch)
  • Spanien: 9,50 EUR

J. K. Rowling – HARRY POTTER AND THE DEATHLY HALLOWS, deutscher Titel HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES, Hardcover (gibt es in .de nicht als Taschenbuch)

  • Deutschland: 24,90 EUR
  • United Kingdom: 12,23 GBP ~ 14,70 EUR
  • USA: 15,86 USD ~ 11,66 EUR
  • Italien: 18,40 EUR
  • Spanien: 20,90 EUR

Cornelia Funke – TINTENHERZ, englischer Titel: INKHEART

  • Deutschland: 9,99 Euro (Taschenbuch), 19,90 (Hardcover)
  • United Kingdom: 5,75 GBP ~ 6,90 EUR (Taschenbuch), 11,59 GBP ~ 13,93 EUR (Hardcover)
  • USA: 8,61 USD ~ 6,33 EUR (Taschenbuch), 17,12 USD ~ 12,59 EUR (Hardcover)
  • Italien: 8,93 EUR (Taschenbuch), eine Hardcoverausgabe scheint es nicht zu geben
  • Spanien: 11,30 EUR (Taschenbuch), 23,65 (Hardcover)

Lassen wir es dabei bewenden, ich könnte hunderte weitere Beispiele nennen. Der Trend ist eindeutig: Bücher sind im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland teuer. Zum Teil sogar sehr teuer. Der einzige Ausreißer in den Stichproben ist TINTENHERZ in Spanien, vermutlich sind die dortigen Verlage ordentlich über den Tisch gezogen worden. Es möge mir bitte auch niemand damit kommen, dass auf der britischen Insel keine Umsatzsteuer auf Bücher anfällt, in allen Fällen wären diese auch dann noch deutlich preisgünstiger, wenn man sieben Prozent aufschlagen würde. Der Fairness halber muss man auch noch sagen, dass Bücher in Frankreich ähnlich teuer sind wie in Deutschland. Auch da arbeitet offenbar eine gute Lobby. Ja, ich weiß, der Absatzmarkt und damit die Produktion in englischer Sprache ist weitaus höher als die in deutscher, damit kann man mehr absetzen. Die Preisgestaltung unterscheidet sich allerdings auch in Ländern mit geringeren Absatzzahlen üblicherweise von Deutschland dadurch, dass Bücher preiswerter sind. Und den Osten Europas habe ich dabei noch gar nicht betrachtet. Übrigens gilt auch in Spanien und Italien eine Buchpreisbindung, eine solche existiert in gerade mal acht von 26 Ländern Europas. Nach aktuellen Statistiken befindet sich Deutschland beim allgemeinen Preisniveau in Europa ungefähr in der Mitte. Bei Buchpreisen sieht das aus schwer nachvollziehbaren Gründen anders aus. Leider konnte ich keine Statistik finden, die die Buchpreise in europäischen Ländern vergleicht, deswegen meine Stichproben.

Grundsätzlich deuten die Stichproben aber an, dass Bücher hierzulande im Allgemeinen deutlich mehr kosten, als anderswo. Jaja, ich weiß, jetzt wird das Argument mit der Übersetzung kommen, das ist immer gern genommen. Allerdings weiß man auch, dass Übersetzer hierzulande äußerst miserabel bezahlt werden, deswegen kann dieser Umstand insbesondere bei Bestsellern kein Argument darstellen. Außerdem kann man mit ein wenig Vergleichen erkennen, dass sich die Preise übersetzter ausländischer Literatur an denen deutscher Bücher orientieren. Daraus könnte man schließen, dass auch letztere zu teuer sind.

“Aber denkt denn keiner an die Autoren?” höre ich es wieder einmal aus den heiligen Hallen der Buchbranche rufen. Doch, an die denke ich. Ständig. Und ich weiß, wie miserabel die entlohnt werden. So schlecht, dass außer Bestsellerautoren in Deutschland kaum jemand davon leben kann.

Wir halten fest: Bücher sind bereits jetzt aasgeierig teuer und der Börsenverein scheint zu unterstützen, dass diese noch teurer werden sollen. Zudem geht man vom Taschenbuch immer öfter gern mal aufs Paperback, weil man das bei gleichem Inhalt deutlich teurer verticken kann – man könnte es, ebenso wie das Aufteilen von Wälzern auf zwei Bücher, auch als “Kundenverarsche” bezeichnen, denn es handelt sich nur um neue Schläuche für alten Wein. Die Branche versteht offensichtlich immer noch nicht, dass sie heutzutage in direkter Konkurrenz zu Tablet- und Smartphone-Apps steht, die man für ein paar Cent erwerben kann. Von anderen direkten Konkurrenzen wie Internet, Spielen, Filmen noch gar nicht gesprochen. Und auch nicht davon, dass man sich eben seinen Lesestoff für einen Bruchteil des deutschen Preises gleich im englischen Original kaufen kann. Allerdings sollte man sich diese englischen Originale besser nicht bei deutschen Anbeitern kaufen.

Die massiv ansteigende Armut in Deutschland, nach aktuellen Angaben sind fünf Prozent aller Kinder als arm anzusehen, scheint die Branche in ihrer Filterblase ebenfalls nicht zu interessieren. Wenn die Entscheidung lautet: Buch oder etwas zu essen, ist die Entscheidung wohl einfach. Kann sich noch jemand an Anton Philipp Reclam erinnern, der mit seiner Universalbibliothek auch weniger Betuchten das Lesen von Klassikern und Belletristik ermöglichen wollte? Was ist davon geblieben, außer dem Ansinnen, möglichst viele Bücher “zu drehen”?

Ja, ich denke auch, dass Bücher einen Wert haben. Aber der Preis muss angemessen sein. Und das ist er in meinen Augen bereits jetzt nicht. Zumindest nicht bei den Publikumsverlagen mit ihren Großauflagen.

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Bild: Der Bücherwurm, von Karl Spitzweg, gemeinfrei, angereichert mit Euro-Symbolen

ÆTHERANGELEGENHEITEN – eine Steampunk-Webserie aus deutschen Landen

ÆTHERANGELEGENHEITEN – eine Steampunk-Webserie aus deutschen Landen

Promografik "Ætherangelegenheiten""ÆTHERANGELEGENHEITEN (englisch ÆTHER AFFAIRS) ist der Titel einer sich in Arbeit befindlichen Steampunk-Webserie aus deutschen Landen. Meines Wissens handelt es sich um die erste Webserie dieses Genres aus good ol´gemany, diese von der Künstlergruppe mit dem Namen “Evil Kraken” realisiert.

In aller Kürze ein paar Informationen: Die Webserie basiert auf den ANNABELLE ROSENHERZ-Romanen von Anja Bagus, nähert sich dem Thema im Gegensatz zur Vorlage allerdings auf humoristische Weise. Kernthema ist das fiktive “Amt für Ætherangelegenheiten”, in dem überkorrekte Beamte auf so Unkategorisierbares wie Mannwölfe treffen.

Die Ætherwelt ist eine alternative Realität, in der seit der Silvesternacht auf den 1.1.1900 ein mysteriöser, grüner Nebel über den Gewässern aufsteigt. Das Phänomen ist weltweit zu beobachten, doch zunächst noch so selten und unauffällig, dass es nicht wahrgenommen wird. Aber im Laufe der Jahre entdecken Forscher und aufmerksame Beobachter den Stoff und nennen ihn Æther.
Æther beeinflusst das Leben auf vielfältige Art und Weise. Einerseits durch technische Erfindungen wie Luftschiffe und Blitzwaffen, andererseits durch die Art, wie er Pflanzen, Tiere und auch Menschen verändert. Wesen aus Mythen und Legenden tauchen wieder auf und stellen die Gesellschaft auf harte Proben.
Im Großherzogtum Baden wird im Jahre 1911 A.D. das “Amt für Ætherangelegenheiten” gegründet. Hier bemüht man sich jenseits von wirtschaftlichen, politischen oder religiösen Hintergründen zu forschen und das Leben in dieser neuen, veränderten Welt für alle zu erleichtern.

Logo "Evil Kraken"Die Macher haben den Plan, jeden Steampunk der interessiert ist, in dieses Projekt einzubinden, man wird sich auf vielfältige Art und Weise beteiligen können. Eine der Grundideen ist es, die vielfältige und überaus kreative deutsche und europäische Steampunk-Szene vorzustellen . Wie die Beteiligung konkret vonstatten geht, darüber gibt es demnächst mehr Informationen.

Gedreht wird die Serie in deutscher Sprache, für Interessierte aus anderen Ländern soll sie mit Untertiteln versehen werden. Eine englischsprachige Fassung der Webseite ist in Arbeit.

Eine Einführungsepisode, Teaser oder Pilotfilm, je nachdem wie man es nennen will, ist bereits gedreht und befindet sich derzeit in der Postproduktion. Die Endfassung wird vermutlich eine Länge von ca. zehn bis zwölf Minuten haben. Zu Beginn wird der Steampunk-Faktor noch eher gering sein, da auch das Phänomen Æther noch jung ist, das wird sich aber mit jeder Episode ein wenig steigern.
Jede Menge weitere Informationen finden sich auf der soeben online gegangenen Webseite zum Projekt, dort kann man auch Links auf soziale Medien wie Facebook, Google+ und Twitter entdecken, um dem Projekt auf die Weise folgen zu können, die einem genehm ist.

Ætherangelegenheiten SzenenfotoDisclaimer: allein schon aus Transparenzgründen möchte ich darauf hinweisen, dass ich eines der Mitglieder von “Evil Kraken” bin … Ich werde auch auf dieser Seite regelmäßig über den Fortgang des Projektes und der Serie berichten.

Amazons print-on-demand-Dienst CreateSpace jetzt auch in Deutschland

Das dürfte den hiesigen Verlegern neue Schweißperlen auf die Stirn treiben: Amazons print-on-demand-Dienst CreateSpace wird laut einer Pressemitteilung ab sofort in Europa, also auch Deutschland, angeboten. CreateSpace ermöglicht es Selfpublishern, ihre Bücher nicht nur wie bisher als eBooks für den Kindle unter die Leser zu bringen, sondern auch in klassischer, gedruckter Form in Form von Büchern. Diese Bücher können dann über die Amazon-Webseiten in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien erworben werden.

Amazons Tochterunternehmen CreateSpace hat bei print-on-demand keine Lagerhaltungskosten, da die Bücher erst gedruckt werden, wenn sie auch tatsächlich jemand bestellt, dennoch sollen sie noch am Tag der Bestellung versandt werden, wenn die Order früh genug eingeht. Nach Aussagen des Konzerns behalten die Autoren die Rechte an ihren Büchern und erhalten Tantiemen, die weit über die Angebote der restlichen Branche hinaus gehen. Auch wenn daran natürlich viel PR-Geklapper ist, weiß man bereits aus dem eBook-Bereich, dass Amazon hier nicht übertreiben dürfte.

Noch nicht herausfinden konnte ich, ob die die in den USA für kleines Geld, nämlich 25 Dollar, zubuchbare Option gibt, die Bücher mit einer ISBN zu versehen, wodurch die PoD-Produkte auch im Buchhandel zu erwerben wären. Zusätzlich zum Druck und dem Verkauf über Amazon gibt es für Autoren die Möglichkeit, deutlich preiswertere Exemplare für den Eigenbedarf zu erwerben.

Amazon positioniert sich hier erneut gegen die restliche Branche und dieser Coup dürfte deutlich schwerer wiegen, als das Selfpublishing-Programm für eBooks, denn diese sind bei den Nutzern hierzulande leider nach wie vor noch nicht so recht angekommen – Bücher aber schon. Wenn die Selfpublisher nun auch noch die Möglichkeit haben, Printbücher anzubieten, wird das manch einem in der Branche schlaflose Nächte verschaffen … wie es auf den ersten Blick aussieht, dürfte CreateSpace mit seinen Preisen und der unkomplizierten Handhabung aber auch hiesige Anbieter in Sachen PoD unter Druck setzen, so dass mit Preissenkungen zu rechnen ist.

Die CreateSpace-Seite liegt derzeit nur in englischer Sprache vor, es ist aber davon auszugehen, dass in Kürze lokalisierte Versionen angeboten werden.

Spannend! Ich werde mich weiter informieren – und vielleicht gibt es die Steampunk-Chroniken ja demnächst auch als Printversion via Amazon …

[Update 18:10:] auf Facebook wurde kommentiertPoD war, was Phantanews wohl irgendwie nicht mitbekommen hat, auch bisher schon sehr gut in D möglich, ohne den Verlegern Schweißperlen abzuringen. Da wird CreateSpace nur einen Preiskampf bringen.

Mein Kommentar dazu: dass es PoD in Deutschland bereits gibt, habe ich oben explizit erwähnt. Gestestet habe ich PoD-Anbieter ebenfalls bereits und mich vor allem mit deren Bedingungen auseinander gesetzt. Die eine Möglichkeit ist, ein Buch für relativ kleines Geld auf den Markt zu bringen, dabei räumen sich die Anbieter aber weitreichende Rechte an den Inhalten ein – manche sogar bis hin zur Aufführung und Sendung, das halte ich nicht für akzeptabel. CreateSpace tut das nicht und die Rechte verbleiben beim Autor.
Die Alternative ist, die Rechte zu behalten, dann aber in Sachen Druck finanziell nicht unerheblich in Vorleistung treten zu müssen. Soweit ich das bislang überblicken konnte, fällt das bei der Amazon-Variante ebenfalls weg. Ich werde mich einlesen und berichten.

Aber diese deutlichen Unterschiede mag der Kommentierende möglicherweise irgendwie nicht mitbekommen haben … ;o)

Creative Commons License

CreateSpace-Logo Copyright CreateSpace und Amazon.com

Steampunk und die Verlage – Ahnungslose mit Schubladen

Ich hatte mich hier und an anderer Stelle immer wieder mal darüber ausgelassen, dass bei den Publikumsverlagen der Steampunk keine Rolle spielte und dass Autoren, die sich mit diesem Thema an sie wandten gnadenlos abgelehnt wurden: “Das will hier keiner lesen!”. Der Frust über die Ignoranz deutscher Verlage führte bei mir sogar dazu, dass mein Projekt STEAMPUNK-CHRONIKEN aus der Taufe gehoben wurde.

Jetzt scheint es so, als hätten die Verlage bemerkt, dass Steampunk eben doch ein angesagtes Subgenre ist und sie pumpen in ihrer üblichen Art und Weise Bücher in den Markt. Doch leider hat vieles von dem, das auf dem Cover mit Zeppelinen oder Zahnrädern angereichert wurde und vielleicht noch schnell das Label “Steampunk” aufgepappt bekommt, nicht viel mit Steampunk zu tun. Auch hier geht es wieder nur darum, mal eben ein paar Kröten zu verdienen und “schnell ein paar Bücher zu drehen”, wie der Verkäufer-Jargon ist.

Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dafür ist offensichtlich entweder keine Zeit, oder man hat keine Lust dazu – von Sachkenntnis getrübt sind die verantwortlichen Redaktionen in den Verlagen aber ganz offensichtlich nicht. Muss aus deren Sicht aber wahrscheinlich auch gar nicht sein, solange man dem ahnungslosen Leser irgendeinen Kram als Steampunk andrehen kann – die meisten werden den Unterschied ohnehin nicht bemerken.

Man verstehe mich nicht falsch, ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man mit dem Verkauf von Büchern Geld verdienen möchte. Ich habe allerdings etwas dagegen, wenn der Leser durch (meiner Ansicht nach zumindest zum Teil) gezielte Falschetikettierungen für dumm verkauft werden soll.

Das Problem dürfte aber eben auch sein, dass die Einordnung des Genres keine mit dem Lineal gezogenen Grenzen zulässt. Steampunk ist unscharf, ermöglicht Variationen, ist ein Hintergrund der viele Väter und Mütter hat und sich nicht nur deswegen einer exakten Definition entzieht – den Göttern des Aether sei Dank! Und das ist natürlich etwas, mit dem die Schubladenfanatiker in den Verlagen nicht gut zurecht kommen. Dass das deutlich besser gehen kann – und muss! -, zeigen die umtriebigen Klein- und Special-Interest-Verlage.

Am Schluss möchte ich nicht verschweigen, wie ich auf diesen Rant gekommen bin: Zwei von mir sehr geschätzte Blogs, nämlich das von Oliver Hoffmann (Feder & Schwert) und der Clockworker in Form von Captain Serenus haben das Problem vor mir thematisiert und mich zum Schreiben dieses Beitrags animiert. Ich rege dringend an, deren Worte zum Thema ebenfalls zu lesen!

Creative Commons License

Bild: Steampunks, von Kyle Cassidy, aus der Wikipedia, CC-BY-SA