Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Buy Local: Amazon-Shops auch in Deutschland

Das ist ver­mut­lich eher kein schö­nes Weih­nachts­ge­schenk für den hie­si­gen Buch­han­del: Ama­zon Deutsch­land-Chef Ralf Kle­ber ant­wor­te­te in einem Inter­view auf die Fra­ge, ob es auch hier­zu­lan­de sta­tio­nä­re Ama­zon-Läden geben wer­de, »das sei kei­ne Fra­ge des Ob, son­dern des Wann«.

Wei­te­re Details dazu gab es dann aber wie beim Online­ver­sen­der üblich nicht, es ist also unklar, wel­che Pro­duk­te in die­sen Ama­zon-Shops ver­kauft wer­den sol­len, oder an wel­chen Stand­or­ten sie ent­ste­hen wer­den (ich wür­de mal von Groß­städ­ten aus­ge­hen). Ama­zu­on hält sich in Sachen von Neue­run­gen ja gern sehr bedeckt und rollt die­se eher über­ra­schend aus.

In den USA gibt es sowohl der­zeit 13 fes­te Stand­or­te, als auch die soge­nann­ten Pop-Up-Stores, die immer nur zeit­lich begrenzt statt­fin­den. In den Pop-Up-Stores wer­den in ers­ter Linie Ama­zon-eige­ne Pro­duk­te ver­trie­ben, also Kind­les, Fire-Tablets und Fire-TV oder Echos. Die fes­ten Läden haben die auch, aber dar­über hin­aus auch noch beson­ders gut lau­fen­de Bücher und wei­te­re Arti­kel.

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Trailer zur deutschen Mysteryserie DARK auf Netflix

Trailer zur deutschen Mysteryserie DARK auf Netflix

Ab dem ers­ten Dezem­ber 2017 kann man beim Strea­ming­dienst die Mys­te­ry­se­rie DARK sehen. Bemer­kens­wert ist dar­an, dass es sich um eine deut­sche Pro­duk­ti­on han­delt – und bekann­ter­ma­ßen wird das Phan­tas­tik-Gen­re hier­zu­lan­de nicht nur stief­müt­ter­lich behan­delt, son­dert fin­det abseits von Indie-Fil­mern schlicht­weg nicht statt. Was ange­sichts der Erfol­ge, die US-ame­ri­ka­ni­sche oder bri­ti­sche Gen­re-Seri­en fei­ern, schon arg pein­lich ist. Man kann nur hof­fen, dass Net­flix das wei­ter­hin ändern wird (und dass die Serie auch sehens­wert ist).

Kurz­kon­zept von DARK:

Zwei Ver­miss­ten­fäl­le in der Klein­stadt Win­den brin­gen Abgrün­de zuta­ge, die das Kon­zept von Zeit voll­kom­men auf den Kopf stel­len. Die Fra­ge ist nicht, wer die Kin­der ent­führt hat … son­dern wann.

Regie führt Baran bo Odar, nach Dreh­bü­chern von Jant­je Frie­se und ande­ren, es spie­len unter ande­rem: Oli­ver Masuc­ciKaro­li­ne Eich­hornJör­dis Trie­belLou­is Hof­mann und Maja Schö­ne. Pro­du­ziert wur­de das Gan­ze von Wie­de­mann & Berg Tele­vi­si­on, die Lis­te der aus­füh­ren­den Pro­du­zen­ten ist lang, die kann man sich auf IMDb anse­hen.

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STAR TREK DISCOVERY ab dem 25. September bei Netflix

STAR TREK DISCOVERY ab dem 25. September bei Netflix

Frü­her waren wir dar­auf ange­wie­sen, dass irgend­ein deut­scher Fern­seh­sen­der eine US-Serie lizen­sier­te, sie dann mise­ra­bel über­setz­te, und mit eini­gem Zeit­ver­satz zeig­te.

Die­se Zei­ten sind nicht für alle Pro­duk­tio­nen vor­bei, aber zumin­dest bei popu­lä­ren Seri­en kann man davon aus­ge­hen, dass sie kurz­fris­tig bei Net­flix oder Ama­zon zu sehen sind.

So auch STAR TREK DISCOVERY. Wie Net­flix mir ges­tern mit­tels einer Email mit­teil­te, wer­den die Epi­so­den jeweils mit einem Tag Ver­satz zur US-Aus­strah­lung zu sehen sein, die Pilot­fol­ge also ab dem 25. Sep­tem­ber 2017. Das ist erfreu­lich und so müs­sen die deut­schen Fans nicht auf ille­ga­le oder graue Metho­den zurück­grei­fen, um sich die neue Serie anschau­en zu kön­nen.

Pro­mo­gra­fik STAR TREK DISCOVERY Copy­right Net­flix

Trailer: SUM1

Trailer: SUM1

Ein Phan­tas­tik-Film aus deut­schen Lan­den, und dann sogar noch Sci­ence Fic­tion? Man mag es kaum glau­ben. die Zusam­men­fas­sung liest sich wie folgt:

SUM1 (Iwan Rhe­on) gehört im Deutsch­land des Jah­re 2070 zu spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Rekru­ten des Mili­tärs. Genau wie der Rest der Mensch­heit lebt er in einem unter­ir­di­schen Sys­tem aus Bun­kern. Dort­hin haben die meis­ten Men­schen sich vor vie­len Jah­ren zurück­ge­zo­gen, als unbe­kann­te, mäch­ti­ge Krea­tu­ren, die »None­such«, die Erd­ober­flä­che über­nah­men. Doch weil noch immer eini­ge weni­ge Über­le­ben­de in einem ver­las­se­nen, dunk­len Wald dort oben aus­har­ren, wer­den regel­mä­ßig Sol­da­ten wie SUM1 als Wäch­ter auf Aus­sichts­tür­me am Rand des über­ir­di­schen Sicher­heits­krei­ses geschickt, um von dort aus die letz­ten Men­schen an der Erd­ober­flä­che vor den gefähr­li­chen außer­welt­li­chen Wesen zu beschüt­zen. Sein 100-Tage-Ein­satz beginnt für SUM1 zunächst als Rou­ti­ne, läuft dann aber aus dem Ruder und plötz­lich sieht der jun­ge Kämp­fer nicht nur sein Leben, son­dern auch sei­nen Ver­stand in Gefahr. Para­noia und Ein­sam­keit ent­fes­seln einen Alb­traum.

Regie führ­te Chris­ti­an Pas­qua­ri­el­lo, der schrieb auch mit Gabri­el­le Pfeif­fer das Dreh­buch. Pro­du­ziert wur­de das Gan­ze von Chris­ti­an Alvarts (PANDORUM) Syr­re­al Enter­tain­ment. In den deut­schen Kinos soll SUM1 am 7. Dezem­ber 2017 star­ten.

Ich freue mich wirk­lich über jede Phan­tas­tik- und ins­be­son­de­re SF-Pro­duk­ti­on in Deutsch­land, aber der Trai­ler macht mich in sei­ner Mach­art lei­der über­haupt nicht an. Man sieht dem Film die low bud­get-Pro­duk­ti­on an, das muss erst­mal nichts schlech­tes sein, aber der Vor­gu­cker wirkt lei­der auf mich irgend­wie … so unin­spi­riert … Ich wer­de dem Film aber eine Chan­ce geben.

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Teaser zum deutschen SF-Drama DAS LETZTE LAND

Teaser zum deutschen SF-Drama DAS LETZTE LAND

Für den unab­hän­gig pro­du­zier­ten deut­schen Sci­ence Fic­tion-Film DAS LETZTE LAND unter der Regie von Mar­cel Bari­on gibt es einen ers­ten Teaser. Ins Leben geru­fen wur­de das Pro­jekt von einer Grup­pe jun­ger Fil­me­ma­cher aus Sie­gen, im Rah­men eines Crowd­fun­dings unter­stütz­ten fast 300 Per­so­nen den Film finan­zi­ell. Auf der Web­sei­te kann man lesen:

Die Geschich­te spielt in einem fer­nen, unmensch­lich gewor­de­nen Zeit­al­ter. In einer außer­ir­di­schen Wüs­te fin­den zwei geflo­he­ne Män­ner ein klei­nes, ver­wais­tes Raum­schiff. Sie wagen es, ihre Flucht jen­seits der dün­nen Atmo­sphä­re fort­zu­set­zen. In den eisi­gen Wei­ten des Welt­alls und zugleich auf engs­tem Raum mit­ein­an­der ein­ge­schlos­sen erwar­tet sie eine unvor­stell­ba­re Odys­see.
Der Film ist im Gro­ßen wie ein Road­mo­vie kon­zi­piert und im Klei­nen als Kam­mer­spiel – mit Ver­satz­stü­cken des Mys­te­ry-Thril­lers. Er soll eigen­sin­nig sein wie ein Autoren­film und bild­stark wie ein Ver­tre­ter des Sci­ence-Fic­tion-Gen­res.
Für alle Innen­auf­nah­men wur­de inner­halb von ein­ein­halb Jah­ren ein lebens­gro­ßes Raum­schiffset gebaut. Ein ver­klei­ner­tes Modell die­ses Raum­schiffs wur­de aus Tei­len ver­schie­dens­ter Modell­bau­sät­ze ange­fer­tigt. Die Dreh­ar­bei­ten und ein Groß­teil der Trick­auf­nah­men sind abge­schlos­sen.

Der­zeit befin­det sich DAS LETZTE LAND in der Post­pro­duc­tion.

[ytv]https://www.youtube.com/watch?v=oU6STyO_Oo4[/ytv]

Deutsche Film- und Fernseh-Tristesse – sind die Amazon Studios der Ausweg?

Deutsche Film- und Fernseh-Tristesse – sind die Amazon Studios der Ausweg?

DeutscheFilmeGoogle

Ich habe hier schon diver­se Male den trau­ri­gen Zustand der Film- und Fern­seh­land­schaft beklagt, nicht nur, was Gen­re angeht, son­dern all­ge­mein scheint man in Deutsch­land außer lang­wei­len selbst­pla­gi­ie­ren­den Kri­mis oder Rosa­mun­de Pil­cher-Schmonz nichts zu kön­nen (wäh­rend aus Eng­land und den USA gefei­er­te Seri­en kom­men). Das hat vie­le Grün­de, einer der grö­ße­ren dabei die Gemenge­la­ge aus öffent­lich-recht­li­chen Sen­dern und Pro­duk­ti­ons­fir­men, oder Kom­pe­tenz­ge­ran­gel in den Sen­dern. Das Gan­ze sehr schön ana­ly­siert und auf­ge­drö­selt bei Soda­film.

Dabei kann man sicher davon aus­ge­hen, dass es hau­fen­wei­se Krea­ti­ve gibt, die gern etwas Inno­va­ti­ves oder Gen­re machen wür­den. Die dür­fen auf­grund kon­ser­va­ti­ver Ent­schei­der bei den Sen­dern und den Pro­duk­ti­ons­fir­men aber nicht. Und wan­dern dann all­zu oft frus­triert ins Aus­land ab.

Ama­zon pro­du­ziert seit eini­ger Zeit in den USA erfolg­reich Seri­en, es steht der ers­te Kino­film an. In Deutsch­land steht der Strea­ming­dienst des Online­händ­lers an ers­ter Stel­le, was die Zahl der Nut­zer angeht. Und laut Roy Pri­ce, Chef von Ama­zon Stu­di­os, steht man der­zeit bereits inten­siv im Gespräch mit hie­si­gen Pro­du­zen­ten von TV und Film, zumin­dest sagt er das gegen­über dem Spie­gel. Dabei will man den Machern größt­mög­li­che krea­ti­ve Frei­heit geben:

Wir kön­nen ihnen die Her­aus­for­de­rung bie­ten, etwas wirk­lich Neu­es zu machen – oder das, was sie schon immer machen woll­ten, aber wegen der bestehen­den Struk­tu­ren nicht ver­wirk­li­chen konn­ten. Ich glau­be, die­se Pro­jek­te schwir­ren da drau­ßen her­um. Lasst sie uns fin­den!

Gran­di­os. Ich hof­fe, dass das die Schlaf­müt­zen bei Con­stan­tin, UFA und Co. eben­so kalt erwischt, wie die gebüh­ren­ver­nich­ten­den Ableh­ner und Kom­pe­tenz­rang­ler bei den Sen­dern, und man darf gespannt sein, was bei der Suche nach Inno­va­ti­vem aus Deutsch­land her­aus kommt. Der Vor­teil dabei: Die Kon­zep­te müs­sen auch taug­lich für den inter­na­tio­na­len Markt sein, denn genau wie bis­her wür­den auch die in Deutsch­land pro­du­zier­ten Pilot­fil­me einem inter­na­tio­na­len Publi­kum zur Abstim­mung vor­ge­wor­fen wer­den.

Ich bin über­aus gespannt dar­auf, was dar­aus wird. Die Situa­ti­on kann sich nur ver­bes­sern, wenn es in der Form eine Alter­na­ti­ve zu den der­zei­ti­gen Lang­wei­lern gibt.

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

Logo Kickstarter

Kick­star­ter ist die ver­mut­lich bekann­tes­te Crowd­fun­ding-Platt­form und sie wur­de in der Ver­gan­gen­heit genutzt, um Pro­jek­te aus den ver­schie­dens­ten Spar­ten zu finan­zie­ren. Eins der erfolg­reichs­ten dürf­te Chris Roberts Space-Sim STAR CITIZEN sein. Bis­her konn­te man deut­sche Pro­jek­te zwar an den Start brin­gen, muss­te dafür aller­dings über ein Kon­to in den USA oder Eng­land ver­fü­gen.

Ab dem 12. Mai ist das anders, das kann man jetzt auf der Kick­star­ter-Web­sei­te lesen. Ab die­sem Zeit­punkt ist man in der Lage, Pro­jek­te auch in deut­scher Spra­che ein­zu­stel­len (vor­be­rei­ten kann man im Rah­men des »Pre Launch« bereits jetzt), die genutz­te Wäh­rung ist Euro. Als Pro­jekt­star­ter muss man über eine der »grö­ße­ren« Kre­dit­kar­ten ver­fü­gen. Man kann Pro­jek­te als Ein­zel­per­son (über 18 Jah­re) oder für eine Fir­ma star­ten.

Etwas pro­ble­ma­tisch ist dabei in mei­nen Augen die Bezah­lung. Die ist nur mit Kre­dit­kar­te mög­lich, Beträ­ge unter 250 Euro kann man auch per Last­schrift ein­zie­hen las­sen. Pay­Pal fehlt lei­der als Zah­lungs­mög­lich­keit.

Ansons­ten gel­ten die übli­chen Regeln: Ist das Crowd­fun­ding erfolg­reich behält Kick­star­ter einen gewis­sen Betrag ein, erreicht es sein Fun­ding­ziel nicht, fal­len kei­ne Gebüh­ren an.

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Netflix startet noch in diesem Jahr in Deutschland

Netflix startet noch in diesem Jahr in Deutschland

Logo Netflix

Jetzt ist es offi­zi­ell: der US-ame­ri­ka­ni­sche Video-Strea­ming­dienst Net­flix wird noch in die­sem Jahr auch in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern an den Start gehen, dar­un­ter auch Deutsch­land, das ließ man heu­te in einer Pres­se­mit­tei­lung ver­lau­ten. Bevor man sich jetzt aber freut: Infor­ma­tio­nen zufol­ge soll der Start wohl eher Ende des Jah­res 2014 erfol­gen, also ver­mut­lich irgend­wann im letz­ten Quar­tal. Hin­ter­grund könn­te sein, dass man zum einen Infra­struk­tur schaf­fen muss und zum ande­ren ver­mut­lich noch recht­li­che und tech­ni­sche Hin­der­nis­se bestehen.

Span­nend wird, wel­che Inhal­te ange­bo­ten wer­den. Soll­te es die gesam­te Band­brei­te des Pro­gramms sein, dann wäre das aller­dings eine Sen­sa­ti­on. ich ver­mu­te jedoch dass dem aus lizenz­recht­li­chen Grün­den lei­der nicht so sein wird.

Den­noch: Ich hal­te das für eine sehr gute Nach­richt, denn die bereits exis­tie­ren­den Ange­bi­te in Deutsch­land wer­den sich warm anzie­hen und ihr Ange­bot deut­lich ver­bes­sern müs­sen. Es darf ange­nom­men wer­den, dass Net­flix nicht kle­ckert son­dern klotzt, wie das schon in ande­ren Län­dern gemacht haben. Einen genau­en Abo-Preis nann­te man sei­tens des Unter­neh­mens nicht, außer dass er »nied­rig« sein wer­de. Es wird sich aber aller Wahr­schein­lich­keit auch bei uns um ein Flat­rate-Modell han­deln, bei dem man einen monat­li­chen Obo­lus ent­rich­tet, um dann alle Inhal­te nut­zen zu kön­nen.

Net­flix ist jetzt bereits in Groß­bri­tan­ni­en, Irland, Nor­we­gen, Finn­land, Schwe­den, Däne­mark und den Nie­der­lan­den ver­tre­ten. Hin­zu kom­men nun Deutsch­land, Öster­reich, Schweiz, Luxem­burg, Frank­reich und Bel­gi­en. Im Zuge der Expan­si­on wird der euro­päi­sche Fir­men­sitz aus Luxem­burg in die Nie­der­lan­de ver­legt.

Neben dem Strea­ming der Inhal­te ande­rer Anbie­ter pro­du­ziert Net­flix seit eini­ger Zeit auch eige­ne For­ma­te, bei­spiels­wei­se die preis­ge­krön­te Serie HOUSE OF CARDS.

Wer Inter­es­se hat, kann sich schon jetzt auf www.netflix.com regis­trie­ren und dann wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten, wann es im eige­nen Land los­geht.

Wich­tig für einen Erfolg wird sein, dass der Con­tent stimmt. Anbie­ter mit uralten Seri­en und Fil­men, zum gro­ßen Teil ohne Ori­gi­nal­ton haben wir schon genug.

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Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Preiserhöhungen – die feuchten Träume der Buchbranche?

Spitzweg Ich bin schon lan­ge der Ansicht, dass ins­be­son­de­re Mas­sen­wa­re-Bücher hier­zu­lan­de deut­lich über­teu­ert sind. Und ich mei­ne damit klas­si­sche gedruck­te Bücher, die meist ver­lang­ten Mond­prei­se für eBooks sind eine ganz ande­re Geschich­te. In einem Arti­kel vom letz­ten Sonn­tag arbei­tet sich Bör­sen­blatt Online am The­ma ab und man ist ganz offen­sicht­lich der Ansicht, dass Bücher zu bil­lig sind und teu­rer wer­den müs­sen. Als Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe bedient man sich des Ein­kaufs­lei­ters vom Bar­sor­ti­men­ter KNV. Der agiert mit Phra­sen wie »Bücher haben ihren Preis« oder »Bücher in gedruck­ter oder digi­ta­ler Form haben ihren Wert«.

Machen wir mal einen Rea­li­tät­scheck hin­sicht­lich der Kos­ten von Büchern in Euro­pa und den USA. ich möch­te hier mal eini­ge Prei­se exem­pla­risch nen­nen, um zu zei­gen, dass Gedruck­tes hier­zu­lan­de im Ver­gleich ein­fach zu teu­er ist. Vor­her will ich aller­dings noch auf eine sei­ner Aus­sa­gen ein­ge­hen. Er führt aus, dass es einen Preis­an­stieg um ca. zwei Pro­zent gab und fügt hin­zu:

Seit zwan­zig Jah­ren gab es eine sol­che Preis­er­hö­hung von einem Jahr zum ande­ren nicht mehr.

Ich weiß ja nicht, von wel­chen 20 Jah­ren er redet, aber ich kann mich an deut­li­che Preis­stei­ge­run­gen zur Umstel­lung von Deutsch­mark auf Euro erin­nern – und in Blick in mein Buch­re­gal bestä­tigt das auch. War­um blen­det er die­se Tat­sa­che wis­sent­lich aus?

Aber kom­men wir zu den Preis­ver­glei­chen. Ich habe eini­ge Bücher – natür­lich aus dem Seg­ment »Phan­tas­tik« – her­aus­ge­sucht und deren Prei­se in ver­schie­de­nen Län­dern ver­gli­chen. Es han­delt sich aus nahe­lie­gen­den Grün­den um inter­na­tio­na­le Titel, die in allen Län­dern ver­füg­bar sind. Das Ergeb­nis ist wie folgt:

Suzan­ne Col­lins  – THE HUNGER GAMES, deut­scher Titel: DIE TRIBUTE VON PANEM, Hard­co­ver

  • Deutsch­land: 18,95 EUR
  • United King­dom: 9,99 GBP ~ 12,00 Euro
  • USA: 14,06 USD ~ 10,34 EUR
  • Ita­li­en: 12,67 EUR
  • Spa­ni­en: 15,20

J. R. R. Tol­ki­en – THE HOBBIT – deut­scher Titel: DER HOBBIT, Hard­co­ver

  • Deutsch­land: 14,95 EUR
  • United King­dom: 7,19 GBP ~ 8,64 EUR
  • USA: 11,80 USD ~ 8,68 EUR
  • Ita­li­en: es scheint kei­ne ita­lie­nisch­spra­chi­ge Aus­ga­be zu exis­tie­ren, die eng­li­sche kos­tet EUR 10,36
  • Spa­ni­en: 13,25 EUR

Geor­ge R. R. Mar­tin:  A SONG OF ICE AND FIRE, deut­scher Titel: DIE HERREN VON WINTERFELL und DAS ERBE VON WINTERFELL, Taschen­buch

  • Deutsch­land: 15,00 EUR plus 15,00 EUR = 30 EUR
  • United Kin­dom: 6,29 GBP ~7,56 EUR
  • USA: 8,22 USD ~ 6,05 EUR
  • Ita­li­en: 12,75 EUR (die schei­nen eben­falls auf­zu­tei­len, aber es gibt anläss­lich der TV-Serie die ers­ten bei­den Bän­de in einem Buch)
  • Spa­ni­en: 9,50 EUR

J. K. Row­ling – HARRY POTTER AND THE DEATHLY HALLOWS, deut­scher Titel HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES, Hard­co­ver (gibt es in .de nicht als Taschen­buch)

  • Deutsch­land: 24,90 EUR
  • United King­dom: 12,23 GBP ~ 14,70 EUR
  • USA: 15,86 USD ~ 11,66 EUR
  • Ita­li­en: 18,40 EUR
  • Spa­ni­en: 20,90 EUR

Cor­ne­lia Fun­ke – TINTENHERZ, eng­li­scher Titel: INKHEART

  • Deutsch­land: 9,99 Euro (Taschen­buch), 19,90 (Hard­co­ver)
  • United King­dom: 5,75 GBP ~ 6,90 EUR (Taschen­buch), 11,59 GBP ~ 13,93 EUR (Hard­co­ver)
  • USA: 8,61 USD ~ 6,33 EUR (Taschen­buch), 17,12 USD ~ 12,59 EUR (Hard­co­ver)
  • Ita­li­en: 8,93 EUR (Taschen­buch), eine Hard­co­ver­aus­ga­be scheint es nicht zu geben
  • Spa­ni­en: 11,30 EUR (Taschen­buch), 23,65 (Hard­co­ver)

Las­sen wir es dabei bewen­den, ich könn­te hun­der­te wei­te­re Bei­spie­le nen­nen. Der Trend ist ein­deu­tig: Bücher sind im Ver­gleich zu ande­ren Län­dern in Deutsch­land teu­er. Zum Teil sogar sehr teu­er. Der ein­zi­ge Aus­rei­ßer in den Stich­pro­ben ist TINTENHERZ in Spa­ni­en, ver­mut­lich sind die dor­ti­gen Ver­la­ge ordent­lich über den Tisch gezo­gen wor­den. Es möge mir bit­te auch nie­mand damit kom­men, dass auf der bri­ti­schen Insel kei­ne Umsatz­steu­er auf Bücher anfällt, in allen Fäl­len wären die­se auch dann noch deut­lich preis­güns­ti­ger, wenn man sie­ben Pro­zent auf­schla­gen wür­de. Der Fair­ness hal­ber muss man auch noch sagen, dass Bücher in Frank­reich ähn­lich teu­er sind wie in Deutsch­land. Auch da arbei­tet offen­bar eine gute Lob­by. Ja, ich weiß, der Absatz­markt und damit die Pro­duk­ti­on in eng­li­scher Spra­che ist weit­aus höher als die in deut­scher, damit kann man mehr abset­zen. Die Preis­ge­stal­tung unter­schei­det sich aller­dings auch in Län­dern mit gerin­ge­ren Absatz­zah­len übli­cher­wei­se von Deutsch­land dadurch, dass Bücher preis­wer­ter sind. Und den Osten Euro­pas habe ich dabei noch gar nicht betrach­tet. Übri­gens gilt auch in Spa­ni­en und Ita­li­en eine Buch­preis­bin­dung, eine sol­che exis­tiert in gera­de mal acht von 26 Län­dern Euro­pas. Nach aktu­el­len Sta­tis­ti­ken befin­det sich Deutsch­land beim all­ge­mei­nen Preis­ni­veau in Euro­pa unge­fähr in der Mit­te. Bei Buch­prei­sen sieht das aus schwer nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den anders aus. Lei­der konn­te ich kei­ne Sta­tis­tik fin­den, die die Buch­prei­se in euro­päi­schen Län­dern ver­gleicht, des­we­gen mei­ne Stich­pro­ben.

Grund­sätz­lich deu­ten die Stich­pro­ben aber an, dass Bücher hier­zu­lan­de im All­ge­mei­nen deut­lich mehr kos­ten, als anders­wo. Jaja, ich weiß, jetzt wird das Argu­ment mit der Über­set­zung kom­men, das ist immer gern genom­men. Aller­dings weiß man auch, dass Über­set­zer hier­zu­lan­de äußerst mise­ra­bel bezahlt wer­den, des­we­gen kann die­ser Umstand ins­be­son­de­re bei Best­sel­lern kein Argu­ment dar­stel­len. Außer­dem kann man mit ein wenig Ver­glei­chen erken­nen, dass sich die Prei­se über­setz­ter aus­län­di­scher Lite­ra­tur an denen deut­scher Bücher ori­en­tie­ren. Dar­aus könn­te man schlie­ßen, dass auch letz­te­re zu teu­er sind.

»Aber denkt denn kei­ner an die Autoren?« höre ich es wie­der ein­mal aus den hei­li­gen Hal­len der Buch­bran­che rufen. Doch, an die den­ke ich. Stän­dig. Und ich weiß, wie mise­ra­bel die ent­lohnt wer­den. So schlecht, dass außer Best­sel­ler­au­toren in Deutsch­land kaum jemand davon leben kann.

Wir hal­ten fest: Bücher sind bereits jetzt aas­geie­rig teu­er und der Bör­sen­ver­ein scheint zu unter­stüt­zen, dass die­se noch teu­rer wer­den sol­len. Zudem geht man vom Taschen­buch immer öfter gern mal aufs Paper­back, weil man das bei glei­chem Inhalt deut­lich teu­rer ver­ti­cken kann – man könn­te es, eben­so wie das Auf­tei­len von Wäl­zern auf zwei Bücher, auch als »Kun­den­ver­ar­sche« bezeich­nen, denn es han­delt sich nur um neue Schläu­che für alten Wein. Die Bran­che ver­steht offen­sicht­lich immer noch nicht, dass sie heut­zu­ta­ge in direk­ter Kon­kur­renz zu Tablet- und Smart­pho­ne-Apps steht, die man für ein paar Cent erwer­ben kann. Von ande­ren direk­ten Kon­kur­ren­zen wie Inter­net, Spie­len, Fil­men noch gar nicht gespro­chen. Und auch nicht davon, dass man sich eben sei­nen Lese­stoff für einen Bruch­teil des deut­schen Prei­ses gleich im eng­li­schen Ori­gi­nal kau­fen kann. Aller­dings soll­te man sich die­se eng­li­schen Ori­gi­na­le bes­ser nicht bei deut­schen Anbei­tern kau­fen.

Die mas­siv anstei­gen­de Armut in Deutsch­land, nach aktu­el­len Anga­ben sind fünf Pro­zent aller Kin­der als arm anzu­se­hen, scheint die Bran­che in ihrer Fil­ter­bla­se eben­falls nicht zu inter­es­sie­ren. Wenn die Ent­schei­dung lau­tet: Buch oder etwas zu essen, ist die Ent­schei­dung wohl ein­fach. Kann sich noch jemand an Anton Phil­ipp Reclam erin­nern, der mit sei­ner Uni­ver­sal­bi­blio­thek auch weni­ger Betuch­ten das Lesen von Klas­si­kern und Bel­le­tris­tik ermög­li­chen woll­te? Was ist davon geblie­ben, außer dem Ansin­nen, mög­lichst vie­le Bücher »zu dre­hen«?

Ja, ich den­ke auch, dass Bücher einen Wert haben. Aber der Preis muss ange­mes­sen sein. Und das ist er in mei­nen Augen bereits jetzt nicht. Zumin­dest nicht bei den Publi­kums­ver­la­gen mit ihren Groß­auf­la­gen.

Creative Commons License

Bild: Der Bücher­wurm, von Karl Spitz­weg, gemein­frei, ange­rei­chert mit Euro-Sym­bo­len

ÆTHERANGELEGENHEITEN – eine Steampunk-Webserie aus deutschen Landen

ÆTHERANGELEGENHEITEN – eine Steampunk-Webserie aus deutschen Landen

Promografik "Ætherangelegenheiten""ÆTHERANGELEGENHEITEN (eng­lisch ÆTHER AFFAIRS) ist der Titel einer sich in Arbeit befind­li­chen Steam­punk-Web­se­rie aus deut­schen Lan­den. Mei­nes Wis­sens han­delt es sich um die ers­te Web­se­rie die­ses Gen­res aus good ol´gemany, die­se von der Künst­ler­grup­pe mit dem Namen »Evil Kra­ken« rea­li­siert.

In aller Kür­ze ein paar Infor­ma­tio­nen: Die Web­se­rie basiert auf den ANNABELLE ROSEN­HERZ-Roma­nen von Anja Bagus, nähert sich dem The­ma im Gegen­satz zur Vor­la­ge aller­dings auf humo­ris­ti­sche Wei­se. Kern­the­ma ist das fik­ti­ve »Amt für Æther­an­ge­le­gen­hei­ten«, in dem über­kor­rek­te Beam­te auf so Unkate­go­ri­sier­ba­res wie Mann­wöl­fe tref­fen.

Die Æther­welt ist eine alter­na­ti­ve Rea­li­tät, in der seit der Sil­ves­ter­nacht auf den 1.1.1900 ein mys­te­riö­ser, grü­ner Nebel über den Gewäs­sern auf­steigt. Das Phä­no­men ist welt­weit zu beob­ach­ten, doch zunächst noch so sel­ten und unauf­fäl­lig, dass es nicht wahr­ge­nom­men wird. Aber im Lau­fe der Jah­re ent­de­cken For­scher und auf­merk­sa­me Beob­ach­ter den Stoff und nen­nen ihn Æther.
Æther beein­flusst das Leben auf viel­fäl­ti­ge Art und Wei­se. Einer­seits durch tech­ni­sche Erfin­dun­gen wie Luft­schif­fe und Blitz­waf­fen, ande­rer­seits durch die Art, wie er Pflan­zen, Tie­re und auch Men­schen ver­än­dert. Wesen aus Mythen und Legen­den tau­chen wie­der auf und stel­len die Gesell­schaft auf har­te Pro­ben.
Im Groß­her­zog­tum Baden wird im Jah­re 1911 A.D. das »Amt für Æther­an­ge­le­gen­hei­ten« gegrün­det. Hier bemüht man sich jen­seits von wirt­schaft­li­chen, poli­ti­schen oder reli­giö­sen Hin­ter­grün­den zu for­schen und das Leben in die­ser neu­en, ver­än­der­ten Welt für alle zu erleich­tern.

Logo "Evil Kraken"Die Macher haben den Plan, jeden Steam­punk der inter­es­siert ist, in die­ses Pro­jekt ein­zu­bin­den, man wird sich auf viel­fäl­ti­ge Art und Wei­se betei­li­gen kön­nen. Eine der Grund­ide­en ist es, die viel­fäl­ti­ge und über­aus krea­ti­ve deut­sche und euro­päi­sche Steam­punk-Sze­ne vor­zu­stel­len . Wie die Betei­li­gung kon­kret von­stat­ten geht, dar­über gibt es dem­nächst mehr Infor­ma­tio­nen.

Gedreht wird die Serie in deut­scher Spra­che, für Inter­es­sier­te aus ande­ren Län­dern soll sie mit Unter­ti­teln ver­se­hen wer­den. Eine eng­lisch­spra­chi­ge Fas­sung der Web­sei­te ist in Arbeit.

Eine Ein­füh­rungs­epi­so­de, Teaser oder Pilot­film, je nach­dem wie man es nen­nen will, ist bereits gedreht und befin­det sich der­zeit in der Post­pro­duk­ti­on. Die End­fas­sung wird ver­mut­lich eine Län­ge von ca. zehn bis zwölf Minu­ten haben. Zu Beginn wird der Steam­punk-Fak­tor noch eher gering sein, da auch das Phä­no­men Æther noch jung ist, das wird sich aber mit jeder Epi­so­de ein wenig stei­gern.
Jede Men­ge wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf der soeben online gegan­ge­nen Web­sei­te zum Pro­jekt, dort kann man auch Links auf sozia­le Medi­en wie Face­book, Goog­le+ und Twit­ter ent­de­cken, um dem Pro­jekt auf die Wei­se fol­gen zu kön­nen, die einem genehm ist.

Ætherangelegenheiten SzenenfotoDis­c­lai­mer: allein schon aus Trans­pa­renz­grün­den möch­te ich dar­auf hin­wei­sen, dass ich eines der Mit­glie­der von »Evil Kra­ken« bin … Ich wer­de auch auf die­ser Sei­te regel­mä­ßig über den Fort­gang des Pro­jek­tes und der Serie berich­ten.

Amazons print-on-demand-Dienst CreateSpace jetzt auch in Deutschland

Das dürf­te den hie­si­gen Ver­le­gern neue Schweiß­per­len auf die Stirn trei­ben: Ama­zons print-on-demand-Dienst Crea­teSpace wird laut einer Pres­se­mit­tei­lung ab sofort in Euro­pa, also auch Deutsch­land, ange­bo­ten. Crea­teSpace ermög­licht es Self­pu­blishern, ihre Bücher nicht nur wie bis­her als eBooks für den Kind­le unter die Leser zu brin­gen, son­dern auch in klas­si­scher, gedruck­ter Form in Form von Büchern. Die­se Bücher kön­nen dann über die Ama­zon-Web­sei­ten in Deutsch­land, Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en, Frank­reich und Ita­li­en erwor­ben wer­den.

Ama­zons Toch­ter­un­ter­neh­men Crea­teSpace hat bei print-on-demand kei­ne Lager­hal­tungs­kos­ten, da die Bücher erst gedruckt wer­den, wenn sie auch tat­säch­lich jemand bestellt, den­noch sol­len sie noch am Tag der Bestel­lung ver­sandt wer­den, wenn die Order früh genug ein­geht. Nach Aus­sa­gen des Kon­zerns behal­ten die Autoren die Rech­te an ihren Büchern und erhal­ten Tan­tie­men, die weit über die Ange­bo­te der rest­li­chen Bran­che hin­aus gehen. Auch wenn dar­an natür­lich viel PR-Geklap­per ist, weiß man bereits aus dem eBook-Bereich, dass Ama­zon hier nicht über­trei­ben dürf­te.

Noch nicht her­aus­fin­den konn­te ich, ob die die in den USA für klei­nes Geld, näm­lich 25 Dol­lar, zubuch­ba­re Opti­on gibt, die Bücher mit einer ISBN zu ver­se­hen, wodurch die PoD-Pro­duk­te auch im Buch­han­del zu erwer­ben wären. Zusätz­lich zum Druck und dem Ver­kauf über Ama­zon gibt es für Autoren die Mög­lich­keit, deut­lich preis­wer­te­re Exem­pla­re für den Eigen­be­darf zu erwer­ben.

Ama­zon posi­tio­niert sich hier erneut gegen die rest­li­che Bran­che und die­ser Coup dürf­te deut­lich schwe­rer wie­gen, als das Self­pu­bli­shing-Pro­gramm für eBooks, denn die­se sind bei den Nut­zern hier­zu­lan­de lei­der nach wie vor noch nicht so recht ange­kom­men – Bücher aber schon. Wenn die Self­pu­blisher nun auch noch die Mög­lich­keit haben, Print­bü­cher anzu­bie­ten, wird das manch einem in der Bran­che schlaf­lo­se Näch­te ver­schaf­fen … wie es auf den ers­ten Blick aus­sieht, dürf­te Crea­teSpace mit sei­nen Prei­sen und der unkom­pli­zier­ten Hand­ha­bung aber auch hie­si­ge Anbie­ter in Sachen PoD unter Druck set­zen, so dass mit Preis­sen­kun­gen zu rech­nen ist.

Die Crea­teSpace-Sei­te liegt der­zeit nur in eng­li­scher Spra­che vor, es ist aber davon aus­zu­ge­hen, dass in Kür­ze loka­li­sier­te Ver­sio­nen ange­bo­ten wer­den.

Span­nend! Ich wer­de mich wei­ter infor­mie­ren – und viel­leicht gibt es die Steam­punk-Chro­ni­ken ja dem­nächst auch als Print­ver­si­on via Ama­zon …

[Update 18:10:] auf Face­book wur­de kom­men­tiert »PoD war, was Phan­ta­news wohl irgend­wie nicht mit­be­kom­men hat, auch bis­her schon sehr gut in D mög­lich, ohne den Ver­le­gern Schweiß­per­len abzu­rin­gen. Da wird Crea­teSpace nur einen Preis­kampf brin­gen.«

Mein Kom­men­tar dazu: dass es PoD in Deutsch­land bereits gibt, habe ich oben expli­zit erwähnt. Ges­tes­tet habe ich PoD-Anbie­ter eben­falls bereits und mich vor allem mit deren Bedin­gun­gen aus­ein­an­der gesetzt. Die eine Mög­lich­keit ist, ein Buch für rela­tiv klei­nes Geld auf den Markt zu brin­gen, dabei räu­men sich die Anbie­ter aber weit­rei­chen­de Rech­te an den Inhal­ten ein – man­che sogar bis hin zur Auf­füh­rung und Sen­dung, das hal­te ich nicht für akzep­ta­bel. Crea­teSpace tut das nicht und die Rech­te ver­blei­ben beim Autor.
Die Alter­na­ti­ve ist, die Rech­te zu behal­ten, dann aber in Sachen Druck finan­zi­ell nicht uner­heb­lich in Vor­leis­tung tre­ten zu müs­sen. Soweit ich das bis­lang über­bli­cken konn­te, fällt das bei der Ama­zon-Vari­an­te eben­falls weg. Ich wer­de mich ein­le­sen und berich­ten.

Aber die­se deut­li­chen Unter­schie­de mag der Kom­men­tie­ren­de mög­li­cher­wei­se irgend­wie nicht mit­be­kom­men haben … ;o)

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Crea­teSpace-Logo Copy­right Crea­teSpace und Amazon.com

Steampunk und die Verlage – Ahnungslose mit Schubladen

Ich hat­te mich hier und an ande­rer Stel­le immer wie­der mal dar­über aus­ge­las­sen, dass bei den Publi­kums­ver­la­gen der Steam­punk kei­ne Rol­le spiel­te und dass Autoren, die sich mit die­sem The­ma an sie wand­ten gna­den­los abge­lehnt wur­den: »Das will hier kei­ner lesen!«. Der Frust über die Igno­ranz deut­scher Ver­la­ge führ­te bei mir sogar dazu, dass mein Pro­jekt STEAMPUNK-CHRONIKEN aus der Tau­fe geho­ben wur­de.

Jetzt scheint es so, als hät­ten die Ver­la­ge bemerkt, dass Steam­punk eben doch ein ange­sag­tes Sub­gen­re ist und sie pum­pen in ihrer übli­chen Art und Wei­se Bücher in den Markt. Doch lei­der hat vie­les von dem, das auf dem Cover mit Zep­pe­li­nen oder Zahn­rä­dern ange­rei­chert wur­de und viel­leicht noch schnell das Label »Steam­punk« auf­ge­pappt bekommt, nicht viel mit Steam­punk zu tun. Auch hier geht es wie­der nur dar­um, mal eben ein paar Krö­ten zu ver­die­nen und »schnell ein paar Bücher zu dre­hen«, wie der Ver­käu­fer-Jar­gon ist.

Sich mit dem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen, dafür ist offen­sicht­lich ent­we­der kei­ne Zeit, oder man hat kei­ne Lust dazu – von Sach­kennt­nis getrübt sind die ver­ant­wort­li­chen Redak­tio­nen in den Ver­la­gen aber ganz offen­sicht­lich nicht. Muss aus deren Sicht aber wahr­schein­lich auch gar nicht sein, solan­ge man dem ahnungs­lo­sen Leser irgend­ei­nen Kram als Steam­punk andre­hen kann – die meis­ten wer­den den Unter­schied ohne­hin nicht bemer­ken.

Man ver­ste­he mich nicht falsch, ich habe über­haupt nichts dage­gen, wenn man mit dem Ver­kauf von Büchern Geld ver­die­nen möch­te. Ich habe aller­dings etwas dage­gen, wenn der Leser durch (mei­ner Ansicht nach zumin­dest zum Teil) geziel­te Fal­sche­ti­ket­tie­run­gen für dumm ver­kauft wer­den soll.

Das Pro­blem dürf­te aber eben auch sein, dass die Ein­ord­nung des Gen­res kei­ne mit dem Line­al gezo­ge­nen Gren­zen zulässt. Steam­punk ist unscharf, ermög­licht Varia­tio­nen, ist ein Hin­ter­grund der vie­le Väter und Müt­ter hat und sich nicht nur des­we­gen einer exak­ten Defi­ni­ti­on ent­zieht – den Göt­tern des Aether sei Dank! Und das ist natür­lich etwas, mit dem die Schub­la­den­fa­na­ti­ker in den Ver­la­gen nicht gut zurecht kom­men. Dass das deut­lich bes­ser gehen kann – und muss! -, zei­gen die umtrie­bi­gen Klein- und Spe­cial-Inte­rest-Ver­la­ge.

Am Schluss möch­te ich nicht ver­schwei­gen, wie ich auf die­sen Rant gekom­men bin: Zwei von mir sehr geschätz­te Blogs, näm­lich das von Oli­ver Hoff­mann (Feder & Schwert) und der Clock­wor­ker in Form von Cap­tain Sere­nus haben das Pro­blem vor mir the­ma­ti­siert und mich zum Schrei­ben die­ses Bei­trags ani­miert. Ich rege drin­gend an, deren Wor­te zum The­ma eben­falls zu lesen!

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Bild: Steam­punks, von Kyle Cas­sidy, aus der Wiki­pe­dia, CC-BY-SA