Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Auf­grund der ak­tu­el­len Dis­kus­sio­nen um den Deut­schen Phan­ta­stik-Preis habe ich mir ei­ni­ge Ge­dan­ken dar­um ge­macht, wie denn die Aus­rich­tung ei­nes sol­chen Prei­ses aus­se­hen könn­te, und wie die Rah­men­be­din­gun­gen sein müss­ten, da­mit Streit und Kon­tro­ver­sen mi­ni­miert wer­den und die Aus­rich­tung fair ist. Das sind an die­ser Stel­le – wie ge­sagt – erst ein­mal nur Ide­en und Ge­dan­ken, die in kon­kre­ter Durch­füh­rung si­cher­li­ch noch op­ti­miert wer­den kön­nen.

Wor­über man sich bei je­dem rei­nen Pu­bli­kums­preis im Kla­ren sein muss: Es wird im­mer der- oder die­je­ni­ge ge­win­nen, der oder die die mei­sten Fans ak­ti­vie­ren kann. Das ist so, und das ist auch durch­aus nichts Schlim­mes oder Ne­ga­ti­ves, und bei ei­nem Pu­bli­kums­preis im­ma­nent. Das macht des­we­gen nicht, weil man oh­ne­hin nicht fest­stel­len kann, ob ir­gend­ein Werk »das Be­ste« ist, denn eine qua­li­ta­ti­ve Be­wer­tung liegt im­mer im Auge des Be­trach­ters.

Es soll­te sich mei­ner An­sicht nach üb­ri­gens nicht um ei­nen »deut­schen« Preis han­deln, son­dern um ei­nen, der deutsch­spra­chi­ge Wer­ke aus­zeich­net, die­se könn­ten selbst­ver­ständ­li­ch auch bei­spiels­wei­se aus der Schweiz, Öster­reich oder Bur­ki­na Faso stam­men. Der Name des Prei­ses soll­te das re­flek­tie­ren.

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»Zahl was Du willst«? Börsenvereins-Justiziar zur Buchpreisbindung – und Konsequenzen daraus

»Zahl was Du willst«? Börsenvereins-Justiziar zur Buchpreisbindung – und Konsequenzen daraus

eBook-Paragraph

Ich hat­te vor ei­ni­ger Zeit (2012) mal beim Bör­sen­ver­ein in Sa­chen Buch­preis­bin­dung nach­ge­fragt und dar­auf­hin von de­ren Ju­sti­zi­ar Chri­sti­an Sprang eine Ant­wort be­kom­men, die die Sicht der Lob­by­or­ga­ni­sa­ti­on aus­drück­te. Wie je­der weiß muss das al­ler­dings nicht den Tat­sa­chen ent­spre­chen; dass so­gar die Buch­bin­dungs­treu­händ­ler­kanz­lei das spä­ter an­ders sah, dürf­te zwi­schen de­nen und dem Ver­ein zu ei­ni­gem … »Spaß« ge­führt ha­ben, wie das spä­te­re Rum­ge­eie­re zum The­ma ziem­li­ch deut­li­ch zeigt. Da man al­ler­dings sei­ne Mei­nung gern in Ge­set­ze ge­fasst sieht, wur­de so lan­ge auf die Ge­setz­ge­ber ein­ge­re­det, bis eBooks ex­pli­zit ins Buch­preis­bin­dungs­ge­setz auf­ge­nom­men wur­den, die Er­wei­te­rung trat am 1. Sep­tem­ber in Kraft. So weit, so nor­mal.

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Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow

Vor­wort zur Neu­ver­öf­fent­li­chung: Die­ser Text er­schien ur­sprüng­li­ch im April 2010 (also be­reits vor sa­gen­haf­ten sechs Jah­ren) auf dem al­ten Ar­ti­kel­por­tal von Phan­ta­News. Aus ge­ge­be­nem An­lass habe ich ihn jetzt hier­her über­tra­gen, denn er er­scheint an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Buch­bran­che nach al­len an­de­ren die Di­gi­ta­li­sie­rung ent­deckt hat, in im­mer grö­ße­res »Mi­mi­mi« aus­bricht und of­fen­bar alle Feh­ler der Mu­sik­in­du­strie wie­der­ho­len möch­te, ak­tu­el­ler denn je. Aus­lö­ser war kon­kret al­ler­dings das Er­schei­nen ei­nes Ar­ti­kels von Fe­lix Mün­ter bei Teil­zeit­hel­den, bei dem mich al­lein der po­le­mi­sche (und sach­li­ch fal­sche) Ti­tel be­reits schau­dern lässt. Mir hängt die­se Form der Dis­kus­si­on zum Hals raus, denn sie wur­de be­reits er­schöp­fend ge­führt und muss wahr­li­ch nicht er­neut an­ge­fan­gen wer­den, nur weil Buch­bran­che und Au­to­ren et­li­che Jah­re nach al­len an­de­ren die Di­gi­ta­li­sie­rung ent­deckt ha­ben.

Cory Doc­to­row ist ein ka­na­di­scher Sci­en­ce-Fic­tion-Schrift­stel­ler und Ak­ti­vi­st in Sa­chen neue Me­di­en, In­ter­net, Co­py­right-Li­be­ra­li­sie­rung und Pri­vat­sphä­re. Am letz­ten Wo­chen­en­de habe ich sein Buch LITT­LE BRO­THER in Re­kord­zeit ge­le­sen, nach­dem es mir von »fel­low ne­ti­zens« be­reits mehr­fach nach­drück­li­ch ans Herz ge­legt wur­de.

Das Be­son­de­re an die­sem Buch: man kann es nicht nur über die ein­schlä­gi­gen Ver­triebs­ka­nä­le kau­fen, son­dern es auch ein­fach auf sei­ner Web­sei­te ko­sten­los in zahl­rei­chen For­ma­ten her­un­ter la­den. Ko­sten­los. Ein­fach so. Le­gal. Un­ter ei­ner Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz. Trotz die­ser Tat­sa­che ver­kau­fen sich sei­ne Bü­cher wie ge­schnit­ten Brot.

Wie kann das sein? Ins­be­son­de­re an­ge­sichts des Dau­er­ge­jam­mers ge­wis­ser Ver­le­ger und Ver­la­ge, wie böse ko­sten­lo­se An­ge­bo­te sind – sei­en sie nun se­mi­le­gal oder le­gal – und dass bei­de den Markt zer­stö­ren…

Im Vor­wort zu LITT­LE BRO­THER be­fin­det sich der fol­gen­de Text, den ich aus dem Eng­li­schen über­setzt habe, um ihn hier zu ver­öf­fent­li­chen, was ich auf­grund der CC-Li­zenz pro­blem­los tun darf, wenn ich den Na­men des Au­to­ren nen­ne, auf sei­ne Web­sei­te hin­wei­se und kein Geld da­mit ver­die­ne.

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Buchblogs müssen sich professionalisieren? Einen Scheiß müssen Buchblogs!

Buchblogs müssen sich professionalisieren? Einen Scheiß müssen Buchblogs!

Buchblogs und VerlageAm ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wur­de ja hier auf Phan­ta­News be­reits in ei­nem Ar­ti­kel auf­ge­zeigt, war­um Ver­la­ge der­zeit ge­ra­de­zu hek­ti­sche Ak­ti­vi­tä­ten ver­brei­ten, was Blogs an­geht. Und auch auf der Buch­mes­se Leip­zig über­schlug man sich ge­ra­de­zu zu dem The­ma, auch wenn da­bei die Blog­ger oft eher Ne­ben­sa­che zu sein schei­nen.

Auf Kar­la Pauls Sei­te buchkolumne.de er­schien so­eben ihre »Keyno­te« zur Kon­fe­renz Blogger:Sessions auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se. Und wenn ich das lese, geht mir or­dent­li­ch der Hut hoch, wenn ge­for­dert wird, dass Blogs sich »pro­fes­sio­na­li­sie­ren« müs­sen. Ei­nen Scheiß müs­sen Blogs. Das ist al­lein Wunsch­den­ken der Bran­che.

Vor­ne­weg: Blog­mar­ke­ting ist kei­ne neu­es The­ma und auch über be­zahl­te Ar­ti­kel oder Wa­ren­tests dis­ku­tiert die Blo­gosphä­re be­reits seit Jah­ren. Da ist so ziem­li­ch al­les schon­mal ge­sagt wor­den, und auch schon von je­dem. Aber wie bei der Buch­bran­che üb­li­ch, merkt die das al­les wie­der mal ein paar Jah­re spä­ter, und des­we­gen kocht das The­ma im Zu­sam­men­hang mit Buch­blogs jetzt noch­mal hoch. Was dazu führt, dass das ge­sam­te Ge­seie­re noch­mal von vor­ne los geht.

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Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Die Rattenfänger von Leipzig – über Verlage und Buchblogs

Buchblogs und Verlage

Gleich vor­weg, die Buch­bran­che ist Big Busi­ness – ganz egal, was der sym­pa­thi­sche Buch­händ­ler ums Eck auch er­zählt. Jahr für Jahr er­wirt­schaf­tet al­lein der Buch­han­del ei­nen Um­satz von sage und schrei­be zehn Mil­li­ar­den Euro, und das nur in Deutsch­land. Aus­lands­ge­schäf­te, Li­zenz­ver­käu­fe und Mer­chan­di­sing deut­scher Buch­ver­la­ge nicht mit­ge­zählt. Ama­zon und die eta­blier­te Buch­bran­che in­sze­nie­ren öf­fent­li­che Ro­sen­krie­ge und pro­fi­tie­ren doch zu­gleich an den 50 – 60 Pro­zent-Mar­gen (Buch­händ­ler­ra­batt), die ih­nen das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz er­mög­licht. Nach au­ßen mar­kie­ren sie Feind­schaft, nach in­nen hin eint sie das ge­mein­sa­me Ziel der gu­ten Ge­schäf­te. Ein Ge­setz aus dem letz­ten Jahr­tau­send – die Buch­preis­bin­dung – schweißt alle zu­sam­men. In der Bran­che herr­schen die klas­si­schen Spiel­re­geln ei­nes Kar­tells: Man strei­tet sich, man ver­klagt sich – und dann legt man sich doch wie­der ins ge­mein­sa­me Bett.

Es gibt aber je­man­den, der vor al­len an­de­ren die Strip­pen zieht, bei dem alle Fä­den zu­sam­men­lau­fen, der die Prei­se fest­setzt und der im­mer ver­dient, egal wer was wo ver­kauft. Die­ser mäch­tig­ste al­ler Play­er im Spiel, wenn man so will, die­ser Play­er heißt: Buch­ver­lag. Er ist qua­si die Dame im Schach­spiel um den Kö­nig Kun­den. Wo es aber eine Dame und ei­nen Kö­nig gibt, dort muss es auch zwin­gend Bau­ern ge­ben.

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Gelten Urheberrechte nicht für epubli?

Gelten Urheberrechte nicht für epubli?

Logo epubliWir ken­nen das Ge­jam­mer der nam­haf­ten Ver­la­ge über vor­geb­li­che Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen und »eBook-Pi­ra­te­rie« zur Ge­nü­ge. In­wie­weit das be­rech­tigt ist und war­um die eine Men­ge aus den Feh­lern der Mu­sik- und Film­in­du­strie ler­nen könn­ten (aber nicht tun), soll hier dies­mal nicht The­ma sein, dar­über habe ich mich auch schon oft ge­nug aus­ge­las­sen.

Die Kla­gen der Ver­la­ge über Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen sind al­ler­dings ein ge­ra­de­zu gran­dio­ser Auf­hän­ger für die­sen Ar­ti­kel. epu­bli ist ein Dienst­lei­ster, der Self­pu­blis­hern an­bie­tet, ihre Wer­ke un­ters Volk zu brin­gen. Da­bei nimmt es die Holtz­brinck-Toch­ter mög­li­cher­wei­se selbst mit den Ur­he­ber­rech­ten nicht so ganz ge­n­au.

Die Au­to­rin Anja Ba­gus sprach mich völ­lig fas­sungs­los da­hin­ge­hend an, dass Ama­zon sie dar­auf hin­wies, dass ihre ei­gent­li­ch bei die­sem On­line­händ­ler ex­klu­si­ven eBooks auch bei an­de­ren An­bie­tern zu fin­den sei­en. Gna­den­los wie Ama­zon ist, setz­te man ihr eine – ex­trem kur­ze – Fri­st von fünf Ta­gen, um die Bü­cher von den an­de­ren Platt­for­men zu ent­fer­nen. Zu­er­st wuss­te Anja kaumt, wie ihr ge­sch­ah, ihr war nicht be­wusst, dass ihre eBooks noch an­ders­wo an­ge­bo­ten wur­den. Der Hin­weis, dass es sich bei der frag­li­chen Platt­form um Kobo han­del­te, brach­te dann aber re­la­tiv schnell Licht in die Sa­che.

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Das Wort zum Samstag: Weigern oder nicht?

Das Wort zum Samstag: Weigern oder nicht?

Brille BuchAls ich Anja Ba­gus´ Kom­men­tar »Ich wei­ge­re mich!« ver­öf­fent­licht habe, war mir schon klar, dass der kon­tro­ver­se Re­ak­tio­nen her­vor­ru­fen wür­de. Und das ge­sch­ah dann wie er­war­tet auch, haupt­säch­li­ch in di­ver­sen so­zia­len Me­di­en.

Es gab tat­säch­li­ch eine Men­ge Per­so­nen, die sich sach­li­ch, of­fen, kon­struk­tiv und vor al­lem mit Rea­lis­mus mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt ha­ben. Aber es gab auch hau­fen­wei­se Re­ak­tio­nen, die man – vor­sich­tig aus­ge­drückt – nur als »gif­tig« be­zeich­nen kann. Und ins­be­son­de­re sol­che, die sich selbst als »pro­fes­sio­nell« be­zeich­ne­ten, spuck­ten ge­ra­de­zu Gift und Gal­le. Ak­tu­ell wur­de ein Ar­ti­kel ver­öf­fent­licht, in dem man gleich hau­fen­wei­se »Pro­fis« in Stel­lung bringt, um da­ge­gen zu re­den. Ein sol­cher Dis­kurs und Mei­nungs­aus­tau­sch ist selbst­ver­ständ­li­ch ge­wollt und er­laubt.

Ich möch­te an die­ser Stel­le auch noch ein paar Ge­dan­ken zu dem The­ma er­gän­zen.

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Kommentar: Ich weigere mich

Kommentar: Ich weigere mich

Anja Bagus

Ich weiß nicht, wie oft ich mich dar­über schon auf­ge­regt habe. Und jetzt ist es auch mal wie­der so­weit. Mir ist vor ein paar Ta­gen förm­li­ch der Kopf ge­platzt und das hört nicht auf.

Wor­um geht´s?

Es geht mal wie­der um das un­säg­li­che Ding mit dem Lek­to­rat. Und als Click­bait: es geht auch um Bü­cher­klau und mei­nen Sta­tus als Au­to­rin.

Ich wei­ge­re mich.

Ich bin da­ge­gen, dass ein vor­han­de­nes Lek­to­rat (und am Be­sten noch ein be­zahl­tes), ein Qua­li­täts­kri­te­ri­um für Bü­cher ist.

Wi­ki­pe­dia: Als Be­ar­bei­tungs­form um­fasst das Lek­to­rat für ge­wöhn­li­ch die recht­schreib­li­che, stilistische,grammatikalische und in­halt­li­che Ver­bes­se­rung von Tex­ten. Das Auf­ga­ben­feld ei­nes Lek­tors um­fasst über die Tä­tig­keit des Lek­t­o­rie­rens hin­aus aber auch die Prü­fung der ein­ge­hen­den Ma­nu­skrip­te oder Ty­po­skrip­te, die Zu­sam­men­stel­lung ei­nes Ver­lags­pro­gramms, das Pu­bli­ka­ti­ons­mar­ke­ting und die Be­glei­tung von Skrip­ten bis zur Ver­öf­fent­li­chung. Durch ei­nen Kor­rek­tor wer­den Tex­te recht­schreib­li­ch und gram­ma­ti­ka­li­sch über­prüft. Die sti­li­sti­sche Be­ar­bei­tung wird als sti­li­sti­sches Lek­to­rat be­zeich­net, das zwar zu­mei­st ein Kor­rek­to­rat ein­schließt, je­doch stets dar­über hin­aus­geht.

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Leseempfehlung: A DARKER SHADE OF MAGIC – V. E. Schwab

Leseempfehlung: A DARKER SHADE OF MAGIC – V. E. Schwab

Cover A Darker Shade Of MagicFan­ta­sy. Wenn man et­was in dem Gen­re le­sen möch­te, be­kommt man es lei­der oft mit ab­ge­stan­de­nen Epi­go­nen be­kann­ter Wer­ke zu tun. Sei­en es Au­to­ren, die die Hel­den­rei­se aus Tol­ki­ens HERR DER RIN­GE nach­ah­men, oder sei­en es die dar­aus ent­lie­he­nen Völ­ker, die ge­gen­ein­an­der vor­ge­hen, El­fen ge­gen Zwer­ge, Orks ge­gen El­fen, Zwer­ge ge­gen To­ma­ten. Die an­de­re Va­ri­an­te ist Ur­ban-Fan­ta­sy. Hier fin­det man in letz­ter Zeit zu vie­le Har­ry Dres­den-Ko­pi­en, et­li­che da­von schlecht. Und wenn man viel Pech hat, dann stol­pert man aus Ver­se­hen über ir­gend­ei­nen Ro­man­ta­sy-Schmonz, wie er seit TWI­LIGHT lei­der boomt, und der sich haupt­säch­li­ch dar­um dreht, wie die Haupt­dar­stel­le­rin was mit ir­gend­wel­chen Fan­ta­sy­we­sen an­fängt. Oder von der Vam­pir­jä­ge­rin zur Vam­pir­ma­trat­ze wird …

Ori­gi­nel­les zu fin­den ist schwie­rig. Umso er­freu­ter war ich, so et­was in V. E. Schwabs Ro­man A DAR­KER SHADE OF MA­GIC zu ent­decken. Ja, ich weiß, auch hier kom­men ei­nem Ver­satz­stücke be­kannt vor, aber es gibt tat­säch­li­ch neue Ide­en, und Sto­ry wie Prot­ago­ni­sten wis­sen zu über­zeu­gen.

Hin­weis: Die­se Be­spre­chung kann Spoi­ler ent­hal­ten.

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Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Steampunk als Wortmarke – Kommentar und Fragen an Stefan Arbes

Free SteampunkPer Email hat­te sich Ste­fan Ar­bes bei mir ge­mel­det und an­ge­bo­ten, auf even­tu­el­le Fra­gen mei­ner­seits zu sei­ner Be­an­tra­gung der Ein­tra­gung ei­ner Wort­mar­ke des Be­grif­fes »Steam­punk« zu ant­wor­ten. Dem kom­me ich selbst­ver­ständ­li­ch ger­ne nach, denn ich hal­te sei­ne Stel­lung­nah­me in­halt­li­ch für zu­min­dest frag­wür­dig, denn sie geht mei­ner An­sicht nach von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus. Mei­ne Ant­wort an ihn, die er auch per Email er­hal­ten hat, kann man un­ten le­sen. Wenn ich dar­auf eine Re­ak­ti­on be­kom­me, wird die selbst­ver­ständ­li­ch eben­falls hier auf Phan­ta­News ver­öf­fent­licht (dazu gibt er ja aus­drück­li­ch sein Ein­ver­ständ­nis).

Ich war in der Zwi­schen­zeit eben­falls nicht un­tä­tig, und habe mich hin­sicht­li­ch der Mar­ken­ein­tra­gun­gen schlau­er ge­macht, als ich es vor dem Zu­ta­ge­tre­ten der Sach­la­ge am Frei­tag war. Gleich vor­ne­weg: Der zen­tra­le Punkt ist, dass über eine sol­che Be­an­tra­gung der Mar­ken­ein­tra­gung und ei­nem even­tu­el­len Wi­der­spruch da­ge­gen, gar nicht, wie in sei­ner Stel­lung­nah­me fälsch­li­ch an­ge­deu­tet, si­cher­ge­stellt wer­den kann, dass die Wort­mar­ke »Steam­punk« in Zu­kunft nicht von ir­gend­wem ge­schützt wird oder wer­den kann. Und da­mit fällt Ste­fan Ar­bes´ Ar­gu­men­ta­ti­ons­ket­te lei­der wie ein Kar­ten­haus in sich zu­sam­men.

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Sind eBooks Telemedien? Eine Anfrage bei der Landesmedienanstalt NRW

Sind eBooks Telemedien? Eine Anfrage bei der Landesmedienanstalt NRW

FSK18 eBookAus­ge­lö­st durch meh­re­re Be­haup­tun­gen aus Rich­tung des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, eBooks sei­en Te­le­me­di­en, müss­ten zwin­gend mit ei­ner Al­ter­s­kenn­zeich­nung ver­se­hen wer­den und vor al­lem dürf­ten nur zwi­schen 22:00 und 6:00 ver­kauft wer­den, ging in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ei­ni­ges Rau­schen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald.

Lei­der ver­säum­te es der Bör­sen­ver­ein bis­her, sei­ne Aus­sa­gen zu un­ter­mau­ern und zu kon­kre­ti­sie­ren. Es wur­de in der On­line-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes le­dig­li­ch ne­bu­lös be­haup­tet, ir­gend­wer habe ge­gen ei­nen eBook-On­line­shop »ge­klagt« (war­um ge­n­au blieb of­fen) und es wur­de zu­dem die Be­haup­tung auf­ge­stellt eBooks sei­en Te­le­me­di­en, ohne dies auch nur an­satz­wei­se nach­voll­zieh­bar zu be­grün­den.

Um hier kon­kre­te­re Aus­sa­gen zu er­hal­ten, habe ich mich per Email an die Lan­des­me­di­en­an­stelt NRW ge­wandt und die­ser ei­ni­ge Fra­gen ge­stellt. Mein Schrei­ben gebe ich im Fol­gen­den wie­der. So­bald ich eine Ant­wort habe, wer­de ich auch die­se hier auf Phan­ta­News ver­öf­fent­li­chen.

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Kommentar: Der Börsenverein und Altersbeschränkung auf eBooks

Kommentar: Der Börsenverein und Altersbeschränkung auf eBooks

FSK18 eBookAls ich vor ein paar Ta­gen über die­ses The­ma auf der On­line­ver­si­on des Bör­sen­blat­tes las, hat­te ich zu­er­st Griff­spu­ren vom Ge­sicht­spal­mie­ren im Ge­sicht und dann so­fort den Ge­dan­ken, mal wie­der ei­nen Rant vom Sta­pel zu las­sen. Es macht Spaß die zu ver­fas­sen und Klicks sind eben­falls ge­si­chert. Ich habe aber da­von ab­ge­se­hen und lie­ber erst ein­mal ein we­nig nach­ge­dacht. Die Er­geb­nis­se die­ses Den­kens möch­te ich im vor­lie­gen­den Kom­men­tar prä­sen­tie­ren, sie mö­gen in Tei­len et­was un­ge­ord­net sein, das ist dem schlicht­weg un­be­greif­li­chen The­ma ab­seits me­dia­ler Rea­li­tä­ten ge­schul­det. Und selbst wenn das kein Rant wird, mag man Spu­ren von Sa­ti­re, Iro­nie und mög­li­cher­wei­se auch Sar­kas­mus dar­in ent­decken.

Was war pas­siert? Der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels hat­te kürz­li­ch eine der re­gel­mä­ßi­gen Sit­zun­gen ih­res Ver­le­ger­aus­schus­ses. Nach dem, was man dar­über so le­sen kann (und auch den Bil­dern nach zu ur­tei­len), dis­ku­tie­ren dort alte Män­ner mit Ku­gel­schrei­bern und Fax­ge­rä­ten, wie es mit der Bran­che, dem Drum­her­um und die­sem neu­mo­di­schen Schnick­schnack wei­ter zu ge­hen hat. Ei­ner der Punk­te war nun, dass Chri­sti­an Sprang, Ju­sti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins, den An­we­sen­den er­öff­ne­te, es müs­se ab 2017 zwin­gend eine Al­ter­s­kenn­zeich­nung, ähn­li­ch der FSK (frei­wil­li­gen Selbst­kon­trol­le) bei Fil­men, auf eBooks ge­ben. Denn die­se sei­en Te­le­me­di­en.

Das Bör­sen­blatt selbst ver­wen­de­te dazu die For­mu­lie­rung:

Was zu­näch­st wie ein ver­spä­te­ter April­scherz klingt …

Und dem ist ei­gent­li­ch schon we­nig hin­zu­zu­fü­gen, ich wer­de es aber den­no­ch tun. Aus­gie­big.

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