BATMAN: THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM

BATMAN: THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM

Als ich las, dass es eine BATMAN Graph­ic Nov­el gibt, die mit H. P. Love­crafts Ver­satzstück­en spielt, musste ich mir das natür­lich anse­hen. THE DOOM THAT CAME TO GOTHAM ist so ein »was wäre wenn«-Ding, das Bruce Wayne und sein Alter Ego in eine andere Koni­tu­ität ver­legt, als man sie eigentlich ken­nt (»DC Else­worlds«). Geschrieben haben das Ganze Mike Migno­la (HELLBOY) und Richard Pace, Bleis­tiftze­ich­nun­gen stam­men von Troy Nix­ey, drübergeinkt hat Den­nis Janke, kolo­ri­ert wurde durch Dave Stew­art und das Let­ter­ing über­nahm Bill Oak­ley. Der englis­chsprachige Sam­mel­band erschien Dezem­ber 2015 bei DC Comics.

weit­er­lesen →

AVENGERS: INFINITY WAR

AVENGERS: INFINITY WAR

Um Asgards Willlen, wie soll man den diesen Film besprechen ohne zu spoil­ern? Ich will es mal ver­suchen …

So etwas wie das, was Mar­vel und Dis­ney in den ver­gan­genen zehn Jahren getan haben, ist in dieser Form noch nie gemacht wor­den. Sich­er gab es schon Film­rei­hen, und auch deut­lich lan­glebigere als das Mar­vel Cin­e­mat­ic Uni­verse, aber mal waren es lose zusam­men­hän­gende Einzelfilme wie JAMES BOND, oder es ging eigentlich nur um einen Pro­tag­o­nis­ten wie bei HARRY POTTER – und diese Film­rei­he war let­z­tendlich durch die Romane vorgegeben.

Aber zehn Jahre lang 20 Filme (und Fernsehse­rien) als Orig­i­nal­con­tent zu pro­duzieren, die alle im sel­ben Uni­ver­sum han­deln und irgend­wie zusam­men­hän­gen, sog­ar so schräge wie die um einen sprechen­den Waschbären, und die dann in dieser Form in AVENGERS: INFINITY WAR kul­minieren zu lassen, das ist ein Werk, dem ich nur Achtung zollen kann. Nach dem Betra­cht­en von INFINITY WAR sog­ar noch mehr, denn hier bekommt man deut­lich mehr geboten, als nur Super­helden-Gek­loppe.

weit­er­lesen →

GET OUT

GET OUT

GET OUT – Bun­desstart 11.05.2017

Chris ist mit Rose vier Monate zusam­men. Es wird ein Woch­enende bei der Fam­i­lie fäl­lig, um den neuen Fre­und endlich vorzustellen. Rose’ Fam­i­lie ist eine tief im Süden Amerikas ver­wurzelte Sipp­schaft. Das Prob­lem, welch­es Chris auch äußert, ist seine Haut­farbe. Rose ist eine Weiße, Chris ist schwarz. Doch alle Bedenken wer­den obso­let, denn viele andere Über­raschun­gen warten auf Chris.
Jor­dan Peele wurde eigentlich als Komik­er einem haupt­säch­lich amerikanis­chen Pub­likum aus dem Fernse­hen bekan­nt. Das er sich als zweites Kino-Drehbuch und Regie-Debut einen Hor­ror­film zur Brust nehmen würde, ist daher umso über­raschen­der. Aber da ist auch schon das Prob­lem, ob man GET OUT wirk­lich als Hor­ror­film einord­nen kann.

weit­er­lesen →

LIFE

LIFE

LIFE – Bun­desstart 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Prob­lem. An Zuschauern ist das Genre durch Män­ner dominiert. Da hat­te Morten Tyl­dum ein gold­enes Händ­chen, als er den let­zten Jahr erschiene­nen PASSENGERS drehte. Mit Jen­nifer Lawrence und Chris Pratt set­zte er zwei der momen­tan ange­sagtesten Schaus­piel­er in ein Raum­schiff, und gestal­tete es als Romanze mit starken Startschwierigkeit­en. Aber so ein Konzept ist nicht beliebig wieder­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Drehbuchau­toren Rhett Reese und Paul Wer­nick die Einge­bung, auf das Ursprüngliche zurück­zu­greifen. In 400 Kilo­me­tern über der Erde zieht die Inter­na­tionale Raum­sta­tion ihre Bah­nen. Die Auf­gabe der Astro­naut­en: eine Sonde vom Mars abz­u­fan­gen und zu unter­suchen. Mit Fol­gen, für die man als Kinogänger nicht viel Phan­tasie braucht.

weit­er­lesen →

KONG: SKULL ISLAND

KONG: SKULL ISLAND

KONG: SKULL ISLAND Deutsch­land­start am 9. März 2017

Die erste Fest­stel­lung, die ich machen kann, nach­dem ich KONG: SKULL ISLAND gese­hen habe, ist diese:

Ich habe noch nie Film­trail­er gese­hen, die so exakt die Stim­mung eines Films klar­ma­chen wie die zu KONG. Oft genug fokussieren sich Trail­er auf eine bes­timmte Stim­mung oder machen Ver­sprechen, die dann im Film nur teil­weise oder gle­ich gar nicht erfüllt wer­den. Das ist hier abso­lut nicht so. Die Trail­er ver­sprechen wilde Action, angesichts der over the top aus­fal­l­en­den Gewalt und eher mil­dem Hor­ror, eine epis­che und stylis­che Bild­sprache, eine – nicht mal kleine – Por­tion Humor und eine dichte, ger­adezu detail­ver­liebte siebziger Jahre-Atmo­sphäre.

All diese Ver­sprechen wer­den hun­dert­prozentig gehal­ten. Was allerd­ings auch gesagt wer­den muss: Es gibt keine darüber hin­aus­ge­hen­den Über­raschun­gen, denn die Trail­er zeigen rund­her­aus alles vorne weg, was den Film aus­macht.

weit­er­lesen →

Grady Hendrix – HORRORSTÖR

Grady Hendrix  – HORRORSTÖR

Cover HorrorstörUnheim­lich­es geht vor im Möbel­haus ORSK in Cleve­land: Unbekan­nte zertrüm­mern nachts die aus­gestell­ten Bücher­re­gale, und die aufgestell­ten Überwachungskam­eras kön­nen keine Spuren der Täter aus­find­ig machen. Als eines Mor­gens eins der Sofas mit Fäkalien beschmutzt wird, ist für Fil­ialleit­er Basil das Maß voll: Er ver­don­nert die Angestellte Amy zusam­men mit zwei Kol­le­gen zu ein­er Nachtwache, um die Übeltäter endgültig zu ent­lar­ven und dingfest zu machen. Zunächst kön­nen die drei nichts fest­stellen.

Das erste, was sie ent­deck­en, sind zwei weit­ere Kol­le­gen, die für eine Para­nor­mal-Real­i­ty-Show heim­lich Fil­mauf­nah­men machen wollen, um damit Geld zu ver­di­enen. Gelang­weilt lassen sich die fünf auf eine Schein-Séance ein. Doch was dann geschieht, ist schlim­mer, als Amy es sich vorgestellt hat.

weit­er­lesen →

SCOUTS VS. ZOMBIES – Handbuch zur Zombie Apokalypse

SCOUTS VS. ZOMBIES – Handbuch zur Zombie Apokalypse

Poster Scouts vs ZombiesSCOUTS GUIDE TO THE ZOMBIE APOCALYPSE – Bun­desstart 12.011.2015

Jet­zt sind ja bald alle Vari­a­tio­nen von Zom­bie-Komö­di­en abgear­beit­et. Jane Austens Charak­tere sind auch dem­nächst dran, den Untoten den Schädel abzuschla­gen. Was Mis­ter Dar­cy wohl dazu sagen wird? Das sich nun wirk­lich nicht ger­ade coole Pfadfind­er mit den Men­schen­fressern auseinan­der­set­zen sollen, klingt dann allerd­ings doch wie eine sehr unter­halt­same Idee. Was wäre da alles möglich, mit Bun­sen­bren­ner, Zeltschnur und Hal­stuch das Ende der Zivil­i­sa­tion zu ver­hin­dern. Die Idee ist geset­zt, die Neugierde geweckt. Ben, Carter und Augie sind auch gle­ich mal ein demografis­ch­er Durch­schnitt, wie ihn ein Hor­ror­film immer braucht. Ben ist der Vernün­ftige, Augie der die Kind­heit nicht loslassen wol­lende Nerd, und Carter der aufmüp­fige Haude­gen. In jedem anderen Tee­nie-Slash­er wird bewiesen, dass diese Kom­bi­na­tion an Charak­teren niemals Fre­unde sein kön­nen. Und dass jemand wie Carter über­haupt bei den Pfadfind­ern ist, bleibt alles andere als glaub­würdig.

weit­er­lesen →

CRIMSON PEAK

CRIMSON PEAK

Poster Crimson PeakCRIMSON PEAK – Bun­desstart 15.10.2015

Am Anfang sitzt Edith Cush­ing vor dem Schreibtisch eines Ver­legers. Das 20. Jahrhun­dert ist ger­ade ange­brochen, Frauen tun sich als Lit­er­at­en noch etwas schw­er­er. »Eine Geis­ter-Geschichte«, raun­zt der Ver­leger etwas gelang­weilt, der eine Liebesgeschichte bevorzu­gen würde. »Nein«, erwidert Edith, »keine Geis­ter-Geschichte, son­dern eine Geschichte mit Geis­tern«. Es stimmt auf das ein, was kom­men mag. Und am Ende wird der Zuschauer auch genau ver­standen haben, was Edith mit der Erwiderung meinte. Es ist eine Geschichte erson­nen und insze­niert von Giuller­mo del Toro. Es ist also nicht alles unbe­d­ingt so, wie es zu scheinen mag. Dabei besin­nt sich del Toro in dieser Insze­nierung gerne auf sein RÜCKGRAT DES TEUFELS und PANS LABYRINTH. Nur dass CRIMSON PEAK nicht die Qual­itäten von RÜCKGRAT DES TEUFELS erre­icht, dafür die Unzulänglichkeit­en von PANS LABYRINTH übern­immt.

weit­er­lesen →

PARANORMAL ACTIVITY: GHOST DIMENSION 3D

PARANORMAL ACTIVITY: GHOST DIMENSION 3D

Poster Ghost DimensionPARANORMAL ACTIVITY: GHOST DIMENSION
Bun­desstart 22.10.2015

Die Glaub­würdigkeit von Found-Footage-Thrillern wird stets dadurch her­abge­set­zt, dass Pro­tag­o­nis­ten ihre Kam­era hochhal­ten, wenn es ein vernün­ftiger Men­sch nicht tun würde. Das Sub-Genre hat­te sich ziem­lich schnell selb­st zu Tode gerit­ten. Doch Oren Peli wandte 2007 die Stilmit­tel dieser Filme gegen sie selb­st. Mit min­i­mal­sten Bud­get schuf er eine kleine Sen­sa­tion. Er schaffte es nicht nur, die stete Anwe­sen­heit ein­er Kam­era vernün­ftig und glaub­haft zu erk­lären, gegen jede Kon­ven­tion benutzte er sta­tis­che Ein­stel­lun­gen, und das mit ein­er äußerst gerin­gen Schnit­trate. Nach dem Erfolg hätte Schluss sein kön­nen, es war ein in sich geschlossenes Grusel-Vergnü­gen. Aber Para­mount, die PARANORMAL ACTIVITY eigentlich gar nicht in die Kinos brin­gen woll­ten, ver­langten nun nach mehr. Und das ging min­destens noch zwei Mal über­raschend gut, weil man sich an die Muster der Vor­lage hielt. Dazu hat­ten sich die Mach­er einen geschichtlichen Über­bau aus­gedacht, der sog­ar stim­mig war, ohne das eigentliche Ansin­nen der Filme zu erdrück­en.

weit­er­lesen →

THE VISIT

THE VISIT

Poster The VisitTHE VISIT – Bun­desstart 24.09.2015

Das Wun­derkind des mod­er­nen Kinos. Hat M. Night Shya­malan mit zwei eher beschei­de­nen Fil­men seine Kar­riere begonnen, war sein Durch­bruch mit SIXTH SENSE höch­stens mit dem Auf­stieg eines Steven Spiel­berg ver­gle­ich­bar. Ein Gru­selfilm, ein Film mit Super­helden, eine Inva­sion von Außerirdis­chen. Shya­malan hat­te ein außergewöhn­lich­es Gespür, wie man in den jew­eili­gen Gen­res ganz neue Ansätze find­en kon­nte. Selb­st bei THE VILLAGE, dessen über­raschende Wen­dung viel zu früh vorherse­hbar wurde, überzeugte das schwächel­nde Wun­derkind mit viel Atmo­sphäre und Span­nung. Was fol­gte ist eines trau­rig­sten Kar­ri­eretiefs, die man sich für Hol­ly­wood vorstellen kann, und gipfelte in einem katas­trophalen AFTER EARTH, für den er sich vor­w­er­fen lassen musste, mit der Ide­olo­gie von Sci­en­tol­ogy zu sym­pa­thisieren.  Shya­malan hat sich ein­mal kurz geschüt­telt, ein biss­chen fürs Fernse­hen gear­beit­et, und von einem zulet­zt 130 Mil­lio­nen Dol­lar-Bud­get auf 5 Mil­lio­nen abge­speckt.

weit­er­lesen →

SINISTER 2

SINISTER 2

Poster Sinister 2SINISTER 2 – Bun­desstart 17.09.2015

Als Scott Der­rick­son 2012 mit Robert Cargill SINISTER ent­wor­fen hat und auf die Lein­wand brachte, hat­te er eine wun­der­volle Per­le geschaf­fen. Selb­st ver­wöh­n­teste Hor­ror­fans mussten geste­hen, dass ein Filmemach­er dem Genre wieder ein­mal etwas Neues abgewin­nen kon­nte. Selb­stver­ständlich war eine Fort­set­zung unauswe­ich­lich. Selb­st Hor­ror­filme wer­den nicht mehr lediglich aus rein­er Liebe zum The­ma gemacht, son­dern sind ein Kalkül der Indus­trie. Auf der anderen Seite wäre wohl jed­er Filmemach­er hocher­freut, nicht nur einen überzeu­gen­den, son­dern auch erfol­gre­ichen Beitrag geschaf­fen zu haben. Als James Wan SAW machte, war er sich keineswegs bewusst, was für eine Ikone er ins Leben rufen würde. Und genau dies kon­nte man auch bei Der­rick­sons SINISTER spüren, der so erfrischend sehr viele Ver­satzstücke des aktuellen Hor­ror­films ignori­erte.

weit­er­lesen →

Fantasy Filmfest 2015: MAGGIE

Fantasy Filmfest 2015: MAGGIE

Poster MaggieMAGGIE – Ab 28. August 2015 auf Blu Ray / DVD

Man stelle sich vor, die Toten erheben sich, und nichts passiert. Auf ein­mal bleibt die Apoka­lypse aus, die uns immer prophezeit wurde. Dieses Szenario fand sich in der 2011er Black­list nicht pro­duziert­er Filme, eine nach Umfra­gen zusam­mengestellte Liste beliebtester Drehbüch­er ohne Pro­duzen­ten. Die Liste macht Pro­duk­tion­s­ge­sellschaften immer wieder auf eventuelle Ver­säum­nisse oder Möglichkeit­en aufmerk­sam, und so fand John Scotts Drehbuchde­büt MAGGIE doch noch seinen Weg auf die Lein­wand. Im Regieses­sel Hen­ry Hob­son, eben­falls ein Spielfilmde­bü­tant. Die Freude dürfte bei den­jeni­gen groß gewe­sen sein, die das Drehbuch kan­nten, und dafür votierten. Allerd­ings warf die Beset­zung eine große Frage auf. Kam für Chloë Grace Moretz Abi­gail Bres­lin zum Pro­jekt, war das kein Prob­lem, aber dass Pad­dy Con­si­dine durch Arnold Schwarzeneg­ger erset­zt wer­den sollte, machte stutzig. Ist MAGGIE doch weit mehr psy­chol­o­gis­ches Dra­ma als Zom­bie-Thriller.

weit­er­lesen →