Haltet die Buchmesse sauber! Weg mit Spaß und Cosplay!

Haltet die Buchmesse sauber! Weg mit Spaß und Cosplay!

Ei­gent­li­ch woll­te ich eine ge­har­nisch­te Re­plik auf das se­xi­sti­sche Alt­her­ren-Kul­tur­de­fi­nie­rer-Ge­sül­ze von Car­sten Otte vom SRW ver­fas­sen, der im 21. Jahr­hun­dert ernst­haft die An­sicht ver­tritt, bun­te Fans und Man­ga pas­sen nicht zu ei­ner »alt­ehr­wür­di­gen«, »ernst­haf­ten« Buch­mes­se Leip­zig. Und das aus äu­ßer­st kru­den Grün­den, die man schon mit zwölf Se­kun­den Nach­den­ken aus­ein­an­der neh­men kann.

Aber ich muss gar nichts mehr dazu schrei­ben, das hat Lena Fal­ken­ha­gen schon aus­führ­li­ch, sach­kun­dig und mit wun­der­ba­rer De­mon­ta­ge der Alt­her­ren­ar­gu­men­te auf Tor On­line ge­tan.

Ich habe dem nichts hin­zu­zu­fü­gen. Cha­peau und Dan­ke!

p.s.: Die Ka­ri­ka­tur von Jean-Jaques Sei­ler zum The­ma kann man sich auch mal an­se­hen.

[Up­date 21:10 Uhr:] Auch Car­sten Otte ist die Kri­tik an sei­nen Aus­sa­gen zu Ha­sen­oh­ren ge­kom­men und er ver­sucht das, was sol­che Leu­te im­mer gern zu tun ver­su­chen: Al­les von sich wei­sen, kri­ti­k­re­si­stent auf sei­nen dis­kri­mi­nie­ren­den Aus­füh­run­gen be­stehen, und von ir­gend­wel­chen »straf­recht­li­ch re­le­van­ten Äu­ße­run­gen« zu schwa­feln, um die Kri­ti­ker pau­schal zu dis­kre­di­tie­ren. Und vor al­lem ver­sucht er in durch­sich­tig­ster Wei­se, Aus­fäl­le ein­zel­ner (die be­kann­ter­ma­ßen in So­zia­len Me­di­en vor­kom­men) auf die Sze­ne all­ge­mein zu schie­ben. Das ist in mei­nen Au­gen lei­der er­bärm­li­ch und nichts an­de­res als bil­li­ges Nach­tre­ten. In die­sem Licht soll­te man sei­nen Ein­füh­rungs­satz se­hen:

Zu­näch­st ein­mal ging es mir nicht dar­um, li­te­ra­ri­sche Sub­kul­tu­ren zu dif­fa­mie­ren.

Und dann tut er das so­fort noch­mal, in­dem er die ge­sam­te Sze­ne auf­grund von Äu­ße­run­gen ein­zel­ner Per­so­nen auf So­zia­len Me­di­en dif­fa­miert, von de­nen er noch nicht ein­mal nach­wei­sen kann, dass die­se auch tat­säch­li­ch zum Fan­dom ge­hö­ren. Denn das kann er selbst­ver­ständ­li­ch nur an­neh­men, aber zum Zeit­punkt sei­ner Aus­sa­ge nicht be­le­gen.

Auch die­sen Satz muss man sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen:

Es lohnt sich aber den­no­ch zu dis­ku­tie­ren, ob die Art und Wei­se, wie sich man­che Cosplay­er in­sze­nie­ren, nicht im kras­sen Ge­gen­satz zu den von der Buch­mes­se de­fi­nier­ten Zie­len steht.

Was sind denn »die de­fi­nier­ten Zie­le der Buch­mes­se«? Die Ant­wort ist ein­fach: In er­ster Li­nie geht es, wie bei je­dem Wirt­schafts­un­ter­neh­men und auch der Buch­bran­che im all­ge­mei­nen, in er­ster Li­nie dar­um, mög­lich­st vie­le Ein­nah­men zu er­zie­len. Al­les Ge­schwa­fel und Ge­tue um Hoch­li­te­ra­tur oder heh­re po­li­ti­sche Zie­le sind letzt­li­ch nur PR-Ge­trom­mel, die der Ge­ne­rie­rung von har­ten Mo­ne­ten die­nen sol­len. Wer das an­ders sieht, soll­te drin­gend sei­nen Sinn für Rea­li­tät über­prü­fen.

Und dann noch der zwei­te An­satz: Der SWR dürf­te es mit die­sem Click­bait-Ar­ti­kel auf rich­tig viel Traf­fic ge­bracht ha­ben – und das könn­te ein an­de­rer Grund für des­sen Ver­öf­fent­li­chung ge­we­sen sein. Al­ler­dings er­war­te ich von öf­fent­li­ch-recht­li­chen Me­di­en Sach­lich­keit und nicht Click­baiting.

In­zwi­schen ha­ben sich auch die Ver­an­stal­ter der Leip­zi­ger Buch­mes­se ge­äu­ßert.

Noch eine Re­ak­ti­on auf Spie­gel On­line von Mar­ga­re­te Sto­kow­ski: Auch nack­te Ha­sen sind po­li­ti­sch.

[Nach­trag 29.03.2017:] Üb­ri­gens äu­ßern sich die Ver­an­stal­ter der Buch­mes­se Leip­zig (und Frank­furt) selbst­ver­ständ­li­ch po­si­tiv über Cosplay­er. Weil die me­di­en­wirk­sam sind und so­mit ko­sten­los Wer­bung für die Ver­an­stal­tung ma­chen. Und das ob­wohl sie sich ähn­li­ch merk­wür­di­gen, teil­wei­se lä­cher­li­chen, Vor­schrif­ten wie bei der Ga­mes­Com un­ter­wer­fen müs­sen. Da steht un­ter an­de­rem:

Die Ko­stü­me dür­fen nicht zu frei­zü­gig sein, d.h. Ober­kör­per, In­tim­be­reich und Po müs­sen aus­rei­chend von Klei­dung be­deckt sein – das gilt für bei­de Ge­schlech­ter.

So­mit soll­ten die von Otte ge­se­he­nen por­no­gra­fi­schen Ko­stü­me nur sei­ner über­stei­ger­ten Prü­de­rie ge­schul­det sein, denn als Por­no-Hase kommt man gar nicht an den Ord­nern vor­bei.

Leipziger Buchmesse vergrätzt Blogger durch fragwürdige Akkreditierungspraktiken

Leipziger Buchmesse vergrätzt Blogger durch fragwürdige Akkreditierungspraktiken

Die Buch­bran­che und auch die Leip­zi­ger Buch­mes­se ho­fie­ren seit ei­ni­ger Zeit mas­siv Blog­ger. War­um das so ist, hat­ten wir hier auf Phan­ta­News vor ei­nem Jahr an­läss­li­ch der LBM über ei­nen Gast­bei­trag mit dem Ti­tel »Die Rat­ten­fän­ger von Leip­zig« the­ma­ti­siert: Weil Blog­ger vor al­lem spott­bil­li­ge Wer­bung sind.

Tat­säch­li­ch sieht es nun al­ler­dings so aus, als wol­le man gar nicht je­den »da­her­ge­lau­fe­nen« Blog­ger da­bei ha­ben und möch­te Ro­si­nen picken – oder das Ak­kre­di­tie­rungs­ver­fah­ren ist völ­lig plan­los. Dar­über be­rich­tet Da­ni­el Is­ber­ner auf sei­nem Blog, der hat ge­ra­de auf sei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung hin eine Ab­sa­ge be­kom­men. Man muss sich hier wirk­li­ch fra­gen, nach wel­chen Kri­te­ri­en die Ver­ant­wort­li­chen in Leip­zig die Blogs bzw. Blog­ger aus­su­chen? Ist ein Hei­ti­tei-Blüm­chen-Blog mit mas­sen­haft Be­spre­chun­gen im Stil von »Ich habe das Buch ge­le­sen und es ist toll!!! Das Co­ver ist auch toll!!!!!11!einself!!1!« tat­säch­li­ch ak­kre­di­tie­rungs­wür­di­ger, als ei­nes, das sich in­halt­li­ch mit ver­schie­de­nen As­pek­ten des Buch­han­dels (und zahl­lo­sen an­de­ren The­men) be­schäf­tigt, statt nur stumpf Mas­sen schlech­ter Buch­re­zen­sio­nen zu ver­öf­fent­li­chen? Aus der Sicht der Ver­an­stal­ter und Ver­la­ge, de­nen es tat­säch­li­ch nur um bil­li­ge Wer­bung geht, ganz si­cher.

Das Ver­fah­ren an sich scheint sei­tens der Ver­an­stal­ter al­ler­dings auch höch­st un­pro­fes­sio­nell durch­ge­führt zu wer­den. Da­ni­el schreibt dazu:

Das be­trifft da­bei auch eine Men­ge Blog­ger, die in den Vor­jah­ren noch an­stands­los ak­kre­di­tiert wur­den und geht teil­wei­se so­gar so weit, dass bei Blogs, die von zwei Per­so­nen be­trie­ben wer­den ei­ner Per­son schon vor Wo­chen eine Ak­kre­di­tie­rung er­teilt wur­de und die an­de­re ge­stern ihre Ab­sa­ge be­kom­men hat.

Man kann dar­aus aber ein­deu­tig ent­neh­men, dass alle Vor­wür­fe, es gin­ge nur um Wer­bung, of­fen­sicht­li­ch kor­rekt sind, denn an­ders lässt sich das Ver­hal­ten der Ver­an­stal­ter der Buch­mes­se Leip­zig kaum er­klä­ren.

Ne­ben Da­ni­el wur­de sei­nen Aus­sa­gen zu­fol­ge ge­stern auch hau­fen­wei­se wei­te­ren Blogs ab­ge­sagt. War­um das erst so kurz vor der Mes­se pas­siert, ist eben­falls nicht er­klär­li­ch, denn eine sol­che Ab­sa­ge soll­te zeit­nah nach der Ak­kre­di­tie­rung er­fol­gen, und nicht erst nach Guts­her­ren­art an alle zu­sam­men kurz vor der Ver­an­stal­tung, um ne­ga­ti­ve Pu­bli­ci­ty zu ver­mei­den. Es mag den Ver­ant­wort­li­chen viel­leicht ko­mi­sch vor­kom­men, aber auch Blog­ger be­nö­ti­gen eine ge­wis­se Pla­nungs­si­cher­heit. Da­ni­el schreibt wei­ter:

Die Leip­zi­ger Buch­mes­se ak­kre­di­tiert also aus­ge­spro­chen will­kür­li­ch und die ei­ge­nen Richt­li­ni­en schei­nen nur be­dingt zu gel­ten. Tat­säch­li­ch muss man so­gar an­neh­men, dass es schlicht­weg ein Kon­tin­gent der Zahl X für Blog­ger gab und so­bald das aus­ge­schöpft war ha­ne­bü­che­ne Be­grün­dun­gen her­hal­ten muss­ten, war­um man nicht mehr Blog­ger ak­kre­di­tiert. Das er­klärt auch, war­um man mit den Ab­sa­gen bis ge­stern ge­war­tet hat, denn mitt­ler­wei­le kann man kaum noch an­de­re Leu­te da­von über­zeu­gen, die Leip­zi­ger Buch­mes­se aus­fal­len zu las­sen (die ha­ben ihr Ticket ja alle schon) und hat teil­wei­se schon selbst Ter­mi­ne auf der Mes­se ver­ein­bart, muss sich also nun zwangs­wei­se ein Ticket kau­fen.

Die­se Ein­schät­zung der Tak­tik der Mes­se­ver­an­stal­ter dürf­te mei­ner An­sicht nach zu­tref­fend sein.

Man kann es nur er­neut deut­li­ch sa­gen: Blog­ger, lasst euch von der Buch­mes­se Leip­zig und der Bran­che nicht ver­ar­schen!

PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis 2017

PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis 2017

Ei­gent­li­ch hat­te er es wohl nicht tun wol­len, aber nun äu­ßer­st sich Klaus N. Frick, Chef­re­dak­teur bei der er­folg­reich­sten deut­schen Sci­en­ce Fic­tion-Se­rie PER­RY RHO­DAN, doch noch in ei­nem Bei­trag im Re­dak­ti­ons­blog zur Durch­füh­rung des Deut­schen Phan­ta­stik-Prei­ses im Jahr 2017.

Die nach­voll­zieh­ba­re Quint­es­senz ist: Da hat also ir­gend­ei­ne in­trans­pa­ren­te Jury nach ge­hei­men Kri­te­ri­en eine Li­ste von Pu­bli­ka­tio­nen und Wer­ken aus­ge­sucht und trotz des er­heb­li­chen Out­puts aus Rich­tung PER­RY RHO­DAN (108 neue Pu­bli­ka­tio­nen plus neue Auf­la­gen al­ter Wer­ke) hat nicht ein ein­zi­ges Werk da­von ei­nen Weg in die Vor­schlags­li­ste ge­fun­den.

Da kann man sich tat­säch­li­ch nur rat­los am Kopf krat­zen, denn auch wenn PER­RY RHO­DAN letzt­li­ch nichts ge­win­nen muss, ist es ab­so­lut nicht nach­zu­voll­zie­hen, war­um das ver­mut­li­ch um­fang­reich­ste und um­trie­big­ste deut­sche Fran­chise von ei­ner so­ge­nann­ten Fach­ju­ry nicht ein ein­zi­ges Mal no­mi­niert wur­de. Zu­mal es sich ja um ei­nen Pu­bli­kums­preis han­delt und nä­her am Pu­bli­kum als das Team von PER­RY RHO­DAN geht kaum noch.

Sie­he auch: Mo­ment mal, DPP und Vor­schlä­ge für ei­nen Phan­ta­stik-Preis

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Moment mal, Deutscher Phantastik Preis …

Moment mal, Deutscher Phantastik Preis …

In die­sem Jahr ist al­les ir­gend­wie an­ders bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Phan­ta­stik Prei­ses. Und in mei­nen Au­gen nicht un­be­dingt bes­ser.

Der er­ste Punkt: Um mit­stim­men oder vor­schla­gen zu kön­nen, soll ich zwin­gend mei­nen Vor- und Nach­na­men an­ge­ben. Und das ge­gen­über ir­gend­ei­nem Event­ver­an­stal­ter und ohne dass ich über eine of­fen­sicht­li­ch und di­rekt ver­link­te Da­ten­schutz­er­klä­rung er­ken­nen kann, was mit den ge­sam­mel­ten Da­ten (Email-Adres­se, Name, Vor­na­me) ge­schieht. Mei­ner An­sicht nach ver­stößt das ge­gen §13 VI des Te­le­me­di­en­ge­set­zes:

(6) Der Dien­ste­an­bie­ter hat die Nut­zung von Te­le­me­di­en und ihre Be­zah­lung an­onym oder un­ter Pseud­onym zu er­mög­li­chen, so­weit dies tech­ni­sch mög­li­ch und zu­mut­bar ist. Der Nut­zer ist über die­se Mög­lich­keit zu in­for­mie­ren.

Wie wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­se­hen ha­ben, wäre es tech­ni­sch völ­lig pro­blem­los mög­li­ch, das an­onym und nur mit Nut­zung ei­ner Email­adres­se und zu­ge­sand­tem Hash­code durch­zu­füh­ren (das hat­te auch den Char­me, dass man mit­tels des Codes nicht al­les auf ein­mal ab­stim­men mus­s­te, son­dern Stim­men für Ka­te­go­ri­en auch noch spä­ter ab­ge­ben konn­te). Un­klar ist zu­dem, ob die ge­sam­mel­ten Da­ten mit der IP-Adres­se zu­sam­men­ge­führt wer­den, um Be­trug zu ver­hin­dern. Das wäre aber nach ei­nem Ur­teil des EuGH nur mit ein­deu­ti­ger und ak­ti­ver Zu­stim­mung des Be­trof­fe­nen er­laubt

»Aber wir sind doch alle nur Fans!« höre ich schon als Ent­kräf­tung. Das mag sein, aber der Sei­ten­an­bie­ter ist of­fen­sicht­li­ch eine Fir­ma. Und die un­ter­liegt nun mal gel­ten­dem Recht.

Und dann das Ver­fah­ren:

Eine nicht nä­her be­stimm­te Jury aus Blog­gern und ir­gend­wel­chen »Fach­leu­ten« (den Aus­sa­gen der Aus­rich­ter nach ca. 3000 Per­so­nen) ist an­ge­mailt wor­den und hat­te eine Wo­che Zeit, eine Vor­schlags­li­ste zu­sam­men­zu­stel­len. Die ist jetzt schon auf der Sei­te on­line. Man kann al­ler­dings trotz die­ser be­reits vor­han­de­nen Li­ste noch neue Vor­schlä­ge ma­chen.

Dass die be­reits sicht­ba­re, sug­ge­sti­ve Li­ste ge­gen­über den Neu­vor­schlä­gen völ­lig un­fair ist, dar­auf kam of­fen­bar kei­ner. Denn die be­reits vor­han­de­nen Ein­trä­ge be­kom­men be­reits jetzt Stim­men und Sicht­bar­keit, die Neu­vor­schlä­ge sind aber bis Mit­te April un­sicht­bar.

In­trans­pa­rent ist zu­dem, was jetzt pas­siert. Wie ent­schei­det wer nach die­ser Vor­schlags­zeit was mit der be­reits vor­han­de­nen Ju­ry­li­ste und den Neu­vor­schlä­gen pas­siert, bzw. was nach wel­chen Kri­te­ri­en und mit wel­cher Ge­wich­tung auf die Short­li­st kommt?

In mei­nen Au­gen ist die Durch­füh­rung sehr un­glück­li­ch.

Mei­ner An­sicht nach wäre der ein­zig gang­ba­re Weg ge­we­sen:

  1. Vor­schlä­ge nach Ka­te­go­rie sam­meln
  2. Vor­schlä­ge quan­ti­ta­tiv aus­wer­ten
  3. Short­li­st er­stel­len und ab­stim­men las­sen

Die Au­to­ren und Ver­la­ge hät­ten sich oh­ne­hin wie in je­dem Jahr selbst vor­ge­schla­gen. [Edit:] Ja, und eben­falls wie in je­dem Jahr hät­ten die­je­ni­gen die Prei­se be­kom­men, die die mei­sten Fans ak­ti­vie­ren kön­nen.

p.s.: Wie die Rück­mel­dun­gen zei­gen, ist die Be­nut­zer­füh­rung des For­mu­lars auch nicht son­der­li­ch ge­lun­gen, zahl­rei­che Nut­zer kla­gen, dass sie es nicht ab­sen­den kön­nen. Das liegt dar­an, dass man bei Ein­trag ei­nes ei­ge­nen Vor­schlags gleich­zei­tig auch noch »kei­ne Stim­me ab­ge­ben« an­ha­ken muss …

[Up­date: 19:30 Uhr] Wenn man ein we­nig klickt fin­det man eine Da­ten­schutz­er­klä­rung (die muss aber nach An­sicht von Rechts­ex­per­ten von je­der Sei­te di­rekt zu­greif­bar sein). In der steht:

Per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten wer­den von dem An­bie­ter nur dann er­ho­ben, ge­nutzt und wei­ter ge­ge­ben, wenn dies ge­setz­li­ch er­laubt ist oder die Nut­zer in die Da­ten­er­he­bung ein­wil­li­gen.

Al­ler­dings wird im For­mu­lar die­se Ein­wil­li­gung nicht er­ho­ben. Zur ge­setz­li­chen Er­laub­nis: Sie­he oben.

[Up­date 08.03.2017:] Ar­ti­kel auf Meta-Punk

[Up­date 09.03.2017:] Mei­ne Ge­dan­ken, wie man so ei­nen Pu­bli­kums­preis durch­füh­ren könn­te.

[Up­date 09.03.17:] Tho­mas Mi­ch­als­kis Ge­dan­ken zum The­ma be­fas­sen sich eben­falls mit un­fai­rer Vor­aus­wahl.

(Man könn­te jetzt auch noch dar­über dis­ku­tie­ren, ob eine Do­tie­rung des Prei­ses wirk­li­ch nö­tig ist, aber das ist ein an­de­res The­ma)

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125 Jahre Tolkien: Die Tübinger MYRA-Tage

125 Jahre Tolkien: Die Tübinger MYRA-Tage

Ich er­hielt fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung:

2017 – 35 Jah­re MYRA – 60 Jah­re Tol­ki­en auf Deut­sch – 80 Jah­re »The Hob­bit« – 125.Geburtstag Tol­ki­ens – mehr als nur ein Grund zum Fei­ern.

Wie alle fünf Jah­re seit 1987- ver­an­stal­tet der bun­des­wei­te Tü­bin­ger Ver­ein der Freun­de My­ras VFM e.V. auch 2017 zu­sam­men mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen, Grup­pen und Ver­ei­nen (in der Ver­gan­gen­heit etwa dem Deut­sch – Ame­ri­ka­ni­schen In­sti­tut DAI, dem Er­sten Deut­schen Fan­ta­sy-Club EDCF eV, den In­klings e.V., der Stadt­bü­che­rei Tü­bin­gen, der Gil­de der Fan­ta­sy-Rol­len­spie­ler GFR eV) statt ei­nem nor­ma­len jähr­li­chen MYRA-Tref­fen die Tü­bin­ger MYRA-Tage, eine gan­ze Wo­che Mär­chen – Mit­tel­al­ter – Fan­ta­sy. Al­les drei sind The­men mit de­nen sich Pro­fes­sor J.R.R. Tol­ki­en be­schäf­tigt hat, des­sen auch die­ses Jahr wie­der als »Tü­bin­ger Tol­ki­en Tage« ge­dacht wird – an­ge­sichts von 80 Jah­ren Tol­ki­en auf Eng­li­sch, 60 Jah­ren Tol­ki­en auf Deut­sch und 35 Jah­ren Pro­jekt Myra, ei­nem Kon­zept ge­mein­sam eine ein­zi­ge Welt der Fan­ta­sy zu er­schaf­fen, das ohne Tol­ki­en nicht denk­bar ge­we­sen wäre.

Wie­der wer­den wir ver­su­chen, mit al­len Tü­bin­ger (auch Thea­ter-) Grup­pen, Ver­ei­nen und auch in­ter­es­sier­ten Fir­men (Buch- und Spie­le-Hand­lun­gen, Spon­so­ren ein­zel­ner Events) vom 04. bis 10. Sep­tem­ber 2017 ge­mein­sam al­les auf­zu­bie­ten, was in Tü­bin­gen rund um Mär­chen, Mit­tel­al­ter und Fan­ta­sy ge­bo­ten wird.

Wie­der wird es ge­mein­sam mit TolkienOnline.de das größ­te deut­sche Ju­bi­lä­ums-Event und dazu vie­le Au­to­ren­le­sun­gen, Work­shops und Vor­trä­ge ge­ben, wie­der sind Fil­ker und Li­verol­len­spiel-Bar­den ein­ge­la­den, uns und ein­an­der zu un­ter­hal­ten, wie­der wird auch der Spiel­spaß im Tol­ki­en-Brett­spiel, Fan­ta­sy-Kar­ten­spiel und Fan­ta­sy-Rol­len­spiel nicht zu kurz kom­men. Auch MMO-Fans wie Spie­ler der MYRA-Gil­de von »Game of Thro­nes As­cent« und »Ru­nes of Ma­gic« (RoM) wer­den auf ihre Ko­sten kom­men. Füh­run­gen soll es auch wie­der im mit­tel­al­ter­li­chen Klo­ster Be­ben­hau­sen ge­ben (ko­sten­los für mit­tel­al­ter­li­ch oder mär­chen­haft ko­stü­mier­te).

Das Event bei Face­book

Mehr seit 2017 auch wie­der auf ei­ner ei­ge­nen Web­sei­te

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Mei­ne Güte, pein­li­cher gehts nim­mer. Der Buch­re­port be­rich­tet: LSL, of­fen­bar der neue Lieb­lings­dienst­lei­ster der Mes­se Leip­zig, der man im­mer mehr Auf­ga­ben zu­schu­stert, die frü­her an­de­re wahr­ge­nom­men ha­ben (erst die Mes­se­buch­hand­lung, jetzt der Fan­ta­sy-Be­reich), »launcht« also et­was, das es schon jah­re­lang gibt, näm­li­ch eben die­sen Fan­ta­sy-Be­reich. Dass die sich ernst­haft trau­en, das so zu for­mu­lie­ren lässt mich nach all den Que­r­elen dar­um sprach­los zu­rück, und ich bin nun wirk­li­ch eine Men­ge in Sa­chen Mar­ke­ting-Ge­schwur­bel ge­wöhnt. Noch nicht mal die Ar­beit auf der Fan­ta­sy-Lesein­sel ma­chen sie selbst, die macht – nach dem Raus­drän­geln von Werk­Zeugs – PAN für sie.

Und dann steht da tat­säch­li­ch:

Das Gen­re­por­tal Werk­Zeugs, das fast 10 Jah­re lang die Fan­ta­sy-Lesein­sel be­treut, sich als An­lauf­punkt für Au­to­ren eta­bliert und auch den Ver­kauf von Bü­chern und Mer­chan­di­se-Ar­ti­keln durch­ge­führt hat­te, sag­te an­läss­li­ch ei­ner deut­li­ch ge­stie­ge­nen Stand­mie­te die Mes­se­teil­nah­me ab. Die Mes­se­di­rek­ti­on küm­mer­te sich um­ge­hend um eine Al­ter­na­ti­ve für den Mes­se­ver­kauf und en­ga­gier­te LSL.

Al­ler­dings wur­de be­reits ver­mu­tet, dass es tat­säch­li­ch so war, dass man Werk­Zeugs sei­tens der Mes­se­ver­an­stal­ter die dra­ma­ti­sch er­höh­ten Stand­prei­se prä­sen­tier­te, mit dem be­reits vor­her ge­fass­ten Plan, dass die dar­auf­hin ab­sa­gen, und man das Gan­ze LSL zu­schu­stern konn­te.

Wei­ter kann man le­sen:

Nach ei­ni­gem Hin und Her ist die Leip­zi­ger Buch­mes­se der ge­mein­sa­men Frak­ti­on von Werk­Zeugs und dem Phan­ta­stik-Au­to­ren-Netz­werk (PAN) in­so­fern ent­ge­gen­ge­kom­men, dass PAN eine Flä­che für die Com­mu­ni­ty-Ver­net­zung zur Ver­fü­gung ge­stellt wird.

Ver­schwie­gen wird da­bei al­ler­dings, dass es zu­vor der­art mas­si­ve Pro­te­ste von Ver­la­gen und auch nam­haf­ten Au­to­ren aus dem Gen­re-Be­reich Deut­sche Phan­ta­stik ge­ge­ben hat­te, dass sich die Mes­se­ver­an­stal­ter of­fen­sicht­li­ch zum Ein­len­ken ge­nö­tigt sa­hen, da sie son­st Ge­fahr ge­lau­fen wä­ren, dass nam­haf­te Prot­ago­ni­sten aus dem Be­reich der Ver­an­stal­tung fern ge­blie­ben wä­ren – und da­mit eben auch die zu­ge­hö­ri­gen Be­su­cher.

Aber Haupt­sa­che, eine voll­mun­di­ge Pres­se­mit­tei­lung ab­ge­son­dert …

[Edit 16:50 Uhr:] Ich wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich PAN um die Au­to­ren­loun­ge küm­mert, nicht um die Lesein­sel. Was die Sach­la­ge al­ler­dings nur mi­ni­mal ver­än­dert.

Bild »Face­palm« von Alex E. Proi­mos, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY

BAFTA Film Awards 2017: Die Nominierten

Die BAFTA Film Awards 2017 (BAFTA = Bri­tish Aca­de­my of Film and Te­le­vi­si­on Arts) ste­hen vor der Tür und er­neut wird der bri­ti­sche Co­me­di­an Ste­phen Fry die Ver­lei­hung mo­de­rie­ren, die am 12. Fe­bru­ar in der Royal Al­bert Hall statt­fin­den wird. Die ge­ra­de ver­lie­he­nen Glo­bes wa­ren ja lei­der ex­trem Gen­re-arm, das könn­te bei den Film-BAFT­As et­was an­ders aus­se­hen, zu­min­dest ist es in der No­mi­nier­ten­li­ste gut ver­tre­ten.

Der SF-Strei­fen AR­RI­VAL bei­spiels­wei­se ist gleich hau­fen­wei­se no­mi­niert, auch FAN­TA­STIC BE­ASTS wird ein paar Mal ge­nannt.

BEST FILM

AR­RI­VAL Dan Le­vi­ne, Shawn Levy, Da­vid Lin­de, Aa­ron Ry­der
I, DA­NI­EL BLA­KE Re­bec­ca O’Brien
LA LA LAND Fred Ber­ger, Jor­dan Ho­ro­witz, Marc Platt
MAN­CHE­STER BY THE SEA Lau­ren Beck, Matt Da­mon, Chris Moo­re, Kim­ber­ly Steward,?Kevin J. Walsh
MOON­LIGHT Dede Gard­ner, Je­re­my Klei­ner, Ade­le Ro­man­s­ki

OUT­STAN­DING BRI­TISH FILM

AME­RI­CAN HO­NEY An­d­rea Ar­nold, Lars Knud­sen, Pou­ya Shah­ba­zi­an, Jay Van Hoy
DE­NI­AL Mick Jack­son, Gary Fo­ster, Russ Kras­noff, Da­vid Hare
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Da­vid Ya­tes, J.K. Row­ling, Da­vid Heyman, Ste­ve Kloves, Lio­nel Wi­gram
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach, Re­bec­ca O’Brien, Paul La­ver­ty
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney, Mike Brett, Jo-Jo Ell­i­son, Ste­ve Ja­mi­son
UN­DER THE SHADOW Ba­bak An­va­ri, Emi­ly Leo, Oli­ver Ros­kill, Lu­can Toh

OUT­STAN­DING DE­BUT BY A BRI­TISH WRI­TER, DI­REC­TOR OR PRO­DU­CER 

The Girl With All the Gifts: MIKE CA­REY (Wri­ter), CA­MIL­LE GA­TIN (Pro­du­cer)
The Hard Stop: GE­OR­GE AM­PON­S­AH (Writer/Director/Producer), DI­ON­NE WAL­KER (Writer/Producer)
No­tes on Blind­ness: PE­TER MIDD­LE­TON (Writer/Director/Producer), JA­MES SPIN­NEY (Writer/Director), JO-JO ELL­I­SON (Pro­du­cer)
The Pass: JOHN DON­NEL­LY (Wri­ter), BEN A. WIL­LIAMS (Di­rec­tor)
Un­der the Shadow: BA­BAK AN­VA­RI (Writer/Director), EMI­LY LEO, OLI­VER ROS­KILL, LU­CAN TOH (Pro­du­cers)

FILM NOT IN THE ENG­LISH LAN­GUA­GE

DHEE­PAN Jac­ques Au­di­ard, Pas­cal Cau­che­teux
JU­LIETA Pe­dro Al­mo­dóvar
MU­STANG Deniz Gam­ze Er­gü­ven, Charles Gil­li­bert
SON OF SAUL László Ne­mes, Gábor Si­pos
TONI ERD­MANN Ma­ren Ade, Ja­ni­ne Jackow­ski

DO­CU­MEN­TA­RY

13th Ava Du­Ver­nay
THE BEAT­LES: EIGHT DAYS A WEEK- THE TOU­RING YE­ARS Ron Howard
THE EA­GLE HUN­TRESS Otto Bell, Stacey Rei­ss
NO­TES ON BLIND­NESS Pe­ter Midd­le­ton, Ja­mes Spin­ney
WEI­NER Josh Krieg­man, Ely­se Stein­berg

ANI­MA­TED FILM

FIN­DING DORY An­d­rew Stan­ton
KUBO AND THE TWO STRINGS Tra­vis Knight
MO­A­NA Ron Cle­ments, John Mus­ker
ZOOTRO­PO­LIS By­ron Howard, Rich Moo­re

DI­REC­TOR

AR­RI­VAL De­nis Vil­le­neu­ve
I, DA­NI­EL BLA­KE Ken Loach
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

ORI­GI­NAL SCREEN­PLAY

HELL OR HIGH WA­TER Tay­lor She­ridan
I, DA­NI­EL BLA­KE Paul La­ver­ty
LA LA LAND Da­mi­en Cha­zel­le
MAN­CHE­STER BY THE SEA Ken­neth Lo­n­er­gan
MOON­LIGHT Bar­ry Jenk­ins

AD­AP­TED SCREEN­PLAY

AR­RI­VAL Eric Hei­sse­rer
HACK­SAW RIDGE Ro­bert Schenk­kan, An­d­rew Knight
HI­D­DEN FI­GU­RES Theo­do­re Mel­fi, All­i­son Schro­eder
LION Luke Da­vies
NOC­TURNAL ANI­MALS Tom Ford

LEA­DING AC­TOR

AN­D­REW GAR­FIELD Hack­saw Ridge
CA­SEY AFF­LECK Man­che­ster by the Sea
JAKE GYL­LEN­HAAL Noc­turnal Ani­mals
RYAN GOS­LING La La Land
VIGGO MOR­TEN­SEN Cap­tain Fan­ta­stic

LEA­DING AC­TRESS

AMY ADAMS Ar­ri­val
EMI­LY BLUNT The Girl on the Train
EMMA STO­NE La La Land
ME­RYL STREEP Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
NA­TA­LIE PORT­MAN Jackie

SUP­PORTING AC­TOR

AA­RON TAY­LOR-JOHN­SON Noc­turnal Ani­mals
DEV PA­TEL Lion
HUGH GRANT Flo­ren­ce Fo­ster Jenk­ins
JEFF BRIDGES Hell or High Wa­ter
MA­HERS­HA­LA ALI Moon­light

SUP­PORTING AC­TRESS

HAY­LEY SQUI­RES I, Da­ni­el Bla­ke
MI­CHEL­LE WIL­LIAMS Man­che­ster by the Sea
NAO­MIE HAR­RIS Moon­light
NI­COLE KID­MAN Lion
VIO­LA DA­VIS Fen­ces

ORI­GI­NAL MU­SIC  AR­RI­VAL Jóhann Jóhanns­son
JACKIE Mica Levi
LA LA LAND Ju­stin Hur­witz
LION Du­stin O’Halloran, Hausch­ka
NOC­TURNAL ANI­MALS Abel Kor­ze­niow­ski

CI­NE­MA­TO­GRA­PHY AR­RI­VAL Brad­ford Young
HELL OR HIGH WA­TER Gi­les Nutt­gens
LA LA LAND Li­nus Sand­gren
LION Greig Fra­ser
NOC­TURNAL ANI­MALS Sea­mus McGar­vey

EDIT­ING AR­RI­VAL Joe Wal­ker
HACK­SAW RIDGE John Gil­bert
LA LA LAND Tom Cross
MAN­CHE­STER BY THE SEA Jen­ni­fer Lame
NOC­TURNAL ANI­MALS Joan So­bel

PRO­DUC­TION DE­SI­GN

DOC­TOR STRAN­GE John Bush, Charles Wood
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Stuart Craig, Anna Pin­nock
HAIL, CAE­S­AR! Jess Gon­chor, Nan­cy Hai­gh
LA LA LAND San­dy Reynolds-Was­co, Da­vid Was­co
NOC­TURNAL ANI­MALS Shane Va­len­ti­no, Meg Eve­ri­st

CO­STU­ME DE­SI­GN

AL­LIED Jo­an­na John­ston
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Col­le­en At­wood
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS Con­so­la­ta Boy­le
JACKIE Ma­de­li­ne Fon­tai­ne
LA LA LAND Mary Zo­phres

MAKE UP & HAIR

DOC­TOR STRAN­GE Je­re­my Woodhead
FLO­REN­CE FO­STER JENK­INS J. Roy Hel­land, Da­ni­el Phil­lips
HACK­SAW RIDGE Shane Tho­mas
NOC­TURNAL ANI­MALS Do­nald Mo­wat, Yo­landa Tous­si­eng
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY No­minees tbc

SOUND

AR­RI­VAL Clau­de La Haye, Ber­nard Ga­rié­py Stro­bl, Syl­vain Bel­le­ma­re
DE­EP­WA­TER HO­RI­ZON Mike Prest­wood Smith, Dror Mo­har, Wy­lie State­man, Da­vid Wy­man
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Niv Adi­ri, Glenn Free­mant­le, Si­mon Hay­es, Andy Nel­son, Ian Tapp
HACK­SAW RIDGE Pe­ter Gra­ce, Ro­bert Macken­zie, Ke­vin O’Connell, Andy Wright
LA LA LAND Mild­red Iatrou Mor­gan, Ai-Ling Lee, Ste­ve A. Mor­row, Andy Nel­son

SPE­CIAL VI­SUAL EF­FECTS

AR­RI­VAL Louis Mo­rin
DOC­TOR STRAN­GE Ri­chard Bluff, Ste­pha­ne Ce­ret­ti, Paul Cor­bould, Jo­na­than Faw­k­ner
FAN­TA­STIC BE­ASTS AND WHE­RE TO FIND THEM Tim Bur­ke, Pa­blo Gril­lo, Chri­sti­an Manz, Da­vid Wat­kins
THE JUN­GLE BOOK Ro­bert Le­ga­to, Dan Lem­mon, An­d­rew R. Jo­nes, Adam Val­dez
RO­GUE ONE: A STAR WARS STO­RY Neil Cor­bould, Hal Hickel, Mo­hen Leo, John Knoll, Nigel Sum­ner

BRI­TISH SHORT ANI­MA­TI­ON 

THE ALAN DI­MEN­SI­ON Jac Clin­ch, Jo­na­than Har­bott­le, Mil­lie Mar­sh
A LOVE STO­RY Kha­led Gad, Anush­ka Kis­ha­ni Na­ana­yak­ka­ra, Elena Rus­com­be-King
TOUGH Jen­ni­fer Zheng

BRI­TISH SHORT FILM 

CON­SU­MED Ri­chard John Sey­mour
HOME Sh­pat Deda, Afola­bi Kuti, Da­ni­el Mul­loy, Scott O’Donnell
MOU­TH OF HELL Bart Ga­vi­gan, Sa­mir Me­ha­no­vic, Ai­lie Smith, Mi­cha­el Wil­son
THE PAR­TY Fa­rah Abushwes­ha, Em­met Fle­ming, An­d­rea Har­kin, Co­nor MacN­eill
STAND­BY Char­lot­te Re­gan, Jack Han­non

THE EE RI­SING STAR AWARD (vo­ted for by the pu­blic)

TOM HOL­LAND
RUTH NEGGA
LU­CAS HEDGES
LAIA CO­STA
ANYA TAY­LOR-JOY

Quel­le: Dead­line

Bild BAFTA-Mask von EG Focus/César, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Keine Berichterstattung von dem komischen Con in Dortmund

Keine Berichterstattung von dem komischen Con in Dortmund

komischercon

Wie der ein oder an­de­re viel­leicht weiß, fin­det An­fang De­zem­ber ein »Con« in Dort­mund statt, bei dem es vor­geb­li­ch um Co­mics geht. Nach­dem ich im letz­ten Jahr ver­hin­dert war, und Anja ge­schickt hat­te, stel­le sich her­aus, dass in Sa­chen Or­ga­ni­sa­ti­on noch deut­li­ch Luft nach oben war. Auch mei­ne Kon­tak­te zum PR-Ver­ant­wort­li­chen wa­ren im letz­ten Jahr … eher ul­kig. In die­sem Jahr woll­te ich mir das Spek­ta­kel dann mal per­sön­li­ch an­se­hen.

Zu­min­dest gab es schon mal eine neue Pres­se­agen­tur, die schick­te mir im Juni auch eine Mit­tei­lung per Mail, ich möge mich doch in den neu­en Pres­se­verer­tei­ler ein­tra­gen. Nach­dem ich die­se Email im Stun­den­ab­stand acht mal be­kom­men hat­te, bat ich um Ein­tra­gung in den Pres­se­ver­tei­ler, wies dar­auf hin, dass ich gern eine Ak­kre­di­tie­rung hät­te, und schrieb, dass die Mail jetzt acht mal ge­kom­men sei, und das wirk­li­ch rei­che.

Als Ant­wort er­hielt ich die Aus­sa­ge, dass man die Ak­kre­di­tie­run­gen erst spä­ter prü­fen wer­de, hier­bei wür­den Me­di­en be­vor­zugt, die eine Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren. Na denn, dach­te ich, die wer­den mich si­cher mit In­for­ma­tio­nen für eine sol­che Vor­be­richt­erstat­tung ver­sor­gen.

Von we­gen.

Ir­gend­wann in der letz­ten Wo­che wur­de ich dann in­for­miert, dass man Phan­ta­News auf­grund von »Ka­pa­zi­täts­grün­den« nicht be­rück­sich­ti­gen kön­ne. Das fand ich merk­wür­dig, im­mer­hin ist Phan­ta­News eine der meist­ge­le­se­nen nicht­kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten zum The­ma Phan­ta­stik in Deutsch­land, und wird so­gar von Ver­an­stal­tun­gen wie der Ga­mes­Com oder An­bie­tern wie Lu­cas­Film pro­blem­los ak­kre­di­tiert. Auf mei­ne Rück­fra­ge »war­um?«, kam als Ant­wort der Pres­se­agen­tur nur »das macht der Ver­an­stal­ter, da ha­ben wir kei­nen Ein­fluss drauf«. Ich fra­ge mich, war­um es dann eine Pres­se­agen­tur gibt, wenn die nicht für die Pres­se ver­ant­wort­li­ch ist? Nur um Pres­se­mit­tei­lun­gen zu ver­schicken (dazu wei­ter un­ten mehr)?
Man habe sich aber mei­ne Sei­te an­ge­se­hen, fän­de die »schön und pas­send«, und wol­le noch­mal mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen, wenn ich möch­te (heißt im Klar­text: Man hat­te Phan­ta­News ab­ge­lehnt, ohne auch nur mal ei­nen Blick auf die Sei­te zu wer­fen, oder das Ran­king zu prü­fen). Auf mei­nen Hin­weis, dass ich über­haupt kei­ne Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren konn­te, weil ich über den Mail­ver­tei­ler noch kei­ne ein­zi­ge PR-Mail mit In­for­ma­tio­nen er­hal­ten hat­te, kam als Ant­wort (und ich ma­che kei­ne Wit­ze): das läge dar­an, dass dar­über auch noch gar kei­ne Pres­se­infos zum Con in Dort­mund ver­schickt wor­den sei­en. Das ver­schlug mir dann doch die Spra­che.

In­zwi­schen hat­te ich den Ver­an­stal­ter al­ler­dings schon selbst an­ge­spro­chen, näm­li­ch auf der Face­book­sei­te der ko­mi­schen Con. Die Ant­wort die ich dort be­kam, hau­te mich ein wei­te­res Mal aus den Socken: Man sei »nur das Face­book-Team« und kön­ne mit dem Ver­an­stal­ter nicht kom­mu­ni­zie­ren. Ernst­haft. Da muss man sich fra­gen, war­um die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit »So­zia­le Me­di­en« an­ge­bo­ten wird, wenn man dar­über gar nicht sinn­voll kom­mu­ni­zie­ren möch­te. Mir wur­de so­gar »Un­pro­fes­sio­na­li­tät« un­ter­stellt, weil ich es doch tat­säch­li­ch ge­wagt hat­te, sie über die von ih­nen selbst an­ge­bo­te­ne Mög­lich­keit »Face­book-Nach­richt« an­zu­spre­chen, und kei­ne Emails schick­te. Of­fen­bar #neu­land-Be­woh­ner, die nicht ver­stan­den ha­ben, was So­zia­le Me­di­en sind – näm­li­ch eine Kom­mu­ni­ka­ti­on in bei­de Rich­tun­gen und nicht nur ein Wer­be­drop.

Ich hab die Fa­xen jetzt dicke und mich aus dem Pres­se­ver­tei­ler aus­tra­gen las­sen (dar­über er­hal­te ich ja oh­ne­hin kei­ne sinn­vol­len In­for­ma­tio­nen), dar­auf kam die au­gen­schein­li­ch ein­ge­schnapp­te Rück­mel­dung »dann brau­che man ja auch nicht mehr mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen«. Nein, braucht man nicht, dan­ke.
Ich wer­de nicht ko­sten­los für eine Ver­an­stal­tung Ar­beit auf­wen­den, so­wie Wer­bung ma­chen und wert­vol­le Back­links spen­die­ren, de­ren Be­trei­ber sich der­art un­pro­fes­sio­nell ver­hal­ten – und das al­les ja of­fen­sicht­li­ch oh­ne­hin nicht wol­len. Dann sol­len sie aber bit­te auch sa­gen »wir wol­len Dein ko­mi­sches Blog nicht, Du Lap­pen«, statt ir­gend­was über »Ka­pa­zi­täts­grün­de« zu schwa­dro­nie­ren, ohne sich mei­ne Sei­te und de­ren Ran­king über­haupt mal an­ge­se­hen zu ha­ben. Das Ziel­grup­pen­tar­ge­ting ist hier lo­gi­scher­wei­se um Län­gen bes­ser, als bei­spiels­wei­se via brief­mar­ken­gro­ße Ar­ti­kel in ir­gend­wel­chen Tot­holz­blät­tern. Oder die sich ex­pli­zit »Vor­be­richt­erstat­tung« wün­schen, aber kei­ner­lei In­for­ma­tio­nen für eine sol­che zur Ver­fü­gung stel­len.

Ich kann ih­nen aber gern Spe­zia­li­sten für So­ci­al Me­dia-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­mit­teln.

[Up­date:] Aus Ge­sprä­chen auf den so­zia­len Me­di­en, ge­trig­gert durch die­sen Ar­ti­kel, kri­stal­li­siert sich so lang­sam her­aus, dass nicht­kom­mer­zi­el­le oder Fan­sei­ten of­fen­bar grund­sätz­li­ch kei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung er­hal­ten. An­ge­sichts der ge­än­der­ten Me­di­en­land­schaft im Web ein Ver­hal­ten aus vor­gest­ri­gen Ta­gen …

[Up­date:] Auf Rück­fra­ge wur­de be­teu­ert, dass »jede Men­ge« Blogs ak­kre­di­tiert wur­den. Auf mei­ne wei­ter­füh­ren­de Fra­ge »nach wel­chen Kri­te­ri­en?« ant­wor­te­te man nur »aus Ka­pa­zi­täts­grün­den kann nicht je­der ak­kre­di­tiert wer­den« – die Aus­re­de kann­te ich al­ler­dings be­reits. In­ter­es­sant dar­an fin­de ich, wie man mei­nen Fra­gen of­fen­sicht­li­ch aus­weicht und kei­ne Ant­wor­ten ge­ben möch­te. Möge sich je­der sei­ne ei­ge­nen Ge­dan­ken dazu ma­chen … Ich gehe da­von aus, dass das Aus­wahl­prin­zip ge­nauso chao­ti­sch ist, wie der oben be­schrie­be­ne Rest des Ver­hal­tens der Ver­an­stal­ter, denn es ist mir un­er­klär­li­ch, war­um Phan­ta­News im ver­gan­ge­nen Jahr ak­kre­di­tiert wur­de, und in die­sem nicht. Mög­li­cher­wei­se, weil die Be­richt­erstat­tung in 2015 durch­aus kri­ti­sch war, und man kon­struk­ti­ve Kri­tik nicht mag.

Neues zur Phantastika in Oberhausen

Neues zur Phantastika in Oberhausen

Logo Phantastika

Ich hat­te be­reits über die neue Ver­an­stal­tung »Phan­ta­sti­ka« be­rich­tet, die erst­mals am 2. und 3. Sep­tem­ber 2017 in Ober­hau­sen statt­fin­den soll.

Jetzt ist auch eine Web­site on­line, und was ich da lese, er­freut mich doch sehr. Denn an­ders als auf an­de­ren ver­gleich­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum be­schränkt man sich eben nicht auf Bü­cher, son­dern bie­tet auch an­de­ren phan­ta­sti­schen Me­di­en und an­ge­schlos­se­nen Ge­bie­ten eine Büh­ne. Bei­spiels­wei­se deut­sche und in­ter­na­tio­na­le Fil­me und Fern­seh­se­ri­en, das fin­det man an­ders­wo auch be­reits, sel­te­ner schon sind die The­men Hör­bü­cher oder gar Mu­sik. Be­son­ders freut mich aber, dass hier auch zum ei­nen Spie­le ei­nen Platz fin­den, und das so­wohl ana­log als auch di­gi­tal; zum an­de­ren aber auch ein Blick auf mo­der­ne und ent­ste­hen­de Tech­no­lo­gi­en ge­wor­fen wer­den soll, die uns zum Teil viel­leicht noch wie SF er­schei­nen, aber tat­säch­li­ch be­reits Rea­li­tät sind. Ei­nen sol­chen vor­wärts­ge­rich­te­ten Blick aufs Gen­re und ver­wand­te Ge­bie­te fin­de ich äu­ßer­st an­spre­chend und er war mei­ner An­sicht nach auf ent­spre­chen­den Ver­an­stal­tun­gen auch drin­gend über­fäl­lig.

Da ich eine sol­che me­di­en­über­grei­fen­de Mi­schung ja auch hier auf Phan­ta­News pfle­ge, bin ich über die Kon­zep­te hoch­er­freut.

Be­kannt ge­ge­ben wur­de jetzt auch, dass der Deut­sche Phan­ta­stik-Preis im Rah­men ei­ner zwei­stün­di­gen Gala ver­lie­hen wer­den wird (ich wür­de mal ver­mu­ten am Sams­tag­abend). Und ab­schlie­ßend wies man heu­te dar­auf hin, dass Mul­ti­ta­lent Tom­my Krapp­weis wäh­rend der ge­sam­ten Phan­ta­sti­ka durch das Pro­gramm füh­ren wird.

Ich freue mich drauf!

Logo Phan­ta­sti­ka Co­py­right Ver­lag in Far­be und bunt

Neue Veranstaltung in Oberhausen: PHANTASTIKA

Neue Veranstaltung in Oberhausen: PHANTASTIKA

Logo Phantastika

Mike Hil­len­brand, be­kannt durch Sprach­er­ken­nung, Mo­de­ra­tio­nen zur DPP-Ver­lei­hung und na­tür­li­ch den Ver­lag in Fabe und Bunt, so­wie das Ma­ga­zin CO­RO­NA, bringt et­was neu­es in Sa­chen Phan­ta­stik an den Start: Am 2. und 3. Sep­tem­ber 2017 soll in Ober­hau­sen die er­ste PHAN­TA­STI­KA statt­fin­den, eine Ver­an­stal­tung rund um das The­ma Phan­ta­stik, wie es der Name ja be­reits sug­ge­riert. Mike schreibt dazu auf Face­book:

Am 2. + 3. Sep­tem­ber 2017 ver­an­stal­ten wir im Con­gress Cen­trum Ober­hau­sen die »PHAN­TA­STI­KA«. Sie wird kei­ne Mes­se im ei­gent­li­chen Sin­ne sein, wird auch kei­ne Con UND kein Con, son­dern ein Fe­sti­val für die gan­ze Fa­mi­lie.
Wer mir in mei­nem Vor­trag heu­te vor ei­ner Wo­che auf den »Space Days« in Darm­stadt zu­hör­te, weiß, wie die Vi­si­on ei­nes er­stark­ten Mar­ken­be­griffs der Phan­ta­stik mich be­wegt und an­treibt. Phan­ta­stik ist in­zwi­schen in so vie­len krea­ti­ven Pro­duk­ten, den­no­ch glän­zen nur die Fran­chises, der Kern­be­griff ist vie­ler­orts in der Wahr­neh­mung, der Kal­ku­la­ti­on, der Pla­nung ent­spre­chen­der Pro­duk­te noch größ­ten­teils ne­ga­tiv be­setzt.
Die »PHAN­TA­STI­KA« soll dem ent­ge­gen­ste­hen. Schwer­punkt­mä­ßig mit ge­schrie­be­ner Li­te­ra­tur, aber auch mit Hör­me­di­en, Film­me­di­en, Spie­len und Tech­nik. Phan­ta­stik hat die größ­ten Wis­sen­schaft­ler heu­te in­spi­riert, hat Ar­chi­tek­ten ein­st träu­men las­sen und die klüg­sten Köp­fe be­schäf­tigt. Aber sie soll na­tür­li­ch auch Spaß ma­chen.
Und da un­ser Mot­to seit je­her »Hey, wir ha­ben Spaß!« ist, hat die Pla­nung zwar ge­dau­ert, aber An­fang Sep­tem­ber des kom­men­den Jah­res ist es so­weit.
So­wohl für die Spa­ce­days, den Bu-, Co­lo­nia- und Dort.Con etc., aber auch für die gan­zen Co­mic- und Me­di­a­Con­ven­ti­ons soll die PHAN­TA­STI­KA kei­ne Kon­kur­renz sein. Wir ha­ben ein ganz an­de­res Kon­zept im Sinn, das wir in den kom­men­den Ta­gen auf den ent­spre­chen­den Face­book-Sei­ten ent­spre­chend vor­stel­len wer­den.
Je­der, der mich kennt, weiß, wie sehr ich krea­ti­ve, hilfs­be­rei­te und ho­mo­ge­ne Fan­grup­pen ver­eh­re. Ich hof­fe sehr, dass wir mit die­sem Ter­min nie­man­den Kon­kur­renz ma­chen (wir ha­ben sehr ge­n­au ge­sucht) und Ihr alle uns bei dem dicken Brocken, den wir uns vor­ge­nom­men ha­ben, wohl­ge­son­nen sein wer­det.

Wenn wei­te­re De­tails be­kannt wer­den, be­rich­te ich na­tür­li­ch dar­über. Man darf ge­spannt sein, wie das Kon­zept für die Ver­an­stal­tung aus­sieht. Es wur­de be­reits ruch­bar, dass die Ver­lei­hung des Deut­schen Phan­ta­stik-Prei­ses im näch­sten Jahr nicht auf dem Bu­Con, son­dern auf der Phan­ta­sti­ka statt­fin­den soll.

Logo Phan­ta­sti­ka von Anja Riehl

Gewinner des Deutschen Phantastik-Preises 2016

Gewinner des Deutschen Phantastik-Preises 2016

Cover SteampanoptikumAm ver­gan­ge­nen Sams­tag wur­de wie in je­dem Jahr im Rah­men des Buch­mes­se Con­vent der Deut­sche Phan­ta­stik-Preis ver­lie­hen. Be­son­ders ge­freut hat mich da­bei der er­ste Platz für das be­ste Se­kun­där­werk an Cla­ra Lina Wirz und Alex Jahn­ke für DAS GROSSE STEAM­PAN­OP­TI­KUM (er­schie­nen bei der Edi­ti­on Ro­ter Dra­che), denn da sind auch zwei von mir ge­stal­te­te Dop­pel­sei­ten drin. :) Und er­neut wur­den zwei Wer­ke aus dem be­reich Steam­punk aus­ge­zeich­net, denn auch Die dun­kel­bun­ten Far­ben des Steam­punk aus dem Art Skript Phan­ta­stik-Ver­lag hat ei­nen Preis er­hal­ten, näm­li­ch den für die be­ste Ori­gi­nal-An­tho­lo­gie. Da­mit bleibt das Gen­re Steam­punk beim DPP wei­ter stark ver­tre­ten, und das, ob­wohl die Pu­bli­kums­ver­la­ge es nicht mal mehr mit der Kneif­zan­ge an­fas­sen.

Gra­tu­la­ti­on auch an Jür­gen Egl­seer, aus des­sen Ver­lag Am­rûn zwei wei­te­re Preis­trä­ger stam­men.

Nach­fol­gend alle Ge­win­ner des DPP 2016:

Be­ster deutsch­spra­chi­ger Ro­man:

Su­san­ne Pavlo­vic: Feu­er­jä­ger 1 – Die Rück­kehr der Krie­ge­rin (Am­rûn)

Be­stes deutsch­spra­chi­ges Ro­man­de­büt:

Faye Hell: Kei­ne Men­schen­see­le (Am­rûn)

Be­ster in­ter­na­tio­na­ler Ro­man:

Ter­ry Prat­chett: Die Kro­ne des Schä­fers (Man­hat­tan)

Be­ste deutsch­spra­chi­ge Kurz­ge­schich­te:

Oli­ver Plasch­ka: »Das öde Land« (aus: Das öde Land [Low])

Be­ste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung:

Die dun­kel­bun­ten Far­ben des Steam­punk (Art Skript Phan­ta­stik)

Be­ste Se­rie:

Ni­cole Böhm: Die Chro­ni­ken der See­len­wäch­ter (Green­light Press)

Be­ster Gra­fi­ker:

Alex­an­der Ko­pains­ki

Be­stes Se­kun­där­werk:

Alex Jahn­ke & Cla­ra Lina Wirz: Das gro­ße Steam­pan­op­ti­kum (Edi­ti­on Ro­ter Dra­che)

Buchmesse Leipzig: Erster Verlag zieht Konsequenzen

Buchmesse Leipzig: Erster Verlag zieht Konsequenzen

Buchmesse Euro

Nach den Que­r­elen um die Phan­ta­stik-Lesein­sel auf der Buch­mes­se Leip­zig zieht der er­ste Ver­lag jetzt Kon­se­quen­zen. Wie Ver­le­ge­rin Grit Rich­ter auf der Web­sei­te von Art Skript Phan­ta­stik schreibt, hat sie sich schwe­ren Her­zens ent­schlos­sen, der Mes­se im Jahr 2017 fern zu blei­ben, und recht­zei­tig die Not­brem­se zu zie­hen, be­vor die Ko­sten astro­no­mi­sch wer­den.

Das hängt eher se­kun­där mit Werk­zeugs zu­sam­men, da die Hal­le zwei deut­li­ch um­struk­tu­riert wer­den soll, wie ich schon in mei­nem an­de­ren Ar­ti­kel heu­te er­läu­ter­te, fal­len Stand­ty­pen weg und die Stän­de sol­len auch an­ders auf­ge­baut wer­den, wo­durch es zu Platz­man­gel kom­men wird. Zu dem neu­en Stand­kon­zept äu­ßer­te sich auch schon Jür­gen Egl­seer vom Am­rûn-Ver­lag mir ge­gen­über kri­ti­sch. Grit Rich­ter stellt zu­dem her­aus, dass es be­reits in der Ver­gan­gen­heit di­ver­se Pro­ble­me mit der Mes­se Leip­zig gab, und das für sie jetzt nur der Trop­fen ist, der das Fass zum Über­lau­fen brach­te.

Man muss ein­fach ganz klar se­hen, dass die Ko­sten für so ei­nen Prä­senz auf der Mes­se er­heb­li­ch sind, denn zu den Stand­ge­büh­ren kom­men ja auch noch An­rei­se, Über­nach­tung und Ver­pfle­gung. Wenn ein Ver­an­stal­ter sich so ein­deu­tig auf gro­ße An­bie­ter ein­rich­tet und kei­ne pas­sen­den Kon­di­tio­nen für Klein- und Kleinst­ver­la­ge an­bie­tet, son­dern statt­des­sen auch noch von »Gleich­be­hand­lung ge­gen­über an­de­ren Part­nern« schwa­dro­niert, dann be­leuch­tet das mei­ner Mei­nung nach deut­li­ch, wie egal die klei­nen An­bie­ter dem Mes­se­ver­an­stal­ter sind. Denn wäre es an­ders, könn­ten si­cher Wege ge­fun­den wer­den, wie man eine kul­tu­rel­le Viel­falt mit auch klei­nen Ver­la­gen oder so­gar Self­pu­blis­hern her­stellt. Das­sel­be gilt üb­ri­gens in ganz ähn­li­cher Form auch für die Buch­mes­se Frank­furt. Aber dass dort die Gro­ßen lie­ber un­ter sich blei­ben möch­ten, und das durch völ­lig über­zo­ge­ne Stand­prei­se ga­ran­tie­ren, sind eben­falls News von vor­ge­stern. Dort blei­ben ja in­zwi­schen so­gar re­nom­mier­te Pu­bli­kums­ver­la­ge fern, weil es sich nicht rech­net.

Ob wei­te­re Phan­ta­stik-An­bie­ter mit Ab­sa­gen fol­gen wer­den bleibt ab­zu­war­ten. An­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Mes­se zum Zeit­punkt der Werk­Zeugs-Ab­sa­ge of­fen­bar be­reits ein kom­plett neu­es Kon­zept in­klu­si­ve ge­än­der­ter Stan­dan­ord­nung ste­hen hat­te, er­scheint mir die gan­ze Ge­schich­te ziem­li­ch ab­ge­kar­tet und ich ver­mu­te nach wie vor, dass Werk­Zeugs aus­ge­boo­tet wer­den soll­te, eben zu Gun­sten des Dienst­lei­sters LSL.

[Up­date 16:52 Uhr:] Wie ich so­eben er­fah­re, ist auch der Ver­lag oh­ne­oh­ren raus.

[Up­date 16.09.2016, 11:00 Uhr:] Uschi Ziet­sch und ihr Fa­by­lon-Ver­lag wa­ren schon 2016 nicht mehr auf der Buch­mes­se Leip­zig, auch sie äu­ßert sich in ih­rem Blog kri­ti­sch:

Und dann, weil Werk­Zeugs öf­fent­li­ch / auf FB mit­teilt, 2017 nicht mehr da­bei zu sein, tritt Oli­ver Zil­le be­lei­digt im Bör­sen­blatt kräf­tig nach, mit Be­haup­tun­gen, die nicht nur so nicht stim­men kön­nen – wir ken­nen Werk­Zeugs seit vie­len Jah­ren und wis­sen, wie kom­mu­ni­ka­tiv und ko­ope­ra­tiv sie sind -, son­dern man stellt sich auch noch der­art selbst­herr­li­ch dar, dass man schon fra­gen muss, wo­hin will Herr Zil­le denn?

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