Bandit bespricht SPIDER-MAN: NO WAY HOME

Bandit bespricht SPIDER-MAN: NO WAY HOME

SPIDER-MAN: NO WAY HOME – Bun­des­start 15.12.2021

So hat uns SPIDER-MAN: FAR FROM HOME zurück­ge­las­sen: Der Sen­sa­ti­ons­re­por­ter J. Jonah Jame­son hat mit einem Video der Welt offen­bart, dass Peter Par­ker Spi­der-Man ist. Genau hier setzt NO WAY HOME an, denn der nie­der­träch­ti­ge Jame­son lässt Peter als den Mör­der des angeb­li­chen guten Mys­te­rio erschei­nen. Mit sei­ner Iden­ti­tät ent­hüllt und als Mör­der beschimpft, wird Spi­der-Mans Tun und Par­kers Pri­vat­le­ben zuneh­mend kom­pli­zier­ter, bis­wei­len uner­träg­lich. Sein gan­zes sozia­les Umfeld beginnt unter den fal­schen Anschul­di­gun­gen zu lei­den, was die freund­li­che Spin­ne aus der Nach­bar­schaft zum Äußers­ten treibt. Der Mys­ti­ker Doc­tor Stran­ge soll die Rea­li­tät so ver­än­dern, dass nie­mand mehr die Iden­ti­tät von Spi­der-Man kennt. Und weil Peter Par­ker eben noch immer nicht der gefes­tig­te, klu­ge und beson­ne­ne Super­held ist, bringt der sprung­haf­te Uni­ver­si­täts­an­wär­ter den Zau­ber von Stran­ge mäch­tig durcheinander.

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Amazing! SPIDER-MAN: NO WAY HOME

Amazing! SPIDER-MAN: NO WAY HOME

SPIDER-MAN: NO WAY HOME – Deutsch­land­start 16.12.201

»Mein Spin­nen­sinn reagiert nicht auf Brot«

Ich weiß nicht, ob es irgend­wo im Mul­ti­ver­sum eine par­al­le­le Rea­li­tät gibt, in der das Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se nicht erfolg­reich ist. Ich weiß auch nicht, ob es eine Rea­li­tät gibt, in der SPIDER-MAN: NO WAY HOME ein Flop gewor­den ist. In unse­rem klei­nen, beschau­li­chen Teil des Mul­ti­ver­sums ist jeden­falls das Gegen­teil der Fall, das kann man bereits jetzt ein­deu­tig feststellen.

Ver­mut­lich wer­den den­noch die Nörg­ler erneut zu ver­neh­men sein, die immer wie­der Mal laut­stark die Ansicht ver­tre­ten, das mit den Super­hel­den wäre jetzt aber wirk­lich mal über und müs­se nun end­lich und end­gül­tig ein Ende finden.

Offen­sicht­lich ken­nen die Mar­vel schlecht. Denn die kön­nen das­sel­be Kon­zept, das seit Jahr­zehn­ten in den Comics funk­tio­niert, näm­lich ins­be­son­de­re im Ver­gleich zur Kon­kur­renz äußerst drei­di­men­sio­na­le Super­hel­den immer wie­der mal neu erfin­den, um das The­ma inter­es­sant zu hal­ten, ganz offen­sicht­lich auf das Medi­um Kino – oder bes­ser: Bewegt­bild – über­tra­gen. Und sie haben eine schier unüber­seh­ba­re Men­ge an Stoff auf den sie ein­fach nur zurück­grei­fen und ihn neu oder halb­neu adap­tie­ren müssen.

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Bandit bespricht: GHOSTBUSTERS: LEGACY

Bandit bespricht: GHOSTBUSTERS: LEGACY

GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE – Bun­des­start 18.11.2021

Die Zuschau­er ver­las­sen am Ende des Films den Saal. Sie sind nicht ganz so dumm, war­ten die ers­ten Titel mit den Namens­nen­nun­gen noch ab, denn danach kommt nicht sehr über­ra­schend eine über­ra­schen­de Sze­ne. Man kennt das mitt­ler­wei­le, der Oha-Moment, der nichts bedeu­ten muss, aber die Nerds zu unheim­lich viel Spe­ku­la­ti­on antreibt. Danach strö­men die Zuschau­er zum Aus­gang und Haupt­dar­stel­le­rin Mcken­na Grace singt ihren selbst­ge­schrie­be­nen Song »Haun­ted House« in Dol­by Atmos. Ein breit­schult­ri­ger Mann, der schon vor dem Film durch laut­star­ke Bemer­kun­gen als Film-Buff auf­ge­fal­len war, infor­miert über den Film­ton hin­weg sei­ne eben­so männ­li­che Beglei­tung beim Hin­aus­ge­hen, dass die Macher da ja alles rich­tig gemacht hät­ten. Sein Ton ist dabei extrem gön­ner­haft, dass man ver­sucht ist eben­so gön­ner­haft hin­ter­her­zu­ru­fen, er wür­de gera­de gar nichts rich­tig machen. Denn sechs Minu­ten spä­ter ist der gut besuch­te gro­ße Saal fast leer und gera­de ein­mal vier Zuschau­er ver­fol­gen nach dem Abspann eine sehr aus­ge­dehn­te und durch­aus prä­gnan­te Szene.

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GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE

GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE

… oder auch: GHOSTBUSTERS: LEGACY – Deutsch­land­start am 18.11.2021

Was hät­te alles schief gehen kön­nen … GHOSTBUSTERS (1984) ist eine Film-Iko­ne aus den 1980ern und älte­re Semes­ter kön­nen heu­te noch die zahl­lo­sen zeit­lo­sen Zita­te run­ter­ras­seln, weil wir den Strei­fen gefühlt Mil­lio­nen mal gese­hen haben. Dan Aykroyd woll­te schon lan­ge eine Fort­set­zung machen, aber irgend­wie ist es nie dazu gekom­men, unter ande­rem auch, weil Bill Mur­ray sich immer geziert hat – und weil in Tin­sel­town nie­mand Geld locker machen wollte.

Und dann war da GHOSTBUSTERS aus dem Jahr 2016, der mir im Prin­zip auch ganz gut gefal­len hat, der aller­dings eine Neu­erfin­dung war und kei­ne Fort­er­zäh­lung. Zudem hat­te Regis­seur Paul Feig zwar grund­sätz­lich ver­stan­den, was GHOSTBUSTERS sind, aber am Ende nicht die eigent­li­che Essenz, das Herz, des Gan­zen. Man sor­tier­te ihn allen­falls unter »ganz nett« ein, aber es war nicht der gro­ße Wurf, den die Fans sich eigent­lich gewünscht hat­ten. Und vor allem tauch­ten die alten Hau­de­gen nur in Came­os auf, nicht in ihren dama­li­gen Rollen.

Ver­mut­lich muss­te mit Jason Reit­man erst der Sohn des ursprüng­li­chen Regis­seurs antre­ten, um die­se Fort­set­zung 37 Jah­re nach dem ers­ten tat­säch­lich in die Kinos zu bekom­men, wenn auch auf­grund des Virus mit über einem Jahr Verspätung.

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Bandit bespricht: THE ADDAMS FAMILY 2

Bandit bespricht: THE ADDAMS FAMILY 2

THE ADDAMS FAMILY 2 – Bun­des­start 18.11.2021

Auch die zwei­te Auf­la­ge der Addams Fami­ly ver­dient dickes Lob und Aner­ken­nung für ihre Hoch­ach­tung gegen­über dem Zeich­ner Charles Addams. Die voll­ani­mier­te Wei­ter­füh­rung der gru­se­li­gen Fami­lie könn­te im Stil nicht bes­ser umge­setzt sein. Hin­zu kommt aller­dings eine zeit­ge­mä­ße Erwei­te­rung zur Far­be. Doch wenigs­tens ori­en­tiert sich die Farb­ge­bung an den unbe­streit­bar legen­dä­ren Kino­vor­bil­dern von 1991 und ’93. Aus­se­hen und ana­to­mi­sche For­men der Figu­ren sind exzel­lent. Das hät­te Charles Addams zufrie­den gestellt.

Aber womit Schöp­fer Charles Addams sicher­lich sei­ne Schwie­rig­kei­ten gehabt hät­te, ist das sinn­freie Weich­spü­len sei­ner schwarz­hu­mo­ri­gen Gro­tes­ken. Schlim­mer noch, vier Dreh­buch­au­toren und zwei Regis­seu­re ver­su­chen es mit einer Geschich­te, die voll­kom­men im Gegen­satz zum Grund­ge­dan­ken und Kon­zept der Addams Fami­ly steht. Die Spal­tung eines unbe­irr­ba­ren Familiengefüges.

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Bandit bespricht: Tom Hanks ist FINCH

Bandit bespricht: Tom Hanks ist FINCH

FINCH –  seit 05.11.2021 auf APPLE TV+

Es gibt gewis­se Din­ge in Fil­men, die immer funk­tio­nie­ren. Die Apple-Pro­duk­ti­on FINCH hat gleich drei die­ser Ele­men­te, von denen eigent­lich schon eines genügt, um Erfolg zu gene­rie­ren. Tom Hanks, Robo­ter und einen Hund. Was kann da schon schief gehen? Es könn­te schief gehen, dass die Macher Gefahr lau­fen, sich auf der siche­ren Sei­te aus­zu­ru­hen. Was als Grund­la­ge für die Geschich­te dient, hat man schon zuhauf gese­hen und erlebt. Eine Son­nen­erup­ti­on hat die Ozon­schicht zer­stört und mit 70 Grad Cel­si­us ist die Erde weit­ge­hend unbe­wohn­bar gewor­den. Ohne Schutz­an­zug ver­brennt die Haut wegen unge­fil­ter­ter Ultra­vio­lett­strah­lung. Die ganz weni­gen Über­le­ben­den kön­nen sich nur im Schat­ten auf­hal­ten, oder kom­men nur Nachts aus ihren Ver­ste­cken. Finch Wein­berg ist Robo­tik-Inge­nieur und mit viel Glück konn­te er sich nach der Kata­stro­phe in sei­ner ehe­ma­li­gen Fir­ma ein­nis­ten. Mit Hund Goo­dye­ar als ein­zig treu­em Gefähr­ten ver­folgt Finch den Plan, der Apo­ka­lyp­se eins auszuwischen.

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Bandit bespricht: Marvels ETERNALS

Bandit bespricht: Marvels ETERNALS

ETERNALS – Bun­des­start 04.11.2021

Der Spruch »immer der glei­che Ser­mon« ist nicht unbe­dingt posi­tiv gemeint. Da sind die Fil­me aus dem Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se eine wohl­wol­len­de Aus­nah­me, wo bei jedem neu­en Film nach Art einer Pre­digt stets sich glei­chen­de Sät­ze fal­len. Zum Bei­spiel: Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie es den Machern gelingt, in der Fül­le von bereits erzähl­ten Super­hel­den-Geschich­ten neue Ansät­ze zu fin­den. Und Chloé Zha­os ETERNALS ist da kei­ne Aus­nah­me. Wobei Zhao immer wie­der abwehrt, dass dies nicht »ihr« Film sei, weil die Geschich­te schon lan­ge fest­ge­legt war, bevor sie als Regis­seu­rin enga­giert wur­de. Wem also die Beant­wor­tung der wich­tigs­ten aller Fra­ge zuzu­schrei­ben ist, bleibt dem­nach unklar. Aber wir wis­sen nun: im Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se exis­tie­ren DC-Comics.

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Charles Stross – THE FAMILY TRADE

Charles Stross – THE FAMILY TRADE

Gehört hat­te ich immer wie­der mal dar­über: Char­lie Stross´ (Web­sei­te) Buch­se­rie um par­al­le­le Rea­li­tä­ten mit dem Über­ti­tel THE MERCHANT PRINCES. Dann las ich zum ers­ten neu­lich ein Inter­view mit Stross, in dem er sag­te: er woll­te eine Sto­ry schrei­ben, die als Fan­ta­sy anfängt und als Sci­ence Fic­tion auf­hört – und mit der Rei­he habe er das getan. Ich hat­te aller­dings in der Ver­gan­gen­heit ver­sucht, sei­ne LAUNDRY FILES zu lesen, und war kra­chend geschei­tert, ich kam ein­fach nicht rein, des­we­gen hat­te ich auch ande­ren Stross-Wer­ken die Fin­ger gelas­sen. Doch neu­lich auf einem Tref­fen mit eben­falls nerdi­gen Freun­den wur­de mir die Serie noch­mal sehr ans Herz gelegt. Und da das nächs­te eBook dank Inter­net und Ama­zon nur einen Klick ent­fernt ist, ließ ich mir THE FAMILY TRADE auf den eRea­der schieben.

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Literaturbattle: Horror vs. Fantasy in Remscheid

Literaturbattle: Horror vs. Fantasy in Remscheid

Im Rah­men der Akti­ons­wo­chen »Kunst & Kul­tur in Rem­scheid« vom 29. Okto­ber bis zum 14. Novem­ber 2021, fand ges­tern im Event­lo­kal Löf ein epi­sches Batt­le zwi­schen den Lite­ra­tur­aus­prä­gun­gen Hor­ror und Fan­ta­sy statt.

Die Kom­bat­tan­ten waren auf Sei­ten des Hor­ror der Rem­schei­der Autor Hagen Thie­le und für die Fan­ta­sy Eric F. Bone aus Solin­gen, also qua­si ein »ber­gi­sches Heimspiel«.

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Marvels ETERNALS

Marvels ETERNALS

ETERNALS – Deutsch­land­start 04.11.2021

Wenn ein Film schon mit Pink Floyds TIME anfängt …

Ob man sich bei Mar­vel wohl hät­te träu­men las­sen, wohin das Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se füh­ren wür­de? Ich den­ke: ja. Und ich den­ke auch, dass man sich mit der Visi­on an Dis­ney gewandt hat­te, um die Sicher­heit zu haben, das Mam­mut­werk auch tat­säch­lich umset­zen zu kön­nen und die hohen Mäch­te dort die Grö­ße die­ser Visi­on erkannt hat­ten (und selbst­ver­ständ­lich auch, dass man damit vor­aus­sicht­lich gera­de­zu unan­stän­di­ge Men­gen an Geld gene­rie­ren kann).

Der ers­te gro­ße Bogen war nach über einem Jahr­zehnt mit AVENGERS: ENDGAME abge­schlos­sen. Abzu­se­hen ist, dass damit aller­dings nicht nur kein Ende erreicht wur­de, son­dern dass es so fort­ge­führt wer­den soll – und das inzwi­schen nicht nur im Kino, son­dern mit eben­falls rasend erfolg­rei­chen Seri­en auf dem Strea­ming­ka­nal Dis­ney+. Man fragt sich unwill­kür­lich, ob es denn ewig so wei­ter gehen kann, oder ob irgend­wann eine Abnut­zungs­er­schei­nung statt­fin­den wird.

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Bandit bespricht: VENOM – LET THERE BE CARNAGE

Bandit bespricht: VENOM – LET THERE BE CARNAGE

Bun­des­start 21.10.2021

Mit appe­tit­an­re­gen­den Halb-Spoilern.

Dass VENOM von 2018 sei­ne, gelin­de gesagt, insze­na­to­ri­schen Schwä­chen hat­te, kön­nen auch Fans nicht schön­re­den. Aber VENOM war in ers­ter Linie eine Tom Har­dy-Show. Der Mann, der immer nur ein­ste­cken muss, weil es eine eigen­ar­ti­ge Com­mu­ni­ty von irgend­wel­chen Hard­li­nern so will. Sein Max Rockat­an­sky wäre nie­mals ein Ersatz für Mel Gib­son. Bane wür­de unter sei­ner Mas­ke nur Grunz­lau­te her­vor­brin­gen. In DUNKIRK wür­de er nur in einem Flug­zeug her­um­sit­zen. Selbst­re­dend alles Unsinn. Und geflis­sent­lich über­se­hen die­se Men­schen jene Fil­me, die Tom Har­dy gemacht hat, um über­haupt dort­hin zu kom­men für die Rol­le in MAD MAX qua­li­fi­ziert zu sein. Tom Har­dy hat eine kör­per­li­che Inten­si­tät, die den meis­ten Dar­stel­lern, vor allem im Main­stream, schmerz­lich abgeht. Und genau das macht VENOM stark und unter­halt­sam. Und genau das macht VENOM: LET THERE BE CARNAGE unumgänglich.

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Bandits Editorial: DUNE

Bandits Editorial: DUNE

Bun­des­start 15.09.2021

Es dau­ert zir­ka drei Minu­ten. Nach einer kur­zen Ein­füh­rung über die His­to­rie des Wüs­ten­pla­ne­ten Arra­kis erscheint der Schrift­zug DUNE. Mit dem Zusatz »Part One«. Denis Ville­neu­ves schon im Vor­feld als Meis­ter­werk geprie­se­ne Adap­ti­on ent­puppt sich als zwei­ein­halb­stün­di­ge Mogel­pa­ckung. Hät­te man es wis­sen kön­nen? Selbst­ver­ständ­lich. Hät­te man es wis­sen müs­sen? Auf kei­nen Fall. Dem durch­schnitt­li­chen Ticket-Preis nach gerech­net, haben an den zwei Start­ta­gen welt­weit unge­fähr 840.000 Zuschau­er DUNE gese­hen. Die Fra­ge sei gestat­tet, wie vie­le die­ser Men­schen Nach­rich­ten aus dem Film­ge­schäft ver­fol­gen, regel­mä­ßig das Feuil­le­ton lesen, oder sich inten­siv mit einem zum Besuch anste­hen­den Film aus­ein­an­der­set­zen. Es geht hier nicht dar­um, mit wel­chen Emp­fin­dun­gen das Kino am Ende ver­las­sen wird, son­dern das Gefühl, wel­ches einen beschleicht, wenn der Film beginnt.

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