… and the Oscars went to: PARASITE

… and the Oscars went to: PARASITE

Das ist dann schon eine Über­ra­schung und auch ein klein wenig eine Sen­sa­ti­on. Bei der Ver­lei­hung der Aca­de­my Awards, auch als Oscars bekannt, in der ver­gan­ge­nen Nacht im Dol­by Theat­re in Los Ange­les war der süd­ko­rea­ni­sche Film PARASITE der gro­ße Gewin­ner. Der sahn­te in den Kate­go­rien bes­ter Film, bes­te Regie, bes­tes Ori­gi­nal­dreh­buch und bes­ter inter­na­tio­na­ler Film ab. Damit ist er die erst nicht-eng­lisch­spra­chi­ge Pro­duk­ti­on, die in der Kate­go­rie bes­ter Film die Aus­zeich­nung ver­lie­hen bekam. Und das ist fürs kon­ser­va­ti­ve Hol­ly­wood dann eben doch eben ziem­lich unge­wöhn­lich. Wie erwar­tet kam das gül­de­ne Männ­chen für Joa­quin Phoe­nix als bes­ter Haupt­dar­stel­ler für sei­ne Dar­stel­lung der Titel­fi­gur in JOKER, der Preis für die bes­te Haupt­dar­stel­le­rin ging an Renee Zell­we­ger für JUDY, das Bio­pic über Judy Garland.

Joker hat­te mit elf Nomi­nie­run­gen die Favo­ri­ten ange­führt, dahin­ter kamen mit jeweils zehn Nomi­nie­run­gen Sam Men­des´ 1917 und Mar­tin Scor­se­ses THE IRISHMAN (offen­sicht­lich hat­te man gro­ße Pro­ble­me damit, einer Pro­duk­ti­on für einen Strea­ming­dienst die Aus­zeich­nung zu ver­lei­hen). 1917 ging aller­dings als gro­ßer Ver­lie­rer des Abends aus, die übli­chen Pro­phe­zei­hun­gen auf­grund der BAF­TAs erwie­sen sich in die­sem Jahr als grund­falsch, auch wenn er drei Prei­se in tech­ni­schen Kate­go­rien erhielt, dar­un­ter aller­dings auch der für die bes­te Kamera.

Die fol­gen­de Lis­te der Gewin­ner und Nomi­nier­ten stammt aus der Wiki­pe­dia (und Wor­d­press beherrscht kei­ne korea­ni­schen Schrift­zei­chen, des­we­gen die Fragezeichen).

Bester Film

Para­si­te (??? / Gisa­eng­chung) – Pro­duk­ti­on: Kwak Sin-ae und Bong Joon-ho

Beste Regie

Bong Joon-ho – Para­si­te (??? / Gisaengchung)

Bester Hauptdarsteller

Joa­quin Phoe­nix – Joker

Beste Hauptdarstellerin

Renée Zell­we­ger – Judy

Bester Nebendarsteller

Brad Pitt – Once Upon a Time in Hollywood

Beste Nebendarstellerin

Lau­ra Dern – Mar­ria­ge Story

Bestes adaptiertes Drehbuch

Taika Wai­ti­ti – Jojo Rab­bit

Bestes Originaldrehbuch

Bong Joon-ho und Han Jin-won – Para­si­te (??? / Gisaengchung)

Beste Kamera

Roger Dea­kins – 1917

Bestes Szenenbild

Bar­ba­ra Ling und Nan­cy Hai­gh – Once Upon a Time in Hollywood

Bestes Kostümdesign

Jac­que­line Durran – Litt­le Women

Beste Filmmusik

Hil­dur Guð­na­dót­tir – Joker

Bester Filmsong

(I’m Gon­na) Love Me Again“ aus Rocket­man – Musik: Elton John, Text: Ber­nie Taupin

Bestes Make-up und beste Frisuren

Vivi­an BakerKazu Hiro und Anne Mor­gan – Bombs­hell – Das Ende des Schwei­gens (Bombs­hell)

Bester Schnitt

Andrew Buck­land und Micha­el McCus­ker – Le Mans 66 – Gegen jede Chan­ce (Ford v Ferrari)

Bester Ton

Mark Tay­lor und Stuart Wil­son – 1917

Bester Tonschnitt

Donald Syl­ves­ter – Le Mans 66 – Gegen jede Chan­ce (Ford v Ferrari)

Beste visuelle Effekte

Guil­laume Roche­ronGreg But­ler und Domi­nic Tuo­hy – 1917

Bester Animationsfilm

A Toy Sto­ry: Alles hört auf kein Kom­man­do (Toy Sto­ry 4) – Josh Coo­leyMark Niel­sen und Jonas Rive­ra

Bester animierter Kurzfilm

Hair Love – Mat­thew A. Cher­ry und Karen Rupert Toliver

Bester Kurzfilm

The Neigh­bors’ Win­dow – Mar­shall Curry

Bester Dokumentarfilm

Ame­ri­can Fac­to­ry – Ste­ven BognarJulia Rei­chert und Jeff Rei­chert

Bester Dokumentar-Kurzfilm

Lear­ning to Skate­board in a War­zo­ne (If You’re a Girl) – Carol Dys­in­ger und Ele­na Andreicheva

Bester internationaler Film

Para­si­te (??? / Gisa­eng­chung), Süd­ko­rea – Regie: Bong Joon-ho

Ehrenoscars

Die wur­den bereits am 27. Okto­ber 2019 im Rah­men der elf­ten Gover­nor-Awards verliehen:

Des Wei­te­ren wur­de Geena Davis mit dem Jean Her­s­holt Huma­ni­ta­ri­an Award ausgezeichnet.

Trailer: JOKER

Trailer: JOKER

Was man schon ver­mu­tet hat beweist der ers­te Tea­ser-Trai­ler zum JOKER-Film: Der ist völ­lig anders als man sich Super­hel­den- oder Super­schur­ken-Fil­me all­ge­mein so vor­stellt. Denn der Vor­gu­cker ist tat­säch­lich ziem­lich ver­stö­rend, also der Titel­fi­gur durch­aus ange­mes­sen, und es sieht so aus, als kön­ne Joa­quin Phoe­nix dem Joker ali­as Arthur Fleck tat­säch­lich neue Facet­ten hinzufügen.

Regie führt Todd Phil­lips (HANGOVER), der schrieb auch zusam­men mit Scott Sil­ver das Dreh­buch. In wei­te­ren Rol­len sind zu sehen: Zazie BeetzRobert De NiroBri­an Tyree Hen­ryBryan Cal­len und Fran­ces Con­roy.

Deut­scher Kino­start ist am 17. Okto­ber 2019 – und damit zwei Wochen nach dem US-Start, falls er nicht noch vor­ver­legt wer­den wird.

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Joaquin Phoenix ist der Joker

Joaquin Phoenix ist der Joker

Wie schon bekannt, will War­ner einen Ori­gin-Film um Bat­mans Erz­wi­der­sa­cher Joker machen. Bis­her war man davon aus­ge­gan­gen – und es war auch unter der Hand kol­por­tiert wor­den – dass Jared Leto wie in SUICIDE SQUAD die Rol­le erneut über­neh­men soll­te. Doch dem ist nicht so.

War­ner hat jeder offi­zi­ell bekannt gege­ben, dass Joa­quin Phoe­nix den Joker im Kino­film spie­len wird. Regie wird Todd Phil­lips (HANGOVER) füh­ren, der ver­fass­te auch zusam­men mit Scott Sil­ver (8 MILE) das Dreh­buch. Die Dreh­ar­bei­ten sol­len noch in die­sem Jahr beginnen.

Angeb­lich sol­len die Pro­duk­ti­ons­kos­ten für einen Film aus dem Super­hel­den-Gen­re mit ca. 50 bis 60 Mil­lio­nen Dol­lar äußerst gering aus­fal­len. Offen ist noch, ob War­ner und DC sich end­lich mal trau­en, einen Film mit einem R‑Rating zu produzieren.

Ich fin­de ins­be­son­de­re den Hin­weis auf die nied­ri­gen Pro­duk­ti­ons­kos­ten äußerst span­nend, denn das könn­te dazu füh­ren, dass wir nicht den x‑ten visu­el­len Over­kill bekom­men, son­dern einen Film der sich auf Hand­lung und Cha­rak­te­re konzentriert.

Bild Joa­quin Phoe­nix von Dia­na Rin­go, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA