Bandit bespricht: SPACE JAM 2 – A NEW LEGACY

Bandit bespricht: SPACE JAM 2 – A NEW LEGACY

SPACE JAM 2 – A NEW LEGACY – Bun­des­start 15.07.2021

Manch­mal ergibt sich die nicht ganz vor­teil­haf­te Not­wen­dig­keit, Ver­glei­che zwi­schen Ori­gi­nal und Nach­fol­ger anzu­stel­len. Micha­el Jor­dan hat­te sei­ne Kar­rie­re bei den Chi­ca­go Bulls 1994 für been­det erklärt. Der Erfolg von ROGER RABBIT lag eini­ge Jah­re zurück, die Idee für einen ähn­li­chen Ani­ma­ti­on- und Live-Hybri­den geis­ter­te wei­ter­hin durch die Film­welt. Und so tra­fen sich zwei Kom­po­nen­ten, die schon für sich genug Bewun­de­rer hat­ten und wenig an beson­de­ren Zuta­ten benö­tig­ten. Die Gesel­len mit und um Bugs Bun­ny sowie die leben­de Bas­ket­ball-Legen­de Jor­dan sind urame­ri­ka­ni­sche Insti­tu­tio­nen, so wie die Sport­art und die Car­toons von War­ner für sich. Das erfor­der­te kein High-Con­cept, son­dern das, was das Publi­kum von bei­den erwar­te­te. In sei­ner nai­ven Ehr­lich­keit wur­de SPACE JAM zum viel­leicht nicht erfolg­reichs­ten, aber mit Sicher­heit belieb­tes­ten Sport­film in Ame­ri­ka. Und die­ser Ruf ist noch heu­te genera­tio­nen­über­grei­fend. Sel­ten kön­nen sich erwach­se­ne Män­ner und klei­ne Kin­der bei einem fil­mi­schen Erleb­nis näher sein.

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Bandit bespricht: MONSTER HUNTER

Bandit bespricht: MONSTER HUNTER

MONSTER HUNTER – Bun­des­start 08.07.2021

Mil­la Jovo­vich und Tony Jaa im kör­per­li­chen Zwei­kampf könn­te man schon als iro­ni­sches Spek­ta­kel betrach­ten. Aber Paul Wil­liam Scott Ander­son, nicht Tho­mas, insze­niert das mit so einer ver­bis­se­nen Ernst­haf­tig­keit, dass kein Raum bleibt für humor­vol­le Ansät­ze. Und es bleibt kein Raum, die­se Sze­ne schön zu reden. Jovo­vich kann sich ledig­lich über Schnitt und nahe Ein­stel­lun­gen über die Sequenz ret­ten. Was die Fra­ge auf­wirft, wozu eine Kampf-Iko­ne wie Jaa über­haupt enga­giert wird? Zu die­sem Zeit­punkt hat Ander­son sei­nen Film längst in den zwei­ten Akt gebracht, und der erwar­tungs­vol­le Zuschau­er hat ohne­hin längst ver­stan­den, dass es für die­se fil­mi­sche Mise­re kaum noch Hoff­nung geben wird.

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BLACK WIDOW – Du bist so eine Poserin!

BLACK WIDOW – Du bist so eine Poserin!

Deutsch­land­start 08.07.2021 im Kino und auf Disney+

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten. Aber nix Schlim­mes. Ehrlich.

Über ein Jahr­zehnt hat Mar­vel uns mit Spiel­fil­men aus dem Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se (Per­so­nen mit sprach­li­chen Platz­pro­ble­men nen­nen es das »MCU«) ver­sorgt und eine cine­as­ti­sche Groß­tat geschaf­fen: ein Hau­fen Fil­me um ver­schie­de­ne Cha­rak­te­re, die alle mit­ein­an­der ver­knüpft sind und am Ende in eine epi­sche Duo­lo­gie mün­den (Comic­fans sind weni­ger über­rascht, denn genau das tut Mar­vel in den Hef­ten seit Jahrzehnten).

Die meis­ten der männ­li­chen Hel­den beka­men einen Ori­gin-Film, nur die ein­zi­ge Frau, die von Anfang an Mit­glied der Aven­gers war, bekam den nicht. Und das war ein Versäumnis.

Mit BLACK WIDOW möch­te Mar­vel das nach­ho­len. Und das ist auch gelun­gen, man hat nur die gan­ze Zeit den Ein­druck: Es kommt viel zu spät – und ich mei­ne damit nicht die über ein­jäh­ri­ge Ver­zö­ge­rung durch die ver­damm­te Pandemie.

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Bandit bespricht: STOWAWAY

Bandit bespricht: STOWAWAY

STOWAWAY – Bun­des­start 24.06.2021 & Netflix

Für Zoe war es eigent­lich nur ein splee­ni­ger Gedan­ke, in ihrem Lebens­lauf eine Absa­ge für die Mars-Mis­si­on ste­hen zu haben. Doch sie wur­de ange­nom­men und erst jetzt erkennt sie, dass es etwas wirk­lich Bedeu­ten­des sein wird. Etwas, das ihrem Leben einen tie­fe­ren Sinn geben könnte.
Dies ist das Nar­ra­tiv von Sto­wa­way, dass jeder ent­ge­gen sei­nes eige­nen Lebens­ent­wurfs vom Leben her­aus­ge­for­dert wird. Und das gelingt den Autoren Joe Pen­na und Ryan Mor­ri­son anfäng­lich aus­ge­spro­chen gut und sehr ein­dring­lich. Das Welt­all ist eben kein Ort, der für Men­schen gemacht ist. Umso inten­si­ver gestal­ten sich hier mensch­li­che Dra­men. Autor Pen­na hat auch Regie geführt und insze­niert viel mehr ein Kam­mer­spiel anstel­le einer gro­ßen Space-Opera.

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Bandit bespricht: CHAOS WALKING

Bandit bespricht: CHAOS WALKING

Bun­des­start 17.06.2021

Der Lärm ist der unge­fil­ter­te Gedan­ken des Men­schen. Ohne Fil­ter ist der Mensch nur wan­deln­des Chaos.“

Unter »The Noi­se« ver­steht Autor Patrick Ness die hör- und sicht­ba­ren Gedan­ken sei­ner männ­li­chen Prot­ago­nis­ten auf dem Pla­ne­ten New World. Regis­seur Doug Liman zeigt dies dem Betrach­ter in Form einer wabernd bun­ten Wol­ke um den jewei­li­gen Cha­rak­ter. Je inten­si­ver der Gedan­ke, des­to lau­ter hört man ihn im Wort­laut und der Schlei­er leuch­tet stär­ker, das Objekt des Gedan­ken wird sicht­bar. Kei­ne ein­fa­che Sache, wenn plötz­lich eine Frau vor einem steht und das Blut in Wal­lung kommt. Denn eigent­lich gibt es kei­ne Frau­en mehr in der Sied­lung Pren­tis­town. Bei der Besie­de­lung gab es Krieg gegen die Urein­woh­ner und alle Frau­en wur­den getö­tet. Dass nun die Neu­en auf dem Pla­ne­ten die Urein­woh­ner Ali­ens nen­nen, ist ein der­art offen­sicht­li­cher Kom­men­tar, dass er ein­fach zu auf­dring­lich kommt. Aber das ist das gerings­te Pro­blem an CHAOS WALKING.

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Bandit bespricht: PALM SPRINGS

Bandit bespricht: PALM SPRINGS

Strea­ming bei AMAZON & SKY etc. – DVD / Blu-ray ab 9. Juli 2021

Nicht ein ein­zi­ger Film der sich mit Zeit­schlei­fen und sich unend­lich wie­der­ho­len­den Tagen befasst, kommt um den einen, den unver­meid­li­chen, Ver­gleich her­um: MURMELTIERTAG! Dabei war Punx­s­utaw­ney-Phil schon viel län­ger bekannt, das Ereig­nis gibt es schließ­lich schon seit 1887. Und 1993 war sicher­lich nicht das Jahr, wo das ers­te mal ein Film zu die­sem The­ma der beson­de­ren Zeit­rei­se ins Kino kam. Aber er kam, sah und sieg­te. Und das zu Recht. Und so zieht man, ähn­lich wie all­jähr­lich Mur­mel­tier Phil aus sei­nem Bau, jedes mal die Harold-Ramis-Komö­die her­an, wenn sich wie­der Fil­me­ma­cher an die­sem längst als »Mur­mel­tier­tag« eta­blier­ten Sub-Gen­re ver­ge­hen. Und was soll man über PALM SPRINGS sagen – er besteht.

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Bandit bespricht: DISNEY’S CRUELLA

Bandit bespricht: DISNEY’S CRUELLA

CRUELLA – Bun­des­start 28.05.2021 – oder DISNEY+ Star

Kann und wird Spu­ren von Spoi­lern enthalten.

Das Broad­way-Musi­cal WICKED hat­te als Ori­gin-Sto­ry einen unglaub­lich guten Ansatz gefun­den, der Geschich­te des Zau­be­rers von Oz eine ori­gi­nel­le Wen­dung zu geben. Todd Phil­lips und Scott Sil­ver woll­te für ihren JOKER kei­ne über­ra­schen­de Wen­dung, aber eine plau­si­ble psy­cho­lo­gi­sche Ver­or­tung. Das hat wun­der­bar funk­tio­niert, und in bei­den Fäl­len das Ursprungs­ma­te­ri­al sogar noch inten­si­viert. In der Lis­te des Ame­ri­can Film Insti­tu­te steht Schwes­ter Rat­ched aus KUCKUCKSNEST noch immer auf Rang fünf der meist gefürch­tets­ten und gehass­ten Film­schur­ken. In der Net­flix-Serie RATCHED hat Evan Roman­skys Blick zurück die­ser Repu­ta­ti­on nicht gescha­det. Aber es hat über­haupt nichts dazu bei­getra­gen, wie ich Mild­red Rat­ched aus dem KUCKUCKSNEST sehe oder ver­ste­he. Ich muss das auch nicht wis­sen. War­um und wie oder womit ein Böse­wicht so wur­de wie er oder sie ist. Nicht wenn die Figur so gut geschrie­ben und gespielt ist, dass allei­ne sei­ne Ver­derb­lich­keit den Cha­rak­ter recht­fer­tigt. Vader oder Micha­el Myers, nicht ihre ver­dreh­te Mensch­lich­keit bestimmt die Fas­zi­na­ti­on, son­dern ihr Wesen als Essenz des Bösen.

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Bandit bespricht: ARMY OF THE DEAD

Bandit bespricht: ARMY OF THE DEAD

Net­flix seit 21.05.2021

Die Iro­nie ist nicht von der Hand zu wei­sen: Zack Sny­der lehn­te 2004 das Ange­bot ab, ARMY OF THE DEAD als sein Spiel­film­de­but zu insze­nie­ren. Er über­nahm die Regie des Remakes von DAWN OF THE DEAD. In Hol­ly­wood sind Pro­jek­te gedul­dig. Und es hat den Anschein, dass es selbst von allen Sei­ten betrach­tet für ARMY OF THE DEAD nur von Vor­teil war. Nach eini­gen geschei­ter­ten Ver­su­chen nahm nach 15 Jah­ren end­lich Net­flix Geld in die Hand.
Was ist für einen Künst­ler ver­lo­cken­der, als die abso­lu­te Selbst­be­stim­mung bei einer Pro­duk­ti­on? Man darf Net­flix durch­aus vor­wer­fen, dass bei ihren Eigen­pro­duk­tio­nen die Quan­ti­tät weit vor der Qua­li­tät steht. Das ist ver­ständ­lich, das ist wirt­schaft­lich nach­voll­zieh­bar – und bei ARMY OF THE DEAD ist es schlicht­weg not­wen­dig gewesen.

Eine bunt gewür­fel­te Söld­ner­trup­pe wird ange­heu­ert, in Las Vegas 200 Mil­lio­nen Dol­lar aus einem Casi­no-Safe zu holen. Es gibt zwei Pro­ble­me: Eine rie­si­ge Hor­de von Unto­ten über­füllt das her­me­tisch abge­rie­gel­te Spie­ler­pa­ra­dies. Und die Regie­rung wird in nur weni­gen Stun­den die Stadt der leben­den Toten mit einem Nukle­ar­spreng­kopf auslöschen.

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Bandit bespricht: MORTAL KOMBAT

Bandit bespricht: MORTAL KOMBAT

MORTAL KOMBAT
Ama­zon Prime ab 13.05.2021 – ab 22.07.2021 auf DVD & Blu-ray

Neun töd­li­che Tur­nie­re haben die Mar­ti­al Arts-Kämp­fer der Außen­welt bereits gegen das mensch­li­che Erden­reich gewon­nen. Mit dem Sieg des zehn­ten Tur­niers, wür­de die irdi­sche Welt an das Reich der Außer­welt­li­chen fal­len. Um die­sem Sieg etwas nach­zu­hel­fen, lässt der Kai­ser von Out­world schon ein­mal im Vor­feld die Cham­pions des Erden­reichs eli­mi­nie­ren. Aber Lord Rai­den, als Beschüt­zer des irdi­schen Rei­ches, hat schon nah­kampf­erfah­re­nen Nach­wuchs in der Reser­ve. Und wie der spek­ta­ku­lä­re, gleich­zei­tig viel­ver­spre­chen­de, Pro­log zeigt, hat Regie­de­bü­tant Simon McQuo­id sei­ne Haus­auf­ga­ben gemacht, um von den Freun­den der gepfleg­ten Prü­ge­lei gute Noten zu bekommen.

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Bandit bespricht: THE MITCHELLS VS. THE MACHINES

Bandit bespricht: THE MITCHELLS VS. THE MACHINES

THE MITCHELLS VS. THE MACHINES – NETFLIX seit 29.04.2021

Eine dys­funk­tio­na­le Fami­lie soll die Mensch­heit vor der Robo­ter-Apo­ka­lyp­se ret­ten. Die Mit­chells sind alles ande­re als bereit dazu, aber ihnen bleibt auch kein Aus­weg. Wenn man Fil­men mit Super­hel­den also etwas ent­ge­gen set­zen will, dann muss dies durch ent­ge­gen­lau­fen­de Mecha­nis­men gesche­hen. Die funk­tio­na­le Logik der Chip-gesteu­er­ten Tyran­nen soll­te dem­nach durch Irra­tio­na­li­tät und Unver­mö­gen aus­ge­he­belt wer­den, um das Gen­re auf den Kopf zu stel­len. Ein klein wenig nach dem Prin­zip von Inspek­tor Clou­seau. Oder aus den Poli­zei­ak­ten von Frank Dre­bin. Aber anders als von Sony, Net­flix, sowie Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Micha­el Rian­da, und Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Jeff Rowe pro­pa­giert, sind die Mit­chells eine ganz nor­ma­le, ame­ri­ka­ni­sche Durchschnittsfamilie.

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Bandit bespricht: SHADOW IN THE CLOUD

Bandit bespricht: SHADOW IN THE CLOUD

SHADOW IN THE CLOUD – Ama­zon Prime / DVD-BluRay

Das mit dem Hören­sa­gen ist immer so ein Ding. Aber in der Film­in­dus­trie will man sich in der Hin­sicht seit gerau­mer Zeit auf nichts mehr ein­las­sen und so nahm man Max Lan­dis nach Miss­brauchs­vor­wür­fen das Dreh­buch zu SHADOW ganz schnell weg. So geschah es auch mit sei­nem Pro­du­zen­ten-Sta­tus, angeb­lich von Co-Pro­du­zen­tin Moretz initi­iert. Hören­sa­gen. Max Lan­dis war raus. Fakt. Schon wäh­rend des gan­zen Pro­ze­de­re begann Regis­seu­rin Rose­an­ne Liang mit hef­ti­gen Über­ar­bei­tun­gen. So dass die eine Par­tei am Ende stolz ver­kün­de­te, Lan­dis‘ Spu­ren aus dem Buch getilgt zu haben und die Oppo­si­ti­on stolz behaup­tet 95% sei­nes Dreh­buchs auf der Lein­wand gese­hen zu haben. Man kennt sowas und es wäre auch voll­kom­men irrele­vant, weil sich jede Sei­te ihre Ver­si­on schön redet. Wich­tig wäre es aller­dings für Film­fe­ti­schis­ten und Hob­by-Wis­sen­schaft­ler, um Lösungs­an­sät­ze zu fin­den, wie es über­haupt zu so einem Dreh­buch kom­men konnte.

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Bandit bespricht: LOVE AND MONSTERS

Bandit bespricht: LOVE AND MONSTERS

LOVE AND MONSTERS – Net­flix – 14.04.2021

LOVE AND MONSTERS vor­zu­wer­fen, er sei nur ein wei­te­rer Auf­guss der über­stra­pa­zier­ten End­zeit-Sze­na­ri­en, ist unge­fähr so, als wür­de man COWBOYS & ALIENS vor­wer­fen, da kämp­fen ja nur Cow­boys gegen Außer­ir­di­sche. An die­ser Stel­le ist es wie­der ein­mal ein Aste­ro­id, der 95% der Mensch­heit ver­nich­tet. Aber nicht weil das Him­mels­ge­stein ein­schlägt, son­dern die ver­ein­ten Super­mäch­te es mit ihrem gebün­del­ten Atom­waf­fen­ar­se­nal zer­stö­ren. Dumm nur, dass der che­mi­sche und radio­ak­ti­ve Fall­out Amphi­bi­en und Insek­ten zu rie­si­gen Mons­tern ihrer selbst mutie­ren lässt. Die­se Kata­stro­phe trifft die sieb­zehn­jäh­ri­gen Joel und Aimee ziem­lich unge­le­gen. Die frisch Ver­lieb­ten wer­den getrennt, aller­dings nicht ohne sich noch die ewi­ge Lie­be zu schwören.

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