Beitragsart

Die Art des Arti­kels, also bei­spiels­wei­se Kom­men­tar oder Rezen­si­on

SHANGRI-LA

Cover Shangri La - Astronaut im All über Planet

Was wäre, wenn man das ein­zi­ge den­ken­de Indi­vi­du­um auf einem trost­lo­sen Pla­ne­ten ist und nur dar­auf war­tet, in einer Super­no­va zu ver­ge­hen? Für inter­es­sier­te und muti­ge Wis­sen­schaft­ler wären das die bes­ten Plät­ze, wo ist das Pop­corn? Für jemand, der bereits über 11 Jah­re auf die­sen Moment gewar­tet hat, ist es eine Erlö­sung!

In die­ser Sci­ence Fic­tion-Sto­ry von Mathieu Bablet ist ein Namen­lo­ser auf einem frem­den Plan­ten mit einem Raum­schiff (?) gestran­det und fris­tet sei­nem ein­sa­men Dasein. Mit den Jah­ren hat er die Tücken des Pla­ne­ten ken­nen­ge­lernt und war­ten nun sehn­süch­tig auf das Ende des Pla­ne­ten und sei­ne Erlö­sung. Im Mono­log mit einem Tablet bespricht er sich mit sei­nem ver­stor­be­nen Freund Vir­gil.

Wir befin­den uns im Pro­log der Geschich­te, der mit einem spek­ta­ku­lä­ren Knall und visu­ell ein­drucks­vol­len Bil­dern been­det wer­den wird.

Polenta al Mango! MINIONS & MONSTERS

Poster Minions & Monsters - Monion in einem orangefarbenen Blob mit vielen Augen

MINIONS & MONSTERS – Deutsch­land­start 01.07.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten.
(Aber nicht wirk­lich. Einen Film in dem der­ma­ßen viel los ist, kann man nicht spoi­lern)

Die klei­nen gel­ben Anarcho-Wich­tel Mini­ons erfreu­en sich seit ihrem ers­ten Auf­tre­ten in DESPICCABLE ME gro­ßer Beliebt­heit. Das ist auch kein Wun­der, die unka­putt­ba­ren zitro­ni­gen Knub­bel sind ein­fach herz­er­fri­schend wit­zig in ihrer über­dreht-nai­ven Cha­os-Kla­mauk-Art.

In der Ver­gan­gen­heit hat­te sich aller­dings mei­ner Ansicht nach gezeigt, dass sie allein und mit ihren Spe­renz­chen nicht unbe­dingt in der Lage waren, eine Hand­lung zu tra­gen, da zu einem Film, den man über die gesam­te Lauf­zeit durch­hält, eben mehr gehört, als durch­ge­hen­de Come­dy-Chao­tik. Womit ich nicht sagen will, dass die Vor­gän­ger schlecht oder nicht lus­tig waren. Aber der hier ist bes­ser.

In MINIONS & MONSTERS schafft man einen Groß­teil dar­in, dem gan­zen noch wei­te­re Ebe­nen zu geben, dadurch, dass man es in der gol­de­nen Auf­bruchs­zeit Hol­ly­woods han­deln lässt, den 1920er Jah­ren.

Und das ist es dann auch, was Cine­as­ten beglückt.

SUPGERGIRL – wirklich super?

Supergirl Poster - Supergirl sitzt mit Krypto über Wolken vor Sonnenaufgang

SUPERGIRL – Deutsch­land­start 24.06.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten
(Seht ihn euch an, bevor ihr die­se Kri­tik lest! Ich habe euch gewarnt!)

Wir erin­nern uns: Das DC Cine­ma­tic Uni­ver­se (wie hieß es noch gleich genau? Ich habs ver­ges­sen) von Zack Sny­der war – mit weni­gen Aus­nah­men – alles in allem eher eine Auf­ein­an­der­fol­ge von Pein­lich­kei­ten, als wirk­lich sehens­wert. Weil das auch den hohen Her­ren bei War­ner, den Rech­te­inha­bern an Super­man, Bat­man und Co, irgend­wann däm­mer­te, wit­ter­te man Mor­gen­luft, als James Gunn beim Maus-Haus auf­grund Mani­pu­la­tio­nen rech­ter Trol­le in Ungna­de gefal­len war, und man heu­er­te ihn an, um DC-Hel­den im Kino so erfolg­reich zu machen, wie die­ses gewis­se ande­re Comic-Uni­ver­sum.

Und es hät­te alles so schön sein kön­nen, denn prin­zi­pi­ell hat­te Gunn mit drei GUARDIANS OF THE GALA­XY-Fil­men bewie­sen, dass er es drauf hat. Und der SUPER­MAN-Film ließ dann auch hof­fen, dass es jetzt mit dem DC-Film-Uni­ver­sum berg­auf gehen könn­te, denn der wur­de all­ge­mein recht posi­tiv auf­ge­nom­men, eben­so wie David Coren­swet als der Kryp­to­nier mit der roten Bade­ho­se, auch wenn ich fand, dass es gewis­se Abzü­ge in der B‑Note gab.

Dass Gunn am Ruder (als Pro­du­zent, Regie führ­te Craig Gil­le­spie) noch kein Garant für gute Fil­me ist, zeigt SUPERGIRL.

DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT

Poster Disclosure Day - Auge mit blauen Lichteffekten

DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT – Deutsch­land­start 10.06.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten, außer man hat die Trai­ler gese­hen, die haben im Prin­zip eh schon alles ver­ra­ten.

Ste­ven Spiel­berg war in der frü­hen Pha­se mei­ner Kino­zeit, also in den 1970ern bis 1990ern eine fes­te und prä­gen­de Grö­ße in den Licht­spiel­häu­sern. Und eigent­lich war auch damals alles was er abge­lie­fert hat­te, auto­ma­tisch ein Ren­ner. Alles bevor selbst­er­nann­te Fans und Wich­tig­tu­er per Inter­net und Social Media die allei­ni­ge Wahr­heit für sich rekla­mier­ten, heu­te hät­te es ver­mut­lich selbst ein Spiel­berg schwie­rig gegen die orga­ni­sier­ten Troll­ar­meen.
Aber unbe­strit­ten dürf­te sein, dass Spiel­berg der Meis­ter des mehr oder weni­ger leich­ten Aben­teu­er­films war, oft vol­ler Kli­schees, aber stets unge­heu­er unter­halt­sam.

Und letz­te­res könn­te auch das Fazit sein, mit dem DISCLOSURE DAY klas­si­fi­zie­ren kann.

THE MANDALORIAN AND GROGU

Poster: Grogu sitzt auf Baum in Dschungel.

THE MANDALORIAN AND GROGU – Deutsch­land­start 20.05.2026

Spoi­ler­frei

Es steht kein STAR WARS im Titel (außer beim Pos­ter). Das ist auf­fäl­lig, eben­so wie der Retro-Look der Typo­gra­fie des Pro­mo-Mate­ri­als. Es gibt kei­nen schräg scrol­len­den Int­ro­text. Das ist inzwi­schen bei STAR WARS nichts Neu­es mehr. Nach eini­gen Staf­feln im TV, oder genau­er gesagt im Strea­ming, haben es der man­dalo­ria­ni­sche Kopf­geld­jä­ger (der aus die­ser Sek­te, die den Helm nicht abnimmt) und sein klei­ner, grü­ner Schütz­ling es auf die gro­ße Lein­wand geschafft. Ich gehe mal davon aus, dass, wer in die­sen Film geht, auch die Serie gese­hen und gou­tiert hat. Aber wie hat denn die Adap­ti­on vom Pan­tof­fel­ki­no auf die gro­ße Lein­wand geklappt? Funk­tio­niert das auch im Kino?

Kommentar: KI-Bücher, Slop und die unbequeme Wahrheit über den Massengeschmack

Roboter schreibt am Laptop
Dass KI-gene­rier­te Bücher inzwi­schen die Platt­for­men flu­ten, ist ein Pro­blem, kei­ne Fra­ge. Ins­be­son­de­re bei Ama­zon ist die Lage mitt­ler­wei­le so dra­ma­tisch, dass man beim Stö­bern in der Kin­der­buch-Abtei­lung kaum noch unter­schei­den kann, ob das hübsch illus­trier­te Werk über star­ke Mäd­chen von einem Men­schen erdacht wur­de oder von einem Lar­ge Lan­guage Model zusam­men­ge­wür­felt, mit Mid­jour­ney illus­triert und über Kind­le Direct Publi­shing in eine obsku­re Kate­go­rie gestopft wur­de, nur damit es dort mit mini­ma­len Ver­kaufs­zah­len in die Best­sel­ler­lis­te schießt. Die Tricks sind nicht neu und bekannt: Ein gene­ri­sches Moti­va­ti­ons­buch für Kin­der lan­det in der Rubrik »Erd­kun­de«, weil dort schon drei ver­kauf­te Exem­pla­re für einen Spit­zen­platz rei­chen. Schwie­ri­ger ist das bei Roman­zen, Young Adult oder Roman­t­a­sy, aber auch da lässt sich brauch­bar pfu­schen. So funk­tio­niert der Algo­rith­mus, und wer ihn ver­steht, kann ihn aus­nut­zen.

Gareth L. Powell – JITTERBUG

Book cover of "Jitterbug" by award-winning author Gareth L. Powell. The design features a bold red background with a black triangle at the bottom. A rocket launches upwards from the triangle, while an astronaut in a white suit floats below, tethered by a line. The title "Jitterbug" is in large gold letters, and the author's name is in white at the top. The cover includes retro-futuristic elements and glowing wireframe planets.

Auf der Suche nach neu­em Sci­ence Fic­tion-Lese­ma­te­ri­al lief mir kürz­lich irgend­wie der Roman JITTERBUG von Gareth L. Powell über die Füße und ich muss­te erstaunt fest­stel­len, dass der bri­ti­sche Autor schon auf eine Schaf­fens­pha­se von über einem Jahr­zehnt zurück­blickt und auch diver­se Prei­se gewon­nen hat­te (dar­un­ter zwei­mal den BSFA-Award für den bes­ten Roman) – und trotz mei­nes Fai­bles für Sci­Fi hat­te ich von ihm weder gehört, noch etwas gele­sen. Shame on me, aber man kann halt nicht alles ken­nen und ich konn­te die­se Wis­sens­lü­cke ja nun mit JITTERBUG auf­fül­len.

Der Wer­be­text sprach mich an, also kauf­te ich das eBook. Bei Kobo, nicht bei Ama­zon. Aus Grün­den.

Bekom­men habe ich mit JITTERBUG einen kurz­wei­li­gen Page­tur­ner mit diver­sen über­ra­schen­den Wen­dun­gen.

Jim Butcher – THE DRESDEN FILES: TWELVE MONTHS

Book cover artwork. A dark-haired man in a fedora and long leather coat stands facing forward, holding a wooden staff topped with a glowing ember. A bright, circular magical sigil with runes glows behind his head like a halo, casting gold light. Green crystal formations rise around him in a shadowy, cavern-like setting. Bold white text reads “Jim Butcher” at the top and “Twelve Months” at the bottom, with the subtitle “A Novel of the Dresden Files.”

Der letz­te Har­ry Dres­den-Roman BATTLE GROUND war dann doch schon län­ger her, als ich gedacht hät­te, der erschien bereits 2021. Und dann war Funk­stil­le. Zum einen woll­te der Ver­lag wohl lei­der unbe­dingt, dass But­cher eine Fort­set­zung der Steam­punk-Rei­he CINDER SPIRES schrieb (deren ers­ter Roman THE AERONAUT’S WINDLASS mir gar nicht gefal­len hat­te, den hat­te ich mit­ten­drin abge­bro­chen), zum ande­ren hat der Autor ver­mut­lich­wei­ter­hin mit Depres­sio­nen zu kämp­fen und ver­ar­bei­tet das in sei­nen Wer­ken. Mit dafür ver­ant­wort­lich ist nach eige­nen Aus­sa­gen unter ande­rem der gro­ße Erfolg der Serie und der dar­aus resul­tie­ren­de Druck, sowie per­sön­li­che Pro­ble­me in der Ver­gan­gen­heit. Er hat­te wohl selbst nicht mit die­sem durch­schla­gen­den Erfolg von etwas gerech­net, das er selbst als »Ele­va­tor Pitch about Dir­ty ‘Har­ry Pot­ter’ « beschreibt, also ursprüng­lich offen­bar eher eine Schnaps­idee, die sich dann ver­selbst­stän­dig­te. Seit 26 Jah­ren lese ich jetzt die­se Roman­rei­he. Wow.

Und sei­ne gesund­heit­li­chen Pro­ble­me scheint er auch in die­sem Roman wie­der zu ver­ar­bei­ten, denn nach dem gro­ßen Kampf um Chi­ca­go in BATTLE GROUND ist der Magi­er Har­ry Dres­den ziem­lich am Boden.

AVATAR: FIRE AND ASH – der (schon wieder) mit dem Wal tanzt

Poster Avatar Fire And Ash

AVATAR: FIRE AND ASH – Deutsch­land­start 17.12.2025

(kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten)

Es hat­te lan­ge (laaan­ge) gedau­ert, bis zu James Came­rons bahn­bre­chen­dem 3D-Film AVATAR eine Fort­set­zung in die Kinos kam. 14 Jah­re, in der Zeit lösen sich ande­re Fran­chi­ses in Wohl­ge­fal­len auf. Umso grö­ßer die Über­ra­schung, als 2022 die Fort­set­zung THE WAY OF WATER end­lich sei­nen Weg in die Licht­spiel­häu­ser fand. Na gut, die Sto­ry gewann kei­ne Prei­se für beson­de­re Tie­fe oder Ori­gi­na­li­tät, aber immer­hin waren die Unter­was­ser- und ande­ren Sze­ne­rien erneut bahn­bre­chend, sodass man ihnen das nach­sah (ich zumin­dest).

Gera­de mal drei Jah­re spä­ter wird die Sto­ry um die Fami­lie von Sul­ly und sei­nen Ange­hö­ri­gen fort­ge­setzt, die den Namen Patch­work-Fami­lie nun aber mal wirk­lich ver­die­nen. Und erneut kle­ckert Came­ron nicht bei der Län­ge, son­dern klotzt, mit drei Stun­den und 17 Minu­ten ist der drit­te Teil noch län­ger gera­ten, als der zwei­te.

Die gute Nach­richt vor­ne­weg: Lang­wei­lig ist das trotz der Län­ge nicht.

Peter Cawdron: ANOMALY (FIRST CONTACT)

Cover Anomaly

Peter Caw­drons Sci­ence Fic­tion-Roman ANOMALY ist mal wie­der ein pri­ma Beleg dafür, dass Ver­la­ge wirk­lich gute Roma­ne selbst dann nicht erken­nen wür­den, wenn man ihnen damit vor dem Gesicht her­um­we­delt. Denn das Buch ist im Selbst­ver­lag über Smashwords und Crea­tespace ver­öf­fent­licht wor­den, wie auch die ande­ren Roma­ne des Autoren.

Wie­der ein­mal geht es um Erst­kon­takt mit Ali­ens (das ist soweit auch kein Spoi­ler), aber auch wenn der Roman sehr hol­ly­woo­desk geschrie­ben ist, fügt der Autor dem The­ma durch­aus neue Facet­ten hin­zu.

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