SciFi

BuchKnall – Das neue kuratierte SciFi-Lexikon für deutschsprachige Science Fiction

Screenshot Webseite Buchknall

Wer auf Ama­zon nach Sci­ence Fic­tion sucht, bekommt gern mal immer wie­der die­sel­ben Titel vor­ge­setzt. THE EXPANSE, DUNE, PROJECT HAIL MARY – alles pri­ma Bücher, kei­ne Fra­ge, aber gera­de die deutsch­spra­chi­ge SF hat deut­lich mehr zu bie­ten als das, was der Algo­rith­mus von Bezos’ Bauch­la­den einem vor­set­zen möch­te (wobei man klar sagen muss, dass die Emp­feh­lun­gen auf­grund eige­ner Käu­fe tat­säch­lich fast erschre­ckend gut funk­tio­nie­ren). Den­noch blei­ben Nischen­ti­tel und Selfpublisher°Innen gern mal unsicht­bar. Und genau da setzt Buch­knall an.

Buch­knall ist ein kura­tier­tes »Lexi­kon« deutsch­spra­chi­ger Sci­ence Fic­tion (das mit dem Lexi­kon steht auf der Web­sei­te, eigent­lich han­delt es sich eher um einen Buch­ka­ta­log mit ange­schlos­se­ner Sci­Fi-pedia) – betrie­ben von Stef­fen Vogt, kos­ten­los, wer­be­frei und mit dem erklär­ten Ziel, Bücher sicht­bar zu machen, die es auf Ama­zon nie aus dem algo­rith­mi­schen Kel­ler schaf­fen wür­den. Nach Eigen­be­zich­ti­gung auf der Sei­te der­zeit in einer Beta-Pha­se. Die Daten­bank umfasst der­zeit über 6400 Titel aus 31 Sub­gen­res, wobei Self­pu­bli­shing-Titel und Ver­lags­ver­öf­fent­li­chun­gen gleich­be­rech­tigt behan­delt wer­den (Buch­knall selbst nennt das »Indie«, was im deut­schen Sprach­raum aller­dings eigent­lich unab­hän­gi­ge Klein­ver­la­ge bezeich­net – gemeint sind hier aber Selbst­ver­öf­fent­li­chun­gen, vul­go Self­pu­bli­shing). Sor­tiert wird nach Rele­vanz, nicht nach Ver­kaufs­zah­len.

Aber das ist noch nicht alles. Es gibt ein Sci­Fi-Glos­sar mit über 750 Ein­trä­gen, die, zumin­dest laut der Web­sei­te, deut­lich les­ba­rer daher­kom­men als das, was Wiki­pe­dia so anbie­tet (dazu kommt der ohne­hin äußerst trau­ri­ge Zustand der Pop­kul­tur in der deut­schen Wiki­pe­dia). Was ist ein Uplift? Wie funk­tio­niert ein Alcu­bierre-Antrieb? Die Ein­trä­ge ver­lin­ken direkt auf pas­sen­de Bücher, sodass man sich beim Stö­bern qua­si auto­ma­tisch durch den nächs­ten Lese­stoff han­gelt. Dazu kom­men Rat­ge­ber (Sci­ence Fic­tion für Ein­stei­ger, Bücher wie DUNE, eine WAR­HAM­MER-40K-Lese­rei­hen­fol­ge), ein Gen­re-Kom­pass und – das dürf­te die Her­zen der Nerds höher­schla­gen las­sen – eine inter­ak­ti­ve 3D-Gala­xy-Map, auf der jedes Buch einen Ort hat und man sich durch Spi­ral­ar­me und Nebel klickt. Das ist zumin­dest kon­zep­tio­nell schon ziem­lich inno­va­tiv und sehens­wert.

Für Autorin­nen und Autoren, ins­be­son­de­re aus dem Self­pu­bli­shing-Bereich, bie­tet Buch­knall eben­falls eini­ges: Der Ein­trag ist kos­ten­los, dau­ert laut Betrei­ber etwa zwei Minu­ten (Titel, Ama­zon-Link, Sub­gen­re, Beschrei­bung – das Cover wird auto­ma­tisch gela­den) und erfor­dert weder Account noch Regis­trie­rung. Der haus­ei­ge­ne Algo­rith­mus behan­delt Self­pu­bli­shing und Ver­lag gleich – kein Buch wird bevor­zugt, weil der Ver­lag Wer­be­geld in die Hand nimmt. Und da die Sei­te offen­bar für diver­se Sci­Fi-Such­be­grif­fe bei Goog­le rankt, bekom­men ein­ge­tra­ge­ne Titel Sicht­bar­keit, die sie auf Ama­zon allein nie­mals errei­chen wür­den. 216 Self­pu­bli­shing-Titel ste­hen aktu­ell gleich­wer­tig neben Hey­ne, Tor und Fischer.

Dabei sind KI-Bücher laut Anga­ben auf Buch­Knall aus­ge­schlos­sen; offen bleibt aller­dings, wie man die erken­nen möch­te. Es gibt zwar Algo­rith­men, die vor­ge­ben, KI-erstell­te Tex­te iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen, dabei sind die Fehl­leis­tun­gen aller­dings immer noch enorm hoch und die­se Tools erzeu­gen sowohl hau­fen­wei­se fal­se posi­ti­ves, erken­nen also men­schen­ge­mach­te Tex­te als KI-gene­riert, als auch umge­kehrt. Man muss bei deren Ein­satz somit enorm vor­sich­tig sein, um nicht KI-Hal­lu­zi­na­tio­nen auf­zu­sit­zen – die dann Autor°Innen fälsch­lich beschul­di­gen. Die auf der Sei­te beschrie­be­nen Veri­fi­zie­rungs­maß­nah­men wie »Bild mit dem Buch« oder »Screen­shots des Arbeits­pro­zes­ses« erschei­nen ins­be­son­de­re bei rei­nen eBook-Publi­ka­tio­nen nicht son­der­lich rea­li­täts­nah.

Finan­ziert wird das Gan­ze über das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm: Wer über Buch­knall kauft, zahlt den­sel­ben Preis, die Autoren­tan­tie­men blei­ben iden­tisch, Buch­knall erhält eine klei­ne Pro­vi­si­on von Ama­zon. Kei­ne Wer­be­an­zei­gen, kei­ne gespon­ser­ten Plat­zie­run­gen, kein Pay-to-Play – bis auf Goog­le Ana­ly­tics, das zum Ein­satz kommt.

Und damit kom­men wir zum Punkt, der mich – bei aller Freu­de über solch ein Pro­jekt (wer Phan­ta­News schon lan­ge folgt, dürf­te sich über die­se Freu­de auch nicht wun­dern) – dann doch ein wenig stirn­run­zeln lässt: Sämt­li­che Kauf­links füh­ren aus­schließ­lich zu Ama­zon. Aus­schließ­lich. Kein Kobo, kei­ne ande­ren deutsch­spra­chi­gen Alter­na­ti­ven, nichts. Man muss fai­rer­wei­se sagen, dass das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm natür­lich ein unkom­pli­zier­tes und bewähr­tes Finan­zie­rungs­mo­dell ist – aber wir schrei­ben das Jahr 2026 und die Zei­ten, in denen man Ama­zon beden­ken­los als Ver­kaufs­platt­form behan­deln konn­te, sind lan­ge vor­bei. Jeff Bezos hat sich mit sei­ner Washing­ton-Post-Kurs­än­de­rung und sei­ner demons­tra­ti­ven Nähe zur Trump-Admi­nis­tra­ti­on nicht gera­de als Leucht­turm demo­kra­ti­scher Wer­te posi­tio­niert. In einer Zeit, in der digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät und die Fra­ge, bei wem man sein Geld lässt (und ob die­ses Geld in die USA gehen soll­te), für immer mehr Men­schen eine bewuss­te Ent­schei­dung ist, wäre es wün­schens­wert, wenn Buch­knall in Zukunft auch Links zu Alter­na­ti­ven inte­grie­ren wür­de. Es gibt durch­aus Leser°innen – und es wer­den ste­tig mehr –, die bei Ama­zon schlicht nicht mehr kau­fen wol­len. Denen soll­te man die Tür nicht vor der Nase zuschla­gen, nur weil das Affi­lia­te-Modell dort am bequems­ten ist und die Aus­schüt­tun­gen am höchs­ten (hier auf Phan­ta­News habe ich die Ama­zon-Affi­lia­te-Links wegen die­ser Beden­ken schon lan­ge ein­ge­stellt und kau­fe mei­ne eBooks inzwi­schen bei Kobo, gele­sen auf einem Kobo-Rea­der mit instal­lier­ter Open Source-Soft­ware KOrea­der).

Das soll die Leis­tung hin­ter Buch­knall nicht schmä­lern. Über 6400 Titel zu kura­tie­ren, ein Glos­sar mit 750+ Ein­trä­gen zu pfle­gen, eine Gala­xy-Map zu bau­en und das Gan­ze wer­be­frei und kos­ten­los anzu­bie­ten – das ist eine beein­dru­cken­de Men­ge Arbeit für ein Ein-Per­so­nen-Pro­jekt. Die deutsch­spra­chi­ge Sci­Fi-Sze­ne kann so eine Anlauf­stel­le gut gebrau­chen, gera­de eine, die Self­pu­bli­shing-Titel nicht als Bücher zwei­ter Klas­se behan­delt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Pro­jekt ent­wi­ckeln wird und hof­fe sehr, dass in Zukunft wei­te­re Buch­markt­plät­ze inte­griert wer­den.

Auf buch​knall​.com kann man sich selbst ein Bild machen.

40 Jahre später: LAST STARFIGHTER-Fortsetzung als Comic

Cover The Last Starfighter Comic

Mehr als 40 Jah­re nach dem Kino­start des Sci­ence Fic­tion-Films THE LAST STARFIGHTER (1985) ali­as STARFIGHT wird es eine Fort­set­zung der Hand­lung geben – in Form einer Comic-Serie.

Der Autor des Film war Jona­than Betuel und die­ser ist auch in die­ses Pro­jekt invol­viert, eben­so der Pro­du­zent Paul David­son, der war frü­her mal der Chef von IDW Enter­tain­ment. Die neu­en Aben­teu­er wer­den ver­fasst von Ben­ja­min Raab und Deric A. Hug­hes (die schrie­ben für Fern­seh­se­ri­en wie WAREHOUSE 13 oder The CWs THE FLASH), es zeich­net Wil­li Roberts (CLODAGH, ANTARCTICA), Fran­ces­co Sega­la (DCs THE NEW GODS) kolo­riert und Rob Jones küm­mert sich um das Let­te­ring. Das Gaze erscheint als Mini­se­rie bei Mad Cown Comics.

Jah­re­lang gab es immer wie­der Gezer­re und Gerüch­te über eine Fort­set­zung des iko­ni­schen Strei­fens im Kino, sogar Ste­ven Spiel­berg war mal invol­viert, auch eine Fern­seh­se­rie war im Gespräch, gewor­den ist dar­aus lei­der nie etwas. THE LAST STARFIGHTER war damals bahn­bre­chend durch sei­ne Nut­zung von Com­pu­ter­gra­fik; er war zwar im Kino nur mäßig erfolg­reich, wur­de aber über die Jah­re zum Kult­film. STARFIGHT war damals bereit ein mul­ti­me­dia­les Ereig­nis, es gab eine Roman­fas­sung, ein Musi­cal, ein Video­spiel und eine drei­tei­li­ge Comic­ver­si­on des Films, die bei Mar­vel erschien.

Die Comic-Mini­se­rie star­tet am 1. Juli 2026, neben den offi­zi­el­len Covern wird es, wie heut­zu­ta­ge üblich, für Sammler°Innen auch Vari­ant­co­ver geben.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Mad Cow Comics

EFFULGENCE RPG – abgefahrenes ASCII-Sci-Fi-RPG im Early Access

Promografik Effulgence RPG: ascii-Figuren und Hintergründe, schwer zu beschreiben

Wer beim Stich­wort »ASCII-Spiel« erst­mal an NETHACK oder DWARF FORTRESS denkt, dem sei EFFULGENCE RPG von Ent­wick­ler And­rei Fomin ans Herz gelegt: ein run­den­ba­sier­tes Sci-Fi-Par­ty­rol­len­spiel, das die­se Ästhe­tik auf eine Art nutzt, die ich so tat­säch­lich noch nicht gese­hen habe. Das sieht schwer abge­fah­ren aus.

Die Prä­mis­se: Signa­le, die Mil­li­ar­den von Licht­jah­ren zurück­le­gen, kom­men auf der Erde nur noch als frag­men­tier­te Sym­bo­le an. EFFULGENCE RPG stellt sich vor, was pas­siert, wenn die­ses Signal inter­ak­tiv ist – wenn man durch ein schim­mern­des Meer aus Zei­chen lau­fen kann und die Krea­tu­ren dar­in kei­ne Lust haben, sta­tisch zu blei­ben. Das Ergeb­nis ist eine unge­wöhn­li­che ASCII-3D-Welt, die man trotz­dem als drei­di­men­sio­nal wahr­nimmt. Das Gan­ze erin­nert an den  frü­hen Ein­satz von Com­pu­ter­gra­fik in Fil­men, oder auch an die MATRIX.

Und auch der Sound chan­nelt deut­lich die 80er-Jah­re.

Der Kern des Spiel­sys­tems dreht sich ums »Par­ti­kel­sam­meln«: Besieg­te Geg­ner las­sen sich in ein­zel­ne Par­ti­kel zer­le­gen, aus denen man auf einem spe­zi­el­len Mate­rie-Dru­cker Waf­fen, Aus­rüs­tung und Mecha­nis­men her­stellt, auch mit­ten im Kampf. Dazu kom­men »tak­ti­sche Patro­nen«, die Gefech­te mit Flä­chen­an­grif­fen, Schil­den und Son­der­ef­fek­ten beein­flus­sen kön­nen. Das klingt nach mehr als nach dem übli­chen Indie-Kampf­sys­tem, und die Fach­pres­se scheint das ähn­lich zu sehen: PC Gamer lob­te nicht nur die inno­va­ti­ve visu­el­le Umset­zung, son­dern auch das Poten­zi­al der RPG-Mecha­ni­ken, The Esca­pist zog Ver­glei­che zu DWARF FORTRESS und GEOMETRY WARS, und Gam­in­gOn­Linux mein­te schlicht, dass man so etwas bis­her noch nicht gese­hen habe.

Zum aktu­el­len Ear­ly-Access-Stand ist EFFULGENCE RPG erfri­schend ehr­lich: Es han­delt sich um eine kom­pak­te Demo mit 1 – 1,5 Stun­den Spiel­zeit, die alle Kern­sys­te­me und den voll­stän­di­gen Game Loop zeigt, aber noch kei­ne voll­stän­di­ge Kam­pa­gne bie­tet. Das Ziel für Ver­si­on 1.0 ist eine drei bis fünf Stun­den lan­ge Kam­pa­gne mit mehr Orten, Begeg­nungs­ty­pen und tak­ti­schen Optio­nen. Das Spiel wird in Unity ent­wi­ckelt, ent­hält nach Anga­ben des Ent­wick­lers kei­ne KI-gene­rier­ten Inhal­te und unter­stützt erfreu­lich vie­le Spra­chen, dar­un­ter auch Deutsch, all das angeb­lich ohne KI-Ein­satz, was ich sehr erfreu­lich fin­de. Details von der itch.io-Projektseite:

What Effulgence RPG is (and isn’t)

Efful­gence RPG is:

- A short, visual­ly inten­se par­ty RPG built enti­re­ly from text sym­bols.

- Focu­sed on ASCII 3D visu­als, atmo­sphe­re, and dark­ly comic dia­lo­gues.

- Turn-based com­bat that is rea­da­ble and pun­chy, not a hard­core 100-hour min-max grin­der.

- An art pro­ject about light and sym­bols as much as a game.

Efful­gence RPG isn’t:

- A huge open world or end­less rogue­li­te with hundreds of hours of con­tent.

- A hyper-com­plex tac­ti­cal simu­la­tor with dozens of over­lap­ping sys­tems.

- Com­ple­te­ly con­tent-com­ple­te at launch – this Ear­ly Access build is a ver­ti­cal sli­ce that will grow over time.

Game features:

- The only way to gather craf­ting resour­ces is by defea­ting crea­tures and brea­king them down into indi­vi­du­al par­tic­les.

- Using the­se par­tic­les, you can print wea­pons, gear, and mecha­nisms on a spe­cial mat­ter prin­ter – even in the midd­le of com­bat.

- A sty­li­zed ASCII 3D glo­be of loca­ti­ons to tra­vel bet­ween: com­bat zones, events, upgrade spots and shops.

- »Tac­ti­cal car­tridges« that twist fights in your favor: area bursts, shields, spe­cial effects and more.

- Desi­gned to be short, focu­sed and replaya­ble – expe­ri­ment with dif­fe­rent par­ty builds and prin­ted gear.

- Runs gre­at with a con­trol­ler and has been tes­ted on Steam Deck via Pro­ton, with ASCII rea­da­bili­ty tun­ed for a hand­held screen.

Ver­füg­bar ist EFFULGENCE RPG auf itch​.io für 10 US-Dol­lar (ohne auto­ma­ti­sches Steam-Rück­ga­be­recht, dar­auf weist der Ent­wick­ler aus­drück­lich hin, wer das möch­te soll bei Steam kau­fen) sowie auf Steam. Con­trol­ler wer­den unter­stützt, auf dem Steam Deck soll es via Pro­ton lau­fen.

Alle wei­te­ren Details bei itch: https://​and​rei​fo​min​.itch​.io/​e​f​f​u​l​g​e​n​c​e​rpg

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FOR ALL MANKIND – Season 5 Trailer

Ich bin spät dran mit dem Trai­ler zur fünf­ten Staf­fel der Sci­ence Fic­tion-serie FOR ALL MANKIND von Ron Moo­re (STAR TREK), der Anlass ist, dass die­se über­mor­gen, also am 27.03.2026, star­tet, lei­der nur bei Apple TV.

Der Trai­ler zeigt die Fort­füh­rung der Ereig­nis­se einer alter­na­ti­ven His­to­rie, in der die Rus­sen den Space race zum Mond gewan­nen und sich des­we­gen die Geschich­te völ­lig anders ent­wi­ckel­te.

Und irgend­wie sieht das Gan­ze fast aus wie die Vor­ge­schich­te zu THE EXPANSE: Erde gegen Mars. Die offi­zi­el­le Beschrei­bung liest sich wie folgt (Über­set­zung von DeepL):

Sea­son five of “For All Man­kind” picks up in the years sin­ce the Gol­di­locks aste­ro­id heist. Hap­py Val­ley has grown into a thri­ving colo­ny with thou­sands of resi­dents and a base for new mis­si­ons that will take us even fur­ther into the solar sys­tem. But with the nati­ons of Earth now deman­ding law and order on the Red Pla­net, fric­tion con­ti­nues to build bet­ween the peo­p­le who live on Mars and their for­mer home. The ensem­ble cast retur­ning for sea­son five includes Joel Kin­na­man, Toby Keb­bell, Edi Gathe­gi, Cyn­thy Wu, Coral Peña and Wrenn Schmidt, along­side new series regu­lars Mireil­le Enos (“The Kil­ling,” “Han­na”), Cos­ta Ronin (“The Ame­ri­cans,” “Home­land”), Sean Kauf­man (“The Sum­mer I Tur­ned Pret­ty”), Ruby Cruz (“Bot­toms”) and Ines Asser­son (“Royal­te­en”).

Die fünf­te Staf­fel von „For All Man­kind“ knüpft an die Jah­re nach dem Gol­di­locks-Aste­ro­iden­raub an. Hap­py Val­ley hat sich zu einer blü­hen­den Kolo­nie mit Tau­sen­den von Ein­woh­nern ent­wi­ckelt und dient als Aus­gangs­punkt für neue Mis­sio­nen, die uns noch wei­ter ins Son­nen­sys­tem füh­ren wer­den. Doch da die Natio­nen der Erde nun Recht und Ord­nung auf dem Roten Pla­ne­ten ein­for­dern, neh­men die Span­nun­gen zwi­schen den Bewoh­nern des Mars und ihrer ehe­ma­li­gen Hei­mat wei­ter zu. Zur Beset­zung, die in der fünf­ten Staf­fel zurück­kehrt, gehö­ren Joel Kin­na­man, Toby Keb­bell, Edi Gathe­gi, Cyn­thy Wu, Coral Peña und Wrenn Schmidt sowie die neu­en Seri­en-Stamm­dar­stel­ler Mireil­le Enos („The Kil­ling“, „Han­na“), Cos­ta Ronin („The Ame­ri­cans“, „Home­land“), Sean Kauf­man („The Sum­mer I Tur­ned Pret­ty“), Ruby Cruz („Bot­toms“) und Ines Asser­son („Royal­te­en“).

Lei­der ließ man soeben ver­lau­ten, dass es nur noch eine wei­te­re, sechs­te Staf­fel geben wird, dann ist Schluss mit der Serie. Es dürf­te span­nend wer­den, ob sie noch Ali­ens fin­den, oder nicht.

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THE ORVILLE Staffel 4: Drehbücher sind fertig …

Promografik "The Orville", Crew auf Brücke

Die letz­te Staf­fel von Seth Mac­Far­la­nes Sci­ence Fic­tion-Serie THE ORVILLE ist jetzt vier Jah­re her. Im Prin­zip hat­te man damit abge­schlos­sen, denn ich per­sön­lich hat­te zumin­dest nicht mehr damit gerech­net, dass es nach Sea­son drei noch­mal wei­ter gehen wür­de, denn unter ande­rem waren die Schau­wer­te für eine TV-Serie schon enorm und die Pro­duk­ti­ons­kos­ten hoch, ins­be­son­de­re für eine eher Under­dog-Show wie THE ORVILLE, die klar als STAR TREK-Par­odie gestar­tet war (ver­mut­lich aus Angst vor den Rech­te­inha­bern der Vor­la­ge), dann aber mehr wur­de.

Gegen­über dem Hol­ly­wood Repor­ter hat Mac­Far­la­ne jetzt aber Hoff­nung gemacht:

I will be honest with you: Sea­son four is writ­ten. It’s just a ques­ti­on of when we have the time to pro­du­ce it. The 10 scripts are done. I’m the pro­blem. It’s [a mat­ter of] when I can make that my year, with all the other stuff we have in the works. But we can hit the ground run­ning when it hap­pens.

Ich will ehr­lich sein: Die vier­te Staf­fel ist fer­tig geschrie­ben. Es ist nur eine Fra­ge der Zeit, wann wir die Zeit fin­den, sie zu pro­du­zie­ren. Die zehn Dreh­bü­cher sind fer­tig. Das Pro­blem bin ich. Es kommt dar­auf an, wann ich mir das Jahr dafür frei­ma­chen kann, bei all den ande­ren Pro­jek­ten, die wir gera­de am Lau­fen haben. Aber wenn es soweit ist, kön­nen wir sofort los­le­gen.

Die gesam­te rest­lich Beset­zung hat­te eben­falls bereit ange­ge­ben, sofort wie­der dabei zu sein. Mac­Far­la­ne spielt den Cap­tain der Orville, wei­ter­hin waren dabei Adri­an­ne Pali­cki, Pen­ny John­son Jerald, Scott Gri­mes, Jes­si­ca Szohr, Peter Macon und Mark Jack­son. bei einer Fort­füh­rung dürf­te die­se ein paar Jah­re nach der letz­ten han­deln, denn anders ist ver­mut­lich der Alters­sprung der Dok­to­rin­nen-Söh­ne kaum zu erklä­ren… ;)

Hof­fen wir das bes­te!

Pro­mo­gra­fik Copy­right Hulu/​Disney

FIREFLY soll wiederbelebt werden – als Animationsserie

Promoposter Firefly: Die Crew

Es war schon klar, dass irgend­was im Busch ist. Auf den Social Media Sei­ten des Pod­casts Once We Were Spa­ce­men von Nathan Fil­li­on und Alan Tudyk pos­te­te Fil­li­on seit Tagen Vide­os, in denen er sei­ne Schauspielerkolleg°Innen aus der Sci­Fi-Serie FIREFLY (Alan Tudyk, Gina Tor­res, Jewel Staite, More­na Bac­ca­rin, Sean Maher, Sum­mer Glau, Adam Bald­win) besuch­te und die dann zusam­men kryp­ti­sche Din­ge abson­der­ten. Des­we­gen waren die Spe­ku­la­tio­nen schon seit die­sen Vide­os wild.

Jetzt gab es ein Zusam­men­tref­fen der Crew auf dem Awso­me Con, dort wur­de die Kat­ze aus dem Sack gelas­sen und das ange­kün­digt, was ich bereits erwar­tet hat­te: Es soll eine Fort­füh­rung der Aben­teu­er der Sere­ni­ty-Crew geben: als Ani­ma­ti­ons­se­rie. Das ist natür­lich das zweit­bes­te nach einer Fort­set­zung als Real­se­rie. Aber sie sind eben alle älter gewor­den und es sind auch nicht mehr alle Schauspieler°Innen aus FIREFLY am Leben. Aber es ist noch nicht in tro­cke­nen Tüchern:

In einem Video sagt die Crew, dass es ver­schie­de­ne Din­ge braucht, um das tat­säch­lich zu rea­li­sie­ren: Ein Okay von Whe­dan, das hat er, sagt Fil­li­on. Dann bräuch­ten sie die Rech­te von 20th Cen­tu­ry Fox /​ Dis­ney und nach sei­nen Aus­sa­gen, sind sie da begeis­tert und sag­ten ja. Auch zwei Show­run­ner haben sie bereits: Tara But­ters (AGENT CARTER, DOLLHOUSE) und Marc Gug­gen­heim (ARROW, FLASH). Wie Fil­li­on sagt sind die bei­den sogar ver­hei­ra­tet und haben sich bei der Pro­duk­ti­on von FIREFLY ken­nen­ge­lernt. Auch ein Dreh­buch gibt es bereits und eben­so ein Ani­ma­ti­ons­stu­dio, näm­lich die Oscar und Emmy-Gewin­ner Shadow­Ma­chi­ne.

Shi­ny!

Laut Fil­li­on brau­chen sie jetzt noch eine Hei­mat für das Pro­jekt (»A Home«). Also ver­mut­lich Pro­du­zen­ten, die Geld geben. Er will die Ani­ma­ti­ons­se­rie jetzt in der Gegend her­um pit­chen und benö­tigt des­we­gen die Unter­stüt­zung der Fan­in­nen und Fans. Ich hof­fe dass die­ser Arti­kel auch ein klein wenig dazu bei­tra­gen kann.

Für die Unin­iti­ier­ten: FIREFLY war eine kurz­le­bi­ge Sci­Fi-Wes­tern-Serie von Joss Whe­don, die im Jahr 2003 für eine Staf­fel lief, bevor die abset­zung­freu­di­gen Hon­ks bei Fox sie wegen zu gerin­ger Reaso­nanz … absetz­ten. Die Show gewann Kult­sta­tus und star­te­te die Kar­rie­ren der Schauspieler°Innen, die dar­in auf­tra­ten.

You can’t take the sky from me!

Hof­fen wir das Bes­te! Und Zeit, mei­ne Jay­ne-Müt­ze wie­der raus­zu­kra­men.

Pro­mo­gra­fik Coyp­right 20th Cen­tu­ry Fox/​Disney

Veranstaltung: GEGENLESEN – Gespräche über Science Fiction im Literaturhaus Wuppertal

Promografik zur Veranstaltung. Text:

Literatur in der Stadt.
Literaturhaus Wuppertal,

Gegenlesen

mit Carla Kaspari
Christian J. Meier
& Ryan Rockwell
Moderation: Fabian Mauruschat

18.12.

19:30 Uhr / Insel

Am 18. Dezem­ber 2025 fin­det im Lite­ra­tur­haus Wup­per­tal (Wie­sen­stra­ße 6, 42105 Wup­per­tal) von 19:30 bis 21:30 die Ver­an­stal­tung GEGENLESEN statt. Car­la Kas­pa­ri, Chris­ti­an J. Mei­er und Ryan Rock­well reden über ihre Sci­ence Fic­tion-Bücher. Von der Ver­an­stal­tungs­web­sei­te:

Drei Autor:innen mit­ein­an­der im Gespräch über ihre Bücher – das ist die Idee der Lite­ra­tur­haus-Ver­an­stal­tungs­rei­he Gegen­le­sen. Ein­ge­la­den sind Autor:innen aus Wup­per­tal, aber auch von wei­ter weg. Am 18. Dezem­ber, 19:30 Uhr, in der INSEL zu Gast sind dies­mal Car­la Kas­pa­ri, Chris­ti­an J. Mei­er und Ryan Rock­well. Alle drei prä­sen­tie­ren ihre eige­nen Roma­ne, die in der Zukunft spie­len.

Car­la Kas­pa­ri ist Schrift­stel­le­rin und Dreh­buch­au­to­rin aus Köln. Mit Jan Böh­mer­mann schrieb sie das Dreh­buch für den sati­ri­schen Fern­seh­film „Die Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz“. 2020 erhielt sie ein Autorin­nen­sti­pen­di­um des Lan­des NRW und den För­der­preis der Köl­ner Lite­ra­tur­ta­ge. Ihr ers­ter Roman „Frei­zeit“ erschien 2022. Zum Gegen­le­sen bringt sie ihren neu­es­ten Roman „Das Ende ist beru­hi­gend“ mit. Das Buch führt in das Jahr 2130 in ein ita­lie­ni­sches Dorf unter einer Glas­kup­pel, in dem das Leben per­fekt zu sein scheint. Die Welt außer­halb dage­gen ist alles ande­re als idyl­lisch. Der Roman schil­dert eine Uto­pie in einer Dys­to­pie und stellt die Fra­ge, ob ein hoff­nungs­vol­ler Blick in die Zukunft noch mög­lich ist.

Chris­ti­an J. Mei­er aus Groß-Umstadt im nörd­li­chen Oden­wald schreibt als Wis­sen­schafts­jour­na­list dar­über, wie neue Tech­no­lo­gien die Welt ver­än­dern. Sei­ne Tex­te erschei­nen in der Süd­deut­schen Zei­tung, der Neu­en Zür­cher Zei­tung oder bei Riff​re​por​ter​.de. Außer­dem schreibt der stu­dier­te Phy­si­ker und Sci­ence-Fic­tion-Fan Sach­bü­cher, Roma­ne und Kurz­ge­schich­ten. Sei­ne drei Roma­ne stan­den jeweils auf der Short­list des Deut­schen Sci­ence-Fic­tion-Prei­ses, sein jüngs­tes Werk „Apei­ro­pho­bia“ zudem auf der des Kurd-Lass­witz-Prei­ses. In dem Buch, das er zum Gegen­le­sen mit­bringt, kon­trol­liert die katho­li­sche Kir­che im 22. Jahr­hun­dert das ewi­ge Leben – und damit auch die Gesell­schaft. Das Ergeb­nis ist ein tota­li­tä­rer Got­tes­staat.

Ryan Rock­well lebt in Wup­per­tal und bringt sei­nen für den Lite­ra­tur­preis Seraph nomi­nier­ten Roman „Exis­tenz – Das Mars-Para­dox“ mit zum Gegen­le­sen. Dar­in ver­liert die Crew bei der ers­ten bemann­ten Mars-Mis­si­on im Jahr 2064 das Bewusst­sein und erwacht anschlie­ßend ohne Erin­ne­run­gen. Zudem ist ein Mit­glied der Grup­pe tot und es stellt sich die Fra­ge, ob es einen Mord auf dem Mars gab. Rock­wells Kind­heit in den Acht­zi­ger und Neun­zi­ger Jah­ren präg­te sei­ne Lie­be für Sci­ence-Fic­tion. Schließ­lich dach­te er sich eige­ne Geschich­ten mit Ali­ens und Raum­schif­fen aus. 2021 brach­te Ryan Rock­well mit „Neo­bio­ta – Der Aus­bruch“ sei­nen Debüt­ro­man her­aus. Mitt­ler­wei­le hat er über 20 Roma­ne geschrie­ben, die er im Selbst­ver­lag her­aus­gibt.

Zur Ver­an­stal­tung Gegen­le­sen brin­gen die drei Autor:innen nicht nur ihre eige­nen Bücher mit, son­dern haben auch die Bücher der ande­ren vor­ab gele­sen. Auf der Büh­ne füh­ren sie nun ein von Fabi­an Mau­ru­schat mode­rier­tes Gespräch: Was ist ihnen bei der Lek­tü­re auf­ge­fal­len, was hat lite­ra­risch über­rascht und begeis­tert, wel­che Fra­gen stel­len sich zu Text und Gen­re, was ver­dient Aner­ken­nung, wel­che Kri­tik ist ange­bracht?

Die Ver­an­stal­tungs­rei­he Gegen­le­sen wird im Jahr 2025 geför­dert vom Minis­te­ri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len.

Ein­tritt: Abend­kas­se: 12,00 €, ermä­ßigt 8,00 €, im Vor­ver­kauf über Wup­per­tal-Live: 10,00 €, ermä­ßigt 6,00 €.

SciFi-Serie FOUNDATION bekommt vierte Staffel

Szenenfoto Foundation: Imperator Cleon

Die Sci­ence Fic­tion-Serie FOUNDATION, basie­rend auf den Büchern von SF-Urge­stein Isaac Asi­mov, scheint auf Apple TV gut zu lau­fen, denn die haben gemel­det, dass eine vier­te Staf­fel des Epos pro­du­ziert wer­den wird. Die­se Ankün­di­gung ist schon ein paar Tage (hust, Wochen) her, aber sie ist mir durch­ge­gan­gen – und ande­ren viel­leicht auch, des­we­gen die ver­spä­te­te Mel­dung.

Das ist eine groß­ar­ti­ge Nach­richt, denn FOUNDATION ist wirk­lich gut, ins­be­son­de­re auch an den Stel­len, an denen sie sich vom Roman-Vor­bild löst. Die Serie zeich­net ein Sit­ten­ge­mäl­de einer Gesell­schaft in der fer­nen Zukunft, die dem Unter­gang geweiht ist, aber nach der Kata­stro­phe neu erste­hen soll.

Nach den Gescheh­nis­sen in Staf­fel drei wäre es aller­dings auch eine ziem­li­che Frech­heit gewe­sen, an der Stel­le abzu­bre­chen, mit neu­en Kräf­ten die erwach­sen und Cle­ons Gene­ti­schem Impe­ri­um in Scher­ben.

Einen Start­ter­min für die vier­te Staf­fel nann­te man bei Apple und Para­mount Tele­vi­si­on Stu­di­os (dem pro­du­zie­ren­den Stu­dio) bis­her nicht.

Pro­mo­fo­to Copy­right Apple TV+

EQUILIBRIUM – in Blender realisierter Kurzfilm

Manch eine erin­nert sich viel­leicht noch, dass die 3D-Soft­ware Suite Blen­der kürz­lich für einen Ani­ma­ti­ons­film genutzt wur­de, der einen Oscar gewon­nen hat. Damit wur­de der Beweis ange­tre­ten, dass man auch mit Open Source-Soft­ware bemer­kens­wer­te Pro­jek­te rea­li­sie­ren kann. Was ihr aber viel­leicht nicht wisst ist, dass immer wie­der in Blen­der rea­li­sier­te Kurz­fil­me ver­öf­fent­licht wer­den. Die flie­gen lei­der etwas unter dem Radar, haben aber oft Sci­Fi- oder Fan­ta­sy-The­men, des­we­gen möch­te ich ver­su­chen, hier hin und wie­der wel­che vor­zu­stel­len.

Des­we­gen hier als ers­ten Ver­tre­ter davon EQUILIBRIUM. Filip ?i?a ali­as Oldman_​f schreibt dazu auf blen​der​ar​tists​.org:

Woah! 8 months in the making during 2024, and bit into 2025, I can fina­ly pre­sent to you my short film “Equi­li­bri­um”! Hea­vi­ly inspi­red by H.R. Giger’s work, com­bi­ned with Hin­du sym­bo­lism, my most chal­len­ging, but also most revar­ding pro­ject yet.
Hope you enjoy it!

After Siddhartha’s vil­la­ge is con­su­med by fla­mes and his peo­p­le are­bru­t­ally slaugh­te­red, he embarks on a jour­ney of des­pair and hope.Haunted by visi­ons of des­truc­tion, he seeks refu­ge in an anci­ent temp­le­to ask for help from a hig­her power. On his path of transformation,Siddhartha will come to under­stand that res­to­ring balan­ce requi­res­sacri­fice and con­fron­ting his own inner cha­os.

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Science Fiction: Seid woke!

Cybernetische Frau sitzt auf einem futuristischen Bett, eine ferne Erde durch ein großes, leuchtendes Fenster im Hintergrund sichtbar. Ein schwebender Felsen mit einem kleinen Baum daneben. Kühle, blaue Beleuchtung verleiht der Szene eine futuristische Atmosphäre. Oben steht „ZUKUNFT!“.

Eins vor­ab: Wer den Begriff »woke« in nega­ti­ver Kon­no­ta­ti­on benutzt, hat sich auto­ma­tisch für jeg­li­che erwach­se­ne Dis­kus­si­on dis­qua­li­fi­ziert.

Laut Duden bedeu­tet woke:

in hohem Maß poli­tisch wach und enga­giert gegen (ins­be­son­de­re ras­sis­ti­sche, sexis­ti­sche, sozia­le) Dis­kri­mi­nie­rung“.

Oder in der eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia:

Woke is an adjec­ti­ve deri­ved from Afri­can-Ame­ri­can Eng­lish used sin­ce the 1930s or ear­lier to refer to awa­re­ness of racial pre­ju­di­ce and dis­cri­mi­na­ti­on, often in the con­s­truc­tion stay woke. The term acqui­red poli­ti­cal con­no­ta­ti­ons by the 1970s and gai­ned fur­ther popu­la­ri­ty in the 2010s with the hash­tag . Over time, woke came to be used to refer to a broa­der awa­re­ness of social ine­qua­li­ties such as sexism and deni­al of LGBTQ rights.

Über­setzt:
Woke ist ein Adjek­tiv, das aus dem afro­ame­ri­ka­ni­schen Eng­lisch stammt und seit den 1930er Jah­ren oder frü­her ver­wen­det wird, um das Bewusst­sein für ras­sis­ti­sche Vor­ur­tei­le und Dis­kri­mi­nie­rung zu bezeich­nen, oft in der Kon­struk­ti­on stay woke. Der Begriff erhielt in den 1970er Jah­ren poli­ti­sche Kon­no­ta­tio­nen und gewann in den 2010er Jah­ren mit dem Hash­tag wei­ter an Popu­la­ri­tät. Im Lau­fe der Zeit wur­de woke ver­wen­det, um ein brei­te­res Bewusst­sein für sozia­le Ungleich­hei­ten wie Sexis­mus und die Ver­wei­ge­rung von LGBTQ-Rech­ten zu bezeich­nen.

Oder anders for­mu­liert: Wer nicht woke ist, ist mit hoher Wahr­schein­lich­keit ein Unsym­path. Wer »woke« als Schimpf­wort nutzt, ist ganz sicher einer.

In der deut­schen Sci­ence Fic­tion-Sze­ne pro­ben gera­de ein paar (ein­schlä­gig bekann­te) reak­tio­nä­re Männer°innen den Auf­stand, weil sie sich von irgend­wel­chen her­bei­phan­ta­sier­ten »Woken« irgend­wie unge­recht behan­delt füh­len. Des­we­gen ging es natür­lich nicht unter einem »Mani­fest« mit zuge­hö­ri­ger Web­sei­te. Ich ver­lin­ke das pein­li­che Getue hier absicht­lich nicht, denn Sicht­bar­keit hat das nicht ver­dient.

Ich fra­ge mich bei man­chen Prot­ago­nis­ten der deutsch­spra­chi­gen Sze­ne immer wie­der mal, was die an »Sci­ence Fic­tion« (ohne Bin­de­strich) nicht ver­stan­den haben. Sci­Fi stand und steht eben auch für alter­na­ti­ve Gesell­schafts- und Daseins­for­men, für die Aus­ein­an­der­set­zung mit Anders­ar­ti­gem, die Über­win­dung von Vor­ur­tei­len gegen­über »Ali­ens«, für Tole­ranz und Ver­ständ­nis – eben pro­gres­siv. Ein Behar­ren auf ewig gest­ri­gen Kon­ven­tio­nen ist genau das, was die Sci­ence Fic­tion nicht ist. Das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für Spra­che, dass die sich wei­ter ent­wi­ckelt ist eine Bin­sen­weis­heit. Und wenn die in ihren Büchern nicht gen­dern wol­len, dann zwingt sie nie­mand dazu, ver­mut­lich wer­den ihnen die übli­chen Cla­queu­re dafür sogar zuju­beln

Auf die Pos­se mit dem Cover, das wohl der eigent­li­che aus­lö­sen­de Fak­tor für das Getue war, gehe ich hier gar nicht erst ein, denn das ist alles so her­bei­kon­stru­iert, dass es weh tut. Für mich sieht es eher so aus, als gin­ge es hier in ers­ter Linie um gekränk­te Egos, weil man bei einer Preis­ver­lei­hung ver­meint­lich über­gan­gen wur­de.

Aus gege­be­nem Anlass möch­te ich des­we­gen an die­ser Stel­le noch­mal auf mei­ne Aus­schrei­bung »Zukunft!« hin­wei­sen:

Alle Details fin­den sich in einem eige­nen Arti­kel.

Kurz­fas­sung:

Schreibt Geschich­ten aus einer posi­ti­ven Zukunft, aus Gesell­schaf­ten, die so ganz anders sind, als die Reak­tio­nä­ren es wol­len.

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