AD ASTRA: ZU DEN STERNEN

AD ASTRA: ZU DEN STERNEN

AD ASTRA: Deutsch­land­start am 19. Sep­tem­ber 2019

Ent­hält am Ende Spoi­ler, ohne die man den Film nicht bespre­chen könn­te

Schon die Trai­ler lie­ßen ver­mu­ten, dass der Sci­ence Fic­tion-Film AD ASTRA nicht gera­de der Action­kra­cher-Block­bus­ter wer­den wür­de, die ansons­ten so die Kinos (und inzwi­schen auch die Fern­se­her) domi­nie­ren. Ein deut­lich geal­ter­ter Brad Pitt spielt einen Astro­nau­ten in einer ver­gleichs­wei­se nahen Zukunft, der sich auf den Weg macht, um sei­nen Vater zu suchen, eben­falls ein Astro­naut, der vor 30 Jah­ren auf einer Mis­si­on zum Nep­tun ver­schol­len ist. Was dabei her­aus­kam ist deut­lich näher am Art­house als am Block­bus­ter.

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John Scalzi: THE COLLAPSING EMPIRE

John Scalzi: THE COLLAPSING EMPIRE

John Scal­zi ist mir vom Namen her schon län­ger bekannt, unter ande­rem, weil er die SF-Par­odie REDSHIRTS ver­fass­te, gele­sen hat­te ich bis­her aber noch nichts von ihm (REDSHIRTS war lan­ge sehr teu­er, des­we­gen hat­te ich das Buch ver­wei­gert). Kürz­lich stol­per­te ich bei einer Suche nach SF-Büchern über sei­nen Roman THE COLLAPSING EMPIRE und der Begriff »Space Ope­ra« brach­te mich zusam­men mit der Buch­be­schrei­bung und dem Son­der­preis von 1,49 Euro dazu, das Buch zu erwer­ben.

Ich wur­de nicht ent­täuscht und habe mir nach dem Ende des ers­ten auch gleich den zwei­ten gekauft.

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Bandit bespricht: I AM MOTHER – von Netflix

Bandit bespricht: I AM MOTHER – von Netflix

I AM MOTHER – Bun­des­start 22.08.2019

Fluch und gleich­zei­tig Segen, das nennt man unter Film­freun­den Net­flix. Der Segen ist die sofor­ti­ge Ver­füg­bar­keit vom Fern­seh­ses­sel aus. Dass es pas­sie­ren kann sich doch ein­mal ins Kino bewe­gen zu müs­sen, um einen Film zeit­nah erle­ben zu dür­fen, könn­te man als Fluch anse­hen. Und doch ist es ein enor­mer Vor­teil, dass einem in man­chen Län­dern doch die Mög­lich­keit gege­ben wird, bestimm­te Fil­me im Vor­feld im Kino prä­sen­tiert zu bekom­men. Und in Deutsch­land ist es bei I AM MOTHER der Fall. Viel­leicht nicht bewusst nach die­sen Kri­te­ri­en erko­ren, recht­fer­tigt aus­ge­rech­net das redu­zier­te Umfeld der Film­hand­lung ein gro­ßes Bild, den maxi­mal bes­ten Raum­klang und die Wei­te eines Audi­to­ri­ums. Eigent­lich ist I AM MOTHER etwas, das man Kam­mer­spiel nen­nen könn­te, weil sich eben die Reduk­ti­on auf alle Ebe­nen aus­wirkt. Das Set-Design, die Anzahl der Dar­stel­ler, selbst die Musik­un­ter­ma­lung. Aber alles zusam­men ist stim­mig und effi­zi­ent.

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Bandit bespricht: SPIDER MAN – FAR FROM HOME

Bandit bespricht: SPIDER MAN – FAR FROM HOME

SPIDER-MAN – FAR FROM HOME – Bun­des­start 04.07.2019

Sony tat gut dar­an, die Rech­te an SPIDER-MAN etwas auf­zu­wei­chen. Das ließ das Stu­dio nicht dumm aus­se­hen, son­dern mach­te es dadurch sogar zum Sym­pa­thie­trä­ger. Denn Fans und Kri­ti­ker war­fen Sony zuerst wegen des ers­ten Reboots, schließ­lich auch bezo­gen auf die Qua­li­tät der AMAZING SPI­DER-MANs vor, weder einer Comic-Ver­fil­mung noch ins­be­son­de­re dem Cha­rak­ter gerecht wer­den zu kön­nen. Ein zwei­ter, bereits ange­dach­ter, Reboot wäre in sei­ner Akzep­tanz zum Schlacht­fest gewor­den. Sam Rai­mis drei Fil­me hat­ten im Schnitt welt­weit jeweils 800 Mil­lio­nen Dol­lar ein­ge­spielt. Die zwei Nach­fol­ger jeweils 730 Mil­lio­nen Dol­lar. Gutes Geschäft, infla­ti­ons­be­rei­nigt aller­dings eine Kata­stro­phe.

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Don’t text and swing – SPIDER-MAN: FAR FROM HOME

Don’t text and swing – SPIDER-MAN: FAR FROM HOME

Garan­tiert spoi­ler­frei

Der unin­for­mier­te Kino­gän­ger hät­te mög­li­cher­wei­se ange­nom­men, dass AVENGERS: ENDGAME der letz­te Film der Pha­se III des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se sei. Denn immer­hin schloss der einen Hand­lungs­bo­gen ab, der über mehr als zehn Jah­re gewach­sen war, etwas, das es in die­ser Form im Kino noch nie gege­ben hat­te. Doch das mit dem Abschluss stimmt nicht, denn tat­säch­lich been­det erst SPIDER-MAN: FAR FROM HOME die Pha­se III des MCU.

Und der ist viel­leicht nicht das, was die Fans von einem sol­chen Abschluss erwar­tet hät­ten. Aber exakt das haben die Mäch­ti­gen bei Mar­vel und die Macher die­ses Films genau rich­tig gemacht.

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Bandit bespricht – BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS

Bandit bespricht – BRIGHTBURN: SON OF DARKNESS

BRIGHTBURN – Bun­des­start 24.05.2019

Es ist eine klei­ne Stadt, in der Din­ge unter­ein­an­der blei­ben, egal wen es betrifft, egal um was es sich han­delt. Hier in Bright­burn regelt man Sachen im eige­nen klei­nen Kos­mos. Auch wenn das kin­der­lo­se Far­mer-Paar Brey­er plötz­lich mit einem Baby auf­war­tet, mit dem eigent­lich nicht zu rech­nen war. Sprich­wört­lich vom Him­mel ist er gefal­len, der klei­ne Bran­don, ent­wi­ckelt sich präch­tig und ist selbst­ver­ständ­li­cher Bestand­teil der nun kom­plet­tier­ten Fami­lie. Torie und Kyle las­sen kei­nen Zwei­fel dar­an, dass Bran­don der gemein­sa­me Sohn ist, und immer ihr Sohn blei­ben wird. Aber das ist nicht das Ehe­paar Kent aus Small­vil­le. Und so kön­nen sich gewis­se Din­ge auch etwas anders ent­wi­ckeln.

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Bandit bespricht – MEN IN BLACK: INTERNATIONAL

Bandit bespricht – MEN IN BLACK: INTERNATIONAL

MEN IN BLACK: INTERNATIONAL – Bun­des­start 13.06.2019

Das Wich­tigs­te natür­lich vor­ne weg. Die Fra­gen aller Fra­gen. Nicht der Anfang, nicht der Film selbst, nicht die Auf­lö­sung. Noch bevor man sich für einen Film ent­schei­det, muss man wis­sen, hat der Film eine Post-Credit-Sce­ne. Bevor man sich den Neben­säch­lich­kei­ten wid­met, sei die­se Fra­ge geklärt: Viel­leicht. Selbst her­aus­fin­den, das macht wirk­lich Spaß.

Die zwei­te der wich­tigs­ten Fra­gen über­haupt: Ist das Pferd nicht schon längst tot gerit­ten? Nein, ist es nicht. Selbst im Wahn von Sequels, Reboots und Neu­in­ter­pre­ta­tio­nen, haben die Men in Black noch lan­ge nicht ihr Plas­ma ver­schos­sen. Ein­fach selbst her­aus­fin­den, das macht näm­lich auch Spaß.

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MEN IN BLACK INTERNATIONAL

MEN IN BLACK INTERNATIONAL

Garan­tiert spoi­ler­frei.

Die Geheim­or­ga­ni­sa­ti­on MEN IN BLACK, die die Erde vor dem Abschaum des Uni­ver­sums schützt, eig­net sich auf­grund des The­mas natür­lich per­fekt für eine Film­rei­he, bei der auch mal die Haupt­fi­gu­ren wech­seln kön­nen. Nach­dem wir Tom­my Lee Jones zwei­ein­vier­tel­mal und Will Smith drei­mal im schwar­zen Anzug sehen konn­ten, bekom­men wir es dies­mal mit Tes­sa Thomp­son und Chris Hems­worth als … äh … Women In Black zu tun.

Und – soviel will ich vor­weg­neh­men – auch wenn der Film nicht der ganz gro­ße Wurf ist, habe ich mich über die gesam­te Lauf­zeit aus­ge­spro­chen gut unter­hal­ten gefühlt.

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Bandit bespricht: HIGH LIFE

Bandit bespricht: HIGH LIFE

HIGH LIFE – Bun­des­start 30.05.2019

Lieb­ha­ber des Gen­res sind intel­li­gen­ter Sci­ence Fic­tion nie abge­neigt. Hier und da sind Welt­raum­schlach­ten sehr schön anzu­se­hen, oder man lässt sich durch futu­ris­ti­sche Gedan­ken­spiel her­aus­for­dern. HIGH LIFE for­dert her­aus. Er könn­te auf hoher See spie­len, oder irgend­wo in der Wüs­te, in einem Hoch­haus, oder auf dem Mond. Die Figu­ren könn­ten alle­samt Aka­de­mi­ker sein, oder römi­sche Legio­nä­re. Die Räum­lich­kei­ten könn­ten ein Pent­house sein, oder eine ver­fal­le­ne Block­hüt­te. Die Expe­ri­men­te könn­ten das Wachs­tum von Grä­sern erfor­schen, oder das tra­gen von Ango­ra-Socken. Aber HIGH LIFE spielt im Welt­raum, in einem her­un­ter­ge­kom­me­nen Raum­schiff, mit aus­schließ­lich hoch­gra­dig Kri­mi­nel­len, die Expe­ri­men­ten zur mensch­li­chen Fort­pflan­zung aus­ge­setzt sind. Das eher­ne Ziel der Rei­se ist letzt­end­lich der Flug in ein schwar­zes Loch.

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AVENGERS: ENDGAME

AVENGERS: ENDGAME

Kann Spu­ren­ele­men­te von Spoi­lern ent­hal­ten, aber nix Schlim­mes. Ehr­lich.

Er ist das Ergeb­nis einer Rei­he von mehr als 20 Fil­men (plus Fern­seh­se­ri­en) über einen Zeit­raum von elf Jah­ren. Ein gigan­ti­sches Expe­ri­ment, das so vor­her noch nie­mand gemacht hat­te: Ein zusam­men­hän­gen­des Kino­uni­ver­sum, in dem die Fil­me zwar im Prin­zip unab­hän­gig sind, aber doch alle zusam­men­hän­gen. Nach AVENGERS: INFINITY WAR muss­te Mar­vel lie­fern, die Fort­set­zung und damit auch der abschlie­ßen­de Teil deser Pha­se des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se wur­de sehn­süch­tig erwar­tet und die Macher hät­ten das übel in den Sand set­zen kön­nen, denn wie soll man der­art viel Erwar­tungs­hal­tung erfül­len kön­nen? Muss ein der­art gehyp­ter Film nicht bei­na­he zwangs­läu­fig sein Ziel nicht errei­chen und die Erwar­tun­gen nicht erfül­len?

Ja, AVENGERS: ENDGAME hät­te übel ins Auge gehen kön­nen, aber eben nicht bei Mar­vel, denn die wis­sen ganz offen­sicht­lich was sie tun. Und dazu gehört eben auch an ers­ter Stel­le die Zuschau­er zu über­ra­schen und sie trotz­dem zufrie­den­zu­stel­len.

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Bandit bespricht: CAPTAIN MARVEL

Bandit bespricht: CAPTAIN MARVEL

CAPTAIN MARVEL – Bun­des­start 07.03.2019

Nein, hier wer­den kei­ne Tie­re bespro­chen.

Pha­se drei des »Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se« nähert sich rasend schnell dem Ende. Nicht ohne noch ein­mal ein alles ste­chen­des Ass aus dem Ärmel zu zie­hen. Vers, oder spä­ter auch Carol Dan­vers genannt. Der unbe­darf­te Zuschau­er soll­te in die­ser Bezie­hung immer etwas auf­pas­sen, wo ihn die Geschich­te mit der Figur gera­de hin­ge­führt hat. Der Nerd tut sich viel­leicht etwas ein­fa­cher. Aber kei­ne Sor­ge, ein gro­ßer Bluff wird das nicht. Auf den Namen »Cap­tain Mar­vel« wer­den aller­dings alle ver­ge­bens war­ten, jeden­falls in die­sem Film. Die Film­hel­din hat schon selbst genug damit zu tun, bis alle Kar­ten auf dem Tisch lie­gen. Nicht nur, wer denn über­haupt der Böse, noch wer sie selbst ist. Ein­her geht die Fra­ge, was dann eigent­lich ihre Bestim­mung sein soll? Natür­lich der letz­te Trumpf, aber das hat man sich für ein ande­res Mal auf­ge­ho­ben.

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Excelsior! CAPTAIN MARVEL

Excelsior! CAPTAIN MARVEL

Kann Spu­ren­ele­men­te von Spoi­lern ent­hal­ten

Bemer­kens­wert vor­weg: Beim Mar­vel-Intro vor deren Fil­men sieht man übli­cher­wei­se Sze­nen und Figu­ren aus ver­gan­ge­nen Pro­duk­tio­nen, durch die »geblät­tert wird« und dar­aus ent­steht das Logo. Das Blät­tern wird auch hier natür­lich wie­der ver­wen­det, alle Sze­nen sind aller­dings Stan Lee-Came­os, dem der Film auch gewid­met wur­de. Da kann man schon mal ein Trän­chen ver­drü­cken.

Nach AVENGERS: INFINITY WAR frag­te man sich: Was wür­de Mar­vel tun, um da noch einen drauf­zu­set­zen? Die Ant­wort ist so ein­fach wie uner­war­tet: Sie tun es nicht. CAPTAIN MARVEL nimmt sich in Sachen Bom­bast und Epik im Ver­gleich mit INFINITY WAR ganz erheb­lich zurück – und das hat dem Film sehr gut getan.

Noch dazu ist es der ers­te Strei­fen des Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se mit einer Hel­din als Haupt­rol­le – vie­le hat­ten gesagt, das sei längst über­fäl­lig, und das sicher voll­kom­men zu recht. Und wie fast schon zu erwar­ten lie­fert Mar­vel nicht nur, sie tun das auch noch in einer erfreu­lich unauf­ge­reg­ten, undog­ma­ti­schen und unter­halt­sa­men Wei­se.

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