CRIMINAL ACTIVITIES

CRIMINAL ACTIVITIES

Poster Criminal ActivitiesCRI­MI­NAL AC­TIVI­TIES – Bun­des­start 31.03.2016

Nach 42 Jah­ren im Film­ge­schäft hat es Jackie Ear­le Ha­ley doch ein­mal ge­wagt, selbst ei­nen Film zu in­sze­nie­ren. Er­staun­li­ch, dass er sich da­bei auf den Dreh­buch-De­bü­tan­ten Ro­bert Lo­well ver­ließ. Aber Ha­ley schien sich ge­dacht zu ha­ben, auf al­les oder nichts zu set­zen. Letzt­end­li­ch lag er da­mit nicht kom­plett da­ne­ben. CRI­MI­NAL AC­TIVI­TIES at­met ein biss­chen die At­mo­sphä­re ei­ner Fin­ger­übung, im­mer wie­der gut, aber nicht ganz rund. Die Ein­flüs­se der Wer­ke von Mat­t­hew Vaughn und Guy Rit­chie sind da­bei un­ver­kenn­bar. Aber auch das ist voll­kom­men in Ord­nung. Lie­ber gut ko­piert, als schlecht er­fun­den. CRI­MI­NAL AC­TIVI­TIES wird kei­ne tie­fen Spu­ren hin­ter­las­sen, soll­te al­ler­dings wahr­ge­nom­men wer­den.

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MORGEN HÖR ICH AUF – SCHÖNER SCHEIN

MORGEN HÖR ICH AUF – SCHÖNER SCHEIN

Promofoto "Morgen hör ich auf"

Als Dr. Nor­bert Himm­ler, der Pro­gramm­chef des ZDF, mit der Aus­sa­ge »Wir ma­chen ein deut­sches BREA­KING BAD« aus der ver­staub­ten öf­fent­li­ch-recht­li­chen Höh­le kam, blieb dem Fern­seh­zu­schau­er, der US- und bri­ti­sche Se­ri­en kennt ei­gent­li­ch nur eins: mit­lei­di­ges Hohn­la­chen. Denn deut­sche Pro­duk­tio­nen ge­ra­de bei den öf­fent­li­ch-recht­li­chen Sen­dern zeich­nen sich durch al­les aus, aber ga­ran­tiert nicht durch Ori­gi­na­li­tät, Cool­ness und fri­sche Ide­en. Eher durch ab­ge­dro­sche­ne The­men, tau­send­fach ko­pier­te Kli­schee-Cha­rak­te­re und in den mei­sten Fäl­len gäh­nen­de Lan­ge­wei­le, also al­les kom­plett an­ders als bei den auf­wän­dig pro­du­zier­ten und von Kri­ti­kern wie Fans ge­lob­ten aus­län­di­schen Se­ri­en. Es ist mir auch völ­lig schlei­er­haft, wie je­mand in ei­ner sol­chen Po­si­ti­on eine der­art dum­me Aus­sa­ge ma­chen kann, von der je­der weiß, dass sie in kei­nem Fall ein­ge­hal­ten wer­den kann, auch wenn na­tür­li­ch der Wer­be­ef­fekt ei­nes sol­chen mar­ki­gen Spru­ches nicht un­ter­schätzt wer­den darf. Da­mit wird aber na­tür­li­ch eine Er­war­tungs­hal­tung und ein Druck auf die Krea­ti­ven er­zeugt, die völ­lig un­fair sind, denn hier­zu­lan­de ste­hen üb­li­cher­wei­se we­der die tech­ni­schen noch die fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung wie eben bei­spiels­wei­se für BREA­KING BAD. Ich glau­be in­ten­siv, dass es mehr als ge­nug Krea­ti­ve gibt, die so et­was den­no­ch schaf­fen könn­ten, aber die wer­den von den Ver­ant­wort­li­chen bei den Sen­dern ent­we­der igno­riert oder an ei­ner ganz kur­zen Ket­te ge­hal­ten.

Und so hab ich mir die Pi­lo­t­epi­so­de von MOR­GEN HÖR ICH AUF dann mal an­ge­se­hen, ohne all­zu viel zu er­war­ten – aber meckern soll man eben erst, wenn man et­was ge­se­hen hat, nicht vor­her.

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VERONICA MARS

VERONICA MARS

Poster Veronica MarsVE­RO­NI­CA MARS – Bun­des­start 13.03.2014

Dies ist de­fi­ni­tiv ein Film, der mehr durch sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te auf­fällt, als durch sei­ne fil­mi­sche Um­set­zung. Nach neun Jah­ren muss das ehe­ma­li­ge Schnüff­ler-Ge­nie Ve­ro­ni­ca Mars zu­rück in ihre Hei­mat­stadt Nep­tun. Ei­gent­li­ch ist sie nach er­folg­rei­chem Jura-Stu­di­um kurz da­vor, eine Stel­le bei ei­ner an­ge­se­he­nen Kanz­lei an­zu­tre­ten. Doch der An­ruf ih­res ehe­ma­li­gen Freun­des Lo­gan, schiebt das Vor­ha­ben erst ein­mal zur Sei­te. Lo­gan steht ihm Ver­dacht, sei­ne Freun­din, die Sän­ge­rin Car­rie Bi­shop, um­ge­bracht zu ha­ben. Da sich vie­le An­wäl­te um den Fall rei­sen, bit­tet Lo­gan Ve­ro­ni­ca für ihn die be­ste Wahl zu tref­fen. Na­tür­li­ch kommt es, wie es kom­men muss. Ve­ro­ni­ca zieht bald mit Ka­me­ra und neu­gie­ri­gem Blick durch Nep­tun, und be­ginnt am Fall her­um­zu­schnüf­feln. Und so wie sich die Mör­der-Hatz ent­wickelt, könn­te die Ge­schich­te so­gar mit den Er­eig­nis­sen zu­sam­men­hän­gen, mit dem die De­tek­ti­vin der­ein­st ihre Lei­den­schaft fürs Er­mit­teln be­gann.

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DIE UNFASSBAREN – NOW YOU SEE ME

now you see me

NOW YOU SEE ME – Bun­des­start 11.07.2013

Das alte Spiel mit Il­lu­si­on und Täu­schung, mit dem Of­fen­sicht­li­chen und dem Un­schein­ba­ren. Das letz­te Mal hat Chri­sto­pher No­lan mit PRE­STI­GE das Pu­bli­kum mit der Fas­zi­na­ti­on für Ma­gie ver­zau­bert. Jetzt geht es hip­per, lau­ter und ex­zes­si­ver auf die Büh­ne. War Nolans Film noch ganz der Aus­ein­an­der­set­zung mit der Il­lu­si­on ge­wid­met, wen­det sich Louis Le­ter­ri­ers NOW YOU SEE ME stär­ker dem aus­ge­klü­gel­ten Plot ei­nes ins De­tail ge­plan­ten Raub­über­fal­les zu. Es ist so­zu­sa­gen RI­FI­FI, nur mit we­sent­li­ch mehr Dia­log und noch viel lau­te­rer Mu­sik. Und mit ei­nem der­ar­ti­gen En­sem­ble kann man nichts fal­sch ma­chen, müss­te man mei­nen. Vier mehr oder we­ni­ger ta­len­tier­te Ma­gier mit Ta­schen­spie­ler­tricks, wer­den von ei­nem Un­be­kann­ten zu­sam­men­ge­bracht. Und schon ein Jahr spä­ter ste­hen sie ver­eint als die »Vier Rei­ter« auf ei­ner ganz gro­ßen Büh­ne, vor ei­nem noch grö­ße­ren Pu­bli­kum in Las Ve­gas. Mit ei­ner spek­ta­ku­lä­ren Il­lu­si­on, mit der sie an­geb­li­ch von der Büh­ne in Las Ve­gas aus, eine Bank in Pa­ris aus­rau­ben, brin­gen sie FBI und In­ter­pol ge­gen sich auf. Aber Pa­ris war erst das »Ver­spre­chen«, der er­ste Akt ei­nes auf drei Shows aus­ge­leg­ten Coup.

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TATORT mit Till – Willkommen bei … nichts Neuem

Was die­ser Ar­ti­kel mit Phan­ta­stik zu tun hat? Nichts. Er hat al­ler­dings et­was mit der deut­schen Fern­seh­land­schaft zu tun und da­mit, dass die­se wei­test­ge­hend un­zu­mut­bar ist. Phan­ta­stik fin­det im Ver­gleich zu Groß­bri­tan­ni­en oder den USA nicht statt, an­de­re Se­ri­en­for­ma­te glän­zen durch hun­dert­mal wie­der­ge­käu­tes ohne Neu­es oder gar Pep. Wenn mal eine TV-Pro­duk­ti­on hoch­ge­lobt wird, hat sie mit Emi­gran­ten, Ver­trie­be­nen, dem zwei­ten Welt­krieg, oder al­lem zu­sam­men zu tun.

Ich gebe es of­fen zu: deut­sches Un­ter­hal­tungs­fern­se­hen im All­ge­mei­nen und den TAT­ORT im Be­son­de­ren fin­de ich üb­li­cher­wei­se un­er­träg­li­ch. Till Schwei­ger ist mir eher egal, ich muss mir Fil­me mit ihm nicht an­se­hen, weil es sich da­bei um deut­sche Fil­me han­deln wür­de – und die ge­hen ein­fach nicht. Ich woll­te mir auch die­sen TAT­ORT nicht an­se­hen, auf­grund ei­ni­ger Kom­men­ta­re dazu habe ich es dann doch ge­tan. Ich habe mich schon mal mehr ge­lang­weilt, aber es war ganz okay. Ganz okay be­deu­tet nicht, dass ich das für die Ret­tung des deut­schen Fern­se­hens hal­te.

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SKYFALL – nicht durchgefallen

Die­se Be­spre­chung ent­hält de­fi­ni­tiv ge­rühr­te und ge­schüt­tel­te Spoi­ler. Aber kei­ne Oli­ven.

Ei­gent­li­ch woll­te ich mir den neu­esten Bond gar nicht im Kino an­se­hen. CA­SI­NO ROYA­LE und A QUAN­TUM OF SO­LA­CE wa­ren auch nur über den Bea­mer ge­flim­mert und hat­ten mir nicht wirk­li­ch ge­fal­len. Der Grund ist ein­fach: wenn ich ei­nen Bond se­hen möch­te, möch­te ich ei­nen Bond se­hen – und nicht ei­nen ein­fa­chen Agen­ten­film, denn da­von gibt es oh­ne­hin schon ge­nug. Die bei­den er­sten Strei­fen mit Craig hat­ten für mich zu we­nig mit dem zu tun, was man aus fast fünf­zig Jah­ren 007-Film kennt, hät­te man den Na­men »Bond« ge­gen ei­nen an­de­ren aus­ge­tauscht, hät­te das kaum je­mand be­merkt. Ins­be­son­de­re stör­te mich die fast völ­li­ge Ab­we­sen­heit von Hu­mor, we­ni­ger das Feh­len der für die Rei­he ty­pi­schen Tech-Gim­micks.

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SKYFALL hebt ab

End­li­ch kön­nen die un­ver­bes­ser­li­chen Pu­ri­sten und un­be­lehr­ba­ren Bes­ser­wis­ser schwei­gen. Ja­mes Bond ist im Dien­ste ih­rer Ma­je­stät an­ge­kom­men, wo ihn die mo­der­nen Ki­no­ver­bes­se­rer und fest­ge­fah­re­nen Fan­hor­den glei­cher­ma­ßen ha­ben woll­ten. Der alte Bond ist zu­rück, und zeigt sich da­bei in voll­kom­men mo­der­nem Ge­wand. Da­mit sind kei­nes­wegs die maß­ge­schnei­der­ten An­zü­ge ge­meint, son­dern eine mensch­li­che Ent­wick­lung, wel­che bei CA­SI­NO ROYA­LE Er­stau­nen her­vor­rief und bei QUAN­TUM OF SO­LA­CE mit trot­zi­ger Ab­leh­nung auf­ge­nom­men wur­de.
SKY­FALL ist der Film, der alle ver­gan­ge­nen Res­sen­ti­ments und an­geb­li­chen Schwä­chen zu recht­fer­ti­gen ver­steht. Dies ist ge­n­au der Weg, den die Iko­ne des Agen­ten­films ge­hen mus­s­te, um er­starkt sei­nen Platz in der hart um­kämpf­ten Fi­nanz­welt des Ki­nos zu be­haup­ten. Da­bei geht es nicht um das Geld als sol­ches, son­dern auch um die Chan­ce für EON und die be­tei­lig­ten Stu­di­os, dem be­gie­ri­gen Zu­schau­er mit Mut und In­no­va­ti­on hand­fe­ste und grund­ehr­li­che Un­ter­hal­tung zu bie­ten.

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Miriam Pharo – PRÄLUDIUM

Nach SCHLAN­GEN­FUT­TER und SCHAT­TEN­SPIE­LE legt die Au­to­rin Mi­ri­am Pha­ro mit PRÄ­LU­DI­UM den drit­ten Band um die Po­li­zei-Sek­ti­on 3 der Me­tro­po­le Han­se­a­po­lis vor. Er­neut wird das Er­mitt­ler­team Eli­as Kosloff und Louann Ma­ri­no mit ei­nem un­durch­sich­ti­gen Fall kon­fron­tiert und er­neut müs­sen die De­tec­tives fest­stel­len, dass sich hin­ter ei­nem ver­meint­li­ch simp­len Ver­bre­chen viel mehr ver­birgt, als man an­ge­nom­men hät­te.

Ich war sehr ge­spannt, ob die Au­to­rin in der Lage sein wür­de, die Qua­li­tät des vor­an­ge­gan­ge­nen Dop­pel­ban­des hal­ten zu kön­nen. Wo­bei in den er­sten bei­den Ro­ma­nen eine Ge­schich­te er­zählt wird, im Fal­le von PRÄ­LU­DI­UM ist die Hand­lung ab­ge­schlos­sen. Auch die­ses Buch ist beim Aca­bus-Ver­lag er­schie­nen.

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Bond bei Cross Cult: MOONRAKER und LEBEN UND STERBEN LASSEN

Man mag es ei­gent­li­ch kaum glau­ben, aber ei­ner der be­kann­te­sten Kri­mi-Hel­den der Welt war lan­ge Zeit nicht als Buch er­hält­li­ch. Sei­ne Aben­teu­er sind – nach HAR­RY POT­TER – die er­folg­reich­ste Li­te­ra­tur­ver­fil­mung der Ki­no­ge­schich­te, die li­te­ra­ri­sche Vor­la­ge blieb al­ler­dings in den Ver­lags­kel­lern und war nur an­ti­qua­ri­sch zu be­kom­men. Aber das War­ten hat ein Ende: zum 50­sten Ge­burts­tag der Ja­mes Bond–Fil­me bringt Cross Cult alle 14 Ro­ma­ne von Ian Fle­ming wie­der auf den Markt, in neu­er Über­set­zung – und end­li­ch un­ge­kürzt.

Dank ei­ner freund­li­chen Spen­de von Phan­ta­News konn­te ich MOON­RA­KER und LE­BEN UND STER­BEN LAS­SEN er­neut le­sen und den ech­ten Ja­mes Bond ge­nie­ssen.

Wer nun glaubt: Ach die Sto­ry ken­ne ich doch schon, dem sei ge­sagt, dass die Fil­me nur sehr am Rand mit den Bü­chern zu tun ha­ben. Dies ist be­son­ders gut an MOON­RA­KER zu er­klä­ren. Wäh­rend im Film Ro­ger Moo­re mit dem da­mals hoch­mo­der­nen Space Shut­tle die Welt ret­tet, wur­de der Ro­man zu ei­ner Zeit ge­schrie­ben, als an eine Mond­lan­dung noch gar nicht zu den­ken war (1955), ge­schwei­ge denn an ein Space Shut­tle. Den­no­ch wer­de ich hier nichts zur Ge­schich­te der Bü­cher sel­ber er­zäh­len, ich will nicht spoi­lern und die gro­be Ge­schich­te soll­te hin­rei­chend be­kannt sein. Viel span­nen­der ist der Ver­gleich zwi­schen al­ter und neu­er Auf­la­ge. Was hat sich ge­än­dert, was ist gleich ge­blie­ben und vor al­lem: Lohnt sich die (Neu-)Anschaffung?

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TAKEN 2 entführt einen nicht

96 HOURS – TA­KEN 2 / Deutsch­land­pre­mie­re 11.10.2012

Wenn Liam Nee­son da­mit ko­ket­tiert, er habe für den er­sten TA­KEN nur un­ter­schrie­ben, weil er glaub­te es wäre eine Di­rekt-auf-DVD-Pro­duk­ti­on, dann mag in dem Witz schon auch ei­ni­ges an Wahr­heit mit­schwin­gen. Die Aben­teu­er des Ex-Agen­ten Bryan Mills wa­ren aber auch zu ab­surd ein­fach ge­strickt, dass TA­KEN als ernst­haf­ter Film kaum in Be­tracht ge­zo­gen wer­den konn­te. Der in Deutsch­land sin­ni­ger­wei­se 96 HOURS be­ti­tel­te Film (Gra­tu­la­ti­on an den Ver­lei­her) zog mit sei­ner ge­ra­de­zu pro­vo­zie­ren­den Ge­rad­li­nig­keit wi­der Er­war­ten die Mas­sen ins Kino, welt­weit. Das er dann auch im Sin­ne der Pro­du­zen­ten funk­tio­nier­te, war zwei­fel­los dem schnör­kel­lo­sen Spiel und kör­per­li­chen Ein­satz von Liam Nee­son zu ver­dan­ken, bei des­sen Na­men man so­fort fragt, was ihn zu so ei­ner Pro­duk­ti­on trei­ben könn­te. Es hat den da­mals be­reits 56 Jäh­ri­gen Cha­rak­ter­dar­stel­ler zum Ac­tion-Star ge­macht, zu ei­nem Hel­den den man sei­nen phy­si­schen Ein­satz auch ab­kauft. In ei­nem Al­ter, bei dem es in Hol­ly­wood kei­ne Chan­ce ge­ge­ben hät­te.

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Bandits Kommentar: Adele, ein Lied und die Freude der Fans

Gro­ßes Brim­bo­ri­um. Ja­mes Bond wird 50 Jah­re. Am 5. Ok­to­ber 1962 hat­te der Film DR. NO in Eng­land Pre­miè­re. Ein dank­ba­res The­ma, das die Me­di­en un­dif­fe­ren­ziert auf­grei­fen. Bond wird 50, der 5. Ok­to­ber wird zum Bond-Tag aus­ge­ru­fen. Und weil der drei­und­zwan­zig­ste Ja­mes-Bond-Film vor der Tür steht, ze­le­briert man die­sen Tag mit der Pre­miè­re des ge­sun­ge­nen Strei­ches für den jüng­sten Film SKY­FALL. Le­dig­li­ch die von den Gro­ßen ger­ne igno­rier­ten Blogs ma­chen dar­auf auf­merk­sam, das Bond be­reits seit 1953 in Buch­form auf dem Markt ist, und be­reits 1954 ein­mal für das Fern­se­hen ver­filmt wur­de. Die­se Igno­ranz ist scha­de, weil sich das Phä­no­men Bond eben nicht ein­zig auf die von EON-Pro­duc­tions ge­mach­ten Fil­me be­schrän­ken lässt. Aber mit ei­nem grif­fi­gen Ju­bi­lä­um er­regt man ein­fach mehr Auf­merk­sam­keit, so­mit fiel der wer­ben­de Ef­fekt für den Ti­tel­song SKY­FALL weit hö­her aus. Ade­le hat ihn kom­po­niert, zu­sam­men mit ih­rem Lang­zeit-Kol­la­bo­ra­teur Paul Ep­wor­th. Was bei die­ser Kom­po­si­ti­on al­ler­dings auf­fällt, ist die Ab­we­sen­heit von Film­kom­po­ni­st Tho­mas New­man, der SKY­FALL or­che­stral ver­to­nen wird.

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Miriam Pharo – SEKTION 3|HANSEAPOLIS: SCHATTENSPIELE

In Mi­ri­am Pha­ros Sci­en­ce Fic­tion-Thril­ler SCHAT­TEN­SPIE­LE wird die Hand­lung aus dem er­sten Ro­man der Rei­he un­ter dem Ti­tel SCHLAN­GEN­FUT­TER fort­ge­setzt. Wei­ter­hin ver­sucht das Er­mitt­ler­team der Sek­ti­on 3, be­stehend aus dem er­fah­re­nen aber un­durch­sich­ti­gen Eli­as Kosloff und »der Neu­en« Louann Ma­ri­no, die zahl­lo­sen of­fe­nen Fä­den aus dem er­sten Band zu ent­wir­ren und neu zu ver­knüp­fen. Das wird umso schwie­ri­ger, als die Lö­sung of­fen­bar in die höch­sten Krei­se von Han­se­a­po­lis reicht und Kor­rup­ti­on so­wie Ein­fluss­nah­me auf die Ar­beit der Po­li­zei im Jahr 2066 eher die Re­gel als die Aus­nah­me dar­stel­len …

Ich war äu­ßer­st ge­spannt, ob Mi­ri­am Pha­ro in der Lage sein wür­de, das durch­weg hohe Ni­veau und die an­spre­chen­de Thril­ler-Hand­lung so­wie die groß­ar­ti­ge Be­schrei­bung ei­ner we­ni­ger groß­ar­ti­gen Zu­kunft des Vor­gän­gers in der Fort­set­zung wei­ter zu füh­ren.

Vor­ab kann ich sa­gen:  ich wur­de nicht ent­täuscht!

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