Tommy Krappweis’ GHOSTSITTER-Hörspiel bei Audible

Tommy Krappweis’ GHOSTSITTER-Hörspiel bei Audible

Tom­my Krapp­weis schreibt be­kann­ter­ma­ßen an ei­ner Ju­genbuch­rei­he mit dem Ti­tel GHOST­SIT­TER. Die soll es zu­künf­tig nicht nur auf Pa­pier, son­dern auch auf die Oh­ren ge­ben. Ama­zon Mu­sic und Au­di­ble pro­du­zie­ren ein Hör­spiel – und das mit durch­aus be­kann­ten Stim­men:

Un­ter an­de­rem wur­den zu­sam­men­ge­trom­melt: Chri­stoph Ma­ria Herbst (STROM­BERG), Bern­hard Hoëcker (SWITCH), Wi­gald Bo­n­ing (RTL SAMS­TAG NACHT), Hugo Egon Bal­der (GE­NI­AL DA­NE­BEN), Jo­sef Han­nes­schlä­ger (RO­SEN­HEIM COPS) und Ca­rin C. Tiet­ze (SOKO STUTT­GART). Und auch Tom­my Krapp­weis selbst wird eine Rol­le spre­chen.

Der On­line­händ­ler Ama­zon rea­li­siert über sei­ne Hör­spiel­spar­te Au­di­ble ein acht­tei­li­ges Hör­spiel mit Epi­so­den von 60 – 75 Mi­nu­ten Län­ge, die ab Ok­to­ber 2017 er­hält­lich sein wer­den. Man wir es so­wohl über Ama­zon Mu­sic ge­streamt und zum Down­load be­kom­men kön­nen, wie über Au­di­ble als Stream.

Zur Sto­ry:

Tom (Fe­lix Strü­ven) hat eine Gei­ster­bahn mit quick­le­ben­di­gen Gei­stern ge­erbt! Und die im Zaum und ge­heim zu hal­ten, ist gar nicht so ein­fach: Vam­pir Vla­rad (Chri­stoph Ma­ria Herbst) mu­tiert dum­mer­wei­se bei Blut­kon­sum zum je­wei­li­gen Spen­der­we­sen, mei­stens zu Meer­schwein­chen. Mit Zom­bie Wom­bie (Tom­my Krapp­weis) ist nicht zu spa­ßen, wenn man sei­nem Plüsch­häs­chen zu nahe kommt, und Hop-Tep (Ka­rim El Kam­mou­chi), die Mu­mie, kann auf­grund der Ban­da­gen um den Kopf nur te­le­pa­thisch kom­mu­ni­zie­ren. Au­ßer­dem wä­ren da noch Wer­wolf Welf (Det­lef Tams), dem man bei Voll­mond bes­ser nicht be­geg­net, und Ge­spen­ster­mäd­chen Mimi (Pau­li­na Rüm­melein). Bei die­ser gei­ster­haf­ten Cha­os­trup­pe ist echt ein Pro­fi ge­fragt – und Tom ist das ge­naue Ge­gen­teil. Dass er aber trotz­dem ge­nau der Rich­ti­ge für den Job als »Ghost­sit­ter« ist, be­weist er ein ums an­de­re Mal mit viel Witz und Ein­falls­reich­tum.

Noch bis zum 4. Mai 2017 hat man Zeit, ein Be­wer­bungs­vi­deo auf In­sta­gram mit dem Hash­tag #ghost­sit­ter hoch­zu­la­den. Wer die mei­sten Li­kes er­hält, be­kommt eine Spre­cher­rol­le. Vor­aus­set­zung: Min­dest­al­ter 16 Jah­re. Alle De­tails bei Ama­zon.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Ama­zon, Pro­mo­gra­fik Co­py­right Ama­zon Mu­sic & Au­di­ble

Anderson und Duchovny in X-FILES-Hörspielen bei Audible

Anderson und Duchovny in X-FILES-Hörspielen bei Audible

Zwar sind die Ver­hand­lun­gen mit Fox um neue Fol­gen des Re­vi­vals der Kult-My­ste­ry-Se­rie X-FILES (AKTE X) noch nicht zu ei­nem Er­geb­nis ge­kom­men, wei­te­re Aben­teu­er um die FBI-Agen­ten Mul­der und Scul­ly wird es al­ler­dings als Hör­spie­le ge­ben. An de­nen kann man sich er­freu­en falls man der eng­li­schen Spra­che mäch­tig ist.

Au­di­ble Stu­di­os wird un­ter dem Ti­tel X-FILES: COLD CA­SES neue Fäl­le, die es nicht in eine TV-Epi­so­de ge­schafft ha­ben, als Hör­spie­le ver­öf­fent­li­chen. Die Epi­so­den ba­sie­ren auf den von Joe Har­ris ge­schrie­be­nen Co­mics und sol­len nach dem Ki­no­film I WANT TO BE­LIE­VE han­deln. Eben­falls als »Crea­ti­ve Di­rec­tor« da­bei ist Se­ri­en­schöp­fer Chris Car­ter. Die Au­dio-Ad­ap­ti­on stammt von Dirk Maggs (THE HITCHHIKER’S GUI­DE TO THE GA­LA­XY).

Gil­li­an An­der­son und Da­vid Duchov­ny über­neh­men er­neut die Rol­len von Dana Scul­ly und Fox Mul­der. Wei­ter­hin sind mit da­bei: Mitch Pi­leg­gi als Di­rec­tor Skin­ner, Wil­liam B. Da­vis als Krebs­kan­di­dat, so­wie Tom Braid­wood, Dean Hag­lund und Bruce Har­wood als die Lone Gun­men.

Der Start X-FILES: COLD CA­SES bei Au­di­ble ist am 18. Juli 2017 (bei Ama­zon Deutsch­land sind sie al­ler­dings noch nicht ge­li­stet)

Pro­mo­gra­fik X-FILES: COLD CA­SES Co­py­right Audible/Amazon

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Audible LogoEs ging in den ver­gan­ge­nen Ta­gen nicht nur durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald, da sich na­tür­lich auch die Tot­holz­me­di­en dar­auf ge­stürzt ha­ben: Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels hat durch­ge­boxt, dass sich das Bun­des­kar­tell­amt mit Ap­ple, Au­di­ble und Ama­zon be­fasst. Man be­klagt, wie im­mer laut­hals, dass Ama­zon 90% der nicht­phy­si­schen Hör­bü­cher ver­kauft (eben auch via Ap­ple, die durch Au­di­ble be­lie­fert wer­den). Und dass des­we­gen alle ster­ben wer­den, vor al­lem der Buch­han­del.

Da fra­ge ich mich na­tür­lich als Al­ler­er­stes: In wel­cher Buch­hand­lung kann ich denn MP3s oder Streams von Hör­bü­chern kau­fen? (und kommt mir bit­te nicht da­mit, dass es auch CDs gibt, auf de­nen sich MP3s be­fin­den)

Alex­an­der Ski­pis, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bör­sen­ver­eins, sag­te:

Hör­buch­ver­la­ge brau­chen eine ad­äqua­te Mög­lich­keit, ihre Hör­bü­cher auch un­ab­hän­gig von Au­di­ble ver­trei­ben zu kön­nen. Das ist in der der­zei­ti­gen Kon­stel­la­ti­on nicht mög­lich

Wenn wir mal ehr­lich sind, ist die Tat­sa­che, dass Ama­zon 90% der Hör­buch-Down­loads in Deutsch­land ver­tickt, nur ei­nes: eine pein­li­che Bank­rott­er­klä­rung der Bran­che. Die zeigt, dass die auch bei die­sem Me­di­um die Ent­wick­lung und den Me­di­en­wan­del aber so­was von voll­stän­dig im tief­sten Schlum­mer ver­passt hat.

Pi­kant ist da­bei vor al­lem eins: Der deut­sche Ab­le­ger von Au­di­ble ge­hör­te zu nicht ge­rin­gen Tei­len Holtz­brink, Lu­eb­be und Ran­dom Hou­se (ali­as Ber­tels­mann), und die ha­ben Ama­zon ihre An­tei­le 2009 ver­kauft, ver­mut­lich mit Dol­lar­zei­chen in den Au­gen, und froh dar­über, die ver­meint­lich schwä­cheln­de Fir­ma los­zu­wer­den? Nein, denn be­reits 2009 war Au­di­ble ei­ner der er­folg­reich­sten Hör­buch-An­bie­ter in Deutsch­land (wenn nicht so­gar der er­folg­reich­ste). Und der könn­te noch heu­te Holtz­brink, Lu­eb­be und Ran­dom Hou­se ge­hö­ren, wenn sie ihn nicht an … Mo­ment mal, wer war das noch gleich? Ach ja! Ama­zon ver­tickt hät­ten.

Und ge­gen Ama­zon kommt man in Sa­chen Hör­buch na­tür­lich nur durch eine Be­schwer­de beim Bun­des­kar­tell­amt an …

Merkt ihr selbst, oder?

Au­di­ble-Logo Co­py­right Ama­zon

Nachtrag zu »Amazon will Buchhandelsstrukturen zerstören«

Nachtrag zu »Amazon will Buchhandelsstrukturen zerstören«

audiobookGe­stern schrieb ich et­was über das Ge­jam­me­re des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels zum The­ma Au­di­ble bzw. Ama­zon und de­ren Vor­ha­ben, ein Flat­rate­mo­dell für Hör­bü­cher ein­zu­füh­ren. Dazu habe ich in der Wi­ki­pe­dia noch ein amü­san­tes De­tail ge­fun­den:

Das deut­sche Un­ter­neh­men, die Au­di­ble GmbH wur­de 2004 als Joint Ven­ture von der Au­di­ble Inc. so­wie den Ver­lags­grup­pen Holtz­brinck Ven­tures GmbH und Ran­dom Hou­se GmbH ge­grün­det. 2006 kauf­te sich die Ver­lags­grup­pe Lüb­be GmbH eben­falls als Ge­sell­schaf­ter bei der Au­di­ble GmbH ein. Die Au­di­ble Inc. wur­de 2008 von der Amazon.com Inc. (NASDAQ: AMZN) zum Preis von 300 Mio. US$ ge­kauft. 2009 kauf­te Ama­zon die An­tei­le der an­de­ren Part­ner des deut­schen Joint Ven­ture auf.

Quel­le

Wir las­sen uns das auf der Zun­ge zer­ge­hen: Nam­haf­te deut­sche Ver­la­ge wa­ren Mit­in­ha­ber von Au­di­ble, ha­ben aber an Ama­zon ver­tickt – über die Grün­de könn­te man jetzt spe­ku­lie­ren …

Bild: Au­dio­book von Jef­f_Gol­den auf flickr, CC BY-SA

Börsenverein: »Amazon will Buchhandelsstrukturen zerstören« – mit anderen Worten: Mimimi!

Börsenverein: »Amazon will Buchhandelsstrukturen zerstören« – mit anderen Worten: Mimimi!

audiobookLaut ei­nem Ar­ti­kel auf Bör­sen­blatt On­line will der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels ge­gen Plä­ne von Ama­zon bzw. de­ren Toch­ter Au­di­ble vor­ge­hen, ein Flat­rate-Mo­dell für Hör­bü­cher ein­zu­füh­ren. Man habe sich des­halb beim Bun­des­kar­tell­amt und der EU-Kom­mis­si­on über die­ses Ver­hal­ten be­schwert. Bör­sen­ver­sins-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Alex­an­der Ski­pis sag­te: »Das Ge­schäfts­mo­dell von Ama­zon und Au­di­ble zielt dar­auf ab, die aus­ge­zeich­ne­ten Buch­han­dels­struk­tu­ren in Deutsch­land zu zer­stö­ren.«

Aha. Ich weiß ja nicht, ob ir­gend­je­mand in den hö­he­ren Eta­gen des Bör­sen­ver­eins bis­wei­len Mu­sik hört. Falls ja, könn­te den­je­ni­gen auf­ge­fal­len sein, dass die An­zahl an Plat­ten­lä­den in den In­nen­städ­ten dra­ma­tisch zu­rück­ge­gan­gen ist, man be­kommt Ton­trä­ger in­zwi­schen fast aus­schließ­lich bei gro­ßen Ket­ten wie Sa­turn oder Me­dia Markt – wenn über­haupt. Grund: Es ist viel ein­fa­cher und be­que­mer, sich sei­ne Mu­sik als mp3-Da­tei on­line zu kau­fen und her­un­ter­zu­la­den. Auch wenn man beim Bör­sen­ver­ein viel­leicht meint, dass Hör­bü­cher aber doch et­was künst­le­risch und kul­tu­rel­les be­son­ders Wert­vol­les sei­en (träumt wei­ter, sie sind auch nur Me­di­en wie alle an­de­ren), blei­ben sie doch letzt­end­lich nur Au­dio­da­tei­en. Und für die gilt das­sel­be: Man kauft sie eher on­line als off­line. Das bie­tet Au­di­ble an. Of­fen­bar bes­ser als der Rest, denn sie ha­ben 90% Markt­an­teil bei Hör­bü­chern in Deutsch­land (weil sie auch App­les iTu­nes be­lie­fern).

Und wer sonst noch? Auch hier hat die Bran­che wie schon bei den eBooks wie­der mal seit Jah­ren kom­plett ver­schla­fen, ein brauch­ba­res Al­ter­na­tiv­an­ge­bot auf die Bei­ne zu stel­len. Und auch den Buch­händ­lern hät­te mal auf­ge­hen kön­nen, dass Hör­bü­cher den­sel­ben Weg wie die CD nicht nur ge­hen könn­ten, son­dern muss­ten. Statt sich selbst für die­se ekla­tan­ten Un­ter­las­sun­gen zu kri­ti­sie­ren, ist mal wie­der Ama­zon der Böse – weil die ein er­folg­rei­ches Ge­schäfts­mo­dell ha­ben. Und weil die Bran­che auf­grund ih­rer Ver­säum­nis­se nicht nur kein Al­ter­na­tiv­an­ge­bot hat, son­dern auch in ab­seh­ba­rer Zeit keins am Ho­ri­zont zu se­hen ist. Das Pro­blem ist er­neut kom­plett selbst­ge­macht.

Mimi­mi.

[Up­date 22.09.2015] Es gibt ei­nen Nach­trag zu die­ser Nach­richt.

Bild: Au­dio­book von Jef­f_Gol­den auf flickr, CC BY-SA