The Winamp Skin Museum

The Winamp Skin Museum

Erin­nert ihr euch noch an die spä­ten 1990er oder frü­hen 2000er, als mp3 noch der hei­ße, neue Scheiß war und man anfing Musik­stü­cke auf die­se Art zu sam­meln und am Com­pu­ter zu hören? Nicht wie heu­te  über­all legal erhält­lich, son­dern aus (hust) merk­wür­di­gen Quel­len, oder sogar als Mit­schnit­te von Web­ra­dio-Streams (ja, die gab es damals schon)?

Damals war unter Win­do­ze Winamp der Play­er der Wahl. Der hat­te Unmen­gen von Fea­tures, konn­te die Meta­ta­gs der mp3-Datei­en anzei­gen und sogar als Quel­le für Strea­ming ein­ge­setzt wer­den, ich erin­ne­re mich nost­al­gisch an näch­te­lan­ge Sphe­re-Radio-Strea­mings­es­si­on inklu­si­ve gleich­zei­ti­gem Chat via irc.

Winamp war (und ist, es gibt ihn immer noch) skinn­ab­le, das bedeu­tet, jeder und sein Hund haben damals GUI-The­men für den Play­er ent­wor­fen. Wer in Nost­al­gie schwel­gen möch­te, kann einen Blick auf The Winamp Skin Muse­um wer­fen. Dort gibt es kei­ne Text­in­hal­te, es wer­den nur Unmen­gen von Winamp Skins zum anse­hen und erin­nern bereit gestellt. A walk down memo­ry lane und eine schö­ne Doku­men­ta­ti­on der Geschich­te des Inter­nets und des Musik­hö­rens via mp3.

Wer abso­lut kei­ne Ahnung hat, wor­über ich hier schrei­be kann sich auf der Mut­ter­do­main webamp.org eine Brow­ser­ver­si­on von Winamp anse­hen und aus­pro­bie­ren. Ich will euch ja nicht beun­ru­hi­gen – aber das ist über 20 Jah­re her. Will­kom­men im .

Kann bitte mal jemand dem Landgericht Köln das Internet erklären?

Kann bitte mal jemand dem Landgericht Köln das Internet erklären?

Alte, wei­ße Män­ner haben es nicht so mit dem , ent­schul­di­gung, dem Inter­net. Ich muss das als alter, wei­ßer Mann wis­sen, ich beob­ach­te das schon län­ger. Ein ganz zen­tra­ler Punkt die­ses Inter­nets (es ist tat­säch­lich das WWW gemeint, aber das nur am Ran­de) sind nicht Kat­zen­bil­der, es ist auch nicht Por­no und erst recht sind es nicht Face­book oder Wer­bung.

Der zen­tra­le ursprüng­li­che Punkt sind Hyper­links, also das Ver­knüp­fen von unter­schied­li­chen Sei­ten oder Adres­sen im WWW über einen klick­ba­ren Text, der als sol­cher gekenn­zeich­net ist.

Das Land­ge­richt Köln (genau­er des­sen Rich­ter) hat sich schon oft als ein Gericht aus­ge­zeich­net, das nicht so wirk­lich einen Schim­mer hat, wie die­ses funk­tio­niert und bereits des Öfte­ren ganz eigen­tüm­li­che Urtei­le abge­son­dert, die nicht von Fach­kennt­nis getrübt waren und glück­li­cher­wei­se oft von höhe­ren Instan­zen wie­der kas­siert wur­de.

Wie der SWR gera­de berich­tet, habe die jetzt ent­schie­den, dass (bei­spiels­wei­se) Blog­bei­trä­ge auch dann als Wer­bung gekenn­zeich­net wer­den müs­sen, wenn die eigent­lich kei­ne Wer­bung ent­hal­ten, aber einen Link auf eine Her­stel­ler­sei­te.

Na dan­ke.

Ich berich­te also aus Infor­ma­ti­ons­grün­den, weil es zu den The­men mei­ner Sei­te passt über etwas und ver­lin­ke dar­auf, ohne dafür einen Auf­trag des Her­stel­lers, Ver­lags oder was auch immer zu haben oder gar dafür bezahlt wor­den zu sein, son­dern ein­zig und allein weil ich im Rah­men mei­ner redak­tio­nel­len arbeit der Ansicht bin, dass das für mei­ne Leser einen Mehr­wert bringt. Es ist also ein Ser­vice für mei­ne Leser und ich bin der siche­ren Ansicht, dass die dann als mün­di­ge Bür­ger zum einen selbst in der Lage sind zu ent­schei­den, ob sie den Link kli­cken wol­len, und zum ande­ren, ob sie auf der ver­link­ten Sei­te etwas erwer­ben wol­len.

Und jetzt soll ich sol­che Posts als »Wer­bung« mar­kie­ren. Ich hal­te das aus ver­schie­de­nen Grün­den für völ­lig ver­fehlt und sogar gefähr­lich. Denn dann kann bei Recht­strei­tig­kei­ten viel ein­fa­cher allein durch die Wer­be­kenn­zeich­nung zum einen ein finan­zi­el­les Inter­es­se unter­stellt wer­den (selbst wenn keins besteht) und zum ande­ren könn­te auch irgend­wann mal das Finanz­amt nach­fra­gen, was ich mit der Wer­bung denn so ver­die­ne? Ver­nut­lich vefal­len etli­che Blog­ger und Influ­en­ce­rin­nen jetzt wie­der in hek­ti­sches Getue und kenn­zeich­nen gleich mal rpo for­ma jeden post, der nicht bei drei auf dem Man­del­baum ist, als Wer­bung. Ich hal­te das für falsch und – wie oben gesagt – gefähr­lich.

Ich war­te jetzt erst­mal ab, ob das Urteil rechts­kräf­tig wird, ob es in die nächs­te und über­nächs­te Instanz geht, wo es dann hof­fent­lich irgend­wo kas­siert wer­den wird. Bis dahin wird es für unbe­zahl­te Links zu The­men, über die ich selbst frei ent­schie­den habe, hier auf Phan­ta­News kei­ne Wer­be­kenn­zeich­nung geben.

Übri­gens leh­ne ich regel­mä­ßig Anfra­gen von Wer­be­trei­ben­den (auch nam­haf­ten) ab, die hier Arti­kel plat­zie­ren, aber den werb­li­chen Cha­rak­ter ver­schlei­ern wol­len, was ein­ein ein­deu­ti­gen Ver­stoß gegen das NRW-Pres­se­recht bedeu­ten wür­de (eigtn­lich wür­de ich die Anfra­gen­den, die mich zum Rechts­bruch ani­mie­ren wol­len, auch gern hier offen­le­gen, die dro­hen aller­dings regel­mä­ßig für eine Ver­öf­fent­li­chung mit dem Anwalt. Sie haben also etwas zu ver­ber­gen). Eigent­lich ist das mit der Wer­bung also schon recht­lich gelöst und ein­deu­tig, ohne dass die Rich­ter des LG Köln noch völ­lig rea­li­täts­fer­ne Urteil fäl­len müss­ten.

tl;dr;: War­ten wir die nächs­ten Instan­zen ab.

Nintendo spielt nach Kundendatenklau Verstecken

Nintendo spielt nach Kundendatenklau Verstecken

Wie schon bei ande­ren, auch gro­ßen, Anbie­tern ist es bei Nin­ten­do Hackern gelun­gen, in deren Sys­te­me ein­zu­drin­gen und Kun­den­da­ten zu klau­en. Zuerst rede­te man von ca. 160000, dann wur­den es schon 300000. Ich gehe mal davon aus, dass sich die­se Zahl noch erhö­hen wird.

Es ist nun schon schlimm genug, dass das pas­siert, und das trotz der zahl­lo­sen ner­vi­gen Mecha­nis­men, die man als Kun­de durch­lau­fen muss, um bei­spiels­wei­se in der Switch über den Online­shop ein Spiel zu erwer­ben. Das bedeu­tet für mich, dass man es zwar »aus Daten­schutz­grün­den« dem Kun­den uner­go­no­misch schwer macht, ein Spiel zu erwer­ben (was ich eigent­lich gut hei­ße), aber auf den eige­nen Ser­vern der­art lais­sez fai­re ist, dass Kri­mi­nel­le Daten abgrei­fen kön­nen. Das lässt die Maß­nah­men gegen­über den Kun­den als Far­ce erschei­nen.

War­um ich aber so rich­tig fuchs­teu­fels­wild wer­de sind zwei Din­ge: Ers­tens muss ich dar­über aus den Medi­en erfah­ren, weil Big N es offen­sicht­lich nicht für not­wen­dig hält mich als Kun­den dar­über zu infor­mie­ren. Und zwei­tens wird in den Medi­en ein­deu­tig gesagt »Nin­ten­do hat sei­ne Kun­den bereits infor­miert, dass sie ihre Pass­wör­ter ändern sol­len«. Mich aller­dings nicht, und da ich nicht davon aus­ge­he, dass ich eine irgend­wie gear­te­te Son­der­rol­le ein­neh­me, neh­me ich an, dass es zig tau­sen­den ande­rer Kun­den ganz genau so geht. Allein das ist bereits ein Ver­stoß gegen diver­se Daten­schutz­ge­set­ze, die vor­schrei­ben, dass Kun­den in sol­chen Fäl­len sofort infor­miert wer­den müs­sen.

Nach Aus­sa­gen in den Medi­en sind kei­ne Zah­lungs­da­ten erbeu­tet wor­den, son­dern nur Namen und Geburts­da­ten. Schon schlimm genug, denn allein mit dem Geburts­da­tum kön­nen Kri­mi­nel­le bereits jede Men­ge Schind­lu­der trei­ben. Und es steht zu befürch­ten, dass mit den bei sol­chen Fäl­len übli­chen Sala­mi­tak­ti­ken nach und nach umfang­rei­che­re Daten­ab­flüs­se zuge­ge­ben wer­den könn­ten.

Ich habe das zum Anlass genom­men, Nin­ten­do mal einen DSGVO-Brand­brief zu schi­cken und um Daten­aus­kunft zu »bit­ten«. Das soll­ten alle Kun­den tun, Mus­ter­brie­fe fin­det man zum Bei­spiel bei den Ver­brau­cher­zen­tra­len.

Logo Copy­right Nin­ten­do of Euro­pe GmbH

Meistgesehenes Game auf Youtube: MINECRAFT

Meistgesehenes Game auf Youtube: MINECRAFT

Man soll­te mei­nen, dass der Hype um das Klötz­chen­spiel irgend­wann abflau­en wür­de, immer­hin erschien die ers­te Ver­si­on nun auch schon vor zehn Jah­ren. Doch nach wie vor sind Vide­os über MINECRAFT die am meis­ten gese­he­nen auf You­tube.

You­tube ver­öf­fent­licht immer wie­der Sta­tis­ti­ken über die meist­ge­se­he­nen Inhal­te, so auch für 2019, selbst wenn das Jahr noch gar nicht rum ist. Ange­sichts des Medi­en­hy­pes und der Popu­la­ri­tät hät­te man anneh­men kön­nen, dass ein Titel wie FORTNITE an ers­ter Stel­le steht, doch das stimmt nicht.

Platz vier hält ROBLOX mit 29,6 Mil­li­ar­den Views welt­weit, danach kommt GRAND THEFT AUTO V mit knapp 40 Mil­li­ar­den Ansich­ten. Dar­auf folgt FORTNITE mit 60,9 Mil­li­ar­den. Und selbst das ist noch weit abge­schla­gen gegen MINECRAFT, das es auf sagen­haf­te 100,2 Mil­li­ar­den Views bringt. Das ist höchst beein­dru­ckend für ein zehn Jah­re altes Indie-Game mit Retro-Charme (das aller­dings 2014 von Micro­soft gekauft wur­de). Aller­dings ist die Band­brei­te an Mög­lich­kei­ten es zu spie­len eben auch immens groß und es gibt Myria­den von Mods, die das Spiel­erleb­nis noch­mal erwei­tern kön­nen.

Anders sieht das übri­gens bei den Kom­men­ta­ren aus. Am meis­ten gespro­chen wird tat­säch­lich über FORTNITE.

Der Hype dürf­te erneut wei­ter gestei­gert wer­den, wenn im Früh­jahr MINECRAFT: DUNGEONS erscheint.

Pro­mo­gra­fik MINECRAFT Copy­right Mojang und Micro­soft

ZDF stellt TERRA X‑Clips unter Creative Commons Lizenz

ZDF stellt TERRA X‑Clips unter Creative Commons Lizenz

Wie all­ge­mein bekannt ist, zah­len wir jeden Monat über den Rund­funk­bei­trag für die öffent­lich-recht­li­chen Medi­en, ob wir sie nut­zen oder nicht (ich möch­te kei­ne Dis­kus­si­on dar­über, grund­sätz­lich hal­te ich das für sinn­voll, auch wenn die ÖR-Rund­funk­an­stal­ten drin­gend refor­miert und ent­filzt wer­den müss­ten, und wenn ich man­che Aus­ga­ben für eine Frech­heit hal­te). Dafür soll­te man eigent­lich davon aus­ge­hen, dass ARD und ZDF alle ihre Pro­duk­tio­nen der All­ge­mein­heit auch dau­er­haft kos­ten­frei zur Ver­fü­gung stellt, wie es bei­spiels­wei­se die BBC tut, schließ­lich haben wir die bezahlt.

Das ist aller­dings nicht so, sie beru­fen sich vor allem auf Urhe­ber­rech­te der Macher hin­ter den Pro­duk­tio­nen, dar­an wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Es gibt aller­dings einen klei­nen Licht­blick: Ab sofort gibt es Clips aus der Doku-Rei­he TERRA X unter Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz, genau­er gesagt der rela­tiv frei­en CC BY.

Das bedeu­tet, dass man die Clips her­un­ter­la­den, ver­viel­fäl­ti­gen, wei­ter­ge­ben und remi­xen darf (und das auch kom­mer­zi­ell), solan­ge man den Urhe­ber nennt.

Das ist ein ers­ter und in mei­nen Augen längst über­fäl­li­ger Schritt in die Rich­ti­ge Rich­tung. Man hat fast den Ein­druck, auch die ÖR-Medi­en möch­ten end­lich im 21. Jahr­hun­dert ankom­men …

Die aktu­ell zur Ver­fü­gung gestell­ten Clips dre­hen sich um den Kli­ma­wan­del, man kann sie Kli­ma­wan­del­leug­nern und gewis­sen blau­b­rau­nen Kräf­ten mit ihren Fake News um die Ohren hau­en.

Amazon verweigert Support jetzt komplett und stellt sich tot

Amazon verweigert Support jetzt komplett und stellt sich tot

Nach dem Desas­ter neu­lich mit dem Comic CIVIL WAR II, bei dem Ama­zon es geschafft hat­te, es auf­grund man­gel­haf­ter Ver­pa­ckung drei­mal zu zer­stö­ren, geht der »Spaß« mit dem selbst­be­zich­tigt »kun­den­freund­lichs­ten Unter­neh­men« wei­ter.

Ich habe noch­mal Comics bestellt, dies­mal dün­ne­re, in der Hoff­nung, dass die unbe­schä­digt hier ankom­men. Doch die Hoff­nung war ver­geb­lich. Erneut war die Ver­pa­ckung man­gel­haft (die­sel­ben untaug­li­chen Papp­um­schlä­ge) und erneut wur­den die bei­den – im Ver­gleich mit CIVIL WAR II leich­ten – Hef­te beschä­digt.

Und jetzt kommt der Knül­ler: Ich habe Ama­zon auf Face­book ange­spro­chen und mich zudem auch wie­der an den Social Media-Sup­port gewandt. Doch jeg­li­cher Sup­port stellt sich kom­plett tot, es gibt kei­ner­lei Reak­ti­on mehr auf mei­ne Ver­su­che der Kon­takt­auf­nah­me (einen Anruf bei der Stan­dard-Hot­line spa­re ich mir, die Hei­nis, die da sit­zen, kön­nen eh nichts machen und sind jedes Mal bei Pro­blem­fäl­len völ­lig über­for­dert). Ama­zons Mit­ar­bei­ter wol­len also weder das Pro­blem lösen, noch jetzt auf wei­te­re kon­kre­te Fäl­le ein­ge­hen. »Das kun­den­freund­lichs­te Unter­neh­men der Welt« kom­mu­ni­ziert mit mir als sei­nem lang­jäh­ri­gen Prime-Kun­den mit ordent­lich Auf­trags­vo­lu­men ein­fach nicht mehr und hält das offen­bar für eine ange­mes­se­ne Reak­ti­on.

Ich wer­de also auch bei der neu­en Comic-Bestel­lung von mei­nem Rück­tritts­recht Gebrauch machen – und viel­leicht mal Carl­sen dar­auf hin­wei­sen, was Ama­zon da tut, viel­leicht inter­es­siert es ja einen deut­schen Ver­lag, dass es Ama­zon scheiß­egal ist, wenn ihre Ware auf­grund man­gel­haf­ter Ver­pa­ckung beschä­digt wird.

Kun­den­freund­lichs­tes Unter­neh­men der Welt, my ass!

Logo Ama­zon Copy­right Ama­zon.

Kommentar von Sven Klöpping: Wikipedia – frauenfreie Zone?

Kommentar von Sven Klöpping: Wikipedia – frauenfreie Zone?

Vor ein paar Mona­ten war das Medi­en­echo groß, als her­aus­kam, dass eine Lis­te mit deutsch­spra­chi­gen SF-Autorin­nen bei Wiki­pe­dia ver­hin­dert wer­den soll­te. Sogar Team Böh­mer­mann berich­te­te im Neo Maga­zin Roya­le (Sen­dung vom 18. April). Statt solch inter­es­san­ter Lis­ten wer­den bei den Wikis z. B. Lis­ten mit Schif­fen namens »Ama­zo­ne« ver­öf­fent­licht (denn alle Frau­en sind Ama­zo­nen). Selt­sa­me Men­schen mit selt­sa­men Ansich­ten beherr­schen schein­bar grö­ße­re Tei­le der Wiki­pe­dia­welt und neh­men dabei Ein­fluss auf das, was gewusst wer­den darf.

Dank Goog­le & Co. haben sie gute Aus­sicht auf Erfolg. Denn Wiki­pe­dia ist rele­van­ter Teil vie­ler Algo­rith­men des Sili­con Val­ley. Schließ­lich wis­sen die Her­ren bei Wiki­pe­dia – wie jeder gute Zen­sor -, dass öffent­li­che Mei­nung nur gebil­det wer­den kann, wenn die Men­schen Zugang zu Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Wer nicht weiß, dass deutsch­spra­chi­ge SF-Autorin­nen exis­tie­ren, möch­te auch nichts von ihnen lesen. Oder über sie.

Als Argu­ment füh­ren sie dabei immer wie­der »Rele­vanz« an. Es sei nicht rele­vant, eine Lis­te mit Ama­zo­nen, Frau­en zu füh­ren, die nur in Klein­ver­la­gen publi­zie­ren. Schon beim ers­ten Blick auf die Lis­te ent­deckt man jedoch Namen wie Sibyl­le Berg, Zoë Beck oder Myra Çakan. Alles gestan­de­ne Autorin­nen, die bei bekann­ten Ver­la­gen publi­zie­ren. Die Fra­ge »was ein Ver­lag sei« wur­de in den inter­nen Dis­kus­sio­nen bei Wiki­pe­dia daher offen­bar nur mit dem Hin­ter­ge­dan­ken gestellt, die Klein­ver­lags­sze­ne zu dis­kre­di­tie­ren. Man­che Her­ren mein­ten näm­lich, ein Klein­ver­lag sei nun über­haupt kein Ver­lag. Aha. Und war­um heißt er dann Ver­lag? Und war­um macht er genau das, was ein Ver­lag machen soll­te, näm­lich Bücher her­aus­brin­gen? Doch vor die­ser Dis­kus­si­on fürch­te­ten sich die tap­fe­ren Rit­ter des männ­li­chen Wis­sens, wichen aus, flüch­te­ten sich in Rele­vanz.

»Rele­vanz (lat./ital.: re-leva­re »[den Waa­ge­bal­ken, eine Sache] wie­der bzw. erneut in die Höhe heben«) ist eine Bezeich­nung für die Bedeut­sam­keit und damit sekun­där auch eine situa­ti­ons­be­zo­ge­ne Wich­tig­keit, die jemand etwas in einem bestimm­ten Zusam­men­hang bei­misst« (Quel­le: Wiki­pe­dia).

Datei:Adminpedia.png

Für die Ersteller(innen) der Lis­te war es offen­sicht­lich von Rele­vanz, einen Ein­blick in die Schaf­fens­kraft deutsch­spra­chi­ger Sci­ence­fic­tion-Autorin­nen zu geben. Für eini­ge Wiki­pe­dia-Her­ren schien es dage­gen nur zu rele­vant, dies zu ver­hin­dern. Die Fra­ge ist: Wel­che Sei­te besaß mehr Rele­vanz? Nun muss ich die Her­ren lei­der ent­täu­schen, denn etwas zu ver­hin­dern ist lei­der nicht rele­vant, denn es hebt kei­ne Sache in die Höhe, wie es oben so schön heißt, son­dern reißt sie in die Tie­fe.

Man darf also mit Recht fra­gen, was das alles soll. Soll­te Wiki­pe­dia nicht eine freie Enzy­klo­pä­die sein, in der Wis­sen zu allen Berei­chen der Gesell­schaft jeder­mann und jeder Frau zur Ver­fü­gung steht? Soll­te es nicht von Rele­vanz sein, die­sen Leit­satz zu ver­fol­gen und jede/n ein­zu­bin­den, der/die mit­ma­chen möch­te? Die Rea­li­tät schiebt lei­der auch hier so man­chen Rie­gel vor (man ist fast geneigt zu den­ken, die Rea­li­tät habe etwas Männ­li­ches).

Lan­ge Rede, kur­zer Sinn:

Es bleibt zu hof­fen, dass ein Umden­ken statt­fin­det; dass eine Schar von intel­lek­tu­el­len Ama­zo­nen sich den Weg zur Wiki­pe­dia-Macht frei­kämpft und dort Arti­kel publi­ziert, Ideen anstößt, Din­ge ver­än­dert. Denn so, wie es jetzt ist, kann es ja wohl nicht blei­ben.

Lasst uns daher gemein­sam dafür sor­gen, dass wir von frei­en Frau­en mit Insi­der­wis­sen ver­sorgt wer­den, statt eine nahe­zu frau­en­freie Zone zum gesell­schaft­li­chen Online-Stan­dard zu erklä­ren.

(Die­ser Text erschien ursprüng­lich auf Sven Klöp­pings Sei­te sternwerk.net)

 

Bild »Admin­pe­dia« von Ver­wüs­tung, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Deutsche Wikipedia: Die misogynen Inquisitoren der heiligen Relevanz

Deutsche Wikipedia: Die misogynen Inquisitoren der heiligen Relevanz

Erin­nert ihr euch noch an neu­lich, als miso­gy­ne Edi­to­ren und Admi­nis­tra­to­ren bei der deut­schen Aus­ga­be der Online-Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia der Ansicht waren, dass eine Lis­te von SF-Autorin­nen nicht rele­vant sei? Und die die­se man­geln­de Rele­vanz mit den abson­der­lichs­ten und abstru­ses­ten Schein­ar­gu­men­ten bele­gen woll­ten? Die ange­pisst waren, als die­se Lis­te nach uni­la­te­ra­ler Löschung wie­der­her­ge­stellt wur­de? Und die danach so ziem­lich jede Ein­tra­gung einer Autorin ver­hin­dern woll­ten, auch hier wie­der mit den hane­bü­chens­ten Argu­men­ten, bis hin zur Aus­sa­ge, Klein­ver­la­ge sei­en gar kei­ne Ver­la­ge?

Wenn man nun hät­te anneh­men kön­nen, das The­ma sei durch muss man sich aktu­ell eines Bes­se­ren beleh­ren las­sen, denn die miso­gy­nen Inqui­si­to­ren der hei­li­gen Rele­vanz schla­gen gera­de wie­der zu – und das mit Macht.

Es fing damit an, dass die Sei­te der Autorin­nen­ver­ei­nin­gung Nor­nen­netz wegen angeb­lich feh­len­der Rele­vanz zur Löschung vor­ge­schla­gen wur­de. Das natür­lich heim­lich still und lei­se, wenn man nicht zufäl­lig mal auf die Sei­te schaut, bekommt man das selbst als Betrof­fe­ne nicht mit. Und es kam wie es kom­men muss­te, die Ver­ant­wort­li­chen leg­ten sich ihre ohne­hin pud­ding­wei­chen Rele­vanz­re­geln so aus, dass die Sei­te gelöscht wur­de.

Das ist ein Punkt, über den wir grund­sätz­lich mal reden müs­sen: Wenn es Rele­vanz­re­geln gibt, dann soll­te man sich auch an die­se hal­ten und nicht im Anwen­dungs­fall stän­dig neue Aus­le­gun­gen und Vari­an­ten erfin­den, war­um Rele­vanz eben doch nicht gege­ben ist. Es geht nicht dar­um »was gemeint war«, es geht dar­um, was da steht. »Was gemeint war« ist kei­ne Regel, son­dern aus­schließ­lich eins: ein Werk­zeug um nach eige­nem Gus­to und will­kür­lich han­deln zu kön­nen.
Und: Pau­scha­le Rele­vanz­re­geln erge­ben bei bestimm­ten The­men über­haupt kei­nen Sinn, denn selbst wenn eine betrof­fe­ne Per­so­nen­grup­pe klein ist, kann ein The­ma den­noch auch außer­halb die­ser Per­so­nen­grup­pe rele­vant sein. Das wird aller­dings in der Wiki­pe­dia nicht so gese­hen und Rele­vanz­kri­te­ri­en oft unter quan­ti­ta­vi­ven Kri­te­ri­en gese­hen, statt unter qua­li­ta­ti­ven. Und auch bei den qua­li­ta­ti­ven Rele­vanz­kri­te­ri­en wird dann so lan­ge neu defi­niert, bis es den Her­ren passt, bei­spiels­wei­se indem Klein­ver­la­gen abge­spro­chen wird, ech­te Ver­la­ge zu sein – nein, das ist kein Witz! (Der Fra­ge, was denn dann genau ein ver­lag sei, haben sie sich dann übri­gens ver­wei­gert. Kein Wun­der: denn gäbe es kon­kre­te Regeln, könn­te man sie über die­se bei den Eiern fas­sen.). Die Rele­vanz­kri­te­ri­en sind in mei­nen Augen nur vor­ge­scho­be­ne Aus­re­den, das Werk­zeug der Gate­kee­per, um nur Wis­sen zuzu­las­sen, das ihnen in den Kram und ins ver­que­re Welt­bild passt.

Es wur­de ein wei­te­rer Antrag auf Auf­he­bung der Löschung gestellt, ja auch so etwas ist mög­lich. Wer hart­ge­sot­ten ist, der kann mal ver­su­chen, sich die sich ent­span­nen­de »Dis­kus­si­on« zu geben und sich anzu­se­hen mit wel­cher schie­ren Arro­ganz und aus­ufern­der Bor­niert­heit die Edi­to­ren und Admins agie­ren, um Wis­sen über Frau­en aus der Wiki­pe­dia fern­zu­hal­ten.

Tat­säch­lich gehe ich ins­be­son­de­re ob des für den Lösch­an­trag Ver­ant­wort­li­chen Wolf­gang Rie­ger davon aus (der hat den nicht selbst gestellt, das war nach Rie­gers Geme­cker eine anony­me Socken­pup­pe), dass es sich hier­bei um einen Rache­akt für den Tumult und die mas­si­ve schlech­te Pres­se um die und nach der Löschung der SF-Autorin­nen­lis­te han­delt. Das ist auch nicht ohne Prä­ze­denz in der Wiki­pe­dia: Man lässt etwas Gras über die Sache wach­sen und löscht dann erneut, oder man greift ande­re Arti­kel der Prot­ago­nis­ten an, um in der Art von Stra­ßen­gangs mal zu zei­gen, wer der Stär­ke­re auf die­sem Turf ist.

Und da es Schnitt­men­gen bei den Initiator°Innen der SF-Autorin­nen-Lis­te sowie dem Nor­nen­netz gibt, war das offen­bar das per­fek­te Angriffs­ziel für die ego­ma­nen, miso­gy­nen Kräf­te bei der deut­schen Wiki­pe­dia.

So weit, so schlecht, es wur­de also auf der Dis­kus­si­ons­sei­te für die Zurück­nah­me der Löschung sei­tens der Lösch­be­für­wor­ter mit den hane­bü­chens­ten und arro­gan­tes­ten Schein­ar­gu­men­ten agiert, die man sich nur vor­stel­len kann.

Update: Der Antrag auf Rück­nah­me der Löschung wur­de mal eben abge­lehnt. Wie erwar­tet mit zwei­fel­haf­ten Begrün­dun­gen.

Doch die Inqui­si­to­ren der hei­li­gen Rele­vanz lie­ßen es dabei nicht bewen­den. Als nächs­tes wur­de der Ver­ei­ni­gung für Phan­tas­tik­au­toren und-Autorin­nen, PAN e.V., die Rele­vanz abge­spro­chen, und auch hier ein Lösch­an­trag gestellt.

An die­ser Stel­le muss man ein­fach mal ein­schie­ben, dass die für das The­men­ge­biet Phan­tas­tik Ver­ant­wort­li­chen (nament­lich bei­spiels­wei­se Rie­ger) ganz offen­sicht­lich kei­ner­lei Ahnung davon haben, was in Deutsch­land in Sachen Phan­tas­tik in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so pas­siert (ist). Sonst wüss­ten die zum einen, wel­che Bedeu­tung Klein­ver­la­ge für das Gen­re haben, und zum ande­ren, was genau PAN e.V. eigent­lich ist und wel­che Bedeu­tung die­ser zuge­ge­ben neue Ver­ein für die Phan­tas­tik in Deutsch­land hat. Nicht ganz zufäl­lig sind nam­haf­te deut­sche Autorin­nen und Autoren dort Mit­glied.

Somit ist Rele­vanz defi­ni­tiv gege­ben, eine Löschung macht über­haupt kei­nen Sinn, es gibt kei­ne schlüs­si­gen Argu­men­te dafür, denn selbst­ver­ständ­lich hat der Ver­ein für die Phan­tas­tik, für die Sze­ne und sogar für Außen­ste­hen­de Rele­vanz. Eben­so­we­nig wie dafür, Autorin­nen oder Autoren für eine Lis­te abzu­leh­nen, weil sie »nur« in Klein­ver­la­gen oder im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­licht haben. Aber dar­um geht es eigent­lich auch gar nicht.

Und damit kom­men wir zum Punkt:

Beim Lösch­an­trag PAN e.V. han­delt es sich mei­ner Ansicht nach in keins­ter Wei­se um eine Rele­vanz­dis­kus­si­on, son­dern auch hier um einen Rache­akt dafür, dass The­re­sa Han­nig das Ver­hal­ten der Wiki­pe­dia­ner in Sachen Nor­nen­netz öffent­lich gemacht hat. Und Öffent­lich­keit möch­ten die Inqui­si­to­ren selbst­ver­ständ­lich nicht, denn mit Öffent­lich­keit lässt es sich so schlecht mau­scheln. Da redet man dann davon, sie brin­ge »Twit­ter­bat­tail­lo­ne in Stel­lung« und wür­de »Socken­pup­pen akti­vie­ren« (mit Socken­pup­pen ken­nen die Wiki­pe­dia­ner sich aus, sie machen selbst Gebrauch von Mehr­fach­ac­counts, um gleich mehr­fach für oder gegen etwas stim­men zu kön­nen).

Wer das für eine Ver­schwö­rungs­theo­rie hält, kann schnell eines Bes­se­ren belehrt wer­den, denn die Miso­gy­nen geben das mit der Rache­ak­ti­on ganz offen zu:

Lasst euch das auf der Zun­ge zer­ge­hen: Die Ego­ma­nen füh­len sich mit ihren Rache­ak­tio­nen der­ma­ßen sicher, dass sie die ganz offen zuge­ben. Noch­mal ganz deut­lich: Der Lösch­an­trag für den Arti­kel zu PAN e.V. war ein Rache­akt dafür, dass The­re­sa Öffent­lich­keit für die Spiel­chen in Sachen Löschung der Sei­te zum Nor­nen­netz her­ge­stellt hat.

An der Stel­le weiß man eigent­lich alles, was man über die Machen­schaf­ten der miso­gy­nen Bur­schen­schaft­ler bei der deut­schen Wiki­pe­dia wis­sen muss: Man rot­tet sich offen­bar zusam­men, um gegen unlieb­sa­me Inhal­te oder Per­so­nen vor­zu­ge­hen (auch das ist nicht ohne Prä­ze­denz und scheint bei denen völ­lig nor­mal zu sein).

Übri­gens wer­den von Ver­ant­wort­li­chen bei der Wiki­pe­dia aus­führ­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die sich sach­lich und inhalt­lich umfang­reich mit der Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen ein­fach mal schnell als »Ser­mon« gelöscht:

Mit der Begrün­dung »fas­se Dich kurz«. Ange­sichts der aus­ufern­den Dis­kus­sio­nen in der deut­schen Wiki­pe­dia ist das mit kaf­ka­esk noch sehr freund­lich umschrie­ben. Tat­säch­lich wird hier deut­lich, dass es mit der angeb­li­chen Demo­kra­tie in der Wiki­pe­dia nicht weit her ist, wenn unlieb­sa­me Stim­men ein­fach mal als »zu lang« gelöscht wer­den kön­nen. Und man erkennt sofort, dass die angeb­li­che Demo­kra­tie eben nur vor­ge­scho­ben ist. Zum einen sieht man hier ein­deu­tig, wie uner­wünsch­te Stim­men uni­la­te­ral gelöscht wer­den. Zum ande­rem kann man anhand der Rele­vanz­kri­te­ri­en nicht ergeb­nis­of­fen dis­ku­tie­ren, solan­ge die Ver­ant­wort­li­chen Gum­mi­re­le­vanz­kri­te­ri­en ent­we­der zu ihren Guns­ten aus­le­gen, oder – wenn das nicht klappt – mal eben neue Rele­vanz­kri­te­ri­en dazu erfin­den, und wenn das immer noch nicht reicht, Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge als »zu lang« oder aus irgend­wel­chen ande­ren Grün­den unsicht­bar machen.

Und letzt­end­lich ist das alles ohne­hin nur eine Far­ce, wenn es offen­sicht­lich ganz nor­mal zu sein scheint, dass Lösch­an­trä­ge erstellt und von ande­ren Edi­to­ren und Admins (und anony­men Zweit- und Dritt­ac­counts) unter­stützt wer­den, bei denen völ­lig klar ist, dass es sich nur um Rache­ak­te han­delt.

Die Wiki­pe­dia ist DAS Nach­schla­ge­werk des 21. Jahr­hun­derts. Es hat alle klas­si­schen Lexi­ka auf die Knie gezwun­gen. Damit ent­steht aber eine kul­tu­rel­le Ver­ant­wor­tung, die man auch unter Berück­sich­ti­gung eines demo­kra­ti­schen Ansat­zes und Gedan­kens auf gar kei­nen Fall allein in die Hän­de von miso­gy­nen, ego­ma­ni­schen Pro­fil­neu­ro­ti­kern legen darf, wie es der­zeit der Fall ist.

Wer nicht in der Wiki­pe­dia steht, wird nicht gefun­den. Punkt. Es darf nicht sein, dass die­se Sicht­bar­keit allein von sol­chen Per­so­nen abhängt, die offen­bar völ­lig will­kür­lich agie­ren und auch mal schnell äußerst rele­van­te Arti­kel aus ver­letz­tem Ego und Rache zur Löschung vor­schla­gen. Oder die sich zusam­men­rot­ten, um Per­so­nen weg­zu­mob­ben.

Hier muss die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on drin­gend Kon­troll­me­cha­nis­men schaf­fen, die es ermög­li­chen, Admins und Edi­to­ren, die ihre Macht so ein­deu­tig miss­brau­chen, in ihre Schran­ken zu ver­wei­sen oder ihres Amtes zu ent­he­ben. Die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on in den USA hat soeben erst auf ein­drucks­vol­le Wei­se gezeigt, dass so etwas mög­lich ist. Es müs­sen unab­hän­gi­ge, neu­tra­le Instan­zen geschaf­fen wer­den, die dem Gemau­schel des Alt­her­ren­clubs ein Ende berei­ten und zur Not auch mal Admins oder Edi­to­ren mit einem geziel­ten Tritt aus der Türe schaf­fen und hin­ter ihnen abschlie­ßen.

Und die­se unsäg­li­chen Rele­vanz­kri­te­ri­en sind ohne­hin kom­plett für die Füße. Wenn auch nur eine ein­zel­ne Per­son irgend etwas in der deut­schen Wiki­pe­dia sucht und nicht fin­det, dann war Rele­vanz vor­han­den. Die Ver­ant­wort­li­chen tun so, als wür­de ihnen jedes ein­zel­ne Bit in der Daten­bank per­sön­lich weh tun. Dabei ist es heu­te so, dass Daten­bank- und Spei­cher­platz nahe­zu unbe­grenzt zur Ver­fü­gung ste­hen.

Die unsäg­li­chen Rele­vanz­dis­kus­sio­nen ver­grau­len an Mit­ar­beit Inter­es­sier­te bei der Wiki­pe­dia eben­so schnell, wie ego­ma­ni­sche Admins es tun. (Nicht nur bei) pop­kul­tu­rel­len The­men ist die deut­sche Wiki­pe­dia selbst inzwi­schen an der Gren­ze der Irrele­vanz, denn wo man in der eng­li­schen Aus­ga­be hau­fen­wei­se Sei­ten zu jedem Stein aus dem STAR WARS-Uni­ver­sum oder zu jedem okkul­ten Mar­vel-Super­hel­den, der genau ein­mal in Erschei­nung trat fin­det, wer­den sol­che Arti­kel in der deut­schen Aus­ga­be grund­sätz­lich wegen feh­len­der Rele­vanz weg­ge­boxt. War­um kann das in der Mut­ter­aus­ga­be Rele­vanz haben, in der deut­schen aber nicht? Weil das ein paar Wich­tig­tu­er so wol­len? Wenn die unsäg­li­chen Rele­vanz­kri­te­ri­en deut­lich gelo­ckert wür­den, hät­te das nur posi­ti­ve Effek­te: Rele­vanz­dis­kus­sio­nen fal­len eben­so weg wie Lösch­dis­kus­sio­nen. Es gäbe auch kein Pro­blem Inhal­te zu fin­den, denn um Wis­sen zu fin­den gibt es Kate­go­rien und Such­ma­schi­nen, egal wie viel von die­sem Wis­sen vor­han­den ist. Es gibt nicht »zu viel Wis­sen«.

Noch wich­ti­ger: Es wür­de gewis­sen Figu­ren die Mög­lich­keit neh­men, Deu­tungs­ho­hei­ten an sich zu rei­ßen. Denn dar­um geht es hier ganz grund­sätz­lich: Rie­ger und Co wol­len BESTIMMEN, was SF und Fan­ta­sy ist, wer genau SF- oder Fan­ta­sy-Autorin ist, wel­che Ver­ei­ni­gun­gen und Ver­ei­ne rele­vant sind und wer/welche nicht. Sie wol­len die Rea­li­tät nach ihrem Wil­len ver­bie­gen, denn nur was in der Wiki­pe­dia steht, ist heut­zu­ta­ge im Netz Rea­li­tät.

Las­sen wir das nicht wei­ter zu!

Und eben­falls wich­tig: Wiki­pe­dia wür­de end­lich zu einer Quel­le für Infor­ma­tio­nen zu Phan­tas­tik und Pop­kul­tur. Und das stän­di­ge Getue, Frau­en­the­men und Frau­en für irrele­vant zu erklä­ren hät­te dann eben­falls end­lich ein Ende (wenn es eine Lis­te weib­li­cher Por­no­dar­stel­ler gibt (gene­ri­sches Mas­ku­li­num!) war­um darf es dann kei­ne Lis­te von Autorin­nen geben?). Seit Jah­ren bis heu­te ist Wikipedia.de zu den The­men Phan­tas­tik und Pop­kul­tur nicht zu gebrau­chen, weil die Gott­kai­ser der Rele­vanz unter Zuhil­fe­nah­me von anony­men Zweit- und Dritt-Accounts alles löschen, was nicht in ihr fos­si­les Hin­ter­wäld­ler-Welt­bild und ihnen in den Kram passt.

Das kann so nicht wei­ter gehen!

Bit­te geht auf die oben ver­link­ten Dis­kus­si­ons­sei­ten und sagt dem Hau­fen, was ihr von ihm hal­tet. Bit­te stellt eure Spen­den für die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on ein und teilt ihnen mit, dass ihr erst wie­der spen­den wer­det, wenn die­ses Nest mau­scheln­der, miso­gy­ner, ego­ma­ni­scher Wich­tig­tu­er und Block­war­te end­lich aus­ge­ho­ben wur­de, oder wenn die Regeln so weit geän­dert wur­den, dass eine Mit­ar­beit abseits von Rache­löschun­gen wie­der Sinn macht. Man könn­te auch mal prü­fen (las­sen) ob das Ver­hal­ten der Dudes nicht mög­li­cher­wei­se gegen die Sat­zung von Wiki­me­dia Deutsch­land e.V. ver­stößt. Wenn sol­che Sat­zungs­ver­stö­ße ohne Reak­ti­on des Ver­eins immer wie­der hin­ge­nom­men wer­den, kann das den Ver­lust der Gemein­nüt­zig­keit bedeu­ten.

Die Ver­ant­wort­li­chen bei Wiki­me­dia Deutsch­land ver­ste­cken sich hin­ter Aus­sa­gen wie »man müs­se sich halt ein­brin­gen, wenn man etwas ändern will«. Doch wer das ver­sucht, schei­tert schnell an den orga­ni­sier­ten Bur­schen­schaf­ten und Mobs aus Gate­kee­pern. Des­we­gen sehe ich dar­in nur den bil­li­gen Ver­such der Ver­ant­wort­li­chen, sich eben aus die­ser Ver­ant­wor­tung zu steh­len.

Lasst die Wolf­gang Rie­gers der Wiki­pe­dia nicht wei­ter­hin dar­über bestim­men, wel­ches Wis­sen rele­vant ist!

Und macht das bit­te öffent­lich! Teilt Inhal­te zum The­ma! Macht Drit­te dar­auf auf­merk­sam, was bei der Wiki­pe­dia pas­siert und dass die­se kei­nes­wegs eine umfas­sen­de Wis­sens­samm­lung dar­stellt!

Aus­zug Sat­zung Wiki­me­dia Deutsch­land e.V.:

Zweck des Ver­eins ist es, die Erstel­lung, Samm­lung und Ver­brei­tung Frei­er Inhal­te (…) in selbst­lo­ser Tätig­keit zu för­dern, um die Chan­cen­gleich­heit beim Zugang zu Wis­sen und die Bil­dung zu för­dern.“

– Sat­zung Wiki­me­dia Deutsch­land§ 2 Zie­le und Auf­ga­ben, 26. Novem­ber 2016
Zu för­dern. Nicht zu ver­hin­dern.

Links:

Text dazu beim Ver­lag ohneoh­ren
Text bei The­re­sa Han­nig
Arti­kel 1 (Nor­nen­netz) bei Tho­mas Sebes­ta
Arti­kel 2 (PAN e.V.) bei Tho­mas Sebes­ta
Lösch­an­trag Nor­nen­netz
Lösch­prü­fung Nor­nen­netz
Lösch­an­trag PAN e.V.
Tele­po­lis über die Wiki­pe­dia und ihre Pro­ble­me
Netzpolitik.org über Mob­bing von Frau­en in der Wiki­pe­dia
SpOn über Frau­en bei der Wiki­pe­dia und deren Pro­ble­me
Und noch ein aktu­el­le­rer SpOn-Arti­kel zu dem The­ma

p.s.: Ich bin schon sehr gespannt, ob nach die­sem Text die ama­teur­haf­ten Hacking­ver­su­che auf die­ser Domain erneut signi­fi­kant zuneh­men, wie nach Ver­öf­fent­li­chung der letz­ten Arti­kel zum The­ma …

Update: Wei­te­re Links

Ste­fan Ege­ler: Ich war bei Wiki­pe­dia
Deut­sche Sci­ence Fic­tion: Wiki­pe­dia – frau­en­freie Zone?
Ein offe­ner Brief an Wiki­me­dia DE
Kon­tak­te bei Wiki­me­dia, denen man sagen kann, was man davon hält

Amazon Prime: Kundenfreundlichkeit war gestern

Amazon Prime: Kundenfreundlichkeit war gestern

Ich bin aus genau einem Grund Ama­zon Prime-Kun­de: Die Zusi­che­rung eines fes­ten Lie­fer­ter­mins, da ich immer wie­der Ware (z.B. Com­pu­ter­zu­be­hör) schnell benö­ti­ge. Der Rest inter­es­siert mich nicht, ins­be­son­de­re Prime Video ist eher ein schlech­ter Witz, sel­ten gibt es da was, das ich sehen will und all­zu oft soll ich für uralte Fil­me oder Seri­en auch noch extra zah­len. Der Rest (Ama­zon Fami­ly, Prime Music, Prime Rea­ding, Pho­tos, Pan­try, Blitz­an­ge­bo­te etc.) inter­es­siert mich nicht und nut­ze ich nicht.

Lei­der gibt es auf­grund gewis­ser Lie­fer­diens­te (auch des haus­ei­ge­nen Ama­zon Logistics) immer wie­der mal Pro­ble­me beim Ein­hal­ten des zuge­si­cher­ten Lie­fer­ter­mins. DHL war so schlecht, dass die hier nicht mehr zustel­len dür­fen. Aktu­ell ist Her­mes nicht in der Lage, eine Sen­dung zuzu­stel­len. Im Tracking des Ama­zon-Kun­den­kon­tos wer­den Fan­ta­sie­in­for­ma­tio­nen ange­zeigt, die nicht mit dem Tracking auf der Her­mes-Sei­te über­ein­stim­men.

Dem Ama­zon-Sup­port ist offen­sicht­lich egal, dass sie mir einen defi­ni­ti­ven Lie­fer­ter­min zuge­si­chert haben. Die Reak­tio­nen schwan­ken zwi­schen »das kommt schon irgend­wann« und »Pech gehabt«. Mei­ne Hin­wei­se auf den zuge­sag­ten defi­ni­ti­ven Lie­fer­ter­min wer­den igno­riert.

Der Clou dabei ist für mich, dass sie offen­sicht­lich ihre Hand­ha­bung sol­cher Fäl­le geän­dert haben: Bis­her gab es irgend­ei­ne Form der Kom­pen­sa­ti­on, bei­spiels­wei­se einen Gut­schein, oder eine Ver­län­ge­rung der Prime-Mit­glied­schaft. Das ist, wie ich ges­tern erfah­ren muss­te, voll­stän­dig weg­ge­fal­len.

Oder deut­li­cher: Es inter­es­siert Ama­zon nicht mehr, dass sie eine Zustell­ga­ran­tie geben; wenn die nicht statt­fin­det, gibt es kei­ner­lei Kom­pen­sa­ti­on mehr. Bes­ser kann man nicht demons­trie­ren, dass einem sogar die Prime-Kun­den völ­lig egal sind und dass Ama­zon zu groß gewor­den ist, um sich um Kun­den­ser­vice noch sche­ren zu müs­sen.

Kein Pro­blem. Mei­ne seit über zehn Jah­ren exis­tie­ren­de Prime-Mit­glied­schaft läuft im Sep­tem­ber aus. Wenn die sich bis dahin nicht wie­der deut­lich mehr Mühe geben, wird sie nicht ver­län­gert.

Ama­zon-Logo Copy­right Ama­zon

Petition: #wikifueralle – Holt die deutsche Wikipedia ins 21. Jahrhundert

Petition: #wikifueralle – Holt die deutsche Wikipedia ins 21. Jahrhundert

Manch einer wird es in den letz­ten Tagen mit­be­kom­men haben: Es gab in der deut­schen Wiki­pe­dia eine Kon­tro­ver­se um einen Arti­kel über SF-Autorin­nen. Dem wur­de von gewis­sen bekannt miso­gy­nen Kräf­ten der Online-Enzy­klo­pä­die die Rele­vanz abge­spro­chen, der Arti­kel sei »über­flüs­sig«, in der Dis­kus­si­on ver­stie­gen sich Edi­to­ren sogar in Aus­sa­gen wie »das ist hier die Wiki­pe­dia und kei­ne femi­nis­ti­sche Kampf­platt­form!« Nach einer Dis­kus­si­on, in der eine deut­li­che Mehr­heit sich für die Bei­be­hal­tung des Tex­tes aus­sprach, wur­de er dann uni­la­te­ral von einem Admin gelöscht. Und glück­li­cher­wei­se  wie­der­her­ge­stellt. Und wie­der gelöscht und erneut wie­der­her­ge­stellt.

Das Hin und Her zeigt ein grund­sätz­li­ches Pro­blem der deut­schen Wiki­pe­dia: Frau­en­the­men oder gar non­bi­nä­re Per­so­nen fin­den dort nicht statt. Es gibt ernst­haft im 21. Jahr­hun­dert eine Pflicht zum gene­ri­schen Mas­ku­li­num in Arti­keln. Wer Frau­en­the­men Sicht­bar­keit ver­schaf­fen will, wird sogar orga­ni­siert gemobbt. Und auch grund­sätz­lich ist es mit dem beschwo­re­nen Mit­ma­chen nicht weit her: Neu­lin­ge wer­den von Admins und Edi­to­ren ange­pampt und run­ter­ge­macht, was nicht eben dazu ein­lädt, die an vie­len Stel­len ver­al­te­ten oder unzu­rei­chen­den Arti­kel zu reno­vie­ren. Im Gegen­teil: wur­de man als inter­es­sier­te Per­son ein paar mal so abge­kan­zelt, dann lässt man die Wiki­pe­dia halt Wiki­pe­dia sein. Zudem haben etli­che Ver­ant­wort­li­che bei der Wiki­pe­dia einen Rele­vanz­fe­tisch: Zu schnell wer­den zu vie­le Inhal­te als irrele­vant abge­tan, was dazu führt, dass die deut­sche Wiki­pe­dia gera­de bei pop­kul­tu­rel­len The­men selbst irrele­vant gewor­den ist und man bes­ser die eng­lisch­spra­chi­ge Fas­sung nutzt, denn da steht viel mehr drin.

Seit heu­te gibt es auf change.org die Peti­ti­on #wiki­fu­er­al­le, die man mit­zeich­nen soll­te, wenn einem an einer moder­nen, aktu­el­len, diver­sen Wiki­pe­dia in Deutsch­land gele­gen ist. Der Peti­ti­ons­text lau­tet wie folgt:

#wiki­fu­er­al­le – Öff­net die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia!

Die Wiki­pe­dia ist eine groß­ar­ti­ge Wis­sens­da­ten­bank, die vie­le Men­schen benut­zen, um ihr Wis­sen zu erwei­tern. Sie lebt vom Enga­ge­ment tau­sen­der ehren­amt­li­cher Mitarbeiter*innen. Aller­dings wird es Neu­lin­gen oft schwer gemacht, neue Arti­kel anzu­le­gen, beson­ders wenn die­se nicht dem ver­al­te­ten Sprach- und Geschlech­ter­ver­ständ­nis der Wiki­pe­dia ent­spre­chen.

Des­halb wen­den wir uns mit die­sem Auf­ruf an die Wikipedia-Autor*innen, Wiki­me­dia Deutsch­land e.V. und alle, denen die Wiki­pe­dia am Her­zen liegt!

DAS PROBLEM

Wiki­pe­dia-Arti­kel wer­den stan­dard­mä­ßig im gene­ri­schen Mas­ku­li­num ver­fasst. Das heißt, dass bei Begrif­fen wie „Autor“, „Poli­ti­ker“ oder „Nobel­preis­trä­ger“ Frau­en und Men­schen, die sich in der Zwei­tei­lung der Geschlech­ter nicht wie­der­fin­den, mit­ge­meint sein sol­len. Das gene­ri­sche Mas­ku­li­num kann jedoch zu fal­schen Annah­men ver­lei­ten. Wer den Satz liest: „Im alten Grie­chen­land durf­ten alle Bür­ger wäh­len“, weiß damit noch nicht, dass Frau­en von der poli­ti­schen Betei­li­gung aus­ge­schlos­sen waren.

Die Ver­wen­dung des gene­ri­schen Mas­ku­li­nums führt nach­weis­lich dazu, dass Frau­en und nicht-binä­re Men­schen in der Wahr­neh­mung der Leser*innen kaum oder gar nicht vor­kom­men und von Such­ma­schi­nen nicht gefun­den wer­den. Wird ver­sucht, den Frau­en auch sprach­lich mehr Raum zu geben, muss bei der Wiki­pe­dia mit teil­wei­se mas­si­vem Wider­stand von Admi­nis­tra­to­ren gerech­net wer­den.

EIN AKTUELLES BEISPIEL

Als ver­sucht wur­de, eine Lis­te deutsch­spra­chi­ger Sci­ence-Fic­tion-Autorin­nen anzu­le­gen, ent­brann­te inner­halb der Wiki­pe­dia eine zwei­wö­chi­ge Debat­te. Obwohl ein Groß­teil der User*innen die Lis­te befür­wor­te­te, wur­de sie von einem Admin gelöscht, da sie „irrele­vant“ und „über­flüs­sig“ sei. Nur dem unab­läs­si­gen Enga­ge­ment der weni­gen weib­li­chen Admins und der Unter­stüt­zung wei­te­rer User*innen war es zu ver­dan­ken, dass die Lis­te schließ­lich doch wie­der­be­lebt wur­de.

Die­ser Fall ist nur ein Bei­spiel dafür, wie wenig Bedeu­tung Frau­en in der Wiki­pe­dia bei­gemes­sen wird. Nur 20,3?% der Arti­kel über Per­so­nen, die in den letz­ten 100 Jah­ren gebo­ren wur­den, the­ma­ti­sie­ren Frau­en. Es geschieht immer wie­der, dass Frau­en mit Hin­weis auf ihre angeb­lich gerin­ge­re Rele­vanz Arti­kel ver­wei­gert wer­den – wie zuletzt im Fal­le der Nobel­preis­trä­ge­rin Don­na Strick­land.

Außer­dem sind Frau­en und nicht-binä­re Men­schen in der Wiki­pe­dia-Com­mu­ni­ty dra­ma­tisch unter­re­prä­sen­tiert, denn 90?%der regis­trier­ten Wikipedia-Autor*innen sind Män­ner.

DAS WOLLEN WIR NICHT LÄNGER HINNEHMEN

  • Es kann nicht sein, dass Frau­en und nicht-binä­re Men­schen in den Arti­keln der deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia nur mit­ge­meint sind!
  • Es kann nicht sein, dass Frau­en als „irrele­vant“ bezeich­net wer­den und ihrer Arbeit „kein erkenn­ba­rer Mehr­wert“ beschie­den wird!
  • Es kann nicht sein, dass es die Wiki­pe­dia mit ihren unüber­sicht­li­chen Regeln neu­en Benutzer*innen nahe­zu unmög­lich macht, neue The­men anzu­sto­ßen, die Frau­en und nicht-binä­re Men­schen im Fokus haben!

Die Wiki­pe­dia ist ein Com­mu­ni­ty-Pro­jekt und soll­te eine Enzy­klo­pä­die von allen für alle sein. Sie hat damit eine gro­ße Ver­ant­wor­tung, denn die Men­schen glau­ben, was dort geschrie­ben steht, und könn­ten folg­lich dem Trug­schluss erlie­gen: Was nicht in der Wiki­pe­dia steht, exis­tie­re auch nicht. Damit hat die Wiki­pe­dia gro­ßen Ein­fluss auf unse­re Wahr­neh­mung der Wirk­lich­keit.

DESHALB FORDERN WIR

  • Eine Abschaf­fung der Pflicht zum gene­ri­schen Mas­ku­li­num in den Wiki­pe­dia-Arti­keln.
  • Frau­en und nicht-binä­re Men­schen neben Män­nern sicht­bar zu machen, indem Lis­ten nach Geschlecht such­bar, auf­find­bar und sor­tier­bar sind.
  • Eine Demo­kra­ti­sie­rung der inter­nen Ent­schei­dungs­pro­zes­se, sodass sich meh­re­re fach­kun­di­ge Admins nach erfolg­ter Dis­kus­si­on über eine Arti­kel-Löschung abstim­men müs­sen.

Ein Teil die­ser For­de­run­gen kann bereits erfüllt wer­den, wenn sich genug Wikipedianer*innen (mit mind. 200 Arti­kel­be­ar­bei­tun­gen, davon mind. 50 in den letz­ten 12 Mona­ten) für die­ses bereits initi­ier­te Mei­nungs­bild stark­ma­chen, mit dem das gene­ri­sche Mas­ku­li­num abge­schafft wer­den soll.

Aber auch Men­schen, die bis­her kei­ne 200 Arti­kel bear­bei­tet haben, kön­nen etwas tun: Unter­schreibt die­sen Auf­ruf! Wer­det selbst Teil der Wiki­pe­dia-Com­mu­ni­ty und ver­fasst Arti­kel, die weib­li­che und diver­se The­men sicht­ba­rer machen. Zeigt den Ver­ant­wort­li­chen der deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia, wie wich­tig es euch ist, dass die Wiki­pe­dia nicht nur die Mei­nung einer klei­nen Grup­pe wider­spie­gelt, son­dern die Rea­li­tät mög­lichst so beschreibt, wie sie ist: männ­lich, weib­lich und divers.

#wiki­fu­er­al­le

 

Initiator*innen:

The­re­sa Han­nig, Autorin
Ulrich Tau­send, Medi­en­päd­ago­ge
Dr. Nils Simon, Poli­tik­wis­sen­schaft­ler
Mar­co Fin­dus Ole­an­der Sul­ta­na, Illus­tra­tor
Annet­te Juretz­ki, Autorin
Judith C. Vogt, Autorin
Dr. Chris­ti­an Vogt, Autor und Phy­si­ker
Linus Gie­se, Blog­ger und Buch­händ­ler
Ste­fan Holz­hau­er, IT-Con­sul­tant
Kathe­ri­na Ushachov, Autorin und freie Lek­to­rin
Dia­na Men­schig, Autorin und Vor­sit­zen­de des Phan­tas­tik-Autoren-Netz­werks
Hanka Leo, Freie Lek­to­rin
Prof. Dr. Ana­tol Ste­fa­no­witsch, Sprach­wis­sen­schaft­ler
Alwin Reif­schnei­der, Illus­tra­tor
Sabri­na Želez­ný, Autorin und freie Lek­to­rin
Prof. Dr. Ange­li­ka Ber­anek, Pro­fes­so­rin für Medi­en­bil­dung in der Sozia­len Arbeit

Unter­schrei­ben und Ver­brei­ten: Peti­ti­on #wiki­fu­er­al­le

Links zum The­ma, Arti­kel die das Dilem­ma aus­führ­lich beleuch­ten:

The­re­sa Han­nig, Ben­to, TOR Online, vice.com, vice.comt3n, Pia Seit­ler

Gra­fik »We Can Do It!« von mir, CC BY-NC-SA, Gra­fik »wiki­fu­er­al­le« von Mar­co Fin­dus Ole­an­der Sul­ta­na, CC BY-NC

 

Cory Doctorow: Das EU-Parlament unterzeichnet ein katastrophales Internetgesetz: Was passiert als nächstes?

Cory Doctorow: Das EU-Parlament unterzeichnet ein katastrophales Internetgesetz: Was passiert als nächstes?

Der fol­gen­de Text ist im Ori­gi­nal von Cory Doc­to­row und von der Web­sei­te der Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on, er und die Gra­fik ste­hen wie die­se Über­set­zung unter CC-BY

In einer erschüt­tern­den Ableh­nung des Wil­lens von fünf Mil­lio­nen Online-Peten­ten und über 100.000 Demons­tran­ten an die­sem Wochen­en­de hat das Euro­päi­sche Par­la­ment den gesun­den Men­schen­ver­stand und den Rat von Wis­sen­schaft­lern, Tech­no­lo­gen und UN-Men­schen­rechts­ex­per­ten auf­ge­ge­ben und das Urhe­ber­recht in der digi­ta­len Bin­nen­markt­richt­li­nie in sei­ner Gesamt­heit gebil­ligt.

Es gibt jetzt nur noch wenig, was ver­hin­dern kann, dass die­se Bestim­mun­gen zum Gesetz der Län­der in ganz Euro­pa wer­den. Es ist theo­re­tisch mög­lich, dass der end­gül­ti­ge Text auf der Tagung des Euro­päi­schen Rates Ende die­ses Monats nicht die Zustim­mung einer Mehr­heit der Mit­glied­staa­ten fin­den wird, aber dazu müss­te min­des­tens ein Schlüs­sel­land sei­ne Mei­nung ändern. Zu die­sem Zweck ver­dop­peln deut­sche und pol­ni­sche Akti­vis­ten bereits ihre Bemü­hun­gen, die wich­tigs­ten Stim­men ihrer Regie­rung zu ver­schie­ben.

Wenn die­ser Ver­such fehl­schlägt, wer­den die Ergeb­nis­se lang­fris­tig und chao­tisch sein. Im Gegen­satz zu EU-Ver­ord­nun­gen wie der DSGVO, die zu einem Gesetz wer­den, indem sie durch die zen­tra­len EU-Insti­tu­tio­nen ver­ab­schie­det wer­den, müs­sen EU-Richt­li­ni­en umge­setzt wer­den: sie müs­sen zu natio­na­lem Recht jedes Mit­glieds­lan­des wer­den. Die Län­der haben bis 2021 Zeit, um die Urhe­ber­rechts­richt­li­nie umzu­set­zen, aber die EU hält ihre Mit­glie­der sel­ten an die­se Frist, so dass es noch län­ger dau­ern könn­te.

Lei­der ist es wahr­schein­lich, dass die ers­te Umset­zung der Richt­li­nie von den Län­dern kom­men wird, die ihre Annah­me am meis­ten unter­stützt haben. Die der­zei­ti­ge Grup­pe der fran­zö­si­schen Poli­ti­ker hat sich stets für die schlimms­ten Tei­le der Richt­li­nie ein­ge­setzt, und die Macron-Regie­rung könn­te ver­su­chen, einen frü­hen Sieg für die Medi­en­un­ter­neh­men des Lan­des zu erzie­len.

Län­der, deren Poli­tik stär­ker gespal­ten war, wer­den zwei­fel­los län­ger brau­chen. In Polen wur­den die Poli­ti­ker von wüten­den Wäh­lern bela­gert, die woll­ten, dass sie die Richt­li­nie ableh­nen, wäh­rend sie gleich­zei­tig mit scham­lo­sen Dro­hun­gen von natio­na­len und loka­len Zei­tungs­be­sit­zern kon­fron­tiert wur­den, die warn­ten, dass sie jeden Poli­ti­ker, der gegen Arti­kel 11 gestimmt hat­te, »nicht ver­ges­sen« wür­den. Die Ver­ab­schie­dung der Richt­li­nie wird die­se Tren­nung zwi­schen dem pol­ni­schen Volk und dem Medi­en­un­ter­neh­men auf­recht­erhal­ten, wobei die Poli­ti­ker dar­um kämp­fen, eine inner­staat­li­che Lösung zu fin­den, die ihre Aus­sich­ten bei kei­ner der bei­den Grup­pen beein­träch­tigt.

Die Rhe­to­rik in Deutsch­land in den letz­ten Tagen war nicht viel bes­ser. Deut­sche Poli­ti­ker behaup­te­ten mit unbe­weg­ten Gesich­tern, dass die Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men die Demons­tran­ten an die­sem Wochen­en­de für den Marsch auf die Stra­ße bezahlt hät­ten. Unter­des­sen leg­te die Christ­lich-Demo­kra­ti­sche Uni­on, die Par­tei von Ange­la Mer­kel, deren eige­ner Axel Voss als Anfüh­rer der Richt­li­nie agier­te, einen poli­ti­schen Vor­schlag vor, der vor­schlug, Arti­kel 13 nicht mit Fil­tern, son­dern mit einem pau­scha­len Lizenz­sys­tem umzu­set­zen. Juris­ten haben bereits erklärt, dass die­se Lizen­zen nicht den stren­gen Anfor­de­run­gen von Arti­kel 13 ent­spre­chen wer­den – aber es wird für die CDU schwie­rig wer­den, von die­ser Ver­pflich­tung jetzt Abstand zu neh­men.

Damit kom­men wir zur Zukunfts­per­spek­ti­ve der recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen vor den euro­päi­schen Gerich­ten. Im Gegen­satz zur DSGVO, die den bestehen­den Regu­lie­rungs­be­hör­den die kla­re Befug­nis gab, die­ses Gesetz und sei­ne Unklar­hei­ten zu beur­tei­len und durch­zu­set­zen, ist unklar, wer der EU Kon­sis­tenz zwi­schen bei­spiels­wei­se einem har­ten fran­zö­si­schen Régime und einer poten­zi­ell wei­che­ren deut­schen Lösung auf­zwin­gen oder den noto­risch inko­hä­ren­ten Text der Richt­li­nie inter­pre­tie­ren soll.

Das bedeu­tet, dass es am euro­päi­schen Jus­tiz­sys­tem und dem lan­gen, lang­sa­men Weg zu einer end­gül­ti­gen Ent­schei­dung des Obers­ten Gerichts der EU, des Euro­päi­schen Gerichts­hofs (EuGH) lie­gen wird, das Gesetz zu kor­ri­gie­ren.

Wir kön­nen davon aus­ge­hen, dass die Medi­en und Rech­te­inha­bern sich für mög­lichst dra­ko­ni­sche natio­na­le Geset­ze ein­set­zen und dann umge­hend zu den Gerich­ten mar­schie­ren, um Geld­bu­ßen zu ver­hän­gen, wenn jemand online über die unschar­fen Gren­zen des Geset­zes wan­dert. Die Richt­li­nie ist so geschrie­ben, dass jeder Eigen­tü­mer von urhe­ber­recht­lich geschütz­tem Mate­ri­al von einem Inter­net­dienst Erfül­lung ver­lan­gen kann, und wir haben bereits gese­hen, dass die Rech­te­inha­ber kei­nes­wegs einig sind, was Big Tech tun soll. Was auch immer Inter­net­un­ter­neh­men und ‑Orga­ni­sa­tio­nen tun, um 27 oder mehr natio­na­le Geset­ze ein­zu­hal­ten – von der voll­stän­di­gen Ein­stel­lung von Links zu euro­päi­schen Nach­rich­ten­sei­ten über die Erhö­hung ihrer ohne­hin schon über­emp­find­li­chen Fil­ter­sys­te­me bis hin zu Geschäf­ten mit wich­ti­gen Medi­en­kon­zer­nen – wird von der einen oder ande­ren Frak­ti­on der Rech­te­inha­ber in Fra­ge gestellt wer­den.

Aber es gibt auch Mög­lich­kei­ten für die Gerich­te, die Richt­li­nie in den Griff zu bekom­men – oder sogar ihre schlimms­ten Arti­kel ganz zu strei­chen. Ein zen­tra­les Para­do­xon, das den Kern der Richt­li­nie aus­macht, muss sehr bald gelöst wer­den. Arti­kel 13 soll mit der älte­ren E‑Com­mer­ce-Richt­li­nie ver­ein­bar sein, die aus­drück­lich jede Ver­pflich­tung zur pro­ak­ti­ven Über­wa­chung der Durch­set­zung von geis­ti­gem Eigen­tum ver­bie­tet (eine Bestim­mung, die vom EuGH 2011 bestä­tigt und ver­stärkt wur­de). Alle gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Fil­ter könn­ten ange­foch­ten wer­den, um die­se Inkon­sis­tenz zu besei­ti­gen.

Aber wer wird die Inter­net­nut­zer vor Gericht ver­tre­ten? Big Tech hat eini­ge Beweg­grün­de und Mil­lio­nen, es zu tun, aber nach die­ser schwe­ren Nie­der­la­ge kön­nen die­se zuneh­mend defen­si­ven Rie­sen durch­aus ent­schei­den, dass es bes­ser sein wird, sich außer­ge­richt­lich zu eini­gen und ein Geschäft abzu­schlie­ßen, das den eta­blier­ten Medi­en in Euro­pa ein Dane­geld zahlt – zu einem Preis, der poten­zi­el­le Tech-Upstarts bequem aus die­sem Markt aus­schließt und die Markt­do­mi­nanz der Gro­ßen zemen­tiert.

Das bedeu­tet, dass sich die euro­päi­schen Inter­net­nut­zer nicht auf die Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men ver­las­sen kön­nen, sich gegen das Gesetz zu weh­ren. Der Kampf muss fort­ge­setzt wer­den, wie es in den letz­ten Wochen der Fall war, wobei sich Mil­lio­nen von All­tags­nut­zern online und auf der Stra­ße zusam­men­schlie­ßen, um ihr Recht auf Zen­sur­frei­heit und freie Kom­mu­ni­ka­ti­on ohne algo­rith­mi­sche Zen­so­ren oder will­kür­li­che Lizenz­for­de­run­gen zum Aus­druck zu brin­gen.

EU-Neti­zens müs­sen unab­hän­gi­ge euro­päi­sche digi­ta­le Rech­te­grup­pen orga­ni­sie­ren und unter­stüt­zen, die bereit sind, die Richt­li­nie vor Gericht anzu­fech­ten.

Und außer­halb Euro­pas wer­den sich die Freun­de des Inter­nets dar­auf ein­stel­len müs­sen, gegen Urhe­ber­rechts­ma­xi­mis­ten vor­zu­ge­hen, die ver­su­chen, die­se schreck­li­che Richt­li­nie in den Rest der Welt zu expor­tie­ren. Wir müs­sen und wer­den uns zusam­men­schlie­ßen und zusam­men­hal­ten, um die­se Richt­li­nie in Euro­pa zu stop­pen und ihre wei­te­re Ver­brei­tung zu ver­hin­dern.

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EU-Verwerterreform: Wo man vielleicht nicht mehr kaufen möchte und wo man möglicherweise nicht mehr Mitglied sein will.

EU-Verwerterreform: Wo man vielleicht nicht mehr kaufen möchte und wo man möglicherweise nicht mehr Mitglied sein will.

Dank eines Teils der Poli­ti­ker im EU-Par­la­ment haben heu­te die Ver­wer­ter (Ver­la­ge, Musik­la­bels, Bör­sen­ver­ein und wie sie alle hei­ßen) ein gigan­ti­sches Geschenk bekom­men, das uns alle betref­fen wird, das das Inter­net welt­weit zen­sie­ren wird und das dazu führt, dass Urhe­ber (um die es ja vor­geb­lich ging) WENIGER vom Ver­trieb ihrer Wer­ken bekom­men wer­den. Wei­ter­hin wer­den es unab­hän­gi­ge Urhe­ber, die sich nicht irgend­wel­chen Ver­la­gen oder Agen­tu­ren anschlie­ßen wol­len, es durch die Zen­sur­fil­ter in Zukunft erheb­lich schwe­rer haben, ihren Con­tent an die Ziel­grup­pe zu brin­gen. Denn all das war nie dafür gedacht, den Urhe­bern mehr Rech­te und Geld zu ver­schaf­fen, son­dern aus­schließ­lich den Ver­wer­tern.

Urhe­ber?

Aller­dings haben auch hau­fen­wei­se Urhe­ber für die­se soge­nann­te Reform getrom­melt. Man muss sich fra­gen: Wie sind die gekö­dert wor­den? Auf der ande­ren Sei­te haben ins­be­son­de­re bekann­te und berühm­te Urhe­ber ein Inter­es­se dar­an, dass die klei­nen unsicht­bar wer­den, war­um ist auch ganz ein­fach zu ver­ste­hen: Dadurch ver­schwin­det Kon­kur­renz.

Des­we­gen kann man mal dar­über nach­den­ken, ob man mög­li­cher­wei­se von sol­chen Künst­lern, Ver­la­gen, Musik­la­bels und so wei­ter ein­fach nichts mehr kau­fen möch­te.

Eine Lis­te fin­det man auf Hel­ga Trü­pels Sei­te »#manifesto4copyright«. Vor dem Kauf von Wer­ken könn­te man da mal einen Blick dar­auf wer­fen und dann über­le­gen, ob man die­ses Werk tat­säch­lich benö­tigt, oder ob man viel­leicht lie­ber etwas von einem unab­hän­gi­gen Künst­ler kau­fen möch­te. Zusätz­lich könn­te man in Zukunft vor jedem Kauf eines Musik­stücks, Buches oder sons­ti­gen Wer­kes mal eine Such­ma­schi­ne der eige­nen Wahl befra­gen, wie der oder die Künst­ler zur EU-Urhe­ber­rechts­re­form ste­hen. Wir leben ja (noch) in einem frei­en Land und nie­mand kann zu Käu­fen gezwun­gen wer­den. Man könn­te also ein­fach mal mit den Füßen abstim­men. Ich möch­te natür­lich kei­nes­wegs zu einem Boy­kott auf­ru­fen, aber es kann jeder mit sich selbst aus­ma­chen, wem man Geld hin­ter­her wirft.

Ver­bän­de und Ver­ei­ne?

Und dann sind da noch Ver­bän­de und Ver­ei­ne, die eigent­lich für ihre Mit­glie­der agie­ren soll­ten, aber in Sachen Urhe­ber­rechts­re­form genau das Gegen­teil getan haben.

Eine Lis­te von Ver­ei­nen, Ver­bän­den und Lob­by­or­ga­ni­sa­tio­nen, die für die Urhe­ber­rechts­re­form getrom­melt haben, fin­det man als PDF bei enpa.eu (und falls es da ver­schwin­den soll­te, habe ich eine Kopie).

Da könn­te sich jedes Mit­glied über­le­gen, ob man die­se Ver­ei­ne und Ver­bän­de tat­säch­lich noch durch Mit­glied­schaft und damit Geld unter­stüt­zen möch­te. Auch das muss natür­lich jeder mit sich selbst aus­ma­chen, und ich möch­te hier kei­nes­falls dazu auf­ru­fen …

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