Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Landgericht Hamburg erklärt Rechtssicherheit seiner Webseite nicht verbindlich

Ich hat­te nach dem völ­lig rea­li­täts­fer­nen Ur­teil des LG Ham­burg zum Ver­lin­ken von Sei­ten mit mög­li­cher­wei­se ur­he­ber­rechts­ver­let­zen­den In­hal­ten dort be­reits am 9. De­zem­ber 2016 eine An­fra­ge ge­stellt. Die Ant­wort kam spät, ist aber in kein­ster Wei­se über­ra­schend, denn auch der Ju­sti­zi­ar des Hei­se-Ver­lags er­hielt eine ganz ähn­li­che:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,

zu Ih­rer An­fra­ge tei­le ich Ih­nen mit, dass das Land­ge­richt selbst­ver­ständ­li­ch da­von aus­geht, dass die Zu­gäng­lich­ma­chung sämt­li­cher In­hal­te auf der Sei­te des Land­ge­richts recht­mä­ßig er­folgt.

Zu rechts­ver­bind­li­chen Er­klä­run­gen Ih­nen ge­gen­über se­hen wir uns in­des nicht ver­an­lasst.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

xxx von yyy

Rich­te­rin
Land­ge­richt Ham­burg
Prä­si­di­al­ver­wal­tung (LP3)
Sie­veking­platz 1, 20355 Ham­burg

Wir hal­ten fest: Das LG Ham­burg schafft die recht­li­che Not­wen­dig­keit, sich beim Be­trei­ber ei­ner Web­sei­te ver­si­chern zu müs­sen, dass de­ren In­hal­te rechts­kon­form sind, will selbst aber die­se Rechts­si­cher­heit nicht schaf­fen (kön­nen sie auch gar nicht, mit ein we­nig Stö­bern fand ich auf de­ren Sei­te In­hal­te, die – sa­gen wir mal vor­sich­tig – fis­hy sind, bei­spiels­wei­se mög­li­cher­wei­se nicht ganz kor­rekt de­kla­rier­te Bild-Ur­he­ber­schaf­ten).

Will­kom­men im #neu­land!

Bild Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

Anfrage ans Landgericht Hamburg bezüglich Linksetzung

Anfrage ans Landgericht Hamburg bezüglich Linksetzung

Es geht na­tür­li­ch wei­ter­hin um das rea­li­täts­fer­ne Ur­teil des LG Ham­burg in Sa­chen Link­set­zung. So­eben ging von mir per Mail fol­gen­de An­fra­ge an die Be­trei­ber der Web­sei­te des Land­ge­richts Ham­burg raus:

Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren,

Ich wür­de zum Zwecke der Be­richt­erstat­tung über eins ih­rer Ur­tei­le ger­ne ei­nen Link auf Ihre Web­site

http://justiz.hamburg.de/gerichte/landgericht-hamburg/ und Un­ter­sei­ten

set­zen. Bit­te be­stä­ti­gen Sie mir, dass alle auf der Web­sei­te ein­ge­setz­ten und ur­he­ber­recht­li­ch ge­schütz­ten In­hal­te (Fo­to­gra­fi­en, Gra­fi­ken, Vi­deos, Pro­gramm­code, etc.) recht­mä­ßig sind, d.h. mit Wil­len der Rech­te­inha­ber ver­wen­det wer­den. Das gilt auch für In­hal­te aus frem­den Quel­len, die Sie mög­li­cher­wei­se ein­ge­bun­den ha­ben, wie z.B. You­Tube-Vi­deos.

Vie­len Dank.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hau­er

PhantaNews.de
Phan­ta­sti­sche Nach­rich­ten

Er­stens bin ich auf die Ant­wort ge­spannt, zwei­tens könn­ten das an­de­re auch so hand­ha­ben, wenn sie über das Ur­teil be­rich­ten möch­ten … Kon­takt­da­ten fin­det man un­ter http://justiz.hamburg.de/gerichte/landgericht-hamburg/impressum/ Ich­me­in­janur (ich hof­fe auf de­ren Sei­ten fin­det sich nichts Il­le­ga­les, son­st bin ich er­le­digt).

Der Text der An­fra­ge stammt aus ei­nem Ar­ti­kel von Rechts­an­walt Schwen­ke

p.s.: Eine sehr ähn­li­che An­fra­ge ging auch ge­ra­de an die Be­trei­ber von bundesregierung.de raus …

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Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Bun­des­re­gie­rung und Co. tun sich in letz­ter Zeit da­mit her­vor, dass man Netz­in­fra­struk­tu­ren ge­gen »Cyber«-Angriffe schüt­zen müs­se (klei­ner Ein­schub: je­der der den Be­griff »Cy­ber« im Zu­sam­men­hang mit Netzthe­men ver­wen­det, de­mon­striert, dass er kei­ner­lei fach­li­che Ah­nung hat, und nur sinn­ent­leer­te Buz­zwords ver­wen­det). Da soll es »schnel­le Ein­greif­trup­pen« ge­ben, zu­sam­men­ge­stellt aus »Spe­zia­li­sten«, die aus Fir­men re­kru­tiert wer­den sol­len.

Tat­säch­li­ch muss man al­ler­dings fest­stel­len, dass ah­nungs­lo­se Rich­ter, die sich of­fen­bar das In­ter­net aus­drucken las­sen, aber de­ren Ur­tei­le durch kei­ner­lei Sach­kennt­nis ge­trübt sind, eine viel grö­ße­re Ge­fahr für das In­ter­net in Deutsch­land dar­stel­len, als ir­gend­wel­che mehr oder we­ni­ger ein­ge­bil­de­ten »Cy­ber-Be­dro­hun­gen«. Das be­rüch­tig­te LG Ham­burg hat mal wie­der ei­nen raus­ge­hau­en, da wird ei­nem schlecht. Es be­stä­tig­te ei­nen ur­he­ber­recht­li­chen Ver­stoß al­lei­ne durch die Link­set­zung auf eine Sei­te, wo ein Bild nicht in der durch die Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz ge­wünsch­ten Form wie­der­ge­ge­ben wor­den war. Noch mal ganz klar: Es wur­de also nicht das Bild selbst ein­ge­bun­den, son­dern nur auf die Sei­te ver­linkt.

Dan­ke, LG Ham­burg, da kön­nen wir das In­ter­net auch gleich ganz ab­schal­ten, denn die Ver­lin­kung von In­hal­ten ist DER zen­tra­le Punkt im Netz, dar­auf be­ruht es (und nicht etwa auf Wer­be­ein­blen­dun­gen, Kat­zen­bil­dern, oder Ur­he­ber­rechts­ab­zocke).

Das Ur­teil lässt zu­dem viel mehr Fra­gen of­fen, als es klärt. Gel­ten nur di­rek­te Links, oder auch in­di­rek­te? Sprich: Wenn ich eine Home­page ver­lin­ke, aber auf ei­ner Un­ter­sei­te ein pro­ble­ma­ti­sches Bild steht, ist das dann ab­mahn­bar? Wie soll man sich da­ge­gen schüt­zen, dass In­hal­te auf Sei­ten ver­än­dert wer­den, aber be­haup­tet wird »das war da schon im­mer!«?

Neu­es Ab­mahn­mo­dell: Ich set­ze voll­kom­men harm­lo­se In­hal­te auf eine Web­sei­te und brin­ge Drit­te dazu, die­se zu ver­lin­ken. Op­ti­ma­ler­wei­se Drit­te, die ir­gend­ei­ne Art von Wer­bung auf ih­rer Sei­te ha­ben (da reicht schon ein Part­ner­link zu Ama­zon), da­mit die ver­lin­ken­de Sei­te als »im wei­te­sten Sin­ne ge­schäfts­mä­ßig« gel­ten kann. Wenn ich or­dent­li­ch Links habe, stel­le ich ein an­geb­li­ch wi­der­recht­li­ch ver­wen­de­tes Bild dort ein und ma­che mit Ab­mah­nun­gen groß Kas­se.

Was ist mit Such­ma­schi­nen, die au­to­ma­ti­siert auf In­hal­te ver­lin­ken? Was ist mit Wer­be­ban­nern, die von ent­spre­chen­den Ser­vern kom­men und au­to­ma­ti­siert ein­ge­blen­det wer­den?

Das Ur­teil be­trifft üb­ri­gens selbst­ver­ständ­li­ch auch Links auf und von so­zia­len Me­di­en wie Face­book, Goo­gle+ oder Twit­ter, das gilt ins­be­son­de­re für Frei­be­ruf­ler, oder für ge­mischt be­ruf­li­ch und pri­vat ge­nutz­te Pro­fi­le.

Man weiß gar nicht, wo man da­mit an­fan­gen soll zu er­klä­ren, war­um die­ses Ur­teil nicht das Ge­ring­ste mit der Rea­li­tät im Web zu tun hat, und brand­ge­fähr­li­ch für all jene ist, die In­hal­te on­line stel­len. Das be­droht die Frei­heit und Mei­nungs­frei­heit im Netz – und das ist kei­nes­wegs über­trie­ben. Mei­ner An­sicht nach ist das Ur­teil so­gar ein kla­rer Ver­stoß ge­gen die Grund­rech­te. Zu­dem wird hier ein zen­tra­ler Me­cha­nis­mus des Web auf dem Al­tar völ­lig ver­al­te­ter Ur­he­ber­rech­te ge­op­fert, de­ren No­vel­lie­rung an der Lob­by­ar­beit der Ver­wer­ter und wil­li­gen, klep­to­kra­ti­schen Po­li­ti­kern schei­tert. Wäre es an­ders, hät­ten wir schon längst eine fair-use-Klau­sel.

Mehr In­for­ma­tio­nen dazu, und das auch noch von fach­li­cher Kom­pe­tenz hin­ter­füt­tert, die ich nicht habe, da ich kein Ju­ri­st bin, fin­det man in ei­nem Ar­ti­kel von Rechts­an­walt Schwen­ke.

Ich kann nur hof­fen, dass sich ir­gend­je­mand, bei­spiels­wei­se Hei­se, des The­mas an­nimmt, und es durch die In­stan­zen strei­tet. Bis da­hin freu­en sich die Ab­mahn-Ab­zocker über die hüb­sche, rich­ter­li­ch ge­schaf­fe­ne, Ein­nah­me­quel­le.

Gra­fik Co­py­right StockUn­li­mi­t­ed

Warner Music, Copyright-Trolle und Lobbyhuren

Warner Music, Copyright-Trolle und Lobbyhuren

Ich habe auf You­tube seit 2013 ein Vi­deo von der In­ter­mo­dell­bau, das Mi­nia­tur-Dampf­ma­schi­nen zeigt. Hin­ter­legt hat­te ich den Clip mit Rag­time-Mu­sik aus der Pu­blic Do­main-Samm­lung von freemusicarchive.org. Die ver­wen­de­ten Da­tei­en sind Ori­gi­nal­auf­nah­men aus den frü­hen Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts (un­ge­fähr 1900 bis 1916) und selbst­ver­ständ­li­ch sind alle Ur­he­ber schon so lan­ge tot, dass sämt­li­che Rech­te er­lo­schen sind.

Das hin­dert na­tür­li­ch die Al­go­rith­men der Co­py­right-Trol­le nicht dar­an, die be­kann­te­ren der ver­wen­de­ten Mu­sik­stücke als ge­klaut zu flag­gen, ins­be­son­de­re Gershwins Chi­ne­se Blues oder Scott Jo­p­lins Ma­p­le Leaf Rag (aus dem Jahr 1899!). An sich schon eine Un­ver­schämt­heit (ins­be­son­de­re da im Ab­spann des Vi­deo die Quel­len ein­deu­tig ge­nannt sind, das hat al­ler­dings lo­gi­scher­wei­se we­der die Au­to­ma­tis­men von War­ner noch die von You­tube ge­juckt), aber nor­ma­ler­wei­se soll­te ein Claim da­mit aus der Welt sein, dass man You­tube die Quel­le nennt. Im Fal­le von Koch Me­dia war das auch so (da hat sich das of­fen­bar tat­säch­li­ch je­mand an­ge­se­hen), aber War­ner Mu­sic trieb das Spiel bei Ge­or­ge Gershwin auf die Spit­ze, in­dem mein Ein­spruch als nicht va­li­de ab­ge­schmet­tert wur­de. Da blieb mir schon die Spucke weg, denn of­fen­sicht­li­ch hat­te sich das beim Mu­sik­mul­ti nie­mand in­halt­li­ch an­ge­se­hen – denn dann wäre so­fort klar ge­we­sen, dass das al­les kom­plet­ter Bull­s­hit ist.

Wenn man dann noch­mal wi­der­spre­chen möch­te, wei­st You­tube ei­nen dann auch mit dra­ma­ti­schen Wort­en dar­auf hin, dass ein wei­te­rer Ein­spruch dra­sti­sche recht­li­che Kon­se­quen­zen ha­ben kann, es wird also eine Droh­ku­lis­se auf­ge­baut, die mög­li­cher­wei­se Ängst­li­che­re dazu ver­füh­ren kann, ihre An­sprü­che auf­zu­ge­ben und den Co­py­right-Trol­len von War­ner und Co. das Feld zu über­las­sen. Nicht mit mir, also noch ei­nen Ein­spruch ein­ge­reicht und noch­mal die­sel­ben Hin­wei­se wie beim er­sten hin­ter­las­sen.

Dann pas­sier­te lan­ge nichts und nach 30 Ta­gen kam die Mel­dung von You­tube, dass bei War­ner nie­mand auf den Ein­spruch re­agiert habe und der Fall nun ge­schlos­sen sei. Neu­es von Cap­tain Ob­vious, denn selbst wenn sich das ir­gend­ein Er­fül­lungs­ge­hil­fe bei War­ner an­ge­se­hen ha­ben soll­te, was ich nicht glau­be, wäre so­fort klar ge­we­sen, dass der Claim, der so­fort dazu führ­te, dass sämt­li­che Mo­ne­ta­ri­sie­rung des Vi­deos so­fort an War­ner geht, völ­lig für die Füße ist.

Ver­damm­te Co­py­right-Trol­le. Ich habe kurz dar­über nach­ge­dacht, War­ner Mu­sic Deutsch­land we­gen Be­trugs an­zu­zei­gen, habe es dann aber ge­las­sen, weil ich mir das dar­aus re­sul­tie­ren­de Ge­ner­ve nicht an­tun woll­te, und weil ver­mut­li­ch eh nie­mand er­mit­telt hät­te, da die Ein­nah­men aus der Vi­deo-Mo­ne­ta­ri­sie­rung schlicht­weg Pea­nuts sind.

Wie dumm die von Con­tent­ma­fia (Mu­sik, Film, egal) ver­wen­de­ten Ver­fah­ren tat­säch­li­ch da­her kom­men, zeigt der Be­richt dar­über, dass sie ihre ei­ge­nen Sei­ten oder so­gar Shop­sei­ten Ama­zons, auf de­nen sie selbst ihre Fil­me ver­kau­fen, als Ur­he­ber­rechts­ver­stö­ße bei Goo­gle mel­den. Man darf an die­ser Stel­le dar­über spe­ku­lie­ren, wie­vie­le völ­lig le­ga­le Goo­gle-Such­ergeb­nis­se auf­grund un­be­rech­tig­ter An­sprü­che sei­tens ir­gend­wel­cher Rech­te­inha­ber-Voll­idio­ten ge­sperrt wer­den.

Auch hier ge­hört das Ur­he­ber­recht drin­gend zu­gun­sten der Ur­he­ber und Nut­zer re­for­miert, da­mit nicht Co­py­right-Trol­le in gro­ßen Mas­sen Claims ins Netz bom­ben dür­fen, son­dern bei fal­schen An­schul­di­gun­gen und Miß­brauch des Ur­he­ber­rechts (das nach Ver­ga­be von Li­zen­zen »Ver­wer­terrecht« hei­ßen soll­te) auch Kon­se­quen­zen zu tra­gen ha­ben. Das wür­de die au­to­ma­ti­sier­ten Trol­le­rei­en er­heb­li­ch ver­rin­gern.

Ich gehe aber da­von aus, dass in der Hin­sicht dank un­se­rer lob­bylut­schen­den Po­li­tik nichts pas­sie­ren wird. Der ge­leak­te Ent­wurf des »re­for­mier­ten« Ur­he­ber­rechts der EU-Kom­mis­si­on und des in mei­nen Au­gen mehr als pein­li­chen In­ter­net-Kom­mis­sars Oet­tin­ger (wenn man ir­gend­wel­che Vö­gel in der deut­schen Po­li­tik nicht mehr brau­chen kann, wer­den sie nach Brüs­sel ab­ge­scho­ben, um dort Un­heil an­zu­rich­ten) zeigt ja ein­deu­tig, dass der Ver­wert­er­ma­fia al­les in den Hin­tern ge­scho­ben wer­den soll, und man die In­ter­es­sen und Rech­te der Ur­he­ber und Nut­zer er­neut mit Fü­ßen tritt. Tei­le des Ge­set­zes le­sen sich, als sei­en sie von den Con­tent­an­bie­tern dik­tiert wor­den, und ver­mut­li­ch war das auch so.

Wenn die­se Ge­set­ze so durch­kom­men, wird Raub­ko­pie­ren zu zi­vi­lem Un­ge­hor­sam.

Steampunk als Marke – Anmeldung vom DPMA zurückgewiesen

Steampunk als Marke – Anmeldung vom DPMA zurückgewiesen

Free SteampunkIm ver­gan­ge­nen Jahr gab es ei­ni­ge Auf­re­gung, weil ver­sucht wur­de, sich den Be­griff »Steam­punk« beim Deut­schen Pa­tent- und Mar­ken­amt als Mar­ke ein­tra­gen zu las­sen. Die Er­klä­run­gen des An­trag­stel­lers zu den Hin­ter­grün­den wa­ren in­halt­li­ch nicht un­be­dingt nach­zu­voll­zie­hen, alle De­tails fin­det man in den oben ver­link­ten Ar­ti­keln.

Noch im ver­gan­ge­nen Ok­ti­ber äu­ßer­sten sich Mit­ar­bei­ter beim DPMA, dass man »sehr kurz­fri­stig« in­ner­halb von ca. zwei Wo­chen ent­schei­den wol­le. Wie man das von Äm­ter so kennt, ist bei de­nen »sehr kurz­fri­stig« al­ler­dings ein wei­ter Be­griff. Noch in der ver­gan­ge­nen Wo­che hat­te ich nach­ge­se­hen und der Mar­ken­an­trag war nach wie vor of­fen.

Das hat sich jetzt ge­än­dert. Der An­trag wur­de ab­ge­wie­sen.

Wir wer­den das na­tür­li­ch in Zu­kunft wei­ter be­ob­ach­ten müs­sen, denn es kann je­der­zeit er­neut ver­sucht wer­den, den Be­griff Steam­punk als Mar­ke ein­zu­tra­gen.

WARHAMMER 40.000 Fanfilm: EXTERMINATUS

WARHAMMER 40.000 Fanfilm: EXTERMINATUS

EX­TER­MI­NA­TUS ist ein Fan­film zu Ga­mes Work­shops Spie­le­rei­he WAR­HAM­MER 40.000. Paul Doucet hat ge­schrie­ben, pro­du­ziert und auch Re­gie ge­führt.

As Dan­te IV is on the ver­ge of Ex­ter­mi­na­tus, ve­te­r­an Dark An­gel ser­gent Ori­as de­parts on a suici­de mis­si­on to gather some in­tel…

Wäh­rend Dan­te IV auf der Schwel­le zum Ex­ter­mi­na­tus steht, bricht Dark An­gel Ser­geant Ori­as zu ei­ner Selbst­mord­mis­si­on auf, um In­for­ma­tio­nen zu sam­meln …

Amazon Video Direct: Amazon greift YouTube an

Amazon Video Direct: Amazon greift YouTube an

Amazon Video DirectYou­tube ist frag­los die meist­ge­nutz­te Platt­form, wenn es um von Nut­zern (und na­tür­li­ch auch Fir­men) on­line ge­stell­te – und mo­ne­ta­ri­sier­ba­re – Vi­deos geht. Doch das könn­te sich än­dern, denn nun ist Ama­zon in das Ge­schäft mit den On­line­vi­deos ein­ge­stie­gen. De­ren neue Platt­form Ama­zon Vi­deo Di­rect (AVD) er­mög­licht es Vi­deo­er­stel­lern eben­falls, ihre Vi­deos hoch­zu­la­den und zu Geld zu ma­chen.

Der Un­ter­schied zu You­tube ist da­bei: Auch die Nut­zer von Ama­zon Pri­me Vi­deo kön­nen die In­hal­te auf ver­schie­de­ne End­ge­rä­te strea­men, und wenn Vi­deos dar­über an­ge­se­hen wer­den, kön­nen die Ur­he­ber Tan­tie­men da­für be­kom­men. Eben­so kön­nen Con­tent­an­bie­ter ihre Vi­deos über die Platt­form ver­mie­ten oder ver­kau­fen. Ama­zon be­hält da­bei 50% der Er­lö­se durch Ver­käu­fe, Ver­mie­tun­gen oder Abos ein, der Rest geht an die Schöp­fer der Vi­deos. Für jede auf Ama­zon Pri­me ge­stream­te Stun­de er­hält man in den USA 15 Cent, in Deutsch­land (Öster­reich, UK, Ja­pan) sind es nur sechs Cent. Bei ko­sten­lo­sen Vi­deos mit Wer­be­ein­blen­dun­gen ge­hen 55% der Ein­nah­men an den Con­tent Crea­tor.

Mit ei­nem ähn­li­chen Kon­zept wie bei den Self­pu­blis­her-eBooks wird es al­ler­dings auch hier eine Aus­schüt­tun­gen für be­son­ders er­folg­rei­che Vi­deos ge­ben, Ama­zon nennt das »AVD Stars«. Ab Juni wird mo­nat­li­ch eine Mil­lion Dol­lar an die 100 best­platzier­ten Vi­deos aus­ge­schüt­tet. So kann man even­tu­ell auch an Geld kom­men, wenn man sei­ne Vi­deos ein­fach ko­sten­los ein­stellt.

Nut­zer­zah­len, Seh­zei­ten, Abon­nen­ten und na­tür­li­ch auch ge­ne­rier­te Ein­nah­men wird man in ei­nem Backend be­gut­ach­ten und aus­wer­ten kön­nen.

An­ge­sichts der durch­aus at­trak­ti­ven Kon­di­tio­nen wird sich auch You­tube-In­ha­ber Goo­gle warm an­zie­hen müs­sen. Ei­nen Blick muss man noch auf die Nut­zungs­be­din­gun­gen wer­fen, und wel­che Rech­te Ama­zon sich ein­räumt, aber es gibt we­nig Grün­de an­zu­neh­men, dass die maß­geb­li­ch schlech­ter sein wer­den, als bei eBooks. Al­ler­dings muss man sich an­ders als bei You­tube durch On­line-Steu­er­for­mu­la­re schla­gen und um­fang­rei­che An­ga­ben zum Nut­zer ma­chen, wenn man ein Ama­zon Vi­deo Di­rect-Kon­to er­öff­nen möch­te.

THE EMPIRE STRIKES BACK-Eröffnungssequenz im Bond-Stil

THE EMPIRE STRIKES BACK-Eröffnungssequenz im Bond-Stil

Kurt Rauf­fer hat als Hom­ma­ge an den ver­mut­li­ch be­sten STAR WARS-Film THE EM­PI­RE STRIKES BACK eine In­tro­se­quenz er­stellt, die nicht ganz zu­fäl­lig an Ja­mes Bond er­in­nert. Die Mu­sik dazu stammt von Ra­dio­head und trägt den Ti­tel SPEC­TRE. Ja, es han­delt sich um die vom Stu­dio ab­ge­lehn­te Ti­tel­mu­sik für den letz­ten Bond-Film.

Science Fiction Kurzfilm: THE LAST WOMAN

Science Fiction Kurzfilm: THE LAST WOMAN

Im Sci­en­ce Fic­tion-Kurz­film THE LAST WO­MAN von Pi­xel­boom geht es um die letz­te Frau auf Er­den – und um Ali­ens. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen sind für mich lei­der schwer zu ex­tra­hie­ren, weil mein Ita­lie­ni­sch qua­si non­e­xi­stent ist. Glück­li­cher­wei­se ist der Film un­ter­ti­telt. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­det man mög­li­cher­wei­se auf der Face­book­sei­te von Pi­xel­boom.

Amazon Prime Now: Lieferung innerhalb von zwei Stunden

Amazon Prime Now: Lieferung innerhalb von zwei Stunden

amazon-LogoWie ver­schie­de­ne Me­di­en be­rich­ten, plant On­line­händ­ler Ama­zon in Bal­lungs­räu­men eine Zu­stel­lung in­ner­halb von zwei Stun­den für Pri­me-Kun­den. Den An­fang macht an­geb­li­ch Ber­lin, hier soll ein La­ger in der Nähe des Ku­damms (in den Räu­men des ehe­ma­li­gen Pro Mark­tes) er­rich­tet wer­den, um die Wa­ren von dort aus­zu­lie­fern.

Die Zu­stel­lung wird Ama­zon nicht selbst über­neh­men, son­dern die­sen Job lo­ka­len Ku­rier­dien­sten über­ge­ben. DHL und die an­de­ren Pa­ket­dien­ste wä­ren bei der Ge­schich­te dem­nach raus. Auf­grund der oft man­gel­haf­ten Qua­li­tät der Zu­stel­ler (ich könn­te dar­über Ro­ma­ne schrei­ben) wun­dert man sich nicht, dass der On­line­händ­ler nach Al­ter­na­ti­ven sucht. Es wur­de in der Ver­gan­gen­heit auch be­reits laut dar­über nach­ge­dacht, die nor­ma­le Zu­stel­lung in­ner­halb ei­nes Werk­ta­ges selbst zu über­neh­men.

In den USA, ge­nau­er ge­sagt in New York, bie­tet Ama­zon den Ser­vice be­reits seit 2014 an und will ihn nun wohl auch auf an­de­re Län­der aus­deh­nen. Dass da­bei Deutsch­land weit vor­ne ist wun­dert nicht, denn das ist ei­ner der wich­tig­sten in­ter­na­tio­na­len Ab­satz­märk­te des Un­ter­neh­mens.

Na­tür­li­ch be­kommt man nicht alle Pro­duk­te in­ner­halb der zwei Stun­den, das An­ge­bot be­schränkt sich auf be­son­ders be­lieb­te, wie Ta­blets, Kind­les oder ge­wis­se Bü­cher (ver­mut­li­ch ak­tu­el­le Best­sel­ler).

In Ber­lin star­tet Pri­me Now an­geb­li­ch im Mai. War­um »an­geb­li­ch«? Weil die of­fi­zi­el­le Be­stä­ti­gung sei­tens Ama­zon Deutsch­land noch aus­steht.

Logo Ama­zon Co­py­right Ama­zon

Fantasy-Webserie: REN – THE GIRL WITH THE MARK

Fantasy-Webserie: REN – THE GIRL WITH THE MARK

Kate Ma­di­son wur­de netzweit be­kannt durch ih­ren LORD OF THE RINGS-Fan­film BORN OF HOPE. Da­na­ch wand­te sie sich der Pro­duk­ti­on ei­ner ei­gen­stän­di­gen Fan­ta­sy-Web­se­rie na­mens REN zu. Von der ist jetzt die er­ste Staf­fel fer­tig ge­stellt und kann on­line via You­tube an­ge­se­hen wer­den. In der Rol­le der Ren die aus OUT­LAN­DER be­kann­te Schau­spie­le­rin So­phie Skel­ton.

Die er­ste Fol­ge der er­sten Se­a­son er­schien am 1. März 2016, da­na­ch kam jede Wo­che eine wei­te­re Epi­so­de. Jetzt lie­gen alle fünf Fol­gen vor. Sie ha­ben eine Län­ge von je­weils ca. zehn Mi­nu­ten.

Ren is the tale of a young wo­man who, af­ter a stran­ge en­coun­ter in the woods, is mar­ked by an an­ci­ent spi­rit. Cast out from her small vil­la­ge, she is forced to lea­ve be­hind the fa­mi­ly she has spent her who­le life pro­tec­ting and jour­ney across the land to find the real mea­ning be­hind the mark she be­ars.