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Teaser: NEUROMANCER

Zu sagen, Wil­liam Gib­sons NEUROMANCER sei ein Klas­si­ker, unter­treibt wohl, denn der Roman hat ein gan­zes neu­es Gen­re defi­niert, das bis heu­te hoch­ak­tu­ell ist: CYBERPUNK (und ange­sichts der Ent­wick­lun­gen mit kor­rup­ter Poli­tik, die Kon­zer­nen hörig ist, oder wenn Kon­zer­ne gleich die Geset­ze schrei­ben, ange­sichts von US-Tech­bros und ange­sichts der KI-Ent­wick­lun­gen ist das Gen­re nicht nur aktu­ell, son­dern holt uns gera­de ein).

Apple TV hat eine Fern­seh­se­rie dar­aus machen las­sen und dazu gibt es nun den ers­ten Trai­ler. Ich kann inhalt­lich ehr­lich nicht viel dazu sagen, denn es ist fast 40 Jah­re her, dass ich den Roman gele­sen habe. Viel­leicht soll­te ich ihn mir noch­mal vor­neh­men. Aber viel­leicht erst nach­dem ich die Serie gese­hen habe…

Die Show ist von Gra­ham Roland and J. D. Dil­lard, wobei ers­te­rer als Show­run­ner agiert und letz­te­rer bei den ers­ten drei Epi­so­den Regie geführt hat. Es spie­len Callum Tur­ner als Case, Bria­na Midd­le­ton als Mol­ly, Joseph Lee als Hideo, Mark Strong als Armi­ta­ge, Clé­mence Poé­sy as Marie-France Tes­sier, Peter Sars­gaard as John Ash­pool, Emma Laird as Lin­da Lee und ande­re.

NEUROMANCER star­tet am 22. Janu­ar 2027 bei Apple TV+.

eng­lisch:

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deutsch:

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Teaser: BLADE RUNNER 2099

BLADE RUNNER 2099 ist eine Mini­se­rie, die Ama­zon hat pro­du­zie­ren las­sen. Show­run­nerin ist Sil­ka Lui­sa (HALO TV), die hat hauch die Sto­ry geschrie­ben, und der drit­te Teil des BLADE RUN­NER-Fran­chise han­delt, wie der Titel bereits sagt, 50 Jah­re nach dem zwei­ten Film. Michel­le Yeoh spielt eine Repli­kan­ten-Bla­de Run­nerin kurz vor dem Ende ihres Lebens­zy­klus­ses und Hun­ter Scha­fer ist ihre Part­ne­rin, ein Mensch der vor­gibt, eine Repli­kan­tin zu sein.

Rid­ley Scott ist einer in einer schier end­lo­sen Rei­he von aus­füh­ren­den Pro­du­zen­ten (»vie­le Köche …«).

Der Teaser hat mich noch nicht so rich­tig über­zeugt. Es wirkt auf mich irgend­wie bemüht, wie man auf der einen Sei­te ver­sucht, das BLADE RUN­NER-Look & Feel zu kopie­ren, es aber mit den sinn­lo­sen ana­mo­r­phi­schen Lens­fla­res gleich wie­der ver­saut. Aber es gilt wie immer die Bin­sen­weis­heit, dass man von einem Trai­ler nicht auf das fer­ti­ge Pro­dukt schlie­ßen darf.

Start­ter­min von BLADE RUNNER 2099 soll der 25. Novem­ber 2026 sein, zumin­dest wenn man Ama­zon Prime Video abon­niert hat.

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Auch die WGA klagt gegen die Paramount-Warner-Fusion

Logos Paramount und Warner

Ges­tern berich­te­te ich hier über die Kla­ge von zwölf US-Bun­des­staa­ten gegen die Fusi­on von Para­mount Sky­dance und War­ner Bros. Dis­co­very. Nun hat die US-Autoren­ge­werk­schaft WGA eben­falls Kla­ge ein­ge­reicht.

Wri­ters Guild of Ame­ri­ca East und West gin­gen am 14. Juli 2026 gemein­sam vor Gericht. Sie sehen in der Fusi­on einen Ver­stoß gegen das US-Kar­tell­recht und machen kon­kre­te Schä­den für die eige­ne Berufs­grup­pe gel­tend: Der fusio­nier­te Kon­zern wäre der mit Abstand größ­te Arbeit­ge­ber für Autor°Innen und wäre moti­viert, hät­te die Mit­tel und vor allem dann auch die Markt­macht, Hono­ra­re zu drü­cken und weni­ger zu pro­du­zie­ren, ent­ge­gen aller Pro­duk­ti­ons­zu­sa­gen. Weni­ger Auf­trä­ge, schlech­te­re Bezah­lung, und Stu­di­os, die eher auf risi­ko­ar­me Pro­jek­te set­zen als auf ori­gi­nel­le Stof­fe. Para­mount behaup­tet natür­lich das Gegen­teil, man wol­le den Autor°Innen mehr Mög­lich­kei­ten geben, nicht weni­ger. In mei­nen Augen wenig glaub­wür­dig, denn die Ver­gan­gen­heit hat immer wie­der gezeigt, wie die­se Spiel­chen in Hol­ly­wood gespielt wer­den; wir erin­nern uns an die mona­te­lan­gen Streiks in Tin­sel­town.

Mit der zwei­ten Kla­ge bin­nen weni­ger Tage wächst der Druck auf den Deal. Span­nend wird zu sehen, ob sich den Bun­des­staa­ten und der WGA noch wei­te­re Akteu­re anschlie­ßen wer­den.

Logo Para­mount Copy­right Para­mount, Logo War­ner Bros. Dis­co­very Copy­right War­ner Bros. Dis­co­very

Netflix will seinen Streamingdienst massiv umbauen

Logo Netflix 2026

Die vir­tu­el­len Spat­zen pfei­fen es von allen Netz­dä­chern: Net­flix hat Pro­ble­me. Zum einen mel­den gera­de diver­se Medi­en, die alle von­ein­an­der abschrei­ben (was ich hier streng genom­men eben­falls tue), dass sich kaum noch jemand zwei­te Staf­feln von Seri­en ansieht. Bei­spiels­wei­se geht offen­bar gera­de Sea­son zwei von AVATAR – THE LAST AIRBENDER unter.

Das nächs­te Pro­blem ist, dass Net­flix offen­bar die Abon­nen­tin­nen in Scha­ren weg­lau­fen, das haben »Quel­len« zumin­dest gegen­über dem Wall Street Jour­nal gesagt.

Tja. Irgend­wann sind die Zuschaue­rin­nen halt nicht mehr gewillt, die Preis­er­hö­hun­gen mit­zu­ma­chen. Und die ver­gleichs­wei­se lan­gen Zeit­räu­me, die zwi­schen den Staf­feln ver­ge­hen, las­sen mög­li­cher­wei­se das Inter­es­se ein­fach schwin­den. Dazu kommt, dass man die Ziel­grup­pe dar­auf trai­niert hat, sich Seri­en sofort am Stück anse­hen zu kön­nen, das berühm­te »Bin­gen«, und wenn man dann die Nutzer°Innen durch das Auf­tei­len der Inhal­te dazu nöti­gen möch­te, län­ger zu abon­nie­ren, dann könn­te es sein, dass denen das auf­fällt.

Ich selbst habe mein Net­flix-Abo über Jah­re durch­lau­fen las­sen, es gab halt immer irgend­was zu sehen, unter ande­rem eben auch diver­se STAR TREK-Seri­en. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te ich nach den letz­ten fre­chen Preis­er­hö­hun­gen die Faxen aber dicke und habe gekün­digt; nicht aus­schließ­lich wegen des Prei­ses, son­dern auch weil Inhal­te, die mich inter­es­sier­ten immer sel­te­ner wur­den (weil die Anbie­ter die lie­ber auf ihren eige­nen Diens­ten zei­gen woll­ten). WEDNESDAY und STRANGER THINGS habe ich mir erst ange­se­hen, als alles kom­plett vor­han­den war und dann auch nur für einen Monat gezahlt. Seit­dem nicht mehr, denn mich hat auch nichts bei Net­flix wirk­lich inter­es­siert. Die ers­te Staf­fel von AVATAR war zwar ganz nett. Aber eben nur das.

Die Gold­grä­ber­zeit des Strea­ming ist vor­bei. Der Ver­such, den Zuschauer°Innen zwan­zig kos­ten­pflich­ti­ge Diens­te auf­zu­drü­cken, wenn man alles sehen woll­te, war zum Schei­tern ver­ur­teilt, auch wenn das die Nie­ten in Nadel­strei­fen mit Dol­lar­zei­chen in den Augen in den Stu­di­os nicht sehen woll­ten. Neben­ef­fekt: Das ille­ga­le Her­un­ter­la­den von Inhal­ten hat wie­der zuge­nom­men, nach­dem es zu Beginn der Strea­ming-Ära, als man alles für klei­nes Geld bekom­men konn­te, ein­ge­bro­chen war.

Net­flix hat jetzt zwei Plä­ne: Zum einen wol­len sie Inhal­te Drit­ter bün­deln, man soll also Ama­zon Video-artig auch Con­tent ande­rer Anbie­ter sehen kön­nen. Ich fin­de das nicht son­der­lich ori­gi­nell, denn das gab es auch bereits in der Ver­gan­gen­heit. Zudem müss­ten die­se Anbie­ter dabei aber auch mit­spie­len. Die wol­len aller­dings lie­ber selbst Geld ver­die­nen.

Zum ande­ren wol­len sie dem Ver­neh­men nach ernst­haft einen linea­ren Dienst anbie­ten, ähn­lich wie Plu­toTV, der die Nutzer°Innen dann wie­der zwin­gen wür­de, Sen­dun­gen zu bestimm­ten Uhr­zei­ten zu schau­en. Wie bit­te?

Und wir Dum­mer­chen hat­ten gedacht, dass linea­res Fern­se­hen was mit­tel­al­ter­li­ches ist, das nur noch Boo­mer nut­zen …

Am Ende zeigt das wie­der ein­mal, dass man als Nutzer°In eben doch Macht hat und dass man mit den Füßen abstim­men kann. Und das soll­ten wir alle viel­leicht viel öfter tun, nicht nur bei Strea­ming­diens­ten.

Logo Net­flix Copy­right Net­flix

Amazon Video: DEADLY PATIENT leider an KI-Synchro verstorben

Deadly Patient Poster

Am Wochen­en­de wur­de ich auf ein Video des Syn­chron­spre­chers Sven Pla­te auf­merk­sam, der auf einen Film namens DEADLY PATIENT (Ori­gi­nal­ti­tel: INTENSIVE CARE, 2018) bei Ama­zon Video hin­wies, der offen­sicht­lich nicht nur KI-über­setzt, son­dern auch noch KI-syn­chro­ni­siert wor­den war.

Ich habe mir das sofort mal ange­se­hen, bzw. ‑gehört und was man da vor­ge­setzt bekam war schon ein star­kes Stück, ins­be­son­de­re da Ama­zon einen auch noch zwang, sich sagen­haf­te zwei Minu­ten Wer­bung anzu­se­hen (der Grund, war­um ich auf Prime Video nichts mehr schaue und mich der Sam­mel­kla­ge ange­schlos­sen habe). Die Dar­bie­tung war der­ma­ßen platt und emo­ti­ons­frei, das war an Pein­lich­keit nicht zu über­bie­ten. Und auch man­che For­mu­lie­run­gen lie­ßen nicht nur ver­mu­ten, dass KI bei der Über­set­zung her­um­ge­pfuscht hat­te, das war ein­deu­tig. Als ich mir das ansah hat­ten sich bei dem Film – ver­mut­lich nach nach Pla­tes Auf­ruf – bereits eine enor­me Men­ge nega­ti­ver Rezen­sio­nen ange­sam­melt.

Erst wur­de ver­mu­tet, Ama­zon selbst sei für die KI-Kata­stro­phe ver­ant­wort­lich, dem Ver­neh­men nach war dem aller­dings nicht so. Ama­zon sag­te in einer Stel­lung­nah­me, dass die Syn­ch­ro nicht von ihnen stam­me. Ver­mut­lich hat DEADLY PATIENT sei­nen Weg über »Prime Video Direct« auf die Platt­form gefun­den, über die Dritt­an­bie­ter Fil­me in Ama­zons Kata­log ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Gegen­über dwdl sag­te ein Ama­zon-Spre­cher:  »Die deut­sche Syn­chro­ni­sa­ti­on des Films ‘Dead­ly Pati­ent – Töd­li­cher Pati­ent’ ent­sprach nicht den Qua­li­täts­stan­dards von Prime Video. Der Film ist vor­erst nicht mehr bei Prime Video ver­füg­bar.«

Auch wenn der Film rasch ver­schwand: Das Pro­blem bleibt, denn auch Net­flix hat­te sich bereits mit KI-gene­rier­ten Ani­mé-Über­set­zun­gen in die Nes­seln gesetzt und ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft Anbie­ter mit Dol­lar­zei­chen in den Augen ver­su­chen wer­den, uns so etwas unter­zu­ju­beln, um mög­lichst bil­lig über­setz­te Ver­sio­nen an den Start zu brin­gen, für die man kei­ne Sprecher°Innen bezah­len muss. Umso wich­ti­ger, dann sofort zu zei­gen, was man von so einem Dreck hält. Und auch Filmemacher°Innen soll­ten viel­leicht genau hin­se­hen, den so etwas kön­nen die Betei­lig­ten an einem Film nicht wol­len und es ver­dirbt das Werk.

Ich weiß: Ich bekla­ge mich regel­mä­ßig über schlech­te Syn­ch­ros von US-Fil­men. Dabei sind es aber in den aller­meis­ten Fäl­len nicht die Sprecher°Innen, die schlech­te Arbeit leis­ten (die machen das meist sogar sehr gut), son­dern die Dia­log­re­gie mit Über­set­zun­gen, die völ­lig dane­ben sind. Ange­sichts der dro­hen­den KI-Gefahr, soll­ten die sich viel­leicht ab sofort ein wenig mehr Mühe geben.

Pro­mo­pos­ter Copy­right Car­tel Pic­tures

Kommentar: Die Blu-Ray ist tot? Lang lebe die Blu-Ray!

Blu-Ray Face, Blu-Ray with a face made of drops

Ich habe noch einen Schrank vol­ler DVDs- und Blu-rays, in dem die Video-Kon­ser­ven ste­hen, die ich dort haben möch­te, weil ich mich nicht dar­auf ver­las­sen will, dass irgend­ein Strea­ming-Dienst sie mor­gen viel­leicht noch im Pro­gramm hat – wird er näm­lich nicht haben. Genau die­ses Argu­ment scheint inzwi­schen wie­der mehr Leu­te zu über­zeu­gen, denn ein bri­ti­sches Press­werk mel­det erstaun­li­che Zah­len.

Am 20. Juni 2026 wird die Blu-ray 20 Jah­re alt. Pünkt­lich zum Jubi­lä­um hat das bri­ti­sche Bran­chen­ma­ga­zin Tech­Ra­dar mit Kath Sum­mers­gill gespro­chen, Joint Group Head of Sales bei Key Pro­duc­tion Group, einem Her­stel­ler, der eigent­lich pri­mär Vinyl, Kas­set­ten und CDs fer­tigt, dane­ben aber eben auch Blu-rays und DVDs. Sum­mers­gills Aus­sa­ge zur Auf­trags­la­ge: ein Plus von über 10.000 Pro­zent bei Blu-ray-Bestel­lun­gen, ins­be­son­de­re im Bereich Blu-ray Audio, gemes­sen über die letz­ten acht bis zehn Jah­re. Für ein angeb­lich totes For­mat ist das eine ziem­lich bemer­kens­wer­te Haus­num­mer.

Belast­ba­rer als die Zah­len eines ein­zel­nen Press­werks sind die Daten der bri­ti­schen Enter­tain­ment Retail­ers Asso­cia­ti­on. Laut deren Jah­res­re­port für 2025 ist der phy­si­sche Video­markt ins­ge­samt zwar wei­ter geschrumpft, Blu-ray leg­te aber um drei Pro­zent zu, 4K-Blu-ray sogar um 19,5 Pro­zent. Best­ver­kauf­te Schei­be des Jah­res war WICKED. Steel­books und Son­der­edi­tio­nen spie­len dabei eine wach­sen­de Rol­le: Jede zehn­te 4K-Blu-ray-Ver­öf­fent­li­chung kam 2025 als Steel­book oder Spe­cial Edi­ti­on, und auf die­se Edi­tio­nen ent­fie­len 20 Pro­zent des gesam­ten 4K-Blu-ray-Umsat­zes in Groß­bri­tan­ni­en.

War­um das so ist, ist wahr­lich kein Mys­te­ri­um. Fil­me ver­schwin­den ohne Vor­war­nung aus den Strea­ming-Biblio­the­ken, wech­seln zu Kon­kur­ren­ten, bei denen man kein Abo hat, oder wer­den auch nach dem Kauf wie­der ein­kas­siert. Auf red­dit gibt es regel­mä­ßig Berich­te von Leu­ten, denen gekauf­te Fil­me bei Ama­zon Prime Video schlicht aus der Biblio­thek ver­schwun­den sind. Dazu kommt die völ­li­ge Abhän­gig­keit von der Inter­net­ver­bin­dung. Wer schon mal ver­sucht hat, einen 4K-Stream mit mäßi­ger deut­scher Band­brei­te zu schau­en und statt­des­sen ein mat­schi­ges 720p-Bild mit Buf­fe­ring-Pau­sen ser­viert bekam, weiß, wovon ich rede. Eine Schei­be im Play­er macht sol­che Pro­ble­me nicht. Und eben der zen­tra­le Punkt: Man kann zwar theo­re­tisch alle Mar­vel-Block­bus­ter bei Dis­ney+ sehen, aber nur so lan­ge, bis man das Abo kün­digt. Auf Sil­ber­schei­be kann man sie nach dem Kauf jeder­zeit aus dem Schrank zie­hen.

Sum­mers­gill zieht im Gespräch eine Par­al­le­le zum Vinyl, die auch ein­leuch­tet: Nie­mand erwar­tet, dass Schall­plat­ten oder Blu-rays das Strea­ming erset­zen, aber sie exis­tie­ren dane­ben, weil sie etwas ande­res bie­ten. Etwas, das man besitzt, anfas­sen und immer wie­der abspie­len kann, ohne dass eine Lizenz­ab­tei­lung in Bur­bank oder Seat­tle dar­über ent­schei­det, ob man das mor­gen noch darf.

Eine wich­ti­ge Rol­le spie­len dabei auch die unab­hän­gi­gen Labels, die hoch­wer­ti­ge Restau­ra­tio­nen her­aus­brin­gen und Fil­men damit über­haupt erst einen Grund geben, im Regal zu lan­den. Cri­ter­ion, Arrow Video, Kino Lor­ber, Shout Fac­to­ry und das BFI bedie­nen ein Publi­kum, das nicht unbe­dingt den nächs­ten Mar­vel-Film kon­su­mie­ren will, son­dern eine sorg­fäl­tig restau­rier­te Fas­sung eines Klas­si­kers in der best­mög­li­chen Bild- und Ton­qua­li­tät. Genau die­ses Publi­kum wächst offen­bar wie­der und das fin­de ich über­aus erfreu­lich, denn das bedeu­tet, dass wir mög­li­cher­wei­se Klas­si­ker in ver­bes­ser­ter Form bekom­men kön­nen.

Sony und LG haben sich Ende 2024 bezie­hungs­wei­se Anfang 2025 aus dem Blu-ray-Play­er-Geschäft zurück­ge­zo­gen, was als Sarg­na­gel für das For­mat gehan­delt wur­de. Ver­ba­tim und I‑O Data haben dage­gen erklärt, dass sie an der Disc fest­hal­ten. Wenn die Zah­len der ERA und die Auf­trags­la­ge bei Press­wer­ken stim­men, dann war das viel­leicht kei­ne Fehl­ent­schei­dung, son­dern Rea­li­täts­sinn. Zumin­dest ist die Lage der Blu-ray zum 20. Geburts­tag deut­lich bes­ser, als die Abge­sän­ge der letz­ten Jah­re ver­mu­ten lie­ßen. Und man bekommt nach wie vor nicht nur Play­er, son­dern auch reich­lich Medi­en; zudem wis­sen wir dass es äußerst umtrie­bi­ge chi­ne­si­sche Anbie­ter gibt, die ver­meint­lich vor­sint­flut­li­che Medi­en wie CDs oder sogar Com­pact-Cas­set­ten aus Cool­ness- und Life­style-Grün­den mit neu­en Play­ern ver­sor­gen (FiiO), ich bin sicher, dass aus der Quel­le auch qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge DVD und Blu-Ray-Abspie­ler kom­men wer­den, wenn auch nur ein wenig Nach­fra­ge besteht – und die wird bestehen.

Wie sag­te schon Mark Twa­in: »Die Berich­te über mei­nen Tod waren eine Über­trei­bung.«

Trailer: SPIDER-NOIR – With no power comes no responsibility.

Die Strea­ming­se­rie SPIDER-NOIR basiert auf Mar­vel Comics (SPIDER-MAN NOIR) und die Macher dahin­ter sind die­sel­ben wie bei den SPI­DER-VER­SE-Fil­men, wo die Figur auch bereits einen Auf­tritt hat­te, gespro­chen von Nico­las Cage. Und der über­nimmt die Rol­le auch in die­ser Serie, die in einem alter­na­ti­ven New York in den 930ern han­delt und die sich um einen abge­half­ter­ten Pri­vat­schnüff­ler dreht, der Super­kräf­te bekommt. Die Show wird es sowohl in Film Noir-Schwarz-Weiß geben, als auch in einer Farb­ver­si­on und auch der Trai­ler steht in bei­den Vari­an­ten zur Ver­fü­gung.

In wei­te­ren Rol­len sind zu sehen: Lamor­ne Mor­ris, Li Jun Li, Karen Rodri­guez, Abra­ham Popoo­la, Jack Hus­ton, Brendan Glee­son und ande­re. Aus­füh­ren­de Produzent°Innen sind unter ande­rem Cage, Amy Pas­cal, Chris­to­pher Mil­ler und Phil Lord.

Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon hal­ten soll, aber die Schwarz-Weiß-Fas­sung fängt den alten Film Noir-Stil schon schön ein. Cage sag­te zu der Rol­le übri­gens, er spie­le sie in einer Mischung von 70 Pro­zent Bogart und 30 Pro­zent Bugs Bun­ny.

SPIDER-NOIR star­tet am 27. Mai 2026, lei­der bei Ama­zon Prime Video.

Trai­ler deutsch, schwarz-weiß:

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Trai­ler deutsch, Far­be:

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Trai­ler eng­lisch, schwarz-weiß:

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Trai­ler eng­lisch, Far­be:

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Kommentar: Golden Globes? Jetzt ist die Zeit für Phantastik aus Deutschland!

Dekografik Popcorntüte, Filmstreifen und Filmrollen

Nor­ma­ler­wei­se wür­de ich hier etwas über die Gol­den Glo­bes schrei­ben, dass sie eine Vor­schau auf die Oscars sind, was man alles so übli­cher­wei­se jedes Jahr copy&pasted, bevor man zu den Sieger°Innen kommt. Aber tat­säch­lich habe ich gar kei­ne Lust dazu. Nicht etwa, weil die Phan­tas­tik nicht vor­kä­me, eini­ge Preisträger°Innen kom­men aus den Gen­res.

Aller­dings sehe ich mit Blick auf die poli­ti­sche Lage in den USA und auf­grund der Tat­sa­che wie kacken­dreist Trump und sei­ne Fascho-Regie­rung agiert und Völ­ker­rech­te ein­fach igno­riert, den Tag kom­men, an dem man sich US-Pro­duk­tio­nen nicht mehr guten Gewis­sens wird anse­hen kön­nen. Denn auch Kino­fil­me und Fern­seh­se­ri­en aus den USA brin­gen Geld ins Land – und das bei Block­bus­tern nicht zu knapp. Und ich befürch­te nun, dass es viel­leicht bald nicht mehr ver­tret­bar sein könn­te, noch US-Pro­duk­tio­nen zu schau­en.

Ich bin, wie man auf die­ser Sei­te unschwer erken­nen kann, immer ein gro­ßer Freund von US-Unter­hal­tung gewe­sen, ins­be­son­de­re im Bereich der Gen­res, über die ich hier auf Phan­ta­News schrei­be, also bei­spiels­wei­se Sci­Fi, Fan­ta­sy, Mys­tery – Phan­tas­tik halt. Einer der Haupt­grün­de dafür war – und ist – natür­lich, dass ins­be­son­de­re Deutsch­land seit Deka­den nicht in der Lage ist auch nur halb­wegs brauch­ba­re Alter­na­ti­ven zu pro­du­zie­ren. Das höchs­te der Gefüh­le hier­zu­lan­de sind nach wie vor mehr oder weni­ger dümm­li­che Komö­di­en im Kino oder stink­lang­wei­li­ger Tat­ort im Fern­se­hen, immer noch insze­niert wie zu Groß­va­ters Zei­ten.

Dabei weiß ich, dass es krea­ti­ve Köp­fe in die­sem Land gib, die in der Lage sind, anspre­chen­de, moder­ne, unpein­li­che Pro­duk­tio­nen zu schaf­fen (her­aus­ra­gen­des Bei­spiel in letz­ter Zeit sicher­lich Tom­my Krapp­weis’ KOHLRABENSCHWARZ). Nur lei­der las­sen die ver­ant­wort­li­chen alten, wei­ßen Män­ner (alte, wei­ße Frau­en sind mit­ge­meint) in den Sen­dern und Pro­duk­ti­ons­fir­men die nicht machen, oder reden ihnen so der­ma­ßen rein, dass am Ende nur wie­der Der­sel­be alte, lang­wei­li­ge  Matsch dabei her­aus komm, den man sich nicht anse­hen kann, weil man vor crin­ge lang­sam im Ses­sel vor sich hin schrum­pelt. Und wenn mal etwas Ansehn­li­ches pro­du­ziert wird, wie bei­spiels­wei­se die bril­lan­te Pro­duk­ti­on SPIDES (manch­mal auch THE SPIDES, der­zeit lei­der nur auf US-Strea­ming­platt­for­men ver­füg­bar), dann geht die sang- und klang­los unter, weil nicht bewor­ben und nur auf okkul­ten Sen­dern zu sehen. Und im Indie-Gen­re-Bereich scheint es in Deutsch­land kein ande­res The­ma zu geben, als Splat­ter-Hor­ror.

Erschwe­rend kommt hin­zu, dass ein nicht gerin­ger Teil der Schau­spie­le­rin­nen in Deutsch­land lei­der nicht in der Lage ist, natür­lich zu spie­len und sie alle stän­dig kom­plett over­ac­ten. Das mag an der Aus­bil­dung hier­zu­lan­de lie­gen, die ver­mut­lich immer noch die Büh­ne als das Maß aller Din­ge sieht, auf Lein­wand oder im TV sind aller­dings deut­lich nuan­cier­te­re und vor allem natür­li­che­re Dar­stel­lun­gen gefragt. Wer auf US-Pro­duk­tio­nen getrimmt ist wie ich, kann sich deut­sche Pro­duk­tio­nen in aller Regel nur ein paar Minu­ten anse­hen, bevor man ent­nervt abschal­tet, weil das alles so unna­tür­lich und unglaub­wür­dig ist. Bemer­kens­wert ist hier, dass die meis­ten jun­gen deut­schen Schauspieler°Innen die­ses Pro­blem nicht haben, ver­mut­lich sind die noch nicht durch Jahr­zehn­te an Regie ver­dor­ben, die Over­ac­ting ein­for­dert.

Genau jetzt wäre die Gele­gen­heit, Mut zu zei­gen und zu ver­su­chen, der US-Markt­macht hie­si­ge Pro­duk­tio­nen ent­ge­gen zu set­zen. Natür­lich hat man kei­ne Bud­gets wie Hol­ly­wood, aber die benö­tigt man auch nicht (mehr). Selbst wenn man weiß, dass eine Pro­duk­ti­on wie AKTE X jetzt bereits Jahr­zehn­te alt ist, zeigt ins­be­son­de­re die­se Serie doch ein­drück­lich bis heu­te, wie man auch mit weni­gen oder mini­ma­lis­ti­schen Spe­zi­al­ef­fek­ten äußerst span­nen­de Geschich­ten erzäh­len kann (auch KOHLRABENSCHWARZ als jün­ge­re Pro­duk­ti­on hat das übri­gens bewie­sen). Und zahl­lo­se Fan­pro­duk­tio­nen – auch aus deut­schen und euro­päi­schen Lan­den – demons­trie­ren deut­lich, was aktu­ell mit Mit­teln bewerk­stel­ligt wer­den kann, die man heut­zu­ta­ge zuhau­se her­um ste­hen hat. Am Geld oder an den Mög­lich­kei­ten kann es also nicht lie­gen, nur am Wil­len der Ver­ant­wort­li­chen.

Nur: Ich pre­di­ge der­glei­chen bereits seit Jahr­zehn­ten – und es hat sich nahe­zu nichts geän­dert, trotz ver­mehr­ter Prä­sen­zen der ÖR-Sen­der auf Video­platt­for­men und einem Aus­bau der Media­the­ken, die Inhal­te blei­ben deutsch-pie­fig, das gilt genau­so für die Produzent°Innen von Kino­fil­men. Das höchs­te der Gefüh­le im Phan­tas­tik-Bereich sind Film-Epi­go­nen von FANTASTISCHE TIERWESEN für Kin­der.

Des­we­gen mag man mir ver­ge­ben, dass ich skep­tisch blei­be, was anseh­ba­re Gen­re-Pro­duk­tio­nen aus Deutsch­land angeht.

Sie wären aller­dings mög­lich und wün­schens­wert. Der Ver­lust von US-Pro­duk­tio­nen wäre für die Unter­hal­tungs­welt sehr schmerz­haft – umso mehr benö­ti­gen wir Alter­na­ti­ven.

Kommentar: »Streaming ist tot« – Disney zieht die Notbremse

Logos verschiedner Streamingdienste auf dem Bildschirm eines Smartphones auf einer Tastatur

Es ist schon ein wenig iro­nisch: Da pro­du­ziert Dis­ney mit ANDOR eine der bes­ten STAR WARS-Seri­en aller Zei­ten – von Kri­ti­kern gefei­ert, von Fans geliebt – und dann kommt aus­ge­rech­net vom Show­run­ner die Hiobs­bot­schaft: »Strea­ming ist tot«.

Die­se bemer­kens­wer­te Aus­sa­ge mach­te Tony Gil­roy, Show­run­ner von ANDOR, auf dem ATX Tele­vi­si­on Fes­ti­val. Wäh­rend der Ver­hand­lun­gen zur zwei­ten Staf­fel wur­de ihm von Dis­ney mit­ge­teilt, dass das Stu­dio nicht mehr das Geld habe wie frü­her. Sicher­lich eine bit­te­re Pil­le für den Mann, der aus dem STAR WARS-Uni­ver­sum eine erwach­se­ne, poli­tisch auf­ge­la­de­ne Geschich­te über Faschis­mus und Wider­stand geformt hat.

Die Zah­len sind durch­aus beein­dru­ckend – und erschre­ckend zugleich. Für die gesam­ten 24 Epi­so­den von ANDOR (bei­de Staf­feln) hat Dis­ney stol­ze 650 Mil­lio­nen Dol­lar aus­ge­ge­ben, das ist mehr als so man­cher Block­bus­ter-Film kos­tet. Gil­roy berich­tet, dass er wäh­rend der ers­ten Staf­fel prak­tisch kei­ne krea­ti­ven Vor­ga­ben erhielt – Dis­ney ließ ihn machen, selbst als die Serie mit dem berühm­ten »Fuck the Empire«-Ausspruch für Dis­kus­sio­nen sorg­te.

Doch dann kam die Ernüch­te­rung. Für die zwei­te Staf­fel muss­te Gil­roy um das Bud­get kämp­fen, meh­re­re Hand­lungs­strän­ge muss­ten gestri­chen wer­den. Die krea­ti­ve Frei­heit blieb zwar bestehen, aber die finan­zi­el­len Res­sour­cen wur­den dras­tisch gekürzt.

Dis­ney CEO Bob Iger hat­te bereits bestä­tigt, dass Strea­ming dem Kon­zern vier Mil­li­ar­den Dol­lar Ver­lus­te beschert hat. Der Miss­erfolg von teu­ren Pro­duk­tio­nen wie THE ACOLYTE – die über 200 Mil­lio­nen Dol­lar kos­te­te, aber weni­ge Zuschau­er anlock­te – führ­te offen­bar zu einem Umden­ken. Die Fol­gen sind bereits spür­bar: THE ACOLYTE wur­de nach einer Staf­fel abge­setzt, die bei Fan­in­nen rela­tiv belieb­te Show SKELETON CREW schaff­te es nicht in die Niel­sen-Charts und Dis­ney kün­dig­te mas­si­ve Stel­len­kür­zun­gen in den Film- und TV-Abtei­lun­gen an. Hun­der­te von Arbeits­plät­zen in den Berei­chen Cas­ting, Mar­ke­ting und Pro­duk­ti­on fal­len weg. Und sol­len wohl irgend­wie durch »KI« ersetzt wer­den.

Und auch außer­halb von STAR WARS wur­den die Mit­tel gekürzt, auch Mar­vel-Pro­duk­tio­nen waren betrof­fen: DAREDEVIL: BORN AGAIN hat­te eben­falls unter Bud­get­kür­zun­gen zu lei­den – was dabei her­aus kam, war nicht wirk­lich sehens­wert und zudem bemüht und stel­len­wei­se sinn­los gewalt­tä­tig, was sich in den ver­gleichs­wei­se gerin­gen Zuschau­er­zah­len nie­der­schlug.

Der Fokus ver­la­gert sich dem Ver­neh­men nach wie­der auf Kino­fil­me. THE MANDALORIAN & GROGU kommt im Mai 2026 in die Kinos, und des­sen Erfolg wird wohl dar­über ent­schei­den, ob wei­te­re Star Wars-Fil­me fol­gen wer­den. KENOBI Staf­fel 2? Abge­sagt. THE BOOK OF BOBA FETT Staf­fel 2? Eben­falls begra­ben. Für Gen­re-Fans ist das ein her­ber Rück­schlag. Gera­de Seri­en wie ANDOR zeig­ten, dass kom­ple­xe, erwach­se­ne Sci­ence Fic­tion auf Strea­ming-Platt­for­men funk­tio­nie­ren kann. Doch die auf­ge­bläh­ten Bud­gets brach­ten das Strea­ming-Modell offen­bar an sei­ne Gren­zen.

Exper­ten sehen die Ent­wick­lung kri­tisch: Am Ende blei­ben wohl nur drei, vier gro­ße Strea­ming-Anbie­ter übrig – Net­flix, Ama­zon, Dis­ney und viel­leicht noch Apple TV+. Dabei wird das Gebo­te­ne immer mehr dem alten US-Kabel­fern­se­hen ähneln: Man zahlt Pre­mi­um-Prei­se, muss aber trotz­dem Wer­bung schau­en (falls die Zuschauer°Innen mit­spie­len, schon seit eini­ger Zeit ist auf­grund der kun­den­feind­li­chen Spe­renz­chen der Anbie­ter wie­der ein Trend zu P2P-Platt­for­men erkenn­bar). Gil­roys Ent­hül­lun­gen zei­gen ein Dilem­ma auf: ANDOR ist eines der weni­gen Pro­jek­te, bei denen man sagen kann »das Geld war gut inves­tiert«. Die Serie wird ver­mut­lich auch in 30 Jah­ren noch als Meis­ter­werk gel­ten. Doch in der aktu­el­len Kos­ten­rea­li­tät wird es wohl kei­ne ver­gleich­ba­ren Pro­duk­tio­nen mehr geben.

Für STAR WARS-Fans bleibt die Hoff­nung auf Staf­fel zwei von AHSOKA – eine der weni­gen Seri­en, die über­lebt haben. Ob sie aller­dings mit dem glei­chen Bud­get und der glei­chen krea­ti­ven Frei­heit pro­du­ziert wird wie ihre Vor­gän­ger, steht in den Ster­nen. Oder soll­te man sagen: in einer weit, weit ent­fern­ten Gala­xie, in der Strea­ming einst Impe­ra­tor war und jetzt in einen tie­fen Schacht fällt?

Ver­schie­de­nen Infor­ma­tio­nen zufol­ge will man im Maus-Haus zukünf­tig bei Pro­duk­tio­nen ver­mehrt auf KI set­zen. Ob ich das sehen will? Ich wer­fe mal einen Blick in mei­ne Kris­tall­ku­gel und pro­phe­zei­he: Nein. Für bil­lig pro­du­zier­ten KI-Schrott wer­de ich ganz sicher kein Geld aus­ge­ben. Net­flix, Apple TV+, Dis­ney+ und Co. haben sich mit ihrer aggres­si­ven Ver­drän­gungs­po­li­tik und der damit ein­her gehen­den immer teu­re­ren Pro­duk­ti­on von Strea­ming-Block­bus­tern, um die Kon­kur­ren­ten in den Schat­ten zu stel­len und Abos zu gene­rie­ren, selbst ein Bein gestellt. Und natür­lich auch mit den letz­ten Preis­er­hö­hun­gen und der Ein­füh­rung von Wer­bung.

»Irgend­was mit KI« wird das nicht ret­ten.

Netflix produziert DUNGEONS & DRAGONS: FORGOTTEN REALMS-Fernsehserie

Cover Forgotten Realms Campaign Set

Alte Dun­ge­ons & Dra­gon-Häsin­nen wis­sen natür­lich sofort, wor­um es geht, wenn der Name FORGOTTEN REALMS fällt, es han­delt sich um den vom Kana­di­er Ed Green­wood ent­wi­ckel­ten Kam­pa­gnen-Hin­ter­grund für das TTRPG, mit euro­päi­schen und asia­ti­schen Ein­flüs­sen auf dem Kon­ti­nent Faerûn. Die ers­ten Pro­duk­te aus der Rei­he erschie­nen 1987. Zudem wur­den zahl­lo­se Roma­ne vor die­sem Hin­ter­grund ver­öf­fent­licht, dar­un­ter die über­aus erfolg­rei­chen Drizzt Do’Ur­den-Bücher von R.A. Sal­va­to­re. Auch der Kino­film DUNGEONS & DRAGONS: HONOR AMONG THIEVES (2023) basiert auf die­sem Set­ting – und selbst­ver­ständ­lich das rasend erfolg­rei­che Com­pu­ter­spiel BALDUR’S GATE 3 (2023) oder der Klas­si­ker NEVERWINTER NIGHTS (2002).

Eigent­lich woll­te Para­mount+ dar­aus eine Strea­ming­se­rie machen, das ist aber geschei­tert. Jetzt wur­de laut ver­schie­de­nen Quel­len im Netz Shawn Levy (STRANGER THINGS, DEADPOOL & WOLVERINE) durch den Strea­ming­dienst Net­flix ange­heu­ert, um die FORGOTTEN REALMS in eine Serie zu adap­tie­ren (ver­mut­lich nicht ganz zufäl­lig nach dem Erfolg von HONOR AMONG THIEVES). Show­run­ner soll Drew Cre­vel­lo (WE CRASHED) wer­den, D&D‑Rechteinhaber Has­bro pro­du­ziert mit. Ein Zusam­men­hang zum aktu­el­len Kino­film soll aller­dings nicht bestehen.

Details zu Beset­zung oder Start­ter­min gibt es der­zeit noch nicht.

Cover­ab­bil­dung Copy­right TSR/​Wizards of the Coast/​Hasbro

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