Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Ama­zon macht da­mit wei­ter, ne­ben Buch- und On­line­han­del all­ge­mein, auch den Fern­seh- bzw. Strea­ming­markt auf­zu­mi­schen. In den USA gibt es be­reits das so­ge­nann­te »Ama­zon Prime Strea­ming Part­ners Pro­gram«. Da­bei öff­net sich Ama­zon Prime Vi­deo für In­hal­te Drit­ter, das kön­nen klas­si­sche Fern­seh­sen­der sein, aber auch di­rekt Pro­du­zen­ten, die dann in der Lage sind, ih­ren Con­tent ohne Um­weg über ir­gend­wel­che Sen­der zu ver­brei­ten.

Die­ses Pro­gramm könn­te laut den In­for­ma­tio­nen von W&V be­reits im Früh­som­mer auch in Deutsch­land star­ten. Ama­zon hält sich dazu al­ler­dings noch be­deckt und möch­te das nicht kom­men­tie­ren, es wäre aber eine lo­gi­sche Fort­füh­rung des Ama­zon Prime Vi­deo Kon­zepts. Und selbst­ver­ständ­lich wird sich Ama­zon die Ver­brei­tung der In­hal­te Drit­ter auf sei­ner gut ein­ge­führ­ten, reich­wei­testar­ken Strea­ming­platt­form or­dent­lich be­zah­len las­sen.

Den­noch dürf­te das ins­be­son­de­re für öf­fent­lich-recht­li­che oder pri­va­te Sen­der durch­aus at­trak­tiv sein, weil sie da­mit mög­li­cher­wei­se Zu­se­her zu­rück­ge­win­nen könn­ten, die sich vom klas­si­schen Fern­se­hen längst ab­ge­wandt ha­ben. Auf der an­de­ren Sei­te könn­te das aber auch dazu füh­ren, dass sich noch mehr Zu­schau­er vom tech­nisch, kon­zep­tio­nell und in­halt­lich über­hol­ten Pan­tof­fel­ki­no ver­ab­schie­den.

An­geb­lich gibt es zu­dem Ver­hand­lun­gen mit Dis­co­very we­gen Bun­des­li­ga-Über­tra­gun­gen und dem Pay-TV-Sen­der Sky, aber auch da will sich nie­mand äu­ßern.

Im Früh­som­mer wis­sen wir mehr.

Ama­zon-Logo Co­py­right Ama­zon

Playstation-Spiele auf PC streamen

Playstation-Spiele auf PC streamen

Ei­ner der Grün­de, die für den Er­werb ei­ner Kon­so­le wie der Play­sta­ti­on spre­chen ist die Ex­klu­si­vi­tät man­cher Ti­tel. Sony leg­te in der Ver­gan­gen­heit im­mer gro­ßen wert dar­auf, dass es Block­bu­ster gab, es nur für ihre Kon­so­len er­schie­nen, um ei­nen Kauf­an­reiz zu schaf­fen.

Umso merk­wür­di­ger er­scheint es in die­sem Zu­sam­men­hang, dass der ja­pa­ni­sche Kon­zern es nun über den Dienst »Play­sta­ti­on Now« mög­lich ma­chen will, Spie­le für PS3 und PS4 auf den PC zu strea­men. Der­zeit geht das be­reits mit PS3-Ga­mes, die man auf PS4 oder PCs spie­len kann, in Zu­kunft wird man auch Ga­mes zocken kön­nen, die ei­gent­lich es ex­klu­siv für die Play­sta­ti­on 4 gibt.

Der­zeit wird Gan­ze in ei­ner Test­pha­se aus­schließ­lich in den USA so­wie den Nie­der­lan­den und Bel­gi­en an­ge­bo­ten, in Deutsch­land gibt es im Mo­ment eine ge­schlos­se­ne Beta.

Die An­for­de­run­gen an den PC hal­ten sich in Gren­zen. Man be­nö­tigt ne­ben ei­nem Game­pad und ei­nem In­ter­net­zu­gang mit min­de­stens 5 MBit/s eine In­tel Core i3-CPU die mit 2 GHz ge­tak­tet ist, 2 GByte RAM und min­de­stens 300 MByte Platz auf der Fest­plat­te. Als Be­triebs­sy­stem kommt mi­ni­mal Win­dows 7 in Fra­ge. In den USA muss man mo­nat­lich zehn Euro für den Dienst be­rap­pen.

Un­be­kannt ist im Mo­ment noch, wel­che PS4-Spie­le ver­füg­bar sein wer­den. Ich wür­de aber nicht da­von aus­ge­hen, dass es so­fort die Best­sel­ler sind, denn sie wer­den kaum ihre Ver­käu­fe da­mit kan­ni­ba­li­sie­ren wol­len.

Pro­mo­gra­fik PS4 Co­py­right Sony

MARA UND DER FEUERBRINGER ab sofort bei Amazon Video

MARA UND DER FEUERBRINGER ab sofort bei Amazon Video

MaraAmazonVideo

Bis zum Er­schei­nungs­ter­min der DVD und Blu­eR­ay ist noch ein paar Tage hin, aber wer Ama­zon-Kun­de ist, kann den Fan­ta­sy­film MARA UND DER FEU­ER­BRIN­GER ab so­fort strea­men – und das so­gar in HD. Der­zeit gibt es noch kei­ne Miet­ver­sio­nen, man kann den Film aus­schließ­lich kau­fen. Die HD-Ver­si­on ko­stet 16,99 Euro, die SD-Fas­sung schlägt mit 13,99 Euro zu Bu­che.

Hier auf Phan­ta­News gibt es zwei Be­spre­chun­gen zum Film, eine von Ur­sel Mey­er und eine von mir. Ich hal­te MARA für sehr emp­feh­lens­wert und wer ihn noch nicht ge­se­hen hat, soll­te un­be­dingt mal ei­nen wohl­wol­len­den Blick dar­auf wer­fen. Und bit­te im­mer dar­an den­ken, dass der ohne Hol­ly­woods Mul­ti­mil­lio­nen Dol­lar-Bud­gets rea­li­siert wur­de. Am be­sten ein­fach die bei­den Be­spre­chun­gen le­sen. Auch die Be­wer­tun­gen  bei Ama­zon spre­chen eine deut­li­che Spra­che.

Die DVD- & Blu­eR­ay-Fas­sun­gen er­schei­nen am 22. Ok­to­ber 2015. Auf­grund der mi­se­ra­blen Ver­leih­po­li­tik Con­stan­tins ist der Film im Kino be­kann­ter­wei­se lei­der un­ter­ge­gan­gen. Ihr könnt das Pro­jekt aber jetzt im­mer noch un­ter­stüt­zen, in­dem ihr die Sil­ber­schei­ben kauft.

Pro­mo­fo­to MARA Co­py­right Con­stan­tin

Starttermin für DAREDEVIL

Starttermin für DAREDEVIL

Logo Netflix Daredevil

Wie be­reits ge­mel­det wird Net­flix eben­falls ins Mar­vel-Ge­schäft ein­stei­gen. Die er­ste vom Strea­mingser­vice pro­du­zier­te Se­rie ist DAR­EDE­VIL um den blin­den Rechts­an­walt mit Su­per­kräf­ten na­mens Mat­thew Mi­cha­el Mur­dock. Da­mit setzt Net­flix sei­ne Rei­he von hoch­wer­ti­gen Ei­gen­pro­duk­tio­nen wie HOU­SE OF CARDS oder MAR­CO POLO fort, für die be­reits er­heb­li­che Sum­men in­ve­stiert wur­den. Ne­ben dem Su­per­hel­den star­ten in die­sem Jahr sie­ben wei­te­re Net­flix-ei­ge­ne Se­ri­en, dar­un­ter al­ler­dings auch eine, die von ei­nem Fern­seh­sen­der über­nom­men wur­de, näm­lich LONG­MI­RE.

Klar war be­reits, dass DAR­EDE­VIL im April an­ge­bo­ten wer­den soll­te, der ge­naue Ter­min war bis­her al­ler­dings noch nicht be­kannt. Jetzt ist er raus: Net­flix wird alle 13 ein­stün­di­gen Epi­so­den der er­sten Staf­fel am 10. April 2014 on­line stel­len – und das laut Pres­se­be­rich­ten in al­len Re­gio­nen, in de­nen der Strea­mingser­vice abon­niert wer­den kann. Nach der Ent­täu­schung mit MAR­CO POLO (nach zahl­lo­sen Ver­su­chen an meh­re­ren auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen buf­fer­ten die Epi­so­den bis 25% und bra­chen dann ab – ich hat­te dar­auf­hin ge­kün­digt) wer­de ich im Net­flix April wohl noch­mal eine Chan­ce ge­ben.

DAR­EDE­VIL-L0go Co­py­right Net­flix

Amazon Prime Video – ein ernüchternder Test

Amazon Prime Video – ein ernüchternder Test

aiv

Ich war zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen erst ein­mal ein we­nig eu­pho­risch, als ich las, dass Ama­zon für Prime-Kun­den ei­nen Vi­deo-Strea­ming-Zu­gang frei­schal­tet, der Zu­griff auf hau­fen­wei­se Fil­me und Se­ri­en er­mög­li­chen wür­de. 49 Euro soll­te das im Jahr ko­sten, das sind ge­ra­de mal 20 Euro mehr für ein an­geb­lich zum bis­he­ri­gen An­ge­bot er­wei­ter­tes Lovefilm-Kon­to, also für un­ge­fähr 1,67 Euro im Mo­nat be­lie­big Vi­deo On De­mand.

Als ich das dann tat­säch­lich zu nut­zen ver­such­te, leg­te sich die Eu­pho­rie al­ler­dings schnell.

wei­ter­le­sen →

Amazon Instant Video und neue Prime-Konditionen

Amazon Instant Video und neue Prime-Konditionen

aiv

Es ist schon seit letz­ter Wo­che be­kannt, seit heu­te ist es amt­lich: Ama­zon er­wei­tert sein Port­fo­lio um Vi­deo-Strea­ming be­zie­hungs­wei­se Vi­deo On De­mand und -Down­loads. Das un­ter­teilt sich in zwei ver­schie­de­ne Dien­ste, zum ei­nen Ama­zon In­stant Vi­deo, zum an­de­ren Prime In­stant Vi­deo. Er­ste­res kommt ähn­lich wie bis­her Lovefilm als mo­nat­li­ches Abo da­her, man be­rappt mo­nat­lich 7,99 Euro und er­hält da­für Zu­griff auf »über 12000 Fil­me und Se­ri­en­epi­so­den«. Letz­te­res kommt mit ei­ner Prime-Mit­glied­schaft, de­ren Preis sich da­durch von 29 Euro im Jahr auf 49 Euro er­höht. Da­für er­hält man zu­sätz­lich zum nor­ma­len Vi­deo­an­ge­bot zu­sätz­lich Zu­griff auf ex­klu­si­ve Se­ri­en so­wie sol­che, die von Ama­zon pro­du­ziert wer­den. Wei­ter­hin blei­ben die bis­he­ri­gen Perks, also Lie­fe­rung am näch­sten Werk­tag und das Aus­lei­hen von eBooks aus der Kind­le-Bi­blio­thek selbst­ver­ständ­lich er­hal­ten.

Auch als Prime-Kun­de er­hält man al­ler­dings kei­nen Zu­gang auf alle Top-Acts, für die­se muss man – so­weit ich das den In­for­ma­tio­nen ent­neh­men kann – dann im Ein­zel­ab­ruf noch­mal ex­tra zah­len, was mei­ne Eu­pho­rie et­was schmä­lert. Bei­spie­le für die­se Son­der­fäl­le sind Block­bu­ster wie GRA­VI­TY oder GAME OF THRO­NES. Wei­ter­hin bringt Ama­zon die Kri­mi­se­rie RIP­PER STREET zu­rück auf die Bild­schir­me. Der bri­ti­sche TV-Sen­der BBC hat­te die Pro­duk­ti­on im De­zem­ber we­gen schlech­ter Quo­ten ein­ge­stellt, doch der On­line­händ­ler will die Dreh­ar­bei­ten wei­ter fi­nan­zie­ren und Fans die drit­te Staf­fel via Prime In­stant Vi­deo prä­sen­tie­ren. Bei der BBC wird die drit­te Staf­fel erst deut­lich spä­ter zu se­hen sein.

Ob die In­hal­te auch in eng­li­scher Spra­che vor­lie­gen und wie schnall man US-Epi­so­den zu se­hen be­kommt, ging aus dem Brie­fing lei­der nicht her­vor, ich wer­de das An­ge­bot aber te­sten und dann be­rich­ten. Die Nut­zung des Dien­stes ist mit Kon­so­len wie der PS3, PS4, Xbox 360, XBox One oder Apps für Smart-TVs mög­lich. An Ta­blets wer­den so­weit ich das se­hen kann (und aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den) of­fen­bar nur Ama­zons haus­ei­ge­ne Kind­le Fire-Va­ri­an­ten un­ter­stützt. Wer sich selbst ein Bild ma­chen möch­te und noch kein Prime-Kun­de ist, der kann sich für eine 30-tä­gi­ge Pro­be­mit­glied­schaft ein­tra­gen (die man al­ler­dings recht­zei­tig kün­di­gen muss).

Ama­zon-Kun­den die die Prime-Mit­glied­schaft haupt­säch­lich ab­ge­schlos­sen hat­ten, um schnell an ihre Ware zu kom­men und de­nen das Strea­ming egal ist, wer­den wohl flu­chen. Ich den­ke, dass 20 Euro im Jahr für ei­nen Vi­deo On De­mand-Ser­vice ein der­zeit un­schlag­ba­rer Preis ist – zu­min­dest wenn die In­hal­te stim­men und man für nicht zu vie­le be­son­ders be­lieb­te Fil­me und Se­ri­en ex­tra zah­len soll.

Man darf aber da­von aus­ge­hen, dass die­ses An­ge­bot den Markt für Vi­deo On De­mand kräf­tig durch­ein­an­der­wir­beln dürf­te und zu Preis­sen­kun­gen bei den Mit­be­wer­bern füh­ren wird. Das ist auch bit­ter nö­tig, denn bis­her wa­ren alle Dien­ste ins­be­son­de­re an­ge­sichts der an­ge­bo­te­nen Fil­me und Se­ri­en deut­lich zu teu­er.

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Logo Ama­zon In­stant Vi­deo Co­py­right Ama­zon

Watchever – neuer Videostreaming-Service von Vivendi

Vi­ven­dis Strea­ming­dienst »Wat­che­ver« für Fil­me und Se­ri­en reiht sich bei be­reits exi­stie­ren­den An­bie­tern wie Ap­ple oder Max­do­me ein und möch­te den in­ter­es­sier­ten Fern-Se­her mit Stoff ver­sor­gen. Auf den er­sten Blick klingt das An­ge­bot da­bei gar nicht mal so schlecht: erst 30 Tage für lau und da­nach eine Flat­rate von 8,99 Euro. Zu­sätz­lich soll man sich die an­ge­bo­te­nen Me­di­en so­gar off­line an­se­hen kön­nen, also wenn man bei­spiels­wei­se mit ei­nem Ta­blet un­ter­wegs ist und kei­nen In­ter­net­zu­gang hat.

An­ge­bo­ten wird Wat­che­ver der­zeit für Win­dows- und Ap­ple-PCs, die müs­sen im brow­ser al­ler­dings das Sil­ver­light-Plug­in in­stal­liert ha­ben. Wei­te­re Platt­for­men wie PS3, XBox, iOS oder An­dro­id wer­den fol­gen, Li­nux soll of­fen­bar und un­ver­ständ­li­cher­wei­se nicht un­ter­stützt wer­den.

Hört sich so weit schön an, ins­be­son­de­re der Flat­rate-Preis wäre ein Knül­ler. An­ge­sichts des Prei­ses ver­wun­dert es dann aber nicht, dass man haupt­säch­lich Alt­backe­nes vor­ge­setzt be­kommt. Fern­seh­se­ri­en-Epi­so­den aus den Jah­ren 2009 (Big Bang Theo­ry) oder 2010 sind viel zu alt, glei­ches gilt für Fil­me, wenn da nichts halb­wegs ak­tu­el­les zu fin­den ist, bleibt das An­ge­bot trotz des at­trak­ti­ven Prei­ses lei­der un­in­ter­es­sant. Auf den er­sten Blick ist ein Grund zur Freu­de, dass man auch eng­li­sche Ton­spu­ren wäh­len kann, auch das ist al­ler­dings in­kon­si­stent: so­gar in­ner­halb von Se­ri­en gibt es man­che Staf­feln mit OV, an­de­re je­doch nicht.

So wie bei den mei­sten an­de­ren hier­zu­lan­de ver­füg­ba­ren Strea­ming­dien­sten bleibt lei­der das Fa­zit: der­zeit noch un­in­ter­es­sant, aber aus­bau­fä­hig. Po­si­tiv ist aber, dass das Flat­rate­an­ge­bot an­de­re An­bie­ter zu Preis­sen­kun­gen be­we­gen dürf­te.

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Screen­shot Wat­che­ver-Web­sei­te Co­py­right Vi­ven­di

Ein Test: Film-Streaming über Google Play

Wie kürz­lich be­rich­tet bie­tet In­ter­net­gi­gant Goog­le nun auch in Deutsch­land Ki­no­fil­me via Vi­deo-On-De­mand an. Die Kurz­fas­sung: man be­gleicht ei­nen Obo­lus und kann sich den Film dann als Stream an­se­hen, ent­we­der in HD über ein An­dro­id-Ge­rät oder aber im Brow­ser, dann al­ler­dings nur in SD-Qua­li­tät.

Ge­stern Abend star­te­te ich ei­nen Ver­suchs­bal­lon. Als Ob­jekt der Be­gier­de such­te ich mir Ga­reth Ed­wards Erst­ling MON­STERS aus, ei­nen eher mi­ni­ma­li­sti­schen In­de­pen­dent-SF-Film in dem ein Paar durch ei­nen durch Ali­en-DNA ver­seuch­ten Strei­fen Me­xi­cos nach Ame­ri­ka ge­lan­gen will.

Der Kauf an sich war kein Pro­blem, vor­aus­ge­setzt, man ver­fügt über eine Kre­dit­kar­te. Eine an­de­re Mög­lich­keit, das Ver­lei­hent­geld zu be­glei­chen gibt es lei­der der­zeit noch nicht und man kann sich leicht vor­stel­len, war­um Goog­le sich nicht der Dien­ste des Kon­kur­ren­ten PayPal be­dient. Da­mit blei­ben je­doch Per­so­nen ohne Kre­dit­kar­te au­ßen vor. Nach der Ein­ga­be der Kar­ten­da­ten ist der Film so­fort be­reit zum Strea­men.

Da fin­gen dann al­ler­dings lei­der die Pro­ble­me an. Goog­le ver­wen­det für die Brow­ser­wie­der­ga­be sei­nen You­tube-Play­er und man soll­te ei­gent­lich da­von aus­ge­hen, dass der so aus­ge­reift ist, dass das pro­blem­los funk­tio­niert. Dem war aber nicht so. Un­ter Chro­me war das Ge­ruckel und die Aus­set­zer (bzw. Stop­per) so un­er­träg­lich, dass ich test­wei­se auf Fire­fox um­ge­stie­gen bin. Zu den Ruck­lern und Stop­pern kam es üb­ri­gens, ob­wohl der Film laut Play­er be­reits kom­plett ge­buf­fert war. In Fire­fox lief das Gan­ze et­was bes­ser, die Frame­ra­te war aber sicht­bar ge­ring und auch hier kam es hin und wie­der zu Aus­set­zern. Zu­dem war die Wie­der­ga­be ver­blüf­fen­der­wei­se in Fire­fox deut­lich dunk­ler, so dass ich am Bea­mer nach­re­gu­lie­ren muss­te, in Chro­me war die Hel­lig­keit okay. Die Auf­lö­sung ging für SD in Ord­nung.

Wor­an die Frame­ra­ten- und Aus­set­zer-Pro­ble­me la­gen? Ehr­lich ge­sagt: kei­ne Ah­nung. Der Rech­ner war neu ge­star­tet und soll­te des­we­gen nicht durch Spei­cher­über­flu­tung vor­her ge­star­te­ter Pro­gram­me be­hin­dert ge­we­sen sein, an­son­sten wer­den nor­ma­ler­wei­se auch Full HD-Vi­de­os ohne jeg­li­ches Pro­blem ab­ge­spielt – und das ins­be­son­de­re auch im You­Tube-Play­er.

In der Rück­schau war die Qua­li­tät ge­ra­de noch er­träg­lich, aber für den ge­for­der­ten Preis (MON­STERS ko­ste­te 2,99 Euro, ak­tu­el­le­re oder in­ter­es­san­te­re Fil­me sind teu­rer) ei­gent­lich eine Un­ver­schämt­heit. Der Ton war of­fen­bar Mehr­ka­nal, auch wenn die Goog­le-Plus Web­sei­te sich dazu aus­schweigt. Ich wer­de mög­li­cher­wei­se noch­mal ei­nen Ver­suchs­bal­lon star­ten, um aus­zu­schlie­ßen, dass es sich um ein­ma­li­ge Pro­ble­me han­del­te, ich gehe aber ei­gent­lich nicht da­von aus. Soll­te das Er­geb­nis das­sel­be sein, wer­de ich da­von ab­se­hen, mir noch­mal ei­nen Film auf die­se Wei­se aus­zu­lei­hen, denn das Ge­bo­te­ne wäre dann für den Preis deut­lich zu schlecht.

Au­ßer­dem ver­mis­se ich schmerz­lich die Mög­lich­keit, mir die Fil­me im Ori­gi­nal­ton an­se­hen zu kön­nen, auch das ist für mich ein Aus­schluss­kri­te­ri­um.

Als Fa­zit bleibt der­zeit: net­te Idee, aber die tech­ni­schen Um­set­zung muss noch deut­lich ver­bes­sert wer­den, der­zeit ist das Strea­ming über Goog­le Play zu­min­dest für mich sein Geld de­fi­ni­tiv nicht wert.

p.s.: Der Film war üb­ri­gens pri­ma, aber kein Block­bu­ster und auch kein Pop­corn-Kino; für ei­nen In­de­pen­dent-Film mit Mi­ni­bud­get aber be­ein­druckend und über­aus stim­mungs­voll.

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Ki­no­pla­kat MON­STERS Co­py­right Ver­ti­go & Ca­pe­light

Google verleiht online Filme – jetzt auch in Deutschland

Wäh­rend die An­bie­ter von Vi­deo-On-De­mand hier­zu­lan­de noch vor sich hin düm­peln und vor der On­line-Aus­lei­he vom Nut­zer erst ein­mal alle Da­ten bis zur Kon­fes­si­on des Haus­tie­res ver­lan­gen so­wie eine Schufa-Aus­kunft ein­ho­len, zeigt In­ter­net­gi­gant Goog­le er­neut wie das ein­fach ge­hen kann (und muss):

Ab so­fort kann man im Shop Goog­le Play, wo es be­reits Bü­cher und Apps gab, auch Fil­me aus­lei­hen. Bei Prei­sen zwi­schen drei und fünf Euro er­hält man die Mög­lich­keit, sich den aus­ge­lie­he­nen Film in­ner­halb von 30 Ta­gen ein­mal an­se­hen zu kön­nen. Ist die Wie­der­ga­be ge­star­tet, hat man 48 Stun­den Zeit, die­se zu be­en­den.

Die Wie­der­ga­be ist über An­dro­id-Ge­rä­te oder im Web­bro­ser mög­lich. Wo al­ler­dings an­de­re An­bie­ter nur olle Ka­mel­len feil­bie­ten, hat Goog­le halb­wegs ak­tu­el­le Strei­fen im An­ge­bot, die es zum Teil erst seit Kur­zem auf Sil­ber­schei­be gibt, bei­spiels­wei­se JOHN CAR­TER, VER­BLEN­DUNG oder UN­DER­WORLD AWA­KE­N­ING.

Eine HD-Wie­der­ga­be klappt al­ler­dings der­zeit lei­der nur auf ei­nem An­dro­id-Ge­rät, nicht im Brow­ser, da gibt´s nur SD. TV-Se­ri­en feh­len hier­zu­lan­de noch kom­plet, in den USA sind die be­reits im Shop. Lei­der lie­gen die Fil­me für die deut­sche Va­ri­an­te von Goog­le Play aus­schließ­lich in deut­scher Spra­che vor, eine Mög­lich­keit sie mit eng­li­scher Ton­spur zu se­hen habe ich lei­der noch nicht ge­fun­den. Aber wie ich Goog­le ken­ne, wird das An­ge­bot zü­gig aus­ge­baut wer­den.

In an­de­ren Län­dern gab es die On­line-Aus­lei­he be­reits seit ei­ni­ger Zeit, jetzt sind wir hier­zu­lan­de auch in die­ser Sa­che nicht mehr das Tal der Ah­nungs­lo­sen. Goog­le hat­te sich vor der Ein­rich­tung der Platt­form mit di­ver­sen Hol­ly­wood-Stu­di­os über Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten ge­ei­nigt. Es gibt auch ein of­fi­zi­el­les Wer­be­vi­deo zum Deutsch­land­start der Film­lei­he über Goog­le Play – aber das ist dank GEMA nicht ver­füg­bar. :o)

Ich wer­de das mal aus­pro­bie­ren und dann be­rich­ten …

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Screen­shots Web­sei­te Co­py­right Goog­le

Und dafür soll man Rundfunkgebühren zahlen?

Sor­ry, ein we­nig off­topic, aber ich habe ja auch den Ge­büh­renzwang der öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der hier be­reits ein paar Mal the­ma­ti­siert.

Zeit­wei­lig war die Web­sei­te des ZDF gar nicht zu er­rei­chen, die Me­dia­thek be­kommt es of­fen­sicht­lich im­mer noch nicht ge­backen, das Spiel Deutsch­land – Ser­bi­en zu strea­men. Kein Wun­der, denn man kann sich leicht aus­rech­nen, wie­viel Band­brei­te da zu­sam­men­kommt, wenn ein paar hun­dert­tau­send Zu­schau­er ver­su­chen, das Spiel on­line zu se­hen. Es ist aber ab­zu­se­hen, dass sie da­mit ar­gu­men­tie­ren wer­den, die Ge­büh­ren drin­gend zu be­nö­ti­gen, um die In­fra­struk­tur aus­zu­bau­en. War­um man aber be­reits heu­te für ein of­fen­sicht­lich völ­lig un­zu­rei­chen­des An­ge­bot zah­len soll, kann mir kei­ner glaub­wür­dig ma­chen.

Man soll­te auch mal dar­über nach­den­ken, war­um die öf­fent­lich-recht­li­chen 700 Per­so­nen vor Ort ha­ben, Sky aber mit ei­nem Fünf­tel da­von aus­kommt, alle Be­geg­nun­gen über­trägt, statt nur 54, und die Qua­li­tät auch nicht schlech­ter ist…

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