Und gleich noch ein Trailer, ebenfalls für eine Serie bei Disney+, allerdings aus einem anderen Universum. Am 20. Januar 2027 bekommen STAR WARS-Anhängerinnen ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, nämlich die zweite Staffel um Anakin Skywalkers Padawan AHSOKA. Und folgerichtig gibt es offenbar Auftritte von Hayden Christensen.
Ebenfalls bereits ganz kurz zu sehen ist Baylan Skoll, dessen Schauspieler Ray Stevenson bei der Fangemeinde gut ankam, der aber leider verstarb und durch Rory McCann ersetzt wurde. Rosario Dawson übernimmt wieder die Titelrolle und es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit dem Rest der Crew aus Staffel eins.
So wie es aussieht, will der zurückgekehrte Admiral Thrawn der neuen Republik den Garaus machen. Alles andere wäre auch merkwürdig gewesen. Der Trailer sieht schon sehr nach STAR WARS aus und macht zumindest mir eine Menge Spaß.
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Ich möchte doch nach ein paar Tagen Abstand zum Kinobesuch und meiner Besprechung noch ein paar Worte mehr über THE MANDALORIAN AND GROGU verlieren. Es ist lange her, dass mich ein STAR WARS‑, Marvel oder anderer Blockbuster-Film so zufrieden aus dem Kino entlassen hat. Und das eben genau, weil der Film weder sein Franchise oder sein Universum neu erfindet, und schon gar nicht irgendein Genre, sondern weil er ganz genau weiß, was er möchte: Unterhalten. Und das einfach mal tut.
Die Geschichte ist überschaubar und wird keinen Originalitätspreis gewinnen. Das macht aber nichts. In einer Zeit, in der mir Filme immer wieder großen Spaß und gute Unterhaltung versprechen und leider zu oft dabei scheitern, weil sie zu viel wollen, oder weil bei Handlung oder Umsetzung geschludert wurde, ist es erfreulich, einen Steifen zu sehen, der sein Unterhaltungsversprechen auch tatsächlich einlöst. Man muss nicht alle STAR WARS-Filme oder Serien gesehen haben, um zu verstehen, was hier passiert: Zum einen geht es um einen Kopfgeldjäger, der für die Neue Republik Böswatze fängt und zum anderen um das kleine grüne Wesen, für das er verantwortlich ist und die Beziehung zwischen den beiden. Das reicht als Hintergrund. Den Rest erledigt der Film. Dass Nerdinnen, die jedes Detail des Franchise atmen, natürlich Freude an all den Querverweisen haben, macht es nur umso erfreulicher.
Regisseur Jon Favreau hat ein Gespür für klassisches Abenteuerkino, die Inszenierung gemahnt stellenweise an Italo-Western oder Mafia-Drama, vermischt mit einer 80er-Jahre-Sensibilität, die sich in der Tonalität niederschlägt, auch die Typografie erinnert sicher nicht ganz zufällig an »ältere Zeiten«. Die Mischung aus Gewalt und herzerwärmenden Szenen (zugegeben wenigen) mag seltsam erscheinen, aber erinnert eben deutlich an Hollywoods goldenere Zeiten, an die angeblich so »guten alten« Zeiten (die auch ihre Probleme hatten), aber als noch nicht jeder Film von organisierten Trollarmeen mit Hate überzogen wurde.
Es gibt eine Sequenz ganz ohne Dialog, in der man Grogu dabei zuschaut, wie er erwachsener wird, wie er sich in dieser riesigen Galaxis zurechtfindet und die dabei Liebe und Verlust so beiläufig und gleichzeitig so tiefgreifend verhandelt, dass man das kaum angemessen beschreiben kann. Wer bei dieser Szene nicht gefangen wird, hat vermutlich ein Herz aus Beskar.
Dazu kommt, dass man überall dort, wo es möglich war, auf praktische Sets und echte Kreaturen gesetzt hat, und das merkt man. Die Welt fühlt sich greifbar an, man taucht ein, ohne dass irgendetwas die Illusion bricht. Die wenigen Momente, in denen der Film stärker auf digitale Effekte angewiesen ist, fallen dagegen beinahe etwas ab, aber das ändert am Gesamteindruck wenig.
Über Ludwig Göranssons Score muss ich nochmal ein paar Worte verlieren, denn der ist schlichtweg herausragend. Normalerweise ordnet sich Filmmusik dem Geschehen unter, hier ist sie gleichberechtigter Erzähler. Der Soundtrack trägt jede Szene, gibt dem Film eine emotionale Tiefe, die über das Visuelle weit hinausgeht, und ist dabei so eigenständig, dass man ihn auch losgelöst vom Film hören will. Das ist meisterhaft und ich hatte schon gefürchtet, dass diese Kunst, einen Soundtrack so zu gestalten, verloren schien. Weil halt zu viele Hollywood-Komponisten heutzutage am Computer (oder vielleicht sogar KI-unterstützt) Scores designen, die sich auch dann noch steril und seelenlos anhören, wenn sie für ein Orchester neu arrangiert werden.
Ist der Film fehlerfrei? Nein. Die Handlung stolpert an ein paar Stellen, manches löst sich etwas zu bequem auf, und einzelne Dialoge hätten weniger erklärend sein dürfen. Aber das sind kleine Kratzer in einer ansonsten sauber polierten Oberfläche. Im Kern ist THE MANDALORIAN AND GROGU ein Film, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seinem Publikum für zwei Stunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und diese Aufgabe nimmt er so ernst, dass man ihm die kleinen Schwächen gerne nachsieht. In einer Zeit, in der gefühlt jeder zweite Kinofilm verspricht, leichte Unterhaltung zu sein, und dann doch etwas ganz anderes abliefert, ist es fast schon subversiv, wenn ein Film sein Versprechen tatsächlich einfach mal einlöst.
p.s.: Haufenweise Kritiker und Medien versuchen den Film schlechtzuschreiben, aber 88% Audience Score auf Rotten Tomatoes spricht eine ebenso deutliche Sprache wie die 7 von 10 auf der notorisch trollverseuchten Plattform imdb.
Disney hat während der Upfront-Präsentation in New York einen groben Starttermin für die zweite Staffel von AHSOKA bekanntgegeben. Hauptdarstellerin Rosario Dawson verkündete persönlich, dass die neuen Folgen der STAR WARS-Serie Anfang 2027 bei Disney+ erscheinen sollen.
Disney zeigte zudem einen ersten Blick hinter die Kulissen, in dem Serienmacher Dave Filoni und mehrere Darsteller über die Produktion sprechen. Inhaltliche Details gab es allerdings noch nicht, nur Dawsons Hinweis, dass die Schlachten größer und die Einsätze höher werden sollen. Na dann.
Zur Erinnerung: Die erste Staffel lief 2023 und knüpfte an STAR WARS REBELS an. Im Finale strandeten Ahsoka Tano und Sabine Wren in einer fremden Galaxie, während Großadmiral Thrawn die Rückkehr in die bekannte Galaxis gelang. Der aus Romanen und Animationsserien bekannte Imperiale Offizier will dort die Überreste des Imperiums neu organisieren. Ob daraus die FIRST ORDER werden wird?
Nicht ganz überraschend kehrt Hayden Christensen als Anakin Skywalker zurück, nachdem die Figur bereits in Rückblenden und Visionen der ersten Staffel zu sehen war (was nach der Vorgeschichte in CLONE WARS im Prinzip auch zwingend war). Neu besetzt werden musste Baylan Skoll: Nach dem Tod von Ray Stevenson übernimmt Rory McCann die Rolle, den man als Sandor Clegane alias The Hound aus GAME OF THRONES kennt. Er hat große Schuhe auszufüllen, denn Stevenson war in der Rolle äußerst beliebt.
Filoni kündigte außerdem ein Wiedersehen mit Admiral Ackbar an, der auf Thrawn treffen soll. Damit deutet sich eine stärkere Verknüpfung mit Filonis geplantem STAR WARS-Kinofilm an, der mehrere Serienhandlungen zusammenführen soll. Wer also seit REBELS darauf wartet, dass die verschiedenen Fäden endlich zusammenlaufen: Es tut sich was.
Dass eine der erfolgreichsten STAR WARS-Serien ins Kino kommt ist nun wirklich nichts Neues mehr. Und der Termin rückt immer näher, schon Ende Mai 2026 (genauer gesagt am 22.) ist es so weit: THE MANDALORIAN AND GROGU. Disney und LucasFilm erhöhen schonmal die Schlagzahl und zeigen einen vollständigen Trailer. Blurb zum Film:
The evil Empire has fallen, and Imperial warlords remain scattered throughout the galaxy. As the fledgling New Republic works to protect everything the Rebellion fought for, they have enlisted the help of legendary Mandalorian bounty hunter Din Djarin and his young apprentice Grogu.
Das böse Imperium ist gefallen, und imperiale Kriegsherren sind weiterhin über die Galaxis verstreut. Während die junge Neue Republik daran arbeitet, alles zu schützen, wofür die Rebellion gekämpft hat, hat sie sich die Hilfe des legendären mandalorianischen Kopfgeldjägers Din Djarin und seines jungen Lehrlings Grogu gesichert.
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deutsch:
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Nach 14 Jahren an der Spitze von Lucasfilm verlässt Kathleen Kennedy den Walt Disney-Konzern. Ihre Nachfolge wird durch gleich zwei Personen angetreten: Dave Filoni wird Präsident und Chief Creative Officer, Lynwen Brennan Co-Präsidentin. Dass Filoni befördert wird, war erwartet worden, Brennans Aufstieg kommt für viele eher überraschend.
Filoni ist seit 2005 bei Lucasfilm, wurde damals von George Lucas persönlich geholt und baute das Animationsstudio auf. Er schuf STAR WARS: THE CLONE WARS und STAR WARS REBELS und war bei Live-Action-Serien wie THE MANDALORIAN und AHSOKA als Executive Producer, Regisseur und Autor tätig. Er ist als Executive Producer, Autor und Regisseur am Kinofilm THE MANDALORIAN AND GROGU beteiligt, der im Mai 2026 in die Kinos kommen soll.
Brennan kam 1999 zu Industrial Light & Magic, wurde dort 2009 Präsidentin und wechselte 2024 zu Lucasfilm als Präsidentin und General Managerin. Sie leitete Geschäftsstrategie, Franchise- und Produktionsoperationen und beaufsichtigte die ILM-Expansion.
Kennedy bleibt dem Unternehmen noch ein wenig als Produzentin für THE MANDALORIAN AND GROGU (2026) und STAR WARS: STARFIGHTER (2027) erhalten, will sich danach aber unabhängigen Projekten widmen.
Ihre 14-jährige Amtszeit bei Lucasfilm hatte Höhen und Tiefen. Sie holte J.J. Abrams für DAS ERWACHEN DER MACHT (2015), der über 2 Milliarden Dollar einspielte. Die Sequels und ROGUE ONE waren Box-Office-Hits. Allerdings floppte SOLO (2018) nach chaotischer Produktion. Das größte Problem: Filmemacher zu halten. Patty Jenkins, David Benioff, D.B. Weiss, Taika Waititi – alle kündigten STAR WARS-Filme an, die nie realisiert wurden. Resultat: eine siebenjährige Kinopause. Im Streaming lief es besser mit THE MANDALORIAN, AHSOKA und ANDOR, allerdings wurde THE ACOLYTE nach einer Staffel abgesetzt.
Persönlich denke ich, dass Filoni eine sehr gute Wahl ist, denn er hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er sehr gut versteht, was STAR WARS ausmacht und dass er auch neue Ideen verwirklichen kann, das vermutlich beste Beispiel ist der Erfolg von THE MANDALAORIAN.
Gestern wurde während der Game Awards 2025 ein neues STAR WARS-Spiel angekündigt: FATE OF THE OLD REPUBLIC.
Was Fans in Ekstase versetzen dürfte ist die Tatsache, dass Chef des Projekts Casey Hudson ist, der arbeitete nicht nur am Klassiker KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIC, sondern war zudem in leitender Position an der MASS EFFECT-Trilogie beteiligt. Das Studio hinter dem Game ist Arcanaut Studios, in Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games.
Die Zusammenfassung klingt wie folgt:
STAR WARS: FATE OF THE OLD REPUBLIC is a narrative-driven single-player action RPG where you step into the role of a Force user on a journey through a galaxy on the edge of rebirth
STAR WARS: FATE OF THE OLD REPUBLIC ist ein storybasiertes Einzelspieler-Action-Rollenspiel, in dem Sie in die Rolle eines Nutzer der Macht schlüpfen und sich auf eine Reise durch eine Galaxie begeben, die kurz vor ihrer Wiedergeburt steht
Das sich das Projekt in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet, gibt es noch keine Details zu Inhalt oder einen Releasetermin.
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Nanu? Wo kommt der denn so plötzlich her? Völlig unangekündigt und überraschend erblickte ein Trailer zu THE MANDALORIAN AND GROGU das Licht der Welt. Und der wirkt auch irgendwie … zusammengestoppelt.
Ich hau jetzt mal eine Verschwörungstheorie raus:
Aufgrund der Absetzung von Jimmy Kimmel auf ABC nach von Druck durch die Trump-Regierungsfaschos, hat Disney gerade gar keinen Spaß. Der Börsenkurs brach ein, was den Konzern bislang 3,5 Milliarden US-Dollar kostete, es gab mehrere Millionen Kündigungen bei Disney+ und dem Vernehmen nach offenbar auch haufenweise Stornierungen in den Themenparks. Namhafte Stars aus Disney-Franchises, darunter Tatjana Maslany (She-Hulk), Mark Ruffalo (He-Hulk) und Mark Hamill, äußerten sich kritisch zu der Absetzung und brachten ins Gespräch für Disney-Produktionen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Nach Aussagen von US-Medien herrscht in der Disney-Chefetage blanke Panik.
Da könnte man auf den Gedanken kommen, dass man mal eben einen Trailer zu einem überaus beliebten Produkt veröffentlicht, um mal wieder für etwas positivere Meldungen zu sorgen. Das würde zudem erklären, dass der Trailer im Gegensatz zu anderen STAR WARS-Vorguckern irgendwie unzusammenhängend und wie schnell zusammengefingert wirkt. Auch die 3D-Typografie wirkt stellenweise amateurhaft.
STAR WARS: THE MANDALORIAN AND GROGU soll am 22. Mai 2026 in die US-Kinos kommen, bei uns vermutlich einen Tag vorher. Regie führt Jon Favreau nach einem Drehbuch von ihm und Dave Filoni. Es spielen u.a. Pedro Pascal, Jeremy Allen White, Sigourney Weaver und Jonny Coyne.
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Nachdem sich in Sachen STAR WARS im Kino bei Lucasfilm lange Zeit sehr wenig tat und man sich auf Streamingserien konzentrierte (die ihnen jetzt zu teuer wurden), passiert mal wieder was in der Hinsicht. Zum einen natürlich THE MANDALORIAN & GROGU, aber eben auch STAR WARS: STARFIGHTER.
Bei diesem Film führt Shawn Levy (DEADPOOL & WOLVERINE, FREE GUY) Regie und die Produktion hat soeben begonnen, deswegen hat man jetzt die Besetzung bekannt gegeben: Dass Ryan Gosling die Hauptrolle übernehmen soll war schon bekannt, dazu gesellen sich jetzt Flynn Gray, Matt Smith, Mia Goth, Aaron Pierre, Simon Bird, Jamael Westman, Daniel Ings, und Amy Adams. Da sind schon bemerkenswerte Namen dabei.
STARFIGHTER soll in einer Zeitperiode im STAR WARS-Universum handeln, »in der noch nie ein Film oder eine Serie gespielt hat« und es soll um vollkommen neue Figuren gehen. Bestätigte Details zum Inhalt stehen noch aus, allerdings heißt es, diese »völlig neue Zeit« sei fünf Jahre nach RISE OF SKYWALKER …
Der Film wird von Levy und Kathleen Kennedy produziert. Ausführende Produzenten sind Ryan Gosling, Dan Levine, Mary McLaglen und Josh McLaglen. Das Drehbuch stammt von Jonathan Tropper (THE ADAM PROJECT, SEE).
Im US-Kino soll STAR WARS: STARFIGHTER am 28. Mai 2027 veröffentlich werden, also bei uns vermutlich einen Tag vorher.
Promografik Copyright LucasFilm, Ryan Gosling und Flynn Gray am Set von STAR WARS: STARFIGHTER. Foto von Ed Miller.
Es ist schon ein wenig ironisch: Da produziert Disney mit ANDOR eine der besten STAR WARS-Serien aller Zeiten – von Kritikern gefeiert, von Fans geliebt – und dann kommt ausgerechnet vom Showrunner die Hiobsbotschaft: »Streaming ist tot«.
Diese bemerkenswerte Aussage machte Tony Gilroy, Showrunner von ANDOR, auf dem ATX Television Festival. Während der Verhandlungen zur zweiten Staffel wurde ihm von Disney mitgeteilt, dass das Studio nicht mehr das Geld habe wie früher. Sicherlich eine bittere Pille für den Mann, der aus dem STAR WARS-Universum eine erwachsene, politisch aufgeladene Geschichte über Faschismus und Widerstand geformt hat.
Die Zahlen sind durchaus beeindruckend – und erschreckend zugleich. Für die gesamten 24 Episoden von ANDOR (beide Staffeln) hat Disney stolze 650 Millionen Dollar ausgegeben, das ist mehr als so mancher Blockbuster-Film kostet. Gilroy berichtet, dass er während der ersten Staffel praktisch keine kreativen Vorgaben erhielt – Disney ließ ihn machen, selbst als die Serie mit dem berühmten »Fuck the Empire«-Ausspruch für Diskussionen sorgte.
Doch dann kam die Ernüchterung. Für die zweite Staffel musste Gilroy um das Budget kämpfen, mehrere Handlungsstränge mussten gestrichen werden. Die kreative Freiheit blieb zwar bestehen, aber die finanziellen Ressourcen wurden drastisch gekürzt.
Disney CEO Bob Iger hatte bereits bestätigt, dass Streaming dem Konzern vier Milliarden Dollar Verluste beschert hat. Der Misserfolg von teuren Produktionen wie THE ACOLYTE – die über 200 Millionen Dollar kostete, aber wenige Zuschauer anlockte – führte offenbar zu einem Umdenken. Die Folgen sind bereits spürbar: THE ACOLYTE wurde nach einer Staffel abgesetzt, die bei Faninnen relativ beliebte Show SKELETON CREW schaffte es nicht in die Nielsen-Charts und Disney kündigte massive Stellenkürzungen in den Film- und TV-Abteilungen an. Hunderte von Arbeitsplätzen in den Bereichen Casting, Marketing und Produktion fallen weg. Und sollen wohl irgendwie durch »KI« ersetzt werden.
Und auch außerhalb von STAR WARS wurden die Mittel gekürzt, auch Marvel-Produktionen waren betroffen: DAREDEVIL: BORN AGAIN hatte ebenfalls unter Budgetkürzungen zu leiden – was dabei heraus kam, war nicht wirklich sehenswert und zudem bemüht und stellenweise sinnlos gewalttätig, was sich in den vergleichsweise geringen Zuschauerzahlen niederschlug.
Der Fokus verlagert sich dem Vernehmen nach wieder auf Kinofilme. THE MANDALORIAN & GROGU kommt im Mai 2026 in die Kinos, und dessen Erfolg wird wohl darüber entscheiden, ob weitere Star Wars-Filme folgen werden. KENOBI Staffel 2? Abgesagt. THE BOOK OF BOBA FETT Staffel 2? Ebenfalls begraben. Für Genre-Fans ist das ein herber Rückschlag. Gerade Serien wie ANDOR zeigten, dass komplexe, erwachsene Science Fiction auf Streaming-Plattformen funktionieren kann. Doch die aufgeblähten Budgets brachten das Streaming-Modell offenbar an seine Grenzen.
Experten sehen die Entwicklung kritisch: Am Ende bleiben wohl nur drei, vier große Streaming-Anbieter übrig – Netflix, Amazon, Disney und vielleicht noch Apple TV+. Dabei wird das Gebotene immer mehr dem alten US-Kabelfernsehen ähneln: Man zahlt Premium-Preise, muss aber trotzdem Werbung schauen (falls die Zuschauer°Innen mitspielen, schon seit einiger Zeit ist aufgrund der kundenfeindlichen Sperenzchen der Anbieter wieder ein Trend zu P2P-Plattformen erkennbar). Gilroys Enthüllungen zeigen ein Dilemma auf: ANDOR ist eines der wenigen Projekte, bei denen man sagen kann »das Geld war gut investiert«. Die Serie wird vermutlich auch in 30 Jahren noch als Meisterwerk gelten. Doch in der aktuellen Kostenrealität wird es wohl keine vergleichbaren Produktionen mehr geben.
Für STAR WARS-Fans bleibt die Hoffnung auf Staffel zwei von AHSOKA – eine der wenigen Serien, die überlebt haben. Ob sie allerdings mit dem gleichen Budget und der gleichen kreativen Freiheit produziert wird wie ihre Vorgänger, steht in den Sternen. Oder sollte man sagen: in einer weit, weit entfernten Galaxie, in der Streaming einst Imperator war und jetzt in einen tiefen Schacht fällt?
Verschiedenen Informationen zufolge will man im Maus-Haus zukünftig bei Produktionen vermehrt auf KI setzen. Ob ich das sehen will? Ich werfe mal einen Blick in meine Kristallkugel und prophezeihe: Nein. Für billig produzierten KI-Schrott werde ich ganz sicher kein Geld ausgeben. Netflix, Apple TV+, Disney+ und Co. haben sich mit ihrer aggressiven Verdrängungspolitik und der damit einher gehenden immer teureren Produktion von Streaming-Blockbustern, um die Konkurrenten in den Schatten zu stellen und Abos zu generieren, selbst ein Bein gestellt. Und natürlich auch mit den letzten Preiserhöhungen und der Einführung von Werbung.
TALES OF THE UNDERWORLD ist eine neue Animationsserie aus dem STAR WARS-Universum, die am Force-Day, also am 4. Mai 2025, beim Streamingdienst Disney+ starten wird.
Der Sechsteiler dreht sich um Protagonisten »außerhalb des Gesetzes«, dem Trailer nach zu urteilen um die Kopfgeldjäger Asajj Ventress und Cad Bane. Vorher hatte es bereits die Serien TALES OF THE JEDI und TALES OF THE EMPIRE gegeben, die bislang unbekannte Aspekte bekannter Protagonisten aus dem STAR WARS-Universum betrachteten.
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