Crowdfunding: JUDGE DREDD-Rollenspiel auf Kickstarter

Crowdfunding: JUDGE DREDD-Rollenspiel auf Kickstarter

Crowd­fund­ings für Rol­len­spiele gibt es heutzu­tage wie Sand am Meer, so dass man oft nur noch gäh­nend abwinkt, ins­beson­dere bei deutschen, wo wir in den let­zten Jahren einige Auswüchse gewiss­er Pro­tag­o­nis­ten »erleben« durften. Ich sag nur »Har­ry Dres­den«. Doch hin und wieder gibt es auch mal inter­es­sante Pro­jek­te, so wie dieses hier auf Kick­starter.

EN Pub­lish­ing aus Southamp­ton möchte ein Rol­len­spiel zum Com­ic JUDGE DREDD auf den Markt brin­gen. Über Dredd hat ver­mut­lich jed­er, der sich halb­wegs im Nerd-Umfeld schon mal was gehört oder einen der Filme gese­hen.

Judge. Jury. Exe­cu­tion­er. Play as a Judge of Mega-City One and bust perps, Sov spies, and mutant raiders in this action-packed stand­alone table­top role­play­ing game, bring­ing to life the icon­ic char­ac­ters and worlds found in the leg­endary British com­ic 2000 AD. This book is your intro­duc­tion to Mega-City One, and your gate­way to a line of sup­ple­ments based on 2000 AD’s many char­ac­ters and set­tings.

An der Entwick­lung beteiligt sind Dar­ren Pearce (Doc­tor Who; Lone Wolf), Robert Schwalb (Dun­geons & Drag­ons; Warham­mer Fan­ta­sy Role­play), Andrew Pere­grine (Doc­tor Who; Fire­fly; Buffy The Vam­pire Slay­er), Russ Mor­ris­sey (What’s OLD is NEW), und Nick Robin­son.

Man wollte 8395 Pfund ein­sam­meln, die waren inner­halb von neun Minuten zusam­men, bis jet­zt wur­den bere­its knapp über 80000 GBP gepledged.

Für 16 GBP bekommt man ein PDF des Regel­w­erks, für eine Hard­cov­er-Papierver­sion wer­den min­destens 35 GBP fäl­lig, da ist dann ein PDF enthal­ten.

Alle Infor­ma­tio­nen auf der Kick­starter-Seite des Pro­jek­ts.

Pro­mo­grafik JUDGE DREDD Copy­right EN Pub­lish­ing

Noch drei Tage – Crowdfunding – SPACE COMMAND: REDEMPTION

Noch drei Tage – Crowdfunding – SPACE COMMAND: REDEMPTION

SPACE COMMAND soll eine via Crowd­fund­ing finanzierte Retro-SF-Serie wer­den. Die Köpfe dahin­ter sind Marc Scott Zicree & Elaine Zicree, die haben an haufen­weise bekan­nten Serien mit­geschrieben oder -pro­duziert, eine Auswahl: STAR TEEK – THE NEXT GENERATION, SLIDERS, BABYLON 5, DEEP SPACE NINE, HE-MAN, CAPTAIN POWER und THE REAL GHOSTBUSTERS.

Die haben für ihr Pro­jekt SPACE COMMAND: REDEMPTION eine beachtliche Riege von Fan-Favouriten als Schaus­piel­er gewin­nen kön­nen, näm­lich Mira Furlan, Bill Mumy und Bruce Boxleit­ner aus BABYLON 5, Doug Jones (STAR TREK: DISCOVER, THE SHAPE OF WATER), Robert Picar­do (STAR TREK: VOYAGER), Faran Tahir (12 MONKEYS) und James Hong (R.I.P.D. und Mil­lio­nen andere Rollen).

Jet­zt wird Geld für die Post­pro­duc­tion gesam­melt. Je nach­dem wie viel zusam­menkommt, wird es weit­ere Cameos bekan­nter Stars geben, drin sind schon Armin Shimerman (Quark bei DS9) und Ethan Phillips (Neel­ix bei VOYAGER).

Ab einem Ein­satz von 30 Dol­lar kann man sich das fer­tige Pro­dukt herunter laden. Alle Infor­ma­tio­nen auf der Kick­starter-Pro­jek­t­seite. Man hat nur noch drei Tage Zeit, um mitzu­machen.

Pro­mo­grafik Copy­right Marc Scott Zicree

Kickstarter: THE EXPANSE Role Playing Game

Kickstarter: THE EXPANSE Role Playing Game

Ursprünglich war THE EXPANSE eine SF-Buchrei­he des Autoren­paars, das unter dem Pseu­do­nym James S. A. Corey auftritt. Der Sender SyFy hat daraus eine Fernsehserie gemacht und wieder abge­set­zt, die allerd­ings von Ama­zon weit­er geführt wer­den wird. Es geht um Aben­teuer im Son­nen­sys­tem in ein­er Hard SF-Zukun­ft mit Ein­schlä­gen von Alien-Ein­fluss und Bürg­erkrieg zwis­chen der Erde und Kolonien (das ist jet­zt eine ganz knappe Kurz­fas­sung ein­er eher kom­plex­en Hand­lung).

Bei Kick­starter gibt es seit gestern ein Crowd­fund­ing für ein Rol­len­spiel dazu. Die Kam­pagne wurde von Chris Pra­mas von Green Ronin Pub­lish­ing ges­tartet. Nicht ganz uner­wartet wurde das Fund­ingziel in Höhe von 25669 Euro inner­halb ein­er Stunde gek­nackt., es wur­den bis jet­zt schon über 111000 Euro gepledged, damit sind bere­its sechs der acht Stretch­goals erre­icht.

Wer eben­falls teil­nehmen möchte, kann das auf der Pro­jek­t­seite bei Kick­starter tun. Für das Hard­cov­er sind allerd­ings 50 Euro fäl­lig, PDFs erhält man ab (in meinen Augen eher teure) 20 Euro.

Pro­mo­grafik Copy­right Green Ronin Pub­lish­ing

Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Bei Kickstarter: Flip Grip für die Nintendo Switch

Auf Kick­starter läuft ger­ade eine Crowd­fund­ing-Kam­pagne für den »Flip Grip«, ein Zube­hörteil für die Kon­sole Nin­ten­do Switch. Man kann manche Arcade-Klas­sik­er darauf so spie­len, wie sie auch auf den Standgeräten damals liefen: Ver­tikal. Allerd­ings ist die Kon­sole dafür eigentlich nicht aus­gelegt, denn die Con­troller befind­en sich an der linken und recht­en Seite – oder alter­na­tiv kop­pelt man sie ab und hält sie zum Zock­en in der Hand.

Der Flip Grip löst das Prob­lem, es han­delt sich um eine Fas­sung, in die die Kon­sole ver­tikal posi­tion­iert wer­den kann. Die bei­den Con­troller kann man dann rechts und links andock­en. Damit kann man dann Klas­sik­er wie Gala­gaIkaru­ga oder Strik­ers 1945 vernün­ftig ver­tikal spie­len.

Der Preis ist eigentlich ein No-Brain­er, man kann das Pro­jekt für 12 Dol­lar unter­stützen und erhält dann einen Flip Grip. Für Deutsch­land kom­men noch läp­pis­che drei Dol­lar Ver­sand­kosten hinzu. Man bleibt also auch noch unter dem Frei­be­trag von 22 Euro, so dass am Zoll kein­er­lei Prob­leme zu erwarten sein soll­ten.

Mit­machen kann der Switch-Nutzer auf Kick­starter. Das Pledge-Goal wurde bere­its erre­icht. Geliefert wer­den soll im Novem­ber 2018. Mein Geld haben Sie, trotz einiger spek­takulär geplatzter Kick­starter-Pro­jek­te halte ich 15 Dol­lar für ein äußerst über­schaubares Risiko, auch wenn ich von größeren Crowd­fund­ings inzwis­chen abse­he.

Pro­mo­fo­to Flip Grip Copy­right Fangamer

Crowdfunding: MYST 25th Anniversary Collection

Crowdfunding: MYST 25th Anniversary Collection

Im Herb­st 1993 kam ein Spiel auf den Markt, das in sein­er Art damals einzi­gar­tig war, und MYST sowie dessen Nach­fol­ger schafften es schnell, nicht zulet­zt ihrer Hin­ter­grundgeschichte, eine treue Fan­ba­sis aufzubauen. MYST wurde eins meistverkauften Spiele des 20. Jahrhun­derts.

Das ist dem­nächst 25 Jahre her und Entwick­ler Cyan möchte das gebührend feiern. Bei Kick­starter find­et ein Crowd­fund­ing statt, mit dem Ziel alle Spiele in Zusam­me­nar­beit mit Good Old Games in eine Form zu brin­gen, die auf Win­dows 10 lauf­fähig ist und als Bun­dle erneut her­aus zu brin­gen.

Es geht dabei um die sieben Games MYST (Mas­ter­piece Edi­tion), RIVEN, MYST III EXILE, MYST IV REVELATION, MYST V – END OF AGES, MYST URU und realMYST.

Wer bei Kick­starter ein entsprechen­des Pledgelev­el wählt, kann dazu Gim­micks bekom­men, die man danach nie mehr erhal­ten wird, beispiel­sweise reale Props aus den Spie­len, darunter eins der inter­ak­tiv­en Büch­er.

Der Min­destein­satz für die sieben MYST-Inkar­na­tio­nen als Down­load ist dabei 49 Dol­lar (aktuell ca. 40 Euro), nach oben ist der Ein­satz beina­he offen.

Alle Infor­ma­tio­nen find­et man auf der Pro­jek­t­seite bei Kick­starter, noch hat man 38 Tage Zeit, das zu unter­stützen. Man kön­nte allerd­ings auch warten, bis das Ganze offiziell für jeden bei GoG erhältlich ist, denn das Fund­ingziel wurde – wie zu erwarten war – in Reko­rdzeit erre­icht.

Logo MYST 25th Anniver­sary Col­lec­tion Copy­right Cyan Worlds, Inc.

Crowdfunding: TRÜBERBROOK – A Nerd Saves The World

Crowdfunding: TRÜBERBROOK – A Nerd Saves The World

Ich weiß, ich bin spät dran, darauf hinzuweisen, aber ich tue es trotz­dem. Auf Kick­starter läuft derzeit ein Crowd­fund­ing für ein Point&Click-Adventure mit dem zugegeben etwas merk­würdi­gen Namen TRÜBERBROOK. Und weil ich spät dran bin, ist das Fund­ingziel auch bere­its erre­icht – aber es sind noch ein paar coole Stretch­goals zu knack­en.

TRÜBERBROOK erzählt eine Mys­tery-Geschichte in einem alter­na­tiv­en Deutsch­land des Kalten Kriegs der 1960er Jahre, in der ein junger amerikanis­ch­er Wis­senschaftler namens Hans Tannhauser den abgele­ge­nen Ort Trüber­brook besucht und dort mit merk­würdi­gen Vorkomm­nis­sen kon­fron­tiert wird. Wird er am Ende gar die Welt ret­ten müssen?

Noch ein weit­eres Point&Click? Höre ich den geneigten Leser fra­gen. Ja, aber allein die Tat­sache, dass die Szenar­ien nicht am Com­put­er erstellt wer­den, son­dern alle in Han­dar­beit als Minia­turen entste­hen finde ich ganz großar­tig und das erin­nert an Stop-Motion-Pro­duk­tio­nen von Aard­man Ani­ma­tions (WALLACE & GROMIT, SHAUN THE SHEEP).

TRÜBERBROOK wird zudem für viele Plat­tfor­men erscheinen, geplant sind Win­dows, Mac, Lin­ux, Xbox One, PlayStation4 und Nin­ten­do Switch.

Auf der Pro­jek­t­seite bei Kick­starter gibt es jede Menge Illus­tra­tio­nen, die zeigen, wie das ausse­hen soll.

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Pro­mo­grafik TRÜBERBROOK Copy­right btf

Crowdfunding: SHAKES & FIDGET – THE ADVENTURE

Crowdfunding: SHAKES & FIDGET – THE ADVENTURE

Man kann mal wieder Geld auf Kick­starter aus­geben. Fan­ta­sy-Fans ken­nen ver­mut­lich Mar­vin Clif­fords Com­ic-Duo SHAKES & FIDGET nicht nur aus den gle­ich­nami­gen Strips, son­dern vielle­icht auch aus dem Browsergame.

Jet­zt soll das Ganze auch noch zu einem Point & Click-Adven­ture wer­den, Mar­vin und Playa Games sam­meln dafür im Rah­men eines Crowd­fund­ings Geld auf Kick­starter. Als Beloh­nun­gen winkt selb­stver­ständlich das fer­tige Spiel, es gibt aber auch jede Menge weit­ere Gim­micks für Backer.

Entwick­elt wird das Spiel von KING Art Games, die ken­nt man beispiel­sweise durch THE BOOK OF UNWRITTEN TALES. Falls das Crowd­fund­ing in Höhe von 250000 Euro erfol­gre­ich ist, wird das Spiel voraus­sichtlich im Herb­st 2018 geliefert.

Ab einem Ein­satz von 21 Euro erhält man das Adven­ture. Die Vorschau­grafiken sehen schon mal großar­tig aus.

Pro­mo­grafiken Copy­right Mar­vin Clif­ford und Playa Games GmbH

Crowdfunding für Fanfilm: VOLDEMORT – ORIGINS OF THE HEIR

Crowdfunding für Fanfilm: VOLDEMORT – ORIGINS OF THE HEIR

Der HARRY POTTER-Fan weiß es natür­lich: Volde­mort ist der Supervil­lain der Rei­he, der böse Gegen­spiel­er der guten Ker­le von Hog­warts um den auser­wählten Zauber­lehrling Pot­ter. Ein­er Rei­he von Fans wurde der Hin­ter­grund des Böswatzes, der ursprünglich mal Tom Mar­vo­lo Rid­dle hieß, in den Büch­ern und Fil­men offen­bar nicht aus­führlich genug aus­ge­bre­it­et. Deswe­gen sam­meln sie auf Kick­starter Geld für einen Fan­film mit dem Titel VOLDEMORT – ORIGINS OF THE HEIR.

Fast 3000 der angepeil­ten 15000 Euro sind bere­its beisam­men und es sind noch 54 Tage Zeit, etwas zu spenden, um zum Gelin­gen beizu­tra­gen. Angesichts des gerin­gen Bud­gets, sehen die Quid­ditch-Szenen aus dem Trail­er gar nicht mal so schlecht aus, die Szenen ohne SFX sog­ar sehr gut.

Allerd­ings liegen die Rechte an HARRY POTTER bei Warn­er Bros. und bekan­nter­maßen, verk­la­gen die einen schneller, als man »Ava­da Kedavra« sagen kann.

Einen ersten Trail­er gibt es bere­its:

[ytv]https://www.youtube.com/watch?v=hF4X661BOM0[/ytv]

 

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

KraftwerkKraftwerk ist der Name ein­er inno­v­a­tiv­en Energiezelle, die die Dres­d­ner Fir­ma eZelleron via Kick­starter finanziert hat­te. Es han­delt sich um eine Zelle, die Strom für mobile Geräte aus ganz nor­malem Feuerzeug­gas erzeugt. Weit­ere Details find­en sich auf der Pro­jek­t­seite bei Kick­starter. Da ich das Konzept ganz großar­tig und auch schlüs­sig fand, hat­te auch ich mal für ein Gerät gepledged.

Nun ist der Name des Dings allerd­ings eben »Kraftwerk« – auch kom­plett passend für ein Gerät das Energie erzeugt. Dum­mer­weise ist der Name ein­er gewis­sen deutschen Band eben­falls »Kraftwerk«. Und die haben seit Jahren nichts Nen­nenswertes mehr veröf­fentlicht. Da muss man offen­bar andere Wege suchen, an Geld zu kom­men, beispiel­sweise Marken­trollereien. Wie bere­its seit Län­gerem bekan­nt ist, hat Mit­grün­der Ralf Hüt­ter hierzu­lande mit­tels ein­er Klage ver­sucht, die Nutzung des Begriffes ver­bi­eten zu lassen. Das Landgericht Ham­burg hat dem allerd­ings glück­licher­weise eine Absage erteilt, denn selb­stver­ständlich darf man einen Stromerzeuger Kraftwerk nen­nen und berührt damit nicht die Marke ein­er fos­silen Elek­tropop-Kom­bo.

Ganz anders sieht das allerd­ings in den USA aus, denn das Rechtssys­tem dort ist für Europäer bekan­nter­maßen bisweilen schw­er nachzu­vol­lziehen, und auch da hat Hüt­ter seine Marken­trollereien abge­zo­gen. Laut einem aktuellen Sta­tusup­date auf der Kick­starter-Pro­jek­t­seite kön­nte das dazu führen, dass eZelleron eine Strafe von mehr als unfass­baren zwei Mil­lio­nen Dol­lar zahlen muss.

Mal ganz deut­lich in Rich­tung Hüt­ter: Was soll der Scheiß? Wenn man in Sachen Musik nichts mehr auf die Rei­he bekommt, trollt man ein­fach ein inno­v­a­tives Start­up, um sich so ein paar Mil­lio­nen unter den Nagel zu reißen? Ich finde das so der­maßen erbärm­lich, dass mir die Worte fehlen.

Lei­der kann man ihnen das nicht per­sön­lich sagen, beispiel­sweise per Mail, da Kraftwerk.de über kein recht­gültiges Impres­sum ver­fügt und somit auch nicht über eine ladungs­fähige Adresse oder eine Kon­tak­t­möglichkeit. Bei Denic wird der Inhab­er zwar mit »Ralf Hüt­ter« angegeben, aber dessen Adresse via Open­IT GmbH ver­schleiert, und die sind nur Host­ing­provider. Es gäbe natür­lich die Möglichkeit, unter info(at)OpenIT.de an die zu schreiben, mit der Bitte, das weit­erzuleit­en.

Man kön­nte seine Mei­n­ung zu diesem The­ma auch über die ein­schlägi­gen sozialen Medi­en ver­bre­it­en, wenn das genug tun, kommts vielle­icht auch beim Hüt­ter an. Den ich nach diesen Aktio­nen für einen unerträglichen Unsym­pa­then halte.

Pro­mo­fo­to Kraftwerk Copy­right eZelleron

Crowdfunding: Bring Back MYSTERY SCIENCE THEATER 3000

Crowdfunding: Bring Back MYSTERY SCIENCE THEATER 3000

Bring Back MST3K

MYSTERY SCIENCE THEATER 3000 ken­nt hierzu­lande ver­mut­lich außen ein paar Nerds (und all jenen, denen ich es auf­genötigt habe) kaum jemand. Es han­delte sich dabei ursprünglich um eine US-Fernsehserie, in der man sich über schlechte Filme und Episo­den lustig machte. Hin­ter­grund: Ein ver­rück­ter Wis­senschaftler hat einen Astro­naut­en und zwei Robot­er in eine Raum­sta­tion ges­per­rt und zeitg ihnen schlechte Filme, um den Streifen zu find­en, mit dem er die Welt unter­jochen kann. Doch die drei sind so merk­be­fre­it, dass die von keinem der Mach­w­erke in di eKnie gezwun­gen wer­den. Die Episo­den (und auch der Kinofilm) beste­hen daraus, dass man den jew­eil­gen Film sieht und am unteren Rand die Schat­ten­risse der Drei, die die Geschehnisse mitkom­men­tieren.

Die Kino­fas­sung trägt den Titel MST3K PRESENTS: THIS ISLAND EARTH, der ist auch auf Deutsch erschienen, kon­ge­nial umge­set­zt von Oliv­er Kalkofe, Oliv­er Welke und Co (tat­säch­lich inspiri­erte die Arbeit am Film Kalkofe zu SCHLEFAZ). Wenn man auf den Humor ste­ht. Dabei wird METALUNA IV ANTWORTET NICHT auseinan­der genom­men. Die US-Serie hat ihren Weg zu uns auf­grund schwieriger Rechte­lage nie gefun­den, diese rechtlichen Prob­leme haben bis heute auch eine Neuau­flage ver­hin­dert, sind nun aber offen­bar aus dem Weg geräumt.

Auf Kick­starter hat der Erfind­er Joel Hodg­son nun ein Crowd­fund­ing, um die 1999 eingestellte Serie wiederzubeleben. Je nach Ein­nah­men sollen drei oder mehr neue Episo­den pro­duziert wer­den.

Shut up and take my mon­ey!

Weit­ere Infor­ma­tio­nen auf der Pro­jek­t­seite bei Kick­starter. Inner­halb kürzester Zeit sind bere­its fast 900000 Dol­lar zusam­mengekom­men. Man hat noch 30 Tage Zeit, sich zu beteili­gen.

Pro­mo­grafik MST3K-Crowd­fund­ing Copy­right Joel Hodg­son

 

Crowdfunding: STAR TREK RENEGADES 2 & 3

Crowdfunding: STAR TREK RENEGADES 2 & 3

Star Trek Renegades Promografik

Der durch Crowd­fund­ing finanzierte erste Teil von STAR TREK: RENEGADES war ja ganz sehenswert, und lebt natür­lich nicht zulet­zt durch seine Pro­midichte. Eigentlich war der Plan, das als einen Pitch zu pro­duzieren, um vielle­icht einen Geldge­ber für eine »richtige« TV-Serie zu find­en, das wurde allerd­ings nichts. Die Gründe dürften hier vielfältig sein, und vor allem in der Rechtege­men­ge­lage in Sachen STAR TREK liegen.

Den­noch will man weit­er machen: aus RENEGADES wird eine Web­serie und seit Kurzem sam­melt das Team erneut via Kick­starter Geld, um die Episo­den zwei und drei zu real­isieren. Das klappt auch bish­er recht gut, in kutzer Zeit sind bere­its 100000 Dol­lar zusam­men gekom­men (darunter auch ein paar Bucks von mir).

Ein­er der Gründe für das Inter­esse dürfte sein, dass man gle­ich haufen­weise weit­ere Stargäste angekündigt hat, darunter Robert Bel­tran (Chako­tay in Voy­ager), Ter­ry Far­rell (Jadzia Dax in DS9), Cir­roc Lofton (Jake Sisko in DS9), Aaron Eisen­berg (Nog in DS9) und Hana Hatae (Mol­ly O´Brien in TNG).Wie in der ersten Folge wer­den auch Wal­ter Koenig (Chekov in TOS), Adri­enne Wilkin­son, Tim Russ (Tuvok in VOY), Gary Gra­ham (Suval in ENT), Court­ney Pel­don und Corin Nemec (STARGATE) wieder dabei sein. Tim Russ wird wieder Regie führen.

Beim Team hat die Autorin und Drehbuch­schreiberin Melin­da Snod­grass eben­so dazuge­fun­den, wie der Kom­pon­ist Den­nis McCarthy, der auch schon für Musik zu THE NEXT GENERATION, DEEP SPACE NINE, GENERATIONS, VOYAGER und ENTERPRISE ver­ant­wortlich war.

Also schnell die virtuelle Brief­tasche gezückt, und RENEGADES unter­stützt.

Pro­mo­grafik STAR TREK: RENEGADES Copy­right Star Trek Rene­gades Team

Wie Crowdfunding nicht funktioniert: DRAGON´S LAIR: THE MOVIE

Wie Crowdfunding nicht funktioniert: DRAGON´S LAIR: THE MOVIE

Dragon's Lair The Movie

Nor­maler­weise geht es beim Crowd­fund­ing darum, Geld für ein Pro­jekt einzusam­meln, für das es anson­sten keine Geldge­ber gibt, oder bei dem man aus Grün­den darauf verzicht­en möchte, Geld bei den üblichen Quellen einzu­loben. Dafür erhal­ten diejeni­gen, die sich am Pro­jekt beteili­gen als Dank für ihren Geld­be­trag Gim­micks, oder eben das Pro­jekt, aber üblicher­weise zu einem gerin­geren, oder deut­lich gerin­geren, Geld­be­trag, als das End­pro­dukt.

Immer wieder ver­ste­hen ins­beson­dere große oder alteinge­sessene Fir­men das nicht, wenn sie sich am Crowd­fund­ing ver­suchen (die scheit­ern aber auch oft, weil die ohne­hin genug Kohle haben, sich defin­i­tiv nicht so finanzieren müssen und oft auch der Sym­pa­thiebonus fehlt).

Ein beson­ders ekla­tantes Beispiel von jeman­dem, der Crowd­fund­ing nicht ver­standen hat, ist Don Bluth. Ja, der Don Bluth, der Filme wie MRS. BRISBY UND DAS GEHEIMNIS VON NIMH, IN EINEM LAND VOR UNSERER ZEIT, ANASTASIA oder ALLE HUNDE KOMMEN IN DEN HIMMEL gemacht hat. Der möchte gerne aus der Videospielau­to­mat­en-Klas­sik­er DRAGON´S LAIR (1983) einen Film machen und sam­melt für einen Pitch (!) Geld auf Kick­starter. Eigentlich eine gute Idee.

Allerd­ings sind die Pledgelevels unfass­bar, die haben offen­bar nicht einen Moment Recherche darauf ver­wen­det, wie man so etwas aufzieht, oder aber zu lange an Kle­ber geschnüf­felt. Für eine Down­load­fas­sung eines ver­mut­lich zehn­minüti­gen Films wer­den unver­schämte 75 Dol­lar fäl­lig, für eine Blu­Ray soll man sage und schreibe 125 Dol­lar »spenden«. Das ist so jen­seits von Gut und Böse, dass es weh tut, auch wenn man dafür alle vor­ange­gen­genen Plegdelev­el eben­falls erhält. Aber vielle­icht ist man an irgendwelchen Devo­tion­alien oder »Down­load-Postkarten« gar nicht inter­essiert und will ein­fach nur den fer­tiggestell­ten Film für seinen Beitrag. Und: wenn die Pledgelev­el so der­art daneben sind, hil­ft wed­er der promi­nente Name, noch der Nos­tal­gie-Fak­tor.

Don Bluth möchte gern bis zum 26. Novem­ber 550000 Dol­lar ein­sam­meln. Ich wage mal die Prophezei­hung, dass das nicht funk­tion­ieren wird, es sei denn, die Pledgelev­el wer­den gründlich über­ar­beit­et (was diejeni­gen stören dürfte, die bere­its gespendet haben).

Der Voll­ständigkeit hal­ber ein Link zur Pro­jek­t­seite bei Kick­starter.

[Edit 9:36:] Falko wies darauf hin, dass beste­hende Pledgelev­el, die bere­its in Anspruch genom­men wur­den, nicht mehr geän­dert wer­den kön­nen. Man kann allerd­ings neue hinzufü­gen. Danke für den Hin­weis.

Pro­mo­grafik Copy­right Don Bluth & Gary Gold­man