Crowdfunding: MYST 25th Anniversary Collection

Crowdfunding: MYST 25th Anniversary Collection

Im Herbst 1993 kam ein Spiel auf den Markt, das in sei­ner Art da­mals ein­zig­ar­tig war, und MYST so­wie des­sen Nach­fol­ger schaff­ten es schnell, nicht zu­letzt ih­rer Hin­ter­grund­ge­schich­te, eine treue Fan­ba­sis auf­zu­bau­en. MYST wur­de eins meist­ver­kauf­ten Spie­le des 20. Jahr­hun­derts.

Das ist dem­nächst 25 Jah­re her und Ent­wick­ler Cyan möch­te das ge­büh­rend fei­ern. Bei Kick­star­ter fin­det ein Crowd­fun­ding statt, mit dem Ziel alle Spie­le in Zu­sam­men­ar­beit mit Good Old Ga­mes in eine Form zu brin­gen, die auf Win­dows 10 lauf­fä­hig ist und als Bund­le er­neut her­aus zu brin­gen.

Es geht da­bei um die sie­ben Ga­mes MYST (Ma­ster­pie­ce Edi­ti­on), RI­VEN, MYST III EXI­LE, MYST IV RE­VE­LA­TI­ON, MYST V – END OF AGES, MYST URU und re­al­MYST.

Wer bei Kick­star­ter ein ent­spre­chen­des Pled­gele­vel wählt, kann dazu Gim­micks be­kom­men, die man da­nach nie mehr er­hal­ten wird, bei­spiels­wei­se rea­le Props aus den Spie­len, dar­un­ter eins der in­ter­ak­ti­ven Bü­cher.

Der Min­dest­ein­satz für die sie­ben MYST-In­kar­na­tio­nen als Down­load ist da­bei 49 Dol­lar (ak­tu­ell ca. 40 Euro), nach oben ist der Ein­satz bei­na­he of­fen.

Alle In­for­ma­tio­nen fin­det man auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter, noch hat man 38 Tage Zeit, das zu un­ter­stüt­zen. Man könn­te al­ler­dings auch war­ten, bis das Gan­ze of­fi­zi­ell für je­den bei GoG er­hält­lich ist, denn das Fun­ding­ziel wur­de – wie zu er­war­ten war – in Re­kord­zeit er­reicht.

Logo MYST 25th An­ni­ver­s­a­ry Collec­tion Co­py­right Cyan Worlds, Inc.

Crowdfunding: TRÜBERBROOK – A Nerd Saves The World

Crowdfunding: TRÜBERBROOK – A Nerd Saves The World

Ich weiß, ich bin spät dran, dar­auf hin­zu­wei­sen, aber ich tue es trotz­dem. Auf Kick­star­ter läuft der­zeit ein Crowd­fun­ding für ein Point&Click-Adventure mit dem zu­ge­ge­ben et­was merk­wür­di­gen Na­men TRÜ­BER­BROOK. Und weil ich spät dran bin, ist das Fun­ding­ziel auch be­reits er­reicht – aber es sind noch ein paar coo­le Stretch­goals zu knacken.

TRÜ­BER­BROOK er­zählt eine My­ste­ry-Ge­schich­te in ei­nem al­ter­na­ti­ven Deutsch­land des Kal­ten Kriegs der 1960er Jah­re, in der ein jun­ger ame­ri­ka­ni­scher Wis­sen­schaft­ler na­mens Hans Tann­hau­ser den ab­ge­le­ge­nen Ort Trü­ber­brook be­sucht und dort mit merk­wür­di­gen Vor­komm­nis­sen kon­fron­tiert wird. Wird er am Ende gar die Welt ret­ten müs­sen?

Noch ein wei­te­res Point&Click? Höre ich den ge­neig­ten Le­ser fra­gen. Ja, aber al­lein die Tat­sa­che, dass die Sze­na­ri­en nicht am Com­pu­ter er­stellt wer­den, son­dern alle in Hand­ar­beit als Mi­nia­tu­ren ent­ste­hen fin­de ich ganz groß­ar­tig und das er­in­nert an Stop-Mo­ti­on-Pro­duk­tio­nen von Aar­d­man Ani­ma­ti­ons (WAL­LACE & GRO­MIT, SHAUN THE SHEEP).

TRÜ­BER­BROOK wird zu­dem für vie­le Platt­for­men er­schei­nen, ge­plant sind Win­dows, Mac, Li­nux, Xbox One, Play­Sta­ti­on4 und Nin­ten­do Switch.

Auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter gibt es jede Men­ge Il­lu­stra­tio­nen, die zei­gen, wie das aus­se­hen soll.

Pro­mo­gra­fik TRÜ­BER­BROOK Co­py­right btf

Crowdfunding: SHAKES & FIDGET – THE ADVENTURE

Crowdfunding: SHAKES & FIDGET – THE ADVENTURE

Man kann mal wie­der Geld auf Kick­star­ter aus­ge­ben. Fan­ta­sy-Fans ken­nen ver­mut­lich Mar­vin Cliffords Co­mic-Duo SHAKES & FIDGET nicht nur aus den gleich­na­mi­gen Strips, son­dern viel­leicht auch aus dem Brow­ser­ga­me.

Jetzt soll das Gan­ze auch noch zu ei­nem Point & Click-Ad­ven­ture wer­den, Mar­vin und Playa Ga­mes sam­meln da­für im Rah­men ei­nes Crowd­fun­dings Geld auf Kick­star­ter. Als Be­loh­nun­gen winkt selbst­ver­ständ­lich das fer­ti­ge Spiel, es gibt aber auch jede Men­ge wei­te­re Gim­micks für Back­er.

Ent­wickelt wird das Spiel von KING Art Ga­mes, die kennt man bei­spiels­wei­se durch THE BOOK OF UN­WRIT­TEN TA­LES. Falls das Crowd­fun­ding in Höhe von 250000 Euro er­folg­reich ist, wird das Spiel vor­aus­sicht­lich im Herbst 2018 ge­lie­fert.

Ab ei­nem Ein­satz von 21 Euro er­hält man das Ad­ven­ture. Die Vor­schau­gra­fi­ken se­hen schon mal groß­ar­tig aus.

Pro­mo­gra­fi­ken Co­py­right Mar­vin Clifford und Playa Ga­mes GmbH

Crowdfunding für Fanfilm: VOLDEMORT – ORIGINS OF THE HEIR

Crowdfunding für Fanfilm: VOLDEMORT – ORIGINS OF THE HEIR

Der HAR­RY POT­TER-Fan weiß es na­tür­lich: Volde­mort ist der Su­per­vil­lain der Rei­he, der böse Ge­gen­spie­ler der gu­ten Ker­le von Hog­warts um den aus­er­wähl­ten Zau­ber­lehr­ling Pot­ter. Ei­ner Rei­he von Fans wur­de der Hin­ter­grund des Bös­wat­zes, der ur­sprüng­lich mal Tom Mar­vo­lo Ridd­le hieß, in den Bü­chern und Fil­men of­fen­bar nicht aus­führ­lich ge­nug aus­ge­brei­tet. Des­we­gen sam­meln sie auf Kick­star­ter Geld für ei­nen Fan­film mit dem Ti­tel VOLDE­MORT – ORIG­INS OF THE HEIR.

Fast 3000 der an­ge­peil­ten 15000 Euro sind be­reits bei­sam­men und es sind noch 54 Tage Zeit, et­was zu spen­den, um zum Ge­lin­gen bei­zu­tra­gen. An­ge­sichts des ge­rin­gen Bud­gets, se­hen die Quid­ditch-Sze­nen aus dem Trai­ler gar nicht mal so schlecht aus, die Sze­nen ohne SFX so­gar sehr gut.

Al­ler­dings lie­gen die Rech­te an HAR­RY POT­TER bei War­ner Bros. und be­kann­ter­ma­ßen, ver­kla­gen die ei­nen schnel­ler, als man »Ava­da Ke­dav­ra« sa­gen kann.

Ei­nen er­sten Trai­ler gibt es be­reits:

 

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

KraftwerkKraft­werk ist der Name ei­ner in­no­va­ti­ven En­er­gie­zel­le, die die Dresd­ner Fir­ma eZel­le­ron via Kick­star­ter fi­nan­ziert hat­te. Es han­delt sich um eine Zel­le, die Strom für mo­bi­le Ge­rä­te aus ganz nor­ma­lem Feu­er­zeug­gas er­zeugt. Wei­te­re De­tails fin­den sich auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter. Da ich das Kon­zept ganz groß­ar­tig und auch schlüs­sig fand, hat­te auch ich mal für ein Ge­rät ge­pled­ged.

Nun ist der Name des Dings al­ler­dings eben »Kraft­werk« – auch kom­plett pas­send für ein Ge­rät das En­er­gie er­zeugt. Dum­mer­wei­se ist der Name ei­ner ge­wis­sen deut­schen Band eben­falls »Kraft­werk«. Und die ha­ben seit Jah­ren nichts Nen­nens­wer­tes mehr ver­öf­fent­licht. Da muss man of­fen­bar an­de­re Wege su­chen, an Geld zu kom­men, bei­spiels­wei­se Mar­kent­rol­lerei­en. Wie be­reits seit Län­ge­rem be­kannt ist, hat Mit­grün­der Ralf Hüt­ter hier­zu­lan­de mit­tels ei­ner Kla­ge ver­sucht, die Nut­zung des Be­grif­fes ver­bie­ten zu las­sen. Das Land­ge­richt Ham­burg hat dem al­ler­dings glück­li­cher­wei­se eine Ab­sa­ge er­teilt, denn selbst­ver­ständ­lich darf man ei­nen Strom­erzeu­ger Kraft­werk nen­nen und be­rührt da­mit nicht die Mar­ke ei­ner fos­si­len Elek­tro­pop-Kom­bo.

Ganz an­ders sieht das al­ler­dings in den USA aus, denn das Rechts­sy­stem dort ist für Eu­ro­pä­er be­kann­ter­ma­ßen bis­wei­len schwer nach­zu­voll­zie­hen, und auch da hat Hüt­ter sei­ne Mar­kent­rol­lerei­en ab­ge­zo­gen. Laut ei­nem ak­tu­el­len Sta­tu­s­up­date auf der Kick­star­ter-Pro­jekt­sei­te könn­te das dazu füh­ren, dass eZel­le­ron eine Stra­fe von mehr als un­fass­ba­ren zwei Mil­lio­nen Dol­lar zah­len muss.

Mal ganz deut­lich in Rich­tung Hüt­ter: Was soll der Scheiß? Wenn man in Sa­chen Mu­sik nichts mehr auf die Rei­he be­kommt, trollt man ein­fach ein in­no­va­ti­ves Start­up, um sich so ein paar Mil­lio­nen un­ter den Na­gel zu rei­ßen? Ich fin­de das so der­ma­ßen er­bärm­lich, dass mir die Wor­te feh­len.

Lei­der kann man ih­nen das nicht per­sön­lich sa­gen, bei­spiels­wei­se per Mail, da Kraftwerk.de über kein recht­gül­ti­ges Im­pres­sum ver­fügt und so­mit auch nicht über eine la­dungs­fä­hi­ge Adres­se oder eine Kon­takt­mög­lich­keit. Bei De­nic wird der In­ha­ber zwar mit »Ralf Hüt­ter« an­ge­ge­ben, aber des­sen Adres­se via OpenIT GmbH ver­schlei­ert, und die sind nur Ho­sting­pro­vi­der. Es gäbe na­tür­lich die Mög­lich­keit, un­ter info(at)OpenIT.de an die zu schrei­ben, mit der Bit­te, das wei­ter­zu­lei­ten.

Man könn­te sei­ne Mei­nung zu die­sem The­ma auch über die ein­schlä­gi­gen so­zia­len Me­di­en ver­brei­ten, wenn das ge­nug tun, kommts viel­leicht auch beim Hüt­ter an. Den ich nach die­sen Ak­tio­nen für ei­nen un­er­träg­li­chen Un­sym­pa­then hal­te.

Pro­mo­fo­to Kraft­werk Co­py­right eZel­le­ron

Crowdfunding: Bring Back MYSTERY SCIENCE THEATER 3000

Crowdfunding: Bring Back MYSTERY SCIENCE THEATER 3000

Bring Back MST3K

MY­STE­RY SCI­ENCE THEA­TER 3000 kennt hier­zu­lan­de ver­mut­lich au­ßen ein paar Nerds (und all je­nen, de­nen ich es auf­ge­nö­tigt habe) kaum je­mand. Es han­del­te sich da­bei ur­sprüng­lich um eine US-Fern­seh­se­rie, in der man sich über schlech­te Fil­me und Epi­so­den lu­stig mach­te. Hin­ter­grund: Ein ver­rück­ter Wis­sen­schaft­ler hat ei­nen Astro­nau­ten und zwei Ro­bo­ter in eine Raum­sta­ti­on ge­sperrt und zeitg ih­nen schlech­te Fil­me, um den Strei­fen zu fin­den, mit dem er die Welt un­ter­jo­chen kann. Doch die drei sind so merk­be­freit, dass die von kei­nem der Mach­wer­ke in di eKnie ge­zwun­gen wer­den. Die Epi­so­den (und auch der Ki­no­film) be­stehen dar­aus, dass man den je­weil­gen Film sieht und am un­te­ren Rand die Schat­ten­ris­se der Drei, die die Ge­scheh­nis­se mit­kom­men­tie­ren.

Die Ki­no­fas­sung trägt den Ti­tel MST3K PRES­ENTS: THIS IS­LAND EARTH, der ist auch auf Deutsch er­schie­nen, kon­ge­ni­al um­ge­setzt von Oli­ver Kalk­o­fe, Oli­ver Wel­ke und Co (tat­säch­lich in­spi­rier­te die Ar­beit am Film Kalk­o­fe zu SCHLE­FAZ). Wenn man auf den Hu­mor steht. Da­bei wird ME­TALU­NA IV ANT­WOR­TET NICHT aus­ein­an­der ge­nom­men. Die US-Se­rie hat ih­ren Weg zu uns auf­grund schwie­ri­ger Rech­tela­ge nie ge­fun­den, die­se recht­li­chen Pro­ble­me ha­ben bis heu­te auch eine Neu­auf­la­ge ver­hin­dert, sind nun aber of­fen­bar aus dem Weg ge­räumt.

Auf Kick­star­ter hat der Er­fin­der Joel Hodg­s­on nun ein Crowd­fun­ding, um die 1999 ein­ge­stell­te Se­rie wie­der­zu­be­le­ben. Je nach Ein­nah­men sol­len drei oder mehr neue Epi­so­den pro­du­ziert wer­den.

Shut up and take my mo­ney!

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter. In­ner­halb kür­ze­ster Zeit sind be­reits fast 900000 Dol­lar zu­sam­men­ge­kom­men. Man hat noch 30 Tage Zeit, sich zu be­tei­li­gen.

Pro­mo­gra­fik MST3K-Crowd­fun­ding Co­py­right Joel Hodg­s­on

 

Crowdfunding: STAR TREK RENEGADES 2 & 3

Crowdfunding: STAR TREK RENEGADES 2 & 3

Star Trek Renegades Promografik

Der durch Crowd­fun­ding fi­nan­zier­te er­ste Teil von STAR TREK: RE­NE­GA­DES war ja ganz se­hens­wert, und lebt na­tür­lich nicht zu­letzt durch sei­ne Pro­mi­dich­te. Ei­gent­lich war der Plan, das als ei­nen Pitch zu pro­du­zie­ren, um viel­leicht ei­nen Geld­ge­ber für eine »rich­ti­ge« TV-Se­rie zu fin­den, das wur­de al­ler­dings nichts. Die Grün­de dürf­ten hier viel­fäl­tig sein, und vor al­lem in der Rech­te­ge­menge­la­ge in Sa­chen STAR TREK lie­gen.

Den­noch will man wei­ter ma­chen: aus RE­NE­GA­DES wird eine Web­se­rie und seit Kur­zem sam­melt das Team er­neut via Kick­star­ter Geld, um die Epi­so­den zwei und drei zu rea­li­sie­ren. Das klappt auch bis­her recht gut, in kut­zer Zeit sind be­reits 100000 Dol­lar zu­sam­men ge­kom­men (dar­un­ter auch ein paar Bucks von mir).

Ei­ner der Grün­de für das In­ter­es­se dürf­te sein, dass man gleich hau­fen­wei­se wei­te­re Star­gä­ste an­ge­kün­digt hat, dar­un­ter Ro­bert Bel­tran (Cha­ko­tay in Voya­ger), Ter­ry Far­rell (Jad­zia Dax in DS9), Cir­roc Lof­ton (Jake Sis­ko in DS9), Aa­ron Ei­sen­berg (Nog in DS9) und Hana Hatae (Mol­ly O´Brien in TNG).Wie in der er­sten Fol­ge wer­den auch Wal­ter Koenig (Che­kov in TOS), Adri­en­ne Wil­kin­son, Tim Russ (Tu­vok in VOY), Gary Gra­ham (Su­val in ENT), Court­ney Pel­don und Co­rin Ne­mec (STAR­GA­TE) wie­der da­bei sein. Tim Russ wird wie­der Re­gie füh­ren.

Beim Team hat die Au­to­rin und Dreh­buch­schrei­be­rin Me­lin­da Snod­grass eben­so da­zu­ge­fun­den, wie der Kom­po­nist Den­nis Mc­Car­thy, der auch schon für Mu­sik zu THE NEXT GE­NE­RA­TI­ON, DEEP SPACE NINE, GE­NE­RA­TI­ONS, VOYA­GER und EN­TER­PRI­SE ver­ant­wort­lich war.

Also schnell die vir­tu­el­le Brief­ta­sche ge­zückt, und RE­NE­GA­DES un­ter­stützt.

Pro­mo­gra­fik STAR TREK: RE­NE­GA­DES Co­py­right Star Trek Re­ne­ga­des Team

Wie Crowdfunding nicht funktioniert: DRAGON´S LAIR: THE MOVIE

Wie Crowdfunding nicht funktioniert: DRAGON´S LAIR: THE MOVIE

Dragon's Lair The Movie

Nor­ma­ler­wei­se geht es beim Crowd­fun­ding dar­um, Geld für ein Pro­jekt ein­zu­sam­meln, für das es an­son­sten kei­ne Geld­ge­ber gibt, oder bei dem man aus Grün­den dar­auf ver­zich­ten möch­te, Geld bei den üb­li­chen Quel­len ein­zu­lo­ben. Da­für er­hal­ten die­je­ni­gen, die sich am Pro­jekt be­tei­li­gen als Dank für ih­ren Geld­be­trag Gim­micks, oder eben das Pro­jekt, aber üb­li­cher­wei­se zu ei­nem ge­rin­ge­ren, oder deut­lich ge­rin­ge­ren, Geld­be­trag, als das End­pro­dukt.

Im­mer wie­der ver­ste­hen ins­be­son­de­re gro­ße oder alt­ein­ge­ses­se­ne Fir­men das nicht, wenn sie sich am Crowd­fun­ding ver­su­chen (die schei­tern aber auch oft, weil die oh­ne­hin ge­nug Koh­le ha­ben, sich de­fi­ni­tiv nicht so fi­nan­zie­ren müs­sen und oft auch der Sym­pa­thie­bo­nus fehlt).

Ein be­son­ders ekla­tan­tes Bei­spiel von je­man­dem, der Crowd­fun­ding nicht ver­stan­den hat, ist Don Bluth. Ja, der Don Bluth, der Fil­me wie MRS. BRIS­BY UND DAS GE­HEIM­NIS VON NIMH, IN EI­NEM LAND VOR UN­SE­RER ZEIT, ANA­STA­SIA oder ALLE HUN­DE KOM­MEN IN DEN HIM­MEL ge­macht hat. Der möch­te ger­ne aus der Vi­deo­spiel­au­to­ma­ten-Klas­si­ker DRAGON´S LAIR (1983) ei­nen Film ma­chen und sam­melt für ei­nen Pitch (!) Geld auf Kick­star­ter. Ei­gent­lich eine gute Idee.

Al­ler­dings sind die Pled­gele­vels un­fass­bar, die ha­ben of­fen­bar nicht ei­nen Mo­ment Re­cher­che dar­auf ver­wen­det, wie man so et­was auf­zieht, oder aber zu lan­ge an Kle­ber ge­schnüf­felt. Für eine Down­load­fas­sung ei­nes ver­mut­lich zehn­mi­nü­ti­gen Films wer­den un­ver­schäm­te 75 Dol­lar fäl­lig, für eine Blu­Ray soll man sage und schrei­be 125 Dol­lar »spen­den«. Das ist so jen­seits von Gut und Böse, dass es weh tut, auch wenn man da­für alle vor­an­ge­gen­ge­nen Pleg­de­le­vel eben­falls er­hält. Aber viel­leicht ist man an ir­gend­wel­chen De­vo­tio­na­li­en oder »Down­load-Post­kar­ten« gar nicht in­ter­es­siert und will ein­fach nur den fer­tig­ge­stell­ten Film für sei­nen Bei­trag. Und: wenn die Pled­gele­vel so der­art da­ne­ben sind, hilft we­der der pro­mi­nen­te Name, noch der Nost­al­gie-Fak­tor.

Don Bluth möch­te gern bis zum 26. No­vem­ber 550000 Dol­lar ein­sam­meln. Ich wage mal die Pro­phe­zei­hung, dass das nicht funk­tio­nie­ren wird, es sei denn, die Pled­gele­vel wer­den gründ­lich über­ar­bei­tet (was die­je­ni­gen stö­ren dürf­te, die be­reits ge­spen­det ha­ben).

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber ein Link zur Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter.

[Edit 9:36:] Fal­ko wies dar­auf hin, dass be­stehen­de Pled­gele­vel, die be­reits in An­spruch ge­nom­men wur­den, nicht mehr ge­än­dert wer­den kön­nen. Man kann al­ler­dings neue hin­zu­fü­gen. Dan­ke für den Hin­weis.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right Don Bluth & Gary Gold­man

BATTLETECH-Crowdfunding auf Kickstarter

BATTLETECH-Crowdfunding auf Kickstarter

BattleTech Kickstarter

Hare­brai­ned Sche­mes, die Ent­wick­ler von SHADOWRUN RE­TURNS, ha­ben auf der Crowd­fun­ding-Platt­form Kick­star­ter eine Kam­pa­gne ge­star­tet, um eine run­den­ba­sier­te Com­pu­ter­spiel-Ver­si­on des Ta­ble­top-Klas­si­kers BATT­LE­TECH zu rea­li­sie­ren. Auch die­ses Spiel hat of­fen­sicht­lich im­mer noch vie­le Freun­de, denn das er­ste Fun­ding-Ziel von 250000 Dol­lar wur­de in Null­zeit ge­knackt.

In­ter­es­san­ter­wei­se ist das Game in der Ba­sis­ver­si­on als Ein­zel­spie­ler-Ver­si­on an­ge­legt, erst wenn das Stretch­goal 2,5 Mil­lio­nen Dol­lar er­reicht wird, soll es auch eine Mehr­spie­ler­op­ti­on ge­ben. Ich wage an­ge­sichts des ak­tu­el­len Stands von knapp un­ter 800000 Dol­lar mal die Pro­phe­zei­hung, dass das ver­mut­lich klap­pen wird …

In­ter­es­sant auch, dass Pi­ran­ha Ga­mes, die Ent­wick­ler von MECH­WAR­RI­OR ON­LINE, ihre Mech-Mo­del­le zur Ver­fü­gung stel­len wer­den. Zu­dem ar­bei­ten sie eng mit Ca­ta­lyst Game Labs zu­sam­men, dem der­zei­ti­gen Pu­blisher des Ta­ble­top-Ga­mes.

Der Re­lease ist an­ge­kün­digt für Früh­jahr 2017, es soll für Win­dows, Mac OS und Li­nux er­schei­nen.

Pro­mo­gra­fik Batt­le­Tech Co­py­right Hare­brai­ned Sche­mes LLC

Crowdfunding aus Deutschland: SPACE 1889 THE MOVIE

Crowdfunding aus Deutschland: SPACE 1889 THE MOVIE

space1889

Nicht nur Rol­len­spiel -Ve­te­ra­nen ken­nen das Steam­punk-Rol­len­spiel SPACE: 1889 von Frank Chad­wick, das 1989 bei Game De­si­gners Work­shop er­schie­nen ist, denn der Uhr­werk-Ver­lag hat vor kur­zem eine deutsch­spra­chi­ge Neu­auf­la­ge auf den Markt ge­bracht. Im Spiel geht es Ko­lo­ni­al­mäch­te des vik­to­ria­ni­schen Zeit­al­ters, die sich mit­tels Æther­pro­pel­lern ins Son­nen­sy­stem auf­ma­chen und dort in Form klas­si­scher Pulps be­wohn­ba­re – und auch be­wohn­te – Pla­ne­ten vor­fin­den und die­se in Be­sitz neh­men.

Die­ses Sze­na­rio soll nun in ei­nen Spiel­film mit dem Ti­tel DAS GE­HEIM­NIS VON PHO­BOS (SE­CRET OF PHO­BOS) ver­wan­delt wer­den. Das Team be­steht aus di­ver­sen Au­to­ren und Vi­deo-Jour­na­li­sten rund um Nico Mend­rek und Mhái­re Strit­ter vom You­tube-Ka­nal Or­ken­spal­ter TV. Alle Mit­wir­ken­den fin­den sich auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter.

Sam­meln will man für die Rea­li­sie­rung 17000 Euro, das ist für ein deut­sches Crowd­fun­ding ein am­bi­tio­nier­tes Ziel. Da­bei möch­te man im Film auf CGI ver­zich­ten und an rea­len Lo­ca­ti­ons und mit prak­ti­schen Ef­fek­ten ar­bei­ten. ich muss zu­ge­ben, dass ich es an­ge­sichts die­ser An­kün­di­gung recht wit­zig fand, dass das Kick­star­ter-Vi­deo gleich mit ei­ner CGI-Se­quenz an­fing. :)

Zum In­halt schreibt das Team auf der Crowd­fun­ding-Platt­form:

Space 1889 führt na­tür­lich in das Set­ting ein, in dem die Ent­decker Tho­mas Edi­son und Jack Arm­strong 20 Jah­re zu­vor mit ih­rem Raum­schiff­pro­to­typ den Mars er­reicht ha­ben. Die­se bei­den iko­ni­schen Cha­rak­te­re sind Teil der Hand­lung, im Mit­tel­punkt steht aber eine jun­ge Aben­teu­re­rin, Arm­strongs Nich­te. Ge­mein­sam mit ih­rem mar­sia­ni­schen But­ler und ei­nem jun­gen Schrift­stel­ler stol­pert sie in eine gro­ße Ver­schwö­rung hin­ein: Die Fehl­trit­te ih­res On­kels und Edi­sons ma­chen sie zur Ziel­schei­be für ei­nen fin­ste­ren Kult und zur letz­ten Hoff­nung für eine mar­sia­ni­sche Ade­li­ge. Die Rei­se un­se­rer Hel­den führt von der Ve­nus zu­rück zur Erde, zum Mars und schließ­lich zu des­sen un­heim­li­chen Mond Pho­bos. Sie ent­hält ur­alte Ge­heim­nis­se, Ver­fol­gungs­jag­den, Di­no­sau­ri­er, Dra­ma und eine gute Por­ti­on Hu­mor. Wir sind uns dar­über be­wusst, dass dies ein Low Bud­get Film ist und er sich da­her auch nicht kom­plett ernst neh­men soll­te.

Also: Nicht lan­ge über­legt, Geld in die Hand ge­nom­men und ge­pled­ged, denn der­art am­bi­tio­nier­te In­die-Pro­jek­te aus Deutsch­land muss man ein­fach un­ter­stüt­zen. Es kann noch 29 Tage ge­pled­ged wer­den.

 

Jetzt auf Kickstarter: STAR TREK – CAPTAIN PIKE

Jetzt auf Kickstarter: STAR TREK – CAPTAIN PIKE

Captain Pike Logo

Vor Ja­mes T. Kirk war Chri­sto­pher Pike Cap­tain der USS En­ter­pri­se, das weiß nicht nur der Fan aus dem er­sten STAR TREK-Pi­lo­ten THE CAGE, aber auch aus TOS-Epi­so­den.

Ri­ger 7 Pro­duc­tions möch­te die Ge­schich­te der er­sten Mis­si­on der En­ter­pri­se und ih­rer Crew un­ter dem Kom­man­do von Cap­tain Pike als In­de­pen­dent-Film zei­gen, der wird Epi­so­den­län­ge ha­ben, also ca. 45 Mi­nu­ten. Soll­te die­ses Pro­jekt gut an­kom­men, soll ent­we­der ein wei­te­rer 90-mi­nü­ti­ger Film na­mens EN­COUN­TER AT RIGEL oder eine Web­se­rie rea­li­siert wer­den. Die er­ste Epi­so­de soll de­mon­strie­ren, »dass sie es kön­nen«.

CaptainPikeBesetzung

Be­son­ders be­mer­kens­wert ist hier­bei er­neut die Be­set­zung, die sich wie ein STAR TREK- und Hol­ly­wood-Who-is-Who liest:

  • Ray Wise (Re­a­per, Twin Peaks, Star Trek: Next Ge­ne­ra­ti­on & Voya­ger) als Ad­mi­ral Josh Pike
  • Bruce Da­vi­son (X-Men, Star Trek: Voya­ger & En­ter­pri­se, Lost, Le­gend of Kor­ra) als Cap­tain Ro­bert April
  • Dwight Schultz (Star Trek: Next Ge­nE­RA­TI­ON, A-Team) als Cap­tain Ja­son Tra­cy
  • Lin­da Park (Star Trek: En­ter­pri­se, Le­gends) als Cap­tain Ju­lie Decker
  • Ro­bert Pi­car­do (Star Trek: Voya­ger, Star­ga­te) als Dok­tor Jace Zim­mer­man
  • Cha­se Ma­ster­son (Star Trek: Deep Space 9) als Lieu­ten­ant Su­san Kel­ly
  • Jor­ge Pal­lo (In­sidious 2, The Se­cret Life of the Ame­ri­can Teen­ager, 24, Sons of An­ar­chy)
     als Cap­tain Da­mi­an San­do­val
  • Sean Ken­ney (Star Trek TOS: Cap­tain Pike & Lt. De­Paul)

Das Team von STAR TREK: NEW VOYA­GES hat dem Schwe­ster­pro­jekt sei­ne gran­dio­se Ku­lis­se der TOS-En­ter­pri­se für die Pro­duk­ti­on von CAP­TAIN PIKE zur Ver­fü­gung ge­stellt.

Man kann das Pro­jekt auf Kick­star­ter fi­nan­zi­ell un­ter­stüt­zen. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­det man auf der zu­ge­hö­ri­gen Web­sei­te. Shut up and take my mo­ney!

Pro­mo­fo­tos Co­py­right Rigel 7 Pro­duc­tions

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

Kickstarter ab Mitte Mai einfacher für deutsche Projekte nutzbar

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Kick­star­ter ist die ver­mut­lich be­kann­te­ste Crowd­fun­ding-Platt­form und sie wur­de in der Ver­gan­gen­heit ge­nutzt, um Pro­jek­te aus den ver­schie­den­sten Spar­ten zu fi­nan­zie­ren. Eins der er­folg­reich­sten dürf­te Chris Ro­berts Space-Sim STAR CI­TI­ZEN sein. Bis­her konn­te man deut­sche Pro­jek­te zwar an den Start brin­gen, muss­te da­für al­ler­dings über ein Kon­to in den USA oder Eng­land ver­fü­gen.

Ab dem 12. Mai ist das an­ders, das kann man jetzt auf der Kick­star­ter-Web­sei­te le­sen. Ab die­sem Zeit­punkt ist man in der Lage, Pro­jek­te auch in deut­scher Spra­che ein­zu­stel­len (vor­be­rei­ten kann man im Rah­men des »Pre Launch« be­reits jetzt), die ge­nutz­te Wäh­rung ist Euro. Als Pro­jekt­star­ter muss man über eine der »grö­ße­ren« Kre­dit­kar­ten ver­fü­gen. Man kann Pro­jek­te als Ein­zel­per­son (über 18 Jah­re) oder für eine Fir­ma star­ten.

Et­was pro­ble­ma­tisch ist da­bei in mei­nen Au­gen die Be­zah­lung. Die ist nur mit Kre­dit­kar­te mög­lich, Be­trä­ge un­ter 250 Euro kann man auch per Last­schrift ein­zie­hen las­sen. PayPal fehlt lei­der als Zah­lungs­mög­lich­keit.

An­son­sten gel­ten die üb­li­chen Re­geln: Ist das Crowd­fun­ding er­folg­reich be­hält Kick­star­ter ei­nen ge­wis­sen Be­trag ein, er­reicht es sein Fun­ding­ziel nicht, fal­len kei­ne Ge­büh­ren an.

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