Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Die gute Nachricht: Ronald D. Moore macht mal wieder eine SF-Serie. Den kennt man natürlich von STAR TREK (TNG, DS9, VOY), aber auch durch die Neuauflage von BATTLESTAR GALACTICA unter seiner Ägide, sowie von HELIX, neuerdings OUTLANDER oder PHILIP K. DICK’S ELECTRIC DREAMS.

Die bisher unbenannte neue Serie soll sich darum drehen, wie die Welt aussehen könnte, wenn das Space Race (also das Rennen zwischen USA und Sowjetunion in den 1960er und 1970ern) niemals zu Ende gegangen wäre.

Moore produziert zusammen mit Matt Wolpert und Ben Nedivi (FARGO). Wann wir damit rechnen können ist bis dato unklar, aber es werden ohnehin nicht alle in den Genuss der Serie kommen können, denn das ist die schlechte Nachricht:

Sie wird von Apple exklusiv für Apple TV produziert.

Bild Ron Moore von Keith McDuffee, aus der Wikipedia, CC BY

Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Auch Apple möchte in das immer lukrativere Geschäft mit Streamingserien einsteigen, um von den stetig steigenden Einnahmen ein Häppchen abzubekommen. Aus dem Grund war bereits angekündigt, dass man in die Serienproduktion einsteigen möchte, um exklusive Shows zeigen zu können (und auf die Art und Weise neue Kunden zu fangen).

Jetzt wurde verkündet, dass man zusammen mit Steven Spielberg und dessen Studio Amblin eine Neuauflage der Kult-Serie AMAZING STORIES plant, die Mitte der 1980er erfolgreich verschiedene Phantastik-Themen abarbeitete. Showrunner wird kein anderer als Bryan Fuller (HANNIBAL, AMERICAN GODS).

Dabei lässt Apple sich nicht lumpen und stellt pro Episode (!) sagenhafte fünf Millionen Dollar zur Verfügung. Neben Spielberg ist auch NBC an dem Projekt beteiligt, da lief die erste Iteration der Serie in den 80ern.

Falls die Show tatsächlich nur für Apple-Kunden zu sehen sein wird, dürfte der Konzern viel “Spaß” mit illegalen Downloads bekommen …

Logo AMAZING STORIES Copyright NBC

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Audible LogoEs ging in den vergangenen Tagen nicht nur durch den virtuellen Blätterwald, da sich natürlich auch die Totholzmedien darauf gestürzt haben: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat durchgeboxt, dass sich das Bundeskartellamt mit Apple, Audible und Amazon befasst. Man beklagt, wie immer lauthals, dass Amazon 90% der nichtphysischen Hörbücher verkauft (eben auch via Apple, die durch Audible beliefert werden). Und dass deswegen alle sterben werden, vor allem der Buchhandel.

Da frage ich mich natürlich als Allererstes: In welcher Buchhandlung kann ich denn MP3s oder Streams von Hörbüchern kaufen? (und kommt mir bitte nicht damit, dass es auch CDs gibt, auf denen sich MP3s befinden)

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, sagte:

Hörbuchverlage brauchen eine adäquate Möglichkeit, ihre Hörbücher auch unabhängig von Audible vertreiben zu können. Das ist in der derzeitigen Konstellation nicht möglich

Wenn wir mal ehrlich sind, ist die Tatsache, dass Amazon 90% der Hörbuch-Downloads in Deutschland vertickt, nur eines: eine peinliche Bankrotterklärung der Branche. Die zeigt, dass die auch bei diesem Medium die Entwicklung und den Medienwandel aber sowas von vollständig im tiefsten Schlummer verpasst hat.

Pikant ist dabei vor allem eins: Der deutsche Ableger von Audible gehörte zu nicht geringen Teilen Holtzbrink, Luebbe und Random House (alias Bertelsmann), und die haben Amazon ihre Anteile 2009 verkauft, vermutlich mit Dollarzeichen in den Augen, und froh darüber, die vermeintlich schwächelnde Firma loszuwerden? Nein, denn bereits 2009 war Audible einer der erfolgreichsten Hörbuch-Anbieter in Deutschland (wenn nicht sogar der erfolgreichste). Und der könnte noch heute Holtzbrink, Luebbe und Random House gehören, wenn sie ihn nicht an … Moment mal, wer war das noch gleich? Ach ja! Amazon vertickt hätten.

Und gegen Amazon kommt man in Sachen Hörbuch natürlich nur durch eine Beschwerde beim Bundeskartellamt an …

Merkt ihr selbst, oder?

Audible-Logo Copyright Amazon

Webformate für eBook-Vorschau? Im Ernst?

Gerade habe ich einen Artikel im Blog des Buchreports gefunden, der verschafft mir erneut Griffspuren an der Stirn vom dauerhaften “an den Kopf fassen” (neudeutsch: Facepalm). Verleger Klaus Wrede beklagt zu Recht, dass der Buchhandel im Geschäft mit eBooks zu kurz kommt. Und auch die Analyse, dass man als Verleger zukünftig deutlich verstärkt von Apple, Google und Amazon abhängig sein wird, wenn man sich nicht schnell anpasst, ist noch korrekt. Was dann aber folgt, ist derart realitätsfern, dass es mir als Webentwickler, IT-Berater und eBook-Herausgeber fast schon körperlich weh tut.

Da wird postuliert, dass es ein spezielles, neues Webformat für eBooks geben müsse, damit der Buchhändler dem Kunden im Laden eine Leseprobe zeigen könne, woraufhin der dann prüfen kann, ob das Buch für ihn geeignet ist. Es wird auch gleich via iFrame eine solche Lösung gezeigt. Mal abgesehen davon, dass die Vorschau im iFrame an mangelhafter Ergonomie kaum zu schlagen ist, frage ich mich: wozu?
Wir haben längst webtaugliche eBook-Formate. ePub, Mobipocket und insbesondere PDF können direkt im Browser angezeigt werden. Ich kann nicht mal ansatzweise verstehen, wozu man hier ein neues Format oder gar eine “Webanwendung” benötigt? Warum nicht einfach die Leseprobe als PDF bereit stellen, dann sieht der Kunde genauso sofort das Layout des Buches wie bei dieser proprietären iFrame-Lösung? Auch der Buchhändler mit Webshop kann Leseproben in allen Formaten problemlos bereit halten, wenn diese beim Verlag vorhanden sind und der Shop des Händlers darauf deeplinkt. Ganz ohne “Webanwendung”.

Der Satz

Der Buchhändler muss nur über wenig technologisches Know-How verfügen, und kein Experte sein für E-Book-Formate, Digital Rights Management und E-Book-Reader.

ist ebenfalls völlig sinnfrei, denn zur Sachkompetenz des Buchhändlers gehören eBooks und deren Formate deutlich eher, als das Einfügen von Code in Webseiten, letzteres ist wohl mit “ein wenig technologisches Know How” gemeint. Leseproben sind ohnehin nicht DRM-geschützt (sind sie es doch, wäre das idiotisch).
Erklären kann ich mir diese ganze weltfremde und technisch hanebüchene Nummer eigentlich nur damit, dass Wrede das Verfahren, also diese ominöse Webanwendung, verkaufen möchte, und das obwohl dies viel einfacher mit bereits existierenden Techniken zu bewerkstelligen ist. Sollte dem nicht so sein, besteht der Artikel in Hinsicht auf diese überflüssige Vorschaufunktion keinerlei Realitätscheck.

Wenn so wie im Blogbeitrag beschrieben auch die anderen angedachten Lösungen der Branche für die Probleme der Buchhändler mit den eBooks und anderen neuen Medien aussehen, dann gute Nacht.

Ach ja: wenn ich in eine Buchhandlung gehe, weil ich ein Buch kaufen möchte und der Händler hat es nicht vorrätig, dann kann es dafür nur eine Lösung geben, die dafür sorgt, dass ich das Buch bei ihm bestelle, statt bei Amazon: es muss morgen (von mir aus auch übermorgen) portofrei in meinem Briefkasten liegen. Ob das der Verlag übernimmt, oder irgendein Barsortimenter (Zulieferer) oder der Buchhändler selbst (was bei kleineren selbstverständlich nicht machbar ist, aber ein Branchenzusammenschluss könnte sowas problemlos stemmen – Amazon kann’s ja auch) ist mir egal.

Bild: Dr. Sheldon Cooper von pulvis auf DeviantArt, CC BY-NC-ND

COTTON RELOADED

Im Kino würde man so etwas einen “Reboot” nennen und vielleicht hat Luebbe sich bei seinem Neustart der JERRY COTTON-Reihe auch ein wenig vom Erfolg der Konkurrenz mit dem Start von PERRY RHODAN NEO “inspirieren lassen”. Über JERRY COTTON muss man vermutlich nicht viele Worte verlieren, es handelt sich hierbei um eine langlebige Krimireihe um den FBI-Mann gleichen Namen – die vermutlich kommerziell erfolgreichste Krimiserie im deutschsprachigen Raum überhaupt. Ersonnen wurde die Reihe von Delfried Kaufmann, der erste Roman erschien bei Bastei im Jahr 1954.

Jetzt gibt es einen Neustart als COTTON RELOADED, der Titel des ersten Bandes lautet DER BEGINN; die Handlung wird ins Heute verlegt und beginnt neu, Jeremiah ist also noch nicht der ausgebuffte FBI-Agent, als den man ihn kennt, zudem – Schock, und für Altleser vermutlich ein Sakrileg! – ist Phil Decker jetzt eine Frau namens Philippa. Die neue Serie erscheint ab dem 13. Oktober in monatlichem Abstand. Besonders erstaunlich daran ist, dass sie in ausschließlich digitaler Form vorliegt, also als eBook. Entgegen den Gepflogenheiten früherer Zeiten nennt man nun offenbar sogar den Namen der Romanautoren, im Fall von DER BEGINN lautet dieser Mario Giordano – und der ist kein Sammelpseudonym.

New York City, 2012. Der brutale Mord an einer Chinesin lässt Jeremiah Cotton, einem jungen Cop beim NYPD, keine Ruhe. Er vermutet, dass die Frau das Opfer eines Serientäters ist, der seit langem sein Unwesen treibt. Doch niemand glaubt ihm; er wird von dem Fall abgezogen. Als Cotton eigenmächtig Nachforschungen anstellt, stößt er auf eine Abteilung des FBI, von deren Existenz niemand weiß: das »G-Team«. Stur und hartnäckig stellt Cotton unbequeme Fragen über die mysteriöse Einheit – und bringt Special Agent Philippa »Phil« Decker gegen sich auf. Als er nur knapp einem Mordanschlag entgeht, versteht Cotton, dass er keinen gewöhnlichen Serienkiller jagt. Denn das G-Team scheint in den Fall verstrickt zu sein …

Die eBook-Fassung ist erhältlich via Google Play sowie Apples iBookstore und kostet EUR 1,99. Zusätzlich gibt es eine “Read & Listen”-Version, diese jedoch nur bei Apple. Und schließlich als Hörbuch im MP3-Format für 1,99 Euro, auch die erhält man nur via iTunes.

Creative Commons License

Cover COTTON RELOADED – DER BEGINN Copyright Luebbe

Kommentar: Bücher – Kartelle in den USA und hierzulande

Wie Spiegel Online heute berichtet, soll es Apple und fünf großen Buchverlagen in den USA an den Kragen gehen. Warum? Einfach: die dortigen Wettbewerbswächter wittern ein illegales Kartell, das Preiserhöhungen bei eBooks abgesprochen haben soll, das ist ein Verstoß gegen das Kartellrecht. Um “negative Auswirkungen” – also Verurteilungen und Strafzahlungen – zu umgehen, verhandeln jetzt angeblich bereits Verlage mit den Behörden. Als Ergebnis daraus könnten eBooks in den USA deutlich preiswerter werden.

Und wie ist das hierzulande? Auch bei uns gibt es ein Kartellrecht und Kartellwächter (beispielsweise die Landeskartellämter, im Zweifelsfall das Bundeskartellamt) die darüber wachen, dass es nicht zu Wettbewerbseinschränkungen und damit Benachteiligungen der Kunden kommt. Die Wikipedia schreibt als Erläuterung zum Kartellrecht:

Rechtlich gesehen ist ein Kartell eine Vereinbarung oder eine aufeinander abgestimmte Verhaltensweise zwischen Unternehmen, mit dem Ziel oder der Wirkung, den Wettbewerb zu beschränken, zu verfälschen oder zu verhindern.

Sieht man sich den Buchhandel an, dann stellt man allerdings schnell fest, dass man es in Deutschland durch genug Einfluss auf die Lobbyhuren in den Parteien sogar schaffen kann, nicht nur Ausnahmen des Kartellrechtes herbei zu führen, sondern eine Kartellbildung mit den üblichen Effekten auf Preise sogar gesetzlich festlegen lassen kann: man nennt das hierzulande Buchpreisbindung. (ja, ich weiß, das gibt es auch anderswo, ich sage nur Verkehrsverbünde und ihre Preistreiberei – aber hier auf PhantaNews sind Bücher und eBooks die Themen).

Insbesondere der Börsenverein des deutschen Buchhandels könnte als marktbeherrschendes Kartell betrachtet werden (auch wenn er streng genommen selbst natürlich keine Bücher verkauft). Durch die ausgeübten Zwänge in Sachen Buchpreisbindung auch gegen Nichtmitglieder, die mir gegenüber durch den Justiziar des Börsenvereins ausdrücklich bestätigt und verteidigt werden, kommt es zu Wettbewerbsverzerrungen durch die insbesondere die großen Verlage gegenüber Selfpublishern und Kleinverlagen deutlich bevorteilt werden.

War die Buchpreisbindung in grauer Vorzeit vielleicht mal eine sinnvolle Einrichtung, um die Vielfalt des Marktes zu gewährleisten, ist sie heute und insbesondere angesichts der Möglichkeiten der Veröffentlichung im Netz auch für ganz normale Büger ein überkommenes Relikt das die Großen der Branche bevorzugt und längst überfällig für den Gnadenstoß.

Dank an Colin für den Hinweis auf den SpOn-Artikel

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Bild: © granata68 – Fotolia.com

JETPACK JOYRIDE für iOS – 13 Millionen mal herunter geladen

Bei JETPACK JOYRIDE von Halfbrick Studios handelt es sich um einen Sides-Scroller für iOS (iPhone und iPad), eine heutzutage fast schon vergessene Art von Spielprinzip. Seit Dezember kann man das Game kostenlos herunter laden, zuvor hatte es einen Dollar gekostet, getan haben das laut den Entwicklern bereits 13 Millionen Spieler.

In JETPACK JOYRIDE bricht der Held Barry Steakfries in ein geheimes Labor ein, um dessen Hightech zu entwenden. Dabei muss er diversen Gefahren trotzen: elektrischen Felder, Lasern und dergelichen Mehr. Dabei nutzt er ein Jetback. Während seines Weges durch das Labor erfüllt er Missionen und sammelt Münzen, mit letzteren kann er neue Outfits, Jetpacks und andere Dinge kaufen.

Bevor es kostenlos angeboten wurde, finanzierte sich das Spiel wie oben bereits geschrieben durch seinen Verkaufspreis von einem Dollar. Dafür ging es eine Milion mal über die virtuelle Ladentheke. Jetzt generiert das Spiel Einnahmen, indem man ingame-Münzen-Bundles erwerben kann. Mit diesem Konzept werden nach Annahme von Phil Larsen (Halfbrick Studios) selbst dann mehr Einnahmen erzeilt, wenn nur ca. fünf bis zehn Prozent der Spieler Premium-Content kaufen.

Aber auch die kostenfreien Inhalte von JETPACK JOYRIDE werden regelmäßig aktualisiert, demnächst (wahrscheinlich im März) wird es das bis dato größte Update für das Spiel geben.

Einen Blick ist es allemal wert, kost´ ja nix.

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Screenshots Copyright Halfbrick Studios

SOUL CALIBUR für iPad und iPhone

Der Prügelspielklassiker SOUL CALIBUR erschien erstmalig 1998 als Spielhallenautomat und für die PlayStation – mit damals bahnbrechenden Animationen. Es handelte sich um den Nachfolger von SOUL EDGE, es entstanden diverse weitere Inkarnationen des Titels.

Bandai Namco stellt nun Versionen für Apples iOS-Geräte zur Verfügung, die man aus dem App-Store herunter laden kann. Die neue Fassung für mobile Geräte soll auf der Spielversion von 1998 basieren und ich würde mich nicht wundern, wenn der Publisher Ressourcen-Recycling betrieben hätte und alten Wein in neuen Schläuchen verkauft.

Der Preis wird mit $ 11,99 angegeben, den bekommt man allerdings nur in einer Einführungsphase, danach wird er auf sagenhafte 14,99 Dollar steigen. Selbst, wenn auch die 1998-Version von SOUL CALIBUR nach wie vor ein cooles Spiel ist, halte ich diesen Preis für derart olle Software für deutlich übertrieben. Wie sich ein Prügler insbeondere auf den kleinen Displays von iPhone und iPod spielt bleibt abzuwarten, ebenso, wie das Game auf Touchscreen umgesetzt wurde.

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Screenshot Copyright 2012 Bandai Namco

Apple iBooks Author

Das war es also, was Apple heute vorgestellt hat: iBooks Author. Vordergründig ging es darum, groß ins Geschäft mit (vorerst US-amerikanischen) Schulbüchern einzusteigen. Darum wurde auch viel Tamtam gemacht, man zeigte auf dem iPad interaktive eBooks, bei denen Tippen beispielsweise größere Ansichten von Illustrationen zeigten, oder in die man einfach Notizen zu Artikeln tippen kann. Das war alles sehr hübsch und es ist sicher auch noctwendig, dass die Lehrmaterialien dringend mal ans Informationszeitalter angepasst werden.

Man könnte jetzt natürlich vortrefflich darüber diskutieren, dass Apple möglicherweise versucht, ein Monopol aufzubauen, was die Versorgung mit interaktiven Schulbüchern angeht, aber darum dreht sich dieser Artikel nicht.

Der eigentliche Knüller war meiner Ansicht nach, dass die Software, die man benötigt, um solche interaktiven Bücher fürs iPad zu erzeugen – iBooks Author – für jedermann kostenlos verfügbar ist – wenn man über einen Mac verfügt. Man kann sie im App Store einfach herunter laden und sofort loslegen.

Bei der Demonstration wirkte die Bedienung fast schon erschreckend einfach. Man kann Word- oder Keynote-Dokumente einfach in die Software hinein ziehen, diese formatiert alles hübsch vor und erzeugt auch gleich passende Versionen für die Portrait- und Landscape-Ansicht. Selbstverständlich, kann man danach das Layout nach eigenem Gusto anpassen und wer über technische Expertise in Sachen HTML und Javascript verfügt kann sogar neue Widgets für Inhaltselemente erstellen. Doch die Zielgruppe ist ganz eindeutig nicht der Fachmann – Otto Normaluser wird in die Lage versetzt, mit dieser Software interaktive eBooks fürs iPad herzustellen. Ob auch für andere Plattformen wird sich zeigen, aber ich sehe kaum Hinderungsgründe, wenn die erzeugten Dateien HTML/CSS/Javascript-basiert sein sollten. Wobei bei Apple natürlich eine künstliche Beschränkung auf eigene Hardware nicht unerwartet wäre, aber die Hacker werden es schon richten.

Ich vermute dass die ersten Verleger angesichts der während der Demonstration gezeigten überaus einfachen Bedienung von iBooks Author angefangen haben, Rotz und Wasser zu heulen und möglicherweise wurde die ein oder andere Flasche Frust-Bourbon geleert. Zumindest von denjenigen, die wissen, wie man sich einen Stream im Internet ansieht. :o)

Unschön aber leider nicht unerwartet die Beschränkung auf Mac OS – einen Mac kaufe ich mir deswegen nicht.

Update: Heise hat’s ausprobiert

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Logo iBooks Author Copyright 2012 Apple Inc.

Apple und das eBook: was geschieht am Donnerstag?

Branchenriese Apple ist dafür bekannt, neue Konzepte aus dem Ärmel zu schütteln, die nicht nur die Computerwelt, sondern auch andere Branchen erschüttern können. Das war in Sachen Musik übers Internet so und das war auch im Zusammenhang mit dem Publizieren so, als mit dem iPad eine neue Plattform zum Konsumieren von Ihalten auf den Markt gebracht wurde. Feierten die Verleger Apple zunächst noch als neuen Heilsbringer und Retter ihrer ach so schmalen Margen, so mussten sie schnell feststellen, dass Apple die Bedingungen diktiert – das hätte man vorher wissen können.

Für Donnerstag kündig Apple nun eine Pressekonferenz in New York an, in der nichts weniger als das Erstellen von Inhalten und wohl auch das eBook “revolutioniert” werden sollen. Wer die Apfelfirma kennt, der weiß, dass man zwar gern mal den Mund voll nimmt, aber üblicherweise dann auch liefert.

Chris Foresman von Ars Technica behauptet, er habe aus “sicherer Quelle” erfahren, dass eine Art “Garageband für eBooks” präsentiert werden soll – eine Software mit der die Erstellung von interaktiven Inhalten für iOS-Geräte (also iPad, iPod und iPhone) zum “Kinderspiel” werden soll. Steve Jobs soll mit dieser Idee offenbar bereits seit Jahren schwanger gegangen sein, die Veröffentlchung war bereits für den vergangenen Oktober parallel zum iPhone 4S-Launch geplant, wurde aber aufgrund des Todes des Firmengründers verschoben.

Ich würde vermuten, dass sich jene Verleger, die sich das Internet nicht ausdrucken lassen, angesichts dieser Ankündigung bis Donnerstag vor Angst die Fingernägel bis zum Ellenbogen abkauen. :o)

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Bild: iPad als eBook-Reader Copyright Apple Inc.

 

RIFT: Trions App für iOS ab heute erhältlich

Heute hat Trion Worlds, der Betreiber des MMOs RIFT, eine App mit dem Namen “Rift Mobile” in Apples Store gestellt. Diese App hat derzeit Beta-Status und ermöglicht es den Spielern, mit dem Spiel verbunden zu bleiben, auch wenn man nicht am Rechner sitzt.

Rift Mobile ist kostenlos und ermöglicht es einem iPhone-, iPad-, oder iPod Touch-Benutzer, mit anderen Spielern zu chatten, oder die letzten Neuigkeiten asud er Gilde zu checken. Weiterhin kann man sich alarmieren lassen, wenn ein Zonenereignis stattfindet. Zudem ist es möglich, Minigames zu spielen, in denen man Handwerksmaterialien, planare Loots oder Artefakte gewinnen kann, die dann im Spiel verwendbar sind.

Besonders interessant ist allerdings, dass man die App auch ohne aktives Abonnement nutzen kann. Alles was man benötigt, ist ein vorhandenes Spielkonto und einen Charakter. Was auf den ersten Blick seltsam klingt, macht auf den zweiten natürlich Sinn und ist ein weiterer genialer Schachzug Trions: wenn die abgesprungenen Spieler sehen, was in RIFT geschieht, kann es natürlich sein, dass sie zum Game zurück kehren. Ein weiterer Punkt ist, dass Personen die aufgehört haben das MMO zu spielen im Kontakt mit ihrer Gilde bleiben können.

Als Idee für Kundenbindung und plattformübergreifendes Gaming eine sehr interessante Idee. Blizzard hatte ja bereits etwas Ähnliches angeboten, allerdings waren in den Apps für WOW die Möglichkeiten deutlich weniger umfangreich. Es wird interessant sein zu sehen, wie die Konkurrenten auf Trions App reagieren werden.

Der Publisher und Entwickler plant auch eine Android-App mit demselben Funktionsumfang für Android, die soll noch im ersten Quartal 2012 erscheinen.

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Screenshots und Logo Copyright 2012 Trion Worlds