Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Auch Ap­ple möch­te in das im­mer lu­kra­ti­ve­re Ge­schäft mit Strea­ming­se­ri­en ein­stei­gen, um von den ste­tig stei­gen­den Ein­nah­men ein Häpp­chen ab­zu­be­kom­men. Aus dem Grund war be­reits an­ge­kün­digt, dass man in die Se­ri­en­pro­duk­ti­on ein­stei­gen möch­te, um ex­klu­si­ve Shows zei­gen zu kön­nen (und auf die Art und Wei­se neue Kun­den zu fan­gen).

Jetzt wur­de ver­kün­det, dass man zu­sam­men mit Ste­ven Spiel­berg und des­sen Stu­dio Am­blin eine Neu­auf­la­ge der Kult-Se­rie AMA­ZING STO­RIES plant, die Mit­te der 1980er er­folg­reich ver­schie­de­ne Phan­ta­stik-The­men ab­ar­bei­te­te. Showrun­ner wird kein an­de­rer als Bryan Ful­ler (HAN­NI­BAL, AME­RI­CAN GODS).

Da­bei lässt Ap­ple sich nicht lum­pen und stellt pro Epi­so­de (!) sa­gen­haf­te fünf Mil­lio­nen Dol­lar zur Ver­fü­gung. Ne­ben Spiel­berg ist auch NBC an dem Pro­jekt be­tei­ligt, da lief die er­ste Ite­ra­ti­on der Se­rie in den 80ern.

Falls die Show tat­säch­lich nur für Ap­ple-Kun­den zu se­hen sein wird, dürf­te der Kon­zern viel »Spaß« mit il­le­ga­len Down­loads be­kom­men …

Logo AMA­ZING STO­RIES Co­py­right NBC

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Audible LogoEs ging in den ver­gan­ge­nen Ta­gen nicht nur durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald, da sich na­tür­lich auch die Tot­holz­me­di­en dar­auf ge­stürzt ha­ben: Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels hat durch­ge­boxt, dass sich das Bun­des­kar­tell­amt mit Ap­ple, Au­di­ble und Ama­zon be­fasst. Man be­klagt, wie im­mer laut­hals, dass Ama­zon 90% der nicht­phy­si­schen Hör­bü­cher ver­kauft (eben auch via Ap­ple, die durch Au­di­ble be­lie­fert wer­den). Und dass des­we­gen alle ster­ben wer­den, vor al­lem der Buch­han­del.

Da fra­ge ich mich na­tür­lich als Al­ler­er­stes: In wel­cher Buch­hand­lung kann ich denn MP3s oder Streams von Hör­bü­chern kau­fen? (und kommt mir bit­te nicht da­mit, dass es auch CDs gibt, auf de­nen sich MP3s be­fin­den)

Alex­an­der Ski­pis, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bör­sen­ver­eins, sag­te:

Hör­buch­ver­la­ge brau­chen eine ad­äqua­te Mög­lich­keit, ihre Hör­bü­cher auch un­ab­hän­gig von Au­di­ble ver­trei­ben zu kön­nen. Das ist in der der­zei­ti­gen Kon­stel­la­ti­on nicht mög­lich

Wenn wir mal ehr­lich sind, ist die Tat­sa­che, dass Ama­zon 90% der Hör­buch-Down­loads in Deutsch­land ver­tickt, nur ei­nes: eine pein­li­che Bank­rott­er­klä­rung der Bran­che. Die zeigt, dass die auch bei die­sem Me­di­um die Ent­wick­lung und den Me­di­en­wan­del aber so­was von voll­stän­dig im tief­sten Schlum­mer ver­passt hat.

Pi­kant ist da­bei vor al­lem eins: Der deut­sche Ab­le­ger von Au­di­ble ge­hör­te zu nicht ge­rin­gen Tei­len Holtz­brink, Lu­eb­be und Ran­dom Hou­se (ali­as Ber­tels­mann), und die ha­ben Ama­zon ihre An­tei­le 2009 ver­kauft, ver­mut­lich mit Dol­lar­zei­chen in den Au­gen, und froh dar­über, die ver­meint­lich schwä­cheln­de Fir­ma los­zu­wer­den? Nein, denn be­reits 2009 war Au­di­ble ei­ner der er­folg­reich­sten Hör­buch-An­bie­ter in Deutsch­land (wenn nicht so­gar der er­folg­reich­ste). Und der könn­te noch heu­te Holtz­brink, Lu­eb­be und Ran­dom Hou­se ge­hö­ren, wenn sie ihn nicht an … Mo­ment mal, wer war das noch gleich? Ach ja! Ama­zon ver­tickt hät­ten.

Und ge­gen Ama­zon kommt man in Sa­chen Hör­buch na­tür­lich nur durch eine Be­schwer­de beim Bun­des­kar­tell­amt an …

Merkt ihr selbst, oder?

Au­di­ble-Logo Co­py­right Ama­zon

Webformate für eBook-Vorschau? Im Ernst?

Ge­ra­de habe ich ei­nen Ar­ti­kel im Blog des Buch­re­ports ge­fun­den, der ver­schafft mir er­neut Griff­spu­ren an der Stirn vom dau­er­haf­ten »an den Kopf fas­sen« (neu­deutsch: Face­palm). Ver­le­ger Klaus Wre­de be­klagt zu Recht, dass der Buch­han­del im Ge­schäft mit eBooks zu kurz kommt. Und auch die Ana­ly­se, dass man als Ver­le­ger zu­künf­tig deut­lich ver­stärkt von Ap­ple, Goog­le und Ama­zon ab­hän­gig sein wird, wenn man sich nicht schnell an­passt, ist noch kor­rekt. Was dann aber folgt, ist der­art rea­li­täts­fern, dass es mir als Web­ent­wick­ler, IT-Be­ra­ter und eBook-Her­aus­ge­ber fast schon kör­per­lich weh tut.

Da wird po­stu­liert, dass es ein spe­zi­el­les, neu­es Web­for­mat für eBooks ge­ben müs­se, da­mit der Buch­händ­ler dem Kun­den im La­den eine Le­se­pro­be zei­gen kön­ne, wor­auf­hin der dann prü­fen kann, ob das Buch für ihn ge­eig­net ist. Es wird auch gleich via iF­rame eine sol­che Lö­sung ge­zeigt. Mal ab­ge­se­hen da­von, dass die Vor­schau im iF­rame an man­gel­haf­ter Er­go­no­mie kaum zu schla­gen ist, fra­ge ich mich: wozu?
Wir ha­ben längst web­taug­li­che eBook-For­ma­te. ePub, Mo­bi­pocket und ins­be­son­de­re PDF kön­nen di­rekt im Brow­ser an­ge­zeigt wer­den. Ich kann nicht mal an­satz­wei­se ver­ste­hen, wozu man hier ein neu­es For­mat oder gar eine »Web­an­wen­dung« be­nö­tigt? War­um nicht ein­fach die Le­se­pro­be als PDF be­reit stel­len, dann sieht der Kun­de ge­nau­so so­fort das Lay­out des Bu­ches wie bei die­ser pro­prie­tä­ren iF­rame-Lö­sung? Auch der Buch­händ­ler mit Web­shop kann Le­se­pro­ben in al­len For­ma­ten pro­blem­los be­reit hal­ten, wenn die­se beim Ver­lag vor­han­den sind und der Shop des Händ­lers dar­auf de­eplinkt. Ganz ohne »Web­an­wen­dung«.

Der Satz

Der Buch­händ­ler muss nur über we­nig tech­no­lo­gi­sches Know-How ver­fü­gen, und kein Ex­per­te sein für E-Book-For­ma­te, Di­gi­tal Rights Ma­nage­ment und E-Book-Re­ader.

ist eben­falls völ­lig sinn­frei, denn zur Sach­kom­pe­tenz des Buch­händ­lers ge­hö­ren eBooks und de­ren For­ma­te deut­lich eher, als das Ein­fü­gen von Code in Web­sei­ten, letz­te­res ist wohl mit »ein we­nig tech­no­lo­gi­sches Know How« ge­meint. Le­se­pro­ben sind oh­ne­hin nicht DRM-ge­schützt (sind sie es doch, wäre das idio­tisch).
Er­klä­ren kann ich mir die­se gan­ze welt­frem­de und tech­nisch ha­ne­bü­che­ne Num­mer ei­gent­lich nur da­mit, dass Wre­de das Ver­fah­ren, also die­se omi­nö­se Web­an­wen­dung, ver­kau­fen möch­te, und das ob­wohl dies viel ein­fa­cher mit be­reits exi­stie­ren­den Tech­ni­ken zu be­werk­stel­li­gen ist. Soll­te dem nicht so sein, be­steht der Ar­ti­kel in Hin­sicht auf die­se über­flüs­si­ge Vor­schau­funk­ti­on kei­ner­lei Rea­li­tätscheck.

Wenn so wie im Blog­bei­trag be­schrie­ben auch die an­de­ren an­ge­dach­ten Lö­sun­gen der Bran­che für die Pro­ble­me der Buch­händ­ler mit den eBooks und an­de­ren neu­en Me­di­en aus­se­hen, dann gute Nacht.

Ach ja: wenn ich in eine Buch­hand­lung gehe, weil ich ein Buch kau­fen möch­te und der Händ­ler hat es nicht vor­rä­tig, dann kann es da­für nur eine Lö­sung ge­ben, die da­für sorgt, dass ich das Buch bei ihm be­stel­le, statt bei Ama­zon: es muss mor­gen (von mir aus auch über­mor­gen) por­to­frei in mei­nem Brief­ka­sten lie­gen. Ob das der Ver­lag über­nimmt, oder ir­gend­ein Bar­sor­ti­men­ter (Zu­lie­fe­rer) oder der Buch­händ­ler selbst (was bei klei­ne­ren selbst­ver­ständ­lich nicht mach­bar ist, aber ein Bran­chen­zu­sam­men­schluss könn­te so­was pro­blem­los stem­men – Ama­zon kann’s ja auch) ist mir egal.

Bild: Dr. Shel­don Co­oper von pul­vis auf De­vi­ant­Art, CC BY-NC-ND

COTTON RELOADED

Im Kino wür­de man so et­was ei­nen »Re­boot« nen­nen und viel­leicht hat Lu­eb­be sich bei sei­nem Neu­start der JER­RY COT­TON-Rei­he auch ein we­nig vom Er­folg der Kon­kur­renz mit dem Start von PER­RY RHO­DAN NEO »in­spi­rie­ren las­sen«. Über JER­RY COT­TON muss man ver­mut­lich nicht vie­le Wor­te ver­lie­ren, es han­delt sich hier­bei um eine lang­le­bi­ge Kri­mi­rei­he um den FBI-Mann glei­chen Na­men – die ver­mut­lich kom­mer­zi­ell er­folg­reich­ste Kri­mi­se­rie im deutsch­spra­chi­gen Raum über­haupt. Er­son­nen wur­de die Rei­he von Del­fried Kauf­mann, der er­ste Ro­man er­schien bei Ba­stei im Jahr 1954.

Jetzt gibt es ei­nen Neu­start als COT­TON RE­L­OA­DED, der Ti­tel des er­sten Ban­des lau­tet DER BE­GINN; die Hand­lung wird ins Heu­te ver­legt und be­ginnt neu, Je­re­miah ist also noch nicht der aus­ge­buff­te FBI-Agent, als den man ihn kennt, zu­dem – Schock, und für Alt­le­ser ver­mut­lich ein Sa­kri­leg! – ist Phil Decker jetzt eine Frau na­mens Phil­ip­pa. Die neue Se­rie er­scheint ab dem 13. Ok­to­ber in mo­nat­li­chem Ab­stand. Be­son­ders er­staun­lich dar­an ist, dass sie in aus­schließ­lich di­gi­ta­ler Form vor­liegt, also als eBook. Ent­ge­gen den Ge­pflo­gen­hei­ten frü­he­rer Zei­ten nennt man nun of­fen­bar so­gar den Na­men der Ro­man­au­to­ren, im Fall von DER BE­GINN lau­tet die­ser Ma­rio Gior­da­no – und der ist kein Sam­mel­pseud­onym.

New York City, 2012. Der bru­ta­le Mord an ei­ner Chi­ne­sin lässt Je­re­miah Cot­ton, ei­nem jun­gen Cop beim NYPD, kei­ne Ruhe. Er ver­mu­tet, dass die Frau das Op­fer ei­nes Se­ri­en­tä­ters ist, der seit lan­gem sein Un­we­sen treibt. Doch nie­mand glaubt ihm; er wird von dem Fall ab­ge­zo­gen. Als Cot­ton ei­gen­mäch­tig Nach­for­schun­gen an­stellt, stößt er auf eine Ab­tei­lung des FBI, von de­ren Exi­stenz nie­mand weiß: das »G-Team«. Stur und hart­näckig stellt Cot­ton un­be­que­me Fra­gen über die my­ste­riö­se Ein­heit – und bringt Spe­cial Agent Phil­ip­pa »Phil« Decker ge­gen sich auf. Als er nur knapp ei­nem Mord­an­schlag ent­geht, ver­steht Cot­ton, dass er kei­nen ge­wöhn­li­chen Se­ri­en­kil­ler jagt. Denn das G-Team scheint in den Fall ver­strickt zu sein …

Die eBook-Fas­sung ist er­hält­lich via Goog­le Play so­wie App­les iBooksto­re und ko­stet EUR 1,99. Zu­sätz­lich gibt es eine »Read & Listen«-Version, die­se je­doch nur bei Ap­ple. Und schließ­lich als Hör­buch im MP3-For­mat für 1,99 Euro, auch die er­hält man nur via iTu­nes.

Creative Commons License

Co­ver COT­TON RE­L­OA­DED – DER BE­GINN Co­py­right Lu­eb­be

Kommentar: Bücher – Kartelle in den USA und hierzulande

Wie Spie­gel On­line heu­te be­rich­tet, soll es Ap­ple und fünf gro­ßen Buch­ver­la­gen in den USA an den Kra­gen ge­hen. War­um? Ein­fach: die dor­ti­gen Wett­be­werbs­wäch­ter wit­tern ein il­le­ga­les Kar­tell, das Preis­er­hö­hun­gen bei eBooks ab­ge­spro­chen ha­ben soll, das ist ein Ver­stoß ge­gen das Kar­tell­recht. Um »ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen« – also Ver­ur­tei­lun­gen und Straf­zah­lun­gen – zu um­ge­hen, ver­han­deln jetzt an­geb­lich be­reits Ver­la­ge mit den Be­hör­den. Als Er­geb­nis dar­aus könn­ten eBooks in den USA deut­lich preis­wer­ter wer­den.

Und wie ist das hier­zu­lan­de? Auch bei uns gibt es ein Kar­tell­recht und Kar­tell­wäch­ter (bei­spiels­wei­se die Lan­des­kar­tell­äm­ter, im Zwei­fels­fall das Bun­des­kar­tell­amt) die dar­über wa­chen, dass es nicht zu Wett­be­werbs­ein­schrän­kun­gen und da­mit Be­nach­tei­li­gun­gen der Kun­den kommt. Die Wi­ki­pe­dia schreibt als Er­läu­te­rung zum Kar­tell­recht:

Recht­lich ge­se­hen ist ein Kar­tell eine Ver­ein­ba­rung oder eine auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Ver­hal­tens­wei­se zwi­schen Un­ter­neh­men, mit dem Ziel oder der Wir­kung, den Wett­be­werb zu be­schrän­ken, zu ver­fäl­schen oder zu ver­hin­dern.

Sieht man sich den Buch­han­del an, dann stellt man al­ler­dings schnell fest, dass man es in Deutsch­land durch ge­nug Ein­fluss auf die Lob­byhu­ren in den Par­tei­en so­gar schaf­fen kann, nicht nur Aus­nah­men des Kar­tell­rech­tes her­bei zu füh­ren, son­dern eine Kar­tell­bil­dung mit den üb­li­chen Ef­fek­ten auf Prei­se so­gar ge­setz­lich fest­le­gen las­sen kann: man nennt das hier­zu­lan­de Buch­preis­bin­dung. (ja, ich weiß, das gibt es auch an­ders­wo, ich sage nur Ver­kehrs­ver­bün­de und ihre Preis­trei­be­rei – aber hier auf Phan­ta­News sind Bü­cher und eBooks die The­men).

Ins­be­son­de­re der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels könn­te als markt­be­herr­schen­des Kar­tell be­trach­tet wer­den (auch wenn er streng ge­nom­men selbst na­tür­lich kei­ne Bü­cher ver­kauft). Durch die aus­ge­üb­ten Zwän­ge in Sa­chen Buch­preis­bin­dung auch ge­gen Nicht­mit­glie­der, die mir ge­gen­über durch den Ju­sti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins aus­drück­lich be­stä­tigt und ver­tei­digt wer­den, kommt es zu Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen durch die ins­be­son­de­re die gro­ßen Ver­la­ge ge­gen­über Self­pu­blishern und Klein­ver­la­gen deut­lich be­vor­teilt wer­den.

War die Buch­preis­bin­dung in grau­er Vor­zeit viel­leicht mal eine sinn­vol­le Ein­rich­tung, um die Viel­falt des Mark­tes zu ge­währ­lei­sten, ist sie heu­te und ins­be­son­de­re an­ge­sichts der Mög­lich­kei­ten der Ver­öf­fent­li­chung im Netz auch für ganz nor­ma­le Bü­ger ein über­kom­me­nes Re­likt das die Gro­ßen der Bran­che be­vor­zugt und längst über­fäl­lig für den Gna­den­stoß.

Dank an Co­lin für den Hin­weis auf den SpOn-Ar­ti­kel

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Bild: © gra­na­ta68 – Fotolia.com

JETPACK JOYRIDE für iOS – 13 Millionen mal herunter geladen

Bei JET­PACK JOY­RI­DE von Half­brick Stu­di­os han­delt es sich um ei­nen Si­des-Scrol­ler für iOS (iPho­ne und iPad), eine heut­zu­ta­ge fast schon ver­ges­se­ne Art von Spiel­prin­zip. Seit De­zem­ber kann man das Game ko­sten­los her­un­ter la­den, zu­vor hat­te es ei­nen Dol­lar ge­ko­stet, ge­tan ha­ben das laut den Ent­wick­lern be­reits 13 Mil­lio­nen Spie­ler.

In JET­PACK JOY­RI­DE bricht der Held Bar­ry Steak­fries in ein ge­hei­mes La­bor ein, um des­sen High­tech zu ent­wen­den. Da­bei muss er di­ver­sen Ge­fah­ren trot­zen: elek­tri­schen Fel­der, La­sern und der­ge­li­chen Mehr. Da­bei nutzt er ein Jet­back. Wäh­rend sei­nes We­ges durch das La­bor er­füllt er Mis­sio­nen und sam­melt Mün­zen, mit letz­te­ren kann er neue Out­fits, Jet­packs und an­de­re Din­ge kau­fen.

Be­vor es ko­sten­los an­ge­bo­ten wur­de, fi­nan­zier­te sich das Spiel wie oben be­reits ge­schrie­ben durch sei­nen Ver­kaufs­preis von ei­nem Dol­lar. Da­für ging es eine Mi­li­on mal über die vir­tu­el­le La­den­the­ke. Jetzt ge­ne­riert das Spiel Ein­nah­men, in­dem man ingame-Mün­zen-Bund­les er­wer­ben kann. Mit die­sem Kon­zept wer­den nach An­nah­me von Phil Lar­sen (Half­brick Stu­di­os) selbst dann mehr Ein­nah­men er­zeilt, wenn nur ca. fünf bis zehn Pro­zent der Spie­ler Pre­mi­um-Con­tent kau­fen.

Aber auch die ko­sten­frei­en In­hal­te von JET­PACK JOY­RI­DE wer­den re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert, dem­nächst (wahr­schein­lich im März) wird es das bis dato größ­te Up­date für das Spiel ge­ben.

Ei­nen Blick ist es al­le­mal wert, kost´ ja nix.

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Screen­shots Co­py­right Half­brick Stu­di­os

SOUL CALIBUR für iPad und iPhone

Der Prü­gel­spiel­klas­si­ker SOUL CA­LI­BUR er­schien erst­ma­lig 1998 als Spiel­hal­len­au­to­mat und für die Play­Sta­ti­on – mit da­mals bahn­bre­chen­den Ani­ma­tio­nen. Es han­del­te sich um den Nach­fol­ger von SOUL EDGE, es ent­stan­den di­ver­se wei­te­re In­kar­na­tio­nen des Ti­tels.

Ban­dai Nam­co stellt nun Ver­sio­nen für App­les iOS-Ge­rä­te zur Ver­fü­gung, die man aus dem App-Store her­un­ter la­den kann. Die neue Fas­sung für mo­bi­le Ge­rä­te soll auf der Spiel­ver­si­on von 1998 ba­sie­ren und ich wür­de mich nicht wun­dern, wenn der Pu­blisher Res­sour­cen-Re­cy­cling be­trie­ben hät­te und al­ten Wein in neu­en Schläu­chen ver­kauft.

Der Preis wird mit $ 11,99 an­ge­ge­ben, den be­kommt man al­ler­dings nur in ei­ner Ein­füh­rungs­pha­se, da­nach wird er auf sa­gen­haf­te 14,99 Dol­lar stei­gen. Selbst, wenn auch die 1998-Ver­si­on von SOUL CA­LI­BUR nach wie vor ein coo­les Spiel ist, hal­te ich die­sen Preis für der­art olle Soft­ware für deut­lich über­trie­ben. Wie sich ein Prüg­ler ins­be­on­de­re auf den klei­nen Dis­plays von iPho­ne und iPod spielt bleibt ab­zu­war­ten, eben­so, wie das Game auf Touch­screen um­ge­setzt wur­de.

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Screen­shot Co­py­right 2012 Ban­dai Nam­co

Apple iBooks Author

Das war es also, was Ap­ple heu­te vor­ge­stellt hat: iBooks Aut­hor. Vor­der­grün­dig ging es dar­um, groß ins Ge­schäft mit (vor­erst US-ame­ri­ka­ni­schen) Schul­bü­chern ein­zu­stei­gen. Dar­um wur­de auch viel Tam­tam ge­macht, man zeig­te auf dem iPad in­ter­ak­ti­ve eBooks, bei de­nen Tip­pen bei­spiels­wei­se grö­ße­re An­sich­ten von Il­lu­stra­tio­nen zeig­ten, oder in die man ein­fach No­ti­zen zu Ar­ti­keln tip­pen kann. Das war al­les sehr hübsch und es ist si­cher auch noct­wen­dig, dass die Lehr­ma­te­ria­li­en drin­gend mal ans In­for­ma­ti­ons­zeit­al­ter an­ge­passt wer­den.

Man könn­te jetzt na­tür­lich vor­treff­lich dar­über dis­ku­tie­ren, dass Ap­ple mög­li­cher­wei­se ver­sucht, ein Mo­no­pol auf­zu­bau­en, was die Ver­sor­gung mit in­ter­ak­ti­ven Schul­bü­chern an­geht, aber dar­um dreht sich die­ser Ar­ti­kel nicht.

Der ei­gent­li­che Knül­ler war mei­ner An­sicht nach, dass die Soft­ware, die man be­nö­tigt, um sol­che in­ter­ak­ti­ven Bü­cher fürs iPad zu er­zeu­gen – iBooks Aut­hor – für je­der­mann ko­sten­los ver­füg­bar ist – wenn man über ei­nen Mac ver­fügt. Man kann sie im App Store ein­fach her­un­ter la­den und so­fort los­le­gen.

Bei der De­mon­stra­ti­on wirk­te die Be­die­nung fast schon er­schreckend ein­fach. Man kann Word- oder Key­note-Do­ku­men­te ein­fach in die Soft­ware hin­ein zie­hen, die­se for­ma­tiert al­les hübsch vor und er­zeugt auch gleich pas­sen­de Ver­sio­nen für die Por­trait- und Land­s­cape-An­sicht. Selbst­ver­ständ­lich, kann man da­nach das Lay­out nach ei­ge­nem Gu­sto an­pas­sen und wer über tech­ni­sche Ex­per­ti­se in Sa­chen HTML und Ja­va­script ver­fügt kann so­gar neue Wid­gets für In­halts­ele­men­te er­stel­len. Doch die Ziel­grup­pe ist ganz ein­deu­tig nicht der Fach­mann – Otto Nor­ma­luser wird in die Lage ver­setzt, mit die­ser Soft­ware in­ter­ak­ti­ve eBooks fürs iPad her­zu­stel­len. Ob auch für an­de­re Platt­for­men wird sich zei­gen, aber ich sehe kaum Hin­de­rungs­grün­de, wenn die er­zeug­ten Da­tei­en HTML/CSS/Javascript-basiert sein soll­ten. Wo­bei bei Ap­ple na­tür­lich eine künst­li­che Be­schrän­kung auf ei­ge­ne Hard­ware nicht un­er­war­tet wäre, aber die Hacker wer­den es schon rich­ten.

Ich ver­mu­te dass die er­sten Ver­le­ger an­ge­sichts der wäh­rend der De­mon­stra­ti­on ge­zeig­ten über­aus ein­fa­chen Be­die­nung von iBooks Aut­hor an­ge­fan­gen ha­ben, Rotz und Was­ser zu heu­len und mög­li­cher­wei­se wur­de die ein oder an­de­re Fla­sche Frust-Bour­bon ge­leert. Zu­min­dest von den­je­ni­gen, die wis­sen, wie man sich ei­nen Stream im In­ter­net an­sieht. :o)

Un­schön aber lei­der nicht un­er­war­tet die Be­schrän­kung auf Mac OS – ei­nen Mac kau­fe ich mir des­we­gen nicht.

Up­date: Hei­se hat’s aus­pro­biert

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Logo iBooks Aut­hor Co­py­right 2012 Ap­ple Inc.

Apple und das eBook: was geschieht am Donnerstag?

Bran­chen­rie­se Ap­ple ist da­für be­kannt, neue Kon­zep­te aus dem Är­mel zu schüt­teln, die nicht nur die Com­pu­ter­welt, son­dern auch an­de­re Bran­chen er­schüt­tern kön­nen. Das war in Sa­chen Mu­sik übers In­ter­net so und das war auch im Zu­sam­men­hang mit dem Pu­bli­zie­ren so, als mit dem iPad eine neue Platt­form zum Kon­su­mie­ren von Ihal­ten auf den Markt ge­bracht wur­de. Fei­er­ten die Ver­le­ger Ap­ple zu­nächst noch als neu­en Heils­brin­ger und Ret­ter ih­rer ach so schma­len Mar­gen, so muss­ten sie schnell fest­stel­len, dass Ap­ple die Be­din­gun­gen dik­tiert – das hät­te man vor­her wis­sen kön­nen.

Für Don­ners­tag kün­dig Ap­ple nun eine Pres­se­kon­fe­renz in New York an, in der nichts we­ni­ger als das Er­stel­len von In­hal­ten und wohl auch das eBook »re­vo­lu­tio­niert« wer­den sol­len. Wer die Ap­fel­fir­ma kennt, der weiß, dass man zwar gern mal den Mund voll nimmt, aber üb­li­cher­wei­se dann auch lie­fert.

Chris Fo­res­man von Ars Tech­ni­ca be­haup­tet, er habe aus »si­che­rer Quel­le« er­fah­ren, dass eine Art »Ga­ra­ge­band für eBooks« prä­sen­tiert wer­den soll – eine Soft­ware mit der die Er­stel­lung von in­ter­ak­ti­ven In­hal­ten für iOS-Ge­rä­te (also iPad, iPod und iPho­ne) zum »Kin­der­spiel« wer­den soll. Ste­ve Jobs soll mit die­ser Idee of­fen­bar be­reits seit Jah­ren schwan­ger ge­gan­gen sein, die Ver­öf­fent­lchung war be­reits für den ver­gan­ge­nen Ok­to­ber par­al­lel zum iPho­ne 4S-Launch ge­plant, wur­de aber auf­grund des To­des des Fir­men­grün­ders ver­scho­ben.

Ich wür­de ver­mu­ten, dass sich jene Ver­le­ger, die sich das In­ter­net nicht aus­drucken las­sen, an­ge­sichts die­ser An­kün­di­gung bis Don­ners­tag vor Angst die Fin­ger­nä­gel bis zum El­len­bo­gen ab­kau­en. :o)

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Bild: iPad als eBook-Re­ader Co­py­right Ap­ple Inc.

 

RIFT: Trions App für iOS ab heute erhältlich

Heu­te hat Tri­on Worlds, der Be­trei­ber des MMOs RIFT, eine App mit dem Na­men »Rift Mo­bi­le« in App­les Store ge­stellt. Die­se App hat der­zeit Beta-Sta­tus und er­mög­licht es den Spie­lern, mit dem Spiel ver­bun­den zu blei­ben, auch wenn man nicht am Rech­ner sitzt.

Rift Mo­bi­le ist ko­sten­los und er­mög­licht es ei­nem iPho­ne-, iPad-, oder iPod Touch-Be­nut­zer, mit an­de­ren Spie­lern zu chat­ten, oder die letz­ten Neu­ig­kei­ten asud er Gil­de zu checken. Wei­ter­hin kann man sich alar­mie­ren las­sen, wenn ein Zo­nen­er­eig­nis statt­fin­det. Zu­dem ist es mög­lich, Mi­nig­a­mes zu spie­len, in de­nen man Hand­werks­ma­te­ria­li­en, pla­na­re Loots oder Ar­te­fak­te ge­win­nen kann, die dann im Spiel ver­wend­bar sind.

Be­son­ders in­ter­es­sant ist al­ler­dings, dass man die App auch ohne ak­ti­ves Abon­ne­ment nut­zen kann. Al­les was man be­nö­tigt, ist ein vor­han­de­nes Spiel­kon­to und ei­nen Cha­rak­ter. Was auf den er­sten Blick selt­sam klingt, macht auf den zwei­ten na­tür­lich Sinn und ist ein wei­te­rer ge­nia­ler Schach­zug Tri­ons: wenn die ab­ge­sprun­ge­nen Spie­ler se­hen, was in RIFT ge­schieht, kann es na­tür­lich sein, dass sie zum Game zu­rück keh­ren. Ein wei­te­rer Punkt ist, dass Per­so­nen die auf­ge­hört ha­ben das MMO zu spie­len im Kon­takt mit ih­rer Gil­de blei­ben kön­nen.

Als Idee für Kun­den­bin­dung und platt­form­über­grei­fen­des Ga­ming eine sehr in­ter­es­san­te Idee. Bliz­zard hat­te ja be­reits et­was Ähn­li­ches an­ge­bo­ten, al­ler­dings wa­ren in den Apps für WOW die Mög­lich­kei­ten deut­lich we­ni­ger um­fang­reich. Es wird in­ter­es­sant sein zu se­hen, wie die Kon­kur­ren­ten auf Tri­ons App re­agie­ren wer­den.

Der Pu­blisher und Ent­wick­ler plant auch eine An­dro­id-App mit dem­sel­ben Funk­ti­ons­um­fang für An­dro­id, die soll noch im er­sten Quar­tal 2012 er­schei­nen.

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Screen­shots und Logo Co­py­right 2012 Tri­on Worlds

Steve Jobs (1955 – 2011)

Ja, ich weiß, es schreibt heu­te je­der über Ste­ven Paul Jobs. Und der ge­neig­te Le­ser mag sich fra­gen, was ein Ar­ti­kel über sein Ab­le­ben hier auf Phan­ta­News zu su­chen hat, ei­ner Sei­te, die sich doch selbst­be­zich­tigt haupt­säch­lich mit Phan­ta­stik be­schäf­tigt?

Mehr als reich­lich In­for­ma­tio­nen über Ste­ve Jobs wird man (nicht erst) ab heu­te all­über­all im Web fin­den. Ich möch­te an die­ser Stel­le auf die Punk­te ein­ge­hen, die eben doch zu Phan­ta­News pas­sen.

Die Ant­wort ist aber ganz ein­fach: Ohne Jobs und Woz, die da­mals in ih­rer Ga­ra­ge da­mit an­fin­gen, ein­fa­che Com­pu­ter wie den Ap­ple I, aber ganz be­son­ders den Ap­ple 2, als Mas­sen­pro­dukt ganz nor­ma­len Men­schen zu­gäng­lich zu ma­chen, wä­ren wir heu­te in Sa­chen Un­ter­hal­tung am Com­pu­ter nicht ein­mal an­satz­wei­se so weit, wie wir sind. Dann der Mac­in­tosh. Er war nicht der er­ste Com­pu­ter mit ei­ner gra­fi­schen Be­nut­zer­ober­flä­che, aber si­cher ei­ner, der die­sen GUIs zum Mas­sen­durch­bruch ver­hol­fen hat. Bis heu­te fin­den wir Ele­men­te dar­aus auf un­se­ren Bild­schir­men und bis heu­te se­hen wir die­se auch in Com­pu­ter­spie­len.

Und wir wol­len nicht ver­ges­sen, dass Ste­ve Jobs ei­ner der Mit­grün­der von Pixar ist, je­ner Pi­xel­schmie­de, die uns über die Jah­re mit zahl­lo­sen com­pu­ter­ani­mier­ten Trick­fil­men un­ter­hal­ten hat. Hier­für nahm der Vi­sio­när da­mals »mal eben« fünf Mil­lio­nen Dol­lar in die Hand, weil er an die­se neue Un­ter­hal­tungs­form glaub­te. Er hat­te recht.

Zu­letzt hat er mit sei­nen be­rüh­rungs­ge­steu­er­ten iPods, iPho­nes und iPads nicht nur das mo­bi­le Spie­len re­vo­lu­tio­niert, son­dern auch das elek­tro­ni­sche Le­sen. Ich kann mir heut­zu­ta­ge von je­dem Ort aus, an dem ich mich be­fin­de, neu­en SF- oder Fan­ta­sy-Le­se­stoff auf mein iPod oder iPad la­den …

Dan­ke Ste­ve!

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Bild: Ste­ve Jobs im Au­gust 2011, aus der Wi­ki­pe­dia, von Me­tal­Ge­ar­Li­quid, CC-BY-SA