Neue PEANUTS-Cartoons, leider exklusiv bei Apple

Neue PEANUTS-Cartoons, leider exklusiv bei Apple

Apple hat einen Deal mit DHX Media, den Rech­te­inha­bern der PEANUTS, der Car­toon-Kin­der von Charles M. Schulz, abge­schlos­sen, der dazu füh­ren wird, dass es neue Fil­me und Kurz­fil­me um die Figu­ren auf dem Strea­ming­dienst der Fir­ma geben wird.

Detail­lier­ter soll es Seri­en, Spe­cials und Kurz­fil­me geben, dar­un­ter auch wel­che zusam­men mit der NASA, in denen der Bea­gle Snoo­py STEM-Inhal­te kind­ge­recht auf­be­rei­tet prä­sen­tie­ren wird (STEM = »sci­ence, tech­no­lo­gy, engi­nee­ring ans mathe­ma­tics«).

Einen Start­ter­min gibt es noch nicht, ob und wie man das abseits von App­les Strea­ming­dienst zu sehen bekom­men kann, ist unklar.

Sze­nen­fo­to aus dem PEA­NUTS-Film Copy­right 20th Cen­tu­ry Fox

Apple macht FOUNDATION-Serie nach Asimov

Apple macht FOUNDATION-Serie nach Asimov

HBO hat­te es ver­sucht (und davor Fox, War­ner und Sony), aber ver­geigt, erst soll­te Chris­to­pher Nolann, dann David S. Goy­er und Josh Fried­man eine Seri­en-Umset­zung von Isaac Asi­movs FOUN­DA­TI­ON-Rei­he für den Kabel­ka­nal rea­li­sie­ren. Doch dar­aus wur­de nichts und die rech­te ver­fie­len.

Jetzt hat Apple zuge­grif­fen. Dead­line mel­det, dass immer noch  Goy­er und Fried­man die Showrun­ner für Sky­dance Tele­vi­si­on sind, die pro­du­zie­ren das Gan­ze für den Tech-Gigan­ten. Was ich unschön fin­de, denn das könn­te bedeu­ten, dass Apple-Nut­zer sie erst ein­mal exklu­siv zu sehen bekom­men. Wei­te­re aus­füh­ren­de Pro­du­zen­ten sind David Elli­son, Dana Gold­berg und Mar­cy Ross, sowie Asi­movs Toch­ter Robyn Asi­mov.

Apple hat für die ers­te Sea­son direkt zehn Epi­so­den bestellt, ohne sich erst einen Pilo­ten anse­hen zu wol­len. Einen Start­ter­min gibt es der­zeit eben­so wenig wie Infor­ma­tio­nen zu Beset­zung, Regie, oder Dreh­buch­au­toren.

Bild: Isaac Asi­mov, von Rowe­na Mor­rill, GFDL, aus der Wiki­pe­dia

Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Die gute Nach­richt: Ronald D. Moo­re macht mal wie­der eine SF-Serie. Den kennt man natür­lich von STAR TREK (TNG, DS9, VOY), aber auch durch die Neu­auf­la­ge von BATTLESTAR GALACTICA unter sei­ner Ägi­de, sowie von HELIX, neu­er­dings OUTLANDER oder PHILIP K. DICK’S ELECTRIC DREAMS.

Die bis­her unbe­nann­te neue Serie soll sich dar­um dre­hen, wie die Welt aus­se­hen könn­te, wenn das Space Race (also das Ren­nen zwi­schen USA und Sowjet­uni­on in den 1960er und 1970ern) nie­mals zu Ende gegan­gen wäre.

Moo­re pro­du­ziert zusam­men mit Matt Wol­pert und Ben Nedi­vi (FARGO). Wann wir damit rech­nen kön­nen ist bis dato unklar, aber es wer­den ohne­hin nicht alle in den Genuss der Serie kom­men kön­nen, denn das ist die schlech­te Nach­richt:

Sie wird von Apple exklu­siv für Apple TV pro­du­ziert.

Bild Ron Moo­re von Keith McDuf­fee, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Apple plant Neuauflage von Spielbergs AMAZING STORIES

Auch Apple möch­te in das immer lukra­ti­ve­re Geschäft mit Strea­ming­se­ri­en ein­stei­gen, um von den ste­tig stei­gen­den Ein­nah­men ein Häpp­chen abzu­be­kom­men. Aus dem Grund war bereits ange­kün­digt, dass man in die Seri­en­pro­duk­ti­on ein­stei­gen möch­te, um exklu­si­ve Shows zei­gen zu kön­nen (und auf die Art und Wei­se neue Kun­den zu fan­gen).

Jetzt wur­de ver­kün­det, dass man zusam­men mit Ste­ven Spiel­berg und des­sen Stu­dio Amblin eine Neu­auf­la­ge der Kult-Serie AMAZING STORIES plant, die Mit­te der 1980er erfolg­reich ver­schie­de­ne Phan­tas­tik-The­men abar­bei­te­te. Showrun­ner wird kein ande­rer als Bryan Ful­ler (HANNIBAL, AMERICAN GODS).

Dabei lässt Apple sich nicht lum­pen und stellt pro Epi­so­de (!) sagen­haf­te fünf Mil­lio­nen Dol­lar zur Ver­fü­gung. Neben Spiel­berg ist auch NBC an dem Pro­jekt betei­ligt, da lief die ers­te Ite­ra­ti­on der Serie in den 80ern.

Falls die Show tat­säch­lich nur für Apple-Kun­den zu sehen sein wird, dürf­te der Kon­zern viel »Spaß« mit ille­ga­len Down­loads bekom­men …

Logo AMAZING STORIES Copy­right NBC

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Börsenverein, Amazon, Hörbücher und das Bundeskartellamt

Audible LogoEs ging in den ver­gan­ge­nen Tagen nicht nur durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald, da sich natür­lich auch die Tot­holz­me­di­en dar­auf gestürzt haben: Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels hat durch­ge­boxt, dass sich das Bun­des­kar­tell­amt mit Apple, Audi­ble und Ama­zon befasst. Man beklagt, wie immer laut­hals, dass Ama­zon 90% der nicht­phy­si­schen Hör­bü­cher ver­kauft (eben auch via Apple, die durch Audi­ble belie­fert wer­den). Und dass des­we­gen alle ster­ben wer­den, vor allem der Buch­han­del.

Da fra­ge ich mich natür­lich als Aller­ers­tes: In wel­cher Buch­hand­lung kann ich denn MP3s oder Streams von Hör­bü­chern kau­fen? (und kommt mir bit­te nicht damit, dass es auch CDs gibt, auf denen sich MP3s befin­den)

Alex­an­der Ski­pis, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bör­sen­ver­eins, sag­te:

Hör­buch­ver­la­ge brau­chen eine adäqua­te Mög­lich­keit, ihre Hör­bü­cher auch unab­hän­gig von Audi­ble ver­trei­ben zu kön­nen. Das ist in der der­zei­ti­gen Kon­stel­la­ti­on nicht mög­lich

Wenn wir mal ehr­lich sind, ist die Tat­sa­che, dass Ama­zon 90% der Hör­buch-Down­loads in Deutsch­land ver­tickt, nur eines: eine pein­li­che Bank­rott­erklä­rung der Bran­che. Die zeigt, dass die auch bei die­sem Medi­um die Ent­wick­lung und den Medi­en­wan­del aber sowas von voll­stän­dig im tiefs­ten Schlum­mer ver­passt hat.

Pikant ist dabei vor allem eins: Der deut­sche Able­ger von Audi­ble gehör­te zu nicht gerin­gen Tei­len Holtz­brink, Lueb­be und Ran­dom House (ali­as Ber­tels­mann), und die haben Ama­zon ihre Antei­le 2009 ver­kauft, ver­mut­lich mit Dol­lar­zei­chen in den Augen, und froh dar­über, die ver­meint­lich schwä­cheln­de Fir­ma los­zu­wer­den? Nein, denn bereits 2009 war Audi­ble einer der erfolg­reichs­ten Hör­buch-Anbie­ter in Deutsch­land (wenn nicht sogar der erfolg­reichs­te). Und der könn­te noch heu­te Holtz­brink, Lueb­be und Ran­dom House gehö­ren, wenn sie ihn nicht an … Moment mal, wer war das noch gleich? Ach ja! Ama­zon ver­tickt hät­ten.

Und gegen Ama­zon kommt man in Sachen Hör­buch natür­lich nur durch eine Beschwer­de beim Bun­des­kar­tell­amt an …

Merkt ihr selbst, oder?

Audi­ble-Logo Copy­right Ama­zon

Webformate für eBook-Vorschau? Im Ernst?

Gera­de habe ich einen Arti­kel im Blog des Buch­re­ports gefun­den, der ver­schafft mir erneut Griff­spu­ren an der Stirn vom dau­er­haf­ten »an den Kopf fas­sen« (neu­deutsch: Face­palm). Ver­le­ger Klaus Wre­de beklagt zu Recht, dass der Buch­han­del im Geschäft mit eBooks zu kurz kommt. Und auch die Ana­ly­se, dass man als Ver­le­ger zukünf­tig deut­lich ver­stärkt von Apple, Goog­le und Ama­zon abhän­gig sein wird, wenn man sich nicht schnell anpasst, ist noch kor­rekt. Was dann aber folgt, ist der­art rea­li­täts­fern, dass es mir als Web­ent­wick­ler, IT-Bera­ter und eBook-Her­aus­ge­ber fast schon kör­per­lich weh tut.

Da wird pos­tu­liert, dass es ein spe­zi­el­les, neu­es Web­for­mat für eBooks geben müs­se, damit der Buch­händ­ler dem Kun­den im Laden eine Lese­pro­be zei­gen kön­ne, wor­auf­hin der dann prü­fen kann, ob das Buch für ihn geeig­net ist. Es wird auch gleich via iFrame eine sol­che Lösung gezeigt. Mal abge­se­hen davon, dass die Vor­schau im iFrame an man­gel­haf­ter Ergo­no­mie kaum zu schla­gen ist, fra­ge ich mich: wozu?
Wir haben längst web­taug­li­che eBook-For­ma­te. ePub, Mobi­po­cket und ins­be­son­de­re PDF kön­nen direkt im Brow­ser ange­zeigt wer­den. Ich kann nicht mal ansatz­wei­se ver­ste­hen, wozu man hier ein neu­es For­mat oder gar eine »Web­an­wen­dung« benö­tigt? War­um nicht ein­fach die Lese­pro­be als PDF bereit stel­len, dann sieht der Kun­de genau­so sofort das Lay­out des Buches wie bei die­ser pro­prie­tä­ren iFrame-Lösung? Auch der Buch­händ­ler mit Web­shop kann Lese­pro­ben in allen For­ma­ten pro­blem­los bereit hal­ten, wenn die­se beim Ver­lag vor­han­den sind und der Shop des Händ­lers dar­auf deeplinkt. Ganz ohne »Web­an­wen­dung«.

Der Satz

Der Buch­händ­ler muss nur über wenig tech­no­lo­gi­sches Know-How ver­fü­gen, und kein Exper­te sein für E‑Book-For­ma­te, Digi­tal Rights Manage­ment und E‑Book-Reader.

ist eben­falls völ­lig sinn­frei, denn zur Sach­kom­pe­tenz des Buch­händ­lers gehö­ren eBooks und deren For­ma­te deut­lich eher, als das Ein­fü­gen von Code in Web­sei­ten, letz­te­res ist wohl mit »ein wenig tech­no­lo­gi­sches Know How« gemeint. Lese­pro­ben sind ohne­hin nicht DRM-geschützt (sind sie es doch, wäre das idio­tisch).
Erklä­ren kann ich mir die­se gan­ze welt­frem­de und tech­nisch hane­bü­che­ne Num­mer eigent­lich nur damit, dass Wre­de das Ver­fah­ren, also die­se omi­nö­se Web­an­wen­dung, ver­kau­fen möch­te, und das obwohl dies viel ein­fa­cher mit bereits exis­tie­ren­den Tech­ni­ken zu bewerk­stel­li­gen ist. Soll­te dem nicht so sein, besteht der Arti­kel in Hin­sicht auf die­se über­flüs­si­ge Vor­schau­funk­ti­on kei­ner­lei Rea­li­tät­scheck.

Wenn so wie im Blog­bei­trag beschrie­ben auch die ande­ren ange­dach­ten Lösun­gen der Bran­che für die Pro­ble­me der Buch­händ­ler mit den eBooks und ande­ren neu­en Medi­en aus­se­hen, dann gute Nacht.

Ach ja: wenn ich in eine Buch­hand­lung gehe, weil ich ein Buch kau­fen möch­te und der Händ­ler hat es nicht vor­rä­tig, dann kann es dafür nur eine Lösung geben, die dafür sorgt, dass ich das Buch bei ihm bestel­le, statt bei Ama­zon: es muss mor­gen (von mir aus auch über­mor­gen) por­to­frei in mei­nem Brief­kas­ten lie­gen. Ob das der Ver­lag über­nimmt, oder irgend­ein Bar­sor­ti­men­ter (Zulie­fe­rer) oder der Buch­händ­ler selbst (was bei klei­ne­ren selbst­ver­ständ­lich nicht mach­bar ist, aber ein Bran­chen­zu­sam­men­schluss könn­te sowas pro­blem­los stem­men – Ama­zon kann’s ja auch) ist mir egal.

Bild: Dr. Shel­don Coo­per von pul­vis auf Devi­ant­Art, CC BY-NC-ND

COTTON RELOADED

Im Kino wür­de man so etwas einen »Reboot« nen­nen und viel­leicht hat Lueb­be sich bei sei­nem Neu­start der JERRY COT­TON-Rei­he auch ein wenig vom Erfolg der Kon­kur­renz mit dem Start von PERRY RHODAN NEO »inspi­rie­ren las­sen«. Über JERRY COTTON muss man ver­mut­lich nicht vie­le Wor­te ver­lie­ren, es han­delt sich hier­bei um eine lang­le­bi­ge Kri­mi­rei­he um den FBI-Mann glei­chen Namen – die ver­mut­lich kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­te Kri­mi­se­rie im deutsch­spra­chi­gen Raum über­haupt. Erson­nen wur­de die Rei­he von Del­fried Kauf­mann, der ers­te Roman erschien bei Bas­tei im Jahr 1954.

Jetzt gibt es einen Neu­start als COTTON RELOADED, der Titel des ers­ten Ban­des lau­tet DER BEGINN; die Hand­lung wird ins Heu­te ver­legt und beginnt neu, Jere­miah ist also noch nicht der aus­ge­buff­te FBI-Agent, als den man ihn kennt, zudem – Schock, und für Alt­le­ser ver­mut­lich ein Sakri­leg! – ist Phil Decker jetzt eine Frau namens Phil­ip­pa. Die neue Serie erscheint ab dem 13. Okto­ber in monat­li­chem Abstand. Beson­ders erstaun­lich dar­an ist, dass sie in aus­schließ­lich digi­ta­ler Form vor­liegt, also als eBook. Ent­ge­gen den Gepflo­gen­hei­ten frü­he­rer Zei­ten nennt man nun offen­bar sogar den Namen der Roman­au­toren, im Fall von DER BEGINN lau­tet die­ser Mario Gior­da­no – und der ist kein Sam­mel­pseud­onym.

New York City, 2012. Der bru­ta­le Mord an einer Chi­ne­sin lässt Jere­miah Cot­ton, einem jun­gen Cop beim NYPD, kei­ne Ruhe. Er ver­mu­tet, dass die Frau das Opfer eines Seri­en­tä­ters ist, der seit lan­gem sein Unwe­sen treibt. Doch nie­mand glaubt ihm; er wird von dem Fall abge­zo­gen. Als Cot­ton eigen­mäch­tig Nach­for­schun­gen anstellt, stößt er auf eine Abtei­lung des FBI, von deren Exis­tenz nie­mand weiß: das »G‑Team«. Stur und hart­nä­ckig stellt Cot­ton unbe­que­me Fra­gen über die mys­te­riö­se Ein­heit – und bringt Spe­cial Agent Phil­ip­pa »Phil« Decker gegen sich auf. Als er nur knapp einem Mord­an­schlag ent­geht, ver­steht Cot­ton, dass er kei­nen gewöhn­li­chen Seri­en­kil­ler jagt. Denn das G‑Team scheint in den Fall ver­strickt zu sein …

Die eBook-Fas­sung ist erhält­lich via Goog­le Play sowie App­les iBooks­to­re und kos­tet EUR 1,99. Zusätz­lich gibt es eine »Read & Listen«-Version, die­se jedoch nur bei Apple. Und schließ­lich als Hör­buch im MP3-For­mat für 1,99 Euro, auch die erhält man nur via iTu­nes.

Creative Commons License

Cover COTTON RELOADED – DER BEGINN Copy­right Lueb­be

Kommentar: Bücher – Kartelle in den USA und hierzulande

Wie Spie­gel Online heu­te berich­tet, soll es Apple und fünf gro­ßen Buch­ver­la­gen in den USA an den Kra­gen gehen. War­um? Ein­fach: die dor­ti­gen Wett­be­werbs­wäch­ter wit­tern ein ille­ga­les Kar­tell, das Preis­er­hö­hun­gen bei eBooks abge­spro­chen haben soll, das ist ein Ver­stoß gegen das Kar­tell­recht. Um »nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen« – also Ver­ur­tei­lun­gen und Straf­zah­lun­gen – zu umge­hen, ver­han­deln jetzt angeb­lich bereits Ver­la­ge mit den Behör­den. Als Ergeb­nis dar­aus könn­ten eBooks in den USA deut­lich preis­wer­ter wer­den.

Und wie ist das hier­zu­lan­de? Auch bei uns gibt es ein Kar­tell­recht und Kar­tell­wäch­ter (bei­spiels­wei­se die Lan­des­kar­tell­äm­ter, im Zwei­fels­fall das Bun­des­kar­tell­amt) die dar­über wachen, dass es nicht zu Wett­be­werbs­ein­schrän­kun­gen und damit Benach­tei­li­gun­gen der Kun­den kommt. Die Wiki­pe­dia schreibt als Erläu­te­rung zum Kar­tell­recht:

Recht­lich gese­hen ist ein Kar­tell eine Ver­ein­ba­rung oder eine auf­ein­an­der abge­stimm­te Ver­hal­tens­wei­se zwi­schen Unter­neh­men, mit dem Ziel oder der Wir­kung, den Wett­be­werb zu beschrän­ken, zu ver­fäl­schen oder zu ver­hin­dern.

Sieht man sich den Buch­han­del an, dann stellt man aller­dings schnell fest, dass man es in Deutsch­land durch genug Ein­fluss auf die Lob­byhu­ren in den Par­tei­en sogar schaf­fen kann, nicht nur Aus­nah­men des Kar­tell­rech­tes her­bei zu füh­ren, son­dern eine Kar­tell­bil­dung mit den übli­chen Effek­ten auf Prei­se sogar gesetz­lich fest­le­gen las­sen kann: man nennt das hier­zu­lan­de Buch­preis­bin­dung. (ja, ich weiß, das gibt es auch anders­wo, ich sage nur Ver­kehrs­ver­bün­de und ihre Preis­trei­be­rei – aber hier auf Phan­ta­News sind Bücher und eBooks die The­men).

Ins­be­son­de­re der Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels könn­te als markt­be­herr­schen­des Kar­tell betrach­tet wer­den (auch wenn er streng genom­men selbst natür­lich kei­ne Bücher ver­kauft). Durch die aus­ge­üb­ten Zwän­ge in Sachen Buch­preis­bin­dung auch gegen Nicht­mit­glie­der, die mir gegen­über durch den Jus­ti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins aus­drück­lich bestä­tigt und ver­tei­digt wer­den, kommt es zu Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen durch die ins­be­son­de­re die gro­ßen Ver­la­ge gegen­über Self­pu­blishern und Klein­ver­la­gen deut­lich bevor­teilt wer­den.

War die Buch­preis­bin­dung in grau­er Vor­zeit viel­leicht mal eine sinn­vol­le Ein­rich­tung, um die Viel­falt des Mark­tes zu gewähr­leis­ten, ist sie heu­te und ins­be­son­de­re ange­sichts der Mög­lich­kei­ten der Ver­öf­fent­li­chung im Netz auch für ganz nor­ma­le Büger ein über­kom­me­nes Relikt das die Gro­ßen der Bran­che bevor­zugt und längst über­fäl­lig für den Gna­den­stoß.

Dank an Colin für den Hin­weis auf den SpOn-Arti­kel

Creative Commons License

Bild: © granata68 – Fotolia.com

JETPACK JOYRIDE für iOS – 13 Millionen mal herunter geladen

Bei JETPACK JOYRIDE von Half­brick Stu­di­os han­delt es sich um einen Sides-Scrol­ler für iOS (iPho­ne und iPad), eine heut­zu­ta­ge fast schon ver­ges­se­ne Art von Spiel­prin­zip. Seit Dezem­ber kann man das Game kos­ten­los her­un­ter laden, zuvor hat­te es einen Dol­lar gekos­tet, getan haben das laut den Ent­wick­lern bereits 13 Mil­lio­nen Spie­ler.

In JETPACK JOYRIDE bricht der Held Bar­ry Steak­fries in ein gehei­mes Labor ein, um des­sen High­tech zu ent­wen­den. Dabei muss er diver­sen Gefah­ren trot­zen: elek­tri­schen Fel­der, Lasern und der­ge­li­chen Mehr. Dabei nutzt er ein Jet­back. Wäh­rend sei­nes Weges durch das Labor erfüllt er Mis­sio­nen und sam­melt Mün­zen, mit letz­te­ren kann er neue Out­fits, Jet­packs und ande­re Din­ge kau­fen.

Bevor es kos­ten­los ange­bo­ten wur­de, finan­zier­te sich das Spiel wie oben bereits geschrie­ben durch sei­nen Ver­kaufs­preis von einem Dol­lar. Dafür ging es eine Mili­on mal über die vir­tu­el­le Laden­the­ke. Jetzt gene­riert das Spiel Ein­nah­men, indem man ingame-Mün­zen-Bund­les erwer­ben kann. Mit die­sem Kon­zept wer­den nach Annah­me von Phil Lar­sen (Half­brick Stu­di­os) selbst dann mehr Ein­nah­men erzeilt, wenn nur ca. fünf bis zehn Pro­zent der Spie­ler Pre­mi­um-Con­tent kau­fen.

Aber auch die kos­ten­frei­en Inhal­te von JETPACK JOYRIDE wer­den regel­mä­ßig aktua­li­siert, dem­nächst (wahr­schein­lich im März) wird es das bis dato größ­te Update für das Spiel geben.

Einen Blick ist es alle­mal wert, kost´ ja nix.

Creative Commons License

Screen­shots Copy­right Half­brick Stu­di­os

SOUL CALIBUR für iPad und iPhone

Der Prü­gel­spiel­klas­si­ker SOUL CALIBUR erschien erst­ma­lig 1998 als Spiel­hal­len­au­to­mat und für die Play­Sta­ti­on – mit damals bahn­bre­chen­den Ani­ma­tio­nen. Es han­del­te sich um den Nach­fol­ger von SOUL EDGE, es ent­stan­den diver­se wei­te­re Inkar­na­tio­nen des Titels.

Ban­dai Nam­co stellt nun Ver­sio­nen für App­les iOS-Gerä­te zur Ver­fü­gung, die man aus dem App-Store her­un­ter laden kann. Die neue Fas­sung für mobi­le Gerä­te soll auf der Spiel­ver­si­on von 1998 basie­ren und ich wür­de mich nicht wun­dern, wenn der Publisher Res­sour­cen-Recy­cling betrie­ben hät­te und alten Wein in neu­en Schläu­chen ver­kauft.

Der Preis wird mit $ 11,99 ange­ge­ben, den bekommt man aller­dings nur in einer Ein­füh­rungs­pha­se, danach wird er auf sagen­haf­te 14,99 Dol­lar stei­gen. Selbst, wenn auch die 1998-Ver­si­on von SOUL CALIBUR nach wie vor ein coo­les Spiel ist, hal­te ich die­sen Preis für der­art olle Soft­ware für deut­lich über­trie­ben. Wie sich ein Prüg­ler ins­be­on­de­re auf den klei­nen Dis­plays von iPho­ne und iPod spielt bleibt abzu­war­ten, eben­so, wie das Game auf Touch­screen umge­setzt wur­de.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.
Creative Commons License

Screen­shot Copy­right 2012 Ban­dai Nam­co

Apple iBooks Author

Das war es also, was Apple heu­te vor­ge­stellt hat: iBooks Aut­hor. Vor­der­grün­dig ging es dar­um, groß ins Geschäft mit (vor­erst US-ame­ri­ka­ni­schen) Schul­bü­chern ein­zu­stei­gen. Dar­um wur­de auch viel Tam­tam gemacht, man zeig­te auf dem iPad inter­ak­ti­ve eBooks, bei denen Tip­pen bei­spiels­wei­se grö­ße­re Ansich­ten von Illus­tra­tio­nen zeig­ten, oder in die man ein­fach Noti­zen zu Arti­keln tip­pen kann. Das war alles sehr hübsch und es ist sicher auch noc­t­wen­dig, dass die Lehr­ma­te­ria­li­en drin­gend mal ans Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ter ange­passt wer­den.

Man könn­te jetzt natür­lich vor­treff­lich dar­über dis­ku­tie­ren, dass Apple mög­li­cher­wei­se ver­sucht, ein Mono­pol auf­zu­bau­en, was die Ver­sor­gung mit inter­ak­ti­ven Schul­bü­chern angeht, aber dar­um dreht sich die­ser Arti­kel nicht.

Der eigent­li­che Knül­ler war mei­ner Ansicht nach, dass die Soft­ware, die man benö­tigt, um sol­che inter­ak­ti­ven Bücher fürs iPad zu erzeu­gen – iBooks Aut­hor – für jeder­mann kos­ten­los ver­füg­bar ist – wenn man über einen Mac ver­fügt. Man kann sie im App Store ein­fach her­un­ter laden und sofort los­le­gen.

Bei der Demons­tra­ti­on wirk­te die Bedie­nung fast schon erschre­ckend ein­fach. Man kann Word- oder Key­note-Doku­men­te ein­fach in die Soft­ware hin­ein zie­hen, die­se for­ma­tiert alles hübsch vor und erzeugt auch gleich pas­sen­de Ver­sio­nen für die Por­trait- und Land­s­cape-Ansicht. Selbst­ver­ständ­lich, kann man danach das Lay­out nach eige­nem Gus­to anpas­sen und wer über tech­ni­sche Exper­ti­se in Sachen HTML und Java­script ver­fügt kann sogar neue Wid­gets für Inhalts­ele­men­te erstel­len. Doch die Ziel­grup­pe ist ganz ein­deu­tig nicht der Fach­mann – Otto Nor­ma­luser wird in die Lage ver­setzt, mit die­ser Soft­ware inter­ak­ti­ve eBooks fürs iPad her­zu­stel­len. Ob auch für ande­re Platt­for­men wird sich zei­gen, aber ich sehe kaum Hin­de­rungs­grün­de, wenn die erzeug­ten Datei­en HTML/CS­S/Ja­va­script-basiert sein soll­ten. Wobei bei Apple natür­lich eine künst­li­che Beschrän­kung auf eige­ne Hard­ware nicht uner­war­tet wäre, aber die Hacker wer­den es schon rich­ten.

Ich ver­mu­te dass die ers­ten Ver­le­ger ange­sichts der wäh­rend der Demons­tra­ti­on gezeig­ten über­aus ein­fa­chen Bedie­nung von iBooks Aut­hor ange­fan­gen haben, Rotz und Was­ser zu heu­len und mög­li­cher­wei­se wur­de die ein oder ande­re Fla­sche Frust-Bour­bon geleert. Zumin­dest von den­je­ni­gen, die wis­sen, wie man sich einen Stream im Inter­net ansieht. :o)

Unschön aber lei­der nicht uner­war­tet die Beschrän­kung auf Mac OS – einen Mac kau­fe ich mir des­we­gen nicht.

Update: Hei­se hat’s aus­pro­biert

Creative Commons License

Logo iBooks Aut­hor Copy­right 2012 Apple Inc.