Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Ron Moore macht neue Science Fiction-Serie

Die gute Nach­richt: Ronald D. Moo­re macht mal wie­der eine SF-Serie. Den kennt man natür­lich von STAR TREK (TNG, DS9, VOY), aber auch durch die Neu­auf­la­ge von BATTLESTAR GALACTICA unter sei­ner Ägi­de, sowie von HELIX, neu­er­dings OUTLANDER oder PHILIP K. DICK’S ELECTRIC DREAMS.

Die bis­her unbe­nann­te neue Serie soll sich dar­um dre­hen, wie die Welt aus­se­hen könn­te, wenn das Space Race (also das Ren­nen zwi­schen USA und Sowjet­uni­on in den 1960er und 1970ern) nie­mals zu Ende gegan­gen wäre.

Moo­re pro­du­ziert zusam­men mit Matt Wol­pert und Ben Nedi­vi (FARGO). Wann wir damit rech­nen kön­nen ist bis dato unklar, aber es wer­den ohne­hin nicht alle in den Genuss der Serie kom­men kön­nen, denn das ist die schlech­te Nach­richt:

Sie wird von Apple exklu­siv für Apple TV pro­du­ziert.

Bild Ron Moo­re von Keith McDuf­fee, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

ELECTRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHILIP K. DICK wandert zu Amazon

ELECTRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHILIP K. DICK wandert zu Amazon

Im Mai ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te ich das letz­te Mal dar­über berich­tet, dass Ron Moo­re, Micha­el Din­ner und Bryan Crans­ton aus­füh­ren­de Pro­du­zen­ten bei einer SF-Fern­seh­se­rie namens ELECTRIC DREAMS: THE WORLDS OF PHILIP K. DICK sind, die auf den Wer­ken des US-ame­ri­ka­ni­schen Autors basiert. Ursprüng­lich soll­te die Show auf AMC lau­fen, da war laut der Pro­duk­ti­ons­fir­ma Chan­nel 4 angeb­lich auch schon alles in tro­cke­nen Tüchern, aber dann hat der Sen­der offen­bar kal­te Füße bekom­men und eine Ver­zö­ge­rungs­tak­tik gefah­ren, die jetzt offen­bar dazu führ­te, dass man sich jetzt einen neu­en Part­ner gesucht hat.

Neu­er Co-Pro­du­zent ist Ama­zon Video, das Kon­zept bleibt das­sel­be: Eine zehn­tei­li­ge Serie, bei der jeder Epi­so­de ein Werk von Dick zugrun­de lie­gen wird. Die Epi­so­den wer­den von nam­haf­ten Autoren ver­fass­te, bei­spiels­wei­se Jack Thor­ne (HARRY POTTER AND THE CURSED CHILD, THE FADES), Mat­thew Gra­ham (DOCTOR WHO, die nicht rea­li­ser­te STAR WARS-Serie), Tony Gri­so­ni (FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS) oder David Farr (THE NIGHT MANAGER).

Crans­ton wird nicht nur pro­du­zie­ren, son­dern auch mit­spie­len.

Im ver­gan­ge­nen Mai hat­te ich noch ver­mu­tet, die Serie käme im Früh­jahr 2017. Dar­aus wird dank AMC nun nichts, mein neu­er Tipp wäre der Herbst die­sen Jah­res.

Bild: Bryan Crans­ton 2014, von Peabo­dy Awards, aus der Wiki­pe­dia, CC-BY

Bryan Cranston in ELECTRIC DREAMS: THE WORLD OF PHILIP K. DICK

Bryan Cranston in ELECTRIC DREAMS: THE WORLD OF PHILIP K. DICK

Bryan CranstonIch hat­te noch nicht dar­über berich­tet, dass man aus den Wer­ken des SF-Autors Phil­ip K. Dick (TRÄUMEN ANDROIDEN VON ELEKTRISCHEN SCHAFEN ali­as BLADE RUNNER) eine Fern­seh­se­rie machen möch­te. Das hole ich hier­mit schnell nach, ins­be­son­de­re, weil es inter­es­san­te Neu­ig­kei­ten dazu gibt.

Ges­tern ließ man bei Chan­nel 4 und Sony Pic­tures Tele­vi­si­on ver­lau­ten, dass Bryan Crans­ton (BREAKING BAD) nicht nur aus­füh­ren­der Pro­du­zent der Show mit dem Titel ELECTRIC DREAMS: THE WORLD OF PHILIP K. DICK wer­den wird, son­dern auch selbst mit­spielt. Er sag­te dazu:

It’s an elec­tric dream come true

Jede Epi­so­de der zehn­tei­li­gen Serie wird eine von Dicks Kurz­ge­schich­ten umset­zen, es gibt also kei­nen über­grei­fen­den Hand­lungs­bo­gen oder eine durch­ge­hen­de Beset­zung (also ein ähn­li­ches Kon­zept wie bei AMAZING STORIES oder TWILIGHT ZONE).

Showrun­ner, Autor und aus­füh­ren­der Pro­du­zent ist Ronald D. Moo­re, den kennt man von STAR TREK und BATTLESTAR GALACTICA, zusam­men mit Micha­el Din­ner (JUSTIFIED, MASTERS OF SEX).

Infor­ma­tio­nen zu wei­te­ren Schau­spie­lern oder einem Start­ter­min gibt es noch nicht. Ich wür­de aber mal anneh­men, dass wir das viel­leicht im ers­ten Quar­tal 2017 zu sehen bekom­men wer­den.

Bild: Bryan Crans­ton 2014, von Peabo­dy Awards, aus der Wiki­pe­dia, CC-BY

Extended Trailer: HELIX

Extended Trailer: HELIX

Ron Moo­re ver­sucht sich wie­der ein­mal an einer Sci­ence Fic­tion-Serie, dies­mal für SyFy. Man kennt ihn zum einen von ver­schie­de­nen STAR TREK-Inkar­na­tio­nen, näm­lich TNG, DS9 und VOY, wei­ter­hin aber natür­lich auch durch den Reboot von BATTLESTAR GALACTICA. Er war bereits bekannt, dass er eine Serie namens HELIX für SyFy machen wür­de, jetzt gibt es nach einem ers­ten Trai­ler (den ich­ver­passt habe) einen erwei­ter­ten Vor­gu­cker.

Grund­sätz­lich geht es wohl um den Aus­bruch einer epi­de­mi­schen Krank­heit in einem For­schungs­zen­trum der CDC (Cen­ters for Disea­se Con­trol and Pre­ven­ti­on) in der Art­kis.

Die Serie star­tet in den USA am 10. Janu­ar 2014 auf SyFy.

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Teaser: Ron Moores neue Serie HELIX

Teaser: Ron Moores neue Serie HELIX

Ron Moo­re macht nach NEW BATTLESTAR GALACTICA wie­der eine Serie für SyFy, die im Novem­ber in den USA anlau­fen soll: HELIX. Die Show wur­de von SyFy gekauft, ohne erst einen Pilo­ten zu pro­du­zie­ren und zu begut­ach­ten. Soll­te das was bedeu­ten?

Zum Inhalt:

When a team of sci­en­tists from the Cen­ter for Disea­se Con­trol tra­vel to a high-tech rese­arch faci­li­ty in the Arc­tic to inves­ti­ga­te a pos­si­ble disea­se out­break, they quick­ly find them­sel­ves pul­led into a ter­ri­fy­ing life-and-death strugg­le that holds the key to mankind’s sal­va­ti­on or total anni­hi­la­ti­on.

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Diana Gabaldons OUTLANDER wird zur Fernsehserie

Die Roman­rei­he OUTLANDER (auf Deutsch: DIE HIGHLAND-SAGA) der Autorin Dia­na Gabal­don dreht sich um Clai­re, eine ver­hei­ra­te­te Kran­ken­schwes­ter zur Zeit des zwei­ten Welt­kriegs, die durch eine Ver­ket­tung von Umstän­den (und einen Stein­kreis) zurück ins Jahr 1743 stol­pert und dort eine Welt vol­ler Aben­teu­er und Gefah­ren vor­fin­det. Als sie gezwun­gen wird, Jamie zu hei­ra­ten, einen rit­ter­li­chen und roman­ti­schen schot­ti­schen Krie­ger, wird ihr Herz zwi­schen zwei Män­nern in zwei Zei­ten zer­ris­sen, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten.

Aha. Also offen­bar His­to­ri­en­ro­ma­ne mit Fan­ta­sy-Ein­schlag für Frau­en.

Der Sen­der Starz hat nun nie­mand ande­ren als Ron Moo­re (STAR TREK, BATTLESTAR GALACTICA) mit der Umset­zung von Gabal­dons Roman­rei­he in eine Fern­seh­se­rie beauf­tragt. Die­se Zusam­men­stel­lung aus dem Sen­der der SPARTACUS rea­li­siert und dem Mann hin­ter NEW BSG ist im Moment das Ein­zi­ge, was mich im Moment hin­sicht­lich die­ser Serie ein wenig neu­gie­rig macht.

Creative Commons License

Bild: Ronald D. Moo­re, von Cbrown1023s Vater, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

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Ron Moore zu einer neuen STAR TREK-Fernsehserie

In der Online­ver­si­on des Maga­zins WIRED erschien ein inter­es­san­tes Inter­view mit Ron Moo­re, der nicht nur eine lang­jäh­ri­ge Ver­bin­dung zu STAR TREK im Fern­se­hen hat, son­dern bekann­ter­ma­ßen auch für die über­aus erfolg­rei­che Neu­fas­sung von BATTLESTAR GALACTICA ver­ant­wort­lich ist. WIRED sprach anläss­lich des 25-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums von THE NEXT GENERATION mit ihm auch über die Mög­lich­keit einer neu­en TREK-Fern­seh­se­rie. Moo­re sag­te dazu unter ande­rem (Über­set­zung von mir):

Die Leu­te müs­sen ver­ste­hen, dass die STAR TREK-Fil­me ein ganz ande­res Paar Schu­he sind. Und das gilt sowohl für die Fil­me der ori­gi­na­len Serie wie für die der Next genera­ti­on und auch die von J. J. [Abrams]. Ihrem Wesen nach sind die STAR TREK-Fil­me viel Action-ori­en­tier­ter, mit Raum­kämp­fen, gro­ßen Gegen­spie­lern und einer Men­ge Lau­fen und Ren­nen. Die Gefahr für Erde und Uni­ver­sum sind da jedes Mal enorm.

Aber die Lebens­kraft der STAR TREK-Fern­seh­se­ri­en waren ihre mora­li­schen Betrach­tun­gen und sozia­len Kom­men­ta­re. Die Schience Fic­tion lie­fert ein Pris­ma für die mensch­li­che Gesell­schaft und Kul­tur. Die Fil­me wer­den nie­mals tun, was die Epi­so­den tun, wie bei­spiels­wei­se Picard durch einen Trans­por­ter­strahl in zwei auf­tei­len und dann phi­lo­so­phisch über die Beschaf­fen­heit des­sen zu reflek­tie­ren, was einen Men­schen aus­macht, wel­che Aspek­te unse­rer Stär­ke vom Guten und vom Bösen stam­men. Die Fil­me wer­den das nie­mals tun. STAR TREK: THE NEXT GENERATION dreh­te sich um sol­che mora­li­schen Fra­gen, dar­um, wie Gesell­schaf­ten wach­sen und unter­schied­lich beein­flusst wer­den. Sol­cher The­men wer­den die Fil­me sich nie­mals anneh­men.

Um STAR TREK in einer Form zu erschaf­fen, die die Zuschau­er seit Jah­ren ken­nen, braucht es eine neue Fern­seh­se­rie und ich den­ke, dass es in die­sem Medi­um wie­der erfolg­reich wäre. Man muss eini­ge Zeit damit ver­brin­gen, über Form und Struk­tur zu spre­chen und wie man es für das neue Publi­kum aktua­li­siert. Man muss auch wie­der den »uner­schro­cken dort­hin gehen, wo noch nie­mand gewe­sen ist«-Aspekt bedie­nen – mit einem Schiff, einer Crew und fort­lau­fen­den Mis­sio­nen. Das sind wesent­li­che Bestand­tei­le des Fran­chise.

Aber man muss auch in der Lage sein, gro­ße Ide­en zu den­ken, die grö­ßer sind, als den Böse­wicht der Woche zu jagen. Dabei war die Serie [TNG] nicht beson­ders gut. Ich mei­ne, wenn man auf TOS oder TNG zurück blickt, dann fin­det man ein paar coo­le Action-Aben­teu­er-Epi­so­den mit Raum­kämp­fen, aber die Shows han­deln von so viel mehr als nur das. Wenn man die­sen Aspekt von STAR TREK aber jede Woche im Fern­se­hen zei­gen wür­de, dann wür­de das ein­fach schei­tern.

Moo­re hat da mei­ner Ansicht nach ein paar vali­de Punk­te. Man muss sich natür­lich die Fra­ge stel­len, wie man ein Seri­en­uni­ver­sum wie­der­be­le­ben möch­te, in der gefühlt jede Geschich­te bereits erzählt wor­den ist. Das geht nur mit inno­va­ti­ven Ansät­zen und dann bleibt die Fra­ge offen, wie­viel TREK dabei übrig gelas­sen wird und wie­viel auf der Stre­cke bleibt. Man könn­te auch for­mu­lie­ren: wie­viel übrig blei­ben muss und wie­viel auf der Stre­cke blei­ben muss. Eben­so muss in die Glei­chung mit ein­be­zo­gen wer­den, dass SF im Fern­se­hen heut­zu­ta­ge deut­lich düs­te­rer, dys­to­pi­scher erzählt wird, als frü­her. Passt das zu STAR TREK?

Per­sön­lich wür­de ich mich dar­über freu­en, auch mal wie­der eine von der Grund­ein­stel­lung her posi­ti­ve Visi­on der Zukunft im Fern­se­hen ange­bo­ten zu bekom­men – sprich: die stän­di­gen Dys­to­pi­en hän­gen mir zum Hals raus, gesell­schaft­li­che, poli­ti­sche und ande­re Kata­stro­phen habe ich genug, wenn ich mir die Nach­rich­ten anse­he -, und das dann auch gern in einem bekann­ten Set­ting, eben STAR TREK. Denn das eig­net sich durch sei­ne posi­ti­ve Grund­hal­tung nun ein­mal für eine opti­mis­ti­sche Betrach­tung der Zukunft.

Mei­ner Ansicht nach unab­ding­bar ist heut­zu­ta­ge, dass eine gesun­de Mischung gefun­den wer­den muss aus dem epi­sodi­schen Ansatz und dem über­grei­fen­den Hand­lungs­bo­gen. Heut­zu­ta­ge könn­te man »gro­ße« Geschich­ten auch im TREK-Uni­ver­sum erzäh­len – und das wäre doch schon der ers­te inno­va­ti­ve Ansatz. Denn auch wenn das bei DEEP SPACE 9 schon ein­mal zeit­wei­lig funk­tio­niert hat, und auch in der drit­ten Staf­fel von ENTERPRISE ver­sucht wur­de, erin­nert man sich an die ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen der Seri­en doch haupt­säch­lich in Form von für sich allein ste­hen­den Fol­gen. Und die meis­ten erfolg­rei­chen Gen­re-Seri­en haben heut­zu­ta­ge ent­we­der einen Über­plot der im Vor­der­grund steht, oder einen der die Ein­zel­epi­so­den ergänzt und spä­ter ersetzt.

Als Abschluss bleibt die Erkennt­nis, dass eine neue STAR TREK-Serie durch die not­wen­di­ge Sym­bio­se aus Alt und Neu kei­ne ein­fa­che Unter­neh­mung wer­den dürf­te. Aber bei THE NEXT GENERATION hat es nach anfäng­li­chen Pro­ble­men schließ­lich auch funk­tio­niert …

Das gesam­te, deut­lich län­ge­re und äußerst inter­es­san­te Inter­view mit Ron Moo­re fin­det sich bei WIRED.

Creative Commons License

Bild: Ronald D. Moo­re 2006, von Cbrown1023s Vater, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA