EU hält unerwünschte Piraterie-Studie unter Verschluss

EU hält unerwünschte Piraterie-Studie unter Verschluss

 

Der im EU-Parlament sitzenden Piratin Julia Reda (die dort von den meisten leider unbemerkt immer wieder großartige Arbeit leistet) haben wir es zu verdanken, dass eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene und unter Verschluss gehaltene Studie endlich ans Tageslicht kommt.

Grund für die Geheimhaltung, die jetzt durch eine Anfrage im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes beendet wurde: Die Ergebnisse der Studie passten der EU-Kommission offenbar nicht ins Konzept und widersprechen der von Verwertern immer wieder mantraartig wiederholten Aussage, dass Piraterie die Umsätze schmälert oder sogar wegbrechen lässt. Zitat:

In general, the results do not show robust statistical evidence of displacement of sales by online copyright infringements.

Pikant ist daran, dass die EU-Kommission plante und immer noch plant, aufgrund angeblicher Einbußen der Verwerter – und auf deren Betreiben hin – die Urheberrechte deutlich zu ungunsten der Bürger und Nutzer zu verschärfen oder sogar Zensurinfrastrukturen einzuführen. Da kann man nachvollziehen, dass einem eine solche Studie nicht in den Kram passt. Man könnte auch sagen, dass ihnen die Realität nicht passt. Oder dass sie lieber weiter die von Lobbyisten diktierten Gesetze verabschieden wollen.

Denn den Versuch, die Studie geheim zu halten, halte ich für kackendreiste Lobbypolitik. Da soll sich nochmal ein EU-Politiker der etablierten Parteien wundern, dass man ihnen nicht über den Weg traut …

Das sollte allerdings insbesondere auch all denjenigen Autoren, die immer lautstark über ihre ach so großen vermeintlichen Einbußen durch Piraterie jammern, zu denken geben, weil sie schwer daneben liegen (wie ich es schon immer sagte). Ja – es gibt Piraterie. Nein, ihr würdet nicht ein Buch mehr verkaufen, gäbe es sie nicht. Nein, ihr wärt ohne Raubkopien nicht reich, egal wie oft ihr euch das auch einreden mögt.

[Edit]: Im Licht dieser Erkenntnisse wird natürlich auch das Geschäftsmodell der Dienstleister, die Piraterie-Gegenmaßnahmen gegen zum Teil horrende Kosten anbieten, ziemlich fragwürdig.

Mehr Details dazu auf netzpolitik.org, wo ich das Thema gefunden habe.

Wer die Studie lesen möchte, kann das hier tun, sie liegt als PDF-Datei vor (ca. 3,4 MB).

Grafik “Piraterie” von mir, CC-BY

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

VG-Wort Ausschüttung an Verleger: Gesetzesänderung und Lobbyismus

Die Parteien in #neuland tun sich mit einer angesichts der geänderten Parameter durch Internet und Digitalisierung dringend notwendigen Novellierung des Urheberrechts schwer. Da bewegt sich seit Jahren an unzähligen Stellen nichts Sinnvolles. Wie schnell so etwas allerdings gehen kann, wenn eine Lobbyvereinigung wie der Börsenverein des deutschen Buchhandels lauthals “Mimimi!” und ordentlich Druck auf die Politik macht, zeigt die Tatsache, dass sich die große Koalition in Rekordzeit auf eine Gesetzesänderung geeinigt hat, die Verlage wieder an den Ausschüttungen der VG-Wort beteiligen soll, nachdem der BGH das bisherige Verfahren als rechtswidrig eingestuft hat. Weit vorne dabei: die SPD.

Ich finde es geradezu widerlich, wie sich hier Lobbyvereinigungen Gesetze auf Wunsch von der Politik zurecht schreiben lassen, zu Ungunsten der Urheber. Andere in Zeiten eines Internets und Sozialer Medien dringend notwendige Verbesserungen wie beispielsweise eine Art “fair use”-Klausel, oder eine Verringerung von Schutzrechtsfristen, die eher den Nutzern zugute kommen würden, lassen weiter auf sich warten, oder sind noch nicht einmal am Horizont zu sehen – weil Bürger keine Lobby haben. Auch ist nichts davon zu sehen, dass die Urheber rechtlich besser gestellt werden sollen, von Heiko Maas’ durchaus sinnvollen Änderungen des Urheberrechts ist – ebenfalls nach heftiger Lobbyarbeit – kaum etwas übrig geblieben. Schlimmer noch: Den Signalen aus Brüssel nach zu urteilen, stehen uns Urheberrechtsänderungen ins Haus, die die Nutzer und sogar die Urheber noch stärker benachteiligen und ausschließlich den Verwertern dienen.

Bei den derzeitigen politischen Konstellationen sehe ich allerdings kaum Hoffnung, dass sich das alles in absehbarer Zeit zum Besseren ändern wird.

[Update 19.12.2016:] Das dem Europarecht widersprechende Gesetz wurde tatsächlich im Eilverfahren durchgewunken:

Die am Dienstag von CDU, CSU und SPD ankündigungslos vorgelegte Erweiterung der geplanten Reform des Urhebervertragsrechts um “Fragen der Verlegerbeteiligung” passierte innerhalb von vier Tagen praktisch ohne Medienöffentlichkeit den Ausschuss für Kultur- und Medien (Sondersitzung am Dienstag), den Rechtsausschuss (Mittwoch) das Bundestagsplenum (Donnerstagnacht) und den einspruchsberechtigten Bundesrat (Freitag). (Telepolis)

Bild: Buch Copyright StockUnlimited

Warner Music, Copyright-Trolle und Lobbyhuren

Warner Music, Copyright-Trolle und Lobbyhuren

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Ich habe auf Youtube seit 2013 ein Video von der Intermodellbau, das Miniatur-Dampfmaschinen zeigt. Hinterlegt hatte ich den Clip mit Ragtime-Musik aus der Public Domain-Sammlung von freemusicarchive.org. Die verwendeten Dateien sind Originalaufnahmen aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts (ungefähr 1900 bis 1916) und selbstverständlich sind alle Urheber schon so lange tot, dass sämtliche Rechte erloschen sind.

Das hindert natürlich die Algorithmen der Copyright-Trolle nicht daran, die bekannteren der verwendeten Musikstücke als geklaut zu flaggen, insbesondere Gershwins Chinese Blues oder Scott Joplins Maple Leaf Rag (aus dem Jahr 1899!). An sich schon eine Unverschämtheit (insbesondere da im Abspann des Video die Quellen eindeutig genannt sind, das hat allerdings logischerweise weder die Automatismen von Warner noch die von Youtube gejuckt), aber normalerweise sollte ein Claim damit aus der Welt sein, dass man Youtube die Quelle nennt. Im Falle von Koch Media war das auch so (da hat sich das offenbar tatsächlich jemand angesehen), aber Warner Music trieb das Spiel bei George Gershwin auf die Spitze, indem mein Einspruch als nicht valide abgeschmettert wurde. Da blieb mir schon die Spucke weg, denn offensichtlich hatte sich das beim Musikmulti niemand inhaltlich angesehen – denn dann wäre sofort klar gewesen, dass das alles kompletter Bullshit ist.

Wenn man dann nochmal widersprechen möchte, weist Youtube einen dann auch mit dramatischen Worten darauf hin, dass ein weiterer Einspruch drastische rechtliche Konsequenzen haben kann, es wird also eine Drohkulisse aufgebaut, die möglicherweise Ängstlichere dazu verführen kann, ihre Ansprüche aufzugeben und den Copyright-Trollen von Warner und Co. das Feld zu überlassen. Nicht mit mir, also noch einen Einspruch eingereicht und nochmal dieselben Hinweise wie beim ersten hinterlassen.

Dann passierte lange nichts und nach 30 Tagen kam die Meldung von Youtube, dass bei Warner niemand auf den Einspruch reagiert habe und der Fall nun geschlossen sei. Neues von Captain Obvious, denn selbst wenn sich das irgendein Erfüllungsgehilfe bei Warner angesehen haben sollte, was ich nicht glaube, wäre sofort klar gewesen, dass der Claim, der sofort dazu führte, dass sämtliche Monetarisierung des Videos sofort an Warner geht, völlig für die Füße ist.

Verdammte Copyright-Trolle. Ich habe kurz darüber nachgedacht, Warner Music Deutschland wegen Betrugs anzuzeigen, habe es dann aber gelassen, weil ich mir das daraus resultierende Generve nicht antun wollte, und weil vermutlich eh niemand ermittelt hätte, da die Einnahmen aus der Video-Monetarisierung schlichtweg Peanuts sind.

Wie dumm die von Contentmafia (Musik, Film, egal) verwendeten Verfahren tatsächlich daher kommen, zeigt der Bericht darüber, dass sie ihre eigenen Seiten oder sogar Shopseiten Amazons, auf denen sie selbst ihre Filme verkaufen, als Urheberrechtsverstöße bei Google melden. Man darf an dieser Stelle darüber spekulieren, wieviele völlig legale Google-Suchergebnisse aufgrund unberechtigter Ansprüche seitens irgendwelcher Rechteinhaber-Vollidioten gesperrt werden.

Auch hier gehört das Urheberrecht dringend zugunsten der Urheber und Nutzer reformiert, damit nicht Copyright-Trolle in großen Massen Claims ins Netz bomben dürfen, sondern bei falschen Anschuldigungen und Mißbrauch des Urheberrechts (das nach Vergabe von Lizenzen “Verwerterrecht” heißen sollte) auch Konsequenzen zu tragen haben. Das würde die automatisierten Trollereien erheblich verringern.

Ich gehe aber davon aus, dass in der Hinsicht dank unserer lobbylutschenden Politik nichts passieren wird. Der geleakte Entwurf des “reformierten” Urheberrechts der EU-Kommission und des in meinen Augen mehr als peinlichen Internet-Kommissars Oettinger (wenn man irgendwelche Vögel in der deutschen Politik nicht mehr brauchen kann, werden sie nach Brüssel abgeschoben, um dort Unheil anzurichten) zeigt ja eindeutig, dass der Verwertermafia alles in den Hintern geschoben werden soll, und man die Interessen und Rechte der Urheber und Nutzer erneut mit Füßen tritt. Teile des Gesetzes lesen sich, als seien sie von den Contentanbietern diktiert worden, und vermutlich war das auch so.

Wenn diese Gesetze so durchkommen, wird Raubkopieren zu zivilem Ungehorsam.

epubli und das Urheberrecht: Keinerlei Reaktion

epubli und das Urheberrecht: Keinerlei Reaktion

Screenshot Google Books

Vor ein paar Tagen hatte ich darüber berichtet, wie epubli über mehrere Jahre ein eBook der Autorin Anja Bagus  vertrieben hat, obwohl der Vertrag rechtsgültig gekündigt worden war, und die eigenen AGB eindeutig aussagten, dass Bücher daraufhin innerhalb von fünf Tagen von Partnerplattformen entfernt werden müssen. Ich hatte daraufhin eine Anfrage per Email bei epubli gestellt. Die ist auch angekommen, wie mir eine Autoresponder-Mail eindeutig zeigte. Aber wie bereits erwartet, erhielt ich auf meine Anfrage keinerlei Antwort, der Anbieter hüllt sich in Schweigen.

autoresponder

Übrigens erhielt auch die Autorin auf ihre Fragen bezüglich eventuell abgesetzter Exemplare und anderer Themen keinerlei Antwort. Und das ist schon eine Unverschämtheit besonderen Geschmacks. Erneut muss man sich fragen, ob man bei der Holtzbrinck-Tochter der Ansicht ist, dass das Urheberrecht nur für andere gilt.

Jetzt wird vermutlich auch keine Antwort mehr kommen, denn selbstverständlich wurde aufgrund der komplett ausbleibenden Reaktion ein Anwalt eingeschaltet, deswegen wird epubli Informationen mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren ablehnen.

Auf Facebook entschuldigte man sich, allerdings erst eine Woche nach der Anfrage per Mail:

Liebe Anja, wir haben Deine Nachricht und auch die Beiträge hier gesehen. Wir verstehen Deinen Ärger und Deine Irritation. Unser Autoren-Team prüft, was passiert ist und setzt sich mit Dir in Verbindung. So lange können wir nur sagen: Es tut uns sehr Leid und wir bitten um Entschuldigung!

Das ist natürlich nichts anderes als lächerlich. Ob ein ertappter Buchpirat bei Holtzbrinck auf Nachsicht hoffen darf, wenn er sich lapidar entschuldigt? Vermutlich eher nicht.

Bei Google books ist der Roman übrigens nach wie vor unter der Firmierung “epubli GmbH” zu finden. Siehe Bildschirmfoto.

 

Börsenverein motzt über Entwurf zur Urheberrechtsnovellierung

Börsenverein motzt über Entwurf zur Urheberrechtsnovellierung

CopyrightIn meinen Augen ist es geradezu widerwärtig zu nennen, wie der Börsenverein sich über die Stärkung der Rechte des Urhebers in einem Entwurf des Urheberrechts echauffiert. Bisher sind die Verwerter deutlich im Vorteil, was Rechte angeht und können den Urhebern Knebelverträge diktieren, beispielsweise was Laufzeiten angeht. Das führt unter anderem dazu, dass Bücher in der Versenkung verschwinden, weil sie nicht nachproduziert werden, der Verlag aber auch die Rechte nicht freigibt, damit diese an den Autor zurückfallen können. Völlig grotesk wird die Lage bei eBooks: Wenn die Vertragsklausel bei Printbüchern noch lautet, dass die Rechte an den Autor zurückfallen, wenn das Buch eine gewisse Zeit lang nicht erhältlich war, ist das bei eBooks quasi nie so, der Urheber wird die Rechte also nie zurück erhalten.

In der Novellierung des Urheberrechts soll diese Zeit auf fünf Jahre begrenzt werden. Wenn ein anderer Anbieter dann für die Rechte mehr bezahlt, darf der Autor diese zurückfordern und an den neuen Anbieter vergeben.

Matthias Ulmer, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins, äußert sich kritisch. Unter anderem darüber, dass sich ein Buch in fünf Jahren noch nicht amortisiert haben könnte.

Der Gesetzentwurf des BMJV sieht unter anderem vor, dass Autoren ihre Verlagsverträge nach fünf Jahren durch Rückruf beenden können. Dazu sollen sie berechtigt sein, wenn ihnen ein Verwerter, der an den Investitionen des Ursprungsverlags in das Werk und an dessen wirtschaftlichem Risiko nicht beteiligt war, für die Weiternutzung z.B. einen hohen Vorschuss bietet. Der ursprüngliche Vertragspartner hat dann lediglich eine Art Vorkaufsrecht. Das gilt auch dann, wenn er sich aufgrund noch nicht amortisierter Investitionen in das Werk gegenüber dem neuen Bieter in einer ruinösen Wettbewerbssituation befindet. [Quelle]

Darf ich mal lachen? Die meiste Massenware abseits von Bestsellern ist doch nach fünf Jahren nur noch in der Backlist zu finden, wenn man viel Glück hat. Die wurde inzwischen schon lange auf dem Remittenden-Grabbeltisch verramscht. Bei Bestsellern sieht die Sache natürlich deutlich anders aus, aber bei denen hat man dann sicherlich bereits genug Umsatz gemacht, dass sich die Sache für Verlag (und vielleicht sogar Autor) lohnte.

Die Lösung ist eigentlich einfach: Zufriedene Autoren bleiben beim Verlag. Wenn man diese also nicht am ausgestreckten Arm verhungern lässt und fair behandelt, dann werden diese sicherlich weiter mit dem Verlag arbeiten, der sie erfolgreich gemacht hat. Macht ein anderer Verlag ein deutlich besseres Angebot, dann ist das Werk offensichtlich auch deutlich mehr wert, als der erste Vertragspartner zahlen möchte. Eigentlich sind das in einer Marktwirtschaft völlig normale Vorgänge, aber wenn man sein Haupt selig auf dem weichen Kissen der Buchpreisbindung betten kann, mag einem das möglicherweise nicht klar sein. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass etliche Verleger (und andere Mitspieler in der Buchbranche) immer noch nicht verstanden haben, oder die Augen davor verschließen, dass wir nicht mehr in den 1980ern leben.

Der Verweis auf Kleinverlage zieht in meinen Augen nicht, da diese nach meinen Erfahrungen den Autoren ohnehin bessere und fairere Konditionen bieten, als große Publikumsverlage. Die kleinen agieren mit den Urhebern auf Augenhöhe, statt vom hohen Ross herab.

Es dürfte aber klar sein, dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seine gesamte Lobbymacht in die Wagschale werfen wird, um autorenfreundliche und seit Jahren überfällige Verbesserungen der Gesetzeslage zugunsten der Urheber zu verhindern. Die Musikindustrie wird das ebenfalls tun. Es sollte also keinen wundern, wenn am Ende aufgrund dieser Lobbyeinflüsse ein Gesetz herauskommt, das die Urheber noch schlechter stellt, als es jetzt bereits der Fall ist.

Die Verwerter sind exakt das: Verwerter. Sie schaffen selbst nichts Kreatives, sie verkaufen ausschließlich das Werk Dritter, der eigentlichen Urheber. Und ich wiederhole mich: Deren Rechte müssen im Rahmen einer Urheberrechtsnovelle deutlich gestärkt werden. Die aktuellen Verwerterrechte sind viel zu umfangreich, zu ausufernd, sie benachteiligen die Werkschaffenden. Und wenn die Verwerter von “Urheberrechten” sprechen, wenn sie gegen angebliche Raubkopien wettern, dann meinen sie diese nicht tatsächlich, sondern ausschließlich ihre Verwerterrechte.

Wir brauchen aber mehr Rechte für die Urheber. Dringend. Gesetze müssen zuerst dem Bürger dienen, nicht irgendwelchen Firmeninteressen.

Bild “Copyright” von Pixabay, CC0, Public Domain

Börsenverein vergrätzt: doofes Urheberrecht ist doof

Börsenverein vergrätzt: doofes Urheberrecht ist doof

eBook-ParagraphJaja, der Börsenverein des deutschen Buchhandels, so ist er. Immer ganz weit vorne dabei, wenn es gegen angebliche Urheberrechtsverletzungen Dritter geht (und meint dabei tatsächlich nicht die Rechte der Urheber, sondern der Verwerter). Da wird gegen Raubmordterrorkopierer gewettert, dass einem die Ohren schlackern. Nur selbst sieht man das mit dem Urheberrechts offensichtlich nicht so eng.

Der Onlinehändler buch.de hatte Rezensionen aus der FAZ ganz oder teilweise abgedruckt, die Zeitung war dagegen gerichtlich vorgegangen. Nun hätte man annehmen können, dass der Fall eindeutig ist: das Urheberrecht liegt beim Autoren, das Verwertungsrecht (vermutlich via total buyout des Urhebers, wie in der Zeitungsbranche üblich) liegt bei der FAZ. Doch beim Branchenverband sah man das anders. Ein Gerichtsurteil trieb dem Börsenverein (mir gegenüber haben Autoren neulich geäußert, dass man ihn spaßeshalber inzwischen auch den “Bösenverein” nennt) seine Flausen aus. Das Urteil ist eindeutig – und auf der Webseite des Börsenblattes zeigt man sich ob des nicht unerwarteten Ergebnisses (Urheberrechtsverstoß, Ordnungsgeldes in Höhe von 250000 Euro, alternativ Haft) maulig. Denn:

Bedauerlich ist, dass das symbiotische Miteinander von Buch- und Presseverlagen bei der Verwendung von Rezensionen nach diesem Urteil faktisch aufgekündigt ist.

Ach so. Was sie anderswo als (Sarkasmus on) unerträgliches, geradezu todeswürdiges Verbrechen verdammen (Sarkasmus off) – nämlich das nichtlizensierte Kopieren von Inhalten – ist wenn es ihre Mitglieder tun auf einmal ein “symbiotisches Miteinander”. Ich komme aus dem Lachen heute gar nicht mehr raus …

Besonders interessant finde ich die Argumentation der Börsenvereins-Rechtsverdreher-Juristen:

[…] Im Übrigen entspreche die Verwendung von Rezensionsauszügen und Rezensionen – unabhängig von ihrer prinzipiellen urheberrechtlichen Schutzwürdigkeit – einer “langjährigen, bisher von allen Beteiligten akzeptierten oder zumindest geduldeten und infolgedessen zum Gewohnheitsrecht erstarkten Branchenübung.”[…]

Verstehe. Weil man das seit Jahrzehnten so handhabt, ist es also quasi gottgegebenes Recht. Na denn, ich kopiere auch schon mein ganzes Leben Dinge …

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Bild von mir, CC BY-NC-SA

Börsenverein und Verleger entsetzt: Urheberrecht gilt auch für sie

Börsenverein und Verleger entsetzt: Urheberrecht gilt auch für sie

eBook-ParagraphDer Börsenverein des Deutschen Buchhandels und zahllose seiner Mitglieder gerieren sich immer wieder gern mal als die Hüter des Urheberrechts – auch wenn jeder Person mit einem IQ oberhalb der Raumtemperatur klar sein sollte, dass sie in Wirklichkeit die Verwerterrechte meinen und die Urheberrechte für sie höchstens drittrangig sind.

Dass ich mit dieser Annahme vermutlich richtig liege, zeigt die Reaktion auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, das der Verlag Carl Hanser bemühen wollte, um die eigenen Pfründe gegenüber den rechtmäßigen Forderungen von Übersetzern zu sichern. Bereits mehrfach hatte der Bundesgerichtshof bestätigt, dass Übersetzer nachträglich gerichtlich prüfen lassen können, ob ihre Vergütung angemessen ist, um gegebenenfalls Nachforderungen zu stellen.

Hanser gefiel es offenbar nicht, dass man die Übersetzer angemessen an Gewinnen beteiligen muss. Ist ja auch eine Unverschämtheit, wollen die einfach so Geld für ihre Arbeit. Wo kommen wir denn da hin? Um nicht zahlen zu müssen, legte man, unterstützt vom Börsenverein, zwei Verfassungsbeschwerden ein, zum einen gegen die Urteile des BGH, zum anderen gegen das Urheberrechtsgesetz. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Verfassungsbeschwerden zum Zwecke der Gewinnoptimierung und um den Übersetzern ihnen zustehende Zahlungen vorzuenthalten.

Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt beide Beschwerden zurückgewiesen – der Justiziar des Börsenverein äußert sich “enttäuscht”.

Urheberrechtsgesetze gelten offenbar im Selbstverständnis des Börsenvereins wieder einmal nur für “die anderen”, nicht für diesen und seine Mitglieder. Die meiner Ansicht nach miserabel entlohnten Übersetzer dürfte das Urteil freuen. Mit Recht.

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Bild: eBook-Paragraph von mir, CC BY-NC-SA

USA: “Six Strikes” und die hässlichen Folgen

Auch in Deutschland träumen manche reaktionären Kräfte in den üblichen Parteien bekanntermaßen lautstark über irgendwelche “strikes”-Modelle. Als pure Menschenfreundlichkeit soll das System verkauft werden, bei dem einem Internetnutzer nach mehreren (es werden hierzulande drei bevorzugt) Urheberrechtsverstößen das Grundrecht auf Netzzugang entzogen werden soll. Auch in den USA hat die Lobby eine ähnliche Regelung durchgedrückt und die Ergebnisse lasssen sich sehen:

Aktuell werden die Nutzer dort nach dem Inkrafttreten einer “six strikes”-Regelung geradezu mit DMCA (Digital Millenium Copyright Act) “takedown notices” überzogen. Eine Firma namens dtectnet verschickt offenbar Strikes für alles mögliche, was angeblich irgendeinen Verstoß gegen irgendwelche Copyrights darstellt. Dabei gibt es dem Augenschein nach verblüffende Auswüchse durch ein automatisiertes System, denn etliche der Claims sind völlig haltlos. Was natürlich nichts daran ändert, dass der “Strike” ausgesprochen wurde.

David Sutherland bietet über Mediafire Mods für das MMO GUILD WARS 2 an und der hat folgende Mitteilung erhalten (kompletter Inhalt auf Techdirt):

Dear MediaFire User:

MediaFire has received notification under the provisions of the Digital Millennium Copyright Act (“DMCA”) that your usage of a file is allegedly infringing on the file creator’s copyright protection.

As a result of this notice, pursuant to Section 512(c)(1)(C) of the DMCA, we have suspended access to the file.

The reason for suspension was:

ATE: 22 February 2013Dear Sir/Madam:Please be advised that NBC Universal and/or its subsidiary and affiliated companies(collectively, NBC Universal) are the owners of intellectual property rights in numeroustelevision shows and motion pictures. NBC Universal diligently enforces such intellectualproperty rights.mediafire.com is and has been infringing NBC Universal’s intellectual property rights innumerous properties including, but not limited to, the title(s) listed at the bottom ofthis letter. By way of example, we are providing with this letter a non-exhaustive listof unauthorized copies of NBC Universal properties hosted on mediafire.com, along with theURL corresponding to each listed infringing file. NBC Universal demands that mediafire.comimmediately remove or otherwise disable access to the video files identified in thisletter, and cease and desist from any further infringement of NBC Universal properties.The undersigned has a good faith belief that mediafire.com’s use of NBC Universal propertyas referenced herein infringes NBC Universal’s rights and is not authorized by NBCUniversal, its agent or the law. The information contained in this notification isaccurate. Under penalty of perjury, the undersigned is authorized to act on behalf of NBCUniversal with respect to this matter.Please be advised that this letter is not a complete statement of the facts or law as itmay pertain to this matter, or of NBC Universal’s positions, rights or remedies, legal orequitable, all of which are specifically reserved.

Wir stellen fest: die DMCA-Notice durch NBC Universal ist komplett daneben, denn die haben mit dem Spiel GUILD WARS 2 nicht das geringste zu tun, das ist von ArenaNet und wird von NCSoft vertrieben.

Es ist davon auszugehen, dass es ab sofort haufenweise solche falschen “Strikes” gegen Internetnutzer geben wird, die Filesharing-Dienste verwenden. Frei nach dem Motto: “wir machen das einfach mal, die können ja versuchen, sich dagegen zu wehren.” Natürlich wird man sich auf “technische Probleme” und “Versehen” berufen, aber es dürfte klar sein, dass dies mit auch voller Absicht in Kauf genommen wird. Prima auch für die Firmen, dass man solche DMCA Takedowns offenbar verschicken kann, ohne nachweisen zu müssen, dass es tatsächlich einen Urheberrechtsverstoß gibt. Das erinnert an Abmahnabzocker hierzulande, die gern mal aufgrund von Bildern abmahnen, bei denen sich heraus stellt, dass sie die Rechte gar nicht besitzen, oder erst nachträglich erworben haben. Man bleibt dann aber dennoch üblicherweise auf den Kosten für den Rechtsanwalt sitzen, um diese falschen Abmahnungen abzuwehren – denn dafür müsste man vor Gericht ziehen.

Und es ist ein Vorgeschmack darauf, was hierzulande geschehen wird, sollten die Volksvertreter Volksverräter in den Parteien erneut vor den Lobbies einknicken und auch bei uns solch ein “Strikes”-System einführen. Mißbrauch wäre vermutlich Tür und Tor geöffnet – es gewinnen die mit den dicken Rechtsabteilungen.

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Quelle: Techdirt

Kommentar: Expertentagung Verlagsrecht 2015 in der Filterbubble?

Das Börsenblatt weist in seiner Onlinefassung auf eine Veranstaltung der “Akademie des deutschen Buchhandels” hin, die “Expertentagung Medienrecht: Verlagsrecht 2015«. Dabei handelt es sich nach Aussagen des Artikels um eine Tagung, die sich an “Geschäftsführer und Juristen von Medienunternehmen, Verlagsleiter, Mitarbeiter von Lizenzabteilungen und Anwälte” richtet. Dabei soll es nicht nur um Fragen wie den nach einem EuGH-Urteil von Anfang Juli zu erwartenden Gebrauchtverkauf von eBooks, sowie die Buchpreisbindung auf elektronische Bücher gehen, sondern auch darum “wie Textausschnitte und Rezensionen zukünftig geschützt […] werden können”.

Natürlich kann man davon ausgehen, dass das eine buchbrancheninterne Veranstaltung ist und allein das führt bereits zu einer eingeschränkten Sicht. Dem Thema “massenhafte Urheberrechtsverletzungen im Web” dürfte sich wahrscheinlich wie üblich genähert werden: kundenfeindliche DRM-Maßnahmen sind das A und O.

Warum ich persönlich die Veranstaltung nicht ernst nehmen kann und worüber ich laut gelacht habe ist allerdings die folgende Aussage im Artikel, die eine Ankündigung der Veranstalter wieder gibt:

Das Urheber- und Verlagsrecht wird seit Jahren in beachtlicher Geschwindigkeit an Digitalisierung und Online-Nutzungen angepasst

Wer angesichts dieses Satzes nicht in schallendes Gelächter aubricht, der lebt meiner unmaßgeblichen Meinung nach in einer Filterbubble oder sogar in einer äußerst subjektiven Wahrnehmung. Denn tatsächlich hinkt gerade die Gesetzgebung in Sachen Urheberrecht fast allen Fällen, die mit dem Web zu tun haben, der Realität Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinterher. Dank intensiver Lobbyarbeit ändert die Politik Gesetze sogar nach wie vor zu Ungunsten der Bürger und entgegen allem gesunden Menschenverstand. Über die fossile Buchpreisbindung gerade auf eBooks noch gar nicht gesprochen.

Wer angesichts dessen den obigen Satz absondert, dass die Gesetze “in beachtlicher Geschwindigkeit” angepasst werden, hat entweder massive Realitätsverluste oder äußert diese falsche Aussage vielleicht sogar vorsätzlich. Woher die Veranstalter kommen, zeigt sich ja allein daran, dass auch hier offfenbar überlegt werden soll, wie man Textsnippets (“Textausschnitte”) schützen und damit das Zitatrecht umgehen kann. Soll hier etwa ein Leistungsschutzrecht ähnlich dem für Verleger geschaffen werden?

Sieht man sich an, wer organisiert und wer Vorträge hält: nahezu ausschließlich Rechtsanwälte oder selbsternannte Hilfssheriffs wie die “Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen” (GVU), dann wundert einen eigentlich nichts mehr …

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Bild “iPad mit @” von mir, CC BY-NC-SA

Warum ACTA gefährlich und bürgerfeindlich ist

Deutsch synchronisierte Fassung.

Es kann nicht angehen, dass weltweite Proteste es schaffen, SOPA und PIPA in den USA zu stoppen, aber ACTA von bürgerfernen und demokratisch nicht kontrollierten Lobbyhuren in Brüssel durchgewunken werden kann.

Edit: sogar Spiegel Online steht ACTA äußerst kritisch gegenüber.

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Hier der Text:

Schon der Name führt in die Irre. Die eigentliche Intention von ACTA ist es, Immaterialgüterrechte zu beschützen. Als Handelsabkommen wurde es dazu entwickelt, Produkt- und Markenpiraterie sowie gefälschte Kopien von hochwertigen Gütern zu verhindern. Ebenso soll es den Missbrauch oder die Umdeutung von bekannten Marken ausschließen. Es soll die Investitionen, die in die Entwicklung von Produkten gesteckt wurden, durch Patente auf Medizin, medizinische Produkte aber auch Nahrungsmittel und Saatgut schützen. Künstler, Kreative und Journalisten sollen durch ACTA eine sichere Grundlage erhalten, um die Qualität ihrer Veröffentlichungen zu verbessern und um das internationale Urheberrecht zu harmonisieren. ACTA baut auf TRIPS auf.

Wikipedia definiert Fälschung als: “die bewusste Nachahmung eines Objektes oder einer Information zur Täuschung Dritter”.

Wenn man jedoch ein File im Internet kopiert, bleibt es genau das gleiche File, es handelt sich hierbei um keine Nachahmung. Es wurde auch nicht gestohlen, denn das Original ist noch immer da, wo es ursprünglich war. Die Information wurde ohne ein Entgelt für den Schöpfer geteilt. Der Begriff Fälschung (Counterfeit) ist deswegen irreführend.

Geistiges Eigentum oder auch Immaterialrechte wurden nie in ACTA definiert. Somit schützt ACTA nicht nur Handelsmarken, es kann auch zum urheberrechtlichen Schutz jeder Idee, Information oder sogar von Begriffen eingesetzt werden, damit dessen unlizensierter Gebrauch dann kriminalisiert und verfolgt werden kann.
Der Einfluss durch dieses Abkommen auf das Internet würde die Grundlagen der freien, auf Teilhabe und Partizipation bauenden Informationsgesellschaft aushebeln.

Der tatsächliche ACTA-Text deckt eine breite Palette von Feldern ab, ist extrem komplex und schwer zu fassen. Analog zum Internet würde ein hypothetisches Beispiel folgendermaßen aussehen:
Du lernst in einem bezahlten Kochkurs ein tolles Gericht kennen und möchtest es Deinen Freunden vorstellen. Diese Weitergabe stellt mit ACTA ein kriminelles Vergehen dar.

Im Internet würde ACTA diese Verstöße des Urheberrechts durch eine engmaschige Kontrolle aller Datenströme kontrollieren und protokollieren. Über ACTA würden die Verwerter und Verlage, welche die jeweiligen Rechte innehalten und die verletzt wurden, unmittelbar informiert. Sie könnten den Rechteverstoß direkt ahnden, die Daten und Links zum Content werden ohne Verhandlung gesperrt.

ACTA verlangt von den ISPs eine Überprüfung der von den Usern dort hinterlegten Daten nach urheberrechtlichen Verletzungen.

ACTA möchte dies für Musik, Filme, Bilder, journalistische Beiträge, Trademarks und Patente durchsetzen. Damit würden Portale wie Youtube, Twitter, Tumblr und viele andere unmittelbar kriminalisiert und zensiert.
ACTA wurde hinter verschlossenen Türen geheim ausgehandelt und ist als undemokratisch legitimiertes Instrument verfassungsrechtlich bedenklich.

Es betreibt den Rückbau von Partizipation in der Informationsgesellschaft und fußt auf einem totalitären Zensuranspruch. ACTA öffnet Tür und Tor für die grenzenlose Überwachung des Bürgers durch die Industrie.

Cory Doctorow – Every Pirate Wants to Be an Admiral: why less copyright gets you more culture

Cory Doctorow zu Copyright, Urheberrechten und Web. Der Mann ist einfach ein Held!

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Quelle: guardian.co.uk

Copy.Right.Now

Logo Heinrich Böll Stiftung… unter diesem Titel hat die Heinrich Böll Stiftung zusammen mit iRights.info einen Reader zum Thema Copyright in der Internet-Ära herausgebracht. Der Untertitel lautet »Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht«. In diesem Reader nehmen renommierte Autoren unter anderem Stellung zum Urheberrecht in der modernen vernetzten Welt, zum Kopieren und zum Leistungsschutz-Gejammer der etablierten Verleger.

Der Reader steht unter einer Creative Commons-Lizenz, die es mir ermöglicht, einen der Artikel hier zu veröffentlichen. Es handelt sich dabei um die Betrachtungen von Monika Ermert zum ACTA-Abkommen, dass soeben hinter verschlossenen Türen und weitestgehend ohne den Einfluss demokratischer Prinzipien verhandelt wird und das zu einschneidenden Einschränkungen unserer Bürgerrechte in der digitalen Welt führen wird – wenn es nicht rechtzeitig gestoppt und auf eine demokratische Basis gehoben wird.

Warum ich das hier thematisiere? Das hat verschiedene Gründe. Zum einen stammt das heute genutzte Urheberrecht aus einer grauen Vorzeit und passt nicht mehr zur “digitalen Gesellschaft”. Zum anderen kann es meiner Ansicht nach nicht angehen, dass Volksvertreter die Interessen des Volkes das sie vertreten sollen an die Vertreter von Medienkonzernen verkaufen. Und drittens sehe ich die Gefahr, dass Bürgerjournalisten ihre Blogs und Special-Interest-Seiten (so wie beispielsweise diese hier) zumachen können, wenn die Verleger von Baumfäll-Zeitungen (und Konsorten) ihre Forderungen mittels massiver Politik-Manipulationen durchsetzen können – ein erster Ansatz ist mit dem Jugendmedienstaatsvertrag und seinen abstrusen Forderungen bereits getan.

Man muss diese Informationen verbreiten, damit auch die vielleicht endlich aufwachen, die unreflektiert die Parolen der Medienindustrie und ihrer Handpuppen nachplappern.

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