Disclaimer: In Zukunft mehr Netzthemen

Disclaimer: In Zukunft mehr Netzthemen

Manch ein­er mag es vielle­icht schon begrif­f­en haben: ich bin stock­sauer über die Idi­o­tien, die skru­pel- und/oder ahnungslose Poli­tik­er vorgestern im EU-Par­la­ment beschlossen haben und die unab­se­hbare Auswirkun­gen auf das Inter­net und dessen Nutzung für uns alle haben wer­den (siehe der soeben veröf­fentlichte Text von Cory Doc­torow). Und nur um das halt­lose Mim­i­mi einiger frei drehen­der, bürg­er­feindlich­er Wirtschaft­sun­ternehmen zu befriedi­gen wird das freie Inter­net geopfert, es wer­den freie Inhalte ver­schwinden, es wird durch Zen­sur­fil­ter zu mas­sivem Overblock­ing kom­men und man darf keine Fotos von öffentlichen Orten mehr posten, sobald die Gefahr beste­ht, dass irgen­dein urhe­ber­rechtlich geschütztes Mate­r­i­al als Bei­w­erk darauf zu sehen ist. Ja, im Ernst, das ist so. Gegen all das ist die DSGVO ein Kinderge­burt­stag!

Ich habe früher bere­its immer wieder mal zu Net­zthe­men geschrieben, wenn es notwendig war.

Es ist jet­zt wieder notwendig. Es ist sog­ar drin­gend notwendig.

Ich werde euch hier auf Phan­taNews in Zukun­ft also abseits des eigentlichen The­mas Phan­tastik wieder ver­mehrt mit Net­zthe­men auf den Weck­er gehen, und das so lange, bis ihr die Kon­se­quen­zen dessen ver­ste­ht, was da ger­ade passiert und dann euer Wahlver­hal­ten entsprechend anpasst. Und vielle­icht auch der­maßen viel Druck auf die Ver­ant­wortlichen ausübt, dass die auf­grund der Proteste ihre Entschei­dung über­denken. Axel Voss (CDU), du hast noch lange nicht gewon­nen!

Der Kampf hat ger­ade erst begonnen.

Wer sich informieren will kann das beispiel­sweise bei der Elec­tron­ic Fron­tier Foun­da­tion tun. Dort schreibt Cory Doc­torow: Today, Europe Lost The Inter­net. Now, We Fight Back.

We suf­fered a crush­ing set­back today, but it doesn’t change the mis­sion. To fight, and fight, and fight, to keep the Inter­net open and free and fair, to pre­serve it as a place where we can organ­ise to fight the oth­er fights that mat­ter, about inequal­i­ty and antitrust, race and gen­der, speech and demo­c­ra­t­ic legit­i­ma­cy.

Ich werde der EFF jet­zt Geld spenden, das kann man auf der Seite der Organ­i­sa­tion tun.

Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Die größte Gefahr für das Internet in Deutschland sind ahnungslose Richter und Politiker

Bun­desregierung und Co. tun sich in let­zter Zeit damit her­vor, dass man Net­z­in­fra­struk­turen gegen »Cyber«-Angriffe schützen müsse (klein­er Ein­schub: jed­er der den Begriff »Cyber« im Zusam­men­hang mit Net­zthe­men ver­wen­det, demon­stri­ert, dass er kein­er­lei fach­liche Ahnung hat, und nur sin­nentleerte Buzz­words ver­wen­det). Da soll es »schnelle Ein­greiftrup­pen« geben, zusam­mengestellt aus »Spezial­is­ten«, die aus Fir­men rekru­tiert wer­den sollen.

Tat­säch­lich muss man allerd­ings fest­stellen, dass ahnungslose Richter, die sich offen­bar das Inter­net aus­druck­en lassen, aber deren Urteile durch kein­er­lei Sachken­nt­nis getrübt sind, eine viel größere Gefahr für das Inter­net in Deutsch­land darstellen, als irgendwelche mehr oder weniger einge­bilde­ten »Cyber-Bedro­hun­gen«. Das berüchtigte LG Ham­burg hat mal wieder einen raus­ge­hauen, da wird einem schlecht. Es bestätigte einen urhe­ber­rechtlichen Ver­stoß alleine durch die Linkset­zung auf eine Seite, wo ein Bild nicht in der durch die Cre­ative Com­mons-Lizenz gewün­scht­en Form wiedergegeben wor­den war. Noch mal ganz klar: Es wurde also nicht das Bild selb­st einge­bun­den, son­dern nur auf die Seite ver­linkt.

Danke, LG Ham­burg, da kön­nen wir das Inter­net auch gle­ich ganz abschal­ten, denn die Ver­linkung von Inhal­ten ist DER zen­trale Punkt im Netz, darauf beruht es (und nicht etwa auf Wer­beein­blendun­gen, Katzen­bildern, oder Urhe­ber­rechtsab­zocke).

Das Urteil lässt zudem viel mehr Fra­gen offen, als es klärt. Gel­ten nur direk­te Links, oder auch indi­rek­te? Sprich: Wenn ich eine Home­page ver­linke, aber auf ein­er Unter­seite ein prob­lema­tis­ches Bild ste­ht, ist das dann abmahn­bar? Wie soll man sich dage­gen schützen, dass Inhalte auf Seit­en verän­dert wer­den, aber behauptet wird »das war da schon immer!«?

Neues Abmah­n­mod­ell: Ich set­ze vol­lkom­men harm­lose Inhalte auf eine Web­seite und bringe Dritte dazu, diese zu ver­linken. Opti­maler­weise Dritte, die irgen­deine Art von Wer­bung auf ihrer Seite haben (da reicht schon ein Part­ner­link zu Ama­zon), damit die ver­link­ende Seite als »im weitesten Sinne geschäftsmäßig« gel­ten kann. Wenn ich ordentlich Links habe, stelle ich ein ange­blich wider­rechtlich ver­wen­detes Bild dort ein und mache mit Abmah­nun­gen groß Kasse.

Was ist mit Such­maschi­nen, die automa­tisiert auf Inhalte ver­linken? Was ist mit Wer­be­ban­nern, die von entsprechen­den Servern kom­men und automa­tisiert einge­blendet wer­den?

Das Urteil bet­rifft übri­gens selb­stver­ständlich auch Links auf und von sozialen Medi­en wie Face­book, Google+ oder Twit­ter, das gilt ins­beson­dere für Freiberu­fler, oder für gemis­cht beru­flich und pri­vat genutzte Pro­file.

Man weiß gar nicht, wo man damit anfan­gen soll zu erk­lären, warum dieses Urteil nicht das Ger­ing­ste mit der Real­ität im Web zu tun hat, und brandge­fährlich für all jene ist, die Inhalte online stellen. Das bedro­ht die Frei­heit und Mei­n­ungs­frei­heit im Netz – und das ist keineswegs über­trieben. Mein­er Ansicht nach ist das Urteil sog­ar ein klar­er Ver­stoß gegen die Grun­drechte. Zudem wird hier ein zen­traler Mech­a­nis­mus des Web auf dem Altar völ­lig ver­al­teter Urhe­ber­rechte geopfert, deren Nov­el­lierung an der Lob­b­yarbeit der Ver­w­ert­er und willi­gen, klep­tokratis­chen Poli­tik­ern scheit­ert. Wäre es anders, hät­ten wir schon längst eine fair-use-Klausel.

Mehr Infor­ma­tio­nen dazu, und das auch noch von fach­lich­er Kom­pe­tenz hin­ter­füt­tert, die ich nicht habe, da ich kein Jurist bin, find­et man in einem Artikel von Recht­san­walt Schwenke.

Ich kann nur hof­fen, dass sich irgend­je­mand, beispiel­sweise Heise, des The­mas annimmt, und es durch die Instanzen stre­it­et. Bis dahin freuen sich die Abmahn-Abzock­er über die hüb­sche, richter­lich geschaf­fene, Ein­nah­me­quelle.

Grafik Copy­right Stock­Un­lim­it­ed

»Natürlich lassen sich die strukturellen Seiten der Buchkultur nicht analog auf das neue Medium übertragen«

»Natürlich lassen sich die strukturellen Seiten der Buchkultur nicht analog auf das neue Medium übertragen«

nowebGot­tfried Hon­nefelder ist der »Vorste­her« des Börsen­vere­ins des Deutschen Buch­han­dels. In ein­er Rede erläutert er ein­drück­lich, wie er zum Inter­net ste­ht. Man kön­nte es salopp als »mod­ern­er, gefährlich­er Scheiß« zusam­men­fassen. Vor­sicht, es kön­nte bei inter­netaffinen Men­schen, die nicht in irgen­dein­er Ver­gan­gen­heit leben, zu einem spon­ta­nen Abfall­en des Kopfes führen, wenn man den Artikel liest, so aus­giebig wird man mit dem Kopf schüt­teln und sich des Gesichtspalmierens befleißi­gen.

Da wird ern­sthaft eine »dig­i­tale Absti­nenz« der Nutzer gefordert und beklagt, dass sich eine solche »in der Bre­ite nicht werde durch­set­zen lassen«. Und DRM ist selb­stver­ständlich die Ret­tung.

Angesichts dieser mit­te­lal­ter­lichen Ansicht­en des Börsen­vere­insvor­stands wun­dert mich bei der Branche ehrlich gesagt nichts mehr.

Artikel auf boersenblatt.net, aber ich habe euch gewarnt!

Buchpreisbindung? Im Internetzeitalter? Kauf in England!

Logo Book Depository

Wie bekan­nt gibt es in Deutsch­land ein Gesetz für Buch­preis­bindung. Das besagt grund­sät­zlich, dass Büch­er über­all gle­ich viel kosten müssen (stark verkürzt dargestellt). Und dieses Gesetz wird vom Börsen­vere­in und dessen Treuhän­der auch gnaden­los durchge­set­zt, wer ver­sucht daran zu rüt­teln, wird abgemah­nt. Und das sog­ar, obwohl Börsen­vere­in und Treuhän­der sich nicht einig sind, ob beispiel­sweise Self­pub­lish­er unter das Gesetz fall­en.

Durch die Buch­preis­bindung hat der Bücher­markt eine kartel­lar­tige Struk­tur, Kartelle sollen durch andere Geset­ze eigentlich ver­mieden wer­den, aber dank guter Lob­b­yarbeit gilt das für diese Branche offen­sichtlich nicht. Die rigide und aus­nahm­slose Durch­set­zung führt unter anderem dazu, dass solche pro­gres­siv­en und in anderen Län­dern völ­lig legalen Aktio­nen wie das »Hum­ble eBook-Bun­dle« in Deutsch­land nicht möglich sind, ohne sich der Gefahr von Rechtsstre­it­igkeit­en auszuset­zen.

Wie hirn­ris­sig diese Buch­preis­bindung angesichts eines inter­na­tionalen Mark­tes und des Inter­nets ist, zeigt der britis­che Ver­sand­händler The Book Depos­i­to­ry. Die versenden weltweit kosten­los, was an sich bere­its ein Fea­ture ist. Bei englis­chen Büch­ern sind sie in aller Regel nicht preiswert­er als beispiel­sweise Amazon.de, sind aber eine Alter­na­tive, falls der Online­händler mal was nicht vor­rätig haben sollte. Inter­es­sant wird es aber bei deutschen Büch­ern, denn auch die führt Book Depos­i­to­ry. Und diese sind zum Teil deut­lich preiswert­er als hierzu­lande.

Beispiel gefäl­lig? Bitte: ER IST WIEDER DA von Timur Ver­mes, preis­ge­bun­den bei uns für 19,33 EUR. Beim Book Depos­i­to­ry für EUR 17,69 zu haben, also 1,64 gün­stiger. Noch eins? TINTENHERZ als Taschen­buch: preis­ge­bun­den bei uns für 12 Euro, beim Book Depos­i­to­ry für 11,03 Euro. Oder: DIE TRIBUTE VON PANEM –  TÖDLICHE SPIELE. Preis­ge­bun­den in Deutsch­land für 17,90 Euro, in GB für 16,94 Euro.

Das waren jet­zt nur ein paar Beispiele, teil­weise gibt es deut­lichere Preisun­ter­schiede zwis­chen den hiesi­gen Shops und dem Book Depos­i­to­ry. Auch wenn diese Preis­d­if­feren­zen vielfach eher ger­ing sind und man auf die Ware aus dem Vere­inigten Kön­i­gre­ich ein paar Tage länger warten muss, zeigt das deut­lich, dass man auch preis­ge­bun­dene Büch­er gün­stiger erhal­ten kann. Und das zudem völ­lig legal. Meine Vorher­sage: Es wird nicht lange dauern, bis andere Anbi­eter ähn­liche Ange­bote machen und gezielt deutsche Kun­den ansprechen.

Vielle­icht sollte das dem Börsen­vere­in zu denken geben. Der wird aber ver­mut­lich eher ver­suchen, diese Prak­tiken zu unterbinden. Ein Klagev­er­such gen Bri­tan­nien dürfte aber sich­er unter­halt­sam wer­den. Das Gesetz sagt zwar:

§ 4 Gren­züber­schre­i­t­ende Verkäufe

(1) Die Preis­bindung gilt nicht für gren­züber­schre­i­t­ende Verkäufe inner­halb des Europäis­chen Wirtschaft­sraumes.
(2) Der nach § 5 fest­ge­set­zte End­preis ist auf gren­züber­schre­i­t­ende Verkäufe von Büch­ern inner­halb des Europäis­chen Wirtschaft­sraumes anzuwen­den, wenn sich aus objek­tiv­en Umstän­den ergibt, dass die betr­e­f­fend­en Büch­er allein zum Zwecke ihrer Wiedere­in­fuhr aus­ge­führt wor­den sind, um dieses Gesetz zu umge­hen.

Da der Händler aber weltweit anbi­etet, dürfte es wohl nicht ganz ein­fach wer­den, ihm let­zteres nachzuweisen.

Ach ja: The Book Depos­i­to­ry gehört zu Ama­zon …

Creative Commons License

Logo The Book Depos­i­to­ry Copy­right The Book Depos­i­to­ry Lim­it­ed

»Macht euren Adblocker aus, ihr Schmarotzer!«

»Macht euren Adblocker aus, ihr Schmarotzer!«

So oder ähn­lich wim­mert es heute durch das deutsche Web. Gejam­mert wird, man müsse doch mit irgend­was sein Geld ver­di­enen und das seien nun mal Anzeigen. Und wer die unter­drückt, der sei ein Mis­setäter, denn er kon­sum­iere nur den Con­tent, ohne für Ein­nah­men zu sor­gen.

Mal ehrlich: Habt ihr sie noch alle?

Ich habe grund­sät­zlich nichts gegen Wer­bung, schon gar nicht, wenn sie kon­textsen­si­tiv ist, also sich um den Artikel dreht, den ich ger­ade bei euch lese. Oder um The­men die auch die Web­seite beack­ert. Doch was bekomme ich auf den weitaus aller­meis­ten wer­be­fi­nanzierten Web­seit­en? Auf­dringlich­es Geflack­er, Geblinke, knalle­bunte, nervige Bilder, Pop­ups und Pop­un­ders bis mir die Augen bluten und der Rech­n­er leise stöh­nt. Und das nimmt dann alles auch noch meist deut­lich mehr Platz ein, als der eigentliche Con­tent. Und hat mit diesem nix, aber auch gar nix zu tun. Von den Adservern, die regelmäßig Mal­ware großflächig im Web ver­streuen, noch gar nicht gesprochen. Und auch nicht vom Track­ing durch die Wer­be­bilder.

Ihr seid es doch selb­st schuld! Hät­tet ihr mit diesem auf­dringlichen Scheiß niemals ange­fan­gen, hät­ten Adblock­er auch nicht eine solche Ver­bre­itung gefun­den. Fahrt das wieder auf ein vernün­ftiges Maß zurück und wir kön­nen reden. Vorher nicht. Und wenn Seit­en mit Spielchen anfan­gen wie »ihr seht unsere Videos nur noch, wenn ihr den Adblock­er deak­tiviert«, dann antworte ich: »Und tschüss!« Es gibt mehr als genug alter­na­tive Ange­bote im Web.

Faz­it: hört auf uns zu ner­ven, fangt an, vernün­ftige Wer­bung in vernün­ftigem Maß zu zeigen und wir hören auf, die zu block­en.

Bis dahin finde ich euer Gewim­mer arm­selig, real­itäts­fern und vor allem: arro­gant.

Creative Commons License

Illu von mir. CC BY-NC-SA

Feder & Schwert goes Crowdfunding

Noch ein weit­er­er Ver­lag geht über das und mit dem Netz neue Wege. Crowd­fund­ing ist – kurz gesagt – die Finanzierung eines Pro­jek­tes über Zahlun­gen, die vor­ab von am Pro­dukt inter­essierten Per­so­n­en meist über das Inter­net geleis­tet wer­den.

Unter Zusam­me­nar­beit mit dem Por­tal Start­Next wird Fed­er & Schw­ert ab dem­nächst Büch­er anbi­eten, die via Crowd­fund­ing real­isiert wer­den, das bedeutet im Umkehrschluss, dass man dirch diese Art der Vor­fi­nanzierung sich­er sein kann, dass die Werke auch von Leser tat­säch­lich gewollt wer­den. Der Ver­lag geht damit nicht nur sehr flex­i­bel auf Kun­den­wün­sche ein, son­dern nutzt auch sehr inno­v­a­tiv die Möglichkeit­en des Webs.

Oliv­er Graute, Mar­ket­ingleit­er und Pro­duk­tion­schef bei Fed­er & Schw­ert sagt dazu:

»Wir sind klein genug, um schnell auf die Wün­sche des Mark­tes einzuge­hen und haben die Größe einzugeste­hen, dass es entwed­er mit den Lesern funk­tion­iert oder über­haupt nicht …«

und fügt hinzu:

»Wir sind kein Zuschussver­lag, der seine Autoren über den Tisch zieht und Büch­er pro­duziert, die kein­er haben will außer dem Autor selb­st, wir sind das genaue Gegen­teil. Wir bieten Möglichkeit­en. Wir sind der Ver­lag 2.0. Willkom­men in der Zukun­ft. Ihr Wun­sch ist uns Befehl!«

Das Ver­lagspro­gramm wird allerd­ings nicht voll­ständig auf Schwarm­fi­nanzierung umgestellt, es wer­den auch weit­er­hin Pro­duk­te auf herkömm­liche Art erscheinen. Details find­et man in einem Artikel auf der offiziellen Web­seite.

Genau so muss das gemacht wer­den. Zeigt den »Großen« wo es lang geht!

Creative Commons License

Quelle: Fed­er & Schw­ert, Logo Copy­right Fed­er & Schw­ert

LOL? OMG!

In Großbri­tan­nien sind Kürzel, die aus dem Inter­net bekan­nt sind im offiziellen Sprachge­brauch angekom­men. Worte die ins Oxford Eng­lish Dic­tio­nary (OED) aufgenom­men wor­den sind, wer­den qua­si gead­elt und wenn sie darin ste­hen, sind sie offiziell Teil der englis­chen Sprache. Find­en neue Worte in der Sprache aus­dauernd und häu­fig Ver­wen­dung, wer­den sie in das Stan­dard­w­erk aufgenom­men.

Im offiziellen OED-Blog schreibt man dazu, dass »LOL und OMG stark mit der Sprache der elek­tro­n­is­chen Kom­mu­nika­tion (eMail, Chat, soziale Net­zw­erke, Blogs usw) assozi­iert sind« und deswe­gen aufgenom­men wur­den.

Sie gesellen sich damit zu anderen änlichen Begrif­f­en die bere­its drin ste­hen im OED, beispiel­sweise IMHO oder TMI.

Ich höre sie schon, die Aufreger, Bedenken­träger und Sprachrein­hal­ter. Find­et euch damit ab, dass das Inter­net immer mehr in der Gesellschaft ankommt! Ich bezwei­fle allerd­ings stark, dass Ähn­lichen in näch­ster Zeit auch bei uns geschehen wird… :o)

Zu dieser Mel­dung passt fol­gen­des Video von Oxhorn. LOL!

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.

Neil Gaiman über Bücher, Copyright, Piraterie und das Internet

Neil Gaiman sagt Worte, die sich vielle­icht die Entschei­der und Bedenken­träger in den Ver­la­gen (und auch bei der Musikin­dus­trie) mal genau anhören soll­ten. Wun­schdenken, ich weiß…

Dank an Cynx für den Hin­weis.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst.