Atari kauft Intellivision

Atari kauft Intellivision

Logos Atari Intellivision

Wie ver­schie­de­ne Quel­len im Netz berich­ten, hat die Fir­ma Ata­ri die Rech­te am Namen Intel­li­vi­si­on sowie die Rech­te an über 200 Spie­len des Brands gekauft. Die bei­den waren wäh­rend der gol­de­nen Ära der Kon­so­len­spie­le in den 1970ern und 1980ern direk­te Konkurrenten.

Tat­säch­lich muss man natür­lich sehen, dass die heu­ti­ge Fir­ma Ata­ri eben­so wenig mit der dama­li­gen zu tun hat, wie es bei Intel­li­vi­si­on der Fall ist. Letz­te­re Kon­so­le wur­de  in ihrer Urfas­sung ab 1979 von Mat­tel ver­trie­ben. In bei­den Fäl­len gin­gen die Rech­te durch ver­schie­de­ne Hän­de, was zeit­wei­se in Sachen Ata­ri zu selt­sa­men Aus­wüch­sen führ­te. Aber auch Intel­li­vi­si­on blickt auf eine holp­ri­ge Ver­gan­gen­heit zurück, zuletzt hat­te man eine nost­al­gi­sche Neu­auf­la­ge namens Intel­li­vi­si­on Ami­co ver­sucht, die aller­dings auf­grund zahl­lo­ser frag­wür­di­ger Ent­schei­dun­gen und Miss­ma­nage­ment kra­chend schei­ter­te. Angeb­lich will Intel­li­vi­si­on Enter­tain­ment LLC wei­ter­hin an der Kon­so­le Ami­co arbei­ten (offen­bar unter neu­em Namen), ich rech­ne nach all den Kata­stro­phen der letz­ten Jah­re aller­dings nicht mehr damit, dass dabei noch etwas her­aus kom­men wird.

Des­we­gen wun­dert es auch nicht, dass Ata­ri zwar die Rech­te am Namen »Intell­vi­si­on« erwor­ben hat, sowie die Rech­te an eini­gen der Spie­le, die Intel­li­vi­si­on Ami­co aller­dings expli­zit nicht Teil des Deals sein wird. Inter­es­san­ter­wei­se hat die­se noch umzu­be­nen­nen­de Fir­ma aber Rech­te an Intel­li­vi­si­on-Klas­si­kern für Nut­zung auf der Ami­co von Ata­ri zurücklizensiert.

Auch Ata­ri hat eine äußert »far­bi­ge« Geschich­te mit vie­len Miss­ma­nage­ments, Fehl­ent­schei­dun­gen, Plei­ten und Ver­käu­fen, aber seit Wade Rosen den Laden lei­tet scheint es wie­der auf­wärts zu gehen, auch wenn es einen eher unrühm­li­chen Aus­flug in den Bereich Cryp­to gab, der aller­dings inzwi­schen wie­der auf­ge­ge­ben wur­de. In den letz­ten Jah­ren bemüht man sich um den Rück­kauf zahl­lo­ser Rech­te an Games, die über die Jah­re zur Abwen­dung von Plei­ten an Drit­te ver­kauft wor­den waren. Man erwarb aber auch Rech­te an Klas­si­kern wie BERZERK oder alten Spie­len von Micro­pro­se oder Acco­la­de.

Im Fol­gen­den die kom­plet­te gest­ri­ge Pres­se­mit­tei­lung Ata­ris:

ATARI ACQUIRES INTELLIVISION BRAND

Purcha­se of Intel­li­vi­si­on Trade­marks and Games Unites Com­pe­ting Brands from the ’70s and ’80s

Ata­ri® — one of the world’s most ico­nic con­su­mer brands and inter­ac­ti­ve enter­tain­ment pro­du­cers — announ­ced today it has purcha­sed the Intel­li­vi­si­on brand and cer­tain games from Intel­li­vi­si­on Enter­tain­ment LLC.  Intel­li­vi­si­on Enter­tain­ment LLC will rebrand and con­ti­nue its busi­ness of deve­lo­ping and dis­tri­bu­ting the Ami­co brand game con­so­le with a licen­se from Ata­ri to con­ti­nue to dis­tri­bu­te new ver­si­ons of the Intel­li­vi­si­on games on the Ami­co console.

Ata­ri will seek to expand digi­tal and phy­si­cal dis­tri­bu­ti­on of lega­cy Intel­li­vi­si­on games, poten­ti­al­ly crea­te new games, and explo­re brand and licen­sing oppor­tu­nities as part of a long-term plan to crea­te value from the Intel­li­vi­si­on properties.

Unit­ing Ata­ri and Intel­li­vi­si­on after 45 years ends the lon­gest run­ning con­so­le war in histo­ry,” said Mike Mika, Stu­dio Head at Digi­tal Eclip­se, an Ata­ri-owned game studio.

The first Intel­li­vi­si­on home video game con­so­le was released by Mat­tel Elec­tro­nics in 1979 and the con­so­le plat­form sold an esti­ma­ted 5 mil­li­on units through 1990. Ata­ri and Intel­li­vi­si­on argu­ab­ly fought the first con­so­le war of con­se­quence in the late 1970s and ear­ly 1980s. Mat­tel went as far as enlis­ting the actor Geor­ge Plimp­ton to appe­ar in a seri­es of ads com­pa­ring the two sys­tems, as well as an eight-minu­te long video shown at the Games­com tra­de show.

This was a very rare oppor­tu­ni­ty to unite for­mer com­pe­ti­tors and bring tog­e­ther fans of Ata­ri, Intel­li­vi­si­on and the gol­den age of gaming,” said Wade Rosen, Chair­man and CEO of Atari.

The purcha­se inclu­des the rights to more than 200 tit­les from the Intel­li­vi­si­on port­fo­lio and the Intel­li­vi­si­on trademarks.

Ata­ri has been a valu­able part­ner and we have every con­fi­dence they will be a respon­si­ble ste­ward of the sto­ried Intel­li­vi­si­on brand,” said Phil Adam, CEO of Intel­li­vi­si­on Enter­tain­ment. “We look for­ward to our expan­ded col­la­bo­ra­ti­on and the pro­spect of brin­ging a broad array of new tit­les to the Ami­co fami­ly gaming platform.”

To mark the occa­si­on new Intel­li­vi­si­on t‑shirts are avail­ab­le star­ting today on Atari.com, with more Intel­li­vi­si­on appa­rel and collec­ti­bles to come.  A press kit inclu­ding the Ata­ri and Intel­li­vi­si­on logos, and new Intel­li­vi­si­on t‑shirts can be found here.

Ata­ri und Intel­li­vi­si­on Logos Copy­right Ata­ri Inc.

M.U.L.E. ONLINE

M.U.L.E. ONLINE

Jün­ge­re Gamer°Innen müs­sen jetzt ganz stark sein, denn es geht um ein Com­pu­ter­spie­le ‑Urge­stein. ;)

M.U.L.E. ist ein bereits im Jahr 1984 erschie­ne­nes Mul­ti­play­er-Spiel von Dan Bun­ten (spä­ter Dani­elle Bun­ten Ber­ry), unter dem Label Ozark Soft­scape. Es erschien zuerst für Ata­ri 400 und Ata­ri 800 und nutz­te die vier Joy­stick­ports die­ser Gerä­te für Mul­ti­play­er-Games mit vier Spie­lern. M.U.L.E. war eines der ers­ten fünf von der neu gegrün­de­ten Fir­ma Elec­tro­nic Arts ver­trie­be­nen Computerspiele.

Es han­delt sich um ein run­den­ba­sier­tes Spiel mit Echt­zeit­ele­men­ten, in dem die Spieler°Innen mit der Hil­fe eines vier­bei­ni­gen Robo­ters namens M.U.L.E. (Mul­ti­ple Use Labor Ele­ments) auf einem Pla­ne­ten Roh­stof­fe för­dern und in einer Art Bör­se ver­kau­fen, um sich wei­te­res Equip­ment und wei­te­re Plots kau­fen zu kön­nen. Dabei kommt es zu Events wie weg­ren­nen­de M.U.L.E.s, Pira­ten­über­fäl­le, Meteo­ri­ten­ein­schlä­ge und Sonnenfleckenaktivität.

Das mag heu­te mini­ma­lis­tisch und kru­de aus­se­hen, damals war es bahn­bre­chend und M.U.L.E. ist ein ech­ter Klas­si­ker. Es wur­de spä­ter auf ver­schie­de­ne Platt­for­men por­tiert, dar­un­ter C64, NES, IBM PC und noch eini­ge weitere.

Mit einem offi­zi­el­len O.K. von Ozark Soft­scape gibt es jetzt eine Ver­si­on, die nicht nur auf moder­nen Com­pu­tern läuft (Win­dows 10+, Mac OS 10.12+ und Linux glibc 2.27+), son­dern auch noch online­fä­hig ist, so dass Mul­ti­play­er­mat­ches übers Netz mög­lich wer­den. Wer jetzt inter­es­siert ist soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, dass dabei die ori­gi­na­le Gra­fik werk­ge­treu erhal­ten blieb, es han­delt sich also defi­ni­tiv um Retro­ga­ming auf moder­nen Rechnern.

M.U.L.E ONLINE bekommt man für gera­de mal fünf Dol­lar bei itch.io. Man kann sich auch auf einem Dis­cord-Ser­ver dar­über aus­tau­schen.

Wer damals einen Com­pu­ter hat­te, der erkennt die Melo­die auf Anhieb.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Kurzbesprechung: Evercade Retro Handheld

Kurzbesprechung: Evercade Retro Handheld

Als ich zum ers­ten Mal vom Retro-Games-Hand­held Ever­ca­de hör­te, war ich als Retro-Fan inter­es­siert, immer­hin habe ich all die Spie­le damals live erlebt, als sie neu waren. Des­we­gen ste­hen hier auch diver­se alte Com­pu­ter und Kon­so­len her­um, eben­so diver­se Hard­ware- und FPGA-Emulatoren.

Die Ever­ca­de soll­te ein Hand­held mit einem 3Zoll-Bild­schirm sein, für das Spie­le der ver­schie­dens­ten Sys­te­me und Publis­her (bei­spiels­wei­se Nam­co, Ata­ri oder Cap­com) als Car­tridges erhält­lich sein soll­ten, also wie in den alten Zei­ten. Das wür­de auch bedeu­ten: Ein­ste­cken, losspielen.

Des­we­gen hat­te ich Anfang Mai ein Ever­ca­de bei Ama­zon vor­be­stellt, Lie­fe­rung soll­te Ende Mail sein, das ver­schob sich dann auf den 6. Juni, bis dahin noch kein Problem.

Dann ver­strich der 6. Juni 2020 ohne dass ich ein gerät erhielt. Im Ama­zon-Backend wur­de jeg­li­cher Lie­fer­ter­min gelöscht. Eine Anfra­ge bei Ama­zon ergab: der Ever­ca­de-Her­stel­ler ist schuld, weil er nicht genug Ein­hei­ten aus­ge­lie­fert hat, die hin­ge­gen woll­ten den schwar­zen Peter Ama­zon zuschie­ben und behaup­te­ten: Ama­zon hat nicht genug bestellt und kann des­we­gen nicht lie­fern. Nach mei­nen bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit Ama­zon hal­te ich das für unglaub­wür­dig, denn die wuss­ten ja auf­grund der Vor­be­stel­lun­gen ziem­lich genau, wie­vie­le sie benö­tig­ten, des­we­gen gehe ich davon aus, dass Ever­ca­de ein­fach nicht genug Kon­so­len gelie­fert hat. Wäh­rend ande­re also schon ers­te Bespre­chun­gen ver­fass­ten, sag­te man mir bei Ama­zon nur lapi­dar: »Sie kön­nen ja ein­fach stor­nie­ren.« Das war natür­lich eben­so wenig eine Opti­on wie der vom Her­stel­ler vor­ge­schla­ge­ne Weg, doch ein­fach in GB zu bestel­len, da wäre mir ein even­tu­el­ler Kauf­rück­tritt dann aller­dings zu teu­er geworden.

Anfang der Woche mel­de­te Ama­zon mir dann uner­war­tet per Email, dass die Kon­so­le am 7. Juli 2020 gelie­fert wer­de. Sie kam ges­tern, also sie­ben Tage vorher.

Nach dem Aus­pa­cken wur­de lei­der bestä­tigt, was ande­re Rezen­sen­ten bereits bemän­gelt hat­ten: das Steu­er­kreuz ist arg spil­le­rig und wenig ver­trau­ene­er­we­ckend, ähn­li­ches gilt für die But­tons. Die Car­tridges kann man nur mit eini­ger Gewalt in den vor­ge­se­he­nen Schacht drü­cken und noch schwie­ri­ger wie­der her­aus bekom­men (das Sup­port-Video dazu, das mir zei­gen will wie ich das hand­ha­ben soll, damit es funk­tio­niert, ist ein guter Lacher, aber kei­ne Lösung), der Sound ist auf­grund der win­zi­gen Laut­spre­cher eher schlecht.

Dazu kommt, dass ich mir die Zusam­men­stel­lun­gen der Spie­le auf den Car­tridges gar nicht so genau ange­se­hen hat­te (ich hat­te einen Pack aus Kon­so­le mit drei Cas­set­ten erwor­ben, dabei sind Ata­ri Clas­sics, Nam­co Muse­um und Inter­play). Auf der Nam­co-Car­tridge befan­den sich gera­de mal elf Spie­le, dar­un­ter auch wel­che, die man nicht wirk­lich als »Klas­si­ker« bezeich­nen wür­de, die rest­li­chen Cas­set­ten sahen ähn­lich trau­rig aus. Gut, ich gebe zu: das war mein Feh­ler, ich hät­te vor­her mal genau­er hin­se­hen sol­len, wie umfang­reich die Spie­le­samm­lun­gen sind. Betrach­tet man, dass die Cas­set­ten ein­zeln für 20 Euro ange­bo­ten wer­den, ist die Spiel­aus­wahl dar­auf ein Lacher, es gibt für ande­re Kon­so­len für den­sel­ben oder sogar nied­ri­ge­re Prei­se deut­lich umfang­rei­che­re Samm­lun­gen. Ver­mut­lich waren den Ever­ca­de-Machern die Lizenz­kos­ten für ech­te Kra­cher in aus­rei­chen­der Anzahl zu hoch.

Nach­dem ich dann noch fest­stel­len muss­te, dass es sich bei bei­spiels­wei­se PAC-MAN, XEVIOUS oder GALAXIAN um tech­nisch min­der­we­ri­ge NES-Ver­sio­nen han­del­te, also nicht um Arca­de-Fas­sun­gen, habe ich die Ata­ri- und Inter­play-Car­tridges gar nicht mehr aus‑, dafür aber das Ever­ca­de wie­der ein­ge­packt und wer­de es im Rah­men mei­nes Kauf­rück­tritts­rechts zurücksenden.

Scha­de. Eigent­lich eine gute Idee, aller­dings man­gelt es an der tech­ni­schen Umset­zung, der Qua­li­tät der Kon­so­le, sowie der Qua­li­tät der emu­lier­ten Spie­le eben­so wie deren Anzahl für den ange­sag­ten Preis. Dann doch lie­ber Nam­co Muse­um (und ande­re) auf der Switch. Da gibt es sogar nahe­zu eins zu eins-Umset­zun­gen von Spiel­hal­len­klas­si­kern wie MOON PATROL.

Hard­core-Fans könn­ten mal einen Blick ris­kie­ren, für die gibt es aller­dings zahl­rei­che ande­re und in mei­nen Augen bes­se­re Optio­nen für in aller Regel weni­ger Geld. Ich hat­te semi­le­ga­le Chi­na-Kon­so­len in der Hand, die bes­ser ver­ar­bei­tet waren, als das Evercade …

Pro­mo­fo­to Copy­right © 2019 Evercade

Ataribox zeigt Konzeptbilder

Ataribox zeigt Konzeptbilder

Ata­ri­box ist ein Pro­jekt, das eine neue Ata­ri-Kon­so­le auf den Markt brin­gen möch­te, noch feh­len wei­te­re detail­lier­te Infor­ma­tio­nen dazu, was die kön­nen soll und ob es sich um eine moder­ne Next­Gen- oder eher eine Retro-Kon­so­le han­deln soll, die mög­li­cher­wei­se sämt­li­che alten Spie­le wie­der­ge­ben kann – oder bei­des? Infor­ma­tio­nen auf wei­te­ren Web­sei­ten schei­nen auf Letz­te­res hin­zu­wei­sen, ange­sichts der Erfol­ge von rasend schnell aus­ver­kauf­ten Nin­ten­do-Clas­sic-Kon­so­len kann man sich gut vor­stel­len, dass auch eine Ata­ri-Retro-Kon­so­le weg­ge­hen könn­te, wie war­me Semmeln.

Heu­te wur­de das Design der Ata­ri­box ver­öf­fent­licht – und das kann sich durch­aus sehen las­sen, denn mit sei­ner Form und mit dem Holz­fi­nish chan­nelt es tat­säch­lich Ata­ris gro­ßen Erfolg, die VCS 2600, es soll auch eine Ver­si­on in schwarz/rot geben. Aller­dings erkennt man auf der Rück­sei­te vier USB-Anschlüs­se, einen HDMI-Aus­gang und einen Slot für SD-Karten.

Ob dar­aus tat­säch­lich etwas wird, und was das fer­ti­ge Pro­dukt tat­säch­lich kann, wird uns die Zukunft zei­gen – hof­fent­lich, bis­her hal­ten sich die Macher noch sehr bedeckt. Ver­ant­wort­lich für die Ata­ri­box ist die Com­pu­ter­spiel­spar­te Ata­ri SA, die aus Res­ten von Info­gra­m­es und der Ata­ri Cor­po­ra­ti­on entstand.

Kei­ne wei­te­ren Infor­ma­tio­nen fin­den sich bis­her auf der Web­sei­te, so wie es aus­sieht ist die Face­book­sei­te der Ort, wo man zuerst etwas Neu­es erfah­ren dürfte.

Pro­mo­fo­tos Copy­right Atari

Trailer – ATARI: GAME OVER

Trailer – ATARI: GAME OVER

Die Doku­men­ta­ti­on ATARI: GAME OVER zeich­net den stei­ni­gen und am Ende lei­der wenig erfolg­rei­chen Weg einer der bekann­tes­ten Video­spiel- und Com­pu­ter­fir­men, fest­ge­macht wird das haupt­säch­lich am geflopp­ten Com­pu­ter­spiel zu E.T., von dem 1983 tau­sen­de Car­tridges für das Ata­ri 2600 in der Wüs­te von New Mexi­co ver­bud­delt wur­den. Lei­der wur­de sie für das XBox-Net­work pro­du­ziert und ist bis­lang auch aus­schleiß­lich dort zu sehen. Es steht zu hof­fen, dass sie auch weni­ger Pri­vi­le­gier­ten zugäng­lich gemacht wer­den wird.

Ata­ri: Game Over is the Xbox Ori­gi­nals docu­men­ta­ry that chro­ni­cles the fall of the Ata­ri Cor­po­ra­ti­on through the lens of one of the big­gest mys­te­ries of all time, dub­bed »The Gre­at Video Game Buri­al of 1983«. As the sto­ry goes, the Ata­ri Cor­po­ra­ti­on, faced with an over­whel­min­gly nega­ti­ve respon­se to E.T., the video game for the Ata­ri 2600, dis­po­sed of hund­reds of thousands of unsold game car­tridges by bury­ing them in the small town of Ala­mog­ordo, New Mexico.

Ja, ich weiß, die Doku erschien bereits im ver­gan­ge­nen Jahr. Die­ser Trai­ler ist aber jetzt via IGN auf­ge­taucht und manch einer geht des­we­gen davon aus, dass der Film nun einer brei­te­ren Öffent­lich­keit zugäng­lich wer­den könnte.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Atari-Joystick für´s iPad

Haupt­säch­lich gedacht ist die­ses Zube­hör fürs iPad 1 oder 2 haupt­säch­lich wahr­schein­lich für die Spie­le­samm­lung mit den größ­ten Spiel­hal­len­hits aus der guten alten Zeit, als Ata­ri noch Ata­ri war. Beim Kauf erhält man MISSILE COMMAND für lau, wei­te­re Klas­si­ker muss man gegen har­te Devi­sen erwer­ben. Wit­zi­ger­wei­se hilft einem der Stick gera­de bei MISSILE COMMAND aller­dings über­haupt nicht wei­ter, da das mit einem (simu­lier­ten) Track­ball gesteu­ert wird.

Für alle ande­ren Alt-Spie­le dürf­te das Ding aber ganz gut kom­men und zudem wahr­schein­lich deut­lich preis­güns­ti­ger sein, als das Arca­de-Gehäu­se iCa­de (der ehe­ma­li­ge April­scherz). Wahr­schein­lich schrei­be ich des­we­gen, weil der Preis für den Joy­stick bis­lang noch nicht genannt wur­de, eben­so wenig, wann er auf den Markt kom­men wird. Den­noch: für Retro-Fans wie mich natür­lich eine fei­ne Sache, ins­be­son­de­re weil sich gera­de Arca­de-Klas­si­ker in aller Regel mit dem Touch­screen nicht wirk­lich brauch­bar steu­ern lassen.

Creative Commons License

Abbil­dung Ata­ri Arca­de – Duo Powe­red Joy­stick­Coyp­right 2011 Atari

Universal bietet Emmerich ASTEROIDS an

Roland Emme­rich war in letz­ter Zeit gern mal damit befasst, was kaputt zu machen, sei es eine Stadt oder die ganz Erde. Sein aktu­el­les Pro­jekt ist etwas völ­lig ande­res: das Shake­speare-Dra­ma ANONYMOUS – der Film soll noch im Okto­ber die­sen Jah­ren in den US-Kinos kom­men. Und danach? Emme­rich sag­te in einem Inter­view, dass er das Welt-Zer­stö­ren satt habe, wie über­aus prak­tisch, dass in einem poten­ti­el­len neu­en Pro­jekt die­se bereits Geschich­te ist.

Angeb­lich wur­de dem Regis­seur von Uni­ver­sal ange­tra­gen, dass er den Film ASTEROIDS nach dem gleich­na­mi­gen Ata­ri-Klas­si­ker rea­li­sie­ren soll. Die Rech­te hat­te das Stu­dio vor unge­fähr zwei Jah­ren erwor­ben, ein Dreh­buch gibt es eben­falls schon, es stammt von Matt Lopez (SORCERERS APPRENTICE); pro­du­zie­ren soll Loren­zo di Bona­ven­tu­ra.

Plot: die Erde ist bereits zer­stört. Die Res­te der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on leben in Kolo­nien fern der Hei­mat in einem Aste­ro­iden­gür­tel zusam­men mit Außer­ir­di­schen. Den Über­le­ben­den wur­de vor­ge­macht, dass die­se Ali­ens die Net­ten sind und die Men­schen vor der Kata­stro­phe geret­tet haben; doch sie müs­sen her­aus fin­den, dass genau die­se Ali­ens für die Zer­stö­rung der Erde ver­ant­wort­lich sind – und auch für den Rest der Mensch­heit sinist­re Plä­ne haben.

Das ist deut­lich ela­bo­rier­ter als das Spiel, aber das ist auch nicht schwer, denn ASTEROIDS hat nun nicht ein­mal den Ansatz einer Hand­lung… :o)

Creative Commons License

Screen­shot ASTEROIDS Copy­right Atari

CHAMPIONS ONLINE – Free For All

Seit ges­tern (oder vor­ges­tern) ist die ande­re von Cryp­tics Tot­ge­bur­ten neben STAR TREK ONLINE, näm­lich das Super­hel­den-MMO CHAMPIONS ONLINE, auf ein free2­play-Modell umgestellt.

Damit kann man sich das Ding ohne Risi­ko mal anse­hen. Ich hat­te zur Ein­füh­rung an einer 14-tägi­gen Test­pha­se teil­ge­nom­men und der ers­te Ein­druck war auch hier ganz posi­tiv: anspre­chen­der Cha­rak­ter­de­si­gner, pri­ma Hand­hab­bar­keit und ganz gute Comic-Stim­mung. Doch lei­der fehl­te hier wie bei STO nach kür­zes­ter Zeit der Con­tent. Da soll inzwi­schen ein wenig nach­ge­bes­sert wor­den sein, die Fach­pres­se spricht sogar vom größ­ten Inhalts­up­date seit Start des Spiels anläss­lich des F2P-Beginns (das wird die Besit­zer von teu­er erkauf­ten Life­time-Accounts sicher freu­en…). Ich wer­de mög­li­cher­wei­se dem­nächst noch­mal einen Blick drauf wer­fen. Wie ich Cryp­tic und Ata­ri ken­ne, wird man aller­dings wahr­schein­lich alles, was halb­wegs inter­es­sant ist oder gut aus­sieht, gegen har­te Echt­wäh­rung extra bezah­len müs­sen. Soll­te ich mich irren, wer­de ich dar­auf hinweisen…

Creative Commons License

Hier der F2P-Trailer:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Logo CHAMPIONS ONLINE Copy­right Cryp­tic & Atari

Bestätigt: NEVERWINTER NIGHTS Online

Die auf DUNGEONS & DRAGONS basie­ren­den Com­pu­ter­spie­le rund um die Stadt Never­win­ter in den »Ver­ges­se­nen Rei­chen« waren ein gro­ßer Erfolg und ermög­lich­ten bereits das koope­ra­ti­ve Zusam­men­spiel der Teil­neh­mer, um Ques­ten gemein­sam zu lösen. Zudem war es den Spie­lern mög­lich, eige­ne Sze­na­ri­en zu gestal­ten und die­se den ande­ren Fans im Web zum Down­load bereit zu stel­len. Ent­wick­ler des Ori­gi­nals war Bio­Wa­re.

Eine opti­ma­le Vor­la­ge, um dar­aus ein MMO zu machen und so wun­dert es nicht, dass es bereits seit län­ge­rem Gerüch­te über ein ent­spre­chen­des Mul­ti­play­er-Spiel gibt. Die wur­den jetzt bestä­tigt, aber der inter­es­sier­te Fan hat kei­nen Grund zu Freu­de. War­um? Deve­lo­per und Publis­her des NEVERWINTER NIGHTS MMOs sind Cryp­tic Stu­di­os und Ata­ri, die sich zuletzt sowohl bei CHAMPIONS als auch bei STAR TREK ONLINE nicht eben mit Ruhm bekle­ckert haben.

Das Spiel hat bereits eine (wei­test­ge­hend inhalts­lo­se) Web­sei­te, es lehnt sich an die vier­te Edi­ti­on der D&D‑Regeln an und basiert lose auf einer noch erschei­nen­den Roman­tri­lo­gie von R. A. Sal­va­to­re (ers­ter Band im Okto­ber 2010). Ver­öf­fent­licht wer­den soll das Spiel bereits 2011 – ich will nicht unken, aber die­ser Ter­min passt zu Cryp­tics übli­cher Vor­ge­hens­wei­se, halb fer­ti­ge Pro­duk­te zu veröffentlichen…

Cryp­tic-COO Jack Emmert dämpft dann auch schon­mal vor­sichts­hal­ber bereits jetzt die Erwar­tun­gen und weist dar­auf hin, dass das kein »voll­stän­di­ges MMO« wer­den soll, son­dern »nur« ein »koope­ra­ti­ves RPG«. Ange­sichts der Cryp­tic-Vor­ge­hens­wei­sen bei CHAMPIONS und STO sind vie­le Fans nicht eben euphorisch…

Die voll­stän­di­ge Pres­se­mel­dung im kom­plet­ten Artikel.

Update: Auch dies­mal sol­len die Spie­ler wie­der in die Lage ver­setzt wer­den, eige­ne Sze­na­ri­en zu gestal­ten, dafür soll es einen »extrem benut­zer­freund­li­chen Inhalts­ge­ne­ra­tor« geben. Na, dann muss man sich wenigs­tens um feh­len­den Con­tent kei­ne Sor­gen machen, zur Not erstel­len die Kun­den den halt selbst…

Update 2: Exklu­si­ves Inter­view mit Jack Emmert auf Mas­si­ve­ly. Inter­es­sant, wie weit die Aus­sa­gen eines hoch­ran­gi­gen Cryp­tic-Mit­ar­bei­ters in Sachen »Spiel­er­zu­frie­den­heit und Feed­back« von der Rea­li­tät abweichen.

Creative Commons License

Screen­shot Web­sei­te Copy­right 2010 Cryp­tic & Atari.

wei­ter­le­sen →