Keine Werbung für STAR TREK ONLINE

Soeben ging per Mail eine Anfrage ein­er Mar­ket­ing­fir­ma für Onlinegames bei mir ein. Man bot mir an, Wer­bung für STAR TREK ONLINE zu schal­ten, dafür sollte ich einen Obo­lus von 1,85 Euro pro abgeschlossen­em Abon­nement eröffnetem Kon­to erhal­ten.

Meine Antwort möchte ich den Lesern nicht voren­thal­ten:

Vie­len Dank für die Anfrage, die ich lei­der abschlägig beant­worten muss.

Der Grund hier­für ist, dass ich Vorbesteller von STO war und nach eini­gen Wochen Spielzeit eine aus­führliche Kri­tik zum MMO ver­fasste (damals noch im alten Artikel­por­tal):

http://phantanews.de/dp/node/722

Auf­grund dieser Kri­tik erhielt ich im offiziellen STO-Forum eine dauer­hafte Sperre, eine Anfrage bei Cryp­tic wegen ein­er Stel­lung­nahme zur Veröf­fentlichung auf Phan­taNews blieb unbeant­wortet. Einen Anbi­eter, der so mit seinen Kun­den und mit kri­tis­chen Stim­men umge­ht, will und werde ich nicht unter­stützen und ich werde für ihn auch keine Wer­bung machen.

Da diese ungerecht­fer­tigte und in meinen Augen in hohem Maße unpro­fes­sionelle Sperre bis heute aufrecht erhal­ten geblieben ist, gehe ich davon aus, dass sich auch nach dem Wech­sel von Atari zu Per­fect World Enter­tain­ment bei Cryp­tic in dieser Hin­sicht nichts zum Pos­i­tiv­en geän­dert hat.

Falls Per­fect World Enter­tain­ment oder Cryp­tic sich zu ein­er Stel­lung­nahme bewe­gen lassen, kann ich das gern nochmals neu bew­erten, aber im Moment muss ich die Anfrage lei­der ablehnen.

Mit fre­undlichem Gruß,

Jaja, ich weiß, im Prinzip mache ich auch mit diesem Artikel Wer­bung für Cryp­tic (»auch schlechte Kri­tik ist gute Wer­bung« – weiß jed­er, der mit dem The­ma zu tun hat), aber Links bekom­men sie nicht spendiert. :) Und wer solche Num­mern abzieht wird auch dann nicht mit Kun­den ver­sorgt, wenn er mit Geld wedelt.

Auch NEVERWINTER wird free2play

Nach­dem Cryp­tic bere­its die Lizen­zen zu CHAMPIONS (online) und STAR TREK (online) ordentlich in den Sand geset­zt haben und sie von Atari an die Chi­ne­sen von Per­fect World Enter­tain­ment vertickt wur­den, machte sich der D&D-Fan schon ein wenig Sor­gen um einen weit­eren namhaften Titel, der sich in den Fin­gern des Stu­dios befind­et: NEVERWINTER.

NEVERWINTER NIGHTS (2002 BioWare) war ein über­aus erfol­gre­ich­es Fan­ta­sy-Spiel für Win­dows, Mac OS und Lin­ux, das unter anderem durch seine Mul­ti­play­er-Tauglichkeit bril­lierte, aber auch die Möglichkeit hat­te, selb­st Szenar­ien zu erstellen, die man dann hochladen und anderen Spiel­ern zur Ver­fü­gung stellen kon­nte. Heutzu­tage nen­nt man so etwas »user gen­er­at­ed con­tent« und tut, als ob es etwas völ­lig Neues wäre… :o)

Die neue Vari­ante von Cryp­tic wird nun als »Action-MMO« beze­ich­net und soll kosten­los zu spie­len sein, Geld wird man wie üblich über Mikro­transak­tio­nen erwirtschaften. Auch für NEVERWINTER war ein Toolset mit dem Namen »Forge« angekündigt, mitr dessen Hil­fe man Inhalte für das Spiel hätte erstellen sollen. Nach­dem jet­zt auf f2P umgestellt wird ist unklar, ob es dabei bleibt – da aber auch STAR TREK ONLINE mit der »Foundry« so etwas anbi­etet, sollte man davon aus­ge­hen, dass das auch bei NEVERWINTER möglich sein wird.

Die Umstel­lung auf ein f2p-Mod­ell führt allerd­ings dazu, dass sich die Veröf­fentlichung des Spiels verzögern wird. Ursprünglich sollte es gegen Ende diesen Jahres erscheinen, jet­zt nen­nt man nur noch »2012« als Ter­min.

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Screen­shot NEVERWINTER Copy­right 2011 Cryp­tic Stu­dios und Per­fect World Enter­tain­ment

Cryptic Studios weiter in Auflösung: Dan Stahl geht

Man muss sich ein­fach wun­dern, wenn ger­ade der Mann, der in den let­zten Wochen immer wieder beschworen hat, wie toll der Verkauf von Cryp­tic Stu­dios an den chi­ne­sis­chen MMO-Gigan­ten Per­fect World Enter­tain­ment ist und wie großar­tig der Wech­sel zum free-2-play-Mod­ell wer­den wird, den Laden ver­lässt.

Oder vielle­icht muss man sich auch ger­ade nicht wun­dern…

Auf jeden Fall wird Dan Stahl, bish­er »Chef« von STAR TREK ONLINE, seinem Vorgänger Craig Zinkievich zum Ende des Monats fol­gen – ob er sich eben­falls wie dieser »um seine Ziegen und Kinder küm­mern möchte«, ist bis dato unbekan­nt … Stahl will noch bis zu seinem Beam-out am Monat­sende ein State­ment dazu abgeben (ja ja, PR-Gelaber beherrschte er schon immer) und weist darauf hin, dass STAR TREK ONLINE bei seinem Nach­fol­ger, dem Chef­pro­gram­mier­er und derzeit­i­gen Cryp­tic-CTO Stephen D´Angelo in guten Hän­den sein wird.

Ich hinge­gen ver­mute einen weit­eren Sargnagel – in ein­er trau­ri­gen Geschichte um ein völ­lig ver­patztes Lizen­zspiel.

[Update:] Auf der offiziellen Web­seite gibt es Dan Stahls Abschieds-Blabla zu lesen.

Bild: Dan Stahl, aus der Wikipedia, Pub­lic Domain

Wusste ich´s doch: STAR TREK ONLINE wird free2play

Ich habe es immer wieder gemut­maßt und nach dem Kauf von Cryp­tic Stu­dios durch den chi­ne­sis­chen Pub­lish­er und MMO-Spezial­is­ten Per­fect World habe ich eigentlich jeden Tag auf die Mel­dung gewartet. Jet­zt ist es soweit: STAR TREK ONLINE wird in ein free2­play-Geschäftsmod­ell umge­wan­delt.

Als Per­fect World im Mai Cryp­tic von Atari erwarb, gin­gen auch die Rechte am recht glück­losen Online­spiel im STAR TREK-Uni­ver­sum an die Chi­ne­sen. Kevin Lau, der Finanzchef bei der Fir­ma sagte jet­zt:

Ich glaube, dass ein free-to-play-Mod­ell sowohl in den USA wie auch in Chi­na ein deut­lich größeres Poten­tial hat.

Und in Europa wohl auch. Ins­beson­dere, wenn man sieht, dass STO nach wie vor mit man­gel­haften Inhal­ten zu kämpfen hat und haupt­säch­lich ein Baller­spiel mit TREK-Schif­f­en ist, dürfte es schlauer sein, mit einem grund­sät­zlich kosten­losen Spiel zu ver­suchen neue Nutzer zu fan­gen die dann bleiben, als ST-Fans mit einem über­teuerten Abo-Mod­ell zu verärg­ern. Zu dem dann auch noch ein Itemshop kommt, in dem man gegen echt­es Geld kos­metis­che Items und pay-to-win-Gegen­stände wie ein Dread­nought-Raum­schiff kaufen kann… Kosten­los mit Shop macht deut­lich mehr Sinn.

Die Umwand­lung von STAR TREK ONLINE in free2play soll bis zum Ende des Jahres geschehen. Es wird sich­er hoch inter­es­sant zu sehen, wie man die Inhab­er eines Life­time-Accounts und die weni­gen treuen Spiel­er abspeisen möchte – wobei ich den Chi­ne­sen hier ein­deutig mehr zutraue als Cryp­tic oder Atari – und das ist im pos­i­tiv­en Sinne gemeint…

Via gamesindustry.biz, dank an Cynx für den Hin­weis

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Cov­er STAR TREK ONLINE Copy­right 2010 Cryp­tic Stu­dios

Bill Roper wechselt zu Disney Interactive

Fans der Spiele von Bliz­zard ken­nen das Gesicht sehr wahrschein­lich: jahre­lang war Bill Rop­er die Iden­ti­fika­tion­sper­son der Entwick­ler und des Pub­lish­ers in der Öffentlichkeit und mit Sicher­heit eine der treiben­den Kräfte dort. Von 1994 bis 2003 war er Bliz­zard-Vizepräsi­dent und spielte eine Schlüs­sel­rolle beim Erfolg von WARCRAFT, STARCRAFT und DIABLO, danach set­zte er mit der selb­st­ge­grün­de­ten Fir­ma Flag­ship Stu­dios HELLGATE: LONDON grandios in den Sand. Jet­zt geht er zu Dis­ney.

Rop­ers let­zter Job war der bei Cryp­tic Stu­dios, wo er an CHAMPIONS ONLINE und STAR TREK ONLINE mitar­beit­ete. Nach­dem Atari Cryp­tic an die Chi­ne­sen ver­scher­belt hat, war er dort wahrschein­lich nicht mehr glück­lich…

Dort küm­mert er sich um die Super­helden von Mar­vel, die seit 2009 zum Ohren-Konz­ern gehören. Dem Vernehmen nach soll er sich um die Entwick­lung eines MMOs und ander­er Com­put­er­spiele um Mar­vels Span­dex­träger küm­mern.

Nach den Erfahrun­gen mit Cryp­tic bleibt mir nur zu sagen: mein Beileid, Mar­vel…

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Bild: Bill Rop­er 2007, von Elec­troguv, aus der Wikipedia, CC-BY-SA

CHAMPIONS ONLINE – Free For All

Seit gestern (oder vorgestern) ist die andere von Cryp­tics Tot­ge­burten neben STAR TREK ONLINE, näm­lich das Super­helden-MMO CHAMPIONS ONLINE, auf ein free2­play-Mod­ell umgestellt.

Damit kann man sich das Ding ohne Risiko mal anse­hen. Ich hat­te zur Ein­führung an ein­er 14-tägi­gen Test­phase teilgenom­men und der erste Ein­druck war auch hier ganz pos­i­tiv: ansprechen­der Charak­ter­de­sign­er, pri­ma Hand­hab­barkeit und ganz gute Com­ic-Stim­mung. Doch lei­der fehlte hier wie bei STO nach kürzester Zeit der Con­tent. Da soll inzwis­chen ein wenig nachgebessert wor­den sein, die Fach­presse spricht sog­ar vom größten Inhalt­sup­date seit Start des Spiels anlässlich des F2P-Beginns (das wird die Besitzer von teuer erkauften Life­time-Accounts sich­er freuen…). Ich werde möglicher­weise dem­nächst nochmal einen Blick drauf wer­fen. Wie ich Cryp­tic und Atari kenne, wird man allerd­ings wahrschein­lich alles, was halb­wegs inter­es­sant ist oder gut aussieht, gegen harte Echtwährung extra bezahlen müssen. Sollte ich mich irren, werde ich darauf hin­weisen…

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Hier der F2P-Trail­er:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Logo CHAMPIONS ONLINE Copy­right Cryp­tic & Atari

STAR TREK ONLINE – Kunden zweiter Klasse und »The Foundry«

Es gibt mal wieder was über STAR TREK ONLINE zu bericht­en und wie immer weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Mit großem Medi­en-Tam­tam wurde angekündigt, dass die Fans ein neues Raum­schiff kreieren sollen, die ENTERPRISE-F, die dann in der erschaf­fe­nen Form ins Spiel inte­gri­ert wer­den soll. Damit Inter­essierte dieses Schiff bauen kön­nen, will man dem­nächst ein Tool zur Ver­fü­gung stellen.
Dann kam raus, dass diese Aktion nur für Nutzer in den Vere­inigten Staat­en vorge­se­hen ist, der Rest der Welt guckt in die Röhre. STO-Ober­murkel Dan Stahl sagt dazu konkret (Über­set­zung von mir):

I’m not a lawyer, but it sound­ed as though inter­na­tion­al tax laws pre­vent us from run­ning a con­test inter­na­tion­al­ly if there are prizes with any sort of mon­e­tary val­ue.

Ich bin kein Recht­san­walt, aber es sieht so aus, als ob inter­na­tionale Steuerge­set­ze uns daran hin­dern kön­nten, diesen Wet­tbe­werb weltweit abzuhal­ten, solange es Preise gibt, die irgen­deine Art von mon­etärem Gegen­wert haben.

Für wie blöd hält der die Kun­den im Rest der Welt eigentlich? Es ist ja nun nicht so, als ob andere Fir­men nicht genau solche Aktio­nen bere­its weltweit durchge­führt hät­ten? Warum wer­den die Fans außer­halb der USA zu Kun­den zweit­er Klasse degradiert?

Weit­er­hin ste­ht in am 9. Dezem­ber das näch­ste »große« Con­tent-Update an: »SEASON 3: GENESIS«. Dieses bein­hal­tet das test­weise Freis­chal­ten der »Foundry« auf dem Test­serv­er Trib­ble (was ursprünglichen Ankündi­gun­gen zufolge bere­its »früh im Novem­ber« hätte geschehen sollen). Wie berichtet, ist »The Foundry« ein Tool, das den Nutzern ermöglichen soll, Mis­sio­nen für das Spiel zu erschaf­fen, auf Neudeutsch nen­nt man so etwas »user gen­er­at­ed con­tent«. Inzwis­chen kam allerd­ings her­aus, dass dieses Tool beschnit­ten ist und den motivierten Nutzern nicht ein­mal alle Möglichkeit­en eröffnet, die Cryp­tics Mis­sions­de­sign­er haben (und die sind bekan­nter­maßen schon begren­zt). Na super…

Es kön­nte den »Echt Wichti­gen Hon­chos« [tm] bei Cryp­tic zudem möglicher­weise ent­gan­gen sein, dass am Dien­stag CATACLYSM startet, danach inter­essieren sich aller Wahrschein­lichkeit nach für ein paar Monate nur noch Pak­leds für deren hal­b­gares TREK-MMO…

Auf der offiziellen Web­seite bietet man das Monatsabo für Europa übri­gens immer noch für knapp 15 Euro an und das trotz der Tat­sache, dass man die 60-Tage-Game­Time­Card bei Amazon.de bere­its für 16 Euro erwer­ben kann. Die ler­nen es nicht mehr…

Mal sehen, vielle­icht investiere ich die Kohle mal, um mir »The Foundry« anzuse­hen und in bekan­nter Art darüber zu bericht­en. Rech­net aber nicht zu schnell damit, denn am Dien­stag kommt … aber das sagte ich bere­its. :o)

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Cov­er STAR TREK ONLINE Copy­right 2009 Cryp­tic & Atari

STAR TREK ONLINE – erste wöchentliche Episode COLD CALL

Ich habe vor Kurzem die erste der neuen wöchentlichen Episo­den für STAR TREK ONLINE gespielt. Diese »week­ly episodes« wur­den im Zusam­men­hang mit dem SEASON 2-Update angekündigt, das vor Kurzem auf dem Pro­duk­tiv-Serv­er live ging. Cryp­tic möchte damit dem Kri­tikpunkt abhelfen, es gäbe zu wenig Con­tent – ab sofort soll es jede Woche eine neue Mis­sion geben, in Anlehnung der wöchentlichen Episo­den an die STAR TREK-Fernsehse­rien.

Die erste dieser Mis­sio­nen heißt COLD CALL und führt den Spiel­er in einen noch neuen Raum­sek­tor (passiert in diesem Spiel des Öfteren: »Huch, Lieu­tenant Wern­ersen, kiek mol, da ischa´n neuer Sek­tor… Lech den mol op´n Sen­sor!«). Dort find­et sich die eben­so neue Rasse der Deferi, die vor­sichti­gen und fre­und­schaftlichen Kon­takt mit der Föder­a­tion aufgenom­men hat, aber auch den Klin­go­nen gegenüber pos­i­tiv eingestellt ist, da diese in der Ver­gan­gen­heit mal gegen Über­griffe von anderen Aliens geholfen haben. Ja, so sind sie, die gutherzi­gen Bat´leth-Schwinger vom Plan­eten Qo’noS.
Sobald man in den Deferi-Raum­sek­tor ein­warpt, wird einem die Mis­sion ange­boten, nimmt man sie an, wird man aufge­fordert, das Heimat­sys­tem anzu­fliegen. Dort muss man ein Deferi-Schiff zum Heimat­planten esko­rtieren, zwis­chen­durch erscheint kurz ein unbekan­nter Raumer auf den Sen­soren, auch das Scan­nen der Warpsig­natur bringt einen allerd­ings nicht weit­er (was haben meine Brückenof­fiziere auf der Akademie eigentlich gemacht? Fizzbin gespielt?). Am Plan­eten angekom­men flugs herunter gebeamt und mit einem Diplo­mat­en getrof­fen (gut, dass ich noch vorher die Mir­ror-Uni­verse-Uni­form übergestreift habe…), der einem ein wenig über die Kul­tur und His­to­rie der Deferi erzählt. Man bemüht sich um »Bal­ance« als zen­tralen Punkt der Philoso­phie. Aha. Offen­bar gibt es zudem Verbindun­gen zu den Pre­servern, also jen­er Rasse, die im TREK-Uni­ver­sum die Humanoiden gle­ich­mäßig über die Galax­is ver­streut hat (was in der Nach­schau vielle­icht doch nicht so ein guter Plan war…).
Während dieses Gesprächs kommt es zu einem Angriff der Breen und man hat alle Hände voll damit zu tun, mehrere Ein­satztrup­ps der übel­lau­ni­gen Masken­träger abzuwehren – wie üblich ste­ht ein Kom­mu­nika­tionsver­such nicht zur Debat­te, das Prob­lem wird mit dem Phas­er gelöst (und der ste­ht nicht auf »Betäuben«). Inter­es­san­ter­weise ist man auf der Deferi-Heimatwelt (!) in der Deferi-Haupt­stadt (!) offen­sichtlich die einzige (!) Truppe, die sich um die Ein­drin­glinge küm­mern kann, die Ein­wohn­er selb­st ren­nen nur kopf­los durch die Gegend. Sowas wie Polizei oder Mil­itär scheint es nicht zu geben, obwohl die Rasse son­st eigentlich einen eher wehrhaften Ein­druck macht. Naja, wie auch immer, man ballert nach und nach in gewohn­ter Manier die fünf Breen-Squads weg. Dass man dabei auch mal durch uuu­ralte Pre­serv­er-Ruinen eiert erschließt sich erst später, auch den dor­ti­gen Breen-Boss­mob erken­nt man nur daran, dass er unserem Phaser­feuer knapp fünf Sekun­den länger stand­hält als seine Untergebe­nen und vor dem Ver­glühen über­flüs­siges Zeug brabbelt.
Noch bevor die Phas­er aus­gekühlt sind, wird man vom Schiff ange­funkt, dass auch im Orbit Ärg­er mit den Breen dro­ht (die sind hereinge­warpt und greifen das anfangs esko­rtierte Schiff an, die mask­ierten Lüm­mel) und man zügig zurück an Bord gebeamt wer­den muss, um sich dessen anzunehmen. Dann auch im All das­selbe, was man aus STO schon bis zum Abwinken ken­nt: Geballer bis der Schiff­sarzt kommt…

Faz­it: Ein schlechter Scherz. Eine unin­spiri­erte Sto­ry, die zum einen dünn ist und zum anderen unglaub­würdig und auch durch das Ein­brin­gen des Pre­serv­er-Mythos den langjähri­gen ST-Fan nicht ansatzweise überzeu­gen kann. Dass man alleine mit seinen paar Brückenof­fizieren den Haupt­plan­eten gegen Breen-Trup­ps vertei­di­gen soll, ohne dass auch nur irgen­dein Deferi einen Fin­ger krumm macht, kauft man den Mis­sions­de­sign­ern eben­falls schlichtweg nicht ab. Der größte Teil der Mis­sion beste­ht wieder ein­mal aus lan­gan­hal­ten­dem Geballer, wobei ins­beson­dere beim Raumkampf nicht ein­mal im Ver­gle­ich zu älteren Questen vari­iert wurde: erst nacheinan­der mehrere Grup­pen von Schif­f­en weg­pusten und zum Abschluß ein Großkampf­schiff. Für mich sieht diese erste »wöchentliche Mis­sion« schnell und (ich wieder­hole mich) unin­spiri­ert zusam­mengeschus­tert aus. Lächer­lich. Damit lockt man garantiert keinen wegge­gan­genen Spiel­er hin­ter dem Ofen her­vor und ins Spiel zurück.

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Bild­schirm­fo­to Breen-Angriff Copy­right 2010 Cryp­tic und Atari, Inhalte Bild­schirm­fo­to Cap­tain van Dijk in der Deferi-Haupt­stadt Copy­right Cryp­tic und Atari, Bild­kom­po­si­tion von mir.

Bestätigt: NEVERWINTER NIGHTS Online

Die auf DUNGEONS & DRAGONS basieren­den Com­put­er­spiele rund um die Stadt Nev­er­win­ter in den »Vergesse­nen Reichen« waren ein großer Erfolg und ermöglicht­en bere­its das koop­er­a­tive Zusam­men­spiel der Teil­nehmer, um Questen gemein­sam zu lösen. Zudem war es den Spiel­ern möglich, eigene Szenar­ien zu gestal­ten und diese den anderen Fans im Web zum Down­load bere­it zu stellen. Entwick­ler des Orig­i­nals war BioWare.

Eine opti­male Vor­lage, um daraus ein MMO zu machen und so wun­dert es nicht, dass es bere­its seit län­gerem Gerüchte über ein entsprechen­des Mul­ti­play­er-Spiel gibt. Die wur­den jet­zt bestätigt, aber der inter­essierte Fan hat keinen Grund zu Freude. Warum? Devel­op­er und Pub­lish­er des NEVERWINTER NIGHTS MMOs sind Cryp­tic Stu­dios und Atari, die sich zulet­zt sowohl bei CHAMPIONS als auch bei STAR TREK ONLINE nicht eben mit Ruhm bek­leck­ert haben.

Das Spiel hat bere­its eine (weitest­ge­hend inhalt­slose) Web­seite, es lehnt sich an die vierte Edi­tion der D&D-Regeln an und basiert lose auf ein­er noch erscheinen­den Romantrilo­gie von R. A. Sal­va­tore (erster Band im Okto­ber 2010). Veröf­fentlicht wer­den soll das Spiel bere­its 2011 – ich will nicht unken, aber dieser Ter­min passt zu Cryp­tics üblich­er Vorge­hensweise, halb fer­tige Pro­duk­te zu veröf­fentlichen…

Cryp­tic-COO Jack Emmert dämpft dann auch schon­mal vor­sicht­shal­ber bere­its jet­zt die Erwartun­gen und weist darauf hin, dass das kein »voll­ständi­ges MMO« wer­den soll, son­dern »nur« ein »koop­er­a­tives RPG«. Angesichts der Cryp­tic-Vorge­hensweisen bei CHAMPIONS und STO sind viele Fans nicht eben eupho­risch…

Die voll­ständi­ge Pressemel­dung im kom­plet­ten Artikel.

Update: Auch dies­mal sollen die Spiel­er wieder in die Lage ver­set­zt wer­den, eigene Szenar­ien zu gestal­ten, dafür soll es einen »extrem benutzer­fre­undlichen Inhalts­gen­er­a­tor« geben. Na, dann muss man sich wenig­stens um fehlen­den Con­tent keine Sor­gen machen, zur Not erstellen die Kun­den den halt selb­st…

Update 2: Exk­lu­sives Inter­view mit Jack Emmert auf Mas­sive­ly. Inter­es­sant, wie weit die Aus­sagen eines hochrangi­gen Cryp­tic-Mitar­beit­ers in Sachen »Spiel­erzufrieden­heit und Feed­back« von der Real­ität abwe­ichen.

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Screen­shot Web­seite Copy­right 2010 Cryp­tic & Atari.

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STAR TREK ONLINE: Cryptic foppt weiter die Spieler

Wie aus diversen Artikeln hier und aus mein­er aus­führlichen Besprechung bekan­nt ist, zeich­nen sich Cryp­tic Stu­dios, Entwick­ler hin­ter STAR TREK ONLINE, gern mal dadurch aus, seine zahlen­den Spiel­er zu dupieren. Auch aktuell hört man nicht damit auf von einem Fet­tnapf zum näch­sten zu tapsen.

Im STO-Store (an und für sich schon eine Unver­schämtheit neben den Kosten für die Retail-Box und einem Monatsabo­preis von 15 Euro zusät­zlich im Shop echt­es Geld für Gim­micks zu ver­lan­gen) erhält man jede Menge neue Dinge, darunter diverse Uni­for­men aus den TV-Serien und Fil­men. »Was ist daran schlecht?« kön­nte man jet­zt fra­gen. Ein­fach: Vorbesteller kon­nten Spe­cial Edi­tions und Deluxe-Ver­sio­nen des Spiels erwer­ben, die teur­er waren als die Stan­dard-Aus­gabe. Dafür bekam man »exk­lu­siv« eben diese Uni­for­men (und andere Gim­micks), die nun jed­er für rel­a­tiv kleines Geld (aber auf jeden Fall preis­gün­stiger als die Zusatzkosten für die Son­der­box­en) im Shop kaufen kann.

Die Käufer der Son­dered­i­tio­nen sind nicht erfreut und es hagelt mal wieder Proteste. Bei Cryp­tic ist man entwed­er lern­re­sistent oder man ver­sucht auf diese Art und Weise nochmal verzweifelt neue Spiel­er zu rekru­tieren oder alte zu reak­tivieren. Wirk­lich sin­nvolle Neuerun­gen wie deut­lich mehr Con­tent oder was zu tun im Endgame bleiben größ­ten­teils Fehlanzeige. Nach wie vor kann man nur jedem rat­en, die Fin­ger von diesem Spiel zu lassen.

Ein Update: Man kann im Cryp­tic Store jet­zt auch Caitians als spiel­bare Rasse erwer­ben. Dum­mer­weise hat deren Ausse­hen so gar nichts mit der bekan­nten Optik der bei manchen Fans höchst beliebten Katzen­rasse zu tun. Anoth­er epic fail, Cryp­tic…

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Cov­er STAR TREK ONLINE Copy­right 2010 Cryp­tic & Atari

STAR TREK ONLINE – Cryptic und Atari verärgern die Spieler (update 2)

Cover Star Trek OnlineÜblicher­weise erhält man als Vorbesteller eines Spiels Boni, denn man pumpt Geld in ein Pro­dukt, von dem man noch nicht ein­mal weiss, ob es einem grund­sät­zlich gefällt, ob es über­haupt auf den Markt kommt, oder ob es den Erwartun­gen entspricht. Über dieses Risiko wis­sen natür­lich auch die Pub­lish­er und deswe­gen wer­den dem »ear­ly adopter« in aller Regel Zusatzfea­tures ange­boten. Im Falle von MMOs nicht zulet­zt auch deswe­gen, weil man sich vorstellen kann, was beim Start eines solchen Spiels nicht nur schief gehen kann, son­dern auch wird.

Bei STO war das zwar grund­sät­zlich nicht anders, allerd­ings hat man sich jet­zt offen­bar bei Atari dazu entschlossen, die Vorbesteller für ihre finanzielle Unter­stützung und für ihre Bere­itschaft, in der Open Beta Bugs zu jagen, zu bestrafen.

Nicht ein­mal einen Monat nach dem offiziellen Start des Spiels veröf­fentlichte Atari auf ihrer Web­seite einen Deal, der nicht nur 10 Dol­lar preiswert­er war, als der bis­lang übliche Preis für die Retail­ver­sion, nein, zusät­zlich erhiel­ten neue Spiel­er auch noch 60 zusät­zliche Tage Spielzeit (also ins­ge­samt 90). In Europa ist war der Rabatt nicht zu erhal­ten. Gegen eine Preis­senkung ist nun grund­sät­zlich über­haupt nichts einzuwen­den (außer vielle­icht gegen den Zeit­punkt auf­grund des schlecht­en Stils gegenüber den Vorbestellern), die zusät­zliche freie Spielzeit hinge­gen bringt die Spiel­er auf die Bar­rikaden und sorgte für einen der läng­sten Protest­threads, die das offizielle Forum bis­lang gese­hen hat. Von den zahllosen weit­eren Threads zu diesem The­ma, die schnell geschlossen wur­den, gar nicht gesprochen. Auch das durch einen Mod­er­a­tor zunächst fix­ierte Mam­mut­the­ma wurde inzwis­chen mit nicht nachvol­lziehbaren Grün­den geschlossen und ein weit­er­er eröffnet, in dem man seinen Unmut kund tun sollte – was für weit­eren Miß­mut sorgte, denn immer­hin hat­ten unzäh­lige Spiel­er bere­its im ersten aus­führlich und in zum Teil sehr sach­lichen Worten geschildert, wo sie die Prob­leme verorten. Um dem Ganzen die Kro­ne aufzuset­zen, wur­den zahllose Foren­nutzer, die ein­fach nur ihre Frus­tra­tion und ihren Ärg­er aus­drück­en woll­ten und das zwar in deut­lich­er Kri­tik aber nicht durch Trollerei tat­en, durch offen­sichtlich über­forderte Mod­er­a­toren zeitweilig oder dauer­haft ges­per­rt; das dürfte auch der haupt­säch­liche Grund dafür sein, dass der neue Thread erst ca. 1500 Beiträge aufzuweisen hat (er existiert seit gestern abend 17:50 MEZ).

Zeit­gle­ich wurde in ein­er Aktion – die man nur als sehr schlecht­es Tim­ing beze­ich­nen kann – ohne vorherige Ankündi­gung die Option been­det, von seinem Life­time-Abo zurück­zutreten und sich das hier­für gezahlte Geld erstat­ten zu lassen. Diese Möglichkeit wurde im Rah­men ein­er Kulanz für solche Spiel­er geschaf­fen, die mit dem Spiel mas­siv unzufrieden waren (allein die Schaf­fung dieser kulanten Hand­habung trotz gegen­teiliger Ver­trags­be­din­gun­gen beim Verkauf des Leben­szeit-Abos deutet bere­its größere Prob­leme an, als man Wil­lens war, an die Öffentlichkeit drin­gen zu lassen). Das LTA zum Son­der­preis kon­nte nur vor dem Beginn der Open Beta abgeschlossen wer­den. Das Zusam­men­tr­e­f­fen bei­der Aktio­nen ver­stärkt den Unmut.

Es han­delt sich bei den let­zten Ereignis­sen um die neuesten in ein­er Kette von Vor­fällen, mit denen Cryp­tic (und somit Atari) die Spiel­er verärg­ert – nun sog­ar solche, die bish­er als vehe­mente Unter­stützer des Spiels aufge­treten sind – trotz all sein­er offen­sichtlichen Schwächen und der Tat­sache, dass es mit »unfer­tig« nur sehr milde umschrieben wer­den kann. Weit­er­hin waren die Serv­er wochen­lang insta­bil und eine Nutzung des Spiels war oft kaum adäquat möglich. Kann bei einem Start passieren, andere Entwick­ler kom­pen­sieren das durch Spielzeitgutschriften oder andere Gim­micks – von Cryp­tic kam die über­raschende Rück­mel­dung, dass es so etwas pauschal nicht geben wird.

Über den Grund für die Preis­senkung und das Spielzei­tange­bot kann man natür­lich nur spekulieren. Es sind aber Stim­men zu hören, die mut­maßen, dass es zu solch ein­er Aktion nur kom­men kann, weil Cryp­tic die Spiel­er weglaufen und man drin­gend neue benötigt (bzw. deren Geld). Das ist auch nicht ganz abwegig, wenn man bedenkt, dass das Spe­cial ganz kurz vor dem Ende der mit dem Erwerb des Spiels erhal­te­nen freien Onlinezeit ges­tartet wurde. Auch habe ich sub­jek­tiv den Ein­druck, eine deut­liche Abnahme der Spiel­er­pop­u­la­tion fest­stellen zu kön­nen, aber hier mag ich mich irren.

Was auch immer davon stim­men mag – Cryp­tic und Atari tun sich defin­i­tiv keinen Gefall­en damit, die Vorbesteller durch den Spielzeit­bonus für neue Spiel­er zu dupieren, ohne für entsprechende Kom­pen­sa­tio­nen zu sor­gen. Zu den son­sti­gen Prob­le­men des Spiels dem­nächst an ander­er Stelle mehr.

Update: Atari hat offen­bar laut Bericht­en ver­schieden­der MMO-Web­seit­en das Ange­bot über 60 Tage zusät­zliche Spielzeit zurück genom­men. Dum­mer­weise allerd­ings auch nachträglich für Kun­den, die bestellt hat­ten, als es noch galt. Da ste­ht offen­sichtlich der näch­ste PR-Super­gau ins Haus, auch wenn man inzwis­chen hastig beteuert, dass Per­so­n­en, die am let­zten Woch­enende bestellt haben, die bewor­be­nen Leis­tun­gen auch erhal­ten wer­den. Zwis­chen­zeitlich macht­en unter­schiedliche Cryp­tic-Mitar­beit­er ver­schiedene Aus­sagen zu der The­matik, ein weit­er­er Hin­weis, dass da etwas grund­sät­zlich und schw­er schief läuft.

Update 2: Ich hat­te bere­its im STO-Forum gele­sen, dass es Atari finanziell nicht so gut geht. Auf Golem wurde vor Kurzem noch kol­portiert, dass es zu ein­er Ren­dite-Steigerung im let­zten Jahr gekom­men sei, tat­säch­lich sieht die Sit­u­a­tion allerd­ings offen­bar anders aus: 320 Mil­lio­nen Dol­lar Net­tover­lust kann einen Spielepub­lish­er wohl zu gewis­sen unpop­ulären Maß­nah­men ani­mieren. Ob das allerd­ings auf Dauer hil­ft, wage ich zu bezweifeln.

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»STAR TREK OFFLINE«?

Logo Star TrekSeit Fre­itag läuft der Head­start für Cryp­tics MMORPG im STAR TREK-Uni­ver­sum. Verblüf­fend­er­weise führt das doch zu deut­lichen Schwierigkeit­en, nach­dem gegen Ende der Beta schon eine Menge sehr rund lief. Jet­zt ist das Server­clus­ter offen­bar auf­grund der schieren Spiel­erzahl über­lastet. Auch seit­ens Cryp­tic gab es bere­its Aus­sagen, dass die Menge an Anmel­dun­gen (Käufen) und Spiel­ern jede Pla­nung bei Weit­em übertrof­fen hat. Die Platzierun­gen in den Verkauf­s­ran­glis­ten bei Ama­zon oder Steam scheinen das eben­so zu bestäti­gen, wie die Tat­sache, dass die ver­schiede­nen Spiel­vari­anten zeitweilig ausverkauft waren.

Am Head­start-Woch­enende war der Serv­er mehrfach offline – ins­ge­samt dürften wohl über zehn Stun­den für geplante und mehr für unge­plante Offlinezeit­en zusam­men kom­men (von anderen Prob­le­men wie nach wie vor unge­fix­ten Bugs und fehlen­den Bonus-Items für Spielzeit-Vorbesteller mal gar nicht gesprochen). Es ist eine deut­liche Ver­schlechterung der Per­for­mance festzustellen, wenn Ameri­ka online geht. Nach­dem der Serv­er wieder hochge­fahren wurde, melde­ten zahllose Spiel­er, dass sie sich nicht mehr ein­loggen kön­nen und stattdessen in eine Login-Queue kom­men, die sie aber rauswirft, wenn sie beispiel­sweise das Spiel per ALT-TAB in den Hin­ter­grund schal­ten, um nicht nur auf die langsam herunter zäh­lende Liste star­ren zu müssen. Damit wird man dann wieder ganz am Ende der Queue ein­gerei­ht. Gestern abend befan­den sich einige Spiel­er nach deren Aus­sage so lange in der Queue, bis der Serv­er erneut abschmierte.

In den Foren macht der Begriff »STAR TREK OFFLINE« die Runde, die Com­mu­ni­ty-Man­agerin für deutschsprachige Län­der »Wish­Stone« ver­stieg sich – möglicher­weise  über­fordert – sog­ar in einen Ras­sis­musvor­wurf, als deutsche Spiel­er den deut­lichen Leis­tung­sein­bruch beklagten »wenn die Amis online gehen«. Pos­i­tiv muss man allerd­ings ver­melden, dass sich die Entwick­ler zumin­d­est bemühen, im Forum und über Twit­ter kurzfristig über Prob­leme und Lösungsan­sätze zu informieren.

Bei allem Ver­ständ­nis für die Anfangsphase eines MMO: Für Cryp­tic beste­ht hier drin­gend Hand­lungs­be­darf, denn ab dem Head­start zählt die »Beta-Ausrede« nicht mehr, ab sofort bezahlt man Geld für einen Ser­vice und der sollte auch geboten wer­den. Das Spiel gefällt mir per­sön­lich wirk­lich gut, es ist aber abzuse­hen, dass die Kund­schaft mas­sive Ein­schränkun­gen nicht lange akzep­tieren wird. Im Ver­gle­ich mit anderen MMOs funk­tion­ierte das Spiel in der Betaphase fast verblüf­fend gut, mein­er Ansicht nach tut es das auch jet­zt noch, den­noch sollte das kein Freib­rief für Cryp­tic oder andere Anbi­eter sein, immer wieder Bana­nen­soft­ware (»reift beim Kun­den«) an die Spiel­er zu brin­gen. Wenn die Com­mu­ni­ty als Betat­ester genutzt wird, sollte man sie dafür wenig­stens angemessen ent­lohnen.

Auch Cryp­tic würde es gut zu Gesicht ste­hen, den Kun­den irgend eine Art von Kom­pen­sa­tion anzu­bi­eten, allerd­ings etwas Wer­tiges wie freie Tage, keine über­flüs­si­gen Ingame-Items oder »Cryp­tic Points«. Konkret angekündigt wur­den die Auf­s­tock­ung der Hard­ware und eine Über­ar­beitung der Soft­ware für diese Woche. Eile tut not, denn wenn am 2.2. der offizielle Spiel­start ist (am 5.2. in Europa), dürfte sich die Sit­u­a­tion nicht verbessern und Kun­den sind deut­lich schneller ver­loren als gewor­ben.

[Update] Ich habe heute schon zwei ingame-Mails von Gold­sellern bekom­men, ich befürchte, da erwächst Cryp­tic das näch­ste Prob­lem…

[Update] Gestern (01.02.2010) fiel der Serv­er während der europäis­chen Prime­Time (ca. 22:30 Uhr) wieder uner­wartet aus. Man kann sich unge­fähr aus­malen, was heute zum offiziellen Start (mit Mit­ter­nachtsverkäufen und ähn­lichen Wer­beak­tio­nen) geschehen wird…

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