Keine Werbung für STAR TREK ONLINE

Soeben ging per Mail eine Anfrage ein­er Mar­ket­ing­fir­ma für Onlinegames bei mir ein. Man bot mir an, Wer­bung für STAR TREK ONLINE zu schal­ten, dafür sollte ich einen Obo­lus von 1,85 Euro pro abgeschlossen­em Abon­nement eröffnetem Kon­to erhal­ten.

Meine Antwort möchte ich den Lesern nicht voren­thal­ten:

Vie­len Dank für die Anfrage, die ich lei­der abschlägig beant­worten muss.

Der Grund hier­für ist, dass ich Vorbesteller von STO war und nach eini­gen Wochen Spielzeit eine aus­führliche Kri­tik zum MMO ver­fasste (damals noch im alten Artikel­por­tal):

http://phantanews.de/dp/node/722

Auf­grund dieser Kri­tik erhielt ich im offiziellen STO-Forum eine dauer­hafte Sperre, eine Anfrage bei Cryp­tic wegen ein­er Stel­lung­nahme zur Veröf­fentlichung auf Phan­taNews blieb unbeant­wortet. Einen Anbi­eter, der so mit seinen Kun­den und mit kri­tis­chen Stim­men umge­ht, will und werde ich nicht unter­stützen und ich werde für ihn auch keine Wer­bung machen.

Da diese ungerecht­fer­tigte und in meinen Augen in hohem Maße unpro­fes­sionelle Sperre bis heute aufrecht erhal­ten geblieben ist, gehe ich davon aus, dass sich auch nach dem Wech­sel von Atari zu Per­fect World Enter­tain­ment bei Cryp­tic in dieser Hin­sicht nichts zum Pos­i­tiv­en geän­dert hat.

Falls Per­fect World Enter­tain­ment oder Cryp­tic sich zu ein­er Stel­lung­nahme bewe­gen lassen, kann ich das gern nochmals neu bew­erten, aber im Moment muss ich die Anfrage lei­der ablehnen.

Mit fre­undlichem Gruß,

Jaja, ich weiß, im Prinzip mache ich auch mit diesem Artikel Wer­bung für Cryp­tic (»auch schlechte Kri­tik ist gute Wer­bung« – weiß jed­er, der mit dem The­ma zu tun hat), aber Links bekom­men sie nicht spendiert. :) Und wer solche Num­mern abzieht wird auch dann nicht mit Kun­den ver­sorgt, wenn er mit Geld wedelt.

Machinima-Webserie: STAR TREK REUNION

Cer­berus Films haben soeben den ersten Teil ihrer neuen Web­serie STAR TREK REUNION veröf­fentlicht. Lei­der sind Trek-Fans derzeit was neues Mate­r­i­al ange­ht ja weitest­ge­hend auf Fan­pro­duk­tio­nen angewiesen, da der näch­ste Film noch auf sich warten lassen wird und eine neue TV-Serie nicht in Sicht ist.

Der Kopf hin­ter STAR TREK REUNION ist Oliv­er Smith, der in sein­er Vita bere­its eine BAF­TA-Nominierung aufweisen kann. Beson­ders inter­es­sant daran ist, dass der gesamte Machin­i­ma-Film inner­halb des MMOs STAR TREK ONLINE ent­standen ist. Oder sagen wir bess­er, inner­halb des Spiels und der Foundry, also jen­em Tool, mit dem man Mis­sio­nen erstellen und skripten kann.

Die Geschichte ver­fol­gt die Aben­teuer ein­er Gruppe von Ster­nen­flot­ten-Offizieren, die zusam­men auf der Akademie waren und inzwis­chen Cap­tains gewor­den sind. Gemein­sam machen sie sich auf, den Mord an einem Fre­und aufzuk­lären.

Grund­sät­zlich eine wirk­lich coole Idee, lei­der zeigt das Video an diversen Stellen die Prob­leme der Engine von STO allzu deut­lich auf, beispiel­sweise durch unschönes Ruck­eln. Der Titel der ersten Episode lautet THE GATHERING STORM – wenn mir die Anmerkung erlaubt ist: ich sehe Raum nach oben, was die Syn­chro­ni­sa­tion und den Schnitt ange­ht…

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Copy­right STAR TREK REUNION-Logo 2011 Cer­berus Films

Wusste ich´s doch: STAR TREK ONLINE wird free2play

Ich habe es immer wieder gemut­maßt und nach dem Kauf von Cryp­tic Stu­dios durch den chi­ne­sis­chen Pub­lish­er und MMO-Spezial­is­ten Per­fect World habe ich eigentlich jeden Tag auf die Mel­dung gewartet. Jet­zt ist es soweit: STAR TREK ONLINE wird in ein free2­play-Geschäftsmod­ell umge­wan­delt.

Als Per­fect World im Mai Cryp­tic von Atari erwarb, gin­gen auch die Rechte am recht glück­losen Online­spiel im STAR TREK-Uni­ver­sum an die Chi­ne­sen. Kevin Lau, der Finanzchef bei der Fir­ma sagte jet­zt:

Ich glaube, dass ein free-to-play-Mod­ell sowohl in den USA wie auch in Chi­na ein deut­lich größeres Poten­tial hat.

Und in Europa wohl auch. Ins­beson­dere, wenn man sieht, dass STO nach wie vor mit man­gel­haften Inhal­ten zu kämpfen hat und haupt­säch­lich ein Baller­spiel mit TREK-Schif­f­en ist, dürfte es schlauer sein, mit einem grund­sät­zlich kosten­losen Spiel zu ver­suchen neue Nutzer zu fan­gen die dann bleiben, als ST-Fans mit einem über­teuerten Abo-Mod­ell zu verärg­ern. Zu dem dann auch noch ein Itemshop kommt, in dem man gegen echt­es Geld kos­metis­che Items und pay-to-win-Gegen­stände wie ein Dread­nought-Raum­schiff kaufen kann… Kosten­los mit Shop macht deut­lich mehr Sinn.

Die Umwand­lung von STAR TREK ONLINE in free2play soll bis zum Ende des Jahres geschehen. Es wird sich­er hoch inter­es­sant zu sehen, wie man die Inhab­er eines Life­time-Accounts und die weni­gen treuen Spiel­er abspeisen möchte – wobei ich den Chi­ne­sen hier ein­deutig mehr zutraue als Cryp­tic oder Atari – und das ist im pos­i­tiv­en Sinne gemeint…

Via gamesindustry.biz, dank an Cynx für den Hin­weis

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STAR TREK ONLINE – Kunden zweiter Klasse und »The Foundry«

Es gibt mal wieder was über STAR TREK ONLINE zu bericht­en und wie immer weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Mit großem Medi­en-Tam­tam wurde angekündigt, dass die Fans ein neues Raum­schiff kreieren sollen, die ENTERPRISE-F, die dann in der erschaf­fe­nen Form ins Spiel inte­gri­ert wer­den soll. Damit Inter­essierte dieses Schiff bauen kön­nen, will man dem­nächst ein Tool zur Ver­fü­gung stellen.
Dann kam raus, dass diese Aktion nur für Nutzer in den Vere­inigten Staat­en vorge­se­hen ist, der Rest der Welt guckt in die Röhre. STO-Ober­murkel Dan Stahl sagt dazu konkret (Über­set­zung von mir):

I’m not a lawyer, but it sound­ed as though inter­na­tion­al tax laws pre­vent us from run­ning a con­test inter­na­tion­al­ly if there are prizes with any sort of mon­e­tary val­ue.

Ich bin kein Recht­san­walt, aber es sieht so aus, als ob inter­na­tionale Steuerge­set­ze uns daran hin­dern kön­nten, diesen Wet­tbe­werb weltweit abzuhal­ten, solange es Preise gibt, die irgen­deine Art von mon­etärem Gegen­wert haben.

Für wie blöd hält der die Kun­den im Rest der Welt eigentlich? Es ist ja nun nicht so, als ob andere Fir­men nicht genau solche Aktio­nen bere­its weltweit durchge­führt hät­ten? Warum wer­den die Fans außer­halb der USA zu Kun­den zweit­er Klasse degradiert?

Weit­er­hin ste­ht in am 9. Dezem­ber das näch­ste »große« Con­tent-Update an: »SEASON 3: GENESIS«. Dieses bein­hal­tet das test­weise Freis­chal­ten der »Foundry« auf dem Test­serv­er Trib­ble (was ursprünglichen Ankündi­gun­gen zufolge bere­its »früh im Novem­ber« hätte geschehen sollen). Wie berichtet, ist »The Foundry« ein Tool, das den Nutzern ermöglichen soll, Mis­sio­nen für das Spiel zu erschaf­fen, auf Neudeutsch nen­nt man so etwas »user gen­er­at­ed con­tent«. Inzwis­chen kam allerd­ings her­aus, dass dieses Tool beschnit­ten ist und den motivierten Nutzern nicht ein­mal alle Möglichkeit­en eröffnet, die Cryp­tics Mis­sions­de­sign­er haben (und die sind bekan­nter­maßen schon begren­zt). Na super…

Es kön­nte den »Echt Wichti­gen Hon­chos« [tm] bei Cryp­tic zudem möglicher­weise ent­gan­gen sein, dass am Dien­stag CATACLYSM startet, danach inter­essieren sich aller Wahrschein­lichkeit nach für ein paar Monate nur noch Pak­leds für deren hal­b­gares TREK-MMO…

Auf der offiziellen Web­seite bietet man das Monatsabo für Europa übri­gens immer noch für knapp 15 Euro an und das trotz der Tat­sache, dass man die 60-Tage-Game­Time­Card bei Amazon.de bere­its für 16 Euro erwer­ben kann. Die ler­nen es nicht mehr…

Mal sehen, vielle­icht investiere ich die Kohle mal, um mir »The Foundry« anzuse­hen und in bekan­nter Art darüber zu bericht­en. Rech­net aber nicht zu schnell damit, denn am Dien­stag kommt … aber das sagte ich bere­its. :o)

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»User Generated Content« für STAR TREK ONLINE

Es war ja bere­its angedeutet wor­den und in seinem let­ztem »state of the game« sprach auch Dan Stahl davon: STAR TREK ONLINE wird in Kürze ein Tool erhal­ten, das es den Spiel­ern ermöglichen soll, selb­ster­stellte Inhalte zu kreieren. Sprach Stahl jedoch noch von »das wird noch dauern« ist jet­zt die Rede von »in Kürze«.

Kein Wun­der, ist doch weit­er­er Inhalt in dem weitest­ge­hend inhalt­sleeren Spiel bit­ter nötig. Auch in Sachen der wöchentlichen Episo­den wurde bere­its angekündigt, dass dies eingestellt wer­den wird, offen­bar hat­te man bei Cryp­tic die dadurch entste­hende Arbeit unter­schätzt. Zudem ist nicht einzuse­hen, dass man bei einem Voll­preis­spiel nach ein bis zwei Monat­en nur noch ein­mal die Woche etwas zu tun haben sollte (und dann auch noch mit handw­erk­lich und plot­tech­nisch schlecht gemacht­en Episo­den kon­fron­tiert wurde). Der daraus resul­tierende Spiel­er­schwund dürfte Cryp­tic dazu ani­miert haben, die Erstel­lung des UGC-Tools namens »The Foundry« zu beschle­u­ni­gen.

Tat­säch­lich kön­nte man annehmen, dass diese Maß­nahme dazu geeignet ist, das Spiel zu ret­ten, denn wie man aus zahllosen Spiele-Mod­i­fika­tio­nen der Ver­gan­gen­heit weiß, ist die Com­mu­ni­ty oft in der Lage, bessere Inhalte abzuliefern, als die Her­steller, promi­nen­testes Beispiel ist hier offen­sichtlich DIE SIMS 2. Auch im Fall von STO kann man sich­er davon aus­ge­hen, dass die Fans deut­lich bessere Mis­sio­nen erstellen kön­nen, als die unin­spiri­erten Cryp­tic-Questen. Die erzeugten Mis­sio­nen sollen durch einen QA-Prozess gehen, in der die Com­mu­ni­ty darüber abstimmt, welche tat­säch­lich ins Spiel über­nom­men wer­den, auch das hat­te ich bere­its prophezei­ht und auch hier lässt der Entwick­ler die bezahlen­den Spiel­er die Arbeit machen. Es wurde aber bere­its darauf hingewiesen, dass die selb­ster­stell­ten Mis­sio­nen inhaltlich mit dem Rechtein­hab­er CBS abges­timmt wer­den müssen, also hat auch bei Cryp­tic irgendw­er genug zu tun.

Als prob­lema­tisch sehe ich die Beschränkun­gen durch die Gameengine an sich an, die mögliche Band­bre­ite an Mis­sion­sin­hal­ten ist erhe­blich begren­zt, ins­beson­dere was solche Auf­gaben ange­ht, bei denen nicht gekämpft wird. Scanne fünf hier­von, samm­le fünf davon ist kein inter­es­san­ter Spielin­halt, das wird selb­st durch einen Mis­sionsed­i­tor nicht bess­er. Auch das völ­lige Fehlen von Lebe­we­sen auf den Plan­eten die kein­er bekan­nten oder gener­ierten Rasse ange­hören, hil­ft nicht eben. STAR TREK han­delt eben auch davon, neue Spezies ken­nen zu ler­nen, seien es nun kleine pusche­lige Wesen von Alpha Cen­tau­ri, Humanoide, Silikat-Pizzen, intel­li­gente Nebel oder gigan­tis­che Bak­te­rien im All. Dies alles ist mit der derzeit­i­gen Gameengine nicht zu ver­wirk­lichen.

Einige Fra­gen und Antworten zur »Foundry« gibt Stormshade im offiziellen Forum.

Dieses Fea­ture kön­nte mich tat­säch­lich dazu brin­gen, nochmal einen Blick ins Spiel zu wer­fen, allein um mir das Tool anzuse­hen und es auszupro­bieren. Man vergebe mir allerd­ings meine Skep­sis angesichts der »Arbeit«, die Cryp­tic bei diesem Spiel bis­lang abgeliefert hat und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die UGC-Tools handw­erk­lich bess­er wer­den. Ein Erfolg ist aber bit­ter nötig, denn das dürfte die let­zte Chance sein, die STAR TREK ONLINE hat.

[Update:] »Foundry« ist bere­its im geschlosse­nen Betat­est und soll »früh im Novem­ber« auf dem Test­serv­er »Trib­ble« in ein­er open Beta für alle Inter­essierten geöffnet wer­den. Denen bei Cryp­tic scheint der Aller­w­erteste ganz schön auf Grun­deis zu gehen…

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Bild: Pro­mo-Foto Mar­swerften, Copy­right Cryp­tic Stu­dios

STAR TREK ONLINE – wöchentliche Episode drei – COLD COMFORT

Und weit­er geht’s mit den wöchentlichen Episo­den von STAR TREK ONLINE, die sich bish­er als Mogel­pack­un­gen ohne wirk­lichen Inhalt aber dafür umso mehr Gewalt her­aus­gestellt haben. Mit an Masochis­mus gren­zen­dem Durch­hal­tev­er­mö­gen habe ich mir auch die dritte Mis­sion unter dem Titel COLD COMFORT gegeben, um hier darüber zu bericht­en.

Erwartet hat­te ich wie bei den bei­den ersten »week­lies« hand­lungs­freies Dauerge­baller, doch – oh Wun­der – bei COLD COMFORT fällt kein einziger Schuss. Wer jet­zt allerd­ings denkt, diese Episode sei dadurch bess­er als die vor­ange­gan­genen, der irrt gewaltig…

Per­sön­lich­es Log­buch Cap­tain van Dijk, U.S.S. UNKAPUTTBAR 2. Soeben hat mein alter Kumpel, der Deferi-Botschafter Surah, angerufen. Offen­bar ist wieder ein­mal ein­er sein­er Frachter in Schwierigkeit­en und außer mir ist nie­mand in der Nähe, um zu helfen. Ich frage mich inzwis­chen, wie die Deferi raum­fahrt­tech­nisch bish­er ohne fremde Hil­fe über­haupt zurecht gekom­men sind… Na, der wird sich umguck­en, wenn die Admi­ral­ität die Rech­nung schickt…

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STAR TREK ONLINE: »user generated content«

Wenn man STAR TREK ONLINE eine Zeit lang spielt, stellt man schnell fest, dass es ganz gehörig an der Orig­i­nal­ität der Mis­sio­nen hapert: meist drehen sie sich darum, schnell (oder lang­wierig) ein paar Feinde wegzuballern (ich habe mehrfach berichtet) oder mal eben fünf Gegen­stände zu scan­nen. Bere­its rel­a­tiv früh fragte ich mich, warum Fir­men, die solche MMOs anbi­eten, nicht viel mehr die Fans involvieren und ihnen die Möglichkeit bieten, selb­st Mis­sio­nen zu kreieren, die dann nach Prü­fung durch die Devel­op­er ins Spiel einge­baut und von den anderen Spiel­ern bew­ertet wer­den kön­nen.

Cryp­tic ist jet­zt offen­bar auch auf den Trichter gekom­men, dass man ja eigentlich die Spiel­er kosten­los für sich arbeit­en lassen kann. Dan Stahl sagte im aktuellen »state of the game«:

»And on top of all of that, we have anoth­er entire team work­ing on user gen­er­at­ed con­tent tools, which promise to add the abil­i­ty for you to cre­ate the mis­sions and episodes that you want to see in the game.«

»Und darüber hin­aus arbeit­et ein weit­eres voll­ständi­ges Team an Tools für benutzer­gener­ierten Con­tent, die Dir die Möglichkeit eröff­nen sollen, die Mis­sio­nen und Episo­den zu erschaf­fen, die Du im Spiel sehen möcht­est.«

»Na endlich« kann man da nur sagen, denn dass die Mis­sions­de­sign­er bei Cryp­tic nichts vernün­ftiges Neues auf die Beine stellen kön­nen, haben die let­zten wöchentlichen Mis­sio­nen ein­drucksvoll gezeigt. Auf der anderen Seite habe ich meine Zweifel, ob auch motivierte Spiel­er mit der offen­sichtlich eingeschränk­ten Engine abwech­slungsre­ichere Questen erschaf­fen kön­nen. Fraglich auch, wie lange man damit noch warten darf, denn auch wenn Stahl in seinem recht unglaub­würdi­gen Hur­ra-Beitrag behauptet, die Spiel­erzahlen wür­den steigen, so darf das doch tat­säch­lich bezweifelt wer­den.

In Kürze übri­gens der Bericht über die dritte Wochen­mis­sion, die lei­der wieder ein­mal nur für Lach­er gut war…

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STAR TREK ONLINE – wöchentliche Episode 2 – OUT IN THE COLD

Nach der ers­ten »week­ly mis­si­on« dach­te ich in der letz­ten Woche »das kann nur bes­ser wer­den«. Ich hätte mich kaum mehr täu­schen kön­nen.

Of­fen­bar wer­den die wö­chent­li­chen Mis­si­on in Staf­feln zu­sam­men­ge­fasst, das be­deu­tet, immer eine ge­wis­se Zahl davon in Ab­fol­ge hat ein ge­mein­sa­mes Über­the­ma. In die­sem Fall haben alle mit den De­fe­ri und ins­be­son­de­re den Breen zu tun, denn der Name der ers­ten »Staf­fel« lau­tet »SE­RIES 1: THE BREEN«. Es ist wei­ter­hin ab­zu­se­hen, dass alle wö­chent­li­chen Epi­so­den der ers­ten Staf­fel das Wort »cold« in ihrem Titel haben (nach COLD CALL und OUT IN THE COLD wer­den noch COLD COM­FORT, COLD CASE und COLD STO­R­A­GE fol­gen). Über­aus krea­tiv – und über­aus ba­na­ne, denn der­glei­chen gab es in den Se­ri­en, auf die man sich mit die­sen wö­chent­li­chen Epi­so­den ja ex­pli­zit be­zieht, nicht.

Gab es bei der ers­ten Epi­so­de neben dem Ge­pha­ser we­nigs­tens noch An­sät­ze von Hin­ter­grund und Sto­ry, lässt man das bei OUT IN THE COLD lie­ber mal gle­ich ge­pflegt weg und kommt so­fort und ohne Um­schwei­fe zu dem, was die Ent­wick­ler bei STO am bes­ten (man könn­te auch sagen: na­he­zu aus­schließ­lich) be­herr­schen: hohle Bal­ler­mis­sio­nen.

Gut, dass mein Ava­tar Cap­tain Lydia van Dijk (Ähn­lich­kei­ten mit ein­er Ad­mi­ra­lin oder Ge­ne­ra­lin der »Schnel­len Raum­ver­bän­de« sind selbst­ver­ständ­lich rei­ner Zu­fall!) immer noch ihre »Mir­ror-Uni­ver­se«-Uni­form trägt, denn ir­gend­wie be­schleicht mich mehr und mehr das Ge­fühl, dass die­ses Spiel tat­säch­lich in ein­er sol­chen al­ter­na­ti­ven ge­walt­tä­ti­gen Rea­li­tät spielt und nicht in der von »Clas­sic STAR TREK«. An­ders kann man sich ei­gent­lich nicht er­klä­ren, dass so ziem­lich jedes Pro­blem aus­schließ­lich mit Waf­fen­ge­walt ge­löst wer­den muss, sei es im All oder auf Pla­ne­te­n­ober­flä­chen.

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STAR TREK ONLINE – erste wöchentliche Episode COLD CALL

Ich habe vor Kurzem die erste der neuen wöchentlichen Episo­den für STAR TREK ONLINE gespielt. Diese »week­ly episodes« wur­den im Zusam­men­hang mit dem SEASON 2-Update angekündigt, das vor Kurzem auf dem Pro­duk­tiv-Serv­er live ging. Cryp­tic möchte damit dem Kri­tikpunkt abhelfen, es gäbe zu wenig Con­tent – ab sofort soll es jede Woche eine neue Mis­sion geben, in Anlehnung der wöchentlichen Episo­den an die STAR TREK-Fernsehse­rien.

Die erste dieser Mis­sio­nen heißt COLD CALL und führt den Spiel­er in einen noch neuen Raum­sek­tor (passiert in diesem Spiel des Öfteren: »Huch, Lieu­tenant Wern­ersen, kiek mol, da ischa´n neuer Sek­tor… Lech den mol op´n Sen­sor!«). Dort find­et sich die eben­so neue Rasse der Deferi, die vor­sichti­gen und fre­und­schaftlichen Kon­takt mit der Föder­a­tion aufgenom­men hat, aber auch den Klin­go­nen gegenüber pos­i­tiv eingestellt ist, da diese in der Ver­gan­gen­heit mal gegen Über­griffe von anderen Aliens geholfen haben. Ja, so sind sie, die gutherzi­gen Bat´leth-Schwinger vom Plan­eten Qo’noS.
Sobald man in den Deferi-Raum­sek­tor ein­warpt, wird einem die Mis­sion ange­boten, nimmt man sie an, wird man aufge­fordert, das Heimat­sys­tem anzu­fliegen. Dort muss man ein Deferi-Schiff zum Heimat­planten esko­rtieren, zwis­chen­durch erscheint kurz ein unbekan­nter Raumer auf den Sen­soren, auch das Scan­nen der Warpsig­natur bringt einen allerd­ings nicht weit­er (was haben meine Brückenof­fiziere auf der Akademie eigentlich gemacht? Fizzbin gespielt?). Am Plan­eten angekom­men flugs herunter gebeamt und mit einem Diplo­mat­en getrof­fen (gut, dass ich noch vorher die Mir­ror-Uni­verse-Uni­form übergestreift habe…), der einem ein wenig über die Kul­tur und His­to­rie der Deferi erzählt. Man bemüht sich um »Bal­ance« als zen­tralen Punkt der Philoso­phie. Aha. Offen­bar gibt es zudem Verbindun­gen zu den Pre­servern, also jen­er Rasse, die im TREK-Uni­ver­sum die Humanoiden gle­ich­mäßig über die Galax­is ver­streut hat (was in der Nach­schau vielle­icht doch nicht so ein guter Plan war…).
Während dieses Gesprächs kommt es zu einem Angriff der Breen und man hat alle Hände voll damit zu tun, mehrere Ein­satztrup­ps der übel­lau­ni­gen Masken­träger abzuwehren – wie üblich ste­ht ein Kom­mu­nika­tionsver­such nicht zur Debat­te, das Prob­lem wird mit dem Phas­er gelöst (und der ste­ht nicht auf »Betäuben«). Inter­es­san­ter­weise ist man auf der Deferi-Heimatwelt (!) in der Deferi-Haupt­stadt (!) offen­sichtlich die einzige (!) Truppe, die sich um die Ein­drin­glinge küm­mern kann, die Ein­wohn­er selb­st ren­nen nur kopf­los durch die Gegend. Sowas wie Polizei oder Mil­itär scheint es nicht zu geben, obwohl die Rasse son­st eigentlich einen eher wehrhaften Ein­druck macht. Naja, wie auch immer, man ballert nach und nach in gewohn­ter Manier die fünf Breen-Squads weg. Dass man dabei auch mal durch uuu­ralte Pre­serv­er-Ruinen eiert erschließt sich erst später, auch den dor­ti­gen Breen-Boss­mob erken­nt man nur daran, dass er unserem Phaser­feuer knapp fünf Sekun­den länger stand­hält als seine Untergebe­nen und vor dem Ver­glühen über­flüs­siges Zeug brabbelt.
Noch bevor die Phas­er aus­gekühlt sind, wird man vom Schiff ange­funkt, dass auch im Orbit Ärg­er mit den Breen dro­ht (die sind hereinge­warpt und greifen das anfangs esko­rtierte Schiff an, die mask­ierten Lüm­mel) und man zügig zurück an Bord gebeamt wer­den muss, um sich dessen anzunehmen. Dann auch im All das­selbe, was man aus STO schon bis zum Abwinken ken­nt: Geballer bis der Schiff­sarzt kommt…

Faz­it: Ein schlechter Scherz. Eine unin­spiri­erte Sto­ry, die zum einen dünn ist und zum anderen unglaub­würdig und auch durch das Ein­brin­gen des Pre­serv­er-Mythos den langjähri­gen ST-Fan nicht ansatzweise überzeu­gen kann. Dass man alleine mit seinen paar Brückenof­fizieren den Haupt­plan­eten gegen Breen-Trup­ps vertei­di­gen soll, ohne dass auch nur irgen­dein Deferi einen Fin­ger krumm macht, kauft man den Mis­sions­de­sign­ern eben­falls schlichtweg nicht ab. Der größte Teil der Mis­sion beste­ht wieder ein­mal aus lan­gan­hal­ten­dem Geballer, wobei ins­beson­dere beim Raumkampf nicht ein­mal im Ver­gle­ich zu älteren Questen vari­iert wurde: erst nacheinan­der mehrere Grup­pen von Schif­f­en weg­pusten und zum Abschluß ein Großkampf­schiff. Für mich sieht diese erste »wöchentliche Mis­sion« schnell und (ich wieder­hole mich) unin­spiri­ert zusam­mengeschus­tert aus. Lächer­lich. Damit lockt man garantiert keinen wegge­gan­genen Spiel­er hin­ter dem Ofen her­vor und ins Spiel zurück.

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Bild­schirm­fo­to Breen-Angriff Copy­right 2010 Cryp­tic und Atari, Inhalte Bild­schirm­fo­to Cap­tain van Dijk in der Deferi-Haupt­stadt Copy­right Cryp­tic und Atari, Bild­kom­po­si­tion von mir.

STAR TREK ONLINE SEASON 2 – Business as usual

Wie ich vor ein paar Tagen anmerk­te, hat­te ich mich mal wieder für eine Zeit bei STAR TREK ONLINE angemeldet, um einen Blick auf das von Cryp­tic Stu­dios voll­mundig angekündigte Con­tentup­date unter dem Titel SEASON 2 zu wer­fen. Wie zu erwarten war, hörten sich die Ankündi­gun­gen um Län­gen bess­er an, als die Real­ität dann war.

Als erstes ist zu bemerken, dass das Update unter mas­siv­en und zahlre­ichen Bugs lei­det. Das ver­wun­dert mich auch nicht, denn das ist bei Cryp­tic so üblich. Noch weniger ver­wun­der­lich wird diese Tat­sache durch den Fakt, dass SEASON 2 zuvor nicht voll­ständig auf dem Test­serv­er Trib­ble getestet wurde, son­dern offen­bar nur Teile davon. Wie ich darauf komme? Ich hat­te mir einige Inhalte auf dem Test­shard bere­its ange­se­hen und diese ließen Teile mis­sen, die bei der Live-Schal­tung auf dem Haupt­serv­er plöt­zlich vorhan­den waren. Es kon­nten also von den Ver­such­skan­inchen-Spiel­ern auf dem Test­serv­er vor Release gar nicht alle Fehler gefun­den wer­den. Warum und wofür Cryp­tic dann über­haupt einen Test­serv­er anbi­etet, kann man nur errat­en.

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STAR TREK ONLINE – Die erste »diplomatische« Mission: epic fail!

Um die groß angekündigten Neuerun­gen der »Sea­son 2« von Cryp­tics Möchte­gern-MMO STAR TREK ONLINE zu testen, hat­te ich wie bere­its angekündigt, mein Abo nochmal ver­längert. Da Cryp­tic nach wie vor darauf beste­ht, bei der Abwick­lung via Pay­Pal zu teuer zu sein, hat­te ich über Ama­zon eine Game­Time­Card geordert (die war ger­ade im Ange­bot), damit kommt das Abo deut­lich preiswert­er.

Sea­son 2 ist auf dem Haupt­serv­er mit dem Namen »Holodeck« noch nicht online, deswe­gen habe ich einen mein­er Charak­tere auf den Test­serv­er »Trib­ble« trans­feriert. Auf der Suche nach dem Quest­ge­ber vom »Diplo­ma­tis­chen Corps der Ster­nen­flotte« lief ich dann ein wenig über die Raum­sta­tion im Erdor­bit, fand ihn dann nicht ganz uner­wartet im Büro des Admi­rals. Die Mis­sion besagte, »flieg ins Khaz­an Clus­ter, da haben wir so eine neue Rasse gefun­den. Nimm diplo­ma­tis­chen Erstkon­takt mit denen auf.« Also schnell hinge­warpt.

Um es kurz zu machen: Die Mis­sion stellte sich als schlechter Scherz her­aus. Der Botschafter der neuen Alien­rasse hat­te drei Sub­al­terne dabei, mit denen man sich kurz via Auswahlliste an Fra­gen unter­hal­ten kon­nte, war das abgewick­elt (was wenige Minuten dauert) musste man dem Botschafter einige Fra­gen auf­grund der vorheri­gen Gespräche beant­worten, das geschah über eine recht kurze Auswahlliste, die einem STO zur Ver­fü­gung stellte.

Orig­i­nal­ität: Null
Anspruch: Null
STAR TREK-Feel­ing: 1 (auf ein­er Skala von 1 bis 10)
Dauer: keine fünf Minuten (ohne Flugzeit, die war länger)

Eine weit­ere Mis­sion bot mir der Quest­ge­ber vom Diplo­ma­tis­chen Corps danach nicht an.

Faz­it: Das kann nicht deren Ernst sein…

Als näch­stes werde ich mir mal ein paar der Mingames anse­hen, ob die ähn­lich arm­selig aus­ge­fall­en sind. Vielle­icht finde ich ja auch noch ein paar »diplo­ma­tis­che Mis­sio­nen«…

Am Rande: der neue Chefen­twick­ler Daniel Stahl spekuliert inzwis­chen ganz offen darüber, ob man STO in ein free-to-play-Spiel mit kostenpflichti­gen Pre­mi­um-Inhal­ten umbauen kön­nte. Ander­swo führt man das auf weit­er­hin sink­ende Spiel­erzahlen zurück…

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Selbstversuch: STAR TREK ONLINE SEASON 2 (Update)

Es gren­zt an Masochis­mus, aber den­noch werde ich den Selb­stver­such wagen: Mor­gen geht das näch­ste große Con­tent-Update für das MMO STAR TREK ONLINE live. Bei Cryp­tic nimmt man den Mund ziem­lich voll und ver­spricht haufen­weise Neuerun­gen, darunter von den Spiel­ern lange geforderte kos­metis­che, wie beispiel­sweise mehr Vari­a­tio­nen beim Brück­ende­sign, aber auch ange­blich mehr Mis­sio­nen, ins­beson­dere für die klin­go­nis­che Frak­tion, Minigames, mehr Schiffe und der­gle­ichen. Wichtig­ster Punkt für mich ist aber das »Diplo­ma­tis­che Korps der Föder­a­tion«, das Mis­sio­nen vergeben soll, die sich nicht auss­chließlich auf Geballer beschränken, son­dern Diplo­matie und Erstkon­takt bein­hal­ten sollen.

Man möge mir nach meinen bish­eri­gen Erfahrun­gen mit Cryp­tic meine Skep­sis vergeben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich an der Vorge­hensweise des Pub­lish­ers viel ändern wird: so erwarte ich auch bei den Diplo­matie­mis­sio­nen hingeschlud­erten und sich ständig mit min­i­malen Vari­a­tio­nen wieder­holen­den Con­tent. Als mir vor ca. einem Monat ange­boten wurde, doch nochmal ein Woch­enende test­weise kosten­frei zu spie­len, hat­te sich trotz gegen­teiliger Beteuerun­gen seit­ens des Pub­lish­ers nichts zum Besseren verän­dert. Dafür erhielt ich im Forum sofort eine Ver­war­nung, als ich auf meine Rezen­sion des Spieles hin­wies… Mit Kri­tik kann man bei Cryp­tic halt nicht so umge­hen. :o)

Im Hin­terkopf behal­ten sollte man bei all dem selb­stver­ständlich auch, dass Craig ??Zinkievich, der bish­erige Chefen­twick­ler von STO, vor knapp zwei Wochen bei Cryp­tic in den Sack gehauen hat, und sich ab sofort »sein­er Fam­i­lie und seinen Bienen wid­men will«. Wie immer in solchen Fällen gab es dazu eine durchkon­stru­ierte Pressemit­teilung in der er sich darüber aus­läßt, wie toll der Job war, dass er den Schritt bedauert, die Arbeit in den let­zten zwei Jahren großar­tig aber immens war und er jet­zt mal drin­gend ein­er Auszeit bedürfe. Kann man zwar alles nachvol­lziehen, aber hätte es ein aus­gedehn­ter Urlaub nicht auch getan? Dass er sofort alles hin­schmeisst und Cryp­tic ver­lässt, gibt einem schon zu denken, was den langfristi­gen Bestand von STO ange­ht.  Nach­fol­ger als Chefen­twick­ler ist der seit CHAMPIONS ONLINE in Fankreisen eher berüchtigte Daniel Stahl.

Wie auch immer: Ich werde die neuen Inhalte testen und dann hier bericht­en. Kön­nte spaßig wer­den…

[Update:] Angekündigt war SEASON 2 für heute, daraus wird nichts – ich hat­te es erwartet – nun spricht man von »gegen Ende des Monats«. Zusät­zlich zu den oben ange­sproch­enen Fea­tures soll es dann auch »wöchentliche Episo­den« geben, das bedeutet, man will in jed­er Woche eine neue Mis­sion ein­patchen. Das soll an die wöchentlichen Fernseh-Episo­den erin­nern. Aha. Wenn man den gesamten Con­tent durch hat (zwei bis sechs Wochen ab Instal­la­tion von STO) darf man danach also immer eine Woche warten, bevor es etwas Neues zu tun gibt?

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