CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

CES und Retro-Gaming: Hyperkin produziert Ultra Game Boy

Hy­per­kin ist ein ka­li­for­ni­scher An­bie­ter für Ge­rä­te, um Re­tro-Kon­so­len-Ga­mes auf ak­tu­el­ler Hard­ware und an mo­der­nen Dis­plays spie­len zu kön­nen. Bei­spie­le sind die Re­tron3 oder Re­tron 5, in die man Car­tridges von NES, SNES oder Sega stecken kann. Oder der Smart­boy, eine Zu­satz­hard­ware mit Knöp­fen im Game­boy-Stil, in das man ein Smart­pho­ne steckt und das Game­boy- und Game­boy-Co­lor Spie­le in ei­nem Car­tridge-Slot auf­nimmt, die man dann über ei­nen Emu­la­tor spie­len kann (was ver­blüf­fend gut funk­tio­niert, wenn man es schafft das zum Lau­fen zu be­kom­men, auf den Sup­port von Hy­per­kin soll­te man sich da­bei al­ler­dings nicht ver­las­sen, der ist mit »grot­tig« noch sehr freund­lich um­schrie­ben).

Zur CES kün­digt die Fir­ma jetzt den Ul­tra Game Boy an, ein Hand­held-Ge­rät, et­was klei­ner als ein ori­gi­nal-Game­boy, da­für mit ei­nem Alu­mi­ni­um­ge­häu­se und Farb­dis­play, der dem Vor­bild täu­schend nach­ge­bil­det ist. Und zeigt so­gar schon Pro­to­ty­pen. Auch hier pas­sen in die Slots Car­tridges von Game­boy und Game­boy Co­lor. Das Ge­rät soll zum Preis von 100 Dol­lar ver­kauft wer­den. Ver­bes­se­run­gen zum Ori­gi­nal sind zum Bei­spiel Ste­reo­laut­spre­chen und Ste­reo-Out (eine Ver­nei­gung in Rich­tung all der Mu­si­ker, die mit dem Game­boy Chip­tu­ne-Songs schrei­ben, die sol­len wohl auch die­ses Ge­rät nut­zen kön­nen). Der Akku kann via USB-C ge­la­den wer­den und hält ca. sechs Stun­den durch.

Der Ul­tra Game Boy soll bis Ende Som­mer 2018 auf den Markt kom­men – falls Nin­ten­do sie nicht mit Kla­gen über­zieht, wür­de ich mal an­neh­men (aber das ist bei an­de­ren Pro­duk­ten in­ter­es­san­ter­wei­se noch nicht pas­siert) …

Of­fi­zi­el­le Pres­se­bil­der von Hy­per­kin gibt es nicht, man kann sich das wirk­lich wer­tig aus­se­hen­de Ge­rät aber bei Giz­mo­do an­se­hen.

Logo Hy­per­kin Co­py­right Hy­per­kin

Nintendo SNES Classic innerhalb von Minuten ausverkauft

Nintendo SNES Classic innerhalb von Minuten ausverkauft

Ge­stern war es in ei­ni­gen On­line­shops mi­nu­ten­lang mög­lich, das für Sep­tem­ber an­ge­kün­dig­te SNES Clas­sic von Nin­ten­do vor­zu­be­stel­len.

Ver­mut­lich kom­men bei dem er­neu­ten Lie­fer-De­sa­ster meh­re­re Punk­te zu­sam­men: Zum ei­nen hat Big N nichts ge­lernt und pro­du­ziert er­neut zu ge­rin­ge Stück­zah­len, um in die Schlag­zei­len zu kom­men (gern ge­sche­hen, ihr Honks). Zum zwei­ten ist es nach den Er­fah­run­gen mit der NES Clas­sic ganz si­cher so, dass ir­gend­wel­che Arsch­lö­cher Ham­ster­käu­fe tä­ti­gen, um die Kon­so­le dann spä­ter für den drei­fa­chen Preis oder teu­rer ver­ticken zu kön­nen. Und zum Drit­ten muss man sich fra­gen, war­um die Shops an­ge­sichts des­sen (war ja ab­zu­se­hen) nicht eine Men­gen­be­schrän­kung ein­füh­ren. Die Ant­wort dürf­te ein­fach sein: Ama­zon bei­spiels­wei­se kann so dop­pelt ver­die­nen. Das er­ste Mal beim ei­gent­li­chen Ver­kauf und spä­ter noch­mal, wenn die Wu­che­rer die Din­ger über ih­ren Markt­platz ver­ticken wol­len.

Al­les äu­ßerst un­schön. Tja, Nin­ten­do, es gibt Ever­dri­ves und ähn­li­che Vor­rich­tun­gen, und es gibt alle eure ROMS auch im Netz, selbst wenn ihr seit Jah­ren nach­drück­lich ver­sucht, die ent­fer­nen zu las­sen. Ihr hät­tet mehr Geld ver­die­nen kön­nen, aber wer nicht will, der hat schon.

[Up­date:] Wie ich in­zwi­schen er­fuhr, gab es bei Ama­zon eine Men­gen­be­schrän­kung auf eine Kon­so­le pro Be­stel­ler. Was Hard­core-Ham­ste­rer aber auch nicht ab­hal­ten dürf­te, meh­re­re Ac­counts sind schnell an­ge­legt.

Pro­mo­fo­to SNES Clas­sic Co­py­right Nin­ten­do

Nintendo: SNES Classic

Nintendo: SNES Classic

Im Stil des ratz­fatz aus­ver­kauf­ten NES Clas­sic kün­digt Nin­ten­do jetzt kon­se­quen­ter­wei­se auch ein SNES Clas­sic an. Es sieht aus wie eine ver­klei­ner­te Va­ri­an­te der ja­pa­ni­schen Ver­si­on Fa­mi­con. Ent­hal­ten sein wer­den 21 SNES-Klas­si­ker:

Con­tra III: The Ali­en Wars, Don­key Kong Coun­try, Earth­Bound, Fi­nal Fan­ta­sy III, F-ZERO, Kir­by Su­per Star, Kirby’s Dream Cour­se, The Le­gend of Zel­da: A Link to the Past, Mega Man X. Se­cret of Mana. Star Fox, Street Figh­ter II Tur­bo: Hy­per Figh­ting, Su­per Cast­le­va­nia IV, Su­per Ghouls ’n Ghosts, Su­per Ma­rio Kart, Su­per Ma­rio RPG: Le­gend of the Se­ven Stars, Su­per Ma­rio World, Su­per Me­tro­id, Su­per Punch-Out!! und Yoshi’s Is­land.

Als ganz be­son­de­res Gim­mick ist das un­ver­öf­fent­lich­te STAR FOX 2 eben­falls mit da­bei, das auf­grund des Launchs der N64 nicht mehr er­schien. Al­lein das wäre für mich schon ein Kauf­grund (auch wenn hier noch ein funk­tio­nie­ren­des SNES und ein RE­TRON 5 her­um­ste­hen). :)

Der US-Preis soll bei 79,99 Dol­lar lie­gen, ich wür­de mal da­von aus­ge­hen, dass es dann bei uns 89,99 ko­sten wird. So­bald man bei Ama­zon vor­be­stel­len kann, wer­de ich das tun, da­mit nicht das­sel­be pas­siert, wie beim NES Clas­sic …

[Up­date:] Er­schei­nungs­ter­min ist im Sep­tem­ber 2017.

Pro­mo­fo­to SNES Clas­sic Co­py­right Nin­ten­do

FUZE Code Studio: Programmierumgebung für die Nintendo Switch

FUZE Code Studio: Programmierumgebung für die Nintendo Switch

Okay, das ist mal ein un­ge­wöhn­li­cher Schritt. Nin­ten­do wird für sei­ne Kon­so­le Switch mit dem »FUZE Code Stu­dio« eine Pro­gram­mier­um­ge­bung zur Ver­fü­gung stel­len, mit der die Nut­zer Spie­le in 2D und 3D auf der Kon­so­len­hard­ware pro­gram­mie­ren wer­den kön­nen. Man be­nö­tigt an­geb­li­che kei­ne Vor­kennt­nis­se im Coden (das kann ich nur schwer glau­ben; was auf dem Foto zu er­ken­nen ist, sieht al­ler­dings nach ei­nem BA­SIC-Dia­lekt aus).

Ne­ben der An­steue­rung der Gra­fik­chips ent­hält das Stu­dio auch ei­nen Syn­the­ziser, um Mu­sik zu kom­po­nie­ren (und ver­mut­lich auch für Ge­räu­sche), so­wie eine Sprach­syn­the­se. As­sets wie Mu­sik, Gra­fik oder Code­schnip­sel wer­den in ei­nem Shop kauf­bar sein. Um nicht auf dem Bild­schirm tip­pen zu müs­sen kann man eine USB-Ta­sta­tur an­schlie­ßen.

ich bin ver­blüfft, dass ge­ra­de Big N der­ar­ti­gen Zu­griff auf ihre Kon­so­le er­mög­licht, denn da­durch wer­den ver­mut­lich Ein­fall­to­re fürs Hacking ge­öff­net, und die will man bei Nin­ten­do im­mer auf Ma­rio komm raus ver­mei­den. Ich wäre fast eu­pho­risch ob der Mög­lich­kei­ten, wür­de al­ler­dings erst mal die Nut­zungs- und Li­zen­sie­rungs­be­din­gun­gen für die selbst­ge­code­ten Spie­le ab­war­ten …

Ein Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum gibt es der­zeit eben­so we­nig wie ei­nen Preis.

Pro­mo­fo­to Switch mit FUZE Code Stu­dio Co­py­right Nin­ten­do

Für Retro-Fans: PS4-Gamepads am Super Nintendo

Für Retro-Fans: PS4-Gamepads am Super Nintendo

8bitdo SNES Adapter

Manch ein Re­tro-Fan spielt klas­si­sche Kon­so­len­spie­le nicht nur im Emu­la­tor, son­dern hat auch noch ori­gi­na­le Ge­rä­te zu Hau­se ste­hen, bei­spiels­wei­se ein Su­per Nin­ten­do. Am lieb­sten nutzt man die na­tür­lich mit den zu­ge­hö­ri­gen Con­trol­lern, es gibt jetzt aber auch die Mög­lich­keit mo­der­ne Game­pads an­zu­schlie­ßen.

Bis vor kur­zem war 8Bit­dos Re­tro-Emp­fän­ger nur au­ßer­halb Deutsch­lands er­hält­lich, jetzt hat er es aber auch in die hie­si­gen Re­ga­le ge­schafft. Mit dem Re­cei­ver kann man nicht nur eine Rei­he nach­ge­ahm­ter klas­si­scher Con­trol­ler vom sel­ben Her­stel­ler mit dem SNES ver­bin­den, son­dern auch die Game­pads von Play­sta­ti­on 3 und 4, der Wii und der Wii U. Ich wür­de mal da­von aus­ge­hen, dass auch an­de­re Blue­tooth-ba­sier­te Con­trol­ler funk­tio­nie­ren dürf­ten. Um­ge­kehrt kann man üb­ri­gens die Blue­tooth-Con­trol­ler des Her­stel­lers, die Nin­ten­do-Pads nach­emp­fun­den sind auch am PC nut­zen, denn der Emp­fän­ger kann an PC und Mac auch als Dong­le ver­wen­det wer­den.

Der Preis für den Ad­ap­ter liegt bei ca. 20 Euro. Die Con­trol­ler ko­sten zwi­schen ca. 30 und 45 Euro. Wer noch eine NES be­sitzt, muss eben­falls nicht ver­zwei­feln, auch da­für wird ein Ad­ap­ter an­ge­bo­ten.

Wer noch ein Weih­nachts­ge­schenk für Re­tro-Fans sucht, liegt hier si­cher nicht falsch.

Pro­mo­fo­to SNES-Blue­tooth-Ad­ap­ter Co­py­right 8Bit­do

Nintendos Klempner hüpft auf iOS: SUPER MARIO RUN

Nintendos Klempner hüpft auf iOS: SUPER MARIO RUN

Super Mario Run

Nin­ten­do hat­te sich mit Spie­len für Mo­bil­ge­rä­te bis­lang et­was schwer ge­tan und eher auf sei­ne Hand­held-Kon­so­len ge­setzt – und alle frag­ten sich: War­um nur? War­um las­sen sie die­sen po­ten­ti­ell mil­lio­nen­schwe­ren Markt au­ßer acht? Nicht zu­letzt der Er­folg von Po­ké­mon Go wird sie ei­nes Bes­se­ren be­lehrt ha­ben, denn am 15. De­zem­ber kommt die iko­ni­sche Nin­ten­do-Fi­gur auf die Mo­bil­ge­rä­te: Klemp­ner Ma­rio.

SU­PER MA­RIO RUN wird das Spiel hei­ßen, in dem der Prot­ago­nist kon­ti­nu­ier­lich lau­fen wird, und der Spie­ler ihm durch Tip­pen da­bei hel­fen kann, über Hin­der­nis­se zu sprin­gen oder coo­le Son­der­mo­ves aus­zu­füh­ren. Klingt be­kannt. Da­bei setzt man nicht auf die bei an­de­ren an­bie­tern so be­lieb­ten Mo­gel­packun­gen, ab­ge­speck­te Spie­le um­sonst oder gün­stig an­zu­bie­ten und dann via »in-App-Käu­fen« oder DLC ab­zu­zocken. Bei SU­PER MA­RIO RUN wird man eine Fas­sung, die die drei Spiel­mo­di an­teasert, ko­sten­los her­un­ter­la­den kön­nen. Die Voll­ver­si­on schlägt dann mit 9,99 Dol­lar zu Bu­che – und ist kom­plett, also kei­ne ver­steck­ten Ko­sten.

Und das Be­ste: Chef­ent­wick­ler bei SU­PER MA­RIO RUN ist Alt­mei­ster Shi­ge­ru Miy­amo­to hims­elf.

Höchst un­schön ist al­ler­dings, dass Nin­ten­dos Pres­se­mit­tei­lung das Spiel bis­her aus­schließ­lich für iOS-Ge­rä­te an­kün­digt, also iPad und iPho­ne (ab iOS 8). Mehr De­tails auf ei­ner of­fi­zi­el­len Web­sei­te.

Kein An­dro­id? Aber sonst geht’s euch noch gut, Nin­ten­do? Ich hät­te euch so­fort Geld hin­ter­her­ge­wor­fen.

Pro­mo­gra­fik SU­PER MA­RIO RUN Co­py­right Nin­ten­do

Die neue Konsole heißt Nintendo Switch

Die neue Konsole heißt Nintendo Switch

Lan­ge Zeit war über Nin­ten­dos neue Kon­so­le mit dem Code­na­men NX spe­ku­liert wor­den, jetzt gibt es end­lich Kon­kre­tes, denn Big N hat ei­nen Trai­ler ver­öf­fent­licht, in dem man schon ziem­lich ge­nau se­hen kann, was sie mein­ten, als sie sag­ten, es hand­le sich gleich­zei­tig um ein sta­tio­nä­res und mo­bi­les Ge­rät. Tat­säch­lich ist das Kon­zept der Nin­ten­do Switch, wie sie ge­tauft wur­de, we­ni­ger spek­ta­ku­lär, als viel­leicht vie­le dach­ten, denn of­fen­bar han­delt es sich im Prin­zip nur um eine mo­bi­le Kon­so­le mit ei­nem Dock, über das sie im Wohn­zim­mer mit dem Fern­seh­ge­rät ver­bun­den wer­den kann. Das hat man in ähn­li­cher Form be­reits ge­se­hen und es haut ei­nen nicht vom Sockel, wo­bei man zu­ge­ben muss, dass die Con­trol­ler­lö­sung cle­ver ist, auch wenn es sich letzt­end­lich nur ein Ta­blet mit an­ge­flansch­ten Con­trol­lern han­delt. In­ter­es­sant dürf­te sein, wie es um die Lei­stungs­fä­hig­keit der Switch be­stellt ist. Zu­dem ist das Ge­rät of­fen­bar Mul­ti­play­er-taug­lich, aber das hat­te ich nicht an­ders er­war­tet. Die Ziel­grup­pe sind er­neut si­cher nicht Hard­core-Ga­mer mit Frame­ra­ten und Gra­fik-Fe­tisch, aber das war von Nin­ten­do auch nicht zu er­war­ten ge­we­sen. Ste­hen und fal­len wird das durch­aus in­ter­es­san­te neue Ge­rät mit dem Spie­le­an­ge­bot.

Laut Nin­ten­do wird die Switch ab dem März 2017 er­hält­lich sein, das Weih­nachts­ge­schäft ver­pas­sen sie also.

Ab November: Nintendo Mini-NES

Ab November: Nintendo Mini-NES

Mini-NES

Nin­ten­do hat of­fen­bar den Re­tro-Trend er­kannt und möch­te da­mit auch or­dent­lich geld ver­die­nen, denn die ja­pa­ni­sche Fir­ma bringt 33 Jah­re nach dem Re­lease das NES zu­rück. Al­ler­dings nicht im Ori­gi­nal, son­dern in Form ei­ner Mini-Kon­so­le, auf der 30 Spie­le vor­in­stal­liert sind. Das er­in­nert an die be­reits vor Jah­ren er­schie­ne­nen Ata­ri Flash­back oder den Com­pe­ti­ti­on Pro mit ein­ge­bau­tem C64.

Vor­in­stal­liert sind un­ter an­de­rem sol­che Klas­si­ker wie BUB­B­LE BOB­B­LE, CAST­LE­VA­NIA I & II, DON­KEY KONG, DON­KEY KONG JR., DR. MA­RIO, FI­NAL FAN­TA­SY, GA­LA­GA, GHOSTS´N GO­B­LINS, GRA­DI­US, KIRBY´S AD­VEN­TURE, MA­RIO BROS., MEGA MAN 2, ME­TRO­ID und PAC-MAN.

Ko­sten soll die Kon­so­le, die über ei­nen HDMI-An­schluss ver­fügt, 60 Dol­lar, hin­zu kom­men 10 Dol­lar pro Con­trol­ler, man kann al­ler­dings auch eine Wiimo­te als Game­pad nut­zen oder ei­nen Clas­sic Con­trol­ler der Wii ver­wen­den. Um­ge­kehrt passt der neue Re­tro-Con­trol­ler für das Mini-NES auch an die Wii. Un­ver­ständ­lich ist al­ler­dings, dass man das für den Be­trieb nö­ti­ge Stecker­netz­teil eben­falls ex­tra er­wer­ben muss.

Laut Nin­ten­do wird das Mini-NES auch in Deutsch­land er­schei­nen, in den USA wird sie ab An­fang No­vem­ber er­hält­lich sein, also pünkt­lich zum Weih­nachts­ge­schäft.

Man muss sich al­ler­dings fra­gen, war­um sie dem Ding nicht ein­fach ei­nen Car­tridge-Slot ver­passt ha­ben, so dass man noch vor­han­de­ne Spie­le an mo­der­nen Dis­plays hät­te nut­zen kön­nen. Da laut Aus­sa­ge von Nin­ten­do al­ler­dings die Spie­le ver­än­dert wur­den (ei­ni­ge Spie­le ver­fü­gen plötz­lich über ei­nen Mul­ti­play­er-Mo­dus), kann man da­von aus­ge­hen, dass es sich ei­gent­lich nur um ei­nen Emu­la­tor han­delt, da kann es na­tür­lich sein, dass ein Slot zu nicht un­er­heb­li­chen tech­ni­schen Pro­ble­men ge­führt hät­te, denn der Pro­duk­ti­ons­auf­wand wäre so­mit deut­lich hö­her ge­we­sen, als für eine simp­le Emu­la­ti­on. Man darf ge­spannt sein, in­wie­weit die Ga­mes den Ori­gi­na­len ent­spre­chen, oder ob sie »nach­ge­baut« wur­den.

[Up­date 16.07.2016:] Ab so­fort ist das Clas­sic Mini bei Ama­zon vor­be­stell­bar – naja, fast, man kann sich per Email be­nach­rich­ti­gen las­sen, wenn es ver­füg­bar und ein Preis be­kannt ist.

Pro­mo­fo­to Co­py­right Nin­ten­do

Nintendo Entertainment System goes 3D

Nintendo Entertainment System goes 3D

Das Nin­ten­do En­ter­tain­ment Sy­stem, kurz NES, ist alt. Es er­schien be­reits im Jahr 1983 (in Eu­ro­pa drei Jah­re spä­ter), es han­delt sich um eine 8-bit-Kon­so­le und ent­spre­chend pi­xe­lig ist auch die Gra­fik.

Doch das muss nicht sein. Ein neu­er Emu­la­tor peppt die al­ten Spie­le auf, in­dem er ih­nen ei­nen Pdeu­do-3D-Look ver­leiht. Und das sieht schlicht­weg gran­di­os aus, fast so, als wä­ren es auf ein­mal mo­der­ne In­die-Ga­mes.

Das ist al­les noch sehr Beta, mehr In­for­ma­tio­nen auf 3dnes.com (zu­min­dest so­lan­ge, bis Nin­ten­do den La­den schließt).

 

Grandios: METROID-Fanfilm THE SKY CALLS

Grandios: METROID-Fanfilm THE SKY CALLS

Rain­fall Films ha­ben ei­nen Fan­film um Nin­ten­dos ME­TRO­ID-Fran­chise und des­sen Hel­din, die Kopf­geld­jä­ge­rin Sa­mus Aran, ge­macht. Und das sieht vi­su­ell ziem­lich be­ein­druckend aus. Ist aber auch kein Wun­der, Rain­fall ist eine pro­fes­sio­nel­le VFX-Fir­ma, die bei­spiels­wei­se be­reits für G4 TV, Dis­ney und EA Ga­mes ge­ar­bei­tet hat.

Für Frickler: Nintendo NES in einem Cartridge

Für Frickler: Nintendo NES in einem Cartridge

NESinacartridge

Auf In­st­ruc­ta­bles gibt es ein un­glaub­li­ches Re­tro-Tüf­tel­pro­jekt für Nerds: Tin­ke­rer hat doch tat­säch­lich ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Nin­ten­do NES (oder ge­nau­er ge­sagt ei­nen chi­ne­si­schen Nach­bau da­von) in eine Car­tridge der or­gi­na­len Kon­so­le ein­ge­baut.

Die ge­sam­te Bau­an­lei­tung kann man auf In­st­ruc­ta­bles nach­voll­zie­hen und das Pro­jekt na­tür­lich auch nach­bau­en, wo­bei es even­tu­ell et­was schwie­rig sein könn­te, an das chi­ne­si­sche Kon­so­len-Boot­leg zu kom­men. Gran­dio­se Idee.

Nintendo erpresst Let´s Player

Nintendo erpresst Let´s Player

Logo NintendoDass es Nin­ten­do nicht so rich­tig ro­sig geht, ist nichts Neu­es, an den gran­dio­sen Er­folg der Wii mit sei­ner neu­ar­ti­gen Be­we­gungs­steue­rung konn­te die un­in­spi­rier­te Wii U nicht ein­mal halb­wegs an­knüp­fen. Und so sucht Big N nun of­fen­bar nach an­de­ren We­gen, an Koh­le zu kom­men. Be­reits vor ca. an­der­halb Jah­ren hat­te man an­ge­kün­digt, an den Wer­be­ein­nah­men von Let´s Play-Vi­de­os be­tei­ligt wer­den zu wol­len.

Für die Un­ein­ge­weih­ten: Let´s Play-Vi­de­os sind Clips zu­meist auf You­tube, die sich mit Spie­len be­fas­sen, die­se also bei­spiels­wei­se vor­stel­len oder Tipps zum Ab­lauf ge­ben. Streng ge­nom­men ist das eine Ur­he­ber­rechts­ver­let­zung, denn die ge­zeig­ten Spiel­in­hal­te un­ter­lie­gen na­tür­lich dem Co­py­right des je­wei­li­gen Her­stel­lers. Die mei­sten Pu­blisher se­hen das al­ler­dings eher ge­las­sen, im­mer­hin sind die Vi­de­os eine pri­ma Wer­bung für ihre Pro­duk­te.

Nin­ten­do möch­te die Let´s Play­er jetzt al­ler­dings in ihr so­ge­nann­tes »Creator´s Pro­gram« zwin­gen. Man muss sich dort an­mel­den, um Let´s Play-Vi­de­os on­line stel­len zu dür­fen. Macht man das nicht, droht der ja­pa­ni­sche Kon­zern da­mit, die Clips auf­grund von Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen aus dem web neh­men zu las­sen. Na­tür­lich hat das ei­nen Grund: Nin­ten­do will an den Wer­be­ein­nah­men mit­ver­die­nen. Da­bei sol­len 30 Pro­zent der Ein­nah­men an Big N ge­hen, der Rest an den Vi­deo­er­stel­ler (das gilt nur für re­gel­mä­ßi­ge Vi­de­os, für ein Ein­zel­vi­deo er­hält man nur 60%). Der Knül­ler da­bei: Das ge­sam­te Geld soll zu­erst an Nin­ten­do ge­hen und die über­wei­sen dem Let´s Play­er mit mo­na­te­lan­ger Ver­zö­ge­rung dann sei­nen Teil auf ein PayPal-Kon­to. Ein wei­te­re Knül­ler ist, dass dar­in noch nicht ein­mal alle Spie­le des Her­stel­lers ein­ge­schlos­sen sind, man muss erst­mal in eine White­list schau­en, um fest­zu­stel­len, ob man zu ei­nem be­stimm­ten Game über­haupt Vi­de­os er­stel­len darf.

Mei­ner Mei­nung nach grenzt das an Schutz­geld­erpres­sung. Ent­we­der ihr zahlt, oder wir hau­en eure Vi­de­os aus dem Netz. Das geht GAR nicht und ich bin si­cher, dass sich schnell und laut Wi­der­stand re­gen wird. Die Ga­mer sind nicht ge­ra­de da­für be­kannt, mit sol­chen Ak­tio­nen be­son­ders wohl­wol­lend um­zu­ge­hen. Hier wäre mit Nin­ten­do auch mal ein Ziel, das im Ge­gen­satz zu Gamer­ga­te, Hohn und Spott der Spiel­er­ge­mein­de ver­dient hät­te. Schon bei ei­ner ähn­li­chen Ak­ti­on ge­gen IGN kam es zu viel Kri­tik und Big N ver­sprach eine bes­se­re Lö­sung. Das »Creator´s Pro­gram« soll die­se Lö­sung sein.

Tat­säch­lich dürf­te das für Nin­ten­do aber ein PR-De­sa­ster wer­den. Selbst ins Knie ge­schos­sen.

Logo Nin­ten­do Co­py­right Nin­ten­do